Von 24/3 zu 24/7 Teil 15

"Klappentext"

Eine Ohrfeige und ihre Folgen

 

Teil 15

 „Nein, nein verdammt, jetzt nicht Sklavin. Nimm gefälligst deine Finger da weg“. Ich gehorche nicht, es kann nur noch Sekunden dauern, bis er unfähig ist und mir vollkommen verfallen sein muss.

„Autsch“, Ohhhh, Ahhhh“, meine linke Wange brennt wie Feuer und mein Kopf wird nach rechts geschleudert. Er hat mir tatsächlich eine recht heftige Ohrfeige verpasst. Als sei das nicht schon genug, werden meine Beine weich wie Butter und geben einfach nach. Während ich versuche, mich irgendwo festzuhalten, überkommt mich ein Gefühl, das ich zu kennen glaubte, welches mir im Moment aber völlig fremd und unpassend erscheint.

Nur am Rande bekomme ich mit, dass mich starke Arme auffangen. Sachte legen sie mich auf den Boden. Ich glaube mich in einer anderen Welt zu befinden. Ich scheine gar nicht, ich selbst zu sein. Nein, viel mehr glaube ich, über mir selbst zu schweben und das was ich dort sehe, ist ein Bild des Elends.

Eine hübsche Frau im besten Alter liegt auf dem harten, gefliesten Boden einer Toilette. Sie reibt sich das Gesicht um das Brennen einer Ohrfeige zu lindern. Kleine, salzige Tränen laufen ihr aus den Augen über das Gesicht und fallen zu Boden. Mit der anderen Hand hält sie sich den Bauch. Sie hat heftige, seltsame Zuckungen im Unterleib. Erst als diese Schmerzen und Krämpfe in meinem Bauch nachlassen, scheint mein Verstand wieder in meinen Körper zurückzukehren.

Ich frage mich noch, was das war, als mir langsam bewusst wird, was so eben geschehen ist. Ich war eine böse und ungezogene Sklavin. Ich konnte mich nicht mehr im Zaum halten und lies meiner Lust, meiner Erregung, ja meinem Trieb, freien Lauf. Ich habe die Warnung ignoriert und dafür so richtig eine eingeschenkt bekommen. Meine linke Wange brennt noch immer davon. Doch was war das andere. Warum wollten mich meine Beine plötzlich nicht mehr tragen und warum hatte ich heftige Unterleibsschmerzen und woher dieses seltsame Gefühl, das ich sonst so liebe, es aber gerade nicht verstehe, wo es herkommt.

Erst ganz langsam gelingt es mir die Puzzleteile der letzten fünf Minuten zum kompletten Ganzen zusammenzufügen.

Der Schlag in mein Gesicht, hat in mir drin etwas ausgelöst, das mir unvorstellbar erscheint. So heftig die Ohrfeige auch war, so groß und heftig war auch die Reaktion meines Körpers darauf. Meine Beine gaben nur aus einem Grund nach, und auch die Schmerzen im Bauch kommen wohl davon, von den Muskelkrämpfen ganz zu schweigen. Noch nie in meinem Leben habe ich einen solchen Orgasmus erlebt. Mir erscheint das einfach unvorstellbar. Noch nie hat mir jemand eine derartige Ohrfeige versetzt und was mache ich, anstatt aus Schmerz, Peinlichkeit und Demütigung zu heulen, gehe ich ab wie Schmitz Katze. Bin ich wirklich noch ganz normal, was wird wohl mein Herr davon halten. Wo ist er eigentlich.

Ich versuche noch mal alles im Kopf durch zu gehen und da fällt mir ein, dass mich jemand fragte, ob alles in Ordnung sei. Ich beantworte dies nur mit nicken. Das kann nur Benjamin gewesen sein, aber wo ist er jetzt. Es wird wohl Zeit, sich wieder vom kalten Boden zu erheben. Ich glaube, meine Beine sind wieder kräftig genug dazu.

In der Damentoilette ist er nicht mehr zu finden. Auch im Gastraum der Pizzeria sehe ich hin nirgends. „Er wartet schon draußen, vor der Tür“ sagt der Mann hinter dem Tresen, Josephe war seine Name glaube ich. „Danke“ sage ich zu ihm und renne aus dem Lokal.

Tatsächlich steht er vor Tür. Er sieht alles andere als glücklich aus. Ich würde sogar so weit gehen, und würde sagen, dass er sehr traurig wirkt. Auch wenn ich sicher eigentlich nicht sprechen darf, so habe ich doch in den letzten beiden Jahren gelernt, dass er es in gewissen Situation durchaus toleriert, wenn ich dieses Gebot oder eines der anderen übertrete, wenn es erforderlich ist. Leider fällt es mir manchmal schwer, es genau einzuschätzen, wann eine solche eingetreten ist, aber jetzt bin ich mir sicher.

„Herr, was ist los, du wirkst so traurig“.

„Ja das bin ich auch, Andrea. Es tut mir wirklich leid, ich habe für etwa eine Sekunde die Kontrolle verloren und mehr als nur heftig zugeschlagen. Als du zu Boden gesunken bist, dachte ich schon für ein oder zwei Sekunden, ich hätte dich bewusstlos geprügelt. So etwas darf nicht passieren. Es tut mir wirklich leid, Andrea“.

Offenbar sieht Benjamin das alles völlig falsch, das kann nicht sein, ich muss das richtig stellen. Er hat doch keinen Fehler gemacht, das war alles mehr als perfekt. Auch wenn es seltsam war, es war fantastisch. Aber wie soll ich ihm das sagen, ich kann doch nicht sagen, dass mir voll einer abgeht wenn er mir eine scheuert.

„Herr, ihr müsst euch keine Vorwürfe machen. Ich habe euch provoziert und nicht gehorcht. Die Ohrfeige war mehr als nur berechtigt, Herr“.

„Sie war vielleicht berechtig, Andrea, das mag schon sein, aber ich hätte niemals so fest zuschlagen dürfen. Ich habe unbewusst so viel Kraft in meine Hand gelegt, dass du sogar zu Boden gegangen bist. Ein guter Herr tut so etwas nicht. Ein guter Herr behält immer die Kontrolle und die Übersicht. Er achtet nicht nur auf seine Sklavin, sondern auch auf sich selbst. Er muss stets genau wissen was er tut und darf sich nicht einfach gehen lassen. Es tut mir leid Andrea, ich bin dir ein schlechter Herr gewesen“.

Was zum Henker redet der da für einen Schwachsinn. Er ist der beste Herr, den ich mir vorstellen kann und der beste, den ich je hatte.

„Nein Herr ihr seid mir ein guter Herr und Meister. Für mich gibt es keinen besseren. Die Ohrfeige war genau richtig. Ich hatte sie mir ehrlich verdient und fand auch ganz und gar nicht, dass sie zu heftig war“.

Gott oh Gott, was sag ich da, aber die Wahrheit muss raus, er scheint sich wirklich ernsthafte Vorwürfe zu machen und das völlig zu unrecht. Ich möchte nicht, dass er das tut.

„Das ist nett von dir Andrea, aber ich hätte nie so fest zuschlagen dürfen. Ich konnte dich gerade noch so auffangen. Wenn du mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen wärst, was da alles hätte passieren können. Nein, ich hätte besser achtgeben müssen“.

Will er nicht verstehen, oder drücke ich mich immer noch unklar aus.

„Bitte Herr, Benjamin, so glaube mir doch, es war alles genau richtig. Genau so will ich es haben und stelle es mir in meinen Fantasien vor. Du hast alles richtig gemacht. Dass ich umgefallen bin, lag nicht direkt an der Ohrfeige, sondern an etwas anderem“.

„Ich verstehe ehrlich nicht genau, was du meinst, Andrea. Was willst du mir sagen“.

„Herr, es fällt mir wirklich schwer es zu sagen, aber ich möchte es versuchen. Die Ohrfeige war der Auslöser für etwas, das ich nicht beschreiben kann, Herr. Ich kann nur sagen, dass ich einen solchen Orgasmus noch nie erlebt habe. Er war so heftig, dass mir die Kraft fehlte, stehen zu bleiben und nur deshalb bin ich umgekippt“.

Plötzlich ändert sich seine Mimik, er scheint verstanden zu haben. Seine Körpersprache sagt mir, dass er erleichtert ist. Ihm scheint ein richtiger Stein, ach was, wohl eher ein ganzer Berg vom Herz gefallen zu sein.

„Willst du mir damit sagen, dass ich da etwas völlig falsch gedeutet habe und du einen Orgasmus hattest, nur weil ich dir eine ordentlich verpasst habe“.

Endlich hat er mich verstanden. „Ja, ja das will ich, Herr. Ich verstehe es ja selbst nicht, aber genau so war es“.

„Das hätte ich mir nicht vorstellen können, Andrea. Offenbar schlummert da in dir noch etwas, das wir beide bis jetzt noch nicht mal im Ansatz erahnen konnten“.

„Sieht beinahe so aus, Herr. Herr, bitte werden sie mich weiterhin als ihre Sklavin akzeptieren, bitte“.

„Wenn du mich schon so nett darum bittest, wie könnte ich da nein sagen“.

Wieder gelingt es mir nicht, meine Freude über diese Worte zu kontrollieren, und ich falle ihm um den Hals und küsse ihn so richtig ab. Als ich mich gerade an seinem Hals fest sauge, scheint er langsam genug von meinen Liebkosungen zu haben.

„Das reicht jetzt wieder, Sklavin. Benimm dich ab jetzt wieder anständig, wenn du nicht gleich noch mal so eine Ohrfeige haben willst“.

Auch wenn ich die Letzte nie Mals wieder vergessen werde, weil sie etwas aus mir machte, das ich so noch nicht kannte, kann ich wohl auf eine weitere doch vorerst verzichten. Ich stelle mich brav mit gesenktem Kopf vor hin, „Ja Herr. Herr, darf ich bitte noch etwas sagen“.

„Immer raus damit“.

„Bitte Herr. Ich bedanke mich, dass ihr euch meiner Erziehung weiterhin hingeben wollt. Außerdem bitte ich euch Herr, mich streng zu behandeln. Es scheint so, als gebe mir dies etwas, das ich bis jetzt so noch nicht kannte. Bitte Herr, habt keine Nachsicht mit mir. Ich kann offenbar mehr aushalten wie ich bis jetzt dachte“.

„Wir werden sehen Sklavin, ich werde es mir bestimmt merken. Jetzt komm endlich, wir wollten doch noch Schuhe kaufen gehen. Das Geschäft ist hier gleich die Straße runter. Wir gehen am besten zu Fuß dorthin“.

„Ja Herr, Danke Herr“. Mehr brauche ich nicht mehr zu sagen. Ich werde mich jetzt mit allem voll in meine Rolle als Sklavin stürzen, es ist wohl meine Bestimmung. Noch nie fühlte ich mich so frei wie jetzt, völlig losgelöst von der normalen Welt. Ich bin ein völlig neuer Mensch.