Veränderungen

"Klappentext"

Das Verhältnis zwischen Jana und Nina verschlechtert sich, denn Nina wird immer eifersüchtiger und schließlich unternimmt sie einen drastischen Schritt...

 

Veränderungen

Anmerkung: dies ist die Fortsetzung von "Fast gerettet" und gleichzeitig das (vorerst) letzte von Janas Abenteuern, die Geschichte lässt sich aber auch separat lesen.

 

Der Kurzurlaub hatte irgendwie alles verändert, auch wenn sie nach zwei Tagen schon wieder abgereist waren. Doch seitdem behandelte Marc Jana und Nina als gleichberechtigt, was Nina, die ja schon ein Jahr länger bei ihm war, nicht zu schmecken schien.

„Warte nur, wenn Marc nächste Woche wieder arbeiten muss!“, zischte sie Jana manchmal zu, wenn sie mit ihr alleine war. Diese wusste nicht recht, wie sie reagieren sollte, denn einerseits gefiel es ihr natürlich, dass sie jetzt mehr Aufmerksamkeit bekam und mehr Privilegien genoss – auch wenn sie dies noch vor wenigen Wochen nie so bezeichnet hätte. Er gestand ihr jeden Morgen und Abend eine halbe Stunde alleine im Bad zu, sie und Nina hatten sich die Hausarbeit zu teilen und er achtete darauf, dass beide etwa gleich viel Spaß im Bett fanden.

Andererseits hatte sie sich noch immer nicht mit ihrer Rolle als Sklavin abgefunden. Gewiss, der Sex war gut (mehr als das), aber sie vermisste es doch, ihre Freundinnen zu treffen, auch einmal in die Stadt zu gehen oder einfach niemandem Rechenschaft schuldig zu sein. Anders als Nina konnte sie nicht auf Dauer im Goldenen Käfig leben.

Immer noch wusste sie nicht, wo sie war. Klar, sie konnte nicht zu weit von dem Restaurant entfernt sein, wo Marc und Nina sie entführt hatten, wahrscheinlich waren sie noch in der gleichen Stadt. Doch Marcs Villa war von einer hohen Hecke umgeben, sodass Jana nicht weiter als bis zum Ende des Gartens sehen konnte. Und auch die leichte Fesselung, die sie und Nina zu tragen hatten, wenn sie in den Garten durften, verhinderte einen Fluchtversuch. Sie bestand aus einem Paar Handschellen um die Fußgelenke, die ein Rennen verhinderten, und einem Gummiball im Mund, der von einem Lederband im Mund gehalten wurde, welches im Nacken mit einem Vorhängeschloss gesichert war. Außerdem waren sie immer noch nackt. Im Haus waren sie so ziemlich gut in der Lage, sich zu bewegen, aber eine Flucht über die Hecke war so undenkbar.

Jana hatte etwas Angst vor dem Montag, wenn sie mit Nina wieder alleine sein würde, doch auf einmal wurde diese ihr gegenüber freundlicher. Und so war Marc am Montagmorgen weggefahren, die beiden in leichter Fesselung zurücklassend.

Jana hatte beschlossen, möglichst viel Zeit in ihrem Zimmer zu verbringen, doch auf einmal hörte sie ein leises Rascheln: Nina schob einen Zettel unter der Tür durch.

„Falls du noch fliehen willst, ich kann dir helfen! Dann habe ich ihn wieder für mich alleine! Vernichte den Zettel, wenn du ihn gelesen hast!“

Jana befolgte die Aufforderung, dann dachte sie nach. Es klang schlüssig, dass Nina sie loswerden wollte, doch wie wollte sie verhindern, dass Jana zur Polizei ging? Hatte sie Marc satt und wollte bei einer Verhaftung mit mildernden Umständen davon kommen?

Noch mehr allerdings beschäftigte Jana die Frage, was Nina vorhatte, denn Marc hatte ein paar simple, aber effektive Sicherheitsmaßnahmen getroffen, wenn er weg war. Sie durften sich im Haus frei bewegen, doch alle Fenster und Türen waren fest verriegelt und nur er hatte die Schlüssel. Ebenso waren die Räume versperrt, in denen sich Kleidung befand. Sie hätten also eine der aus Panzerglas bestehenden Scheiben zertrümmern und dann, in Fußfesseln und bestenfalls in einen Vorhang gehüllt, versuchen können, über die Hecke zu klettern.

Ihre Neugier obsiegte und sie trat auf den Korridor, wo Nina an der Treppe lehnte. Sie blickte sie über ihren Knebel an, zwinkerte Jana zu und machte eine lockende Bewegung mit dem Zeigefinger. Dann setzte sie sich aufs Geländer und rutschte elegant ins Erdgeschoss. Jana folgte ihr vorsichtig, denn mit den Fußfesseln stellte Treppensteigen eine echte Herausforderung dar.

Immer vor ihr her eilend, sie bewegte sich trotz ihrer gefesselten Füße recht schnell, führte Nina sie in den Keller, in einen Raum, den Jana noch nicht kannte. Es war eine Sauna.

„Mhm?“

Jana verstand nicht, doch Nina deutete auf einen weiteren Zettel:

„Sieh unter der Sitzbank nach!“

Jana ging hinein und wirklich, da war etwas unter der hölzernen Bank. Sie ging in die Hocke und zog einen kleinen roten Umschlag hervor, der eine Karte enthielt. Auf dieser stand nur ein einziges Wort:

„Idiotin!“

In dem Moment schlug die Tür zu und Jana stolperte bei dem Versuch, dorthin zu gelangen. Sie rappelte sich hoch, trommelte gegen die Plexiglasscheibe in der Tür, wo sie Ninas Gesicht sehen konnte, ein schadenfrohes Blitzen in den Augen. Dann hörte sie das Zischen der Dampfdüsen und die Temperatur stieg an.

„Mmhrrrmmmm! Uuhhmmm!“

Wollte diese Verrückte sie kochen? Sie umbringen? Es schien, dass Nina in ihrer Eifersucht genau das vorhatte. Wie hatte sie Nina nur vertrauen, auf ihre scheinbare Freundlichkeit hereinfallen können?

„Mmhrrrmmm!“

Sie drosch wieder gegen die Tür, warf sich sogar dagegen, doch es war vergeblich. Die Hitze wurde stärker und Jana spürte, wie ihr der Schweiß aus allen Poren brach. Das Atmen fiel ihr schwer und sie merkte, wie die Kraft regelrecht aus ihr herausfloss. Jana sank in die Knie, schlug immer noch gegen die Tür, dann sackte sie zusammen und wenig später wurde alles schwarz um sie.

***

 

Das Erwachen kam langsam, doch schon, als sie das erste Mal blinzelte, war Jana klar, dass sie nicht tot war; es sei denn, die Hölle sah aus wie das Innere einer Sauna. Die Hitze war jetzt verflogen, doch Jana fühlte sich immer noch erhitzt und als sie versuchte, sich zu bewegen, erkannte sie mit Entsetzten den Grund dafür.

Sie war von den Knöcheln bis zum Hals in breite Frischhaltefolie eingewickelt, so fest und eng, dass sie sich kaum noch rühren konnte. Jana stöhnte und versuchte, sich auf dem immer noch feuchten Boden zu wälzen, als sie ein vertrautes Geräusch hörte: jemand riss Klebeband von einer Rolle ab.

Es war natürlich Nina, die sie jetzt noch zusätzlich mit Tape einwickelte. Jana versuchte, sich aus ihrem Kokon zu befreien, doch es war vergeblich und Nina wickelte sie schnell so ein, dass sie völlig hilflos war. Dabei summte sie eine Melodie durch ihren Knebel und schien allem Anschein nach völlig aufgedreht.

Als Jana sicher verpackt war, drehte Nina sie auf den Bauch. Dann holte sie weit aus und klatschend schlug ihre Hand auf Janas Hintern. Sie hatte nicht Marcs Kraft und außerdem dämpfte die Frischhaltefolie die Hiebe, doch Jana schrie doch in ihren Knebel und war erleichtert, dass Nina bald die Luft ausging.

Doch war Nina nicht phantasielos, denn jetzt kitzelte sie Janas Fußsohlen und gluckste vor Freude in ihren Knebel, als sich das hilflose Mädchen verzweifelt in ihren Fesseln krümmte und um Gnade flehte. Erst als Jana erneut einer Ohnmacht nahe war, ließ Nina von ihr ab. Mit Mühe zog sie Jana in die Höhe und trug sie, nicht weit, zu einem hölzernen Bottich.

„Mmhrrrmmm! Nnnnggg!“

Jana wehrte sich vergeblich, als Nina sie über den Rand wuchtete. Dann japste sie nach Luft und mühte sich, ihre Atmung unter Kontrolle zu bekommen, denn der Bottich war mit Eiswasser gefüllt. Die Schichten aus Folie und Klebeband, in die sie eingewickelt war, schützten sie etwas, doch schon jetzt spürte sie, wie die eisige Kälte in ihre nackten Zehen biss.

„Uuhhmmm!“

Das Wasser reichte ihr bis zum Hals. Da sie an den Rand gelehnt halb lag, halb saß, drohte sie nicht tiefer zu rutschen, doch sie wusste, dass sie nicht lange würde durchhalten können. Erneut blickte sie Nina flehend an und schrie in ihren Knebel, doch Nina warf ihr nur über ihren geknebelten Mund eine Kusshand zu, dann verließ sie die Sauna, schloss die Tür und löschte das Licht.

In fast völliger Dunkelheit kämpfte Jana mit ihren Fesseln. Das Wasser musste doch das Klebeband irgendwie aufgeweicht haben! Doch immer noch war sie in dem Kokon gefangen, eine Mumie des 21. Jahrhunderts. Eine lebendige Mumie. Noch.

„Mmhrrrmmm!“

Es fiel ihr bereits schwerer, die Zehen zu bewegen. Wie lange konnte ein Mensch in Eiswasser überleben? Natürlich schützte sie ihre Fesselung etwas, aber bestimmt würde es mit ihr zu Ende sein, lange bevor Marc nach Hause kam. Der Gedanke, was dieser mit Nina tun würde, verschaffte ihr keinen Trost. Sie wimmerte, als sie sich den Zeh am Boden des Bottichs stieß.

Der Boden! Natürlich! Sie hatte noch eine Chance, wenngleich diese mit einem gewissen Risiko verbunden war. Jana nahm ihre letzte Kraft zusammen, dann winkelte sie die Beine an und krümmte sich nach vorne. Sie hätte fast losgeprustet, als das Eiswasser über ihr zusammenschlug, doch sie stieß sich mit einer letzten Kraftanstrengung vom Boden ab und hing jetzt halb über dem Beckenrand. Mit ein paar Bewegungen gelang es ihr, sich auf den Boden der Sauna zu rollen.

Gerettet! Keuchend lag Jana da, empfand die relative Wärme des Raumes wie einen Hitzeschock. Sie würde nicht sterben, nicht so!

Dann kam ihr ein banger Gedanke: was, wenn Nina nachsah, was mit ihr war? Sie war immer noch eng gefesselt und geknebelt und ein zweites Mal würde Nina den Fehler nicht machen. Sie versuchte erneut, sich zu befreien, doch schließlich lag sie da, hilflos wartend, was passieren würde.

Sie hatte keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen war, als sie draußen Schritte hörte. Dann machte sich jemand an der Tür zu schaffen.

Jana stieß einen wimmernden Laut aus, als plötzlich das Licht anging und eine Gestalt den Raum betrat. Es war Marc, der auf sie herabsah, einen Ausdruck der Erleichterung im Gesicht.

***

 

„Wir alle haben Fehler gemacht! Ich, weil ich nicht erkannt habe, dass es zwischen euch so schlimm steht! Du, Jana, weil du es Nina gegenüber an Respekt und Demut hast fehlen lassen! Und natürlich vor allem Nina, die versucht hat, Jana umzubringen!“

Jana stimmte Marc keineswegs zu, dass auch sie einen Teil der Schuld an ihrer versuchten Ermordung trug, doch war sie nicht in der Lage, seinem fragwürdigen Plädoyer zu widersprechen.

Sie befanden sich in Marc selbst gestalteter Folterkammer. Nina war mit sehr fest gezogenen Lederriemen um Handgelenke, Knöchel, Knie und Ellbogen an ein Andreaskreuz gefesselt, dessen Balken überall mit Nieten beschlagen waren. Diese waren stumpf und abgerundet, doch mit der Zeit waren sie sicher sehr unbequem. Ein weiterer Lederriemen war stramm zwischen Ninas Lippen hindurch gezogen und man konnte erkennen, dass ihr Mund dahinter gründlichst verstopft war. Sie wirkte verängstigt, aber durchaus auch noch trotzig.

Auch Jana war geknebelt. Etwas, dass nur Ninas Höschen sein konnte, kitzelte ihren Rachen und blähte ihre Wangen auf. Marc hatte drei Stück in ihren Mund gezwängt, bevor er auch ihr einen Lederriemen zwischen die Zähne gezogen und fest in ihrem Nacken verknotet hatte. Sie war im Moment noch in einer Art Pranger eingeschlossen, fürchtete aber, dass Marc noch Schlimmeres mit ihr im Sinn hatte.

Im Moment war er noch damit beschäftigt, in einem Wandschrank herumzukramen. Schließlich hielt er in einer Hand eine Plastikflasche, in der anderen etwas, das wie ein Anker aussah, doch aus Plastik oder Gummi bestand.

Direkt vor Nina hing eine Kette von der Decke herab. Marc befestigte den Anker daran, dann fing er an, Nina zu massieren. Diese, in einer schmerzhaften Position gefesselt und außerdem wissend, dass ihr eine Bestrafung drohte, wehrte sich gegen die Berührung, doch nach einer Weile sah und hörte Jana, dass Marc ihren Widerstand überwunden hatte: ihr Stöhnen war weniger panisch, eine zarte Röte überzog Wangen und Dekolleté und ihre Brustwarzen ragten steil in die Höhe.

„Sie versucht mich umzubringen und wird noch belohnt!“, durchfuhr es Jana, doch dann sah sie, wie Marc den Anker nahm und eines der Enden in Nina einführte. Er war in der Tat aus Gummi und passte sich ihr an, doch er war groß und an der Art, wie Nina die Augen verdrehte und aufstöhnte, merkte Jana, dass er sie komplett ausfüllte. Immer noch empfand sie eher Neid als Mitgefühl.

Marc zog an der Kette und sorgte dafür, dass sie stramm saß, den Anker fest in Nina haltend. Das andere Ende ragte aus ihrer Mitte und erinnerte Jana an einen erigierten Penis. Es war ein belustigender Gedanke, aber auch irritierend.

Ihre Unruhe wuchs, als Marc einige Lederriemen bereit legte, insgesamt zehn an der Zahl. Dann nahm er die Flasche und rieb das freie Ende des Ankers mit einer Creme ein.

„Mmmhhmmph! Nnnngg!“

Jana sträubte sich, als Marc sie aus dem Pranger befreite und auf die gefesselte und stöhnende Nina zu zog, doch er packte das zierliche Mädchen einfach an den Hüften und hob sie hoch. Sie zappelte, doch er setzte sie vorsichtig auf der Spitze des Ankers ab.

„Mhhmmmph!“

Sie stöhnte, als das Gummiteil gegen ihre Mitte drückte. Es war so gut eingecremt, dass die Schwerkraft genügte, um sie darauf rutschen zu lassen. Jana schrie in ihrem Knebel, doch Marc passte auf, dass er sie zwar ausfüllte, aber sie nicht verletzte. Jetzt nahm er die Lederriemen und fesselte sie damit fest an Nina, sorgte dafür, dass sie von Hals bis Zehen an ihre Rivalin gepresst wurde und bei jedem Atemzug sich ihre Brüste gegeneinander drückten.

Marc nahm die letzten beiden Riemen und knotete sie in der Mitte zusammen, sodass er ein großes „X“ hatte. Einen davon band er anschließend zwischen Ninas Lippen, über den bereits dort befindlichen Knebel. Dann nahm er die beiden Enden, die herab baumelten, und drückte Janas Gesicht gegen das von Nina. Diese wehrte sich, doch sie musste ihre geöffneten Lippen auf die der anderen pressen und Marc verknotete die Riemen in ihrem Nacken. Nun waren die beiden Rivalinnen zu einem dauernden geknebelten Kuss gezwungen.

„Mph!“

Jana spürte, wie etwas auf ihre Pobacken tropfte, dann fing Marc an, etwas auf ihrem Hintern zu verteilen, offensichtlich die Creme. Sie bäumte sich in ihren Fesseln auf, als er sie zwischen ihren Pobacken eincremte und sie plötzlich seinen Finger in ihrem Anus fühlte.

„Mein Arsch bleibt Jungfrau!“

das war auch immer Janas Wahlspruch gewesen, wenn es um Analverkehr ging. Sie wusste, dass viele Männer darauf standen, doch sie hatte Angst, dass es weh tun könnte. Es fühlte sich zumindest – komisch an.

Sie wimmerte und wand sich in ihren Fesseln. Dadurch spürte sie den Gummidildo in sich noch intensiver und dihre Bewegungen hatten natürlich auch Auswirkungen auf Nina. Marc machte weiter, hob sie leicht an, ließ sie wieder absinken, immer mit dem Finger in ihr, den er langsam vor und zurück zog. Es war komisch – irritierend? - pervers? - geil!

Jana merkte, wie sie heiß wurde, sie bewegte sich mehr und mehr, soweit ihre starmmen Fesseln es erlaubten. Sie hörte Ninas Stöhnen und spürte die Wärme ihres Körpers, besonders dort, wo auch sie gerade immer besser durchblutet wurde. Ein Blick von Nina zeigte ihr, dass diese sich gegen ihre aufsteigende Lust wehrte und das verlieh Jana ein Gefühl der Macht. Heftig presste sie sich fester gegen die Rivalin, wollte sie nehmen, auch wenn sie dadurch selbst genommen wurde.

Dann zog Marc den Finger aus ihr und aus dem Augenwinkel erkannte Jana, dass er sich kurz die Hände wusch. Dann sah sie, dass er sich auszog und ein Kondom überzog.

„Mmhrrmmmm!“

Jana schrie auf, als Marc ihr erneut Gleitcreme in den Anus massierte. Der Finger dort war gut gewesen, aber es war nichtsdestotrotz sehr eng dort und Marc war durchaus gut ausgestattet. Nie würde sie-

„Oouuhmmmph!“

Sie spürte ihn, wie er vordrang und sich dabei von hinten an sie drängte. Unwillkürlich wich sie nach vorne aus, drückte sich noch fester gegen Ninas Körper und auf den Anker in ihnen beiden. Als sie von Ninas Bewegungen zurück gedrängt wurde, drang Marc etwas tiefer in sie ein. Es war eng, sie spürte ihn intensiv, doch es war nicht schmerzhaft. Sie gab einen Seufzer von sich.

Ein paar Mal wiederholte sich das Spiel und schließlich war Marc ganz in ihr drin. Dann fing er an, sie zu nehmen, vorsichtiger als sonst, wenn er auf die herkömmliche Weise Sex mit ihr hatte, aber auch mit einem gewissen Nachdruck. Und wie damals, als sie das erste Mal mit einem Mann geschlafen hatte, merkte Jana etwas: wenn der Verlust der Jungfräulichkeit schön war, war es in Wirklichkeit ein Gewinn.

Es war, als ob sich der Sex verdoppelt hätte, als ob sie von zwei kraftvollen Liebhabern zugleich penetriert würde. Jana stöhnte, schrie immer ungehemmter in ihren Knebel und obwohl sie sich kaum bewegen konnte, merkte sie doch, dass auch Nina reagierte. Zum Teufel mit Nina, sollte die Schlampe ihren Spaß haben! Das war es wert!

Es war, als ob sich zwei Kolben in ihr bewegten, genau in ihrem Rhythmus, hart und groß. Sie merkte, dass Marc langsamer wurde und forderte ihn auf, weiter zu machen. Doch er spielte das Spiel ein paar Mal, trieb sie bis kurz vor den Höhepunkt und als er sie schließlich kommen ließ, in dem Moment, wo auch Nina explodierte und er sich in sie ergoss, sah Jana hinter geschlossenen Augen für einen Augenblick den Himmel und hörte die sphärische Musik, die sie sonst immer als kitschige Erfindung betrachtet hatte.

Sie war so ausgepumpt, dass sie erst nach einer Weile bemerkte, dass Marc sich aus ihr zurückgezogen hatte. Dann trat er neben sie und meinte:

„Nina Strafe war, dass ich das zum ersten Mal mit dir gemacht habe und nicht mit ihr! Das mag nicht schlimm klingen, aber für Nina ist es das! Deine Strafe ist, dass du es so nie wieder bekommen wirst!“

„Mmhmm!“

Jana war zu erschöpft, um überhaupt an Wiederholungen zu denken. Dann spürte sie das Pieksen in ihrem Oberarm. Entsetzt blickte sie zu Marc und erkannte den leeren Kolben einer kleinen Spritze in seiner Hand. Er sah sie traurig an.

„Meine Strafe ist, dass ich mich zwischen euch entscheiden muss! Ihr beide zusammen, das geht auf Dauer nicht gut! Glaub nicht, dass es mir leicht fällt, aber so ist es das Beste!“

Panisch schrie Jana in ihren Knebel, dann wurde ihr zum zweiten Mal an diesem Tag schwarz vor Augen und sie sank in eine tiefe Bewusstlosigkeit.

***

 

Als Jana diese Mal zu sich kam, stellte sie fest, dass sie nicht mehr in der Folterkammer war, ja, nicht einmal mehr in der Villa. Sie steckte in einem Käfig.

Genau genommen war es eine Gitterbox, deren Boden eine Europalette bildete. Janas Beine waren in eine Lotos-Position gefaltet und sowohl ihre gekreuzt gefesselten Knöchel als auch ihre Knie waren an den Bohlen der Palette mit Kabelbindern fixiert. Zwar waren diese mit Klebeband abgepolstert, doch sie saßen sehr fest und verhinderten, dass sich Jana von ihrer unbequemen Position erheben konnte.

Sie war immer noch nackt, doch ihre Arme steckten in einem Armbinder, der mit Gurten über ihre Schultern gehalten wurde. Er presste ihre Ellbogen eng aneinander und ein enger Handschuh aus festem Leder umschloss ihre Finger. Ein breites Lederhalsband umschloss ihren Hals und war mit einer kurzen Kette an der Decke des Käfigs befestigt, zwang sie, aufrecht sitzen zu bleiben.

„Uuhmmmm!“

Jana war wieder geknebelt, diesmal wieder mit dem breiten Lederband, das den Ball in ihrem Mund hielt und durch ein Vorhängeschloss gesichert war. Sie stellte fest, dass man ihr diesmal eine Crotchrope oder ähnliches erspart hatte und sie war dankbar, denn ihre Körperöffnungen fühlten sich immer noch leicht wund an. Dann stellte sie zu ihrem Entsetzen fest, dass sie den abgedunkelten Raum kannte, in dem die Box stand.

Kein Zweifel, es war das Wohnzimmer ihres Doppelappartements, das sie mit Melina bewohnt hatte! Melina, mit der alles angefangen hatte. Hätte Melina nicht den zwielichtigen Kriminellen beklaut, wäre nie dessen Komplize bei ihnen aufgetaucht, der sie und Melina nackt, geknebelt und eng aneinander gefesselt zurück gelassen hatte. Danach hatte Jana die Therapeutin aufgesucht, die ihr zu dem Blind Date geraten hatte, bei dem sie Marc und Nina in die Hände gefallen war.

Während Jana noch versuchte zu verstehen, was das alles bedeutete und wie sie hierher gekommen war, hörte sie Schritte und Stimmen. Melinas helles Lachen, dann die dunkle Stimme von Julian. Julian, der sie beide damals befreit hatte und seitdem mit Melina zusammen war.

„Gleich, du ungeduldiger – oh! Mein! Gott!“

„Wow!“, ergänzte Julian und knipste das Licht an.

„Mmhmmm!“, pflichtete Jana ihnen bei.

Der Deckel der Box war unverschlossen und Melinas Nagelschere machte kurzen Prozess mit den Kabelbindern. Jetzt konnte Jana aufstehen, doch der Armbinder und der Knebel erwiesen sich als ein Problem, denn beide waren mit Vorhängeschlössern gesichert.

„Dafür verlangt der Schlüsseldienst bestimmt einen Aufpreis!“, meinte Julian. Jana blitzte ihn wütend an, doch Melina kicherte. Überhaupt waren beide nicht halb so entsetzt wie Jana erwarte hätte. Im Gegenteil, sie schienen das Ganze sogar witzig zu finden.

„Morgen früh holt Julian im Baumarkt einen Bolzenschneider. Bis dahin gilt: einmal Stöhnen heißt ,Ja`, zweimal heißt ,Nein`!“

„Mmmhhhmmmph!“

„Du fragst dich sicher, warum wir nicht die Polizei rufen!“, meinte Julian.

„Mmhhmmph!“

Jana nickte heftig. Sie fragte sich auch, warum niemand auf die Idee kam, ihr eine Decke umzulegen. Nackt vor den beiden zu sein, war ihr doch etwas peinlich, obwohl beide sie schon so gesehen hatten. Melina nahm sie in den Arm und erklärte:

„Nun, vorhin, als wir spazieren waren, hielt plötzlich ein Auto neben uns und der Fahrer fragte, ob wir dich kennen. Natürlich waren wir neugierig, schließlich hatten wir seit über zwei Wochen nichts mehr von dir gehört. Nun, er meinte, wir würden dich heute noch wiedersehen. Dann meinte er noch, wir könnten auf die Idee kommen, die Polizei zu rufen. Aber wenn wir das nicht täten, würde es besser für uns sein.“

„Und vorhin im Briefkasten war das!“, ergänzte Julian. Es war ein geöffneter Briefumschlag, der einen dicken Packen 50er enthielt. Darauf stand ein Wort: „Anzahlung“.

„verstehst du, wenn wir nichts sagen, bekommen wir noch mehr! Und außerdem hat es noch andere Vorteile, so, wie es ist!“

„Mhm?“

Jana starrte Melina an. Wovon redete ihre Freundin da. Melina sagte nichts, lehnte sich jedoch auf der Couch zurück und ihr Minirock rutschte hoch. Jana sah, dass sie kein Höschen trug, aber eine Crotchrope.

„Seit – damals, seit der Einbrecher hier war, hat sich etwas geändert! Meine Vorlieben! Ich wollte – wollte es wiederhaben!“

„Zuerst war ich ja skeptisch“, meinte Julian mit einem Lächeln“, aber mittlerweile macht mir der dominante Part echt Spaß! Und erst gestern hat Melina gemeint, wie schön es doch wäre, wenn du wieder hier wärest!“

Janas Augen huschten zwischen den beiden hin und her. Sie mussten wahnsinnig sein – oder? Erinnerungen an die letzten zwei Wochen – war wirklich nur so wenig Zeit vergangen? - suchten sie heim und Jana merkte plötzlich, dass sie der Gedanke an eine Ménage à Trois gar nicht so abstoßend fand. Hier hätte sie beides, die vermisste Freiheit und gleichzeitig heißen Sex mit zwei Menschen, die sie mochte.

Sie entspannte sich und als die beiden sie zwischen sich nahmen und anfingen sie zu streicheln, plagte sie nur noch eine Sorge:

Wie sollte sie ihnen durch den Knebel zu verstehen geben, dass sie dringend pinkeln musste?

 

Ende