CoR Kaffeeklatsch II Kapitel 5

"Klappentext"

Regine, Roger + Maren + Bea, Jenn, Martina + Ismir + Juliette, Roger, Juliette

Regine

Mit einem sehr schlechten Geschmack im Mund wachte Regine auf, rieb sich schlaftrunken die Augen, während sie auf die Wanduhr schaute: ½ 8. Auf ihrer Haut klebte alles – die beiden Jungs hatten sich richtig ausgiebig auf und mit ihr ausgetobt.

Unbewusst kratzte sie an ihrer Scham, alles juckte und schmierte noch. Langsam kamen die Erinnerungen wieder. Warum waren sie gekommen? Angeblich wegen der Wohnungseinweihung, wie Rodrigo so großspurig behauptet hatte. Immerhin, beide hatten was drauf und sienun auch ihre erste Sandwichnummer hinter sich.

Ein sehr schlechtes Gewisse hatte sie wegen Conny und Peggy. Schließlich sollte sie Conny betreuen, doch wie es aussah, kam die mit Peggy sehr gut, sogar besser als mit ihr zurecht. Irgendwann waren beide ebenfalls bei ihr gewesen, hatten mit zugeschaut, wie sie sich austobte und auch selber aneinander gespielt. Ob Conny ebenfalls bi wie Peggy war?

Ihr sollte es egal sein – erstmal stieg sie unter die Dusche, alles ab, wegspülen.

Was wohl die anderen machten?

Zwar war sie von den meisten auf ihrem Arbeitsplatz besucht worden, aber nachdem sie den ersten Joint beraucht hatte, war ihr Erinnerungsvermögen doch etwas eingeschränkter. Sie konnte sich nur noch daran erinnern, dass ihre Empfindungs- und Wahrnehmungsfähigkeiten sehr gesteigert worden waren.

Und an Roger konnte sie sich erinnern, wie er sie dort rausholte.

Ihr Meister…

Na ja, nicht nur ihrer. Sie war nur eine der Seinen, eine von vieren. Die Ältere, diese Ute, hatte er ja schon weitergereicht. Wie sie da gestanden hatte, mit ihrer schwarz eingefärbten Haut, kahl geschoren, nur Möse, Arsch und Euter waren hellhäutig geblieben. Warum eigentlich? Sie wollte als ein Tier, genauer als Kuh leben. Weswegen dann die Hervorhebung ihrer Geschlechtsregionen durch Nichteinfärbung?

Schade, dass sie das, was dieser Tierarzt an ihr vornehmen wollte, nicht mehr mitbekommen hatte, weil sie auf dem Klo arbeiten musste.

Ficken und sich ficken lassen, sollte das nun das alles sein, was ihr in der Zukunft bevorstand? Doch allein dieser Gedanke reichte, wieder das Jucken ihrer Mumu zu spüren..

Etwas Essen..

Allerdings war der Blick in ihren Kühlschrank frustrierend: gähnende Leere!

Ob Peggy etwas für sie hat?

Barfuss und nackt ´warum renn ich eigentlich jetzt nur noch nackt hier rum?`

ging sie über den Flur, rüber zu Peggy, klopfte, doch niemand sagte etwas. War sie nicht da? Sie wollte, sollte doch auf Conny aufpassen! Ob sie…?

Die Türen waren hier ja eh nie abgeschlossen, also schob sie diese auf und sah dann beide eng umschlungen auf dem Bett liegen.

Conny schreckte als erste auf, doch als erkannt hatte, wer da kam, schmiegte sie sich erneut est an Peggy, die nun allerdings ebenfalls aufwachte, sich wohlig streckte und ihrer Mitschläferin einen Kuss auf den Rücken drückte.

„Na ihr Langschläfer!“ Regine setzte sich zu Beiden auf das Bett, „ich bin hier auf Betteltour. Mein Kühlschrank ist leer und…“

„Ach du Arme!“ Peggy schob Conny beiseite, „ich hatte vergessen, für dich noch einzukaufen gestern. Ess was mit uns. Wir müssen auch was zwischen die Zähne bekommen.“

Sie stand auf und setzte die Kaffeemaschine in  Betrieb.

„Wie geht’s dir heute?“ Regine setzte sich zu Conny, drehte sie auf den Rücken. Die offenen Stellen an ihrem Körper waren schon wieder gut verheilt, auch der misshandelte Unterleib konnte von ihr schon wieder, ohne Schmerz zu erzeugen, angefasst werden. „Da hat Peggy mich behandelt,“ gab Conny kichernd von sich, „sie hat eine Zunge…“

„Wirklich? Diese Technik muss ich noch etwas vervollkomnen,“ gab Regine zu.

„Soll ich’s dir beibringen? Vielleicht können wir das beide sogar bei einem Dreh machen. Ich muss mal Maren fragen.“

„Warum Maren? Ich denk, Roger ist der Chef?“

Schmunzend gab Peggy das zu, fügte aber an: „Maren ist eigentlich die richtig treibende Kraft hier. Ohne sie hätten wir noch diese Amitypen hier und wer weiß, wer dann noch von uns Alten hier wäre.“

„War dass so schlimm mit denen?“

Seufzend musste Peggy sie aufklären. „Roger war hier ja offiziell der Geschäftsführer, aber was und wie gedreht werden sollte, bestimmten die. Außerdem hatten sie draußen neben dem Studio ihr Labor. Und so auch laufend genügend Nachschub für die Drehs. Wieviele hab ich schon hier kommen sehen…“

„Nur kommen?“

Mit missmutigem Gesicht beichtete Peggy nun: „Die hatten bei den Dreh eine sehr  hohe ´Unfallquote`. Da hab ich die Mädels schön geschminkt und fertig gemacht, aber zum Abschminken kamen viele nicht mehr zurück. Und ins Studio durfte ich während der Drehs auch nicht.  Als dann Maren hier mit einstieg, wurde das alles etwas seltener. Irgendwas hat sie festgestellt und dann anscheinend diesem Oberboss das Messer an die Brust gesetzt und ihn  erpresst. Und kurz darauf war sie die Chefin hier und die Amis haben alles sie Belastende verschwinden lassen.“

„Und Roger?“

„Der stand ja von Anfang an immer voll hinter ihr. Schließlich hat er sie ja auch selber hergeholt. Dass er Geschäftsführer blieb, ist ja auch ihr Verdienst.“

„Und dieses Labor? Ist das noch da?“

„Maren hat sich diesen Chemiker zur Brust genommen. Danach haben die Beiden sämtliche Vorräte an Chemikalien noch verarbeitet und anschließend die Geräte abgebaut, verpackt und ausgelagert.“

„Und was passierte mit den Sachen, die noch unter Maren produziert worden waren?“

„Auch alles weg. Maren hat da nie drüber sprechen wollen. Nur manchmal…….“
“Manchmal was?“

„Na ja, wenn bei den Drehs oder auch bei den Veranstaltungen mal eine ausflippte, hat Maren sie immer sehr schnell wieder in die Spur bringen können…“

„Aha? Hat sie also immer noch irgendwelche Drogen?“

Peggy zuckte mit der Schulter. „Möglich. Ich hab da immer die Augen zugemacht. Aber ich hab mitbekommen, dass sie der Choreografin des Baletts immer eine kleine Tüte mit Pillen gibt.“

„Meine Maren als Drogendealerin…!“ Regine lachte auf.

„Sprech da bloss nicht mit ihr darüber. Sonst schiebt die mich auch ab.“

„Wieso auch?“

„Früher wohnten hier sehr viel komische Typen, die bei den Amis mit gedreht haben. Bis auf die beiden Schwarzen sind die alle weg.“

„Und warum sind die noch da?“

„Keine Ahnung. Jetzt sind die Beiden zum Glück erstmal ebenfalls weg. Aber,“ sie stand auf, „genug geredet. Jetzt wird erstmal gefrühstückt und danach zeig ich dir, was frau mit der Zunge gerade an und bei frau alles für die richtigen Gefühle machen kann.“

„Und dass kann Peggy wirklich gut,“ kicherte Conny, „mein Pfläumchen juckt und cremt immer noch nach.“

„Ja, du leckst tatsächlich wie ein kaputtes Auto,“ spöttelte die Verursacherin, sah zu Regine hin, „Wie wär’s, wenn du bei ihr weiter machst? Oder magst du nur noch mit Kerlen?“

„Ich hab auch einige Frauen bedienen dürfen,“ widersprach Regine, bevor sie sich Conny zuwandte, „Ihr vier Frauen,“ die Maskenbildnerin sinnierte laut vor sich hin, „Maren seh ich bei euch als den Machertyp, die…“

„Maren war schon immer eine Leitwölfin. Klassensprecherin, Schulsprecherin… Selbst unser Kaffeeklatsch war ihre Idee. Na ja, als sie schwanger wurde, war das dann schlagartig vorbei. Ihr Mann..“

„Was macht der eigentlich?“  

„Soweit ich weiß, ist der Kapitän, kommt nur alle 3-4 Monate mal kurz hierher…“

 „Und? Hat sie die Abwesenheit genutzt?“  „Überhaupt nicht. Sie war die ganzen Jahren über dieses unscheinbare, brave Hausmütterchen wie Martina oder ich. Nur Jenn blieb von der Kinderseuche verschont…“  

„Kinderseuche!“ Peggy musste auflachen, „wie viele hast du?“

“Zwei.  Andrea und Michaela, beide 21, Zwillinge halt.“

„Die Mann hätte lieber Söhne gehabt, oder?“

„Wie kommst du da drauf?“   „Na, bei den Namen…“

Regine seufzte. „Ich hab immer nur Ja und Amen gesagt. Ich will die Kinder nicht missen, aber den Mann dazu… Bei Roger hingegen. Schon als ich ihn nur als Wirt sah, strahlte der schon irgendwas aus..“

„Ja, er hat schon ne gewisse Aura. Das muss ich sogar zugeben.“ Peggy stimte ihr zu.

„Roger. Ist das der Chef von hier? Der mich da rausgeholt hat?“

„Genau der. Kanntest du den schon vorher?“

Conny schüttelte den Kopf. „Aber auf der Bühne bei der Versteigerung, da schon hat er mich beiseite genommen, hat mir ein Armband mit nem Pieper dran umgelegt, falls was sein sollte.“  

“Ich glaube, er kannte diesen Arsch, wusste, dass der sich vergessen kann.“  

„Was ihm ja auch passierte. Vielleicht hab ich auch selber mit Schuld dran gehabt. Ich hatte ihm ja von meiner Neigung zum Masochismus erzählt und …“

„Kein Grund, dich fast totzuschlagen.“

„Eure Maren hat mir prophezeit, dass mir das irgendwann erneut passieren wird.“

„Dann pass bloß auf, dass sie dich nicht als Escort für spezielle Kunden vermitteln will.“ 

„Sowas habt ihr hier auch?“   Conny wurde hellhörig.

„Maren ist halt sehr geschäftstüchtig und solange Roger ihr freie Hand gibt.. Selbst mich hat sie schon mal vermittelt.“

„Jetzt kommt aber, der Tisch ist gedeckt. Und du Conny, leg dir was unter. Ich will nicht, dass du die Stuhlbezüge einsaust!

Verlegen ging diese vorher ins Bad und holte sich ein Handtuch.

Roger + Maren + Bea

Maren hatte das Gespräch angenommen, sah nun zu Roger. „Wieder Martina. Sie kommt gleich her. Ebenfalls Jenn mit Johanna und Barbara ud zusätzlich noch Juliette. Ob wir nicht dann auch Regine dazu holen wollen?“

Roger sah mitleidig Bea an. „Dein großer Abend wurde so doch ganz schön gestört, oder? Ständig diese ganzen Anrufe.“

„Aber die waren doch auch wichtig für euch. Und wenn jetzt alle anderen ´Damen`von dir kommen, dann lernen die mich nun gleich als eine dir ihren kennen.“

„Ach du neugierige Jungsau!“ Maren nahm sie fest in den Arm, „ich ruf Regine an.“

 

„Na  du Spritdrossel? Wir haben gleich ein großes Meeting, bei Roger unten im Keller. Dein Herr erwartet auch die Anwesenheit seiner Geilsau,“ sie kicherte ins Handy,  „kommst du?“

„Ich bin grad wieder bei Peggy und Conny. Wir haben uns alle gemeinsam regeneriert..“ „Regenerieren nennt man das jetzt?“

„Na komm. Was habt ihr denn anderes gemacht?“

„Wir haben unsere, nein Roger hat seine neue Jungsau bestiegen und somit ganz offziell aufgenommen. Jetzt sind wir schon zu fünft!“

Maren wandte sich zu Roger: „Sie ist bei Peggy und Conny. Wollen wir die auch? Obwohl – wenn Tina was von unserem Vorhaben erzählt, werden’s zu viele Ohren, denke ich.“

„Es wäre dann wirklich nicht gut. Noch ist alles in der Schwebe und bevor wir nichts festgeschrieben und besiegelt haben, sollte es unter uns bleiben.“

„Und  was ist dann mit Regine?“

Maren, du kennst sie. Sie ist eine von uns, irgendwann wird sie es eh erfahren müssen.“

„Regine? Kannst du runterkommen? Unten durch den Saal, vorbei an den Separees zur Stahltür, dann bist du im Keller des Cafés und dort die rechte Tür: Da ist Rogers  Spielzimmer. Da werden wir alle sein. Bis gleich!“

„Soll ich alleine kommen?“

„Heute ja. Es gibt noch einiges an Interna zu besprechen, sonst hätte ich gesagt, bring Peggy und auch Conny mit. Vielleicht ergibt sich noch eine Gelegenheit, dass wir beide später dazu holen.“

„Na gut. Ich komm dann runter.“

Regina trennte die Vebindung, sah zu Peggy hin.

„Ich soll runter ins Spielzimmer kommen. Roger hat eine Neue aufgenommen und ich soll sie auch kennenlernen.“

„Jetzt geht’s ja ruckzuck mit eurer Requirierung,“ lachte Peggy. „Dann viel Spaß noch.“

„Danke!“ Regine war schon ungeduldig und neugierig, nackt wie sie war aus dem Zimmer heraus,  die Treppe runter, über den Gang hin zum Fahrstuhl.

Merkwürdig? Warum ist die Beleuchtung hier an? Und warum geht die Fahrtuhltür unten wieder zu? Ob schon jemand von den anderen auch gekommen und gerade eben runtergefahren ist?

Vielleicht treff ich die unten noch…

Sie drückte schon etwas aufgeregt auf den Fahrstuhlknopf, hörte, wie die Kabine hochfuhr, die Schiebetüren sich aufschoben, sich hinter ihr wieder schlossen und

der Fahrstuhl mit ihr in den Keller fuhr, als – kaum dass sich die Fahrstuhltür unten geöffnet und sie herausgetreten war, sie zwei ihr unbekannte, südländisch aussehende Männer erkannte, die sie ebenfalls etwas überrascht an den Armen zu sich aus der Kabine zogen, sie grob festhielten. Sie wollte noch protestieren, doch ein harter, fester Schlag an ihren Kopf beendete jeglichen Widerstand….

Jenn    

„Ich hoffe, das Treffen wird nicht zulange dauern. Ich muss morgen wieder in die Kanzlei.“

„Tröste dich, auch wir müssen wieder zur Arbeit,“ nahm Johanna sie in den Arm, „aber ich will nun auch unbedingt selber wissen, was Martina neues oder zusätzliches ausgehandelt hat. Und vielleicht rückt Roger noch etwas mehr über deinen Halbbruder raus.

„Ach du ahnungslose Oma,“ kicherte Jenn, „jahrzehntelang nichts und auf einmal holt dich die Vergangenheit ein.“

„Blöde Kuh!“ Ihr wurde fest in die Seite geknufft, als Barbara schon auf den Hof einbog und sich neben den großen schwarzen PickUp am Eingang stellte.

„Scheinbar ist Martina schon da. Aber soll das ein Taxi sein?“

„Vielleicht hat er sie privat hergefahren,“ mutmaßte Jenn, „Aber egal. Lasst uns reingehen.“

„Wollen wir nicht auf Juli warten?“

„Hast du nicht gesehen, wie sie diesen Oberkellner angesehen hat? Ich hab ihr doch auch den Code gegeben, ansonsten kann sie ja anrufen.“

Die drei traten vor die Eingangstür, Jenn tippte die 4 Zahlen ein und die Tür schnarrte auf.

Es war alles hell erleuchtet in dem großen Gebäude, ohne Probleme erreichten den Fahrstuhl. Dieser kam erst nach einer etwas längeren Wartezeit, doch als sich die Tür unten erneut aufschob, sahen sie sich zwei dunkelgekleideten Männern gegenüber, die, ohne das eine auch nur an Abwehr denken konnte, sich sofort mit  Schlagstock und einem Taser auf sie stürzten. Jenn wurde zuerst am Kopf getroffen, ging sofort zu Boden, während Barbara dem ersten Schlag ausweichen konnte, dann aber mit einem Handkantenschlag gegen die Schlagader ebenfalls außer Gefecht gesetzt wurde. Johanna war wie erstarrt, nun wurde auch sie mit von der Baseballkeule getrofffen und krümmte sich vor Schmerzen zusammen.

Als sie wieder wach wurde, lag sie unten im Saal neben dem Aufzug, erkannte in dem diffusen Licht eine ihr unbekannte nackte Frau, daneben Jenn und Barbara, beide ebenfalls hilflos mit auf dem Rücken gefesselten Kabelbindern und einem Tuch im Mund. Und dann war sie dran…

Sie bekam auch gar nicht mehr mit, wie der Fahrstuhl erneut nach oben fuhr

Martina + Ismir + Juliette

Martina war die nächste, die zusammen mit Ismir auf den Hof fuhr.

„Wer ist denn noch alles da? Und wer fährt dieses PickUp? Jenn bestimmt nicht.“

Vielleicht diese Steuerberaterin oder diese Reporterin?“

„Kann ich mir nicht vorstellen. Aber egal, die warten sicher.“

Sie schmiegte sich an Ismir, „ich würde dich  ja gerne mit runter nehmen, aber ich weiß nicht, ob Maren das gerade wegen dieser neuen Erkenntnisse gerne sehen würde.“

Ismir strich ihr übers Haar. „Ich kann’s schon verstehen. Wenn du nachher fertig bist – du hast ja meine Nummer.“ Er gab ihr einen Kuss und sie wollte gerade aussteigen, als der Wagen von Juliette auf denn Hof bretterte.

„Ich dachte, du bist schon längst da unten?“ Martina trat an ihren Wagen.

„Glaubst du, ich kann mir solche Wagen leisten?“ Juli stieg aus, „Der, der Daimler, das ist der Wagen von Barbara. Jenn und Johanna waren bei ihr im Wagen. Aber dieses PickUp? Ich musste noch etwas ..besprechen.“

„Aha? Besprechen nennt man ds jetzt?“

Beide lachten. „Trotzdem ist da was faul.“ Martina trat zurück an das Taxi. „Ismir, tu mir den Gefallen: Kannst du uns begleiten, wenn wir runterfahren? Dieser Wagen da…

Der Professor hatte ja erwähnt, dass die Amis sich an einen der Clans gewendet haben sollen. Wenn die schon…“

„Keine Angst, ich bring euch sicher runter,“ versprach Ismir, schloss sein Taxi ab und folgte beiden zum Eingang, wo Martina schon den Code eingab und in der Tür auf ihn wartete. Juli hatte bereit vorsorglich etwas aus ihrer Handtasche geholt und sah nun auch angespannt aus.

Als der Fahrstuhl wieder runter fuhr, stand Ismir bereits an der Tür, über die Finger der rechten Hand hatte er einen Schlagring geschobenn, während die beiden Frauen sich etwas hinter ihm aufhielten. Nach dem Öffnen der Tür unten sahen sie durch den Blick ins Dunkle zwar zuerst wenig, doch nachdem einer der Eindringlinge versuchte, Ismir mit einem Baseballschläger auszuschalten, dieser instinktiv mit der linken Hand diesen Schlag abwehrte, dann mit einem seitlichen Schwinger die Schläfe des Angreifers erwischte und auch mit durch den Schlagring verstärkten Treffer diesen sofort ausknockte. Beide bekamen gar nicht mit, wie der Zweite sich auf die Frauen stürzte, aber von Juli erst mit dem Spray in die Augen geblendet und dann mit einem sauber geführten Handkantenschlag ins Genick zu Boden geschickt wúrde.

Alle drei sahen sich entsetzt an, dann kniete sich Martina neben den, der von Juli erlegt worden war, fühlte nach einem Puls, aber sie spürte nichts. Der Erste lag ebenfalls bewusstlos auf dem Boden, lebte aber noch.

„Verdammt, wer sind die denn? Wo sind Roger und die anderen?“

Etwas im Hintergrund erkannte Juli die verschnürten anderen vier Frauen.

„Die wurden auch von denen niedergeschlagen. Sind da  vielleicht noch mehr  bei Roger und Maren?“

„Ihr bleibt hier!“ Ismir sah zu Martina, „wo geht das das hier weiter?“

„Komm, ich war heut Nacht schon in dem Tunnel gewesen,“ Juli bückte sich und gab Martina einen der Schlagstöcke, „wenn einer wieder zu sich kommt – einfach zuschlagen.“ 

„Wohin denn?“ 

„Wohin wohl! Auf den Kopf natürlich!“

Dann wandte sie sich an Ismir. „Komm! Wir schauen nach Roger und Maren.“

Roger

Er hatte sich einen Bademantel übergezogen, bevor er sich mit Maren und Bea nach unten begeben hatte. Staunend betrachtete Bea die Einrichtung, erkannte das verstellbare Kreuz wieder, in dem sie 3 der ´Kolleginnen`in der letzten Nacht bereits gesehen hatte. „Möchtest du schon mal Probehängen?“ Maren zog sie an des Gestell und noch kichernd ließ Bea sich die Arme fixieren. Als dann aber auch um die Knöchel die Fesseln geschlungen wurden und sie feststellte, dass sie ohne Hilfe da nicht mehr rauskommen würde, wurde sie doch unruhiger. Zumal nun auch Maren anfing, sie immer heftiger zu stimulieren.

Roger hatte sich gegen die Liege gelehnt, sah den Spielereien seiner devs amüsiert zu. „Schieb ihr den Plug in den Mund. Uns hört hier zwar niemand, aber dann erkennt unsere Jungsau, wo sie gelandet ist.“

Maren holte das Teil, allerdings nicht ohne auch die Katze und ein Tuch mitzunehmen.

„Du weißt doch, Schmerz kann auch Lust erzeugen,“ teilte sie Bea mit, bevor sie diese fest küsste und ihr denn den Mund verschloss. Als ihr dann allerdings  auch noch die Augen verbunden worden waren, wurde Bea doch etwas panisch. Es half ihr nichts, Maren hatte Lust auf sie bekommen und sie war ein reizvolles Opfer.

Nach zwei Schlägen auf den Hintern dann einem leichten auf die Vagina gönnte sie Bea eine kurze Pause, allerdings nicht, ohne ihr diese ´Muschi` mit dem lederumwickelten Griff tief in die schon wieder nasse Scheide zu schieben….

„Roger! Maren! Wir sind überfallen worden!“ Atemlos keuchend stürzte Juli in den Raum,  Ismir hinter ihr. Vorsorglich hatte er wieder seinen Schlagring übergeschoben.

„Was ist passiert?“

Roger packte Juli an den Oberarmen: „Wer wurde wo überfallen?“

Ismir war etwas besonnener. „Da am Fahrstuhl haben zwei Männer anscheinend gewartet. Sie haben dort 4 Frauen niedergeschlagen, davon 3 gefesselt. Martina ist bei denen. Scheinbar haben die uns kommen gehört. Juli und ich haben die erledigt, aber .. Hier bei euch ist noch niemand gewesen, oder?“

„Nein, natürlich nicht. Würden wir sonst hier so ruhig spielen?“ Roger ging an eine Schublade, holte eine Pistole heraus. „Ich geh nach oben und schau, ob jemand auch nach oben gegangen ist. Kommst du mit?“ blickte er Ismir an.

„Sicher.“

„Schaut ihr nach den Frauen?“ Dann gingen beide leise und vorsichtig die Treppe hoch. Maren war einen Augenblick etwas kopflos. Sie vergaß Bea am Kreuz und rannte durch den Tunnel hin zum Fahrstuhl. Martina hatte schon Jenn und Barbara befreit hatte und war gerade dabei, Johanna loszubinden.

„Was ist mit Regine?“ Sie kniete vor der Freundin, die regungslos auf dem Boden lag, fühlte nach dem Puls. Zum Glück spürte sie etwas. „Sie lebt noch.“ Erleichtert zog sie Regine an ihre Brust, dann schaute sie zu den zwei Angreifern. „Wer sind die? Was wollten die?“

„Keine Ahnung.“ Martina kniete sich zu den Beiden runter. Die sehen aus, als kämen sie aus dem Libanon. Warte, der Professor hat gesagt, die Amis hätten sich an einen der Clans gewandt. Ob die…?“

„Möglich. Ich hatte ja befürchtet, dass die etwas machen werden, aber dass sie gleich soweit gehen?“

Martina sah bedrückt Maren an. „Wollen wir nicht erst anrufen bei der Polizei und dem Notarzt?“

„Warte. Regine kommt grad wieder zu sich. Wie sieht’s mit den Beiden aus?

„Der eine rührt sich nicht mehr, der andere stöhnt noch.“

„Was war dass denn?“ Johanna hockte schon neben dem Regungslosen, fühlte den Puls.  „Dieses Schwein ist tot.“

Juli kniete sich dazu,  schob dessen rechten Arm frei, erkannte eine Tätowierung. “Der gehört zu Al Bensa.“ Sie legte auch bei dem Anderen den Unterarm frei, „der ebenfalls.“ Sie erhob sich wieder. „Ich hab mal über die Clans geschrieben und auch dafür recherchiert. Die arbeiten hier neben dem Drogenhandel und Prostitution auch als Auftragskiller.“ Sie durchsuchte die Taschen des einen. „Hier, wusste ich doch. Alles dabei: Pistole mit Schalldämpfer, Springmesser und he! Der hatte sogar ein Würgeseil dabei. Das sind Profikiller!“

Jenn hockte sich neben dem Toten. „Wenn bei der Polizei durchsickert, wer dafür verantwortlich ist, dann sind auch wir alle dran. Die werden bei den Ermittlungen dann ebenfalls die ganzen Verkaufs- und Übergabeverträge überprüfen und sich dabei dran stoßen an den niedrigen Verkaufszahlen. Dass da irgendetwas nicht koscher war, würde selbst einem Blinden auffallen. Und dann haben wir zusätzlich die Steuerfahndung am Hals. Unsere ganzen Planungen könnten wir dann vergessen und sowohl Maren als auch Roger werden in den Bau wandern.“

„Und was sollen wir dann machen?“

Maren sah kalt auf beide herunter. „Wir lassen die verschwinden.“

„Aber nicht so einfach. Der da, er deutete auf den Bewusstlosen, den bringen wir zum Reden. Wir spannen den ans Kreuz… Verdammt! Habt ihr Bea dort hängen lassen?!

Maren und Jenn starrten sich an. „Wir haben die vergessen. Scheiße!“

Beide rannten los zum Spielzimmer, wo Bea hilflos in ihrer Fesselung zappelte und erstmal tief Luft holte, als man ihr den Knebel aus dem Mund zog, dann aber wie ein Rohrspatz zu zetern anfing. „Ihr könnt mich doch nicht so einfach allein lassen. Wenn was passiert wäre..“

„Es ist genügend passiert, sogar zuviel,“ erklärte ihr Maren während sie ihr die Bänder löste, „wir sollten überfallen werden…“

„Sollten? Wir wurden überfallen. Regine ist noch ohnmächtig, einer von den Typen ist tot, der andere noch besinnungslos…“

„Ist die Polizei auch schon da?“

Jenn und Maren sahen sich kurz stumm an, dann versuchte Maren zu erklären. „Es kommt keine Polizei. Bea, du bist jetzt voll eine von uns. Es dürfte zu einer Konfrontation mit der Mafia oder einem der beiden Clans hier kommen. Noch kannst du aussteigen, wir würden dir das nicht mal übel nehmen. Aber – wir Alten, wir zeigen es dem Pack.“

Bea stand inzwischen wieder auf eigenen Füßen, rieb sich die Druckstellen. „Ich aussteigen? Warum? Nur weil es Ärger geben könnte? Wer bin ich denn? Zwar nur die Jüngste von euch, aber ich bin nun auch ein Teil von euch, von CoR.“ Sie richtete sich auf. „Wo sind die anderen?“

„Vorne, noch am Fahrstuhl. Martina versucht Regine ganz aufzuwecken, Juli, Barbara und Johanna sind auch da und dieser Taxifahrer von Martina. Der und Juli haben die zwei erlegt.“

„Juli? Diese kleine Zierliche?“

„Genau die. Laut Martina hat sie dem Toten den Halswirbel zertrümmert,“ Jenn sah Maren an, „und wie cool die dabei geblieben ist. Als ob ihr das nicht das erste Mal passiert ist.“ Nachdenklich sah diese zurück. „Wenn, dann wird sie auch wissen, wie wir das geheim halten können.“

„Und was ist mit Barbara und Johanna? Wie werden die reagieren?“

„Johanna wird schweigen. Dafür bring ich ihr ihren Sohn, also meinen Bruder. Und Barbara – ich glaub, die tickt so wie ich..“

„Außer bei der Partnerwahl,“ kicherte Maren schon wieder.

„Na und? Frau ist halt flexibel und heute hätte wohl auch sie weniger Probleme damit.“

„Und der Taxifahrer?“

Nun wurde Maren etwas nachdenklich. „Ich kenn den zuwenig. Martina hat den mehr im Griff…“

„Wie ihr redet! So .. verschwörerisch.“ Bea stand plötzlich mit vor den Brust verschänkten Armen vor den Beiden, „wir sind überfallen worden und ihr redet schon über das Vertuschen.“

Maren nahm sie in den Arm, zog sie an sich. „Bea, du hast eben ´wir` gesagt.  Ja, ´wir` müssen nun zusammen stehen. Da wird noch mehr auf uns zukommen, glaube mir.“

„Was sagt Roger dazu?“

Maren griff nach ihrer Hand, drückte sie fest.  „Wir werden das gleich erfahren…“

Roger

Roger kniete sich neben Regina nieder, die im Arm von Martina lag. „Wie geht es ihr?“

„Siehst du doch,“ fauchte Martina ihn an, „diese Arschlöcher  haben sie fast totgeschlagen, wenn sie nicht von Jenn und Johanna gestört worden wären.“

„Wie kamen die überhaupt rein hier?“

„An der Tür gabs keine Einbruchspuren. Ich hab nur den Code eingeben, den Maren mir gesagt hat und der funktionierte. Ich bin froh, dass Ismir mit runter gekommen ist und auch Juliette. Wie die reagiert hat. Die muss gespürt haben, dass da was faul ist..“

„Wieso?“

„Na, weil sie schon im Fahrstuhl ihren Tränengasspray rausgeholt hatte. Die hat scheinbar ein Gespür für solche Sachen.“

„Und die hat den da zusammengeschlagen?“

Martina nickte. „Das ging alles so schnell. Der, der kam auf uns zu. Hatte ne Stange oder sowas in der Hand. Juli hat dem dieses Gas in die Augen gesprüht und dann …

Wenn ich so darüber nachdenke – die hat sich zurückgebeugt und im Vorschnellen sich irgendwie gedreht und mit der linken Hand dem am Hals getroffen. Der ist weggesackt wie…“

„Das Ergebnis sehen wir. Gut oder auch nicht gut.“ Roger küsste Regine auf die Stirn. „Komm wieder zu dir, Kleine!“

Er richtete sich wieder auf, ging zu Barbara und Johanna. „Wie geht es euch?“

Bei beiden hatte sich der Schock schon wieder etwas gelöst, Barbara weinte zwar noch, aber Johanna hielt sie fest im Arm. „Was machen wir jetzt? Die Polizei anrufen?“

„Bleibt uns was anderes übrig?“ Roger war reichlich demoralisiert. „Wenn mit Regine nun etwas passiert ist. Diese Kerle da – scheiß drauf. Aber den da,“ er deutete auf den Bewusstlosen, „den bring ich zum Reden! Jetzt brauch ich Maren.“

„Ich bin doch schon hier, mein Meister.“ Sie war als erste wieder an Fahrstuhl erschienen, Bea, noch sehr aufgelöst und Jenn folgten.

Vom Boden kam ein leises Wimmern: Regina kam zu sich.

Juli kniete sich zu ihr. „Gibt es hier irgendwo Eis? Wir müssen sie kühlen. Ich könnte auch was zum Kühlen brauchen.“

„Für deine Hand, oder?“ Juli nickte, versuchte dabei zu lächeln, „So oft mach ich sowas ja auch nicht.“

Martina sah sie überrascht an, legte ihr dann die Hand auf den Arm. „Red da nicht drüber. Zumindest jetzt nicht.“ Wieder strich sie ihr über  die Stirn. „Wie fühlst du dich? Bist du okay?“

Juli konnte schon wieder lächeln. „Ich hab zwar grad nen Mann erschlagen, aber sonst bin ich okay. Lieber der als wir.“ „Nun konnte Martina nicht mehr an sich halten – sie zog die junge Frau ebenfalls fest an ihre Brust. „Danke!“

Roger und Maren hatten sich neben Ismir gestellt. „Kennst du einen von denen?“

Dieser nickte. „Den da,“ er zeigte auf den Bewusstlosen, „wenn der mich erkannt hat, bin ich auch dran. Was willst du mit dem machen?“ Dabei sah er Roger an.

„Wir bringen den erstmal ins Spielzimmer und fragen den nach den Auftraggebern. Aber – wie sind die überhaupt hier reingekommen?“

„Diese Tür öffnet sich, wenn sie nicht von innen ausgelöst wird,  nur mit Code oder Chipkarte. Da ist auch ne Kamera über der Tür. Ich kann nachvollziehen, wessen Code oder welche Karte die benutzt haben. Aber das dürfte der da uns sicher auch sagen können.“ Marens Verstand arbeitete wieder auf Hochtouren.

Juli war dazu gekommen. „Soll ich den zum Reden bringen?“

Alle drei starrten sie an.

„Was ist? Ich kann mehr als nur schreiben und ficken. Ich sollte für eine Behörde eine Dokumentation über ne Kommandoeinheit schreiben. Und die haben  mich in eine Ausbildungseinheit gesteckt. Von daher kann ich mich  auch wehren.“

„Man hat’s gesehen!“ Ismir nahm sie in den Arm.

„Du hast aber auch sehr gut reagiert. Alleine dein Schlagring.. Eigentlich hätte sein Stirnbein gebrochen sein müssen.“

„He! Tauscht euch gefälligst später über eure Heldentaten aus. Zuerst muss Regine hoch in ein Bett. Ich denke, wir legen sie in unseres, oder Roger?“ Maren hatte wieder dss Kommando übernommen. Sie sah auf Johanna und Barbara. „Bleibt ihr auch hier? Zum Schlafen kommt ihr eh nicht mehr. Außerdem müssen wir noch reden über Martinas neueste Erkenntnisse. Und ich denke, du Roger, solltest den da erstmal aufwecken und zusammen mit Ismir und Juli zum Reden bringen. Ehrlich gesagt – ich möchte da nicht mit bei sein. Und du Martina, du auch nicht. Der wäre sonst tot, bevor der ein Wort würde sagen können.

Was machen wir dann später mit den Beiden? Verschwinden müssen die ja und…“

„Aber, der eine da, der lebt doch noch!“ Nun wurde es doch etwas zuviel für Bea.

„Ach Kleine…“ Martina nahm sie in den Arm, „komm, wir Frauen tragen Regine hoch. Sie sah die anderen Frauen an, deutete auf den Bewusstlosen,  „der hier ist was für die Spezialisten. „Ich bring dir dann auch gleich etwas Eis runter, Juli.“

Dabei griff sie Regina von hinten unter ihre Brust, die anderen Frauen packten an den Füßen mit an…

Juliette

 Juliette sah zu Roger hoch. „Wo wollen sie ihn zum Reden bringen? Hier oder…?“

„Ich denke, wir bringen ihn ins Spielzimmer. Dort wird den niemand hören können. Oder was meinen sie, Ismir?“

„Besser wäre es schon. Und der andere?“

„Weglaufen wird der uns kaum.“ Juli sah das ganz pragmatisch.

Gemeinsam schleppten beide Männer den 85 kg-Mann durch den Tunnel und legten ihn auf dem harten Boden ab, schlossen die schalldichte Tür.

„Wie bekommen wir den jetzt wieder wach?“

„Ganz einfach: Wasser! Aber lasst uns ihn erst ausziehen. Nacktheit verstärkt das Unsicherheitsgefühl, gerade bei so einem.“ Wieder war Juliette tonangebend.

„Lass den doch sich selber ausziehen. Gerade wenn eine Frau dabei ist, wird’s im noch peinlicher sein.“

„Und wenn der wieder auf uns losgeht?“

Ismir nickte. „Der wird sich wie ein in die Enge gedrängtes Tier fühlen, stimmt. Verlieren hat er nichts mehr und das wird ihm bewusst sein. Binden wir ihn lieber in…“ er sah sich um, „das Kreuz da.“

„Aber nackt will ich ihn trotzdem haben. Mir war dass immer sehr peinlich in derartigen Situationen.“

„Was hast du, äh sie denn schon alles erlebt?“ Roger sah Juli überrascht an.

„Wollen wir in dieser Situation nicht alle beim DU bleiben? Irgendwie schweißt uns die Lage doch zusammen, oder?“

Beide Männer nickten…

Juli hatte sich schon wieder neben den Bewusstlosen hingehockt, zog dem dem die schwere Lederjacke und das Hemd darunter sowie die feste schwarze Hose aus.

Gemeinsam hoben sie nun den Bewusstlosen hoch, Juli legte die festen Ledergürtel um beide Arme, dann wurden die Beine des schlaffen Körpers ebenfalls am Kreuz fixiert.

„Hast du ein Messer oder eine Schere hier?“ Sie sah Roger an. 

„Reicht ein Rasiermesser?“ Roger wühlte in einer Schublade.

„Ideal!“ Juli ließ die Klinge über ihre Härchen am Unterarm streifen, dann begann sie, sein T-Shirt aufzuschneiden.

„Warte.“ Ismir fasste an ihre Hand, „wir wecken den erst auf. Soll er doch mitbekommen, was mit ihn passiert.“ Sie lächelte. „Angst fressen Seele auf. Stimmt. Roger, hast du einen Eimer Wasser?“

Roger fühlte sich zwar etwas wie ein Dienstbote, aber in diesem Fall überließ er das Handeln lieber den beiden Anderen.  „Wir schieben das Kreuz in den Nassbereich da in der Ecke. Da ist ein Abfluss im Boden. Wenn wir zuviel hier rumsauen, jammert Maren wieder rum.“

„Hast du nun nicht schon genügend Frauen, die du dafür einsetzen könntest?“ Auf den Mund gefallen war Juli auch in dieser Situation noch nicht.

Wieder wurde der schlaff in de Fesseln hängende Körper durch den Raum geschoben. Allmählich fing der schon an zu stöhnen. Trotzdem hielt Juli ihm den Duschkopf vor das Gesicht und drehte das kalte Wasser auf, bis er langsam wieder zu sich kam.

„Hoffentlich spricht der Deutsch,“ hoffte Roger, während er ihm ins Haar griff, doch Ismir beruhigte ihn. „Ich kann auch Arabisch. Was wollen wir eigentlich alles aus ihm herausholen?“

Roger hatte konkrete Vorstellungen. „Seine Auftraggeber, wie er hier reingekommen ist, seine Aufgabe..“

„Uns wird garantiert noch mehr einfallen. Und wenn wir das alles erfahren haben – was dann?“

„Du würdest den auch gerne hopps gehen lassen, oder?“

„Dann haben wir zwei Leichen zu entsorgen. Das soll lieber seine Familie machen.“

„Wie meinst du das denn?“

Ismir lächelte. „Wir rufen den Clanführer an. Die haben ein ausgeprägtes Ehrgefühl. Umbringen werden die ihn wenn dann hoffntlich selber – er hat schließlich versagt. Aber wenn wir uns an die wenden, erkennen sie, wen sie vor sich haben und wie wir reagiert haben. Wenn wir die einfach verschwinden lassen, schicken die die nächsten Beiden.“

„Du denkst wie ein Profi, Ismir.“ Roger erkannte die Situation. „Also – bringen wir den Vogel zum Singen.“ Er sah Juli an auffordernd. „Willst du uns mal zeigen, was du noch so alles drauf hast?“

„Darf ich wirklich?“ Sie wandte sich an den inzwischen wieder zu sich Gekommenen, „Wer bist du?“

Statt zu antworten spuckte er wütend auf sie und ließ eine Fluchtirade los.

„Na dann..“ Juli trat zurück und ging gemächlich rüber an den Strecktisch. „Habt ihr ein Problem damit, wenn ich mich etwas lockerer anziehe? Ich will mich bei sowas wie dem da doch nicht dreckig machen.“

Beide Männer lachten. „Pass aber auf, dass du den da nicht noch nebenbei geil machst.“

„Soll er doch,“ kam es schnippisch von Juli zurück, „dann wird eben das Rasiermesser dafür sorgen, dass dies dann sein letzter Ständer gweseen sein wird.“

Sie tänzelte nun nur noch in BH und  Tanga zu ihm hin, streichelte mit dem Rasiermesser über sein Gesicht. „Wie war nun noch mal dein Name?“

Ein erneutes wütendes Grunzen war die Antwort. „Nun denn…“ sie fuhr mit der Klinge unter sein T.Shirt und schlitzte dieses von oben nach unten auf, dann wollen wir das Kerlchen mal ganz freilegen.“

Es war zu erkennen – sie konnte geschickt mit der Klinge umgehen. Schon nach wenigen Schnitten war sein Oberkörper freigelegt, die Unterhose ging sogar noch schneller. Roger durchsuchte die Kleidungsteile und wurde fündig. Neben Ausweispapieren, die ihn  als Ahmed G. auswiesen, auch eine Chipkarte für die Türanlage.

„Was haben wir denn da? Wo hast du die denn her?“ Juli hielt ihm das Teil vor die Augen, doch eine Antwort blieb er schuldig. „Nun denn, sie suchte in den Schubladen, fand ein Schachtel Streichhölzer, von denen sie einige anspitzte und an seine rechte Hand griff. Auch wenn er krampfhaft versuchte, sich ihrem Griff zu entziehen – langsam begann sie vom kleinen Finger ausgehend langsam ein Streichholz nach dem anderen unter die Fingernägel zu schieben, immer wieder nachfragend, woher er diese Karte hatte.

Als sie den Zeigefinger erreicht hatte, kam endlich die Aussage, dass sie von den beiden Negern stammen sollte.

„Haben sie dir diese Karte freiwllig gegeben?“ fragte Roger nach. Nach einem kurzen Nachdrücken auf die schon gespickten Fingerkuppen gab er zu, dass beide nach München gelockt worden waren, dort ausgefragt und anschließend entsorgt worden waren.

„Also hatten die das schon langfristig geplant,“ stellte Roger fest, „unser Gespräch mit den Amis war also von vornherein bedeutungslos. Gut zu wissen.“

„Was solltet ihr hier veranstalten? So ohne eine bestimmte Absicht war dieser Überfall dann sicher auch nicht.“

Wieder schwieg Ahmet, also machte Juli unbeeindruckt weiter. Vorher zog sie ihm die zerscnittenen Teile seiner Unterhose vom Leib, amüsierte sich über seinen kleinen beschnittenen Schwanz, den sie ungerührt anwichste, dann fest den Hodensack quetschte und ihn aufstöhnen ließ.

„Du kleinschwänziger Kanake, du hast die Frage gehört: Was habt ihr hier vorgehabt?“

„Ich dich bring um, du Hure!“ kam als hasserfüllte Antwort.

„Na dann…“ Sie lächelte, streichelte über sein Gesicht, dann tasteten sich ihre Finger auf die schon leicht hervorstehenden Halsschlagadern und … drückte die Blutzufuhr zum Gehirn ab. Nach einem kurzen Aufbäumen sackte Ahmet ohnmächtig in seinen Fesseln zusammen.

„Interessant!“ Ismir trat dazu, „wo hast du gedrückt?“

Juli lachte ihn trotz dieser recht makabren Situation an, „einfach hier,“ sie legte ihre Hand an seinen Hals und übten einen kurzen Druck auf die Blutgefässe aus, allerdings drückte er sie sofort von sich, „das kurz halten, dann trittst du sofort ab. Und wichtig auch – es hinterlässt keine Spuren.“

„Wo lernt man denn sowas?“ Er rieb sich noch seinen Hals.

„Das hat mir mein Herbert beigebracht,“ schmunzelte sie, “aber genaueres wirst du sicher nicht wissen wollen.“
Sie sah Roger an. „Können wir den nicht auf die Bank legen? Das Kreuz mag ja zum Spielen ideal sein, aber zum Ausfragen wie bei dem hier unpraktisch. Außerdem brauch ich dann nicht immer meine Arme nach oben halten. Und du hast hier eine so schöne Streckbank…“

Kurz darauf lag Ahmet lang ausgestreckt nackt mit dem Rücken auf dieser Unterlage, während er langsam wieder zu sich kam.

„Na, hast du nun eine Antwort für mich?“ Juliette ließ nicht nach, „was habt ihr hier mit uns vorgehabt?“ Zur Bekräftigung ihrer Frage griff sie nach seiner rechten Hand, umfasste den Zeigefinger und … knickte ihn nach  hinten weg. Laut und vernehmlich knackte es und er stöhnte auf…

Lächelnd strich mit einem Finger über seine Brust. „Du  hast  noch 9 weitere Finger und glaub mir: ich habe keine Skrupel, dir jeden Finger einzeln auszurenken.

Also: Was habt ihr hier vor gehabt?“

Als sie nun auch mit der linken Hand angefangen hatte, war er endlich soweit.

„Wir sollten diesen Kremer und diese Kruppke beseitigen.“

„Aber warum habt ihr dann die anderen nur betäubt und gefessellt?“
“Wir wussten nicht, wer diese Kruppke ist und dann kamen plötzlich immer mehr herunter und….“

„Ihr hättet also jeden umgebracht?“

„Genauso wie du meinen Bruder umgebracht hast.“

Juli schüttelte strafend ihre Finger. „Er hat sich von einer kleinen schwachen Frau umbringen lassen, dieses Dummchen. Und dafür wird er auch ohne seine Eier seine 72 Jungfrauen empfangen können. Genauso wie du… Ich wollte dir zwar keinen äußerlichen Schaden zufügen, aber – die hier,“ sie umfasste seinen Hodensack, „von denen darfst du  dich schon mal verabschieden.“

Ismir trat lächelnd zu ihr, reichte ihr das Rasiermesser. „Schneid ihm die Eier ab. Und den Schwanz gleich mit dazu.“

„Kannst du das nicht machen? Ich mag diesen stinkenden kleinen Stummel nicht anfassen. Dieser Kerl ist so…“

„Juliette, mach du doch eine Pause. Geh nach oben, kühl deine Hand und beruhige die Frauen oben. Ich mach mit Ismir hier weiter. Und schicke dann Maren runter. Oder,“ er sah zum Taxifahrer, „willst du von all dem hier lieber auch nichts weiter mitbekommen?“

Ein Lachen war die Antwort. „Wann erlebe ich mal sowas bei meiner Arbeit? Wenn ich nachher mit deiner sogenannten Dienerin alles nachspielen darf…“

Roger lächelte wissend. „Du willst Martina, du bekommst Martina….“

 

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

gefällt mir immer besser, das wird ja langsam zu einem richtigen Thriller. Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

Liebe Grüße Estartu