Das Land der aufgehenden Sonne 4

"Klappentext"

Diesmal unternehmen Mariko und Mitsouko einen Ausflug mit der gefesselten und geknebelten Jana. Wird es ihr gelingen zu fliehen?

 

Kapitel vier

 

Es war noch vor dem ersten Morgengrauen, dass Mariko und Mitsouko aufstanden, doch der völlig erschöpften Jana sollte es nur recht sein. Sie hatte die ganze Nacht im Schneidersitz verbracht und ihre Schenkel brannten. Auch ihr Rücken schmerzte von der vornüber gebeugten Position, in der sie stundenlang gesessen hatte. Sie war immer mal wieder eingenickt, doch jedes mal, wenn eines der Glöckchen an ihren Brustwarzen leise geklingelt hatte, war sie erschrocken aufgewacht und hatte gelauscht, ob eine ihrer Peinigerinnen davon wach geworden war.

„Ohayo Gozaimasu, Jana-Chan“, flüsterte Mitsouko und küsste Janas geknebelten Mund. Dann pflückte sie ihr die Wäscheklammern von den Brustwarzen. Jana stieß ein dumpfes Stöhnen aus, als die Taubheit dort einem kurzen Schmerz wich.

Auch Mariko begrüßte Jana flüsternd, dann widmete sich jede einer ihrer Brüste und küsste sie. Jana ließ es geschehen, protestierte jedoch, als sie fühlte, wie Hände über ihren Bauch strichen. Ihre Blase drohte seit Stunden zu platzen und sie fürchtete, dass eine zu feste Berührung dort unten unangenehme Konsequenzen haben würde.

„Du musst zur Toilette?“

Unglücklich nickte Jana, die Wangen flammend rot. Lächelnd nahm Mariko den Nachttopf zwischen ihren Schenkeln weg und machte sich an den Seilen zu schaffen, die Jana an den Tisch fesselten. Mitsouko kramte in einer Truhe, versteckte aber die zwei Gegenstände, die sie herausgenommen hatte, hinter ihrem Rücken. Dann trat sie zu Jana:

„Die anderen Dienstboten schlafen noch, deshalb kannst du das Häuschen benutzen – aber nur, wenn du leise bist! Versprichst du das?“

Jana nickte und Mitsouko zog ihre linke Hand hervor. Sie hielt eine riesige Metallspritze, die Jana als eine von denen erkannte, die Ärzte benutzten, um einen Einlauf zu verabreichen.

„Wenn du Dummheiten machst, müssen wir die in Zukunft benutzen!“

Janas Augen weiteten sich, doch Mitsouko legte die Spritze beiseite und zeigte Jana den anderen Gegenstand. Es war eine Art eisernes Halsband, aber innen mit spitzen Dornen besetzt. An einer Öse baumelte eine Kette von etwa zwei Metern Länge.

„Wir werden deine Fesseln lösen und vor der Tür warten, aber wenn du deinen Knebel berührst oder sonstwie Lärm machst, genügt ein kräftiger Zug!“

Sie legte Jana das Halsband um und sie spürte, wie die Dornen sie leicht pieksten. Sie bekämpfte den Drang zu schlucken, da ein Dorn auf ihrem Kehlkopf ruhte.

Mittlerweile hatte Mariko sie losgebunden. Sie stützte Jana, die Schwierigkeiten hatte zu stehen, dann führten sie sie in den Garten, wobei Mitsouko immer die Leine stramm hielt und beide aufpassten, ob nicht ein Diener zu sehen war.

Jana erreichte das Häuschen im letzten Augenblick und obwohl sie wusste, dass draußen, vor der angelehnten Tür, ihre Bewacherinnen lauerten, erleichterte sie sich rasch. Dann sah sie sich nach etwas um, das ihr die Flucht ermöglichen konnte, doch da gab es nichts. Resigniert trat sie ins Freie, als Mitsouko leicht an der Leine zog, und folgte den beiden Japanerinnen, die sie jedoch nicht zurück ins Haus, sondern in ein weiteres Nebengebäude brachten. Es war ein Badezimmer mit einem hölzernen Zuber und einem Ofen für das heiße Wasser, den Mariko jetzt anschürte.

„Wir wollen mit dir einen Spaziergang machen, Jana-Chan! Nagasaki sieht im Licht der Morgensonne herrlich aus!“

Jana riss erstaunt die Augen auf! Sie kannte den Hügel, von dem aus man in der Tat einen wunderbaren Blick auf die Bucht hatte. Doch dieses Ziel lag draußen! Wie wollten die beiden sie dorthin schaffen, ohne dass jemand sie bemerkte? Eine Flucht lag plötzlich in greifbarer Nähe!

Das Feuer brannte jetzt und während das Wasser sich erwärmte, zog Mariko aus einer Ecke einen Gegenstand hervor, der wie ein „X“ oder ein Kreuz aussah. Jeder Holm war etwa 30 Zentimeter lang und an jedem Ende war eine eiserne Schelle.

Jana musste in den Zuber steigen und sich hinsetzen, dann wurden ihre Knöchel in zwei der Schellen gefesselt. Sie musste sich vorbeugen und die Arme ausstrecken, dann wurden auch ihre Hände fixiert. Sie seufzte erleichtert, als man ihr endlich das Dornenhalsband abnahm

Ein heißes Bad wäre nach den Strapazen der Nacht eigentlich herrlich gewesen, doch sorgten die beiden Japanerinnen dafür, dass Jana nicht vergaß, dass sie eine hilflose Gefangene war. Sie seiften sie wiederholt ein, um sie dann abzuwaschen, wobei keine von ihnen einen Waschlappen oder Schwamm benutzte. Jana glaubte, überall Hände zu spüren, die sie ertasteten und streichelten, manchmal aber auch kitzelten oder gar kniffen.

Schließlich war Mitsouko damit beschäftigt, ihre Haare zu bürsten, während Mariko ständig hin und her eilte, um die verschiedensten Dinge zu holen, die sie außerhalb von Janas Blickfeld stapelte. Dann trat sie vor den Zuber und Jana sah, dass sie die Peitsche in der Hand hielt.

„Du bist soweit, Jana-Chan, aber jetzt sind wir dran!“

Sie bändigte Janas Haar zu einem Zopf, dann löste sie ihre Hände, ließ aber ihre Knöchel gefesselt. Dann half sie Jana beim Aufstehen, legte ihren Kimono ab und stieg zu ihr in den Zuber.

„Wasche mich!“, meinte sie lächelnd und verschränkte die Arme im Nacken. Jana erstarrte. Es war eine Sache, sich von den beiden berühren zu lassen; da war sie immerhin nur die, die etwas erduldete. Aber jetzt sollte sie aktiv etwas tun, was doch verboten war. Unanständig.

Ein brennender Schmerz fuhr durch ihr Gesäß und sie sah, dass Mariko die Peitsche bereits ein weiteres mal erhoben hatte. Jana stieß einen Schrei schierer Verzweiflung durch ihren Knebel aus, dann machte sie eine beschwichtigende Geste zu Mariko, bückte sich und schöpfte Wasser mit ihrer hohlen Hand.

ES war grässlich für Jana, die noch nie eine andere nackte Frau so berührt hatte. Mitsouko schien ihre Verlegenheit zu genießen, ließ Jana immer wieder ihre Brüste, ihren Hintern und ihre Scham einseifen und waschen. Sie hatte ein Bein auf den Rand des Zubers gestellt, sodass Jana keine Ausrede hatte, irgendeinen Zentimeter ihres Körpers zu übersehen.

„Domo arigato gozaimasu, Jana-Chan“, flötete sie schließlich, glitt aus dem Zuber und trocknete sich ab. Jana seufzte schicksalsergeben, als nun Mariko in den Zuber stieg und die demütigende Prozedur von Neuem begann. Mariko sagte etwas, wovon Jana nur „Neko“, „Katze“, verstand.

„Sie meint, beim nächsten Mal musst du die Zunge nehmen, wie eine Katze!“, übersetzte Mitsouko. Jana stöhnte entsetzt, dann wurde ein regelrechter Schrei daraus, als sie sah, was Mitsouko jetzt vorbereitete: sie warf ein Seil mit einer Henkersschlinge daran über einen Deckenbalken, unter dem ein kleiner Schemel stand.

„Mmhrrrmmm! Nnngggg! Mmmph!“

Jana sträubte sich, doch schon hatte Mariko ihr die Arme auf den Rücken verdreht und zog sie, mit noch immer zusammen geketteten Füßen, aus dem Badezuber. So wurde sie zu dem Schemel gezogen und Mitsouko zog ihr die Schlinge um den Hals. Jetzt beraubte jedes weitere Zappeln Jana ihrer Atemluft und sie stieg gezwungener Maßen auf den Schemel. Mariko band ihr die Hände hinter dem Rücken mit dem Gürtel ihres Kimonos zusammen, während Mitsouko das Ende des Seils so fixierte, dass Jana mit ausgestrecktem Hals auf Zehenspitzen auf dem wackligen Schemel balancierte.

„Stillhalten, dann passiert dir nichts!“

Eine Weile standen die beiden Japanerinnen vor Jana und sahen ihr zu, wie sie versuchte, dem Befehl Folge zu leisten. Dann fing Mitsouko wieder an zu reden:

„Wir werden dich jetzt ankleiden, Jana-Chan! Uns gefällst du so, aber die Leute auf der Straße würden reden!“

Jana erstarrte. Also hatten sie wirklich vor, mit ihr nach draußen zu gehen! Sie erduldete es, dass sie sie gründlich abtrockneten, obwohl sie sie dabei mehr als einmal wie zufällig in die Seiten pieksten und kicherten, als sie sich krümmte und fast vom Schemel fiel.

Dann stellte Mariko einen weiteren Schemel vor Jana ab, stieg hinauf und ließ sich von Mitsouko einen schmalen Gürtel reichen, den sie Jana eng um die Taille schnallte. Diese keuchte, doch Mariko hielt jetzt einen Seidenschal in der Hand und zog ihn vorne durch den Gürtel. Das lange Ende schob sie zwischen Janas Schenkel, wo Mitsouko danach griff und es hinten wieder durch den Gürtel fädelte. Dann sprang Mariko von ihrem Schemel und beide fingen an, das Seidentuch vor und zurück zu ziehen.

Jana wand sich, doch sie konnte nichts tun, als die Massage durch den glatten Stoff zu erdulden, wollte sie nicht ihre Balance verlieren. Die Seide rieb über ihre Schamlippen, versuchte, einen Weg in sie zu finden. Schließlich rutschte der Stoff tatsächlich hinein und sofort verknoteten die beiden Japanerinnen die Enden an dem Gürtel. Jana bewegte unruhig die Hüften; diese Schrittfessel war nicht schmerzhaft, aber sehr, sehr irritierend.

Nun erstieg Mariko wieder den Schemel und Jana erkannte den nächsten Gegenstand. Es war ihr eigenes Korsett.

„Mhmmph!“

Vergeblich versuchte Jana, Mariko klar zu machen, dass man ein solches Korsett nicht auf der blanken Haut trug. Wahrscheinlich war es ihr auch einfach egal, denn sie legte es ihr an und gemeinsam mit Mitsouko zogen sie die Bänder extrem fest. Jana wusste, dass sie jetzt jede größere Aufregung vermeiden oder aber mit einer Ohnmacht bezahlen musste. Jeder Atemzug war nun mit ein wenig Anstrengung verbunden, selbst wenn sie sich zur Ruhe zwang.

Mitsouko zeigte ihr in einem Spiegel, wie gut die erzwungene Wespentaille ihre Hüften und ihre Brüste zur Geltung brachte. Dann entfernten sie ihre Fußfessel und zogen ihr ihre Seidenstrümpfe des Vortags wieder an und befestigten sie an dem Korsett. Auch ihre Stiefeletten wurden ihr wieder angezogen. Oberhalb des oberen Randes fesselte Mariko dann ihre Unterschenkel so, dass Jana nur noch kurze Schritte würde machen können.

Anstelle von Unterröcken brachte Mitsouko jetzt einen dunkelroten Rock und als sie ihn ihr gemeinsam anlegten, begriff Jana: der Rock war so eng geschnitten, dass er sie zusätzlich am Rennen hindern würde. Sie fürchtete so langsam, dass sie vielleicht doch draußen nicht sofort auffallen würde.

Zu Janas Erleichterung wurde ihre Schlinge etwas gelockert und man half ihr, von dem Schemel zu steigen. Dann band Mariko ihre Hände los und Mitsouko half ihr, in ein ebenfalls dunkelrotes Oberteil mit weißem Rüschenkragen zu schlüpfen.

„Uuhhmm!“

Jana protestierte, denn als man ihr die Halsschlinge abgenommen hatte, spürte sie, dass der Kragen nicht nur ihren Hals bedeckte, sondern auch mit Fischbein verstärkt war. Sie würde so kaum den Kopf bewegen können.

Zu dem Kleid gehörte auch ein schmaler Ziergürtel, den Mariko sehr eng zog, nachdem sie zwei dünne Lederbänder hindurch gefädelt hatte. Jana musste schwarze Handschuhe anziehen, dann fesselte Mariko ihr linkes Handgelenk fest an den Gürtel. Dann musste Jana den rechten Arm anwinkeln und Mariko schnürte ihr Handgelenk fest an ihren Oberarm. Anschließend zog sie das von ihrem Gürtel baumelnde Band durch ihren Ellbogen, zog es stramm und fesselte so ihren Arm an den Körper.

Mitsouko nahm jetzt einen Sonnenschirm, spannte ihn auf und schob den gebogenen Knauf in Janas Armbeuge, bevor Mariko Janas Finger an den Stiel fesselte. Da sie schwarze Lederriemen verwendete, war die Fesselung fast unsichtbar.

Es war absurd, doch als Mitsouko ihr den Spiegel vorhielt, erkannte Jana, dass sie selbst auf kurze Entfernung wie eine Frau in einem strengen Kleid aussah, die den linken Arm in die Hüfte gestützt hatte und in der anderen ihren Sonnenschirm hielt. Lediglich der schwarze Lederknebel trübte das Bild.

„Fast fertig, Jana-Chan!“

Sie arrangierte Janas Haar zu einer strengen Frisur, die sie mit einigen Haarnadeln fixierte. Dann setzte sie ihr einen Hut mit Schleier auf, den sie ebenfalls mit Hutnadeln sicherte. Dann löste sie Janas Knebel, während Mariko ihr ein Tuch unters Kinn hielt, um den Speichel aufzufangen.

Bevor Jana etwas sagen konnte, wurden ihr schon nach und nach unzählige feuchte Seidenfetzen in den Mund geschoben, während Mariko immer wieder ihren Kiefer nach oben drückte. Sie wollten Janas Mund so voll wie möglich stopfen, ohne dass es von außen zu sehen war. Janas Zunge wurde tief in ihren Rachen gepresst und sie gab glucksende Laute von sich, während die beiden sie ohne Hast gründlich knebelten.

Anschließend band ihr Mariko ein strammes Tuch zwischen die Lippen, dann zogen sie ihr eine lederne Maske über das Gesicht, die sich eng an dessen Konturen anpasste und sie daran hinderte, ihren Kiefer zu öffnen. Die Maske hatte kleine Löcher an den Nasenlöchern und Öffnungen für ihre Augen, doch im Spiegel konnte Jana sehen, dass sie wie eine Puppe aussah. Wie eine lebensechte Puppe und als ihr Mitsouko den Schleier über das Gesicht zog, war die Illusion perfekt.

Jetzt half Mariko ihrer Dienstherrin beim Ankleiden, währenddessen testete Jana die Bewegungsfreiheit ihrer Fesselung. Sie konnte langsam gehen, doch der enge Rock und die gefesselten Beine verhinderten, dass sie rennen konnte. Auch war sie gezwungen, bei jedem Schritt mit der Hüfte zu schwingen, was Auswirkungen auf das Seidentuch zwischen ihren Beinen hatte. Sie konnte sich, dank des engen Korsetts, kaum nach vorne beugen und auch ihre Arme waren durch die Lederriemen fast unbeweglich. Sie konnte nur leicht nicken oder den Kopf schütteln oder mit den Fingern ihrer linken Hand flattern. Sie war hilflos.

Als Mitsouko fertig war, hakte sie sich bei Jana unter und ging mit ihr auf und ab, während sich Mariko fertig machte. Dann gingen sie, Jana zwischen sich, in den Garten.

Jana versteifte sich, doch dann spürte sie ein Stechen an ihrem linken Arm. Als sie dorthin sah, erkannte sie, dass Mitsouko eine winzige Spritze in der Hand hielt.

„Es ist absolut tödlich, tu besser nichts Unbedachtes!“

Sie verbarg die Spritze wieder unter ihrer schmalen Hand und Jana ahnte sie eher als dass sie sie wirklich fühlte. Und doch ging sie mit den beiden, gab keinen Laut von sich, als sie von mehreren vorbeieilenden Dienern gegrüßt wurden und schritt langsam auf die Straße.

Nagasaki war bereits erwacht, überall sah man Arbeiter oder Händler, Hausfrauen auf dem Weg zum Markt und spielende Kinder. Jana konnte sogar einige Europäer sehen, sogar einen englischen Lieutenant, der schon einmal bei ihnen zu Abend gegessen hatte. Er zog höflich den Hut vor jana, die, als sie Mitsouko leicht mit der Spritze piekste. Ihm leicht zunickte. Sie betete, dass er stehenbleiben und ein Gespräch beginnen würde, doch er zuckte entschuldigend mit den Schultern und hastete weiter.

Langsam schritten sie durch die Straßen Nagasakis und Jana, innerlich vor Grauen schreiend, begegnete noch hie und da Bekannten, die sich jedoch alle mit dem recht einsilbigen Gruß zufrieden gaben, den ihr Knebel und die rigide Fesselung ihr erlaubten. Mehrfach war sie versucht, stehen zu bleiben, sich irgendwie zu wehren, auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Mitsouko konnte nicht wagen, sie auf offener Straße zu töten! Doch da war die Angst, dass sie es vielleicht trotzdem tun würde und so hielt sich Jana aufrecht und blieb gezwungener Maßen still, während Mitsouko in perfekter Nachahmung eines Stadtbummels unter Freundinnen ihr diverse Sehenswürdigkeiten erklärte und pausenlos auf sie einplapperte.

Der Aufstieg zu dem Aussichtshügel war recht steil und schließlich taumelte Jana mehr als dass sie ging. Der Schweiß rann ihr in Strömen herunter und das Korsett und der Knebel erschwerten ihr das Atmen. Als sie eine Bank sah, ließ sie sich darauf sinken.

„Du bist schon müde, Jana-Chan?“

Wütend blitzte sie Mitsouko durch den Schleier an. Sie atmete heftig durch die Nase, unfähig, mehr zu tun. Mitsouko beriet sich kurz mit Mariko, dann meinte sie:

„Wir können dich nicht tragen, Jana-Chan! Daher bleiben wir hier, während sich Mariko um eine Droschke kümmert!“

Zuvor jedoch beschlossen sie, Jana noch besser zu sichern. Mariko holte aus ihrem Picknickkorb eine Rolle dünne Lederschnur und schnitt einige Stücke davon ab. Jana sah keine Chance, sich zu wehren, als Mitsouko ihr einen der Riemen um die Taille schlang und die Enden an die Rückenlehne band. Ein weiteres Band fixierte Janas Knöchel an den Fuß der Bank und als ihr Mitsouko einen letzten Riemen um den Hals legte und ebenfalls mit der Lehne verknotete, war Jana gezwungen, still und ruhig sitzen zu bleiben. Diese letzte Schlinge war so locker, dass Jana atmen konnte, nicht aber ihren Oberkörper bewegen.

Mariko schlenderte langsam in Richtung Stadt und Mitsouko setzte sich eng neben sie.

„Ich habe ihr gesagt, sie soll sich Zeit lassen! Genieße einfach die Aussicht – und mehr!“

„Mhhmm!“

Jana bäumte sich kurz auf, als sich Mitsouko hinten an den Knöpfen ihres Rockes zu schaffen machte. Vorne konnte man nichts sehen, doch hinten konnte Mitsouko jetzt zwei Finger hineinschieben, die sie um Janas Schrittfessel hakte. Dann zog sie leicht an, ließ wieder locker, zog wieder an.

Jana stöhnte auf, schüttelte verzweifelt den Kopf und wand sich in ihren strammen Fesseln, doch Mitsouko flüsterte nur:

„Es passiert, ob du dich wehrst oder nicht, Jana-Chan! Wenn du dich nicht wehrst, ist es schöner!“

Eine Gruppe Japaner kam vorbei und Mitsouko beugte sich leicht über Jana, redete wieder auf sie ein. Die Passanten waren nur wenige Meter entfernt, grüßten aber nur freundlich, bevor sie ihrer Wege gingen. Jana schickte ihnen ein verzweifeltes Stöhnen hinterher, das aber nicht durch ihre Gespräche drang.

„In Japan respektiert man die – wie sagt man? Private Zone?“

„Privatsphäre“, verbesserte Jana in Gedanken, bevor ihr bewusst wurde, dass Mitsoukos kleine Unsicherheiten im Deutschen nicht das größte Problem waren. Dann weiteten sich ihre Augen und sie bäumte sich in ihren Fesseln auf, denn Mitsouko hatte ihr einen Finger in den Hintern geschoben, während sie gleichzeitig die Massage mit dem Seidentuch fortsetzte.

„Aber deine private Zone gehört mir, Jana-Chan!“

Trotz Janas geknebeltem Flehen setzte sie ihr Spiel fort. Ihr Finger in Janas Anus bewegte und krümmte sich, während sie das Tuch in einem immer schnelleren Rhythmus zusammenzog. Jana spürte, wie sich das vertraute, so unangemessene wie erregende Kribbeln in ihren Lenden wieder meldete.

„Oh nein, nicht jetzt! Das kann nicht sein, nein!“, dachte das Mädchen verzweifelt. Sie war ein anständiges Mädchen, keine von den Schlampen, über die ihr Vater und ihre Lehrerinnen immer hergezogen hatten. Und doch, sie fühlte, dass sie mehr und mehr auf Mitsoukos Liebkosungen reagierte. Ihre Schenkel öffneten sich das bisschen, was ihr Rock erlaubte und sie fing an, leicht die Hüften zu bewegen. Wieder hörte sie eine Gruppe Arbeiter des Wegs kommen, doch obwohl sie unter ihrer Maske über und über errötete, war ihr leises Keuchen nicht das einer verzweifelten Frau. Für die Männer war sie nur eine etwas steif dasitzende Europäerin, die mit ihrer japanischen Freundin plauderte.

Sie entfernten sich wieder, nachdem sie kurz mit Mitsouko gesprochen hatten. Diese lachte:

„Sie wollten wissen, ob du Hilfe brauchst, Jana-Chan. Aber wir beide kommen alleine zurecht, oder?“

„Uuhhmm!“

Mitsouko zog an dem Schrittseil, gleichzeitig krallte ihr Finger sich regelrecht in das Innere ihres Anus. Nie hatte jemand Jana dort berührt, doch es war nicht unangenehm, im Gegenteil. Die Fingerspiele schickten kleine Wellen der Erregung durch Janas Unterleib, die sich begierig mit der Erregung in ihrem Schoß verbanden und sie so verstärkten.

Jana keuchte heftig, das enge Korsett knackte und sie fühlte sich wie in einem engen Käfig gefangen. Ein Käfig, der ihre aufsteigende Lust gefangen hielt und der einzige Ausweg lag zwischen ihren heißen Schenkeln. Jana gab tiefe, langgezogene Laute von sich und vor ihren geschlossenen Augen spielten sich die wildesten Phantasien ab. Phantasien, in denen sie mit Mitsouko und Mariko-

„Uuhmmm! Mmhhmmm! Mph!“

Es war wie eine kleine Explosion tief in ihr. Jana hatte dieses Erlebnis bereits einige Male im Schutz ihres Schlafzimmers genossen, doch nie war es so intensiv gewesen. Ihr Innerstes zuckte, während nie gekannte Wellen reinster Ekstase durch ihren Körper rasten. Jana schrie in ihren Knebel und ritt dieses Gefühl ab, bis sie völlig erschöpft auf die Bank zurücksank und keuchend nach Luft rang.

„Anata wa taihen kireii, Jana-Chan!“

Mitsouko war unbemerkt aufgestanden und als Jana die Augen aufschlug, konnte sie sehen, dass Mitsouko sich verstohlen die Finger mit einem Taschentuch abwischte und dieses wegwarf. Dann strich sie über Janas Knie.

„So schön ist es immer, wenn du gehorchst!“

Dann kicherte sie und deutete auf Janas Schoß, wo sich ein feuchter Fleck in ihrem Schoß abzeichnete. Selbst durch die Maske konnte Jana den spezifischen Duft wahrnehmen, der von dort aufstieg. Sie schlug die Augen nieder, doch Mitsouko kniff ihr spielerisch ins Knie.

„Kein Problem, Jana-Chan! Du trocknest in der Sonne, ich gehe Pipi!“

Sie verschwand in den Büschen und Jana stöhnte auf. Weniger wegen Mitsoukos wenig damenhafter Ausdrucksweise, sondern weil auch sie jetzt das dringende Bedürfnis verspürte, sich zu erleichtern. Gleichzeitig wurde ihr mehr und mehr bewusst, was sie gerade getan hatte. Gut, streng genommen war es mit ihr getan worden, doch Jana wusste nur zu gut, dass es ihr gefallen hatte. Und dass sie wieder darauf reagieren würde, wenn sich Mitsouko und Mariko wieder mit ihr beschäftigten.

„Mmhrrrmmmmm!“

Jana schrie Frust, Angst und Verwirrung in ihren Knebel, doch das schreckte nur kurz zwei Spatzen zu ihren Füßen auf. Kurz darauf kam auch Mitsouko wieder aus dem Gebüsch.

„Ah, das tat gut!“

Sie bemerkte Janas Anspannung und meinte:

„Tut mir leid, du musst noch warten! Aber ich glaube, da kommt Mariko!“

In der Tat rumpelte jetzt eine kleine Droschke heran. Mariko saß auf dem Bock und lenkte den Esel nahe an die Bank. Dann sprang sie ab und verbeugte sich kurz vor Mitsouko, dann vor Jana, bevor sie ersterer kurz etwas ins Ohr flüstere. Mitsouko runzelte kurz die Stirn, dann wandte sie sich an Jana:

„Mariko sagt, mein Vetter ist gekommen und wird eine Nacht bleiben! Das heißt, wir müssen dich gut versorgen!“

Sie banden Jana von der Bank los und befreiten auch ihre Hände, aber nur, um ihr die Arme Handgelenk an Ellbogen hinter dem Körper zu fesseln. So wurde sie in die Kutsche gesetzt und Mitsouko stieg bei ihr ein. Kurz darauf setzte sich das Gefährt in Bewegung.

„Solange mein Vetter da ist, wird es für dich sehr unbqequem, Jana-Chan! Er darf nichts von dir wissen! Aber keine Angst, wenn er weg ist, geht unser Spiel weiter!“

***

 

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

Nur das mit der tödlichen Spritze fand ich übertrieben. Aber sonst einfach toll und erregend 

Antwort auf von OttoBindender

Ich hab mich viel mehr gefragt, wie Jana die Spritze, oder auch später den Fleck auf ihrem Rock, hat sehen können, wenn sie durch den Kragen des Oberteils nur "leicht" nicken oder den Kopf schütteln kann. Nach unten schauen, oder sogar den Blick auf ihren linken Arm lenken, als ihr die Nadel der Spritze dort hineingestochen wurde, dürfte sie mit dieser Fesselung gar nicht gekonnt haben. Da merkt man mal wieder, wie die Extreme mit der Erregung des Autors durchgegangen sind. (lach)

Antwort auf von OttoBindender

Naja. Aber wenn ich mir im Sitzen noch zwischen die Beine gucken oder mit dem Blick meinen Arm, ob nun Ober- oder Unterarm ist dabei wurscht, einfangen kann, kann ich meinen Kopf noch durchaus mehr als gut drehen und nach vorne neigen. In dem Fall ist da so gut wie null Einschränkung in der Beweglichkeit