Tokio Praktikum

"Klappentext"

Sara Müller macht sich auf dem Weg nach Tokio. Es ist ihr erster Flug im Leben. Doch so hatte sie ihn sich nicht vorgestellt.

 

Kapitel 1: Sara Müller

Sara Müller schlug klatschend die schwere Gummidecke zurück. Mit lautem Rascheln drehte sie sich zur Seite und schaute zur Digitalkonsole am Nachttisch. Die rot leuchtenden Zahlen der Uhr rückten eine weitere Minute vor. Es war kurz vor Sechs. Durch einen schmalen Spalt der geschlossenen Vorhänge schien ein Sonnenstrahl in das Hotelzimmer und beleuchtete es spärlich. Sie ließ sich müde wieder zurück in das Bett fallen. Abermals knisterte das transparente weite Nachthemd und das glatte Gummilaken darunter vernehmlich. Das bekannte flaue Gefühl im Magen und die leichte Aufregung machten sich wieder bemerkbar. Heute würde sie zum ersten Mal fliegen. Nicht nur ihr allererster Flug, auch noch ein wirklich weiter. Das Ziel hieß Tokio. Die Aufregung auf den bevorstehenden Flug, hatte sie nicht zur Ruhe kommen lassen. Auch das neue Gumminachthemd und das zu warme Hotelzimmer taten ihr Übriges. Durch die halb zugezogenen Vorhänge der Fenster schaute die Morgensonne herein. Vom nahen Flughafen hörte man die startenden Maschinen. Es würde wieder ein warmer sonniger Tag werden. Quietschend drehte sie sich auf die Seite und verhedderte sich im weiten Nachthemd und der schweren Gummidecke über ihren Füßen. Schweißperlen hatten sich unter dem luftdichten Nachthemdstoff gesammelt und perlten kitzelnd über ihre Brüste. Nass klebte das Hemd auf ihren Schenkeln. Im Zimmer war es stickig warm. Sara hatte die Nacht über versucht die Fenster gekippt zu lassen, doch die startenden Flieger des nahen Flughafens waren zu laut. Schon nach kurzer Zeit musste sie trotz der lauen Nacht die Fenster schließen. Sie musste sich zwischen stickiger Wärme und lautem Flugzeuglärm entscheiden. Die Wärme gewann.

Sara hatte die ganze Nacht über kein Auge zu bekommen. Ihre Finger nestelten am eng gerüschten Kragen des Nachthemdes. Ein paar Wassertropfen lösten sich und perlten über das Gummikopfkissen. Sie war das Tragen von Gumminachtwäsche nicht gewohnt. Selbst nach dem Wechsel zu ihrem neuen Arbeitgeber, der "Eventmanagement und Service GmbH", hatte sich daran nichts geändert. Dieses neumodische Gummimaterial war einfach unpraktisch, sie würde sich nie daran gewöhnen. Nach dem Ende ihres Studiums in Jena, begann sie bei einem kleinen Veranstaltungsbüro. Die Arbeit war recht eintönig. Kleine Feste, ein paar regionale Ausstellungen, nichts Besonderes eben. Ein Tochterunternehmen einer großen japanischen Eventagentur eröffnete in der Nachbarstadt seine Filiale. Sara musste nicht lang überlegen. Die Japaner waren in Sachen Veranstaltungen schon immer viel verrückter als die Europäer. Cosplay und Manga kannte selbst Europa mittlerweile. Angefangen hatte alles in Japan. Eine kurze Bewerbung vor Ort und Sara hatte ihren neuen Job. Nette Kollegen, neue spannende Projekte, Messen und Ausstellungen. Alles perfekt. Bis auf einen kleinen Makel. Gedankenverloren spielten Saras Finger an den Gummirüschen des langen Nachthemdärmels. Ihr neuer Arbeitgeber, der japanische Hauptkonzern, bestand auf dem Tragen von Businesskleidung. Das war an sich kein Problem. Gegenüber Europa war Japan aber modemäßig schon viel weiter. Gummistoff war dort gerade groß in Mode gekommen und Sara schaute nicht schlecht, als sie die neue Kleidung von ihrer Eventagentur bekam. Ein Business-Outfit aus stark glänzendem Gummi. Das war jetzt 2 Jahre her. Sara trug gezwungenermaßen die beiden Gummikostüme auf der Arbeit. Das schnelle Umziehen im Auto auf dem Parkplatz wurde zur Routine. Zur Heimfahrt in ihr beschauliches Städtchen flog die etwas gewöhnungsbedürftige Arbeitskleidung auf die Rückbank. Die vielen Stunden auf Arbeit waren mehr als genug Gummi auf ihrer Haut. Zuhause hatte sich dieser merkwürdig glatte, glänzende Stoff noch nicht so recht durchgesetzt. Wenn ihre Gummibluse auf der Leine hing, sagte Mutter zwar nichts, aber der skeptische Blick konnte ihre Ansichten nur wenig verbergen. Die kleine Stadt in Thüringen war der Zeit schon immer etwas hinterher. Und diese moderne Mode gehörte nicht dazu.

Sara war mit dem Zug spät abends in Frankfurt am Flughafen angekommen. Ein Shuttleservice brachte sie vom Parkplatz am Bahnhof direkt zum Hotel. Der Taxifahrer machte einen freundlichen Eindruck. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten. Hotel, Flughafen und Bahnhof lagen nah beieinander. Sie hatte eine Übernachtung in einem Hotel in der Nähe des Flughafens gebucht und würde mittags von Frankfurt aus fliegen. Schon am Bahnhof musste Sara feststellen, dass die von ihrem Arbeitgeber verlangte Kleidung hier viel häufiger zu sehen war. Auch der Taxifahrer trug Arbeitskleidung aus Gummi. Seine schwarze Hose und das hochgekrempelte hellblaue Hemd waren aus dem glänzenden Stoff. Gut, auch in Thüringen gab es Modezeitschriften und hin und wieder sah man eines der neuen Gummiteile bei dem Einen oder Anderen. Aber die Leute zogen immer noch überwiegend ihre alten Sachen an. Doch selbst die Standhaftesten bemerkten die steigenden Preise von Baumwollsachen. Schon seit Jahren wütete diese Baumwollkrankheit und niemand schien ein Mittel gegen den aggressiven Pilz zu finden. Jedes Jahr stiegen die Preise für Baumwollsachen und es wurde teurer und teurer. Die Pariser Mode griff den Trend schon beizeiten auf und immer mehr Gummimode drängte in den Fashion-Markt. Schöne erschwingliche Sachen waren dabei.

Laut raschelnd drehte sich Sara in ihrem Gummibett wieder auf die Seite. Das Nachthemd klebte unangenehm auf ihrem Rücken. Sie musste sich eingestehen, dass Baumwollstoffsachen in der Großstadt Frankfurt kaum noch getragen wurden. Praktisch, hin oder her. Den Unterschied zu ihrer kleinen Stadt spürte man deutlich. Mit ihrer Stoff-Jeans und T-Shirt kam sie sich fast deplatziert vor. Gummi schien im Alltag und Berufsleben angekommen zu sein. Was daran gut sein sollte konnte Sara nicht so recht erkennen.

Sie lag schwitzend in ihrem viel zu warmen Hotelzimmer und starrte auf die langsam dahin kriechende Zeit der Digitaluhr. Noch zwei Stunden bis zum Flug. Das flaue Gefühl im Magen meldete sich zurück. Erneut stieg die Aufregung in ihr hoch und machte sich im Körper breit. War es die richtige Entscheidung? Die zwei Jahre bei ihrem japanischen Arbeitgeber vergingen in Windeseile. Ihr erwachtes Interesse in der Berufsschule an Japan machte sich jetzt bezahlt. Damals lachten die Berufsschüler über ihren Japanfimmel. Jetzt war es genau das Richtige. Sie begann japanisch zu lernen. Die Korrespondenz und Telefonate mit Tokio halfen, die Sprache schnell weiter zu verbessern. Und dann hing da eines Tages diese Anzeige im Büro. Ein großes Blatt am schwarzen Brett „Wir bieten unseren Mitarbeitern die Möglichkeit zu einem 3-wöchigen Praktikum. Es wird in unserer japanischen Hauptzentrale in Tokio stattfinden. Gesucht werden Frauen und Männer, die belastbar sind und Fremdsprachenkenntnisse haben. In diesen 3 Wochen haben sie die Möglichkeit eine Qualifikation zur Betreuung bei Großveranstaltungen, Service für Gäste und Hostessdienst zu durchlaufen. Für weitere Informationen kontaktieren sie ihren Vorgesetzten. Bewerben sie sich jetzt.“ Sara brauchte nicht lange zu überlegen, Japan war ein Reisetraum von ihr. Wie lange sie für das Flugticket sparen müsste, wusste sie nicht. So konnte sie sich ihren Traum viel schneller erfüllen. Das Gespräch mit ihrem Chef holte sie jedoch schnell in die Wirklichkeit zurück. Er machte ihr wenig Hoffnung. Die Bewerbung war bundesweit ausgeschrieben und viele hatten sich in die Liste eingetragen. Er schickte die Bewerbung trotzdem ab. Dann ging alles schneller als gedacht. Als sie ein paar Tage später zur Arbeit kam, ging es dort zu wie im Bienenkorb. Bevor es Sara erfuhr, wusste es schon das ganze Büro. Sie war eine der Glücklichen, die nach Japan eingeladen worden waren. Da die Sicherheitsvorkehrungen für Japanflüge sehr hoch waren, sollte sie schon recht früh am Flughafen sein. Tokio war nun greifbar nah. Und nun lag sie hier in diesem Gummibett des Hotels am Frankfurter Flughafen.

Sara zog das lange Hemd über ihre Schenkel. Schwer lag der geraffte Gummistoff auf ihrem Schoß. Statt frische Luft auf ihre Haut zu bekommen, schien ihr nur noch wärmer zu werden. Sie hatte sich extra für die bevorstehende Reise das neue Nachthemd gekauft. Die Rede war von einem Internat in Tokio-Stadt. Und ganz bestimmt wollte sie dort nicht wie das Mädel vom Lande dastehen.  Lange hatte sie gesucht, aber nichts Passendes gefunden oder es war einfach zu teuer. Zum Schluss war es ein weites, bodenlanges Gumminachthemd mit engem hohen Rüschenkragen geworden. Auch Schultern und Brust waren mit kleinen Rüschen abgesetzt. Sara wollte es in Rosa kaufen, die Verkäuferin riet ihr aber zu transparent. Wie sagte sie „Wenn schon so ein herkömmliches Modell, dann wenigstens bei der Farbe etwas riskieren.“ Sara war nicht so überzeugt, ließ sich aber vom gewinnenden Lächeln der Verkäuferin überzeugen.

Nun lag sie schwitzend in ihrem neuen Nachthemd im Hotelbett und konnte schemenhaft ihren nackten Körper unter dem feucht beschlagenen Gummi sehen. So recht war sie von der Wahl ihres Nachthemdes nicht überzeugt. Sie fühlte sich nackt. Nicht dass sie ihren fraulichen Körper verstecken müsste. Jedoch es zu tragen und sich in das gummibezogene Bett zu legen, war neu für sie. Auch nach der ersten Nacht, war es noch immer ein merkwürdiges und befremdliches Gefühl.

Dasselbe merkwürdige, befremdliche Gefühl beschlich Sara bei der Fahrt am Vorabend vom Bahnhof zum Hotel. Der Taxifahrer half ihr mit dem großen Koffer beim Einladen. Nach seinem Blick auf Saras angebrachten Kofferanhänger mit Ziel Tokio schien er sie mehr als nur einmal durch den Rückspiegel zu mustern. Zu einer richtigen Konversation kam es aber nicht. Er war als Fahrer wohl zu diskret und Sara zu müde von der Anreise. Mit einem merkwürdig betonten „Wünsche Ihnen einen angenehmen Flug“ verabschiedete er sich und ging zu seinem Taxi zurück. Sara zog ihren Koffer durch die große Eingangstür in die Lobby ihres Hotels. Die Anspielung des Fahrers war schnell vergessen.

Die Lobby war groß und freundlich eingerichtet. Alles machte einen modernen und gepflegten Eindruck. Es war später Abend geworden. Die Anreise war recht lang gewesen und Sara freute sich auf ihr Bett. Kichernd und wohl leicht beschwipst, lief ein Pärchen Arm in Arm an ihr vorbei zu den Fahrstühlen. Er im schicken Nadelstreifenanzug, sie im schwarzen Minikleid. Das enge ärmellose Kleid reflektierte das Licht der Deckenstrahler und schien den Körper der schlanken, brünetten Frau wie ein Handschuh zu umschließen. Es war augenscheinlich Kleidung aus Gummi, die die beiden trugen. Sara löste ihre Augen erst, als sich die Fahrstuhltüren schlossen.

„Willkommen im Hotel Frankfurt Flughafen“ begrüßte sie die Frau an der Rezeption. Hinter einem hellen wuchtigen Steintresen stand eine junge Frau mit einem makellos geschminkten Gesicht. Ihre dunkelbraunen, schulterlangen Haare waren zu einem lockeren Pferdeschwanz gebunden. „Hallo“ antworte Sara und schüttelte ihre Unsicherheit ab. „Ich bin Frau Sara Müller, für mich müsste ein Zimmer reserviert sein.“ Die weiße Gummibluse der Rezeptionisten rieb leise quietschend unter der engen dunkelroten Weste, die sie darüber trug. Während sie Daten im Computer eingab, schaute sie kurz lächelnd zu Sara. Die eng sitzende Weste drückte ihre kleinen Brüste vorteilhaft nach oben. Auch ihr knielanger enger Rock war aus demselben dunkelroten Gummi wie ihre Weste. Die große rote Schleife unter dem Blusenkragen vervollständigte ihre adrette Uniform. „Ah, da haben wir ihre Daten, Frau Müller. Genau, die Firma "Eventmanagement Tokio" hat ein Zimmer auf ihren Namen reserviert. Hier, ihre Schlüsselkarte und hier bekomme ich noch eine Unterschrift von ihnen.“ Die Rezeptionisten überreichte Sara Karte und Stift zum Unterschreiben. „Ach, das hätte ich beinahe vergessen. Das Büro ihres Arbeitgebers, hier in Frankfurt, hat ein Päckchen für sie abgeben. Wir waren so frei und haben es schon auf ihr Zimmer gebracht. Sie benötigen noch Sachen für den Flug. Die neuen Sicherheitsbestimmungen für Japan-Flüge, aber das wissen sie ja sicherlich.“ Sara legte den Stift weg, überrascht schaute sie auf. Sicherheitsbestimmungen, davon hörte sie jetzt zum zweiten Mal. „Ist da etwas zu beachten“ fragte sie leicht unsicher. Die Rezeptionistin zupfte etwas verlegen an ihrer roten Gummischleife am Kragen. „Das ändert sich immer mal. Zurzeit sind die japanischen Behörden etwas strenger geworden, gerade bei uns Frauen. Die Flugsicherheit ist ja immer sehr wichtig. Naja und speziell wir Frauen sind jetzt nach der neuen japanischen Sicherheits-Philosophie besonders schutzbedürftig. Aber sicher wissen sie das, wenn sie sich für Japan entschieden haben. Ich bestelle den Shuttleservice zum Flughafen für 8 Uhr. Ihr Flieger startet Mittag.“ Der gummierte Arm der Rezeptionistin schob sich nach vorn und ihre Finger berührten Saras Hand. „Ein Rat von mir. Denken sie lieber nicht zu viel über die Sicherheitsbestimmungen nach, die japanischen Beamten sind da sehr korrekt. Einfach befolgen.“

Sara wollte sich nicht die Blöße geben und nickte zustimmend. Das Gesagte verwirrte sie mehr, als dass es half. Sie griff ihren Koffer und ging zu den Aufzügen. Im Fahrstuhl hing der Duft von Parfüm und warmem Gummi. Leise Fahrstuhlmusik begleitete sie zur dritten Etage. Geräuschlos öffnete sich die Tür und gab den Blick auf einen dezent beleuchteten langen Gang frei. Weicher Teppichboden dämpfte ihre Schritte auf dem Weg zu ihrem Zimmer. 308. Da war es.

Sara war froh, endlich die erste Etappe ihrer Reise geschafft zu haben. Mit einem vernehmlichen Klick entriegelte sich die Tür. Das Zimmer machte im spärlichen Flurlicht einen sehr freundlichen und aufgeräumten Eindruck. Es war nicht groß, aber sauber und neu eingerichtet. Große Fenster öffneten den Blick Richtung Flughafen. In der Nacht sah man die blinkenden Lichter des Flugfeldes. Dröhnend hob eine Maschine vom Boden ab. Man hörte sie mehr, als dass man sie in der Dunkelheit sah. Sara ließ sich auf das Bett fallen. Erst jetzt bemerkte sie, es war mit Gummi bezogen. Sie suchte die Nachttischbeleuchtung. Zwei Strahler an der Wand flammten auf. Sara richtet sich auf. Schwarzer glänzender Gummi spannte unter ihren Händen. Mit spitzen Fingern schlug sie die schwere Gummibettdecke zurück. Klatschend klappte sie am Fußende zusammen. Makellos und faltenfrei spannte darunter das Bettlaken im schwarzen Glanz. Ebenso wie die Bettdecke war das Kopfkissen mit schwarzem Gummi bezogen. Sara verzog den Mund. Darin sollte sie schlafen. Sie schwankte mit ihrem Entschluss noch einmal zur Rezeption zu gehen und zu versuchen das Zimmer zu tauschen. Doch sie war zu müde. Als unmodernes Landei vor der jungen Rezeptionistin dazustehen, wollte sie auch nicht. Der morgige Flug würde auch so schon anstrengend genug sein. Je eher sie im Bett war, umso besser. Sara bemerkte das Päckchen auf der Kommode. Auf dem beigestellten Kärtchen stand in schön geschwungener Handschrift zu lesen „zu Händen Frau Müller, gute Reise.“ Sie schüttelte das Päckchen vorsichtig, der Inhalt klimperte leise. Ihr genügte es, wenn sie es morgen früh öffnete. Ihre Neugier war nicht all zu groß darauf. Eine nette Geste ihres Arbeitgebers in jeden Fall. Sie stellte es neben ihren geöffneten Koffer.

Die warme Dusche im Bad machte sie etwas schläfriger. Doch die leichte Aufregung, die Sara schon den ganzen Tag über begleitete, ließ sie nicht so recht zur Ruhe kommen. Im Koffer lag zuoberst das neue Gumminachthemd. Raschelnd entfaltete sich der glatte Stoff, als sie es herauszog. Es war schwer und das transparente Material glänzte leicht im Licht der Nachttischlampen. Jeans, T-Shirt und Unterwäsche landeten auf dem Stuhl daneben. Nackt saß sie auf der Bettkante und betrachte sich im Spiegel gegenüber. Ihre dunkelblonden Haare hatte sie zu einem Dutt gebunden, schmale dunkle Augenbrauen unterstrichen ihre braunen Augen mit vollen Wimpern. Ihr Zeigefinger zeichnete die Linie ihrer geschwungenen Lippen nach. Einzig mit der etwas zu breiten Nase war Sara nicht zufrieden. Ihr Blick wanderte zum Nachthemd. Die Vorstellung nackt zu schlafen behagte ihr genauso wenig, wie das schwere Gumminachthemd auf ihrem Schoß. Ein kalter Luftzug vom angekippten Fenster ließ sie frösteln. Widerwillig streifte sie sich das Nachthemd über und legte sich in das ungewohnte Gummibett.

Die roten Zahlen der Nachttischuhr zeigten 6:15. Selbst durch die geschlossenen Hotelfenster konnte Sara den Flughafen hören. Staubkörnchen tanzten in dem Lichtstrahl der Sonne, der sich einen Weg durch den schmalen Spalt der Vorhänge gesucht hatte. Sie versuchte das Nachthemd von ihren nassen Brüsten zu ziehen. Der eng geschlossene Rüschenkragen um ihren Hals, ließ kaum Luft unter den Stoff. Der feuchte Gummi saugte sich beim Loslassen wieder auf ihren Körper. Sie angelte sich die Fernbedienung des Fernsehers von der Kommode und zappte gelangweilt durch die Kanäle. Es lief gerade das Ende der Vox-Sendung Rubber-Shopping-Queen mit Guido Maria Kretschmer. Sara schaltete die restlichen Sender durch. Weiter liegen zu bleiben war sinnlos. Sie fand ja doch keine Ruhe mehr. Umso mehr Zeit hatte sie, um sich fertig zu machen. Die Rezeption hatte den Shuttleservice für 8 Uhr bestellt. Die Fahrt zum internationalen Flughafen sollte nur ein paar Minuten dauern. Die Zahlen des Weckers sprangen auf 6:30. Sara schwang sich aus dem Bett. Kleine Wassertropfen rannen kitzelnd an der Innenseite ihren Oberarmen nach unten. Auf dem Weg zum Bad öffnete sie mit Verrenkungen und etwas Mühe den straffen Rückenreißverschluss. Mit lautem klatschen fiel das Nachthemd auf den Fliesenboden. Die Dusche erfrischte sie und machte sie etwas munterer. Eingewickelt im Badehandtuch machte sie sich daran das Päckchen ihres japanischen Arbeitgebers zu öffnen. Schnell war die Versiegelung gelöst und der Deckel geöffnet. Zuoberst lag ein gefaltetes Blatt Papier. Es war ein Informationsblatt der japanischen Flugbehörde.

Während Sara das Blatt überflog, leerte sie den Inhalt des Päckchens auf die Bettdecke. Gummisachen und Metallmanschetten purzelten heraus. Sie musste ein zweites Mal lesen, um zu verstehen. Im Zuge der allgemeinen politischen Entwicklung war die Flugsicherheit erhöht worden. Und nach der Belästigung einer allein reisenden Frau auf einem Japanflug, hatte die japanische Fluggesellschaft die Bestimmungen, speziell für Frauen, noch einmal erhöht. Die Sicherheitsanweisungen der Flugbehörde waren klar und eindeutig. So hatte Sara sich ihren Flug nicht vorstellt. Zum wiederholten Mal griff sie die durchsichtige Gummimaske auf ihrem Bett und drehte sie hin und her. Dieses Ding sollte sie während des Fluges tragen. Nicht genug, dazu gehörte eine Art Beißschiene für den Mund und eine anknöpfbare Schlafmaske. Wie aufmerksam und praktisch von der japanischen Behörde. Und es waren nicht die einzigen Stücke, die sie erschauern ließen. Laut Anweisung sollte sie stabile Metallmanschetten an Arme und Beine anlegen. Es gab im Flughafen Bereiche, wo die Passagiere zusätzlich gesichert werden sollten. Der Höhepunkt jedoch war die kurze durchsichtige Unterhose mit den zwei Dildos. Sara brauchte einen Moment um zu verstehen, wo die beide Teile beim Anziehen hinsollten. Sie fröstelte bei der Vorstellung diese Gummidinger den Flug über tragen zu müssen. Und nicht genug. Im Päckchen lag ein kleiner spitzer Blasebalg. Er wurde gebraucht, die aufblasbaren Dildos an die Größe der Trägerin anzupassen. Im Informationsblatt hieß es blumig anatomische Sicherheitshose. Sie würde die weiblichen Passagiere während des Fluges besser schützen. Worauf hatte sie sich da eingelassen? Und als wenn das nicht genug war. Das Informationsblatt wies darauf hin, nicht in Textilkleidung einzuchecken, da sonst der Flug verweigert werden könne. Es sollte ausschließlich Gummi getragen werden. Saras Hand strich über ihr Baumwoll-T-Shirt. Ihre Vorfreude auf Japan hatte einen Dämpfer. Doch deswegen das Praktikum sausen lassen. Der Blick ihrer Mutter kam ihr in den Sinn. Nein, sie war eine moderne Frau. Sie wollte kein Landei sein. Wehmütig faltete sie ihre Jeans und T-Shirt zusammen und packte die Sachen in den Koffer. Eigentlich hatte sie nicht vor, ihre mitgenommene Gummikleidung den Flug über anzuziehen. 12 Stunden Flug war eine lange Zeit. Nun musste es wohl sein. Vielleicht war es besser so, versuchte sie sich mit wenig Erfolg, selbst zu überzeugen. Kein Stoff in nächster Zeit.

Mit spitzen Fingern griff sie sich das Dildohöschen. Die Kühle der Hose an ihren Schenkel ließ sie kurz schauern, doch schnell verging das Gefühl. Mit der beigelegten kleinen Tube Gleitgel schaffte sie es, alles an seinen Platz zu drücken. Es war ein merkwürdiges Gefühl. Besonders der hintere Analzapfen war sehr gewöhnungsbedürftig mit seinem drückenden Gefühl ständig zu müssen. Fest umschloss der dicke durchsichtige Gummi ihre Hüfte und hielt die Einbauten an ihrem Platz. Ratlos hielt sie den Blasebalg in der Hand. Das kleine Loch zum Aufblasen im Schritt zu treffen, war schier unmöglich. Immer wieder rutschte sie ab, sobald sie zudrückte. Allein die Vorstellung, sich selbst so zu stopfen, schüttelte sie. Und wer sollte es kontrollieren, sie hatte die Gummihose ja nun vorschriftsmäßig an. Die Vorstellung war schon erniedrigend genug. Sie warf den Pumpball in die Handtasche und zog sich weiter an. Der durchsichtige Gummi-BH war schnell angezogen. Halterlose durchsichtige Strümpfe folgten. Deutlich mehr Zeit brauchte Sara für die oberarmlangen Handschuhe. Sie waren sehr eng und das transparente Gummi recht dick. Ihr war warm geworden. Feuchtigkeit kondensierte sichtbar unter der Miederhose. Knisternd streifte sie ihre weiße Gummibluse über und stieg in den knielangen grauen Bleistiftrock. Gummi quietschte über Gummi. Das graue Jackett hing über der Stuhllehne. Ihre schwarzen Pumps standen am Bettende bereit. Sie war startklar. Etwas ratlos hielt sie die durchsichtige Gummimaske und die Metallmanschetten in der Hand. Am Flughafen war sicher immer noch Zeit dafür. Auch sie wanderten in ihre Handtasche. Sara streifte ihr Gummijacke über und griff den Rollkoffer. Ein letzter Blick in den großen Zimmerspiegel zeigte eine elegant gekleidete Frau. Licht tanzte auf ihrer glänzenden Kleidung. Das Flugticket verstaute sie in der Innentasche ihres Blazers. Der Ausweis hing an einem Band gut sichtbar vor ihrer Brust. Die Instruktion der Fluggesellschaft war deutlich in diesem Detail. Sie war startbereit.

Die Hotelzimmertür schlug hinter Sara in das Schloss. Das Hotel schlief noch halb, niemand war unterwegs. Bei den Fahrstuhltüren stand eine Zimmertür weit offen, davor parkte ein Putzwagen des Personals. Beim Vorbeigehen konnte Sara einen kurzen Blick in das Zimmer werfen. Das Zimmermädchen war gerade beim Bettbeziehen. Sie kämpfte mit dem schweren großen Bettbezug aus schwarzem Gummi. Vornübergebeugt sah man ihre üppig weißgerüschte Gummiunterhose unter dem kurzen schwarzen Rock. Die große weiße Schleife der Rüschenschürze auf ihrem Rücken bildete einen starken Kontrast zur ihrem schwarzen Gummikleid. Ebenso die weißen Rüschen an Puffärmeln, Brust und Rocksaum. Ihre schlanken Beine steckten in engen schwarzen Gummistrümpfen und schwarzen Pumps. Ein weiß schwarz gerüschtes Stirnband zierte ihre Haare und um den Hals schloss sich ein hohes Rüschenband. Als sie Sara sah, hielt sie kurz inne und grüßte höflich mit Knicks. Sara fühlte sich geschmeichelt von dem süßen Gummizimmermädchen und wünschte ihr ebenfalls einen schönen Tag. Ihr Tag schien vielversprechend zu starten. Der Fahrstuhl war schon da und sie fuhr nach unten in die Rezeption.

Die ersten Gäste waren wach und die Eingangshalle war nicht mehr ganz so leer wie am Vorabend. Auch die Dame vom Vorabend war noch da. Man sah ihr die lange Nacht nicht an. Makellos glänzte ihre Uniform im Licht der Lobbystrahler. „Guten Morgen Frau Müller, ich hoffe es war alle zu ihrer Zufriedenheit. Sie wollen sicher auschecken.“ Sara schob ihre Zimmerkarte über den Tisch „Natürlich, alles besten. Eine kurze Nacht, aber ich werde versuchen auf den Flug etwas zu schlafen, danke.“ Die Rezeptionistin warf ihr ein bewunderter Blick zu. „Sie Glückliche, ich bin mir sicher, kein Auge zuzubekommen.“ Sie zeigte nach draußen. „Der Shuttleservice zum Flughafen wartet bereits vor der Tür. Wie ich sehe haben sie ihre Sicherheitssachen noch nicht angelegt. Wenn ich ihnen behilflich sein soll. Auf dem Flughafengelände müssen sie getragen werden, sonst bekommt unser Taxifahrer Ärger.“ Sara zögerte einen Augenblick. Sie musste das Gesagte erst einmal verarbeiten, was hatte es zu bedeuten. Die durchsichtige Gummimaske lag in ihrer offenen Handtasche, sie wollte damit warten. Die Vorstellung, sie hier in der Lobby anziehen zu müssen, behagte hier nicht. Sie schämte sich etwas dafür. „Wenn es denn unbedingt nötig ist“ gab sich Sara einen Ruck. „Habe damit nicht so die Erfahrung, wenn sie mir dabei helfen würden.“ Saras Stimme war deutlich leiser geworden. Sie holte die schlabbrige Kopfhülle aus ihrer Tasche und gab sie der neuen Helferin. Mit geübtem Griff zog die Frau die Maske über ihren Kopf und verschloss den Reißverschluss am Hinterkopf. Ein lautes Klacken ließ Sara erschrocken den Kopf drehen. Es war ein ungewohntes Gefühl, die dicke Maske schränkte sie in der Bewegung ein und drückte auf ihr Gesicht. Durch die Mund- und Nasenöffnung bekam sie gut Luft. „Nicht erschrecken.“ Die Rezeptionistin hinter Sara legte die Hand auf ihre Schulter. „Das war der Schließmechanismus vom Flughafen, sie können die Maske dort nur in bestimmten Bereichen abnehmen. Das hören sie dann, im Moment ist sie verschlossen.“ Sara schluckte, sie konnte die Maske nicht so einfach absetzen.

„Die Manschetten bitte noch.“ Sara öffnete ihre Handtasche und holte die Metall-Manschetten heraus. Sie waren 6 cm breit und recht massiv. An der Seite des breiten Metallbandes befanden sich kleine bewegliche Stifte. Ihre Helferin griff Saras Arm und legte die erste Metallfessel um ihr Handgelenk. Mit lautem Schnappen verriegelt sie sich selbstständig. „Ist dasselbe wie bei der Maske, die Manschette merkt sich ihren Standort. Hier ist es etwas anders. Die Metallbänder lösen sich erst wieder vollständig beim Verlassen des Flughafens in Tokio.“ Sara zog mit ihrer freien Hand daran, das Teil saß unverrückbar fest um ihr Handgelenk und war sehr stabil. Es gab nur wenig Spiel, schnürte sie aber nicht ein. An ihren Oberarmen passierte dasselbe. Glänzende Metallreifen zierten ihre Arme. Die dicken Gummihandschuhe auszuziehen, war nun unmöglich. Die Hotelfrau hockte sich hin. Sara schaute etwas überrascht auf die knieende Frau vor ihr. „Nicht erschrecken, um ihre beiden Oberschenkel kommen auch welche.“ Ehe sich Sara versah, wurde ihr Gummirock etwa nach oben geschoben und kaltes Metall berührte ihre Haut. Sie erschauerte leicht, der Metallring surrte kurz und schnappte dann geräuschvoll ein. Sara versuchte am Beinreif zu ziehen. Mit dem Surren hatte er sich etwas verkleinert und saß nun fest an ihrem Oberschenkel. Ein Verrücken war nicht mehr möglich. Die Rezeptionistin war aufgestanden und trat wieder hinter sie. Im großen Lobbyspiegel sah sich Sara mit der Frau stehen. Die Metallreifen auf ihrer Haut und die durchsichtige Gummimaske hatten sie verändert. Ihr glänzender, glatter Kopf sah fremd aus. Sie war praktisch eingeschlossen in ihre Gummikleidung. „Nicht erschrecken Frau Müller, das gehört zu den Sicherheitsmaßnahmen.“ Die Rezeptionistin drückte Saras Arme im Rücken zusammen. Mit einem erneuten Klacken verbanden sich die Metallmanschetten an ihren Oberarmen und Handgelenken. Saras Arme waren nun fest auf ihrem Rücken fixiert. Im Spiegel konnte sie sehen, dass die kleinen Metallstifte nun etwas länger geworden waren und die Arm-Manschetten sich fest verbunden hatten. Auch ihre beiden Schenkelbänder waren nun verbunden. Wie sollte sie sich so umziehen können. In Sara kam langsam die Erkenntnis den gesamten Flug in Gummisachen verbringen zu müssen. Die dicke Gummimaske verstärkte noch das Gefühl des Einschlusses. Diese Art des Zwangs, die Bekleidungsvorschriften der Fluggesellschaft aufrecht zu erhalten, behagte ihr gar nicht.

Die Hotelfrau zog ihren Gummirock wieder herunter. Sara kam aus dem Staunen nicht heraus. „Ah die Beißschiene noch.“ Ihre eifrige Helferin war richtig aufgetaut, während Sara immer stiller geworden war. Die Helferin griff in Saras Handtasche und holte eine, den Zähnen nachgeformte, Beißschiene aus Gummi heraus. „Bitte den Mund öffnen.“ Gegen Saras Lippen drückte eine Art Beißknebel. Mechanisch öffnete sie ihren Mund, um kurz darauf auf festen Gummi zu beißen. Der anatomische Knebel passte gut in ihren Mund und drückte die Zunge etwas nach unten. Mit zwei Knöpfen an der Seite befestigte ihre eifrige Bondagedame den Knebel an der Maske. Ausspucken war so nicht mehr möglich. „So, wir sind fertig Frau Müller.“ Zufrieden trat ihre Helferin zurück und betrachtete ihr Werk. Auch Sara starrte in den Spiegel. Ihr war heiß, eingeschlossen unter mehreren Lagen Gummi. Sie war gefesselt und ein Knebel in ihrem Mund machte sie stumm. Wann sich die automatischen Fesseln wieder lösen würden, wusste sie nicht. So sollte sie zum Flughafen fahren. Ein Pärchen ging mit großen Augen an Sara vorbei. Die Frau ging in einem hübsch geblümten Gummisommerkleid vorweg, während ihr Mann mit zwei Koffern und einer großen Tasche folgte. Der Mann stolperte fast an der Tür. „Manfred, kommst du. Der Shuttlebus steht bereit.“ Die Rezeptionsdame griff Saras Rollkoffer und folgte dem Pärchen nach draußen zum Bus. „Kommen sie Frau Müller, ihr Taxi wartet.“ Sara löste sich aus ihre Schockstarre. Die geschlossenen Schenkelbänder behinderten sie beim Laufen und die beiden Gummieinsätze in ihrer Hose machten sich beim Laufen bemerkbar. Nur mit Mühe und kleinen Schritten ging es. Sie kam nur langsam voran. Ungewohnter waren ihre auf dem Rücken fixierten Arme. Sara sah sich selbst in der spiegelnden Glastür. Aus einer eleganten Businessfrau war ein namenloses, gefesseltes Gummiobjekt geworden. Wenn das die Vorstellung der Sicherheitsleute vom Flughafen war, so war es ihnen gelungen. Ihre Attraktivität dem männlichen Geschlecht gegenüber, war deutlich gesunken. So konnte man die Frau auch schützen.

Der Taxifahrer verstaute ihren Koffer im Wagen. Sie stand etwas verloren vor dem Bus. Sara spürte die musternden Blicke auf sich. „Guten Flug Frau Müller.“ Die kleine Rezeptionsdame versuchte unbeholfen Saras gefesselte Hand auf den Rücken zu schütteln. Sie winkte noch einmal und ging dann zurück in ihr Hotel. Das Urlaubs-Pärchen hatte im Bus schon Platz genommen, die Frau ordnete ihr weites helles Gummikleid. „Soll mein Mann ihnen beim Einsteigen helfen, Manfred hilf der guten Frau, du siehst doch, dass sie Schwierigkeiten hat.“ Ihr Mann schob sich etwas unbeholfen wieder aus dem Bus. Seine kurze Hose und das bunte kurze Gummi-Hawaiihemd klebten ihm auf der Haut. Kleine Schweißperlen standen auf seiner fast haarlosen Stirn. Obwohl es erst früh war, waren die Temperaturen schon gestiegen. Mit dem blauen Himmel würde es wieder ein warmer Sommertag werden. Unbeholfen setzte Sara einen Fuß in den Bus. Die Schenkelmanschetten ließen nur kleine Schritte zu. Mit Hilfe der Frau im Bus und ihrem Mann draußen, beförderten sie Sara auf einen der Sitze im Bus. Sie schämte sich, so hilflos zu sein. „Na sehen sie“ zwitscherte die Frau „ist Platz für alle.“ Schnaufend ließ sich ihr Mann neben sie fallen und schaute Sara mit wollüstigen Blicken an. Seine Frau knuffte ihn hart in die Seite. „Lass das bitte Manfred“ wies sie ihn im scharfen Ton zurecht. „Wir sind ja auf dem Weg nach Mallorca, mein Manfred und ich. Und was ist mit Ihnen? Sagen sie nichts.“ Sie tippte Sara sanft auf ihr Knie. Dann kicherte sie mit vorgehaltener Hand über ihren eigenen Scherz. „Sie können ja nicht antworten mit dem Gummiknebel. Hatte letztens einen Bericht über Japan gesehen. Sie fliegen bestimmt dort hin, so wie sie aussehen. Bestimmt ein sehr interessantes Land.“ Sara schluckte krampfhaft die zusammenlaufende Spucke in ihrem Mund. Ihr war gar nicht nach Smalltalk. Sie wollte nur unsichtbar sein. „Mmmm, Juuppunn“ nickte sie Richtung der Frau. Die Schenkelbänder drückten sich in ihre Haut und die weichen Polster des Sitzes trieben die Gummizapfen der Dildohose noch tiefer in ihren Körper. Zwischen ihren Schultern unter der Gummibluse liefen erste Schweißtropfen den Rücken hinunter. „Ist das nicht etwas unbequem?“ begann die Frau erneut ihren Monolog. „Ich finde ja diesen Mundschutz etwas übertrieben. Er soll die Frau bei Stürzen schützen. Naja, aber an die Männer haben sie dabei nicht gedacht. Nicht wahr Manfred?“ Dabei stieß sie ihn abermals fest in die Rippen. Manfred löste seinen starren Blick von Sara. „Wir kleinen Leute haben da doch eh keinen Einfluss.“ „Ja, ja Manfred.“ übernahm wieder seine Frau. Beiläufig zog sie ein Taschentuch aus ihrer kleinen Handtasche und tupfte auf Saras Brust. Ein kleiner Speichelfaden war auf ihre Jacke getropft. „Sie haben doch nichts dagegen, nicht wahr?“ Dabei wischte sie über Saras Gummikinn. Während sie weitersprach, schob sie den Ausweis, der vor Saras Brust hing, in die Jacke. „Man sollte jetzt besser immer in Begleitung eines Mannes fliegen. Wer weiß, was da noch für Regelungen für Frauen kommen. Ich habe da meinen Manfred, nicht wahr?“ Der beherzte Rempler in seine Seite ließ ihn kurz wanken. Inzwischen hatte das Taxi die Landstraßen verlassen und fuhr ein kurzes Stück auf der Autobahn. Die ersten Gebäude des Flughafens kamen in Sicht. Im Auto war es deutlich wärmer geworden und Sara spürte wie ihr Gesicht unter der Maske glühte. Die Fahrt würde hoffentlich nicht zu lange dauern. Manfred fraß sie mit seinen Augen wieder auf. Sara war sich nicht so sicher bei dem Rat der Frau nach Mallorca. Diese dauerhafte männliche Begleitung, oder ihre eigene kurze Unpässlichkeit. Das Taxi hielt und kühle Luft flutete herein. Der Taxifahrer hatte die Bustür zurückgezogen. „Frau Müller, hier ist ihr Gate für den Check-in der japanischen Fluggesellschaft. Wünsche Ihnen einen angenehmen Flug.“ Unbeholfen stolperte Sara aus dem Bus. „Ja einen guten Flug wünschen wir ihnen.“ Das lockere Gummikleid der Mallorcafliegerin blähte sich im Wind. Neidvoll schaute Sara zu den Beiden. Ihr Wunsch nach Japan zu kommen, hatte einen weiteren Dämpfer bekommen. Das Taxi setzte sich in Bewegung und ließ sie allein auf dem Gehsteig stehen. Sara griff ungeschickt ihren Koffer und zog ihn hinter sich her zum Eingang des Flughafens. Das verglaste Flughafengebäude ragte vor ihr auf. Am Eingang standen zwei Polizisten und kontrollierte die Fluggäste, die hineinwollten.

„Beine breiter, na geht doch“ schnarrte die japanische Beamtin Sara an. Ihr tiefer Befehlston duldete kein Widerspruch. Die kleine, kräftige Asiatin trug eine martialisch wirkende dunkelblaue Uniform, wie der Kollege neben ihr. Sara wurde kontrolliert. Dunkelblaue Gummireithosen steckten in hohen engen Polizeistiefeln. Eine hellblaue Gummibluse war unter der Jacke der Polizistin zu sehen. Die kurzen schwarzen Haare steckten unter einem kleinen Barett in der Farbe der Uniform. Protektoren an Armen und Beinen, sowie der Schlagstock am Halfter, verliehen ihr das Aussehen einer Kämpferin. Mit festem Griff tastete sie Saras Beine ab. Ungeniert wanderte die Hand der Polizistin unter Saras Rock und griff prüfend in ihren Schritt. Die zweite Hand drückte fest auf ihren Bauch. Sara wankte vor Schreck. Tränen stiegen in ihre Augen, sie kämpfte sie zurück. Was tat sie hier, alles für drei Wochen Japan. Der eindringliche, mitleidlose Blick, der vor ihr hockenden Beamtin war unmissverständlich. Von ihr war kein Verständnis zu erwarten. „Wieso sind ihre Sicherheitsverschlüsse nicht korrekt an ihre Körperöffnungen angepasst?“ maßregelte sie Sara in akzentuiert fremd klingenden Deutsch. Mit einer schnellen Bewegung löste die Beamtin ein Knopf des Knebels und zerrte ihn rüde heraus. Die Sonne schien heiß auf Saras Rücken und reflektierte in den Scheiben der Eingangshalle. Der dunkle Asphalt strahlte Wärme ab. Sara war es jetzt richtig heiß geworden unter ihrer Gummimaske. Doch nicht nur von der warmen Morgensonne. „Ähm ja“ stotterte sie schuldbewusst. „Ich hatte Schwierigkeiten allein die Ventile mit dem kleinen Pumpball zu treffen.“ Weitere Schweißtropfen rannen unter ihrer Bluse den fixierten Armen entlang und tropften vom Handgelenk. Sara schluckte krampfhaft und Röte schoss ihr ins Gesicht. Sie schämte sich. Ein paar Passagiere wurden ohne kontrolliert zu werden durchgewunken. Sara war mit der Situation überfordert. Ein japanischer Geschäftsmann in einem teuer wirkenden Anzug blieb kurz stehen und schaute sie länger durchdringend an. Seine Frau, oder vielmehr die schwarz glänzende Marmorstatue einer Frau, trippelte in kleinen Schritten neben ihm her. Saras Augen blieben unwillkürlich an ihr hängen. Das faltenlose enge Humpelkleid ließ nur kleine Schritte zu. Ihr Kopf war eine schwarz glänzende, komplett geschlossene Gummimaske und ließ sie wie eine Statue wirken. Sara vergaß für einen kurzen Moment, ihre eigene Lage. Der Japaner setzte sich wieder in Bewegung und zog seine blinde Frau mit sich. Erst jetzt konnte Sara sehen, dass die Arme der Frau in einem engen Monohandschuh steckten, der nahtlos mit dem Kleid verschmolzen schien. Die Polizistin stand wieder auf. Sara schluckte abermals krampfhaft. Das Problem, warum sie hier stand, war wieder präsent in ihrem Kopf. „Melden sie sich umgehend bei der Sicherheitskontrolle, nachdem sie eingecheckt haben. Ich werde sie ankündigen.“ Mit rauem Griff an Saras Brust zog sie den Pass heraus, der unter ihrem Jackett steckte. „Frau Müller, ist notiert. Die Beamten vor Ort werden dann weitere Schritte einleiten. Wünsche ihnen einen guten Flug.“ Die Polizistin grinste vielsagend und schob den Ausweis wieder unter den grauen Gummiblazer. Zuletzt kam der nasse Gummiknebel wieder an seinen Platz. Damit war Sara entlassen. Das Blut pochte laut in ihrem Kopf, fahrig versuchte sie ihren Trolleykoffer im Rücken zu halten. Mit weichen Knien setzte sie sich in Bewegung. Die Eingangstüren des Flughafens öffneten sich.

 

Kapitel 2: Takashi Mizutane

Takashi Mizutane rückte ein Stück vor in der Warteschlange. Das Ziel der wartenden Menschen war der Check-in-Schalter weiter vorne. Er war Geschäftsmann auf dem Flug nach Tokio. Die große Besucherhalle des Flughafens summte vor Geschäftigkeit. Ein ständiger Strom von Passagieren ließ den geschäftigen Flughafen nicht zur Ruhe kommen. Helles Sonnenlicht flutete durch die moderne Stahlkonstruktion. Ihre filigranen Träger reichten hoch bis zum Dach. Er stand in einer der langen Warteschlangen zum Einchecken. Absperrbänder lotsten die Fluggäste zu den Schaltern. Das große Schild mit der Aufschrift JAL 407 zum Flug nach Tokio war sein Ziel. Die Vertragsverhandlungen hier, waren gut gelaufen. Er war zufrieden und glücklich mit sich. Doch das war nicht der alleinige Grund. Gedankenverloren folgte er der Menschenschlange vor ihm. Der Gummiriemen in seiner Hand straffte sich wieder. Der kleine Ruck ließ die schwarzglänzende menschliche Statue am anderen Ende der Leine einen kleinen Schritt nach vorn machen. Takashis Mund verzog sich zu einem zufriedenen Lächeln. Sein Frau Nori begleitete ihn. Sie wusste genau wie sehr er es mochte, sie so in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Von der langen Reihe von Abfertigungsschaltern waren nur wenige offen. Es war früher Morgen, nur wenige Beamte der Fluggesellschaft waren zu sehen. Eine lange Schlange von Passagieren stand schon da, als er mit seiner Frau in den Flughafen kam. Ehe sie wussten, an welchen Schalter sie sollten, war nochmals einige Zeit verstrichen. Noris enger Humpelrock ließ sie nur langsam vorankommen. Takashi war Geschäftsmann und kannte das sich hinziehende Einchecken am Frankfurter Flughafen. Er war in guter Stimmung, der Geschäftsabschluss mit der deutschen Partnerfirma in Frankfurt war in seiner Tasche. Umso mehr freute es ihn, dass sich seine Frau Nori angeboten hatte mitzukommen. Er wusste um ihre Flugangst. Trotzdem wollte sie ihn begleiteten.

Ach seine Nori, was würde er nur ohne sie machen. Liebevoll glitten seine Augen über die reglose weibliche Gummistatue neben ihm. Sie wusste, wie gern Takashi sie bei sich hatte. Zärtlich legte er seinen Arm um ihre schmale Taille und zog sie an sich. Schwarzer Gummi knirschte leise. Seit heute Morgen steckte sie in ihrem geliebten schwarzen Gummicatsuit. Der dicke Gummistoff formte ihren Körper zu einer unbeweglichen Statue und umschloss ihren Körper vollständig. Die angearbeitete, einem Frauengesicht nachgeahmte Maske aus dem gleichen dicken Gummi, kapselte sie von der lauten Flughafenwelt vollständig ab. Für einen Außenstehenden sah sie wie eine schwarze Marmorstatue aus. Die kleinen perfekt geformten Ohren mit den Ohrringen waren nur aufgesetzt. Darunter verbargen sich gepolsterte Ohrschützer. Takashi hatte heute früh Noris Ohren zusätzlich mit Ohrstöpseln verschlossen. Er war sich sicher, nichts von dem Lärm des Flughafens drang zu ihr durch. Blind, stumm und taub, eingekapselt in engem Gummi. Und auch nur Takashi wusste um das kleine Ventil zwischen den schwarz glänzenden Gummilippen, welches zu einem aufblasbaren Knebel im Inneren der helmartigen Maske gehörte. Einzig sichtbare Öffnung waren die zwei kleinen Nasenlöcher. Takashi zog ein strahlend weißes Taschentuch aus seiner Tasche und tupfte den Schweißtropfen von Noris Brust. Ein weiterer war im Begriff sich von ihrer Nasenspitze zu lösen. Takashi spürte ihre Körperwärme und roch den süßlichen Gummiduft, der von ihr ausging. Trotz der Klimaanlage war es in der großen gläsernen Flughalle merklich warm. Die Sommersonne stand schon recht hoch und strahlte durch die großen Scheiben des Glaspavillons. Selbst Takashi in seinem leichten Anzug war es warm. Die feinen Nadelstreifen auf dem schwarzen Gummi ließen den Geschäftsanzug edel wirken. Seine Frau Nori hatte eine gute Wahl getroffen.

Sie liebte dieses glänzende Material, sah es gern an ihm, aber noch lieber an sich. Nori genoss das Gefühl in Gummi eingeschlossen zu sein. Genoss die Wärme und die Nässe ihres Kokons. Das dicke Überkleid, das sie trug, verstärkte das Gefühl noch zusätzlich. Takashi hatte es ihr vor dem Abflug aus Tokio zum Geschenk gemacht. Sie konnte kaum erwarten, es anzuprobieren. Das enge bodenlange Gummikleid war aus dickerem Gummi als ihr Anzug darunter. Taille und Hals waren zusätzlich mit eingearbeiteten Korsettstäben verstärkt. Der enge, steife Kragen ging in eine geschlossene Übermaske über. Im Gegensatz zu Noris Maske darunter, glich die dickgepolsterte Gummimaske des Kleides eher einem glatten spiegelnden Helm. Ein gesichtsloses, androgynes Fabelwesen aus einer anderen Welt.

Takashi hatte Mühe im Hotel den stabilen Reißverschluss zu schließen. Der Verschluss lief auf dem Rücken von der Übermaske bis nach unten zu dem engen Humpelrock. Er hatte ihn fast bis ganz nach unten gezogen. Nori protestierte spielerisch. Sie wusste, wie sie ihn erregen konnte. Er verriegelte den Reißverschluss. Zu gern nahm er es in Kauf, nur langsam mit ihr voran zu kommen. Er genoss den Anblick der kleinen Trippelschritte seiner hilflos eingeschlossenen Gummifrau. Noris Begeisterung für ihr neues Kleid wurde noch gesteigert, als Takashi ihre Arme in den angearbeiteten Gummisack auf dem Rücken verstaute. Der schwarze, fast nicht sichtbare Reißverschluss, ließ ihre Arme nahtlos mit dem Kleid zu einer schlanken armlosen Statue verschmelzen. Ihr Anblick war göttlich.

Nicht nur Takashi fand Noris Anblick faszinierend. Auch die Frau in der Warteschlange vor ihnen schaute immer wieder verstohlen zu Nori. Die junge Europäerin im dunkelgrauen Blazer und engem Rock drehte sich immer wieder zu ihnen um. Ihre auf dem Rücken fixierten Arme, ließen die vorgestreckten Brüste fast aus dem zugeknöpften Jackett springen. Als sie Takashi direkt anschaute, drehte sie sich schnell wieder nach vorn. Etwas unbeholfen zog sie den großen Trolleykoffer ein Stück weiter. Takashi küsste seine Frau liebevoll auf die Stirn und schob den auf seiner Schulter ruhend Gummikopf vorsichtig von sich. Nori löste sich aus Takashis Umarmung mit leisem Protest. Die europäische Frau erregte Takashis Aufmerksamkeit. Die transparente Gummimaske, die sie trug, unterstrich ihr hübsches Gesicht zusätzlich. Die dunkelblonden Haare darunter wurden eng an ihren Kopf gedrückt. Ihr graues Kostüm war gut geschnitten und unterstrich ihre schlanke Figur. Sie erinnerte Takashi vage an irgendetwas. Ihre unsichere Art, der fragende Blick, sie strahlte etwas Vertrautes aus. Die Frau erinnert ihn frappierend an seine Nori vor vielen Jahren. Sie lernten sich in dieser kleinen Karaokebar im Tokioter Shinjukuviertel kennen. Die ersten Treffen waren ein vorsichtiges sich Kennenlernen. Doch schnell merkten sie Beide, wie sehr sie sich zueinander hingezogen fühlten. Nori war zu Anfang auch etwas unsicher und ängstlich. Aber auch neugierig und offen für Neues. Stück für Stück hatte Takashi gezeigt was ihm gefiel und Nori zeigte ihm was ihr gefiel. Die Frau in der Warteschlange erinnerte ihn an Nori. Was in ihrem Kopf vorging, wusste er nicht. Vielleicht würde die selbstbewusste europäische Frau ihre Art der Beziehung befremdlich erscheinen, vielleicht missverstehen. Vielleicht aber auch wie Nori Neues entdecken.

Die Warteschlange zum Einchecken rückte wieder ein Stück weiter. Der arabische Scheich am Schalter war endlich fertig. Seine drei Frauen und er hatten Unmengen von Koffern bei sich. Nun war sein Gepäck abgegeben. Er lief im Inneren des abgesperrten Bereichs an Takashi vorbei zum Ausgang. Seine drei Frauen in weiten schwarzen Gummigewändern folgten ihm in einem gewissen Abstand. Laut raschelnd glitten sie, in auf dem Boden schleifenden weiten Kleidern, vorbei. Die um den Kopf geschlungenen Gummikopftücher, ließen nur ihre dunklen, fast schwarzen Augen frei.

Der Polizeibeamte am Einlass, wies die Europäerin vor ihnen an einen freien Schalter. Sie kämpfte mit ihrem schweren Koffer, um ihn auf das schmale Förderband zu bugsieren. Unsicher stand sie vor dem Schalter. Das unergründliche Lächeln der Schalterbeamtin stand im Widerspruch zu den trommelnden weißen gummibehandschuhten Händen. Ihre mintgrüne, enge Kostümjacke reflektierte das Licht der vielen kleinen Halogenstrahler über ihr. „Ihren Personalausweis bitte“ bat sie in einem leicht genervten Ton. Sie richtete das grüne Gummihalstuch um den Kragen der weißen Bluse darunter. „Ich sehe keinen Personalausweis an ihrem Hals. Sie haben doch sicher die Sicherheitsanweisungen gelesen.“ Die Frau vor dem Schalter trippelte nervös auf der Stelle. „Innn mmminnerr Juuckke“ brummelte sie undeutlich. Durch den Knebel der durchsichtigen Gummimaske konnte man sie kaum verstehen. „Gute Frau“ fuhr die Schalterangestellte noch gereizter fort. „Ich kann hier doch nicht jeden nach seinem Ausweis absuchen. Verzeihen sie, aber kommen sie bitte später noch einmal zurück. Dann mit ihrem Ausweis um den Hals, dass ich ihn gut sehen kann.“ Sie verbeugte sich, der runde mintgrüne Gummihut auf ihren Kopf rutschte leicht nach vorn. „Mmmünnn Uusswiss“ die verstörte wirkende Europäerin nickte hilfesuchend mit dem Kopf nach unten auf ihre Brust. „Büütttte“ hilfesuchend drehte sie sich um und schaute Takashi flehend an. Mehrfach nickte sie ihm zu. Er verließ seinen Platz am Eingang und ging auf sie zu. Der Beamte am Eingang wollte etwas sagen. Mit einem bestimmenden Blick verwies er ihn wieder an seinen Platz. Er kannte diese Art Menschen von vielen seiner Geschäftsreisen. Ein gewisser Grad von Frechheit, gepaart mit sicherem Auftreten konnte viele verschlossene Türen öffnen. Die Europäerin schaute ihn dankbar an. „Innn mminner Juckkentuusche.“ Takashi schob seine Hand vorsichtig unter den Blazer der Frau. Sie zitterte leicht, nickte ihm aber auffordernd zu. Takashi spürte ihre steife Brustwarze unter dem dünnen warmen Gummistoff der Bluse. Seine Hand stieß an die harte Kante des Personalausweises. Vorsichtig und mit spitzen Fingern zog er die kleine, wichtige Karte heraus. Nun baumelte sie frei und gut sichtbar am Bändchen der dankbar dreinblickenden Frau. „Vülen Duunnk füür üühre Hüülffe.“ stammelte sie mühsam durch die Beißschiene in ihrem Mund. Das Zittern hatte aufgehört und ihre Augen strahlten erleichtert. „Freut mich ihre Bekanntschaft zu machen.“ Takashi schaute kurz auf die Karte zwischen ihren Brüsten „Frau Müller.“ Takashi wandte sich zu der nicht sehr freundlichen Flughafenangestellten. „Nun müssten sie den Ausweis gut sehen, immer schön, wenn man helfen kann, nicht wahr.“

Gutgelaunt ging er zu seiner Frau beim Eingang zurück. Der Beamte am Einlass zeigte auf einen frei gewordenen Schalter und verbeugte sich tief vor Takashi. Er erwiderte die Geste mit einem leichten Nicken und schob seine blinde Frau in die angegebene Richtung. Die junge Schalterdame in ihrer mintgrünen adretten Gummiunform begrüßte sie strahlend. Im Gegensatz zu ihrer Kollegin neben an, schien sie noch Spaß an ihrer Arbeit zu haben. Keck stand der Zipfel des Gummihalstuches am hohen weißen Kragen der Gummibluse nach oben. Takashis schob ihre beiden Ausweise über den Tresen „Bitte unsere Ausweise.“ „Herr und Frau Mizutane. Herzlich willkommen bei Japan Air. Ich bitte im Namen der Fluggesellschaft um Entschuldigung. Der kleine Zwischenfall mit der europäischen Dame.“ Dabei nickte sie hinüber zu ihrer Kollegin. „Die neuen Sicherheitsvorschriften verzögern im Moment noch das Einchecken. Vor allem die europäischen Gäste tun sich noch etwas schwer mit den neuen Regeln.“ Der Drucker neben ihr spuckte zwei Blätter aus. „Sie fliegen mit ihrer Frau nach Tokio. Ihre Plätze sind auf den Mittelgang reserviert worden. Hier sind ihre Bordkarten. Bitte begeben sie sich durch die Sicherheitskontrollen zu Gate B46. Ich wünsche ihnen einen angenehmen Flug.“ Takashi nahm die Pässe und Bordkarten entgegen und verabschiedete sich. Das Kofferband setze sich in Bewegung und sein Koffer wurde auf das große Band dahinter befördert. Erleichtert um das sperrige Gepäckstück, ging er mit seiner Frau weiter Richtung Passkontrolle.

Der lange abgetrennte Flur der Eingangshalle endete an einer großen Glastür. Dahinter waren mehrere Schalter der Sicherheitskontrolle. Takashi steuerte einen Schalter mit etwas weniger wartenden Passagieren an. An mehreren Sicherheitsschleusen standen Polizeibeamte und kontrollierten das Handgepäck der Passagiere. Die Fluggäste mussten sich in große Durchgangsschleusen zum Durchleuchten stellen. Ein Beamter daneben, schaute auf einen großen Monitor. Dort erschien nach eine kurzen Piepton das Bild der Person in der Schleuse. Die abgebildete Person war dreidimensional und halbdurchsichtig. Deutlich sah man den nackten Körper. Einzelne Objekte traten deutlich hervor. Man sah Uhren, Gürtel und auch kleine Gegenstände in den Taschen. Das Bild konnte bewegt und gedreht werden. So sah der Beamte mit schnellem Blick ungewöhnliche oder versteckte Objekte. Takashi stellte sich in die Schleuse. Es piepte laut und der Beamte winkte ihn weiter. Eine Polizistin schob seine Frau zur Schleuse. Nach einem Augenblick fiepte es wieder und der Scan seiner Frau baute sich auf dem Bildschirm langsam auf. Takashi konnte von der Seite recht gut sehen, was der Beamte sah. Überkleid und Catsuit waren nur zu erahnen. Die Schnallen der hohen Stiefel und die Ösen des Korsetts traten deutlich hervor. Auch die Korsettstäbe an Taille und Hals waren gut zu sehen. Genauso wie die Verstärkungsbänder des Fesselsackes auf ihrem Rücken. In Noris Schritt sah man plastisch die stramm aufgepumpten Dildos. Sie wurden von der gummiummantelten Metallschiene um ihre Taille am Platz gehalten. Auch die engen Ringe um ihre Brüste waren zu sehen. Wie Melonen wurden sie nach vorn gezwungen. Ihr Gesicht wirkte fremdartig. Man konnte schemenhaft den Schädel und die Zähne sehen. Viel deutlicher war der aufgeblasene Knebel in ihrem Mund zu sehen. Er füllte ihren Mundinnenraum komplett aus.

Takashi wurde von einem Tumult aus der Nachbarschleuse von seiner Betrachtung abgelenkt. Es wurden laut japanische Befehle gerufen. Was passiert war, konnte man durch die hohen Seitenwände der Schleusen nicht sehen. Soweit Takashi das Gerufene verstand, war ein Frau mit nicht korrekt angepasster Gummihose erwischt worden. Zwei Polizistinnen in schweren Gummiuniformen liefen den Gang entlang. Ihre Knüppel am Koppel schlugen gegen die Oberschenkel. Takashi schmunzelte über die willkommene Ablenkung. Bei fast jedem seiner Flüge gab es ein, zwei europäische Frauen, die dachten, die Sicherheitskontrollen passieren zu können. Er verstand nicht, wieso sie solche Probleme mit diesen Hosen hatten. Seine Frau Nori achtete immer selbst darauf, dass alles ordnungsgemäß saß. Takashi hatte sich heute den Spaß gegönnt, ihre Begleiter auf die für ihn richtige Größe zu bringen. Er mochte es, wenn sie sich wand und protestierte. Er konnte es sich nicht nehmen, nachdem er ihr Korsett geschnürt hatte, noch einmal Hand an beide Ventile zu legen. Er war sich sicher, dass die Beamten nichts zu beanstanden hatten. Die Polizistin, die seine Frau durch die Sicherheit gebracht hatte, stand nun neben ihm. „Alles in Ordnung bei Ihnen und ihrer Frau.“ Sie drückte die Führungsleine in Takashis Hand und schob ihn ein Stück zur Seite. Zwei Beamtinnen hatte eine Frau in ihrer Mitte. Mit festem Griff zogen sie sie den Gang entlang. Immer wieder verloren die schwarzen Pumps den Kontakt zum Boden. Sie trug ein dunkelgraues Jackett. Es war die Frau mit dem Ausweis in der Brusttasche. Mit den japanischen Beamten war nicht zu spaßen. Takashi schaute der Frau hinterher, bis sie in einen anderen Raum geschleift wurde.

Eine weitere Glastür öffnete sich vor Takashi und sie waren im Abflugbereich. Schnell fand er das Abfluggate. Es war noch reichlich Zeit bis zum Boarding. Mit seiner Frau bummelte er langsam die Duty-Free-Shops entlang. Seine stumme und blinde Nori spiegelte sich in den Schaufensterscheiben. Der Anblick gefiel Takashi immer wieder. Er im schwarzen Nadelstreifen-Anzug, seine Frau eine glänzende gesichtslose Gummipuppe.

Ein großes Restaurant ganz in der Nähe des Startterminals lud zum Sitzen sein. Man hatte an der Fensterseite einen guten Blick über das Vorfeld und die Landebahn. Die Tische waren alle gut besucht. Am Eingang fand Takashi den letzten freien Tisch. Er schob Nori auf den Stuhl neben sich. Dem erleichterten Stöhnen war zu entnehmen, dass sie froh war nicht mehr weiter in ihren extrem hohen Gummistiefeln laufen zu müssen. Er öffnete den Reißverschluss der gepolsterten Übermaske und zog den schweren Helm nach vorn auf Noris Brust. Darunter kam die schwarz glänzende geschlossene Maske des Catsuits zum Vorschein. Am Restauranteingang bemerkte er die abgeführte Frau aus der Passkontrolle. Zwischen ihren Beinen baumelten nun gut sichtbar zwei große Pumpbälle. Unschlüssig stand sie im Eingang und schaute sich um. Sie war im Begriff sich umzudrehen und das Restaurant wieder zu verlassen. Takashi wusste nicht recht wieso, er hob seine Hand und wies auf den freien Stuhl neben sich. In den Augen der Frau blitzte das Wiedererkennen auf. In nicht gerade eleganter Manier ließ sie sich auf den dargebotenen Stuhl fallen. Sie stöhnte in ihren Knebel. Takashi konnte sein Lächeln nicht unterdrücken. Sicher hatten die Sicherheitsbeamten nun ordentliche Arbeit bei ihr geleistet und sie gut gestopft.

Der Oberkellner kam vorbei und reichte den beiden Damen zwei Handtücher. Mit einem kurzen Druck auf die Entriegelungsfernbedienung an seinem Gürtel löste sich mit lautem Klick die Verschlüsse an den Masken der Frauen. Auch die Armfesseln der Europäerin hatten sich gelöst. Genauso wie Noris Verschlüsse am Monohandschuh ihres Kleides. Takashi bestellte drei Kaffee beim Kellner. Beide Frauen schienen sichtlich erleichtert, ihre Arme wieder bewegen zu können. Takashi öffnete Noris Maske und streifte sie ihr vorsichtig vom Kopf. Mit einem geübten Druck auf ihr Mundventil entwich die Luft des Aufblasknebels. Die immer noch beachtliche Gummiblase rutschte nass aus ihrem Mund. Speichelfäden hingen daran. Das gerötete verschwitzte Gesicht seiner Frau kam zum Vorschein. Sie griff sich das Handtuch und trocknete sich ihr Gesicht. Das kurze schwarze Haar klebte in kleinen nassen Strähnen auf Stirn und Nacken. Sie blinzelte in das helle Licht und orientierte sich kurz. „Darf ich vorstellen“ dabei zeigte Takashi auf die Frau neben sie. „Frau Müller, ich habe ihr beim Einchecken geholfen und sie an unseren Tisch gebeten.“ Die Europäerin hatte ihre durchsichtige Gummimaske abgestreift und zusammen mit dem Beißknebel warf sie sie vor sich auf den Tisch. Auch sie griff dankbar das Handtuch. „Nochmals vielen Dank“ begann sie „ich hatte schon Angst den Flug nicht mehr zu bekommen, nachdem mich diese blöde Schaltertussi wegschicken wollte. Woher soll ich denn wissen, dass der Ausweis vor die Brust muss. Jedenfalls nochmals vielen Dank.“

Eine Kellnerin in einer aufblasbaren schwarzen Zwangsjacke um ihren Oberkörper, brachte den bestellten Kaffee. Er stand auf einem Tablett, das man ihr um die Taille geschnallt hatte. Das Tablett drückte gegen die stramm aufgepumpte Zwangsjacke, die ihren Oberköper zu einer schwarzen Kugel geformt hatte. Ihren kurzen ausgestellten Gummirock zierte eine kleine weiße Gummischürze. Die oberschenkellangen Gummistrümpfe waren mit weißen Rüschen abgesetzt. Ein weißes Kellnerin-Häubchen steckte in ihren blonden hochgesteckten Haaren. Ihr Gesicht glänzte gerötet vor Anstrengung. Takashi nahm den bestellten Kaffee und zog seine Kreditkarte über das Zahlgerät auf dem Tablett. „Sie wirken, als wäre es ihr erster Flug“ sprach Takashi die Europäerin an. Die Frau nippte an ihrem Kaffee. „Ja stimmt, ich bin schon etwas aufgeregt, ist alles neu für mich. Ich komme aus Thüringen, ein kleines Städtchen und sie, wo kommen sie her?“ Nori setzte ihre Tasse ab. „Wir kommen beide aus Tokio. Ich begleite meinen Mann auf einer kurzen Geschäftsreise. Und sie, was treibt sie nach Tokio?“ „Ich habe ein 3-wöchiges Praktikum bei meiner Firma. Sie hat ihren Hauptsitz in Tokio. Ist eine Eventagentur. Naja und ist wie gesagt mein erster Flug.“ Unruhig versuchte sie sich etwas anders hinzusetzen. Die beiden Pumpbälle an langen Schläuchen schlugen wieder gegen ihre Schenkel. „Ist schon alles sehr ungewohnt für mich.“ Dabei schaute sie an sich herunter auf ihren Schoß. Im Lautsprecher ertönte eine Ansage. „Der Wartebereich des Boardinggate B46 ist jetzt geöffnet. Es werden alle Passgiere des Fluges JAL407 nach Tokio gebeten, sich dort einzufinden. Das Boarding beginnt in einer halben Stunde. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.“ „Das ist unser Flug“ sagte Takashi und stand auf. „Warte Nori, ich helfe dir beim Überziehen der Masken.“ Nori bemerkte den Blick der Europäerin, als sie den großen Knebel gerade in ihren Mund stecken wollte. „Was macht man nicht alles aus Liebe, stimmt es Schatz?“ Dabei schaute sie zu ihrem Mann hoch. Takashi blickte lange in ihre dunklen strahlenden Augen, bevor er die geschlossene Gummimaske seiner Nori wieder überstreifte. Zwei kräftige Pumpstöße aus dem kleinen Blasebalg in seiner Hand und Noris Wangen waren durch die dicke Gummimaske zu sehen. Takashi war zufrieden. Die zweite dicke Übermaske versiegelte sie wieder vollständig in ihrer Gummiwelt. Auch die Europäerin hatte ihre transparente Gummimaske aufgesetzt. Sie half Takashi beim Schließen der Reißverschlüsse von Noris Armsack auf dem Rücken. Als sie zu dritt aus dem Restaurant gingen, hörte man das vertraute Zuschnappen der Sicherheitsschlösser.

 

Kapitel 3: Akiko Nakamura

Akiko Nakamura schaute in den Spiegel. Sie war Krankenschwester bei der japanischen Fluggesellschaft. Ihr Flug zurück nach Tokio ging in ein paar Stunden. Sie hatte gehofft einen ruhigen Rückflug zu erwischen. Und nun stand da hinter ihr diese blonde Frau. Was hatte sich die Schwedin dabei gedachte, nach Japan in Baumwollsachen fliegen zu wollen. Die Sicherheitsvorschriften waren doch klar und eindeutig. Akiko rückte ihr Schwesternhäubchen aus glänzend weißem Gummi gerade und fixierte es mit einer weiteren Haarspange. Ihr rundes Gesicht sah noch immer mädchenhaft aus, obwohl sie auf die 40 zuging. Feine schwarze Wimpern und Augenbrauen umrandeten ihre rundlich dunklen Augen. Man konnte ihr Alter schwer schätzen. Nur wer genau hinsah, konnte die kleinen Fältchen um ihre Augen entdecken. Die dunklen Augenringe und ihre geröteten Pupillen kamen nicht vom Alter. Die hatte sie erst in letzte Zeit. Sie hatte auch diese Nacht wieder schlecht geschlafen und es lag nicht an der Zeitumstellung vom gestrigen Flug von Tokio hierher nach Frankfurt. Es lag an ihrem Mann. Oder besser nicht mehr Mann. Zum wiederholten Male tauchte diese verdammte Szene in ihren Kopf auf. Es geschah an einem regnerischen Morgen. Sie frühstückten zusammen in ihrem kleinen Appartement in Tokio. Sie wollte zur Arbeit. Ihr Schuft von einem Mann stellte seine leere Misosuppe in die Küchenspüle und sagte ihr, es wäre aus mit ihnen. Da stand er, in seinem schlabbrigen Gummitrainingsanzug. Die Küchenwände kamen auf Akiko zu. Ja, sie hatten wieder gestritten. Akiko ahnte es schon seit längerem. Doch ausgesprochen, war es wie ein Stich in ihr Herz. Diese kleine Schlampe von schräg unten. Sie war jünger als Akiko. Na und, was hatte das zu bedeuten. Und immer ihre Klamotten mit dem durchsichtigen Gummi. Als wenn das alles für eine Beziehung wäre. Die Schwedin hinter hier hustete leise. Mit einem festen Ruck schloss sie den Knoten ihrer weißen Gummischürze.

Akiko betrachtete die schwedische Frau im Spiegel. Sie hatte sich mittlerweile entkleidet und die Stoffjeans und das viel zu knappe Baumwoll-T-Shirts lagen auf dem Stuhl neben ihr. Sie versuchte ihre Blöße zu bedecken und schien sich sichtlich unwohl zu fühlen. Ihre Augen wanderten im Raum fahrig hin und her. Ab und zu schaute sie hinter sich, Richtung Tür. Die Glastür hatte keine Klinke und ließ sich nur elektronisch öffnen. Hinter der langen Glaswand liefen die Flugpassagiere zu ihren Abfluggates. Immer mal wieder blieb einer stehen und schaute durch die Scheiben des medizinischen Dienstes auf die nackte Frau im Raum. Akikos schmale Lippen verzogen sich ein wenig. Die Fluggesellschaft hatte eben nichts zu verbergen. Der Raum selbst war komplett weiß gefliest und auf der gegenüberliegenden Seite standen große Medizinschränke und Regale. Der Raum war vom typischen Gummigeruch erfüllt. Akiko ließ sich Zeit. Sollte sich die Schwedin noch einen Moment umschauen. In nächster Zeit gab es für sie eher wenig zu sehen. Diese jungen Dinger, was wussten sie schon. Genauso jung wie die neue Schlampe ihres Mannes. Oder besser Ex-Mannes.

Akiko prüfte noch einmal den Sitz ihrer Uniform. Der weiße hochgeschlossene Gummikittel spannte ein wenig über ihren Hüften. Dafür saßen die langen Gummistrümpfe gut und komprimierten ein wenig ihre dicken Beine. Der Absatz der weißen Gesundheitsschuhe klackte laut, als sie sich zu ihrer Patientin umdrehte. „Frau Lindström, nicht wahr. Die Sicherheit sagte ihnen ja schon warum man sie hierhergebracht hat. Sie kennen ja sicher unsere Flugregeln. Da sie selbst keine Gummikleidung haben, stellt natürlich die Fluggesellschaft die nötigen Sachen. Da wollen wir mal schauen, ob wir etwas Passendes für sie finden.“ Die Krankenschwester öffnete einen der medizinischen Schränke. Schwerer Gummigeruch schlug ihr entgegen. Sie zog ein hautfarbenes Packet heraus. Der dicke Anzug lag schwer in ihren Armen. „Der aufblasbare Ganzanzug hier, müsste Ihnen passen.“ Die Schwedin hinter ihr wurde nervös. „Ist das denn wirklich notwendig Schwester.“ „Tut mir leid Frau Lindström.“ Akiko hob den schweren hautfarbenen Gummianzug hoch. Klatschend entfaltete sich der schwere zweilagige Anzug mit Füßlingen und dicken Handschuhen. Um die Handgelenke liefen grobe Reißverschlüsse an denen halboffene kleine Fäustlinge baumelten. Mit einem kurzen Reißverschluss konnten die Hände in den aufblasbaren Fäustlingen gesicherte werden. Der Anzug was aus hautfarbenem dickem Gummi, was bei jeder Bewegung laut raschelte. „Ist doch nur für die Zeit des Fluges. Uns geht es hier um ihre Sicherheit Frau Lindström.“ Die Mundwinkel der Schwester wurden ein kleines Stück breiter. „Da ist zum einen der erhöhte Körperschutz, wenn er einmal aufgeblasen ist. Und zum anderen, mit der Haube hier. Schauen sie mal.“ Dabei drückte sie der Schwedin den Anzug in die Hände und griff aus dem Schrank eine lockere Gummihülle aus dem gleichen hautfarbenen Gummi wie der Anzug. Sie fuhr mit der Hand in die doppelwandige Kopfhaube und zeigte sie der Schwedin. „Diese geschlossene Ballonmaske hier, schützt ihren Kopf ganz wunderbar. Gerade sie als junge Frau mit ihrem hübschen Gesicht sollten da ja auf besonderen Schutz achten. Und unsere Sicherheitskleidung hat ja auch einen weiteren Aspekt. Wir Frauen üben ja doch gewisse Reize auf Männer aus.“ Dabei lief sie langsam um die Schwedin und musterte ihren fraulichen Körper mit den festen Brüsten. Als sie wieder vor ihr stand fuhr sie fort. „Wenn der Aufblasanzug und die Ballonmaske einmal aufgepumpt sind, sieht kein Mann mehr welche Person sich darin befindet. Ob schlank ob dick, oder so ein hübsches Gesicht mit blonden Haaren, wie sie.“ Dabei strich die weiße Gummihand der Schwester zärtlich durch die Haare der Schwedin. „Die Gefahr für sexuelle Übergriffe ist damit praktisch auf null reduziert. Gerade nach dem Vorfall unserer Fluglinie vor einigen Wochen ist unsere Gesellschaft bestrebt, dass so etwas nie wieder vorkommt. Und natürlich begleite ich sie auch auf dem Flug nach Tokio. Also hineingeschlüpft in das gute Stück. Warten sie, ich helfe ihnen beim Anziehen. Der dicke Anzug kann manchmal wirklich störrisch sein.“

Ängstlich stecke die Schwedin ihren Fuß in die engen Gummiröhren. „Die Arme bis ganz nach vorn in die Handschuhe, genau.“ Schwester Akiko zog den langen Reißverschluss, der durch den Schritt der Frau lief, nach oben. Langsam spannte sich der Gummi fest um ihren Körper. Um die Brust war er etwas eng geschnitten. Doch mit etwas Anstrengung und zerren schloss der Anzug zum Schluss eng am Hals. Die Schwedin schaute etwas unglücklich an sich herab und betastete mit den dicken Handschuhen ihre Brüste. Die etwas zu kleinen Brustschalen des Anzuges drückten ihren großen Busen flach an den Körper. Bei jeder Bewegung quietschte und raschelten die Gummilagen auf ihrem Körper.

Die Schwester stellte hochhackige Gummistiefel neben sie. Als der seitliche Reißverschluss geschlossen war, umschloss der wadenhohe Stiefel fest das Bein der unglücklichen Patientin. „Hände bitte vorstrecken“ kommandierte Schwester Nakamura in gewohnten Befehlston, der keinen Widerspruch duldete. Mit geübtem Griff verstaute sie die gummierten Hände der Frau in den Fäustlingen und schloss den kurzen Reißverschluss. Mit skeptischem Blick schaute die Schwedin auf ihre Hände. Mit zufriedenem Gesichtsausdruck registrierte Schwester Nakamura, wie die Schwedin langsam ihrer Lage bewusst wurde. Es war ein wenig Entschädigung für ihren eigenen Schmerz. Diese Frau würde in nächster Zeit keinen Mann verführen. Zumindest so lange, wie sie unter ihrer Aufsicht stand.

Akiko wurde aus ihren Gedanken gerissen. Die Tür zur Praxis flog schwungvoll auf. Zwei Polizistinnen brachten eine weitere Europäerin. Die neue Frau hatte denselben, leicht verstörten Gesichtsausdruck wie die Schwedin vor ihr. Festgehalten zwischen den beiden Beamtinnen, wirkte sie in ihrem grauen Business-Kostümchen etwas durcheinander. Ihr Arme waren von den vorgeschriebenen Sicherheitsmanschetten auf dem Rücken fixiert. Die Haare wirkten unter der transparenten Gummimaske etwas unordentlich und feucht. Aus dem angeknöpften Beißknebel tropfte ein Speichelfaden auf ihre weiße Gummibluse. Ihr Blazer war halb geöffnet und sie sah insgesamt etwas durchgeschüttelt aus. „Da auf den Stuhl, ich kümmere mich gleich um sie.“ Die beiden Beamtinnen drückten sie roh auf den Stuhl bei der Tür. „Ist mal wieder ein 15, 13 Schwester Nakamura.“ Mit kurzem Gruß verließen sie die Praxis und Akiko war mit ihren Schützlingen allein. „Ich bin Schwester Nakamura.“ Sie griff den Ausweis von der Brust der gefesselten Frau. „Frau Müller. Ich komme gleich zu ihnen. Lassen sich mich nur schnell hier unsere Frau Lindström fertig einkleiden.“ Damit wand sie sich wieder zu der Schwedin. Ihre Stimmung hatte sich etwas gebessert. Sie mochte Publikum. Ein 15, 13, oder in Flughafensprache, der Verstoß von nicht korrekt angepassten Aufblasdildos bei einer Frau, bedeutete die Passagierin zierte sich mit diesen Dingen. So wie sie dasaß und auf die Schwedin schaute, wirkte sie recht unsicher und ängstlich. Akiko mochte diese Art Patienten.

„Na dann Frau Lindström, wollen wir sie mal für den Flug fertigmachen. Bitte schön den Mund weit aufmachen.“ Schwester Nakamura hatte die schwere Ballonmaske vom Tisch genommen und sie nach außen gestülpt. Die lockere, geschlossene Haube hatte innen einen großen Aufblasknebel aus mehreren Kammern. Nur mit Schwierigkeit passte er zwischen Zähne und Wangen. „Genau Frau Lindström, richtig tief reinstecken.“ Nach gemeinsamem Drücken war der Knebel endlich an seinem Platz und beulte schon jetzt die Wangen der Schwedin nach außen. Schwester Nakamura zögerte den Moment hinaus, zufrieden registrierte sie den verzweifelten Blick ihrer Patientin. Mit festem Ruck zog sie die Ballonhülle über den Kopf der Frau. Während sie den Reißverschluss am Hals der Maske mit dem Anzug verband, beobachtete sie zufrieden, wie die geweiteten Augen der neuen Frau an der Einkleidungsprozedur klebten. Laut ratschend zog die Schwester den Reißverschluss um den Hals und verband Maske und Anzug luftdicht. Dann verschloss sie den kurzen Reißverschluss am Hinterkopf. Locker lag die lose Gummihülle um den Kopf und verwandelte die Frau in ein gesichtsloses Wesen. Geräuschvoll strömte ihre Atemluft durch das Rohr der Ballonmaske. „Alles in Ordnung Frau Lindström. Sie bekommen Luft?“ „Mmmm“ bestätigte die Schwedin mit einem Kopfnicken. „Ich werde jetzt ihren Anzug etwas aufpumpen, da haben sie schon mal Zeit sich daran zu gewöhnen.“ Damit griff Schwester Nakamura einen kleinen Kompressor vom Regal und schloss ihn an das Ventil des Anzugs auf der Schulter. Leise begann das Gerät seine Arbeit.

Schon nach kurzer Zeit war aus der schlanken Frauengestalt eine unförmig aufgeblasene Figur geworden. Aus den engen Stiefeln quoll der pralle Gummi. „Das sollte erst mal genügen. Die Fäustlinge pumpen wir auf und jetzt noch ihren Kopf. Nicht erschrecken, zuerst befüllen wir ihren Mundschutz.“ Die Schwester verband den kurzen Schlauch mit dem Ventil am Atemrohr. Ein kurzer Druck auf das Gerät ließ die Schwedin erschrocken zurücktaumeln. Protestierende Grunzlaute drangen aus dem Inneren. Die zu kleinen Kugeln geworden Hände, fuhren fahrig über ihren gummierten Kopf. Sie versuchte die Kopfmaske abzustreifen. Ihre grotesk aufgeblähten Wangen traten deutlich hervor. „Na, Na Frau Lindström. Beruhigen sie sich, da gewöhnen, sie sich dran, ist doch alles zu ihrem Besten. Sind doch fast fertig. Ihre Ballonmaske noch aufgepumpt und schon haben wir es.“ Damit schloss die Schwester den Kompressorschlauch an das Ventil am Hals an. In wenigen Augenblicken war die menschliche Schädelform zu einer großen glänzenden Kugel angeschwollen. Noch immer kamen Protestlaute aus dem Inneren des prallen Gummiwesens. „Wir machen gleich weiter mit ihnen Frau Lindström. Ich setze sie hier für einen Moment auf die Liege. Schön vorsichtig, keine Bange ich werde jetzt ihre Augen sein, vertrauen sie mir. Genau und schon sind wir da. Der Anzug ist erstmal ungewohnt, aber das wird.“ Laut quietschend setzte sich das Ballonwesen auf die Liege und drückte die Luft zwischen den Gummilagen nach vorn. Beine und Oberkörper schienen nochmal an Größe zugenommen zu haben. Ungläubig betasten die kleinen Ballonhände den unförmig aufgeblasenen Kopf.

„So Frau Müller nun zu Ihnen.“ Die Augen der Europäerin lösten sich von dem menschenähnlichen glänzenden Ding auf der Liege und schauten Schwester Nakamura ängstlich an. Akiko genoss den Augenblick und strich ihre Gummischürze glatt. „Bitte hier in die Mitte des Raumes stellen.“ Sie half der Frau hoch und stellte sie vor sich hin. Mit einem kurzen Tastendruck auf das Sicherungsgerät in ihrer Schürze lösten sich die Verriegelung der Schenkelbänder. Die Frau zuckte leicht zusammen, als ihr grauer Gummirock nach oben geschoben wurde. „Sie wissen, warum sie hier sind Frau Müller?“ Sie nickte zustimmend. „Ich werde ihnen jetzt ein anderes Modell geben. Da haben sie keine Probleme mehr mit den Ventilen an der Hose.“ Die Augen der Europäerin weiteten sich überrascht. „Aber Frau Müller, sie sind hier nicht die Einzige, die mit dieser Ausrede durch unsere Kontrollen schlüpfen will. Keine Bange, sie sind nicht allein.“ Die Stimme der Schwester war wieder deutlich dunkler geworden. Mit einem kräftigen Ruck zog sie Gummihose der Frau nach unten. Schamhaft schaute sie hinter sich. Eine größere Gruppe von Passagieren lief gerade vorbei. Einer klopfte lachend gegen die Scheibe. Akikos schlechte Laune besserte sich etwas. Der Anblick der halbnackten Frau, mit ihrer Blöße und der Dildohose zwischen den Knien, war etwas Linderung gegen ihre Frustration.

Prüfend tasteten Akikos Finger in die Scheide und Anus der Frau. Ihre Schenkel zitterten leicht und sie versuchte sich zurückzuziehen. „Keine Angst Frau Müller, ich versuche nur die passende Größe für sie zu finden.“ Durch die Scheiben hinter hier, sah man weitere vorbeilaufende Passagiere. Hin und wieder blieb jemand kurz stehen. Akiko kostete den Moment noch einen Augenblick länger aus, ehe sie zum Regal ging und eine passende Unterhose für ihren zweiten Schützling aussuchte. Sie griff eine dicke Gummimiederhose mit zwei stattlichen eingeklebten Kunstgliedern. Genüsslich baute sie sich vor der Europäerin auf und drückte ein großen Klecks Gleitcreme darauf. An langen Schläuchen hingen zwei große schwarze Pumpbälle, die fest mit der Hose verklebt waren. „Wir sind ja keine Unmenschen, Frau Müller, nicht wahr. Denke die sollten schon ohne aufblasen passen.“ Ungläubig starrte die Frau auf die hingehaltene Dildohose in Schwester Nakamuras Hand. Sie zitterte stärker als die stabilen Zapfen gegen ihren Körper stießen. Das Bild der Frau wandelte sich in Akikos Augen zu ihrer Nachbarin in Tokio. Die Frau die ihren Mann verhext hatte. Mit kräftigem Ruck zog sie die stramme Hose an ihren Platz und drückte die beiden Spieße tief hinein. Die Frau stöhnte leise in ihren Beißknebel. Der dicke Gummi schloss sich fest um ihre Hüften und hielt die Einbauten an ihren vorgesehenen Platz. Sollten die beiden Turteltäubchen doch glücklich werden in Tokio. Akiko drückte mehrmals die beiden baumelnden Pumpbälle zwischen den Beinen der Frau zusammen. Ihr Schlappschwanz von Mann konnte sie nicht so ausfüllen, wie die Frau vor ihr. Die Europäerin seufzte leise. Ihr Bauch trat leicht hervor. Dann verriegelte sie die Schenkelbänder wieder über den Knien und zog geistesabwesend den Rock der Frau notdürftig nach unten. Sie schob die wankende Frau aus ihrer Praxis hinaus zu den vorbeihastenden Passagieren des Flughafens. „So Frau Lindström, dann wollen wir mal langsam zum Flugzeug gehen.“ In der Stimme der Schwester schwang wieder ein leicht frustrierter Unterton.

 

Kapitel 4: Keiko Kobayashi

Keiko Kobayashi stand am Eingang zum Boarding-Gate. Als Stewardess war es ihre Aufgabe, die Flugtickets zu prüfen und die Gäste geordnet in das Flugzeug zu lassen. Die Wartehalle war gut gefüllt. Es würde nicht mehr lang dauern und das Boarding für den Flug nach Tokio würde beginnen. Neben ihr stand die Anwärterin Suki. Sie hatte die Stewardessausbildung mit Bravour absolviert und war jetzt in ihrem praktischen Jahr auf der Linie Frankfurt, Tokio eingesetzt. Ihre maßgeschneiderte jadegrüne Stewardessuniform zeichnete ihren mädchenhaft wirkenden Körper perfekt nach. Die Gummiuniform glänzte frisch poliert. Der Minirock verlängerte ihre Beine. Das ebenso jadegrüne Haarband hielt ihre schwarzen Haare zusammen. „Komm her Suki“ zischte sie Richtung der Schülerin, während ihr leichtes Lächeln den Ärger über die Schülerin verbarg. Suki kam angerannt. Sie stellte sich wie eine Soldatin mit Händen an der Rocknaht und gesenkten Kopf vor Keiko auf. „Was habe ich dir zu den aufblasbaren Brüsten unter deiner Bluse gesagt. Na was?“ Suki zuckte leicht zusammen. In ihrer hellen Stimme antworte sie „Prall aufpumpen Frau Kobayashi San, prall aufpumpen, sagten sie“. „Und“ dabei schlug Keiko gegen die kleinen Ballonbrüste. „Ist das prall, ich habe es doch schon tausendmal gesagt. Bis du deine Füße nicht mehr siehst, ist das denn so schwer.“ Suki verbeugte sich mehrfach tief. „Ich werde es mir merken. Es wird nicht wieder vorkommen. Ich werde es gleich korrigieren.“ Keiko schaute der Schülerin, die Richtung Toilette lief, hinterher. Missbilligend schüttelte sie den Kopf. Doch so richtig lange konnte sie der Kleinen nicht böse sein. Im Grunde war sie genauso gewesen. Irgendwann würde der Knoten schon platzen.

Am Computer leuchtete die Freigabe zum Boarding. Auf ihr Zeichen hin, stellten sich zwei Stewardessen an den Eingang zum Flugzeug. Eine kurze Treppe führte zur Gangway. Dahinter konnte man das große Flugzeug mit dem Zeichen der japanischen Airline sehen. Die Stewardessen standen bereit. Wenigstens die beiden waren korrekt gekleidet. Die jadegrünen runden Hüte saßen perfekt auf ihren hochgesteckten Frisuren. Der Knoten des Gummihalstuches war zufriedenstellend gebunden. Ihre großen, prallen Brüste bildeten zu ihren zierlichen Körpern einen starken Kontrast. Wie übergroße Gummibälle reflektierten sie das Licht und strapazierten die Knöpfe der kurzen Schößchenjacke auf das äußerte.

Keiko griff sich das Mikrofon, räusperte sich kurz und begann. „Das ist der Aufruf zum Boarding für den Flug JAL 407 nach Tokio. Wir bitten die Passagiere nach der aufgerufenen Reihenfolge der Sitzplätze den Flieger zu betreten. Wir beginnen mit allen hilfsbedürftigen und gehbehinderten Passagieren.“ In die Wartehalle kam Bewegung. Langsam schoben sich die Menschen Richtung Boardinggate. Ein paar ältere Leute strebten dem Eingang zu und liefen über die lange Gangway zum Flugzeug. Darunter war auch ein Paar mittleren Alters, er in Gummijeans und Hemd, sie in einem roten Catsuit. Der Mann reichte Keiko ihre Boardkarten. Die Füße der Frau steckten in bis zu den Oberschenkeln geschnürte Ballettstiefel und zwangen sie, auf Zehenspitzen zu gehen. Nur mit Hilfe des Mannes kam sie voran. Bei jedem Schritt schlug der Pumpball an der roten Gummimaske gegen ihre Brüste. Eine Stewardess am Boarding-Gate holte einen der bereitgestellten Rollatoren. Hinter den leicht beschlagenen Gläsern der Augenöffnungen, sah man große dunkle Augen. Obwohl der fest aufgepumpte Knebel der dicken Gummimaske das Gesicht verzerrte, konnte man ihre südländische Schönheit sehen. Dankbar stützte sich die Frau auf die Gehhilfe.

Keiko wandte sich wieder den wartenden Passagieren zu. Zwischen den Menschen bildete sich eine Lücke und eine Krankenschwester, die einen Rollstuhl schob, tauchte zwischen ihnen auf. Das Gespann fiel auf. Ein paar Passagiere reckten die Hälse, um besser sehen zu können. Schwester Akiko Nakamura begleitete den Flug. Keikos einstudiertes Lächeln verlor etwas an Form. Seit Nakamuras Mann sie verlassen hatte, war ihre Laune auf dem Tiefpunkt. Eine Besserung schien nicht in Sicht. Der lange Flug nach Tokio wurde mit Aussicht dieser medizinischen Begleitung nun ein Stück gefühlt länger werden. Die sowieso schon schlechte Laune der Schwester, schien sich bei jungen Frauen noch zu verstärken. Neben Keiko stand wieder ihre Schülerin Suki. Ihre Brüste waren jetzt deutlich grösser und spannten unter ihrer engen Gummibluse. Ihr Gesicht war gerötet vom Rennen. Mit kühlem Nicken grüßte die Schwester Keiko. Keiko war sich nicht sicher, ob sie sie auch grüßen würde, wenn sie nicht Chef-Stewardess auf dem Flug nach Tokio war. Suki streifte sie mit verengten Augen und zog das weite hellblaue Gummicape enger um ihren kompakten Körper. Wer in ihrem Rollstuhl saß, konnte Keiko nicht so recht erkennen. Die Person steckte in einem aufgeblasenen Ballonanzug aus dickem hautfarben Gummi. Die hochhackigen Gummistiefel bis zur Wade, ließen eine schlanke Frau darunter vermuten. Die Beine waren mit einem Reißverschluss von der Wade bis hinauf zum Schritt verbunden. Auch die dicken Arme waren innen mit Reißverschlüssen am Anzug fixiert. Ihr Kopf steckte in einer prall aufgepumpten Ballonmaske. Die glänzende Gummikugel war komplett geschlossen. Schwarze breite Gurte fixierten die Frau, wie eine Mumie im Stuhl und schnitten tief in den aufgepumpten Gummi. Keiko konnte ahnen, mit welchem Druck sie zwischen den Gummischichten im Inneren zusammengepresst wurde. Das einzige, was sich an ihr bewegte, war der geriffelte Atemschlauch an der Ballonmaske. Er lief über die gewölbte Gummibrust zwischen ihren dicken Beinen unter den Sitz des Rollstuhles. „Hallo Schwester Nakamura San. Einen kleinen Moment bitte. Als Chef-Stewardess möchte ich kurz schauen, ob alles in Ordnung ist.“ „Natürlich“ kam die kurze Antwort unter dem weißen Gummimundschutz der Schwester hervor. Ihr Gummicape teilte sich und eine weiß behandschuhte Gummihand schob Keiko zwei Boardingkarten entgegen. „Hier, unsere Flugtickets Kobamashi San.“ Keiko registrierte ihren falsch ausgesprochen Namen und hielt ihr eingefrorenes Lächeln aufrecht. Sie trat hinter den Tresen hervor und lief einmal um das Gefährt und die Schwester herum. Der Atemschlauch der Frau lief unter dem Sitz in ein Beatmungsgerät. Man konnte ihr schweres Atmen hören. Krampfhaft saugte sie Luft in ihren Brustkorb. Die äußere Gummihülle des Anzuges vibrierte leicht. Mit jedem Atemzug blubberten zwei Glaszylinder gut hörbar unter ihrem Sitz. Die Atemluft lief durch eine Flüssigkeit und schäumte sie immer wieder auf. Keiko blickte vielsagend zu Schwester Nakamura. Ihre Miene zeigte keine Regung. Was für Flüssigkeit in den Zylindern war, wollte Keiko lieber nicht wissen. Mit Schwester Nakamura war nicht zu Spaßen. Keiko hatte in ihrer Laufbahn zur Chefstewardess gelernt, sich nicht mit dem medizinischen Dienst anzulegen. Ihre sporadischen Gesundheitschecks des Flughafenpersonals waren gefürchtet. Wenn auch nur die Hälfte der Klatsch- und Tratsch Geschichten stimmte, war es besser Ärger aus dem Weg zu gehen.

Keiko klopfte zaghaft auf den strammen Gummi der Ballonmaske. „Alles In Ordnung, Frau“ ein kurzer Blick auf die Tickets genügte, „Frau Lindström, geht es ihnen gut.“ Die Schwester neben ihr verdrehte die Augen. Der Ballonkopf wippte mehrmals nach vorn. „Mmmmm ulllesss guuuttt“ kam undeutlich aus dem Innern. Ein Schwall Blasen unter dem Sitz schäumten wieder in den Zylindern. „Na dann guten Flug Schwester Nakamura“ verabschiedet Keiko die beiden. Die Schwester schaute sie einen Moment lang scharf an. Der Mundschutz verbarg das Gesicht fast komplett und Keiko konnte nur vermuten was in Nakamura vor sich ging. Langsam schob sie ihre Patientin durch das Boardinggate zum Flugzeug. Das Schäumen der Luftblasen war noch ein ganzes Stück zu hören. Keiko hatte wieder ihr Mikrofon in der Hand. „Wir begingen jetzt mit dem Boarding für die Reihen 50 bis 58.

Die letzte Boardingkarte wurde im Computer abgeglichen. Alle Passagiere waren in der Maschine. Keiko gab das Zeichen an die Stewardessen das Gate zu schließen. Den kurzen Gang durch die Gangway zum Flugzeug nutzte sie das Gummihalstuch und ihre Haare noch einmal zu richten Alles saß an seinem Platz. Der Flug konnte beginnen. Die Maschine nach Tokio war zu dreiviertel ausgebucht. Hinter ihr wurden die Türen geschlossen und gesichert.

Die ersten Passagiere hatten ihre Plätze eingenommen. Doch es gab immer noch viele, die noch nicht saßen. Keiko half einem japanischen Geschäftsmann im teuren schwarzen Anzug. Sein kleiner Koffer war schnell im Gepäckstauraum über ihm verstaut. Auch Schwester Nakamura kämpfte mit ihrer Passagierin. Als sie Keiko sah, verzog sie ihren Mund. Sie hatte Mundschutz und Schwesterncape abgelegt. Ihr rundliches Gesicht glänzte vor Anstrengung. Die Bein- und Arm-Reißverschlüsse ihrer Ballonfrau waren gelöst. Auch der Schrittreißverschluss war leicht geöffnet. Breitbeinig stand die unförmig, aufgepumpte Frau vor ihrem Sitz. Die undurchsichtige Ballonhaube wackelte hin und her und aus dem Inneren drang so etwas wie Protestlaute. Sie wollte sich nicht auf den separaten Spezial-Stuhl setzen. Im Gegensatz zum Sitz der Schwester neben ihr, war dieser ein stabiler anatomischer Plastikstuhl mit Gurten. Immer wieder schob sie die Schwester von sich. Ihre Ballonfäustlinge quietschten über den Gummikittel Nakamuras. Der kapitale Gummizapfen auf ihrer Sitzfläche schienen das Problem zu sein. Sobald die Schwester ihren Schützling auf den Sitz drückte und die Spitze des Gummispießes den Schritt der Passagierin berührten, stand sie wie von der Tarantel gestochen wieder auf. Protestlaute drangen lauter aus dem prallen Ballonkopf. Keiko wechselte auf die andere Seite des Stuhles. Das unmerkliche Nicken der Schwester, konnte man mit gutem Willen als Dankesbezeigung interpretierten. Keiko war sich nicht ganz sicher. Zusammen drückten sie den renitenten Fluggast auf seinen Sitz. „Entspannen sie sich Frau Lindström“ redete die Schwester auf ihren Zögling ein. „Nicht gegenpressen, die Gurte lassen sich so nicht schließen. Tiefer Frau Lindström, sie müssen tiefer sitzen. Und klick, und schon haben wir es.“ Ein tiefes Stöhnen drang dumpf aus der Ballonmaske. Durch die Zwischenräume der geschlossene Sitzgurte quoll der aufgepumpte Gummi und bildete ein bizarres Muster. Die breiten Armgurte der Lehne ließen die Frau wie ein Michelin-Männchen aussehen. Die Schwester hatte mal wieder den Airbag-Anzug viel zu fest aufgepumpt.

Doch Keiko hütete sich etwas zu sagen. Ihr genügte die Schülerin Suki. Auch ihr war es warm geworden, beim Kampf mit der Frau. Vom Minirock rann ein kleiner Schweißtropfen spürbar ihren Schenkel hinab. Keiko wollte sich lieber nicht vorstellen, wie es der Passagierin in ihrem dicken Gummianzug erging. Die einsetzende Klimaanlage würde ihr keine Linderung bringen. Langsam lehrten sich die Gänge und alle saßen auf ihren Plätzen. Die großen Bildschirme im Flugzeug leuchteten auf und die Sicherheitseinweisung für den bevorstehenden Flug begann.

Keiko half einer Europäerin im grauen Businesskostüm sich anzuschnallen. Sie stand, mit auf den Rücken fixierten Armen, etwas hilflos im Gang. Ihr Gummirock verdeckte die beiden Pumpbälle zwischen den Beinen nur ungenügend. Sie schaute Keiko hilfesuchend an. „Warten sie, ich helfe ihnen“ sprach Keiko sie an. Unter der transparenten Gummimaske der Frau konnte man ein hübsches Gesicht sehen. Der Beißknebel öffnete leicht ihre vollen Lippen, darunter blitzten weiße Zähne. Sie wirkte etwas unsicher. Der Sender an Keikos Hüfte löste die Sicherheitsmanschetten der Arme. Vorsichtig setzte sich die Frau auf ihren Platz. Sie stöhnte laut auf und Ihr Bauch wölbte sich sichtbar nach außen. Bei den weiblichen Passagieren sah man nicht allzu häufig, die so zur Schau gestellte vorgeschriebene Sicherheitshose. Keiko konnte es sich fast denken, in Anbetracht der auf beachtliche Größe gebrachten Kunstglieder im Körper der Frau. Sicher war auch sie Gast bei Schwester Nakamura gewesen und bekam eine ihrer Spezialhosen verordnet. Keiko zog die Anschnallgurte über die Schulter der Frau und arretierte sie am Hüftgürtel. „Bitte die Arme hier auf die Armlehne legen, genau.“ Mit lautem Klicken verriegelten sich die Armbänder der Frau mit der Lehne und fixierten sie am Sitz. Gleichzeitig zogen sich die Gurte hörbar zusammen und drückten die Frau tief in ihren Sitz. Sie stöhnte abermals leise in ihren Beißknebel. Sie rüttelte an der Sicherung, konnte sich aber keinen Zentimeter bewegen. Keiko tat sie ein wenig leid. Die Gurte pressten ihre Brüste an den Körper und der Hüftgurt schnitt tief in die Taille. Doch die Sicherheit auf dem Flug hatte Vorrang. Ihre Augen waren geweitet und sie schaute Keiko mit gequältem fragendem Blick an. „Ist nur für den Start und Landung.“ Die Stewardess ließ den Ausweis am Hals wieder los. „Frau Müller, keine Angst. Sobald die Anschnallzeichen erlöschen können sie aufstehen und auch ihre Sicherheitsgummimaske ablegen. Brauchen sie dann erst wieder zur Landung. Und bitte denken sie daran, während des Fluges, wenn sie schlafen unsere Schlafmaske aufzusetzen.“ Dabei griff sie in die Netztasche, die an der Rückseite des Vordermannes in Kniehöhe angebracht war. Sie zog eine schwarze glänzende Gummihülle heraus. „Diese Atemkontrollmaske hier mit dem kleinen Loch.“ Keiko fuhr mit der Hand in die Gummimaske, sie hatte am Gesicht eine sackartige Ausbeulung mit einem kleinen Atemloch. „Die setzen sie zum Schlafen auf, da haben wir sie immer im Blick, ob alles in Ordnung ist und stören sie nicht beim Schlafen.“ Mitfühlend drückte Keiko den Arm der Frau. Leise raschelte der Gummistoff ihres Blazers. Die Frau nickte ihr verstehend zu.

Keiko schaute kurz auf den Bildschirm vor der Frau. Auf dem Display, das in der Rückenlehne des Vordermannes eingelassen war, flimmerte das Video zur Sicherheitseinweisung. Es war bei der Notwasserung angelangt. Die Stewardessen im Gang waren dabei, die Schwimmwesten zu erklären. Mit gut sichtbaren Gesten, legte die Stewardess im Gang neben Keiko, die rotglänzende Gummiweste an. Nachdem sie die Kapuze übergestülpt hatte, zog sie den breiten Schrittriemen durch ihre Beine und klickte ihn vorne ein. Das löste den Verschlussmechanismus aus und die automatischen Schlösser zogen sich zusammen. Die stabilen Riemen um ihren Körper schnitten sichtbar in ihren Körper. Auch der Schrittriemen hatte sich zusammengezogen und schnitt nun tief zwischen ihre Beine. Die Kapuze umschloss eng ihren Kopf und nur ein kleiner Ausschnitt ihres Gesichtes war zu sehen. Der Minirock war nach oben gerutscht und man konnte ihren weißen Gummischlüpfer mit dem Rüschenrand sehen. Zuletzt verriegelte sich der hohe steife Kragen und zwang ihren Kopf nach oben. Kurz danach hörte man ein lautes Zischen und die Weste blies sich selbsttätig auf. Der Gummi blähte sich zwischen den breiten Riemen auf und bildete ein Rippenmuster. Die Weste ächzte unter dem Druck hörbar. Auch die Kapuze hatte sich aufgeblasen und der Gesichtsausschnitt war zu einem kleinen Fenster geschrumpft. Darunter konnte man das zusammengedrückte Gesicht der Stewardess sehen. Sie schnappte nach Luft durch die kleine Öffnung und der Druck der Weste setzte ihr zu. Ihre Arme standen steif vom Körper ab. Keiko schob sich an ihrer prall aufgepumpten Kollegin vorbei. Sie musste sich beeilen. Ihr Auftritt, für die Vorstellung des Entertainment-Programmes während des Fluges, begann gleich. Die hilflose Stewardess in ihrer Schwimmweste verbeugte sich unbeholfen. Durch den tief einschneidenden Schrittriemen behindert, trippelte sich steifbeinig Richtung Boardküche hinter Keiko her. Erst dort befreite sie eine Kollegin und löste die Sicherheits-Verriegelung im Nacken. Zischend entwisch die Luft. Sie atmete schwer, als sie von der Weste befreit wurde.

Keiko schob den Vorhang zur Küche beiseite. Die Stewardessanwärterin Suki wurde gerade fertig mit umziehen. Sie zog den Reißverschluss am Hinterkopf ihres transparenten Gummianzuges zu. „Was dauert das so lange Suki“ wies Keiko die Schülerin erneut zurecht. „Wir sind gleich dran mit der Vorstellung zur Boardunterhaltung.“ Suki hatte ihre Uniform gegen einen durchsichtigen Gummianzug getauscht. Das dünne Material klebte fast unsichtbar auf ihren hellen Porzellanhaut. Nur die feinen Klebenähte auf ihrem Körper und die spiegelnde Haut zeigten, dass sie etwas anhatte. Ihre Hände glänzten in den angeklebten Gummihandschuhen. Die durchsichtige Maske mit Augen und Mundöffnung umschloss faltenfrei ihr Gesicht. Der gelblich durchsichtige kurze Gummirock, den sie über den Anzug trug, konnte die transparente dicke Miederhose mit den dicken Gummizapfen nicht wirklich verbergen. Zwischen ihren Beinen hingen zwei durchsichtige Schläuche, die an den gut sichtbaren Bodenplatten der Dildos befestigt waren. Die durchsichtige Miederhose umspannte ihre zierliche Hüfte mit festem Griff. Schemenhaft sah man unter der Hose die auseinandergeschobenen Schamlippen der angehenden Stewardess. „Trödle nicht Suki“ trieb Keiko sie an. „Mach den Mund auf. So schlimm ist der Aufpumpknebel mit dem Kopfharness doch gar nicht. Siehst auch so noch hübsch genug aus.“ Die Schülerin senkte ihren Kopf, während Keiko die Riemen zuzog. Breite verstärkte gelbliche Gummibänder umspannte ihren Kopf wie ein Netz und hielt den gelben Aufblasknebel fest in ihrem Mund. Ihr kleiner Busen ruhte in viel zu großen Glasglocken vor ihrer Brust. Breite Dichtringe umschlossen ihre Brüste. Ein durchsichtiger Büstenhalter aus dickem Gummi drückte die einer großen Brust nachgeformten Glasglocken fest auf ihren Körper. „Los, los“ zog Keiko sie aus der Ecke der Boardküche. Die junge japanische Frau fühlte sich in ihrer durchsichtigen Gummikleidung sichtlich unwohl.

Mehr geschoben als freiwillig trat die Stewardessanwärterin in den Mittelgang. Keiko hinter ihr, schob sie weiter vorwärts in den Gang hinein. Sie griff sich das Mikrofon und begann. „Sehr geehrte Fluggäste, wir möchten ihnen nun unser In-Flight Entertainment Programm vorstellen. Die Bildschirme vor ihnen in der Rücklehne bieten ihnen eine Vielzahl von Filmen und Dokumentationen. Neben den aktuellen Produktionen aus Film und Fernsehen bieten wir ihnen auch Entspannungsunterhaltung an. Die digital überarbeitete Filmproduktion von Marquis und Gwenmedia können sie exklusiv auf unseren Flug genießen. Zu diesem Angebot können sie bei unserem Boardpersonal Zubehör erfragen. An unserer Stewardessschülerin hier, werde ich ihnen die Funktionen des Zubehöres zum Filmprogramm demonstrieren.“

Keiko hielt eine schmale Virtual-Reality-Brille hoch und drehte sie, damit alle Passgiere in ihrer Nähe sie sehen konnten. „Mit den hochauflösenden kleinen Bildschirmen der Brille werden Bilder direkt auf das Auge projiziert. Der Anwender hat das Gefühl, sich inmitten einer virtuellen Realität zu befinden und Teil dieser zu sein.“ Keiko setzte Suki die Brille auf und zog das Band am Hinterkopf stramm. Auf den Bildschirmen im Flugzeug sah man nun, was die Stewardess sah. Szenen von verschiedenen Marquis-Produktion mit sich windenden Frauen in transparenten Gummi. Der Kopf der Stewardess bewegte sich. Sie schaute sich in einem weiß gekachelten Raum um und streifte dabei immer wieder das virtuelle Geschehen der transparenten Gummifrauen im Liebesspiel. Keiko fuhr fort. „Ein weiteres Zubehör ist diese aufblasbare Dildohose mit speziellen Einsätzen.“ Dabei zeigte sie die transparente Miederhose hoch, die die Schülerin anhatte. „Die beiden Einsätze sind mit metallischen Drähten verwoben, welche passend zum Filmgeschehen die Trägerin stimulieren können. Mit unserem pneumatischen Drucksystem in den Konsolen der Armlehne kann zusätzlich die Größe verändert werden.“ Keiko klappte die Armlehne des Passagiers neben Suki auf und zog Schläuche heraus. Über einem Schnellverschluss verband sie die durchsichtigen Schläuche mit den kurzen Enden von Sukis Dildohose. Das Bild der Bildschirme im Flugzeug änderte sich. Eine 3D-Animation zeigte schematisch die Vagina einer Frau mit einer Dildohose. In einem kleinen Fenster in der Bildschirmecke lief das Gummivideo weiter und zeigte was die Stewardess sah. Die Gummizapfen schwollen langsam an und füllten die schematische Vagina der Animation. Kleine Blitze zuckten um die prallen Spieße und zeigten die elektrische Stimulation im Inneren. Bei der Stewardess im Gang sah man eine deutliche Reaktion. Ihr flacher Bauch hatte nun eine sichtbare Wölbung. Sie stand leicht gekrümmt da und versuchte ihr lustvolles Seufzen zu unterdrücken, was ihr nur unter Anstrengung gelang. Ihre Hände ballten sich zu kleinen Fäusten. „Zusätzlich kann die Genitalstimulation noch durch eine Brust- und Orale Stimulation ergänzt werden“ erklärte die Chefstewardess ungerührt hinter Suki weiter. Sie zog weitere Luftschläuche aus der Armlehne. An einem Knotenpunkt vereinten sich alle 5 Schläuche und liefen als ein einzelner in die Armlehne. „Diese Schläuche hier“ dabei hielt sie sie gut sichtbar nach oben, transportieren in einem feinen Metallnetz die elektrischen Impulse von der Konsole zur Trägerin. Sie können vom Inflight-Entertainment-System wahlweise mit Druckluft gefühlt werden oder Vakuum erzeugen.“ Während sie weiter erklärte, schloss sie die Schläuche an die Brustsaugglocken und den Letzten an den Knebel in Sukis Mund an.

Die 3D-Animation zur Erklärung der Boardunterhaltung zoomte heraus und zeigte nun den anatomischen Oberkörper einer Frau. Man sah wie sich ihre Brüste vergrößerten und sie in die Saugglocken gezogen wurden. Der Butterflyknebel füllte den Mundraum. Die Kamera näherte sich wieder der Brust. Um die Spitzen der Glasglocken im Inneren liefen feine Drähte, die die empfindlichen Brustwarzen stimulieren konnten. Kleine Blitze zuckten um die Knospen und verdeutlichten die elektrische Stimulation. Das Videobild in der Ecke wackelte unruhig. Der Kopf der Anwärterin ruckte immer wieder hin und her. Deutlich war ihre Erregung zu sehen. Die vormals kleinen Brüste, waren nun deutlich grösser und klebten an der Innenwand der Saugglocken. Die Glasglocken ließen ihren Busen wie zwei Berge hervorstehen. Der Aufblasknebel im Mund drückte ihre Wangen grotesk nach außen. Nur der stabile Kopfharness hielt den Knebel noch an seinen Platz. „Natürlich besteht auch die Möglichkeit der Impulsstimulation“ erklärte die Chef-Stewardess. Das Video auf den Großbildschirm wechselte wieder auf die Ansicht des Frauenkörpers. Nun pumpten sich Anal- und Vaginaldildo abwechselnd auf. Das Vakuum der Brustschalen wurde abgeschaltet, um kurz darauf die Brust wieder fest in die Schale zu saugen. Bei der Stewardess im Gang zeigte sich sofort die Wirkung. Ihre Brüste lösten sich aus der durchsichtigen Glasglocke. Kurz darauf wurden sie vom Unterdruck wieder in die viel größere Glocke gesaugt. Auch ihr Bauch hob und senkte sich rhythmisch. Sie hielt sich mit beiden Armen an den Sitzlehnen der Stühle fest. Sie konnte sich kaum beherrschen. Nass klebte der durchsichtige Anzug auf ihrem Körper. Die Saugglocken waren feucht beschlagen. Einzelne nasse Haarsträhnen waren unter ihrer durchsichtigen Gummimaske in die Stirn gerutscht. Speichelfäden tropften vom Knebel auf die Saugglocken. „Damit beenden wir die Vorstellung unseres Inflight-Entertainments-Systems. Ich hoffe wir konnten ihr Interesse wecken. Bei Nutzungswunsch einfach ihre nächste Stewardess ansprechen. Danke für ihre Aufmerksamkeit.“

Die Videobildschirme im Flieger schalteten ab und die Deckenbeleuchtung ging wieder an. Keiko trat hinter Suki und zog die Videobrille von ihrem Kopf. Schwer atmend stand sie im Gang. Ihre rot geränderten Brüste waren wieder zu ihrer kleinen Größe geschrumpft. Mit zittrigen Fingern löste sie ihr Harness vom Kopf und zog den klatschnassen Knebel aus ihrem Mund. Schweiß lief unter der Maske und tropfte von den Lippen. Inzwischen hatte Keiko die Schläuche gelöste. Mit einem Druck auf die Armlehne wurden sie automatisch wieder eingezogen. Die Armlehne klappte zu. „Na siehst du Suki, war doch gar nicht so schwer. Was du dich immer so zierst. So langsam müsstest du dich doch daran gewöhnt haben. Wäre froh, wenn ich so viel Spaß auf der Arbeit hätte.“ Auf wackligen Beinen lief die Schülerin vor ihr her. „Schnell umziehen und frisch machen, dann meldest du dich wieder bei mir und trödele nicht wieder rum.“ Keiko öffnete Sukis Büstenhalter und zog den Reißverschluss am Hinterkopf herunter bis zum Steiß. Unter der gelblich glänzenden Gummihaut kam Sukis fast weiße Porzellanhaut zum Vorschein. Ihr Rücken glänzte feucht. Die kleinen festen Brüste rutschten aus dem mit dem Anzug verklebten Saugschalen. Wasser tropfte auf den Küchenboden. „Mach das gleich sauber, wir starten jeden Augenblick.“ „Ja Kobayashi San, sofort“ verbeugte sich Suki tief und aus ihren nassen Haaren tropfte weiteres Wasser auf den Boden. Keiko ging ein letztes Mal durch die Reihen. Alles war zum Start bereit. Sie spürte wie die Maschine ein Ruck machte und eine scharfe Kurve fuhr. Sie hatten die Startposition erreicht. Keiko klappte den kleinen Sitzhocker herunter und schnallte sich an. Ihr gegenüber saß die Stewardessanwärterin Suki einen Augenblick später. Ihr Gesicht war noch immer gerötet. Der durchsichtige Gummianzug auf ihrem Schoss tropfte auf dem Fußboden. Die Triebwerke der Maschine heulten ohrenbetäubend auf. Schnell nahm die Maschine Fahrt auf und drückte Keiko spürbar in ihren Sitz. Das Rumpeln die Räder endete abrupt. Die Maschine hob vom Boden ab. Keiko schaute zu ihrer Schülerin. Suki wich ihren Blick aus und senkte den Kopf. Keikos Lächeln wurde breiter und natürlicher. Die Schülerin erinnerte sie an ihre eigenen Lehrjahre als Stewardess. Sie war sich sicher, dass auch Suki eine erstklassige Chefstewardess werden würde.

 

Kapitel 5: Nori Mizutane

Nori Mizutane streckte sich in ihren Gurten. Der Film war zu Ende. Erschöpft hing sie in ihrem Sitz, mehr als das sie saß. Ihre Brüste schmerzten vom Unterdruck der Saugschalen. Der Dorn in Anus und Scheide war auf seinen alten Umfang zurückgekehrt und die Gummispieße drückten nicht mehr so sehr. Sie fühlte sich ausgelaugt. Nur der enge Sitzgurt hinderte sie aus dem Stuhl zu rutschen. Die überarbeitete Virtual-Realitiy-Version des Gwenmedia Films Day Spa hatte ihr gut gefallen. Sie hatte den Film genossen und der Abspann lief. Jemand machte sich an ihrem Kopf zu schaffen. Ihr Mann Takashi nahm die VR-Brille ab, Nori lächelte in dankbar an. Als er ihr das Kopfgeschirr abnahm, konnte sie endlich ihren verkrampften Kiefer wieder bewegen. Takashi wusste immer genau was sie gerade brauchte. Auch ohne Worte und das mochte sie so sehr an ihm. Nori hatte keine Lust mehr auf einen weiteren Film. Sie war immer noch zu aufgedreht um zu schlafen und schaute sich in der Kabine um. Das Licht war gedämmt worden, hinter den kleinen Fenstern herrschte dunkelste Nacht und viele Fluggäste schliefen. Einige waren noch wach und das blaue Licht der kleinen Monitore beleuchtete sie. Nur das helle Licht der gläsernen Toiletten, weiter vorn, beleuchten den Passagierraum. Die durchsichtigen Wände der Kabinen ließen einen ungehinderten Blick in das Innere. Sobald jemand sie betrat, flammte das helle Licht der Toilette auf. Seit die Sicherheitsvorkehrungen verschärft wurden, gehörte es dazu, die Passagiere für einen eventuellen Notfall immer im Blick zu haben. In Japan hatte es sich so schon lange durchgesetzt. Nur die Europäer taten sich noch immer schwer damit.

Das helle Licht der Toilette beleuchte wieder den Gang. Eine Frau in grauen Blazer betrat die Kabine. Unschlüssig schaute sie sich um. Sie zögerte und ihr Blick verriet, wie sehr sie sich schämte. Ein junger Mann in der Sitzreihe bei der Toilette stierte sie mit großen Augen an. Als sich ihre Blicke trafen schauten beide gleichzeitig zur Seite. Nori amüsierte das kleine Schauspiel. In der Kabine war das Quietschen des Rocks gut zu hören, als die Frau ihn über ihr Gummihöschen zog. Ein Mikrofon übertrug die Geräusche der Toilette in die Boardküche der Stewardessen. Der Lautsprecher war ein Stück entfernt, jedoch noch recht gut zu hören. Sie öffnete die Ventile der Pumpbälle vorsichtig und zog ihre dicke Miederhose nach unten. Die Pumpbälle tanzten zwischen ihren Beinen. Das Gesicht der Frau drückte Erleichterung aus. Die beiden, trotz rausgelassener Luft immer noch kapitalen Einbauten, glitten aus ihrem Körper. Nori, mit ihren schmalen Hüften, lief ein kalter Schauer den Rücken herunter. Selbst unaufgeblasen flößten die beiden Lustspender ihr Respekt ein. Das Geräusch langanhaltendes Plätschern erfüllte die Kabine. Nori hatte das Gefühl, die Frau würde in der Toilette fast versinken, so klein wie sich machte. Nach dem letzten unrhythmischen Tröpfeln stand sie schnell auf und zog sich wieder an. Sie kämpfte eine Weile mit ihrer Hose bis die Einbauten wieder an ihrem Platz war. Immer wieder schlugen die Pumpbälle gegen ihre Oberschenkel. Der Gummirock schaffte es nicht, die langen Schläuche zu verbergen. Gerade als sie die Toilette verlassen wollte, lief die Chef-Stewardess vorbei und zeigte auf die Pumpbälle. Was sie sagte, konnte Nori nicht hören. Jedoch griff die Europäerin schnell die beiden Pumpbälle und begann zu pumpen. Die Stewardess blieb stehen und schaute zu. Erst nach einem längeren Augenblick schien sie zufrieden und entließ ihren Fluggast. Als die Europäerin sich in der Nähe von Nori wieder auf ihren Sitz fallen ließ, entfuhr ihr ein leises Stöhnen.

Auf Takashis Klapptisch stand eine halb angefangene Aluminium-Assiette mit Essen. Wie immer hatte er das meiste Sushi nicht angerührt. Nori hatte ihn so kennen gelernt. Einer der wenigen Japaner, dem Sushi nicht schmeckte. Takashi neben ihr, hatte die Augen geschlossen und schien zu schlafen. Auch in der Nachbarreihe war man wohl gerade mit dem Essen fertig geworden. Die Frau im Ballonanzug schüttelte heftig ihren aufgeblasenen Gummikopf. Die Schwester, die neben ihr saß, konnte nur mit Mühe verhindern, dass der Fütterungsschlauch ihrer großen Spritze abriss. „Aber Frau Lindström“ redete die Krankenschwester im weißen Gummikittel beruhigend auf sie ein. „Sie hatten doch selbst das Hühnchen mit Reis gewählt.“ Sie schaute auf die große Plastikspritze in ihrer Hand. Die halbleere Spritze war mit einer undefinierbaren braunen Flüssigkeit gefühlt. Sie drückte ein wenig am breiten Kolben der Spritze. Als Antwort bekam sie ein verzweifeltes Würgen und Gurgeln. Ihre fixierte Gummifrau rüttelte an den Gurten des Sitzes und versuchte den Kopf wegzudrehen. Diesmal war die Gummikrankenschwester vorbereitet. Nach einem weiteren Versuch gab sie auf und zog den Fütterungsschlauch vom Knebel der Ballonmaske ab. Dickbreiige Flüssigkeit quoll aus der Öffnung und tropfte auf die glänzende Gummibrust ihrer Patientin.

Die Krankenschwester klopfte vorsichtig an die Ballonmaske. „Alles in Ordnung Frau Lindström“ fragte sie. Mit einem Lappen wischte sie über die pralle Brust. Aus dem Inneren kam ein mattes Stöhnen. Überzeugend klang es jedoch nicht. Die Schwester verzog schief ihren Mund. In aufgesetzter Art fuhr sie fort „Nach dem Essen möchten sie doch sicher mal auf die Toilette.“ Der pralle Ballonanzug straffte sich. „Mmmm Mmmm“ dabei wippte der Kopf in schneller Folge vor und zurück. „Ich werde sie hinbringen, da können sie sich frisch machen. Sehen sie Frau Lindström, sie müssen nicht immer so abweisend sein.“ Die Schwester öffnete den Reißverschluss am Kragen. „Sie helfen mir und ich helfe ihnen.“ Das Gurtsystem entriegelte sich und mit lautem Klacken sprangen die gespannten Gurte zurück. Laut quietschend zog die Schwester die aufgeblasene Ballonmaske vom Kopf der Frau. Darunter kam ein völlig verschwitztes hübsches Gesicht zum Vorschein. Das lange blonde Haar klebte wirr und nass am Kopf. Der große Butterflyknebel rutschte aus ihrem Mund. Sie schien sichtlich erleichtert, endlich von ihrer Gummimaske befreit zu sein. Die Schwester öffnete die Fäustlinge und aus den kleinen prallen Kugeln sprangen die gummierten Hände der Frau. Vorsichtig betastete sie ihr verquollenes Gesicht. Die Krankenschwester half ihr aufzustehen. Nori schaute mit großen Augen auf den Schalensitz aus Plastik. Er hatte eine anatomische Form und auf seiner Sitzfläche war ein großer Gummizapfen montiert. Nori trug ihre Dildohose, Takashi mochte es, wenn sie so ausgingen. Und zu den Flügen gehörte es dazu. Doch dieser stabile Stab war eine andere Sache. Sicher war es nicht sehr angenehm so lange darauf sitzen zu müssen. Nori schaute der blonden Frau mitfühlend hinterher.

Geführt von der Schwester stampfte sie in ihren unförmigen Anzug langsam durch den Mittelgang. Quietschend rieben ihre aufgeblähten Beine aneinander. Das Licht der Glastoilette sprang wieder an und die Frau säuberte ihr nasses Gesicht. Die kleine Kabine bot nur wenig Platz, immer wieder machte der Ballonanzug laute Geräusche im Kabinenlautsprecher, wenn sie sich bewegte. Sie trocknete sich mit einem Handtuch Gesicht und Haare. Die Schwester im Gang wurde ungeduldig. Laut klopfte sie gegen die durchsichtige Toilettentür. „So Frau Lindström, denke das ist jetzt genug. Da werden wir mal wieder zurück zu unserem Platz gehen.“ Die Frau machte kein besonders glücklichen Eindruck, wieder zurück zu ihrem unangenehmen Sitz gebracht zu werden. Freiwillig und ohne Protest ließ sie sich langsam wieder in ihren Stuhl sinken. „Können wir wenigstens die Maske ablassen, darunter ist es furchtbar heiß“ versuchte die Frau einen letzten Versuch der Erleichterung. Die japanische Schwester hielt die schwere Gummihülle schon in der Hand. „Leider nein Frau Lindström, die Vorschriften. Da kann ich leider gar nichts machen. Aber stattdessen könnte ich ihnen unsere Hörbibliothek anbieten. Da sie ja leider unser umfangreiches Kinoprogramm nicht genießen können. Na wie wäre das. Ich setzte ihnen Ohrhörer ein, da wird ihnen die Zeit nicht gar zu lange.“ Das rote Gesicht der Frau zeigte nicht unbedingt dieselbe Begeisterung, wie das der Schwester, als sie die kleinen Ohrstöpsel einsetzte. Der auf ihre zusammengepressten Lippen drückende Knebel der Ballonmaske war unmissverständlich. Die Maske kam wieder auf. „Aber Frau Lindström, wir sind doch bisher so gut miteinander klargekommen. Sie kennen doch die Prozedur schon. Schön Ah sagen, damit der Mehrkammerknebel auch gut sitzt in ihrem Mund. Na bitte, geht doch. Und schon ist der sperrige Knebel wieder in ihrem Mund. Werde ihn auch diesmal nicht so fest aufpumpen, wie beim letzten Mal, versprochen. Bitte den Kopf nach vorn beugen, genau. Der Reißverschluss ist wieder schön dicht. Nicht erschrecken, jetzt kommt wieder die Luft zum aufblasen dazu.“ Laut zischte die Luft aus der Deckenkonsole des angeschlossenen Schlauches. Nach kurzer Zeit war aus der schlaffen hautfarbenen Gummihülle wieder eine pralle Kugel geworden. Prüfend drückte die Krankenschwester mit ihrer Hand den Druck. Der Gummiballon gab kaum nach. Sie schien zufrieden mit ihrer Arbeit. Mit zwei beherzten Pumpstößen am Knebelventil hellte sich ihre unfreundliche Mine sichtbar auf. Sie war mit dem erneuten Kompletteinschluss ihres Schützlings zufrieden.

„Alles soweit in Ordnung bei Ihnen, Frau Lindström.“ Das unbestimmte Seufzen der prallen Gummimumie konnte man mit Fantasie als Zustimmung interpretieren. Aus dem Gepäckfach über sich, griff die Krankenschwester einen geriffelten Atemschlauch. Sie verband den Atemstutzen der Maske mit der Deckenkonsole. Im offenen Gepäckfach über der Frau stand eine kleine Maschine mit zwei großen Glaszylindern. Derselbe geriffelte Schlauch lief aus der Seitenwand des Gepäckfaches in das Beatmungsgerät. Einen Augenblick später schäumte die Flüssigkeit im Glaszylinder laut auf. Der Atem der blonden Ballonfrau ging nun hörbar tiefer. Sie musste sich anstrengen, um genug Luft zu bekommen. Mit zufriedenem Gesicht klappte die Schwester das Gepäckfach zu. Sie tätschelte mitfühlend den prallen Kugelkopf. „Sind doch nur noch ein paar Stunden, Frau Lindström. Dann landen wir auch schon. Das Wohlergehen unserer Passagiere, liegt uns sehr am Herzen.“ Die tiefe Verbeugung der japanischen Krankenschwester konnte die blinde Schwedin unter ihrer strengen Gummimaske nicht sehen.

„Ich lasse sie jetzt ein Stündchen allein. Schaue dann später wieder vorbei.“ Die Krankenschwester drückte am Display vor der Frau ein paar Menüs, bis sie das Gewünschte gefunden hatte. Ein großes Play-Symbol erschien blinkend auf dem Bildschirm. Sie drückte auf Start. Als die Schwester an Nori vorbei Richtung Boardküche ging, machte ihr Gesicht einen freundlichen Eindruck. Die vormals schmalen Lippen ihres immer ernsten Gesichts, umspielten ein zufriedener Ausdruck. Nori schaute wieder zu ihrer Ballonmumie. Auf dem Bildschirm der Frau tauchte ein Mann in Stewarduniform auf und begann zu sprechen. Nori konnte über Laufschrift auf Japanisch mitlesen, was gesprochen wurde. „Willkommen bei der Sicherheitseinweisung für Erstflieger. Dies ist ein interaktives Lernhörbuch. Bitte bestätigen sie mit einem Tastendruck auf dem Display vor sich, ob sie die Stuhlvibration zur Lernunterstützung deaktivieren wollen.“ Ein kurzes dumpfes Brummen war zu hören. In die angeschnallte Ballonfrau kam Bewegung. Sie rüttelte verzweifelt an ihren Gurten und versuchte unartikuliert nach der Krankenschwester zu rufen. Dumpfe Laute drangen aus der wackelnden Gummikugel. Der Faltenschlauch der Atemluft tanzte wild hin und her. Die Krankenschwester stand ein ganzes Stück entfernt mit dem Rücken zu ihr. Sie diskutierte mit einer der Stewardessen. Nori zögerte, sollte sie rufen und sich bemerkbar machen. Ein zweites Mal brummte der Stuhl der Schwedin, gefolgt von einem leisen Wimmern. Neue Schrift erschien auf dem Display. „Sie haben sich für die vibrationsunterstützte Lernvariante entschieden. Viel Spaß beim Lernen. Wir beginnen jetzt. Regel Nummer Eins, Stufe Eins. Lassen sie nie ihr Gepäck unbeaufsichtigt stehen.“ Ein kurzes Brummen zeigte Nori, dass der Gummizapfen auf der Sitzfläche der bedauernswerten Frau seine Arbeit begann. Nori konnte sich gut vorstellen, was die Frau fühlte. Tief in ihr steckte der dicke Gummispieß und vibrierten so stark, dass man es gut hören konnte. „Regel Nummer Zwei, Stufe Zwei. Hören sie auf die Anweisungen des Flugpersonals.“ Der Stuhl brummte nun deutlich länger und lauter. Nori hörte das gequälte Lustgeräusch der zwangsstimulierten Zuhörerin. „Regel Nummer Drei. Stufe Drei. Achten sie auf das korrekte Tragen ihrer Gummikleidung.“ Das tiefe Brummen steigerte sich noch ein drittes Mal und schien eine Ewigkeit zu dauern bis es aufhörte. Der Atem der Schwedin ging stoßweise, unterbrochen von gepresstem Stöhnen. Aus dem Gepäckfach hörte man leise den aufsteigenden Luftschwall bei jedem Atemzug. Als das Vibrieren endlich aufhörte, stieß sie hörbar ihren Atem durch den Atemschlauch an ihrer Ballonmaske. Neue Schrift erschien auf dem Display. „Wir sind am Ende unseres kleinen Lehrvideos angekommen. Ich hoffe es hat ihnen etwas gefallen. Bitte bestätigen sie mit einem Tastendruck auf Abrechen das Ende des Lernprogrammes.“ Wieder zerrte die gefesselte Frau vergeblich an ihren Gurten. Doch jetzt mit deutlich weniger Elan. Nach kurzer Zeit sank sie in ihren Sitz zurück. Sie schien die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage noch nicht vollständig akzeptiert zu haben. „Sie haben sich für das Wiederholen des Lehrganges entschieden“ erschien in großen Buchstaben auf dem Bildschirm vor ihr. „Willkommen bei der Sicherheitseinweisung für Erstflieger. Dies ist ein interaktives Lernhörbuch mit Vibrationsunterstützung.“ Der Stuhl brummte wieder kurz. „Regel Nummer Eins, Stufe Eins. Lassen sie nie ihr Gepäck …“ Nori drehte ihren Kopf Richtung Fenster. Wieder war das tiefe Brummen zu hören. Sie schaute auf Takashi, seine Augen waren geschlossen und sein Atem ging tief und gleichmäßig. Neben ihm schlief die europäische Frau im dunkelgrauem Businesskostüm. Ob sie schlief, konnte man unter ihrer schwarzen Atemkontrollmaske, die sie trug, nicht sehen. In regelmäßigen Abständen blähte sich die Gummimaske leicht auf und zog sich schmatzend wieder zusammen. Ihr Mann war aufgewacht und schaute sie an. „Versuch ein wenig zu schlafen Schatz, sind noch ein paar Stunden bis Tokio.“ Er zog Noris schwarze Schlafmaske aus der Netztasche. Mit einem schnellen Ruck zog er die Gummihülle über ihren Kopf. Der dünne Maskenstoff legte sich dicht um ihren Hals. Mit dem ersten Atemzug saugte sich die Gummimaske auf ihr Gesicht und drückte ihre Augen zu. Nori versuchte etwas zu schlafen. Lange folgte sie dem rhythmischen Brummen in ihrer Nähe. Das lustvolle Stöhnen war in ein leises mattes Wimmern übergegangen. Noris Mitgefühl für die Frau mit ihrem vibrierenden Zapfen wurde überlagert. Sie spürte auch eine leichte Erregung in sich. Die Qual der streng verpackten Frau in ihrer Nähe, ließ die Lust zwischen ihre Schenkel wieder stärker werden. Der enge Taillengurt, der sie fest in den Sitz presste, ließ ihr Gesäß nur wenig bewegen. Dennoch genügte es für die beiden Begleiter in ihrem Schoss. Nori spürte die Nässe unter ihrem Gummianzug auf der Haut. Massierend glitt das dicke Gummimaterial zwischen ihren Schritt. Sie merkte, wie sich langsam eine angenehme, entspannte Mattigkeit in ihr breitmachte. Irgendwann schlief sie ein.

 

Letztes Kapitel: Sara Müller

Sara Müller schreckte hoch. Die Atemkontrollmaske klatschte nass gegen ihr Gesicht. Sie brauchte einen Moment sich zu orientieren. Sie versuchte die schwarze Gummimaske vom Kopf zu bekommen. Ihre gummierten Finger versuchten den Rand der dünnen Maske zu fassen, rutschten aber immer wieder ab. Erneut saugte sich der Gummi auf ihr Gesicht. „Warten sie, ich helfe ihnen“ sprach sie eine männliche, japanisch klingende Stimme an. Nach einem kurzen Augenblick wurde ihr die Maske über den Kopf gezogen und sie war frei. Blinzelnd schaute sie in ein markant wirkendes Gesicht eines japanischen Mannes. Er trug einen teuren Anzug aus schwarzem dünnen Gummistoff. „Danke“ stotterte Sara verlegen, es war der Mann der ihr in Frankfurt geholfen hatte. Immer noch leicht desorientiert, nahm sie ihre Gummimaske zurück und stopfte sie fahrig in die Ablage. Wie lange sie geschlafen hatte wusste sie nicht. Noch mehr überraschte sie, überhaupt schlafen zu können. Die Schlafmaske war ungewohnt. Es war stickig und feucht darunter. Doch irgendwie war sie dann doch eingeschlafen. Sie versuchte sich zu strecken. Die ständig drückenden Begleiter in ihrem Unterleib erinnerten Sara wieder deutlich an Frankfurt und ihren Besuch bei der Schwester mit dem unaussprechlichen Namen. Die Anschnallzeichen waren angegangen und die Kabinenbeleuchtung brannte wieder hell. „Willkommen in Tokio“ lächelte sie der zuvorkommende Japaner freundlich an. „Wir sind bald da, man sieht schon die Lichter der Stadt“ sprach er in gutem Deutsch zu Sara. Seine Freude auf seine Heimatstadt war ansteckend. Auch Sara warf einen ersten Blick auf die Stadt. Ein leichtes Wackeln des Flugzeuges, zeigte den beginnenden Sinkflug an. Die Maschine verlor spürbar an Höhe. Sara stülpte sich ihre durchsichtige Gummimaske über und setzte die Beißschiene ein. Die vielen kleinen Lichter am Boden waren nun deutlich mehr geworden und nähergekommen. Am Horizont schob sich die rote Morgensonne nach oben und beleuchtete durch die Kabinenfenster das Innere des Flugzeugs. Es war keine Wolke am Himmel zu sehen. Als Sara ihre Arme auf die Lehne legte, verriegelte das Sicherheitssystem automatisch. Deutlich klackte in ihren Ohren der Verschluss der Gummimaske und die Gurte strafften sich.

Sara schaute aus dem Fenster. Die Stadt ersteckte sich bis zum Horizont und schien riesig zu sein. Endlos zogen sich Wohnviertel an Wohnviertel dahin. Die kleinen Häuser wurden schnell grösser und die Räder der Maschine setzten rumpelnd auf der Landebahn auf. Sara war in Tokio gelandet. Nach kurzer Zeit rollten sie aus. Etwas später spürte man einen leichten Ruck, die Gangway fuhr an das Flugzeug. Mit dem Öffnen der Türen lösten sich auch Saras Gurte. In den Flieger kam Bewegung. Langsam schoben sich die Fluggäste zum Ausgang. An der Flugzeugtür standen zwei Stewardessen. Die jüngere der beiden, offensichtlich eine Stewardess in der Ausbildung, half Sara ihre Arme auf den Rücken zu fixieren. Zu guter Letzt kontrollierte sie noch den sicheren Sitz des Gummiknebels. Mit einer tiefen Verbeugung verabschiedete sie sich und wünschte einen guten Aufenthalt in Tokio. Warme schwüle Luft schlug Sara entgegen, als sie die Gangway betrat. Die leicht ansteigende Fluggastreppe machte ein Knick und weiter vorn sah man das große Flughafengebäude. Die Krankenschwester aus Frankfurt, die ihr die Dildohose getauscht hatte, überholte sie im Gang. Sie schob einen Rollstuhl vor sich her. Im Stuhl saß eine pralle menschenähnliche Gummiwurst. Die Beine und Arme des dicken hautfarbene Ballonanzuges waren mit Reißverschlüssen am Körper fixiert. Breite Gurte hielten sie im Sitz. Sara erinnerte sich wieder an die unglückliche Schwedin in Frankfurt, die keine Gummikleidung hatte. So wenig sie ihre eigenen Gummisachen gemocht hatte, jetzt war sie froh, sie tragen zu können. Unter der fest aufgepumpten Ballonmaske, die die Schwedin trug, musste es stickig heiß sein. Der unnachgiebige Druck auf Körper und Kopf tat sicher sein Übriges. Sara tat das arme Wesen darin leid. Der aus der Maske wippende Atemschlauch verschwand unter ihren Sitz und verlieh ihr ein bizarres Aussehen. So schnell würde die Schwedin ihren Flug sicher nicht vergessen. Sie schaute auf ihre eigenen Pumpbälle zwischen den Beinen. Mit jedem Schritt erinnerten sie Sara. Aber auch sie war froh, wenn sie den Flughafen endlich verlassen konnte. Die Gangway öffnete sich und Sara war im Flughafen, eine lange lichtdurchflutete Halle. Sara folgte den dahineilenden Fluggästen zur Gepäckausgabe.

Der Weg zur Kofferausgabe schien endlos. Sie hatte das Gefühl niemals anzukommen und alle schienen sie anzustarren. Gut sichtbar baumelten die beiden Blasebälge zwischen ihren Beinen. Ihr langsamer, etwas steifer, breitbeiniger Gang waren ein deutliches Zeichen. Die Rolltreppe zur Gepäckausgabe funktionierte nicht. Natürlich, schoss es Sara heiß durch den Kopf. Das kleine Schild „Außer Funktion“ schien sie höhnisch anzulachen. Die lange Treppe war die Hölle. Nur langsam kam sie Schritt für Schritt voran. Die Schenkelbänder hinderten Sara an großen Schritten. Die großen Gummidildos machten sich wieder stärker bemerkbar. Sara musste all ihren Willen zusammennehmen um keinen Orgasmus zu bekommen. Passagiere überholten sie und schauten teils ungeniert, teils verschämt auf die gestopfte Frau und ihrem Kampf mit den Treppenstufen. Die beiden hellen Metallventile an Saras Schenkeln blitzten verlockend. Sie zu öffnen und wenigsten etwas Erleichterung zwischen ihre Beine zu bekommen, war sehr reizvoll. Wie viel leichter wäre es, nur ein wenig Luft abzulassen. Doch Sara war schon einmal von den strengen Sicherheitskontrollen erwischt worden. Sie hatte ihre Lektion spürbar lernen müssen. Ein zweites Mal, und so kurz vor ihrem Sehnsuchtsziel, wollte sie nichts riskieren. Sie stieg eine weitere Stufe nach oben. Die letzte Treppenstufe gab den Blick auf eine weitere große Halle frei. Die Gepäckausgabe. Große Laufbänder, mit sich drehenden Koffern, ratterten an Sara vorbei. Die Gepäckausgabe ihres Fluges JAL 407 war schnell gefunden. Am Gepäckband half ihr der japanische Geschäftsmann aus dem Restaurant in Frankfurt. Er hob ihren Koffer vom Band und drückte den Griff des Trolleys in ihre Hände auf dem Rücken. Seine Frau stand etwas abseits bei einem Gepäckwagen. Zwei große Koffer standen darauf. Sie hatte wieder ihr schweres Gummiüberkleid mit der versteckten Armtasche angelegt. Mit der gepolsterten glatten Übermaske wirkte sie wie eine schwarze unfertige Marmorskulptur. Sara verabschiedete sich und folgte den Schildern zur Passkontrolle. Mehrere Schalter zur Einreise waren offen. Nach einer schnellen Passkontrolle konnte sie passieren.

Sie trippelte in kleinen Schritten aus der Sicherheitskontrolle. Hinter Sara schloss sich die automatische Milchglastür und der Lärm der großen offenen Empfangshalle umspülte sie. Sie hatte den Transferbereich verlassen und war wieder im öffentlichen Bereich des Flughafens. Fluggäste warteten auf ihren Flieger, Ankommende begrüßten die wartende Verwandtschaft. Der Lärm vieler Menschen erfüllte die Halle. Die prall aufgepumpten Dildos rieben beim Gehen wieder unangenehm in ihrem Schoss. Sara hielt kurz an, um sich einen Überblick zu verschaffen. Es war schwierig den Rollkoffer, mit den auf den Rücken fixierten Armen, hinter sich her zu ziehen. Der Lärm des Flughafens und die schwüle Hitze Tokios ließen sie kurz schwanken. Etwas orientierlos schaute sie sich um. Der umzäunte Bereich am Ausgang mündete in einen mit Schranken geschlossenen Ausgang. Zwei Beamte sicherten den Bereich. Hinter der Absperrung standen viele Japaner und warteten darauf, dass ihre Angehörigen aus dem kontrollierten Flughafenbereich kamen. Viele hielten irgendein Schild oder Zettel in die Höhe, damit sich die Wartenden finden konnten. Sara schaute die Menschenschlange entlang. Würde sie jemand abholen? Genau wusste sie es nicht. Der Weg zur Konzernzentrale ihres Arbeitgebers müsste sie sich erst erfragen. Tokio war groß. Zwischen den sommerlich gekleideten Warteten, fiel eine kleine Gruppe von Schülerinnen auf. Direkt an der Absperrung stand eine junge Frau in der typischen japanischen Schuluniform und hielt ein Schild an einer Stange hoch. Sara war zu weit weg. Sie konnte nicht genau erkennen, was darauf stand. Als sie weiterging, erkannte sie was sie aufmerksam gemacht hatte. Im Gegensatz zur moderaten, alltäglichen Kleidung der Tokioter, steckte die junge Frau von Kopf bis Fuß komplett in Gummi. Ihr gummierter Kopf fiel auf in der Menge. Sie trug einen kurzen dunkelblauen Faltenrock und eine typische, kurzärmeligen Gummi-Matrosenbluse. Auch ihre scheinbar nackten Beine und Arme waren von durchsichtigem Gummi überzogen. Transparente Handschuhe klebten an den engen Ärmeln und ließen einen durchsichtigen Ganzanzug unter ihrer Schuluniform vermuten. Die angeklebte Maske versiegelte auch den Kopf der Trägerin eng und faltenlos mit durchsichtigem Gummi. Nasse dunkle Haarsträngen klebten vereinzelt im luftdichten Nacken. Einzig, kleine Augen- und Mundöffnung waren ihre Verbindung zur Außenwelt. Durch zwei kleine Haaröffnungen an den Seiten hatte man ihre Haare herausgezogen und zu zwei Zöpfen mit großen roten Schleifen gebunden. Weiße Gummikniestrümpfe und schwarze flache Gummisandalen komplettierten das Outfit. Die hinter ihr stehende Schulkameradin stieß sie an. Als sie sich kurz umdrehte sah man die übergroße rote Gummischleife, die ihren Rücken zierte.

Auf dem Schild, was sie in der Hand hielt, stand in großen Buchstaben „Sara Müller“. Saras Herz pochte lauter vor Aufregung. Sie verbeugte sich unbeholfen vor der Schülergruppe. Das also würden für die nächsten Wochen ihre Begleiter sein. Sara war gespannt. Mehrere strahlende, maskierte Gesichter schauten sie interessiert und neugierig an. Die Erste an der Absperrung rief ihren Namen in gebrochenem Deutsch. „Frauu Mueellerr! Willkommen in Tokio.“ Und fragte gleich darauf, ob sie japanisch reden könnte. Sara nickte, im Redeschwall der jungen Frauen kam sie nicht zu Wort. „Ich bin Yui“ stellte sich die kleine Japanerin vor. Große dunkle Mandelaugen schauten aus der nass auf dem Gesicht klebenden durchsichtigen Gummimaske hervor. Kleine Schweißtropfen glänzten auf ihrer Oberlippe. Sie drehte sich um und rief nach hinten mit heller schriller Stimme. „Frau Honoka, wir haben Frau Müller gefunden.“ Dabei verbeugte sie sich immer wieder zu Sara und ihre beiden langen schwarzen Zöpfe wippten im Takt. Die Gruppe der Mädchen teilte sich und eine ältere streng wirkende Japanerin im aufwendig bedruckten Kimono trat auf Sara zu. Ihre schwarzen Haare waren kunstvoll in einer Hochsteckfrisur mit schwarz lackierten Stäbchen fixiert. Im Gegensatz zu den streng gummierten Frauen, trug sie einen eleganten Gummi-Kimono und Holzsandalen. Sie strahlte eine nicht zu übersehende Strenge und Würde aus. „Willkommen in Japan“ begrüßte die Japanerin Sara in bestimmender und kühler Art. Beiläufig löste sie einen Knopf des Knebels. „Ich bin Frau Honoka und werde deine Lehrerin für die nächste Zeit sein. Komm, wir fahren jetzt zur Schule. Du wirst nach dem langen Flug sicher müde sein.“ Sara verbeugte sich tief für ihre Begrüßung und setzte zu ihrer vorbereiteten Begrüßungsrede an. Als sie sich wieder aufrichtete, sah sie nur noch den sich entfernenden Rücken mit dem Kimonokissen. Frau Honoka war schon ein paar Schritte vorausgegangen. Ehe Sara überlegen konnte, harkten sich links und rechts zwei Mitschülerinnen bei ihr ein und zogen sie Richtung Flughafenausgang. Eine Dritte kämpfte mit ihrem übergroßen Koffer und versuchte Anschluss an die Gruppe zubekommen.

Etwas überrumpelt stotterte Sara auf Japanisch zu ihren beiden Begleiterinnen. „Hallo, ich bin Sara, schön euch kennenzulernen.“ „Keine Bange, Sara, wirst Frau Honoka noch früher Kennenlernen als dir lieb ist.“ antworte das Mädchen auf ihrer linken Seite. „Ich bin Yui.“ In diesem Moment konnte Sara einen kurzen Blick auf Frau Honoka vor ihr in der Menge erhaschen. Erst jetzt bemerkte sie das bedauernswerte Geschöpf im Schlepptau der Frau. Mit einer Kette um den Hals, trottete die Frau widerwillig hinter ihr her. Sie blieb kurz stehen und versuchte zu Atem zu kommen. Frau Honoka ruckte an der gespannten Kette und sie setzte sich wieder langsam mit gesenktem Kopf in Bewegung. Statt der blau weißen Schuluniform, steckte sie als Einzige in komplett transparenten Sachen. Über dem durchsichtigen Ganzanzug mit Handschuhen und Füßlingen trug sie eine lockere transparente Gummibluse mit Puffärmeln und einen kurzen ebenso durchsichtigen Tellerrock aus dem gelblich glänzenden Gummistoff. Zwischen ihren Brüsten suchten sich im Anzug kleine Rinnsale von Schwitzwasser ihren Weg nach unten. Der durchsichtige Gummi konnte nicht verbergen, dass es ihr im Anzug sehr heiß war. Die durchsichtige Bluse spannte über unnatürlich prall aufgepumpte Torpedobrüsten, die ihren kleinen Busen darunter flach gegen den Körper pressten. Ihre Füße steckten in kurzen Rüschen-Söckchen mit extrem hochhackigen glasklaren Sandalen. Das Bedauernswerte an ihr waren nicht so sehr die gut sichtbare transparente Dildohose. Auch ohne die wippenden Pumpbälle zwischen ihren Schenkeln, sah man die dicken Spieße in ihrem Schoss. Sara erinnerte sich wieder schmerzlich an ihren eigenen Schritt und die stramm aufgepumpten Dauergäste darin. Das auffälligste, der zur Schau gestellten Frau, war ihr Kopf. Eine glänzende prall aufgepumpte Gummikugel. Ihr Kopf steckte in einer straff aufgeblasenen Ballonmaske aus demselben transparenten Gummi, wie ihre restliche Kostümierung. Hinter leicht beschlagenen, plastikbedeckten Augenöffnungen erkannte man große dunkle Mandelaugen. Schemenhaft erahnte man unter dem doppellagigen Gummi das hübsche japanische Frauengesicht mit ihren schwarzen Haaren. Vor Nase und Mund konnte man unter dem aufgepumpten Gummi eine Atemmaske sehen. Ein geriffelter durchsichtiger Schlauch verband die Maske mit einem Schulranzen auf ihrem Rücken. Auch er war aus durchsichtigem Material. Gelbliche Flüssigkeit schwappte darin und schäumte mit jedem Atemzug blasig auf. Die umstehenden Passanten konnten sich denken, was die bedauernswerte Frau gezwungen war zu atmen. Das perfide Beatmungssystem auf ihrem Rücken, leitete die eingesaugte Atemluft durch die Flüssigkeit und erschwerte das Atmen zusätzlich. Viele blieben stehen und bestaunten das Schauspiel in der Flughafenhalle. Mehrere filmten das Schauspiel mit ihren Handys. Die perfide transparente Karikatur eines Schulmädchens angeleint im Schlepptau einer strengen Lehrerin. Viele Klickzahlen auf YouTube waren ihr sicher gewiss. Auch Sara konnte sich von dem illustren Gespann nicht losreisen. Sie war hin und hergerissen in ihren Gefühlen. Die Vorstellung in der Öffentlichkeit so bloßgestellt zu werden, ließ sie erschauern. Auch die neuen Klassenkameradinnen von Sara bemerkten ihre Faszination für das Gespann. Yui, die links von ihr ging, rempelte sie an. „Immer schön artig sein bei Frau Honoka“ grinste sie. „Da vorne läuft Misaki, war heute früh wieder vorlaut gewesen. Keine Ahnung was mit ihr ist. Legt es jedes Mal darauf an, die dumme Kuh. Das dauergeile Luder weiß doch ganz genau was passiert.“ Yui schlug leicht auf Misakis Ballonkopf, die stehengeblieben war. „Na Misaki, bisschen gefällt dir das doch hier.“ Sie lachte laut, dabei griff sie einen Blasebalg zwischen Misakis Beinen und drückte herzhaft zu. Zur Antwort kam ein lautes Stöhnen, gefolgt von einem großen Blasenschwall im Beatmungsranzen. Sara lief an den beiden vorbei ins Freie. Die großen Flughafentüren schlossen sich hinter ihr. Das gleißende Licht der Morgensonne von Tokio blendete sie. Mit einem lauten vernehmlichen Klick entriegelten sich die Sicherheitsmanschetten und Gummimaske. Sara konnte endlich ihre verkrampften Arme bewegen. Ihr Tokio-Praktikum begann.

 

Ende

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

Ich habe die Geschichte bereits vor einiger Zeit im KG-Forum gelesen und war begeistert. Schade ist nur, daß es keine Fortsetzung gibt.

Oder vielleicht doch... :)

Danke für dein Lob, freut mich.

Warte nicht auf eine Fortsetzung, das gibt es bei mir nicht.Geschichten haben ein Ende bei mir. Mag diese Unsitte so gar nicht, Jahre auf eine fertige Geschichte warten zu müssen. Oder Beispiel KG-Forum diese halbfertigen Story-Leichen, wo der Autor keine Lust mehr hat.

Vielleicht kannst du mir es erklären, wieso oft deine Nachfrage kommt. Wieso genügt diese eine Geschichte so wenig Lesern?

Antwort auf von Steffele

Liegt vermutlich daran, dass der Titel so wie die Geschichte gestrickt ist nicht wirklich zum Inhalt passt.
Titel: "Tokio Praktikum" - aber alles was du beschreibst, ist "lediglich" (bewusst in Anführungszeichen, da das, was du schreibst, ja durchaus Qualität hat) der Weg deiner Protagonistin zu ihrem Praktikumsplatz. Von dem, was du im Titel den Lesern suggerierst, ist inhaltlich null vorhanden.
Würde der Titel dagegen aufgreifen, was einen inhaltlich erwartet, würden sich, denke ich mal, ganz viele auch "nur" mit einem One-Shot begnügen ohne nach einer Fortsetzung zu fragen. Aber du hörst genau an der Stelle auf, wo das beginnt, worum es lt. Titel gehen sollte

Antwort auf von Alya

Für mich als Leser ist das quasi eine Art "anfüttern" des Autors - ein Prolog, eine Einleitung (ein durchaus lange) oder auch ein erstes Kapitel - nach dem/der ich jetzt ziemlich im Regen stehen bzw. im luftleeren Raum hängen gelassen werden. Und das ist irgendwie recht unbefriedigend

Danke Alya für deine ausführlichen Ausführungen. So habe ich es noch gar nicht betrachtet, da hast du recht mit. Ich war nur nach der Suche für ein griffigen Titel, aber mir nicht bewusst Erwartung damit zu generieren. Werde es für die nächste Geschichte beachten. Dachte immer mit dem Wort Ende wäre es genug. So kann man sich täuschen, nochmals Danke.