Von 24/3 zu 24/7 Teil 47

"Klappentext"

Ohh nein, nicht diese Schuhe

 

Teil 47

 

„Setz dich mal hier auf den großen Stein“.

Ein ziemlich großer, beinahe ovaler Felsbrocken liegt hier neben der Straße, auf den ich mich nun setze.

„Schließ die Augen, Sklavin und öffne sie erst wieder, wenn ich dir die Erlaubnis dazu erteile“.

Ich würde zwar schon gern sehen, was er wieder mit mir vorhat, dennoch schließe ich gehorsam die Augenlieder.

Er nimmt mir nun sogar meinen Rucksack ab. Nun, da ich nichts mehr sehe, hat sich mein Gehör verschärft. So bekomme ich leicht heraus, dass er die Reißverschlüsse öffnet. Wie viel passt eigentlich in so einen Rucksack hinein, ich meine, irgendwann muss doch mal Schluss sein mit neuen Überraschungen. Schließlich kann darin nicht unendlich viel Platz sein.

Irgendetwas macht er an meinen Füßen. Er zieht mir die Schuhe aus. Also doch noch etwas Neues. Etwas Kaltes schiebt sich über meinen linken Fuß, es reicht mir bis knapp unterhalb des Knies. Es muss so etwas wie ein Schuh sein, allerdings kein gewöhnlicher. Mein Fuß wird richtig lang durchgestreckt. Moment Mal, aber nein, das kann gar nicht sein. Er hat doch nicht etwa doch diese Dinger gekauft. Als das Gleiche an meinem rechten Fuß geschieht, halte ich es nicht mehr aus. Ich öffne meine Augen und schaue hin. Voller Entsetzen sehe ich, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege. Er hat diese bescheuerten Stiefel mit den Hufen unten dran, auf denen ich nicht laufen kann, wirklich gekauft und sie sogar heute mitgenommen. Er erwartet doch nicht ernsthaft, dass ich plötzlich heute mehr als fünf Meter damit gehen kann, ohne irgendwo hin zu schlagen. Was denkt er sich nur dabei, mir einfach so diese Teile anzulegen. Jetzt bemerke ich, dass sich seine Hände nicht mehr bewegen. Ich hebe meinen Kopf etwas, und schaue ihm plötzlich direkt in die Augen.

„Das war sehr ungehorsam, Sklavin“.

Verdammt, meine Neugierde war mal wieder größer, als mein Verstand. Wie konnte ich auch einfach nur meine Augen öffnen. Sonst schreit sie oft die ganze Zeit über, doch diesmal hat mich die devote Sklavin in mir im Stich gelassen.

„Eigentlich hatte ich nur ein kleines Training für dich geplant. Ein paar Meter vor und zurück in den Hufstiefeln, damit du das Laufen darin langsam lernst. Denn irgendwann einmal, wenn du das richtig gut kannst, habe ich noch großes mit dir vor. Aber allem Anschein nach kannst du dies kaum noch erwarten. Als Strafe für dein Fehlverhalten werde ich die Übung etwas verschärfen müssen“.

„Ja, ich verstehe, Herr“.

Da bin ich wieder wo rein geschlittert. Und alles nur, weil ich mal wieder meine Neugier nicht im Zaum halten konnte. Was allerdings der Unterschied von der geplanten, zu der verschärften Übung sein soll, das verschweigt er mir. Aber sicher werde ich das schon bald herausfinden.

Mein Herr zieht erst einmal die Reißverschlüsse der Stiefel zu. Doch das ist ja noch lange nicht alles. Die Reißverschlüsse befinden sich an den Seiten, aber an der Vorderseite ist auch noch mal eine Schnürung vorhanden. Diese wird als nächstes von meinem Herrn straff angezogen. Ich kann es richtig fühlen, wie mein Fuß, Knöchel und Unterschenkel, fest eingeschnürt wird.

„Nun kommen wir zu einer kleinen Sicherheitsmaßnahme, Sklavin. Eigentlich hätten wir jetzt loslegen können, aber du hast es ja gern etwas härter. Damit ich auch einigermaßen sicher sein kann, dass dir nichts passiert, lege ich dir nun diese Bandagen hier an. Bei richtigen Pferden werden sie, soweit ich weiß, um die Beine der Pferde gewickelt, um sie vor äußerlichen Einflüssen zu schützen. Bei dir werden sie allerdings eine etwas andere Aufgabe erfüllen müssen“.

Während er mir das alles erzählt, hat er bereits angefangen, irgendeine schwarze Stoffbinde um den Knöchel meines linken Fußes zu wickeln. Diese Bandagen, wie er sie nennt, wickelt er straff um meinen Fußknöchel. Ich fühle wie der Druck immer weiter steigt. Das Leder des Stiefels wird immer fester gegen meine Haut gedrückt.

„Die Bandage soll dich davor beschützen, einfach umzuknicken und dir eventuell etwas zu brechen. Ich kann keine Stute mit einem verstauchten Knöchel gebrauchen. Deshalb muss es auch ziemlich eng anliegen, um dir Unterstützung bei einem sicheren Stand zu geben“.

Kurz darauf legt sich eine dieser Bandagen auch um den anderen Fuß. Noch immer frage ich mich, wie das wohl werden soll. Ich weiß, dass er sich all diese Arbeit nicht umsonst macht. Ich weiß aber genauso gut, dass es mir in diesen Hufschuhen völlig unmöglich ist zu laufen. Ich bin mir nicht sicher wie das enden wird. Natürlich könnte ich ihm sagen, dass ich fast alles für ihn tun würde, solange ich nur nicht auf diesen Schuhen gehen muss. Ja, das könnte ich wohl, ich weiß aber auch, dass das sicher überhaupt nichts bringen würde. Es würde schon deshalb ganz sicher nichts mehr bringen, weil ich meine Augen nicht geschlossen halten konnte. Nun weiß ich ja was er vorhat, und als äußerst strenger und konsequenter Herr, muss er das nun auch zu Ende führen. Da würde alles Betteln und Flehen überhaupt nichts helfen, das muss ich nun überstehen. Wenn ich nur wüsste wie.

„Bevor wir starten, habe ich noch eine kleine Entscheidungshilfe für dich. Ich sehe dir schon an wie du innerlich vor Wut beinahe kochst. Es freut mich aber zu sehen, dass meine Erziehung bei dir offenbar gute Wirkung zeigt. Vor noch gar nicht mal allzu langer Zeit, hättest du mir trotz Sprechverbot schon lange die Ohren voll gejammert. Nun denkst du es wohl nur noch, in den Schuhen kann ich nicht gehen, wie soll ich darin jemals laufen, darin kann kein Mensch laufen und lauter solche Dinge, hättest du mir schon lange an den Kopf geworfen. Doch dein Mundwerk schweigt, was ich mehr als lobenswert finde, Sklavin. Trotzdem möchte ich dir sagen, dass man in den Hufstiefeln, oder Ponyboots, sehr wohl laufen oder gehen kann. Genau genommen kann man darin und damit noch sehr viel mehr machen. Aber weil du es bist, fangen wir erst mal ganz von vorne an und üben das einfache Gehen und Laufen“.

Langsam glaube ich, dass nicht ich es bin, die einen an der Waffel hat, das ist nämlich in Wirklichkeit er. Die Person die in diesen bescheuerten Schulen gehen, laufen und wer weiß noch sonst was anstellen kann, die will ich sehen. Das ist einfach völlig unmöglich, wie soll denn sowas funktionieren, darin kann man ja nicht mal richtig stehen.

„Bevor wir das Ganze nun verschärfen, beginnen wir mit den einfachen Dingen“.

Er glaubt doch wohl nicht noch immer, dass ich in den Dingern irgendwo hingehen kann. Wenn ich mich vom Felsen erhebe, dauert es sicher nur Sekunden, bis ich auf die Nase falle.

„Komm, meine Stute und lass dir aufhelfen“.

Ich weiß, dass wenn ich jetzt aufstehe, es nicht lange dauern kann, bis ich in den Schmutz falle. Trotzdem erhebt sich die Sklavin in mir. Er hilft mir wirklich sehr geschickt, und so schaffe ich es tatsächlich, auf meinen beiden Füßen zu stehen. Wobei das eigentlich völlig übertrieben ist. Auf meinen Füßen stehe ich nicht, sondern vielmehr auf meinen Zehen. Völlig überrascht stellte ich fest, dass er mich losgelassen hat und ich noch immer stehe. Noch schaffe ich es wirklich, mein Gleichgewicht zu halten. Stehen kann man also wirklich auf diesen Hufdingern, wer hätte das schon gedacht, oder geahnt.

„Schau nur, welche eleganten, langen Beine meine Stute hat. Einfach nur wunderschön siehst du aus, wenn du erst mal richtig als Ponygirl eingekleidet bist, kann dir sicher kein Hengst widerstehen“.

Was soll das wohl wieder heißen, wie meint er das mit richtig eingekleidet. Was gehört wohl alles zu so einem Ponygirlkostüm. Und soll das auch heißen, dass ich nun öfters in diesen Mörderteilen herumlaufen muss. Wie kommt er eigentlich darauf, mich heute ständig zu einem Tierwesen zu degradieren.

Ach ja, da war ja mal diese eine Mail, oder war es ein Telefonat, so genau weiß ich das gar nicht mehr. Da habe ich wohl mal erwähnt, dass ich gerne mal ein Tier sein würde. Ich hatte da allerdings nur eines im Sinn, welches ich heute schon öfters als nur einmal sein durfte. Eigentlich hätte ich mir da gleich denken können, dass sich seine Fantasien nicht auf einen Hund beschränken. Nachdem ich der aus dem Napf fressende und Stöckchen apportierende Hund war, sowie ein im Schlamm wälzendes Schwein, soll ich nun also Pferd sein. Zumindest nehme ich das an, sonst hätte ich wohl kaum Hufe an den Füßen und er würde mich nicht Stute nennen.

„Mach doch mal einen kleinen Schritt, Stute Andrea. Hab keine Angst, ich pass schon auf dich auf“.

Er hat natürlich gut reden, wer von uns Beiden hat denn das Folterinstrument an den Beinen. Das kann er sich mal ganz schnell abschminken. Stehen traue ich mir gerade noch so alleine zu, aber Gehen und Laufen, das kann er vergessen. Ausnahmsweise hat einmal mein Verstand die Kontrolle über mich übernommen, und warnt mich selbst vor der kleinsten Bewegung. Selbst der leiseste Luftzug könnte bewirken, dass ich mein Gleichgewicht verliere und wie ein Stein zu Boden stürzte.

„Ich habe mir das gestern Abend schon gedacht, wenn ich dir heute die Ponyboots anlege, dass du auf stur schaltest. Ich habe schon an deinem Gesicht gesehen, dass du diese Stiefel nicht leiden kannst. Deshalb habe ich auch genau diese Ausführung gekauft. Sie beinhaltet nämlich noch ein kleines Extra“.

Er erwartet doch hoffentlich von mir keinerlei Antwort. Denn das was ich ihm zu sagen hätte, ist für eine Sklavin alles andere als angemessen. Auch wenn er mich gerade irgendwie dazu zwingt, diese Schuhe zu tragen, die ich wirklich jetzt schon hasse, so liebe ich ihn doch. Oder vielleicht könnte es auch sein, dass ich ihn gerade deshalb so liebe.

„Nun gib Acht, Stute, die Entscheidung wird dir gleich ziemlich einfach fallen“.

Was er da aus seiner Hosentasche holt, kann ich nicht sehen. Er beugt sich nach vorne und nestelt am oberen Ende dieser sogenannten Ponyboots herum. Doch was er da genau tut, ist mir noch immer nicht klar.

„In weiser Voraussicht, habe ich mir erlaubt, die abschließbaren Ponyboots zu kaufen. Deine hübschen Füße sind nun durch ein Vorhängeschloss in den Stiefeln gefangen. Wie du dich nun entscheidest, liegt ganz bei dir. Du kannst für immer und ewig hier stehen bleiben, oder du kriechst auf allen Vieren durch die Welt und suchst dir jemanden, der dir hilft, die Schlösser zu öffnen. So oder so brauchst du mir nicht mehr unter die Augen treten. Ich setze jedenfalls meinen Weg nun fort“.

Ist das sein Ernst, oder übertreibt er nur mal wieder. Nein, er übertreibt nicht, er setzt mich ziemlich unter Druck, ich muss mich schnell entscheiden. Er hat sich bereits von mir abgewendet und läuft los. Im Grunde steht meine Entscheidung allerdings schon lange fest, mein Verstand weigert sich bisher nur, diese zu akzeptieren. Langsam scheint es aber sogar ihm zu dämmern, dass ich keine andere Wahl habe.

„Wartet bitte, Herr. Helft mir bitte, ich habe Angst alleine. Ich trau mich nicht, in den Dingern zu laufen. Ich befürchte, dass ich hinfallen und mich verletzen könnte“.

Er dreht sich zu mir herum und grinst mich an.

„Ich sagte ja auch nicht, dass du von Anfang an alleine gehen sollst. Gerne stütze ich dich bei deinen ersten Versuchen, das sagte ich dir doch schon“.

Nun kommt er wieder zu mir zurück. Er legt seinen rechten Arm um meinen Rücken und greift mir unter den Arm. So gehalten fühle ich mich schon etwas sicherer.

„Beginnen wir mit ganz ganz kleinen Schritten, meine Stute. Ganz kleine Schrittchen machen wir. Und immer wenn du dich einigermaßen sicher fühlst, machen wir den nächsten Schritt. Vertraue mir einfach, ich unterstütze dich so gut ich kann“.

„Ich vertraue euch, mein Herr, aber trotzdem habe ich Angst. Was ist, wenn ihr mich nicht halten könnt“.

„Ich verspreche dir, Andrea, dass ich dich halten kann und es wird nichts geschehen“.

Seine Worte beruhigen mich und nun möchte ich auch wissen, wie zum Teufel man in diesen Dingern laufen kann.

„Ja Herr, danke Herr. Wollen wir nun endlich los“.

 

 

 

 

Bewertung Gesamteindruck

Average: 5.2 (4 votes)
CAPTCHA
Hiermit soll festgestellt werden, ob du ein Mensch bist oder nur ein Bot :-)