Ganz normal

"Klappentext"

... und dennoch eskaliert das munter vor sich hin

Wer auf extrem geil aussehende Dominas aus ist, soll gleich zur nächsten Story weiterblättern, hier gibt es nichts zu sehen. Alles ganz normal.  Meine Christina war eine ganz normale Frau, aber die hatte die Evolution in den letzten paar zehntausend Jahren auch nicht rausgekickt, warum also jetzt. Normale Figur, etwas breiter Hintern, etwas Orangenhaut. Keine Monsterbrüste, aber auch nicht knabenhaft, ganz normal. Sie hatte die Sorte mit einem ziemlich großen Hof und sehr ausgeprägten Nippeln, was ja nicht jeder mag, aber ansonsten ganz normal. Freilich auch nicht mehr ganz so straff, wir waren beide Mitte Vierzig, ganz normal.  Waren zusammen auf der Schule gewesen, damals war sie eher eine graue Maus, kaum wahrnehmbar. Letztes Jahr hatte meine Schwester mich auf Parship an sie verhökert. Ohne Erlaubnis einer verwandten Frau durfte ein Mann schon länger kein Verhältnis mehr eingehen, die Le Pen hatte sich durchgesetzt und ein gewisses Matriarchat hatte den Europäern irgendwann als logische Bastion gegen ausgeprägt patriarchale Strukturen eingeleuchtet. Mir nicht, aber ich gönnte den Bartträgern den Kulturschock, ganz normal.  Es gefiel mir, dass aus der kleinen grauen Christina eine ausgewachsene Frau geworden war, mit allem drum und dran, ganz normal. Und klug war sie, hatte ich immer schon geahnt. Und hatte einen sehr feinen Sinn für Musik und Kunst, also etwa meinen, guter Jazz, ausgewählte Klassik, Moderne und Renaissance.  Und wozu lässt man sich auf eine Beziehung ein? Um dann und wann zu vögeln, ja, das auch, aber vor allem für Geborgenheit. Die gab sie mir.  Unsere erste Begegnung bei ihr war noch etwas verkrampft und auch bizarr. Wir hatten uns beide in die coolsten schwarzen Lederklamotten geworfen, die man in einer kleinen Großstadt bekommen kann. Sie war so viel kleiner als ich, nahm mich aber dennoch nach einem kritischen Blick ganz fest in den Arm, und es fühlte sich gut an. "Es wird dir bei mir gut gehen" sagte sie mit irritierend entschlossener Stimme. Die kleine Christina war eine kleine große Frau, und ich ein großer kleiner Mann. Abgesehen von Jugendabenteuern - wie ahnungslos kann man denn sein - hatte ich unter Liebe nie etwas anderes verstanden oder gesucht, als eine Heimat und ein bisschen Kuscheln. Und Güte vielleicht, im besten Fall. Die hatte sie reichlich, vielleicht weil sie so sparsam damit umging.  Klein, groß, groß, klein, normal, egal.  Unsere erste Liebesnacht war ein rauschendes Fest, wie man es von den Wüstenspringmäusen sagt. Die pimpern ein paar Tage lang und sind danach so bedröhnt, dass sie davon nie wieder runterkommen. Und sich treu ergeben bleiben, ein Leben lang.  Ich war Christina treu ergeben und total gaga.  Es klang zärtlich und war zärtlich gemeint, wenn sie immer wieder sagte "du gehörst mir!". Ein liebevoller Klapps, auch und gerade vor anderen, spielerisch, ganz normal. Es fühlte sich so warm und selbstverständlich an, abends zu ihren Füßen zu liegen, sie zu küssen, an ihren Zehen zu nuckeln, ganz normal.    Ein knappes Jahr waren wir zusammen, als sie mich mal wieder göttlich ritt, ihre ganz normalen Möpse baumelten über mir, und kurz vor unserer beider Höhepunkt - wir waren da sehr gut eingespielt - rief "Oh zeig mir, dass du mir gehörst!". Was anderes als "Oh, ja, jaaa!" hätte ich da stöhnen können, zu meiner geliebten Christina. Schon am nächsten Samstag hatte ich ein feines Set an Fesseln für Hände, Füße und Hals, dazu ein paar Ketten und Karabiner. Wir fanden das beide recht erotisch, dass ich das bis Montag trug, und sonst nichts, während sie mit einem schlichten T-Shirt unterwegs war - und sonst nichts. Sie band mich auf das Bett, an den Tisch, quer übers Sofa und vögelte mir und ihr den letzten Rest Verstand raus, ganz normal. Ich liebte sie abgöttisch.  Bald hatten wir uns daran gewöhnt, uns in dieser Form unsere Liebe zu zeigen, und genossen es. Anfangs genügte es ihr, wenn ich die Fesseln meist nur trug, als Zeichen. Mit der Zeit ging sie immer mehr dazu über, die auch über längere Zeit immer kreativer miteinander zu koppeln. Zu unserem Jahrestag schenkte sie mir einen wunderbaren Ring aus Palladium für die Wurzel meines männlichen Teils, weit genug, um auch bei der prächtigsten Erektion keinen Priapismus zu riskieren, eng genug, das meine Eier niemals durchschlüpfen konnten, und mit einem Ring für weitere Befestigungen. Es war ein Ring der O, und die Goldschmiedin hatte eine ganze Weile zu tun, um das Ding zusammenzulöten, ohne mich zu arg zu verbrennen. Sehr liebevoll, ganz normal.  Eines Abends zog sie mal wieder meinen Kopf an ihren Schoß, während sie sich einen Krimi ansah. Meine Hände hingen mit einem Karabiner am Ring in meiner Mitte. Sie liebte es, dass ich mich so selbst anfassen konnte, fast musste, aber auch nur mit etwas Schwierigkeiten. Eine Weile hatte ich ein Hörspiel, was bei den üblichen Krimiserien meist genügt, dann drückte sie ihre Schenkel sehr fest zusammen, kreuzte wohl noch ihre Füße für mehr Kraft. "Schatz" sagte sie, als sie nachließ, "ich fände es schön, das noch ein bisschen unmittelbarer, körperlicher zu spüren, dass du mein bist." Ich liebte sie, und von da an saß sie oft und lange auf meinem Gesicht, und ich durfte ihr viele Wonnen schenken, ganz normal.   Wir waren so glücklich mit unserer ganz besonderen Liebe, dass es mich sehr stolz machte, als sie anfing, unser Verhältnis auch vor anderen stärker zu betonen. Zuerst musste ich nur äußerst zuvorkommend sein, sie auf keinen Fall unterbrechen und so, später auch den Blick senken und immer etwas hinter ihr gehen. Ihr zu gehören, zu ihr zu gehören, war solch ein Geschenk! Sehr viele Menschen auf der Welt halten das so, finden es gut, und binden noch ein Kopftuch drauf. Die Liebe so zu zeigen war wie ein fünf-Pfund-Ehering aus reinstem Sternenstaub. Wirklich eine Liebe, wie sie nicht jedem vergönnt ist, aber doch ganz normal.  Nachts waren mir inzwischen fast immer wenigstens die Hände angebunden, oft auch die Füße. Sie liebte das Spiel mit der Nähe, wenn ich mich strecken musste, um mich an sie zu kuscheln, wenn ich ihre Brüste nicht greifen konnte, aber sie mir die zum küssen gab. Sie liebte meine Anstrengungen, wenn sie sich breitbeinig neben mir in Pose brachte, und ich so gehandicapt versuchte, sie zu vögeln. Sie liebte es, zu spüren, wie sehr ich sie verehre und begehre, sie liebte die Liebe.   Aus dem Spiel war ein immer stärkeres Ungleichgewicht geworden, das uns beiden aber ganz natürlich erschien, ganz normal. Schließlich waren wir verschieden, das ist der Sinn von Weibchen und Männchen. Auch beim Essen saß sie oft auf mir, ich bekam Reste, denn auf diesem Weg bekam ich mein Essen quasi von ihr, auch wenn ich immer kochen musste. Tief im zweiten Jahr begann sie, mich auch direkter zu verpflegen. Sie sagte nicht mal ein Wort, als sie auf mir saß, veränderte nur etwas ihre Position, und pinkelte mir in den Hals. Gewiß hatte ich schon öfter etwas von ihrer feuchten Spalte aufgenommen, das lässt sie beim heißen Spiel ja gar nicht vermeiden, aber dass sie so in mich eindrang, auf diese Weise ihren Körper mit mir teilte, war überwältigend. Sie hatte auch nicht zuviel Angst vor dem eigenen Harn, sie stieg herab und küsste mich mit den Worten "so sind wir vereint, mein Liebster". Oh ja, das waren wir, galaktisch, wie Philemon und Baucis.   Zur Arbeit ließ sie mich immer noch ohne Fesseln gehen, dafür bekam ich einen Halsreif mit ihrem Namen tätowiert. Das war in Mode gekommen, ganz normal. Meinen Bart musste ich ziemlich aufwendig rasieren, so dass auf beiden Wangen ein Herzchen stehen blieb. Der Haarwuchs im Gesicht gab das her, ebenso im Schambereich. Zum Glück hatte ich kein Brusttoupet, sonst wäre das wohl auch dran gewesen.  Meine Dankbarkeit kannte keine Grenzen, als sie mir zum dreijährigen eine Schönheits-OP spendierte, auch wenn es von meinem Geld war. Aber was war schon mein Geld. Der einzige Bezug männlicher Geschlechtsteile zu Schönheit war seit Menschengedenken, dass erstere in letztere eindringen. Mit moderner Chirurgie ging da so einiges, dagegen war Schamlippenkorrektur ein Witz. Der ganze Hodensack wurde herzförmig gestaltet, die Eier straff oben, der Rest ohne jede Runzel. Sie entschied sich nicht für die Variante mit dauerhafter Epilation, sie liebte meine goldenen Locken. Schwanzverlängerung war nicht nötig, sie meinte, so mittellang und dafür nicht zu schlank wäre genau richtig. Schließlich war sie auch nicht sehr groß gebaut. Die Vorhaut wurde mit etwas Botox-ähnlichem von einem schlaffen Hautlappen zum stattlichen Kussmund aufgeblasen, der natürlich auch entsprechend geschminkt sein wollte. Die ganze Haut wurde so modifiziert, dass sie im schlaffen Zustand nicht einfach rumschrumpelte, sondern sich längs wie eine geschlossene Lilienblüte zusammenzog. Das war schon optisch erheblich ansprechender, und die Frauen, auch meine Christina, berichteten, so einen großartigen Dildo gäbe es gar nicht. Auch für mich fühlte sich das noch heisser an. So etwas war zu der Zeit schon ganz normal.   Über die Jahre hatte ich kaum bemerkt, wie unmittelbar es mich erotisch anzog, wenn sie mir zeigte, dass ich ihr gehöre. Sie hatte das besser beobachtet, sie war ja nicht dumm - was ich sehr schätzte. Schon eine ordentliche Ohrfeige verursachte eine Beule in meiner Hose, was sie zunehmend auch in Gesellschaft vorführte. Zunehmend folgte sie dem Prinzip viel hilft viel, und gewöhnte mich langsam an verschiedene Schmerzen.  Wenn ich nur in sehr unbequemer Position vor ihr war, mit einem Humbler, am Pranger, oder an den Füßen von der Decke hängend, hatte ich schon eine schmerzhaft heftige Erektion. Wenn sie mich dazu noch schlug, und mir einen Blick auf Teile ihres halbnackten, ganz normalen Körpers erlaubte, spritzte ich zu ihrem großen Vergnügen, und schließlich auch dem unserer Gäste, bis an die Wand, ohne dass sie mein Teil auch nur berührte, oder erst im letzten Moment, um den Schuß zu steuern.  Es war so schön, sich um nichts kümmern zu müssen, sie trug alle Verantwortung, ich konnte mich fallen lassen und tat es mit Leidenschaft.   Natürlich nahm ich die Pille, die nicht nur der Verhütung diente, sonder auch die Produktion von Samenflüssigkeit erheblich steigerte, und das in vielen aktuellen Modefarben. Ihr so jederzeit zu Diensten sein zu können, machte mich stolz und glücklich, und sie ließ mich ihre Liebe und ihr Begehren spüren. So spielte sie mit mir, bis alle Räume unseres Heims nach Jackson Pollock aussahen. Tatsächlich hatte sie sogar begonnen, unsere Tapeten zu verkaufen, und zwar nicht für wenig, was uns unserem Traum von Gorodishs Leuchturm in der Bretagne näher brachte.   Manchmal quälte sie mich wirklich, ich glaube, sie hatte auch eine sadistische Ader. Vielleicht irgendein Kindheitstrauma? So etwas muss ein liebender Partner verzeihen! Wenn sie einen langen Draht in meine Lilie einführte und stundenlang Strom drauf gab, so dass ich kommen musste, aber nicht konnte - das war wirklich unschön. Ich hasste es auch sehr, in dem winzigen Käfig unter unserem Bett zu übernachten, ihr nicht nahe sein zu können. Aber das passierte eigentlich nur, wenn sie Stress im Job hatte, ganz normal.  Um so mehr genoss ich, dass sie unseren Weg, wie wir gemeinsam in die neue Zeit gefunden hatten, durch unseren Erfolg zunehmend öffentlich machte. Wir gaben viele Performances, zunächst noch auf Salon-Niveau, bessere Tupperparties, bald auch bei ordentlichen Galeristinnen. Dass ausgewählte Damen sich auch höchstpersönlich von meinen Fähigkeiten überzeugen wollten, ehrte mich sehr.  Christina zeigte es ihnen ihrerseits voll Stolz, als wäre ich ein edles Juwel. So anbinden, so hinhängen, so anwärmen, so ihm Titten und Möse zeigen, und dann der entscheidende Schlag auf den Arsch, je nach gewünschtem Effekt mit Tawse, Stromkabel oder Stacheldraht. Ganz normal.   ... Wir hatten uns unseren Leuchtturm verdient, und genug Geld bis ans Ende unserer Tage, und sahen dort bei einem Grog den Herbststürmen zu. Nur zwei, drei mal am Tag scheuerte sie mir eine und nahm mich gleich darauf wild. Ganz normal.  Den Sommer verbrachten wir zum großen Teil auf dem Boot, wo ich mir als Galionsfigur einen dunklen Teint verdiente. Nur eine von Christinas Kolleginnen durfte mich noch als Malwerkzeug benutzen, eine dunkelhäutige Diva, denn sie hatte die Technik erheblich verfeinert. Wilhelmenia Fernandez war eigentlich Sopranistin, und sang auch immer die Wally, während sie mich in genau dem Rhythmus von hinten nahm, um durch die Prostata den perfekten Spritzer zu erzielen, und das anschließend im Zusammenspiel ihrer Zehen und meiner Zunge vollendete.  Eine beliebte, millionenschwere Reihe "the kisses" entwickelte sie, indem sie mich, mit Glitter angefärbt, in ihr explodieren und anschließend den Schlabber von mir aus ihrem Schoß aufsaugen ließ, und dann küßten wir beide die Leinwand, ich mit meinen Lippen, sie mit ihren Schamlippen.   Das war eigentlich nicht mehr normal, machte uns aber obszön reich.   Ich vermisse die Zeit mit Wilhelmenia ein wenig, aber nicht wirklich, denn ich habe ja Christina.  Or should I say, she once had me ... ganz normal.    

Kommentar(e)

sind eindeutig fühlbar in dieser Episode. Hier geht es nicht um Gehorchen, Demütigung und Strafen, sondern um eine asymetrische Zweisamkeit aus Respekt, Verantwortung, Liebe und Lust. Das ist das Schönste was man beim SM erreichen kann. Ein Ziel, welches jedes Paar haben sollte, wenn es sich mit dieser Materie beschäftigt. Dabei spielt die Härte gar keine so große Rolle, solange Hingabe und Achtung im Vordergrund bleiben. 

Danke Fukov für die inspirierende Geschichte. 

Sehr schön geschrieben, es ist halt ganz normal wie das Leben einen Mann verändert 

Sehr schön geschrieben, es ist halt ganz normal wie das Leben einen Mann verändert 

ihr Lieben

zum Dank für warme Worte will ich euch von den Anspielungen erlösen: sie stammen aus dem Film Diva

Der exzentrische Gorodish beschäftigt sich mit einem 5000-Teile-Puzzle einer Welle und besitzt zwei identische wunderschöne weiße Renault-Oldtimer, nur für den Fall, dass einer explodiert, was natürlich auch passiert, sowie eben einen Leuchtturm in der Bretagne, wo er Alba und Jules in Sicherheit bringt.

Wilhelmenia Fernandez ist in dem Film die Diva und singt die Arie aus der Wally. Man muss das Stück schon hören, um sich eine Vergewaltigung in Zeitlupe dazu vorzustellen.