Vampirimperium 1.3.2 Gefangennahme

"Klappentext"

Alicia trifft auf Selene. Alicia wehrt sich verbissen gegen ihre Gefangennahme, aber Selenes größere Kraft ist das kleinere Problem.

 

1.3.2. Gefangennahme

Selene würde diese Nacht ihre ganze Kraft brauchen. Sie war zwar erheblich stärker als Alicia, aber sie wollte Alicia schließlich lebend fangen und das möglichst wenig verletzt. Und sie würde es ihr bestimmt nicht so einfach machen wie Richard. Um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, hatte sie sämtliche Waffen zuhause gelassen. Sie hatte lediglich eine kleine „Überraschung“ dabei, die sie erst einsetzen wollte, wenn sich Alicia nicht anders fangen ließ. Sie würde sich noch mal stärken gehen, bevor sie ihre „Freiwillige“ suchte.

Da Alicia mit 1,82 Meter drei Zentimeter kleiner als sie war, trug Selene entsprechend etwas flachere Schuhe als ihre Beute. Sie wollte, dass Alicia ihr direkt in die Augen sehen konnte. Allerdings trug Selene keine Schuhe mit dünnen Absätzen sondern erheblich breitere und stabilere. Sie wollte nicht, dass die Absätze brachen und die Art, wie sie von Haus zu Haus sprang würden dünne Absätze nicht aushalten.

Richard hätte Alicia zwar einfach anrufen können und ihr befehlen können ins Labor zu kommen, aber er meinte, es wäre besser, wenn sie Selene als Vampir kennenlernte. Er kannte Alicias Fetisch gefangen genommen zu werden ganz genau und er wollte, dass Alicia den auch ausleben konnte. Und er war sich sehr bewusst, dass Alicias Hormone bei Vollmond überkochten. Der ideale Zeitpunkt, um sich in Selene zu verlieben.

Bereits nach kurzer Zeit hatte Selene ihren „Snack“ gefunden. Der Mann der dort die verregnete Straße entlangging, würde ihr die nötige Angriffslust geben. Nach frischem Menschenblut war sie immer aufgedreht und voller Tatendrang. Wie die meisten ihrer Opfer, versuchte auch er sich nicht zu wehren, sondern genoss erst ihren Anblick und dann ihren blutigen Kuss in den Hals. Sie trank wie immer nur einen halben Liter. Sie wollte nicht töten. Sie war keine Killerin. Zumindest nicht heute. Sie wollte die Menschheit schließlich als Nahrungsquelle für sich und ihresgleichen erhalten. Nach gestilltem Durst fesselte sie ihr Opfer und befestigte einen Sender an ihm. Ihr Personal würde ihn einsammeln und eine Aufgabe finden, welche er fortan als ihr Sklave zu erledigen hatte.

Erst als sie seine Hose schon wieder geschlossen hatte, merkte Selene, dass niemand sie gezwungen hatte, ihm sein Sperma mit dem Mund abzumelken. Es war schon eine Art Reflex für sie, obwohl sie den Geschmack noch immer nicht mochte. Richards Erziehungsmethoden wirkten viel besser, als Selene erwartet hatte. Ihre natürliche Reaktion auf einen Penis war, diesen melken zu wollen.

Es war seltsam für Selene nach einem Monat im Bordell wieder draußen sein zu dürfen. Es begann sich falsch für sie anzufühlen nicht eingesperrt bei Richard zu sein. Ganz ohne Halsreif und Ketten. Wenigstens trug sie als ständige Erinnerung einen Keuschheitsgürtel, der sie an ihren Besitzer erinnerte. Sie begann sich als sein Eigentum zu fühlen und es zu mögen. Aber noch redete Selene sich ein, dass es nur den Zweck diente, ihn glücklich zu machen, damit er ihr half. Sobald er an einer Überdosis Sex gestorben wäre, würde sie wieder frei sein und dominant sein wollen.

Sie sollte sich beeilen. So wie sie Alicia kannte, war sie bereits in die Innenstadt unterwegs und suchte Ärger. Letzte Nacht hatte Selene aus sicherer Entfernung die Gewohnheiten ihrer Gegnerin beobachtet und deren Kampfstil analysiert. Für ihre erst zwanzig Jahre war sie schon in vielen Kampftechniken erprobt. Und für eine Sterbliche war sie sehr stark und schnell. Sie würde eine perfekte Vampirin abgeben und eine noch bessere Geliebte. Selene würde die Amazone nur noch überzeugen müssen.

Diese verregnete Vollmondnacht war ideal dafür. Regenkämpfe machten ihr immer mehr Spaß und bei Vollmond würde ihre Gegnerin mehr sehen und eine interessantere Beute sein. In der Innenstadt angekommen, suchte sich Selene eine gute Stelle, um auf Alicia zu warten. Sie konnte in der Umgebung ein paar Überwachungskameras sehen und schaltete diese mit einem EMP aus ihrer kleinen Erfindung ab. Weit und breit keine Polizei, die stören könnte.

Es war praktisch, dass Alicia Richard gehorchte und genau da auftauchte, wo er sie hin bestellte. Selene kletterte mit ein paar Sprüngen auf ein Dach und sah eine randalierende Gruppe von Männern. Kurz darauf konnte sie sehen, dass Alicia auf ihrem Motorrad heran raste und sich sofort in den Kampf stürzte. Alicia trat allein gegen die Straßengang von sieben Leuten an. Die Ärmsten würden keine Chance gegen die Latexumhüllte Kriegerin haben.

Alicias langes blondes Haar bewegte sich bei jeder ihrer Bewegungen und war im Mondlicht gut zu erkennen. Der Regen sorgte dafür, dass die Haare der jungen Frau ein wenig an ihrer Gummikleidung klebte. Selene sah sich den Kampf eine Weile von dem Dach eines benachbarten Hauses an und näherte sich langsam ihrem schönen Opfer. Sie konnte selbst aus dieser Entfernung riechen, wie gut das Blut von ihr schmecken würde. Und sie konnte riechen, wie Alicias keusch gehaltener Schritt langsam feucht wurde. Sie liebte es im wahrsten Sinne des Wortes zu kämpfen und Männer zu Kleinholz zu verarbeiten.

Selene hoffte, dass Alicia ebenso gut im Bett sein würde und dass sie ihr Angebot annehmen würde und zu ihrer Sexsklavin, Geliebten und der Mutter ihrer gemeinsamen Kinder werden würde. Und zwischendurch Richard mit ihr teilte und sich ihm ebenfalls unterwarf. Selene bemerkte, dass sie bei dem Anblick von Alicias Kampf ihre Brüste unbewusst gestreichelt hatte. Sie war eindeutig damit einverstanden, mit Alicia das Bett zu teilen. Selene wechselte mit einem Sprung noch mal das Dach, so dass sie für Alicia gut sichtbar vom Mond ausgeleuchtet wurde.

* * *

Alicia schmiegte sich ganz fest an ihr schwarzes Elektromotorrad, um schneller Fahren zu können und nicht dem kalten Wind ausgesetzt zu sein. Ihr Umhang flatterte trotzdem im Wind. Während der Fahrt war der Umhang zwar auf halbe Länge gekürzt und der untere Rand an ihrer Schulter befestigt, aber wenn sie schnell fuhr war er trotzdem dem Fahrtwind ausgesetzt. Sie mochte die Beschleunigung des dreihundert PS starken Elektromotors.

Alicia hielt sich nur sehr grob an die Verkehrsregeln. Sie bremste vor Kurven, und fuhr die Maschine nicht aus, weil die Straßen zu eng waren und zu vielen mobilen Hindernissen in Form von Autos ausgewichen werden musste. Das Aufkreischen des Motors nach dem erfolgreichen Überholen war zwar vergleichsweise leise, aber trotzdem hörte sie fast nur den Motor, den flatternden Umhang und das Spritzen der Wassertropfen aus den Regenpfützen. Gelegentlich kam sie auf gerader Strecke bis auf 250 km/h, aber so leer war es selten. Alicia hatte es eilig und liebte die Geschwindigkeit und das Adrenalin. Sie ignorierte Ampeln und Verkehrsschilder und damit sie nicht entdeckt wurde, hatte sie weder Nummernschild noch eingeschaltetes Licht.

Kaum hatte Alicia das Viertel erreicht, in das Richard sie beordert hatte, sah sie auch schon eine Gang aus sieben Männern, die gerade in aller Ruhe Fensterscheiben einschlugen. Nicht um zu stehlen, sondern um Schutzgeldforderungen Nachdruck zu verleihen. Es wurde Zeit, dass denen mal jemand Manieren beibrachte. Seit Richard weg war, kamen die Verbrecher immer ungenierter heraus, die vorher noch vor ihm Angst hatten. Alicia konnte zwar ebenso gut kämpfen wie er, aber vor ihm hatten die Leute mehr Angst. Zumindest bei dieser Gruppe würde sie das nun ändern.

Alicia bremste deutlich herunter und schreckte die Männer auf. Bevor diese aber realisierten, was da auf sie zugefahren kam, schaltete sie das Licht ein, um sie zu blenden. Sie ließ das Motorrad ein Stück weiter rollen, ohne zu bremsen und richtete sich auf. Noch im Fahren schleuderte sie die beiden ersten Bolas ab und warf gleich zwei aus der Gruppe zu Boden. Sie fuhr genau in die Mitte der Gruppe der restlichen fünf und legte eine laute Vollbremsung hin. Die aktivierte Parkautomatik würde sich um ihre Motorrad kümmern, sie hingegen nutzte den restlichen Schwung der Fahrt und sprang auf ihren ersten Gegner zu, der auch direkt zu Boden ging. Er war der größte der Gruppe gewesen und wahrscheinlich der Anführer. Damit sie besser sehen und hören konnte, setzte sie ihren Helm ab und warf ihn in die ungefähre Richtung des Motorrads.

Damit war ihr Überraschungsmoment vorbei und die restlichen vier stellten sich um sie. Auch die ersten beiden, die durch ihre Bolas zu Boden gegangen waren, standen langsam und voller Schmerzen wieder auf. Bevor ihre Gegner ihren Angriff koordinieren konnten, lief sie auf den ersten zu und verpasste ihm einen harten Faustschlag ins Gesicht. Der stand nicht so schnell wieder auf, stellte sie zufrieden fest. Derweil kamen zwei ihrer Gegner von hinten und hielten ihre Arme fest, während die restlichen drei von vorne mit ihren Brecheisen näher kamen.

Alicia spielte für den Moment mit und schüttelte die Männer, die ihre Arme festhielten nicht ab. Sie wollte, dass alle näher herankamen, nicht dass einer zu früh die Flucht ergriff. Sie wünschte manchmal, dass sich aus solchen Situationen heraus eine Gefangennahme von ihr ergeben würde, an deren Ende sie zu einer Sexsklavin gemacht würde. Doch der Griff der Männer war nicht besonders fest. Sie waren schwach wie alle Männer außer Richard. Freiwillig würde Alicia sich nicht ergeben, sondern sie wollte besiegt werden. Also würde sie die Männer überwältigen, statt sich in deren Sexspielzeug verwandeln zu lassen.

Alicia wartete einen Moment ab, um sie etwas näher kommen zu lassen. Als sie nahe genug waren, sprang sie mit einer Rolle nach oben und traf die vorderen beiden mit ihren Füßen direkt am Kopf. An den beiden, die sie festhielten abstützend sprang sie in einer Rolle hinter diese und stieß deren Köpfe kräftig zusammen. Die letzte Mann wollte fliehen, aber ihre hinterher geworfene Bola war schneller und brachte ihn zu Fall, indem sie beide Füße zusammenkettete. Ein letzter gezielter Faustschlag auf den Kopf knockte auch Nummer sieben aus. Gut das sie heute mehr Fesselmaterial mitgenommen hatte. Nachdem sie alle an den Händen und Füßen gefesselt hatte, hing sie alle, wie üblich kopfüber, an einer Feuerleiter auf.

Sie war stolz auf sich. Sieben Bösewichte weniger und keiner davon ernsthaft verletzt, sondern nur K.O. Vielleicht sollte sie mal probieren ohne ihre in Handschuhe und Schuhe integrierte Waffen zu patrouillieren. Aber das wäre leichtsinnig. Manchmal wehrten sich die bösen Jungs ja doch. Nur weil sie es heute geschafft hatte, ihre Klingen aus dem Fleisch ihrer Gegner zu halten und sie trotzdem alle zu überwältigen, konnte es ja auch mal anders sein.

* * *

Als Alicia sich wieder zu ihrem Motorrad bewegte, wollte sie gerade mit ihrem Handy die Polizei verständigen, dass sie mal wieder deren Arbeit gemacht hatte und die bösen Jungs abgeholt werden konnten. Dabei fühlte sie sich wieder beobachtet wie in der letzten Nacht. Etwas hatte sich auf dem Dach bewegt und sie sah hinauf. Im Gegensatz zur letzten Nacht war es aber weniger bewölkt und der Vollmond half ihr zu sehen was sich da bewegte. Diesmal konnte sie sehen, wer sie beobachtete. Auf einem zwölfstöckigen Haus in der Nähe stand eine schwarz gekleidete Frau, deren Gesicht im Mondlicht deutlich zu sehen war. Diesmal würde ihr die Frau nicht entkommen. Also sprintete sie auf das Haus zu. Sie wollte die Feuerleiter hoch und die Unbekannte stellen.

Alicia konnte im Mondlicht sehen, wie sich das schwarze kinnlange Haar der Frau im Wind bewegte. Die Frau sah fast so aus, wie die Frau aus ihren Träumen. Aus ihren feuchten Träumen, die sie sich nicht eingestehen wollte und deren Existenz ihre Unterhose eigentlich verhindern sollte. Der einzige Unterschied war, dass diese Frau echt war und ein Gesicht hatte, nicht so wie die Frau ihrer Träume, deren Gesicht sie nie sah.

Noch ehe Alicia das Haus erreichte, sprang diese Frau vom Haus. Sie musste verrückt sein! Niemand könnte einen Sturz aus fünfzig Metern Höhe überleben. Alicia irrte sich. Ohne sich dabei zu verletzen, landete die Frau rund drei Sekunden später mit einem lauten Schlag auf den Füssen. Nur zehn Meter direkt vor ihr. Die Frau überlebte es nicht nur, sie ging dabei sogar nur minimal in die Knie und stand sofort wieder auf. Nicht nur, dass sie den Sturz aus fünfzig Metern Höhe überlebt hatte, wirkte diese Frau so, als ob dies für sie die normalste Art der Fortbewegung war. Diese Frau begann Alicia unheimlich zu werden. Wenn sie selbst von Häusern sprang, hatte sie vorher ein Seil befestigt, welches ihren Sturz bremste. Dies, was die Frau da machte, war einfach nicht normal!

Alicia blieb in sicherer Entfernung stehen und holte mit diesen Gedanken einen Wurfstern heraus, bereit ihn zu werfen. „Wer bist du und warum beobachtest du mich?“ schrie Alicia der ihr unbekannten Frau entgegen.

Völlig ruhig aber bestimmt antwortete Selene: „Mein Name ist Selene. Und bevor ich jemanden einfange, sehe ich mir dessen Kampfstiel an. Wirklich gute Arbeit eben mit der Gruppe Alicia! Ich bin beeindruckt, dass du deine Waffen nicht gebraucht hast und sogar ein paar mal deine Gegner aktiv geschont hast, damit sie unverletzt bleiben.“

Woher kannte diese Selene nur ihre Geheimidentität? Ohne auf ihr gelüftetes Geheimnis einzugehen entgegnete Alicia stattdessen „Du willst mich also einfangen?“ und schleuderte Selene den Wurfstern entgegen.

Zu ihrer Überraschung fing Selene den Wurfstern problemlos auf. „Hast du noch mehr Spielsachen für mich, oder willst du kämpfen?“ kommentierte Selene, zerbrach die Waffe und warf sie achtlos zur Seite, bevor sie langsam auf Alicia zuging. Sichtlich irritiert wich Alicia zurück. Erst der Sprung und nun fing sie noch ihre Lieblingswaffe auf. Manche konnten der Waffe ausweichen, aber auffangen hatte noch niemand geschafft. Selbst ihr Meister Richard nicht. Und mit nur einer Hand zerbrechen erst Recht nicht. „Keine Angst Alicia, wenn du dich freiwillig ergibst, werde ich dir nicht wehtun. Richard hat dich gut ausgebildet, aber auch er hatte keine Chance!“ setzte Selene drohend nach.

Weiter zurückweichend wurde Alicia zunehmend unwohl. Diese Frau hatte offenbar Richard besiegt, sonst würde sie wohl kaum seine Geheimidentität kennen. Aber Richard konnte nicht tot sein, sonst hätte er sich nicht per Mail bei ihr gemeldet. War er jetzt ihr Gefangener? Sie würde einen guten Plan brauchen, um Selene zu besiegen. Und zwar schnell! Dazu kam das seltsame Gefühl in ihrem Hinterkopf, das ihr sagte, sie solle doch lieber die fremde Frau küssen. Das Gefühl wurde immer stärker und bald wäre es stark genug, um es nicht weiter unterdrücken zu können.

Alicia bemerkte, dass Selene einen Catsuit anhatte, unter dem sich ein verräterischer Abdruck abzeichnete. Sie trug einen Keuschheitsgürtel wie sie! Offenbar hatte diese Schlampe sich Richard an den Hals geworfen und auch seinen Schönheitsidealen unterworfen. Richard war nicht ihr Sklave sondern Selene seine Sklavin! Und jetzt wollte sie Richard ganz für sich allein haben und sie deswegen töten. Das würde sie nicht zulassen. Sie würde darum kämpfen Richards einzige Sexsklavin sein zu dürfen. Sie hatte sich doch nicht zu einer gefügigen Frau erziehen lassen, nur um Richard jetzt an diese zugegebenermaßen heiße Frau zu verlieren!

In dem Moment fielen ihr die Bola mit Explosionsgemisch ein. Mal sehen, wie sie mit einer Kombination aus Rauchgas und Schlafgas klarkäme. Mit diesen Gedanken griff sie die Bola, deren eine Kugel mit Rauchgas und die andere mit Schlafgas gefüllt war und schleuderte sie mit aller Kraft auf Selene. Wieder fing Selene die Waffen in der Luft.

* * *

Aber die anschließenden Explosionen überraschte Selene. Zu ihrem Glück wirkte Schlafgas nicht auf sie. Aber durch die Rauchbombe hatte sie Alicia kurz aus den Augen verloren. Alicia wusste, dass sie kaum gewinnen konnte und zögerte keinen Augenblick, sondern floh zu ihrem Motorrad. Mit dem würde sie Selene hoffentlich abhängen können. Trotz einer reichlichen Sekunde und zehn Metern Vorsprung, brauchte Selene nicht lange um Alicia einzuholen. Selene liebte es, wenn ihre Beute sich wehrte. Selene sprang in einem großen Satz über Alicia hinweg und stieß sie dabei in eine schlammige Pfütze. Selene war nicht direkt auf Alicia gesprungen, weil der Zusammenstoß Alicia zu sehr verletzt hätte. Ein safter Schubs in die Pfütze sollte genügen.

Jetzt wurde Alicia sauer! Sie hatte sich gerade erst die Haare gewaschen und nun war nicht nur ihr Anzug voller Schlamm, auch ihre Haare und ihr Gesicht waren voll davon. Anstelle weiter wegzurennen, würde sie dieser Selene beibringen, was es bedeutete ihre Frisur zu versauen! Selene stand vor ihr, als sie merkte, dass Alicia nicht weiter floh, sondern direkt zum Angriff überging. Das versprach doch noch eine amüsante Nacht zu werden. Die junge Frau gefiel ihr. Alicia sah zum Anbeißen aus.

Den kurzen Moment der Überraschung nutzte Alicia, um einen direkten Schlag in Selenes Gesicht zu versuchen. Zu schnell, für Selene, um ihn abzublocken, sondern so, dass sie automatisch reagierte. Sie wollte zwar auf Alicia Rücksicht nehmen, aber Faustschläge ins Gesicht ließ sie sich von diesem Mädchen nicht bieten. Vor allem nicht bei den Krallen an den Fingerspitzen. Selene fasste instinktiv den nach vorne schnellenden Arm von Alicia mit beiden Händen und schleuderte Alicia hinter sich. Da Selene gerade unbewusst handelte nahm sie keine Rücksicht und wandte viel zu viel Kraft auf. Alicia flog durch die Fensterfront des etwa zehn Meter hinter den beiden stehenden Geschäftes und prallte an eine Wand im Inneren des Hauses.

Ohne ihren Schutzanzug hätte sich Alicia sicher schwere Schnittverletzungen zugezogen oder ihre Wirbelsäule gebrochen. So lag sie lediglich leicht benommen inmitten eines großen Scherbenhaufens. Zwei der Armklingen der linken Hand waren abgebrochen, hatten dabei aber die Fensterscheibe angebrochen, durch die sie geflogen war. Selene, die sofort zur Stelle war, packte Alicia am Hals, hob sie hoch stieß sie so hängend fest an die Wand.

Gibst du auf?“, fragte Selene laut. Doch anstatt zu antworten, trat und schlug Alicia nur wild um sich. Das Adrenalin in ihren Körper ließ sie ihre Schmerzen vergessen und machte sie angriffslustig. Selene musste aufpassen, dass Alicia sie nicht mit den verbliebenen Klingen und Krallen verletzte, aber Alicia war zu wütend, um richtig zu zielen und Selene zu schnell beim Ausweichen. Selbst Alicias Begierde auf lesbischen Sex wurde von dem Adrenalin unterdrückt. Selene würde noch härter durchgreifen müssen!

Selene packte wieder fester zu und warf Alicia gegen die nächste Wand. Diesmal etwas gezielter, um ihr zwar wehzutun, aber Verletzungen zu vermeiden. Da dies keine tragende Wand aus Beton war, sondern nur ein Raumteiler aus Gipskarton, durchschlug Alicia unter Verlust weiterer zwei Armklingen die Wand und blieb inmitten des Schutts liegen. Auch wenn Selene mehr Spaß dabei hatte, als bei allen Kämpfen seit Jahren, musste sie damit Schluss machen, sonst würde sie statt ihrer gewünschten Testperson höchstens noch eine Mahlzeit von ihr bekommen.

* * *

Bevor sich Alicia wieder aufrichten konnte, sprang Selene auf Alicia, setzte sich auf ihren Bauch und hielt ihre Hände mit den eigenen am Boden. Mit ihrem festen Griff verursachte sie wahrscheinlich ein paar blaue Flecken, aber sie musste diesen Wildfang bändigen und presste Alicias Hände neben ihren Kopf auf den Boden. Gleichzeitig umschlang sie mit ihren Beinen die von Alicia und verhinderte so, dass Alicia weiter um sich treten konnte oder die Klingen ihrer Stiefel zur Verteidigung nutzen konnte.

Alicia sah ihrer Bezwingerin wütend und voller Angst in die Augen. Aber Selene sah sehr viel freundlicher aus, als sie sie behandelte. Alicia spürte, dass Selene sehr viel stärker als sie war und kein Entkommen möglich war. Selenes fester Griff fühlte sich ein wenig an, wie auf dem Bett gefesselt zu werden. Alicia versuchte ihre Erregung zu unterdrücken, aber ihre Fantasien gingen mit ihr durch. Selene war eindeutig hübscher als ihre bisherigen Fesseln.

Wenn immer Alicia gefesselt war, gab es Sex. Und sie träumte schon lange davon besiegt und versklavt zu werden. Egal wie fest sie gegen Selene drückte, Selene hielt sie wie in einem Schraubstock fest und sah ihr dabei liebevoll, wenn auch streng ins Gesicht. Alicia wollte immer mehr ihre wachsende Lust befriedigen aber sie wusste, dass dies falsch war. Verwirrt zappelte sie herum um sich zu befreien und gleichzeitig versuchte sie ihr Becken an dem von Selene zu reiben. Beides sinnlose Unterfangen, da ihrer beider Keuschheitsgürtel noch unerbittlicher waren als Selenes stählerner Griff.

Das leise Quietschen von den übereinander streifenden Gummi der beiden Frauen wurde von Alicias lauter Atmung überdeckt. Sie hatte sich verausgabt und ihr Körper brauchte mehr Sauerstoff, als die Lunge liefern konnte. Alicia verfluchte in diesem Moment den Keuschheitsgürtel. Ohne diesen würde sie jetzt sicher zum Orgasmus kommen. Die steigende Lust verwirrte Alicia. Schließlich dachte sie bisher, dass sie ausschließlich auf Richard stand! Sie war verschlossen und sollte Selene hassen und doch war sie so geil wie nur irgend möglich. Ganz ohne Berührung ihres Lustknopfes. Alicia sah Selene fest in die wunderschönen Augen und Alicia wollte sich immer mehr unterwerfen.

Selene konnte Alicias Augen genau ansehen, dass ihr Körper und ihr Geist mit der Situation überfordert waren. Die Anzeichen der Lust waren unverkennbar und Selenes Pheromone halfen eindeutig, aber trotzdem wollte die blonde Kriegerin kämpfen. Selene musste sie vollständig besiegen, um ihr Herz zu gewinnen.

Selene drückte beide Hände von Alicia weit über dem Kopf zusammen und hielt beide noch immer kämpfende Arme nur mit ihrer linken Hand. Anschließend nahm sie sich eine kleine Kapsel, die sie unter ihrem Korsett verborgen hatte in den Mund und zerdrückte sie mit der Zunge. Das sehr wirksames Schlafgas, gegen das sie selbst immun war, breitete sich in ihrem Mund und ihrer Lunge aus und es kamen sogar kleine Rauchschwaden aus ihrer Nase.

Selene nahm wieder die ursprüngliche Position ein und hielt mit jeder ihrer Hände eine von Alicia. Diesmal hielt sie aber nicht die Handgelenke fest, sondern die Hände. Sie erzwang, dass Alicia ihre Finger spreizte, um mit je einem ihrer Finger in die Zwischenräume einzudringen und sie verschlungen zu halten. Selene musste dabei aufpassen, dass sie Alicias Hand so sicherte, dass diese nicht ihre Krallen in Selenes Hand bohren konnte. Selene erlaubte Alicia Druck aufzubauen, aber nicht zuzustechen. Würde sie Alicia auch nur einen Millimeter anders festhalten, würden Alicias Krallen erst ihre Latexhandschuhe durchstoßen und dann in ihre Haut eindringen.

Alicia spürte, dass Selenes veränderter Griff intimer war und ihre Lust steigerte sich weiter. Verwirrt sah Alicia den Rauch aus Selenes Nase kommen, aber sie konnte und wollte den Kuss nicht ausweichen. Selenes Zunge zwang sie, ihren Mund zu öffnen, aber Selenes sanfte und weiche Lippen fühlten sich zu gut an, um sich weiter zu wehren.

Bei dem Zungenkuss massierte Selene die Zunge der blonden Kriegerin und Alicia blieb nichts anders übrig, als das Gas aus Selenes Lunge einzuatmen und dabei das Zungen- und Lippenspiel zu genießen. Alicia versuchte sich noch eine Weile zu wehren bevor ihr Körper aufgab. Selene war einfach zu stark und das Schlafgas wirkte schnell. Alicia schloss die Augen und ihr Körper erschlaffte immer mehr.

Selene wartete noch eine halbe Minute ab, bevor sie den vergifteten Kuss löste. „Wenn du dich gleich ergeben hättest, hätte ich dir weniger wehtun müssen.“, meinte Selene ruhig zu ihr. Allerdings dachte sie, dass es dann nicht nur weniger Spaß gemacht hätte, sondern dass Alicia dann nicht die Richtige für die geplante Umwandlung wäre.

* * *

Selene wollte Alicia jetzt für den Transport sichern und trug sie zu deren Motorrad. Praktischerweise hatte Alicia jede Menge Handschellen und Seile mitgebracht um Verbrecher zu fesseln. Zwar hatte sie das Meiste davon schon verbraucht, als sie die Gruppe der sieben Randalierer gesichert hatte, aber es war noch genügend übrig. Selene hoffte, dass jedes mal ihre Beute eigenes Fesselmaterial mitbringen würde, das würde deren Gefangennahme deutlich vereinfachen.

Selene zog Alicia die Stiefel aus, damit sie sich nicht an den Klingen verletzen konnte. Auch ihren Waffengürtel bräuchte sie als Gefangene nicht. Als letzte Vorsichtsmaßnahme brach sie die verbliebenen beiden Armklingen von Alicias Handschuhen ab. Anschließend legte sie Alicia auf den Bauch und sicherte deren Hände hinter dem Rücken mit Handschellen. Die in Gummi verpackten Füße sicherte sie mit dem größten Paar Handschellen, dass Alicia dabei hatte. Nun klappte Selene die Unterschenkel um und verband erst die gefesselten Hände mit den gefesselten Füßen mit einem Seil. Um die Beweglichkeit weiter einzuschränken folgten Seile, die Ober- und Unterschenkel zusammenhielten und eines, welches die Knie zusammenband. Als letztes Seil kam eines zum Einsatz, was die Oberarme zusammenpresste.

Probehalber testete Selene die Festigkeit der Schnürung und war zufrieden. Kein Blutzufluss war abgeklemmt und doch würde Alicia sich nicht bewegen können, sollte sie wach werden. Sie überlegte einen Moment, was sie mit Alicias Umhang machen sollte und entschied es ebenfalls für die Transportsicherung zu verwenden. Das Cape aus einem halben Millimeter dicken Latex war geradeso lang genug und breit genug, um Alicia darin vollständig einzupacken. Und vor allem stabil genug. Also wickelte Selene ihre Gefangene in ihr eigenes Cape ein und schloss den verdeckten Reißverschluss an der Vorderseite.

Die Unterseite des Capes war kurz darauf mit Klebeband verschlossen. Alicias Motorrad war gut ausgestattet. Mit weiterem Klebeband machte sie den Halsabschluss und auch den Vorderreißverschluss luftdicht. Eigentlich war Alicia schon perfekt verpackt, aber Selene wollte etwas versuchen. Sie machte ein winziges Loch in das Klebeband am Beinabschluss und saugte Stück für Stück die Luft aus Alicias Gummigefängnis. Immer dichter presste sich das Latex an den gefesselten Körper und nach ein paar Atemzügen sah man, wie sich Alicias Körper durchdrückte. Ein wenig wie hogtied in einem Vakuumbett.

Alicia sah zum Anbeißen aus. Ihr fast unbedeckter Kopf mit der blonden Löwenmähne stand auf der perfekten schwarzen Latexskulptur. Im Gesicht hatte Alicia eine kleine Schürfwunde, die Selene sauber leckte und dabei von dem Blut kostete und gleichzeitig ihren heilungsunterstützenden Speichel auftrug. „Jung und unschuldig, aber auch kraftvoll und selbstbewusst.“ kommentierte Selene anerkennend den Geschmack. Selene gab ihr noch einen Kuss auf die verführerischen Lippen, bevor sie auch den Mund zuklebte und ihr den Motorradhelm aufsetzte.

Selene suchte einen Laster in der Umgebung und brach ihn auf. Alicia schnallte sie auf dem Beifahrersitz fest und das Motorrad kam zusammen mit Alicias Stiefeln und Waffengürtel auf die Ladefläche. Selene sah zu Alicias Beute und entschied auch die mitzunehmen. Gefesselt wie sie waren, warf Selene die sieben Gefangenen von Alicia auf die Ladefläche. Zusammen mit ihren Gefangenen fuhr Selene zurück in das Bordell. Sie brauchte noch dringend Sperma diese Nacht.

* * *

In der Tiefgarage des Bordells wurde Selene schon von ein paar Aufseherinnen erwartet. „Wir kümmern uns um Alicia. Du solltest jetzt an die Arbeit gehen.“, sagte die Aufseherin streng in dem Moment, als Selene den Laster entstieg. Selene sah, dass die Aufseherinnen mit ihren Fesselutensillien ausgestattet waren. Völlig ohne Gegenwehr lies sie sich ihren Halsreif anlegen und auch die Schellen an Armen und Beinen zusammen mit den Ketten, an die sie sich schon gewöhnt hatte. Und die enge Latexmaske, die sie schon vermisst hatte.

Könnt ihr sie bitte reinigen und ihr frische Sachen anziehen? Richard wird sie bald in eine Sklavin wie mich verwandeln. Und passt bei ihren Handschuhen auf. Jede Menge scharfe Klingen.“, sagte Selene, noch während sie ihre Dienstkleidung angelegt bekam. Gerade Rechtzeitig, bevor ihr der Ballknebel angelegt wurde

Keine Sorge, wir kümmern uns darum. Richard hat uns schon instruiert. Nach deiner Schicht wird sie in ihrer Zelle gefesselt auf dich warten. Bis dahin wird sie sicher dank deiner Betäubung weiter schlafen. Und jetzt komm, du fängst heute mit einem Gangbang an.“, sagte die Aufseherin.

 

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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