Höhen und Tiefen Teil 1

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Ein Herbsttag in einer östlichen Region Mecklenburg-Vorpommerns. Lang zieht sich eine schlechte Landstraße durch die Landschaft des Oderbruchs. Weite Felder und kleine Waldstücke wechseln sich ab. Es ist ein nebliger Nachmittag. Die Schule ist seit einer halben Stunde aus und Martin trappt langsam die Straße entlang, die ihn nach Hause führt. Er verspürt keine Freude bei dem Gedanken an daheim. Ein Zuhause ist es für den 19 Jährigen Jungen auch nicht. Ein dürrer armer Kerl, 1,70m groß, dunkelbraune dichte Haare, blaue Augen und helle Haut.  Von außen betrachtet eigentlich ein normaler Junge.Aber eigentlich ist eigentlich ein Scheißwort.Martin legte an Schritt zu, er wollte nicht komplett nass werden. Er hatte noch 15 Minuten bis nach Hause. Der gesamte Weg vom Gymnasium bis „Heim“ dauerte eine halbe Stunde. Bis vor einer Woche hatte er die Strecke noch mit seinem Fahrrad in zehn Minuten geschafft.Verdammt, wenn dieses Arschloch nicht sein Fahrrad im Moor versenkt hätte, wäre er jetzt nicht auf den Fußbus angewiesen! Er spürte seine Ohnmacht. Ein Schulschläger hatte am Donnerstag sein Fahrrad geklaut und es mit seiner Clique in einem Moor in der Nähe versenkt. Dass diese Typen keine Angst vor Strafe hatten, wurde dadurch deutlich dass sie es auf dem Schulhof  verlauten ließen. Die Lehrer scherte es einen Dreck was auf dem Schulhof passierte. Die meisten von ihnen waren eh schon kurz vor der Pension und achteten nicht mehr direkt darauf was im Unterricht oder in den Pausen geschah.Das Wort „Zuhause“ verband er bestenfalls mit dem Fegefeuer. Er lebte mit seiner Mutter alleine in einem kleinen Haus am Rande des Dorfes. Es hätte dort idyllisch sein können. Aber die Wirklichkeit sah anders aus. Seine Mutter war Alkoholikerin und im Dorfkrug längst bekannt. Ein paar Jahre nach der Wende hatte Martins Vater sie verlassen um in einer anderen Region Glücklich zu werden. Seine Mutter hatte über ihre Trauer Zuflucht im Alkohol gesucht und leider auch gefunden. Sie hatte sich immer weniger um ihn gekümmert und nun schmiss er den Haushalt fast allein. Es kam schon vor, das sie ihm, in ihrer Trauer und Wut über ihr unglückliches Leben, einfach eine schmierte. Ein Ponyhof war sein Leben nicht gerade. Er hatte immer weniger Lust sich um diese Frau zu kümmern, die ihn schon die Nase blutig gehauen und sich auf seine Hose übergeben hatte.Zuhause angekommen öffnete er die Tür und nahm einen ihm mittlerweile vertrauten Geruch war: Der Geruch von Alkohol und Kippen. Widerlich! Er ging in den Flur stellte seine Schuhe ab und zog die Jacke aus. Er ging leise am Wohnzimmer vorbei. Er wusste das sie dort auf dem Sofa lag und sich Harz 4 TV gab. „Dort würde sie bestimmt wunderbar hineinpassen.“ Dachte er sich. Er schlich in sein Zimmer, zog dir Tür hinter sich zu und widmete sich der einizgen Beschäftigung die ihm in letzter Zeit noch Freude bereitete . Er masturbierte.Am Abend fiel er völlig entkräftet ins Bett. Er hatte die Küche gereinigt sowie die verschissene Toilette. Seine Mutter verlor immer mehr die Beherrschung und er musste den Dreck für diese undankbare Frau wegräumen. Die lag immer noch auf dem Sofa und schlief ihren Rausch aus.Ich hasse das hier, warum ist das Leben so scheiße? Wenn ich tot wäre, würde es kaum einem auffallen. Die Alte auf der Couch bekommt seit Monaten nix mehr mit und wenn dann bestimmt in dreifacher Form!Unter Tränen und Flüchen schlief er ein. Der nächste Tag begann routinemäßig: Aufstehen, frühstücken und zur Schule tigern – Draußen regnete es stark. „Na toll, jetzt komm ich durchnässt in der Penne an.“ murrte er als er aus der Haustür trat.In der Schule angekommen war er völlig durchgeweicht. Die Stunden verflogen. Er hatte kaum Mühe dem Stoff zu folgen. Das war sein Vorteil. Er war schlau. Das zog allerdings den Neid der Klassenkameraden auf ihn. In der Pause bekam er von Mareike Besuch. „Hallo Martin, alles klar bei dir?“, fragte sie ihn.„Mir geht’s gut Mareike. Danke der Nachfrage.“ war die knappe Antwort.„Du, mir tut das Leid mit deinem Fahrrad und dem Stress, den Gilbert dir macht.“Er zeigte sich freundlicher „ Danke Mareike, du bist die Erste die seit langem ein nettes Wort für mich hat und etwas Interesse zeigt.“„Bitte sehr. Aber hör mal, ich bin gekommen um dich zu warnen. Gilbert will dich nach der Schule auf deinem Heimweg abfangen.“ Sie zeigte sich besorgt.Er sah sie an „Danke für die Warnung, ich werde nachher dran denken. Du, ich sitz grade schon an den Hausaufgaben für Physik für Montag. Ich brauche etwas Ruhe, ich will dich nicht vergraulen. Aber ich muss das hier machen, weil ich nachmittags keine Zeit mehr habe.“Sie nickte und verschwand, nachdem sie sich verabschiedet hatte.Na klasse.Dachte er bei sich. Jetzt muss ich auch noch einen Umweg von 5km laufen.Schulschluss! Während alle Schüler aus der Klasse stürmten, stand Martin langsam auf schnappte seine Jacke und verließ lustlos das Schulgebäude. Er schlug den normalen Heimweg ein und sah wie Gilbert und seine Clique die Straße in Richtung seines Zuhauses entlang fuhr. Er sah der Gruppe nach und wusste Bescheid. Sie hatten ihn schon einmal auf diesem Weg überfallen. Beim alten Forsthaus. Nach einigen hundert Metern steuerte er auf einen Waldweg um. Er fühlte sich nicht wohl, ihm war heiß. Oh wie toll zu meiner Standard –Not schickt mir der Liebe Herrgott auch noch eine Erkältung.Er ging den Waldweg weiter, er hätte schon längst abbiegen müssen. Er blieb stehen und fluchte ordentlich „Verdammter Scheiß, ich hab mich verlaufen“ Er ging den Weg weiter, das war das einzig sinnvolle. Es würde nicht mehr lange dauern bis es komplett dunkel war und in diesen Wäldern abkürzen zu wollen war Glücksspiel. Entweder man landete in einem Moor oder man tritt auf eine  alte Mine die zu Kriegszeiten sporadisch in den Wäldern verlegt worden waren. Er hätte seit fast drei Stunden zuhause sein können. Der Weg machte einen Knick und hinter der Biegung lag ein leicht verfallenes Landgut, an dem er noch nie zuvor gewesen war. Verdammt, wo war er eigentlich?Das große Tor war offen. Auf dem Hof stand ein seltsames sandfarbenes Fahrzeug, dessen Form der einer Badewanne mit Rädern glich. Am hinteren Teil dieses Fahrzeugs stand eine Person im Blaumann, die im Kofferraum etwas hantierte.Er wollte wissen wo er war und wie er nach Hause kam!Er ging durch das Tor und auf die Person zu.„Entschuldigen sie bitte!“ rief er im Näherkommen.Die Person ließ von ihrer Arbeit im Kofferraum ab und drehte sich um.„Ja bitte?“, fragte eine weibliche Stimme.Erstaunt blieb er stehen und musterte die Person. Es war ein ungewöhnliches Bild, was sich ihm bot.Er sah eine sicherlich zwei Meter große Frau mit Öl verschmiertem Gesicht und ebensolchen Händen. Sie mochte um die 30 sein, schätze er. Das schwarze Haar war zu einem Zopf gebunden und unter den Blaumann geschoben.„Ja bitte?“, fragte die Frau noch einmal und löste ihn aus der Starre.„Guten Tag, mein Name ist Martin. Ich wollte eine Abkürzung vom Schulweg machen und scheine mich verlaufen zu haben. Ich muss nach Prießnitz. Können Sie mir sagen wie ich dahin komme?“Sie grinste ihn frech an. „Nach Prießnitz? Süßer, da bist du aber wirklich verkehrt hier. Prießnitz liegt ungefähr acht Kilometer in dieser Richtung!“, lachte sie und deutete nach Südwesten.Er drehte sich um „Oh verdammt…“, sagte er leise zu sich.„Die acht Kilometer sind aber nicht dein Problem, Kleiner.“„Und was ist mein Problem, Madame?“ erwiderte er trocken.„Das sind die 16Kilometer Umweg die du machen musst um dahin zu kommen.“Mit großen Augen drehte er sich in die Richtung, in die sie deutete „16 Kilometer? Wieso denn das?“„Weil die Lemnitz und ein Moor dir den Weg versperren und du noch 15 Minuten Licht hast.“„Ooohhh Fuck nein!“ stöhnte Martin. „Gibt es denn keinen kürzeren Weg?“„Nein Kleiner. Ich bin übrigens Frau Mohnke.“ Sie reichte ihm die ölverschmierte Hand hin.Er nahm ihre Hand und schüttelte sie. Er war erstaunt über ihren festen Händedruck. Ihre Augen sahen ihn interessiert an.„Hey, hör mal Martin. Ich brauche noch 15 Minuten mit der Badewanne hier und dann kann ich dich nach Prießnitz fahren – und wir können den direkten Weg nehmen.“ sagte sie grinsend zu ihm.Er überlegte kurz. Was wollte er tun? Er war auf ihre Hilfe angewiesen, wollte er überhaupt noch ankommen an diesem Freitag.„In Ordnung, danke für ihre Hilfe Frau Mohnke. Was ist das eigentlich für ein…Ding?“Sie drehte sich um und begann wieder an dem Fahrzeug zu hantieren, während sie beiläufig erklärte. „ Das ist ein Typ 166 Schwimmwagen.“„Ein was ist das?“„Ein altes Kriegsfahrzeug der Deutschen Armee, einer der Letzten. Baujahr 45. Kommt überall lang und 100% auch durch die Lemnitz.“„Ok.“ Sagte Martin verblüfft und sah jetzt erst die kleine Schiffsschraube am Heck des Oldtimers.Er begutachtete das seltene Stück genauer. Sah in den spartanisch eingerichteten Innenraum. Bemerkte den Ersatzreifen, der vorne auf der Motorhaube saß.„Und was werkeln sie im Kofferraum rum?“ fragte er voller Neugier.„Da wo du stehst ist der Kofferraum, der Motor ist hinten drin.“Ein paar Minuten später war Frau Mohnke fertig.„So Martin, jetzt können wir, freu dich in so einem Gefährt mitfahren zu dürfen. Dies Privileg haben die wenigsten Menschen!“Beide schwangen sich über die Bordwand und landeten  im Sitz. Sie starte den Oldtimer und fuhr los – aus dem Hof direkt aufs Feld und nicht auf den Feldweg, der an dem Gutshof vorbei führte. Sie fuhr mit 20km/h über den Acker und umfuhr gekonnt Bodenwellen und Unebenheiten. Nach kurzer Fahrzeit zeigte sich das Ufer der Lemnitz und dahinter waren die ersten Häuser von Prießnitz zu sehen.Sie fuhr langsam an den Fluss hinan und fand wie fast selbstverständlich ein Stelle zum übersetzen.Sie sah mit gespielt besorgter Miene zu ihm herüber „Na hoffentlich saufen wir nicht ab – ich fahre diesen Schwimmwagen heute zum ersten Mal ins Wasser.“ Er sah sie entgeistert an.„War ein Spaß.“, beruhigte sie ihn. „Das hab ich schon öfters gemacht.“Sie durchquerten die Lemnitz ohne unterzugehen und trotzdem war Martin froh als sie am anderen Ufer ankamen. Er erklärte ihr wo er wohnte und sie manövrierte den Oldtimer bis zu seinem Zuhause.Missmutig stieg er aus. Ihm hatte die Fahrt mit Frau Mohnke Spaß gemacht, es war aufregend gewesen mit ihr Querfeldein zu fahren. Er ließ den Kopf hängen als er seine Mutter in der Haustür sah.„Wo warst du!?“ lallte sie ihn böse an.Er drehte sich mit traurigem Blick zu Frau Mohnke um. „Vielen Dank, Frau Mohnke, für die Fahrt, es hat mir Spaß gemacht.“ sagte er zu ihr „Und ich finde es toll das wir nicht in der Lemnitz geblieben sind.“, gab er mit einem mühseligen Lächeln von sich. Sie sah ihn an und dann zu der Frau die offensichtlich stark betrunken und übellaunig war.„Kleiner, wenn du Hilfe brauchst, komm zu mir auf den Hof.“ Ihre Stimme klang ernst.Er erwiderte nichts, sah nur zu Boden.„Klar, Martin?!“ sagte sie im Befehlston.Er sah sie an seufzte und gab ein betrübtes Ja als Antwort.„Na dann Kleiner, wir sehen uns, schätze ich mal.“ Damit verabschiedete sie sich und fuhr mit dem Wagen durch die Dunkelheit davon.Er wendete sich zum Haus, wo seine Mutter bereits auf ihn wartete und ihn hinein zerrte als sie ihn zu fassen bekam. „Wo warst du Nichtsnutz!“, schrie sie ihn an. „Die Arbeit bleibt liegen und du spazierst in der Weltgeschichte rum!“Er sah die Schelle zu spät kommen – Klatsch.Er taumelte zu Seite. In seinen Augen kamen Tränen zum Vorschein. Sie kam auf ihn zu setzte noch ein Schelle nach. Er versuchte in sein Zimmer zu flüchten. Seine Mutter kam ihm hinterher – in der Hand einen Lederpantoffel.Mitten in der Nacht wurde Frau Mohnke wach. Ihr Schäferhund, der aufgrund des Herbststurmes, der draußen wütete, ausnahmsweise das Schlafzimmer mit ihr teilte, schlug an.„Was ist denn los Benni? Ist da draußen jemand?“ Eine böse Vorahnung machte sich in ihr breit. Sie zog sich eine Jeans und einen Regenmantel an und verließ mit dem Hund das Haupthaus.Benni zerrte sein Frauchen in Richtung Scheune. Sie nahm eine Taschenlampe zur Hand und ging auf den Heuboden. Ein neuerliches Bellen und Zerren von Benni in Richtung eines Heuhaufens ließ sie aufmerksam werden. Sie befahl dem Tier Sitz und ging vorsichtig auf den Heuhaufen zu.Der Lichtschein der Taschenlampe erfasste den Körper eines Jungen der mit Hämatomen und Striemen übersät war.Er hatte ein blaues Auge. Dann erkannte Frau Mohnke die zerschlagene Gestalt.„Fuck! Martin.“, sagte sie leise. Sie handelt schnell, wickelte den Jungen in den Regenmantel ein damit er nicht weiter durchnässt würde und trug ihn so, oberkörperfrei, ins Haupthaus. Sie legte ihn vorsichtig in ihr Bett. Holte ein paar Salben aus dem Arzeneischrank und begann ihn einzureiben. Dabei merkte sie dass der Junge Fieber hatte.„Gottverflucht, was ist denn mit dir passiert?“, zischte sie leise, mit aufkeimender Wut in der Stimme. Sie zog ihm die Hose aus und sah weitere blaue Flecken und als sie ihn leicht drehte erkannte sie, das sein Hintern wohl am meisten Dresche bekommen hatte. Sie zog ihn komplett aus, ihr war scheißegal was er morgen darauf sagen würde, wenn er aufwachte.„Und du Benni bleibst hier sitzen und passt auf das unser Gast es morgen früh langsam angehen lässt.“, sprach sie ernst zu dem Schäferhund. Dieser quittierte es mit einem leisen Winseln.Am nächsten Morgen kam Frau Mohnke in ihr Schlafzimmer, um nach ihrem Gast zu sehen. Sie besah sich Martin, fühlte seine Fieber. Die Hitze war zurück gegangen aber der Junge lag wie erschlagen im Bett und schlief bombenfest. Sie ging zu ihrem Kleiderschrank und kramte eine schwarze Hose und ein weißes Oberteil heraus. Sie zog ihr Nachtkleid aus und die Hose sowie das Oberteil an. Sie drehte sich wieder zu Martin und sah, dass er die Augen leicht geöffnet hatte.„Guten Morgen Martin, hast mein Angebot genauso schnell angenommen wie ich dachte.“Er begrüßte sie schwach „ Guten Morgen… Frau Mohnke…“Sie setzte sich ans Bett und fragte mit Sorge: „Wie fühlst du dich denn?“„Mir tut alles weh, besonders mein Hintern…“„Hast du genug Kraft um aufzustehen? Wir sollten erst mal frühstücken.“Er nickte ihr zu und verließ das Bett. Etwas benommen registrierte er, wie sie lachend zu Tür ging und ihm amüsiert zurief: „Hübscher Körper, Kleiner!“Er sah an sich herunter und bemerkte, dass er nackt war. Er stöhnte, sah ihren Morgenmantel und legte ihn sich um. Danach ging er herunter in das Esszimmer. Sie saß bereits, aß ein belegtes Brötchen und blättere in der Zeitung. Er setzte sich langsam. Sein Hintern schmerzte gewaltig. Als er endlich saß, langte er nach dem Kaffee und begann zu essen. Er hatte gar nicht bemerkt wie hungrig er war.Frau Mohnke sah von ihrer Zeitung auf  und beobachtete den Jungen. „Ich bin übrigens Hanna.“ Er blickte sie scheu an. „Danke Hanna, dass du mich diese Nacht herein gebracht hast. Ich weiß nix mehr von gestern, nur noch, dass mein Mutter sich an mir ausgelassen hat.“„Du kannst gern über das Wochenende hier bleiben. Du brauchst sowieso Bettruhe und die wirst du zuhause eher nicht finden.“„Das geht nicht, ich muss nach Hause und den Haushalt machen, ansonsten wird der Drache noch sauerer.“, erwiderte Martin gedrückt.„Ja genau, ich lass dich nach Hause, damit ich dich diese Nacht wieder halbtot geschlagen in der Scheune finde.“, dachte Hanna bei sich und fragte ihn noch etwas aus. „Wie alt bist du, Martin? Und wie hast du gestern Nacht hergefunden?“Er trank seinen Kaffee aus und antwortete „ Ich bin 19 und werde in ein paar Wochen 20. Und wie ich hergefunden habe? Das weiß ich selber nicht mehr so genau.“„Wenn du Depp, wie ich annehme, durch die Lemnitz geschwommen bist, dann kannst du froh sein das du noch lebst!“Er nickte und dachte kurz nach. Ja er war geschwommen. Er hatte echt verdammt viel Glück gehabt. „Ich will noch nicht gleich nach Hause, kann ich mich bei dir noch für ein oder zwei Stunden hinlegen und erholen?“ Sie schmunzelte, nickte und dachte bei sich: „Ein, zwei Stunden? Wohl eher ein bis zwei Tage, ich trag schon dafür Sorge, dass du freiwillig hier bleibst.“„Auf jeden Fall gehst du erst mal duschen. Bevor du dich hinlegst. Ich habe diese Nacht verschiedene schmerzlindernde Salben auf deinen Körper aufgetragen. Spül die Reste davon ab, du stinkst nach Arnika und Voltaren.“ Er sah sie an. „Du hast meinen Körper eingecremt?“ Die Schamesröte stieg in ihm hoch. Sie lehnte sich zurück, grinste frech, nickte und zwinkerte ihm zu.Er senkte resignierend den Kopf, ließ sich dann den Weg zur Dusche erklären und trappte los. Sie sah ihm nach, stand dann auf  und eilte in ihr Schlafzimmer. „Es gibt ein paar Kleinigkeiten vorzubereiten“, dachte sie bei sich und freute sich. Ein kleines Feuer war in ihr angefacht worden, das sie vor Jahren zu löschen geglaubt hatte.Er trat aus der, für seine Ansicht, seltsamen Dusche und trocknete sich ab. Während er das Handtuch vorsichtig überseine Blessuren gleiten ließ, betrachtete er rätselnd die Edelstahlringe, die in die Decke eingelassen waren. Er würde Hanna später danach fragen, welchen Zweck diese Ringe erfühlten. Schulterzuckend warf er sich den Morgenmantel über und verließ das Bad. Nachdem er den langen Flur überquert hatte, öffnete er die Tür zu Hannas Schlafzimmer und sah das frisch bezogene Bett. Er freute sich. Das war eine nette Frau, so ganz anders als seine daheim wartende Mutter. Er würde gern länger bleiben. Sie gefiel ihm, das musste er zugeben. Er hatte sie am Frühstückstisch gemustert. Sie hatte einen sehr schönen weiblichen Körper und das schwarze Top betonte ihre Oberweite, die so um die B-Größe liegen musste. Ihr attraktives Gesicht war immer fröhlich und in ihren Augen sah man ein gewisses Feuer. Verdammt, er wusste nicht mal wie alt sie war. Er hatte es vorhin einfach verpasst sie auszufragen.Er betrat das Schlafzimmer und sah auf das Bett. Ein normales Bauernbett, ziemlich breit und vorne wie hinten mit einer hüfthohen Holzwand versehen. Und komischerweise wieder an beiden Enden dieser Holzwand jeweils zwei Ringe aus Edelstahl. Er dachte nicht weiter darüber nach und fiel in das frisch bezogene Kissen. Hanna kümmerte sich wirklich gut um ihn. Nur ein oder zwei Stunden schlafen und dann würde er nach Hause gehen, dachte er bei sich bevor ihn der Schlaf übermannte.Er erwachte langsam aus einem erholsamen Schlaf, wollte sich die Augen reiben aber es ging nicht. Er stutze und die restliche Müdigkeit verflog schlagartig. Er lag auf dem Bett und konnte weder Beine noch Arme anziehen oder auch sonst  großartig bewegen.Erschrocken stellte er fest, dass er gefesselt war und als sein Blick nach vorne ging, grinste Hanna in ihrem Bademantel unschuldig an. „Ich hab dir doch gesagt du bleibst das Wochenende hier. Deine Erkältung hat dich quasi ans Bett gefesselt.“Sie ging um ihn herum und setzte sich auf das Bett. Er sah sie mit einem „Ach nein, wie fürsorglich und nett du mich gefesselt hast“  Gesichtsausdruck an. Sie grinste ihn  nur an und setzte sich neben ihm aufs Bett. „Na Kleiner, ich hab dir doch gesagt, dass du dich hier ausruhen wirst.“ Er sah sie an und fragte: „Warum hältst du mich hier fest? Warum lässt du mich nicht nach…“ Er stockte und deutlich leiser: „nach Hause…“Sie strich ihm mit der Hand die Wange entlang „Weil du mir aus unerfindlichen Gründen nicht ganz egal bist. Normalerweise würde ich mich um eine halbe Portion Mann wie dich gar nicht kümmern und ihn zurück zu seiner Mutter bringen, damit er noch mehr blaue Flecken und blutige Striemen bekommt.“ Sie sah ihm in die Augen, bis er verlegen den Blick senkte. „Pass auf, du kannst entscheiden, ob du dieses Wochenende freiwillig bei mir bleiben willst oder eben zwanghaft auf die… harte Tour.“ Die letzten zwei Wörter sagte sie mit einiger Betonung und kniff ihm in die Brustwarze. Er verzog das Gesicht leicht und antwortete „Na gut, ich bleib freiwillig.“„Sehr schön dass wir uns einig sind Martin. Ich habe übrigens deine Klamotten gewaschen. Du kannst sie wieder anziehen.“Einige Stunden später kurz vor der DämmerungAm Tor bellte und knurrte Benni. Frau Mohnke kam aus dem Haupthaus. „Bin ich so eine schlechte Gastgeberin, dass du dich so klamm heimlich davon stehlen wolltest?“ Martin stand an einer Ecke des Tores und wurde von Benni mit gefletschten Zähnen davon abgehalten den Hof zu verlassen. Seine Aufmerksamkeit galt dem Hund, der grade wichtiger war als die schöne Frau vor ihm. „Bitte pfeif  ihn zurück Hanna!“ Sie stand breitbeinig vor ihm, die Hände in die Hüften gestemmt, sah ihn an und seufzte. „Jetzt  heißt es für dich wieder Frau Mohnke. Mit Hanna konntest du mich anreden als du noch „freiwillig“ hier sein wolltest. Das letzte Mal stelle ich dir die Möglichkeit, „freiwillig“ hier zu bleiben und mit mir rein zu kommen. Die zweite Wahl besteht darin bis Montagmorgen hier zu stehen und deine Freundschaft mit Benni zu vertiefen.“ Er schaute zur Seite und nickte. Sie gab Benni einen Wink mit der Hand und der war wieder der nette Schäferhund. Sie kam auf ihn zu und streckte ihm die Hand entgegen. Er zögerte doch schließlich schlug er ein. Sie hatte einen starken fordernden Händedruck und einen unmissverständlichen Blick in den Augen. Diesmal hielt er ihr stand. Die Uhr schlug 20 als die beiden vor dem Kaminfeuer des kleinen Zimmers saßen. Bücherregale säumten die Wände. Auf dem dunklen Parkett standen ein kleiner Couchtisch sowie zwei alte Ohrensessel. Hanna war in den Keller gegangen und holte etwas zu trinken. Sie wollte, dass der Junge etwas lockerer würde und seinen gezwungener Maßen freiwilligen Aufenthalt hier, angenehmer empfand. Er besah sich derweil die Bücher in den Regalen. Er fand eine Vielzahl von Themen. Angefangen von Fachbüchern über Krieg und Wehrtechnik, Geschichte über eine Vielzahl von Ländern, Psychologie, fremde Sprachen, Restauration. Auch Romane von Karl May und anderen Schriftstellern waren vertreten. Er bemerkte gar nicht wie sie leise den Raum betrat und zwei Gläser mit Wein fühlte. Sie trug eine schwarze Trainingshose und ein schwarzes T-Shirt. „Schon was interessantes gefunden Martin?“ Er erschrak kurz und drehte sich um. „Ja, ganz nett was ich bis jetzt gesehen habe.“  Dann kam er zu ihr und setzte sich hin. Sie nahm die zwei Gläser und ging um den kleinen Tisch herum. Ein Glas hielt sie ihm hin. Er machte eine ablehnende Handbewegung. Von Alkohol hielt er nicht viel. Sie erwiderte die Geste mit einem einzigen unmissverständlichen Wort das nicht viel Spielraum ließ: „NIMM!“ Sofort griff er nach dem Glas. Er wollte sie nicht verärgern. Sie stießen an und unter ihrem strengen Blick beeilte er sich zu trinken. Bevor ihm klar wurde, was er tat, war das Glas leer. Dann sahen sie beide ins Feuer. Das zweite Glas Rotwein für ihn folgte. Sie schenkte ihm unerbittlich nach, während er nicht bemerkte dass sie immer noch am ersten Glas hing. Die Wirkung des Weines wurde durch die Wärme des Kaminfeuers noch etwas verstärkt und so stellte sich bald ein wollig warmes Gefühl in ihm ein. Seine Zunge löste sich, als der schwere Wein ihn mutiger machte. Also begann er, Fragen zu stellen. „Frau Mohnke…was macht eine so schöne Frau wie sie… an so einem Ort in der Pampa…alleine?“  Sie sah ihn an und überlegte eine Weile stumm. Doch dann begann sie zu erzählen. „Das ist das Haus meiner Familie. Seit Generationen leben wir hier. Ich scheine die letzte zu sein, die hier leben wird. Mein Vater hat diesen kleinen Restaurationsbetrieb aufgebaut. Ich und meine Schwester waren hier sehr glücklich. Meine Mutter hat meinen Vater kurz nach der Geburt meiner kleinen Schwester verlassen. So musste ich mich um den Haushalt und meine Schwester kümmern. Und bei der Restauration half ich meinem Vater auch. Der starb allerdings vor einigen Jahren an Krebs.“ Martin verzog das Gesicht und fragte leise weiter. „Wie alt sind sie? Und warum wohnen sie hier alleine? Wo ist ihre Schwester und warum haben sie keinen Freund hier?“ Sie seufzte „Ich bin 30 Jahre und meine Schwester ist 21. Sie heißt Marie und wohnt jetzt in Dresden. Ihr sagt das Landleben nicht allzu sehr zu.“ Sie zögerte und sah ins Feuer. „Und einen Mann, der es mit mir aushält und sich mir unterordnet, den hab ich noch nicht gefunden.“ Er sah sie mit fragendem Gesichtsausdruck an. Er leerte das dritte Glas Wein und durch den Alkohol beflügelt bohrte er nach. „Wie meinen sie das? Einen Mann, der sie aushält und sich unterordnet?“ Sie stand auf, kam auf ihn zu und streichelte ihm über den Kopf. „Wenn du bis Montagmorgen nicht wieder versuchst zu türmen und mich immer mal besuchen kommst und mir vielleicht etwas zu Hand gehst, zeig ich es dir.“ Sie hatte mittlerweile ebenfalls das dritte Glas angefangen zwinkerte ihm beschwipst zu, dann gab sie ihm einen Kuss auf die Wange. In leichtem Befehlston sagte sie ihm, dass es Zeit fürs Bett wäre. Es war 23 Uhr. Mit einem Lallen erwiderte er: „Su Pefehl Frau Mohnkä!“ Er ging zu Bett, während sie sich in den Sessel fallen ließ und ihm hinterher sah. Innerlich dachte sie: Warum eigentlich nicht. Was junges Unschuldiges zu versauen kann interessant werden.Die weiteren Gedanken waren als nicht mehr jungendfrei zu bezeichnen und durch die Kombination von diesen Gedanken, der Wärme des Feuers und des Weines stellte sich auch eine andere innerliche Wärme ein. Sonntagmorgen Am frühen Morgen bemerkte Martin das Jaulen von Benni hinter der Tür. Er stieg aus dem Bett des Gästezimmers, zog sich die Hose an. Dann öffnete er die Tür zu Hanna´s Zimmer. Benni saß dahinter. Ein wenig hatte er auch schon auf die Dielen getropft. Martin nahm sich die Leine die neben dem Bett lag. Er hatte sich schon gedacht das Hanna nicht mehr im Bett war. Das Gejammer von Benni hätte sie wahrgenommen. Er nahm die Leine und ging schnell mit Benni vor das Tor und einige Hundert Meter um ihm Auslauf zu gewähren. Danach ließ er Benni im Hof von der Leine und schloss das Tor. Die Möglichkeit war günstig zu flitzen, aber er hatte es ihr ernsthaft versprochen. Außerdem hatte sie sich um ihn gekümmert. Sein malträtierter Hintern war schon fast genesen. Als er in der Küche angekommen war stellte er fest dass Hanna noch nicht hier gewesen war um zu frühstücken. „Gut dann schauen wir doch mal wo Hanna steckt.“ Sagte er leise zu sich selber. Er ging durchs Haus, klopfte ans Bad, dann an die Tür mit der Aufschrift Büro. Dann ging er in die Bibliothek. Er sah ihren schwarzen Zopf an der Seite des Sessels herunter baumeln. Er ging auf den Sessel zu und sah über die Lehne auf die große Frau mit den schwarzen Haaren herunter…und drehte sich mit einem Ruck erschrocken herum und ließ sich an der Rückseite des Sessels hinunter sacken. Er verarbeitete das gesehene und er bemerkte die Beule in seiner Hose. Hanna erwachte im Sessel aus ihrem erholsamen Schlaf. Ihre Gedanken ordneten sich langsam. Ihr Bademantel war geöffnet und gab den Blick auf ihren Körper frei. Bei dem Gedanken an Martin und was man mit ihm anstellen könnte, war sie leicht geil geworden und die Finger hatten ihrer Lust beim Ausbruch geholfen. Sie war nach dem Orgasmus eingeschlafen und so ruhte die linke Hand noch auf dem Schoß. Sie stand auf und richtete ihren Mantel. Martin sollte sie ja nicht nackt sehen und schon gar nicht in dieser Pose im Sessel. Sie ging in Richtung der Küche, wo es bereits nach Kaffee roch. Aus dieser kam auch der Schäferhund. Er begrüßte sie mit Schwanzwedeln und hüpfte an ihr empor. Hanna beugte sich zu ihm herunter und begrüßte ihn streichelnd. Dann betrat sie, gefolgt von Benni, die Küche.Als Martin sie erblickte, drehte er sich herum und sah aus dem Fenster. Der Kaffee war fast durch gebrüht. „Guten Morgen Martin, hast du gut geschlafen?“ gab sie fröhlich von sich, während sie sich setzte. „Guten Morgen Hanna. Ja ich hab gut geschlafen, bis ich durch Benni geweckt wurde und mit ihm Gassi gegangen bin.“ Er hatte es mit leichter Nervosität gesagt. Martin drehte sich um und versuchte ihr ins Gesicht zu schauen. Das Bild von vorhin ließ ihn nicht los. Er nahm mit zittrigen Fingern die Kaffeekanne und goss zwei Tassen ein. Hanna sah ihn derweil an. Irgendwas hatte der Junge. Er war rot wie eine Tomate und total nervös. Den Kaffee in der Hand, überlegte sie was los sein mochte. Die Gedanken gingen schnell in die richtige Richtung und Hanna konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.„Warum bist du denn so aufgelöst Martin?“ fragte sie.„Ach ist nicht so wichtig Frau Mohnke, äh Hanna.“Hanna stand auf und kam auf seine Seite. Sie setzte sich auf den Tisch. Er wich ihrem Blick aus. Sie zog seinen Kopf  an ihren Bauch und strich ihm durch die Haare. „Was ist denn los Martin? Du benimmst dich ja als wenn du mich nackt gesehen hättest.“ sagte sie bemutternd. Sie lenkte ihn, ohne das er es bemerkte.„Ähhh naja nu… Hanna, das war… also ich hab dich gesucht. Wusste ja nix…warst ja nicht im Bett und…naja da bin ich…“, Sein Stottern wurde von ihr abgeschnitten „Und da bist du in die Bibliothek gegangen und hast mich nackt gesehen!“ Sie brachte es mit strengem Ton hervor, der ihn erschrecken ließ. Er wollte sich ihr entziehen, doch die große Frau hielt in fest an sich gedrückt.„Du Kleiner Lustmolch hast mich nackt gesehen und wer weiß wie genau du dir alles angesehen hast. Ich finde das ganz schön dreist nach allem was ich für dich getan habe. Was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?!“In seiner Situation gefangen fing Martin an zu stammeln „Ich wollte gar nicht, ich hab nur ganz kurz alles gesehen und hab dann den Raum sofort verlassen. Hanna bitte du - “ „Frau Mohnke für dich und heißt das, ich bin so hässlich dass du gleich den Raum verlassen musstest?!“ unterbrach sie ihn scharf. „Was glaubst du wer du bist? Na warte, dir werde ich helfen Martin!“ Hanna ergriff  Martin beim Genick, stand auf und schob ihn vor sich her in die Bibliothek. Sie stieß ihn hinein. Drehte sich um, zwinkerte dem Schäferhund noch kurz zu und schloss die Tür. Bevor sie sich Martin zuwandte, setzte sie wieder ihr wütendes Gesicht auf.„So Kleiner! Tacheles. Ich lass dich jetzt hier alleine. Und du machst Feuer im Kamin. Wenn es hier kalt ist sobald ich wiederkomme, mach ich Feuer unter deinem Arsch“ herrschte sie Martin an, der völlig verdattert in der Mitte des Raumes stand und nicht wusste wie er dieser Frau entgegnen konnte. Sie verließ die Stube und ließ ihn stehen. Er wusste nicht was er tun sollte um sie zu versöhnen. Vielleicht einfach das, was sie ihm aufgetragen hatte: Feuer machen.Ein anderes Feuer brannte bereits in Hanna. Sie lief auf den Dachboden und öffnete den verstaubten Kleiderschrank, der seit Jahren nicht geöffnet worden war. Hanna hatte den Schrank seit der fehlgeschlagenen Nacht mit ihrem letzten Freund nie wieder geöffnet. Sie entnahm daraus ein ledernes Korsett und ein paar hochhackige Schuhe.Mit etwas Wehmut besah Hanna die Kleidungstücke. Das letzte Mal war schief gegangen und ihr damaliger Freund hatte die Flucht ergriffen. Hanna hatte ihre dominante Ader vor Jahren entdeckt. Sie genoss es Herrin der Lage zu sein und alles zu kontrollieren. Hanna war sich sicher, dass ihr damaliger Freund sie so sehr liebte, dass er ihr sich unterordnete im Spiel. Erschrocken über den bloßen Versuch seiner Freundin, ihn zu dominieren, beschimpfte er Hanna als pervers und verließ fluchtartig das Anwesen. Kurz zögerte Hanna in Gedanken an Martin, sie wollte ihn nicht verschrecken. Doch dann zog sie sich entschlossen um.In Gedanken versunken ging Martin in der Bibliothek auf und ab. Er hatte sich etwas beruhigt. Jetzt überlegte er fieberhaft, wie er Hanna die Situation erklären  und sie somit besändtigen konnte. Er war zwar gezwungen worden hier zu bleiben aber es tat ihm gut. Soviel merkte er. Martin wusste auch, dass die Tracht Prügel daheim immer noch auf ihn warten würde. Sollte seine Mutter doch mal ohne ihn auskommen. Und Hanna war nicht die schlechteste Hofherrin, die er kannte, und sah zumal sehr gut aus.Es war bereits kurz nach 10Uhr und im Kamin loderte das Feuer wie gewünscht. Hanna stand vor der Tür, atmete nochmal tief durch und verkreuzte die Finger. Dann öffnete sie die Tür und blickte mit kalter Miene in den Raum. Hannas Blick erfasste Martin und dieser stand augenblicklich still. Er war zu keiner Bewegung fähig. Er musterte Hanna kurz, bevor er dem Blick nicht mehr stand hielt und zu Boden sah.Hanna trug immer noch den weißen Bademantel. Hochhackige Stiefel hatte sie an den Füßen, das sah er noch. Hanna schritt auf ihn zu und blieb dicht vor ihm stehen.„Sieh mich an Martin!“ befahl sie ihm. Er sah zu ihr hinauf.„Martin, das war frech von dir, dass du gespannt hast, das lasse ich dir nicht durchgehen!“„So war es doch gar nicht.“ gab er kleinlaut von sich.„Du machst jetzt was ich dir sage, andernfalls kannst du das deiner Mutter erzählen wie es war! Sei froh, ich bin heute milde gestimmt. Deine Strafe habe ich mir schon überlegt. Nimm sie an und wir werden gute Freunde.“Martin senkte den Blick, überlegte kurz und fasste Mut. „Frau Mohnke es tut mir Leid das ich Sie nackt gesehen habe. Es ist zwar wie gesagt anders gewesen aber ich nehme die Strafe an, damit wir wieder Freunde sind.“Hanna freute sich innerlich ungemein über diesen Satz von Martin, verzog aber keine Miene. Mit dem Zeigefinger hob sie sein Kinn, an sodass sich ihre Blicke wieder trafen. Nach dieser Sache sind wir mehr wie Freunde Kleiner, das weißt du nur noch nicht.„Freut mich dass du kooperativ bist Martin. AUSZIEHEN!“Ungläubig und erschrocken über den barschen Ton begann er sich auszuziehen. Erst oben rum, dann die Hose und den Rest. Nur bei der Unterhose zögerte er etwas. Dann stand er vor Frau Mohnke wie Gott in geschaffen hatte. Die Schamesröte stieg ihm ins Gesicht. Bis jetzt hatte er sich noch nie einer Frau nackt gezeigt. Er bedeckte mit den Händen seine Weichteile.Hanna ließ ihn stehen und setzte sich in den Sessel, den sie vor ein paar Stunden erst verlassen hatte. „Komm hierher!“ Martin ging langsam auf sie zu und blieb vor Hanna stehen. „Hände weg und dann dreh dich im Kreis!“ Martin legte die Arme an die Seiten des Körpers und begann sich langsam zu drehen.„Gut das reicht! Du wirst jetzt vor mir niederknien und mit der Stirn den Boden berühren bis ich dir etwas anderes befehle!“ Mit einem seltsamen Gefühl im Körper kniete Martin sich vor die Füße von Hanna, den Kopf dabei vor die Stiefelspitzen.Er bemerkte wie Hanna aufstand und dann fiel der Bademantel vor ihm auf den Boden. Hanna bewegte sich auf eine Seite der Bibliothek zu. Er konnte aber nicht sehen wohin und was sie dort tat. Martin hörte etwas durch die Luft pfeifen. Dann schritt sie langsam wieder auf ihn zu und blieb hinter ihm stehen.„Du bekommst jetzt vier Schläge auf den Hintern für deine Frechheit. Das soll deine Strafe sein! Ob ich danach befriedigt bin oder immer noch wütend werden wir zwei schon sehen.“Martin überlegte, ob er nicht einfach aufstehen und gehen sollte. Schläge bekam er auch Zuhause genug. Dann zuckte er zusammen und konnte einen kurzen Schmerzenslaut nicht unterdrücken. Der erste Schlag kam für ihn unerwartet. Die restlichen drei kamen kurz darauf. Dann spürte er etwas auf seinem Hinterkopf und registrierte wie Hanna an ihm vorbei ging und sich in den Sessel sinken ließ.Mit milderer Stimme sagte sie „ Nimm den Kopf hoch aber bleib knien Martin.“ Er folgte der Aufforderung. Mit einem Mal war der Schmerz vergessen. Vor ihm saß Hanna mit überschlagenen Beinen, den Oberkörper bedeckte ein ledernes schwarzes Korsett und die Beine waren mit halterlosen Strümpfen geschmückt. Die große Frau versprühte Erotik pur und das zeigte sich auch zwischen Martins Beinen. „Ich finde es sehr anständig, dass du die Schläge mit der Gerte“ - Hanna führte sie vor Martins Augen entlang - „für mich hingenommen hast. Dafür hast du eine Belohnung verdient Kleiner.“ Dann öffnete sie ihre Beine.Martin kannte diesen Anblick nur aus diversen Zeitschriften und Filmen. Und jetzt sah er natura, live und in Farbe die Spalte einer Frau. Er sah das Glitzern daran und roch den Duft, den sie ausströmte. Er sah wie Hanna ihre Hand nach unten gleiten ließ. Mit den Fingern spreizte sie die Schamlippen etwas und strich mit der Gerte ihre Oberschenkel entlang. Die Schmerzen waren vergessen, dafür machte sich ein anderer Schmerz in seinem Schwanz bemerkbar, den die ganze Situation nicht kalt ließ. „Los! Leck mich Martin.“, kam es von ihr und es bedurfte keines weiteren Befehls, damit er gehorchte. Martin versank mit seinem Gesicht zwischen Hannas Beinen und leckte gierig ihre recht feuchte Spalte.Hanna schloss die Augen und genoß den Moment. Seine Leckkünste musste sie zwar noch verbessern, aber auch sie selbst wollte wachsen. Der kurze Moment, in dem sie ihm Schmerz zugefügt und ihn leicht gedemütigt hatte war der Auslöser für einen Brand in ihrer Vagina, gewesen den sie noch nie gekannt hatte. Doch da war noch mehr, was es auszuprobieren galt.Hanna spürte, wie die Bewegungen der Zunge in ihrer Spalte nachließen, und scheute sich nicht die Gerte zu nutzen, um ihn anzufeuern. Ein paar Minuten später hatte sie ihren Orgasmus, weniger durch die orale Verwöhnung als durch die neue Situation. Sie griff Martin in die Haare und zog ihn zu sich hinauf. Martin sah Hanna tief in die Augen. Dann kam sie ihm mit ihrem Mund entgegen und spitze die Lippen. Martins Lippen öffneten sich und Hanna gab ihm einen tiefen leidenschaftlichen Kuss. Vielleicht zu leidenschaftlich. Martin fing an zu zittern und Hanna spürte wie etwas Flüssiges auf ihren Unterleib traf.„Es tut mir Leid Frau Mohnke.“ sagte Martin leise und schloss die Augen.„Ist das dein erstes intimes Mahl mit einer Frau?“ fragte sie ihn.Martin antwortete mit einem leichten Nicken.Sie kicherte. „Mach dir nichts daraus, du bist nicht der Erste, dem das bei mir passiert ist. Alles halb so wild.“ Sie strich mit ihrer Hand an seine Wange und gab ihm noch einmal einen langen Kuss. Danach grinste sie ihn frech an „Das bekomm ich schon noch hin, dich zum Mann zu machen, das und noch viel mehr. Und jetzt gehen wir duschen, das wird dich abhärten.“ Sie stand auf und zog ihn aus der Bibliothek.

Kommentar(e)

Ich denke, Dustin Hoffman war bei seiner Reifeprüfung auch schon 18, äh, 19 ;)
Sehr schöne coming of age-Geschichte - mit dem Potential zum Bildungsroman? Dass Erwachsenwerden und erste Erfahrungen hier noch nie behandelt worden wären, kann man nicht wirklich behaupten, die rührende Perspektive des Nachwuchsmalesub ist so aber etwas ganz besonderes.
Es möge nur bitte kein Werther werden!!!

...geographisch und sozial, entdeckt nicht nur die Sexualität, sondern auch gleich seine devote Ader. Warum nicht? Auch, dass es erst mit 19 passiert, ist in dem gezeichneten Setting überhaupt nicht unwahrscheinlich.
Aber doch finde ich ein paar Dinge schwer nachvollziehbar: Wieso verläuft er sich in seinem eigenen näheren Umfeld so? Hat er sich in den 19 Jahren seines Lebens bisher nur auf Hauptstrassen bewegt? Und, schwerwiegender noch: Wieso lässt er sich mit 19 noch von seiner Mutter verhauen, die ja offenbar so schlapp ist, dass sie ausser Rauchen, Saufen und Fernsehen nichts mehr auf die Reihe kriegt?
Und die Frau Mohnke ist erschrocken über seinen misshandelten Hintern, nur um ihn tags darauf selber zu misshandeln.
Genug gemeckert, ich finde es nicht schlecht geschrieben und auch die Rechtschreibung ist okay, obwohl ich ein paar mal grinsen musste (zum Beispiel war es vermutlich eher nicht sein erstes Mahl, sondern sein erstes Mal mit einer Frau). Der Plot ist aber interessant genug, um über so Kleinigkeiten wegsehen zu können.
Bin gespant, wie es weitergeht und lasse erst mal 5 Sterne da.

Schöne Geschichte, zwar nicht meine Richtung, aber, für mich, nachvollziehbar und recht flüssig geschrieben. Als Motivation für weitere Teile daher volle Punktezahl

Da gibt es mMn zwei Wege, Stärke aufzubauen. Der erste über Wut und Arroganz, wodurch eine Mauer entsteht. Die kann, zum Einen, schnell einfallen und, zum Anderen, auch eine prima Angriffsfläche für neue Provokationen sein... Den zweiten Weg scheinst du mir hier einschlagen zu wollen. Nur, stolperte ich auch darüber, dass jemandem, der ständig unter Schlägen zu leiden hatte, mit Gertenschlägen geholfen sein soll. Da braucht es meiner Meinung nach mehr Vertrauen und gemeinsame Zeit, um dieses aufzubauen.
Jetzt grübel ich, ob ich dir fünf oder sechs Sterne geben soll. Aber mir fällt kein triftiger Grund ein, dir keine sechs zu geben. ******

Eine sehr schöne Geschichte, hat mir sehr gut gefallen, schreit nach Fortsetzung :) Volle 5 Sterne ;)

Auf jeden Fall Danke für die Kommentare, die Kritik und die Bewertungen.
@ Fukov - ich hatte nicht vor den Protagonisten sterben zu lassen ;) - ein Werther wirds sicher nicht, auch nicht vom Wert.
@ Salomé, man kann sich auch in heimischen Wäldern verlaufen :-) und manchmal bietet einem das letzte Fünkchen Ehrfurcht vorm Elternteil sich nicht zu wehren. Ja und das mit Frau Mohnke und dem blauen Hintern... manchmal kann Gift auch ein Heilmittel sein *fg*
Was die Rechtschreibung angeht... ich könnte ja mal ausdrucken und meiner Deutschlehrerin zum korregieren geben - das anschließende Gespräch wäre sicherlich auch etwas zum Veröffentlichen.
Mal sehen ob ichs im Zweiten Teil nochn Funken besser mache.
In jedem Fall vielen Dank

Mir gefällt Deine Geschichte super und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Hoffentlich müssen wir nicht zu lange warten!

Also erst mal muss ich Salomé natürlich energisch widersprechen. Nach einem Cunnilingus kann man, finde ich, durchaus vom ersten „Mahl“ mit einer Frau sprechen. Mehr wundert mich da Martins Verlaufen, denn wenn er so viel durch die Gegend „trappt“ muss er ja ein Trapper sein und im Wilden Westen waren die für ihre gute Ortskenntnis geradezu berühmt. ;-)
Aber genug der "feinsinnigen" Scherze. Geschrieben finde ich die Geschichte auch gut, aber die beiden Hauptcharaktere erscheinen mir nicht schlüssig. Hanna Mohnke wirkt nett, aber auch ich finde, einen so gebeutelten Jungen auf diese Art auszunutzen, hat etwas von der Hexe aus Hänsel und Gretel, die den Kindern ja auch erst mit Essen hilft und freundlich ist, bevor sie ihr wahres Gesicht zeigt. Irgendwie glaube ich nicht, dass es so gedacht ist, aber da es eine mehrteilige Geschichte werden soll, kann ihr Charakter sich ja tatsächlich so entwickeln und Schulkameradin Mareike muss noch als rettende Gretel in die Schlacht ziehen.
Martin funktioniert für mich aber nicht. Ein Junge, der in der Schule derart gemobbt und von seiner Mutter verprügelt wird, sehnt sich bestenfalls nach einer Person, die ihn achtet und mindestens gleichberechtigt liebt; schlimmstenfalls lockt er kleine Kinder in den Wald, um auch mal Macht zu demonstrieren.  Diesen Punkt kann man noch als meine persönliche Meinung ansehen, aber dass ein fast Zwanzigjähriger sich so von seiner Mutter behandeln lässt, MUSS erklärt werden und das wird es nicht. – Ja,  natürlich kann ein Sohn vor seiner alkoholkranken, tyrannischen Mutter trotzdem noch Respekt haben, aber genau das muss gezeigt werden. Z.B. könnte das Gespräch mit Mareike auf dem Schulhof verlängert werden, die von den Problemen seiner Mutter weiß und fragt, warum er nicht auszieht und er könnte seine Mutter verteidigen, in dem er lügt, dass sie ja mit aller Anstrengung nach einem neuen Job sucht, nur die Geschäftswelt so grausam ist und ihr keiner mehr eine Chance gibt. Wenn Martin verprügelt auf Hannas Hof erscheint, könnte er die Jungen aus der Schule als Schuldige nennen. Auf Nachfragen von Hanna, wo die denn mitten in der Nacht herkamen oder wieso er in der Nacht noch einmal das Haus verlassen hat, denn als Hauseinbrecher kann Martin die Jungen ja nicht gleich machen, könnte Martin ganz verzweifelte unglaubwürdige Lügen erfinden. Dann wird klar, dass er, selbst wenn es dem dümmsten Idioten klar ist, wer ihm das angetan hat, seine Mutter noch verteidigt..
In der jetzigen Form wirkt er für mich nach einem Versager ohne jede innere Stärke. So einer hat nicht die Stärke, sich einer Frau zu unterwerfen, sondern höchstens die Gewohnheit. Dann kann aus der Unterwerfung aber kein Lustgewinn erfolgen.
Da der Text ja sonst wirklich schön ist, würde sich es schon lohnen, hier nachzuarbeiten *find*

Mein Deutsch ist nicht das beste und darum werde ich da überhaupt nichts kritisieren. Die Geschichte fand ich sehr ansprechend und hätte gerne noch weitergelesen.

Man liest und liest und ist gefangen von der Geschichte...

Hoffe es geht weiter.

Okay.
Ich verspreche das ich mir die Story noch mal vor Augen führen werden.
Ich verspreche das ich mir einen weiteren Teil überlege.
Aber das ich den auch noch dieses Jahr schreibe, das verspreche ich nicht.

Danke für das Lob.