Neue Horizonte Teil 4 - Bei Andrea

"Klappentext"

Rebecca lernt ihre neue Herrin kennen

 

Bei Andrea

Als der Wagen außer Sichtweite war betrachtete Rebecca das Haus. Die Fassade war hellgrün und glatt verputzt und die Fensteröffnungen in einem dunkleren Grün abgesetzt. Über der Tür befand sich ein Geländer, hier gab es offenbar einen größeren Balkon. Die doppelflügelige Eingangstür und die Fenster waren weiß gestrichen. Sie atmete tief durch, ordnete ihre Tunika und prüfte ob der Gürtel gerade saß, dann ging sie die wenigen Meter bis zur Haustür. Wieder barfuß auf dem Kies zu laufen war zwar ein wenig ungewohnt aber sie hatte das in der Schule lange genug gemacht als das es unangenehm war oder gar schmerzte. Sie ging die paar Stufen hinauf bis zur Haustür und suchte den Klingelknopf. Doch statt diesem befand sich ein altmodischer Klingelzug neben der Tür. Als sie diesen zog erklang von drinnen ein helles Klingeln. Einen Augenblick später öffnete sich die Tür und Andrea schaute heraus. Sie machte eine einladende Handbewegung und trat zur Seite.

Rebecca trat durch die Tür und fand sich in einer großen Eingangshalle wieder, deren Wände strahlend weiß gestrichen waren. Der Boden bestand aus hellgrauem Stein der angenehm kühl unter den Füßen war. In der Mitte der Halle lag ein großer, heller Teppich. Rechts führte eine große, geschwungene Treppe nach oben.
»Herzlich willkommen in meinem bescheidenen Heim«, Sagte Andrea und schenkte Rebecca ein breites Lächeln.
»Vielen Dank, Herrin Andrea«, sagte diese und knickste vor Andrea.
»Deine Sachen sind eben angekommen, aber es ist ja noch etwas Zeit. Also zeige ich dir mal das Haus.« Sie führte Rebecca durch die gesamte untere Etage, zeigte ihr das Kaminzimmer in dem gegenüber des Kamins mehrere Regale mit echten Büchern standen, den großen Salon und das Esszimmer. Alles war sehr hell und freundlich gestaltet und gemütlich und stilvoll eingerichtet ohne jedoch protzig zu wirken.

Anschließend führte sie Sie in ein Büro, in dem in einer großen Nische ein Schreibtisch stand, der etwas verlassen wirkte. Diesem folgte ein weiteres Büro. Dieses wurde von einem großen, geschwungenen Schreibtisch aus dunklem Holz dominiert. An der Seite standen ein kleiner runder Tisch und drei Cocktailsessel. Sie führte sie aus einer anderen Tür aus dem Büro in den kleinen Salon. Dieser war ein wenig verspielt eingerichtet. Sofa und Sessel hatten geschwungene Lehnen und Beine und waren mit einem bunt gemusterten Stoff bezogen der sehr stilvoll wirkte. Aus dem Salon führte eine weitere Tür wieder in die Halle.

Durch die Büros gingen sie zurück und in die Küche. Eine Treppe die auch vom Flur aus erreichbar war führte in den Keller, wo sich eine weitere Küche befand die offenbar dafür ausgelegt war eine größere Gesellschaft zu bekochen. Hier gab es auch einen Vorratsraum. Außerdem gab es eine Waschküche und einen großen Abstellraum. Von der großen Küche aus ging es in einen langen Flur durch den man ein kleines Hallenbad mit Sauna und einen voll ausgestatteten Fitnessraum erreichte. Außerdem führte am Ende dieses Flures eine Tür nach draußen. Sie gingen wieder zurück und kamen an einer Tür vorbei, die Rebecca bisher noch nicht bemerkt hatte. »Darf ich fragen was das für ein Raum ist, Herrin Andrea?« fragte sie.
Diese schaute sie an und lachte. »Das wirst du schon früh genug sehen, wenn du dir etwas zu Schulden kommen lässt.« Sie sah Rebeccas fragenden Blick. »Ich nehme mal an, daß du weißt, wie du dich zu benehmen hast. In diesem Fall wird es dir erspart bleiben diesen Raum von innen zu sehen.« sagte sie und tätschelte ihr die Wange.
Sie gingen wieder nach oben doch ein mulmiges Gefühl blieb Rebecca erhalten. Nun gingen sie die große Treppe hinauf. Hier zeigte Herrin Andrea ihr die beiden Gästezimmer, die aus Wohnzimmer und Schlafzimmer bestanden und eigene Bäder besaßen. Die Möbel in den Gästezimmern waren mit weißen Tüchern abgedeckt um diese vor Staub zu schützen. Den Gästezimmern folgte Herrin Andreas eigenes Reich mit Schlafzimmer, Ankleidezimmer mit großem, begehbaren Kleiderschrank und Bad. Sie gingen zurück in den Flur von dem aus man über einen über der Eingangshalle liegenden offenen Gang mit weißem Geländer auf den Balkon gehen konnte. Dieser war etwa so breit wie die Eingangshalle und recht groß. Der Fußboden dieses Balkons, der wohl, wie Rebecca überlegte, eigentlich ein Söller war, war mit hellen Fliesen belegt.

Zurück im Haus zeigte Herrin Andrea ihr zuletzt den Dienstbotenbereich. Dort gab es eine geräumige Wohnküche, zwei Schlafzimmer und ein geräumiges Bad mit Badewanne und Dusche. »Du nimmst am Besten das große Schlafzimmer. Die Fenster gehen nach Osten, so hast du die Morgensonne und im Sommer wird es nicht so warm wie in dem anderen«, erklärte sie worauf hin Rebecca als Antwort nur nickte.

Auf dem Couchtisch im Wohnzimmer lagen mehrere Pads und an den Wänden hingen einige Bilder von bekannten Künstlern. Nur eine Wand war frei gehalten und schien ein wenig zu schimmern.
»Ich würde sagen, du gehst in den Keller, holst die Kiste mit deinen Sachen hier her und räumst alles ein. In einer Stunde kommst du nach unten und machst uns einen Tee, den nehmen wir im Salon. Dabei erkläre ich dir, was du noch alles wissen musst«, sagte Andrea.
»Ja, Herrin Andrea«, bestätigte Rebecca.
»Gut, dann gehen wir mal wieder nach unten und du holst deine Sachen«, sagte Andrea und wandte sich zum Gehen.
»Ja, Herrin«, sagte Rebecca, knickste und wollte ihr folgen.
»Ach, bevor ich es vergesse« Andrea ging zurück in das größere der beiden Schlafzimmer, öffnete eine kleine Kiste welche an der Wand neben der Tür hing und hängte einen länglichen, runden Schlüssel der viele kleine Vertiefungen aufwies, in diesen Kasten und schloss ihn wieder. »Ich nehme an, du weißt, wo für dieser Schlüssel ist?« fragte sie.
Rebecca nickte »Ich nehme an er ist für den Gürtel den ich trage.« Sie wurde ein wenig rot als sie das sagte.
»Richtig. Ich möchte, das du den Gürtel immer trägst wenn du dein Zimmer verlässt. Und am Besten auch nachts. Mit diesem Schlüssel kannst du den Gürtel öffnen um dich zu waschen und um,« sie räusperte sich »anderes zu tun. Aber sobald du aus dem Zimmer gehst, hast du ihn zu tragen.«
Rebecca sah sie groß an »Ja, Herrin Andrea«, sagte sie verschämt und folgte ihr nach unten.
Sie ging in den Keller und holte die Transportkiste in der sich ihre Sachen befanden. Mit der Kiste ging sie wieder nach oben in ihr Zimmer. Dort angekommen räumte sie die Sachen in den Kleiderschrank in ihrem Schlafzimmer ein. Die Tuniken hängte sie ordentlich auf Kleiderbügel und betrachtete jede einzelne. Alle waren sauber und gerade geschnitten und keine wies Fehler wie offene Nähte oder Webfehler auf. Sie stellte fest, das es von jeder Farbe zwei Stück gab, eine mit weiten und eine mit eng anliegenden Ärmeln. Sie beschloss, Herrin Andrea zu fragen welche sie wann anziehen sollte. Sie schaute auf ihr Comm und stellte fest, das sie noch etwa 45 Minuten Zeit hatte bis sie nach unten gehen und Tee machen sollte. Sie tippte auf das Comm und sagte »Wecker in 40 Minuten.« Das Gerät vibrierte einmal kurz zur Bestätigung und auf der Scheibe lief ein Timer rückwärts.
Sie wollte ins Bad gehen und sich etwas frisch machen. Dabei blieb ihr Blick auf dem Kasten hängen in dem sich der Schlüssel zu ihrem Keuschheitsgürtel befand. Sie versuchte den Kasten zu öffnen, doch er war, wie sie es erwartet hatte, verschlossen und eine rote Lampe leuchtete an diesem. Sie ließ resigniert die Schultern hängen und ging ins Bad wo sie sich frisch machte. Sie fragte sich, wie sie so auf die Toilette gehen sollte, denn ihre Blase begann mittlerweile zu drücken. Und die Aussicht darauf nachher noch Tee zu trinken machte das nicht besser.
»Nunc est bibendum«, sagte sie zu sich selbst. Diesen Spruch hatte ihre Lehrerin, Miss Wilhelmina, immer gebraucht wenn es etwas unausweichliches zu tun gab. Sie fragte sich, was wohl aus den anderen Schülerinnen geworden war. Die Einzige von der sie wusste war Isabella die jetzt irgend wo an einer Privatschule unterrichtete. Sie setzte sich auf die Toilette und versuchte, es einfach laufen zu lassen, was ihr nicht leicht fiel. Doch schließlich siegte ihre Blase und sie stellte fest, das das erstaunlich gut ging. Sie versuchte, sich mit einem Waschlappen ab zu putzen so gut es ging. Als sie sicher war, alles so sauber wie möglich gemacht zu haben trocknete sie sich ab und ging zurück in das kleine Wohnzimmer. Sie trat zum Fenster und schaute heraus. Es gab viel Wald und in einiger Entfernung konnte sie im Schein der Nachmittagssonne den Fluss sehen der sich glitzernd zwischen den Bäumen wand. Sie freute sich, daß sie nun endlich eine Stelle bekommen hatte, dennoch fragte sie sich, was die Zukunft bringen würde. Dabei kam ihr ein Ausspruch in den Sinn, den Gina, eine ihrer Mitschülerinnen immer gebraucht hatte: »Als Serva brauchst du dir keine Gedanken über die Zukunft zu machen, alles was du tun muss ist deine Herrschaft zufrieden zu stellen und zu gehorchen. Du brauchst dir um nichts anderes Gedanken zu machen.«
Sie hing ihren Gedanken nach und genoss die schöne Aussicht als es an ihrem Arm vibrierte und leise piepste. Sie schaute auf das Comm. Dieses zeigte ihr, daß es war Zeit nach unten zu gehen. Sie verließ das Zimmer, ging die große Treppe nach unten durch die Halle und in die Küche. Es dauerte nicht lange bis sie sich zurecht gefunden hatte und setzte Wasser auf. Sie suchte nach Tee und fand mehrere sorgfältig verpackte Beutel mit verschiedenen Tees. Sie überlegte kurz und entschied sich für einen Tee den sie als Mild und fruchtig in Erinnerung hatte. Sie füllte einige Löffel der trockenen und geschnittenen Blätter in ein Teesieb und stellte dieses in die Kanne. Während das Wasser zu kochen begann stellte sie eine Schale Kandis, ein Kännchen Milch und zwei Scheiben Zitrone auf ein silbernes Tablett. Aus einem Schrank nahm sie zwei Tassen die sie ebenfalls auf das Tablett stellte.

Das Wasser kochte und sie stellte den Kocher ab, wartete kurz und goss das Wasser in die Kanne. »Drei Minuten« sagte sie nachdem sie auf das Comm getippt hatte. Die Zeitanzeige lief nun von drei Minuten ab rückwärts. Als die Zeit abgelaufen war und es einmal kurz vibriert hatte, nahm sie das Teesieb aus der Kanne, stellte diese auf das Tablett und ging durch die Halle zum Salon. Dort klopfte sie und wartete. Von drinne hörte sie Herrin Andrea »Herein« rufen. Sie trat in den Salon und knickste. »Der Tee ist fertig Herrin Andrea. Ich hoffe, ich habe den richtigen ausgewählt.«
Herrin Andrea, die in einem Buch las, sah auf und legte dieses beiseite. »Setz dich«, sagte sie und deutete auf einen Sessel. Rebecca stellte das Tablett auf den Tisch, schenkte in beide Tassen Tee ein und stellte zuerst Herrin Andrea, dann sich selbst eine Tasse hin, bevor sie sich setzte.
»Bitte«, sagte diese und deutete auf Rebeccas Tasse, nachdem sie sich selbst einen Löffel Zucker und einen Spritzer Zitrone in die Tasse gegeben hatte. Auch Rebecca nahm sich nun Zucker und Zitrone. Andrea rührte eine Weile in ihrer Tasse, legte dann den Löffel auf die Untertasse und trank einen Schluck. »Ich denke, für diese Uhrzeit ist das eine gute Wahl.«
»Vielen Dank, Herrin Andrea.«
»Ich hatte ja gesagt, das ich dir einiges erklären wollte. Fangen wir mal mit der Anrede an. Ich weiß wie ich heiße, also kannst du dir das Andrea sparen, wenn sonst niemand anwesend ist. Dann habe ich natürlich bemerkt, das du versucht hast, den Kasten mit dem Schlüssel zu öffnen. Selbstverständlich geht das nicht, wenn du noch in Dienst bist. Der Kasten lässt sich erst öffnen, wenn du frei hast.« Sie schaute Rebecca an.
Diese senkte den Kopf und sagte leise »Ja, Herrin Andr... Ja, Herrin.«
»Mach dir nichts draus, das hätte ich dir vielleicht sagen sollen.« Andrea lächelte. »Ich nehme an, du weißt wie du dich reinigst, nachdem du auf der Toilette warst?«
Rebecca wurde erneut rot. »Ich weiß nicht so recht, Herrin Andrea, mit dem Waschlappen geht das nicht so gut.«
Andrea lachte kurz.

»Ich vergaß, das du so einen Gürtel vermutlich zum ersten mal trägst. Neben der Toilette befindet sich ein Schlauch, den du vorne anstecken kannst, damit kannst du den Gürtel spülen und danach mit warmer Luft auch trocknen.« Sie fuhr fort ohne ab zu warten. »Ich erwarte natürlich nicht, daß du alles sofort richtig machst, dazu gibt es sicher zu viel, was du noch nicht weißt. Gerade über Horizons und natürlich auch über meine Vorlieben. Aber zum Tagesablauf möchte ich dir ein wenig erklären. Ich erwarte das um acht Uhr der Esstisch zum Frühstück gedeckt ist. Wenn es Zeit zum Mittagessen, und zum Abendbrot ist, werde ich dir rechtzeitig sagen, aber um 15 Uhr trinke ich immer Tee. Übrigens stehen in einem der Schränke auch Kekse.«
»Verzeihung, Herrin Andrea, daran habe ich nicht gedacht«, sagte Rebecca.
»Das ist heute nicht so schlimm, aber für morgen weißt du es ja nun. Ich würde mich freuen, wenn du mir zu den Mahlzeiten Gesellschaft leistest, ich halte es nämlich nicht für nötig, das du zwei mal kochen und decken musst. Außerdem finde ich es ziemlich unzivilisiert, alleine zu speisen, wenn noch jemand im Haus ist. Etwas anderes ist es, wenn ich Besuch habe, dann ist es deine Aufgabe zu bedienen. Hast du das soweit verstanden?«
Rebecca nickte. »Ja, Frühstück um acht, Tee um drei Uhr Nachmittags, Mittagessen und Abendbrot, wenn sie es sagen.«

»Gut, dann weiter. Einer der Vorteile, hier zu wohnen ist, das es einen Hausdienst gibt, also wirst du dich ums Putzen nur in Ausnahmefällen kümmern müssen, das Selbe gilt übrigens auch für die Wäsche. Du musst nur die Wäsche in eine Transportbox packen und diese an die Wäscherei schicken. Ich werde dir morgen wohl erklären müssen, wie das Transportsystem funktioniert. Dann erkläre ich dir auch, wie du Sachen bestellen kannst.« Sie trank einen Schluck Tee und fuhr fort: »Deine Aufgabe wird es sein, mein Bett zu machen und die Wäsche zum Waschen zu schicken und wieder ein zu räumen. Außerdem natürlich zu kochen und dafür zu sorgen das die nötigsten Sachen immer im Hause sind. Ansonsten bist du hauptsächlich hier um mir Gesellschaft zu leisten. Was allerdings nicht heißt, das du die ganze Zeit um mich herum schwirren sollst, so etwas kann ich auf den Tod nicht leiden. Alles weitere werde ich dir sagen, wenn es nötig ist. Nach dem Abendessen hast du frei, wenn nichts besonderes anliegt. Das heißt auch daß du, wenn noch Zeit bis zum zu Bett gehen ist, das Haus verlassen darfst und dich frei auf dem Gelände bewegen darfst. Ich wünsche das du unter der Woche und Sonntags um 22 Uhr, freitags und samstags um Mitternacht auf deinem Zimmer bist. Wenn du länger aus bleiben möchtest, bitte ich dich, mir Bescheid zu geben. Ich will dich hier nicht einsperren, schließlich bist du eine erwachsene Frau, aber wenn dadurch dein Dienst leidet, werde ich auch auf diese Zeiten bestehen müssen.«
Wieder trank sie einen Schluck Tee. »Samstags und Sonntags hast du nach dem Frühstück grundsätzlich bis zum Abendessen frei wenn nichts anderes zu erledigen ist.« Sie leerte ihre Tasse »Ich weiß, daß das recht viel für den Anfang ist, deshalb kannst du diese Regeln und noch ein paar andere Hinweise mit einem Pad auch noch mal nachlesen. Vermutlich gibt es auch eine Anleitung für deinen Gürtel.« Sie zwinkerte Rebecca zu und schaute auf ihr Comm. »Hast du sonst noch Fragen?«

Rebecca, die bisher aufmerksam und konzentriert zugehört hatte sah auf und nickte. »Ja, Herrin Andrea, ich habe Tuniken bekommen mit weiten und welche mit eng anliegenden Ärmeln, welche soll ich denn wann an ziehen? Und brauche ich noch weitere Kleidung?«
»Wenn das deine einzige Frage ist«, sagte Andrea mit einem Lachen. »Die mit engen Ärmeln ziehst du an, wenn du arbeitest, also in der Küche oder im Büro zum Beispiel. Die anderen kannst du tragen wenn du aus gehst oder wenn wir unterwegs sind. Ich finde die sehen schöner aus, aber für die Hausarbeit sind sie einfach unpraktisch. Was andere Kleidung angeht, meinetwegen brauchst du nur die Tuniken. Aber ich stelle es dir frei, in deiner Freizeit auch andere Kleidung zu tragen. Allerdings erwarte ich, das du dich immer ordentlich kleidest, nicht so wie Emylia zum Beispiel. Was die so manches mal trägt finde ich für eine Frau einfach fürchterlich.« Rebecca dachte an die Sachen die die Chefin heute getragen hatte als sie aus Nins Büro gestürmt war. »Was ist denn daran so lustig?« fragte Andrea.
»Entschuldigung, Herrin Andrea, aber ich habe sie heute in Frau Aderras Büro gesehen und weiß, was Sie meinen.«
»Ich nehme an, sie hatte wieder mal verwaschene Hosen, ihre Stiefel und ein T-Shirt an?«
Rebecca nickte.
»Ja, so etwas trägt Sie meistens, aber das ändert nichts an der Tatsache das Sie trotz ihres jungen Alters, sie ist etwa so alt wie du, eine großartige Frau ist die viel für andere getan hat und trotz dem vielen Geld was Sie besitzt immer auf dem Boden bleibt.«
»Viel Geld?« fragte Rebecca ohne nach zu denken. Ihre Gedanken gingen gerade in eine ganz andere Richtung. Sie fragte sich, wie viele Frauen mit dem Namen Emylia es wohl gab.
»Wusstest du das nicht? Ihre Familie gehört zu den reichsten Familien überhaupt, sie haben Firmen auf fast allen Kontinenten. Und anstatt einfach zu faulenzen und sich auf dem Reichtum ihrer Eltern, oder besser gesagt ihres Vaters aus zu ruhen, ihre Mutter ist selbst eine Serva, ist Sie selbst auf die Schule gegangen und ist nun eine freie Serva. Danach hat Sie studiert und hat einen Doktortitel. Und vor gut zehn Jahren hat Sie eine herunter gekommene Firma gekauft, die, nun ja, Sexspielzeug herstellt, dann hat sie dieses Gelände erworben und das alles hier auf gebaut. Diese Firma ist mittlerweile eine der größten in diesem Metier. Und ganz nebenbei hat Sie zusammen mit ihrem Bruder noch eine gemeinnützige Gesellschaft gegründet, die sich um Kinder kümmert, die auf der Straße leben. Zwei ihrer drei Töchter hat Sie adoptiert, also nicht, das du denkst, das eine Frau Mitte dreißig schon drei erwachsene Kinder hat. Nur ihre einzige leibliche Tochter wird soweit ich weiß nächstes Jahr zwanzig«, erklärte Andrea. Rebecca nickte nur. Was sollte sie auch dazu sagen?

»Jetzt räum bitte den Tisch ab und sei in einer halben Stunde wieder hier. Dann gehen wir etwas essen«, sagte Andrea. Die beiden standen auf und Rebecca räumte den Tisch ab und brachte das Geschirr in die Küche. Danach ging sie noch einmal in ihr Zimmer und zog sich eine andere Tunika an. Sie war genau eine halbe Stunde später wieder im kleinen Salon wo Andrea bereits ausgehfertig gekleidet auf sie wartete. Gemeinsam gingen sie nach draußen.
»Kannst du fahren?« fragte Herrin Andrea und deutete auf eines der Elektrofahrzeuge.
»Ja, Herrin.«
»Gut, dann fahren wir. Ansonsten wären wir gelaufen.« Rebecca hielt Andrea die Tür auf und setzte sich selbst ans Steuer. »Wo muss ich denn lang fahren?« fragte sie.

Andrea tippte auf ihr Handgelenk und sagte »Zum Zentrum.« Auf dem Bildschirm in der Mitte des Armaturenbrettes erschien ein Kartenausschnitt und ein Pfeil der die Richtung wies. Rebecca schaltete den Wagen ein und fuhr dem Navigationssystem folgend los. Es dauerte keine zehn Minuten bis sie beim Zentrum an kamen. Dort stieg Rebecca aus, hielt Andrea die Tür auf und knickste als diese aus stieg. Sie folgte ihr in das große Gebäude. In der großen, fast menschenleeren Eingangshalle konnte sie deutlich Musik hören die von irgend wo weiter hinten erklang. Sie kannte das Lied, es stammte von einer recht bekannten Gruppe die sie ganz gerne hörte. Die raue Stimme der Sängerin hallte deutlich vernehmbar durch das Gebäude.
»Ich finde diese Musik einfach schrecklich«, sagte Andrea und schaute zu Rebecca, die unbewusst ihre Schritte dem Takt der Musik angeglichen hatte und beim Gehen leicht auf und ab wippte. »Anscheinend teilst du meine Meinung dazu ja nicht.« Sie lachte und sagte: »Aber das sei jedem freigestellt.« Rebecca nahm sich zusammen und bemühte sich normal weiter zu gehen. Nach ein paar Metern erreichten sie eine große, doppelflügelige Tür mit der Aufschrift »Kantine.« Sie traten ein und fanden sich zu Rebeccas Erstaunen in einem ziemlich großen und stilvoll eingerichteten Restaurant wieder. Die Aufschrift auf der Tür war vollkommen untertrieben, wie sie feststellte. Die runden Tische waren geschmackvoll mit weißen Tischdecken belegt und mit Tellern aus feinem Porzellan gedeckt auf denen gelbe Servietten kunstvoll gefaltet lagen. Eine junge Frau, Sie trug eine schwarze, gerade Hose und glänzende, schwarze Schuhe und eine weiße Bluse an deren Kragen eine schwarze Fliege steckte kam auf die Beiden zu. »Schönen guten Abend Frau Gibbs, einen Tisch für Zwei?« fragte sie.
»Ja Kind, wenn es geht, meinen üblichen Tisch.«
»Gerne Frau Gibbs«, die Frau führte sie durch die Reihen der gut besetzten Tische und wies ihnen einen Tisch. Rebecca hielt Andrea den Stuhl als diese sich setzte und setzte sich dann selbst, ihr gegenüber.

»Darf ich fragen, was Sie zu Essen wünschen?«, fragte die Kellnerin. Andrea bestellte ein Filetsteak mit Herzoginnenkartoffeln und einen Salatteller, Rebecca fragte nach einem gemischten Salat. »Bist du Vegetarierin oder nur übermäßig bescheiden?« fragte Andrea.
»Nein, Herrin Andrea, ich bin keine Vegetarierin«, sagte Rebecca, sie wollte nichts übermäßig teures bestellen, weshalb sie nur den Salat gewählt hatte.
»Also zwei mal das Filetsteak. Für mich bitte einen passenden Wein dazu und für Rebecca einen Saft«, bestellte Andrea einfach für sie mit.
»Also bescheiden brauchst du hier nicht zu sein. In deinem Vertrag steht »Freie Kost und Logis« das schließt alle Restaurants hier auf dem Gelände mit ein. Wie das mit den Punkten funktioniert, erkläre ich dir später«, sagte Andrea. Rebecca sah sie zum wiederholten male an diesem Tag fragend an »Jede Angestellte hier bekommt im Monat eine bestimmte Anzahl Punkte für verschiedene Angebote, auch für das Essen. Wenn die verbraucht sind, gibt es nur noch Standardkost. Aber darüber brauchst du dir heute keine Gedanken zu machen, heute bist du eingeladen. Und zu Hause spielt das keine Rolle, das geht sowieso alles auf meine Kappe.« erklärte Andrea.
Während sie auf das Essen warteten, unterhielten sich die Beiden. Rebecca kam langsam aus sich heraus und so entspann sich eine angeregte Unterhaltung zwischen den beiden Frauen, die sie während des Essens, wenn auch ein wenig verhaltener, weiterführten. Das Essen war ausgezeichnet und obwohl es wirklich reichlich war, bestellte Andrea noch einen Obstsalat als Nachtisch.
Nachdem sie aufgegessen hatten sagte Andrea plötzlich »Rutsch nicht andauernd so auf dem Stuhl herum, das sieht ja furchtbar aus.«
Rebecca spürte wie ihr das Blut ins Gesicht schoss. Ohne das sie selbst es richtig bemerkt hatte, bewegte sie dauernd den Hintern hin und her, weil der Keuschheitsgürtel mal hier, mal da drückte und ein unangenehmes Gefühl hinterließ.
»Verzeihung, «, sagte sie leise. »Das ist der Gürtel, er fühlt sich etwas komisch an.«
Andrea schaute sie mit festem Blick an. »Du gewöhnst dich schon daran. Und damit etwas schneller geht, wirst du ihn die nächsten Wochen auch dann tragen, wenn du in deinem Zimmer bist. Du wirst ihn nur einmal am Tag abnehmen, um dich zu waschen«, sagte Andrea streng.
»Ja, «, erwiderte Rebecca mit gesenktem Blick. Das hatte gesessen. Sie hatte gehofft, den Gürtel heute Abend ab nehmen zu können, denn obwohl sie es sich selbst nicht eingestehen wollte erregte sie dieser Zustand des eingeschlossen seins, nicht mehr Herr über ihre eigene Sexualität zu sein und auch noch ständig daran erinnert zu werden.
»Und wenn auch das nicht hilft, oder du versuchen solltest den Gürtel länger aus zu ziehen als unbedingt nötig, werde ich andere Maßnahmen ergreifen müssen. Und sei dir sicher, ich werde das mit bekommen.« Sie schaute Rebecca noch immer mit strengem Blick an. Diese wollte gar nicht erst heraus finden, was diese anderen Maßnahmen sein würden und versuchte mit gesenktem Blick so still sitzen zu bleiben wie es nur ging.
»Nun zieh nicht so ein Gesicht.« Andrea strich ihr mit der Hand über die Wange und riss sie damit aus ihren Gedanken. »Komm, wir wollen nach Hause. Es ist schon spät.«
»Ja, «, sagte Rebecca noch immer ziemlich leise, stand auf und hielt Andreas Stuhl als diese auf stand. Sie folgte ihr durch die große Eingangshalle des Zentrums, wo noch immer laute Musik zu hören war, zurück zum Wagen, öffnete ihr die Tür und setzte sich wieder hinters Steuer. Das Navigationssystem wies ihr den Weg zurück. Als sie am Haus angekommen und ausgestiegen waren stand Andrea wartend vor der Haustür. »Worauf wartest du denn?« fragte sie und schaute Rebecca an.
»Verzeihung, ich habe doch keinen Schlüssel«, sagte diese und schaute sie ratlos an. »Natürlich hast du den.« Andrea zeigte auf ihr Handgelenk. Rebecca fragte sich, ob das Comm auch der Hausschlüssel war. Und tatsächlich, als sie sich der Tür näherte, hörte sie, wie das Schloss sich entriegelte. Sie fasste die Türklinke und hielt Andrea die Tür auf.
In der Halle sagte diese »Nun geh nach oben und ab ins Bett mit dir.«
Rebecca knickste. »Ich wünsch Ihnen eine gute Nacht«, sagte sie und ging nach oben.

In ihrem Zimmer schaute sie auf die Uhr, es war noch nicht einmal acht Uhr Abends, also beschloss sie, sich noch einen Film an zu sehen. Vorher stieg sie unter die Dusche. Immer wieder fuhren ihre Hände zwischen ihre Beine, doch jedes mal spürte sie nur das Metall des Keuschheitsgürtels. Sie versuchte mit den Fingern irgend wie hinter das Metall zu kommen und sich zu berühren doch bei dem Versuch blieb es auch. Frustriert gab sie irgend wann auf, wusch sich die Haare und spülte sich die Seife ab. Nachdem sie sich abgetrocknet und eingecremt hatte setzte sie sich, nur mit einem Handtuch bekleidet welches sie um die Brust gewunden hatte auf die Couch und wartete darauf, daß ihre Haare etwas trockneten um diese zu frisieren. Sie nahm eines der Pads vom Tisch und las sich die Regeln die Herrin Andrea ihr gegeben hatte noch einmal in Ruhe durch. Da war nichts unmögliches dabei und alles hielt sich noch im Rahmen. Erinnerungen an ihre Schulzeit kamen auf, dort waren die Regeln weitaus anspruchsvoller und rigider.

Als ihre Haare trocken waren, zog sie ein Nachthemd an, setze sich auf die Couch und deckte sich mit einer weichen Wolldecke zu. Sie tippte auf das Comm an ihrem Handgelenk und versuchte sich zeigen zu lassen, welche Filme sie sehen konnte. Nach einigen Versuchen hatte sie den Dreh raus und eine schier endlose Liste erschien auf der Wand. Sie wählte einen aus, den sie bereits kannte. Sofort verschwand die Liste und der Film erschien auf der Wand. Während sie diesen schaute, kämmte sie ihre Haare. Als der Abspann lief, tippte sie ohne den Ärmel zu heben auf ihr Handgelenk und sagte »Film aus«. Sofort war es dunkel im Raum. Sie gab den Befehl das Licht ein zu schalten und ging in ihr Schlafzimmer wo sie sich in ihr Bett fallen lies. Den Wecker stellte sie auf sieben Uhr und deckte sich zu. Es dauerte noch eine ganze Weile bis sie endlich ein schlief, immer wieder bewegten sich ihre Hände zwischen ihre Beine doch jedes Mal hinderte das Metall sie daran, weiter zu kommen und sich Erleichterung zu verschaffen. Irgend wann schlief sie endlich ein und träumte ziemlich wilde Träume.
 

 

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

Ich mag diese Geschichten. Sie sind wunderbar geschrieben, ineinander verknüpft, logisch anvollziehbar. 

Lieblingsgeschichten hält.... Ich freue mich auf weitere Fortsetzungen