CoR Kaffeeklatsch II Kapitel 2

"Klappentext"

Martina, Regine, Roger+Maren, Juliette, Bea, Roger+Maren

 

 

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Martina

 

Claudia fing an, gemeinsam mit ihrem Bruder den Tisch abzuräumen, nachdem alle fertig waren. Martina (wieder in ihrem Kittel) hatte sich auf ihrem Stuhl  entspannt zurück gelehnt und sah rüber zu ihrem Stefan.  „Mit den Einkaufen wird’s heute vielleicht doch nichts. Hab gesehen – heute ist Sonntag Ich muss noch meinen Wagen abholen und dann noch mal zu Maren und Roger.“

„Nicht eher zu Roger?“

„Nein diesmal Maren. Es gibt da ein neues Problem wegen der Planungen mit dem neuen Stadtteil.“

„Bitte? Ich dachte, du arbeitest nur als Aushilfe bei deinem Roger!“

„So war’s geplant, ja. Aber es ist überraschend mehr draus geworden. Und mal ehrlich – es macht mir richtig Spaß. Ich hatte ganz vergessen, wie viel Vergnügen es machen kann, bei Kontroversen schlichtend zu vermitteln oder selber die Kontrolle und Führung dabei zu übernehmen. „Vielleicht sollte ich Maren vorschlagen, dass sie oder wir eine neue Management-Firma gründen. „Ein bisschen Kapital hab ich nun ja auch schon..“

Stephan schüttelte nur den Kopf. „Was ist mit dir bloss passiert. Aber ok. Soll ich dich dann gleich hinfahren?“

Sie schüttelte den Kopf. „Es geht leider nicht. Ich muss sehen, dass ich den Taxifahrer von heute Morgen wieder bekomme. Der hat da was aufgegriffen auf seiner Tour vorher und ich will den zu Roger lotsen. Vielleicht bekommt der noch mehr aus dem raus.“

Claudia und Rolf starrten sich an. „Das ist mit Mama ja wie beim Krimi!“

Als diese dann auch noch mit ihrem Handy ins Wohnzimmer ging und nach dem Gespräch lächelnd wieder kam und sich erneut diese Korsage anzog, waren sie noch sprachloser. Jetzt erstmals protestierte Stephan. „Du kannst ja gerne hier so rumlaufen, auch bei deiner Arbeit, aber wenn du hier  aus dem Haus gehst, sind zumindest Brust und Po bedeckt.“

„Oh je.“ Martina hatte es tatsächlich ganz vergessen….

10 Minuten später stand sie seriös bekleidet mit einem luftigen Sommerkleid vor dem Haus und wartete, dass Ismir sie abholte. Ungefragt setzte sie sich wieder zu ihm nach vorne.

„So schnell sieht man sich wieder..“ Er betrachtete sie gründlich. „Heute Morgen sahst du irgendwie aufregender aus.“

„Fehlt dir der freie Blick auf meine Schambehaarung?“ Sie zog ihr Kleid hoch bis zum Bauch. „Wirk ich so etwas vertrauter für dich?“

Zwar wollte er gleich nachfühlen, doch sie vertröstete ihn auf den Zielort. „Ich zeig dir den Raum, wo die Party gestern gelaufen ist. Du wirst staunen. Außerdem auch die Bühne, wo ich..“

Umso bereitwilliger folgte er ihr durch den Rundbogen, hin zum Fahrstuhl, bei dem der Boden schon wieder mit dicken Teppichen bedeckt worden war. Als sich unten die Fahrstuhltür aufschob, staunte selbst Martina. Alles war schon wieder aufgeräumt, weggeräumt und der ganze Raum wurde hell ausleuchtet vom grellen Neonlicht.

Im Hintergrund waren noch einige damit beschäftigt, die Tische mit weißen Planen  abzudecken.

„Hallo Martina. Schon ausgeschlafen?“

„Mein Meister,“ sie machte einen Knicks, „hi Maren. Schön, dass ihr kommen konntet. Das hier ist Ismir. Er hat ja einiges mitbekommen auf seinen Touren heute Morgen.“

Ismir erkannte, dass er reingelegt worden war. Weg konnte er nicht und Roger wirkte auch nicht grad wie ein schwächliches Männchen.

„Lasst uns einen Kaffee trinken gehen,“ schlug Roger nun diplomatisch vor. Maren ging mit Martina vor durch den langen Fluchttunnel, öffnete unten im Cafe die Tür zum Spielzimmer im Keller und ging dann hoch, Kaffee und Tassen zu holen.

Staunend trat Martina in dieses SM-Kabinett, erkannte das Kreuz, an dem sie selber noch vor 14 Stunden fixiert worden war und .. hinter dem die halbnackte Jenn hervor trat, auf sie zulief und umarmte. „Na, du ex Femme Fatale. Schon alles überstanden?“

Dann bemerkte sie scheinbar überrascht den Taxifahrer, der vor Roger nun sprachlos in dem Raum stand.

„Ah, unser neuer Kontakt zur Anderswelt..“

„Alleine schon Anderswelt!“ Dieser hatte erstaunlich schnell die Fassung zurück gewonnen, drehte sich zu Roger. “Ihr Arbeitszimmer?“

„Sie kennen sich anscheinend damit aus..“

„Ich komme viel rum und manchmal auch rein. Was hat sie aufgeschreckt, dass sie mich so schnell hierher lockten?“

„Ich mag Männer mit schneller Auffassungsgabe. Und ja, es stimmt, das mich, uns etwas aufgeschreckt hat.“

Maren kam mit dem Kaffee, stellte das Tablett ab auf der Streckbank, wandte sich dann an Ismir. „Martina erzählte etwas von einer SMS zweier Fahrgäste auf der Tour vor ihr…“

„Darum geht es also. Schon klar.“ Er sah zu Martina rüber, „Ja, sie hat mir auch geholfen, dass ich mich besser erinnern konnte.“

Jeder halt so gut er kann, oder?“ Jenn trat zu ihm, legte seine Hand auf ihren nackten Unterleib. Wird damit dein Erinnerungsvermögen erneut angeregt? Wir können darüber Nachverhandeln…“

„Nun ja, das war die Tour ins Villenviertel: Steingräber und Bohnsack. Niemandsweg 23 und 25. Dieser Bohnsack bekam eine Sprachmeldung aufs Handy. Von wem? Keine Ahnung. Allerdings sprach der Anrufer mit einem osteuropäischen Dialekt.“

Er brach ab. „Was passiert, wenn ich ihnen alles gesagt habe?“

Roger sah zu Maren rüber, die nur nickte, dann zog er aus seiner Hose ein Bündel Geldscheine und reichte ihm 2 Fünfziger. Ismir lächelte nur. „Ihre Martina hatte ebenfalls versprochen, mir auch die Bühne zu zeigen, auf der sie…“

„Ist schon gut, Ismir.“ Sie streifte ihren Rock herunter, „deinen Schwanz kenne ich ja schon und ich hatte auch versprochen, dass wir das noch .. vertiefen wollten. Aber zuerst..“ Sie ging vor ihm auf die Knie und knöpfte seine Hose auf.

„Der Bohnsack hat anscheinend Kontakt zur Russenmafia und einer von denen hat ihm wohl geflüstert, dass die Amis Druck aufbauen wollen. Wer diese Amis waren, weiß ich leider nicht. Allerdings sagte dann der Steingräber, dass das es mit diesem  Bauvorhaben noch problematisch werden könnte. Bohnsack meinte daraufhin nur, dass er mit ihm reden müsste. Wer der ´Ihm` ist, keine Ahnung. Aber der Alte wusste, wer gemeint war.“

Unten war schon Martina schon fleißig mit  der Aufbauarbeit beschäftigt, sah nun hoch. „Du hörst anscheinend wirklich gut zu.  Hast du öfters solche interessanten Fahrgäste?“ Jenn hatte sie inzwischen abgelöst.

Maren verstand sofort, worauf Martina hinwollte.

„Martina hat Recht. Solche aufmerksamen Ohren können sehr nützlich sein. Außerdem könnten wir beide davon profitieren. Sie sind doch selbständig und bekommen zusätzliche Fahrten nur über die Taxizentrale, oder?“ Ismir nickte.

„Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir sie bevorzugt ordern würden, wenn wir oder unsere Gäste per Taxi anfahren müssten. Auch wenn wir Schnellfrachten auszuliefern haben.“Dabei sah sie Martina an. „Zieh doch nun endlich dein Oberteil aus. Reicht es dir, einen Schwanz nur zu blasen?

Sollen wir euch nun allein lassen oder..“ Sie sah Roger an, der schmunzelnd Jenn am Arm heraus zog. „Macht mir aber keinen Ärger hier drinnen.“ Und direkt zu Martina „Serviteur, fais ton travail“ worauf sie nur lächelnd antwortete:  „Oui mon maître“.

 

Regine

 

„Nach einer ¾ Stunde kam Martina etwas erhitzt nach oben in Rogers Wohnung.

„Ich hab ihn noch zum Taxi gebracht. Habt ihr schon was rausgefunden?“

„Zieh dich doch erstmal an, Tina!“ Maren wies auf ihren blanken Unterleib. „Sag nicht, du warst schon wieder so draußen! Du entwickelst dich noch zur zweiten Regine. Regine, verdammt! Die haben wir ganz vergessen.“

„Komm, wir gehen hoch zu ihr oder zu Peggy, wenn sie da noch bei der ist.“

Alle vier machten sich auf ins Studio, die Treppe hoch zu den Wohnungen.

Bei Regine in der Wohnung war niemand, also weiter zu Peggy. Schon von außen hörten sie lautes Gelächter und wild durcheinander redende Frauenstimmen. Wach waren die zumindest schon mal.

Leise schoben sie die Tür auf, trotzdem erspähte Peggy sie. „Der Meister und seine Weiber sind da. Das Quartett ist wieder komplett. Oder seid ihr nun schon zum Quintett mutiert?“

Maren griff in ihre Tasche und warf nach ihr mit einem Feuerzeig. „Du blöde Kuh!“ lachte sie, dann stürzte sie zu Regine, nahm sie in den Arm. „Na du  Spritdrossel. Wieder unter den Lebenden?“ Dann wandte sie sich Conny zu. „Und du? Tut’s noch weh?“ Sie ging zu ihr und umarmte sie vorsichtig. „Ich hab alles erst hinterher erfahren. Aber – ich kann dir mitteilen, dieses Arschloch sieht fast schlimmer aus als du.“

„Dann weißt du mehr als ich,“ Roger sah sie erstaunt an, „ich hab ihm doch nur..“

„Er hat beim Rausgehen angefangen, erneut Randale zu machen und da hat der Sicherheitsdienst ihn etwas intensiver … beruhigt.“

„Du hast deine Augen und Ohren wohl immer überall.“

„Eine muss ja..“ kam als Antwort, allerdings nicht von Maren sondern von Peggy.

„Es sieht bei Conny alles gut aus,“ sie nickte ihr zu, dass sie sich ausziehen sollte. Etwas zögernd kam diese der Aufforderung nach, Maren kniete sich vor sie, sah sich den Unterleib an. „Noch Schmerzen?“ Conny schüttelte nur den Kopf. Vorsichtig schob Maren nun eine Hand in die Scheide, beobachtete die Malträtierte auf Reaktionen, doch weder zuckte sie noch zeigte andere Reaktionen. „Ich denke, Morgen schon könntest du schon wieder das Gröbste hinter dir haben. Sollen wir dich noch mal zu einen der beide Ärzte fahren?“

„Moment. Wo du grad Ärzte sagst. Die hat mir noch der Sani hochgebracht.“ Peggy  gab Maren einen Umschlag mit einem Mikrochip. Die Bilder hier drauf hier haben die Ärzte noch von ihr gemacht. Falls es zu einer Klage kommt, dann…“

„Gut, sowas zu haben.“ Maren reichte den Chip weiter zu Jenn. „Schau dir das an und setz dann ein Schreiben auf an dies Arschloch.“

„Ja Herrin!“ kam lakonisch als Antwort.

Martina hatte sich inzwischen der jungen Frau angenommen, hatte für sich auch das Tattoo über den Brüsten übersetzt. „Eigentlich ist für dich dein Lebensmotto doch voll eingetroffen, oder? Du lebst, du hast gelitten, sogar extrem,  jetzt musst du nur noch lieben. Oder gibt es da noch oder schon einen?“

Conny schüttelte den Kopf. „Noch will ich mich nicht festlegen. Irgendwann sicher.“

Martina seufzte. In deinem Alter hatte ich schon drei Kinder. Ich will die zwar nie missen, aber ich hätte damals doch  auch noch etwas mehr erlebt“

„Das holst du doch gerade sehr intensiv nach, oder?“ Jenn hatte anscheinend ihren sarkastischen Moment. Ein „Blöde Kuh!“ war die Antwort.

Peggy klärte Conny auf. „Die 4 hier sind die apokalyptischen Reiterinnen von Roger, dem Chef. Alleine sind sie lieb und harmlos, aber als Quartett…“

Maren hatte leider nichts mehr zum Schmeißen…

„Und was ist mit dir, Spritdrossel? Immerhin hast du weitergearbeitet. Eben hätten wir dich gebraucht. Aber unsere Dienerin ist für dich eingesprungen.“

Fragend sah Regine zu Jenn hoch. „Wir mussten jemand zum Reden bringen und …“

„Jenn ist nur beleidigt, weil der lieber mich wollte.“ Frech grinsend schlug Martina der Freundin auf den Po.“

„Ja, es ist noch viel passiert die letzte Nacht. Unsere treubrave Martina hat sich zum Vamp entwickelt, kann im Vermitteln selbst schon Maren in den Schatten stellen. Delegieren kann sie allerdings noch nicht.“

Bei Jenn läutete das Handy. Sie sah den Anrufer und machte nur das Zeichen, das alle ruhig zu sein hätten.

´Die Nachtvögel sind auch schon aufgewacht.. Guten Morgen, Frieder.“

Maren beugte sich zu Tina ans Ohr. „Unser 2.Bürgermeister.“

´Ja..` ´Natürlich könnte ich mich für dich frei machen`

´Nein, natürlich arbeitsmäßig. Das andere sowieso.`

´Okay, um 20 Uhr` ´Aber gerne, der Herr. Aber nicht in so ne Biokneipe`

´Holst du mich ab?´  ´Nein, ich wohn über der Kanzlei.`´Bis dann. Ich freu mich`

 

„Ja! Der Fisch hängt an der Angel!“

„Weiß der eigentlich, dass du bei der Opposition bist?“

„Du bist blöd, Maren. Natürlich. Wenn ich mich nach der Wahl mit dem im Stadtrat fetze, kann ich doch trotzdem hinterher noch mit ihm ins Bett gehen, oder?“

„Dann bist du also fürs erste versorgt, Jenn. Was wird denn dein Mann dazu sagen?“

„Den hab ich doch schon wochenlang kaum noch gesehen, also was soll’s.“

Roger räusperte sich. „Wir müssen noch etwas abklären mit dem Prof und Martinas ´Walther`. Können wir euch allein lassen?“

„Geht ruhig. Heut wollen eh noch Rolf und Rodrigo vorbeikommen. Sie wollen mit Regina die Einweihung nachholen, wenn sie denn schon wieder kann…“

„He! Ich war nur besoffen und hab da trotzdem gekonnt. Aber dann muss ich noch was einkaufen gehen.“

„Okay. Aber dann denk dran: in den Läden brauchst du zumindest nen Mundschutz!“

Peggy grinste frech zu ihr rüber. 

„Ja ja, ich zieh mir schon was an…“

„Und wir beide,“ sie nahm Conny in den Arm, „wir machen uns nen schmerzfreien, männerlosen Abend, oder?“

 

Roger und Maren

 

„Meinst du, der Prof  hält uns etwas vor? Wartet er, dass wir selber drauf kommen?“

Martina sah nun die drei anderen ganz resolut an. „Was enthaltet ihr mir vor?“

„Verdammt, sie ist ja noch eine von den Ahnungslosen! Schau hier.“ Dabei breitete Maren die Karte vom Katasteramt auf dem großen Tisch aus und erklärte die bisherigen Planungen und zeigte auf das Gebiet, welches kontaminiert sein ´könnte`.

Mit verschränkten Armen stand Martina nun davor. „Und wo wollt ihr nun bauen?“

Maren zeigte ihr die ersten Planungsskizzen und legte sie wie eine Schablone auf die Karte. „Und wo war nun diese alte Anlage?“ Sie legte den Grundriss der Altanlage auf den neuen Bauplan.

Jenn hielt sich schweigend im Hintergrund.

„Also wenn wir hier links das Gebiet um 100 Meter verschieben, hier dann um diesen Hügel eine Parkanlage anlegen mit viel Laubwald an den Seiten, dort rechts das Gleiche, dann wird dieser Park das Herz dieses Stadtteils. Und wenn  davon Teilgebiete als zusätzliche Biotope beziffert werden, wird niemand es auch nur wagen, einen Schuppen, ne Mauer oder sonstwas anzulegen. Und deswegen sind die Amis abgesprungen?“

„Irgendeiner muss die erpresst haben, jedenfalls waren die sehr schnell bereit, alles fürn Butterbrot zu verkaufen, inklusive dieser Grundstücksflächen.“

„Und ich  hab den Vertrag überprüft, die haben explizit alle Ansprüche von uns auf etwaige  Umweltschäden ausgeschlossen.“

„Na und?“ Martina  richtete sich auf. „Wer war damals nach dem Krieg Eigentümer dieser Fläche? Der Bund. Und die haben es sicher mit alle Rechten und Pflichten übertragen an die Stadt. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass die damals Anwälte gehabt haben, die an alle, wirklich alle etwaigen Schäden gedacht und diese  ausgeschlossen haben. Und da die Stadt etwaige Schadensforderungen vermeiden will, werden die das Maul halten. Von der Seite also wird uns keiner was.“ Martina sah Jenn an. „Kommst du an die ganz alten Verkaufsunterlagen ran? Und von diesen Plänen wusste Steingräber angeblich nichts? Ich kann mir das eigentlich kaum vorstellen.“

Sie sah Roger an. „Wie sicher bist du dir bei dem Professor?“

Roger wirkte etwas nachdenklich…

„Auch wenn er sich nicht bei dir melden sollte, ich werde ganz blauäugig zu ihm fahren. Erzählen, was ich zufällig aufgeschnappt habe und, wenn er oder Walther mich für blöd verkaufen wollen..“

„Das du das nicht bist Martina, haben beide schon lange erkannt. Bring sie dazu, dass sie nur mit dir und du nicht ohne Roger willst. Und damit niemand leer ausgehen soll: Wir gründen eine neue Holding: CoR, in der wir die gesamten Firmen zusammenführen.“

„Was heisst CoR?“ Jenn sah Maren ratlos an.

“Was wohl? Cunts of Roger Alle vier brachen in Gelächter aus.

 

„Aber was machen wir mit den Amis? Die geben nachweislich nicht auf.“

„Was haben die mit den Frauen gemacht, die sie abgeschlachtet haben?“

„Maren, du kannst doch nicht…“

„Wer CoR angreift, kennt eben noch nicht den Widerstandwillen von Frauen. Dann gibt es eben einige Todesfälle, wo einer unser guten deutschen Ärzten Herzinfakt oder ähnliches testieren würde. Wenn die dann ihre eigenen Killer schicken sollten, mieten wir eben Fachleute in Israel. Die haben auch vor der Mafia keine Angst.“

„Mach kein Scheiß, Maren. Nachher willst du dann auch  noch die Mafia übernehmen.“

„Martina schüttelte den Kopf. Macht ihr euch ruhig eure Gedanken. Ich mach nen Termin bei meinen Senioren. Aber erstmal fahr ich nach Hause und kauf mit Männe einen neuen Küchentisch und ein stabileres Bett.“

„Bitte?“ Maren starrte sie verblüfft an. „Hast du etwa auch…“
“Ich wollte wie du mit Hennig auch einmal so ausreiten. Nur mein Bett hat das nicht mitgemacht.“

Wieder brachen alle in Gelächter aus.

 

Juliette

 

Von irgendwo summte ein Handy. Schlaftrunken richtete sich Juliette auf, sah liebevoll auf den noch schlafenden Verleger und kramte in ihrer Tasche nach den Störenfried. „Ja?“

„Juliette? Ich bin’s, Maren. Bist du…?“

Juli schloss die Tür zur Küche, „Ja, bin ich.“

„Konntest alles noch etwas … vertiefen?“

„Vielleicht… Maren, das ist kein Thema, über das ich am Telefon reden möchte.“

„Verstehe. Dürfen wir trotzdem mit deiner Loyalität rechnen?“

Juli dachte nach. „Und wenn ich auch gerne eigene Interessen verfolge?“

„Was spricht dagegen, dass du beides haben kannst?“

„Aha? Quasi als Doppelagentin?“

Maren am anderen Ende lachte. „Du hast nicht nur mich gestern sehr beeindruckt. So wie du vorinformiert warst, das hat schon was. Außerdem, wir brauchen auch den Hermannich. Nicht direkt, aber als …“

„Sprachrohr? Wir haben darüber auch schon geredet.“

„Worüber haben wir geredet?“ Er war noch etwas müde aus dem Bett rüber in die Küche geschlurft.

Juli sah lächelnd zu ihm auf. „Maren ist dran. Sie…“

„Darf ich?“ Er  forderte sie auf, ihm das Handy zu geben.

´Guten Tag, Frau Kruppke. Sie sind ja schon oder aber immer noch sehr aktiv`

´Gerne, dann Maren. Ja, ich hatte ein sehr intensives Gespräch mit Frau Kamen, äh Juliette`

´Wir haben nicht nur geredet, das stimmt`

Er fing an zu lachen. ´Schon merkwürdig, darüber sprach ich grad vorhin noch mit Juli. Sie denkt wohl auch schon zweigleisig` Dabei warf er einen Blick auf die Journalistin, machte ihr ein Zeichen, dass sie ihm doch einen Kaffee machen sowie ihm eine Zigarette geben sollte. Juli machte sich an der Kaffeemaschine zu schaffen und holte die Zigaretten, steckte 2 an und steckte ihm eine brennende in den Mund.

´Nein Maren. Sie werden verstehen, dass ich darüber kaum am Telefon reden werde`

´Gerne. Wann und wo?`

´In Ordnung, ich werde mich mit Juliette abstimmen`

´Danke, ich oder Juli geben ihnen Bescheid`

Er reichte das Handy an sie zurück. „Wir haben eine Verabredung!“

´Hi Maren. Ich höre gerade, das Justus einen Termin mit dir vereinbaren will?`

´Na ja, ich wollte eigentlich einen Artikel schreiben, aber..`

´Gut, wenn er da zugestimmt hat. Bis dann also`

„Du willst mit ihr reden?“

Er zuckte mit der Schulter. „Warum nicht? Schließlich bin ich anscheinend auch schon bei deren Planungen mit involviert, dann will ich auch wissen, worum es eigentlich genau geht.“

Sie reichte ihm seine Kaffeetasse und setzte sich ihm gegenüber. Immer noch nackt stand er an die Küchenzeile gelehnt, sah sie an. „Wollen wir Essen gehen oder? Noch haben wir ja Zeit und..“

Sie beugte sich vor, küsste auf seinen verschrumpelten ´Kleinen`. „Etwas Kleines essen würd ich schon gerne jetzt. Hast du hier auch was, damit du deine Besucherinnen auch verköstigen kannst?“

„Ich hab ne Aufwartefrau, die 2x die Woche hier kommt und auch den Kühlschrank auffüllt.“ Er öffnete den Kühlschrank. „Was möchtest du?“

„Etwas zwischen die Zähne. Aber zuerst was Deftiges. Es war ne heftige Nacht.“

„Das kannst du laut sagen.“

Sie stand hungrig auf. „Hast du Eier da?“

„Da sind noch 6 im Kühlschrank.“

„Sag deiner Putzschlampe mal, dass die nicht in den Kühlschrank gehören. Rührei oder gekocht?“

„Scheinbar kannst du auch kochen. Was kannst du noch alles?“

Wieder strich sie ihm über seine Hoden. „Das willst du lieber gar nicht wissen..“

„Und wenn doch?“ Während sie die Eier aufsetzte, stellte er sich hinter sie, zog sie an ihren Brüsten an seinen Oberkörper und spürte, wie sich ihre Nippel zu kräuseln anfingen.

„Ich hab mal ne Zeitlang in ner Bar gearbeitet..“  „Wie gestern?“   „Wie Gestern, ja. Dann Theater gespielt, in einem Pornostudio mitgemacht, in einer Metzgerei gearbeitet.“ „Das ist aber ganz was anderes.“ „Ich sagte ja, alles willst du gar nicht wissen…“

Sie schob seine Hände von ihrer Brust weg. “Machst du nen Toast rein? Gleich sind die Eier fertig. Magst du sie lieber fest oder labrig?“

„So mittel.“ Er streichelte ihr über die Schulter. „Ich hab ewig nicht mehr so entspannt in der Küche gestanden…“

„Dann musst du deine Frau oder deine anderen Gespielinnen dazu ebenfalls mal  animieren. Wir Frauen sind meistens sehr anpassungsfähig.“ „Du anscheinend ja. Aber meine Frau…“

„Justus!“ Sie drehte sich zu ihm, „seit wann bist du verheiratet?“ „Hmm, ich glaube 23 Jahre.“  „Wenn du es nur glaubst, ist es eher eine Zweckehe gewesen, oder? Bedeutet sie dir was?“

„Sie ist die Tochter eines anderen Verlegers.“

Juli lächelte. „Geld kommt zu Geld. Aber was kommt dabei raus? Manchmal nur Inzucht.“  „Wir sind doch keine Targaryen.“ 

„´Game of Thrones` kennt der Herr anscheinend auch noch..“ Er lächelte, küsste ihr auf den Hals.

„Sie ist trotzdem die Mutter meiner Kinder..“ „Du hast zwei, offiziell. Sohn 22 und Tochter 19. Und dann noch eine Tochter mit, äh… Annalena Gablenz. Heute müsste die 15 sein.“

„Die Namen weißt du sicher auch noch?“ „Natürlich. Wenn, dann informiere ich mich gründlich. Was ich nicht weiß: hat deine Frau eine Ahnung von dem Ergebnis deines Seitensprungs?“ Er lachte. „Natürlich nicht.“  „Weißt du es oder glaubst du es?“

„Wie kommst du auf den Gedanken?“  „Eine intelligente Frau informiert sich immer über das, was ihr Gatte so treibt.“   „ Und wenn nicht?“

„Ist sie oberflächlich…“   

„Stimmt. Sie hat ihre Pferde, ihre Freundinnen, ich glaube sogar auch einen Lover und sonnt sich im Glanze ihres Gatten.“

„Soll ich dich bedauern?“

„Wir haben uns arrangiert.“  Er stutzte. „Warum erzähl ich dir das alles?“  Sie umarmte ihn. „Weil dir doch etwas gefehlt hat!“

Er schüttelte seinen Kopf. „Anscheinend ist da was dran.“ Es klackte. „Der Toast ist fertig. Was machen die Eier?“

„Lassen wir uns überraschen.“ Er deckte den Tisch, während sie die Eier abschreckte.

Bevor beide sich setzten, goss sie noch Kaffee nach, dann küsste sie ihm auf den Mund.  „Bon Appetite, ma Chere.“

Ihr Ei köpfte sie so geschickt, dass ihm der Mund offen blieb. „Wo lernt  man denn sowas?“ „Es gibt Frauen, die benutzen ihre Finger nicht nur zum Wichsen…“

„Tz tz, und zeitweise bist du auch noch vulgär!“   „Stört es den Herrn? Gestern Nacht hats dir anscheinend wenig ausgemacht.“   „Da warst du ja auch nur…“ 

„Die Nutte!“  „Stimmt.“   „Welche Juliette gefällt dir besser?“

„Ich sag’s lieber anders. Das Gesamtpaket von dir.“

„Auch die Nutte?“   „Auch die…“

Als sie mit dem Frühstücken fertig waren, stand sie auf, holte den Aschenbecher, ihren Tabak und seine Zigaretten, zündete ihm eine an und schob sie ihm zwischen die Lippen, nicht ohne ihm vorher fürsorglich einen Eigelbrest unter der Lippe abgeleckt zu haben. „Du bist wie meine Mutter!“  

Sie stubste ihm auf die Nase. „Die ist aber nicht mit drin im Gesamtpaket!“ dann drehte sie sich eine Zigarette.

„Du bist Selbstdreher?“

„Justus! Ich bin ne freiberufliche Journalistin und die haben nicht immer ein regelmäßiges Einkommen. Gerade in einer Zeit wie jetzt.“

„Stimmt,“ er nickte, „auch ich hab meinen Chefredakteur angewiesen, wenn möglich ohne Fremdkräfte auszukommen.“

„Ich weiß. Dir fielen ja auch die ganzen Anzeigen weg.“ Er nickte nur .

„Es gibt zwar die Beihilfen vom Verband, aber..“ 

„Woher weißt denn du das?“ 

„Justus!“ Kopfschüttelnd sah sie ihn an, „damit muss ich auch leben.“ Sie lächelte plötzlich. „Du kannst ja den Behörden etwas Zucker geben.“  

„Wie meinst du das denn?.“

„Indem du das Feuer schürst, solange es noch brennt.“

„Aha?“

„Nehmen wir Corona. Kontaktvermeidung, aber auch schon Lockerungen. Alle halten sich brav an die Vorgaben, egal wie widersinnig die sind. Und nun leg noch einen drauf.“ 

Er sah sie neugierig an.

„Küssen fällt eh schon aus, du weißt schon warum. Somit bei vielen auch das Ficken.“  „Ja und?“  „Nun, lass deine Redakteure etwas tun für die Geburtenrate. Gib den Leuten Vorschläge, wie sie weiterhin ihren Trieben nachgehen können.“

Das Thema interessierte ihn plötzlich immer mehr.

„Geb dem willigen Volk Vorschläge, wie es gesünder leben sollte. Also ohne in Blickrichtung verkehren, ergo von nur hinten oder abreiten mit dem Gesicht zu den Füßen…. „  „Und dann sicher trotzdem mit Mundschutz.“ Er schmunzelte.

„Sicher. Damit wird dann wieder der Aerosolausstoß vermindert….“

„Das will ich von dir haben für die nächste Wochenendausgabe.“

Dein Chefradakteur soll doch …“

„Wer ist der Chef?“

„Apropo Chef. Hast du denn gestern schon gewusst, dass du auf mich  angesetzt wirst?“

„Nein. Ich wollte ganz normal dort kellnern, nebenbei recherchieren, auch Bilder machen und … hab mich erwischen lassen. Roger kam ganz plötzlich so ganz unverfänglich auf mich zu, hat mich ausgefragt und dann zufällig an meinen Arm gefasst und die Cam ausgelöst. Na ja, und dann.. Ich dachte schon, er schmeißt mich sofort raus.

Aber in seinem Büro dort saß Maren, die nun weitermachte. Irgendwas an mir muss ihr gefallen haben, jedenfalls bot sie mir sogar einen Job an. Pressearbeit und Werbung für den Betrieb. Sogar selber mit drehen. Und dann kam sie gegen ½ 1 auf mich zu, selber schon splitternackt wegen ihrer Aktion am Tensgerät und fragte mich, ob sie auf mich zählen könnte. Ich also mit hoch hinter die Bühne und erkannte sofort die Frau Dr. Kinderjan, deren Lebensgefährtin, als auch Jenn, äh Frau Dr. Brunner und ahnte da schon, dass da wohl noch mehr laufen würde. Jenn wurde dann gekauft von Susanne, äh der Frau Kinderjan und weitergereicht an unseren 2. Bürgermeister, diesem Bunten, diesen Grabow und ich,“ sie lächelte den Herausgeber an, „an den hiesigen Zeitungsboss. Ja, und nun sitz ich hier bei dir. Von den Hintergründen hatte ich Null Ahnung.  Erst bei der Konferenz, vor der wir vorher so Uncoronagerecht zusammensteckten und von Roger gestört wurden, erkannte ich in etwa die Zusammenhänge. Na ja und nun bin ich bei dir. Und zwar, weil DU mich eingeladen hast und ICH es auch wollte, nicht nur, weil es anscheinend im Interesse von Maren ist.“

 

Er legte ihr seine Finger auf ihre Hand, nahm diese und führte sie an seinen Mund, drückte einen Kuss auf den Handrücken. „Ich glaube dir.“

„Aber ich will ehrlich sein: Maren weiß ja, dass ich bei dir bin. Diese ganze Aktion interessiert mich wirklich und nun will ich auch wissen, wie es weitergeht.“

„Ehrlich gesagt, mich interessiert  es auch. Zumal man mich ja auch benutzen will. Und vielleicht gibt es sogar Möglichkeiten, selber in dieses Projekt einzusteigen. Bei dem Plan sah ich sogar Möglichkeiten für mein Haus, mich zu vergrößern.“

„Aber du weißt, dass das alles nur langfristig über die Bühne gehen wird.“

„Glaubst du, ich bin so blauäugig? Wenn dann rechne ich mit 8-10 Jahren, bis das umgesetzt werden kann. Bis dahin kann und wird auch noch viel passieren, was solls.

Und wenn ich kurzfristig plane, dann,“ er sah ihr in die Augen, „jetzt mit dir. Heute Abend? Ich möchte mein ´Geschenk` einladen.“

„Und an was denkst du?“

„Zuerst dich zum Essen einladen. Aber so kannst du da nicht auftauchen. Hast du etwas exklusiveres Anzuziehen?“

„Justus! Ich bin eine  Frau. Ich kann mich schon anpassen. Wo willst du mich hinführen?“

„Lass dich überraschen. Ich werde wieder man meinen grauen Anzug anziehen, falls du dich etwas anpassen möchtest.“

„Würdest auftauchen wollen in deiner Badehose, hätte ich also im Bikini kommen müssen?“

„Dann aber in einem ganz knappen.“

Wieder griff er nach ihrer Hand führte sie an seinen Unterleib.

„Ich glaube, das Frühstücksei beginnt bei mir zu wirken…“

„Welcher von meinen ganzen Persönlichkeiten sagst du das jetzt?.“

Er überlegte nicht lange: „Der Nutte. Allerdings dürfte die ja auch ein fester Teil deines Gesamtpaketes sein, oder?“

Juliette lächelte nur sibyllinisch und glitt von ihrem Stuhl herunter zwischen seine Beine…

* * *

Bea

„Überrascht schaute sich Bea um, als sie aufwachte. Sie lag im Zimmer und im Bett von Babette, die allerdings schon lange wieder weg war.

Schlagartig kam ihr die Erinnerung an die letzte Nacht wieder ins Bewusstsein.

Oh Gott!

Und dann war sie im Bett von Bette gelandet, hatte sogar mit ihr gekuschelt und – nicht nur gekuschelt.

Was war mit ihr passiert?

Gut, diese Nacht war sehr anstrengend, auch dass sie wieder Besuchern bedienen musste. Aber dann dieser Roger…

Wie sie mit ihm in dieses Separee sollte,  wo er dieses Pärchen trennte, sie dazu Sekt reichen sollte und wie selbstverständlich er den zweien seine Bitte vortrug und, auch wenn es wohl hauptsächlich den Mann betraf, auch die Frau, die ja an diesem Abend wie sie selber auch nur eine Quasi-Nutte war, mit einbezog. Er keine Unterschiede machte.

Wie mit ihr ebenfalls. Immerhin war  er ihr Chef an diesem Abend. Und dann, als da saß vor ihrem Tresen, sie anschaute, ruhig sein Bier trank, sich mit ihr unterhielt

Sogar ihr vorschlug, sie einzustellen als.. Ja was? Ecortdame? Nutte in einem Flatpuff? Pornoschauspielerin?

Und dann das mit dem Whisky und den Eiswürfeln…

Und wie sie dann vor ihm kniete und er sie zwang, ihn anzuschauen, während sie diese Eiswürfel wie ein Huhn, das Eier legt, in das Glas presste. Es hat nur gefehlt, dass sie hinterher gegackert hätte. Aber erleichtert gekeucht hatte sie trotzdem.

Und immer sein Blick. Wie ein Hypnotiseur hat er ihr in die Augen geschaut und sie konnte ihren Blick nicht abwenden…

Und dann hatte er sie benutzt und sie hat sich gerne benutzen lassen. Er hat aus ihr getrunken. Aus ihrer Mumu. Und sie hat mitgemacht, war sogar stolz, dass er sie als ´Dimple on the Rocks á la Bea` anbot und auch andere aus ihr trinken ließ.

Mit dem hätte wirklich gerne geschlafen.

Und als er sie so nebenbei das mit seiner Tätigkeit als Motivator demonstrierte und sie wirklich motiviert hatte. Sie ihn sogar als Herr und Meister anredete.

Sogar seine dev werden wollte..

Wollte sie es wirklich nur in dem Moment? Er hatte sie als ´Meine Sau` bezeichnet und sie war wirklich seine Sau, wollte es selber sein. Diese Gedanken…

Unbewusst waren ihre Hände nach unten gewandert, spielten an ihrer .. Mumu? Muschi? Möse? Fotze?, kreisten über der Klit…

´Schlàf drüber` Hatte er gesagt. Nun hatte sie darüber geschlafen und sie wollte es immer noch. Jetzt sogar noch intensiver als vorher. Auch wenn er sie nur zur Nutte machen würde. Seiner Nutte. Eine von vielen.

Wie konnte sie ihn erreichen?

Ihre Finger wurden schneller, sie spürte sie kommen, diese Welle, ließ sie erleichtert über sich hinweg rauschen…

 

„Was machst du denn schon wieder?“ Bette hatte sich neben sie gesetzt, streichelte sie. Erschrocken zuckte sie zusammen. „Ich, ich  hatte wieder an gestern gedacht und..“

„Krass, wie das bei dir nachwirkt. Du schwitzt ja richtig.“ Sie strich ihr über die Stirn. „Komm, du musst was essen. Und vor allem erstmal duschen. Du stinkst wie ne läufige Hündin!“ 

„Ich fühl mich eher wie ne rauschige Sau…“„Wieder diese alte Kerl?“

Bea nickte. „Ich hab nachgedacht. Ich will!“

„Du bist verrückt. Und wie soll das vor sich gehen?“

„Ich fahr einfach zu ihm und…“

„Ohne vorher Rücksprache zu halten?“ Bea nickte nur.

„Warte. Wenn meine Mutter und Tante Maren auch da waren…. Maren ist ja die Freundin von dem Chef.“

„Ich kann doch nicht seine Freundin anrufen..“

„Sie war doch dabei, als er dich angemacht hat, oder?“  „Ja schon, aber..“

„Kein Aber! Wenn er dich will, wird sie dich auch akzeptieren müssen. Aber, was passiert, wenn er dich nimmt?“

„Er wird mich dann wohl bei sich einstellen und vermutlich auch einsetzen.“

„Wobei?“

„Bei sowas wie gestern. Oder auch als Escort, so 3-4 mal die Woche. Und wenn da nichts anliegt, auch in 2 Bordellen…“

„Du willst im Puff arbeiten?“

„Er, er hat gesagt, ich wäre dann sowieso nur eine Sau für ihn..“

„Bea, du spinnst!“

„Deine Mutter ist das gleiche für ihn und er hat sie vor mir gefickt und sie hat geschrien…. Ich hatte sie vorher sauber geleckt..“
“Stimmt. Du hattest mir heut Morgen gesagt, wie sie geschmeckt hat.“

„Jaja … Und ich war so geil drauf…“  Sie sah die Freundin an: “Bette, kannst du deine Mutter anrufen? Ich will diese Telefonnummer. Bitte!“

Bette schüttelte nur den Kopf, gab aber nach und rief ihre Mutter an.

„Mama, ich bins.“

„Hallo Babette. Wie komm ich dazu, dass du mich anrufst?“

„Es ist wegen Beate..“

„Ich ahne es. Sie hat geplaudert und..“

„Ja okay, sie hat. Aber das mit dir ist für sie zweitrangig. Sie will zu Roger.“

„Mein Gott!“ Martina seufzte. Ich bin grad auf dem Weg nachhause. Ich komm vorher bei euch vorbei. Bis gleich.“

Bette schaute auf Bea runter. „Sie kommt gleich vorbei. Aber geh du erstmal Duschen. Du stinkst richtig als kämst du grad aus dem Puff. Ich mach dir was fertig zum Frühstück.

Nach 10 Minute klingelte es an der Tür. Mutter war da.

Bea kam grad aus der Dusche, wollte kurz noch in ihr Zimmer huschen,  um etwas Frisches anzuziehen, doch Tina stellte sich ihr gleich in den Weg.

„Na du Jungsau!“ lächelte sie sie Bea an, „komm, bleib gleich so wie du bist. Oder hast du etwa noch Hemmungen vor mir?“

„Nein ich…“

„Komm her!“ Sie nahm die junge Frau in den Arm. „Ich weiß ja, wie Roger auf manche Frauen wirkt, nun also auch auf dich. Hat er  schon mit dir geschlafen?“

„Nein. Er, er sagte, ich soll erstmal darüber schlafen und …“

„Du wirst für ihn eine seiner Nutten sein, dass sollte dir bewusst sein.“

Bea sah sie nur an.

„Ich hab auch für ihn schon mit etlichen Männern geschlafen, hab’s sogar gerne gemacht. Schau mich nicht so an, Bette! Ja, auch deine Mutter ist ne Schlampe. Und? Hätt ich geahnt, was das für ein Gefühl sein kann…

Ich fühl mich wie 20 Jahre jünger. Aber Bea, bist du dir ganz sicher? Roger ist sehr beeindruckend, aber .. er wird nicht immer Zeit für dich haben. Ich kenn ihn ja auch  erst seit drei Tagen etwas.. näher, aber, ich gebe zu – mich hat er verwandelt. Was wird er bei und mit dir anstellen?“

„Er sagte was von einstellen. So nen Vertrag, dass ich regelmäßiges Geld habe und dazu verdiene und…“

„Du willst es nicht wegen dem Geld machen, oder?“

Entrüstet löste sich Bea aus der Umarmung. „Ich weiß doch selber nicht warum. Aber doch nicht wegen Geld. Er hat mich einfach angesehen und ich hatte das Gefühl ..“

„Ach Kind!“ Martina zog sie erneut an sich. „Bist du dir so sicher? Du hast dein Studium, hast noch dein ganzes Leben vor dir und willst dich direkt an einen Mann binden, von dem du eh kaum was haben wirst?“

„Wärst du auch bei mir so liberal, wenn ich das Gleiche machen würde?“

Martina setzte sich mit an den Kaffeetisch. „Wer Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen….

Natürlich würde ich dir ebenfalls ins Gewissen reden. Aber ihr beide seit erwachsen und würdet euch von einer selber grad frisch Gefallenen kaum etwas sagen lassen.“

„Siehst du  dich so, Mama?“

Diese zuckte mit der Schulter. „Ich denke schon. Bea hat’s doch auch gespürt, als sie mich sauber geleckt hat. Ich bin dem Kerl irgendwie ebenfalls verfallen. Heut Abend muss ich wieder wegen ihm los, weil da Probleme auftauchen und ich wieder rausbekommen muss, wer sich da bei uns einmischt.“

„Bei uns?“

Martina lächelte. „Ja bei uns, bei Roger, Maren, Jenn und mir. Ja und auch Regine.

Wir sind schon ein verrücktes Quintett und wenn jetzt Bea sich ebenfalls mit feucht triefender Mumu dazu stecken will…“

„Ich will das nicht, weil ich nur mit dem ficken will!“ protestierte die Angesprochene, „ich will… ich weiß es einfach nicht. Wie du schon selber sagt: Dieser Mann hat irgendwas.“

„Schon gut, Kleine,“ sie streichelte ihren Unterarm, ich ruf Maren an.“

Nach einem kurzen Gespräch sah sie Beate ernst an. „Du wirst dich um 19 Uhr vor dem Rundbogen beim Studio einfinden. Um 18.45 wird dich Ismir abholen und hinfahren. Roger erwartet, dass du dich schon im Taxi ausziehen und ohne alles vor der Tür hinlegen wirst. Auf dem blanken Boden, mit seitlich ausgestreckten Armen und Beinen.“

„Aber ich kann doch nicht… Wie unwürdig ist das denn?“

„Was erwartest du? Du willst dich ja unterwerfen, also zeige es auch offen.“

„Aber der Taxifahrer..“

„Ismir wird nichts sagen. Der hat selbst mich schon gefickt, der gehört nun wohl als unser Fahrer mit dazu.“

Martina stand auf und umarmte Bea von hinten. „Noch hast du Zeit zum Überlegen. Wenn du kalte Füße bekommst, ruf mich an. Aber bitte rechtzeitig. Ich muss nämlich jetzt dringend nach Hause.“ Sie küsste Bea auf die Stirn und nahm Bebette ebenfalls in den Arm. „Ich muss mit deinem Vater einen neuen Küchentisch und ein neues Bett kaufen. Die alten Teile haben sich leider mit der Zeit nicht mehr haltbar genug erwiesen.“

„Mama, hast du etwa?“

„Immer noch wir! Deine Eltern haben sich nun auch wieder neu … gefunden..“

* * *

Roger und Maren

 

Maren sah Roger fragend an. „Willst du das mit der Kleinen wirklich durchziehen?“

Er holte sich einen frischen  Kaffee. „Warum nicht? Sie hat irgendwas an sich.  Außerdem lass  ich ihr wie jedem anderen ein Hintertürchen offen. Sie kann, wenn sie will und wenn nicht…“

„Gockel!“ Maren lachte ihn an. „Wir vier reichen dir nicht mehr? Denkst du etwa auch schon an Juli oder Barbara? Die haben auch schon an die geknabbert.“

„Juliette wäre ein Pendant zu Martina. Intelligent, manchmal skrupellos und ist zudem ein wandelndes Daten- und Adressbuch.“

„Und sieht nebenbei auch noch gut aus.“ Er konnte nur nickend zustimmen.

„Was planst du mit Bea?“

„Muss ich immer gleich so weit denken? Sie reizte mich einfach und wenn sie sich traut und einsteigt in die Escortschiene… Willig ist sie ja und..“

„Wenn sie dich als Mentor an der Seite hat…“

„Eben. Gespannt bin ich, was Tina aus dem Professor rauslockt. Irgendwas weiß der, muss der wissen. Ich  hoffe nur, die Amis setzen nicht ihre Hintermänner hier ein. Ich hab keine Lust, wegen dem Projekt einen von euch oder selbst mich über die Klinge springen lassen.“

„Mal nicht den Teufel an die Wand. Apropos Teufel: soll ich verschwinden, wenn Bea auftaucht?“

„Keinesfalls. Sie muss von Anfang an wissen, wer hier die graue Eminenz ist.“

Maren griff nach seiner Hand.

„Ohne dich wäre ich nie soweit gekommen.“

„Möglich. Aber inzwischen wird es selbst mir schon leicht zuviel.

Vielleicht gelingt es uns,“

„Dir!“

„Ja mir, durch dich Barbara und Johanna mit ins Boot zu ziehen.“

„Und vergesse nicht Juliette…. Ich würd gern wissen, ob und wie sie mit dem Zeitungsmenschen klar kommt.“

„Wir sind schon ganz schöne Manipulatoren geworden, oder?“ Dabei zog sie ihn zu sich. „Wir haben gerade mal wieder etwas Zeit für uns…“

Roger küsste ihr sanft auf ihr Haar. „Hier oder wollen wir ins Spielzimmer?“

 * * *

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

Eine gelungene und detailreiche Fortsetzung die mir viel Spaß beim Lesen macht. Und ich weiß nun auch endlich was CoR bedeutet 😁

LG Ornella