Sommer in Mariental

"Klappentext"

Karo ist zurück in Mariental. Doch ihre Hilfe für Tante Frieda scheint schwieriger, als sie anfänglich gedacht hatte.

Karo warf einen letzten Blick auf ihre Tante, sie lag jetzt friedlich, schlafend in ihrem Bett im Schlafzimmer. Leise schloss sie die Tür. Das alte, weiß gestrichene Holz knarzte im Rahmen. Mit lautem Klacken schnappte der verzierte Messinggriff zurück. Der Türgriff wirkte vertraut, genauso wie das gesamte, alte Haus. Als Kind hatte sie ihre Tante oft besucht, Schule und Studium änderten das. Nun war sie wieder hier. Arme Tante Frieda, dachte Karo. Der Arzt hatte kurz zuvor das Haus verlassen. Das Schlafmittel, was er ihr verabreicht hatte, wirkte nun. Die Stufen der Holztreppe machten noch immer ihre alten und bekannten Geräusche. Auch hier unten im ersten Stockwerk hatte sich nichts verändert. Das Wohnzimmer, mit seinem großen Sofa mit Blumenmustern stand so da, wie sie es in Erinnerung hatte. Der schwere Teppich dämpfte ihre Schritte. Die Küche daneben war sauber aufgeräumt, so wie sie Tante Frieda kannte, immer beschäftigt, immer emsig. Im kleinen Spiegel über der Spüle strich sie sich eine Wimper von der Wange. Ihr kurzes brünettes Haar betonte den schlanken Hals und das ovale Gesicht. Karo runzelte ihre dunklen, geschwungen Augenbrauen. Ihre sonst so vollen, fröhlichen Lippen waren zu einem schmalen, ernsten Strich geworden. Nach Lächeln war ihr heute nicht zumute. Karo zog die kleine Küchengardine ein Stück zurück. Der Garten am Haus mit seinen alten Bäumen wirkte noch genauso vertraut. Die dicht, belaubten Obstbäume hielten die heiße Mittagssonne fern und spendeten wohltuenden Schatten. Weiter hinten erahnte man die hohe Steinmauer mit ihren verzierten, rostigen Spitzen. Sie hielt den Lärm der Straße vom Haus fern.

Tante Friedas Haus stand in einem alten Villenviertel etwas außerhalb der Stadt. Das kleine, bayrische Städtchen im Voralpenland hatte sich seinen altertümlichen Charme bis heute bewahrt. Im Haus war es ruhig, zu ruhig seit Onkel Herbert es verlassen hatte. Karo hatte vor einer Weile mit Tante Frieda telefoniert. Es war zum Ende ihres Sommersemesters, kurz vor den Prüfungen. Sie hatte nur mit einem Ohr zugehört, zu viele Dinge gingen ihr zu dieser Zeit durch den Kopf. Frieda erklärte mit brüchiger Stimme, dass sie Onkel Herbert am Tag zuvor verlassen hatte. Sie hatten sich wohl heftig gestritten und nun war er fort. Karo ahnte nicht, wie schlecht es Frieda damit ging. Sie hatte die Beiden nun schon länger nicht mehr besucht. Sich vorzustellen, dass sie nicht mehr zusammen waren, fiel ihr schwer. Erst nach dem zweiten Anruf wurde es ihr bewusst. Frieda war in Tränen ausgebrochen, Karo hätte sie in diesem Moment in den Arm nehmen wollen und trösten, doch es ging nicht. Sie sprachen eine Stunde, doch Nähe war nicht dasselbe.

Nach dem Auflegen stand für Karo fest, sie musste Tante Frieda besuchen. Und nun saß sie in Friedas altbekannten Wohnzimmer auf ihrem alten Platz als Kind. Gedankenverloren drehte sie das Smartphone in ihren schlanken Händen. Die Ereignisse dazwischen waberten bruchstückhaft durch ihr Gehirn, alles war wie in einem Schleier. Die Fahrt mit dem Zug hierher nach Bayern verschwamm zur Undeutlichkeit. Die nahen Alpen über dem alten Frauenkloster am Rande der Stadt, zeigten sich klar und deutlich im warmen Sonnenlicht des Sommertages. Doch Karo schaute nicht hin. Auch den blumengeschmückten Ortskern von Mariental sah sie nicht. Deutlich erinnerte sie sich jedoch an Frieda. Karo hatte sie vom Bahnhof aus angerufen, dass sie auf dem Weg war. Das alte, schmiedeeiserne Tor mit seinen viktorianischen Verzierungen stand halb offen. Oben an der Treppe wartete Tante Frieda schon. Sie machte einen erbärmlichen Eindruck. Die einstmals hübsche Frau schien um Jahre gealtert. Sie müsste jetzt um die vierzig sein, schätzte Karo. Dunkle Augenringe zeichneten ihr Gesicht zu einer Maske. Graue Strähnen zeigten sich im nachlässig gebundenen Tut ihrer langen Haare. Das dünne, graue Hauskleid ließ sie noch älter erscheinen. Karos Tasche fiel auf das Podest vor dem Eingang zum Haus und sie nahm Ihre Tante in den Arm.

Frieda schien kleiner geworden zu sein, sie waren nun beide etwa gleich groß. Doch das Gegenteil war der Fall, Karo war erwachsen geworden. Sie war nun eine große, schlanke Frau und nicht mehr das kleine Mädchen von damals. War es schon so viele Jahre her, dass sie zum Letzen mal hier war? Der Gedanke machte sie etwas betroffen. Was sich nicht verändert hatte, war die Zeit des Besuches. Karo war hier immer in den Sommerferien für ein, zwei Wochen gewesen. Auch jetzt war es wieder Sommer. Was sich jedoch verändert hatte, Onkel Herbert begrüßte sie nicht mehr. Der immer freundliche, zu Späßen aufgelegte Herbert. Frieda erzählte ihr unter Tränen vom Streit und seinem Auszug. Für Karo waren sie immer das perfekte Paar, kein Streit, immer freundlich und lustig. Doch manchmal konnte die Fassade auch täuschen. Frieda steigerte sich im Gespräch immer weiter und ihre Weinattacken wurden immer heftiger. Karo konnte sie einfach nicht beruhigen, Tante Frieda wurde immer hysterischer. Immer wieder rief sie Jesus und Gott an. Karo wusste, dass beide gläubig waren und am Sonntag zur Kirche gingen, aber diese Art Anrufung machte ihr Angst. Nach etwa einer Stunde wusste sie sich keinen Rat mehr und rief verzweifelt Friedas Hausarzt an.

Karo kannte Doktor Müller, er hatte ihr das ein oder andere Mal als Kind gut geholfen. Wie damals, dauerte es nicht lange und er klingelte an der Tür. Frieda saß noch immer schluchzend auf dem Sofa im Wohnzimmer, gemeinsam brachten sie sie in ihr Schlafzimmer im oberen Stock. Karo verlies den Raum und ließ beide alleine. Hin und wieder hörte man Friedas laute Stimme, verstehen konnte Karo jedoch nichts. Nach einer Weile kam der Doktor aus dem Zimmer. Durch die angelehnte Tür konnte Karo Tante Frieda im Bett liegen sehen. Sie schaute sie durch ihre geröteten Augen traurig an.

„Pass auf Karo.“ begann Doktor Müller. „Deiner Tante geht es nicht gut, ich habe ihr jetzt ein Beruhigungsmittel gegeben, aber du musst darauf achten, dass sie sich nicht wieder so aufregt. Es braucht einfach Zeit, bis sie den Trennungsschmerz überwunden hat. Rede mit ihr darüber, wenn sie möchte.“ Er drückte sie nachdrücklich mit beiden Händen. „Und bitte Karo, halte alle Aufregung von ihr fern. Es ist äußerst wichtig.“

Karo schaute wieder zur nun schlafenden Frieda.

„Aber natürlich Doktor Müller. Das werde ich, sie können sich auf mich verlassen. Danke für Ihr schnelles Kommen, ich wusste mir einfach keinen Rat mehr. Ich begleite sie zur Tür.“

Karos Hände strichen über den alten, vertrauten Sofabezug. Das Bild des Doktors unten an der steilen Treppe zum Garten kam ihr wieder in den Sinn. Er hatte sich unten noch einmal umgeschaut. Und nun saß Karo wieder hier im altbekannten Wohnzimmer und dachte an Tante Frieda oben im Bett. Sie hoffte inständig, dass ihr es bald wieder besser ging.

In der Küche kochte das Wasser für einen Tee. Es war Abend geworden. Die Sonne ging mit letzten Strahlen hinter der Gartenmauer unter und die Insekten begannen ihr nächtliches Sommerkonzert. Karo hatte leise nach Frieda geschaut, sie schlief friedlich in ihrem Bett. Karo trug ihre Reisetasche in das Gästezimmer, welches neben an war. Das Zimmer war klein. Ein Bett, ein Schrank und ein Tisch mit Stuhl am Fenster. Kühle Abendluft strömte in das warme Zimmer, als sie das kleine Fenster zur Rückseite des Hauses öffnete. Die alten Obstbäume auf der Wiese mit dem hohen Gras rauschten leise im Wind. Dazwischen sah man die Nachbarhäuser, ähnlich gebaute, meist zweistöckige Villen mit hohem Dach.

Schnell war Ihre Wäsche im Schrank verstaut und die Waschutensilien in das gegenüberliegende Bad gebracht. Der Tee in der Küche war durchgezogen. Karo setzte sich mit der dampfenden Tasse auf die Terrasse mit ihren alten Steinen. Kleine Unkräuter sprießten zwischen den Fugen und eine Amsel kämpfte am Rand mit einem Regenwurm. Sie schaute zum Schlafzimmerfenster ihrer Tante, alles war ruhig und friedlich. Karo hoffte, dass das Schlafen sie beruhigen würde. Und morgen würde sie versuchen, allen Ärger von ihr fern zu halten. Auch sie war schläfrig geworden, die Aufregung des Tages nahm sie mit in Ihr Gästebett. Im Zimmer war es kaum kühler geworden, Karo schlug die schwere Bettdecke zur Seite. Straff, gespanntes, weißes Laken schaute sie darunter an. Die schwere Bettdecke war unpassend für die Jahreszeit. Obwohl sie nur ein kleinen Baumwollslip und ein dünnes ärmellosen T-Shirt trug, war ihr warm. Unruhig schlief sie mit den Eindrücken des Tages ein, die sie bis in ihre Träume verfolgten.

Karo erwachte schreckhaft. Die Sonne stand schon hoch und schien in ihr Zimmer. Etwas hatte sie geweckt. Da war es wieder, ein rumpelndes Geräusch über hier. Und noch einmal. Was war das?  Angespannt lauschte sie. Barfuß, nur im engen T-Shirt schaute Karo vorsichtig auf den Gang. Eine Leiter, die vorher dort nicht war, führte zum Dachboden. Auch Tante Friedas Schlafzimmertür stand offen und ihr Bett war leer. Es war ordentlich gemacht und eine Tagesdecke verdeckte die blütenweiße Bettwäsche.

An der Lucke zum Dachboden kam Bewegung. Erst ein nylonbestrumpftes Bein, dann ein weiteres mit rosafarbenen, kleinen Plüsch-Pantöffelchen. Tante Frieda. Sie trug einen großen Pappkarton auf ihrem Arm und tastete sich schrittweise nach unten. Das farblose, graue Hauskleid war gegen ein leichtes, geblümtes Sommerkleid getauscht worden. Ihre aschblonden Haare waren gewissenhaft zu einem runden, strengen Tut geformt worden. Sie sah deutlich besser und gesünder aus.

„Guten Morgen Karo, was für ein herrlicher Morgen.“ klang die altbekannte Frauenstimme von der Decke herab. Mit runzelten Augenbrauen schaute sie Karo an.

„Bitte bedecke dich Liebes, das hier ist jetzt ein streng christlicher Haushalt.“

Karos genuscheltes „Guten Morgen.“ war kaum zu hören. Sie schaute an sich herunter, Freude ob der Besserung Friedas und Überraschung vermischten sich. Sie stand barfuß nur in Höschen und bauchfreien T-Shirt vor Tante Frieda. Was daran sollte anstößig sein, ging es Karo durch den Kopf. Als Kind hatte sie mit Frieda nackt in der Badewanne gesessen. Sie erinnerte sich plastisch an die legendären Wasserschlachten. Doch schnell war die Überraschung verflogen.

„Tante Frieda, ich freu mich, dass es dir besser geht.“ Frieda wechselte den Karton auf die rechte Seite.

„Ja das lange Schlafen hat mir wirklich gut getan Schatz, danke für dein Hilfe. Doktor Müller ist unschätzbar. Sein Beruhigungsmittel hat mir sehr geholfen. Zum ersten Mal seit Herbert weg ist, konnte ich richtig gut schlafen. Das ist ein Zeichen.“

Karo folgte Frieda in die Küche.

„Und der liebe Herrgott ist mir im Traum erschienen Karo, stell dir das vor, ich sehe jetzt alles klarer. Herbert dieser Teufel ist schuld an meinen Zustand. Er ist schuld an allem, sicher hat ihn der Satan gesandt. Ich habe es schon immer geahnt. Mein Glaube ist mit ihm immer schwächer geworden, aber das ändert sich jetzt.“

Schwungvoll schlug sie den Deckel des Pappkartons zurück. Karo erblickte in der Kiste verschiedene Kreuze und Jesusstatuen. Kleine, große, zum hinhängen und mit Standfüßen. Am Boden der Kiste lagen mehrere alte Bibeln, kunstvoll mit Goldschrift verziert. Stück für Stück legte Tante Frieda alles auf den großen Küchentisch. Sie drückte Karo ein kleines Kreuz und eine Bibel in die Hand.

„Bring das bitte in dein Zimmer und ziehe dir bitte etwas Langes an Kind, so läuft du mir hier nicht rum.“

Verdutzt zog sich Karo zurück und legte die Sachen in ihren Nachtschrank. Noch hier oben hörte sie das geschäftige Werkeln von Frieda im Haus. Die Morgentoilette war schnell erledigt. Karo schloss ihre Zimmertür und ließ sich auf das ungemachte Bett fallen. Der neue Elan überraschte sie. Die Frieda von gestern Abend war verschwunden. Sie hoffte inständig, dass es so bleiben würde. Die kurzen Hotpants, die sie sich für heute herausgelegt hatte, schob sie in den Schrank zurück. Der erhobene Zeigefinger von Doktor Müller kam ihr wieder in den Sinn, keine Aufregung Karo, klangen seine Worte in ihrem Kopf. Stattdessen zwängte sie sich in die enge, blaue Jeans und streifte das rote, kurzärmelige T-Shirt über. Es spannt leicht über ihre Brüste, in der alten Schule hatten sie sie damals für ihren zu großen Busen gehänselt. Es hatte gedauert bis Karo gelernt hatte, sich nicht verstecken zu müssen.

Ihre Lieblingsjeans zeichnete ihren vollen Hintern gut nach und saß knapp auf den Hüften. Karo war zufrieden mit ihrem fraulichen Körper. Schnell waren die Turnschuhe angezogen und sie war wieder auf den Weg nach unten.

Spiegeleier brieten auf dem Herd und Tante Frieda goss gerade Orangensaft in ein großes Glas. Etwas war trotzdem anders. Karo schaute sich um. Natürlich, auf dem Weg durch das Wohnzimmer war ihr das große, neue Kreuz an der Wand aufgefallen. Dort, wo vorher ein Bild gehangen hatte. Genauso hier, das kleine Blumenbild war verschwunden, stattdessen schaute jetzt ein gekreuzigter Jesus vorwurfsvoll auf den sich füllenden Küchentisch. Auf dem Fensterbrett stand ein weiteres kleines Kreuz.

 „Setze dich doch Liebes. Lass uns frühstücken.“ lud sie Frieda an den Küchentisch.

Das ließ sich Karo nicht zweimal sagen nach dem gestrigen, kärglichen Abendbrot alleine auf der Terrasse. Ihre Hand mit dem Brötchen erstarrte in der Luft. Tante Friede saß am Tisch mit geschlossenen Augen und begann ein Tischgebet. Leise und wie mit verbrannten Fingern legte Karo schnell das Brötchen in seinen Korb zurück. Sie verfluchte sich innerlich, dieses Tischgebet war neu hier. Auch sie senkte ihren Kopf und faltete die Hände in den Schoss. Weiter wusste sie nicht. Sie glaubte nicht an den allmächtigen Herrgott, doch sie respektierte die neue, fromme Frieda, wenn es ihr half.

Das laute „AMEN!“ erlöste Karo aus ihrer Haltung, herzhaft langte sie zu und beobachtete Frieda verstohlen von der Seite. Auch Friedas Appetit schien zurückzukehren.

„Ach Karo, ich bin dir ja so dankbar.“ Frieda legte sanft ihre Hand auf Karos Arm. „Gott segne dich und deinen Weg, dafür dich hierher geführt zu haben. Ich kann es kaum erwarten Pfarrer Ulm zu treffen und alle meine Sünde bei ihm zu beichten. Möchtest du mitkommen, sicher hast auch du gesündigt.“ Karo verschluckte sich am Brötchen und musste husten.

„Ach nein, Tante Frieda, mach du das mal alleine, ich werde solange hierbleiben und auf dich warten. Nimm dir so viel Zeit wie du willst. Ich glaube ich werde mal die Möglichkeit nutzen und deine Wanne benutzen. In meiner Studentenwohnung haben wir nur eine Dusche. Die Badetage hier mit dir vermisse ich irgendwie."

Frieda schaute einen langen Moment zum Garten hinaus. Auch sie dachte an die vergangenen, schönen Tage mit Karo und Herbert. Ein dunkler Schatten huschte über ihr Gesicht. Gequält wandte sie sich wieder an Karo.

„Ja tue das ruhig, fühle dich ganz wie zu Hause.“ Karo versuchte im weiteren Gespräch Dinge aus der Vergangenheit zu vermeiden, stattdessen erzählte sie über ihr Studium in Berlin. Schnell war eine Stunde vergangen, der Tisch abgeräumt und der Abwasch erledigt. Tante Frieda stand mit einer kleinen Handtasche und Strickjacke angezogen im Flur.

„Bis später Karo. Ich treffe mich mit Pfarrer Ulm in der Kirche, möchtest du nicht doch mitkommen. Gott hat auch sicher für dich ein Ohr.“ Karo stellte die letzten Sachen in den Küchenschrank. „Nein, Tante Frieda gehe du mal alleine, wenn etwas ist rufe mich an. Und schone dich bitte. Doktor Müller hat mich ausdrücklich darauf hingewiesen.“

„Das mache ich Karo, der Weg zur Kirche ist nicht weit und jetzt früh sind die Temperaturen auch noch erträglich, also bis später.“ Die Tür fiel laut in das Schloss und es kehrte wieder Stille in das Haus.

Karo scrollte gelangweilt durch die Timeline ihres Instagram-Accounts. Schon nach kurzer Zeit langweilten sie die Bildchen. Sie zögerte einen Augenblick. Ein Bad zu nehmen war keine so schlechte Idee, überlegte sie. Beschwingt stieg Karo die knarzende Treppe hinauf.

Die Badewanne war groß. Eingebaut hatte sie Onkel Herbert, wie er so fast alle Arbeiten am Haus gemacht hatte. Was zwischen den beiden genau vorgefallen war, hatte Karo bisher nicht erfahren können. Doktor Müller hatte sie gewarnt, Frieda brauchte Zeit, ermahnte sie sich selbst. Das warme Wasser schoss in die Badewanne und füllte sie langsam. Der Badezusatz erzeugte reichlich Schaum. Karo warf ihre Hose und Unterwäsche auf einen Stuhl in der Ecke. Dampf kondensiert in der Luft und beschlug langsam am Spiegel. Langsam tauchte sie in das heiße Wasser. Es war herrlich, sie häufte Schaum über ihre Brüste und ließ sich tiefer in das Wasser gleiten.

Die Zeit strich dahin, nach einer Weile zog sich Karo hoch und drehte das heiße Wasser erneut auf. Sie spürte, wie es langsam an ihren Beinen hochkroch. Entspannt sank sie zurück und rutschte wieder tiefer in das Wasser. Wie von alleine wanderten die Hände in ihren Schoß und ertasteten vorsichtig das Innere. Wohlig berührte sie ihre Scham und begann langsam zu reiben. Hinter Karos geschlossenen Augen blitzten immer wieder Szenen vom gestrigen Tag auf. Kurze Fragmente von Frieda und Doktor Müller. Richtig entspannen konnte sie so nicht.

Blinzelnd öffnete sie wieder ihre Augen und schaute auf den gekreuzigten Jesus an der Fliesenwand über ihr. Missmutig schnaufend, griff sie ihr Handy, vielleicht half ihr ja das. Ihr Extra-Account bei Instagram für diese gewissen Stunden allein. Es waren hübsche Frauen und Männer in glänzender Kleidung, Glanzleggings, hautenge Anzüge und Gummimode. Karo fand es irgendwie anregend, sie zu betrachten. Sie fand es schön, wie das Licht die Körper formte. Langsam scrollte sie durch die Bilder. Ihre Hand begann weiter ihren Schritt zu massieren. Sie stöhnte leise und kam in Stimmung, das ziehen in ihren Unterleib wuchs.

Sie blinzelte kurz Richtung Jesus. Ein großer Schatten bewegte sich hinter hier. Karo erschrak und rutschte ein Stück tiefer in die Wanne. Wasser schwappte über ihre aufgestellten, empfindlichen Nippel. Seifenwasser lief in ihren Mund und sie musste husten. Beim Umdrehen erkannte sie Tante Frieda.

„Huch Tante Frieda, du hast mich aber erschreckt. Ich bin gleich fertig hier.“  Leichte Röte stieg in Karos Gesicht. Ihr war es peinlich so ertappt worden zu sein, sie hatte Frieda überhaupt nicht gehört. Sie versuchte die Situation, mit Gleichgültigkeit zu überspielen. Doch Frieda bewegte sich nicht.  Sie stand mit versteinertem, erstauntem Gesicht da, wie eine Steinsäule. Karo drehte sich erneut zu ihr und legte das Handy auf den Stuhl neben der Wanne.

„Tante Frieda, bitte einen Moment, ich komme gleich raus.“ Es dauerte einen Moment bis Frieda ihre Sprache wieder fand.

„Was machst du denn da Kind.“ Ihre Stimme hatte ein verdächtig, brüchigen Ton angenommen. Ihr Augen wanderten unstet im Raum hin und her.

„Das ist Sünde, man berührt sich nicht selbst. Die Frau ist nur für den Mann erschaffen worden.“ Karo bewegte sich im Wasser.

„Bitte Tante Frieda, lasse uns darüber nicht streiten, normalerweise klopft man ja auch wenn man in das Bad will.“ versuchte Karo die Lage zu retten.

„Und was sind das überhaupt für Bilder die du da anschaust?“ Tante Frieda griff sich Karos Handy, was noch immer an war.

Schnell scrollte sie durch die Fotos. Sie blieb bei einer schwarz glänzenden Frau mit einer Gasmaske auf dem Gesicht hängen. Ihre Lippen bebten jetzt und Ihre Augen füllten sich mit Tränen.

„Nein Karo, über genau so etwas habe ich eben mit Pfarrer Ulm gesprochen. Das ist eine große Sünde. Genau das ist der Grund, warum Herbert den Teufel anheimgefallen ist.“

Karo versuchte ihre nackten Brüste mit einem Arm zu bedecken und angelte sich das große Handtuch. Sie verstand gar nichts. Was hatten diese Bilder mit Frieda zu tun und überhaupt, das wurde jetzt alles zu viel. Sie wickelte sich schnell in das weiße Tuch und stieg tropfnass aus der Wanne. Erst jetzt sah sie, wie aufgelöst Frieda dastand. Die Frieda vom Morgen war verschwunden. Sie sah wie gestern Abend aus. In Karo nagte das schlechte Gewissen. Wie sollte sie sie jetzt beruhigen? Tante Frieda reichte ihr das Handy zurück.

„Nein, noch einmal wird der Teufel hier nicht siegen, das lasse ich nicht zu Karo. Nein du nicht, ich werde dich retten. Ja genau, Gott ist mein Zeuge, ich Frieda Schneider werde dich Karo retten. Du wirst nicht der Sünde anheimfallen. Nicht auch du und diese lästerliche, glänzende Kleidung des Teufels. Er wird nicht obsiegen. Und ich weiß auch schon wie. Pfarrer Ulm hat mir den Weg gezeigt, gestehe deine eigenen Sünden und tue Buße. Das waren seine Worte.“ Frieda hatte sich aufgerichtet. „Ich werde dir den Teufel zeigen Karo, damit du dein Fehler hier und jetzt erkennst.“ Schwungvoll senkte Frieda ihren hoch erhobenen Zeigefinger und stürmte aus dem Badezimmer.

Karo verstand überhaupt nichts. Sünde, Buße, Fehler, klang es laut in ihrem Kopf. Es waren doch nur kleine Bildchen und wer masturbierte heute nicht, sagte sie sich selbst. Es ist doch nicht das Mittelalter. Karo trocknete sich langsam ab und schaute dabei hinauf zum vorwurfsvoll dreinblickenden Jesus über ihr. Diese neu entdeckte Frömmigkeit Friedas, war Karo nicht so recht geheuer. Aber wenn es Frieda half, ihren Schmerz zu überwinden. Karo musste Ruhe bewahren und konnte nur schauen wie es sich weiterentwickelte.

Sie streifte sich ihren Slip über. Gerade als sie in die Hose steigen wollte, stand Tante Frieda wieder vor hier.  Unter dem Arm hatte sie ein undefinierbares, schwarzes Stoffpaket geklemmt. In den Händen hielt sie weitere schwarze Anziehsachen.

„Die Sachen kannst du gleich wieder ausziehen. Du ziehst das hier an.“ Dabei drückte Tante Frieda ihr einen schwarzen Slip und genauso schwarze Socken in die Hand.

„Hier Karo, hier siehst du meinen Fehler und meine Sünde. Das hat mich Herbert gezwungen anzuziehen, zu seinem Vergnügen.“ Frieda schaute zum Jesuskreuz und eine Träne lief über ihre Wange.

Karo betrachtete den schwarzen Slip in ihrer Hand genauer. Er fühlte sich glatt und fremd an. Aber auch seidig und anschmiegsam. War es das, was sie dachte, Gummi?

„Ja es ist Gummi.“ fuhr Frieda in ihrer Predigt fort. „Dieses sündige Material des Teufels und der Wollust. Als wenn ich Herbert als nackte Frau nicht genug war. Er wollte das ich es trage, um seine Lust zu steigern. Gott weiß wie ich mich zu Beginn gesträubt hatte. Doch auch ich bin schwach und ihm erlegen. Ja, ich empfand Lust beim Tragen des lüsternen Stoffes. Aber jetzt nicht mehr. Pfarrer Ulm sagt, es gibt Erlösung. Ich muss nur stark sein und du Karo bist es noch nicht. Ich werde dir die Versuchung des Teufels zeigen und dir helfen ihn zu überwinden. Aber man muss den Teufel kennen. Auch das sagte Pfarrer Ulm zu mir. Also wirst du es diesen Tag tragen und du wirst erkennen wie falsch es ist.“

Karo zögerte, das Gummihöschen glitt durch ihre Hand. Was sollte das Ganze. Sie verstand noch immer nicht. Ja sie war überrascht, dass Tante Frieda so etwas besaß. Und ja, auch ihr Geständnis überraschte Karo. Aber was hatten diese private Spielerei mit Karo zu tun. Die Fotos waren ihre eigene Sache, deswegen Gummisachen anziehen, kam für sie nicht in Frage.

„Was ist Karo, ziere dich nicht, die Versuchung liegt in deiner Hand.“ forderte sie Frieda auf. „Lass mal Tante Frieda, ist schon in Ordnung, tue die Sachen wieder weg. Ich habe es verstanden.“ erwiderte Karo diplomatisch.

Weitere Tränen liefen über Friedas Wangen. Rote Flecken hatten sich an ihren Hals gebildet und ihre Lippen zitterten stärker. Karo schwankte, sie wollte das hier nicht, es war unangenehm. Ich bin eine erwachsene Frau, sprach sie sich selbst Mut zu. Frieda begann zu schluchzen und betete leise. Karos Gefühlswand bekam erste Risse und dann fiel sie. Karo schaute noch einmal auf die schluchzende Frieda, ein Rosenkranz wanderte durch ihre Hand. Der mahnende Doktor Müller kam Karo wieder in den Sinn. Sie gab sich einen Ruck. Der dehnbare Slip rutschte über die Hüfte und spannte glatt über ihre Scham. Das glänzende, schwarze Gummi fühlte sich kalt an, aber schnell verging das ungewohnte Gefühl. Die schwarzen Gummisocken schnalzten leise, als sie sich um ihre Fesseln legten. Ein ungewöhnliches und fremdes Gefühl, dieses Gummi auf der Haut. Ein Büstenhalter und kurze Handschuhe kamen als nächstes, sie passten gut.

Frieda schaute Karo in ihrer Gummiunterwäsche einen Moment lang an. Sie schien sich etwas zu beruhigen. Das Paket unter ihrem Arm entrollte sich und entpuppte sich zu Karos Überraschung als schwarz, glänzender Overall. Auch er war aus Gummi. Frieda half Karo den Anzug anzuziehen. Arm- und Beinbündchen lagen eng an. Ein breites und enges Raffband in der Taille hielt den Anzug über Karos Hüften. Frieda schloss den Reißverschluss und ein hoher Stehkragen legte sich eng um Karos Hals. Sie schaute in den Badespiegel und war überrascht von ihrer Verwandlung. Das Licht der hellen Fliesen ließen die Falten des lockeren Anzugs bei jeder Bewegung aufblitzen. Leicht strich das Material über ihre Haut. Es war ungewohnt aber nicht unangenehm. Vom Kopf abwärts war Karo wie in schwarzer Lackfarbe gegossen. Sie hatte nicht bemerkt, wie Frieda kurz verschwunden war. Die Schlafzimmertür fiel zu und Frieda war wieder im Bad. Sie hielt hochhackige, schwarze Pumps zum Anziehen hin. Karo wunderte sich immer mehr über Frieda und Herbert. Sie sah die Beiden jetzt in einem anderen Licht, aber auf keinen Fall in schlechterem. Vorsichtig machte Karo ein paar Schritte auf den ungewohnt, hohen Schuhen, laut klackten die Absätze auf dem Fliesenboden. Friedas Blick blieb düster.

„So Madam nun siehst und merkst du selbst, wie der Teufel verführen kann. Diese sündigen Sachen behältst du den Tag über an. Du kannst mir im Haushalt helfen. Komm jetzt mit.“ Friedas Stimmung hatte sich nicht weiter verschlechtert, Karo schien das ein gutes Zeichen.

Die Situation war noch immer angespannt und Karo schämte sich etwas vor Frieda in diesen Gummisachen stehen zu müssen. Doch der Preis war gering gegenüber ihrer Aufgabe hier. Karo schluckte ihre Gefühle herunter, Frieda war ihr wichtig. Karo folgte Frieda nach unten. Beim Gehen machte der Gummianzug leise, raschelnde Geräusche und glitt stimulierend über ihre Haut. Die hohen Pumps machten das Gehen nicht einfach. Sie war es nicht gewohnt, solch hohe Schuhe zu tragen. In der Küche drückte Frieda ihr einen Eimer und Lappen in die Hand.

„Lass uns die Küchenschränke auswischen, ich bin länger nicht dazu gekommen.“ Frieda brütete noch immer in ihrer dunklen und wortkargen Stimmung.

Sie begannen die Schränke auszuräumen. Nach einer Weile bemerkte Karo, wie erste einzelne Schweißtropfen aus ihren Achseln den Arm hinunterliefen. Das Räumen und wischen strengte sie an und ihr war warm geworden. Der Gummianzug ließ keine frische Luft an ihre Haut. Sie holte sich ein Glas Wasser und setzte sich an den Küchentisch. Er war noch immer mit Geschirr zugestellt. Nun spürte sie die Feuchtigkeit auch in ihrem Schritt. Der Gummischlüpfer rutschte feucht über ihren Po beim Sitzen. Die Nässe im Schritt war ungewohnt. Karo nestelte am Reißverschluss. Der enge Kragen und die gummierten schwarzen Finger machten es nicht leicht, den kleinen Verschluss zu fassen. Kurz darauf öffnete er sich und etwas Luft kühlte ihr feuchtwarmes Dekolleté. Frieda machte auch eine Pause und setzte sich mit eine Glas Wasser dazu. Sie schaute Karo mit einem unbestimmbaren Blick an.

„Herbert wollte immer, dass ich so etwas für ihn anzog. Er war dann immer ganz begierig auf mich.“ Karo rutschte unruhig auf ihrem nassen Hintern.

„Aber Frieda, das ist doch etwas zwischen dir und Herbert, der Pfarrer hat damit doch nicht zu tun.“ Frieda schaute sie scharf an.

„Aber Pfarrer Ulm sagte, dass man sich der Sünde stellen müsse und gegen sie ankämpfen muss. Und nun ist mein Herbert fort, weil ich nicht gekämpft habe. Aber du wirst kämpfen Karo, nicht wahr?“ Friedas Hand drückte fest auf Karos Arm.

Das Gummi des Ärmels quietschte leise. Der veränderte Ton in Friedas Stimme war neu. Instinktiv zog Karo ihren Reißverschluss zu und der feucht, warme Gummi legte sich wieder eng und luftdicht um ihren Hals.  

Es war später Nachmittag geworden. Die Sonne stand nicht mehr ganz so hoch und die Obstbäume an der Terrasse spendeten reichlich Schatten. Karo lag auf der Liege und versuchte zu lesen. Die verschwitzten Gummisocken und Handschuhe hingen über der Lehne des Nachbarstuhles neben ihr. Eine kleine Pfütze hatte sich darunter gebildet. Karo hatte sich ein Buch aus Friedas Regal geholt, doch sie konnte sich einfach nicht auf die Buchstaben konzentrieren. Immer wieder wanderten ihre Hände über die glatte Oberfläche ihres Overalls. Nass klebte der Gummi auf ihren Brüsten und reizte die eh schon empfindlichen Brustwarzen. Sie stachen schon wieder verräterisch durch den dünnen Anzugsstoff. Karo war sich nicht sicher, doch irgendetwas bewirkte Friedas Gummikleidung. Seit sie sie tragen musste, war sie aufgekratzt und unruhig, der feuchte Gummislip war tiefer in ihren Schritt gerutscht und massierte sie leicht beim Gehen. Es war anregend und abstoßend zugleich. Sie öffnete wieder den Reißverschluss des Anzuges, ihre Haut glänzte feucht darunter. Auch Frieda bemerkte Karos unruhiges Herumgerutschte auf der Sonnenliege. Abrupt schlug sie die dicke Bibel, in der sie seit Stunden lass, zu.

„Ich bin mal kurz telefonieren, keine Dummheiten junge Dame.“

Ertappt ließ Karo ihre wandernden Hände neben sich auf die Liege fallen. Was tue ich hier, fragte sie sich innerlich. Sie war kein kleines Mädchen und Frieda auch eigentlich nicht ihre Tante. Ihr altes, verkauftes Elternhaus war nur ein paar Straßen weiter gewesen. Frieda und ihre Mutter kannten sich von früher und gelegentlich passten Frieda und Herbert auf sie auf. Sie waren ein junges und cooles Paar und hatten das alte Haus hier gekauft. Karo fand es als Kind immer schön hier. Sie hatte hier die Freiheiten, die sie zu Hause nie haben durfte. Gut, Frieda machte im Moment eine schwere Zeit durch, sich einen Tag von ihr in einen Gummianzug stecken zulassen, war aber schon etwas merkwürdig. Karos Hand zupfte an der Gummifalte an ihrem Oberschenkel. War es das wirklich, kreiste die Frage in ihr.

Doktor Müller erschien wieder vor Karos geistigen Auge, KEINE AUFREGUNG, dröhnten die Worte in ihrem Kopf. Das Bild des Doktors ersetzte Frieda. Sie stand vor ihr. Mit der Sonne im Rücken wirkte sie größer. Das Telefon hatte sie noch immer in der Hand. In der anderen Hand ließ sie wieder den Rosenkranz mit dem kleinen Kreuz durch ihre Finger gleiten.

„Ich habe gerade noch einmal mit Pfarrer Ulm gesprochen. Er bestärkte mich in meine Vorhaben dich und mich vor dem Fegefeuer zu retten.“ Karo verzog die Mundwinkel, schon wieder dieser Pfarrer Ulm, dachte sie bei sich. Die Beiden sprachen zu viel in letzter Zeit zusammen. Frieda fuhr fort.

„Er bestärkte mich, nicht nachzulassen und weiter gegen die Sünde des Teufels zu kämpfen. Du kannst dich jetzt duschen und deine Kleidung säubern. Beziehe bitte dein Bett neu, ziehe dich oben um und dann kommst du zum Abendessen.“ Frieda griff sich wieder ihre Bibel, das Gespräch schien zu Ende und sie verfiel wieder in brütende Stimmung.

Die Anweisungen waren eindeutig. Karo freute sich darauf, aus den hohen Pumps und den nassen Gummianzug zu kommen.  Auf dem Weg nach oben grübelte sie. Ihr Widerstand bezüglich dieser Gummikleidung war unnötig geworden, scheinbar war Frieda doch zur Vernunft gekommen. Wieso noch etwas sagen, fragte sie sich selbst. Das Bad brauchte sie dringend. Die Hausarbeit und das ständige leichte Schwitzen hatte sie mehr ausgelaugt, als sie gedacht hätte. Doch nun war es zu Ende. Klatschend fiel Anzug, Slip und Socken in die Badewanne. Sie wusch alles gründlich aus, dann hing sie die Sachen auf den kleinen Wäscheständer. Das nasse Gummi tropfte auf den Fliesenboden, während sich Karo in der Wanne den Schweiß von ihrer Haut wusch.

Ihre alten Anziehsachen von heute Morgen waren aus dem Bad verschwunden. Sicher hatte sie Frieda ordentlich in ihr Zimmer gelegt. Karo spähte den Flur entlang, alles war ruhig. Schnell huschte sie mit dem kurzen Handtuch vor der Brust über den Gang und schloss die Tür. Auf ihrem Bett lag ein dunkles glänzendes Paket.

 

Karo suchte ihre Kleidung. Auf dem Bett lagen sie nicht und auch im Schrank, waren sie nicht zu finden. Angestrengt überlegte sie, wo waren ihre Sachen? All ihre Kleidung schien verschwunden. Selbst die Tasche war weg. Karo grüppelte weiter, was sollte das, wieso nahm Frieda ihre Sachen weg? Karo sucht ein zweites Mal, nichts. Das einzige neue Kleidungsstück was sie fand, war ein lächerliches hellblaues Babydoll-Kleidchen aus Gummi. Passend dazu hing auf dem Kleiderbügel eine weite füllige Pumphose und hellblauen Söckchen dazu. Alles war mit glänzende Gummirüschen verziert. Diese lächerlichen Mädchensachen ziehe ich auf keinen Fall an, beschloss Karo. Frieda konnte sich was anhören, Karo hatte die passenden Worte schon in ihrem Kopf. Sie hatte schon die Türklinke in der Hand. Im Badetuch konnte sich schlecht nach unten gehen, der nasse Overall auf der Leine kam auch nicht frage. Widerwillig stieg sie in das weite Pumphöschen. Eng umschloss der Rüschenrand ihre Schenkel und Hüfte und bauschte den Gummistoff dazwischen locker und faltig auf. Es sah einfach grotesk aus. Missmutig streifte sie den hellblauen Gummibabydoll über. Kleine Puffärmel und ein rüschenbesetzter Kragen legen sich um Arm und Hals. Der opulente Rüschenrand des Kleidchens reichte gerade so über ihren gummierten Po. Mit den angezogenen Rüschensöckchen, hatte sich ihr Aussehen nicht verbessert. Sie sah wie ein kleines, altmodisches Mädchen aus. In diesem Outfit mit Frieda zu reden, ließ sie nicht gerade überzeugend auftreten.

Karo drehte sich vor dem Spiegel und grübelte weiter. Vielleicht ergab sich eine Gelegenheit zum Abendbrot. Sie musste diplomatisch vorgehen. Einen Streit oder gar Eskalation musste sie vermeiden. Sie rief sich in Erinnerung, warum sie hier war, ich habe es Doktor Müller versprochen.

Beinah mechanisch hatte sie begonnen, ihr Bett zu beziehen. Die Bettwäsche war schwer, sehr schwer. Karo schaute auf schwarzes Gummi. Gedankenversunken griff sie in den glänzenden Stoff. Was zum Teufel hatte Frieda noch alles in ihrem Haus? Sie fand es schon befremdlich, solche Kleidung zu besitzen. Aber Bettwäsche aus diesem Material. Karo zögerte erneut. Frieda hatte tatsächlich die Idee, dass sie so die Nacht verbringen sollte. Ging das nicht zu weit, fragte sich Karo. Wie konnte sie von ein paar Bildchen in der Badewanne hierherkommen? Sie strich das glänzende Bettlaken glatt, die schwere Gummidecke klatschte mit lautem Geräusch darauf. Das kleine, warme Zimmer roch intensiv nach Gummi. Trotz der Wärme, lief Karo ein kalter Schauer über den Rücken. Die Vorstellung so eine Nacht verbringen zu müssen, fröstelte sie. Auf der anderen Seite war da aber auch wieder dieses leichte Ziehen im Unterleib, ihre Libido meldete sich zu Wort und trieb kribblige Aufregung in ihren Schoß. Die Situation war neu und aufregend für sie. Karo schien in ihrem Gefühlssalat zu ertrinken, was war richtig, was war falsch? Sie kannte diesen Pfarrer Ulm nicht, seine und Friedas Sünden beeinflussten nun auch sie. Karo musste sich nicht selbst überzeugen, es gab keinen Teufel, das war so sicher wie das Amen in der Kirche. Karo schlüpfte wieder in die schwarzen Pumps und ging stolz, soweit die altmodische, mädchenhafte Gumminachtwäsche es zuließ, nach unten. Frieda wollte um ihr Seelenheil kämpfen, also kämpften sie. Karo strich ihr kurzes Gummikleidchen glatt und trat in die Küche.

Über Friedas Gesicht huschte ein kurzes Lächeln, bevor es wieder in Trübsal zurückfiel. Karo setzte sich, vernehmlich knisternd, an den Küchentisch. Ihr neues Aussehen behagte ihr noch weniger, wie der schwarze, schwitzige Overall zuvor. Sie fühlte sich wie ein lächerliches Gummipüppchen. Wie sollte sie so ein ernstes Gespräch zwischen zwei erwachsenen Frauen führen. Schweigend nahmen sie ihr Abendbrot ein. Frieda brach als erste die Stille.

„Danke Karo, dass du das hier auf dich nimmst. Sicher fällt es dir schwer, diese sündigen Sachen tragen zu müssen. Es soll keine Strafe sein, sondern dich zum Nachdenken anregen. Du sollst die Bedeutung der Liebe einer anständigen und keuschen Frau zu einem Ehemann erkennen.“

Karo zupfte am Rüschenrand ihres Nachtgewandes. Da sprach wieder Pfarrer Ulm aus Frieda. Ihre Tante malträtierte den Rosenkranz in der Hand und fuhr in ihrer Predigt fort.

„Du sollst dein sündiges Tun im Bad und auf der Terrasse ….“ Karo hob zu Widerrede an.

„…. Ja Karo, ich habe dich beobachtet und Pfarrer Ulm berichtet.“ Jetzt war es Karo zu viel.

„Jetzt langt es aber Frieda. Was geht es Pfarrer Ulm an, wenn ich hier den ganzen Tag in Gummikleidung rumlaufen muss. Ich mache das für dich, ich will dir helfen Frieda. Du hast dich da in was verrannt. Es geht doch um dich, du musst versuchen die Trennung zu verarbeiten und ich will dir dabei helfen. Aber ich glaube auch, jetzt ist es genug.“

Friedas Lippen begannen wieder zu zittern und ihre Augen glänzten voller Tränen.

„Aber ich will dir doch auch helfen Karo.  Es langt doch, wenn eine für ihre Sünden bestraft wird. Dich können wir noch retten, aber nur gemeinsam. Nur durch die bewusste Beobachtung deiner Gefühle, Reaktionen und Gedanken können wir dich retten.“

Karo hörte wieder den Pfarrer predigen. Frieda schluchzte und fuhr fort.

„Also bitte Karo hilf mir.“

Tränen liefen wieder über Friedas Gesicht. Karo fühlte sich schlecht, die Situation hier war festgefahren. Sie war aber auch hier um zu helfen, sicher fanden sie morgen eine Lösung. Durchhalten bis morgen, sprach sich Karo Mut zu.

„Also gut Frieda, ich werde meine Gedanken und Gefühle bewusst beobachten. Ganz wie du und Pfarrer Ulm es möchten.“ ein erleichterter Seufzer von Frieda zeigte Karo, dass sie das Richtige gesagt hatte.

„Sehr schön, meine kleine Karo. Wir bringen dich jetzt ins Bett und morgen ist ein neuer Tag für dich, du wirst sehen, dann wird alles gut.“

Karo erhob sich unter Rascheln vom Küchentisch. Hoffentlich morgen, bat sie innerlich. Sie strich ihr Gummikleid glatt und folgte Tante Frieda die Treppe hinauf. Der süßliche Gummigeruch im warmen Zimmer hatte sich noch verstärkt.

„So, das Fenster machen wir zu, da hast du es die Nacht schön ruhig.“

Karo legte sich in ihr schwarzes glänzendes Bett, Gummi rieb auf Gummi und machte schmatzende Geräusche bei jeder Bewegung. Der Anblick war ungewohnt. Karo merkte schnell wie ihr Hintern am Bettlaken klebte. Das Kissen drückte kühl auf ihr Gesicht, als sie darin versank. Frieda hob die schwere Zudecke und legte sie über Karo. Sie stopfte die Seiten und das Ende zwischen Rahmen und Matratze und schloss Karo wie eine Mumie in ihrem Sarkophag ein. Straff spannte die schwere Decke über ihren Körper. Frieda strich ihre kurzen Haare aus der Stirn und gab ihr einen mütterlichen Kuss auf die Stirn.

„Schlaf gut Liebes, morgen wird alles besser, versprochen.“

Leise schloss Frieda die Tür. Karo war allein. Vom Fenster fiel das letzte Tageslicht in das Zimmer und spiegelte sich in ihren Gummibettdecke. Es war ein merkwürdiges Gefühl, so eingehüllt in Gummi zu liegen. Karo ging das Küchengespräch mit Frieda durch den Kopf, was hatte sie mit morgen gemeint? Sie hoffte, dass Morgen wirklich alles besser werden würde, denn so hatte sie sich ihren Besuch nicht vorgestellt. Karo versuchte einzuschlafen, doch die Szenen des Tages kreisten in ihrem Kopf. Sie fand einfach keine Ruhe. Sich zu drehen war unter der Decke unmöglich. Ihre Nachtwäsche klebte am Gummibettzeug und die straffe Bettdecke engte sie ein. Auch war ihr schon nach kurzer Zeit heiß geworden. Sie spürte wieder, wie der Schweiß aus den Poren schoss. Nass klebte das Nachthemd auf ihrer Haut und Karo meinte, in einer kleinen Pfütze zu liegen. Nur mit Mühe kämpfte sie ihre Arme unter der Bettdecke hervor. Kühle Luft strich über ihre feuchten Arme, aber zu wenig, um ihren heißen Körper zu kühlen. Sie strampelte die schwere Gummidecke von sich. Die Bewegung erhitzte sie nur noch mehr, auch das Öffnen des Fensters half nichts. Beim Aufstehen bemerkte Karo die Pfütze, in der sie lag. Schweißtropfen liefen an ihren Beinen hinab und versickerten im Teppich.

Es war dunkel im Zimmer. Unschlüssig saß Karo auf dem Bettrand, das nasse Nachthemd lag zu hier Füssen. Sie spähte hinaus auf den Flur, beiläufig versuchte sie den klebrigen Gummi der Pumphose von ihrem nassen Po zu ziehen. Alles war ruhig, Frieda schien auch in das Bett gegangen zu sein. Karo überlegte, wo sie ihre Sachen versteckt haben könnte. Im Haus hatte sie Nichts gesehen. Nur das Schlafzimmer, war der letzte Ort, den sie heute nicht gesehen hatte. Vorsichtig öffnete sie Friedas Schlafzimmertür. Da stand ihre Tasche, direkt am Fußende des Bettes. Auf leisen Sohlen schlich sich Karo in das Zimmer und öffnete vorsichtig ihre Tasche. Frieda drehte sich unruhig im Schlaf und stöhnte. Sicher war sie wieder bei ihrem Pfarrer Ulm und kämpfte gegen die Sünde, musste Karo innerlich schmunzeln. Sie griff sich ihre Schlafhose und T-Shirt. Leise schloss sie wieder die Tür und huschte in ihr Zimmer. Erst jetzt getraute sie sich wieder zu atmen. Ihre Brüste bewegten sich im schnellen Rhythmus. Langsam beruhigte sich ihr klopfendes Herz. Gummihose und Friedas Bettzeug landeten auf den Haufen vor ihrem Bett, immer noch genauso erhitzt lag Karo nun wieder in ihrem alten Bettzeug. Die kühle Brise vom weit geöffneten Fenster war eine Wohltat auf ihrer glühenden Haut. Nach langen hin und her wälzen fand sie endlich den ersehnten Schlaf. Ja, morgen würde alles besser, ganz bestimmt, dachte sie bei sich.

Etwas rüttelte Karo in ihrem Traum, ein merkwürdiger Traum. Eine Kirche, eine fremde Frau und ein dämonisches Wesen, vor dem Karo immer versuchte wegzulaufen. Und dazwischen Gummi immer wieder Gummi. Das Rütteln wurde stärker. Karo schlug die Augen auf. Sie war für einem Moment orientierungslos, wo war sie? Sie sah die Decke des kleinen Zimmers. Sonne schien herein und ein blauer Himmel wölbte sich darüber. Das Zwitschern der Vögel und Blätterrauschen drangen an ihr Ohr. Und noch etwas.

„Karo, Karo aufwachen.“

Sie drehte ihren Kopf, Tante Frieda hatte sich über sie gebeugt und schüttelte sie. Erneut hörte sie wieder ihren Namen.

„Karo du hast schlecht geträumt und laut gesprochen.“

Frieda machte ein Schritt zurück.

„Wie sieht es den hier aus“.

Ihre Hand griff das schwarz, glänzende Laken auf dem Boden und zog es aus dem Berg Gummi vor Karos Bett. Klatschend viel es zurück.

„Und Mädel, wie siehst den du überhaupt aus.“

Karo schaute an sich herunter. Das enge kurze T-Shirt war halb über ihre Brüste gerutschte und zu einer verrollten Wurst verdreht. Ihr Höschen klemmte zerknittert tief in ihren Schritt. Friedas Stimme bekam wieder den zittrigen, unheilvollen Unterton.

„Pfarrer Ulm hatte mich davor gewarnt, der Teufel lauert hinter der Tür und wartet auf seine Chance uns zu verführen. Ja davor hatte er mich gewarnt. Und du Karo wolltest mich von Pfarrer Ulm entzweien. Aber dich trifft keine Schuld, aus dir hat der Teufel gesprochen. Nein, dich trifft keine Schuld. Ich bin vorbereitet, Pfarrer Ulm und ich werden deine Keuschheit retten.“ Karo stützte sich auf, sie war noch immer benommen von der Nacht. So recht verstand sie Frieda immer noch nicht.

„Aber Frieda.“ versuchte sie einem kläglichen Versuch, die Wogen zu glätten. Die klamme blaue Gumminachtwäsche klatschte vor ihre Brust.

„Zieh das wieder an junge Dame, mache dich sauber und dann komme wieder hier her. In der Zwischenzeit bereite ich alles für deinen Besuch bei Pfarrer Ulm vor.“

Frieda ließ beim Hinausgehen bewusst die Tür offenstehen. Karo saß noch immer überrumpelt auf der Bettkante, die Füße zwischen dem feuchten Gummi der Nacht vergraben. Besuch bei Pfarrer Ulm, schallte es durch ihren Kopf. Da wollte sie ganz bestimmt nicht hin. Sie war nicht gläubig. Doch Frieda schien kein Widerspruch zu dulden. Sie hatte sich immer tiefer in diese vermaledeite Gummisünde gegraben und zog Karo mit sich. Karo streifte sich wieder ihre noch immer feuchte Gummihose über. Der kühle Gummistoff des Nachthemds ließ sie frösteln. Frösteln ließ sie auch der angedrohte Besuch beim Pfarrer. Resignierend und ohne Lösung des Problems schlurfte sie in das Bad.

Karo ließ sich Zeit, auch wenn sie das Unvermeidliche nur hinausschob. Frieda war wieder in ihrem Zimmer. Das Kreuz der Kette um ihren Hals, schien größer und bedrohlicher auf Karo zu wirken. Ihr Bett war wieder mit dem schwarzen, glatten Gummi überzogen und erfüllte den stickigen Raum mit seinem markanten Geruch. Karo überraschte der neu Berg Gummiwäsche auf dem Bett nicht mehr all zu sehr. Sie erkannte einen langen Humpelrock und eine rote Gummibluse. Frieda und Herbert schienen ihre Beziehung damit schon länger zu bereichern. Ihr Fundus war unerschöpflich. Doch Frieda schien fest überzeugt, den Besuch mit Karo bei Pfarrer Ulm in die Tat umzusetzen. Langsam schwante Karo Böses. Friedas Leidenschaft in allen Ehren, doch sie würde auf keinen Fall in diesem Aufzug zu ihm gehen. Hier im Haus war es eine Sache, sagte sie zu sich selbst, aber Gummi in der Öffentlichkeit, niemals.

„Auf keinen Fall Frieda, die Gummisachen werde ich nicht anziehen.“ protestiert Karo.

Frieda baute sich vor ihr auf. Ihr Atem ging stoßweise.

„Aber ich will dich doch retten, meine Karo. Und Pfarrer Ulm auch. Du darfst nicht in das ewige Fegefeuer kommen, nein, du nicht.“ Ihre Stimme brach und sie griff sich theatralisch an ihr Herz.

Karo wankte, was tat sie hier? Frieda rappelte sich wieder auf und küsste das kleine Kreuz an ihrer Kette. Doktor Müller tauchte wieder vor Karos geistigen Auge auf. Keine Aufregung, hallten die Worte erneut in ihrem Kopf. Alles um sie herum schwankte. Ihr Blick wechselte fahrig zwischen der wieder schluchzenden Frieda und der Gummiwäsche auf ihrem Bett hin und her. Ihr Widerstand brach. Resignierend zog Karo ihre Gumminachtwäsche aus und griff sich die hohe, schwarze Miederhose und den BH, welche zu Oberst lagen. Der kühle Gummi spannte straff auf ihrer Haut. Die schwarzen Gummistrümpfe befestige sie an den Strapsen der Miederhose. Bei den langen, engen Handschuhen half ihr Frieda. Stück für Stück verschwand Karos Haut unter den sündigen Gummi, wie es Frieda bezeichnete. Die rote, glänzende Bluse folgte als nächstes. Die weiten Puffärmel gingen in enge Stulpen am Unterarm über. Weiter, faltenreicher Stoff lag auf ihren Brüsten. Der enge Gummi um den Unterleib hatte etwas von einem Stützmieder. Mehrere Lagen von großen Zierrüschen am Kragen, ließen Karos Brust noch größer erscheinen. Der steife hohen Kragen war unbequem. Abschluss bildete ein Rüschenband unter ihrem Kinn. Bei jeder Bewegung machte es sich bemerkbar. Frieda reichte Karo den engen Humpelrock. Der stabile, schwarze Gummistoff und der enge Rand mit dem Rüschenband reichten weit über die Knie und ließen nur kleine Schritte zu. Auch die schwarzen Pumps vom Vortag standen wieder bereit. Karo schaute erschrocken in den Spiegel. Sie hatte sich stark verändert. So sollte sie zum Pfarrer gehen, natürlich fiel sie auf, wer würde das nicht. Eine junge Frau vom Hals abwärts in mehrlagiges Gummi versiegelt. Die Vorstellung war abstoßend aber auch irgendwie prickelnd. Karos Hand strich über den glänzenden Stoff.

„Lass uns schnell Frühstücken Karo, Pfarrer Ulm wartet sicher schon auf uns.“ Frieda schob sie vor sich her aus ihrem Zimmer.

Die ungewohnte Kleidung engte Karo stark ein. Die Gummiunterwäsche drückte spürbar auf ihren Körper, überall rieb und ziepte es. Jede Bewegung viel schwerer. Ihr Rock behinderte sie, genauso wie der enge Kragen. Die mehrlagige und vor allem luftdichte Kleidung, taten ihr übriges. Schnell verschwanden das Prickeln und ein flaues Gefühl der Aufregung breitete sich in Karos Magen aus. Frieda schien Recht zu behalten, diese direkte Art der Konfrontation mit ihrem Teufel Gummi gefiel Karo nun so gar nicht mehr.

Sie nippte lustlos an ihrem Kaffee. Karo hatte kaum das Brötchen hinunter bekommen. Der bevorstehende Ausflug hatte ihr jeden Appetit genommen. Sie rutschte unruhig in ihren Gummisachen auf dem Küchenstuhl. Friedas Laune schien sich jedoch gebessert zu haben. Die Aussicht, ihre gummierte Karo retten zu können, hatten sie ihre alten, eigenen Sorgen vergessen lassen. Geschwind hatte sie den Frühstückstisch abgeräumt und schnell aufgewaschen Auch Karo erhob sich unter lautstarkem Quietschen ihres Gummikostümes. Frieda war kurz nach oben gegangen und kam nun, die cremefarbene Strickjacke über ihr Sommerkleid gezogen, zurück. Ein weißes, dünnes Blumenkopftuch bedeckte locker ihre Haare. Über den Arm hielt sie einen glasklaren durchsichtigen Regenmantel. Karo machte ein Schritt zurück in Küche.

„Ich lasse dich doch nicht ohne Jacke rausgehen, junge Dame und in der Kirche bedecken wir Frauen natürlich unsere Haare. Also bitte Karo.“

Frieda hielt ihr den Mantel zum Anziehen hin. Karo nahm leise murrend das Angebot an. Was mache ich hier, fragte sie sich. Ihre Reise schien tiefer und tiefer zu gehen. War das schon Teil ihrer persönlichen Hölle? In Karos Kopf drehte sich wieder alles, diese kirchlichen Metaphern machten sie immer verrückter. Sie hatten sich schon bei ihr eingenistet. Der Plastestoff des Mantels knirschte laut. Frieda begann die Knöpfe zu schließen. Mit einem kräftigen Ruck zog sie den Taillengürtel stramm. Karo musste ausatmen. Ehe sie sich versah, steckten ihre Hände in den Taschen des Mantels und wurden von Frieda mit kräftigen Knöpfen darin gesichert. Karo versuchte ihre Hände wieder zu befreien.

„Was soll denn das Frieda, das muss jetzt aber wirklich nicht sein, mache das bitte wieder auf.“ doch Frieda war noch nicht fertig mit ihr.

Sie verband das Verstärkungsband am Arm des Mantels mit dem stabilen Gurt um die Taille und zurrte Karos Ellenbogen im Rücken unverrückbar daran fest.

„Keine Angst, dass ist alles zu deinem Besten Karo. Pfarrer Ulm warnte mich, du würdest Zweifeln und dich natürlich auch wehren. Der Teufel in dir spürt die Nähe Gottes. Die Konfrontation mit deinem Teufel wird nicht einfach sein. Auch das sah Pfarrer Ulm voraus. Er nannte es gestufte Konfrontationstherapie. Je weiter wir gehen, desto steiniger würde auch der Weg werden. Also sei tapfer meine Karo. Du sollst wissen, dass ich das hier auch nicht gern mit dir mache, aber es muss sein. Für dich.“ Frieda hatte nun auch ihren zweiten Arm an den Taillengurt fixiert.

Karo zerrte ergebnislos an ihren Armen, sie konnte sich nicht aus ihrem Mantel befreien. Frieda schien noch nicht fertig mit ihr zu sein. Sie hielt lächelnd eine rote Badekappe vor Karos Gesicht. Der Riemen mit dem Verschluss daran, wippte leicht.

„Damit bedecken wir jetzt deine Haare.“ Karo zog ihren Kopf weg.

„Ich möchte das nicht Frieda, bitte.“ Doch alles Betteln half nichts, Frieda zog die hässliche, geblümte Gummibadekappe über ihren Kopf.

Karo kam sich wie im Schwimmunterricht vor. All die kleinen runden Gummiköpfe, jeder hasste es damals, diese Gummibadekappen tragen zu müssen. Die Kappe drückte auf ihren Kopf und der Rand lag eng über ihrer Stirn. Der breite Riemen zog sie noch fester und drückte spürbar gegen das Kinn. Ihr Aufzug war einfach lächerlich. Doch nicht genug, Frieda umhüllte ihren gummierten Kopf mit einer weiteren Lage dieses alles bestimmenden Material hier. Das schwarze Gummikopftuch legte sich an Karos Wangen und der enge Knoten drückte zusätzlich gegen ihr Kinn. Das schwarze Kopftuch rammte ihr Gesicht, verdeckte jedoch nicht die rot leuchtende Gummikappe darunter. Zusammen mit dem Kragen des Regenmantels konnte Karo ihren Kopf kaum noch bewegen. Alles engte sie ein, ihr war warm unter den Schichten der Kleidung. Erneut zerrte sie an ihren fixierten Armen, doch es war aussichtslos. Frieda öffnete die Haustür und helles Licht fiel in den Flur. Unerbittlich schob sie Karo hinaus in das Freie. Karo musste sich auf das Treppensteigen konzentrieren, die Treppe hinab zum Garten war steil. Frieda hatte sich bei ihr eingehackt, unten am Gartentor blieb Karo stehen. Mit voller Wucht, wurde ihr eigenes Aussehen bewusst, so hinaus auf die Straße gehen zu müssen, gefangen und verpackt in Gummi. Der Straßenlärm schien trotz ihrer bedeckten Ohren unter der Badekappe, lauter zu werden. Sie wollte das nicht. Ihr war heiß und sie konnte sich nicht frei bewegen. Für einen letzten Versuch schaute sie Frieda flehend an.

„Bitte Frieda, ich gehe mit dir zum Pfarrer, wenn du möchtest, aber lass mich die Sachen hier ausziehen, ich habe es jetzt verstanden.“ Frieda schob zärtlich das enge Gummikopftuch aus Karos Gesicht.

„Das weiß ich doch und genau deshalb dürfen wir jetzt nicht schwach werden. Es ist nicht deine Schuld, der Teufel sitzt in deinem Schoß. Na los, lassen wir uns ihn da raustreiben.“ Karo hörte wieder den Pfarrer, sie hätte heulen können.

Frieda zog sie mit einem kräftigen Ruck auf die Straße und weiter zur Straßenbahnhaltestelle an der Ecke. Karo senkte ihren verpackten Kopf so tief der enge Kragen des Regenmantels es zu ließ. Sie schämte sich zutiefst.

An der Haltestelle schien sich das Warten auf die Straßenbahn zur Ewigkeit zu ziehen. Zu Beginn standen nur Karo und Frieda unter der kleinen Glasüberdachung der Haltestelle. Je mehr Zeit verstrich, desto mehr Leute sammelten sich. Karo drückte sich in die hinterste Ecke und versuchte den verstohlen, abschätzigen Blicken der Frauen auszuweichen. Schlimmer noch waren die lüsternen unverhohlenen Blicke eines jungen Mannes, der sie förmlich auffraß mit seinen Augen. Das leise Klicken der Handykamera versuchte Karo zu ignorieren. Sie war dankbar, dass Frieda neben ihr stand. Hier Haltung hatte sich verändert, sie war größer und zeigte ihre Zugehörigkeit zu der für einen Sommertag unpassend gekleideten Karo. Endlich kam die erlösende Straßenbahn.

Behindert durch ihre fixierten Arme im Regenmantel, stieg Karo unbeholfen die Treppe hinauf. Eine ältere Dame machte ihr Platz. Sie schaute sie mit großen Augen an. Der glasklare Regenmantel konnte die Haltegurte der Arme nicht verbergen und auch nicht ihre glänzende Gummikleidung darunter. Karo ließ sich auf den freien Sitz neben der starrenden Dame fallen. Ihr Kopf glühte unter den Gummischichten und sie wünschte sich unsichtbar zu sein. Ihr war wieder heißer geworden unter den luftdichten Lagen und sie spürte Flüssigkeit in Händen und Füssen. Die stickige Straßenbahn war dabei keine Hilfe.

„Wie viel Stationen noch?“  fragte sie Frieda, die jetzt neben ihr saß.

Frieda tupfte Karos schweißnasse Stirn. „Nur noch zwei Stationen Schatz, dann sind wir schon da. Ich bin stolz auf dich, dass du das hier auf dich nimmst.“ Frieda drehte sich wieder zum Fenster. Der Rosenkranz war wieder in ihrer Hand. Karo seufzte leise, sie hoffte das diese Demütigung das alles hier wert war.  

„Bing, Bing, nächster Halt Klosteranlage Maria Himmelfahrt.“ schallte es aus dem Lautsprecher über Karo.

Sie ruckte hoch. Ihre Kleidung quietschte laut beim Aufstehen. Mit schnellen Schritten floh sie aus der Straßenbahn, um den taxierenden Blicken der Gäste zu entfliehen. Erleichtert schaute sie der abfahrenden Straßenbahn hinter her. Sie und Frieda waren die Einzigen, die hier ausgestiegen waren. Eine breite, von hohen Bäumen gesäumte Allee führte an einem großen Parkplatz vorbei. Sie waren nun außerhalb der Stadt und von lichten Wiesen und Wäldern umgeben. Zwischen den alten Bäumen konnte man einen massigen Kirchturm, umgeben von einer hohen weißen Mauer, sehen.

„Schau nur, ist das nicht ein herrlich friedlicher Ort hier?“ Frieda harkte sich wieder unter und zog Karo mit sich.

Karos Nervosität stieg um ein weiteres Mal. Ein paar Besucherautos standen auf dem großen Platz vor dem Tor des Klosters. Sie liefen an einem großen Kreuz mit dem Schild „Willkommen im Kloster Maria Himmelfahrt“ vorbei. Der sonnenbeschienene Platz vor dem Tor bot keinen Schatten. Karos schwarzes Gummikopftuch schien die Hitze der Sonne spürbar aufzusaugen.  Wassertropfen quollen unter den engen Rand der dicken Badekappe hervor. Sie liefen an ihrer Schläfe entlang, um sie unangenehm auf der Wange zu kitzeln. Sie hatte fast ihre in den Taschen gefangenen Hände vergessen.  Das vergebliche Rausziehen, erinnerte sie wieder an ihre Hilflosigkeit. Ein großes, dunkles Holztor, eingelassen in einem zweispurigen Torbogen, versperrte den Einlass. Frieda war jetzt deutlich schneller gelaufen mit dem Ziel vor Augen. Das Klosterkonvent. Karo schaute die lange hohe Steinmauer entlang, weiter hinten sah man Wirtschaftsgebäude, doch kein Mensch war zu sehen. Frieda zog an dem groben Strick der Glocke am Tor und läutete mehrmals laut.

„Komm jetzt Karo, Pfarrer Ulm wartet sicher schon auf uns.“ Raschelnd setzte sich Karo wieder in Bewegung, die hohen Absätze ihrer Pumps hallten laut auf dem Pflaster als einziges Geräusch hier. Trotz des nahen Waldes, hörte man kaum Vogelgezwitscher. Im Inneren des Klosters tat sich etwas. Man hörte wie sich ein großer Schlüssel im Türschloss bewegte, mehrere massive Riegel wurden bewegt. Eine kleine Pforte im Tordurchgang öffnete sich. In der Öffnung zeigte sich eine gebeugte ältere Frau im einfachem grauen Baumwollkleid. Die weiße Nonnenhaube und der Schleier zeigten ein rundliches, freundliches Gesicht. Das Kleid wurde mit einem Gürtel zusammengehalten, an dem ein großer Schlüsselbund mit alten, rostigen Schlüsseln hing. Das musste eine der Schwestern des Klosters sein, ging es Karo durch den Kopf. Sie wurde mit einem unbestimmten flüchtigen Blick gestreift bis die Augen der Nonne an Frieda hängen blieben.

„Willkommen, ich bin Schwester Agnes. Ah, Frau Schneider, sie werden schon sehnsüchtig erwartet. Kommen sie, Pfarrer Ulm erwartet sie schon in seinem Büro. Er hat mir heute Morgen nach der Terz nur gutes von ihrer Mission berichtet.“ Sie half Frieda über die hohe massive Türschwelle der Torpforte und verschwand im Innern des Klosters.

Karo hatte Mühe in ihrem engen Humpelrock und unbequemen Regenmantel zu folgen. Das alte Pflaster des Innenhofes machte es mit den hohen Pumps nicht einfacher. Im Innenhof war es deutlich kühler, als auf dem Vorplatz. In der Mitte war ein freier Platz mit Sitzgelegenheiten und kleine Kräuterbeete angelegt. Ein Kreuzgang umschloss den Innenhof. Alte Fachwerk-Holztreppen führten in die Etage darüber, ein umlaufender Gang führte zu weiteren Räumen. Hinter dem Hof ragte der hohe Kirchturm aus dem dunklen Schieferdach empor. Das Gebäude gegenüber dem wuchtigen mittelalterlichen Eingangstor, hatte eine eher barocke Bauweise. Hohe gleichmäßige kunstvoll verzierte Fenster bildeten eine symmetrische Fassade. Es war deutlich höher, wie der alte Innenhof. Eine breite, zweiseitige Steintreppe führte zur goldverzierten Eingangstür.

Auf dem Schild an der Tür war zu lesen. „Verwaltungs- und Schulungsbereich.“

Schwester Agnes suchte kurz an ihrem Bund nach dem richtigen Schlüssel. Das gab Karo Zeit zu den Beiden aufzuschließen. Der Unterschied ihrer glänzenden Gummiverkleidung zu den beiden Frauen, hätte nicht größer sein können. Feiner Fliesenboden und breite, edle Holzgeländer führten Karo und Frieda in den zweiten Stock. Kunstvoll gewebter Teppich dämpfte ihre Schritte. Die Wände waren mit alten Heiligenszenen bemalt. Vor einer mit Intarsien verzierten Tür hielten sie an. Die Schwester klopfte fast unhörbar, um darauf die Tür ein Spalt zu öffnen.

„Die Frau Schneider bittet um eine Audienz.“ rief sie in den Raum.

Eine kräftige, voll klingende Männerstimme antwortete.

„Herein, herein in Gottes Haus mit unserem Gast.“ Karo folgte den beiden Frauen in das Innere.

Ein hell und lichtdurchfluteter Raum mit großen Wandgemälden tat sich auf. Gegenüber der Tür stand ein reichverzierter, barocker Schreibtisch. Ein Stuhl mit hoher Lehne wurde zurückgeschoben und ein schlanker Mann mittleren Alters kam Frieda entgegen. Die schwarze, einfache Kutte mit dem kleinen weißen Kragen ließen vermuten, dass sie Pfarrer Ulm gefunden hatten. Tante Frieda strahlte und ging vor ihm auf die Knie. Der Rosenkranz fiel zu Boden, elegant und flink fing der Pfarrer ihn auf und zog in derselben Bewegung Frieda zurück auf ihre Füße. Die kurzen, grauen Haare ließen sein Alter schwer schätzen. In den Augen lag etwas, was Karo nicht deuten konnte.

„Frau Schneider, willkommen. Schön, dass sie so schnell hergefunden haben. Ja, fürwahr, der Teufel duldet keine Wartezeit. Sie haben richtig gehandelt mein Kind und ihren Schützling zu uns zu bringen.“ Dabei berührte er Frieda sanft an ihrem Oberarm. Sie strahlte wie eine Rose.

„Ich habe alles so getan, wie sie mir aufgetragen hatten und sie hatten Recht. Ja sie hatten ja so Recht, ich bin eine Sünderin.“

Karo löste sich langsam aus ihrer anfänglichen Starre. „Moment mal, dass hier war abgesprochen.“ Dabei versuchte sie mit den gefesselten Händen zu wedeln.

Der Pfarrer machte ein Schritt auf sie zu. Aus dem Augenwinkel sah Karo eine weitere Nonne aus dem Nebenzimmer kommen. Sie stellte sich zu Schwester Agnes hinter Karo.

„Karo, ich darf doch Karo sagen, mein Kind? Frieda hat mir schon so viel von dir erzählt.“ dabei hielt er seinen dicken Siegelring an der schlanken, gepflegten Hand zum Küssen vor Karo.

Sie reagierte nicht. Jetzt nannte er ihre Tante schon beim Vornamen, dachte Karo, es wurde immer besser.

„Bitten siezen sie mich.“ erwiderte Karo im schnippischen Tonfall.

Ein kleiner Schweißtropfen löste sich von ihrer Nase und tropfte auf den Regenmantel. Pfarrer Ulms unergründliches, leichtes Lächeln wurde breiter, als er sich wieder Frieda zuwandte.

 „Sehen sie Frau Schneider, wie wir es bei ihrer letzten Beichte besprochen hatten. Die typischen Symptome der Hysterie. Gereiztheit. Aber Schwester Agnes hier ist die Heilkundige, ich nur ein einfacher Gottesmann.“ Schwester Agnes hinter Karo nickte zustimmend und war ein Schritt nähergekommen.

„Die Hysterie ist eine organische Krisis der organischen Verlogenheit des Weibes, schrieb einstmals Philosoph Otto Weininger.“ schallte Pfarrer Ulms Stimme durch den Raum. „Reizbarkeit, Gefühlsstörung, sexuelle Funktionsstörungen.“ dabei nickte er Frieda auffordernd zu.

Frieda wühlte hastig in ihrer Handtasche und holte Karos Handy hervor. Karo machte ein Schritt nach vorn, doch die beiden Schwestern hinter ihr, hielten sie am Arm fest.

„Hier Pfarrer Ulm, hier habe ich die sündigen Bilder gesehen und diese arme Seele versuchte sich selbst zu berühren.“ Pfarrer Ulm hob abwehrend seine Hände.

„Zeige sie es mir nicht sündiges Weib, diese Versuchung des Teufels möchte ich nicht sehen.“ Frieda steckte das Handy beschämt zurück in ihre Tasche. Das Seelenheil des Pfaffen zu gefährden schien sie mehr zu beunruhigen, als meine Lage, fluchte Karo in sich hinein.

„Jetzt langt es aber.“ Karo versuchte sich von den beiden Schwestern zu lösen, vergeblich. „Das geht sie doch gar nichts an, was ich mache.“

„Ein weiteres Symptom der Hysterie, die Leugnung.“ dabei machte der Pfarrer eine theaterreife Geste zu Karo. „Und sicher gibt uns Schwester Agnes auch noch den letzten unwiderlegbaren Beweis der Richtigkeit unserer Diagnose.“

 

Während die junge Nonne Karo jetzt festhielt, knöpfte Schwester Agnes den Regenmantel auf und schob ihre Hand in den Gummirock von Karo. Sie versuchte sich zu wehren, ein starkes Schamgefühl stieg in ihr auf, es war wie ein Alptraum. Doch Karos Hände, gefangen in ihren Taschen halfen ihr nicht. Die Hand der Schwester rutschte tiefer und griff in ihren Schritt. Die andere Hand knetete fest Karos Brust. Ruckartig ließ sie wieder von ihr ab. Karo stöhnte unter den festen Griff der Schwester hinter ihr. Agnes machte einen Schritt neben sie.

„Wie sie richtig vermute haben, Pfarrer Ulm.“ wandte sie sich an die Umstehenden. „Feuchter Schritt und harte Knospe. Wahrscheinlich hat dieses verführte, arme Wesen auch noch Lust empfundenen, diese sexuelle, anrüchige Präsentation ihrer selbst in der Öffentlichkeit.“ Dabei zeigte sie auf Karos Gummikleidung.

Frieda schlug die Hände vor das Gesicht. Pfarrer Ulm trat zu hier und zog sie wieder herunter.

„Aber es gibt Hilfe hier Schwester Frieda, es gibt Hilfe. Ein paar Tage der Einkehr im Kloster und die Fortsetzung deiner gut begonnenen Arbeit wird diese verirrte Seele zurück auf den richtigen Weg führen. Schauen sie nur.“ der Pfarrer kam auf Karo zu und löste das Gummikopftuch. Er legte seine Hand fest auf Karos gummierten Kopf.

„Wir werden hier ihre begonnene Konfrontationstherapie mit diesem Stoff des Teufels fortsetzen und weiter verstärken. Ein Stück des Weges sind wir schon gegangen. Du hast sie hier her gebracht Schwester Frieda. Nun ist es an uns hier, barmherzige Hilfe zu geben.“

Karo stieß die Luft durch ihre zitternden Lippen. Der Pfarrer stand jetzt sehr nah vor ihr.

„Strenger Gummieinschluss, Zeit zum Nachdenken und Keuchhaltung, all diese Erfahrungen werden sie ihre Fehler erkennen lassen.“ Über Friedas Gesicht huschte ein Schatten des Zweifels und des Mitleids. Doch Pfarrer Ulm ließ nicht locker und trat wieder zu Frieda. „Die Kontrolle der Gier ihrer sexuellen Erfüllung, therapeutische Maßnahmen und Entspannungsverfahren, all das haben wir hier.“ Dabei breitete er seine Arme aus. Karo schüttelte sich.

„Das ist doch alles Humbug“ schrie sie. „Tante Frieda, das weißt du doch. Bitte lasse mich nicht hier.“ Eine Träne lief Karo über die Wange.

Frieda wankte, man sah ihren inneren Kampf. Karo wehrte sich jetzt stärker. Doch gegen die beiden Schwestern, gefangen in ihrem Mantel kam sie nicht an. Der Pfarrer übernahm wieder das Gespräch.

„Gehen sie jetzt lieber, Frau Schneider, sie sehen ja selbst wie sehr die Ärmste unter der Situation leidet. Wir kümmern uns um dieses verirrte Schäfchen und führen es in Gottes Herde zurück.“ dabei schob er Frieda langsam aus dem Zimmer.

Karo schluckte verkrampft, sie warf einen letzten flehenden Blick, sie nicht hier zu lassen.

„Frieda bitte!“ Doch Frieda schaute nicht zurück.

Der Pfarrer zog sie weiter weg. Durch die angelehnte Tür sah Karo, wie Frieda und der Pfarrer im Gespräch die breite Steintreppe nach unten gingen. Schwester Agnes schob sich in ihr Blickfeld.

„Wir beruhigen uns jetzt wieder, die Stille eines Gebets wird dir dabei helfen zur Ruhe zu finden, mein Kind. Dann ist es gar nicht mehr so schlimm hier. Du wirst es sehen.“

Die zweite Schwester hatte Karo losgelassen, mit zittrigen Knien stand sie im Raum. So hatte sie sich den Morgen nicht vorgestellt. Wie konnte es so dazu kommen? Gedanken kreisten wild in ihren Kopf. Sie blickte auf den Schlüsselbund der Schwester, schnell wurde ihr klar das Flucht hier nur schwer möglich war. Karo fand ihre Stimme zurück.

 „Wie lange muss ich den hierbleiben.“

„Nicht muss.“ in Agnes Gesicht kehrte die freundliche mütterliche Mine zurück. „Du bist hier freiwillig, du willst doch den Teufel in deinem Schoß los werden. Und Gefallen an dieser sündigen Kleidung, die du trägst, willst du auch nicht. Niemand möchte eine sexuelle aufbegehrende Frau in Gummi. Aber ich denke in ein, zwei Tagen, wenn du dich anstrengst und alle Regeln hier befolgst, kannst du natürlich wieder gehen.“ Dabei spielte sie an den Schlüsselbund an ihrer Hüfte. „Das letzte Wort hat Gott, wir sind nur seine Werkzeuge.“

Hinter Karo fiel die Tür laut in das Schloss. Pfarrer Ulm war zurück. Seine Miene hatte sich verändert. Mit auf dem Rücken verschränkten Armen strich er wie ein Wolf um sie.

„Mmmm, schön, schön Karo. Tante Frieda hat mir schon einiges berichtet von dir. Ich denke bevor wir uns weiter über dich und deine Probleme unterhalten, versuchen wir unser aller Gemüter zu beruhigen. Ich sehe du bist noch immer erregt. Eine Stunde in Stille um für Gottes Gegenwart im Heute empfänglich zu werden, werden dir helfen für den Anfang. Schwester Agnes hier und Schwester Claudia werden dich vorbereiten.“

Beide Schwestern nickten zustimmend und wollten gerade mit Karo hinausgehen.

„Keine Umstände Schwestern.“ hielt der Pfarrer sie süffisant zurück. „Das geht auch hier in meinem Büro.

„Wie sie wünschen, ich hole alles, Schwester Claudia passt solange auf.“ antwortete Schwester Agnes diensteifrig.

Der Pfarrer ging langsam zu seinem Stuhl zurück und ließ sich zufrieden hinein sinken. Karos Zittern hatte etwas nachgelassen, doch die Aufregung vor dem Kommenden war noch immer groß. Die Schwester, ihr gegenüber, hatte ein junges Gesicht. Auch sie trug das graue knöchellange Leinenkleid des Klosterpersonals. Unter der weißen Nonnenhaube hatte sich eine Strähne ihres hellblonden Haares gelöst. Der hübsche Mund war leicht zusammengepresst. Karo konnte nur schwer deuten, was die Stunde bringen sollte. Beten würde sie jedenfalls sicher nicht, dass wusste sie genau.

Schwester Agnes kam zurück. Hinter sich zog sie ein kleines, flaches Wägelchen an einer Kette mit Haltegriff. Das Brett mit kleinen Rollen darunter, schwebte knapp über den Boden. Auf dem Brett lag eine weiße menschliche Hülle. Darunter erkannte man stabile Riemen und gepolsterte Ausbuchtungen. Auf die metallene phallusähnliche glänzende Stange im hinteren Drittel des Brettes konnte sich Karo keinen Reim machen. Ihre Aufregung stieg erneut. Die jüngere Schwester hatte aus dem Nebenraum einen großen mannhohen Spiegel in das Büro des Pfarrers geschoben. Der kam nun um seinen großen Tisch herum und stellte sich hinter Karo. Schweigend betrachtete er sie eine Weile, dann macht er einen Schritt zurück.

„Bitte Schwester Agnes, der Mantel.“ Schwester Agnes kam heran und befreite Karo aus ihrem durchsichtigen Regenmantel.

„Du bist doch einverstanden Karo, das wir mit deiner Konfrontationstherapie beginnen.“ Dabei war Pfarrer Ulm wieder nähergekommen und drückte fest Karos Schultern.

Karos Herz pochte wild, sie nickte zögerlich. „Wenn es mir hilft.“

„Zieh bitte deine Bluse und Rock aus.“ wies sie der Pfarrer an, während er sich wieder hinter seinen Schreibtisch zurückzog.

Karo löste den kurzen Rückenreißverschluss ihrer Gummibluse und streifte sie ab, Schwester Claudia nahm sie entgegen. Zwischen dem faltenreichen Stoff hatten sich Wassertropfen gesammelt. Auch auf Karos schwarzer Gummi-BH glänzten nun einzelne Tropfen. Der enge Humpelrock glitt leicht über die nasse Miederhose. Auch an ihren Gummistrümpfen zeichneten sich kleine Wasserrinnsale ab. Die engen Strümpfe pressten ihr Schenkelfleisch zusammen. Karo schien es, als wenn sie sich mit ihrer Haut verbunden hätten. Die Feuchtigkeit darunter massierte sie mit jeder Bewegung.

„Nun Karo betrachte dich.“ fuhr Pfarrer Ulm fort.

Karo roch ihren frischen Schweiß und den warmen süßlichen Gummi, der sie wie eine sichtbare Wolke umgab. Die schwarze Gummiwäsche und Pumps ließen sie verrucht aussehen. Die wenige Haut, die zu sehen war, wirkte noch heller.

„Dies wird in nächster Zeit deine Kleidung sein Karo. Wir wollen dir helfen, aber du musst auch uns helfen und mitarbeiten. Nur gemeinsam können wir deine Besessenheit bekämpfen. Das möchtest du doch.“

Karo nickte abermals, die Situation war ihr höchst unangenehm, sich hier vor den fremden Menschen in ihrer verschwitzten Gummikleidung präsentieren zu müssen.

„Berühre dich, wie es Tante Frieda mir beschrieben hat.“ sprach der Pfarrer weiter.

Karo reagierte nicht gleich. Schwester Agnes stieß sie kurz an. Zaghaft und scheu griff sie an ihre Brust. Die andere Hand schob sie in ihren Schoss. Ihre Finger fühlten den Schlitz der schrittoffenen Miederhose. Sie zitterte leicht vor Aufregung.

„DAS IST JETZT VORBEI.“ die laute Stimme des Pfarrers, ließ Karo zusammenzucken „Gott hat Eva aus der Rippe Adams erschaffen, um ihm zu dienen und treu zu sein. Nur die Liebe zwischen Mann und Frau ist gottgefällig und du Sünderin willst doch gottgefällig sein?“ hallte die Stimme des Pfarrers laut durch den Raum.

Karo nickte stärker. Der scharfe Ton machte ihr Angst.

„Und auch rot ist nicht gottgefällig für die Frau, Karo. Also lege auch dein Gummihaube ab.“

Karo nestelte fahrig am Riemen der Badekappe. Er löste sich und sie zog die dicke Haube von ihrem rotglühenden Kopf. Darunter kamen ihre feuchten kurzen Haare zum Vorschein. Nass und strähnig klebten sie auf ihrer Stirn. Am Hinterkopf lösten sich Tropfen und liefen am Hals hinab. Schwester Agnes nahm die Kappe ab und gab ihr stattdessen eine schwarze, gesichtsoffene Haube. Der Pfarrer fuhr fort.

„Mit dem Tragen der Gummihaube bedeckst du deinen schönsten Schmuck, die Haar Karo. Damit legst du auch deine Eitelkeit ab und das ist Gottes Werk. Bitte trage sie mit Stolz.“

Karo spürte die Kühle des Gummis in ihrer Hand. Sie fasste in das enge Halsteil der Haube und stülpte sie sich über. Eng um schloss die Haube ihren Hals und ließ nur einen kleinen Teil ihres Gesichtes unbedeckt. Ihr Kopf glänzte wie eine schwarz polierte Kugel. Fest drückte die Haube auf Kinn und Stirn. Pfarrer Ulm schaute sie zufrieden an.

„Siehst du Karo, war es denn so schwer, den ersten eigenen Schritt zu machen. Und viele kleine Schritte werden folgen. Schwester Agnes bereiten sie sie bitte für das Stundengebet vor.“

Karos Augen wanderten zwischen sich und dem Pfarrer im Spiegel hin und her. Er saß auf seinem Stuhl und beobachtete sie. Karo kämpfte mit ihrem Schamgefühl und der ungewissen Angst der fremden Situation. Reiß dich zusammen Karo, ein, zwei Tage und alles hier war vergessen, sprach sie sich Mut zu. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen. Schwester Agnes entfaltete die weiße Gummihülle vom flachen Wägelchen. Sie bildete die Form einer knieenden, betenden Person.

„Arme vor der Brust zum Gebet falten.“ schnarrte sie die Schwester an.

Kalter dicker Gummi berührte Karos Arm. Grob wurde die enge Hülle über ihre gefalteten Hände gezogen und zwangen sie fest zusammen. Ängstlich schaute Karo auf die angearbeitete Maske vor ihrer Brust. Die weiße Maske hatte ein gelblich transparentes Gesichtsteil eingeklebt. Kleine Nasenschläuche waren im Inneren zu sehen und dort wo der Mund war, ein kurzer dicker Knebel in Penisform befestigt. Die Schwestern drückten sie nach unten und zwangen Karo auf das Rollbrett. Karo begann wieder leicht zu zittern. Ihre nutzlosen gefalteten Hände im Monohandschuh machten ihre Hilflosigkeit und das Ausgeliefertsein bewusst. Sie kniete sich in die gepolsterten Schalen auf dem Brett. Rüde zogen die Schwester die störrige Gummihülle weiter um ihren Körper und zwängten ihre Beine in den Fußsack. Schwester Agnes griff die Kopfmaske. Karo zuckte zurück, als der Knebel ihren Mund berührte.

„Na, na, wer wird denn hier, schau mal Karo.“ zeigte Agnes wieder ihre mütterliche Seite. „Durch den Knebel geht ein Rohr zum Atmen und auch über die Nasenschläuche hier bekommst du Luft. Wir verbringen das Gebet in Stille, nur dafür ist es gemacht.“

Widerwillig öffnete Karo ihren Mund und ließ sich den Knebel hineinschieben. Der dicke Eindringling drückte ihren Lippen weit auseinander. Gummigeschmack breitete sich aus. Die in ihre Nase geschobenen Schläuche verstärkten den Eindruck zusätzlich. Ihre Augen verschwanden unter kleinen Plexiglasöffnungen, die ihre Sicht stark einschränkten. Die Schwestern rückten sie in ihrem Gummisack gemeinsam weiter nach hinten. Karo erschrak erneut. Der glatte glänzende Stahlstab auf dem Brett berührte ihre Schamlippen. Karo protestierte lautstark, doch der Knebel machte es zu unartikulierten Grunzlauten. Starke Hände drückten sie nach unten, ihr war zum Heulen zu mute, der kalte Spieß glitt langsam in ihren Körper, tiefer und tiefer. Sie zog hörbar die Luft ein. Karo musste machtlos im Spiegel mit ansehen, wie die beiden Schwestern sie routiniert weiter in den Fesselsack verstauten. Breite Gurte über ihre Schenkel sicherten sie unverrückbar auf dem Wägelchen. Schwester Agnes richtete sich auf und tätschelte ihren Gummikopf.

„Na siehst du, der schwere Teil ist geschafft.“

Karo schnaufte unter der dicken Gummimaske. Sie kämpfte mit dem Knebel in ihrem Mund, die Nasenschläuche taten ihr weh, sie hatte das Gefühl in der Maske zu ersticken. Schwester Claudia griff den Reißverschluss an ihren Hinterkopf und zog ihn nach unten. Die stabile Gummihülle zog sich fest um ihren Körper. Die geschlossene Maske presste sich nun spürbar stärker auf ihr Gesicht und drückte den Knebel in ihren Mund. Das Gefühl des Einschlusses verstärkte sich noch.  Karo starrte auf ihr Spiegelbild. Eine betende Frau auf Knie mit einem bizarr weiß gerahmten Gesicht starrte sie durch kleine Plastikaugen an. Ihr Atem pfiff stoßweise durch die kleinen Röhrchen, die einzige Verbindung zur Außenwelt. Der kapitale Penisknebel öffnete weit ihren Mund und das kurze Atemrohr war zu sehen. Der transparente Maskengummi presste Haarsträhnen nass auf ihre Stirn. Karo versuchte sich zu bewegen. Der tief in ihr steckende Phallus, zwang sie ihr Becken zu heben und aufrecht zu sitzen. Leichte Körperbewegung sandten Gefühlswellen durch ihren Untertreib. Karo beobachtete Schwester Agnes, wie sie eine Schnur durch die Ösen am Reißverschluss zog und sie weiter einschnürte. Stück für Stück fasst der Gummi enger um ihren Körper. Mit jedem Zug stöhnte sie leise in ihren nassen Knebel. Der Pfarrer beobachte sie im Spiegel. Auch er verfolgte die Einkleidung. Karo war sich nicht sicher, woran sein Interesse bestand. Die Rettung ihrer Seele oder doch eher ihre hilflos demütigende Behandlung hier.

Schwester Agnes schien zufrieden mit ihrem Werk, doch fertig war sie noch nicht. Über Karos Kopf zog sie eine weiße Nonnenhaube. Der weiten Gummikragen legte sich locker über Karos Schultern.  Das Weiß der gesichtsoffenen Haube rahmte ihr transparentes Gesicht enger ein und ließ die bizarre Maskierung noch stärker hervortreten. Die jüngere Schwester hielt eine kurze Stahlstange in der Hand. An beiden Enden waren stabile Schellen angebracht. Die kleinere der Beiden schnappte um Karos vorgesteckten betenden Hände im Monohandschuh, während der größere Ring sich fest um ihren Hals legte. Karo musste schlucken. Der enge Stahlkragen drückte ihren Kopf nach oben und hielt ihre gefalteten Hände oben, nah am Körper. Zum Schluss warfen die Nonnen einen großen, weißen Gummischleier über sie. Das weite Tuch verhüllte die sitzende weiße Statue auf ihren Knien. Karo starrte auf das Spiegelbild. Was hatte sie mit ihr gemacht, schoss es durch ihren Kopf. Fest eingeschlossen kaute sie auf einem Gummipenis im Mund. Gummi presste ihren Körper in dieser betenden Haltung auf Knien zusammen und ließ sie im Inneren glühen. Sie roch und schmeckte Gummi. Gurten fixierten sie, ohne Möglichkeit sich dem aufgespießten Pfahl im Unterleib entziehen zu können. Doch der Betrachter sah nur eine züchtig verschleierte Betende auf ihren Knien. Einzig falsches Indiz waren die plastikversiegelten Augenöffnungen mit den tränennassen Pupillen dahinter und der vom Knebel weit geöffnete Gummimund.

Karo wurde ruckartig herumgedreht. Über die gefalteten Hände im Monohandschuh schaute sie auf den Schritt des Pfarrers. Seine Kutte konnte die Wölbung darunter nicht verbergen. Er hockte sich vor sie hin, und nahm ihren maskierten Kopf in beide Hände.

 „Schritt für Schritt zusammen nicht war Karo. Du sollst wissen, dich hier so leiden zu sehen schmerzt mich genauso, wie dich. Auch mir tut es in der Seele weh, junge Frauen so anschauen zu müssen. Aber Gottes Wege sind steinig.“

Dabei zog er aus seiner Tasche einen kleinen, schwarzen Pumpball. Er setzte ihn an das Ventil neben Karos Atemschlauch. Zwei kräftige Pumpstöße und der Knebel in Karos Mund hatte sich spürbar vergrößert. Sie musste husten, schmerzhaft drückte ihr zum Bersten ausgefüllter Mund. Die Wangen traten nach außen. Karo schüttelte ihren Kopf, doch der widerliche, schmerzhafte Eindringling blieb unverrückbar in ihrem Mund. Entrinnen gab es nicht.

„Bleib standhaft Schwester.“ über das Gesicht des Pfarrers huschte ein Lächeln.

Er erhob sich und schlug das Kreuz über Karo „Bitte Schwester Agnes bringen sie die Büßerin in die Kapelle, wo sie Ruhe und Einkehr finden kann.“

Der Pfarrer verschwand aus Karos verschwommenen Blickfeld. Stattdessen schaute sie auf den Rücken von Agnes, die sie aus dem Büro auf den Gang hinauszog. Der doppelte Ruck, als der Wagen über die Türschwelle holperte, zwang Karo erneut laut aufzustöhnen. Unangenehm erinnerte sie der Spieß an seinem Platz in ihr. Ihr gestopfter Mund dämpfte ihre Laute.

Schwester Agnes zog sie durch einen langen und schmucklosen Flur. Jede Fuge des unebenen Steinfußbodens ließ Karo leise wimmern. Eine der großen Türen stand offen und sie konnte einen kurzen Blick hineinwerfen, ein Seminarraum. Während die Nonne vor der Klasse junger Frauen sie teilnahmslos anschaute, blickten sie die Frauen erschrocken und mitfühlend an. Im Gegensatz zu den schlichten grauen Kleidern der Nonnen, waren sie weltlich gekleidet. Schmatzend kaute Karo auf ihren Knebel und versuchte die aufkommenden Tränen herunter zu schlucken. Sie fühlte sich elend und bloßgestellt und war froh, als sie weiter rollte.

Die Schwester hatte in einem Seitengang angehalten. Am Ende befand sich eine niedrige Pforte im tiefen Stein. Schmerzhaft rumpelt Karo über die hohe Türschwelle. Der Raum war schlicht und weiß getüncht. Er war vielleicht vier Meter breit und mit alten Steinfliesen ausgelegt. An der Seite befand sich eine holzgetäfelte Wand, Nischen mit einer Tür wiesen ihn als Beichtstuhl aus. Die Decke stützte ein altes Tonnengewölbe. Vorne wurde der Raum von einem kleinen schmucklosen Altar begrenzt, dahinter befand sich ein kleines vergittertes Fenster. Die Sonne fiel blendend auf den Steinfußboden und bildete ein leuchtendes Viereck mit einem Kreuz darin. Die Schwester zog Karo in die Mitte des Raumes.

„So meine Liebe, dies ist die Kapelle zur sündigenden Apolonia, wie treffend nicht war. Du wirst jetzt hier in Stille deine Stunde verbringen. Es gibt dir die Zeit über deine Verfehlungen und Gelüste nachzudenken. Nutze sie gut.“ Karo hörte die hallenden Schritte der Schwester auf den Fußboden und das zuschlagen der Tür.

Stille umfing sie. Sie versuchte sich zu bewegen und ihren Schoß etwas Entlastung zu gönnen. Doch die Gurte und der restriktive Fesselsack waren unerbittlich. Die Zeit zog sich wie Kaugummi. Karo kaute auf ihren Gummiknebel und rieb mit den nassen Armen über ihre empfindlichen Brüste. Erneut fragte sie sich selbst, war sie wirklich eine Sünderin?  Das Schattenkreuz auf den Fußboden hatte sich ein Stück weiterbewegt. Rhythmisch sog sie warme gummigeschwängerte Luft durch die kleinen Öffnungen in ihr Gefängnis. Karos Atem beruhigte sich langsam, nicht jedoch dieses erotisch, kribbelige aufgeregt Sein. War dies der Teufel von dem der Pfarrer sprach? Der Gedanke ängstige sie.

Karo wurde aus ihrem Döszustand geweckt. Hinter ihr hatte sich die Tür geöffnet, kleine Rollen quietschten auf den Steinfußboden und Fußtritte erfüllten den stillen Raum. Eine Holztür quietschte im Scharnier. Leise Stimmen schallten dumpf aus dem Beichtstuhl neben Karo. Es war die Stimme des Pfarrers zu hören.

„Nun Schwester Claudia, das sind schwere Vorwürfe die Schwester Agnes heute Morgen zur Terz gegen dich geäußert hat. Ist es wahr, dass du gestern in unserem Instagram Account bei den Nachrichten einen, oh Schwester Claudia, du zwingst mich es zu sagen, wie ich mich schäme, aber ich muss die Anschuldigung aussprechen. Du hast den Penis eines fremden Mannes gesehen.“

Leises Seufzen war zu hören, die jung, klingende Frauenstimme antwortete gedrückt.

„Ja Vater es ist wahr, aber nur kurz und ich wusste ja nicht was sich hinter dem verschwommenen Bild verbarg, bevor ich es öffnete.“ Karo erkannte schmunzelnd die Stimme, es war die junge Schwester im Büro des Pfarrers. Wie klein die Welt der Sünder doch war, überlegte sie. Die leise Stimme des Pfarrers war wieder zu hören.

„Oh Schwester Claudia ich bange um dich. Du gestehst und leugnest die Tat erneut. So kann ich dir nicht helfen.“

„Ja ich gestehe Pfarrer Ulm, ich gestehe und nehme die Buße dankbar an.“ wimmerte Claudia. Dumpf hob die Stimme des Pfarrers wieder an.

„Du hast richtig gehandelt Schwester. In einer Stunde wird deine Sünde geläutert sein.“

Die Frau schluchzte jetzt deutlich lauter. Gummi quietschte laut. Etwas klappte schwer nach unten. Dann waren laute Pumpstöße zu hören. Sie wurden immer schriller und pfeifender. Mit jedem Ton wurde die Protestlaute der Frau lauter. Undeutlich konnte man aus dem Betteln das wiederholte Wort Aufhören verstehen. Eine Holztür klappte und ein Vorhang wurde zurückgezogen. Der Pfarrer schob an Karo eine kompakte Box auf Rädern vorbei. Er schob die Box nach vorn nahe dem Altar. Sein Rücken verdeckte, was er tat. Kurz darauf hörte man das Summen eines Motors gefolgt vom spitzen, kurzem Schreckensschrei einer Frau. Nach einer Weile wurde sie leiser und wechselte zu gequälten Wimmern. Karos Herzschlag hatte sich leicht beschleunigt. Sie kaute auf ihrem Knebel, schnaufend ging ihr Atem durch die kleinen Gummiröhrchen der Nase. Erneut lief Speichel aus ihrem Mund und vermischte sich mit dem Schweiß auf ihrem Gesicht. Deutlich spürte sie ihren gestopften Unterleib. Als der Pfarrer die Box weiter vor den Altar schob, konnte Karo jetzt alles besser erkennen. Sie biss schreckhaft in ihren Knebel.

Schwester Claudia saß eingezwängt in einer kleinen, durchsichtigen Box. Die glasklare Acrylglas-Box presste die Beine der nackten, bedauernswerten Frau fest an ihre Brust. Ihre Füße steckten in eine Art schwarzen ledernen Ballerinaschuh, die in einer Aussparung fest verankert waren. Ihre Arme pressten sich im Inneren fest gegen die Glaswand, die Hände in kleinen Gummikugeln mit Karabinern gesichert. Feuchtigkeit kondensierte an der Scheibe. Ihr Hals wurde von einer engen Aussparung fixiert. Ein restriktives, hohes Halskorsett unterstützte die erzwungene Bewegungslosigkeit. Ihr Kopf schaute oben aus der Box heraus. Oder vielmehr, was man als solchen vermuten konnte. Er steckte in einem kleinen engen und durchsichtigen Kasten. Die Box war mit gelblich transparentem Gummi gefüllt. Der Kopf der Nonne steckte in einer streng aufgeblasenen Ballonhaube. Der Druck im Inneren musste enorm sein. Die eigentliche Kugelmaske hatte den Glaswürfel fast komplett gefühlt und eine leicht rechteckige Form angenommen. Der Druck auf ihr Gesicht musste furchtbar sein. Einziges Zeichen des Lebens in der Box war der kleine schwarze Atembeutel an der kreisrunden Öffnung des prall aufgepumpten Kopfgefängnisses. Der Atembeutel zog sich im schnellen Rhythmus zusammen und ließ nur wenig Luft hindurch.

Schwester Claudias elfenbeinfarbener Hintern saß auf einem kleinen, ebenso durchsichtigen Podest. Zwischen ihren zusammengepressten Beinen sah man im Schritt einen kapitalen Stahlstab. Darunter verbarg sich ein Hebemechanik mit Motor und Drähten. Der glänzende Spieß unter ihr hob sich und drang tief in sie ein. Die bedauernswerte Frau stieß einen dumpfen gequälten Schrei aus, der Marterstab senkte sich und zog sich aus ihrem Körper, um sogleich sein unerbittliches Spiel von neuem zu vollführen. Tief presste die Mechanik den teuflischen Lustspender erneut in ihren Schoß und öffnete weit ihre nasse Scheide, gefolgt vom wiederholten erschrockenen Schmerzensschrei. Eine kleine elektronische Anzeigetafel hing auf der Rückseite der Box. Kabel verbanden sie mit der Mechanik im Inneren. Sie zeigte eine ablaufende Stoppuhr, aktuell fünfundfünfzig Minuten. Darunter blinkte eine Anzeige mit Frequenz und Stärke, die die Sünderin mit zusätzlichem Reizstrom an ihre Tat erinnern sollte.

Karo vergaß für einem Moment ihre eigene Lage, das Bild der Frau vor ihr brannte sich in ihren Kopf. Armes Ding, dachte sie bei sich. Karo schaute gebannt auf das stete Heben und Senken des dicken Phallus. Sie wollte sich nicht vorstellen, wie tief er in die Frau am höchsten Punkt eindrang. Pfarrer Ulm hatte sich neben Karo gestellt und spielte wieder mit dem kleinen schwarzen Blasebalg in seiner Hand. Karos Augen drehten sich ängstlich in seine Richtung. Gedankenverloren trommelte er auf ihren Kopf unter dem unschuldig, weißen Gummischleier. Er schaute, genau wie Karo, auf die bedauernswerte Nonne vor ihr.

„Ich freue mich Kind, dass du hier bis jetzt etwas Ruhe finden konntest. Sicher hilft dir auch die weitere Zeit, über dich und deine Lage nachzudenken. Das ist ein weiterer Schritt zu deiner Besserung. Schau wie stolz Schwester Claudia ihre Buße erträgt.“

Abermals schallte das Stöhnen durch den Raum. Karo dreht leicht ihren eingezwängten Kopf im Halteeisen. Ihr Gummikopftuch bewegte sich leicht. Sie schaute ängstlich durch die beschlagenen Plastikgläser auf den Pumpball. Schmatzend saugte sie am Knebel.

„Du weißt aber auch, es gehören noch mehr Schritte dazu, um in unsere Gemeinschaft zurückzufinden. Nutze deine Zeit hier, lerne, sei fromm und keusch und du wirst bald wieder das helle Licht dort draußen sehen.“ Beiläufig setzte er den Pumpball erneut an das Ventil des Knebels und drückte mehrfach kräftig zu.

Karo stöhnte laut auf und hustete unter dem Würgereiz. Ihr Mund schien zu platzen und ihre Wangen schmerzten unter dem neuerlichen Druck. Sie hätte sich nicht vorstellen können, dass der Knebel noch größer hätte werden können. Kleine Wassertropfen liefen über der Innenseite ihrer Augengläser und klärten ein wenig, die von Feuchtigkeit beschlagenen Abdeckungen. Speichel sammelte sich am nassen Kinn und bahnte sich den Weg in ihren Anzug. Alle Muskeln schmerzten vom stillen Ausharren. Der Pfarrer kam wieder näher an sie heran.

„Zum Weg mein Kind, gehört auch zu lernen, wo dein Dämon wohnt. Sei versichert, ich teile dein Leid Karo. Genau wie du kämpfe auch ich gegen Dämonen, Tag für Tag.“

Er hockte sich neben Karo und griff unter den Rollwagen. Karo stöhnte laut. Der lange Stab in ihr begann zu vibrieren. Sie zerrte an ihrem Gefängnis, doch es war sinnlos, sie gab den Versuch auf und sank resigniert zurück, um den Spieß wieder tiefer in sich zu versenken. Die Hand des Pfarrers legte sich auf ihre Schulter.

„Ich lasse dir jetzt noch etwas Zeit zur Einkehr. Zum mit Mittagessen holt dich dann Schwester Agnes hier ab.“

Die Tür fiel ins Schloss und ließ die beiden Frauen allein zurück. Karo starrte auf das Lichtkreuz vor ihr. Der Stab in ihr erregte sie, aber nicht genug, um zu kommen. Wie gern würde sie jetzt ihre Hände in den nassen Schritt versenken. Ihr Körper bebte in Agonie. Bilder zuckten durch ihren Kopf. Sich windende Frauen in Gummi gefangen, ein Feuerdämon mit dem Gesicht des Pfarrers. Karo saugte schmatzend an ihren Knebel und konzentrierte den Blick wieder auf die Frau vor ihr und den sich bewegenden Spieß. Langsam beruhigte sich ihr Geist. Die Stille der kleinen Kapelle wurde nur unterbrochen von den abwechselnden Wimmern und Stöhnen der beiden leidenden Frauen.

Die Glocke des Klosters schlug laut zur Mittagszeit. Karo schreckte aus ihrem Albtraum. Das Vibrieren in ihrem Schoß war zur erzwungenen Normalität geworden. Sie spürte die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen. Flüssigkeit lief im Inneren des dicken Futterals über ihre Brüste und Rücken und sammelte sich unter ihr. Das Laute Stöhnen der Schwester am Altar war zu leisen wimmern verkommen. Hin und wieder hörte man sie undeutlich Gott anrufen. Die Tür der Kapelle öffnete sich. Schwester Agnes kam in Karos Blickfeld.

„Mittagsessen junge Dame, deine Zeit ist hier nun um.“

Vom Altar hörte man laute Protestrufe. Schwester Agnes machte einen Schritt in diese Richtung. Sie klopfte fest auf den kleinen Würfel, in dem der Kopf Schwester Claudias einzementiert war.

 „Ah, Schwester Claudia, ich sehe du hast deine Buße angetreten.“ in die Box kam Bewegung, dumpf hörte man Verwünschungen. „Oh Schwester, das wird Bruder Ulm aber gar nicht gern hören. Ich glaube in seinem Sinne zu handeln und wir erhöhen noch einmal das Strafmaß.“ Während sie sprach, stellte sie den Timer um zwanzig Minuten zurück.

„Aber keine Bange diese Buße ist auch bald zu Ende.“

Karo warf einen letzten, mitfühlenden Blick auf Claudia in ihrer Läuterungsbox, bevor sie Schwester Agnes aus dem Raum zog. Nach einem kurzen Weg rollte sie durch eine große Doppeltür in einen Saal. Sie erhaschte einen kurzen Blick auf das Türschild „Refektorium“. Hier war die gewölbte Decke deutlich höher und sah neuer aus. Tische standen in Reihen mit Bänken, an denen Nonnen und wenige Besucher ihr Essen zu sich nahmen. Junge Nonnen in ihren einfachen, grauen Leinenkleidern brachten eilig Speisen und Getränke. Niemand sprach ein Wort, vorne auf einem Podest saß eine ältere Nonne und lass aus der Bibel. Ihre Worte hallten durch den Saal, nur unterbrochen vom leisen Geschirrgeklapper. Karos Herz schlug wieder heftiger. Die Aufregung war zurück. Sie wollte nicht hier sein. Die Blicke, die sie streiften, waren höchst unangenehm. Ihr Schmatzen und das markante Brummen, was von ihr aus ging, war im Saal gut zu hören. Der weiße Gummischleier über ihren Kopf konnte weder die streng fixierten Hände, noch die Gummimaske über ihrem Gesicht verdecken.

 

Agnes setzte sich und zog Karo näher zu sich heran. Karo kam sich wie ein Ausstellungsobjekt vor, so vorgeführt zu werden. Sie war jedoch dankbar, als die Schwester die Luft aus dem streng aufgepumpten Penisknebel gelassen hatte. Es war eine Erleichterung. Eine junge Nonne brachte nach kurzer Zeit das Mittagessen und setzte sich zu ihnen. Sie holte eine große Spritze mit undefinierbarem Brei aus ihrem Kittel. Karo zuckte zusammen, als sie begann den Schlauch der Spritze mit ihrem Knebel zu verbinden. Karo schüttelte ihren Kopf soweit es ihre Lage zuließ. Sie wollte endlich hier raus. Die junge Nonne schaute sie flehend an und legte beruhigend ihre Hand auf Karos Schulter. Der Tumult verursachte eine kurze Pause der Vorleserin. Mehre Köpfe drehten sich zu Karo. Sie war verzweifelt. Agnes taxierender Blick ließ ihren Kopf nach unten sinken. Die Vorleserin hob ihre Stimme wieder an und Karo begann brav den Brei zu schlucken. Die junge Ordensschwester lächelte sie dankbar an. Doch Karos Gefühlswelt war zerrissen, wie konnte es soweit kommen? Brav ließ sie sich füttern, unfähig etwas dagegen zu unternehmen. Sie schmorte im eigenen Saft mit einem vibrierenden Dildo in ihrer Scheide. Und doch hatte sie schnell diese Rolle akzeptiert, zu schnell. Die Abgabe der Kontrolle und Verantwortung fiel überraschend leicht. Karo verschluckte sich. Die Schwester ließ nicht locker. Karo kam nach der dritten, großen Spritze mit diesem widerlich schmeckenden, grünen Tee kaum mit trinken hinterher. Immer wieder musste sie husten. Zu Anfang war sie dankbar ihren Durst stillen zu können, doch nun war es zu viel. Agnes erhob sich vom Tisch und nickte der jungen Nonne zu. Fahrig löste sie den Fütterungsschlauch und folgte Schwester Agnes hinaus. Das Ziel waren die benachbarten Toilettenräume. Karo stöhnte beim Holpern über die Schwelle. Licht flammte auf und zeigte einen großen weiß gefliesten Raum. Moderne Waschbecken, Toiletten und Duschen zeugten so gar nicht vom mittelalterlichen Klosterleben. Karo wurde in die Mitte des großen Duschraumes geschoben und die Ordensschwestern begannen sie aus ihrem Büßergewand zu befreien.

Gurte wurden gelöst und die Schnürung entfernt, mit Erleichterung spürte Karo das Öffnen des Reißverschlusses ihrer nassen Gummihülle. Der Knebel glitt tropfnass aus ihrem Mund. Darunter kam ihr verschwitztes Gesicht zum Vorschein. Vorsichtig bewegte sie den schmerzenden Kiefer. Ungepflegt klebten ihre Haare am Kopf. Schweißtropfen glitzerten zwischen Karos Brüsten. Ächzend erhob sie sich mit Hilfe der Schwestern. Der Marterpfahl zog sich aus ihrem Körper. Alle Gelenke taten ihr weh. Nach Stunden spürte sie endlich wieder Luft auf ihrer Haut. Es war wie eine Neugeburt. Ja, sie hatte die Stunde genutzt zum Nachdenken, doch nicht wie es der Pfarrer erhofft hatte. Ja, es war eine Tortur und Reinigung der Seele, ja es war demütigend. Doch da war noch mehr in ihr. Diese erotische und erregende Komponente konnte sie nicht leugnen. Gefallen war vielleicht das falsche Wort, überlegte sie weiter. Doch die erzwungene Passivität und nicht zu Letzt der Anblick der Gefährtin in der Kapelle hatten sie berührt. Und auch jetzt mit ihrer verletzlichen Nacktheit, die Hände der Schwestern auf ihrem empfindsamen Körper, das warme Wasser, was all den Schmutz abspülte, waren diese neuen Empfindungen noch da.

Die Dusche hatte Karos Lebensgeister geweckt und gaben den verspannten Muskeln Linderung. Doch der präsente Geist des Pfarrers in diesen Mauern ging weitere Schritte mit ihr.

Der transparente Ganzanzug über Schwester Agnes Arm ließ Karo vor dem nächsten Schritt ihrer Läuterung leicht zittern. Schwester Agnes hielt einladend die durchsichtig, menschliche Hülle hoch. Spielerisch raschelte sie mit dem dünnen Gummi. „So Karo, den Anzug hier ziehst du bitte an. Ein weiterer Schritt in deiner Therapie. Dieses Kostüm hilft dir zu erkennen, das Kokettieren mit deiner Weiblichkeit Sünde ist. Niemand begehrt eine verruchte Frau. Karos Beine glitten in den engen Anzug. Die angearbeiteten Handschuhe umschlossen ihre Hände fast unsichtbar. Ihr Kopf verschwand wieder in einer Gummimaske. Nur Augen und Mund blieben unbedeckt. Die jüngere Schwester schloss den Rückenreißverschluss des Anzuges und die Maske spannte sich faltenlos und glatt über ihren Kopf. Ihre Brüste rutschten in die kleinen, passenden Ausbuchtungen. Das Neonlicht des Bades ließ Karos Körper wie in Klarlack getaucht glänzen. Sie war wieder in Friedas Gummi luftdicht versiegelt. Karo schaute auf eine nackte, glatzköpfige Frau im Spiegel. Die Gummihaut klebte fast unsichtbar auf ihr. Nur die Klebenaht und der unnatürliche Glanz verrieten ihre Hülle.

Schwester Agnes wedelte mit einer merkwürdig transparenten Gummihose. Das gelblich durchsichtige Material hatte tatsächlich etwas höchst Anrüchiges. Das geölte Gummi der Hose glitt leicht über ihre Gummibeine. Die enge Radlerhose ließ im Schritt einen durchsichtigen Beutel zwischen ihren Beinen baumeln. Schemenhaft sah man unter der Hose Karos nackte Scheide. Schwester Agnes hatte recht, begehrenswert sah anders aus. Unverständlich befühlte Karo den schlapprigen Sack in ihrem Schritt.

„Deine Toilette für heute Kind.“ erklärte Agnes mit ihrem mütterlichen Wesen.

Das Wort löste in Karo eine weitere Empfindung aus. Sie musste dringend. Ihr Harndrang war stark, ihre Harnblase schmerzte.

„Zum Mittagessen gab es für dich unseren bekannten Kloster-Blasentee aus dem hauseigenen Kräutergarten.“ erklärte die Schwester wie eine Verkäuferin. „Reinigt die Nieren und regt den Harnfluss an, aber notwendig für das nun Folgende. Pfarrer Ulm verurteilt derlei Praktiken mit menschlichem Urin zutiefst. Doch nach langem Kampf entschied er es in deine Konfrontationstherapie aufzunehmen. Unser Pfarrer Ulm ist ein Heiliger, solch schwere Prüfungen anweisen zu müssen. Doch der Lohn ist deine Rettung. Du siehst also, alle wollen hier nun dein Bestes. Ich hoffe also Karo, du weißt es zu würdigen.“

Karo musste blinzeln. Um Schwester Agnes Kopf erschien fast etwas wie ein helles Licht. Doch beim näheren Hinschauen war es nur der Dampf der heißen Dusche. Karo wurde aus ihren Betrachtungen gerissen, die Schwester streifte ihr einen Büstenhalter über. Das Besondere daran, waren die riesigen aufblasbaren Brüste, die ihre eigenen darunter immer noch sichtbar gegen den Körper pressten. Ein verstärktes gelbliches Korsett schnürte ihre Taille eng zusammen und ließen ihren nackten und glänzenden Hintern noch deutlicher hervortreten. Eine lockere kurzärmelige Bluse mit kleinen Puffärmeln folgte. Sie war aus dem gleichen durchsichtigen Gummi wie alles Bisherige. Die aufblasbaren Riesenbrüste spannten die Blusenknöpfe bis zum äußersten und unterstrichen das bizarre Aussehen. Der leicht, schwingende Tellerrock war zu kurz und durchsichtig, um den obszön, gelblichen Urinbeutel zwischen ihren Beinen zu kaschieren. Die geschnürten, oberschenkellangen, gelben Stiefel verlängerte ihre Beine und verführten den Betrachter nur noch mehr auf ihren Schritt zu schauen. Ein pissgelbe Auffangbeutel wurde an ihren Oberschenkel geschnallt und mit der Pinkelhose verbunden. Das hohe gelbe Halskorsett mit angedeutetem Kinn, schränkte ihre Beweglichkeit weiter ein.

Karo überraschte ihre neuerliche Verwandlung. Sie sah wie eine dieser nackten Sexpuppen aus. Ein Schlauch wippte an ihrem Schritt, die mobile Pinkeltoilette ließ sie noch bizarrer wirken und stellte ihre scheinbare Inkontinenz zur Schau. Ihr Aussehen erschrak Karo. Doch die Einkleidung waren noch nicht fertig. Schwester Agnes hielt eine Art Rucksack mit Schläuchen in der Hand. Ein gelblich, durchsichtiger Klistierbeutel mit Schulterriemen wurde auf ihren Rücken geschnallt. Ein langer Schlauch verband den Abfluss des Urinbeutel am Unterschenkel mit dem Zulauf des Rucksacks. Ein weiterer Schlauch am Abfluss des Rucksacks verband die Schwester routiniert mit den Trinkschlauch einer gelben Gasmaske. Pumpbälle an Karos Trageriemen halfen die Flüssigkeit zu transportieren. Einer der Bälle beförderte ihren Urin in den Rucksack, der zweite wiederum zum Trinkschlauch in ihrem Mund. Sie schüttelte sich leicht vor Ekel, als die gelbe Gasmaske näher an ihr Gesicht kam. Gummiriemen würden sie fest auf ihren maskierten Kopf pressen. Der eingeklebte, obligate Penisknebel mit dem kleinen Trinkschlauch in der Maske, überraschte sie jetzt weniger. Willig öffnete sie ihren Lippen und nahm den unbequemen Gast auf. Der Knebel füllte ihren Mund wieder gut aus. Vorsichtig befühlte ihre Zunge den Schlauch. Der Gedanke daran ließ sie ängstlich erschauern. Mit Schwung warf Agnes die Riemen über ihren Kopf und zog sie straff an. Die Gasmaske drückte sich fest und luftdicht auf Karos Gesicht. Die großen Gläser erlaubten eine recht gute Sicht. Ihr Atem rasselte laut durch die Ventile und der Trinkschlauch wippte einladend an ihren künstlichen Riesenbrüsten. Schnaufend dröhnten die Atemgeräusche in Karos Ohren. Schwester Agnes wandte sich an die jüngere Schwester.

„Mit Pfarrer Ulms Gebeten für dein Seelenheil Schwester Lara, bitte tue Gotteswerk.“

Karo verstand nicht ganz. Die Schwester verschwand mit einer Glasflasche zum urinieren in der Toilette. Kurz darauf hörte man das Plätschern in einer Flasche. Karo ahnte was nun folgen sollte. Schwester Agnes verband ihre Maske mit einem geriffelten gelben Schlauch mit dem Rucksack auf ihren Rücken. Süßlicher, stickiger Gummigeruch stieg nun in ihre Nase. Doch nicht für lange. Die junge Nonne kam beschämt mit gesenktem Haupt zurück, um nach dem zustimmenden Nicken von Agnes ihren frischen Urin in den Rucksack von Karo zu schütten. Karo spürte schnell die aufkommende Wärme in ihren Lenden. Sie getraute sich nicht zu Atmen. Sie trampelte mit ihren Füßen, nein es ging nicht. Sie wollte um nichts in der Welt durch die uringefüllte Gummilunge auf ihrem Rücken atmen. Ihre Hände flogen zum Kopf, um diese teuflische Maske vom Gesicht zu bekommen. Doch beide Schwestern neben ihr waren schneller. Grob drehten sie Karos Arme auf den Rücken. Der erste Atemzug ließ sie erschrocken aufschreien. Der Rucksack auf ihrem Rücken vibrierte unter einem Schwall Luftblasen. Ihr Atemzug ging durch den Urin der Schwester. Flehend schaute sie in ihre Augen. Die Nonne wisch ihren Blick aus. Karo schüttelte sich und ihr perfider Verhau aus Schläuchen tanzte wild. Die Nonnen hielten sie weiter in ihren Schraubstockhänden.

„Na, na, wer wird denn. Schau wie unsere junge Schwester hier diese beschämende Situation meistert.“ erklärte Agnes. „Bitte Karo, denke an deine Schritte und dein Seelenheil, willst du das das Bisherige alles für umsonst war.“

Karo gab ihren Widerstand auf und ließ sich ihre Hände widerstandslos in enge, gelbliche Gummifäustlinge verpacken. Schnallen wurden straff am Handgelenk zugezogen. Karos Hände waren zu nutzlosen Stummeln verkommen. Mit Karabinern wurde sie am Korsett an der Hüfte fixiert. Abermals blubbert es laut im Rucksack. Karo hatte versucht flach zu atmen. Es hatte keinen Sinn, so oder so musste sie diese warme, stechende Urinluft atmen. Schwester Agnes betrachte ihren Schützling im Spiegel.

„Genieße deine Mittagspause Karo, Schwester Lara wird dich begleiten, unsere Schutzbefohlenen sind uns wichtig.“

Karo wurde auf den Gang geschoben. Die hohen Absätze ihrer Stiefel scharten über die Fliesen. Mit gesenktem Kopf trottete sie hinter Schwester Lara in den Innenhof des Klosters. Die ständige Kontrolle und Überwachung gefiel Karo gar nicht. Mit ihren keusch verpackten Händen in Gummifäustlingen, kam sie sich eher wie eine Verbrecherin vor. Ihr tiefer Atemzug ließ den warmen Tornister im Rücken unter dem Blasenschwall erzittern. Zum kühlen Gemäuer der dicken Klostermauern, war es im Innenhof spürbar wärmer. Schwester Lara suchte eine Bank im Schatten des Hofes. Karos Aussehen blieb nicht unbemerkt von den Mittagsgästen auf den Hof. Kleine Gruppen von Ordensschwestern, sowie Besucher saßen oder standen im Schatten. Die Bänke in der Sonne waren unbesetzt. Auch die große, gepflasterte Kreisfläche mit dem hohen Metallmast in der Mitte war frei.

Karo setzte sich mit gesenktem Kopf neben die Schwester. Blicke streiften sie, von abstoßend, über erstaunt, bis gleichgültig war alles dabei. Sie war nicht böse. Eine Frau im durchsichtigen Gummi verpackt, verschlaucht und inkontinent, würde auch sie anstarren. Doch angestarrt zu werden und selbst darin schmoren zu müssen war etwas anderes. Karo merkte wieder die Wirkung ihrer Gummikleidung. Erste kleine Wasserlachen hatten sich in ihren Fingerspitzen gesammelt. Zwischen den Zehen in den warmen Stiefeln schwappte erste Flüssigkeit. Der durchsichtige Gummi klebte auf ihrer Haut und unter der Gasmaske war es stickig und heiß. Der warme Atemsack auf Karos Rücken erinnerte mit seinem Vibrieren an die Herkunft ihrer Luft. Ihr Harndrang war nun deutlich stärker geworden. Doch sie zwang sich zum Aushalten, hier vor alle den Zuschauer konnte sie auf keinen Fall pinkeln. Ihr bizarres Aussehen in der durchsichtigen Gummihülle war schon beschämend genug. Die heimlichen Blicke, das Anstarren, wenn sie nicht schaute, waren weitere Folter.

Lautes Händeklatschen im Hof ließ Karo hochschrecken. Eine ältere Nonne stand in der Mitte des Innenhofs und schaute auf die Umstehenden, die auf den Bänken im Schatten ihre Mittagspause genossen. Sie räusperte sich.

„Ich bitte um ihre Aufmerksamkeit.“ schallte die kräftige Stimme durch den Hof.

Neben der Nonne stand eine schwarze, unförmige Gestalt im gepflasterten Rondell. Karo blinzelte, die Szene wirkte befremdlich. Die junge Frau neben der Ordensschwester steckte in einem schwarzen, aufblasbaren Gummianzug. Das eng geschnürte Korsett um ihre Taille verstärkte das groteske Aussehen ihres unnatürlich, aufgeblähten Körpers deutlich. Die Füße steckten in schwarzen Hufen. Sie verursachten laut, klackende Geräusche auf den Pflastersteinen unter ihr. Der dicke Oberkörper, der offensichtlich schlanken Frau, passte so gar nicht zu ihrem zierlichen, schlanken Gesicht. Mit gesenktem Kopf und geröteten Augen stand sie im Mittelpunkt. Die hochstehende Sonne spiegelte sich auf ihren wulstigen Armen. Statt ihrer Hände, sah man dort dieselben Hufe, wie an ihren Füßen. Wuchtige Stahlhufe glänzten an ihren schwarzen Gummifäustlingen und schienen Gewicht zu haben. Der Anzug war noch nicht vollständig geschlossen. Auf ihren riesigen, schwarzen Gummibrüsten lag eine aufblasbare Maske und wartete darauf die Ärmste komplett in glänzendes Gummi einzuschließen. Abermals klatschte die kleine, dickliche Nonne neben ihr in die Hände.

„Hergehört, dies hier ist Schwester Anna. Sie möchte euch etwas sagen. Bitte Schwester.“ damit schob sie sie etwas näher zu den Besuchern des Innenhofes. Man sah, dass sie sich sichtlich unwohl fühlte. Ihre Hufe klackten laut in der einsetzenden Stille.

„Ähm ja also.“ begann sie leise.

Die Nonne hinter hier stieß sie an und der pralle Gummi des Anzuges machte ein lautes Schnappgeräusch.

„Lauter, es sollen dich alle hören.“ ermahnte sie ihre Kollegin.

„Ja also ich bin Schwester Anna.“ fuhr sie nun deutlich hörbar im Hof fort. „Mein Vergehen ist das Lesen einer Pferde-Zeitschrift und dies hier ist meine Buße dafür.“

Die Schwester hinter ihr stupste sie ein zweites Mal an und raunte leise.

„Freiwillig, Anna.“

Die Gummifrau räusperte sich und ein Huf machte ein scharrendes Geräusch.

„Ja meine Buße ist freiwillig gewählt.“ dabei schaute sie hoch zur Balustrade.

Auch Karo folgte ihren Blick. Im Schatten der oberen Etage sah man eine männliche Gestalt am Geländer stehen. Es konnte nur Pfarrer Ulm sein. Sein Kopf drehte sich in Karos Richtung, er sah sie. Trotz der Entfernung konnte Karo seinen zufriedenen Gesichtsausdruck erahnen. Sie wisch seinem Blick aus. Das bedauernswerte Geschöpf vorne in der Sonne senkte ihren Kopf und das hübsche Gesicht verschwand mit Hilfe der Schwester neben ihr hinter schwarzen, doppellagigen Gummi. Ein kleines Atemrohr ließ sie atmen und kleine verstärkte Plastikaugen sehen. Das laute Geräusch des Reißverschlusses begleitete ihren endgültigen Kompletteinschluss. Ein verstärktes Halskorsett mit stabilem Ring wurde umgelegt. Dann hallten die quietschenden Pumpstöße der Nonne durch den Hof. Schnell nahm die aufblasbare Maske an Umfang zu. Oberhalb des engen Halskorsetts wölbte sich der Gummi deutlich und machte den Kopf zu einer glänzenden, schwarzen Kugel. Die Augen hinter den kleinen Gläsern flackernden fahrig. Die Büßerin stöhnte leise und schien sich ihrer selbsterwählten Zwangslage erst jetzt richtig bewusst zu werden. Karo schaute auf ihre eigenen, fixierten Hände. Auch sie war der Barmherzigkeit der Schwestern ausgeliefert, sich niemals selbst aus dieser Lage befreien zu können.

Die Nonne schlug mehrmals fest auf die große, pralle Gummikugel in der der Kopf der jungen Ordensschwester nun eingeschlossen war. Sie schien mit dem Ergebnis zufrieden, die stramm aufgepumpte Maske gab kaum nach. Sie schob ihren Schützling an den Rand Kreises. Erst jetzt erkannte Karo die Funktion des langen Fahnenmastes in der Mitte des Hofes. Oben wurde eine Führungsstange ausgeklappt und die Schwester zog sie mit der herabhängenden Leine über ihr Gummipferd am Rand des Platzes. Dort hängte sie die Führleine an das Halskorsett der Frau. Die streng gummierte Frau scharrte nervös mit ihren Hufen. Aus dem Gras am Rand hob die Schwester eine lange Stange hoch und harkte sie ebenfalls in den Mast auf Hüfthöhe ein. Karos Augen klebten gebannt an dem Schauspiel. Ihre eigene Lage hatte sie fast vergessen. Jetzt erkannte Karo die Funktion der Vorbereitung und musste tief einatmen. Ihr Atemrucksack blubberte laut. Auf dem langen Stangeende prangte ein massiver schwarzer Dildo. Die Schwester bewegte die Stange leichtgängig bis zu ihrem braven, wartenden Schützling in der Sonne. Der schwarze Stab schlug leicht gegen ihren Schritt. Sie zuckte sichtbar zusammen.

 „Na komm schon Anna, mache es nicht noch schlimmer. Du kennst doch die Hausregeln.“

Mit ihren nutzlosen Hufhänden versuchte sie den Dildo zwischen ihren Beinen weg zu schieben. Doch die Schwester hinter ihr war unerbittlich. Sie schob ihre Beine weiter auseinander und öffnete den Schrittreißverschluss der dicken Pferdefrau. Schmatzend sprang der prall aufgepumpte Gummianzug zwischen den Beinen auseinander und ein kleiner Schwall Schwitzwasser ergoss sich auf die Pflastersteine. Dann schob die Nonne die bizarre Führungsstange in das bedauernswerte Gummipferd und sicherte sie mit kurzen Ketten am Korsett der Frau. Lustvolles Stöhnen wandelte sich in leises Schluchzen und erfüllte den Innenhof.

„Na na.“ klopfte die Schwester sanft auf den pralle Gummikopf. „Denke daran Anna, hiermit wird es dir deutlich besser gehen. Deine Seele wird wieder rein sein und der sicherlich, einmalige Fehler wird dir nicht wieder passieren. Also nimm die Buße dankbar an.“

Die Schwester ging zum Mast in der Mitte der Führanlage und schaute hoch zu Pfarrer Ulm. Der nickte ihr zu und die Schwester legte unten im Hof einen Schalter um. Summend setzte sich die obere Stange in Bewegung. Schon nach kurzer Zeit straffte sie die Führungsleine am Hals der Unglücklichen und zog sie im Kreis über das Hofpflaster. Sie stolperte die ersten Schritte bis sie ihren Rhythmus fand. Der Stab auf der Stange in ihrem Schritt, machte das Laufen noch schwerer. Laut klackten ihre beschlagenen Hufe auf den Stein. Sie stöhnte und protestierte, behindert von dem Spieß in ihrem Körper, den sie mit sich ziehen musste. Doch es half nichts. Mit zufrieden, verschränkten Armen stand die andere Nonne außerhalb des Laufkreises.

„Anna!“ rief sie der Vorbeilaufenden zu „Wie macht das Pferd?“

Dumpf und unartikuliert war Wiehern aus der Ballonmaske zu hören und sie versuchte ihre Hufhände näher an ihren aufgepumpten Gummikörper zu ziehen. Ihre Schenkel rieben beim Laufen aneinander und quietschen laut. Schon nach ein paar Runden hörte man, wie sich ihr Atem beschleunigte und sie unter Maske um Sauerstoff kämpfte. Karo konnte sich von dem Schauspiel nur schwer abwenden. Sicherlich musste es eine Tortur sein, in den schwarzen, doppelwandigen Gummianzug in der Mittagssonne, zu laufen. Karo konnte sich nur schwer vorstellen, wie sie litt. Sie schaute an sich und ihren dünnen, transparenten Gummisachen herunter. Sie saß hier im Schatten und trotzdem war die Luft im Hof drückend. Das leise, anschwellende Murmeln der Gespräche der Gäste vermischte sich mit rhythmischen Huftrab und unregelmäßigen, quietschenden Gummigeräuschen.

Das aufgepumpte Gummiwesen hatte Karos Konzentration geschwächt. Der Harndrang meldete sich stärker denn je zurück. Ihr war es unmöglich den treibenden Blasentee noch länger zu halten. Eine heiße Welle der Scham lief durch ihren Körper und ließ ihr Gesicht unter dem feuchten Maskengummi glühen. Leise plätscherte es in den durchsichtigen Gummibeutel zwischen ihren Beinen. Wärme breitete sich in im nassen Schoß aus. Karo ekelte sich leicht. Doch das Gefühl war überraschend schwächer, als die Erleichterung ihrer Blase. Wärme breitete sich auch an der Außenseite ihres Unterschenkels aus. Flüssigkeit lief aus der Hose in den Auffangbeutel und schwappte in dem gut gefühlten Urinbeutel an ihrem Bein. Einer der nahestehenden Gäste bemerkte die Veränderung, blickte aber rasch wieder weg. Das leise Kichern von der anderen Seite konnte Karo nur vermuten, dass es sicher ihr galt. Sie musste schlucken. Es war nicht nur ihre zur Schau gestellte Nacktheit, verstärkt durch den durchsichtigen Gummi in dem sie schmorte. Pfarrer Ulm wusste auf unheimliche Art nur zu gut, wie er Karos Dosis erhöhen musste. Das laute Blubbern der Atemluft im Rücken erinnert sie erneut daran. Karo hatte von dieser Art Behandlung bisher keine Vorstellung und nun traf sie diese Erfahrung der Erniedrigung und Zurschaustellung wie ein Hammerschlag. Das warme Schwappen des Urins am Bein, zeigten Karo, dass sie einen weiteren Schritt getan hatte. Ulms Konfrontation schien Wirkung zu zeigen, doch das Ergebnis war noch offen. Auch Schwester Lara bemerkte den gut gefüllten Beutel an Karos Bein. Sie rempelt Karo in die Seite.

„Pfarrer Ulm beobachtet dich.“ flüsterte sie Karo zu. „Los pumpe, sonst wird es eine lange Zeit hier für dich. Er lässt dich erst wieder los, wenn er deinen Lieblingsdämon gefunden hat.“

Karo kaute auf ihren Penisknebel in der Gasmaske. Die Hilfe kam unerwartet. Bisher sah sie die Ordensschwestern immer nur als willenlose Helfer des Pfarrers ohne Verstand. Doch unter der spröden und rauen Oberfläche war mehr. Auch sie schienen hier auf eine gewisse Art gefangen zu sein. Zögerlich wanderte Karos Hand zum Pumpball. Die Fäustlinge machten es nicht einfach, den Ball unter der Brust zu fassen. Sie drückte zu. Nichts passierte, mit dem zweiten Stoß hörte man im Rucksack ein lautes Plätschern. Langsam leerte sich Karos Beutel am Bein und ihr Rucksack wurde spürbar voller. Die Vorstellung dieses Gemisch auf ihren Rücken war eine zu teuflische Konstruktion. Doch auch ihr Atmen veränderte sich. Es war nun deutlich schwerer, genügend Luft zu bekommen. Das Luftholen fiel schwer und sie musste tiefer einatmen. Ihr Atem beschleunigte sich und sie bekam leichte Panik zu ersticken, vergeblich zerrte Karo an ihren gut gesicherten Händen. Abermals stieß sie die Schwester neben ihr in die Seite.

„Nimm den anderen Pumpball und trinke, dann wird es besser.“

Karo zögerte, die Gasmaske saugte sich mit jedem Zug fest auf ihr Gesicht, Schweiß brannte in den Augen und sammelte sich am Kinn. Ihre und Pfarrer Ulms Augen trafen sich. Er stand jetzt in ihrer Nähe und unterhielt sich mit zwei Gästen. Durch die beschlagenen Augengläser der Gasmaske wirkte sein Gesicht verzerrt. Die hochstehende Sonne warf scharfe Schatten auf ihn, er hatte etwas Dämonisches. Ein perlender Schweißtropfen lief an der Innenseite im Glas nach unten und klärte Karos Sicht. Der Pfarrer stand jetzt im Schatten. Der Dämon war verschwunden und sein unergründliches glattes Gesicht kam wieder zum Vorschein. Karo versuchte ihre Angst abzuschütteln. Sie drückte zögernd den Pumpball zum Trinkschlauch. Erste Tropfen Flüssigkeit benetzten ihre Zunge. Sie drückte fester und ein kräftiger Schwall schoss in ihren Mund. Ekel und Angst kam in ihr hoch. Es schmeckte salzig und bitter. Sie schluckte und ein tiefer Atemzug ließ den Rucksack wieder erzittern. Der zweite Schluck war leichter. Karo würgte die Mischung aus Schweiß, der unter ihrer Maske in den Mund lief, fremden und eigenen Saft hinunter. Mit jedem Schluck wurde das Atmen wieder weniger anstrengend und der Flüssigkeitspegel im Beutel sank bis zur Erträglichkeit. Karo hob wieder ihren Kopf. Niemand schien von ihr Notiz zu nehmen und der Pfarrer war nicht zu sehen. Was tat sie hier freiwillig mit sich selbst, fragte sich Karo ängstlich. Sie war bestürzt über sich und ihre Handlungen. Das war sie doch gar nicht, so kannte sie sich nicht. Diese neue Seite an ihr ängstigte sie. Zweifel kamen wieder hoch. Und wenn der Pfarrer doch recht hatte, vielleicht schlummerte in ihr ein Dämon. Genau wie im Pfarrer und er war am Erwachen. Der Gedanke kreiste in ihrem Kopf.

Die junge Schwester zog Karo hoch. Über ihren Hintern lief spürbar warme Flüssigkeit an der Innenseite ihres Anzugs die Beine entlang. Kleine Rinnsale bahnten sich ihren Weg unter dem durchsichtigen Gummi zwischen ihren Brüsten nach unten. Karo hatte ihren bizarren Zustand akzeptiert, schwitzend eingeschlossen in luftdichten, pissgelben Gummi. Gurgelnd saugte sie feucht, geschwängerte Luft in ihre Lungen. Der Flur vor dem Refektorium war angenehm kühl. Schwester Laura nahm ihre Gasmaske und Rucksack ab. Karo war erleichtert, befreit vom Knebel und der frischen Luft in ihren Lungen.

„Warte hier, ich komme gleich wieder.“ Schwester Lara verschwand in einem Seitengang und ließ Karo allein zurück.

Sie schaute auf ihre durchsichtigen Fäustlinge. Flüssigkeit hatte sich in den Fingern gesammelt und lief nun warm in den Unterarm zurück. Die Maske klebte nass auf ihrem Gesicht und kleine salzigen Tropfen sammelten sich auf ihrer Oberlippe. Sie schaute hinaus auf den Hof. Noch immer drehte die schwarze Gummifrau ihre Runden. Dahinter lag das große Klostertor im Schatten. Die Pforte stand einen Spalt weit offen und Licht erhellte den dunklen Durchgang. Niemand war zu sehen. Der Impuls loszulaufen, wurde überdeckt von ihrem Äußern. Sie schaute an sich hinab, wie sollte sie ihren Aufzug auf dem Vorplatz erklären? Die Karabiner der Fäustlinge klirrten am Korsett. Sie hatte weder Geld noch ein Handy. Die Vorstellung einer Straßenbahnfahrt brachte das bekannte wohlig Kribbeln in ihren Bauch. Was war mit ihr los, schallte sie sich selbst. Die Pforte schlug zu und das Licht zur Freiheit dahinter verschwand. Karo hatte zu lange gezögert. Schuldbewusst ertappt, senkte sie ihren Kopf, als zwei älter Nonnen an ihr vorbei gingen. War Pfarrer Ulm schon in ihren Geist gekrochen? Die Worte unkeusche Gedanken, Schuld, Sünde und Reue kreisten in ihren Kopf. Die zurückkehrte Schwester holte Karo aus ihrem Gedankenkarussell zurück in die Wirklichkeit. In der Hand hatte sie einen Wischeimer in dem eine Bürste schwamm. Die zweite Hand brachte mehr, des gelblich durchsichtigen Gummimaterials.

„Pfarrer Ulm hat dich nach der Mittagspause für den Reinigungsdienst eingeteilt.“

Die Schwester knöpfte um Karos Halskorsett einen üppigen gelben Rüschenkragen. Karo schaute sie an.

„Danke für deine Hilfe.“ Die Schwester senkte ihren Blick. Sie befreite Karo von den Fäustlingen und streifte ihr eine gelbliche Kittelschürze über.

„Bedanke dich nicht, wir teilen hier alle das gleiche Schicksal. Pfarrer Ulm ist streng, aber auch gütig. Der Lohn ist das Himmelreich.“ dabei zog Schwester Lara Karos Gummischürze zurecht.

Die durchsichtige Kittelschürze mit den gerüschten Schultern machte Karo zu einer Karikatur einer Putzfrau. Ihre Hände verschwanden unter einer weiteren Schicht grober, durchsichtiger Gummihandschuhe. Gekrönt wurde ihr Erscheinen mit dem gelblichen Gummikopftuch um ihren Kopf.

„Deine Nachmittagsaufgabe ist den Flur gründlich zu schrubben. Ich schaue bei Gelegenheit wieder nach dir.“

Damit war Karo entlassen und Lara ging den Weg zurück, den sie gekommen war. Karo war seit Stunden zum erstmals so etwas wie frei und unbewacht. Warmes Nachmittagslicht fiel auf den ungleichmäßigen Steinfußboden. Sie ging unbeholfen auf die Knie. Die Stiefel behinderten sie, boten ihren Knien aber auch etwas Schutz vor dem rauen Fliesen. Schon nach kurzer Zeit machte sich die anstrengende Arbeit bemerkbar. Ihr war wieder wärmer geworden unter ihren Gummischichten. Schweiß tropfte aus dem Mund auf den Boden unter ihr. Unter dem Kopftuch war es warm. Rhythmisch klatschte der nasse Pissbeutel zwischen ihren Beinen gegen die Innenseite der Oberschenkel. Eine vorbeikommende Klosterschwester schaute schnell beschämt weg, als sie Karo gewahr wurde. Die Bürste glitt kratzend über den Flur. Der stetige, langsame Rhythmus der Bürste ließ Zeit die Gedanken schweifen zu lassen. Karo musste feststellen, ihren momentanen Zustand langsam zu akzeptieren. Das stundenlange eingesperrt sein in Gummi schien Alltag. Es überraschte sie dennoch, dass sie hier beinah freiwillig ihre Arbeit in diesem bizarren Aufzug machte. Der Drang sich der merkwürdigen Kleidung zu entledigen, war nur schwach. Den Beutel an ihrem Bein nahm sie nur noch unbewusst wahr. Ihr Körper schien den Schweiß im Anzug zu absorbieren. Sie existierte in ihrem kleinen Universum. Eng warm und feucht. Ein weiterer Schritt, der Gedanke erschreckte Karo.

Karos Aufmerksamkeit wurde geweckt. Sie hatte das Ende des Flures erreicht. Zwei große Holztüren trennten den Flur vom Treppenhaus. Breite Steintreppen mit wertvollem, altem Holzgeländer lief nach oben und unten. Das Treppenhaus glich eher einer großen Aula. Auf einer Seite gaben weitere, verglaste Türen den Blick zum Klostergarten mit angrenzenden Feldern frei. Der lange Flur führte auf der anderen Seite weiter. Auf dem Schild war zu lesen „Schulungsräume“. Karos Aufmerksamkeit wurde von zwei merkwürdigen Ausstellungsstücken in der Aula auf sich gezogen. In der Ecke stand ein großer rechteckiger schwarzer Rahmen. Er hatte einen breiten Fuß mit kleinen Rollen daran. Das Innere des Rahmens war mit durchsichtigem Gummi bespannt, ähnlich eines übergroßen Gemäldes. Doch statt eines flachen Bildes war ein lebensgroßer, dreidimensionaler Frauenkörper zwischen den Gummibahnen geklebt. Die nackte Skulptur hing freischwebend im Rahmen, Karos Bürste fiel klappernd zu Boden. Es war eine lebendige Frau. Ihr langes, dunkelblondes Haar war ausgebreitet und ihr Zopf wie in der Bewegung auf das Bild gebannt. Unter dem dünnen Gummi zeichnete sich gut sichtbar ihre kleinen Brüste und spitzen Brustwarzen ab.

Das eingeschweißte Geschöpf spürte Karos Nähe und bewegte sich leicht. Karo machte erschrocken einen Schritt zurück. Erstaunt schaute sie auf den großen Massagestab zwischen ihren gespreizten Beinen unter dem Gummi. Er drückte sich fest auf ihre leichte, behaarte Scham. Leise sprang irgendwo ein Motor an und man sah unten am Rahmen, wie sich die beiden Gummilaken fester zusammenzog. Die Frau im Inneren bewegte sich und stöhnte gequält. Der dünne, durchsichtige Stoff über ihren Körper hatte sich sichtbar enger um sie gezogen. Karo trat einen weiteren Schritt zurück. Das Vakuum hielt die Frau unerbittlich zwischen den Gummibahnen gefangen. Ihr Kopf war zur Seite gedreht und ein kleiner Schlauch in ihrem Mund versorgte sie mit Luft. Karo war entsetzt und fasziniert zugleich über diese Art der Ausstellung.

Sie berührte den eingeschweißten Frauenkörper vorsichtig. Karo spürte die Wärme der Frau und wie sie sich mühevoll im Inneren versuchte zu bewegen. Blasig klebte der Gummi auf ihrer feuchten Haut. Der steife, durchsichtige Gummi vibrierte leicht. Eine Schautafel neben den Rahmen, wies sie als Schwester Stefanie aus. Sie war im Jahr ihrer Kandidatur. Ein Jahr in den man noch nicht in das Kloster zog. Man behielt Wohnung und Arbeit und prüfte in regelmäßigen Besuchen im Kloster, ob ein Eintritt sinnvoll war. Das Passbild zeigte eine hübsche junge Frau mit Pferdeschwanz und wachem Blick. Ihr Vergehen war das Zeigen eines Nacktbildes auf ihrem Instagram-Account. Karo musste schlucken. Ihre Strafe in durchsichtigen Gummisachen zu wischen, erschien dagegen einfach. Wie lange das arme Ding hier ausharren musste, konnte man der Beschreibung nicht entnehmen. Doch die Warnung war eindeutig.

Ihrer Nachbarin ging es nicht besser. Sie hing in Kopfhöhe von der Decke in einem kleinen Käfig. Sie hockte darin auf Knien in eine schwarzen, engen Gummianzug. Ihr Kopf schaute vorn aus den Gitterstäben heraus, gehalten von einer stabilen Eisenschelle. Die eng geschnürten Absatzstiefel wurden von dicken Schellen fixiert. Ihr Kopf steckte in einer geschlossen Gummimaske. Schnallen zogen die beiden massiven Helmhälften fest um ihren Kopf. Vor ihr hielt eine verstellbare Vorrichtung einen dicken, glänzenden Metallstab, der tief in ihrem Mund steckte. Der Knebel zwang ihre Lippen weit auseinander. Speichel tropfte stetig vom Stab nach unten auf den Fußboden. Eine kleine Pfütze hatte sich gebildet. Eine ähnliche Halterung auf der Rückseite des Käfigs fixierte einen weiteren Stab tief in ihrer Scheide. Aus beiden Stäben gingen Drähte zu einem Kontrollgerät an der Seite des Käfigs. Breiten Riemen hielten Beine und Arme und erlaubten keine Bewegung. Leises unregelmäßiges Stöhnen war zu hören. Ihre nackten Brüste steckten in großen Glasglocken. Ein stabiler, dicker Gummiring an der Basis der Brust drückte sie zu prallen Melonen und hielt die Saugglocken an ihrem Platz. Das Schwarz ihres Anzugs verstärkte die großzügigen Aussparungen für Brust und Schritt noch zusätzlich und ließen ihre Geschlechtsmerkmale deutlich hervortreten. Helle Haut eingerahmt von schwarzem Gummi. Der Käfig pendelte leicht am Hacken. In der Aula hallte zwischen dem Schmatzen des sabbernden Mundes ihr leises Stöhnen und Wimmern. Auf einer Ausstellungstafel konnte man etwas über die fixierte Insassin im Käfig erfahren. Das Alter der schwarzhaarigen Frau auf dem Foto konnte man schwer schätzen. Fein geschwungene, dunkle Augenbrauen umrahmten tiefschwarze Augen. Der kurze Pagenschnitt ließ sie jungenhaft wirken. Im Gegensatz zur Frau im Vakuumbett, war sie erst im mehrwöchigen Praktikum. Ihre Sünde war der Besitz eines Vibrators, gefunden in ihrem Nachttischschrank von eine der Nonnen. Und dass hier war ihre gewählte Buße.

 

Karo musste schmunzeln, von wegen freier Wahl. Sie hatte Pfarrer Ulm nun etwas kennenlernen können.  Gedankenversunken betrachte sie die beiden leidenden Frauen. Sie erschrak. Im Augenwinkel bewegte sich ein Schatten. Der Pfarrer war leise neben Karo getreten. Wenn man an den Teufel dachte. Karos Hand entfernte sich ruckartig aus ihrem Schoß, wohin sie unbemerkt gewandert war. Der Pfarrer trat nah an sie heran.

„Ja Karo, schaue sie dir an, die beiden Sünderinnen.“

Er drückte am Rahmen des Vakuumbettes einen Schalter herunter. Leise begann es zu summen und Bewegung kam in die eingeschweißte Person darin. Ein weiteres Mal drückte er den Schalter. Jetzt war das Summen zu einem starken, bösen Brummen geworden. Karo starrte auf den vibrierenden Stab im Schritt der Frau. Zu den windenden Bewegungen im Inneren gesellten sich jetzt noch lautes Stöhnen hinzu.

„Das könnte auch dein Weg sein, Karo. Der Kampf gegen unsere Dämonen kann manchmal kräftezehrend, lang und hoffnungslos sein, doch fürchte dich nicht, denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“

Seine Hand strich sanft über den sich windenden Frauenkörper, eingeschweißt im Gummi. Gedankenverloren schaute er auf die kleine Tafel.

„Arme Schwester. Die Versuchung des modernen Internet ist mannigfaltig. Ja, Narzissmus. Eine weitere, sich verbreitende Sünde auf dieser Welt. Wie leicht es der Teufel doch hat.“

Er wechselte zum Käfig. Vorsichtig setzte er ihn in leichte Drehbewegung. Die Frau darin quittierte es mit erschrockenen, unartikulierten Lauten.

„Komm näher Karo, sei nicht schüchtern.“

Karo bewegte sich, wie mechanisch. Obwohl sie angezogen war, hatte sie das dringende Bedürfnis ihre Brüste und Scham bedecken zu wollen. Sie kam sich genauso nackt und schutzlos vor, wie die beiden bedauernswerten Geschöpfe in der Aula. Doch es war nicht der durchsichtige Gummi, der ihren Körper zur Schau stellte. Da war noch mehr in seiner Stimme. Er schien in sie hinein schauen zu können. Pfarrer Ulm nahm ihre Hand und führte sie an die Kontrolltafel des Käfigs. Karo wehrte sich kurz, ließ es jedoch dann geschehen. Ungewollt und fast automatisch drückte sie den Knopf. Was hatte sie getan? Diese Seite an ihr, kannte sie nicht.

Die Box begann zu blinken und ein leichter Schmerzensschrei schallte durch die Halle. Die Brüste in den Saugglocken bewegten sich leicht. In einem Moment wurde sie größer und tiefer hineingezogen, um kurz darauf etwas kleiner zu werden. Das wiederholte sich. Ein zweites, flackerndes Kontrolllämpchen, ließ die Frau in den Pausen zwischen der quälenden Brustbehandlung lustvoll stöhnen. Nach einer Weile blinkte es erneut und die Frau ächzte leise in Abständen. Karos Gefühle machten eine Achterbahnfahrt, das wollte sie nicht. Die Frau im Käfig tat ihr leid, genauso wie das stöhnende Wesen im Vakuumrahmen. Die fremdartige Situation hier, ihr eigenes Aussehen, die Präsenz und Macht des Pfarrers erzeugten eine schwer beschreibbare Spannung in ihr.

„Na siehst du Karo, war das so schwer. Schritt für Schritt, gemeinsam.“

Er öffnete eine der großen Aula-Türen zum Garten hinaus.

„Wenn du mit deiner Arbeit hier fertig bist, melde dich bitte bei Schwester Antonia im Klostergarten und gehe ihr ein bisschen zur Hand.“

Er drehte sich um und lief zum Treppenaufgang. Als er am Käfig vorbei ging, stieß er ihn wieder leicht an und versetzte ihn in Pendelbewegung. Protestierendes lautes Stöhnen war die Antwort.

„Sei getrost und unverzagt Schwester. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht, denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ klang seine Stimme beim Weggehen in der Aula.

Seine Schritte hallten im Treppenflur. Karo stand noch einen Moment still und lief dann zu ihrem Wischeimer im Flur zurück, um ihn zu holen. An der Tür zum Garten drehte sie sich noch einmal um und schaute auf die beiden leidenden Frauen. Sie überlegte. Sie kämpfte zwischen den Impuls des Mitfühlens und Linderung zu verschaffen und der wahrscheinlichen Strafe, wenn es bemerkt werden würde. Augen und Ohren des Pfarrers war hier überall. Sie brachte diesen Mut nicht auf und zog die Tür zum Garten hinter sich zu. Oder war es doch nur eine vorgeschobene Ausrede, fragte sie sich selbst. Die Antwort blieb sie sich schuldig.

Karos wollte ihre Entscheidung nicht weiter überdenken. Sie schüttete das Wischwasser in das Gras des Klostergartens. Von der Terrasse der Aula ging ein schmaler Kiesweg zwischen alten Obstbäumen in den weitläufigen Garten. Weiter hinten sah man kleine Parzellen mit verschiedenem Gemüse. Am weißgetünchten, niedrige, Wirtschaftsgebäude stand eine Tür offen, im Inneren hörte man Metallgeschepper. Karo schaute auf einen gebeugten Rücken im grauen Kittel. Im weißen Nonnenschleier hatten sich ein paar kleine Blätter verfangen.

„Entschuldigung, ich bin Karo und soll mich bei ihnen melden.“ sprach Karos die Nonne vorsichtig an.

Der klobige, durchsichtige Ganzanzug am Haken hinter der Frau, flößte ihr Respekt ein. Der Gummi reflektierte das wenige Licht im Schuppen. Mit den großen Gummistiefeln und derben Handschuhen, sah es aus, als wenn dort jemand stehen würde. Eine menschliche Maske hing über der Brust. Sie war nach außen gestülpt. Eine Mundauskleidung mit Zahnreihen und einer Tasche für die Zunge war zu sehen. Lange Nasenschläuche zeigten in Karos Richtung. Sie schluckte nervös. Die Nonne hörte mit dem Suchen in ihrer Kiste auf und erhob sich. Sie war deutlich kleiner, als Karo. Braune, faltige wettergegerbte Haut zeigten ein freundliches Gesicht. Mit wissenden Augen schaute sie Karo an.

„Sehr schön, ich bin Schwester Antonia. Es ist immer hilfreich, wenn mir Pfarrer Ulm seine speziellen Schützlinge schickt. Hilfe ist hier immer willkommen, gerade jetzt im Sommer. Dann wollen wir dich mal für deine Gartenarbeit ausstaffieren. Pfarrer Ulms Methoden mögen speziell und für Ausstehende sonderbar erscheinen, aber wer bin ich kleine Betschwester Gottes Willen in Frage zu stellen. Warte, ich helfe dir.“

Während die Nonne Karos Gummischürze, Kopftuch und Halsrüschen abnahm, konnte sie ihre Augen nicht vom schweren Anzug an der Wand wenden. Die Aussicht, in dieses Monstrum gesperrt zu werden, ließ sie trotz der Wärme leicht zittern. Dankbar bewegte Karo ihre malträtieren Füße, als die hochhackigen Stiefel sie freigaben. Die Knöpfe der dünnen Gummibluse sprangen fast von selbst auf. Das enge Korsett, Halskragen und Aufblasbrüste musste sie anbehalten. Schwester Antonia griff sich den Gummi ihrer Pinkelhose. Mit kräftigem Ruck befreite sie Karo von dem nassen Ding zwischen ihren Beinen.

„Runter damit, das brauchen wir hier nicht. Ich bin sicher, du wirst hier keine Toilette benötigen.“ sie lachte leise in sich ihnen.

Schwester Antonia drehte sich um und griff vom Tisch hinter sich eine Miederhose aus dem gleichen Gummi, wie alles an Karo. Sie stand in ihrer gelblich, durchsichtigen Grundgummierung vor der Ordensschwester und starrte mit großen Augen auf zwei Gummipenisse im Innern der Hose. Eine heiße Welle lief durch ihren Körper. Ihr Reißverschluss im Schritt stand noch immer offen und Karo begriff wohin die beiden kapitalen, gelben Plugs der Dildohose kommen würden. Ängstlich kniff sie ihre Beine zusammen. Einladend hielt die Schwester die hohe Miederhose zum Einsteigen hin. Karo hob ihr Bein und stieg ängstlich die hingehaltene Hose. Ihr Herz begann wieder schneller zu pochen. Die Beiden kapitalen Spieße ragten direkt unter ihrem Schritt bedrohlich auf. Der größere, der beiden berührte leicht ihre Schamlippen. Karo starrte auf die Eindringlinge zwischen ihren Beinen. Angst vermischte sich mit dieser unbestimmten Erregung, die sie über den ganzen Tag begleitet hatte. Die Ordensschwester zog die stabile Gummihose weiter nach oben und drückte derb den vorderen Dildo in ihre Scheide. Teils aus Angst, teils aus Scham wehrte sich Karo und versuchte sich den beiden Eindringlingen zu verschließen. Doch es half nichts. Mit geübtem Griff schob die Nonne auch den zweiten Spieß in sie hinein. Der hintere Dorn drückte ungewohnt in ihrem Anus. Zusammen mit den Vorderen ließ er Karos Rücken kribbeln. Die Hose legte sich fest um ihre Hüfte und hielt die Einbauten an ihrem Platz. Karo schaute entsetzt auf ihren zweifach gestopften Schritt. Sie kam sich wie eine Mastgans vor. Schwester Antonia fing routiniert einen der tanzenden Pumpbälle zwischen Karos Beinen. Herzhaft drückte, ihre von der Gartenarbeit gestärkte Hand zu. Karo stieß einen tiefen Seufzer aus. Der Spieß in ihrer Scheide war spürbar angeschwollenen und füllte sie nun komplett aus. Mit jedem weiteren Pumpstoß der Schwester nahm der Druck in ihren Leib zu. Ihre Bauchdecke hob sich leicht. Mit etwas weniger Druck gab sich die Schwester beim Hinteren zufrieden. Karo hatte dennoch das dringende Gefühl zu müssen. Schwester Antonia klatschte in die Hände.

„Sehr schön, das hätten wir.“ Karo konnte ihre Begeisterung nicht teilen.

Entsetzt befühlte sie ihren gewölbten Bauch. Unter dem durchsichtigen Gummi der Dildohose, erahnte man ihren aufgedehnten Spalt zwischen den geöffneten Schrittreißverschlusses ihres Gummianzugs. Gummi klebte blasig auf Gummi. Die Schläuche zwischen ihren Beinen waren ein weiteres Zeugnis ihres gestopften Zustandes. Schwester Antonia holte den großen Gummianzug von Hacken. Er war schwer, sehr schwer.

Karo stieg in die Gummistiefel. Der steife Anzug machte beim Anziehen ohrenbetäubende Geräusche. Schnell waren die beiden Pumpbälle im weiten Hosenbein verstaut und ihre Gummihände rutschten leicht in die dicken Handschuhe. Ihre aufgepumpten Brüste quietschten laut unter dem glatten Gummi des Anzugs. Bereitwillig nahm sie die Mundauskleidung auf. Antonia prüfte grob mit ihren Fingern den Sitz und schob die Auskleidung tiefer in Karos Mund. Sie musste husten, es war ein ungewohntes Gefühl. Karos Zunge rutsche in die Tasche, sie spürte ihre gummiummantelten Zähne. Ihr gesamter Mund war Gummi. Die Nasenschläuche rutschten tief in die Nase und ihre Augen verschwanden wieder unter kleinen Plastiklinsen. Der Anzug hatte keine Schrittöffnung. Der kurze, derbe Reißverschluss im Rücken wurde lautstark geschlossen. Im kleinen Spiegel über dem Waschbecken, konnte Karo sehen, wie die Nonne ihn mit einem kleinen Schlüssel unverrückbar arretierte. Aus der schlanken Frau war ein klobiges Gummimonster geworden. Schemenhaft erkannte man die eingeschlossene nackte Gestalt im Inneren. Karo bewegte sich versuchsweise in ihrem mobilen Gummigefängnis. Ihre Hände konnte sie nur mit Mühe in den großen Handschuhen bewegen. Sie fühlte sich wie eine wandelte Reifenfabrik. Antonia stand ungeduldig an der Schuppentür und wartete auf sie.

„Dann wohlen wir mal, ich zeige dir deine Arbeit.“

Karo folgte Schwester Antonia in den Garten. Ihr Anzug machte bei jedem Schritt ohrenbetäubenden Lärm. Die aufgepumpten Dildos in ihren Unterleib rumorten und rieben sich in ihr. Mit jeder Bewegung schlugen die beiden Pumpbälle im Hosenbein gegen den Schenkel und erinnerten sie an ihre Präsenz. Durch den durchsichtigen Gummi schienen die beiden kleinen, glänzenden Ventile sie im Hosenbein zu verhöhnen. Eingeschlossen im dicken Gummihosenbein waren sie für Karo unerreichbar. Auch die groben, schweren Handschuhe würden es unmöglich machen, die filigranen Ventile zu öffnen und sich so Erleichterung für ihren schmerzhaft, drückenden Unterleib zu verschaffen. Antonia hatte angehalten. Die Kräuterbeete am Kloster waren großen Parzellen mit Gemüse gewichen. Karo schaute dankbar zum Himmel. Große Wolken hatte sich vor die Sommersonne geschoben und würden die Gartenarbeit etwas erträglicher gestalten.

„Hier das Kartoffelfeld muss gemacht werden. Entferne das abgestorben Kraut und werfe es in den großen Abfalleimer da vorn. Ich werde es dann heute Abend abholen. Noch Fragen?“

Karo schüttelte den Kopf. Ihr genuscheltes Nein war kaum zu verstehen. Die nach Gummi schmeckende Mundauskleidung verhinderte jedes Gespräch. Das Schweigegelübde zu brechen wurde einem hier recht schwer gemacht, ging es Karo schmunzelnd durch den Kopf. War es Sarkasmus oder Humor? Karo konnte ihre Gedanken nicht einordnen. Wo waren ihre flammende Empörung und Aufsässigkeit, Karo wusste es nicht.  Schwester Antonia verschwand zwischen den hohen Bohnenstangen des Nachbarfeld. Karo schaute sich um. Auf drei staubigen Hügelreihen lag das verdorrte Kartoffelkraut. Lange, störrige Stiele. Das kleine Kartoffelfeld begrenzten weitere Felder, auf denen verschiedenes Gemüse angebaut wurden. Karo konnte Kohl sehen, aber auch andere Pflanzen. Weiter hinten begrenzte das Klostergelände ein hüfthoher Zaun aus Maschendraht. Blühende Wicken und andere Pflanzen nutzten ihn als Rankhilfe und hatten ihn teilweise überwuchert. Karo kannte den Weg dahinter von früher. Hier war sie oft mit Tante Frieda spazieren gewesen und beobachtete die Nonnen auf ihrem Gelände.

Karo begann ihre aufgetragene Aufgabe. Schon jetzt war es in ihrem schweren Gummigefängnis merklich wärmer geworden. Die Arbeit war schweißtreibend, das Bücken viel schwer. Bei jeder Bewegung machte das dicke Material laute Geräusche und erinnerte den Träger daran, worin sie steckte. Der störrige Gummi machte es schwer, den Kopf zu bewegen und die kleinen Augengläser schränkten ihre Sicht erheblich ein. Schnell hatten sie begonnen, zu beschlagen. Karo wurde, ob sie es wollte oder nicht, auf die Arbeit vor ihr konzentriert. Genau wie der Pfarrer es mochte, dachte Karo. Saubere, fehlerlose Arbeit, wie es die gottgefällige Aufgabe einer guten, stummen Hausfrau auf ihren Knien war. Sie litt gefangen unter Schichten von Gummi, unfähig zu sprechen. Ihr Aussehen war grotesk und doch ertrug sie diese Behandlung klaglos. Karo bewegte sich im Beet wieder ein Stück vorwärts. Das vertrocknete Kartoffelkraut war stabil und ließ sich nur mit Mühe und Kraft in den Abfallkorb bewegen. Je weiter sie mit ihrer Arbeit vorankam, desto weiter wurde auch der Weg zum Korb. Die prallen Dildos machte sich beim Laufen deutlich bemerkbar. Sie rieben sich nass in ihrer Spalte und stimulierten sie stärker. Wie zum absichtlichen Hohn, war der Abfallkorb an einer Kette im Boden verankert und ließ sich nicht bewegen. Beim Bücken im Feld schoben sich Karos pralle Einbauten nur noch tiefer in sie und drückten auf ihren Bauch. Die Halme der Kartoffeln mit den dicken Gummiarbeitshandschuhe zu fassen, fiel nicht leicht. Immer wieder rutschten sie aus Karos Händen und sie musste mühsam auf Knien in das Beet zurück. Heiße, feuchte Luft drückte unter dem weiten Anzug in ihre Gummimaske und ließ die Augengläser noch mehr beschlagen. Sie schwamm in ihrer dünnen Gummihaut darunter förmlich.

Die ständige Reibung steigerte ihre Erregung immer weiter. Karo spürte die aufsteigende Welle der Lust in ihrem Unterleib. Alles in ihren Kopf drehte sich. Der nasse Gummi auf ihrer Haut, die Geräusche, die sie erzeugte, die Bilder des Tages, alles vermischte sich. Ihre Knie wirbelten trockenen Staub auf. Die Gummistiefel gruben sich in die Erde und ihre Hand im dicken Gummihandschuh wanderte wie von selbst in ihren nassen Schritt. Sie begann zu reiben. Schnaufend sog sie immer schneller Luft. Der erlösende Orgasmus rollte durch ihren Körper. Ihr Atem ging stoßweise durch Nasenschläuche und Mundauskleidung. Schweiß lief unter der Maske über ihr Gesicht. Sie kniete noch einen Augenblick länger im Beet, um die wohligen Schauer in ihrem Körper langsam abklingen zu lassen. Einzelne Kartoffeln lagen ausgegraben um sie herum. Schnell bedeckte sie Karo mit Erde und versuchte sich wieder auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Was hatte sie getan, schoss es durch ihren Kopf. Wie konnte sie Gefallen an ihrer Lage finden? Sie schwamm in ihrem eigenen Saft, prall gestopft und eingeschlossen in Gummi. Sie hockte auf Knien in einem Kartoffelfeld und sie genoss es. Karo sah sich wieder im Büro des Pfarrers bei der Einlieferung. Sie zog langsam die schwarze Gummihaube über ihren Kopf. Die Worte des Pfarrers klangen wieder in ihrem Kopf, Schritte, viele kleine Schritte. War das hier wieder einer seiner Schritte, Karo konnte es nicht mit Bestimmtheit sagen.

Eine Hand klopfte auf ihren glühenden Kopf.

„Karo mache hier mal Pause und hilf mir.“ Karo hatte Schwester Antonia hinter sich nicht bemerkt. Wie lange sie sie auf Knien beobachtet hatte, wusste sie nicht.

Karo war erleichtert, gerade emsig mit einer störrigen Kartoffelpflanze kämpfen zu müssen. Ächzend erhob sie sich. Sie spürte, wie weitere Rinnsale an ihrem Körper herunterliefen und sich in den Gummistiefeln des Anzugs mit der Flüssigkeit dort vermischten. Sie stampfte mit lautem Getöse hinter der Ordensschwester her und blickte neidvoll auf das leichte und luftige, weiße Leinengewand. Leichtfüßig schwebte die Nonne in ihren Sandalen den Ackerweg entlang. Sie steuerte geradewegs auf die schwarze Vogelscheuche zu, die Karo bei ihrer Ankunft hier im Feld von Weiten gesehen hatte. Sie war gut sichtbar am Wegesrand auf einem hohen Podest zwischen zwei kleinen Getreidefeldern platziert. Dahinter war der niedrige Zaun des Klostergeländes, der es vom Wanderweg abschottete. Karo sog ein kräftiger Atemzug durch ihre Maske. Die Vogelscheuche bewegte leicht ihren Kopf und der Wind trug ein leichtes Wimmern herüber.

Die Schwester hielt an und blickte hoch zum massiven Kreuz, an dem die Vogelscheuche gebunden war. Auch Karo konnte jetzt Einzelheiten erkennen. Es war keine Vogelscheuche im wirklichen Sinne. Karo machte einen überraschten Schritt zurück. Auf dem Betonpodest war ein großes Holzkreuz aus dickem Kantholz eingelassen. Das bedauernswerte Geschöpf daran, steckte in einem engen, schwarzen Gummifutteral, welches nahtlos in einen Monostiefel mit hohem Absatz überging.  Der Absatz steckte in einem rostigen, alten Eisenring der die Frau oben am Kreuz an ihrem Platz hielt. Ihre schwarzen Gummiarme waren ausgestreckt am Kreuz mit vielen Riemen fixiert und endeten in dicken Fäustling. Der Ring an der Spitze des Fäustlings wurde von einem dicken, übergroßen Nagel am Holz gehalten. Der Kopf der Frau wurde von einem hohem, verstärken Halskorsett nach oben gezwungen. Sie hatte eine Art Tauchermaske mit Atemregler vor dem Gesicht. Es waren Schläuche zu sehen. Bei jedem Atemzug hörte man ein lautes und pfeifendes Zischen. Hinter Karo flog ein Rabe mit protestierend Krächzen davon. Der Kopf der Frau war unter einer Gummimaske verborgen. Ein Riemen über ihren Kopf am Kreuz hatte sich gelöst und flatterte im Wind.

„Da müssen wir nachjustieren Karo“ sprach die Schwester Karo an. „Soll ja eine richtige Strafe für unsere Schutzbefohlene sein, nicht wahr.“ wieder war ihr leises Lachen zu hören.

Die Schwester kletterte flink auf das Podest, Protestlaute zwischen den Zischgeräuschen aus der Maske begrüßten sie. Mit geübtem Griff fädelte sie den losen Riemen durch den Ring über den Kopf der bedauernswerten Büßerin und zurrte ihn fest. Der Kopf der Sünderin klemmte nun wieder fest und unverrückbar am Holzkreuz. Schwester Antonia rief zu Karo nach unten.

„Unsere Nadine hier hatte im Internet Bilder von Taucherfrauen angeschaut und da ist es doch nur gottgefällig, wenn sie genau wie du mir im Garten etwas zur Hand geht. Es ist doch schön zu sehen, wenn man die Buße mit etwas nützlichem für die Gemeinschaft verbinden kann. Nadine vertreibt die lästigen Stare und Krähen besser als jede andere Vogelscheuche, die ich bisher hatte. Und sie hat genügend Zeit über ihre sündige Verfehlung nachzudenken. Ach, wenn wir unseren Pfarrer Ulm hier nicht hätten. Komm hoch Karo und überprüfe die Halteriemen, ich werde der Weile nach den Flaschen schauen.“

Karo setzte einen Schritt auf das Podest. Hinten am Kreuz befanden sich die Ratschen der Spanngurte. Sie liefen vorn über den Körper der Ärmsten. Karo begann bei den Füßen. Sie befühlte erstaunt die enge Schnürung, die von dem Monostiefel bis hoch zum Halskorsett ging. Das Schnürband spannte sich straff und zog den stabilen Gummistoff stramm um den Körper der Frau im Futteral. Karo begann den ersten Gurt nachzuspannen. Das leise Wimmern verstärkte sich mit jedem weiteren Gurt. Karo tat sie leid, hier den Nachmittag auf diesen Podest stehen zu müssen. Doch sie wusste auch, wenn sie mit ihrer Aufgabe zu nachsichtig war, wäre sie vielleicht die Nächste. Karo konnte sich nicht vorstellen, wie es an einen Sonnentag hier sein würde. Riemen um Riemen schnitten wieder sichtbar tiefer in ihr Fleisch. Die beiden gespannten Gurte über der Brust, pressten den Busen der Frau noch mehr hervor. Sicher war es eine schmerzvolle Prozedur. Karo war mit dem letzten Gurt am Arm fertig. Ihr war etwas unheimlich, solch eine Helfer zu sein. Die Frau stöhnte leise, Bewegung war unmöglich, tief schnitten die breiten Riemen in ihren Körper und pressten sie an das Holzkreuz. Pfeifend ging ihr Atem durch den Regler der Tauchermaske. Die Nonne kniete vor Karo und hatte eine Klappe im Betonpodest geöffnet. Darin standen mehrere Gasflaschen, die die Delinquentin mit Sauerstoff versorgten. Sie drehte an einen der Regler und das Zischen der Atemmaske wurde hörbar kürzer. Die Protestlaute darunter umso lauter. Trotz der Riemen, sah man die Bewegung der gummierten Brüste. Sie musste um jeden Atemzug kämpfen. Neben den Gasflaschen stand ein Plastikbox, zu der durchsichtige Schläuche liefen. Die Schwester bemerkte Karos fragenden Blick. Sie öffnete den Deckel der Box und zwei Flaschen kamen zum Vorschein. Sie griff eine der Flaschen, etwas gelbliche Flüssigkeit schwappte darin.

„Der Schlauch hier führt zu einem Katheder, die andere Flasche ist der Trinkschlauch in der Maske. Eine Pumpe versorgt sie mit Flüssigkeit. Ich sehe das Schwester Nadine ruhig etwas mehr trinken kann.“

Sie drückte auf ein kleines Steuergerät in der Kiste und schon hört man das Summen der Pumpe. Einen Augenblick später kam auch die Reaktion von Schwester Nadine. Der fixierte Kopf der Nonne am Kreuz bewegte sich leicht vom krampfhaften Schlucken. Auch Karo biss in ihre Mundauskleidung, was für eine teuflische Strafe, dachte sie fast bewundernd. Der Deckel im Podest fiel wieder krachend zu.

„So fertig hier.“ Antonia klatschte auffordernd in die Hände „zurück an die Arbeit Karo, Gott sieht nicht gern den Müßiggang.“

Karo schaute auf den Rücken der Nonne, wie sie Richtung Haupthaus lief. Auf dem Weg zurück zu ihrem Kartoffelacker begleitete sie noch eine Weile das kurze laute Zischen und leises Wimmern der bizarren Gummivogelscheuche. Sie griff sich das nächste Kartoffelkraut in ihrem Feld.

Erleichtert hörte Karo das erneute Schlagen der Kirchenglocke. Sie läutete zur Vesper, das Abendgebet. Es war achtzehn Uhr. Schwester Antonia kam auf sie zu.

„Sehr gut Karo, du bist hier weit gekommen, lasse uns zum Abendessen gehen, dein Tagwerk ist hier vollbracht.“

Sie folgte der Nonne zurück in das Refektorium. In ihren Gummistiefel gluckste es laut. Ihr Durst meldete sich nun deutlich. Das erzwungene Trinken zum Mittag war nun zur Erleichterung geworden. Karo war froh diesmal am Tisch sitzen zu dürfen und normal essen zu können. Die nasse Mundauskleidung hing vor ihrer Brust. Die Erinnerung als betende Nonne gefüttert zu werden, war noch sehr präsent ihrem Kopf. Die dünne, feuchte Gummimaske auf ihrem Gesicht erinnerte sie daran. Nur wenige nahmen von Karo und ihrem bizarren Aussehen Notiz. Das einfache, kalte Abendbrot wurde wieder in Stille eingenommen, begleitet von der Stimme der Vorleserin vorne auf ihrem Podest. Antonia erhob sich nach einer Weile und signalisierte Karo ihr zu folgen. Die Glocke hatte erneut geläutet, es war Zeit zum Nachtgebet, der Komplet.

Karo folgte der Schwester zu einem Nebenhaus. Ein kleiner Kiesweg im hinter Teil des Klosters führte zu einem neuen Flachbau. Dort waren die Schlafräume. Antonia ließ Karo im Waschraum zurück. Auf einem Hocker lag ein Paket ordentlich, zusammengefalteter durchsichtiger Gummi.

„Mach dich hier frisch und ziehe dann deinen Schlafanzug an. Ich warte im Schlafsaal auf dich.“

Antonia half Karo aus den nassen Gummisachen und zog sich dann zurück. Karo überrascht es nicht auch die Nacht in diesem Material verbringen zu müssen. Pfarrer Ulm hatte in seiner Konfrontationstherapie noch nicht nachlassen wollen. Sie war froh wenigsten für diesen Moment Luft an ihre aufgeweichte Haut zu bekommen. Die nassen Dildos glitten schmatzend aus ihrem Körper und auch der alles umschließende, dünne Kondomanzug folgte auf den Fliesenboden. Die Dusche war erholsam. Karos aufgeregtes Kribbeln wurde vom gelblichen Gummihaufen auf dem Stuhl neu entfacht. Handschuhe und Füßlinge waren schnell angezogen, genauso wie der mit vielen, kleinen Rüschen besetzte Omaschlüpfer. Karos Po hatte deutlich an Fülle gewonnen. Der gelbliche Büstenhalter war genauso ein Rüschenmonster aus alter Zeit. Darüber zog sie einen dünnen, glasklaren Gummianzug der ihren Körper locker umspielte. Auch er war an Handgelenken und Beinabschluss mit gelben Rüschen verziert. Der Torso saß eng und ein Rüschenband zog sich unter ihrer Brust entlang über die Schultern. Der Reißverschluss im Rücken legte den hohen voluminösen Rüschenkragen fest um ihren Hals. Die dünne transparente Maske trug sich bequem mit ihren großen Augen und Mundöffnungen. Etwas Respekt flößte Karo die schwere, altertümlich wirkende Betthaube ein. Opulente Rüschenbänder bis tief in ihren Nacken machte die Haube schwer und füllig. Es würde sicher warm drunter sein. Ein übergroßes Rüschenband rahmten ihr Gesicht und das breite Schleifenband legte die warme Haube dicht um ihr Kopf. Nur ein kleiner Teil ihres Gesichtes war zu sehen. Karo schaute entgeistert in den Badspiegel. Sie sah bizarr aus. Ihre letzte Nacht in Gummi verbringen zu müssen, empfand sie als scheußlich und abstoßend. Jetzt zog sie sich freiwillig diese grotesk, perverse Gummiversion einer altmodischen Betttracht in gelblichen Transparentgummi an und versiegelte ihren Körper klaglos unter diesem luftdichten Material. Ihre Veränderung stimmte Karo nachdenklich, was machte der Pfarrer mit ihr?

Im Schlafsaal wartete Antonia schon auf sie. Karo schluckte, so hatte sie sich ihre Nacht dann doch nicht gedacht. Die Schwester stand etwa in der Mitte des Raumes. Zwei Bettenreihen flankierten den Gang in der Mitte. Schmale Schränke und Nachtische wechselten sich ab. Dazwischen waren langen Fensterreihen auf beiden Seiten. Der Raum war recht lang und bot vielen Schläfern Platz. Ein paar junge Nonnen saßen in kleine Gruppen auf den Betten und schauten neugierig zu ihr in der Tür. Karos Aussehen bildete einen starken Kontrast zu den weißen, leichten Baumwollnachthemden. Was würde sie jetzt für diese leichte, luftige Nachtwäsche geben, überlegte sie. Karo war nicht gläubig, dennoch hatte sie hier den Herrgott leise angefleht, doch er hatte sie nicht gehört. Stattdessen erwartete sie eine lange, warme Nacht in Gummi.

Als Karo zur Schwester ging, begleitete sie einzelnes, leises Kichern. Ihr Nachtgewand raschelte vernehmlich mit jedem Schritt. Karo erkannte ihre nächtliche Schlafstelle im Saal. Ein einzelnes Bett bezogen mit gelblichen Gummilaken. Doch Karo schien nicht die Einzige im Saal zu sein, die die Nacht in Gummi verbringen sollte. Beim Vorbeigehen fiel ihr eine weitere Kandidatin ins Auge. Auf dem schwarzen Gummilaken lag eine übergroße, pralle, schwarze Gummiwurst. Das einfallende Licht der Abendsonne reflektierte auf dem straff aufgepumpten Gummischlafsack. Am Kopfende erhaschte Karo einen kurzen Blick auf die kleine Gesichtsaussparung, in der man tief darin den Teil eines Frauengesichts sehen konnte. Die dicke Gummiwurst, in der die Ärmste eingeschlossen war zur Nacht, wurde seitlich von mehreren Riemen am Bettrahmen gehalten. Am Fußende hing eine Tafel mit dem Bild des Mädchens und ihrem Fehler. Sie hatte anstößige Bilder im Internet angeschaut. Es waren Frauen, die Luftballons zerplatzen ließen. Karo musste schmunzeln, was es nicht alles gab. Ja, die Versuchung der Welt da draußen waren mannigfaltig. Karo schmunzelt ein weiteres Mal, diesmal über sich selbst, jetzt klang sie schon wie Pfarrer Ulm. Doch das Schmunzeln verging ihr sehr schnell. Karo stand vor ihre Schlafstatt. Die schwere, gerüschte Bettdecke war zurückgeschlagen. Sie hatte sich zu früh gefreut. Sie starrte auf eine Vielzahl weißer stabiler Gurte am Bettrahmen. So sollte sie die Nacht verbringen? Die Schwester klopfte einladend auf dem glänzenden Gummi. Karo versuchte zu verhandeln.

„Muss das den sein, genügt nicht der Gummischlafanzug.“

Die Antwort überraschte Karo.

„Pfarrer Ulm überlässt dir die Entscheidung“ eröffnete Schwester Antonia ihr einen Ausweg.

„Wir haben hier auch eines der normalen Nachthemden für dich im Schrank.“

Die Nonne öffnete die Schranktür. Da lag es, weißer, leichter Baumwollstoff. Karo zögerte, erste Feuchtigkeit hatte sich unter der Unterwäsche gebildet, die warme Betthaube lag schwer auf ihrem Kopf. Die Verlockung war groß, sehr groß. Wenn es nun eine Falle war, überlegte sie. Wollte der Pfarrer sie prüfen? Bisher hatte Karo Pfarrer Ulm keinen Anlass geben, nicht tatkräftig an ihrer Seelenrettung mitzuhelfen. Vor Karos Augen tauchten wieder, die beiden bemitleidenswerten Frauen in der Aula auf und auch das Kreuz im Garten schob sich vor ihr geistiges Auge. Nein, sie durfte nicht schwach werden. Der Tag war zu lang und anstrengend gewesen, entschied Karo innerlich. Sie schlug die teuflische Verlockung des Priesters aus und legte sich seufzend mit leicht gespreizten Armen und Beinen auf die Gurte. Ihr Atem ging merklich schneller. Ihr Herz pochte leicht vor Aufregung und der zu erwartenden langen Nacht. Schwester Antonia lächelte sie mitfühlend an und begann den breitet Beckengürtel zu schließen. Fest zogen ihre kräftigen Hände an den Gurten. Arme, Beine und Oberkörper folgten. Karos Körper verschwand unter den weißen, breiten Bändern, gut gesichert gegen öffnen. Die Nonne schob das aufgeschüttelte Gummikopfkissen unter ihren Rüschenkopf und zog die schwere, transparente Gummidecke bis unter ihr Kinn. Karo atmete in kurzen Stößen durch die Maske. Ihre Aufregung war am Höhepunkt. Schwer lag die warme Decke auf ihrem Körper. Sie sankt tiefer in ihr Gummibett und versuchte sich an ihrer Fixierung. Doch die Schwester hatte fehlerlose Arbeit geleistet. Erste Feuchtigkeit sammelte sich in Karos Rücken. Antonia zupfte ihre Betthaube zurecht und streichelte über den Gummi ihrer Gesichtsmaske.

„Die jungen Schwestern hier geben Bescheid, wenn etwas ist. Versuch etwas zu schlafen.“

Damit drehte sie sich um und ließ Karo im Schlafsaal zurück. Karos Herz klopfte noch immer laut in ihrer Brust. Beschämt drehte sie den Kopf zur Seite, nachdem sie einen kurzen Blick auf die drei jungen Nonnen auf dem Nachbarbett geworfen hatte. Ihre grinsenden Gesichter waren eine deutliche Sprache. Karo versuchte zu schlafen, doch ihre Lage und die fremde Umgebung machte es unmöglich. Ihr war warm und der Gummi klebte auf der Haut und stimulierte sie wieder. Wie gern würde sie jetzt ihre Hände frei haben, der Gedanke war verlockend. Doch Pfarrer Ulms versprochene Keuschhaltung war konsequent. Karo verfluchte ihre momentane Lage. Sie hatte das Gefühl, sich so langsam mit diesem luftdichten Material zu vereinen. Permanent erinnerte sie dieser nasse, süßlich riechende Stoff an seine Existenz. Je länger er auf ihrer Haut lag und sie luftdicht versiegelte, desto mehr mochte sie es dieses erregende Kribbeln. Pfarrer Ulm hatte ihr die Wahl gelassen, doch sie hatte sich freiwillig in diese schwitzende, missliche Lage begeben. In Karos Geist wuchs der Zweifel, was für eine Art Konfrontation war das hier? Das Kräftemessen mit dem Pfarrer verwirrte sie, was war richtig, was war falsch? Ihr Körper sagte ja, doch ihr wacher Verstand war dagegen. Es war zum Verrücktwerden.
 
Karo wurde von einem Geräusch aus ihrem Dämmerzustand geweckt. Es war dunkle Nacht geworden. Sie hob ihren Kopf. Bei der Schlafenden im Gummisack stand ein großer Schatten. Ihr Herz pochte wieder schneller. Das einfallende Mondlicht zeichnete eine schlanke Gestalt, gehüllt in einem schwarzen, weiten Mantel. Aus seinem Rücken wuchsen große, zart verästelte Flügel durch die das Mondlicht fiel. Karo schluckte krampfhaft. Auch ohne die drückenden Gurten um ihren Körper, hätte sie sich nicht bewegen können. Sie war wie versteinert. Eine Hand schob sich aus seinem Schatten und man hörte das Öffnen eines Reißverschlusses. Ein länglicher Stab erschien wie aus dem nichts in der Hand des unheimlichen Wesens. Mit leisem Gummiquietschen versenkte es den Stab in der Mitte des Schlafsackes. Kurze darauf hörte man ein lautes Brummen und in die Gummiwurst auf dem Bett kam Bewegung. Stöhnen war zu hören, leicht zappelte der Schlafsack in den Gurten. Karos Augen klebten an der gruseligen Szene. Etwas Schwarzes verschloss die Gesichtsöffnung der Gepeinigten und dämpfte ihre Geräusche. Mit dem erneuten schließen des Reißverschlusses im Schritt, wurde auch das Brummen gedämpfter. Die dämonische Gestalt drehte sich ruckartig um und starrte Karo mit weiß blitzenden Augen an. Karos ließ ihren Kopf in das Kissen fallen und drehte ihn schnell zur Seite. Ihre Betthaube knisterte laut. Karo hielt ihren Atem an. Eine Ewigkeit schien zu vergehen. Sie konnte nicht anders, auch wenn sie ihr Gummirascheln verraten würde. Langsam drehte sie den Kopf zurück und blinzelte durch ihre halb geschlossenen Augen. Die schwarze Gestalt stand jetzt im Mittelgang. Ihre Flügel hatten sich verändert, da wo die Augen wären, blitzten jetzt zwei silberne Punkte und starrten sie wieder direkt an. Karos Herz hämmerte. Sie hatte keine Schritte gehört. Ertappt drehte sie ihren Kopf wieder weg und presste Ihren Augen mit aller Kraft zu. Selbst durch die geschlossenen Augen spürte sie, dass das Wesen jetzt direkt neben ihr stand. Sie drückte sich tiefer in ihr Gummibett. Vergeblich zerrte sie an den Manschetten. Sie verdammte sich selbst, sich freiwillig in diese Lage begeben zu haben. Sie hielt erneut ihren Atem an und bewegte sich nicht. Eine unheimliche, kratzige Stimme ertönte an ihrem Ohr.

„Du bist wach Karo.“

Karo begann zu Zittern, kalte Luft strich über ihr Gesicht. Das Ding kannte ihren Namen. Es war mehr eine Feststellung und zwang sie langsam den Kopf zu drehen. Die Gummihaube knisterte.  Vorsichtig öffnete Karo ihre Augen. Das Licht ihrer Nachtischlampe flammte auf. Kato stieß ihren angehaltenen Atem laut aus. Es war der Pfarrer, sein Gürtel hing lose an der Kutte und ließ ihn wie ein Umhang erscheinen. Über die kleine Lesebrille mit dem silbernen Rahmen schaute er sie an. Seine Füße steckten in weichen Pantoffeln und dämpften seine Schritte. Er hielt ein Hustenbonbon in der Hand und schob es sich in den Mund. Einen langen Moment schauten er sie schweigend an. Sein Kiefer malte, man hörte das Knacken des Bonbons, sein Mund umspielte ein leichtes Lächeln.

„Karo, du siehst aus, als wäre dir der leibhaftige Teufel begegnet.“ seine belegte Stimme klang jetzt besser.

Belustigt schüttelte er den Kopf. Karos Herz pochte noch immer und beruhigte sich nur langsam. Der Pfarrer kam ein Schritt näher zu ihr.

„Der Grund meines nächtlichen Besuches ist, dir zu sagen, dass du morgen früh gehen kannst.“

Karos Herz machte einen kleinen Freudensprung. Der Pfarrer legte seine Hand auf ihre Gummibettdecke.

„Ich kann hier nichts mehr für dich tun Kind. Ich habe vorhin mit deiner Tante gesprochen, sie wird dich morgen früh hier abholen.“

Karo sog erleichtert Luft in ihre Lunge. Ich kann morgen gehen, klangen die Worte des Pfarrers in ihrem Kopf. Pfarrer Ulm schlug das Kreuz über ihr und verlies geräuschlos den Schlafsaal. Karo schaute zu der Frau im Gummischlafsack. Der Blick zum Fenster, wo sie den Pfarrer hatte stehen sehen, war jetzt frei. Das Mondlicht fiel durch die laublosen Äste eines abgestorbenen Baums in das Fenster. Sie schüttelte über ihre Ängstlichkeit den Kopf. Was für ein Unsinn, Dämonen und Geister gab es nicht. Und einen Teufel schon gleich gar nicht. Karos Herz schlug jetzt wieder normal. In ihr klang noch immer der Satz des Pfarrers. „Ich kann hier nichts mehr für dich tun.“ Was er wohl damit meinte, überlegte Karo. Mit dem gemurmelten Satz auf ihren Lippen schlief sie wieder ein. Der warme Gummi umhüllte sie.  

Das Läuten der Morgenglocke weckte Karo. Erstaunt stellte sie fest, dass ihre nächtliche Fesselung gelöst war. Die Sonne schien zum Fenster hinein, gerade fiel die Tür des Schlafsaals krachend zu. Karo sah den Rücken einer Schwester, die schnell hinauslief. Sie war allein im Schlafsaal, alle schienen schon vor hier aufgestanden zu sein. Der schwarze Gummischlafsack gegenüber war leer und die Luft entwischen. Karo setzte sich langsam auf. Der feuchte Gummianzug ließ sie frösteln, sie spürte den Nachtschweiß auf ihrer Haut. Frische Morgenluft kühlte ihr Gesicht, nach dem sie sich der Betthaube und Maske entledigt hatte. Ihre Hand fuhr durch das feuchte Haar der Nacht. Die Morgendusche belebte sie und spülte die unruhige und unbequem Nacht von ihrem Körper.

Begleitet nur im gelben Rüschenslip lief sie schnell in den Schlafsaal zurück. Auf ihrem Nachtisch lagen die Gummisachen, die sie von Tante Frieda mitbracht hatte. Ohne zu zögern streifte sie die schwarze Unterwäsche über. Das komprimierende Gefühl der langen Handschuhe und Strümpfe fühlte sich gut an. Es folgte die rote Bluse und der schwarze Humpelrock. Unter dem Bett fand sie ihre Pumps. Karo griff sich die rote Badekappe, sie zögerte kurz, etwas in ihr hatte sich verändert. Die Worte dafür fehlten noch. Einem Impuls folgend, lief sie zurück in das Bad und holte aus dem Wäschekorb ihre Gummimaske der Nacht. Der nasse, durchsichtige Stoff legte sich kalt auf ihr Gesicht und bedeckte nun das letzte Stück freie Haut. Die Badekappe darüber, drückte wieder vertraut auf ihre Stirn.  Das Gummikopftuch gab ihr ein zusätzliches Gefühl des Einschlusses in Gummi. Sie saß fertig angezogen wieder auf ihrem Gummibett. Neben ihr lagen nur noch merkwürdige Metallbänder mit Ketten. Unschlüssig hielt sie den breiten Metallring mit dem Sicherungsschloss in der Hand. Das war etwas Neues für sie. Es dauert einen Moment bis sie es schaffte den stabilen Metallreifen um ihre Taille in das Schloss rasten zu lassen. Vorn war ein Ring mit einer kurzen durchlaufenden Kette und zwei stabilen Handschellen an beiden Enden. Karos Nervosität stieg etwas, sich selbst zu fesseln war ein merkwürdiges und erregendes Gefühl. Die Metallbänder um ihre Handgelenke schlossen sich und ließen sich nicht wieder öffnen. Die kurze Kette dazwischen scharte durch den Ring am Gürtel. Sie war bereit für ihre Entlassung.

Die ersten Schritte waren ungewohnt. Die Kette klirrte beim Gehen und das Gefühl des eingeschlossenen Körpers in mehre Lagen Gummi war erregend. Am Tor stand Schwester Agnes und spielte an ihrem Schlüsselbund. Sie hatte auf Karo gewartet. Zufrieden schaute sie sie an. Die Nonne verschwand in dem kleine Torhäuschen an der Seite und kam mit einem weiten Gummicape zurück. Karos Augen wurden größer. Das schwere, schwarze Cape reichte bis zum Boden. Der steife Kragen war mit einem kleinen Hängeschloss versehen. Schwer lastete der Gummi auf ihren Schultern, als Schwester Antonia ihr das Cape überstreifte. Mit lautem Klacken der Metallknöpfe schloss sich das Cape mehr und mehr um sie. Mit dem Schließen des Kragenbügels und das Klicken des Schlosses wusste Karo, dass sie hier nicht wieder so schnell herauskäme. Agnes hing den kleinen Schlüssel an ihren Schlüsselbund. Sie blickte an Karo vorbei nach oben. Auch Karo drehte sich um, das Cape bewegte sich leicht. Oben auf dem Balkon stand der Pfarrer, er schaute Karo an. Wieder umspielte dieses wissende, unergründliche Lächeln seinen Mund. Er nickte Karo zu. Sie hörte hinter sich das Öffnen der schweren Pfortenriegel und das Klimpern des Schlosses. Licht aus der geöffneten Tür fiel auf Karo. Ihr Herz schlug jetzt wieder schneller. Die Freude, das hier endlich hinter sich zu lassen, vermischte sich mit dieser prickelnden Spannung, die sie die Tage begleitet hatte. Eine Frau an einem Sommermorgen in Gummikopftuch und Cape war für viele höchst ungewöhnlich. Doch nicht mehr für Karo. Sie wand sich an Schwester Agnes.

„Danke für alles.“ verabschiedete sie sich.

Karo drehte sich noch einmal um und schaute hinauf zum Balkon des Pfarrers. Er war im Begriff wieder in sein Büro zurückzukehren. Die Entfernung war groß, doch Karo meinte unter der Kutte einen behaarten Huf zu erkennen. Karo blinzelte mehrmals, da war nichts. Sie musste sich getäuscht haben, so etwas gab es nicht in Wirklichkeit. Agnes Schlüsselbund klimperte wieder auffordernd. Karo dreht sich zur Tür und trat beherzt in das Licht hinaus.

Die Pforte fiel hinter ihr schwer in das Schloss, man hörte wie der Schlüssel der Schwester sie wieder fest verriegelte. Karo trat hinaus in die Morgensonne. Der Parkplatz des Klosters war noch ohne Besucher. Nur ein einzelnes Auto stand vorne in der ersten Reihe. Karo war unschlüssig, sie zog an der kurzen Kette unter ihrem schweren Regencape, das kleine Schloss am Gummikragen blitzte in der Sonne. Ihre Selbstsicherheit hatte erste Risse bekommen. Sie fiel auf, mit ihrem Gummicape an diesem sonnigen Augustmorgen. Schwester Agnes wusste um die Versuchung es wieder schnell auszuziehen. Das Rascheln des Gummikopftuch erinnerte Karo an ihr Aussehen. Wenigsten verbarg das Cape die Kette, die ihre Hände züchtig und kurz vor den Bauch zwang. Auf merkwürdige Art hatte sich Karos Verhältnis zu dieser Art Kleidung verändert, dachte sie bei sich. Ja es war unbequem, ja man schwitzte darin. Es gab ihr aber auch Schutz, Geborgenheit und diese prickelnde Spannung. Um nichts in der Welt wollte sie diese Erfahrung hier missen. Die Zeit im Konvent hatten sie verändert, vielleicht aufgeweckt.

Mit dem ersten Schritt schlug das schwere Gummicape gegen ihre Beine. Sie lief auf den großen Vorplatz. In das einzelnstehende Auto kam bewegen, zwei Leute stiegen aus. Die Frau winkte ihr zu. Es war Tante Frieda. Doch wen hatte sie mitgebracht, Karos Mund wurde breiter und ein Gefühl der Erleichterung strömte durch ihren Körper. Es war Onkel Herbert, der immer zu Späßen aufgelegte Herbert mit den Handwerkerhänden. Er ging Karo entgegen.

 „Hallo schicke Dame, gut sehen sie aus.“ Herbert nahm sie in den Arm und drückte sie fest. „Schön dich zu sehen, ist schon ein Stück her.“

Karo war überrascht und sprachlos. Sie machte einen Schritt zurück, ihre Kleidung war ein großer Kontrast zu Herberts Jeanshose und kurzem Sommerhemd. Frieda kam um das Auto herum und umarmte sie lange. Karo fand langsam die Sprache wieder.

 „Was für eine Überraschung euch hier zusammen zu sehen. Ich dachte, ich muss mit der Straßenbahn fahren.“ dabei versuchte sie die Arme zu bewegen.

Die Kette unter ihrem Cape war zu hören. Karo lachte herzhaft unter der durchsichtigen Gummimaske, die sich kaum sichtbar über ihr strahlendes Gesicht spannte. Frieda zog sie Richtung Auto.

„Komm steig ein und erzähle von deinem Tag.“

Karo machte einen eindeutigen Blick in Richtung Herbert. „Und du Frieda, musst mir unbedingt von dir und Herbert erzählen. Was ist passiert, seit ich weg war. Ich will alles erfahren.“ Herbert hatte sich hinter das Lenkrad des Autos gesetzt. Karo hatte die Veränderung in Friedas Verhalten sofort gemerkt. Sie ging jetzt aufrecht und strahlte. Die Kette mit dem Rosenkranz war verschwunden. Erfreut schaute sie auf den kleinen Latexmieder um Friedas Hüfte. Frieda bemerkte ihren Blick.

„Ach Karo.“ begann Frieda zu lächeln „Ich habe deine Abwesenheit genutzt und über mich nachgedacht. Das Haus war so groß und leer und du hast mir so gefehlt. Da begann ich über mich, dich und Herbert nachzudenken. Auch die langen Gespräche mit Pfarrer Ulm hatten mir dabei sehr geholfen. Ich hoffe du bist mir nicht böse, dich hierher gebracht zu haben. Du musst mir auch alles erzählen.“

Laut raschelnd setzte sich Karo neben Frieda auf die Rückbank des Autos. Sie schaute Frieda direkt an.

 „Nein, ich bin dir nicht böse und freue mich für dich und Herbert.“

Herbert grinste sie im Rückspiegel strahlend an und blinzelte Karo zu. Das Auto bog auf die Landstraße ab und das Klosterkonvent wurde schnell kleiner im Rückspiegel. Sie passierten das Ortseingangsschild von Mariental. Karo musste wieder an den Pfarrer denken, sie sah sein Gesicht, wer war dieser Mann? Der Groll auf ihn hatte sich aufgelöst, irgendwie hatte er sie alle in seinen Bann gezogen. Frieda stieß sie in die Seite, das Bild des Pfarrers verschwand. Sie kramte in ihrer Handtasche.

„Ich glaube, der hier gehört zu dir.“ sie zeigte einen kleinen Schlüssel, derselbe mit dem Schwester Agnes Karo in ihre Kleidung eingeschlossen hatte.

Karo lachte, ein kleiner Schweißtropfen löste sich von ihrer Lippe und tropfte auf das Gummicape.

„Warte mal noch damit Frieda, kannst mich ruhig noch eine Weile so eingeschlossen halten.“

Beide Frauen lachten zusammen und Herbert stimmte mit ein.

 

Ende

 

 

 

 

 

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Kommentar(e)

also wäre ich erst nicht vor 2 Wochen in Bayern gewesen..... ich wüsste nicht...... da es ein Marientsl gibt und ich erst dort vor 2 Wochen war...... fragt man sich ob die  Geschichte real oder erfunden ist...... Sie hat dadurch für mich mehr Spannung bekommen. Danke für das Gänsehautfeeling