Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 33

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So sehr er sich auch bemühte, gelang es Gerd nicht, eine Position zu finden, in der er endlich zur Ruhe kommen konnte. Die einzige Haltung, die das Kreuz und die kurze Kette zuließ, war eine Hocke, widrigenfalls er stehen hätte müssen. Xena, die tatsächlich tief und fest zu schlafen schien, lag mit ihm zugewandtem Rücken auf dem bequemen Bett, die Decke hoch bis zu ihrem Kopf gezogen. Der Raum war gut geheizt, wenigstens blieb ihm das Frieren erspart.

Immer wieder reihten sich dieselben Gedanken aneinander in seinem Kopf. Wut auf Xena, Wut auf sich selbst, der Versuch, sich seine Lage irgendwie zu erleichtern, der Wunsch, sie zu wecken, damit sie ihn von der Kette löste. Wieder und wieder spielte er die Folgen durch, unentwegt suchte er nach einer Möglichkeit, dieser Marter zu entrinnen. Als routinierte, erfahrene Sadistin wusste Xena nur zu gut, was sie ihm antat. Gerds Wut auf Xena erreichte selten gekannte Höhen, auch der Wunsch, sie zu wecken. Er musste morgen wieder zur Arbeit, das wusste sie doch. Durfte er an diesem Wochenende denn überhaupt keine Erholung finden? Er zuckte zusammen, als er mit seinem zerschlagenen Rücken das Kreuz berührte, stöhnte auf und richtete einen verunsicherten Blick aufs Bett. Sie rührte sich nicht, schien nach wie vor fest zu schlafen.

Warum hatte er nur solche Angst, das Spiel zwischen ihnen zu beenden? Sie würde es zulassen, dessen war er sich sicher. Doch würde sie ihm dann jemals wieder als Domina gegenübertreten? Gerd stöhnte. Vor ein paar Jahren noch hätte er bei der Vorstellung, sich als Masochist oder devoten Mann zu sehen, gelacht. Weshalb hatte er nur derart Gefallen an seiner Rolle gefunden? Natürlich, Xena sah als Domina einfach nur geil aus. Auch ihre Art, sich das zu von ihm zu nehmen, was sie sich wünschte, gefiel ihm sehr. Wie sah es aber mit dem Schmerz aus? Er schien es zu sein, der ihre Rolle für ihn erst plausibel werden ließ und dafür sorgte, sie ernst zu nehmen, sich vor ihr zu fürchten und all seine Sinne auf sie zu fokussieren.

In diesem Moment schämte er sich, dass er das nicht auch im Alltag vermochte. Wenn sie Sex miteinander hatten, geschah das oft ziemlich beiläufig und nach dem 08/15-Schema. Sie konnten zwar beide gut miteinander umgehen und sich auch die nötige Befriedigung verschaffen, doch so richtig knallte es zwischen ihnen nicht mehr wirklich. Auch die Frequenz ihrer sexuellen Aktivitäten hatte mit den Jahren deutlich abgenommen, sich mittlerweile bei etwa zweimal die Woche eingependelt. Dies schien ihnen beide zu reichen.

 Wenn er sich doch wenigstens anlehnen könnte!

Er stand auf und streckte sich. Die Muskeln in seinen Beinen krampften schon ziemlich schmerzhaft. Irgendwann siegte seine Müdigkeit und er lehnte sich trotz seiner Schmerzen gegen das Kreuz, schloss die Augen und gab sich weiter seinem Gedankenkarussell hin, das sich drehte und nicht zum Stillstand kommen wollte. Nach einiger Zeit waren ihm seine eigenen Gedanken nicht mehr bewusst, er verlor sich in einer tiefen Resignation.

„Schatz?!“

Gerd spürte ein Streicheln in seinem Gesicht, schreckte auf und blickte verwirrt in Xenas Gesicht, um dann sogleich davor zurückzuschrecken. Er dachte sofort an die Domina, Angst schnürte ihm die Kehle zu.

„Komm, du hast es geschafft.“

Gerd versuchte sich zu orientieren. Es war immer noch dunkel. Halb auf den Knien, mit dem Oberkörper an das Kreuz gelehnt, hatte er doch noch, aus einer tiefen Erschöpfung heraus, etwas Schlaf gefunden. Doch wie lange? Seine Glieder schmerzten, ein Wadenkrampf machte sich sofort bemerkbar, just in dem Moment, da er sich aufzurichten versuchte.

Xena erlöste ihn, schloss das Halseisen auf und ließ es auf den Boden fallen. 

„Wie spät ist es?“

Sie antwortete ihm nicht, ging stattdessen vor ihm in die Hocke und begann, seine Wade vorsichtig zu massieren. Sein Gesicht widerspiegelte den Schmerz, doch ertrug er ihn tapfer, während sie die Verkrampfung mit ihren Händen langsam löste.

„Komm, ich helfe Dir.“

Sie erhob sich, nachdem er sein Bein endlich wieder ausstrecken konnte, und reichte ihm die Hand. Er griff danach und ließ sich beim Aufstehen helfen. Es war jetzt wieder seine Xena, die vor ihm stand, wie er unsagbar erleichtert feststellte. Sogleich beschlich ihn die Hoffnung, die Marter der Domina überstanden zu haben.

„Ist es vorbei?“

Sie lächelte, gab ihm einen Kuss und führte ihn dann zum Bett.

„Ja, es sei denn, du willst noch einen Nachschlag.“

Gerd winkte energisch ab. Fürs Erste war er von ihr mehr als genug geknechtet worden.

Xena lächelte, wurde aber sogleich wieder ernst.

„War es so schlimm?“

Sie blickte ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ihre Frage war keinesfalls rhetorischer Natur, das spürte er deutlich. Er konnte sich jetzt überlegen, ob er die Domina weiterhin von ihr einfordern wollte oder in Zukunft darauf verzichtete.

Während der Nacht am Kreuz hatte er eingehend darüber nachgedacht, wie er sich damals gefühlt hatte. Es waren andere Misshandlungen gewesen, bei Weitem rücksichtsloser und energischer, als dieses Mal. Sie hatte sich ihm gegenüber in diesem Spiel anfangs sehr unsicher gezeigt und erst am gestrigen Abend in ihrer alten Souveränität zurückgefunden.

„Stellenweise, ja.“

Xena schwieg einen Moment, dann presste sie ihre Frage regelrecht aus sich heraus.

„Gerd, wir können über alles reden. Und wenn du das nicht mehr möchtest, dann habe ich kein Problem damit.“

„Wie war es für dich?“

Xena zeigte sich überrascht. Mit dieser Gegenfrage hatte sie nicht gerechnet. Dennoch brauchte sie sich ihre Antwort nicht lange zu überlegen.

„Es kostet mich viel Überwindung bei dir. Bei Walter und Lydia fällt es mir viel leichter. Aber ich freue mich einfach auf den Moment, wo ich dir über deinen Schmerz hinweghelfen darf, und den erleben wir gerade in diesem Augenblick.“

Gerd griff nach ihrer Hand.

„Ich war zwischendrin so … unglaublich wütend auf dich …“

Xena lächelte.

„Ich weiß, aber das gehört dazu, Süßer.“

Er nickte, wusste es ja im Grunde selbst.

„Das es so wehtut … ich habe das wirklich vergessen.“

Sie zeigte ihm einen besorgten Gesichtsausdruck.

„Soll ich es mir gleich mal ansehen?“

Gerd winkte ab.

„Machen wir morgen früh.“

Er blickte sich suchend um.

„Sagst du mir jetzt, wie spät es ist?“

Xena schüttelte den Kopf, war aber nicht schnell genug, ihn daran zu hindern, sein Handy aus der Hose hervorzuholen.

„Eine Stunde?“

Sie war in diesem Moment richtig wütend auf ihn.

"GERD! Das war Scheiße jetzt. Damit machst du mir alles kaputt.“

Gerd blickte sie verstört an. Sie spielte ihre Wut nicht und war richtiggehend enttäuscht. Es dauerte eine Weile, bis er begriff, was ihre Stimmungsänderung ausgelöst hatte. Früher hatte sie schon viel mit Suggestion gearbeitet und sich auch jetzt gewünscht, dass die Zeit für ihn unbestimmt blieb und damit auch das Ausmaß seiner Qual. Dass er nun wusste, dass sie ihn bereits nach 60 Minuten erlöst hatte, nahm ihm viel von ihrer Härte.

„Scheiße, Süße … das tut mir leid.“

Xena blickte ihn wütend an, es dauerte bis sie sich wieder beruhigt hatte. Sie wollte ihn nicht mit zu viel Härte überfordern, aber wenn er ihr diese Möglichkeiten mit seiner Neugier nahm, wäre sie ihm gegenüber zu einer härteren Gangart gezwungen. 

„Das Handy lässt du das nächste Mal zu Hause. Verstanden?“

In diesen Worten kam noch einmal die Domina zum Vorschein. Dann aber schien das Thema für sie erledigt zu sein. Sie legte sich ins Bett, streckte ihren Arm aus und blickte ihn fordernd an.

„Komm zu mir.“

Normalerweise war dies sein Part, aber sie wollte ihm jetzt einen sicheren Hort bieten, ihn auffangen und das durch ihre Hand Erlittene ungeschehen machen. Der Rollentausch störte ihn nicht, konnte er es doch genießen, sich bei ihr gehen lassen zu dürfen.

So drückte er sich an ihren warmen Körper, ließ seine Hand behutsam über ihre linke Brust wandern und strich dabei mit seinem Handteller sachte über ihren Nippel. Xena lächelte und schien erleichtert, dass er ihrer Nacktheit etwas abgewinnen konnte, obwohl die Domina nicht mehr zugegen war.

Schon spürte er ihre Hand sanft nach seinem Glied greifen, fühlte, wie sie es zu massieren begann und auch dann nicht damit aufhörte, als es schon steif von ihm abstand.

„Darf ich jetzt kommen?“

Xena lächelte.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass ich es dir jemals verweigert hätte, oder?“

Er verstand sofort, was sie ihm damit zu sagen versuchte. Sie war jetzt seine Partnerin und Freundin, die nichts mehr mit der Lederfrau zu tun hatte. Sie war jetzt für ihn da, so durfte er ihre Gegenwart auch genießen und in ihr seine Erfüllung finden.

„Komm!“

Sie griff nach seiner Po-Backe und zog ihn auf ihren Körper, spreizte ihre Beine und verschränkte diese hinter seinem Po. Gerd fand ihren Eingang sofort, drückte seinen Penis vorsichtig zwischen ihre Schamlippen in das Innere ihres Unterleibs. Xena ließ ein wohliges Stöhnen hören, dann spürte Gerd ihre Hände auf seinen Schultern.

Er wollte diesen Moment zu etwas Besonderen werden lassen, für Xena und auch für sich selbst. Tief drang er mit seinem Schaft in sie ein, um ihn dann wieder weit aus ihr herauszuziehen und neuerlich hart in sie hineinzustoßen. Xena gefiel diese härtere Gangart, er wollte ihr unbedingt genau das geben, was sie ihm die letzten Male vorenthalten hatte … den abschließenden Höhepunkt.

„Das fühlt sich so gut an!“, stöhnte sie, schloss ihre Oberschenkel noch fester um seine Hüfte und bäumte sich auf, als er das nächste Mal zustieß.

Schweiß bildete sich auf Gerds Stirn, er strengte sich an, so gut er konnte, wollte ihr alles schenken, dessen er fähig war zu geben, doch er spürte seine Erregung immer weiter zunehmen und damit auch den nahenden Orgasmus.

Xena aber versank in einer anderen Welt. Für sie war in diesem Moment wichtiger, dass Gerd auf seine Kosten kam. Dass er allein sie mit der Erlösung aus Schmerz und Wut verband, er diese Gefühle ausblendete, während sie bei ihm war. Die Erfüllung dieser Erwartung war mindestens ebenso schön für sie, wie das Arbeiten seines Gliedes in ihrer Scham, die heftigen Stöße, dieses Gefühl, bestehend aus Lust und Schmerz, wenn er fest und so tief er nur konnte in sie stieß.

Ihr an Intensität stetig zunehmendes Stöhnen drang heiser aus ihrem Mund, noch einmal legte Gerd eine kurze Pause ein, versuchte durchzuhalten, doch als er dann noch einmal sein Glied in ihren Leib rammte, war es um seine Beherrschung geschehen. Zuckend verströmte Gerds pochender Schwanz sein Sperma in ihrer Lustgrotte, während Xenas Beine ihn fest an ihr Becken pressten.

 

 

Thao hatte vor allem immer dann ihre Schwierigkeiten, wenn sie etwas zu entscheiden hatte. Sie fand sich zwar schnell mit Gegebenheiten ab, arrangierte sich und versuchte, das Beste daraus zu machen. Doch genau das hatte ihr in den letzten Jahren gefehlt und das Einzige, das ihr, neben Anelise, etwas Stabilität gegeben hatte, war ihre Arbeit als Sozialarbeiterin gewesen.

Sie hatte sich bei verschiedenen Stellen und karitativen Verbänden beworben, sich auch persönlich vorgestellt. Doch wie aus dem Nichts waren ihre Bewerbungen, selbst nach anfänglichen Zusagen, abgelehnt worden. Überqualifiziert angeblich, oder die Stelle war intern besetzt worden, gleich zwei Damen waren früher aus dem Mutterschutz zurückgekehrt. Es schien wie verhext zu sein.

Zu ihrer alten Dienststelle hatte sie jeglichen Kontakt abgebrochen, selbst Herbert, der ihr zu einen echten Freund geworden war, hatte sie zum Schluss nur noch gemieden. Sie hatte nicht noch einmal einen Fuß in die Behörde gesetzt und sich sogar ihre persönlichen Sachen zuschicken lassen.

Der Einzige, der stets glaubhaft über der ganzen Angelegenheit gestanden war, war Tom. Der Betreuer hatte sie angerufen, sie sogar gemeinsam zusammen mit seiner Frau besucht und ihr versprochen, sie weiterhin über ihre Sorgenkinder zu informieren. Dimitri entwickelte sich gut und schien jetzt aus eigenen Stücken den durch sie initiierten Weg weiterzuverfolgen.

„Und wenn du umziehst? Ich meine … in eine andere Stadt?“

Thao suchte nach Ashna, der irgendwo an der Düne herumtollte.

„Ich weiß nicht, Anna. Sicher, es wäre eine Möglichkeit, aber dann wäre ich ja wieder ganz alleine. Und ich habe auch keine Lust den Rückzug vor diesen Spasten anzutreten.“

Die junge behinderte Frau lächelte von ihrem Rollstuhl aus auf sie hinab. Thao schien sich nicht wirklich verändert zu haben. Sie verhielt sich noch genauso wie damals, als sie sich kennengelernt hatten. Ihr Wortschatz an derben Ausdrücken war nahezu grenzenlos, wenn sie sich nicht zusammenreißen musste.

„Arbeitest du eigentlich noch als … naja, du weißt schon.“

„Ja, und ich höre auch nicht auf damit. Hab jetzt sogar ein paar Termine mehr angenommen. Tut mir leid, dass ich dir davon erzählt hab, sehe es dir an, dass du dir damit schwertust.“

Anna hatte tatsächlich ein echtes Problem damit, sich Thao als Domina vorstellen zu müssen. Für sie war die Freundin immer jemand gewesen, der ihr, trotz der rauen Schale, immer ein sicherer Hort gewesen war, in dem sie jederzeit Hilfe gefunden hatte. Ein Hort, um sich auszusprechen und neue Hoffnung zu schöpfen.

Als Thao ihr von der Kündigung und ihrem bis dato geheim gehaltenen Nebenberuf erzählt hatte, konnte sie im ersten Augenblick die Kollegen ihrer Freundin verstehen. Auch sie hatte verstört reagiert und konnte sich auch heute noch nicht erklären, warum ein derart intelligenter, gebildeter, in seinem Beruf erfolgreicher Mensch es nötig hatte, sich in der Erotikszene zu prostituieren.

Dass Thao ihr versichert hatte, dass sie nicht körperlich mit ihren Kunden verkehrte, tröstete sie keineswegs. Auch wenn sie vielleicht gewisse Neigungen hatte, so brauchte man die nicht auch zwangsläufig auszuleben. Zumal Thao zwar eine arschige Art haben konnte, dabei jedoch auch durchaus Grenzen kannte. Es erschien Anna mittlerweile sogar plausibel, dass Karl Thao verlassen hatte. Wahrscheinlich hatte auch er seine Probleme mit ihrem Wunsch gehabt, ihre Neigung auf professioneller Schiene auszuleben, die ihn schließlich überfordert hatten.

Anna hatte sich im Internet darüber zu informieren versucht, was es mit den professionellen Dominas so auf sich hatte, nach wenigen Zeilen jedoch angewidert abgebrochen. Sie war derart schockiert, als Thao sich ihr anvertraut hatte, dass sie im ersten Moment nicht wusste, ob sie weiterhin zu ihr Kontakt haben wollte.

Doch dann hatte sie daran gedacht, was sie ihr alles zu verdanken hatte, und auch wie Thao ihr geholfen hatte, die eigenen Komplexe Frank gegenüber zu überwinden. Der Junge hatte sich so ehrlich um sie bemüht und sich ihre Liebe treuherzig erarbeitet. Und die erste Nacht? Es war für sie alles andere als ein Genuss gewesen und dennoch hatte sie auch diese Hürde schließlich, vor allem dank Thaos Hilfe, zu überwinden gewusst. Jetzt hatte sie Spaß am Ficken, wie Thao sich auszudrücken pflegte, selbst die Vorstellung, einmal Kinder zu bekommen, erschien ihr nicht mehr unrealistisch.

„Wann holt dich Winnie Puuh ab?“

Anna stöhnte auf und versuchte vergeblich, aus ihrem Rollstuhl heraus nach Thao zu boxen, die ihren Schlägen lachend auswich.

"Nenn ihn nicht so! Er ist dann immer richtig angepisst.“

 Thao meckerte auf.

 „Aber wenn er nun mal so aussieht? Ich kann doch auch nichts dafür.“

Tatsächlich war Annas Freund ein hochgewachsener, behäbiger Junge mit leichten Übergewicht und semmelblonden Haaren. Vielleicht kein Traumtyp, aber vom Scheitel bis zur Sohle eine nette und integre Haut. Er hatte viel auf sich genommen, um Anna lieben zu dürfen, sorgte sich um sie und hatte auch die Kraft, sie zu bewegen, wenn es darauf ankam. Ein gemütliches Haus, das wenig sprach und dennoch nie langweilig auf Thao wirkte.

„Er war das letzte Mal richtig wütend auf dich. Du kannst ziemlich bescheuert sein.“

Thao winkte ab.

„Du meinst wegen deinem Honigtopf? Was ist denn schon dabei? Genießt das doch einfach! Ich werde da höchstens neidisch.“

Anna seufzte. Es waren diese Momente, in denen Thao nur schwer zu ertragen war.

„Also?“

Anna blickte auf ihre Armbanduhr.

„In einer Stunde ungefähr.“

Die behinderte junge Frau deutete auf Thao, die noch immer auf dem Pappendeckel saß.

„Komm! Es ist kalt und auch mit der Pappe holst du dir was weg.“

Thao rief nach dem Hündchen, erhob sich, löste Annas Bremse und half ihr an jenen Stellen des ausgetretenen Deichweges vorwärts, an denen der Motor des Rollstuhls überfordert schien. Schweigend legten sie ein großes Stück des Weges zurück, bis es Anna schließlich zu viel wurde und erneut das Gespräch suchte.

„Weißt du, was ich nicht verstehe? Warum praktizierst du nicht? Ich meine, das wäre doch auch eine Möglichkeit.“

Thao blickte erstaunt auf die junge Frau hinab. Sie hatte selbst auch schon daran gedacht, diesen Gedanken dann aber doch immer wieder verworfen. Sie hatte ihn sogar schon weiter gesponnen und …

„Denkst du darüber nach?“

Thao strich sich die Haare aus dem Gesicht und nickte zögerlich.

„Ja, aber anders, als du glaubst. Ich müsste erst einmal meinen Therapieschein machen und dann könnte ich vielleicht Menschen bei ihren partnerschaftlichen Problemen helfen.“

Anna war sofort Feuer und Flamme für diese Idee.

„Das ist doch super! Paartherapeutin! Ich meine, wenn ich Probleme mit Frank hätte, wärst du die Erste die …“

Thao winkte ab.

„Nein! Wie kommst du denn auf diese Idee? Aber so in die Richtung würde das schon gehen, nur halt mit dem Sexuellen als Thema. Weißt schon, Sexualtherapie. Ich meine, ich kriege viel mit als …“

Sie bemerkte den Unwillen in Annas Gesicht, sich mit ihr darüber auszutauschen, und brach enttäuscht ab. Dass sich ihre Freundin damit so schwertat, störte sie ziemlich.

Also schwiegen sie wieder, genossen das sonnige Wetter und den sich in der Natur abzeichnenden, Einzug haltenden Frühling. Die ersten Frühblüher zeigten ihre Blüten und auch die Vögel zwitscherten ihre Lieder im Geäst der Bäume. Es war schön und vielleicht auch nicht der richtige Zeitpunkt, um weiter über Probleme zu sprechen.

„Sag mal, wie läuft es mit diesem Jungen. Wie heißt er noch?“

Thao seufzte. Anna ließ heute wirklich kein Thema aus.

„Steven. Und es läuft gar nichts. Wir waren zweimal was trinken, das ist aber auch schon alles.“

„Warum sagst du das so bestimmt? Ich meine, der Junge sieht gut aus, ist klug und hat auch andere Qualitäten, so wie du dich ausgedrückt hast.“

Thao grinste.

„Mein Gott, Anna! Warum bist du so eine Spießerkuh geworden, das gibt es doch nicht. Sag es doch einfach gerade heraus! Es hört uns doch keiner. Er hat einen dicken, langen Schwanz. Ist doch nicht schwer.“

Anna schüttelte gefrustet ihren Kopf.

„Und deshalb verstehe ich dich nicht. Er wäre doch eine gute Partie.“

„Ich hab es versucht, aber ich empfinde einfach nichts für ihn. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“

Anna dache an Karl. Thao hatte ihr davon erzählt, wie übel sie ihrem Ex anfangs mitgespielt hatte.

„War das nicht bei Karl auch so?“

Thao schüttelte den Kopf.

„Nein. Karl hat mich richtig erobert und außerdem konnte ich sehen, dass er ehrlich verknallt in mich war. Das ist bei Steven einfach anders.“

Anna spürte Thaos Hand auf ihrer linken Schulter.

„Lassen wir das Thema, okay! Lass uns einfach das schöne Wetter genießen. Das ist doch einfach nur geil! Spürst du die Wärme auf deiner Haut? Das ist einfach nur super, endlich ist dieser Scheißwinter vorbei.“

Sie breitet ihre Arme aus, klatschte dann in die Hände, feuerte Ashna an und lief ein Stück voraus, bis sie schließlich mit dem laut bellenden Hündchen stehenblieb und auf die Rollstuhlfahrerin wartete. Thao hatte ja recht und Anna nahm sich vor, es jetzt gut sein zu lassen.

 

Eine halbe Stunde später standen sie vor Thaos Haustür. Da Anna noch Zeit hatte, beschlossen sie, Aneliese zu besuchen und dort gemeinsam auf Frank zu warten. Thao, die mit der körperlichen Beeinträchtigung ihrer Freundin routiniert umzugehen wusste, bat Aneliese um Hilfe. Gemeinsam hoben sie die junge Frau im Rettungsgriff aus dem Rollstuhl und trugen sie die Treppe hinauf in Anelieses Wohnung, die die Tür vorsorglich offenstehen gelassen hatte.

„Na? Bist du deinen Bräutigam endlich losgeworden?“

Im Vorbeigehen hatte Thao einen Blick auf das eingeschaltete Notebook geworfen.

Aneliese, die weder über Thaos Kraft noch deren Ausdauer verfügte, war sichtlich außer Atem und antwortete erst, nachdem sie Anna auf der Couch abgesetzt hatten.

„Er will mich nicht mehr. Mein Vater ist außer sich.“

Ihre Worte klangen nahezu beiläufig, während ihr Gesichtsausdruck ihre Ratlosigkeit zum Ausdruck brachte.  

Thao blickte ihre Nachbarin verwundert an.

„Bitte was? Ihr seid einander seit vielen Jahren versprochen und jetzt zieht er den Schwanz ein?“

Annas sichtlich verwirrter Blick wanderte von Thao zu Aneliese.

„Er hat sich verliebt. In ein Mädchen aus der Stadt.“

Thao lachte schallend auf.

„Was? Er? Dieser Idiot?!“

Aneliese ärgerte sich. Thao hatte nur zweimal mit ihrem Versprochenen über das Internet geredet. Sie kannte ihn kaum, hatte sich aber sofort ein Urteil über ihn gebildet. Es war denkbar schlecht ausgefallen, wie immer, wenn sie eilig urteilte. Primitiv hatte sie ihn genannt, dumm und frauenfeindlich.

 „Was ist los mit dir? Freu dich doch! Du bist ihn los.“

Aneliese senkte den Blick und begann zu weinen. Anna spürte sofort, was in ihr vorging.

„Sie fühlt sich gedemütigt, Thao.“

Thao senkte nun ebenfalls den Blick, ärgerte sich über ihr schlechtes Gewissen, das sie nun plagte. Langsam trat sie an Aneliese heran, zögerte einen Moment, dann schloss sie ihre Freundin in die Arme.

„Dieser Idiot weiß doch gar nicht, was für eine Frau er an dir verloren hat. Du solltest dich wirklich freuen, Aneliese, dass du endlich frei bist.“

Doch Aneliese schüttelte den Kopf. So einfach, wie Thao glaubte, war das alles nun beileibe nicht. Sie brauchte einen Moment, dann hatte sie sich wieder einigermaßen gefasst.

„Mein Vater wird jemanden anderen suchen und dieses Mal wird es sehr schnell gehen. Ich werde nicht jünger, es wird schon jetzt nicht einfach für ihn sein.“

Anna ging es wie Thao, sie konnte nur schwer begreifen, dass jemand anderes, auch wenn es der Vater war, über Anelieses Leben entschied.

„Und wenn du mit ihm redest? Mein Gott, du bist hier geboren und aufgewachsen. Er kann dich doch nicht einfach so verramschen.“

Aneliese trocknete ihre Tränen, nickte Thao zu und setzte sich dann neben Anna auf die Couch, die sofort ihren Arm um ihre Schultern legte.

„Er ist doch selbst auf diese Weise nach Deutschland gekommen. Es gäbe mich gar nicht, wenn er nicht selbst versprochen worden wäre.“

Thao blieb ratlos vor dem Couchtisch stehen und wusste nicht, wie sie Aneliese helfen konnte. Am liebsten hätte sie deren Vater sofort angerufen und für die Freundin Freiheit eingefordert. Doch Aneliese wäre damit nicht einverstanden, obgleich in Deutschland aufgewachsen, war sie ihrer Kultur und Familie stets treu geblieben und würde sich deren Entscheidungen fügen.

Als zehn Minuten später Frank auftauchte, um seine Freundin abzuholen, wirkte das wie eine Befreiung. Zwar überhäufte Thao Annas Freund mit ihrem Spott, doch der nahm es kommentarlos hin, zeigte seiner Freundin lediglich ein hilfloses Gesicht. Schließlich war es Anna, die für Ruhe sorgte und von Franks Armen aus Thao in die Schranken wies. Dieses kleine Bündel Mensch konnte, wie damals schon, ziemlich energisch auftreten, wenn sie wollte. Thao freute sich eher darüber, als dass sie sich ärgerte, die beiden bewiesen ihr immer wieder aufs Neue, dass sie füreinander einstanden.

„Tschüss, ihr Süßen. Und Winnie Puuh, … viel Spaß mit ihrem …“

Anna drohte ihrer Freundin mit der Faust.

„Sag es nicht! Wehe!“

Thao lachte schallend. Kaum, dass sie die Tür hinter den beiden geschlossen hatte, platzte es auch schon aus ihr heraus.

„Honigtöpfchen.“

Aneliese hatte sich wieder im Griff, klappte das Notebook zu, stellte es zurück ins Wohnzimmerregal und fragte dann Thao, ob sie zum Essen bleiben wollte. Die zeigte sich einverstanden und folgte Aneliese in die Küche.

„Aneliese?“

„Thao, sei mir bitte nicht böse, aber …“

Die ehemalige Punkerin gab sich entrüstet.

„Hey! Ich wollte dich nicht blöd anmachen, beruhige dich mal. Mir ist da nur ein Gedanke gekommen.“

Aneliese seufzte, wandte sich dann aber mit ziemlich genervtem Gesichtsausdruck zu Thao um.

„Dein Vater hat für dich noch niemanden, richtig?“

Anstatt zu antworten, wartete Aneliese ab, worauf Thao hinauswollte.

„Fahr runter und suche dir selbst jemanden! Ich meine, das ist er dir schuldig.“

Thao wusste, dass Aneliese immer nur für wenige Wochen in Indien war, nie aber über einen längeren Zeitraum hinweg. Vielleicht wäre das eine gute Gelegenheit für sie, selbst Kontakte zu knüpfen und die Liebe fürs Leben zu finden.

„Du, ich fühle mich dort nicht so wohl. Meine Familie ist nett zu mir und ich kann mich auch anpassen, aber ich bin immer froh, wenn ich wieder zu Hause bin. Ich gehöre da einfach nicht hin.“

 „Du warst aber nie allein dort unten, stimmt’s?“

 Aneliese schüttelte ihren Kopf.

„Nein. Da hast du recht.“

„Mach das, Aneliese! Such dir jemanden, bevor dein Vater es für dich tut. Geh runter, wenigstens für ein paar Monate.“

„Und Ashna?“

Thao lächelte.

„Der bleibt bei mir.“

Aneliese wollte noch nicht zusagen, auch wenn Thaos Vorschlag vielleicht wirklich eine einmalige Chance für sie darstellte. Sie würde mit ihrem Vater reden, wahrscheinlich blieb ihr seine Erlaubnis für diese Reise ohnehin verwehrt. 

 

„Kommst du, Karl? Wir müssen los.“

Katja warf einen Blick ins Zimmer ihres Jungen, der gedankenverloren auf dem Bett saß und vor sich hinstarrte. Obgleich er zum Mann gereift war, das kindliche Gesicht und der einstmals schmächtige Körper männliche markanten Zügen gewichen waren, blieb er dennoch ihr Kind und der Mittelpunkt ihres Lebens. Vieles hatte sich für ihn verändert in den letzten Jahren. Nicht nur die Trennung von Thao und der Umzug in eine andere Stadt, auch die harte Arbeit als Assistenzarzt und die Beziehung mit dieser …

Kurz blickte der junge Mann zu seiner Mutter auf, wich deren Blick dann aber sofort aus. Sie wusste genau, an wen er dachte, das ganze Zimmer steckte voller Erinnerungen an sie.

„Karl! Ella und Papa warten auf uns.“

Der junge Mann erhob sich, griff nach seiner Jacke und folgte seiner Mutter hinaus auf den Flur. Egal, wohin er sah, sie tauchte überall auf. Anfangs hatte Ella ihm wirklich alles gegeben, was er sich von Thao gewünscht hatte. Offenheit seinen Freunden gegenüber, ernsthafte Gespräche über Gott und die Welt, keine Peinlichkeiten, mit denen sie ihn vor anderen bloßstellte.

Sie nahm auch jetzt an seinem Leben teil, ging auf ihn ein, liebte ihn aufrichtig, kümmerte sich um ihn und dennoch fehlte ihm das Wesentliche. Anfangs hatte er es gar nicht mit Worten auszudrücken vermocht. Ella war nüchtern, sehr kritisch, intelligent und höflich. Schwer aus der Fassung zu bringen, stets elegant und konservativ gekleidet, bemüht um den Status einer selbstbewussten Frau, die ihr Leben zu meistern verstand und ihre Lebensziele konsequent verfolgte.

„Kann ich dich etwas fragen?“

Katja blieb stehen und drehte sich zu ihrem Jungen um.

 „Es geht um sie, oder?“

Karl nickte.

„Denkst du manchmal an sie?“

Die kleine Frau blickte an ihrem Sohn vorbei ins Zimmer. Jedes Mal, wenn sie es betrat, dachte sie nicht nur an Karl. Thao war ihr zur Tochter geworden und es hatte sie schwer geschockt, als die Liebe der beiden ein Ende gefunden hatte. War es gut, ihm das zu sagen? Sie zögerte, doch dann brach es aus ihr heraus. 

„Oft. Ich vermisse sie.“

Karl nickte, mied den Blick seiner Mutter aber weiterhin und zeigte Anstalten, das Zimmer zu verlassen. Es waren Erinnerungen, nicht mehr.

Ella war in ihrem hübschen Kostüm durchaus eine ansehnliche Erscheinung. Die Haare offen, das Gesicht sorgfältig geschminkt und die Handtasche adrett in ihrer rechten Hand haltend, wirkte sie apart und selbstbewusst. Tatsächlich hatte sie nicht viele Schwächen, bemühte sich um Perfektion und versuchte jegliche Störungen ihrer Ordnung sofort zu beseitigen.

Ein kurzer Kuss, dann hängte sie sich auch schon bei ihm ein. Haralds Pate hatte geheiratet, eine junge Rumänin, gegen den Willen seiner Eltern. Es hieß, dass sie ihn ausnutzte. Karl jedoch hatte einen durchaus integren Eindruck von ihr, den ihm auch Ella bestätigt hatte.

Wieder kreisten seine Gedanken um seine Ex-Freundin, wie er sie damals kennengelernt, sie ihm gezeigt hatte, wie körperliche Liebe funktionierte, ihn gepiesackt und geärgert, ihn aber dennoch über alles geliebt hatte. Er war sich ihrer Gefühle immer gewiss gewesen … doch jetzt …?

Ein kurzer Blick auf Ella, sie schien ihn nicht zu spüren. Sie war zwar keinesfalls unsensibel, das konnte er nicht behaupten, doch emotional eben auch nicht. Sie ging das Leben rational und nüchtern an. Wenn er ihre körperliche Nähe wollte, musste er sie einfordern, um sie zu bekommen. Dabei war es keinesfalls so, dass sie sich dazu überwinden musste. Sie konnte leidenschaftlich und zärtlich sein, doch kam es eben nicht von allein. Sie gab ihm einfach nur das, wovon sie glaubte, dass er es brauchte, um mit ihr glücklich zu sein.

Weitere Erinnerungen kamen in ihm hoch. Sie kamen auf dem Weg zur Kirche an jenem Bushäuschen vorbei, in dem er Thao so wild geliebt hatte, an Simons Haus und auch an den irischen Pub, wo sie sich beinahe um einen Platz geprügelt hätten.

 Simon! Es war eine schwere Zeit gewesen damals. Ab und an hatte er noch mit Sophie gesprochen, auch später noch, als er sich mit Thao nach einem heftigen Streit wieder versöhnt hatte. Ab und an hatte er auch dessen Eltern gesehen, doch selbst nach all den Jahren vermochte er es nicht, sie zu grüßen oder sie auch nur eines Blickes zu würdigen.

„Karl?“

Er wandte sich seiner Freundin zu, die ihn von seiner Seite aus kritisch musterte.

„Was ist los?“

Er winkte ab, riss sich zusammen und folgte ihr ins Innere der Kirche. Viele ihm bekannte Gesichter tauchten auf, fragende, teilweise auch irritierte Blicke. Zweimal wurde von der Verwandtschaft nach Thao gefragt und erst nach einigen peinlichen Momenten waren alle über Karls neuen Beziehungsstatus aufgeklärt. Ella blieb souverän wie immer und selbst wenn sie sich durch irgendetwas gestört fühlte, so sah man es ihr nicht an. Sie hatte sich im Griff, wie immer. 

Kommentar(e)

1 Stern?? Was soll das denn? Wenn einem die Geschichte nicht gefällt sollte man Entweder gar nicht Voten oder Zumindest 3 Sterne für die Schreibarbeit geben! Der Text ist doch fast Fehlerfrei und lässt sich gut Lesen. Echt jetzt!
Du hast da wo Karl einen Integeren Eindruck von der Frau seines Paten hat, ein Karl zuviel.
Ich fand Gerds Gefühle und Gedanken gegenüber Xena doch recht Interessant. Die Wut darüber das sie ihn da einfach Angekettet hat stehen lassen und seine Gedanken über den Schmerz den sie ihm zugefügt hat. Die Erlösung fand ich dann klasse. Also hat Xena gar nicht geschlafen sondern nur so getan. Auch das sie sich Überwinden mußte um ihm Weh zu tun bzw zu Spielen zeigt doch das sie ihm gegenüber doch nicht so Einfach die Sadistin Rauskehren kann.
Da wär vielleicht ein Rollenspiel Szenario von Thao besser geeignet für beide.
Als nach der Beschreibung von Annas Freund versteh ich nicht warum sie ihn Winnie Puh nennt. Wenn er nicht Hochgewachsen wär dann ja. Der Spruch mit dem Honigtöpfchen ist allerdings doch recht Witzig. Könnte Thao nicht evtl als Freie Sozialarbeiterin Arbeiten, oder sind Tatsächlich alle Einrichtungen so Verblendet das die ein Problem haben das Thao als Domina Arbeitet? Die Idee das Thao als Sexualtherapheutin Arbeiten könnte find ich Interessant.
Karl scheint ja doch noch was für Thao u Empfinden. Seine Ella find ich Seltsam. Kein Mensch kann auf die Dauer so Perfekt bleiben. Ich glaube da wirds Irgendwann Richtig krachen zwischen Karl und Ella.
Kommen am Ende Thao und Karl doch wieder Zuammen Sena?
Bin gespannt ob Aneliese Thaos Ratschlag befolgt und sich in Indien einen Mann sucht. Warum eigentlch keinen Deutschen Mann oder Europäer?

hier gern am Ball!
Die Geschichte ist wie immer sehr vielschichtig. Und ich freue mich sehr, dass Karl doch noch ins Spiel kommt. Steven passt in meinen Augen einfach nicht zu Thao und ich würde mich freuen, wenn die beiden am Ende wieder zueinander finden. Ich habe immer noch Hoffnung!
Lediglich bei Xena und ihrem Gerd bin ich unschlüssig, es fühlt sich "nicht harmonisch" an, wie die beiden interagieren. Als ob Xena eine Rolle für sich sucht, die beiden gefällt und mit der beide leben können.
Weiter so, ich freue mich auf jeden neuen Teil!
 
Gruß
 
Bodyhunter

Ich kann gar nicht sagen wie sehr es mich gefreut hat auch endlich wieder was von Karl und Thao zu lesen. Dies hier ist mein erster Kommentar überhaupt, obwohl ich mich schon seit geraumer Zeit auf dieser Seite herum treibe und fleißig dabei bin eure großartig geschriebenen Geschichten zu lesen. Für mich zählst du und auch eure Kombi senalex zu den besten Autoren dieser Seite.
Thao ist für mich persöhnlich die schönste Geschichte die ich je gelesen habe!!! Auch wenn sie wohl eher zu euren harmloseren Geschichten zählt, finde ich die einzelnen Figuren unheimlich rund und mit so viel Liebe zum Detail beschrieben, das ich mich extrem gut in jeden Charakter reinfühlen konnte und zugegebenermaßen das eine oder andere tränchen beim lesen vergossen habe. Deshalb habe ich mich auch extrem gefreut endlich wieder etwas mehr über Thaos und natürlich auch Karls Werdegang zu lesen. Und kam so natürlich auch nicht drum herum dir bzw euch endlich mal meine Bewunderung für dein/euer extremes schreibtalent zu bekunden.

Auch wenn mich natürlich die Beziehung zwischen Gerd und xena sehr interessiert, Würde ich mir wünschen, dass xena bald wieder zu sich findet, denn irgendwie muss ich bodyhunter zustimmen, es fühlt sich grad nicht harmonisch an zwischen den beiden. Vll könnte da eine Gegenüberstellung bzw ein gemeinsames Treffen mit Clara und Monika helfen. Zumindest für mich ist dieses Kapitel noch nicht ganz abgeschlossen und ich würde mir dahingehend eine Fortsetzung wünschen. Schließlich hat Clara damals ja auch ziemlich große Rolle in xenas Altem Leben gespielt.

Nichts desto trotz gehört Thao und Karl der größere Teil meines Interesses. Deshalb hoffe ich das es in den zukünftigen Kapiteln wieder etwas mehr um meine lieblingsprotagonisten geht. Auch eine Zusammenführung von Thao, xena und Karl fände ich unheimlich spannend, denn xenas und Karls letztes aufeinandertreffen verlief ja eher suboptimal. Ich wäre dir auch nicht böse wenn du diesmal bei Kapitel 50 nicht einfach Schluss machen würdest. Für mich kann diese Geschichte ruhig 100 Kapitel besitzen, schließlich vereinst du hier ja auch die handlungsstränge von zwei sehr komplexen geschichten. ;-) und Karls Part hat ja gerade erst angefangen. Bitte ganz ganz viel mehr davon!!!!

So nun aber genug geschleimt. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße der Pure

Antwort auf von Purepain

für dieses emotionale und liebe Feedback. Mach Dir keine Sorgen, wir haben noch einiges an Kapiteln vor uns und wenn es mit den Fünfzig nicht reicht, dann werden es dieses Mal eben mehr. Clara, Karl, Sabine, auch Erthan werden ihre Revival finden, in was für einem Maße das werdet ihr dann sehen. Lasst Euch in diesem Punkt einfach überraschen bitte. 
Ich wünsche all unseren Lesern viel Spaß und bitte um Geduld, wenn mal mehr Zeit zwischen den Teilen verstreichen sollte. Das ist keine Böswilligkeit sondern einfach unserem Reallife geschuldet. 
Ganz lieben Gruß! 
Senalex