Unter der Knute von Lady Mary 5

"Klappentext"

John kriegt Hufstiefel, die Longierpeitsche und die erste Lektion

 

Die neue Ernährung wird wohl schuld sein. Dann die ungewohnte Bewegung“ meinte Roberta, die leitende Stallmeisterin „Das Futter ist zwar gesund, hat aber auch viele Ballaststoffe, das kann am Anfang zu Verstopfung führen. Du kannst ihm gleich einen Einlauf geben.“ Dabei streifte sie die Gummihandschuhe ab und warf sie in den Abfalleimer. Sie hatte Hengst John genau untersucht, bevor sie ihm alle nötigen Impfungen verabreicht hatte. Noch schnell ein Präparat zum Muskelaufbau, jetzt war alles ok. Lady Mary hatte ein genaues Auge auf die Gesundheit ihrer Pferde, den Vier- und auch Zweibeiner. Ständige ärztliche Kontrolle und alle nötigen Impfungen waren an der Tagesordnung. Junghengst John machte ihr allerdings etwas Sorgen. Seit einigen Tagen hatte er keinen Stuhlgang mehr, das meldete Stallbursche Ben, auch wirkte das Pferdchen träge, unwillig und hatte keinen Appetit. „Das hat man öfter, kriegen wir aber hin.“, meinte Roberta zu ihrer Freundin Mary, die auf der Pritsche saß und sich sorgen um ihre Neuerwerbung machte. So gut war es bisher gelaufen, die ersten Schritte, dann das Training in der Halle. Sehr lernbegierig. Freilich hatte John einen starken Willen und man musste mit der Gerte sofort Grenzen setzen. Wenn er aus dem Tritt fiel, statt auf den Zügelzug zu parieren nur unwillig und störrisch den Kopf hob und wieherte, dann war Gerteneinsatz geboten. Konsequent und zum Wohle des Pferdes. Denn ein ungehorsames Pferd bringt sich und die Reiterin nur in Gefahr. Die Lady hatte deshalb ihre alte Gerte mit Lederschlaufe ausgetauscht gegen eine schärfere Dressurgerte, die spitz in einen Knoten auslief. Sie gab zwar weniger Laut, biss aber effektiv, gleich einem kleinen Stromschlag und zeigte dem Pferd unmissverständlich, dass es einen Fehler gemacht hatte und bestraft werden musste.
Das Pferdchen, um dass sich alle Sorgen machten war unser guter John. Er hing aufgespannt an den Seilen. Auch die Hinterläufe waren mit Manschetten gefesselt und mit Stricken auseinandergezogen. Kein Zaumzeug, außer der Trense hatte er an, auch der Käscher war weg. Johns dunkle Haut hob sich von dem weißen Kacheln wunderbar ab. „Eigentlich ein schönes Stück“, meinte die Lady und Roberta pflichtete ihr bei. Und sie hatten Recht. Ein V -förmiger Rücken, schmale Taille und feste straffe Hinterbacken. Freilich hatte die Erziehungsarbeit einige unschöne Spuren hinterlassen. Gut, die Striemen werden vergehen. Ben könnte nachher etwas Salbe auftragen.
Die gut modellierten Beine, – so glaubten beide Damen – verzeichneten durch das intensive Training in der ersten Woche schon etwas Muskelzuwachs. „In den Oberschenkeln steckt die pure Kraft“, meinte Roberta bewundernd, „schau, die vibrieren vor Energie Die wollen laufen, rennen, zeigen, was in ihnen steckt.  Und wenn ich jede Woche mit einer Injektion nachhelfe, wird er das reinste Kraftpaket. Wenn der auf der Rennbahn gut in Fahrt kommt, läuft er allen davon, sowohl auf der Kurzstrecke als auch auf langen Distanzen.“ „Wollen wir`s hoffen Roberta, die nächsten Wochen werden das zeigen. Doch jetzt soll Ben was gegen die dumme Verstopfung tun.“
Ben war inzwischen mit der Klistierspritze in den Raum gekommen und wartete auf das Kommando anzufangen. Gut drei Liter Flüssigkeit, eine spezielle von Roberta angerührte Mischung soll den Darminhalt aufweichen und die natürliche Darmfunktion wieder in Gang setzen. Die Lady nickte und Ben trat in weißen Gummistiefeln und einer ebensolchen Schürze von hinten an das Pferdchen heran, steckte das dünne Gummiröhrchen in das After und drückte vorsichtig die Flüssigkeit in den Enddarm des Pferdes.
John versuchte sich zu wehren, versuchte zu trippeln, sich abzuwenden, doch die Fesseln hinderten ihn daran. Ihm blieb nur in die Trense zu beißen und zu stöhnen. „Brav, brav, ganz ruhig! versuchte sie das Pferdchen zu beruhigen. „Es tut ihm nicht weh, ist nur ein komisches Gefühl im Hintern“, meinte Frau Roberta.“ Es wird ihm da hinten nur warm und dann kommt`s schnell. Und es kam dann. Ben konnte gerade noch wegspringen, sonst hätte er den Strahl braun-grüner Brühe überbekommen. John lief regelrecht aus. „Gut, gut, das tut dir gut, Pferdchen, nicht wahr?“ meinte Roberta, kraulte ihm die schwarzen Locken uns sah zufrieden auf die ganze Scheiße auf dem Boden. Ben war schon mit dem Schlauch zur Hand und spritzte alles in den Abfluss. Dennoch stank es ganz schön. Doch wir sind hier nicht auf einer Blumenwiese, sondern in einem Pferdestall. Und wo gehobelt wird, da fallen Späne.

„So, das wäre geschafft. Lassen wir ihn heute in Ruhe. Ben, mach ihn los und führ ihn in seine Box.“, meinte die Lady. „Morgen beginnen wir mit dem Training.“

 

Auf, Pferdchen, heute wird geschafft“, meinte Ben und schloss die Kette von Wandring los. „Die Chefin wartet FEINARBEIT!“ Das Wort betonte er derart, dass John innerlich zuckte. Es würde sich schmerzhaft anfühlen. Glaubte er zumindest, bestärkt durch das fiese Grinsen in Bens Gesicht. Mit unguten Gefühlen ließ er sich aus der Box führen.
In der Sattelkammer wartete schon die Lady. Blendend sah sie aus. Beige Reithose, schwarze Reitjacke, in der beigen Bluse steckte ein blassrosa Seidentuch. Sie trug ein dezentes Makeup und blassrosa geschminkte Lippen. Ihre herrlich roten Haare hatte sie zu einer Banane hochgesteckt. Eine elegante Erscheinung, vom Kopf bis zu den Füßen. Und diese steckten in eleganten Reitstiefeln. Erstklassige englische Handarbeit, das schwarze Leder glänzte edel. John konnte nicht anders, als auf die Knie fallen, legte sich hin und drückte seine Lippen auf die Stiefelspitzen. Das war sozusagen Paragraph 1, den er sofort nach Ankunft auf dem Gestüt gelernt hatte, übrigens schmerzhaft gelernt hatte: Das Pferd begrüßt seine Herrin und zeigt seine Unterwürfigkeit. Hier lernte man schnell, das hatte er gemerkt, die Methoden sind einfach aber effizient. „Gutes Pferdchen“, meinte die Lady lächelnd und klopfte dabei spielerisch mit der Gerte an ihrer rechten Stiefelschaft. „Gutes Pferdchen, heute werden wir etwas arbeiten. Auf!“ Sofort stellte John sich. „Zäum ihn auf und bring ihn in die Halle, Ben“, sagte sie, zog die lange Longierpeitsche aus dem Ständer und ging schon voraus. “Ich geh noch einen Kaffee trinken, wenn du fertig bist, ruf mich, Ben.“
Ben murmelte ein „Jawohl und drückte John auf den Hocker. Ein komisches Gefühl für John, denn seit Wochen hatte er nicht mehr auf einem Stuhl für Menschen gesessen, nur auf dem Boden und im Stroh. „Füße vor“, befahl der Boy und hielt schon ein Paar Hufstiefel in der Hand. Hohe Schnürstiefel, die auf einem Pferdehuf montiert waren. Jetzt erinnerte er sich daran, dass sie direkt am ersten Tag seine Füße vermessen und einen Kautschukabdruck gemacht haben. Dafür war die Prozedur also. Das waren nun seine maßgeschneiderten Pferdefüße. Die sollte John jetzt anziehen. Sonst trug er beim Laufen immer Joggingschuhe, nun sollten es diese Modelle sein. Unbequem sehen sie aus. Und das waren sie auch, wie John schnell feststellte. Sein Fuß steckte nun fast senkrecht im Schuh, er stand sozusagen auf den Zehen und Ballen. Das Ganze erinnerte an mörderisch hohe High Heels, aber durch den hohen Schnürschaft und die Stabilisierungsriemen saßen die Füße wie in einem Schraubstock. John merkte, wie er durch die ungewohnte und unbequeme Fußhaltung die Wadenmuskulatur anspannte. Aus starkem unnachgiebigem Kunstleder oder Kunststoff waren sie gefertigt. Ben war nun fertig und half ihm auf die Beine. Woh! war das ungewohnt. „Am Anfang ist es total scheiße“, meinte Ben gut meinend, „ich lass dich hier frei herumlaufen, damit du ein Gefühl für die Hufe kriegst. Verlagere das Gewicht nach hinten, dann geht’s.“ In der Tat, es war ein Gestakse, wie ein Storch im Salat. John balancierte, legte den Oberkörper nach hinten und setzte Fuß, oder richtiger ausgedrückt, Huf vor Huf. Und siehe da, es ging allmählich. Wenn auch wackelig, aber es ging. Automatisch drückte er das Kreuz durch, hob den Kopf nach hinten um im Gleichgewicht zu bleiben.
Gut zwanzig Minuten durfte er üben, dann legte Ben ihm sein Geschirr an, Schulter- Hüft- und Schrittriemen, zog die Riemen fest und brachte schließlich eine Trense, die John noch nicht kannte. „Maul auf“, befahl Ben kurz und drückte das Metallteil in sein Maul. Es war eine gebrochene Stahltrense, keine mit einer Gummistange. Kalt lag sie im Maul, das merkte John sofort, schnitt auch bös in die Mundwinkel. Er wich mit dem Kopf zurück, doch bei Ben hatte er keine Chance. „Schön ruhig, ist etwas scharf das Teil. Aber – das Leben ist nun mal kein Ponyhof!“, meinte er grinsend und zog den Riemen am Hinterkopf noch etwas enger: „aber sehr effektiv, da lernste schnell“. Ein fieses Teil war diese Trense, die reinste Folter. Sie war zusätzlich an der Stange noch mit einer Metallplatte versehen, die die Zunge nach unten drückte. Die Erfinder hatten wirklich an alles gedacht. So wurde das Pferdemaul empfindlich aufgespannt und fixiert. Mit den Zügeln war es ein Leichtes das Pferdchen zu lenken. Jeder kleinste Zug, jeder Ruck wirkte scharf auf das Tier. Sofort würde es den Willen des Reiters tun, um Schmerzen zu vermeiden. Ben hakte die langen Zügel an die Trense und meinte lakonisch: „So, los in die Arena, viel Spaß“ und schnalzte mit der Zunge.
Mühsam stapfte John, an den Zügeln gezogen, in die Arena. Auf dem Sägemehl machten die Hufe kaum Geräusche, das ungewohnte Klappern hörte auf, wie John bemerkte. Jetzt stand er mitten in der ovalen Anlage und wartete. Ben hatte inzwischen die Lady informiert, die nun auch in der Reithalle erschien. In perfektem Dress stand sie nun da, Ben drückte ihr die Zügel in die rechte Hand, in der linken hielt sie die lange Longierpeitsche.
John atmete schnell, obwohl er noch keine Übung gemacht hatte. Es war die Anspannung, die Erwartung dessen, was nun kommen sollte, die seinen Puls hochschnellen ließen. Noch nie hatte er Dressur mit Hufstiefeln gemacht. Die ungewohnte Haltung war doch anstrengend. Er spürte seine Füße, die eng eingezwängt und auf Zehen standen, nicht mehr, seine Waden waren angespannt, genauso wie seine Schultern, die er wegen der Balance nach hinten drückte. Sabber lief ihm aus dem Maul, die neue Trense und besonders die Zungenplatte hielten sein Maul total offen, so dass der Gaumen schon anfing unangenehm zu trocknen. Ein Schlucken war kaum möglich.
Ein dumpfer Peitschenknall riss ihn aus seinen Gedanken. Die Zügel wurden leicht gezogen und das Kommando “Stepp“ kam laut und klar. Gehorsam hob er seinen rechten Fuß, zog das Knie in Brusthöhe und setze ihn wieder ab. Ganz mechanisch, einfach um die Schrittfolge zu lernen. Die Lady beobachtete ihn, lobte, forderte und korrigierte. „Huf höher“ oder „Haltung! Kopf hoch!“ Keine Nachlässigkeit entging ihr. Und die lange Longierpeitsche wurde aus dem Handgelenk eingesetzt. Äußerst effektiv, wie John feststellen musste, denn die Peitschenschnur biss verdammt scharf in seine Arschbacken. Auch zogen die Zügel schmerzhaft an seinem Maul, wenn die Lady nicht zufrieden war. Und sie war oft nicht zufrieden. „Beine hoch!“, rief sie ärgerlich und zeigte ihren Ärger, indem sie die „Hilfen“ einsetzte. John biss in seine Stahltrense, gab unartikulierte Stöhngeräusche von sich und versuchte zu funktionieren. Er, ein Hengst in den besten Jahren, war den beiden zarten Frauenhänden ausgeliefert. Diese erwiesen sich als hammerhart und unbarmherzig. „Der hängst ja wie ein nasser Sack hier rum!“, hörte er die Lady schimpfen, „Ben, zieh mal den Rückenriemen straff“. Sofort erschienen Ben und John durfte stehen bleiben. Er japste nach Luft, obwohl sein Maul offenstand und zitterte am ganzen Körper. Auch seine auf dem Rücken fixierten Arme schmerzten. Von seinen Füßen ganz zu schweigen. Ben schaute sich das arme Pferdchen mitleidig an, als er den Rückenriemen löste und dann drei Loch kürzer am Hüftgurt einhakte. Johns Oberkörper wurde unwillkürlich aufgerichtet durch den Zug, richtig nach hinten gezogen, so dass sein Blick nach oben ging. „Arme Sau“, murmelte Ben, als er Johns vor Anspannung zitternde Oberschenkel sah. Schweißnass waren sie und ein Muster von roten Striemen bedeckte die schöne dunkle Haut des Hengstes. Den festen Knackarsch, den Ben so liebte, zierten jetzt die Spuren der Peitschenschnur. „Arme Sau“ hörte John ihn murmeln „kriegst heut Abend etwas Salbe“, und bekam einen Klaps auf die linke Pobacke.
„So, das sieht ja etwas anders aus“, rief die Lady, schlug mit den Zügeln und gab neue Kommandos. Wieder drehte unser armer Hengst seine Runden, hob schön seine Hufe, behielt sie auf Kommando oben, setzte sie langsam ab und wiederholte die Prozedur, bis Lady Mary zufrieden war. Dann musste er rückwärts traben, seitwärts und auf der Stelle sich drehen. Gar nicht so einfach, wenn man eingeschnürt ist und vor Durst fast ohnmächtig wird. Sein Maul war trocken und fühlte sich wie Leder an. Kein Tropfen Speichel war mehr da. Doch an ein Ende der Lektion war nicht zu denken. Jetzt kam die Stallmeisterin Roberta in die Bande, um John bei der Arbeit zu sehen. „Macht sich gut der junge Hengst.“, meinte sie anerkennend, „kraftvoll und doch grazil. Der hat Talent für die Dressur.“ Die Lady stimmte ihr zu, ohne die Übungen zu unterbrechen. John hörte, wie die beiden fachsimpelten, während bei ihm der Schweiß rann und jeder Muskel schmerzte. Einige Passagen des Gesprächs bekam er mit:… das Dressurreiten beinhaltet die gymnastische Durchbildung und sorgsame Erziehung des Pferdes, um dessen natürliche Anlagen voll zu entwickeln, seine Leistungsfähigkeit zu erhöhen, seine Gesundheit zu erhalten und schließlich die Harmonie zwischen Reiter und Pferd zu erreichen.“ Er musste stöhnen und biss vor Wut in seine Trense, was er sofort bereute, denn das war eine schmerzhafte Angelegenheit. Am liebsten hätte er gelacht, als er so einen Stuss hörte, von wegen „Gesundheit erhalten“ oder „Harmonie zwischen Reiter und Pferd“. Absolute Schinderei war es, was hier mit ihm geschah. Doch gleichzeitig fand er diese Knechterei geil. Er funktionierte, ein Schnippen seiner Herrin und er tanzte. Tanzte nach ihrem Willen und ihrer Peitsche.
Endlich rief die Lady: „Brrrr, Stopp!“ Ben durfte das erschöpfte Pferdchen in seine Box führen. „Gut abreiben, gib ihm zu saufen und lass ihn schlafen“, meinte sie als sie John anerkennend durch die schwarzen Locken strich. „Gut gemacht Kleiner“. John war stolz, dass seine Lady mit ihm zufrieden war. Und er freute sich, dass er bald etwas zu saufen bekam. Und Ruhe, endlich Ruhe. „Das Hinterteil ist arg ramponiert. Hast mal wieder kräftig die Peitsche eingesetzt“, meinte Roberta lächelnd, „Wenn das der Tierschutzverein sieht!“ Beide Damen lachten laut und herzlich, hakten sich unter und verließen die Halle.

 

 

 

 

 

 

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