Ein Sonntag (Teil 2)

 
Josef befahl ihr aufzustehen, befestigte eine Lederleine an der Öse ihres Halsbands und führte sie hinter sich ins Wohnzimmer. Er nahm ein weißes Baumwollseil aus dem Schrank und fesselte ihre Arme oberhalb ihrer Handgelenke und ihrer Ellenbogen. Der Duft ihrer Haare lenkte ihn ab und er versenkte seine Nase für einen Moment in ihrer rötlichen Pracht, um ihren Geruch aufzunehmen. Dann strich er ihre Haare nach hinten, band sie zu einem Pferdeschwanz und setzte sich auf das Sofa. Christine stand vor ihm, den Kopf gesenkt. Die straff gefesselten Arme zogen ihre Schultern nach hinten. Sein Blick folgte der Leine, die zwischen ihren Brüsten an ihrem Nabel vorbei in seine Hand führte. Er schloss die Finger fest um das Leder. Es fühlte sich gut an, nach Kontrolle. Sein Schwanz pulsierte und er fragte sie, ob sie bereit sei für ihn zu weinen. Sie zögerte, doch dann schluckte sie und bejahte. „Keine Wahl“, ging es Josef durch den Kopf, „du hast keine Wahl, meine Kleine“.
 
Josef musste es ihr nicht befehlen. Ein leichter Ruck an der Leine und sie kniete vor ihm. Sie fragte nicht, blickte ihn nicht an, um eine Bestätigung zu bekommen. Ihr Blick blieb gesenkt. Ihr Hintern lag auf ihren Fersen. Die Fesselung der Arme brachte ihre Brüste zur Geltung. Ihre Nippel waren hart. Es roch nach ihrer Geilheit. Unvermittelt griff er an seinen Schwanz. Er war steif geworden. Ein warmes Gefühl überkam ihn. Er beugte sich vor und strich ihr über die Wange.

 
„Ich habe dich gezähmt, meine Kleine“, sagte er. „Kannst du dich noch erinnern was wir gemeinsam gelesen haben: ‚Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Ich werde für dich einzig sein in der Welt.‘  Kannst du dich noch erinnern, wie schön du diese Stelle gefunden hast. ‚Bitte zähme mich’ , hast du mir damals gesagt. Und ich habe es getan. Jetzt bist du meine Füchsin.“
 
Bevor sie auf die Idee kommen konnte zu antworten, packte er ihren Hinterkopf und drückte sie kraftvoll auf seinen Schwanz. Sie öffnete ihren Mund und er hörte ein Zischen, als sie versuchte noch einmal einzuatmen, bevor er sich in ihr versenkte. Er drückte sie nach unten, bis ihre Nase seine Haut berührte. Dann erhöhte er den Druck leicht und hielt sie auf Position. Christine kämpfte. Er spürte die Kontraktionen ihres Rachens an seinem Schwanz. Er spürte den Druck ihrer Halsmuskeln, die versuchten ihren Kopf aus der Umklammerung zu befreien. Ein ärgerlicher Reflex, wie er fand. Deshalb erhöhte er den Druck auf ihren Hinterkopf, um noch weiter in sie einzudringen. 
 
Sie begann zu würgen. Er kannte sie, noch war keine Gefahr. Sie konnte sich noch kontrollieren. Ihre Schultern zuckten. Er war sich sicher, dass ihre Hände nach vorne wollten, zupackten wollten, sie befreien wollten. Doch die Fesseln hinderten sie daran und er hoffte, Christine würde durch diesen Widerstand die Hilflosigkeit empfinden, die er in ihr hervorrufen wollte. Ihr Kampf lies Blut in seinen Schwanz strömen. Rhythmisch verminderte und erhöhte er den Druck auf ihren Hinterkopf, um sie ein paar Millimeter nach oben und unten zu bewegen. Die Massage, die ihr Rachen an seinem Schwanz erzeugte, ließ ihn aufstöhnen. 
 
Das Zittern ihrer Schultern wurde stärker, ihr Würgen lauter, unkontrollierter. Lange würde sie nicht mehr durchhalten und er wollte nicht, dass sie sich erbrach. Zumindest nicht hier im Wohnzimmer. Noch einmal drückte er sie mit Kraft gegen sein Schambein. Dann riss er ihren Kopf nach oben und sah ihr direkt ins Gesicht. Ihre Augen waren feucht, Speichel glänzte auf ihren Lippen und ihr Mund war weit geöffnet. Sie rang nach Luft. Ein kehliges Geräusch kam aus ihrem Rachen. Es roch nach ihrer Geilheit. Er gab ihr ein paar Sekunden, dann schlug er ihr mit der flachen Hand ins Gesicht. 
  
„Sieh mich an“, keuchte er. Sie hielt ihre Augen geschlossen, ihr Kopf zitterte leicht.  Es war als hätte sie ihn nicht gehört.
 
„Sieh mich an“, wiederholte er lauter und schlug ihr erneut ins Gesicht. 
 
Sie hob ihren Blick. An ihren unteren Augenliedern hatten sich kleine Tropfen aus Tränenflüssigkeit gebildet.
 
„So ist es gut“, sagte er, „weine für mich“, und er schlug wieder zu. Wieder schloss sie die Augen und wieder musste er sie ermahnen  ihn anzusehen. Er wechselte die Hände, griff mit der rechten in ihre Haare und schlug ihre linke Wange. Ein Mal, zwei Mal, drei Mal, vier Mal und dann, endlich, floss ihre erste Träne. Noch zwei Mal schlug er zu bis der Damm gebrochen war. Rinnsale bildeten sich an ihren Wangen. Er strich mit einem Finger darüber und kostete. 
 
„So ist es gut“, wiederholte er, „weine salzige Tränen für mich“.  Ihr  Zwerchfell bewegte sich, doch sie schluchzte nicht. Sie weinte lautlos. Josef wollte mehr. Er drückte sie auf seinen Schwanz und rammte ihn in sie hinein. Wieder spielte er mit ihrem Rachen, genoss es ihren Widerstand zu durchbrechen, sah ihre zitternden Schultern, spürte die Feuchtigkeit auf ihren Wangen und roch ihre Geilheit. Er fühlte sich mächtig, in Kontrolle, zum Platzen erregt. Knapp vor seinem Orgasmus zog er sie von seinem Schwanz und sah sie an. Ihr Gesicht war tränenverschmiert. Spucke bildete Bläschen auf ihren Lippen. Sie atmete schwer. Ihre Augen sahen ihn an, aber schienen ihn nicht zu sehen. Sie schien konzentriert, aber gleichzeitig abwesend. „Guten Flug“, dachte er und schlug wieder zu. Dann drückte er sie zurück auf seinen Schwanz und bewegte ihren Kopf rhythmisch auf und ab. „Ich benutze ihren Kopf um mir einen runterzuholen“, war sein letzter Gedanke, bevor er beide Hände in ihr Haar krallte und sein Hirn in einer Orgasmusexplosion verdampfte.
 
Josef stieß sie von sich weg. Er wollte ihr keine Nähe geben. Dafür war es zu früh. Noch hatte sie ihm nicht alles gegeben, was er wollte. Ihre Grenzen waren noch nicht erreicht. Er kannte sie gut genug, um zu wissen, dass sie abgetaucht war und durch ihren persönlichen Subraum flog. „Leider habe ich keinen Bird of Prey um ihr zu folgen.“, dachte er, „das wäre schon gut. Ich würde gerne wissen, wie es ihr dort geht“. Sie hatte ihm gesagt, es sei überwältigend für sie, besser als gut. Er glaubte ihr, musste ihr glauben. Doch er hätte es gerne selbst gesehen.
 
Christine brauchte Zeit, um ihren Oberkörper wieder aufzurichten und sich in die Position zu bringen, die sie einzunehmen hatte. Er sah ihr zu, wie sie ihren Hintern auf ihre Fersen ablegte, ihren Rücken durchstreckte, ihren Kopf aufrichtete und ihren Blick senkte. Er wartete und ließ sie gewähren. Als sie ihre Position gefunden hatte, öffnete sie ihre Lippen und ließ sein Sperma aus ihrem Mund laufen. Er sah zu, wie es sich an ihrem Kinn entlang seinen Weg nach unten bahnte und in ihren Schoß tropfte. Christine machte alles, wie er es ihr beigebracht hatte. Sie bemühte sich, wollte ihm gefallen. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. „Bemühe dich, meine Sub“, dachte er, „ doch es wird dir nichts nützen. Deine Qual ist noch nicht vorbei.“ 
 
Einige Momente genoss er den Anblick ihres tränen- und spermaverschmierten Gesichts. Dann beugte er sich vor, nahm ihre Nippel zwischen Daumen und Zeigefinger und begann sie einzudrehen. Quietschend sog Christine die Luft ein und riss die Augen auf. Josef lachte laut. Sie schien verstanden zu haben, dass ihre Tortur noch nicht zu Ende war.

Kommentar(e)

Wow, jetzt dreht er aber auf, der Pepex! Ernsthaft: Abgesehen von einigen Wohltaten (wie der beispielhaften Verwendung der wörtlichen Rede) und der insgesamt wirklich schönen Sprache komme ich nicht umhin, zu unterstellen, dass hier entweder ein (Submissive-) Frauen-Versteher am Werke oder ein unmittelbares weibliches Feedback vor Veröffentlichung erfolgt ist. Auch dieser Teil ist richtig, richtig gut und ich verkneife mir, wegen der Kürze einen Stern abzuziehen. Danke, Pepex, dass Du mir ein gutes Stück Freude daran, dieses Archiv zu besuchen, zurückgegeben hast. Ein weiterer Korrekturdurchlauf wäre dennoch sinnvoll (das zweite "Sie mich an" z.B.). Sechs Sterne von mir und - viel wichtiger - ein großes Dankeschön!

Antwort auf von Chris Dell

Hey, danke Chris!
Ich freue mich besonders über deine Kritik. Aber Frauenversteher möchte Josef sicher nicht sein. Und der Autor auch nicht  Bild entfernt. Eher 1A-Subbie-Beherrscher, oder so Bild entfernt.
LG
Pepex

Antwort auf von Pepex

... Subbieman! Ich sehe Dich schon, von knienden (und nackten, versteht sich) Subbies umringt, die Dich anbeten: "Oh, mächtiger 1A-Beherrscher! Gebiete über uns!" "Jawoll", antwortest Du, "dann mal ... äh ... auf die Knie mit Euch, oder so!" Mal sehen, ob sich dann eine traut, "sind wir doch schon", zu sagen. Bild entfernt.
Tschulligung, 1A, fürs Feixen und tschulligung, Megs, fürs Zumüllen der Kommentarleiste. Ich konnte nicht anders. Ich weinte salzige Lachtränen.

Du schreibst so schön, schilderst so beeindruckend, ohne grosses "hau drauf". Eine kleine Szene, so intensiv beschrieben, wie ich es niemals könnte. Da trau ich mich kaum noch selbst zu veröffentlichen. Wie viel in diesem kurzen Text steckt.

Lieber Pepex,
diesen Teil muss ich erstmal mit einem (oder mehreren) Stückchen Schokolade verdauen.
So lange habe ich darauf gewartet, endlich mal einen nachvollziebaren Einblick in den Kopf eines Doms zu bekommen. Es hat mich schon lange gereizt zu wissen, was in so einem Mann vorgeht, während Subbie (hoffentlich) in ihrer eigenen Welt ist. 
Du hast etwas, das ich eigentlich ganz furchtbar finde, wunderschön beschrieben. Das Erstaunliche dabei ist die Balance zwischen zum Teil erwartungsgemäß primitiven, männlichen Gedanken, Einfühlsamkeit und Poesie.
Gestolpert bin ich eigentlich nur über den widerholten Geruch ihrer Geilheit. (Wie riecht denn das???) Entweder müffelt die Frau extrem oder die spezifische Marke hat eine überdurchschnittlich aphrodisierende Wirkung auf ihn.
Der Kritik von Frau Rosebud stimme ich zu, allerdings hat mich der S-Fehler erstaunlicherweise gar nicht so sehr gestört. War wohl zu abgelenkt von dem "orgasmusverdampften Hirn". Oder von dem speichel- und spermaverschmierten Gesicht. Ich werde nie verstehen können, wie man das schön finden kann. Die Worte, um mir das zu erklären, müssen wohl erst noch erfunden werden.
Woher weiß er, welche Art von Tränen das ist? Demütigung? Oder Schmerz? Oder beides?
Fakt ist, dass Du von mir sechs Sternchen bekommst - schon allein dafür, dass Du über Ohrfeigen und verschmierte Gesichter so schreiben kannst, dass ich vor dem Laptop sitze und dahin schmelze. Das ist eine Spitzenleistung.
Ich freue mich schon sehr auf Teil drei!
GLG Senara

Nach langer Zeit mal wieder gelesen - zum Weinen schön. 
我爱你。