Objekt 64

"Klappentext"

Eine Geschichte, die sich mit der Objektifizierung von Objekt 64 befasst und ihren Weg, aber vor allem das Ende des Weges, beschreibt.

„Objektabrichtung - ein totales Erlebnis“ umfasst Geschichten, die sich von der üblichen Interpretation des BDSM entfernen und zugleich mehr als eine Fiktion sind. Somit werden thematisch und inhaltlich Grenzen überschritten, was vor dem Lesen beachtet werden sollte.

Mein persönlicher Dank geht an George Shield, der für eine bessere Nachvollziehbarkeit diese Geschichte vorab geprüft hat. Ein Weiterverbreiten ist unerwüscht.

 

Objekt 64

Auch wenn es für mich kein neuer Umstand war, so erlebte ich doch eine gewisse Aufregung bei den Gedanken an das neue Objekt. Statt nur weniger Monate blieb sie mir ein ganzes Jahr erhalten, wodurch ich sie sehr intensiv objektifizieren konnte. Sie war die Nummer 64, was bedeutet, dass ich vor ihr 63 andere Menschen zu Objekten gemacht hatte. Männer wie Frauen, auf das Geschlecht kam es mir am Anfang meiner Tätigkeiten in diesem Bereich nicht an. Große Unterschiede erkannte ich bei den Geschlechtern nicht, da sie immer gleich aussahen, wenngleich der Körper die Merkmale präsentierte. Erst im Verlauf der Objektifizierungen stellte ich fest, dass meine Vorliebe bei den weiblichen Objekten lag. Nicht nur die zusätzliche Körperöffnung machte sie reizvoll, besonders das Durchhaltevermögen war bei den Weiblichen höher. Meine Erfahrung bewies mir die Stärke des weiblichen Geschlechts, was im selben Augenblick viel sensibler auf die Reduzierung reagierte. Meine männlichen Objekte waren zeigefreudiger und unbeabsichtigte Orgasmen machten mir häufig einen Strich durch die Rechnung. Während die Männer die Disziplinierungen erwarteten, waren die Frauen, unabhängig davon wie masochistisch sie waren, verhaltener. Verbunden mit der Erniedrigung war ihre Wahrnehmung vollkommen anders, wodurch sich die Objektifizierung bei ihnen gezielter umsetzen ließ. Meine weiblichen Objekte kämpften mit sich, wenn sie sich vor mich auf den Boden legen mussten, die Beine nach oben halten mussten, um sie dann zu waagerecht zu spreizen. Sobald sie ihre Schamlippen selbst auseinander ziehen mussten, gelang mir der Durchbruch zu ihnen, wodurch die Züchtigung immer wirksam blieb. Ich setzte nicht nur auf den Schmerz, sondern viel mehr auf die Rahmenbedingungen. Die Zugänglichkeit stand an erster Stelle, gefolgt von einer ästhetischen Körperhaltung. Sobald ein Körper Linien darstellt, kann ich diesem Anblick sehr viel abgewinnen. Dabei ist es für mich unerheblich, wie sehr ein Objekt darunter leiden muss. Eine angenehme Zeit gibt es bei mir nicht, meine Objekte müssen funktionieren. Tun sie dies nicht, dann zwinge ich sie dazu.

Die Objekte finden auf unterschiedlichen Wegen den Weg zu mir. Vorwiegend sind meine Objekte Sklavinnen und Sklaven, die bereits eine Herrschaft haben und schon abgerichtet wurden. Um deren Gehorsam zu verfeinern, oder um ihnen das Leben als Objekt näher zu bringen, übernahm ich diesen Ausbildungsabschnitt. Ich bin Mitglied eines Clubs und über diesen konnten Interessierte Kontakt zu mir aufnehmen. Sobald ich die Objektifizierung übernahm, schrieb ich Ausbildungsberichte, die dem Club sowie den Mitgliedern bekannt gemacht wurden. Was ich also mit den Objekten tat, das war jedem Mitglied klar. Nummer 64 war anders, sie hatte keine Herrschaft und suchte die Herausforderung. Lange Jahre hatte sie als Sklavin gelebt, die Ausbildung genossen und davon profitiert. Ihre Beziehung zerbrach teilweise an ihrem Verhalten, sie hatte den Gehorsam nicht so verinnerlicht, wie es nötig gewesen war. Ständig eine Sklavin zu bändigen ist aufwendig, zudem kommen Zweifel auf, ob dieser Weg tatsächlich der Richtige für sie sein könnte. Sobald Gefühle im Spiel waren, dann war die Gnade nicht weit entfernt, das Verständnis für die Gegebenheiten stieg, das Verständnis für die Sklavin als Mensch allgemein. Das alles bot ich nicht, nicht mal Orgasmen sah ich für die Objekte vor, nur strikten Gehorsam. 64 kannte meine Ansichten, wusste, wie meine Ausbildung ablief und genau das suchte sie. Ihr war es nicht möglich ihr Verhalten so zu verändern, dass sie den Anforderungen entsprach. Zugleich aber sehnte sie sich nach dem Dienen, es war tief in ihr verwurzelt.

Sie war bereits seit zwei Wochen in meinem Haus, jedoch hatte sie noch keinen Kontakt zu mir. Meine Objekte benötigten Zeit, um ihr angedachtes Dasein zu realisieren. Sie lernten die Abläufe, die Positionen und ihre Aufgaben kennen. Ich verschwendete keine Zeit damit, die Objekte langsam heranzuführen, ich bestand auf ein Funktionieren ab dem ersten Tag, ab der ersten Sekunde! Meine Objekte mussten eine Gesundheitsprüfung ablegen und ihre körperliche Eignung beweisen. Sie benötigten Kraft, Ausdauer und Disziplin. Aber sie mussten auch mit den Bedingungen klar kommen, mit der Ausstattung und den Umständen, die sie bei mir zu erwarten hatten. Meine Objekte trugen weiße Anzüge aus einem sehr festen Latex, auch das Gesicht wurde verhüllt. An ihren Körpern mussten Ringe in der Nasenscheidewand, in den Brustwarzen und bei Frauen durch die Klitoris gestochen sein. Bei Männern musste es eine Variante des Prinz Albert sein, aber unabhängig von dem Geschlecht mussten diese Ringe eine gewisse Stärke aufweisen. Ab vier Millimeter konnte ich damit arbeiten und Schädigungen ausschließen. Die Anzüge hatten Löcher an diesen Stellen, damit der Schmuck außen sichtbar und nutzbar war. An dem Rest war ich nicht interessiert, viel eher an ihrer Körperhaltung. Daher bestand ich vor allem auf das Tragen von einem Korsett, Halskorsett und Schulterriemen. Passend dazu rundeten Ballettschuhe die Ausstattung ab, die den Gang auf den Zehenspitzen forcierten. Gerade ein angenehm anzusehender Gang in dieser Art Schuhe, benötigte viel Training, was ich selbstverständlich voraussetzte. 64 hatte dieses Training selbstständig durchgeführt, was mich dazu bewog, mich ihrer Ausbildung zu widmen.

Aber nicht nur die Kleidung legte ich fest, auch das Körperöffnungen, jede, verschlossen sein mussten. Somit schied eine Unterhaltung aus, ich gab nur Anweisungen, an einem Gespräch war ich nicht interessiert. In der Vorbereitungszeit lernten die Objekte zudem, wie sie mich zu befriedigen hatten. Als einzige Möglichkeit ließ ich ihnen den Deepthroat, bei dem sie mich mit Schluckbewegungen zum Erguss bringen durften. Die Körperöffnungen der Objekte sah ich als Nutzungsmöglichkeit an, nicht nur für meine Befriedigung, sondern immer. In meinem Haus gab es weder Tische noch Lampen, die Objekte mussten diese Aufgaben übernehmen. Die Tischplatten waren sehr stabil, aus Verbundglas und damit verbunden auch schwer. Das mussten die Objekte bewältigen können, auch über Stunden hinweg. Sofern ich keine Aufgabe für sie vorsah, mussten sie ihre Zeit in einem Objektgestell verbringen. Dies erlebten sie entweder mit ihrem Abbild konfrontiert, oder blind. Die Zeit im Gestell war wohl die Quälendste für die Objekte, ihnen blieben nur die Gedanken in ihrem Kopf und der Kampf gegen den eigenen Körper, da die Haltung von den Objekten alles abverlangte.

Ich blickte auf meine Uhr und stellte fest, dass auch 64 bereits im Gestell auf mich wartete. Wann ich erschien, das kündigte ich nicht an, umso effektvoller war diese Zeit. Auf meinem Smartphone öffnete ich die App, die mir mitteilte, dass 64 bereits mit dem System verbunden war. In Gedanken freute ich mich auf ihren Anblick. Auch wenn ich ein Videosystem hatte, um die Objekte zu überwachen, so fand ich den Erstkontakt immer sehr erregend. Um mich abzulenken, machte ich meine Arbeit und beantwortete etliche E-Mails. Ich war als Dozent tätig, ich lehrte an einer Hochschule Mathematik und musste Gesprächszeit anbieten, so auch an diesem Tag. Meine Vorlesungen hielt ich am Vormittag, wodurch ich, wenn ich nicht vor Ort sein musste, am Nachmittag zu Hause war. Den Trainingsplan meiner Objekte passte ich dementsprechend an. Am Vormittag hatten sie ihr Sportprogramm zu absolvieren, Nahrungsaufnahme und auch etwas freie Zeit. Sobald ich vor Ort war, mussten sie mich im Gestell empfangen. Im Anschluss erfolgte die erste Züchtigung, um die Fügsamkeit zu erhöhen. Die Sklavinnen und Sklaven aus einer Herrschaft kannten bereits tägliche Schläge, bei 64 war es nur eine Erinnerung. Das machte es für mich enorm reizvoll, da ich keine Rücksicht darauf nahm. Das war bei 64 nicht notwendig, ihr Masochismus war stark ausgeprägt und auf diesen setzte ich. Aber ich ging bei den Züchtigungen über das erotische Maß hinaus, so dass er gegen Ende irrelevant wurde. Um die Objekte gefügig zu machen, musste ich ihnen die Hilflosigkeit verdeutlichen. Sie wurden gehorsamer durch die Schläge, auf die sie sich tatsächlich verlassen konnten. Die weiblichen Objekte erhielten die Schläge auf die geöffnete Scheide, bei den Männern blieb nur der Hintern, wodurch die Effektivität verloren ging. Das männlichen Geschlechtsorgan verwehrte die Verwendung des Rohrstocks, den ich hauptsächlich nutzte, was erneut für die weiblichen Objekte sprach, sie sogar auszeichnete.

Für die Objekte sah ich die Züchtigungen zwei Mal pro Tag vor, als vorbereitende Begrüßung und als Abschied. Zu Beginn legte ich den Ablauf fest, aber mit der Zeit fand ich das individuelle passende Maß, was ich mit Vorliebe dann steigerte. Denn dieses Zufügen von Schlägen erregte mich, wodurch sie Objekte im Anschluss meine Befriedigung sicherstellen mussten. Bei der Objektifizierung entlud sich meine Dominanz auf die Objekte und mein ästhetisches Empfinden, welches sie durch ihre Aufmachung und den Bewegungsablauf, ansprachen. Denn auch bei jeder Bewegung demonstrierten sie die Hilflosigkeit, die sie umgab, die ich ihnen aufzwang. Ihre Einschränkungen bestimmten ihr Leben, ihre Existenz als Objekt unter mir.

Das Piepen meiner Uhr signalisierte mir das Ende meiner Arbeitszeit. Erleichtert und mit Neugier erfüllt, beendete ich die E-Mail und machte mich auf den Heimweg. Bevor ich zu 64 ging, traf ich mich mit ihrer Betreuerin, mit der sie das Sportprogramm absolvierte und mit der sie sprechen konnte. Sie war zuversichtlich und teilte mir ihre Ergebnisse mit. 64 war sehr belastbar und glänzte im Ausdauersport, an ihrer Kraft musste sie allerdings noch arbeiten. Ich bedankte mich bei Silvia, die ebenfalls Mitglied im Club war, und ging in meinen Wohnbereich. Meine Tasche stellte ich neben meinem Sofa ab und schaute mir an, wie sich 64 präsentierte.
Um die Bewegungen auch im Gestell einzuschränken, mussten die Objekte einen Dildo tief in ihren Mund aufnehmen und den Nasenring am Fuße dessen am Gestell befestigten. So blieb gewährleistet, dass sie mit dieser Öffnung nur diese Tätigkeit ausführen konnten und ein Ausweichen unmöglich war. Ihre Arme lagen verschränkt auf dem Rücken und ihr Becken war der höchste Punkt. Sie stand auf ihren Zehenspitzen und befand sich in einer Hockstellung, die Beine waren symmetrisch gespreizt und zeigten deutlich, dass ihre Vagina und der Anus ebenfalls gefüllt waren. Die Füllung diente nicht nur als Nutzung der beiden Körperöffnungen, sondern ebenfalls als Stütze für die Haltung. Ersichtlich aus der Ferne war auch, dass sie den Ring ihrer Klitoris mit dem Gestell verbunden hatte. Der Zug war deutlich zu sehen, der ihre Bewegungsfreiheit noch weiter einschränkte. Die Objekte durften nur im Notfall die Verbindung selbstständig lösen, ansonsten blieb ihnen nur das Warten und das Ertragen. Diese Position reduzierte die Objekte auf die Präsentation, sie litten durch die Stille und die Anforderungen an ihre Körper. All das, was ich sehr reizvoll fand, da es die optimalen Haltungsbedingungen für Objekte darstellte.

Im Schnelldurchlauf schaute ich mir die Aufzeichnungen an, dabei war ich daran interessiert, ob sie diese Position fortwährend gehalten hatte, oder ob sie zu Mogeleien neigte. 64 war strebsam, sie hatte es still ertragen.
„Züchtigung“, war das Erste, was ich zu ihr sagte. Sie bewegte sich und öffnete den Verschluss zu ihrem Nasenring, erst im Anschluss löste sie den Kitzlerring und versuchte aufzustehen. Ihr Körper zitterte und durch die körperliche Belastung dauerte es eine Weile, bis sie zu mir kam. Sie musste aufrecht laufen, damit die Schuhe ihre Einschränkung in ihre Wahrnehmung riefen. 64 war ein großes und schlankes Objekt, ihr Körper war nicht durch Muskeln definiert, noch nicht.

Bevor sie sich in die Position begab, ging sie in die Hocke und senkte ihren Oberkörper zu meinen Schuhen ab. Sie trug einen Knebelring, wodurch sie mit der Zunge über meine Schuhe strich und mich damit in Empfang nahm. Erst nachdem beide Schuhspitzen durch ihren Speichel glänzten, nahm sie sich ein Tuch, was für diesem Zweck unter dem Sofa lag, und putzte diese. Dann nahm sie die Position ein, die ich bewertete. Ihre Beine waren zwar weit gespreizt, aber nicht waagerecht.
Ich wies sie auf die Abweichung hin und sagte: „Weiter spreizen!“
Sie kämpfte mit sich und nahm ihre Hände zur Hilfe, in der ersten Woche gestand ich das den Objekten noch zu. Es näherte sich meiner Ansprüche, woraufhin ich mir die Handschuhe überzog und ihre Scheide inspizierte. 64 war feucht und gut gedehnt, ohne Probleme konnte ich meine geschlossene Hand einführen. Sie schien sich, wie die männlichen Objekte, auf die Behandlung zu freuen.
„Fotze öffnen“, war mein nächster Hinweis an sie. Da 64 auch gepiercte Schamlippen hatte, griff sie an die Ringe und zog ihr Geschlecht auf. Dabei achtete sie auf ihre Hände und besonders darauf, nicht im Bereich der Schläge zu sein. Da 64 älter war, waren ihre Schamlippen länger als bei den jungen Objekten.
„Fotze öffnen sollte unmissverständlich sein“, sagte ich bewusst genervt. 64 zog energischer und bewies mir damit, die korrekte Umsetzung ausgeführt zu haben. Auch Ungerechtigkeit ließ ich die Objekte fühlen, sie sollten nie wissen, ob sie etwas korrekt ausführten, oder nicht. Ihr Bestreben musste darin bestehen, immer das Beste zu geben, das gelang mir auf diesem Weg der Unsicherheit am Besten.

Mit der Hand schlug ich auf ihr Geschlecht, ich wärmte sie auf, damit ich mit der Züchtigung beginnen konnte. Meine Züchtigung umfasste drei Stufen: Das Aufwärmen mit der Hand, dann die Steigerung durch einen Riemen und am Ende den Rohrstock. Damit das Wort Züchtigung einen Wert bekam, erhöhte sich die Anzahl entsprechend der Stufen, was zur Folge hatte, dass die meisten Hiebe mit dem Rohrstock erfolgten. Und mit diesem Stock verursachte ich starke Schmerzen, weitete meine Macht über die Objekte aus und degradierte sie. Objekte waren für mich dazu da, um geschlagen zu werden, sich zu präsentieren und als Möbelstück zu fungieren. Die Funktionalität ging einher absolutem Gehorsam.

Nach den Schlägen mit der Hand nahm ich den Riemen, den ich bei mir trug und setzte die Hiebe in kurzen Abständen. Die Verarbeitung des Schmerzes ließ ich damit außen vor und 64 litt. Die Augen hatte sie geschlossen und sie war damit beschäftigt, die Beine nicht zu schließen. Sie hielt sich unter Kontrolle, wenngleich sie sich mehrfach stark bewegte. Auch 64 kannte die Anzahl, in Gedanken hatte sie gezählt und wusste, dass nun der Stock folgte. Hörbar atmete sie tief durch, ich richtete mich auf und blickte auf ihre Scheide. Die Schamlippen waren bereits rot, ihr Körper zitterte wieder und ihre Erwartung war der Angst gewichen. Ohne Umschweife holte ich aus und platzierte den ersten Hieb zielsicher. 64 hatte das Zischen zwar gehört, erschreckte sich dennoch und gab dem Impuls nach, durch den sie ihre Beine zu weit bewegte.
„Inakzeptabel“, sagte ich und setzte den nächsten Schlag, den sie besser annehmen konnte. Erst danach setzte ich die Hiebe mit viel Zeit. 64 bewegte sich viel, konnte die Konzentration nicht aufrechterhalten. Kurzum, ich war mit ihrer Leistung nicht zufrieden. Und ich merkte den Unterschied zu Sklavinnen und Sklaven, die von einer Herrschaft gehalten und regelmäßig geschlagen wurden. Sie hatte keine Möglichkeit das zu trainieren, was es verständlicher machte, aber nichts in mir änderte. Die Objekte hatten jeden Schmerz teilnahmslos hinzunehmen, so auch 64. Ich verabreichte ihr die Schläge, aber durch meine Unzufriedenheit ließ ich die Befriedigung ausfallen. 64 weinte, nicht nur wegen des Schmerzes, auch wegen meiner Unzufriedenheit. Ohne Umschweife schickte ich sie wieder in ihr Gestell und verzichtete auf ihre Anwesenheit. Nachdem sie ihre Ringe verbunden hatte, ließ ich sie allein und ging duschen.

Unter der Dusche wägte ich meine Entscheidung ab. Für 64 sprach, dass sie an sich arbeiten wollte. Ihr ging es nicht um die Befriedigung ihrer Gelüste, sondern um den Lernprozess selbst. Gegen sie sprach das fehlende Training. Die Dauer ihrer Aufenthaltes zeigte jedoch ihre Ernsthaftigkeit, wodurch ich mich erneut für sie entschied. Ich änderte ihren Plan, setzte auf Wiederholungen, wodurch sie mehr Züchtigungen ertragen musste. Aber nur auf diesem Weg konnte sie lernen, lernen das anzunehmen, was ihr zustand.

Mit einem Handtuch bekleidet, ging ich wieder in den Wohnbereich und sagte erneut: „Züchtigung“.
Da 64 nicht so lange bewegungslos war, kam sie schneller zu mir und öffnete ihre Beine ordentlich. Auch die Schamlippen riss sie auseinander und präsentierte mir die rote Haut. Der Stock hatte deutliche Spuren hinterlassen, die Striemen waren stark sichtbar. So blieb mir nur die Verwendung des Riemens, den ich sie spüren ließ. Viel härter als zuvor schlug ich sie, 64 blieb gehorsam und ließ die Beine offen. Sie stöhnte leicht und weinte erneut, ihren Masochismus hatte ich bereits besiegt.

„Service“, forderte ich von ihr, nachdem ich von ihr abließ. Sie änderte ihre Haltung und ging breitbeinig in die Hocke und wartete mit dem Gesicht in der richtigen Höhe auf mein Glied. Das Handtuch legte ich beiseite und 64 nahm mich tief auf. Sie wurde bereits darauf trainiert, sie würgte nicht und mit den Schluckbewegungen in ihrem Hals, ganz so wie ich es wünschte, brachte sie mich zum Erguss. Meinen Samen schluckte sie sofort und blieb mit ihrem Mund auf meinem Glied. Den Objekten war es untersagt eigenständig zu handeln, aus diesem Grund verhielt sie sich richtig und ich gab ihr die Zeit.

„Wohnzimmertisch“, war das Nächste, was ich zu ihr sagte. Sie entfernte sich von mir, ging zur Wand und nahm die Glasplatte hoch. Auch wenn sie im Umgang geübt war, ersichtlich blieb, dass sie diese Platte kaum tragen konnte. Nicht nur durch die Größe bedingt, besonders die Last machte ihr zu schaffen. Sie legte sich mit der Platte auf den Boden und stemmte sie langsam hoch. Auch diese Position kannte sie. Sie Platte lag auf ihrem Oberkörper auf, die Arme und Beine musste sie so positionieren, damit die Fläche gerade war. Durch ihre Schuhe, mit denen ihre Beine länger waren, musste sie sich auf die Arme mit dem Gewicht verlagern und durchgängig die Spannung halten. Da ihr die Kraft fehlte, erwartete ich nicht sonderlich viel. Demonstrativ holte ich mir ein Glas Wasser und stellte es auf der Platte ab. Ich sah ihr zu, wie sie die Glasplatte hielt und unentwegt zur Decke starrte. Zu gern wollte ich in diesem Moment in die Gedanken der Objekte eintauchen, denn sie erlebten diese erste Nutzung als Objekt sehr speziell. Einige weinten in diesen Momenten, andere erstarrten. Nur sehr wenige wirkten so, als wäre es normal. Auch 64 wirkte so, gehorsam und ansehnlich hielt sie die Platte. Ihre Ausstrahlung war erotisch, ihr Körper elegant, mit dem sie umgehen konnte.
Um den Druck auf Objekt 64 zu erhöhen, legte ich meine Füße auf die Platte und sah ihr weiterhin zu. Auch dabei erfolgte keine Regung, sie schaute weiterhin zur Decke und tat das, was sie zu tun hatte.

Unerwartet lange hielt sie durch, erst nach geraumer Zeit wurde sie unruhig, was mich dazu veranlasste, die Füße vom Tisch zu nehmen. Allerdings lag es nicht an meinem Gewicht, sie konnte die Platte nicht mehr halten, weswegen ich auch das Wasserglas entfernte. Genau beobachtete ich den Verlauf, 64 konnte ihren Körper nicht mehr halten, wodurch sie langsam die Platte herabließ. Sie kämpfte, versuchte sie wieder zu stemmen und versagte. Am Ende ihrer Kräfte ließ sie sich auf den Boden nieder, wodurch die Platte nun schräg war.
„Züchtigung“, sagte ich wieder und 64 versuchte der Anweisung Folge zu leisten. Auch wenn sie Ausdauer besaß, was ich von den Objekten verlangte war ein hartes Programm. Gerade am Anfang waren sie ständig am Ende ihrer Kräfte, aber Pausen gab es bei mir nicht. In der Dienstzeit gab es weder Nahrung, noch Toilettenzeit. Die Objekte mussten aus diesem Grund einen Blasenkatheter tragen und dafür sorgen, den Stuhlgang vor meiner Anwesenheit zu erledigen. Um ihnen Flüssigkeit zuzuführen, hänge ich sie nach einer Weile an den Tropf. Alle Objekte erhielten daher einen venösen Zugang, der auf dem Rücken der rechten Hand eingelegt wurde, damit die Zufuhr von Flüssigkeit gewährleistet blieb.

Statt 64 zu züchtigen, schlug ich sie ein einziges Mal auf die Scheide und hängte ich sie an den Tropf.
„Laptop und Licht“, sagte ich und 64 ging zu der Schrankwand, führte dort einen Dildo mit Lampe in ihren Mund ein und holte sich ihren Ständer, den sie vor mich stellte. Dann ging sie in mein Arbeitszimmer und trug das Gerät zu mir. Sie hielt es ausschließlich auf ihren Handinnenflächen und achtete darauf, dass die Öffnung zu mir zeigte. Sie ging breitbeinig in die Hocke, nahm den Dildo auf dem Ständer in sich auf und schloss die Augen. Bewegungslos hielt sie den Laptop und wartete. An ihrer Maske war auf der linken Seite die Augenbinde befestigt, mit der ich ihr die Sicht nahm und die Lampe in ihrem Mund aktivierte. Zu tun hatte ich nichts, so dass ich die Begutachtung für den Club dokumentierte. Was ich schrieb, las ich auch vor.

„64 weißt erhebliche Defizite auf. Das Objekt ist nicht im Stande die Spreizung der Beine dauerhaft zu gewährleisten und bedarf einem Training mit diesem Schwerpunkt. Aus diesem Grund wird die Freizeit von diesem Objekt reduziert und ein entsprechendes Training angeordnet. Objekt 64 kann die notwendigen Züchtigungen nicht regungslos ertragen, weswegen es häufiger gezüchtigt werden muss. Die körperliche Verfassung ist unzureichend, das Objekt muss das Krafttraining intensivieren. 64 nimmt die Realität als Objekt an und zeigt sich bisher folgsam. Anordnungen befolgt es widerstandslos und gewissenhaft“, las ich ihr vor und sendete diese kurze Mitteilung ab.

Auch wenn ich die Objekte nicht über ihre Fortschritte informierte, so teilte ich ihnen doch meinen ersten Eindruck auf diesem Weg mit. Nach dem Absenden der Nachricht deaktivierte ich das Licht und schaute sie mir wieder an. Meine Sexualität war nicht auf Aktionen beschränkt, denn visuelle Reize waren mir viel wichtiger, weswegen mich der Anblick von 64 unglaublich erregte. Sie merkte, dass ich den Laptop nicht weiter verwendete, verblieb aber in der Position und wartete. Ihre Beine waren unglaublich schön, lang und schlank. In dem weißen Anzug kamen sie zur Geltung und durch die Fußstellung wurde die Wirkung verstärkt. Sie war vollkommen gelassen, atmete ruhig und verhielt sich still. Durch ihren Ständer konnte sie länger in der Haltung bleiben, sie schien diese Position trainiert zu haben. Oft hatten die Objekte in dieser Position Schwierigkeiten, häufig zitterten sie schon nach wenigen Minuten. 64 aber verzauberte mich mit ihrer Ruhe, rhythmisch atmete sie durch die Nase langsam ein und aus. Durch die Nasenschläuche war das Geräusch lauter als bei meiner eigenen Atmung. Damit die Objekte genügend Sauerstoff erhielten, mussten sie eine Maske mit entsprechenden Schläuchen tragen, die tief in die Nase eingeführt werden mussten. So konnte ich die Münder der Objekte ohne Umstände vollkommen verschließen oder auf anderen Wegen nutzen. Die tägliche Vorbereitungszeit für die Ausstattung und Kleidung war hoch. Mit Hilfe dauerte es gut eine Stunde, erst dann waren sie bereit mir unter die Augen zu treten. Damit ich Abstand von den Objekten gewinnen konnte, wollte ich weder ihren Körper, noch das Gesicht, sehen. Sie sollten mit meiner weißen Einrichtung verschmelzen und keinen Kontrast bilden. Nur in meinem Arbeitszimmer fielen sie auf, da ich dort viele Bücher beherbergte, die farbenfroh ihre Titel verrieten. Die Harmonie war damit bereits gestört, weswegen sich in diesem Raum meine Unordnung zeigte. Alle anderen Räume waren kahl und wirkten ohne Objekt sehr leer. Auch wenn ich nicht mit ihnen sprach, so genoss ich deren Anwesenheit. Mit 64 hatte ich viel Zeit und ich war mit sicher, dass ich sie zur Perfektion treiben konnte.

So unzufrieden, wie sie sich in den Gesprächen darstellte, wirkte sie nicht. Ich nahm keine Ungeduld wahr, auch kein Austesten der Grenzen. Ich legte mich auf das Sofa und dachte nach, über den Tag, über meine eigene Wahrnehmung und meine Ziele mit diesem Objekt. Neu war, dass ich zuversichtlich war, trotz ihrer Defizite.
Als meine Müdigkeit gewann, schickte ich sie in ihr Gestell und schlief ein wenig. So lernte 64 gleich, dass sie immer Objekt blieb, dem keinerlei Rechte zustanden, mir hingegen alle. Die Ungerechtigkeit und Willkür erlebten sie damit direkt, und in diesem Momenten zeigte sich ihr Gehorsam deutlich. Da ich gern nach der Arbeit schlief, testen die Objekte zu dieser Zeit ihre Möglichkeiten. Ich sah mir dieses Tun eine Weile an, etliche Tage, um dann die Haltungsbedingungen anzupassen. Zwar wussten sie alle von der Überwachung, aber das Streben nach Faulheit ließ dieses Wissen verblassen. Jedes Objekt war ein Mensch und jede und jeder von ihnen genoss Entspannung mindestens genau so wie ich selbst. Sie waren im Rang ganz unten und das mussten sie fühlen. Jede und jeder von ihnen begab sich freiwillig in meine Hände, alle wussten, was auf sie zukam und doch waren sie alle bei mir. Das reichte mir aus, um diese Menschen zu degradieren und damit ihren dringlichsten Wunsch zu erfüllen. Allerdings sah ich dies nicht als ein mögliches Lebensziel, denn ich bot den Objekten kein aufregendes Leben, einzig ihre Körper nutzte ich. Objekte in einer Herrschaft verblieben nur an den Wochentagen bei mir, an den Wochenenden mussten sie für ihre Herrschaft zur Verfügung stehen. Da ich mit diesen in Kontakt war, und ihre Erziehung nicht gegen meine wirken durfte, erlebten sie auch dort die Tristesse des Wartens. Bei 64 war da anders, ohne die fehlende Herrschaft blieb sie durchgängig bei mir, worauf ich mich erst einstellen musste. Mein soziales Leben pflegte ich vorwiegend an den Wochenenden, was für 64 eine Steigerung der Langeweile bedeutete. Der Tagesablauf vom Objekt blieb gleich, sie musste im Gestell warten. Zu Beginn bauten die Objekte eine Abneigung gegenüber der Verwahrung auf, später aber fügten sie sich und nahmen es vorbehaltlos an. Eine sehr interessante Wendung, die ich immer wieder gern miterlebte.

Ich sah 64 an, nachdem ich erwachte. Ungewöhnlich lange hatte ich geschlafen, durch ihren Anblick kam ich wieder schnell zu mir und genoss ihre Präsentation. Diese wunderbaren Beine in dieser wunderbaren Anordnung, nichts verbarg sie, nichts konnte sie verbergen.
Während ich sie visuell liebte, meldete sich mein Körper, mein Magen knurrte. Auch 64 nahm es wahr und verhielt sich erzwungen ruhiger. Denn längst konnte sie die Anstrengung nicht mehr verbergen, ihre Arme hatte sie während meines Schlafes entlastet, die sie dann wieder anspannte.

Da sie mehr Zeit benötigte, sagte ich: „Stehlampe Küche.“ Die Belastung ihres Körpers war sie in dieser Weise nicht gewohnt, auch wenn sie bereits trainiert hatte. In der Vorbereitungszeit versuchten sich die Objekte daran, gaben dann aber oft der Bequemlichkeit den Vortritt und brachen diese Übungen ab. Mir war das sehr wohl bewusst, aber es lag ganz bei ihnen. Die Entscheidung selbst, das Vorbereitungstraining und dann die Zeit mit mir, basierte auf ihrer Entscheidung. Rücksicht nahm ich nur auf die körperlichen Gegebenheiten, nach Stunden der Bewegungslosigkeit konnten sie nicht einfach aufstehen und fröhlich zum nächsten Ort gehen. Meine Objekte, verdammt meinen Bedingungen unterworfen zu sein, hatten es noch schwerer. 64 versuchte ihre Gliedmaßen zu spüren, sie schien Schmerzen in den Schultern zu haben, wogegen der Schulterriemen Abhilfe schaffen sollte. Ganz langsam stellte sie sich auf die Beine, achtete auf die Spreizung der selbigen und orientierte sich im Raum und körperlich. Ihr Kreislauf stabilisierte sich schnell, der Tropf, an dem sie sich festhielt, unterstützte ihr Wohlergehen durch entsprechende Substanzen. Sie war einsatzbereit und ging in die Küche und ich folgte ihr. Auch wenn sie meine Räume kannte, wo ich meine Mahlzeit vorbereitete, das wusste sie nicht. Den Ort zeigte ich ihr und 64 nahm sich die für sie vorgesehene Lampe, die nichts weiteres war als ein langer Stock mit Dildo. Die Körperöffnung von weiblichen Objekten war dafür perfekt, dadurch konnten sie die Lampe besonders gerade halten. Sofern die Lampe anal gehalten wurde, war sie immer etwas versetzt. 64 war bereits in der vorgesehenen Position und versuchte das Glied einzuführen, womit sie Schwierigkeiten hatte. Damit die Lampe gerade war, musste sie entsprechend gedehnt werden. Aus diesem Grund war der Dildo besonders breit und lang.
„Ich möchte nicht auf das Licht warten“, sagte ich ihr und sie mühte sich weiterhin ab. Die Objekte mussten sämtliche Handlungen selbst durchführen, meine Hilfe erhielten sie nicht. Nur meine Schläge wurden ihnen zuteil sowie mein Glied in ihren Mündern.
64 sammelte den Speichel aus ihrem geöffneten Mund, sie rieb den Dildo damit ein und setzte immer wieder neu an. Erregt war sie nicht, wodurch sich die Umsetzung meiner Vorgabe verzögerte.
„Züchtigung“, ordnete ich an und 64 nahm die Lampe aus ihrer Scheide und stellte sie auf ihrem Mund ab. Sie war Linkshänderin, weswegen sie den Stab auch mit dieser Hand hielt. Mit der rechten zog sie an ihrer Schamlippe. Als Stehlampe fungierten die Objekte in der Haltung, in der sie auch die Züchtigungen annehmen durften, so dass ich ihr ohne Umschweife kräftige Schläge mit der Hand verpasste. Auf ihren Körper und auf ihren Masochismus konnte ich mich verlassen, als ich fertig war und erneut das Licht anforderte, ging es schneller. 64 führte ihn tief ein und spendete mir das benötigte Licht. Natürlich hatte ich Licht in meiner Wohnung, angewiesen auf die Objekte war ich nicht, jedoch musste ich sie nutzen und machte es auf diese Weise. Der Anblick war immer bizarr für mich, wenn die Objekte als Stehlampe herhielten. 64 hatte sich selbstständig die Sicht genommen, sie präsentierte sich blind für mich mit waagerecht gespreizten Beinen und mit dem Stab in ihrer Vagina. Dieser Stab, mit der Lichtkugel, machte es so sonderbar, auch für mich. Ich schaltete sie an und betrachtete das Objekt zu meinen Füßen, sie hielt ihr Becken mit den Händen und stützte sich so ab. Statt mit der Zubereitung zu beginnen, vereinnahmten meine Blicke 64. Sie gefiel mir ausgesprochen gut, irgendetwas zog mich in den Bann. Das hatte zuvor nur eine andere geschafft, 27 war als Lampe perfekt und gewann dieser Tätigkeit viel ab. Sie war sehr jung gewesen, noch unter 30 und bevorzugte Dehnungen. Als Lampe genoss sie den Dehnungsschmerz ausgiebig und wurde dadurch fügsamer. Durch die Erfahrungen mit ihr inspiriert, hatte ich mehr Nutzungsmöglichkeiten für die Körperöffnungen gefunden und das Gestell angepasst. Die ersten Objekte präsentierten nur die Öffnungen und konnten ihre Körpermitte auf einer Halterung stützen. Durch 27 änderte es sich, den einzigen Halt konnten ab da an nur noch die Dildos ermöglichen, was die Objekte weiter reduzierte. Ich lernte viel im Umgang mit den Objekten, passte meine Ausbildung immer feiner an ihnen und ihrer Vorzüge an. Zugleich wurde es für die folgenden Objekte schwerer, die Zeit bei mir zu ertragen. Üblich war, dass sie zwischen drei und sechs Monaten bei mir abgerichtet wurden, dadurch hatte ich bereits so viele betreut. Auch der Kontakt im Anschluss blieb erhalten, einige feste Freundschaften waren dadurch entstanden. Und besonders 27 lag mir am Herzen, die außerhalb vom Objektstatus sehr fröhlich und lebensfroh war. Erst nach der Ausbildung baute ich eine Nähe auf, womit ich zugleich eine erneute Ausbildung ausschlug. Die Vertiefung oder das Auffrischen musste deren Herrschaft selbst übernehmen. Von mir erhielten sie alle Informationen darüber, wie ich vorging und welche Besonderheiten bei ihren Objekten vorlagen. 27 wurde daraufhin zu einem Dehnungsobjekt, deren Scheide unglaubliche Größen aufnehmen konnte. Noch heute verfluchte sie mich spöttisch dafür, dass ich ihr diesen Weg geebnet hatte. Insgeheim, ein Mal sagte sie es auch, war sie mir dankbar, denn sie ging durch die Benutzung in ihrem Status auf. Ich war gespannt darauf, welche Besonderheiten mir 64 bot, noch zeigte sich nichts spezielles. Es war ihr erster Tag, zu viel erwarten konnte ich einfach nicht und begann mit der Zubereitung meiner Nahrung. Ich lebte vegan, wodurch ich viel mit Gemüse machte. Das bedurfte immer einem gewissen Zeitaufwand, denn schon das Schälen und Schneiden dauerte.

Auf meinem Gasherd schwenkte ich mein Essen in Öl, ich briet es an und ordnete 64 die Funktion als Tisch an. In der Küche war ihre Position eine andere, den Spagat musste sie auf dem Boden machen und die Platte mit den Händen nach oben halten. Zudem bestand ich auf den Blickkontakt während ich mein Essen zu mir nahm, sie sah mich also durchgängig an. Damit verdeutlichte ich den Objekten den Unterschied zwischen uns. Sie blieben in der Zeit meines Genusses ein Möbelstück, welches mir zusehen durfte. Damit spielte ich an der Grenze der Belastung, denn auch die Objekte kannten Hunger. In der Dienstzeit gewährte ich ihnen nichts, das konnten sie in der Zeit tun, in der ich abwesend war. Viel quälender war also das Gefühl von Hunger und Durst, was ich bewusst gegen sie einsetzte. In den Augen von 64 konnte ich Widerstand sehen, mit dieser Behandlung war sie definitiv nicht einverstanden. Aber auch das war ihr bekannt, wodurch ich sie tiefer in ihren Abgrund schickte. Genüsslich aß ich mein Essen, blickte ihr tief in die Augen und wertete sie damit ab. Auch ihr Magen knurrte und ihre Blicke zeigten mit der Zeit ihre Verzweiflung, auf die ich keine Rücksicht nahm. Nach dem Essen schaute ich ihr weiterhin in die Augen, blickte in ihren offenen Mund, sah ihr beim schlucken zu. Sobald ich ein Schluck Wasser aus meinem Glas trank, imitierte sie dies und ich konnte miterleben, wie sie sich bildlich das Trinken vorstellte. Sie versteckte diesen Drang nicht, wie es andere Objekte gern versuchten, ganz nah konnte ich an ihrem Leiden teilhaben. Damit ging sie sehr offen um und ließ zu, dass ich sie kennenlernen konnte. Ihre Blicke verrieten viel und offenbarten mir ihr Innerstes. Ganz als Objekt verstand sie sich nicht und doch blieb sie standhaft, etwas anderes trieb sie an. Sie gewann auf diesem Weg Abstand zu sich selbst, der Normalität und von ihrem bisherigen Leben. Die Möglichkeit nutzte sie, um neu zu beginnen und das befähigte sie dadurch die Zeit bei mir zu ertragen.

Da es bereits spät war, ordnete ich erneut Licht an und machte die Küche sauber, entfernte die Abfälle und wische die Oberflächen. Dann wies ich ihr den Platz als Lampe mit Tisch in meinem Schlafzimmer zu. Im Gegensatz zu der Küche war der Dildo im Schlafzimmer bewusst dünn. Die Objekte mussten lernen, dass ihr Körper gehorchen sollte. So mussten die weiblichen Objekte die Muskulatur der Scheide trainieren, damit die Lampe gerade blieb. Um langfristig die Spreizung der Beine zu gewährleisten, lag sie Platte auf den Beinen auf, die aus einem Rechteck bestand. Die Schwerpunkte waren also die Enden der Platten, und auf eine Seite legte ich ein Buch und stellte mein Wasserglas in der Mitte ab. Damit waren die Objekte dazu verdammt durchgängig mit der Scheide den Dildo zu halten, da sonst eine Schieflage entstand. Immer wenn ich sie als Lampe verwendete, mussten sie sich die Sicht nehmen. Es kam zu oft vor, dass die Objekte aus unerfindlichen Gründen in das Licht starrten. Da mir die Gesundheit der Objekte wichtig war, umging ich dieses Problem mit der Blindheit. 64 lenkte mich ab, bewusst wandte ich mich ab und schaltete den Fernseher ein. Ich schaute mir zwei Folgen einer Serie an, die ich derzeit verfolgte. 64 kämpfte hingegen mit ihrer Situation, die Platte konnte sie nicht dauerhaft gerade halten. Da das Glas mittig stand, musste ich mir keine Sorgen darum machen. Das Buch jedoch lag bereits an der Außenseite, ein Weiteres legte ich auf die gegenüberliegende Seite. Noch in der zweiten Folge zeigte sich die Anstrengung von 64, ihr Atem wurde stärker und sie war bereits am Ende ihrer Kraft. Ich ließ sie kämpfen, nahm wahr, dass eines der Bücher zu Boden fiel. Die Position selbst blieb unverändert, wenngleich die Ästhetik litt. Ich sah die Folge zu Ende, dann ordnete ich erneut Laptop an und 64 bewegte sich träge. Am ersten Tag hatte ich vereinbart, dass ich zwei Berichte schrieb. Erst meinen Ersteindruck, dann folgte eine Bewertung der bisher gezeigten Leistungen. Bis sie in die Gänge kam, dauerte es verständlicherweise, allerdings blieb sie langsam. Alles, was sie zu mir bringen sollte, musste sie einzeln holen. So konnte ich etwas Bewegung gewährleisten. 64 begann mit ihrem Ständer, erst dann holte sie meinen Laptop und präsentierte ihn mir.

„Gesamteindruck Objekt 64. Die Defizite haben sich am ersten Tag beständig gezeigt. Die bereits benannten Probleme zeigen sich im Verlauf der Dienstzeit als Mangel, der abgestellt werden muss. Hinzu kommt eine mangelhaft ausgebildete Fotze, 64 weist keine nennenswerte Muskulatur auf. Ebenso hat es Probleme mit der Dehnung, was nun zusätzlich als Schwerpunkt des Trainings aufgenommen werden muss. Die Reduzierung der freien Zeit zeigt sich bei dem Objekt als notwendig. Im Verlauf der Dienstzeit zeigt sich eine stetige Abnahme der körperlichen Verfassung bis hin zur Trägheit. Hervorzuheben ist, dass es ansprechbar bleibt und trotz der Mangel versucht den Dienst zu erfüllen. Das Objekt zeigt eine hohe intrinsische Motivation, die es zu erhalten gilt“, schrieb ich den zweiten kurzen Bericht. Auch wenn mein Augenmerk die Probleme der Objekte war, so benannte ich auch die guten Dinge zum Schluss.

Den Abschluss des Tages leitete ich mit der Züchtigung ein, deren Ablauf ich einhielt. 64 zeigte sich deutlich schmerzempfindlicher, die Bewegungen der Beine nahmen zu, auch mehr Geräusche drangen zu mir vor. Sie zeigte damit ein Verhalten, das ich unterbinden musste. Nach der Züchtigung ließ ich sie erneut den Laptop halten und veränderte ihre Vorgaben, die Silvia dann mit ihr besprach. Da ich Lautäußerungen ablehnte, verfügte ich darüber, dass der Mund von 64 dauerhaft verschlossen sein musste. Damit bewirkte ich nicht die Stille, ich nahm ihr auf diesem Weg die Atmung durch den Mund weg. Wenn ich verschlossen meinte, dann vollständig und ohne Luftzufuhr. Ihr blieb somit nur noch die Atmung durch die Nase, was ihre Umstände verschärfte. Um meine Unzufriedenheit mit ihrer Scheide zu demonstrieren, ordnete ich an, dass ihre Schamlippen dauerhaft geweitet werden sollten. Zusätzlich zu den Fesselungen, die alle Objekte trugen, erhielt 64 nun Oberschenkelriemen, an denen die Schamlippen befestigt werden mussten. Ich erniedrigte sie damit, verursachte dauerhafte Schmerzen, die sich je nach Position verstärkten. Was in einer Ruhephase bereits anstrengend zu ertragen ist, wird bei einer Spreizung zur Qual. 64 benötigte diese Qualen, um so zu funktionieren, wie ich es wollte. Bei diesen Maßnahmen beließ ich es und fügte das zusätzliche Training ein, welches in meiner Abwesenheit unter Aufsicht erfolgte. Nachdem ich diese Änderungen verfügte, schickte ich 64 ins Gestell, wo sie die restliche Dienstzeit verbrachte. Das Ende wurde durch die Uhr, und damit verbunden durch ein Signal, den Objekten mitgeteilt. Selbstständig erhob sie sich wieder langsam und legte sich den Keuschheitsgürtel unter meiner Aufsicht an, erst dann ging sie zu Silvia und anschließend schlafen.

Silvia bewohnte mit mir das kleine Haus, da ihre Wohnung größer war, schliefen die Objekte bei ihr. Das Zimmer war ganz normal eingerichtet und bot den Objekten ein angenehmes Bett, so dass sie die Möglichkeit der Erholung hatten. Da Silvia auch nur halbtags arbeitete, und wie ich dominant veranlagt war, kümmerte sie sich um die Objekte. Dass sie dabei oft eine Freundschaft aufbaute, sah ich als Bereicherung. So konnten die Objekte reden und ein wenig Normalität erleben. Zugleich setzte sie aber meine Vorgaben mit den Objekten um und informierte mich. Im Trainingsraum hatte sich Silvia ihren Arbeitsplatz eingerichtet, so ließ sie sich nicht stören und überwachte die Objekte. Im Grunde machte sie zwei Jobs, zum einen als Personalerin eines großen Technikkonzerns und als Betriebswirtin des Clubs. Nur mit ihr gemeinsam konnte ich meine Objektabrichtung dem Club zur Verfügung stellen. Dazu gekommen war ich auf Umwegen. Das große Beisammensein suchte ich nicht, nach dem Tod meiner Sklavin, durch einen Autounfall, lebte ich meine Neigungen vorwiegend dort aus. Da ich die Sklavinnen und Sklaven auf eine ungewohnte Art reduzierte, erregte mein Vorgehen die Aufmerksamkeit und auch das Interesse von den anderen Mitgliedern des Clubs. Besonders Silvia suchte meine Nähe und bewog mich dazu, diese Dienste zur Verfügung zu stellen. Mit ihr gemeinsam entwarf ich einen Plan, wie die Objektifizierung umgesetzt werden konnte, ohne den Objekten nachhaltig Schaden zuzufügen. Und Silvia war dazu absolut notwendig, denn auch die Objekte benötigen die Nähe zu anderen Menschen. Ihnen musste es möglich sein, über die Ängste, Sorgen und Befindlichkeiten zu sprechen. Zudem erfolgte eine Überwachung von dem, was ich den Objekten antat. Auch wenn die täglichen Berichte zu Beginn lästig waren, so gewöhnte ich mich daran und konnte damit die Transparenz bieten. Auch Silvia konnte auf das Überwachungssystem zugreifen und war dem Vorstand zur Auskunft verpflichtet. So wurde die Möglichkeit des Missbrauchs reduziert, wodurch ich das erste Objekt in Obhut nahm. Bei 1 war ich noch unsicher, da er aber ein perfekt abgerichteter Sklave war, ließ sich die Transformation dennoch umsetzen. Nachdem ich ihm das Gesicht nahm, gewann ich den Abstand, der mich befähigte ihn zu einem Objekt zu machen. Erfreulich war, dass 1 mit Schmerzen nichts anfangen konnte und sehr devot und fügsam war. Er ließ sich federleicht führen, wodurch ich Sicherheit gewann. Nur seine dauerhafte Erregung störte, aber auch das bekam ich durch die Keuschhaltung in den Griff. Letztendlich ist es mir egal, ob die Objekte erregt sind und sich befriedigen oder nicht, für die Abrichtung allerdings ist es nützlich, wenn sie an der Gier nach Befriedigung fast verbrennen. Das Verlangen verursacht eine Veränderung des Verhaltens. Was Anfangs noch Anstrengungen und das gewünschte Verhalten hervorbringt, bricht irgendwann in Resignation und Widerwille ein. In diesem Tal verbleiben die Objekte und müssen dann eindringlicher abgerichtet werden, bis diese Resignation dazu führt, dass sie bedingungslos funktionieren. Die Erwartungshaltung verschwindet also und sie ergeben sich der Umstände und der Willkür. In dieser Phase war Silvia besonders wichtig, da sie durch ihre psychologische Ausbildung die Hilfe bieten konnte, die ich ihnen verwehrte. Denn auch in dieser Phase bildete sich eine Distanz zu mir heraus, ich wurde als Quelle der Angst wahrgenommen, wodurch sie sich entfernten und hilflos die Anweisungen befolgten. Durch die ständigen Züchtungen, auch wenn sie damit bereits Bekanntschaft gemacht hatten, erlebten sie die Reduzierung intensiv. Auf die Objekte wirkte ich ungerecht, unmenschlich und hart. Durch die Umstände hatten sie keine Möglichkeit der Flucht und mussten erdulden. Silvia besprach diese Phasen mit ihnen, lenkte die Denkprozesse, damit sie auch mich als Hilfe wahrnehmen konnten.

Nach der Entfernung folgte dann die Nähe. Erst nachdem diese Phase der Entfernung überwunden wurde und die Suche nach Nähe das Verhalten leitete, stieg die Motivation und die Objekte entfernten sich von sich selbst, um mir zu entsprechen. Sie taten alles, was ich von ihnen verlangte, der Gehorsam, der dann gezeigt wurde, war atemberaubend. Es wirkt dann beinahe so, als würden sie sich selbst bei jeder Tätigkeit bezwingen, wodurch sie fast hektisch wurden. Sie begannen ihren Körper zu ignorieren, was auch dazu führen konnte, dass sie sich selbst Schmerzen zufügten. Objekt 14 war da sehr speziell, sie rammte sich die Stehlampe so stark in die Scheide, dass selbst Blutungen sie nicht aufhalten konnten. Das Ganze ertrug sie ohne Geräusch, so dass sie damit Panik in mir auslöste, als ich das Blut sah. Selbst bei der Versorgung ihrer Wunden, ich musste sie nähen, verblieb sie in der Position. 14 war die Einzige, die sich so stark darauf einließ. Sie bettelte sogar nach verschärften Bedingungen, die sie nicht erhielt. Bei ihr ließ ich sogar die Züchtigungen sein, da sie bereits den Status vollständig angenommen hatte. Letztendlich war sie das perfekte Objekt, nicht nur von den Ausführungen her, besonders was die Selbstdefinition betraf. Sie hatte sich von ihrem Körper abgespalten und lebte die Tristesse mit Begeisterung aus. Mit ihr lernte ich, dass ich die Objekte vor sich selbst schützen musste und führte ein, dass sie Fesseln tragen mussten. Sobald sie ein Verhalten zeigten, was die Trennung von Körper und Geist zeigte, mussten die Objekte sich selbstständig fesseln.

Das Blinken meines Rechners deutete an, dass ich Post erhalten hatte. Die Objekte konnten schriftlich Kontakt mit mir aufnehmen, 64 schien die Gelegenheit genutzt zu haben und ich widmete mich ihrer Worte: „Sehr geehrter Herr Lehns,

das Objekt 64 dankt Ihnen für Ihre Zeit. Es hat festgestellt, dass es mangelhaft ist und möchte daran arbeiten. Erschreckt war das Objekt über die Ausmaße der Haltung, es muss ehrlich zugeben, dass es unterschätzt hat, wie hart warten sein kann. Und wie anstrengend es ist, das wurde auch unterschätzt. Es dachte, dass es für Sie einsatzbereit ist und hat erkannt, dass es nicht stimmt. Es hofft, dass es Ihren Ansprüchen irgendwann genügen kann, es wird alles dafür tun. Vielen Dank, Objekt 64.“

Diese ersten Nachrichten waren immer gleich. An der Realisierung ließen mich alle Objekte teilhaben, sie zeigten ganz offen ihre Überforderung, was notwendig für die Ausbildung war. Auch wenn ich nicht auf das Befinden einging, so behielt ich ihre Nachrichten im Hinterkopf. Da ich viel Zeit mit 64 hatte, sie opferte ihr Sabbatical für dieses Vorhaben, ließ ich mich näher auf den Menschen und das Objekt ein.

***

In meinen Vorlesungen langweilte ich vorwiegend junge Menschen mit der Berechnung komplexer mathematischer Aufgaben. An manchen Tagen kam diese Langeweile auch bei mir an. Auch wenn der Tag diese Tendenz hatte, so dachte ich in der Zwischenzeit an 64. Diese Gedenken bewogen mich dazu, sehr zeitig Feierabend zu machen. Den Studierenden gab ich eine kleine Hausarbeit auf, damit die Vorlesung am darauffolgenden Tag belebter wurde.

Zu Hause angekommen traf ich mich mit Silvia, die mir die Informationen über 64 gab. Sie war gewissenhaft bei ihrem Training und hatte die Maßnahmen angenommen, wenngleich sie sich wegen ihrer Schamlippen schämte. Auch Scham gestand ich den Objekten nicht zu und spielte mit dem Gedanken, es dauerhaft dabei zu belassen. Weitere wichtige Informationen gab es nicht, weswegen ich in meinen Wohnbereich ging und mir 64 ansah. Durch die Position waren ihre Schamlippen wirklich sehr gespannt, allerdings konnte ich gut sehen, wie weit die Dildos in ihr waren. Durch die Dehnung war auch ihr Anus sichtbarer, was insgesamt einen sehr schönen Anblick bot.

Wie immer nach meiner Ankunft ordnete ich die Züchtigung an, 64 begrüßte mich und positionierte sich vor mir in der gewünschten Position, das Lecken der Schuhe fiel durch ihre strikte Knebelung aus. Beim Spreizen der Beine konnte sie die Laute nicht verhindern, auch wenn sie ihre Beine sehr langsam öffnete. Sie hatte bereits Tränen in den Augen, noch bevor ich sie schlug. Ihr Atem ging hastig, noch bevor etwas passierte. Auch wenn sie ihre sensible Seite zeigte, Rücksicht konnte ich keine nehmen und so setzte ich die ersten Schläge mit der Hand. Dabei konnte ich fühlen, wie stark die Haut tatsächlich gespannt war. Zum Teil fühlte es sich sogar hart an, weswegen ich anschließend mit dem Riemen in die Mitte zielte und vorwiegend ihren Kitzler traf. Auch der Stock hatte das gleiche Ziel und 64 wimmerte durchgängig, was mir missfiel. Als ich fertig war, wandte ich mich an sie, während ich ihre Nasenlöcher mit meinen Fingern bedeckte.
„Ich erwarte Ruhe“, sagte ich ihr und verkürzte die Riemen, die ihre Schamlippen spannten. An den Ringen konnte ich erkennen, dass ein stärkerer Zug ohne Probleme möglich war. 64 atmete stoßweise, zwang sich zur Ruhe und ließ die Behandlung über sich ergehen. Gerade in der Anfangszeit zeigte ich mich unerbittlich und maximierte das Leid bei abweichendem Verhalten ständig. Schon zu Beginn mussten die Objekte lernen, dass mein Wort und meine Vorgaben Gesetz waren. Bei den geringsten Verfehlungen reagierte ich, und das bewusst überzogen. Statt ihr einfach nur weitere Schläge zu verabreichen, setzte ich auf überdauernde Qual. 64 lernte das in diesem Moment kennen und gab sich der Schmerzen hin, sie suchte das Mitleid und fand es nicht. Da ich diese Vorgänge in den Objekten kannte, ließ ich sie allein mit ihren Gedanken. Erst als sie ruhiger wurde, wieder in meiner Realität war, durfte sie die Glasplatte tragen. Ich schnitt mir ein wenig Obst, und nahm es in ihrer Anwesenheit zu mir, dann musste sie meinen Arbeitstisch ersetzen und ich erledigte meine täglichen Aufgaben. Zu diesem Zweck musste 64 wieder in die Hockstellung gehen und die Platte auf den Schultern tragen und an den Außenseiten mit den Händen festhalten. Somit blieben die Arme ausgestreckt und sie konnte lange in dieser Position bleiben. Denn ihre Haltung wurde mit einem Gestell für die Beine unterstützt, so dass nur die Arme zu einem Problem wurden. Auf der Platte stellte ich meinen Laptop ab, mein Getränk und im Zuge der Bearbeitung der Nachrichten auch einige Ordner. 64 verhielt sich ruhig und störte mich nicht, sie verschmolz mit meiner Umgebung und so blieb ich ungewöhnlich lange bei der Sache. Fast hätte ich sie beim Verlassen des Raumes vergessen, ich erwachte aus meiner Ruhe und züchtigte sie wieder. Da sie erneut unruhig war, erhöhte ich den Schmerz abermals, indem ich ihren Kitzler ebenso wie ihre Schamlippen dehnte. Das Zentrum des Schmerzes blieb ihre Scheide, da sie darauf sehr stark reagierte. Den Ring hatte ich an ihrem Halskorsett befestigt, damit sie den Zug aus allen Richtungen erleben konnte. Erst danach hängte ich sie an den Tropf und bereitete mein Essen zu, bei dem sie wieder für Licht sorgte. Sie ging anders vor, mit ihrer Hand dehnte sie ihre Scheide vor und führte den Schaft behutsam ein. Dabei bewegte sie ihn auf und ab, bis er tief in ihr steckte. Durch die offene Sicht war ersichtlich, dass sie ihn ganz eingeführt hatte. Auch wenn sie langsam blieb, so waren ihre Handlungen gewissenhaft.

Viel interessanter allerdings war sie als Nachttisch, durch die Dehnung konnte ich ihr dabei zusehen, wie sie mit ihrer Scheide arbeitete. Unentwegt spannte sie ihre Muskeln an, sie schien daran gefallen gefunden zu haben, jedenfalls erklärte ich mir ihre Ausdauer damit. Ich richtete eine Kamera auf die Platte und projizierte ihre Bemühungen auf einen weiteren Monitor an der Wand, erst dann schaute ich meine Serie weiter. Da mir die Tischplatte auf den gedehnten Schamlippen gefiel, legte ich es als dauerhafte Maßnahme fest.

Im Verlauf der Zeit, nach drei Wochen etwa, fing 64 an sich gegen diese Maßnahme zu wehren. 64 war mit den Schlägen auf ihre Scheide vertraut, unter ihrer vorherigen Herrschaft war das ein Standard, wie bei mir. Jedoch durch die Dehnung wurde sie empfindlicher gegenüber der Schmerzen, was Laute und steigernde Verschärfungen mit sich brachte. Dadurch gelang sie schnell in die Phase des Trotzes, in der sie sich gegen mich wandte mit der Folge, das alles nur schlimmer für sie wurde. Bereits vor ihrem Kampf hatte sie verloren, jedoch begriff sie dies einfach nicht. Ich erhöhte den Druck auf sie, ließ sie bewusst sinnlose Dinge tun, hielt sie in Bewegung. Die Anweisungen führte sie aus, aber mit ihren Blicken verachtete sie mich. Daher hielt ich sie vorwiegend in Blindheit und setzte den Stock ausgiebig ein. Neben den Schlägen auf die Scheide, schlug ich sie auf weitere Stellen, auf die Waden, die Brüste, die Beine und auch auf die Hände. Ich wurde dadurch noch härter zu ihr, 64 ging durch die Hölle. Und doch blieb die Trotzphase lange erhalten. Aber diese Zeit durchzustehen lohnte sich, denn als sie die Sinnlosigkeit des Kampfes einsah, fing sie an mir wieder mir zu folgen. Daraufhin lockerte ich ihre Bedingungen, da sie ihren Dienst zu meiner vollsten Zufriedenheit ausführen konnte. Sie wurde mit der Zeit immer schneller, konnte sehr lange als ein Möbelstück aushalten und achtete darauf, mir zu gefallen, wenngleich sie damit aus meiner Wahrnehmung verschwand. Auch die Scham in Bezug auf ihre Schamlippen verlor sie, der Normalzustand dieser Maßnahme war zu ihr gedrungen, auch die Dehnung ihres Kitzlers, was ich beibehielt, akzeptierte sie. Sie fing sogar an Silvia um einen stärkeren Zug zu bitten, um mir zu gefallen. Ihr Verhalten glich sie mit meinen Vorlieben und Vorgaben ab, sich selbst nahm sie immer weniger wahr, das zeigten mir auch ihre Nachrichten: „Sehr geehrter Herr Lehns,

das Objekt ist dankbar für ihre Aufmerksamkeit. Es lebt nur, um Ihre Vorgaben zu erfüllen. Es ist nur glücklich, wenn Sie zufrieden sind.“

Ich erhielt oft solche Nachrichten von 64, sie hatte eine enge Beziehung zu mir aufgebaut. Auch wenn sie mich befriedigte, dann wurde sie anhänglich, sie saugte sich an meinem Glied fest, hielt mich sozusagen. Ich führte wieder den dauerhaften Verschluss ihres Mundes ein, ließ sie einen langen Dildoknebel tragen, an dem sie sich festhalten konnte. Ich entfernte mich von ihr, verwehrte ihr meine Nähe und legte sie an die Kette. So konnte sie mir dienen, mich aber nie erreichen. Damit flammte eine erneute Trotzphase auf, was ungewöhnlich war. Denn ihre Erfahrung mit mir und was sie bereits durchlebt hatte, schien sie dabei zu vergessen. 64 zeigte immer deutlicher, dass sie eine harte Hand benötigte. Sie verlor alle Privilegien, hatte keine Freizeit mehr und durchlebte die Hölle erneut. Und sie scheiterte, wieder und mit größeren Auswirkungen als zuvor. 64 wurde unsicher, weinte häufig und Silvia hatte viel Arbeit mit ihr. 64 hatte sich auf mich eingelassen, sich als Objekt verstanden und doch kämpfte etwas in ihr genau dagegen an. Was sie in der Dienstzeit befähigte, das verlor sie in der Zeit ohne mich. Und in meiner Anwesenheit litt sie unter der Distanz, sie fand einfach keinen Ort für sich. Die Leere der Existenz kam ihr sehr nahe und ich bediente mich der Elemente einer Sklavenabrichtung. Statt sie nur noch als Möbelstück zu sehen, erniedrigte ich sie durch sexuelle Handlungen ohne Höhepunkt. Ihre Scheide betäubte ich, so dass sie sich stundenlang penetrieren konnte, ohne das Geringste zu fühlen. Wenn sie meinen Laptop hielt, ließ ich sie in zwischendurch auf dem Ständer reiten. Mit dieser auferlegten Identifikation fand sie ihren Sinn, ihr neues Ich und wurde wieder folgsamer. Aber die Phasen von 64 fand ich interessant, in ihr blieb ein Feuer erhalten, sie war vielseitig einsetzbar und ertrug, sofern sie einen Sinn für sich begriff, beinahe alles. Sie langweilte mich nicht und nahm auch Silvia als Machtinstanz an. Ihr Gehorsam entwickelte sich ihr gegenüber, als sie die Freundin, mit der sie diese Zeit ertrug, nicht mehr benötigte. Jeder Widerwille war verflogen, 64 sehnte sich nach jeder Führung, die sie fand. Bei den Sommerabenden im Garten, sobald 64 nicht mehr als Tisch benötigt wurde, ließ sie sich von Silvia demütigen. 64 erblühte, fügte sich vollständig und zeigte ihre Hörigkeit unentwegt. Mein Ziel verlor ich nicht aus den Augen, das Leben als Objekt sollte sie auch ohne weitere Tätigkeiten ausleben. Aus diesem Grund reduzierte ich ihre Tätigkeiten immer weiter, bis ich sie dort hatte, wo sie sein sollte.

64 hatte sehr viel gelernt und sich noch stärker verändert. Ich verglich ihre Bilder. Jede Woche hatte ich eines angefertigt, in dem sie sich präsentierte. Am deutlichsten war ihr muskulärer Körper, ihre Beine, die weiterhin atemberaubend waren, zeigten eine feine Definition. Die Schultern waren breiter geworden und ihre Taille durch das Korsett schmaler. Ihr Bewegungsablauf war elegant, ihre Körperhaltung voller Anmut. Ihre Belastungsfähigkeit war enorm gestiegen und selbst die extreme Spreizung ihrer Beine war schon lange kein Problem für sie. Die Dehnung, die für sie immer schmerzhaft blieb, ersehnte sie jeden Tag. Selbst die Züchtigung ertrug sie, die ich für sie intensiviert hatte. 64 war bereits sieben Monate bei mir, ich hatte noch zwei, in denen ich sie final als Objekt abrichten konnte. Die Wochenenden, die sie bei mir verbrachte, waren schon lange keine Freizeit bei mir, an diesen Tagen betrug ihre Dienstzeit 16 Stunden und besonders diese reicherte ich wieder mit der Langeweile an. Ob nun fünf Stunden als Tisch, oder zehn im Gestell, sie ergab sich den Umständen, wenngleich sie zum Teil wieder aufbegehrte. Aber nicht mir gegenüber, es richtete sich gegen Silvia, da auch sie ihre Zeit mit 64 verringerte. 64 erlebte die Einsamkeit, mit der ich arbeitete, sie wehrte sich nur kurz, bevor sie sich vollkommen dem Schicksal ergab. Beinahe teilnahmslos funktionierte sie, führte aus und gehorchte aufs Wort. Auch sie trennte sich von ihrem Körper, sie wirkte abwesend und fern. Mein Ziel hatte ich erreicht, sie war zu einem Objekt geworden, ohne Willen und Begierde. Und in diesem Zustand ließ ich sie einen Monat, erst dann zeigte ich ihr den Weg zur Normalität, ich begann Gespräche mit ihr zu führen, ich veränderte einfach alles. Sie blieb in der Aufmachung, nur Stück für Stück nahm ich ihr das, was sie als ihre Realität verstand. Das war eine neue Phase für mich, da die Sklavinnen und Sklaven keinen vollständigen Ausstieg benötigten, ihre Herrschaft übernahm diese Führung. Manche hielten die Objektifizierung aufrecht, hielten ihre Sklavinnen und Sklaven dauerhaft auf dieser Ebene. Aber 64 musste herausgeführt werden, dies leitete ich mit meinem Abschlussbericht ein.

***

„Das Objekt 64 hat den Status verinnerlicht. Es hat sich von der Welt abgegrenzt und begreift die Realität als normal. Es hat gelernt die Bewegungslosigkeit zu ertragen, es dient als ein optimiertes Möbelstück, welches sich selbstständig integriert. Objekt 64 weist keine Mängel auf und die Abrichtung ist abgeschlossen“, las ich ihr meine wenigen Worte vor. Viel mehr zu sagen, hatte ich dazu nicht. 64, die zum ersten Mal in meiner Anwesenheit die Kontrolle über ihren Mund hatte, sah mich entsetzt an und schwieg. Dieses Schweigen hielt einige Tage an und in ihrer Dienstzeit rebellierte sie gegen das Hinausführen aus der Leere eines Objektes. Sie suchte freiwillig ihr Gestell auf, verblieb auch nach ihrer Dienstzeit dort und klammerte sich daran. Ich fing an, sie zu berühren und zu loben. Sobald ich sie als Tisch nutzte, schien sie glücklich zu sein. Ihre Realität veränderte ich nur langsam, irgendwann drang ich zu ihr durch und sie sprach zaghaft zu mir. Nach ihrer Dienstzeit, als sie wieder im Gestell blieb, reagierte sie auf meine Ansprache, denn sie wurde nicht mehr 64 genannt, sondern bei ihrem Namen, Amalia.
„Es heißt 64“, antwortete sie, als sie ihren Namen aus meinen Mund hörte. Ich suchte ihre Nähe, strich über ihr maskiertes Gesicht.

„Dein Name ist Amalia, eine Frau, die als Objekt gelebt hat“, erwiderte ich und sie fing an zu weinen.

„64, 64, 64! Nichts anderes kann es sein, nichts anderes will es sein. Es will nicht reden, es kann nicht reden, es braucht Knebel. Es will schweigen, es will dienen, es will Schmerz“, stammelte sie abgehackt. Da ich sie so nicht erreichen konnte, trug ich ihr auf, den Laptop zu halten. Ohne nachzudenken ging sie in mein Arbeitszimmer, holte ihn und hockte sie vor mich. Ich nahm das Gerät aus ihren Händen und umarmte sie. Sie wehrte sich, streckte ihre Hände nach dem Laptop aus, so dass ich sie am Halsband hielt und meiner Umarmung Nachdruck verlieh. Amalia sackte in meinen Armen zusammen, sie heulte so stark, wie ich es noch nie miterlebt hatte. Sie übergab sich und die Realität brach über ihr zusammen, ich blieb an ihrer Seite, überflutete sie mit meiner Nähe. Es war egal, dass es mitten in der Nacht war, ich durfte sie nicht allein lassen. Und ich ließ sie nicht allein, als sie ruhiger wurde, sprach ich sie erneut an, „Amalia, du bist eine großartige und wunderschöne Frau. Du bist viel mehr, als nur ein Objekt.“ Dabei stimulierte ich ihren Kitzler, apathisch nahm sie es wahr, ihr Atem beschleunigte sich und schon nach wenigen Momenten brach sie erneut zusammen. Orgasmen waren ihr fremd geworden, über die Monate hinweg hatte sie auch davon Abstand gewonnen und die Möglichkeit vollkommen ausgeschlossen. Umso unfassbarer erlebte sie ihn und blieb in Schockstarre, die Botenstoffe, ihre Hormone, rissen sie aus ihrem Tief.
„Es ist überwältigt“, stammelte sie irgendwann, worauf ich reagierte: „Amalia kann ihre Sexualität in vollen Zügen ausleben.“ Noch während ich mit ihr sprach, löste ich die Kette von ihrem Kitzlerring. Dabei schaute ich ihr in die Augen, aber Amalia war entsetzt.
„Es muss gedehnt sein“, sagte sie und zog demonstrativ an der Kette, bevor sie diese wieder verband. Dabei berührte sie sich selbst, der Effekt überraschte sie und Amalia spreizte ihre Beine, um die Dehnung der Schamlippen zu fühlen. Sie wandte sich ab, nahm die Position der Züchtigung ein und streichelte sanft über ihre Scheide. Ich half ihr, ich drang mit der Hand in sie ein und penetrierte sie. Durch die beständige Dehnung konnte ich sie mit der Faust befriedigen und seit dem sie nicht mehr betäubt wurde, fühlte sie es wieder. Auf ihre Regungen achtete ich genau, sie sollte sich selbst erkunden, meine Aufgabe bestand nur darin, ihr dabei zu helfen. Erst als sich ihre Bewegungen beschleunigten, bewegte ich auch meine Hand in ihr. Sie verkrampfte, ihre Muskulatur hielt meine Hand fest, so dass ich einfach wartete, bis die Wellen erneut abebbten. Amalia lächelte erschöpft, sie stimulierte sich weiter, sie konnte nicht genug bekommen. Auch meine Hand ließ sie nicht frei, es schmerzte sogar mit der Zeit. Sie war vollkommen von Sinnen, bekam nicht genug, auch wenn sie feststellte, dass sie nicht unentwegt zum Höhepunkt kam.
„Möchtest du wieder verschlossen werden?“, fragte ich sie und vehement schüttelte sie den Kopf. Ihre Begeisterung für ihren eigenen Körper war zu hoch, worauf ich gehofft hatte. Amalia war sensibel, wenn es um ihre Scheide ging, daher lag es auch nah, sie darüber zu erreichen.
„Darf es das wirklich?“, fragte sie mich noch immer gefangen in der Begeisterung. Ich lächelte und antwortete ihr: „Amalia darf tun, was auch immer sie möchte. Du bist Amalia und du bist eine Frau mit einer eigenen Sexualität. Deine Scheide ist mehr als nur ein Hort des Schmerzes, also genieße es, so oft du willst.“
„Es ist dankbar“, sagte sie, blinzelte und lächelte kurz.
„Wenn du ein es wärst, dann wären diese Empfindungen nicht möglich. Objekte haben keine Sexualität, aber Amalia hat eine. Du bist Amalia und du tust mir weh. Lass bitte meine Hand los“, sagte ich ihr und sie blickte mich verwirrt an. Ihren Verstand hatte sie nicht verloren, sie war nur auf kindliche Verhaltensmuster zurückgefallen, um mit der aktuellen Situation umgehen zu können.
„Fotze gut“, sagte sie, bevor sie die Spannung löste und meine Hand frei ließ. Die Begrifflichkeiten, die ich für ihre Körperteile verwendet hatte, waren bewusst abwertend, was sie ebenfalls verinnerlicht hatte. Als sie meine Hand frei ließ, veränderte sie ihre Position, sie hockte sich wieder vor mich und schaute mich an. Ihre Gewohnheiten waren durcheinander, ihre Unsicherheit wurde deutlicher und Amalia weinte erneut. Als sie zum Gestell blickte und dort hin gehen wollte, hielt ich sie fest und trug sie in mein Schlafzimmer. Durch ihre Größe war sie schwerer, da aber die Gegenwehr ausblieb, konnte ich sie auf meinem Bett ablegen. Ich legte mich zu ihr und streichelte wieder ihr Gesicht, da Amalia bewegungslos blieb, konnte ich ihr ungehindert meine Zärtlichkeit schenken. Auch wenn ich ihre Haut nicht fühlte, so wusste ich, dass sie es wahrnahm. In der Stille versunken weinte sie weiter, die Tränen liefen aus ihren Augen. Ihre Versorgung musste gewährleistet bleiben, ich entfernte mich, wobei sie stark darauf reagierte. Sie streckte ihre Hand nach mir aus, was ein gutes Zeichen war. Nur kurz blieb ich ihr fern und als sie wieder am Tropf hing, legte ich mich wieder zu ihr und blieb die ganze Nacht. Weitere Worte wechselten wir nicht, allerdings hielt sie sich an mir fest und schlief irgendwann ein. Ihre Überforderung hatte ihr mehr abverlangt, als ich jemals verlangte. Amalia brauchte diese Ruhe, die ich ihr gab. Auch wenn es für mich ungewohnt war ein Objekt, sie trug weiterhin diese Ausstattung, in den Armen zu halten, so war es mir angenehm. Das Material, welches sie verhüllte, wirkte durch ihre Körperwärme belebt und seidig zart. Irgendwann, ich streichelte ihre Arme, schlief auch ich ein.

Als ich erwachte, war ich allein. Amalia befand sich im Gestell in meinem Zimmer und blieb ihrer Gewohnheit treu. Ich störte sie nicht und meldete mich für einige Tage krank, bevor ich uns etwas zu essen zubereitete. Zu dieser Zeit hielt ich keine Vorlesungen, wodurch meine Krankheit, die es nicht gab, niemanden vom Lernen abhielt. Der Morgen war bereits angebrochen und in der Ferne sah ich durch das Küchenfenster die Sonne aufgehen, während ich Brote belegte. Als ich fertig war, rief ich Amalia zu mir. Den Namen kannte sie, ob sie auf ihn reagierte erfuhr ich sogleich. Sie kam, blieb aber unsicher in der Tür stehen. Die Last der Entscheidung nahm ich ihr und verwendete sie wieder als Tisch, allerdings musste sie mir nicht beim essen zusehen, ich fütterte sie mit kleinen Happen, die sie annahm. In meiner Abwesenheit aß sie gemeinsam mit Silvia, sie konnte frei wählen und sich bedienen, diese Normalität verlor sie nie. Durch diesen geteilten Tag konnte sie zumindest in den Morgenstunden ganz der Mensch bleiben, der sie war. Avocado mochte sie jedenfalls nicht, diese Bissen verweigerte sie, drehte den Kopf zur Seite.
„Möchtest du dich zu mir setzen und dein Brot selbst belegen?“, fragte ich sie und Amalia schüttelte den Kopf.
„Es ist glücklich Ihnen dienen zu dürfen. Sie können es mit Marmeladenbrot begeistern“, sagte sie in weiterhin kurzen Sätzen, aber flüssiger. Ich erfüllte ihr den Wunsch und verköstigte sie mit meiner selbst gemachten Marmelade, den Unterschied bemerkte sie nicht mal. Nur der Genuss war entscheidend, da er ihr half. Sie lächelte mich sogar an, wirkte zunehmend freundlicher und aufgeschlossener.
„Was möchtest du trinken?“, fragte ich sie in dem Wissen, dass sie Milchkaffee mochte. Sie entschied sich anders, nahm Wasser, da ich dies ausschließlich trank. Das Glas stellte ich vor ihr auf dem Boden ab und schaute dabei zu, wie sie reagierte. Der Durst, den sie ohne Zweifel fühlte, kämpfte gegen die Aufgabe als Objekt. Die Glasplatte musste sie mit den Händen halten, wodurch das Getränk unerreichbar schien. Amalia blieb ihrer Objektrealität treu und wartete. Um sie zu einer eigenständigen Handlung zu ermutigen, trank ich mein Wasser mit Blickkontakt zu ihr. Aber auch das bewog sie nicht, weswegen ich eingriff und ihr befahl: „Trink das Wasser!“
In ihren Augen sammelten sich Tränen und ich konnte den Impuls dem Befehl zu folgen sehen, aber sie nahm die Platte nicht herunter. Die Sturheit, mit der sie mich einst versuchte zu bekämpfen, bewog sie zum Festhalten an der Funktion als Tisch. Nur meine Macht in Verbindung mit meiner Kraft konnte sie bezwingen, ich stand auf und legte meine Hände auf die Platte. Und ich drückte zu, Amalia war sehr stark, aber durch ihre Haltung unterlegen. Ich hingegen konnte mein Gewicht gegen sie einsetzen, was ich auch tat. Ihr Kopf, der noch immer durch das Halskorsett in eine gerade Haltung gezwungen wurde, stellte sich als ihr wunder Punkt heraus. Sie konnte nicht ausweichen und ergriff die Außenseite, um die Platte vor sich auf den Boden zu stellen, dabei passte sie sogar auf das Wasserglas auf. Aber statt endlich zu trinken, blieb sie bewegungslos. Mir blieb keine Wahl, ich ohrfeigte sie mehrfach und zeigte auf ihr Glas. Ängstlich nahm sie es und setzte es an die Lippen an, sie trank. Nachdem ich die Platte wegstellte, setzte ich mich vor sie auf den Boden und sah sie an.
„Du darfst mir nur dienen, wenn du jeden Befehl sofort befolgst. Wenn du trinken sollst, dann hast du das zu tun“, sagte ich ihr streng. Amalia sah mich an, Freude lag in ihrem Blick, sie nickte und antworte: „Ja Herr“. Da ich normalerweise nicht mit den Objekten sprach, gab es keine Vereinbarung darüber, wie sie mich anzusprechen hatten. Nur für ihre Nachrichten gab es Bedingungen, dort war mir wichtig, dass sie sich selbst als es bezeichneten und mich förmlich ansprachen, alles andere ließ ich offen. Diese Ansprache traf in mein Herz, diese Worte hatte ich lange nicht mehr gehört und doch waren sie mir sehr vertraut. Wieder streichelte ich ihre Wangen, sie erreichte mich. Und ich mochte ihre Stimme, die durch ihre dunkle Stimmfarbe meinen Hörsinn ansprach. In den bisherigen Monaten kannte ich nur ihr Stöhnen und das Wimmern.

„Ich werde mich frisch machen und auch du solltest aus diesem Anzug raus. Du bist ganz verschmiert und deine Haut braucht Pflege. Nimm ein Bad“, trug ich ihr auf und unsicher blickte sie mich an, aber befolgte diese Anweisung. Von allein ging sie zu Silvia, ich begleitete sie dabei. Zielstrebig ging sie zu ihrem Zimmer, vor das sie sich allerdings kniete und mich ansah. Als ich ihr zunickte, fing sie an zu sprechen: „Der Herr darf es nicht nackt sehen. Nur im Anzug ist es perfekt.“
Was sie mir sagen sollte, wusste ich. Bevor ich sie allein ließ, und sie in ihrem Zimmer verschwand, aktivierte ich die Videoüberwachung für ihre Räume und suchte Silvia auf. Üblicherweise hatten die Objekte, sofern sie sich in keiner gefährlichen Phase befanden, Privatsphäre. So gewährleisteten wir einen sicheren Ort, an dem sie sich zurückziehen konnten. Im Schlafzimmer und im anliegenden Bad gab es Dioden neben den Lichtschaltern, die anzeigten, dass Videoaufnahmen gemacht wurden.

„Hallo mein Lieber, wie lief es denn?“, fragte mich Silvia, als ich sie in ihrem Wintergarten fand. Sie saß auf ihrem kleinen Sofa, das umstellt war von Pflanzen. Diese kleine grüne Oase liebte sie, begann ihre Tage immer dort.
„Sie spricht und sie nimmt ihren Körper wieder wahr“, sagte ich und setzte mich zu ihr. Ohne weitere Fragen bediente ich mich an ihrem Tee und Silvia schaute nach draußen, die sichtbare Kälte zeigte sich zum Teil an den Scheiben. Das Gras im Garten war von einem zarten weißen Schleier bedeckt, was durch die Beleuchtung des Weges angestrahlt wurde.
„Das ist gut und jetzt ist sie in ihrem Zimmer?“, fragte sie und ich reagierte mit meiner Antwort: „Ja. Sie sollte baden gehen und etwas Zeit mit sich selbst verbringen. Die Überwachung habe ich eingeschaltet. Hast du Zeit, mir ihre Interviews zu zeigen?“
„Natürlich. Die Frage ist eher, ob du die Zeit hast“, bekam ich als Antwort und Silvia versuchte sich das Pad zu angeln, welches auf dem Tisch lag. Ich gab es ihr und sie schaltete in das Zimmer von Amalia, die noch damit beschäftigt war, sich zu entkleiden. In dem Moment befasste sie sich mit den Schuhen, deren Schnürung sie löste. Von ihrem Körper war noch nichts zu sehen.
„Sei so gut“, hauchte Silvia in ihrem bittenden Befehlston und ich setzte mich in Bewegung. Für die Interviews benötigte sie ihren Laptop, der an ihrem Arbeitsplatz stand. Ich holte ihn und als ich wieder im Wintergarten war, imitierte ich das Verhalten der Objekte mit meinem Rechner.
„Das könnte mir gefallen Thomas“, sagte sie lächelnd und nahm mir das Gerät aus den Händen. Auch ich setzte mich wieder auf meinen Platz, während Silvia die Interviews suchte. Sie erstellte mir eine Playlist und gab mir den Rechner, auf dem ersten Bild sah ich Amalias Gesicht zum ersten Mal. Ich hatte sie mir ganz anders vorgestellt, eine Frau mit einem zierlichen Gesicht und langen rotblonden Haaren sah in die Kamera. In meiner Vorstellung hatte sie dunkle Haare, die eher zu ihrem Gemüt passten. Sie war geschminkt und trug ganz normale Kleidung. Letztendlich erkannte ich nur ihre Augen wieder, an die ich mich gewöhnt hatte. Im ersten Interview erzählte sie über sich, was sie tat, was sie mochte, all die kleinen Belanglosigkeiten, die uns jedoch ausmachten. Einen Teil der Interviews kannte ich, bevor ich ein Objekt zu mir nahm, erhielt ich Abschriften mit wichtigen Details. Allerdings waren die ersten Gespräche nicht darunter, wodurch ich der Frau an den Lippen hing und mir einige Sachen notierte. Sie war eher ein Typ, der viel in der Natur machte, sie wanderte gern, reiste viel und liebte die Erkundung unserer Welt. Dabei ließ sie den kulinarischen Genuss nicht aus und erzählte viel über die Länder, die sie besucht hatte. Über das Essen, die Menschen und über die verschiedenen Kulturen berichtete sie ausschweifend und bildreich. Mir gefiel es, wie sie darüber sprach, denn reden konnte sie.

Im nächsten Interview wurde Amalia mit Bildern meiner Objekte konfrontiert, wie sie darauf reagierte war interessant. Die Faszination und das Erschrecken lagen nah beieinander, der Anblick nahm sie gefangen. Zum Teil sogar kommentierte sie die Ästhetik und ihr Verständnis davon glich meinem eigenen. Sie bemerkte die Symmetrie auf den Aufnahmen, Details, die nur wenige sahen. Als sie nach ihrer Erregung befragt wurde, errötete sie sogar. Schüchtern zog sie ihre Hose aus und setzte sich breitbeinig auf den Stuhl, so dass ihre Erregung sichtbar war. Die Feuchtigkeit, die sich auf dem Stoff ihres Slips ausgebreitet hatte, war deutlich. Sie erklärte sich ganz klar und deutlich, obwohl sie sich dabei ihren Fetischismus nicht eingestand. Allerdings stellte sie viele Fragen, auch überflüssige, und setzte sich mit dem auseinander, was sie zu erwarten hatte. In diesem Interview wurde sie um regungsloses Sitzen gebeten, was eine bezaubernde Wirkung auf sie hatte. Denn im Darauffolgenden, die Interviews wurden an unterschiedlichen Tagen gemacht, hielt sie sich an diese Bitte, ohne das sie geäußert wurde. Sie nahm die Dinge erstaunlicherweise ohne Kampf an und erfüllte auch die weiteren Bitten. Es ging nicht nur um ihre Antworten, besonders die Reaktionen und das Verhalten im allgemeinen analysierte Silvia. Ihr Gehorsam war nicht gespielt, sie wirkte sogar dankbar. Die Züge, die sich auch jetzt deutlich zeigten. Nur kurz blickte ich auf die Überwachung, Amalia war in der Zwischenzeit bereits in der Wanne und schien diese Auszeit zu genießen.

Die weiteren Interviews kannte ich mehr oder weniger durch die Abschriften, wenngleich ihre Mimik mir noch viel mehr erzählte. Konfrontiert mit der Tristesse stimmten ihre Aussagen nicht mit dem überein, was sie wirklich dachte. Sie hatte Angst, ganz deutlich war das zu sehen, selbst für einen Laien wie mich. Erst im Verlauf des Gespräches gab sie es zu, Silvias Gesprächsführung war hartnäckig, sie führte den Objekten die eigenen Widersprüche vor. Ich, wir, mussten sichergehen, dass die Menschen, die sich darauf einließen, diese Zeit unbeschadet überstehen konnten. Die Motivation, das Verständnis, einfach alles, was damit zusammenhing, musste stimmen. Ich spielte nichts, mir war bewusst, welche Folgen meine Behandlung auf die Objekte hatte. Sie verloren die Selbstständigkeit, die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, sie verloren all das, was ein Mensch benötigte. Isolation, Bewegungslosigkeit, ständiges Warten auf eine Benutzung, ein gesundes Leben war das nicht. Das wussten sowohl Silvia, als auch ich. Wichtig war, dass auch die Objekte das verstanden. Sie gelangten an einem Punkt, wo sie selbst nicht mehr aussteigen konnten. Mit diesem Wissen ausgestattet konnten sie sich erst wirklich dafür, oder dagegen, entscheiden. Es kam auch vor, dass Objekte abbrachen, solange es sie noch konnten. Es war legitim, denn auch die Erkenntnis, dass diese Erfahrung unerträglich war, bereicherte die Betreffenden. Sie zogen ihre Grenzen im Anschluss ganz klar, schützten sich selbst sehr deutlich. Nachdem sie verstanden hatten, dass ein Abbruch keine Schwäche war, konnten sie auch zu mir im Anschluss eine normale Beziehung aufbauen, die sehr vertraut blieb. Bei jeder Entscheidung, wie auch immer sie ausfiel, achteten wir nur auf das potentielle Objekt. Was sich ihre Herrschaft wünschte, das ließ ich bewusst außen vor, denn auch als Sklavin oder Sklave, so musste die Entscheidung von ihnen kommen, sie mussten es selbst in einem hohen Maße wollen. Und dieser Wille vor allem befähigte sie dazu, diese Zeit zu überstehen. Auch wenn ich von Beginn an einen hohen Druck aufbaute, so befolgten sie alle freiwillig das, was ich ihnen anordnete. Jede Verbindung, jede Fesselung, legten sie sich selbst an, wodurch sie immer mit dem Ausweg konfrontiert blieben. Meine Türen blieben offen, jeden Ort konnten sie erreichen. In ihrem Zimmer waren ihre Sachen, ein Telefon, all das, was für eine Kontaktaufnahme nach außen notwendig war. Die Überwachung beschränkte sich auf Bildaufnahmen, was sie mit wem besprachen, das blieb ihnen überlassen. Und die Freiheit, die wie der Raureif das Gras bedeckte, blieb immer greifbar. Bis zu dem Punkt der Abhängigkeit, bei der alle Begleitumstände erhalten blieben, konnten sie entscheiden. Danach entwickelte sich das Privileg der Freiheit im Verstand der Objekte als Unmöglichkeit. Nicht, weil es sie nicht gegeben hätte, sie verstanden das Prinzip nicht mehr. Und diese Offenbarung blieb mir heilig, die Objekte waren mir ab da an schutzlos ausgeliefert. Ich nahm den Druck von ihnen, er war obsolet. Sobald ich den Punkt erreicht hatte, und einige Zeit aufrecht erhielt, zeigte ich allen Objekten den Ausweg. Auch denen unter einer Herrschaft, wenngleich dieses Hinausbegleiten nicht so intensiv war, wie bei Amalia. Von den Sklavinnen und Sklaven, die von ihrer Herrschaft gehalten wurden, wurde ich nur als weitere Machtinstanz begriffen. Durch die enge Bindung an ihre Herrschaft, die zwingend notwendig war, war ich nie der Mittelpunkt in ihrem Leben. Es spielte dabei keine Rolle, dass sie die meiste Zeit bei mir verbrachten, die Wochenenden, ihre vertraute Umgebung und die Aufgaben daheim, hielten sie davon ab, mir zu verfallen. Und auch wenn sie mich befriedigten, wirklich nah kamen sie mir nicht. Schon gar nicht die Weiblichen, deren Herzen viel stärker für ihre Herrschaft schlugen. Ich ging behutsam mit ihnen um, hütete ihre Seelen und baute sie im Anschluss wieder auf. Denn als Lebenskonzept sah ich die Objektifizierung nicht, als Bereicherung durchaus, aber nicht als Ziel des Lebens. Durch die ständigen Wiederholungen konnte zwar eine lange Zeit das Verhaltensmuster erweckt werden, aber diese psychische Abspaltung musste ein Ende finden. Leere Hüllen wollte ich nicht erschaffen, wenngleich sie diese Leere nach meiner Ausbildung als Teil ihrer selbst in sich trugen. Dadurch konnte im Anschluss diese Nähe entstehen, da sie dieser Leere meinen Namen gaben.

Bei Amalia war das etwas anders, und damit verbunden von Anfang an riskant. Sie hatte sich vollkommen auf mich eingelassen, ich war der Mittelpunkt, ihr Bestreben zeigte nur auf mich. Daher wählte ich für ihren Austritt die Dauer der letzten drei Monate und gab ihr insgesamt viel mehr Zeit. Sie zu wählen war eine richtige Entscheidung, denn sie bereicherte mich enorm. Nicht als Abrichter von Objekten, sondern als Mensch. Denn fernab von der Brutalität der Bedingungen war es doch vorwiegend ein Verhältnis unserer Psychen. Ich bin kein Psychopath ohne Emotionen, bei jeder Qual litt ich mit. Und auch ich redete mit Silvia, spurlos ging nichts an mir vorbei. Die Last der Verantwortung setzte mir zusätzlich zu, besonders ab der Phase der Selbstaufopferung der Objekte. Und auch ich durchlebte diese Phasen, ich passte mich ihnen an. Die Arbeitszeit, die zu Beginn eine Last war, wandelte sich um in Befreiung. Dort fand ich mich wieder als Mensch, der ich war, als einer der anderen Freiräume ließ, Entscheidungen begünstigte, sogar aktiv half, meinen Freunden, meinen Studierenden, meiner Kollegenschaft. Ich stand mitten im Leben, mochte meine Arbeit, abgesehen von den Vorlesungen der Erstsemester, und unterschied mich nicht vom Rest. Ich lebte, liebte und lachte wie alle anderen. Zugleich aber ließ ich zu, dass ich mein Leben an Objekte anpasste. Diese Enge erlebten nicht nur sie, mich betraf es viel mehr, da mir nichts abgenommen wurde. Objekte leben befreit, sie verloren ihre Zweifel und rechtfertigen sich nicht, sie ergaben sich den Umständen, nahmen sie an. Mir blieb nur die Auseinandersetzung mit mir selbst, die Stille, die in meinem Kopf dröhnte. Die Wortlosigkeit, die die Objekte umgab, isolierte mich viel mehr. Auch wenn wir mit Blicken miteinander sprachen, ein Lächeln gab es nicht. Auch wenn ihre Augen strahlten, sie glücklich waren, so fehlte mir doch das Gesicht. Ich sah nur ein Abbild einer Inszenierung, weißes Latex, eng über den Kopf gespannt. Keine Haut, kein Haar nur das glatte Material. Nicht mal ihre Lippen sah ich, nur in ihren Mund hinein, wenn sie dieses Privileg hatten. Amalia bot mir nur die Augen, dieses bezaubernde Haselnussbraun mit den gelben Akzenten in der Nähe der Pupille. Sie hatte ihre Privilegien verspielt, wurde von mir an den Rand ihrer Existenz gedrängt und doch war oft etwas liebevolles in ihrem Blick. Ich verzehrte mich danach, sah ihr oft in die Augen und klammerte mich an das menschliche, was ich damit sah. Ich sah die Frauen und Männer nicht als Objekte, sie blieben immer Menschen. Daher überlistete ich mich selbst, dramatisierte ihre Aufmachung bizarr mit Eleganz. Die Unnatürlichkeit ihrer Darstellung ermöglichte mir mein Tun, es wurde mir möglich mich von ihnen zu entfernen. Bis auf die Schuhe, die ich aus anderen Gründen bevorzugte, konnte ich dem nichts abgewinnen. Erst mit den weiteren Einschränkungen, dem Korsett und dem Halskorsett, gewann das Bild an Reiz. Die Fesseln, die für den Selbstschutz sorgten, rundeten mein Sklavenbild schon eher ab. Ich brauchte nicht viel, ein nackter Körper in unnachgiebigen Stahl zog mich viel eher in den Bann, da dort die Haut die Spuren auch offenbarte. Die Objekte waren makellos, keine Striemen, einfach nichts. Das bisschen Haut, was Amalia zeigte, ihre Schamlippen, durchbrachen diese Perfektion. Dort sah ich die rote Haut, auch die Striemen, das, was ich tatsächlich sehen wollte. Leid, das Leid, was ich zugefügt hatte, was sie wie eine Trophäe präsentierte, auch wenn sie es nicht wusste.

Ich sah sie nackt, nicht in der Realität, aber im Interview. Sie präsentierte ihren Körper und führte das Gespräch im Anschluss nackt und auf eine Position beschränkt. Aufrecht auf ihren Knien schaute sie in die Kamera und setzte das um, was ihr gesagt wurde. Sie spreizte ihre Schenkel weit und nahm die Arme hinter den Kopf, wobei sie die Handgelenke aneinander legte. Eine Entlastung gab es nicht, in den Interviews verschärften sich die Bedingungen langsam, passend zu den Inhalten, die besprochen wurden. Authentisch beschrieb sie, was sie dabei fühlte und aus welchem Grund sie die Anweisungen befolgte. Sie war schüchtern, schämte sich für ihre Abgründe, die roten Wangen zeugten davon. Verletzlich und scheu sprach sie ganz leise, ließ Silvia in ihre Abgründe blicken. Die Auswahl der Objekte mache Silvia, sie hatte die notwendigen Kenntnisse und das Fachwissen. Vorteilhaft daran war, dass ich nicht wusste, welche Person hinter welcher Nummer steckte. Darum ging es mir nicht, der Prozess der Verwandlung trieb mich an. Daran teilzunehmen, dafür verantwortlich zu sein, war weniger eine Frage der Macht, sondern ein sinnliches Erlebnis. Schicht für Schicht, wie bei einer Zwiebel, gaben die Objekte, trotz der Distanz, ihr gesamtes Sein preis. Sie dabei zu erleben, zog mich magisch an und ermöglichte mir mein Tun.

Damit die Objekte sich auf mich einstellen konnten, hatte ich ein Video aufgenommen, welches sie in den Interviews ansahen. Das Video war so produziert, dass ich die potentiellen Objekte direkt ansprach, ich gab ihnen eine Haltung vor und redete abwertend von ihnen. Eben so, wie mich die Objekte üblicherweise wahrnahmen. In dem Video spielte auch ein Objekt mit, eines, das die Ausbildung bereits abgeschlossen und die Kondition dafür noch hatte. So sahen die möglichen Objekte, wie ich mit ihnen im allgemeinen umging. Amalia war gefilmt worden, während sie dieses Video sah, sie war errötet. Als sie befragt wurde, ob sie sich das vorstellen könnte, sage sie ganz leise ja. Es gab dabei kein abwägen, es war ihr erster Impuls und Silvia informierte sie darüber, was sie nun zu tun hatte. Unter anderem musste sie ihr Haar schneiden und trainieren. Der Haarschnitt hatte zwei Funktionen, zum einen bewiesen die Objekte damit ihre Bereitschaft, zum anderen war es einfach nur sinnvoll, da sie unentwegt eine Maske trugen.

Amalia war noch immer in der Wanne, noch immer lag sie ruhig in ihrem Schaumbad. Ich schaute mir daher weitere Videos an und im Nächsten waren ihre Haare geschnitten. Sie trug eine Kurzhaarfrisur, die ihr ausgesprochen gut stand und die jünger machte. Sie wusste bereits, dass sie eine Zusage hatte und die weiteren Gespräche dazu da waren, sie in unterschiedlichen Situationen zu erleben. Sie machte Bekanntschaft mit der Ausstattung, trug fortan die Maske und präsentierte Silvia ihren Gang in den Schuhen. Sie wollte es wirklich und sie arbeitete dafür, hart und unnachgiebig.
Stück für Stück wandelte sie sich in den Aufnahmen, machte Bekanntschaft mit meinen Positionen und wurde immer wieder mit den Auswirkungen auf sich und ihre Psyche konfrontiert.

„Was denkst du?“, fragte ich Silvia, die mich ansah und die Augen verdrehte.
„Kannst du deine Fragen noch unkonkreter stellen? Was meinst du? Amalia? Die beißt sich durch alles durch, dieser Sturkopf“, sagte sie lachend.
„Ja, das war eine mögliche Antwort, die ich haben wollte. Meine Sorge ist, dass sie sich zu stark an mich gebunden hat“, teilte ich ihr meine Sorge mit.
„Das ist auch so, dieser Sturkopf ist dir verfallen. Das war abzusehen, da sie von Anfang an von dir fasziniert war. Du kannst sie wie geplant hinaus führen, allerdings solltest du dabei auf ihre Gefühle dir gegenüber achten. Wenn du sie zu nah an dich heran lässt, dann beißt sie sich an dir fest. Sie bereitet sich gerade für dich vor“, sagte sie und lenkte meine Aufmerksamkeit auf das Pad. Amalia hatte bereits den Anzug angezogen und war wieder mit den Schuhen beschäftigt.
„Achte auf mich“, bat ich sie und schaute Amalia weiter zu, wie sie sich wieder in das Objekt verwandelte.
„Das mache ich immer. Ich passe auf euch beide auf!“, betonte sie stark und sah mich an. Mir fehlten weitere Worte, nur kurz erwiderte ich ihren Blick und schaute auf das Pad. Amalia lief in ihrem Zimmer auf und ab, kontrollierte ihre Schuhe mehrfach und machte bei der Maske weiter. Die Haare, die bereits nachgewachsen waren, legte sie nach hinten und legte die Maske an, nachdem die Schläuche in ihrer Nase eingedrungen waren. Sie stellte sich vor den Spiegel und zupfte die Maske glatt, strich immer wieder mit den Händen über das Material, um jede Falte zu beseitigen. Anschließend legte sie sich das Halskorsett an und irritierte mich.
„Kennt sie die Reihenfolge nicht?“, wandte ich mich an Silvia, sie mir kurz das Pad aus den Händen nahm und kurz darauf blickte.
„Sie ist in jeder Hinsicht stur, also auch dabei. Ich habe es einfach aufgegeben, es ihr zu erklären. Wenn sie es unbedingt besonders schwer haben möchte, dann soll es so sein.“, antwortete sie abfällig und kalt. Diese Aussage kommentierte ich nicht, sondern schenkte Amalia meine Aufmerksamkeit aus der Ferne. Ich bewertete nicht nur das Verhalten der Objekte, sondern auch die Aufmachung. Jede der Schnürungen und jeder Riemen mussten an der richtigen Stelle, der Mitte, sein, damit die Unterbrechungen nicht die Optik störten.
Amalia war geschickt, das Anlegen des Korsetts erledigte sie schnell und konnte sich selbst schnüren. Um die richtige Stelle zu finden, arbeitete sie mit den Spiegeln in ihrem Raum. Interessant war, dass sie ihre Schamlippen erst als letzte Handlung dehnte. Mit dem eingeschränkten Bewegungsablauf konnte sie umgehen. Silvia stand auf und ging zu ihrer Gegensprechanlage, mit der sie Amalia unseren Aufenthaltsort mitteilte. Bevor sie zu uns kam, blickte sie in die Kamera und hob die Hand. Ich beendete die Übertragung und Silvia setzte sich wieder auf ihr Sofa, nahm ihre Beine hoch und deckte sich zu. Auch Amalia kam zu uns und schaute sich unsicher um.
„Knie dich neben den Tisch“, befahl Silvia und sie gehorchte. Zaghaft sah sie in meine Richtung und wartete auf mehr Details, die ich ihr vorenthielt.
„Amalia, wie geht es dir?“, fragte ich sie und ihr Blick wurde fester.
„Es weiß nicht, was es tun soll. Außerdem fühlt es sich erholt, Herr“, antwortete sie. Ihre Sprachfluss war deutlich und klar, auch wenn ihre Sätze noch immer die einfache Struktur aufwiesen.
„Du sollst einfach nur knien, weil du erregt bist und ich das Sekret nicht auf meinen Möbeln mag. Sag mir Liebes, was möchtest du tun?“, erkundigte sich Silvia und Amalia zeigte ihre Unsicherheit. Ihre Blicke wechselten zwischen uns Hin und Her, bis sie ihre Gedanken sortiert hatte und sagte: „Ich weiß nicht, es kann nur dienen.“
Das Verständnis für sich selbst war noch vorhanden, wenngleich es sehr zart war. Die Verwendung des Wortes ich, war ein wichtiger Schritt für Amalia. Silvia erhob sich und streichelte ihr Gesicht, dabei informierte sie Amalia darüber, dass sie ihr einen Milchkaffee machte.
Wortlos schaute ich Amalia an, sie mich ebenso und eine unerträgliche Stille machte sich breit. Um diese zu entgehen, nahm ich den Laptop und ging auf das erste Video, auf dem Amalia zu sehen war. Ich stellte ihn vor sie ab und irritiert schaute sie auf ihr Bild.
„Wen siehst du?“, fragte ich und sie rang nach Worten. Sie erblickte kein Objekt, nicht das, was sie zuvor darstelle, sondern einfach nur sich selbst. So konnte sie die Frage nur auf eine Art beantworten und damit kämpfte sie. Sie setzte mehrfach an, ihre Lippen bewegten sich und ich hörte: „Mich.“
„Wie heißt diese Frau?“, setzte ich nach und ihre Auseinandersetzung begann von vorn.
„Amalia Rosalie Fechner“, antwortete sie und starrte auf das Bild. Auf diese Antwort baute ich auf und fragte weiter: „Nach dem wurdest du mit deinem Zweitnamen benannt?“
„Nach“, sagte sie und stockte wieder, „meiner Großmutter.“
Bis Silvia wieder zu uns kam, stellte ich ihr weitere Fragen, auf die sie nur mit Personalpronomen antworten konnte und die sich um ihre Person drehten. Dabei erfragte ich keine sensiblen Informationen, sondern bewusst banale Dinge. Auch ihr Zeitempfinden testete ich, die Tageszeit erfasste sie, den Wochentag nicht und das Datum war ihr unbekannt. Es war Mittwoch, der 28. November.

Insgesamt war ich mir ihrer Wahrnehmung von sich selbst zufrieden, gravierende Defizite gab es nicht. Um auf dem Erfolg aufzubauen, ließ ich sie ihre ersten Interviews ansehen. So konnte Amalia sich selbst sprechen hören, sich an sich selbst erinnern. Sie schenkte sich selbst ihre Aufmerksamkeit, verhielt sich dabei annähernd normal und trank ihren Kaffee ohne nachzudenken.

Fortan machte ich es täglich, sie schaute sich die Videos an und wir unterhielten uns im Anschluss. Darüber, was die Frau dort mitteilte und diese Informationen glich ich mit ihren aktuellen Ansichten ab. Aber ich änderte nicht alles sofort, in meinen Räumen ließ ich ihr die Wahl, gestand ihr das Dienen zu, was sich immer weiter reduzierte. Sie fing an zu lesen, fand andere Möglichkeiten der Beschäftigung. Alles normalisierte sich, bis auf ihre Aufmachung. Was das betraf, blieb sie hartnäckig und machte es mir schwer. Denn ich verband diesen Anblick noch immer mit den Objekten und sie weigerte sich diese Maske abzulegen. An einem Abend in meinem Schlafzimmer, Amalia hatte zuvor als Nachttisch gedient, gelang mir der Durchbruch.
„Die Feiertage und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. In dieser Zeit fährt Silvia zu ihrer Familie und ich mache üblicherweise einen Kurzurlaub. In diesem Jahr wollte ich nach Wien, um dort ein paar schöne Tage zu verbringen und mir das große Feuerwerk ansehen. Es würde mich freuen, wenn du mich begleitest. Alternativ kannst du auch Silvia begleiten und sehr turbulente Feiertage erleben“, sagte ich ihr, als sie sich in das Gestell zurückgezogen hatte.
„Das wäre großartig, also Sie zu begleiten, aber wie teuer ist das?“, hakte sie nach. Die dritte Person verwendete sie nicht mehr für sich, der Realitätsbezug war hergestellt und die Gespräche ohne Anstrengungen verbunden.
„Selbstverständlich lade ich dich ein. Meine Bedingung ist nur, dass du beginnst diese Maske abzulegen. Ich weiß, dass sie dir Halt gibt, was in Ordnung ist. Allerdings wird das auf der Reise nicht möglich sein. Die Aufmerksamkeit aller wäre dir gewiss“, bat ich sie und Amalia blickte zu Boden. Dieser Gedanke gefiel ihr nicht, aber die Aussicht auf das Verreisen weckte ihr Interesse sehr. Sie befreite sich, löste die Verbindungen und kniete sich vor mein Bett. Das Halskorsett lockerte sie und nahm es ab, dann zog sie ganz vorsichtig die Maske ab. Ihre Haare standen ab, das Gesicht war rot und verschwitzt und zugleich schön. Wortlos ging sie in mein Bad und machte sich frisch, bändigte ihr Haar, was sie nach hinten legte. Als sie sich erneut vor mein Bett kniete, vermied sie den Augenkontrakt. Nichts sagte sie, sie war zerbrechlich in diesem Augenblick.
„Du bist wunderschön! Dieses Gesicht sollte der Welt nicht vorenthalten werden“, unterstützte ich sie, noch immer gefangen von ihrem Anblick, den ich das erste Mal hatte.
„Danke“, sagte sie nur und fixierte weiterhin den Boden mit ihren Augen. Die Ruhe ließ ich ihr, allerdings streichelte ich ihre Wange, fühlte dabei das erste Mal ihre Haut, die warm war. Amalia schwieg weiterhin, legte jedoch ihre Hand auf meine, nahm so eine Verbindung mit mir auf. Sie war schutzlos, zeigte mir die Verletzlichkeit und ergab sich dieser. Die Wirkung eines Wortes, einer Handlung konnten in dieser Sekunde die Vernichtung sein. Somit gab ich ihr den Raum, den sie brauchte, die Akzeptanz meiner war ihre Hand, die sanft meinen Handrücken berührte.

„Das fühlt sich wie das Ende an. Eben noch hatte ich noch etwas von 64. Und jetzt? Jetzt bin ich allein. Ich habe den Rest von 64 verloren. Aber das wollte ich nicht, ich erkenne mich noch nicht mal im Spiegel. Natürlich ist das mein Gesicht, ich erkenne es auch, aber warum sollte ich es wollen? Das hat nichts damit zu tun, dass du mein Selbstbild verändert hast, oder nur wenig. Ich konnte mich vollständig fallen lassen, eine Art von Leichtigkeit erleben, endlich das erreichen, was ich gesucht habe“, klagte sie und führte meine Hand von ihrem Gesicht weg.
„Was wünscht du dir?“, fragte ich sie und setzte mich zu ihr.
„Ich weiß es nicht. Mich fressen die Widersprüche auf. Ich will 64 sein, wenn ich es nicht bin. Und sobald ich in die Nähe komme, dann ist es erst schön und wird dann ätzend. Es wird ätzend dadurch, weil ich eine Wahl habe und mich dann wieder dagegen entscheide. Das macht mich noch irre“, gestand sie mir und blickte mich das erste Mal an, die glasigen Augen Amalias setzten mir zu. Ich nahm mir selbst einen Moment und entschied mich für das bereits erfolgreiche Vorgehen. Auf meinem Pad suchte ich ich Bild von Objekt 64, hielt es in ihr Sichtfeld und erkundigte mich, „Zeigt dir dieses Bild etwas von deiner Persönlichkeit? Zeigt es mehr als eine bloße gehorsame Hülle?“, fragte ich sie wohl wissend, dass diese Frage schwierig war. Amalia legte ihre Hand auf das Bild, fuhr mit den Fingern darüber und sah mich an. Sie zögerte, überlegte ihre Antwort: „Na zweifellos bin ich auf dem Bild. Und du hast recht, da ist keine Persönlichkeit, das heißt aber noch lange nicht, dass ein Teil 64 nicht in mir ist. Und wenn wir ehrlich sind, dann war dieser Teil doch schon vorher da. Ich habe das doch nicht vergessen, ich habe es miterlebt und ich, wirklich ich, habe das durchgestanden. Das war definitiv die heftigste Erfahrung, die ich machen konnte. Aber ich wollte sie machen! Und warum? Weil das in mir zu sein scheint. Projizierung hin, Identifikation her, diese ganzen Begriffe verleugnen doch, dass ich es wollte“, verteidigte sie sich. Mir blieb nur übrig, sie auf das Wesentliche zu lenken.
„Dein Wunsch und die Umsetzung dessen haben nichts mit 64 gemeinsam. Ich habe nicht nur 64 geschaffen, sondern auch das Abbild. 64 unterscheidet sich nicht von 63, 62, 61 und allen anderen“, sagte ich und öffnete die Bilder der genannten Objekte und legte sie neben ihr Bild. Eine sah aus wie die andere, ein Unterschied waren nur die Körper selbst in den identischen Bedingungen. Ich fuhr fort: „Alle Objekte sind gleich. Sie haben keinen Willen, keine Persönlichkeit, sie sind Hüllen. Aber unter diesen Hüllen, dort verbergen sich Wünsche, Träume, Geschichten, Erinnerungen und vor allem Menschen. In dir ist nur eine Vorstellung von 64 gewesen, aber 64 selbst ist nichts. Du bist mehr als nichts.“
„Aber die Leichtigkeit“, setzte sie an, ich unterbrach sie, „Welche Leichtigkeit? Es gab keinen Spielraum, es gab nur Druck und Schmerzen. Gerade bei dir war ich unnachgiebig, jede Regung deines Willens habe ich unterbunden. Ich habe dich in die Ecke gedrängt und dir dabei meinen Fuß auf die Brust gesetzt. Du warst von Entscheidungen befreit, da du eine Hülle warst. Möchtest du wirklich diese entsetzliche Leere dein restliches Leben lang erleben? Unfähig eine Entscheidung zu treffen, unfähig zu reden, zu lachen und nur weinen? Und selbst unter Tränen nicht beachtet zu werden?“
„Nein, das war auch ziemlich verletzend“, gab sie zu. Meinem Impuls gab ich nach, ich nahm sie wieder fest in den Arm. Amalia nahm es an und umarmte auch mich, ihren Kopf legte sie an mein Schlüsselbein und wich dadurch der Möglichkeit eines Blickkontaktes aus.
„Ich habe dich nicht nur verletzt, ich bin viel weiter gegangen. Ich bin in deine Persönlichkeit eingedrungen und habe sie nach meinen Vorstellungen neu programmiert. Identifikation ist kein leeres Wort, das umschreibt das, was die Folgen meines Eindringens waren. Du warst ständig mit der Hülle von 64 konfrontiert, bis zu selbst dazu geworden bist. Kehre nun zu dir zurück“, bat ich sie und Amalia schlug mir sanft auf die Brust. Mehrfach tat sie dies, aber die Umklammerung blieb erhalten.
„Ich weiß, aber ich will nicht. Ich will mich mit 64 verbinden, irgendwie ein Wesen aus beiden erschaffen“, sagte sie mit kratziger Stimme unter Tränen.
„Nehmen wir an, dass du ein derartiges Wesen erschaffen kannst. Was von Amalia wäre dabei und was würdest du von 64 mitnehmen und warum?“, griff ich ihre Vision auf, da ihre Sehnsucht darin verborgen war.
„Das lässt sich schwer sagen, da ich 64 war oder bin. Was weiß ich? Mitnehmen würde ich den Zustand, der keine Angst kennt. Und der keine Scham kennt. Der Zustand, der mich durch diese Zeit getragen hat“, sagte sie kryptisch und verfiel wieder in das alte Muster.
„64 hatte auch Angst und am Anfang auch Scham. Aber das ist nichts, was du mit dieser Figur verbinden könntest. Es ist viel einfacher, denn du bist eine Sklavin. Und das warst du auch zuvor, nimm diese Identifikation an, denn es ist deine. Du musst dich nicht meiner Bilder bedienen, erschaffe dein eigenes und dabei kannst du alle Erfahrungen unter bringen. Wenn dich also diese Art von Ausstattung anspricht, dann lebe es aus. Du suchst nicht den Objektstatus, du benötigst eine Führung. Eine, die konsequent ist, die dir keine Wahl lässt. Du hast gelernt, dass du loslassen kannst. Du hast ebenfalls verstanden, das der Gehorsam in dir ist und nur freigelegt werden muss. Meine Abrichtung unterscheidet sich nicht von anderen, ich bediene mich der gleichen Prozesse, nur führe ich die Objekte für eine Zeit in den Abgrund des Nichts“, machte ich ihr deutlich. Sie hob ihren Kopf und sah mich an, eindringlich.
„Wieso machst du das eigentlich?“, stellte sie mir als ultimative Frage und ich schenkte ihr die Wahrheit: „Es fordert mich heraus und die Verwandlung ist der Lohn. Es ist eine sehr besondere Erfahrung für mich, weil die Objekte mich nah an ihre Existenz lassen. Jedes Objekt ist individuell und doch kann ich sie alle an einen Punkt führen. Die Herausforderung für mich, meine ganz persönliche, ist die Auseinandersetzung mit mir selbst. Ich führe nicht nur die Objekte an die Grenze, sondern auch mich. Zentral ist immer die Frage, wie weit ich wirklich bereit bin zu gehen, um eine Vision zu realisieren. Ich möchte nicht müde werden, mir diese Frage zu stellen, da sie meine Moral und Verantwortung bestimmt. Durch den definierten Anfang und das Ende in Sicht, verfalle ich keiner Normalität, keiner Routine, auch wenn ich die Objekte in dieser gefangen halte. Ich verändere mich gegenüber Objekten und lasse dabei zu, dass ich mit meiner Menschlichkeit kämpfe. Aus diesem Grund gibt es keinen Kontakt im Vorfeld. Sobald ich ein Gesicht sehe, dann auch immer den Menschen, dem ich Fehler zugestehe und den ich glücklich machen möchte. Bei einer Sklavin ist es wichtig, welche Bedürfnisse und Fähigkeiten sie hat. Gemeinsam wird ein Weg gefunden, der durch die Beteiligten bestimmt wird. Bei Objekten entfällt das vollständig und macht es phasenweise interessant. Im Anschluss mache ich nicht einfach weiter, ich erlebe die Erfahrung mit einem Objekt intensiv. Auch ich muss diese Zeit verarbeiten. Und ich werde im Anschluss eine lange Pause einlegen.“
„War ich so schlimm?“, hakte sie irritiert nach und ich musste schmunzeln. Ich streichelte wieder ihre Wange und sagte: „Du warst schwierig und wunderbar zugleich. Schwierig war es daher, weil du aus keiner Routine gekommen bist und Phasen mehrfach wiederholt hast. Daher habe ich bei dir einige Dinge anders gemacht. Während vorherige Objekte einen Spielraum hatten, hattest du diesen nicht. Ich gewährte diesen, weil sie sich nur orientieren mussten in der neuen Umgebung und sich dann schnell anpassten. Ich erhielt die Informationen von der Herrschaft und konnte mich präziser auf die Objekte einstellen. Und das gab es bei dir nicht, ich hatte nur deine Interviews und deine Akte aus dem Club. Und um deine, von dir selbst geäußerten, Probleme nicht zu bestärken, habe ich ab dem ersten Tag die mir maximal mögliche Härte ausgelebt. Wunderschön war und ist deine Sensibilität, die du mir gezeigt hast. Und auch deine Scham empfand ich als bereichernd, weil du dich davon hast ablenken lassen. Diese Überforderung mit der Situation konnte ich damit enorm abmildern, wenngleich das der Ausgangspunkt dafür war, dass du lange rebelliert hast. Und diese Rebellionen waren bei dir vollkommen anders, als bei den vorherigen Objekten. Diese Widersprüche, die du gerade fühlst sind die, die schon immer in dir waren. Du willst etwas und zugleich nicht.“
„Ja“, sagte sie und dachte kurz nach, „Das beschreibt mich treffend. Ich habe mich oft nicht getraut und dann bin ich einfach stehen geblieben. Und das war auch der Grund, warum meine Beziehung nicht funktionierte. Egal wie sehr ich an mir gearbeitet hatte, bestimmte Hürden konnte ich nicht nehmen. Ich weiß nicht, ob das Feigheit ist? Aber ich glaube, das ich feige war. Ist mir das erhalten geblieben? Also kann mir das wieder passieren? Ich habe Angst davor!“
„Das kommt darauf an, wie du geführt wirst. Gibt man dir den Raum für das Zögern und die Zweifel, dann wirst du es auch wieder tun. Du trägst nicht die Verantwortung dafür, dass diese Beziehung nicht funktioniert hat. Mein Eindruck ist, dass ihr in dieser Hinsicht nicht zusammengepasst habt. Eine Sklavin zu halten und zu formen ist Arbeit für alle Beteiligten. Je nach Ziel ist diese Arbeit aufwendig und hart. Vor allem aber hört diese Arbeit nie auf und dort liegen die Scherben. Es darf nie passieren, dass die Herrschaft die Verantwortung kippen lässt und auf die Sklaven und Sklavinnen überträgt. Die fortwährende Kontrolle muss aufrechterhalten werden und eben die Spielräume klar definiert sein, wobei jede Übertretung geahndet werden muss. Man verfällt in einen Modus der Normalität, in der Erwartungshaltungen den Ton angeben. Ganz nach dem Motto, dass sie oder er es doch wissen müsse. Und eben da liegt der Fehler, auch wenn sie es wissen, verlassen darauf darf man sich nicht. Also beschwere dein Gemüt nicht und finde den Menschen, der dich ins Glück führen kann und zur Not auch zu diesem Glück zwingt. Ich bin guter Dinge, dass du es finden wirst“, holte ich weiter aus, um sie in dem Prozess der Reflexion zu bestärken. Denn sie hatte das Potential, das hatte sie mir bewiesen.
„Das muss ich in Ruhe verarbeiten. Darf ich noch etwas ins Gestell oder willst du schlafen?“, fragte sie und löste sich von mir. Sie wirkte nachdenklich, nicht verletzt aber aufgewühlt.
„Bevor du ins Gestell gehst, trink bitte noch etwas, dann gehört es ganz dir. Möchtest du es wieder vollständig haben?“, erkundigte ich mich und Amalia nickte. Damit sie ansprechbar blieb, hatte ich alle Dildos für den Mund entfernt. Sie benötigte die Ruhe, die sie mit dem Gestell verband und ich holte das fehlende Teil aus meinem Schrank und schraubte es fest. Als ich fertig war, hatte sie bereits das Glas geleert, welches sie vorher gefüllt hatte. Als ich zur Seite trat, nahm sie die Position ein und verband sich damit. Ich ließ sie in Ruhe und schaute ihr vom Bett aus zu. Sie verhielt sich ruhig und weinte nicht, sie ergab sich der gewählten Situation ganz und ich schlief irgendwann ein.

Am nächsten Morgen war ich allein in meinem Zimmer. Da ich mir Sorgen machte, schaltete ich die Überwachung ihres Zimmers ein, aber auch da war sie nicht. Aber ich fand eine Nachricht von Silvia, sie war mit Amalia zusammen, wodurch meine Sorge abfiel. Ich begann meinen Tag und reinigte die Wohnung, die Gestelle und beschäftigte mich. Die Qual des Wartens erlebte ich, denn Amalia suchte mich nicht auf.

Das tat sie erst am folgenden Tag, noch immer ausgestattet, allerdings ohne Maske. Ich mochte ihr Gesicht und ihre neue Frisur. Sie trug eine feminine Kurzhaarfrisur, bei der ihr Haarwuchs das Bild bestimmte. Das Haar im Nacken legte sich nach oben, an den Seiten ihres Kopfes vereinigte es sich mit den anderen, die sich nach unten wuchsen. Ihr kurzer Pony diente als Zierde und schloss das Gesicht vom Haar ab.
„Du siehst erholt aus. Konntest du ein wenig Ruhe finden und deine Gedanken sortieren?“, fragte ich sie, als sie freiwillig vor meinem Sofa kniete.
„Ja und ich habe lange mit Silvia gesprochen. Jeden Bericht habe ich gelesen, jede Begutachtung über mich. Und jetzt habe ich Fragen!“

***

Ich telefonierte in der Küche und lief umher. Das viele Sprechen, die vielen Gedanken, machten mich durstig. An meinem Kühlschrank, in dem sich noch kalter Tee befand, erblickte ich das Foto, welches Amalia am Tage ihres Auszugs hinterlassen hatte. Es zeigte uns beide, die Lichtverhältnisse waren bescheiden, glücklich. Ein Versprechen hatte ich ihr gemacht, aber noch war die Zeit des Einlösens nicht gekommen. Ihr Lächeln war das Schönste an ihr.
 

 

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

 

Sehr originell und innovativ. Geradezu eine Steigerung von absolutem Gehorsam mit jeder Faser des Körpers.

Gut gefällt mir auch die Tadelung: Nie zufrieden mit dem Objekt. Stets hätte es etwas besser machen können. Eingesperrt im eigenen Körper. Jede Faser muss an ihrem Platz bleiben. Abweichungen weden bestraft.

Kurze Befehle, wie auf der Fernbedienung. Kühler und sachlicher Umgang mit den Objekten.

Ich glaube, es ist unrealistisch hart. Aber als Benutzer sollte man Geduld mitbringen.

Was ich nicht verstehe: Warum kann man männlichen Objekte nicht mit dem Rohrstock die Genitalien züchtigen? Das scheint mir eine Frage der Dosis zu sein.

 

Antwort auf von Rabbatz

Es ist durchaus möglich die männlichen Genitalien mit dem Rohrstock zu schlagen. Auch richtig ist, dass die Stärke dabei entscheidend ist. Aber hier geht es nicht um den Lustgewinn, sondern um die Fügsamkeit, die einher geht mit starken Schmerzen. Somit verdeutlicht dieser Vergleich die Härte, mit der dieser Stock geführt wird.

Es gefällt mir, dass die Gefangenschaft im eigenen Körper so aufgefasst und hier so deutlich benannt wurde. Denn das war etwas, was ich in diesem Text angedeutet habe.

Ob es unrealistisch ist, das lasse ich bewusst offen. Herzlichen Dank für diesen Kommentar!

Die wohl ultimative Art der Erziehung und Unterwerfung. Auch wenn die Erotik für mich manches Mal etwas auf der Strecke  blieb, ich konnte nicht aufhören bis ich die Geschichte ganz gelesen hatte. Sie ist fesselnd und sehr eindringlich erzählt. Vielen Dank dafür. 

LG Ornella 

Antwort auf von O_devot

Die Erotik verliert sich in diesem Prozess. Wo anfangs noch die sexuellen Bedürfnisse diesen Weg ebnen können, so verlieren diese sich mit der Zeit endgültig. Aus diesem Grund war ein in Erotik eingebetteter Text nie beabsichtigt. Es freut mich jedoch, dass der Text in den Bann ziehen kann. Herzlichen Dank.

Mir hat die Geschichte vor allem wegen ihres Detailreichtums gut gefallen. Die Charaktere, ihr Leben und ihre Umwelt sind fast schon peinlich genau beschrieben. Das macht für mich einen erheblichen Teil der Faszination für diese Nichtbeziehung aus, die trotzdem ein Stück weit geheimnisvoll bleibt und damit Intimität bewahrt. Das ist schön.

Antwort auf von George Shield

Herzlichen Dank nicht nur für diesen Kommentar, sondern für den Austausch, der diese Geschichte auch bereichert hat sowie mich selbst.

Ich kann mich der Faszination nur anschließen. Mir hat gefallen wie kohärent und realistisch geschrieben wurde. Auch bestimmte Fragen die sich mir in dem Kontext gestellt hatten sind beantwortet worden. Auf mich wirkt das Geschrieben teilweise wie eine Selbstreflexion. Deshalb ist es auch nicht kalt, sonder eher emotional. Die Gefühle und einzelnen Stadien sind auf beiden Seiten völlig nachvollziehbar und logisch. 

Mich hat das sehr berührt und ich konnte mich völlig einfühlen. Wenn der Protagonist einen sexuellen Bezug zu den Objekten hätte, dann wäre für mich ganz viel verloren gegangen. 
 

An manchen Punkten war ich mir unschlüssig wie weit das auf realen Erfahrungen beruht. Ist es möglich so realistisch zu sein ohne das ausprobiert zu haben? Das lässt du ja offen und ich erwarte da auch keine Antwort drauf. 

Antwort auf von Nora

Herzlichen Dank für deinen Kommentar,

die Beantwortung der offenen Fragen war im Prozess des Schreibens ein Punkt, auf den ich im Besonderen geachtet habe und wobei mir George sehr geholfen hat. Damit es nachvollziehbar werden konnte, ist es tatsächlich eine Reflexion, da nur auf diesem Weg die Perspektive tragfähig und authentisch ist.

Mir ist vollkommen klar, was viele an dieser Geschichte vermissen. Aber das hat nichts mit meinem Text zu tun, sondern nur mit der Erwartungshaltung der Betreffenden. Das ist vollkommen in Ordnung. Ich sehe mich allerdings nicht als Diener der Erwartungshaltungen, sondern mir liegt viel mehr an den Gedanken, die ein Text auslösen kann. Die Konfrontation im Grenzgebiet der Sexualität ist somit mein Ziel und nicht das Abarbeiten von Wünschen.

Realismus - Realistik wäre treffender - kann immer nur aus der Realität entspringen.