Eine Geschichte aus Chalkiev: D94-112 [Teil 3 und Schluss]

 
Auktion
Im Anschluss an die Modenschau wurden wie üblich die Mannequins, die die Kollektion vorgeführt hatten, für den Rest der Nacht versteigert. Paul wollte gleich als erstes die Favoritin an den Mann bringen; er erhoffte sich dadurch ein höheres Preisniveau auch für die Anderen.
Den Anfang machte also Rubija, E92-234, eine hochgewachsene, schlanke, langbeinige Frau mit gelocktem, tizianrotem Haar, welches bis über die Hälfte des Rückens reichte und vorne den Ansatz der mittelgroßen, makellos straff stehenden Titten umschmeichelte. Sie ging mit elegantem Hüftschwung nackt den Laufsteg hinauf und hinunter und stellte sich dann in Display auf die Drehscheibe. Sie war ein wenig müde von der langen Show, und die Füße taten ihr weh, aber es war ihr durchaus klar, dass sie ausgepeitscht würde, wenn sie weniger als 500 Charki erzielen sollte. Doch war sie auch erregt von der Vorstellung, zum Abschluss des Abends von jemandem durchgefickt zu werden, der dafür eine Menge Geld ausgab. Paul Ellerson hing der Theorie an, dass Frauen um so mehr Erotik und Sex Appeal ausstrahlten, je länger sie keinen Orgasmus mehr gehabt hatten. Deswegen hatten seine Models vor jeder wichtigen Show zwei Wochen totales Sexverbot; entsprechend scharf waren sie dann jeweils während und nach der Veranstaltung.

Detailkameras filmten Rubija und projizierten ihre Bilder stark vergrössert an die Rückwand des Saals. Die Gesichtskamera zeigte ausdrucksvolle grüne Augen, eine fast klassisch zu nennende, gerade Nase, die mit einigen Sommersprossen besprenkelt war. Ihre Lippen waren voll, ihr leicht geöffneter Mund eher breit. Auf dem Bild der Tittenkamera sah man, dass ihre leicht nach oben und außen gerichteten Brustwarzen steil erigiert waren. Auch im Décolleté-Bereich hatte sie einige Sommersprossen auf fast schneeweißer Haut. Schon kamen die ersten Gebote: "100 Charki", "125", "150". "Höre ich 175?" Ein Schweißtropfen rann die rechte Titte hinab zur Brustwarze, wo er hängen blieb und wohl bald hinunter getropft wäre. Die Kamera zoomte auf den Tropfen, bis man ein metergroßes Bild der erigierten Brustwarze mit dem daran hängenden Schweißtropfen sah, die sich mit der Atmung leicht hob und senkte. Paul Ellerson erhob sich, zückte mit übertriebenen Bewegungen ein Taschentuch, eilte zu seinem Model und tupfte den Schweißtropfen demonstrativ weg, was einiges Gelächter auslöste.
"175", "200, wer bietet mehr?" Ellerson schnippte mit dem Finger an die harte Brustwarze und man sah den kurzen Schauer einer Gänsehaut über die Titte gleiten. E92 senkte einen Moment lang ihre Lider und ein leises Stöhnen entwich ihrem Mund. Dies konnte aber nur Ellerson hören. Das Publikum sah lediglich, wie ihr Busen sich hob und senkte, während die Kamera wieder ein Stück wegzoomte.
"225, 250,275, höre ich 300?" Paul zupfte und zwirbelte leicht an den Brustwarzen. Die Mösenkamera fing einen Tropfen auf, der zwischen ihren Schamlippen hervortrat. Bevor er zu Boden fallen konnte, nahm ihn Paul mit dem Zeigefinger auf, und hielt Rubija den Finger vor den Mund. Sie leckte ihn mit einer langsamen, lasziven Zungenbewegung ab.
"300, 325, 350, 375, wer bietet mehr? --- 375 zum Ersten..." - "also bitte, meine Herren!" rief Paul dazwischen und stieß der Frau seinen Zeige- und Mittelfinger abrupt tief in die Möse und fuhr ein paar mal rein und raus. Ein tiefes Stöhnen, übergehend in einen Lustschrei ertönte, der bis zu den hintersten Rängen zu hören war.
"400,450,500,550, noch jemand mehr?" E92 leckte nun wieder Pauls Finger sauber. Die Tittenkamera zeigte, dass ihr Brustkorb sich jetzt rasch hob und senkte. Die Klitoris reckte sich deutlich hervor, die kleinen Schamlippen waren angeschwollen. Jetzt klatschte Ellerson ihr mit der Hand sehr kräftig auf den Hintern, Sie schrie erneut auf. Die Gesichtskamera zeigte eine Träne im Augenwinkel.
"600,650,700, 700 zum ersten..." Paul stellte sich rechts neben sie, zog ihre immer noch am Hinterkopf liegenden Hände weg, griff ihr mit seiner Linken ins volle Haar, riss ihren Kopf grob nach hinten und küsste sie. Die Gesichtskamera zeigte, wie ihre Zungen sich berührten, während seine rechte Hand ihre linke Titte knetete. Die Mösenkamera zeigte ihre unmittelbare Reaktion. Pauls Ansteckmikrofon, das nun auch dicht an ihrem Mund war, fing ihr tiefes Keuchen auf.
"750, 800, 850, wer bietet mehr? 850 zum Ersten... 850 zum Zweiten ... und zum Dritten! E92-234, genannt Rubija, geht heute Nacht zu Victor Alkaziech, ich wünsche Ihnen viel Spaß!" Rubija verließ die Drehscheibe und ging anmutig zu einem etwas pummeligen Mittfünfziger mit schütteren schwarzen Haaren und grauen Strähnen im Publikum, der sich unter höflichem Applaus sofort mit ihr auf den Weg zum Ausgang machte
"Er ist Besitzer der Alkaziech-Farm westlich von Chalkia", erklärte Paul, der inzwischen wieder an seinen Platz zurückgekommen war. Rianna hatte die Versteigerung atemlos verfolgt, und auch sie hatte ein Kribbeln und eine Feuchtigkeit zwischen den Beinen verspürt, während die Gebote für diese aufregend schöne Frau immer höher und höher gegangen waren. Die Auktion ging weiter, und auch die anderen Models erzielten gute Preise zwischen zweihundert und sechshundertfünfzig Charki. Es gab keine einzige Ladenhüterin. Als Paul die Auktion abschließen wollte, rief jemand: "He, was ist mit Rianna?" - "Was meinen Sie?" - "Na wann wird sie versteigert? Ich hab extra bei den anderen nicht mitgeboten!" Sascha stand auf, drehte sich zum Publikum und sagte: "Schauen Sie, Rianna ist hochschwanger. Ich lasse sie nicht versteigern." - "Was? Das ist Betrug!", brüllte der Besucher wütend, "Ich will diese Schlampe ficken, verdammt nochmal!"
Ein anschwellendes Gemurmel und eine zunehmende Zahl von lauten Buhrufen erklang im Saal. Einzelne Programmhefte flogen nach vorne. Rianna drückte sich eng an Sascha und blickte zu Boden. Sie zitterte. Sascha nahm sie in den Arm, aber auch ihm wurde mulmig zumute. Das Gemurmel klang immer bedrohlicher. Schließlich erhob sich Paul und bat um Ruhe. "Ich verstehe Ihren Unmut, meine lieben Herren. Ich kann aber auch Herrn Ivanovs Entscheidung verstehen. Ich mache Ihnen folgenden Vorschlag: Ich lasse Rubija auch noch für die morgige Nacht versteigern. Sie sieht ebenso gut aus, wie Rianna und ist sexuell viel erfahrener. Sie wird Ihnen mehr Freude machen, als eine schwerfällige Hochschwangere, die in ihrem Leben gerade mal ... Wie oft bist du schon gefickt worden, Rianna?" - "217 Mal, Herr" - "bloß zweihundertsiebzehn Mal gefickt worden ist, also fast eine Anfängerin ist. Also, ich eröffne die Auktion für die morgige Nacht, und zwar die ganze Nacht, volle acht Stunden, für E92-234".
Tatsächlich beruhigte sich das Publikum, und die Zusatzauktion von Rubija brachte immerhin nochmal 525 Charki ein.
Nachher beschlossen Paul und Sascha, noch etwas trinken zu gehen. Elina und Rianna durften mit. Die Unterhaltung drehte sich um den Erfolg, die weiteren Strategien und schweifte bald ab zu den grundsätzlichen Vorzügen von schnell ausziehbarer Kleidung, und von da zu den Vor- und Nachteilen verschiedener Frauenkörper, was Griffigkeit, Belastbarkeit und Fickbarkeit betraf. Schließlich wurde Paul aber ernst und sagte: "Es könnte Probleme geben, dass wir Rianna nicht versteigert haben." - "Hör mal, sie ist hochschwanger. Ich will einfach nicht, dass jeder sie nach Belieben benutzt. Wenn sie zu hart geschlagen wird..." - "Naja, man könnte sie ja ausdrücklich nur für leichten Sex ohne Gewalt anbieten." - "Wieso findest du das so wichtig?" - "Weißt du, Sascha, wenn eine Frau sich vorführt, sei es als Zirkusartistin, als Sportlerin, als Sängerin, als Mannequin, oder eben als Modeproduzentin, dann entwickeln viele Zuschauer sexuelle Phantasien mit ihr und sind enttäuscht, wenn diese Phantasien nicht umsetzbar sind. Du hast ja die Buhrufe gehört."
"Dir würde ich Rianna schon anvertrauen, Paul Michailowitsch. Aber wenn dieser Schreihals eben sie ersteigert hätte, würde ich wohl nicht ruhig schlafen können... Möchtest du sie eigentlich mal ficken?" - "Nein, vielen Dank für das Angebot. Das würde auch nichts nützen. Sie müsste öffentlich angeboten werden." - "Ja, aber es interessiert mich trotzdem. Mir ist aufgefallen, dass du Rianna nicht einmal am Hochzeitsfest gefickt hast. Wieso hast du kein Interesse?" Das fragte sich Rianna auch. Nie hatte er sie angerührt oder auch nur anzügliche Bemerkungen gemacht, seit sie bei ihm arbeitete. Dabei war er Frauen sonst durchaus nicht abgeneigt. Oft erregte ihn die Diskussion eines neuen Entwurfs, dann packte er jeweils eine seiner Näherinnen und fickte sie durch, bevor er sich entspannter wieder zu Rianna an den Tisch setzte. Sie hätte ihn durchaus gerne mal geblasen, aber von sich aus konnte sie es natürlich nicht anbieten.
Paul druckste ein wenig herum. "Weißt du, ich liebe Rianna..." - "Das tu ich auch, aber ist das ein Grund, sie nicht zu ficken?" Gelächter erhob sich ringsum, denn Paul und Sascha hatten laut genug gesprochen, um auch an den Nebentischen gehört zu werden. Rianna errötete heftig. Sascha gab ihr einen Kuss auf die Wange, griff ihr zwischen den Beinen unter den Rock und streichelte ihr beruhigend über die Möse.
"Ja, ich liebe sie aber anders, ..." Paul stockte. Den Begriff "väterlich" hätte Sascha wohl kaum verstanden. "Sie ist meine Designerin. Ich will sie eben nicht als Fickzeug sehen. Dafür habe ich genug andere Frauen. Wenn ich Rianna anschaue, will ich nicht an Sex denken, sondern an Mode." Damit gab Sascha sich zufrieden, auch wenn er es nicht ganz verstand. Er zog seinen kleinen Finger aus Riannas Möse, hielt ihn ihr zum Sauberlecken hin und dachte nach. Paul hatte natürlich Recht. Eine Frau, die vor Publikum auftritt, präsentiert und exponiert sich. Viele Zuschauer entwickeln Sexphantasien mit ihr. Und wenn sie dann unerreichbar bleibt, können diese Phantasien in Aggressionen umschlagen. Um so mehr, als Paul Ellerson mit seiner Plakataktion Rianna noch mehr als nötig in den Vordergrund gestellt hatte. Nicht nur während dem Auftritt, sondern auch, wenn jemand eines dieser Plakate sah, würde sie so manche Begierden wecken. Sie als unerreichbaren Engel zu positionieren, könnte auf so Manchen provozierend wirken.
"Also gut. Die Auktion ist ja nun gelaufen, aber wenn Fickanfragen per Mail oder Telefon reinkommen, werde ich einige akzeptieren. Aber nur reinen Sex, kein Sadismus. Ok, Rianna?" - "Wie Sie befehlen, Herr."
Missbrauch
Nun erhielt Rianna also einen goldenen Halsreif und wurde stunden- und nächteweise ausgeliehen, um Sexphantasien der Männer zu erfüllen, die sie auf der Bühne oder Plakaten gesehen hatten. Sascha verlangte erst 100, dann 200, schließlich 500 Charki für eine Stunde, aber er hätte sie immer noch mehrfach überbuchen können.
Es gab Männer, die wollten einfach nur diese von Werbeplakaten herab strahlende Göttin besitzen, penetrieren, ficken, ihren Samen in sie pumpen, und waren dann glücklich.
Andere wollten die Göttin vom Sockel stoßen und erniedrigen. Sie pinkelten sie an, ließen sich ihre ungewaschenen Füße ablecken, fickten sie in alle Öffnungen, ließen sich ihre Schwänze und Ani mit ihrer Zunge säubern, verunstalteten ihre schönen Brüste mit Klammern, Stricken und Gewichten, und schickten sie mit einem Fußtritt weg oder spuckten sie an, wenn sie genug hatten. Manche buchten sie auch nicht nur für eine Stunde, sondern für eine ganze Nacht, für die Sascha 4000 Charki verlangte, und sie diente dann zum Beispiel als Objekt für Gangbang- und Bukkake-Parties
Sogar das Chalkiev-Zentraltheater buchte sie für die jährliche Festival-Nacht. Und zwar als exklusive Toilette. Plakate wiesen den Weg zur "Fashion-Toilette Rianna Ivanov", im selben Stil gehalten, wie die Modeplakate. Rianna wurde in Nadu2 kniend über einem Ablauf festgezurrt, die Hände hinter dem Rücken mit Daumenschellen fixiert, den Mund mit einer Maulsperre geöffnet gehalten. Es standen Schilder da die besagten, dass sie nicht gepeitscht werden durfte. Stattdessen hielten Zofen Klatschen bereit, so eine Art Fliegenklatschen, aber aus gummiertem Draht und mit langem Griff, die die Besucher anwenden durften. Die kreisrunde Fläche, in deren Mitte Rianna kniete, war etwa dreißig Zentimeter tiefer, als das Boden-Niveau, so dass ihr Gesicht etwa auf Kniehöhe der Besucher war. Um die Kante war außerdem eine etwa vierzig Zentimeter hohe Plexiglaswand, damit die Gäste nicht mit Urinspritzern beschmutzt wurden.
Die Aktion war ein voller Erfolg. Ein Künstler brachte kurz vor der Pause eine Performance, in der er sich zunächst über Mode generell lustig machte, dann Riannas Plakat zeigte und intonierte "Piss drauf!" Ein Chor nahm das Thema auf und steigerte sich zu einem Crescendo: "Piss drauf!" Dann war Pause. Die meisten Festivalbesucher mussten pinkeln. Nicht wenige zielten auf Riannas Augen, und wenn sie sie schloss, bekam sie mit der Klatsche eine Ohrfeige. Ab und zu spritzte eine der Zofen Rianna mit einem Schlauch ab, wobei sie ihr mitleidig auch etwas Wasser in den Mund spritzte. Zum Ende der Vorstellung wurde sie mitten im Waschraum auf ebenem Boden präsentiert und wer wollte, konnte sie noch in den mit Maulsperre immer noch offen gehaltenen Mund ficken oder über ihren Kopf oder ihr Gesicht ejakulieren.
Nach dieser Nacht kam sie zerzaust, verschmutzt, tränenverschmiert und übelriechend nach Hause. "Was ist los, Kleines", fragte Sascha besorgt. "Ich bin nur müde, Herr." Rianna wusste, dass es sich nicht ziemte, bei einem Mann über die Sexpraktiken und Vorlieben eines Anderen zu klagen. "Bitte, darf ich mich säubern?", bat sie mit leicht zitternder Stimme. "Ja, natürlich, komm!". Er führte sie unter die Dusche und spülte sie vorsichtig und liebevoll mit lauwarmen Wasser und Seife ab. Dann nahm er einen Schwamm und reinigte sie zart, aber gründlich vom Scheitel bis zu den Fußsohlen. Die nach Urin stinkenden und verklebten Haare wusch er dabei sorgfältig Strähne für Strähne aus. Am Schluss trocknete er sie sanft mit einem weichen Frotteetuch ab und trug sie in sein Bett, wo sie praktisch augenblicklich an ihn gekuschelt einschlief. Sascha löste sich sanft von ihr, deckte sie liebevoll zu und meldete sie von der Arbeit in der Boutique ab. Er selber ging auch nicht zur Uni. Während sie noch schlief, sagte er alle weiteren Sexbuchungen ab, als Grund nannte er die vorgerückte Schwangerschaft und vertröstete vage auf einen Zeitpunkt nach der Geburt. Rianna hatte innerhalb von weniger als zwei Wochen über 20'000 Charki eingebracht, den Lohn von der Boutique noch nicht mal eingerechnet.
Doch nun war sie verändert. Sie war nicht mehr die geschützte Jungfrau. Sie war auch nicht mehr ausschliesslich die geliebte Ehefrau, die nur von ihrem Mann und vielleicht noch von dessen Freunden benutzt wurde. Nein, sie war jetzt ein öffentliches Fickzeug, Ein Pissmädchen. Eine Lustmatratze. Eine Fotzenverkleidung. Eine Biomülldeponie. Natürlich hatte sie immer gewusst, dass das ihre Bestimmung war. Sie hatte es verdrängt. Eine kurze Zeit hatte sie sich als Künstlerin gefühlt. Der Absturz war brutal. In diesen Tagen verlor Rianna viel von ihrer Unbekümmertheit und ihrer Lebensfreude. Es war für Sascha immer noch schön, sie zu ficken und selbstverständlich war sie immer noch mit Freude dabei. Und sie kümmerte sich auch unverändert perfekt um seine Morgenlatte. Doch das Strahlen ihres Gesichtes, das Leuchten in ihren blauen Augen, das er so liebte, das war weg.
Einige Tage später hatte Rianna ihren Kontrolltermin bei der Frauenärztin. Diese attestierte ihr, Trägerin einer gesunden Tochter zu sein. Aber der Geburtstermin stünde nun nahe bevor und sie müsse darum noch gleichentags in die Gynäkothek.
Gynäkothek
"Herr, ich muss in die Gynäkothek." Sascha wusste nicht, was er dazu sagen sollte. Er fühlte Traurigkeit, aber er hatte natürlich damit gerechnet. "Ich werde dich zurückholen, sobald es möglich ist." - "Sie sollten vielleicht noch eine Ersatzfrau für diese Zeit aussuchen, Herr." - "Es gibt keinen Ersatz für dich, Rianna." - "Vielleicht würden Sie das Ficken vermissen, wenn Sie keine Frau im Haus haben, Herr."  Nach kurzem Nachdenken kam er zum Schluss, dass sie Recht hatte. Er hatte sich in den Monaten seiner Ehe ans fast tägliche Ficken ebenso gewöhnt, wie ans Abblasen der  Morgenlatte. Er wusste kaum noch, wie Masturbieren ging, seit er jederzeit seine Frau zur Entlastung benutzen konnte. "Na gut, schauen wir mal nach."
Zusammen suchten sie im Chalkinet nach einer geeigneten Frau, die Saschas sexuelle Bedürfnisse während Riannas Abwesenheit erfüllen könnte. Bald trafen sie auf eine kleine, 26-jährige Blondine mit einer vagen Ähnlichkeit mit Rianna, die beide vom Anblick her sympathisch fanden. Sie war von Beruf Masseurin und Sascha hoffte, sie könnte ihm auch bei seinem vom langen Studieren oft schmerzenden Nacken behilflich sein. "Ich muss mir nur noch überlegen, ob sie mich vor oder nach dem Ficken massieren soll" - "Lieber nachher, Herr, danach kannst du entspannt einschlafen." Sascha nahm Rianna mit zum Vorführraum, und 0384-12 stellte sich vor. Es war eine zurückhaltende Frau mit angenehmer Stimme. Ihre Titten fühlten sich gut an, und auch ihre Küsse waren für Sascha angenehm, obwohl er sich immer noch schwer von Rianna trennen konnte. Aber es würde ja nur für kurze Zeit sein! Rianna verabschiedete sich also mit einem innigen Kuss von Sascha und ging zum Fraueneingang.
In der Gynäkothek kam sie nach der Aufnahme direkt in die Wöchnerinnenräume. Sie fühlte sich schwerfällig und hässlich mit ihrem dicken Bauch. Außerdem langweilte sie sich. Schließlich stöberte sie in der Bibliothek der WR. Ein Buch nahm sie gefangen: Kunst des 20. Jahrhunderts. Es war ein Bildband ohne viel Text. Zuerst blätterte sie mit mildem Interesse, aber beim Kubismus blieb sie fasziniert hängen. Georges Braque fand sie interessant, und Pablo Picassos Werke aus dieser Periode fand sie betörend. Und bei einem Russen, Василий Кандинский (Wassily Kandinsky) und dessen abstrakten Bildern, fand sie das, was sie mit Stoffmustern versucht hatte, auf viel eindrucksvollere Weise verwirklicht, als sie es je gekonnt hätte. Sie erfasste Kandinskys Synästhesie intuitiv, ohne sie wirklich zu verstehen.
Malen. Eine andere Art, sich kreativ auszudrücken, als mit Stoffen. Rianna war wie elektrisiert. Sie bat um Papier und Wasserfarben und begann, einfache Grundformen zu abstrakten Gebilden zu kombinieren. Natürlich sahen diese Bilder zunächst aus wie die Frühwerke eines Kindergartenkindes, aber sie ließ sich nicht beirren und füllte Papier um Papier, bis die ersten Wehen sich meldeten.
Die Geburt ihres ersten und einzigen Kindes war für Rianna bemerkenswert unspektakulär. Sie nahm es wie eine lästige, aber notwendige Unterbrechung ihres Alltags. Die Geburt verlief etwa so, wie sie es sich vorgestellt hatte. Als das Kind an ihrer Brust lag, fühlte sie durchaus eine Anziehung. Aber sie wertete das als atavistischen Impuls, der früher das Überleben der Kinder sicherte, heute aber überflüssig war, und unterdrückte diese aufkommenden Gefühle erfolgreich. Als das Mädchen in die Neugeborenenabteilung gebracht wurde, fühlte Rianna eher eine Erleichterung, weil ihr Alltag nun wieder näher rückte. Die Zeit zwischen dem Melken verbrachte sie nun wieder mit Malen und entwickelte zunehmend Gefühl für Farben und Formen.
Endlich kam der Tag, an dem die Aufsicht der WR sie zu sich rief: "Dein Mann möchte dich zurück. Du gehst deshalb nicht ins Militär. Melde dich zum Austritt bei der Dispatcherin unten." Das war alles. Rianna wurde aus der Gynäkothek ausgebucht. Sascha wartete vor der Tür auf sie. "Ich habe dich so vermisst!" - "Ich dich auch, Herr". Sie umarmten und küssten sich innig. Auf dem Weg nach Hause erzählte ihr Sascha, dass er Paul Ellerson gebeten habe, die Rianna Ivanov-Plakate abzuhängen und die Kollektion in "Paul Ellerson: Rianna" umzubenennen, was dieser schweren Herzens, aber letztlich auch mit der Einsicht tat, dass seine gut gemeinte Förderung hier eher belastend gewesen war. Sascha versprach, dass er Rianna nicht mehr an Fremde vermieten würde, was sie mit Erleichterung aufnahm. Auch vom Melken wollte er nichts wissen, und Rianna durfte abstillen. Das bescherte ihr einige Tage lang schmerzende Brüste, aber schließlich waren diese wieder auf das eher kleinere Maß von vor der Schwangerschaft geschrumpft, das sowohl ihr als auch Sascha durchaus gefallen hatte.
So wuchs allmählich Gras über die Sache mit den Plakaten. Sascha führte sein Studium fort, und Rianna arbeitete wieder in der Boutique. Ellerson hatte ihr erlaubt, einen Teil der Arbeitszeit für Malerei-Studien zu verwenden, da er hoffte, dass ein Teil der so entwickelten Kreativität dann auch wieder in seine nächste Kollektion einfließen würde. Er schenkte ihr aus seinem Privatbesitz Bücher über Kunst, und Rianna versuchte, ihre eigene Mischung aus Kandinskys Abstraktion und dem Pseudorealismus des Kubismus zu finden, war aber nie so ganz zufrieden mit ihren Resultaten.
Immerhin: Die Freiheit, die Sicherheit und die Geborgenheit, die sie nun erleben durfte, führte dazu, dass ihr Strahlen wieder zurückkehrte. Sascha liebte sie mehr denn je. Er ließ sie manchmal an Studentenparties von seinen Freunden ficken, und manchmal machte er auch für ein, zwei Nächte Frauentausch mit einem seiner Bekannten. Das fand sie durchaus ebenfalls erregend. Dadurch, dass ihr Mann sie zur Benutzung an Männer auslieh, denen er vertraute, war es auch ihr Mann, der ihr Lust verschaffte, und sie liebte ihn eher noch mehr dafür. Nicht dass Sex mit ihm sie nicht befriedigt hätte, aber die verschiedenen Spielarten, die sie auf diese Weise kennenlernte, erweiterten ihren sexuellen Horizont in vielerlei Hinsicht. Und er hielt Wort und vermietete sie nie mehr an Fremde. Wäre Igor Elbakow nicht gewesen, hätte die Geschichte hier zu Ende sein können.
Gewalt
Rianna war in der Boutique mit der Änderung eines Kleids beschäftigt, als gegen Mittag zwei Männer und eine Frau eintraten. Der eine Mann war relativ klein gewachsen und auf eine Weise korpulent, die man eher als bullig oder kompakt, denn als fett bezeichnen würde. Er strahlte eine unbändige Energie aus, als er in seinem perfekt sitzenden grauen Maßanzug wie eine Dampfwalze durch die Tür drängte. Der andere war gut zwei Köpfe größer, von athletischem Körperbau und hielt sich hinter dem ersten. Auch er trug einen Anzug, allerdings von etwas einfacherer Machart und schwarzer Farbe. Die Frau war nackt, kahlköpfig und offensichtlich im Dressurmodus. Sie blieb schräg links hinter dem Dicken. Durch beide Brustwarzen hatte sie Stahlringe von gut zehn Millimeter Dicke und etwa acht Zentimeter Durchmesser gepierct. Vorne trug sie eine Art Bauchladen: einen rechteckigen Korb, welcher mit einem Taillengurt straff befestigt war, und mit feingliedrigen Ketten, die von den vorderen Enden zu den Tittenringen führten, gerade gehalten wurde. In dem Korb lag allerlei Krimskrams, den man so mit sich führt: Schlüsselbund, Notizbuch, Sonnenbrille, Brieftasche, ein Flachmann, ein Päckchen Zigaretten, Streichhölzer, eine angebrochene Tafel Schokolade und so weiter.
Als dieses Trio nun eintrat schmolz das Personal der Boutique geradezu zu Boden, bis alle bewegungslos in Submission lagen. Rianna war kurz erstaunt, tat es den anderen aber mit kaum merklicher Verzögerung nach. Paul Ellerson war schon in der Mittagspause. Elina, die Chefin, hob den Kopf gerade weit genug, dass sie sprechen konnte, und fragte ausgesucht unterwürfig und höflich: "Könnte es etwas geben, womit wir unwürdigen Sklavinnen dem ehrenwerten Herrn Elbakow zu Diensten sein könnten?"
Elbakow war also sein Name. Rianna hatte schon von ihm gehört, aber ihn noch nie gesehen. Er war eine wichtige Persönlichkeit in Chalkiev.
"Ich will diese Schlampe sehen, die vor einigen Wochen auf euren Modeplakaten abgebildet war." Rianna hob ein wenig den Kopf und sagte: "Das war ich, Herr." - "Steh auf und komm her." Rianna erhob sich und stellte sich, den Blick gesenkt, in Neutralstellung vor Elbakow auf. "Strip!", befahl dieser kurz. Sofort ließ sie ihr Kleid zu Boden gleiten und stand nackt vor ihm. Sie konnte ein leichtes Zittern nicht verhindern, stand ansonsten aber völlig bewegungslos, während Elbakow sie mit stechendem Blick und verächtlich verzogenem Mund stumm musterte. Sie konnte auch nicht verhindern, dass sie in dieser Lage tatsächlich Feuchtigkeit zwischen den Beinen bemerkte. Schließlich gab er ihr eine grobe Tittenfeige, zeigte auf einen Tisch und befahl "Sula. Ich will dich ficken." Rianna legte sich sofort gehorsam mit gespreizten Beinen auf den Tisch, wagte aber pflichtgemäß zu sagen: "Herr, darf ich Sie mit allem Respekt darauf aufmerksam machen, dass ich den roten Halsreif trage?"
Elbakow trat zu ihr, riss sie an den Haaren hoch in sitzende Position, gab ihr mit der anderen Hand, die mit schweren Ringen geschmückt war, zwei harte Schläge rechts und links auf die Wangen und brüllte: "Nein, darfst du nicht." Dann stieß er sie grob wieder zurück auf den Tisch, so dass sie mit ihrem Hinterkopf heftig auf die Tischplatte prallte. Jetzt öffnete er seine Hose, holte seinen Penis hervor und begann ansatzlos zu Ficken. Während dem Ficken knetete er grob Riannas Brüste, zog und drehte an den Brustwarzen, packte das Aquamarin-Piercing, das sie in der linken Brustwarze trug und zog kräftig daran. Zwischendurch gab er ihr wieder eine Ohrfeige oder einen Fausthieb in den Bauch. Schließlich griff er wieder das Piercing und, als er seinen Orgasmus hatte, riss er so stark daran, dass es die Brustwarze zerriss, welche sofort heftig zu bluten begann. Den Aquamarin warf er achtlos zur Seite.
Weniger der Schmerz, der nicht einmal so schlimm war, als vielmehr der Schock brachte Rianna zum Schreien: Sie war beschädigt worden. Bei allem, was man mit ihr je getan hatte, nie war die Integrität ihres Körpers in Gefahr gewesen. Ihre Schönheit stand nie zur Disposition. Sascha hätte nie erlaubt, dass jemand ihr bleibende Spuren zufügte, abgesehen von diskreten Piercings und Tätowierungen. Doch nun war ihre linke Brustwarze zerrissen und für immer entstellt. Rianna schluchzte, bis der Mann ihr erneut eine Ohrfeige verpasste, sie an den Haaren vom Tisch riss und ihren Mund an seinen Penis brachte, wo sie ihn reflexartig automatisch sauber leckte.
"Du kommst jetzt mit!" Mit diesen Worten versetzte er Rianna in Dressurmodus und verließ die Boutique. Links hinter ihm ging seine Begleiterin und links hinter dieser musste sich nun Rianna, als rangniedrigste Sklavin einreihen. Nackt, mit blutigen Wangen und blutverschmierter linker Titte, sowie blutunterlaufenen und verweinten Augen ging sie auf die Straße und in ein wartendes Fahrzeug. Was würde nun mit ihr geschehen?
Igor Elbakow war ein schwerreicher Rohstoffhändler mit einem gewissen Bekanntheitsgrad, nicht zuletzt auch bei den Strafverfolgungsbehörden mehrerer Länder. Er benutzte Korruption ungeniert als Anschub für seine Geschäfte, und er stand im Ruf, auch mit illegalen Geschäften nicht zimperlich zu sein.
Elbakow war auch ein leidenschaftlicher Sadist. Damit ist hier nicht ein Mensch gemeint, der dosiert Schmerz zufügt, um Lust zu erzeugen, sondern jemand, dem es einfach Spaß macht, andere zu quälen. Sein Frauenhass war legendär. Frauen brachten es auch außerhalb von Chalkiev in seinen Konzernen nur zu ganz untergeordneten Positionen, und selbst dort wurden sie mit strikten Kleidungs- und Verhaltensvorschriften auf eine Weise gegängelt, die eigentlich in vielen Ländern den Gleichstellungsgesetzen widersprochen hätte. Es gab Gerüchte, dass sexuelle Belästigung in diesen Firmen durchaus toleriert wurde. Allerdings gab es nie Anzeigen von Betroffenen, so dass den Behörden die Hände gebunden waren.
Über den Ursprung seiner Misogynie gab es verschiedene Gerüchte, aber keine Gewissheit. Sicher war, dass sein Vater in der Sowjetunion in einer коллективное хозяйство (Kolchose) gearbeitet und gelebt hatte, wo er als knapp Neunzehnjähriger vom regionalen Sowjet zur Heirat mit einer stramm linientreuen, deutlich älteren Kommunistin gedrängt wurde, die ihn völlig beherrschte. Das Paar hatte zwei Töchter und bekam acht Jahre nach der zweiten Tochter noch einen Sohn, Igor. Dieses Leben als jüngster Sohn in einer Familie mit zwei wesentlich älteren Schwestern und einer kommunistischen Apparatschik als Mutter, sowie einem kaum präsenten, nicht durchsetzungsfähigen Vater muss ihn geprägt haben.
Im Lauf des Zusammenbruchs der Sowjetunion konnte er sich als sibirischer Rohstoffexperte positionieren und kam, nicht zuletzt wegen seiner Skrupellosigkeit und seinem Talent, die richtigen Leute zu bestechen, zu unerhörtem Reichtum. Nicht selten erhielt eine seiner Firmen Schürfrechte in Gebieten Sibiriens, in denen vorher riesige Waldbrände gewütet und die lokale Bevölkerung vertrieben hatten. Seine Mutter verstarb plötzlich unerwartet, und Gerüchte, Igor habe sie ermordet oder ermorden lassen, verstummten bald. Seine Schwestern verschwanden spurlos. Man nahm allgemein an, sie seien ausgewandert. Dass sie nach Chalkiev verschleppt worden waren, wusste nur ihr Bruder Igor. Was dann mit ihnen geschehen war, wusste nicht einmal er, denn er hatte sie, nachdem er sein Mütchen an ihnen gekühlt hatte, an einer Auktion versteigert und sich seither nie mehr für ihren Verbleib interessiert.
Elbakow hatte viele Milliarden in das Chalkiev-Projekt investiert und war damit einer der Hauptaktionäre und Mitglied des Verwaltungsrates geworden. In Chalkiev konnte er Sadismus und Misogynie nach Belieben ausleben. Niemand würde ihm in Chalkiev irgend etwas streitig machen. Schon gar nicht diese gewöhnliche blonde Schlampe, die er nun zu seinem Haus bringen ließ. Sie hatte ihn damit provoziert, dass sie sich als Erfolgsfrau präsentiert hatte. Er würde ihr den Platz zeigen müssen, den eine Frau einzunehmen hat. Er freute sich schon darauf.
Zuerst ließ er sie aber nur in seinen Keller schleppen und dort am Andreaskreuz aufhängen. Die Tür wurde geschlossen, und es war stockfinster. Und kalt.
Rianna hatte Angst.
Es war nicht einmal so sehr die Art, in der sie behandelt wurde. Sie war schon öfters misshandelt worden. Es war vor allem die Regelverletzung, die sie so tief erschreckte. Sie war das Eigentum von Sascha Ivanov, dem sie vertraute, und den sie über alles liebte. Mit ihr durfte alles geschehen, was Sascha gut hieß, aber nichts darüber hinaus. Aber nun war sie vergewaltigt, beschädigt und entführt worden. Alles, was sie in der Schule über die Gesetze von Chalkiev gelernt hatte, schien nun ungültig geworden zu sein. Konnte sie sich überhaupt noch auf etwas verlassen? Hatte Sascha womöglich seine Zustimmung dazu gegeben, ohne es ihr zu sagen?
Sie wusste nicht, wie lange sie da im Dunkeln hing.
Irgendwann hatte sie keine Tränen mehr. Vielleicht war sie auch kurz eingeschlafen, denn plötzlich schreckte sie von blendend grellem Licht auf und musste die Augen zukneifen. Die Tür wurde aufgerissen, zwei große, kräftige Frauen kamen herein. Ohne ein Wort zu sagen, packte die eine Riannas Kopf, und die andere begann ihr die Haare abzuschneiden. Als nur noch millimeterlange Reste übrig waren, wurden auch diese mit einem Rasiermesser entfernt, wobei die Frau so grob vorging, dass sie Rianna mehrmals in die Kopfhaut schnitt. Dann gingen die Frauen wieder, knallten die Tür zu und löschten das Licht.
Wieder Dunkelheit und Angst. Verzweiflung überkam sie. Ihr Haar! Es gab nur so weniges, auf das eine Frau in Chalkiev stolz sein konnte. Rianna liebte ihr Haar, und sie wusste, dass auch Sascha es liebte. Sie malte sich aus, was dieser Elbakow noch alles mit ihr anstellen würde. Sie würde sterben.
Nach einer Zeit, sie wusste nicht, ob es Minuten, Stunden oder Tage waren, kam wieder das helle Licht. Igor Elbakow, gefolgt von seiner Sklavin und seinem Leibwächter traten ein. Die Sklavin trug diesmal keinen Bauchladen, stattdessen hatte sie Gewichte an den Ringen, die ihre Titten unschön nach unten zogen. Hinter ihnen folgten etwa acht Frauen, die sich im Halbkreis im Hintergrund des Raums aufstellten. Er trat vor Rianna und gab ihr wortlos zwei heftige Ohrfeigen. Er ließ sich ächzend auf einen Sessel gegenüber dem Andreaskreuz fallen und befahl seine Sklavin vor sich. Sie musste ihm die Stiefel und die Socken ausziehen und sich dann unter seinen Füßen auf dem Rücken auf den eisigen Boden legen. Er stellte ihr seine Füße auf den Bauch und auf die Titten und spielte mit den Zehen mit ihren großen Nippelringen. Einige Zeit starrte er Rianna nur an, die mit angstvoll jagendem Herzen am Kreuz hing. Schließlich schnippte er mit den Fingern, und die beiden Frauen, die Rianna schon die Kopfhaare abrasiert hatten, traten vor. Auch diese beiden Frauen hatten kahl rasierte Köpfe, wie Rianna jetzt sah, und große stählerne Ringe durch die Brustwarzen. Auf der linken Titte hatte beide ein Totenkopfmotiv tätowiert.
Eine von ihnen hatte eine Art Schraubzwinge in der Hand. Die Andere packte Riannas zerrissene Brustwarze fest zwischen zwei Fingern und zog sie kräftig nach vorne, so dass Rianna vor Schmerz die Luft weg blieb. Die Erste setzte die Schraubzwinge hinter dem Riss im noch intakten Gewebe an und begann zuzudrehen. Die Schraube der Zwinge schloss nicht mit einer Platte, sondern mit einem zehn Millimeter dicken Bolzen mit stumpfem halbrundem Kopf ab, der in eine Öffnung im anderen Arm der Zwinge passte. Als die Scharfrichterin nun langsam zudrehte, bohrte sich der Bolzen stumpf und schmerzhaft durch Riannas Brustgewebe. Die Prozedur schien Elbakow zu erregen, denn er winkte eine der im Hintergrund wartenden Frauen herbei und ließ sich blasen.
Riannas Welt bestand nur noch aus dem brennenden, quälenden Schmerz in der linken Brustwarze. Sie war so fest fixiert, dass sie sich nicht rühren konnte, aber sie warf den Kopf hin und her und schrie, bis Elbakow genug davon hatte, und sie knebeln ließ. Nun kämpfte sie gegen das Ersticken an. Endlich war der Bolzen in seiner quälenden Langsamkeit durchgeschraubt. Dann wurde die Schraubzwinge abgezogen, und ein rostiger Eisenring von zehn Millimeter Dicke und zehn Zentimeter Durchmesser wurde durch das blutende Loch geschoben und mit einem Schweißgerät geschlossen. Dabei wurde der Ring so heiß, dass ein Geruch von verbranntem Fleisch aufstieg, die Blutung stoppte und das Loch in der Brust einen schwarzen Rand bekam.
Elbakow stand auf, den erigierten Penis aus der Hose ragend, trat vor Rianna, entfernte den Knebel und sagte: "Siehst du, jetzt sieht deine hässliche Titte wieder ganz ansehnlich aus. Was sagst du dazu?" Als Rianna nichts sagte, schlug er ihr zwei heftige Ohrfeigen und zog brutal an dem eben eingesetzten Ring. "Was sagst du dazu?" - "Danke, Herr", schluchzte Rianna. "Gut. Dann wollen wir doch nun auch noch dem armen Andy Paddock helfen", meinte er und deutete auf die deutlich vorgewölbte Anzugshose seines Leibwächters. "Andy, bedien' dich." Die beiden Scharfrichterinnen lösten die Fußfesseln von Rianna und zogen ihr, während sie mit dem Bauch, dem Hals und den Armen immer noch ans Andreaskreuz gefesselt war, die Beine gespreizt nach vorne. Der Leibwächter trat dazwischen, öffnete seine Hose und stieß mit einem kehligen Brummen in Rianna. Während er sie fickte, schlug er ihr rhythmisch mit den Händen auf die Titten und den Bauch.
Danach befahl Elbakow kurz "die Andere", und die Scharfrichterinnen setzten die Schraubzwinge am rechten Nippel an, und die Qual wiederholte sich, während Elbakow sich weiterblasen ließ. Danach wurde Rianna vom Andreaskreuz gelöst und vor Elbakow auf die Knie gezwungen, der ihr sein Sperma ins Gesicht spritzte. Schließlich packten die Scharfrichterinnen sie an den Armen und Beinen, trugen sie vor die Haustür, ließen sie achtlos zu Boden fallen und pinkelten ihr über den Kopf und den Leib. Igor Elbakow gab ihr noch einen kräftigen Fußtritt in die Flanke und sagte: "So, geh zu deinem Mann und grüße ihn schön von mir." Dann schloss die Tür sich hinter ihr.
Eine Weile blieb sie liegen wie sie war. Es wurde langsam dunkel. Offenbar war sie insgesamt nur einen Nachmittag hier gewesen. Sie fror auf dem kalten Boden. Schließlich kämpfte sie sich auf die Beine und schleppte sich zur Straße. Es waren noch recht viele Leute unterwegs. Sie wusste nicht, wo sie war, und wie sie nach Hause gelangen sollte. Also ging sie auf die Knie und hob die aneinandergelegten Hände über den demütig gesenkten Kopf. Die universelle Bitte um Hilfe, die Frauen anwenden durften, wenn sie ohne Wissen ihres Herrn in Not waren. Viele Leute ignorierten sie, aber nach einigen Minuten blieb doch jemand stehen und fragte, was sie für Hilfe erwarte. "Bitte Herr, würden Sie meinen Mann anrufen und ihm sagen, wo ich bin?" Der Mann nahm sein Handy und telefonierte die Nummer, die Rianna ihm angab. Er ließ sich die Tätowierung auf ihrem Arm zeigen und sagte: "Hier sitzt D94-112 und bat mich, Ihnen anzurufen. Ja, vor der Elbakow-Villa .... Ok." - "Er sagt, er kommt gleich. Du sollst nicht weggehen." - "Danke Herr!" Sie ging in Submission und küsste ihm die Füße. "Schon gut", brummte der Fremde, wollte ihr den Kopf tätscheln aber sah dann davon ab, als er den Uringestank feststellte, der von ihr ausging. Aber tatsächlich war Sascha nach wenigen Minuten in einem Taxi da, sprang heraus und nahm sie liebevoll in den Arm. Zuerst hatte er sie fast nicht erkannt, mit ihrem kahlen Kopf mit blutigen Schnittwunden, den blau unterlaufenen Augen und den Blutspuren im Gesicht. Entsetzt starrte er auf die grotesken rostigen Piercing-Ringe in ihren Brustwarzen. Aber er stellte vorerst keine Fragen, sondern nahm sie im Taxi mit nach Hause. Unterwegs telefonierte er mit Paul Ellerson, der ebenfalls schon alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, um Rianna wiederzubekommen.
Zuhause half Sascha Rianna erst, sich frisch zu machen, pflegte ihre Wunden und fuhr dann mit ihr zum Medizinzentrum. Die monströsen Nippelringe mussten mit Metallsägen mühsam entfernt werden, doch die Löcher waren ausgebrannt und konnten nicht ohne weiteres geschlossen werden. Man hätte sie erst ein Stück aufschneiden müssen. Als Sascha sah, wie Rianna bei diesem Vorschlag zu Zittern begann, entschied er sich dagegen. Also nähte man nur die zerrissene Brustwarze mit feinem Faden zusammen. Die anderen Verletzungen waren nicht schwer und würden ausheilen. Auch die Haare waren nur geschnitten und würden deswegen wohl wieder wachsen, meinte die Ärztin.
"Großaktionär hin oder her. Ich lasse mir das nicht gefallen", knirschte Sascha. "Der Dreckskerl hat mein Mädchen vergewaltigt und beschädigt." Zusammen mit Rianna und Paul Ellerson fuhren sie zur Chalkiev-Zentralverwaltung und legten Beschwerde ein. Paul wegen unbefugten Eindringens in seine Boutique und Störung des Arbeitsablaufs, Sascha wegen Frauenbeschädigung und Vergewaltigung. Die Aussagen wurden zusammen mit dem Befundbericht der Ärztin penibel aufgenommen, und man stellte die Aufnahme eines entsprechenden Verfahrens vor dem Schiedsgericht in Aussicht.
"Bitte Herr", flüsterte Rianna auf dem Heimweg, "darf ich ein paar Tage von der Arbeit wegbleiben? Ich... ich bin so hässlich, und ... ich habe solche Angst, dass er wieder kommt." - "Das ist doch selbstverständlich", kam Ellerson zuvor. Ich bezahle dir das Gehalt trotzdem, Sascha, aber ich will Rianna erst wieder bei mir haben, wenn sie sich gesund fühlt." So kam es, dass Rianna nicht mehr in die Boutique ging. Allerdings ging es ihr auch zuhause nicht gut. Sie war praktisch kataton, blieb den ganzen Tag in Nadu in der Zimmermitte und starrte die Wand an, Das Blinzeln ihrer Augen, das Heben und Senken ihrer Brust, und ab und zu eine Träne, die ihre Wangen hinunter lief, waren das Einzige, was Sascha, der sie den ganzen Tag sorgenvoll beobachtete, an Bewegungen sah, bis sie sich schließlich abends bettfertig machte und neben ihm mit geöffneten Augen stocksteif im Bett lag. Auf sein Streicheln reagierte sie kaum und lag am Morgen noch genauso da. Sie sprach nicht, trank kaum und aß nichts. Er redete ihr zu, er streichelte sie, er schrie sie an, er befahl ihr, zu antworten. Nichts. In seiner Verzweiflung gab Sascha ihr einmal sogar einen kräftigen Gertenhieb auf den Bauch. Sie zuckte nicht einmal und es tat ihm so Leid, dass er den Striemen weinend wegzuküssen versuchte. Schließlich bat er Paul Ellerson, ihm die Leinwand, die Staffelei und die Farben zu bringen, mit denen Rianna in der Boutique gearbeitet hatte. Sascha verstand zwar absolut nichts von Kunst, aber er war sensibel genug, dass er gemerkt hatte, wieviel es Rianna bedeutete. Vielleicht könnte sie sich mit Malen wieder auffangen?
Kunst
Zunächst reagierte Rianna nicht und verblieb in Katatonie. Aber in einer Nacht, als sie wie üblich wach im Bett lag, stand sie plötzlich auf, ging an die Staffelei und begann zu Malen. Am Morgen fand der überraschte Sascha seine Frau in eifriger Aktivität. Auf dem Boden lagen viele Blätter, die mit Farben und Formen voll gekritzelt waren. An der Staffelei hing ein begonnenes Bild, an dem Rianna voller Konzentration etwas bearbeitete, was Sascha nur als reines Chaos erkannte. Als er sich räusperte, zuckte sie zusammen, drehte sich um und lächelte ihn an "Schau mal, es geht!" Er hatte keine Ahnung, was sie damit meinte, aber er war so glücklich, dass ihre Katatonie vorbei war, dass er sie erst sprachlos anstarrte, wie sie da nackt, kahlköpfig und überall mit Farbspritzern bekleckert stand und lächelte. Dann stürzte er auf sie zu und hob sie in seinen Armen hoch. Auch ihre Libido war wieder intakt, wie er an der Art erkannte, wie sie ihn küsste und sich an ihn schmiegte. Er trug sie aufs Bett, und die beiden erlebten einen lustvollen Liebesakt wie schon seit Monaten nicht mehr, obwohl sie zwischen den Beinen ziemlich stoppelig war, weil sie auch die Körperpflege in den letzten Tagen vernachlässigt hatte.
In den folgenden Tagen ging Sascha wieder an die Uni; er hatte viel Versäumtes nachzuholen. Rianna blieb zuhause und malte. Noch immer war sie mit dem Erreichten nicht ganz zufrieden. Erst als ihre Haare schon wieder streichholzlang waren, und ihr ein eigentlich gar nicht recht zu ihrer meist ernsten Miene passendes freches Aussehen verliehen, hatte sie ihr erstes echtes Gemälde verwirklicht. Als Sascha nach Hause kam, bat sie ihn in das Zimmer, das sie als Atelier nutzen durfte. An der Staffelei hing ein Bild, unten rechts mit einem Tuch abgedeckt.
"Darf ich bitte fragen: Was sehen Sie, Herr?" - "Ich weiß nicht... ehrlich gesagt nicht viel... weißt du, ich verstehe nichts vom Malen", versuchte er, sie nicht zu kränken. Sie starrte ihn aber weiterhin erwartungsvoll mit ihren blauen Augen an. Er versuchte es nochmal. "In der Mitte eine Art Frauenkörper. Aber seltsam zerrissen und verdreht und irgendwie eckig. Viele Zacken und Formen, Farben. Ich erkenne nicht, was es darstellen soll." - "Bitte Herr, versuchen Sie nicht, etwas am Bild zu erkennen. Versuchen Sie, etwas in sich selbst zu erkennen. Was fühlen Sie, wenn Sie das Bild anschauen, ohne etwas erkennen zu wollen?" Eine Weile schaute er nur stumm hin, dann begann er es zu fühlen: "Verwirrung, Angst, Schmerz, Traurigkeit".
Rianna zog das Tuch von der rechten unteren Ecke weg. Dort stand: "страх а боль" (Angst und Schmerz). Ein Kunstliebhaber hätte vielleicht eine gewisse Inspiration von Picassos "Guernica" erkannt, kombiniert mit dem Farbenrausch Kandinskys, auch wenn Riannas Technik natürlich noch unterentwickelt war. Sascha war kein Kunstkenner, aber je länger er das Bild anschaute, desto besser verstand er, wie Rianna das, was ihr angetan wurde, hier festgehalten hatte, und was sie damals, in jener ersten Nacht nach der Katatonie gemeint hatte mit "es geht": Es war ihr möglich, die Empfindungen, die sie sprachlos gemacht hatten, zu Papier zu bringen.
An diesem Abend machte sich Rianna besonders sorgfältig zurecht. Sie versuchte, ihren Haaren so etwas wie eine Frisur zu geben, legte Make-Up auf, schminkte auch ihre deformierten Brustwarzen, rasierte sich besonders gründlich und zog ein elegantes Kleid an. Als es Zeit war, zu Bett zu gehen, bat sie Sascha: "Herr, würdest du mich bitte fesseln?" Sascha verstand genau: Sie wollte wieder Vertrauen fassen. Wollte sich jemandem ausliefern, der sie liebte und den sie liebte. Wollte wieder ganz seine Frau und sein Eigentum sein.
Er begann damit, ihr die Augen zu verbinden. Dann nahm er sie bei der Hand und führte sie ins Schlafzimmer. Als er den Verschluss ihres Kleids löste und es zu Boden fallen ließ fühlte er, wie sie leicht vor Anspannung bebte. Er küsste sie sanft und legte sie aufs Bett. Dann fesselte er ihre Hand- und Fußgelenke an die Eckpfosten. Eine Weile schaute er sie nur an. Dann strich er ihr mit dem Zeigefinger sanft über die Titten, den Bauch und schließlich die Innenseite der Oberschenkel, ohne aber die Möse zu berühren. Ihr Atem beschleunigte sich. Er holte zwei Klemmen und setzte sie vorsichtig an die Brustwarzen. Rianna verzog vor Schmerz leicht das Gesicht, blieb aber bis auf ihre schnelle Atmung ganz still. Er überlegte kurz und küsste sie dann auf den Bauch, ging tiefer, schob ihre Schamlippen mit den Händen sanft auseinander und leckte ihre Klitoris. Sie keuchte und wand sich. Vorsichtig schob er erst einen, dann zwei Finger in ihre Möse. Als er fühlte, dass sie bald kommen würde, hörte er auf. Sie schrie vor Enttäuschung kurz auf und zerrte an ihren Fesseln. "Was soll das, du läufige Sklavin?" brummte er leise und liebevoll und gab ihr mit der flachen Hand einen Klaps auf die Möse. Sie schrie erneut auf und er gab ihr noch einen zweiten Klaps, etwas härter. Dann löste er ihre Fesseln an den Knöcheln, ließ die Handgelenke aber festgebunden. Die Klammern an den Titten nahm er ab, was Rianna erneut einen Aufschrei entlockte, als das Blut wieder in die gequetschten Nippel strömte. Er leckte beide Brustwarzen sanft, legte sich dann auf Rianna und begann sie zu ficken. Sie umschlang ihn mit ihren nun befreiten Beinen und zog ihn so tief sie konnte in sich hinein. Nach wenigen Stößen hatte sie ihren ersten Orgasmus und ihr zweiter kam gleichzeitig mit dem von Sascha.
Danach löste er die Augenbinde und sah ihr minutenlang tief in ihre blauen Augen. Nach einem zärtlichen Kuss löste er auch ihre Handgelenke, und sie leckte zärtlich seinen Penis sauber und behielt ihn anschließend noch im Mund. Nach einigen Minuten begann er wieder anzuschwellen, und sie blies ihn zu seinem zweiten Orgasmus. Danach machte sie sich frisch und sie schliefen tief und fest bis zum Morgen.
Nach diesem Tag ging Rianna wieder bei Ellerson arbeiten. Zuvor hatte sie in Dianas Salon ihre wild wuchernden Haare in Facon bringen lassen und trug jetzt eine sexy Kurzhaarfrisur. Die Arbeit machte ihr Freude und sie begann, ihre Kandinsky Impressionen auf Stoffe zu übertragen, stieß zunächst damit aber nicht auf viel Gegenliebe. Nur Ellerson war beeindruckt und forderte sie auf, weiter zu experimentieren. Als er einmal bei Sascha und ihr zum Abendessen war, sah er ihr Gemälde und war restlos begeistert. Nach einem kurzen Blickwechsel mit seiner Frau beschloss Sascha, es ihm zu schenken, auch als Ausgleich dafür, dass er Rianna so lange bezahlten Urlaub gewährt hatte. Ellerson hängte das Gemälde in der Boutique auf. Warum sie es nicht signiert hatte, wollte er noch von Rianna wissen. "Eine Frau soll sich nicht zu sehr ins Rampenlicht stellen", antwortete sie mit einem leichten Beben in der Stimme. Paul ließ es damit bewenden, und so trug das Gemälde keinen Hinweis auf die Künstlerin.
Schließlich war auch das Schiedsgerichtsverfahren durch. Igor Elbakov wurde für die zweimalige Vergewaltigung von Rianna und für die bleibende Beschädigung ihrer Brustwarzen zu hunderttausend Charki Strafe verurteilt. Er selbst war bei der Verhandlung nicht anwesend, aber sein Vertreter akzeptierte das Urteil ohne Widerspruch. Er ließ sich allerdings mit der Bezahlung sehr viel Zeit.
Rianna gesundete zusehends. Auch ihre Haare wuchsen wieder zu der alten goldenen Lockenmähne. Allerdings sollte sie in ihrem Leben nie mehr ihre frühere Leichtigkeit und Unbekümmertheit zurück erlangen. Etwas bohrte tief in ihrem Inneren. Was es war, versuchte sie in ihrem zweiten großen Gemälde auf die Leinwand zu bringen. Sie wollte den Titel nicht verraten, aber Sascha fühlte deutlich einen unbändigen Zorn, wenn er den wilden Farbenrausch und die zackigen abstrakten Formen betrachtete, die sie in ihrer Freizeit auf die Leinwand schmetterte.
Endlich traf doch die Zahlung Elbakows ein. Aber es waren nicht die hunderttausend, zu denen er verurteilt worden war. Sascha betrachtete seinen Bankauszug wie betäubt. "Igor Elbakow hat mir eine halbe Million Charki überwiesen." Zuerst schwiegen beide. Dann sah er, dass Rianna totenbleich geworden war, und dass ihr Tränen aus den Augen liefen. "Was ist los?" - "Herr! Er hat dir mein Leben abgekauft. Er wird mich töten!" Tatsächlich. Der Preis für das Leben einer Frau war in Chalkiev auf das Zwanzigfache ihres Wertes festgelegt. Dies ist ein Betrag, der in den meisten Fällen ausreicht, sie zu schützen. Für Elbakow allerdings war eine halbe Million der Reinverdienst von etwa ein bis zwei Tagen. Soviel war ihm das exquisite Vergnügen einer Todesfolterung ohne Weiteres wert. Rianna wusste das. Sie hatte ihn erlebt. Seine kalten Blicke gefühlt. "Der Kerl ist wahnsinnig. Ich lasse dich nicht mehr aus dem Haus!", rief Sascha. "Das nützt nichts. Dann wird er einfach die Tür aufbrechen lassen und dir noch zehntausend zusätzlich für die Sachbeschädigung zahlen, Herr." Sie schlang ihre Arme eng um sich und saß gekrümmt auf ihrem Stuhl.
"Du musst weg hier", begann Sascha wieder. Du hast genug Geld verdient, um dich scheiden zu lassen. Lass dich von mir scheiden und verlasse Chalkiev." - "Ich will mich aber nicht von dir scheiden lassen, Herr. Ich liebe dich. Und ich kann doch nicht bei den Sowjets leben! ... Außerdem würde Elbakow mich schnappen, bevor eine Scheidung durch wäre."
Lange sagten sie nichts. Schließlich bat Rianna darum, aufstehen zu dürfen und ging an ihr Gemälde. Dort blieb sie über eine Stunde. Als Sascha nach ihr sah, war das Bild fertiggestellt. Sie hatte es wieder nicht signiert, aber den Titel rechts unten geschrieben: ярость (Wut, Gewalt). Rianna sagte tonlos: "Das fühle ich jetzt. Herr, bitte töte du mich. Dann geht es schnell. Hier, links zwischen der vierten und der fünften Rippe. Einfach fest zustoßen. Es wird so schnell gehen, ich werde nichts spüren." Sie zeigte die Stelle an ihrer Brust und gab Sascha ein langes, spitzes Messer, das sie aus der Küchenschublade geholt hatte.
"Rianna, wie könnte ich das tun? Hör zu, ich habe mit Jason telefoniert. Du kannst heute Nacht zu ihm gehen und vorläufig bei ihm bleiben, damit Elbakow dich nicht findet. Geh sofort." Jason war ein alter Schulfreund von Sascha, den auch Rianna gut kannte. Es war ein freundlicher Mann, der selber noch keine feste Frau hatte. "Wenn Sie es befehlen, Herr. Aber wie lange kann ich mich vor Elbakow verstecken?" - "Es wird uns eine Lösung einfallen. Wir brauchen mehr Zeit. Du musst jetzt weg, falls er schon heute kommt!"
Freiheit
Igor Elbakow war wütend. Er hatte einen exquisiten Folterabend mit Gästen in seinem Haus vorbereitet und wartete nur noch auf das Opfer. Doch Rianna war verschwunden. Sie hatten bei Sascha geklingelt und waren eingedrungen, als er nicht sofort öffnete. Sie hatten sein Haus durchsucht und Rianna nicht gefunden. Einer der Leibwächter hatte Sascha festgehalten, der andere ihn geschlagen, seinen Penis und seinen Hodensack mit Schnüren abgebunden, Elektroschocks verabreicht, bis er gestand, dass er Rianna zu Jason geschickt hatte. Sie waren zu Jason gerast, doch auch dort war Rianna nicht zu finden. Sie blieb verschwunden.
Dabei war sie gar nicht so weit weg. In Zentrumsnähe von Chalkija, nahe der Gynäkothek gab es einen großen Park. In der Mitte dieses Parks war ein kleiner See. über diesem See war das Dach, welches sonst ganz Chalkija abdeckte, offen. Bei Regen und Schneeschmelze wurde alles Wasser vom Dach durch diese Öffnung in spektakulären Wasserfällen in den See geleitet. Doch jetzt, im Winter, war der See gefroren und die Reste der Wasserfälle bildeten malerische Eisskulpturen.
Mitten auf diesem See saß nun Rianna und ließ den Tränen ihren Lauf. Es war das erste Mal, dass sie einen Befehl ihres Herrn missachtet hatte. Sie war nicht zu Jason gegangen. Sie wusste, dass das sinnlos gewesen wäre. Es war kalt. Sie wusste nicht genau wie kalt, aber Winternächte in Chalkiev konnten dreißig Grad minus und kälter sein. Trotzdem spürte sie kaum, dass sie fror. Eigentlich stimmte es gar nicht, dass die Zustimmung zum Heiratsantrag die letzte freie Entscheidung in ihrem Leben gewesen war, dachte sie. Erst jetzt, in dieser Nacht, traf sie ihre letzte freie Entscheidung. Und mit dieser Entscheidung besiegte sie den mächtigen Igor Elbakow. Sie lächelte und legte sich auf den Rücken. Die Beine subversiv geschlossen, die Arme ausgebreitet. Sie schaute in den kristallklaren Sternenhimmel über dem See und fühlte sich leicht. Bald wurde sie müde. Die Tränen auf ihrem Gesicht wurden zu Eis. Dann verlor sie alle ihre Ängste und Sorgen. Nach weniger als einer Stunde hörte ihr Herz auf zu schlagen.
Als man Rianna am nächsten Morgen fand, wirkte sie mit ihrer bleichen Haut in ihrem dünnen weißen Kleid wie ein Engel. Ein Heiligenschein aus Eiskristallen in ihren blonden Haaren glitzerte im hellen Sonnenlicht um ihr friedlich schlafendes Gesicht. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen. Was gestern noch Tränen gewesen waren, waren jetzt funkelnde Sterne auf ihren Wangen.
Nur ihre strahlend blauen Augen waren nun für immer geschlossen.
Einundzwanzig Jahre alt war sie geworden.
 
 

********** Ende **********
 
 

Epilog
Sascha ging ziellos durch die Straßen. Irgendwann stand er vor der Boutique Ellerson. Riannas Bild war im Schaufenster. Mit schwarzem Trauerflor geschmückt und mit Kerzen davor. Er berührte das Schaufenster. Ein Schluchzen erschütterte ihn. Dann nahm er das lange, spitze Messer aus der Tasche, öffnete seine Jacke, setzte das Messer links neben dem Brustbein zwischen der vierten und der fünften Rippe an und stiess ohne zu Zögern mit aller Kraft zu. Er war schon tot, bevor sein Schädel auf der Bordsteinkante aufschlug und brach.
Paul Ellerson verließ Chalkiev. Zum zweiten Mal in seinem Leben brach er alle Brücken hinter sich ab. Das einzige, was er mitnahm, waren Riannas Gemälde. Natürlich kannte ihn in Kanada niemand mehr. Mit einer DNA-Analyse konnte er beweisen, dass er der Vater seiner älteren Tochter (aber nicht der jüngeren) war. Die Staatsanwaltschaft verhörte ihn, aber er beharrte darauf, dass er sich an nichts mehr erinnern könne. Da von Catherine nie eine Spur gefunden wurde, gab es auch keine Anklage. Aber zu seinen Töchtern fand er keinen Zugang mehr. Seine Firmen waren längst verkauft und die Töchter hatten ihre eigenen Leben. Wenige Jahre später starb er als verbitterter, einsamer Mann. Ein Altwarenhändler räumte den Haushalt und zahlte Pauls Erbinnen pauschal zweihundert Dollar für alles. Die Gemälde verkaufte er einem Kunsthändler weiter, der sie an eine Auktion zu Sotheby's brachte, wo sie als Werke eines unbekannten russischen Künstlers für knapp zweihunderttausend Pfund an einen patriotischen russischen Kunstsammler gingen. Ironie der Geschichte, dieser Kunstsammler war Wladimir Iliewitsch Krasnow, ein Aktionär von Chalkiev.
Igor Elbakow war mit dem Lauf seiner Geschäfte sehr zufrieden. Gerade konnte er mit der EU einen Mehrjahresvertrag über Lieferungen von Eisenerz abschließen. Dank seiner ausgezeichneten Beziehungen zur neuen/alten/neuen russischen Führung wurden seine Produktionsmethoden kaum kontrolliert oder gar kritisiert. Die sibirische Bevölkerung, deren Bodenschätze er ausbeutete und deren Land er mit dem Abraum verschandelte, wurde nicht gefragt. Rianna hatte er längst vergessen. Er verbrachte viel Zeit in Chalkiev; mittels moderner Kommunikationsmethoden konnte er seine Geschäfte lenken, während er in seiner ureigenen Umgebung seinen Leidenschaften nachging. Dank seines wachsendes Reichtums waren ihm hier kaum noch Grenzen gesetzt.

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

Hallo,
 das ist ja ein ganz dramatisches Ende einer Geschichte (auch wieder einer Super Geschichte!). Das einen aber doch irgendwie sprachlos zurück läßt.
Ich kann nur sagen: Danke fürs schreiben! 

Antwort auf von Neuling

Danke für diesen Kommentar. Es soll einen schon nicht völlig ungerührt lassen. Schliesslich läuft in Chalkiev das bis in die letzte Konsequenz gelebte D/s gründlich schief. Und die, die am wenigsten dafür können, müssen am teuersten dafür bezahlen...

Ich hatte Tränen in den Augen... einfach danke

Nach Deiner Überlegung, die Geschichte beim ersten Teil enden zu lassen oder nicht, sagte ich ja aufhören. Wenn ich mir so den letzten Teil betrachte, denk ich mir: "Hätt sie man bloß nicht weiter geschrieben. Dann wärs für die beiden Süßen ein schönes Ende gewesen!!" *g*
Aber dann hätt man auch die Spannung hier nun nicht bekommen.
Mir gefällt der Epilog, was Paul Ellerson und Igor Elbakow angeht. Autentisch und sehr passend zu beiden Charaktären. Auch das mit den Gemälden, welchen Weg sie nahmen, gefällt mir.
Bei Rianna und Sascha bin ich zwiegespalten. Es ist auf der einen Seite passend, wenn man so alle 3 Teile zurück blickend betrachtet. Beim ersten Mal lesen, war es mir aber einen Hauch zu theatralisch. Beim 2. Mal lesen hatte ich mich schon ein wenig mehr dran gewöhnt *g*. Hängt eben auch damit zusammen, weil ich den beiden ein "normales Leben" gegönnt hätte, nach Chalkievmaßstab bemessen.
Aber das ist persönliches Empfinden beim Lesen.
Der gesamte 3. Teil ist nach meinem Empfinden gut aufgebaut. Er ist spannend, auch wenn ich mir wie schon geschrieben diese Vorankündigung gern nicht gehabt hätte. Was mir auch gefiel, was die kurze "Atempause" zwischendurch, bevor dann Igor Elbakow auf der Bildfläche erschien. Von mir für den 3. Teil 6 Sterne.
 
Eine Geschichte aus Chalkiev: D94-112 ist auf jeden Fall kein mißlungenes "Aufwärmen" der Chalkiev-Geschichte.Sie zeigte auch in beiden nachfolgenden Teilen ein einwenig anderes Bild über Chalkiev. Hab da noch sowas im Hinterkopf, dass Du nun nichts mehr über Chalkiev schreiben wolltest. Bleibt es dabei?
Wenn ja, freu ich mich auf andere Geschichten von Dir :)
Gruß, Cayt

Antwort auf von Cayt

..das ist ja immer die Frage. Wenn ich eine Geschichte fertiggestellt habe, bin ich irgendwie froh, sie "los zu sein". Gleichzeitig bin ich deprimiert, weil mir die Personen ans Herz gewachsen sind, und ich sie nun verliere. Aber manchmal merke ich dann plötzlich, dass ich schon mit einer anderen Geschichte schwanger gehe :-)
In diesem Fall war es so, dass das Ende als erstes feststand. Es ist lose an eine wahre Begebenheit angelehnt. Ich schrieb einen Anfang dazu, und der war mir dann so leichtfüssig und optimistisch geraten, dass ich mich plötzlich fragte, ob das Ende noch notwendig ist. Aber doch, die Geschichte brauchte das Ende. Es wegzulassen, wäre Verrat gewesen.
Trotzdem dauerte es lang, den dritten Teil zu schreiben. Ich hatte in der Zwischenzeit den "Fehler" gemacht, ein paar wirklich gute Geschichten hier zu lesen und hatte dann keine Lust mehr, selber zu schreiben weil ich wusste, so gut krieg ich's ja doch nie hin. Erst als der Server für ein paar Tage nicht mehr erreichbar war, bekam diese Geschichte ihre Chance zur Fertigstellung :-)
Soweit aus meinem Nähkästchen.
Also die zwei "Chalkiev" Stories, die ich loswerden wollte, sind damit draussen. Ich würde nicht ausschliessen wollen, dass mal noch was kommt. Oder was ganz Anderes. Vielleicht auch mal nur eine Kurzgeschichte, damit ich den Druck, den nächsten Teil bringen zu müssen, weniger habe.
Freundlicherweise haben die bisherigen Kommentatoren ja nicht den Eindruck erweckt, dass ihnen meine Schreibe schon zum Hals raushängt, von daher wäre schon Motivation da :-)

Vielen Dank für die schönen Geschichten. Ich hoffe wirklich irgendwann noch mehr aus Chalkiev lesen zu dürfen. Irgendwie ist das genau die Art von Geschichte, die ich mag. Zu meine Lieblingsgeschichten gehören auch noch die von Gor, Geralmond und Ras-al-Masuf. Ich denke es geht darum, dass es eine Art "Parallelwelt" ist, ein Ort mit klaren Regeln, wo man seine Sklavin ungestört und ohne unnötigen Gewalt halten und genießen kann. Wobei die Geschichten immer noch nachvollziebar und glaubhaft - in den gegebenen Rahmen - sein müssen.

Antwort auf von Major

...was mich an Chalkiev gereizt hat. Die Vollständigkeit der Submission. Kein On/Off. Kein Stress, verschiedene Lebensentwürfe gleichzeitig führen und unter einen Hut bringen zu müssen. Keine Angst, dass die Eltern, Arbeitgeber oder Nachbarn was merken.
Aber die Frage ist halt immer, ob so eine Gesellschaft nicht zwingend korrumpiert wird durch Herren, die ihre eigenen Regeln definieren wollen...
Danke für deinen freundlichen Kommentar

Hallo Salomé,
ich hatte deine Geschichte schon am gestrigen Abend gelesen. Allerdings war ich am Ende derart beeindruckt mitgenommen, dass mir schlichtweg die passenden Worte fehlten, einen treffenden Kommentar zu schreiben. Heute nun, mit einem Tag Abstand will ich es einmal versuchen:
Du hattest ja bereits angekündigt, dass diese Episode kein glückliches Ende nehmen wird. Dass es aber so drastisch kam, damit konnte zumindest ich nicht rechnen.
Eigentlich müsste ich dir jetzt schreiben, dass ich es absolut widerwärtig finde, wenn ein einziger Mensch gleich das Leben von drei anderen zerstört, aber über diesen ersten Eindruck bin ich nun ja hinweg.
Nein, lieber widme ich mich den schönen Dingen: So, wie du dieses Finale inszenierst, an genau den richtigen Stellen wahrlich kein Wort zuviel und keines zu wenig benutzt, finde ich absolut beachtlich. Wie du darüberhinaus aber auch noch in die Gefühlswelt deiner Charaktere eintauchst, ist grandios. Und phänomenal ist es, wie du uns Leser durch die Art deines Schreibens, sogar in so schwierigen Phasen wie dem nahenden Ende, in deinen Bann ziehst.
Und zudem hast du auch noch an dramaturgische Leckerbissen gedacht. Frei nach dem Motto: Wenn schon ein Drama, dann doch bitte mit allem, was dazu gehört. Großartig! Ja, ich meine das nur wenige Zeilen lange, aber dafür exakt pointierte retardierende Moment. Das genau soein Beispiel, wo deine Klasse als Autorin aufblitzt...
Natürlich gibt es hier noch viele tolle Autoren, aber ich meine, die schreiberische Leistung ist nur schwer vergleichbar. Der eine glänzt durch Realitätstreue. Der nächste beeindruckt, weil er sich einer Sprache bedient, die tatsächlich im realen Leben verwendet wird. Der nächste schaffst seine utopische Traumwelt, die er wiederum mit Leben füllt. Dem nächsten gelingt es, uns Leser auf eine Reise mitzunehmen, weil er alle fesselt. Wieder ein anderer schreibt in korrektem Mittelhochdeutsch und begeistert dadurch alle Freunde der Sprachgeschichte. All diese Autoren sind großartig, aber niemals vergleichbar.
Daher denke ich, du solltest dich nicht daran messen, wie gut die anderen zu sein scheinen. Miss dich lieber daran, was deine Kritiker über deine Leistung sagen und wie du bei denen mit deinen Werken ankommst.
So. Das ist eigentlich die Stelle, an der ich darum betteln müsste, noch weitere spannende Geschichten von dir zu lesen. Das tue ich nicht. Ich werde nämlich einen Teufel tun und weitere Geschichte von dir einfordern. Meine Erfahrung ist nämlich, wenn ein Autor schreiben muss, dann kann er oft nicht so, wie er will. Wenn er aber ansetzt, wenn er möchte, dann kommt da meistens auch etwas Gutes bei heraus. Also fühle dich bitte nicht genötigt jetzt unbedingt die nächste Geschichte schreiben zu müssen. Tue es einfach dann, wenn dir danach ist. Ich fände es lediglich schade, wenn man nun, nach den Geschichten um Chalkiev, gar nichts mehr von dir hören würde...
Ich glaube, deine Geschichte spricht für sich, sodass ich nicht explizit zu erwähnen brauche, wie viele Sterne ich für deine Leistung zu vergeben gedacht habe!

...beklemmend und doch schön.
Eine Parallewelt aber doch eine, die sehr nahe an einer existierenden Welt sein könnte.
Schön geschrieben, Salome
Sabrina

Nach 2 tollen Teilen finde ich das Ende sehr traurig und enteuschend.
 
Ich hatte mir eine schöneres Ende gewünscht
 
Teil 1 6 Sterne
Teil 2 6 Sterne
Teil 3 knapp1 Stern (weniger geht nicht)

Antwort auf von MeisterAxel

...sowieso schon fast euphorischer gestimmt, als es sich für eine devote Schlampe ziemt.
Darf ich trotzdem noch nachfragen, was dich so enttäuscht hat? Die Tatsache des Todes der Hauptfiguren an sich oder die Art, wie sie gestorben sind? War es eine Enttäuschung, dass die beiden in den ersten zwei Teilen eine Zukunft aufbauten, die dann im letzten Teil von Elbakow zerstört wurde? Oder empfandest Du die Schreibtechnik des dritten Teils als soviel schlechter?
Ich wäre dankbar für eine Erläuterung. Ich bin an sich, um das deutlich zu sagen, obwohl ich traurig bin, auch dankbar, dass du deinen Frust ausformuliert hast, anstatt einen "stummen Einser" zu erteilen.

Auktion: Sehr lebendig geschildert und wieder einmal typisch für diese Gesellschaft. Die Männer sind aufgeheizt und freuen sich auf ihre Spielzeuge. Bei den meisten spielt Geld ja keine Rolle. Ellerson hat Rianna keinen Gefallen getan, als er sie in die Öffentlichkeit gezerrt hat. Jetzt hat sie jeder gesehen und jeder will die Frau haben, die mehr Ruhm bekommen hat, als es ihr zusteht. Ellerson hätte das wissen müssen und er kann nicht sein altes Leben (Frauen haben Rechte) mit seinem neuen mischen. Das konnte nur schief gehen. Er ist ein Idiot. Sascha ist zu jung, um dem Druck zu widerstehen und bietet sie dann zur Vermietung an.
Missbrauch: Das war zu erwarten. Die Frau, die Ruhm abbekommen hat, muss dringend erniedrigt werden. Einfach so, weil es das Prizip von Chalkiev ist. Warum sollte dort jemand anders handeln? Rianna muss darunter natürlich besonders leiden, weil der Fall sehr tief ist. So wie im Lied von Joachim Witt: Ich war der goldene Reiter ... ich stand so hoch auf der Leiter ... und dann fiel ich ab ...
Gynäkothek: Sie kann gut umgehen mit der Trennung vom Kind, wahrscheinlich weil sie dort geboren wurde und selbst dort aufgewachsen ist. Ihr schien dort niemals was gefehlt zu haben. Jetzt lernt sie auch noch malen, was sie noch einmal zu etwas Besonderem macht - und das kann nicht gut gehen. Saschas Liebe ist ungebrochen und ich nenne es wirklich Liebe.
Gewalt: ich gestehe, hier habe ich nicht wortwörtlich gelesen, denn  das würde mir zu viel, aber genug, um die Grausamkeit zu erfassen, die dort passiert ist. Dieser Funktionär ist kein Mensch mehr, nicht einmal für Chalkievs Verhältnisse. Er ist seiner Macht, seines Geldes und seiner selbst so sicher, dass er zum Monster geworden ist, wie es kein weiteres geben kann. Und andere seiner Art bewegen sich in seinem Schatten. Er ist bekannt und das reicht, um ihm alles durchgehen zu lassen. Strafgelder bezahlt er wohl aus der Hosentasche.
Rianna ist darüber innerlich erstarrt und dagegen kann auch Sascha nichts machen. Er ist jung und machtlos.
Kunst: Sascha gibt sich wirklich alle Mühe, um seine Rianna wiederzubekommen. Körperlich ist sie zwar da, aber seelisch nicht mehr. Seine Idee mit der Malerei war gut, es gibt ihr ein Ventil und langsam kommt sie wieder zu sich. Und er muss sie sehr lieben, denn ansonsten hätte er sie in die Gynäkothek gegeben und sich eine andere Frau genommen. So tiefe Gefühle gibt es in dieser 'Austauschgesellschaft' bestimmt nicht so oft.
Elbakov möchte da weiter machen wo er aufgehört hat. Deshalb bezahlt er für ihr Leben. Selbst wenn ihm das nicht zusteht, hindern würde ihn daran keiner, warum auch? Er ist ein 'hohes Tier'. Ich bin mal so vermessen und sage, er ist ein Politiker und die haben ja Sonderrechte. Nicht nur dort. Ich glaube nicht, dass sie ihm und seiner Macht entkommen könnte, nicht einmal für kurze Zeit.
Wieder ein Beweis für Saschas Liebe. Er schlägt Rianna die Scheidung vor. Dann könnte sie Chalkiev verlassen. Aber ich stimme ihm zu, es würde zu lange dauern und sie ist dort geboren und aufgewachsen. Außerhalb kann sie sich kein Leben vorstellen und ich bin mir nicht sicher, ob sie es dort meistern könnte. Auf die Idee, mit ihr zu gehen, wie auch immer, kommt der junge Mann natürlich nicht.
Elbakov darf weitermachen. Was auch sonst.
MEIN FAZIT: Diese Geschichte hat mich unglaublich bewegt, mehr als alles, was ich gelesen habe (außer Jahre in Chalkiev, das mich auch getroffen hat)
Freiheit: Rianna musste sterben. Entweder durch die Hand von Elbakov oder durch ihre freie Entscheidung. Ihr Überleben stand nicht mehr zur Option und ich finde es verdammt viel mutiger von ihr, die Wahl zu treffen, sich selbst zu richten, als sich zu Tode foltern zu lassen. So hat sie dem Monster noch eins ausgewischt. Für eine Frau, die nie gelernt hat, für sich selbst zu entscheiden, war das fantastisch. Vor allem die Haltung, die beim Sterben eingenommen hatte.
Ich lege eine Gedankenrose auf ihr Grab und weine noch ein paar Tränen. Ich denke, sie und Sascha, der auch eine mutige Entscheidung getroffen hat, sind wieder vereint.
Epilog: Paul Ellerson scheint seinen Anteil am Geschehen erkannt zu haben und geht ein weiteres Mal. Sein Abstieg dürfte wohl Strafe genug sein. Riannas Bild hat er mitgenommen, aber es fand seinen Weg zurück nach Chalkiev. Vielleicht als Mahnmal, auch wenn es keiner wahrgenommen hat.

Antwort auf von Vertriebene

Vielen Dank für dein Verständnis für das Ende.
Denn der Tod von Rianna war wirklich unausweichlich, und so konnte sie ihn wenigstens selber gestalten. Als Sieg über Elbakow.
Ob der Rest zu melodramatisch ist, darüber kann man streiten. Aber Rianna, starke und kreative Persönlichkeit mit herausragendem Talent, die sie nunmal war, konnte in Chalkiev so nicht am Leben bleiben. Ein Mann wie Bernd hätte sie vielleicht schützen können, aber nicht der jugendliche und unbedeutende Sascha.
Kann eine Geschichte lesenswert sein, auch wenn sie kein Happy-End hat? Ich hoffe schon.

Antwort auf von Salomé - † 2016

Eine tolle Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. 

Deine Geschichte hat ein Happy-End, denn Rianna ist in ihren Tod gegangen und nicht in den Tod den andere für sie vorgesehen haben. Es war eine mutige Entscheidung und sie ist in ihrem Tod zu einem Engel geworden. 

Ich habe Tränen vergossen bei dem Ende, weil es mich sehr angerührt hat. 

Danke für Deine Geschichte Salome, von mir bekommst du auch 6 Sterne dafür.

Gruss 

Kriegerin des Lichts

Wenn ich ehrlich bin wünschte ich mir ich hätte nur bis Ende des zweiten Kapitels gelesen.
Einen Teil der Folterung musste ich überspringen was du mit hoffentlich nicht all zu krumm nimmst!
Ich hab's einfach nicht ausgehalten das zu Lesen q.q

Darf ich Rianas Wut interpretieren?
Ich glaube sie war nicht so wütend auf diese verdammten Igor sie war wütend das alle Gesetze die in Chalkiev galten und gelten bei ihr so versagt hatten.
Natürlich kann ich mich tauschen und wenn es so ist wäre ich dankbar für eine Korrektur!

Ich bin einfach fassungslos das dieser Kerl mit einer Geldstrafe die er locker bezahlt davonkommt!
Während eine Junge Liebe und ein Junges Glück auf so brutale Art und weise zerstört wurde!!!

Katatonie...
...ist ein seltsames Thema.
Eigene Erfahrungen damit reichen um ihren seelischen Kampf verstehen zu können.

*seufzt* ich bin Traurig über Ihr Ende und wütend das Igor so ungeschoren davonkommt!!!!

Antwort auf von Raven Rowan

Das finde ich auch einen wichtigen Punkt. Wieso ist Rianna wütend? Sie hat ihre Bestimmung, Sklavin zu sein doch immer widerspruchslos akzeptiert, Sie hat zu ihrem Herrn aufgeschaut und seine Autorität nie in Frage gestellt. Sie war immer dskussionslos gehorsam und entsprach den Erwartungen ihrer Umwelt. Wieso also die Wut?
Ich denke, deswegen, weil das, was man ihr immer vermittelt hatte, sich als Lügengebilde herausgestellt hatte. Es gab im Prinzip gute Regeln in Chalkiev die den Frauen auch einen minimalen Schutz boten. Dadurch war Chalkiev ein System, in dem zumindest Frauen mit devoter Persönlichkeit sich durchaus zurechtfinden konnten.  Aber jetzt sieht man: Wer genug Geld hat, kann sich problemlos über das Recht hinwegsetzen und sein eigenes Recht installieren. Ähnlichkeiten mit der neoliberalen Gesellschaftsordnung der westlichen Welt sind durchaus beabsichtigt. Das macht aus der duldsamen Rianna eine wütende Frau. Sie wurde betrogen, obwohl sie alles richtig gemacht hat. Also ja, so wie du es oben geschrieben hast.
Und sie findet einen Weg, das System zu besiegen. Das finde ich wichtig, wenn man über das Ende unglücklich ist. Wie hätte sie sonst das System besiegen sollen?
Katatonie: Ja, ich habe mich auch gefragt, ob jemand, der das nicht kennt, etwas damit anfangen kann. Aber Rianna musste kataton werden, sonst wäre sie verrückt geworden.
Vielen Dank für deinen differenzierten Kommentar.

Liebe Salome,
puuh, ich bin ziemlich atemlos! Vor Entsetzen, vor Wut, vor Ungläubigkeit und Ohnmacht ... meine Güte, es ist unglaublich, wie Du Deine Leser mit Worten gefangen nehmen kannst!
Ich finde, Du hast dem Leser einen sehr klaren Einblick in die uns fremde Kultur Chalkiev's gegeben. Ich konnte mich sehr gut in die Denkweise und Gefühlslage der 'Eingeborenen' einfühlen. Im Nachhinein konnte ich so einige Passagen aus Salome's Geschichte im Nachhinein viel besser verstehen (z. B. die Geburtstagsfeier zu der Salo gemietet wurde, und auch das überhebliche Verhalten der 'einheimischen' gegenüber den 'importierten' Frauen).
Das Crossover der Geburtstagsfeier fand ich einfach nur genial, so konnte ich auch die andere Seite der Geschichte verstehen. Außerdem war es irgendwie 'wohltuend' sich in einer Szene wiederzufinden, die man sich im Kopf schon zurechtgelegt hatte. Es ist irgendwie so, als ob man plötzlich in einen Raum kommt und denkt: "Hey, das kenn ich doch hier schon alles!" Ein witziges Dejà Vú, welches einen anderen Blickwinkel offenbart.
Entsetzt war ich über das Ende von Rianna, obwohl es nach längerem Nachdenken (Ich muss zugeben, ich habe die Geschichte schon einmal vor ein paar Wochen gelesen und musste laaaaaange darüber nachdenken!) eigentlich nur eine völlig logische Konsequenz ist! In Chalkiev sind Frauen Ware und wen interessiert schon das Gefühlsleben seines Sessels?
Ich hatte übrigens während des Lesens vom 'unfreiwilligen' Freitod Rianna's die ganze Zeit das Bild des "Falling Man" vom 11.9.2001 vor Augen - den unweigerlichen Tod vor Augen hat, wie er, auch Rianna zumindest noch selbst bestimmt, wie sie stirbt. Für mich ist es das Bewahren der eigenen Würde in allerletzter und dramatischster Konsequenz!
Und zu Allerletzt finde ich, dass Rianna's Geschichte sehr sozialkritisch mit Chalkiev ins Gericht geht - die Reichen und Mächtigen können sich erlauben was sie wollen, ohne Angst vor Strafvervolgung und Sanktionen haben zu müssen, während die 'Normalbürger' (und Idealisten) immer das Nachsehen haben und verlieren. Ein Umstand, der sich eins zu eins auf die Realität anwenden lässt. (Leider!)
Trotzdem vielen Dank für diese gruselig-entsetzlich-schöne Geschichte! Sie hat mich sehr berührt ...
Lieben Gruß
nachthimmel

Antwort auf von nachthimmel

Ich glaube, die Degeneration einer Gesellschaft ist unausweichlich, wenn das Macht- und Einflussgefälle zu gross wird. Vielen Dank für die Wortmeldung.