Die WG 23

"Klappentext"

Nach dem Misserfolg schaffen es die Gebieter eine neuen Mitspieler einzuführen.

 

7.4. Der Fremde

 

Am nächsten Morgen war eine trotzig gedrückte Stimmung in der WG. Die drei Mädchen fühlten sich im Recht und bereuten nicht, am Vorabend so hart ins Gericht mit ihren Gebietern gegangen zu sein. Gleichzeitig fühlte es sich elendig an, dass das Vertrauen so einen Riss bekommen hatte. Es erinnerte ein wenig an Liebeskummer. Schon morgens suchten alle drei die Gemeinschaft miteinander und so trafen sie sich schon um neun zu einem gemeinsamen Frühstück.

Sie redeten über ihre Gedanken und Gefühle und je mehr Kira verstand, was während der Session in ihren Mitbewohnerinnen vorgegangen war, desto mehr war sie auf deren Seite, was ihren Angriff gegen die Gebieter anging.

Um zehn bekamen klingelten alle drei Handy gleichzeitig. Da sie sonst keine gemeinsamen Kontakte hatte, war allen klar, dass es eine Nachricht von ihren Herren sein musste. Lucy hatte das Handy zuerst in der Hand und las vor:

„Wie gestern bereits angekündigt, müsst ihr heute keine Videobotschaft schicken.“

Ines stänkerte dazwischen:
„Das wäre ja noch schöner!“

Lucy schaute sie übers den Rand ihres Handys hinweg ein wenig tadelnd an.

„Es geht noch weiter. Hier steht: ‚Aber wir haben eine Botschaft an euch aufgenommen. Ihr findet sie dort, wo ihr auch immer eure Filme aussucht, auf dem Server.“

Kira schaute erstaunt. Alle drei waren gespannt, wie die Kerns die Situation vom Vortag aufgreifen würden und stürmten ins Wohnzimmer. Ines war in den letzten Monaten so etwas wie der Samurai der Fernbedienung geworden. Sie suchte eh meistens die Filme aus und kannte sich somit mit dem System am besten aus. Deswegen protestierte auch keine der beiden anderen, als sie sich die Fernbedienung schnappte, um das Video zu öffnen.

Auf dem Bildschirm sahen die drei nicht ihre „Gebieter“, sondern einfach nur Bastian und Kirsten. Und das war auch der Eindruck, den die beiden vermittelten. Sie saßen auf ihrer Couch in legeren Klamotten, es sah aus wie ein freundschaftlicher Videoanruf – aber nicht, wie die Nachricht zweier Herren an ihre Sklavinnen.

Kirsten begann freundlich zu reden:

„Hallo ihr drei. Was für ein Abend! Wir mussten das ganze erst mal verdauen und vermutlich ging es euch auch so. Sicher habt ihr schon gemeinsam gefrühstückt und über alles gesprochen.“

Ines und Lucy wechselten einen Blick und staunten gemeinsam, wie gut ihre Herrin sie doch kannte.

„In den letzten Monaten hatten wir eine großartige Zeit, wunderschöne Momente, außergewöhnliche Sessions und sensationellen Sex.“

Bastian grinste dümmlich und beseelt in die Kamera als er offensichtlich an den Sex dachte und die drei Mädchen mussten kichern. Das löste die Stimmung ein wenig.

„Wir wollen euch ausbilden, immer wieder an eure Grenzen führen und diese behutsam erweitern. Gestern Abend ist uns das leider nicht gelungen. Und das tut uns fürchterlich leid!“

 

Kira, Ines und Lucy staunten. Ihre Herrin hatte sich gerade bei ihnen entschuldigt. Das war beeindruckend. Und obwohl sie einen Fehler eingestanden und damit ja Schwäche gezeigt hatte, wirkte diese Entschuldigung eher wie ein mutiger Akt der Stärke. Ihre Gebieter hatten die Größe ihren Fehler einzugestehen – das war bemerkenswert.

 

Bastian übernahm und fuhr fort:

„Wir wollen euch zu herausragend guten Sklavinnen ausbilden. Und wir träumen davon, dass wir das, was ihr gestern erlebt habt, voller Stärke, Stolz und auch Genuss in Wirklichkeit erleben könnt.“

 

Alleine bei der Vorstellung davon rieb Kira ihre Schenkel unruhig aneinander. Lucy lief es kalt die Wirbelsäule herab und Ines spürte, wie schon wieder Panik in ihr aufstieg. Aber die nächsten Sätze beruhigten sie wieder.

 

„Das wollen wir aber erst mit euch erleben, wenn ihr so weit seid! Deswegen war uns selbstverständlich klar, dass das, was wir euch gestern vorgespielt haben im Moment ausschließlich als Fake funktionieren konnte. Wir hätten das NIEMALS im Leben live so gemacht, wie ihr es erlebt habt. Alleine Menschen in euren Rückzugsort zu lassen ist für uns undenkbar – genau aus den Gründen, die Ines gestern angesprochen hat.“

 

Kirsten sprach weiter:

„Wir wussten, dass wir euch das nur vorspielen wollten und fanden es ehrlich gesagt, auch ein bissen witzig euch so reinzulegen – bis wir eure Reaktionen erlebt haben. Da ist uns der Spaß vergangen. Was wir nicht bedacht haben, dass es für euch ja wirklich real war – und damit gar nicht lustig. Das tut uns wirklich leid und ihr habt recht: Wir haben gestern euer Vertrauen missbraucht.“

 

Wieder eine Entschuldigung. Die Mädchen staunten.

Bastian schloss die Nachricht ab:

„Deswegen laden wir euch als Versöhnungsangebot am Mittwoch zu einer Gartengrillparty ein! Ihr braucht nichts vorbereiten, wir kümmern uns um alles und werden euch verwöhnen. Wir hoffen, ihr nehmt das Friedensangebot an und wir können so anfangen euer Vertrauen wieder zurück zu gewinnen.“

 

Die Videobotschaft endete und Ines standen Tränen in den Augen. Lucy bemerkte es und nahm die große Blonde in den Arm. Sie waren beide bewegt von den Worten und dem Einfühlungsvermögen der Kerns. Ines flüsterte Lucy zu:
„Was haben wir für großartige Gebieter. Sie haben ihren Fehler eingesehen und sich dafür entschuldigt. Ich kann ihnen jetzt schon gar nicht mehr böse sein. Und du?“

Lucy grinste:

„Mich hatten sie schon bei dem Hallo…“

Die beiden umarmten fingen an zu lachen.

 

Kira bekam von alledem nichts mit, sie war nach der Ankündigung der Gartenparty vom Sofa aufgesprungen und tanzte erleichtert und laut singend durchs Wohnzimmer.

 

 

Auch wenn mit der Gartenparty und den Unmengen an Leckereien das Miteinander von Sklavinnen und Gebietern wieder zum größten Teil eingerenkt wurde, wurmte es Kirsten, dass sie diesen Fehler gemacht hatten. Sie wollten die Sklavinnen langsam heranführen auch mit Fremden zu interagieren. Und natürlich waren an dem misslungenen Abend keine Fremden anwesend, aber trotzdem sollte sich die Reise in diese Richtung entwickeln – und jetzt fühlte es sich für Kirsten so an, als ob es noch viel schwerer geworden wäre diesen Weg zu gehen. Denn noch einen weiteren Fehler in diesem Thema wollte sie sich auf keinen Fall leisten. Einerseits, weil sie die enttäuschten und verletzten Gesichter der Sklavinnen nicht mehr sehen wollte und andererseits, weil sie befürchtete, dass dann das Thema „Fremde ins Spiel einbeziehen“ verbrannte Erde sein würde. Deswegen musste der nächste Plan perfekt sein.

 

Kirsten grübelte zwei Wochen darüber, wie es weiter gehen konnte – dann kam ihr die zündende Idee.

 

Manchmal entspringen die besten Ideen dem Zufall. So ähnlich erlebte es Kirsten. Sie sortierte ihre Spam Mails aus ihrem Posteingang, als sie über den Newsletter des Clubs stolperte, bei dem sie im Januar den Bondage Workshop gemacht hatte. Das alleine war natürlich noch kein Plan, aber er erinnerte sie an etwas – besser gesagt an jemanden.

„Vielleicht brauche ich deine Dienste ja mal.“

Kirsten sagte diesen Satz vor sich hin, mehr zu sich selbst, und erinnerte sich an Jose, der Pepe genannt wurde. Er war der perfekte „Fremde“, den sie suchte.

Sie besprach ihre Idee und den dazu entstehenden Plan mit ihrem Mann, der anfangs nicht begeistert war. In ihm regte sich Eifersucht, er war schließlich der Herr in diesem Laden und er war nicht bereit seine Frauen mit einem anderen Platzhirsch zu teilen!

Erst als seine Frau ihm freundlich aber bestimmt klarmachte, dass sie schon fast ein Jahr lang ihren Mann mit drei anderen Frauen teilen musste, und er sich nun mal wirklich nicht so anstellen solle, bekam er ein Einsehen und willigte ein. Kirsten kontaktierte Pepe und begann, alles mir ihm auszuhecken. Sie bastelten noch eine Woche an den Details des Plans, besorgten Utensilien und kundschafteten Locations aus, dann war alles bereit.

Dieses Mal musste der nächste Schritt einfach gelingen. Kirsten hatte an alles gedacht und Bastian immer wieder Updates gegeben, so dass er ihr helfen konnte alles zu prüfen.

 

Und so war Kirsten voller Vorfreude, aber auch Anspannung, als sie den Mädchen am nächsten Sonntagmorgen nach dem Frühstück alles offenbarte. Sie hatten am Abend zuvor eine lange und sinnliche Session gehabt und Kirsten hatte das Gefühl, dass in den letzten Wochen ihre Herzen wieder näher zueinander gewachsen waren.

 

„Nachdem wir vor drei Wochen schon einmal probiert haben euch langsam heranzuführen mit fremden Menschen zu interagieren…“

Sie ließ eine kurze bedeutungsschwangere Pause, und blickte jeder Sklavin in die Augen, als wollte sie noch einmal checken, ob die Entschuldigung wirklich tief in den Mädchen angekommen war, und fuhr dann fort:

„… werden wir diese Woche einen zweiten Versuch starten.“

Auch diese Worte lies Kirsten einen Moment im Raum stehen. Die Mädchen schluckten und merkten, dass jetzt eine bedeutende Ansage kam.

„Wir haben dieses Mal unsere Hausaufgaben gemacht und versprechen euch, dass ihr euch auf uns verlassen könnt. Ihr könnt uns vertrauen. Und ihr müsst in dieser Woche einer anderen Person vertrauen. Dieser Mensch ist für euch fremd – wir kennen ihn aber und wir vertrauen ihm. Wenn ihr uns vertraut, könnt ihr auch dieser Person vertrauen.“

 

Kirsten wartete wieder einen Moment, damit die Worte ankamen. Sie hatte absichtlich offen gelassen, ob der Mensch, dem die Mädchen begegnen würden ein Mann oder eine Frau war.

 

Bastian führte die Erklärungen weiter aus. Er musste regelrecht darum kämpfen auch einen Teil der Präsentation übernehmen zu dürfen, so scharf war Kirsten darauf, ihren Plan umzusetzen.

„Im Laufe der nächsten Woche, bis zu unserer nächsten Session am Samstag, wird euch diese Person kontaktieren. Damit ihr sicher sein könnt, dass sie von uns geschickt wurde, wird sie sich mit einem Codewort euch zu erkennen geben. Sobald ihr dieses Codewort hört, werdet ihr diesem Menschen genauso zu Diensten sein, wie uns.“

 

Kirsten fiel ihrem Mann ins Wort. Sie konnte es nicht mehr abwarten mehr zu erzählen.

„Alles, was dieser Mensch von euch verlangen wird, ist mit uns abgesprochen. Er tut nichts ohne Erlaubnis, oder ohne unser Wissen. Ihr seid also genauso sicher, wie bei uns.

Aber ich kann euch versprechen, dass es euch wirklich herausfordern wird, was von euch verlangt wird. Nicht nur, weil diese Forderung von einer fremden Person kommt.

Vielleicht geschieht das alles am gleichen Tag, vielleicht aber auch nicht. Damit die Spannung für die anderen erhalten bleibt, ist euch absolut verboten Details über das Aussehen der Person weiterzugeben. Natürlich dürft ihr von eurem Erlebnis erzählen – aber so, dass die anderen, die ihre Begegnung noch nicht hatten, keine Hinweise über die Person bekommen. Habt ihr das verstanden?“
Kirsten schaute in die Runde.

Alle drei nickten.

„Habt ihr noch eine Frage?“

Lucy meldete sich zu Wort:

„Was ist das Codewort?“

Bastian grinste. Seine Frau war so aufgeregt, dass sie ihn nicht hat ausreden lassen.

„Genauer gesagt ist es ein Codesatz. Wenn ihr diesen Satz hört, dann wisst ihr, dass die von uns gesendete Person vor euch steht und euer Abenteuer beginnt: ‚Ich bin froh, dass ich dich gefunden habe. Es fühlt sich an, als hätte ich genau nach dir gesucht!‘

Prägt euch den Satz gut ein, denn die Person wird ihn wörtlich genau so sagen. Alle ähnlichen, zufällig gesagten Sätze von suchen und finden oder so, gehören nicht dazu.

Sonst noch Fragen?“

Die Mädchen schwiegen.

„Dann bleibt uns nur noch zu sagen, dass wir uns diese Woche am Mittwoch nicht treffen und ihr eure Videonachricht an dem Tag zu schicken habt, an dem ihr die Begegnung habt. Heute natürlich auch noch.“

Die Kerns verabschiedeten sich und ließen die Mädchen äußerlich ruhig, aber innerlich aufgeregt zurück.

Bei den Videobotschaften am Abend kam raus, dass alle drei sehr aufgeregt waren. Sie malten sich alle möglichen und unmöglichen Szenarien aus und wurden davon auch ganz schön angeturnt. Kirsten stellte mit großer Zufriedenheit fest, dass keine der der Ängste oder Zweifel an der Aktion geäußert hatten. Sie waren alle gespannt und hippelig. Und Bastian bemerkte grinsend, dass es seiner Frau nicht anders erging.

 

Kirsten und Pepe hatten sich die Gemeinheit ausgedacht, erst am Dienstag mit den Begegnungen zu starten. Sie erhofften sich, dass der Montag so zur Verlängerung der Wartezeit und zur Steigerung der Anspannung führte. Und sie hatten recht.

Ines kam als erste in die WG zurück. Sie hatte nur am Vormittag Vorlesungen gehabt und wusste, dass die anderen beiden noch nicht zuhause waren. Sie wusste auch, dass sie an diesem Tag noch nicht an der Reihe war, schließlich würde sie das Haus nicht mehr verlassen.

Aber sie fieberte so sehr mit Kira und Lucy mit, dass sie sich kaum auf ihre eigentlich wichtige Hausarbeit konzentrieren konnte. Am liebsten hätte sie die beiden alle halbe Stunde angerufen, aber das hätte auch nichts geändert, außer, dass sie ihre Mitsklavinnen auch noch nervöser gemacht hätte – sofern das überhaupt möglich war.

Lucy hatte Frühschicht und kam gegen drei Nach Hause. Ines stürmte direkt zu ihr in die Garderobe und bestürmte sie mit Fragen.

Aber Lucy wehrte schnell ab:

„Ich muss dich enttäuschen. Ich hatte heute keine Begegnung. Ich war den gesamten Tag total angespannt und habe jeden Hotelgast verdächtig, dass er gleich über mich herfällt.

„So ähnlich ging es mir auch,“

pflichtete Ines ihr bei.

„Und wie hat es sich für dich angefühlt?“ bohrte Ines nach.

„Es hat mich unfassbar nervös gemacht. Aber auch irgendwie geil.“

„Ging mir auch so!“

Die beiden kicherten los wie Teenagermädchen und erzählten sich gegenseitig, wie sie diesen Tag unter knisternder Hochspannung erlebt hatten.

 

Als Kira von der Arbeit nach Hause kam, wiederholte sich die Szene. Sie war diese Woche Sklavin #3 und brauchte in der Garderobe am Längsten, um sich komplett zu entkleiden und ihr Sklavinnengeschirr anzulegen. Sie wurde von Ines und Lucy bestürmt, aber auch sie hatte den ganzen Tag vergeblich gewartet. Jeder Kunde, der die Apotheke betrat wurde von ihr misstrauisch und gleichzeitig erwartungsvoll beäugt, aber keiner hatte den magischen Satz gesagt.

 

Durch das miteinander Teilen legte sich die Aufgeregtheit der drei ein wenig, aber schon beim Frühstück am nächsten Morgen waren alle drei wieder mächtig aufgedreht. Und dieses Mal sollte es tatsächlich eine der drei Treffen…

 

7.4.1 Kira

 

Kira war von Kirsten und Pepe als erstes Opfer auserkoren worden. Sie hatte mit Abstand am wenigsten Angst vor der Begegnung mit einem Fremden. Als Gogo Tänzerin war sie es gewohnt halbnackt von Fremden Männern begafft zu werden und es war kein Geheimnis, dass sie daran grundsätzlich Gefallen fand. Kirsten fand es eine gute Idee, sie als erstes in die Schlacht zu führen. Wenn sie einen positiven Bericht geben konnte, würde das ihre Mitsklavinnen beruhigen. Die erste Begegnung war die schwerste und Kira würde das für die anderen beiden meistern.

 

Pepe war auch ganz froh, dass er mit Kira anfangen konnte. Kirsten kannte ihre Mädels sehr gut und wenn sie der Meinung war, dass sich Kira am bereitwilligsten auf einen Fremden einlassen würde, dann war es ihm recht mit ihr ein wenig üben zu können. Die drei Mädchen wussten natürlich nicht, dass der Nachwuchsdom ebenso aufgeregt war, wie die drei Mädchen. Die Kerns hatten im letzten Jahr gelernt ihre Sklavinnen zu führen und dabei auch Lehrgeld bezahlt. Für Jose waren nicht nur die drei Mädchen unbekannt, es war für ihn auch noch Neuland den Dom zu spielen. Kirsten hatte aber keine Bedenken, Pepe war ein Naturtalent und sie war sich sicher, dass er die Aufgabe meistern würde.

 

Da Kira in dieser Woche #3 war, trug sie keine Unterwäsche. Diesen Fakt hatten Kirsten und Pepe nachträglich in ihre Aufgabe für Kira eingebaut. Der junge Spanier musste gleich bei der ersten Aufgab sein schauspielerisches Talent einsetzen.

Er hatte auf der anderen Straßenseite gewartet, bis Kira alleine im Kundenbereich war und betrat dann als Paketbote verkleidet die Apotheke. In der Apotheke wurden viele Pakete angeliefert, viele auch per Express. Meistens gab es dafür einen eigenen Medikamentendienst, aber es war nicht ungewöhnlich, dass Lieferungen auch mit der normalen Post kamen. Kira hatte diesen Paketboten noch nie gesehen und spürte, wie es ihr sofort zwischen die Beine fuhr, als sie dachte, dass das der ominöse Fremde sein konnte. Sie erwartete den Codesatz, aber der Bote gab nur das Paket hab, lächelte freundlich und verließ den Laden wieder. Einen Moment hatte Kira das Gefühl in seinem gutaussehenden Gesicht zu lesen, wie er sie abschätzte und mehr zu wissen schien. Aber da er den Satz nicht sagte, verbuchte sie es als normale Reaktion. Schließlich wurde sie oft von Männern abgecheckt. Und sie bildete sich ein, dass eine besondere Ausstrahlung hatte, wenn sie keine Unterwäsche trug. Diese Beobachtung hatte sie schon mehrfach gemacht. Dazu kam, dass sie ja tatsächlich einen Geilheitsschub hatte, als er die Apotheke betrat. Auch das hatte Auswirkungen auf ihre Ausstrahlung, soviel hatte sie gelernt.

 

Als sie das Paket auspackte, wunderte sich erneut. War mit dem Boten doch etwas nicht in Ordnung. Sie hielt ein Medikament in den Händen, dass sie nur äußerst selten benötigten, und dass sie auch noch auf Lager hatten. Fast alle ihrer Medikamente waren in einem automatischen Lager registriert. Wenn sie ein Rezept scannten, wurde über ein Förderband automatisch das entsprechende Medikament aus dem Lager geholt und kam an einer Auffangstelle hinter den Kassen zum Vorschein. Je nach Lagerbestand wurden diese Medikamente auch automatisch nachbestellt. Aber das hier war so ein exotisches Exemplar, dass es nicht im System war, sondern im Regal aufbewahrt wurde und von Hand rausgeholt und nachbestellt werden musste.

Kira suchte mit ihren Augen das große Apothekerregal ab und fand den Lagerort nach einiger Zeit im obersten Regalbrett. Sie seufzte, schob die große Leiter auf der Schiene an die entsprechende Stelle und kletterte die Streben der fast senkrecht hängenden Leiter nach oben. Dabei wurde sie sich bewusst, dass sie so ohne Unterwäsche und mit kurzem weiten Rock von unten einen schamlos verführerischen Anblick bot. Sie schauderte und es lief ihr kalt über den Rücken. Gleichzeitig wurde es heiß zwischen ihren Beinen, als sie sich vorstellte, wie der Anblick ihrer blankrasierten, nackten Spalte von unten aussehen musste. Zum Glück war ihre Kollegin gerade im Lager und auch sonst kein Kunde im Laden. Sie legte den mittelgroßen Karton an seine Stelle und stieg die Leiter wieder runter, nicht ohne ihre Schenkel unnötig fest aneinander zu reiben. Nicht, weil sie keine Einblicke gewähren wollte – es war ja eh niemand da, der sie sehen konnte – sondern weil sie sich nach der Berührung an ihrer juckenden Muschi sehnte.

 

Kurz darauf ging Kira in die Mittagspause und als sie zurückkam, hatte sie das Paket schon fast wieder vergessen. Sie löste ihre Kollegin ab, die ihrerseits jetzt Mittagessen ging. In der Mittagszeit war erfahrungsgemäß wenig Andrang in der Apotheke und es genügte, wenn eine Angestellt die Stellung hielt.

 

Pepe hatte auf diesen Zeitpunkt gewartet. Er hatte sich im Auto seiner Verkleidung entledigt und war jetzt wieder in Jeans und kurzem Hemd ganz er selbst. Jose, der gutaussehende Typ mit südländischem Aussehen, den seine Freunde Pepe nannten.

 

Als er die Apotheke betrat, brauchte Kira nur eine Sekunde, um zu verstehen, dass es jetzt so weit war. Sie kannte diesen Typen. Sein Gesicht war viel zu attraktiv, als dass sie sich von der fehlenden Verkleidung hätte täuschen lassen. Sie war vorhin schon misstrauisch und sie wartete schon zwei Tage lang sehnsüchtig auf diesen Moment, deswegen war sie jetzt mehr als bereit. In ihr geschah eine Veränderung, als ob jemand einen Schalter umgelegt hätte. Das Adrenalin schoss in ihre Adern und sie wusste: Jetzt war es so weit!

Pepe bekam die Veränderung, die sich innerhalb von Sekunden vor seinen Augen abspielte mit. Er war froh, dass er Kira vorhin schon gründlich mustern konnte. Zwar war er von ihrer Schönheit durch die Bilder, die Kirsten ihm gezeigt hatte schon vorgewarnt, aber diese rassige Schwarzhaarige live und vor allem angeturnt zu sehen war eine ganz andere Liga. Jetzt als sich auch noch die sichtbare Verwandlung zur Sklavin vollzog brauchte er all seine Selbstbeherrschung, um diesem zauberhaften Wesen ihm gegenüber nicht völlig zu verfallen.

Kira begrüßte ihn unterwürfig:

„Was kann ich für sie tun?“

Nicht die Worte, sondern die lüsterne und devote Stimme brachten Pepe daran an einen Porno zu denken, obwohl er ja von außen betrachtet nur ein Kunde in einer Apotheke war. Ihm war völlig klar, dass Kira Bescheid wusste. Trotzdem musste er den Satz, den er so gründlich auswendig gelernt hatte jetzt sagen, damit Kira keinen Zweifel mehr zu haben brauchte:

„Ich bin froh, dass ich dich gefunden habe. Es fühlt sich an, als hätte ich genau nach dir gesucht!“

Kira erschauderte. Jetzt hatte sie die Bestätigung für ihre innere Gewissheit.

„Ich habe auf dich gewartet.“

Diese Worte kamen tief aus ihrem Inneren und Pepe musste wieder um Fassung kämpfen. Er legte ein Rezept auf den Tresen. Es war nicht unterschrieben und eine lediglich eine Kopiervorlage die offensichtlich nicht offiziell war. Aber darum ging es nicht. Entscheidend war, was darauf stand: Es war exakt das Medikament, das Kira vorhin eingeräumt hatte. Die auf einer Schiene montierte Leiter war noch an der richtigen Stelle. Kira ließ ihren Blick an der Leiter entlang nach oben gleiten und zitterte. In ihr tobte ein Kampf der Emotionen. Sie war aufgeregt, spürte das Adrenalin, schämte sich für das was kommen würde und wurde gleichzeitig unfassbar heiß bei dem Gedanken, dass dieser Fremde Mann gleich ihre nackte Pussy sehen würde. Zur Hälfte freute sie sich darauf sich zu präsentieren und diesen leckeren Kerl anzumachen, aber die andere Hälfte in ihr kämpfte mit dem Kontrollverlust, der ihr Panik aber auch Geilheit in den Körper jagte.

Sie schritt elegant zur Leiter und schwang sich daran mehr wie an einer Tabledance Stange hoch. Sie wackelte mit dem Hintern, ließ ihren Rock fliegen und sorgte so dafür, dass der Mann im Verkaufsraum einen tiefen Einblick in ihre intimsten Zonen bekam. Als sie nach unten blickte und seien lüsternen Blick sah, genoss sie die Macht, die sie über diesen Fremden Mann hatte. Obwohl sie seinen Worten gehorchte, konnte sie doch mit seiner Geilheit spielen, wie auf einem Instrument.

Kira tanzte sich mit dem Karton in der Hand wieder die Sprossen herunter und gelangte wieder zu dem Counter in der Ecke, vor dem Pepe immer noch stand.

Zu ihrer Enttäuschung hatte er seine Fassung wiedergefunden und strahlte nun wieder Stärke und Entschlossenheit aus.

Sie legte das Medikament auf den Tresen.

„Öffne die Packung!“

Kira runzelte die Stirn. Sie dachte das Holen des Medikaments und ihre Show auf der Leiter wären die Aufgabe gewesen. Sie klappte den Deckel des Kartons auf und fand keine Tabletten darin. Sie staunte nicht schlecht, als sie einen Plug aus Metall mit einem funkelnden Diamantenimitat als Abschluss in der Hand hielt. Die Größe war stattlich, definitiv eine Herausforderung für ihren Hintereingang. Ganz kurz wurde Kira von dem Gedanken abgelenkt, dass sie vor ihrer Zeit in der WG wohl kaum vom in der Hand halten eines Arschstöpsels ableiten hätte können, wie schwer es werden wird, ihn sich selbst einzuführen. Dann blickte sie auf, sah den Blick des Fremden und war wieder voll bei der Sache.

„Was denkst du, was du damit anstellen sollst?“

Kira hasste es ausgefragt zu werden. Sie hatte dann immer das Gefühl ein kleines Mädchen vor einem Lehrer zu sein und das widersprach ihrem Bedürfnis danach die Kontrolle zu behalten.

„Ihn mir einführen!?“ fragte sie im Tonfall einer schnippischen Teenagerin, die die rhetorische Frage ihres nervenden Vaters beantwortete.

„Meinst du das wird so gehen?“

Kira wiegte den Metallstab in ihrer Hand. Ohne Gleitgel würde sie es vermutlich nicht schaffen. Das wusste sie. Aber woher wusste es dieser Fremde. Der Gedanke, dass er gründlich von ihren Gebietern gebrieft sein musste beruhigte Kira und sie wurde etwas selbstsicherer. 

„Ich denke so ganz trocken wird das nicht gehen.“

„Und hast du eine Idee wie du ihn nass bekommen wirst?“

Pepe ging genau nach Skript vor.

Kira antwortete nicht, sondern öffnete keck ihre Lippen und lies den breiten Zapfen in ihrem Mund verschwinden. Sie lutschte daran und blickte Pepe in die Augen.

Dem trieb diese Szene den Schweiß auf die Stirn und er hätte sich zu gerne vorgestellt, wie sie auf diese Weise ein bestimmtes Körperteil von ihm bearbeitete, aber er beherrschte sich.

„Gibt es noch andere Stellen deines Körpers, die nass sind?“

Kira zuckte unmerklich und büßte etwas von ihrer Selbstsicherheit ein. Sie nahm den Plug aus dem Mund und antwortete unsicher:

„Ja“

Pepe ärgerte sich innerlich. Keine geschlossenen Fragen, hatte Kirsten ihm noch mit auf den Weg gegeben. Er überlegte, wie er das Gespräch wieder in Gang bringen konnte, aber Kira wertete sein Schweigen zu seinem Glück als Stärke und Aufforderung und redete weiter:

„Meine Fotze ist nass, seit du durch die Tür gekommen bist. Ich warte ungeduldig auf dich und das hat mich tierisch angemacht.“

Pepe grinste und nickte. Kira verstand und schob ihre Hand mit dem Plug zwischen ihre Beine. Während sie sich den kurzen breiten Kopf einführte hob sie mit der anderen Hand ihren Rock hoch. Nicht, dass sie die Orientierung gebraucht hätte, aber als gut erzogene Sklavin, wusste sie, was von ihre erwartet wurde.

Sie bewegte den Plug langsam hin und her und begann leise zu stöhnen.

„Wie lange braucht du, um zu kommen?“

Kira kam schnell in den Flow. Und sie durfte endlich wieder Show machen, das gefiel ihr und half ihr Sicherheit zu gewinnen.

„Vielleicht drei Minuten.“

Das war eine mutige Prognose, aber Kira war wirklich schon mächtig unter Spannung und sie hoffte, dass sie ihr Versprechen einhalten könnte.

Pepe startete demonstrativ die Stoppfunktion seiner Armbanduhr und Kira legte los.

Nach einer Minute rutschte sie hinter dem Tresen zusammen. Teils, weil sie im Stehen etwas länger brauchen würde, aber auch, um vor den Blicken durch die Schaufenster geschützt zu sein.

Pepe überlegte kurz, ob er Kira das durchgehen lassen sollte, aber erstens hatte er ihr nicht verboten, sich zu bewegen und zweitens war er selbst ganz froh, dass Kira von außen so nicht mehr zu sehen war. Zwar hatte er bewusst den Counter in der Ecke gewählt, aber so war es noch sicherer.

Kira kam schnell in Fahrt und nach fast vier Minuten fragte sie:

„Darf ich kommen!“

Sie erwartete eine Bestätigung und spürte schon, wie sie langsam über die Klippe kippte, als Pepes „Nein!“ sie ruckartig zurückholte.

Enttäuscht entwisch ihr ein langer Lufftstoß wie aus einem Dampfkesseln und sie versuchte sich zu sammeln. Zornig blickte sie auf und stellte sich wieder an den Tresen.

Pepe verlor keine Zeit:
„Ich denke er ist jetzt nass genug, oder?“

Kira war innerlich wütend und enttäuscht darüber keine Erlösung bekommen zu haben. Aber sie hatte gelernt eine gute Sklavin zu sein und zu gehorchen. Außerdem würde ihr das Einführen leichter fallen, wenn sie noch voller angestauter erotischer Energie war.

Sie stellte einen Fuß lasziv auf den Tresen, drehte sich dabei leicht zur

Seite, so dass der Fremde ihr gegenüber einen guten Einblick hatte und drückte den Plug gegen ihre Rosette. Das Metall war von dickflüssigem Schleim überzogen und das half Kira den Plug gekonnt einzuführen. Sie stieß einen kleinen spitzen Schrei auf, als die dickste Stelle überwunden war und der Plug schmatzend in sie rutschte. Dann stellte sie sich brav hin, senkte ihren Blick und strich sich züchtig ihren Rock glatt. In ihr brodelte die Geilheit noch immer ungezügelt und Pepe konnte es an ihrem sanften Zittern und dem Feuer in ihren Augen auch durch die sittsame Fassade hindurch erkennen.

„Du hast vier Minuten gebraucht. Das bedeutet, dass du den Plug vier Stunden in dir haben wirst!“

Pepe schaute auf die Uhr.

„Um 16:52 darfst du dich davon befreien. Vermutlich bist du jetzt ziemlich geil, oder?“

Kira nickte und fühlte sich wieder wie ein Schulkind.

„Du darfst aber ohne Erlaubnis nicht kommen, richtig?“

Wieder nickte Kira. Diese Demütigenden Fragen brachten sie zur Weißglut und verhinderten gleichzeitig, dass ihre Geilheit abklingen konnte.

„Hast du einen Vorschlag, wie wir damit umgehen könnten?“

Kira überlegte kurz und antwortete dann mit der unterwürfigsten Stimme, die sie trotz der Wut in ihr zustande brachte:

„Wenn es meinem Herrn gefällt, werde ich die Geilheit in mir für ihn ertragen und auf meine Erlösung verzichten. Wenn es ihm gefällt mich zu belohnen bitte ich demütig darum kommen zu dürfen.“

Pepe war von der Antwort überfordert. Noch nie hatte ein anderer Mensch „Herr“ zu ihm gesagt. Und noch dazu eine Frau. Und noch dazu eine so wunderschöne. Und dann noch in diesem Tonfall. Er war berauscht von dem Machtgefühl, dass wie Lava durch seine Adern floss. Er brauchte einen Moment, um sich zu aufzurappeln und antwortete dann mit einer Frage:

„Hast du deinen Vorschlag, wie du zum Orgasmus kommen könntest? Mach es nicht zu einfach, sonst erlaube ich es dir nicht!“

Kira wägte kurz ab, wie schwer sie es sich selbst machen wollte, damit sie die Belohnung erhalten würde, aber es auch noch genießen konnte.

„Ich muss meinen Orgasmus in diesem Raum haben.“

Pepe gab zu bedenken:

„Das hättest du eben ja auch haben können. Was ist da die Herausforderung?“

Und er ergänzte:

„Wie wäre es, wenn wir hinzufügen, dass du erst kommen darfst, wenn deine Kollegin aus der Pause zurück ist?“

Kira schluckte. Wenn sie gesagt hätte, dass sie es sich in der Apotheke besorgen würde, wäre immer noch das Lager als Ausweg gewesen. Aber das erschien ihr zu leicht. Deswegen hatte sie den Verkaufsraum vorgeschlagen. Aber jetzt, mit der Anwesenheit ihrer Kollegin und der Gefahr, dass jederzeit ein Kunde den Laden betreten konnte…

Ihre Gedanken wurden von dem Fremden unterbrochen:

„Wie lange arbeitest du heute?“

„Bis 18 Uhr“

„Pass auf, dann mache ich dir folgendes Angebot: Sobald deine Kollegin aus der Pause zurück ist, hast du die Erlaubnis zu kommen. Und zwar in diesem Raum und mit dem Plug in dir. Wenn du den Plug um 16:52 entfernen darfst, kannst du ihn auch als Hilfsmittel benutzten. Davor sind dir nur deine Finger als Hilfe erlaubt. Du kannst das Angebot nutzen, oder es lassen. Aber wenn du die Apotheke nach Feierabend verlässt, verfällt auch deine Orgasmuserlaubnis. Verstanden?“

Kira nickte.

„Gut, dann fehlt nur noch eins: Bring den Karton wieder zurück an seinen Platz!“

Kira schluckte. Aber sie faltete die nun leere Kiste wieder zusammen und erklomm zum dritten Mal an diesem Tag die Leiter. Beim ersten Mal hatte sie einen feuchten Traum dabei, beim zweiten Mal ging dieser Traum in Erfüllung und jetzt, bei ihrer dritten Besteigung präsentierte sie nicht nur ihre Nacktheit, sondern auch den funkelnden Stein, der ihren Arsch verschloss. Es war erniedrigend und genau das machte sie umso geiler. Gleichzeitig stellte sie sich zum ersten Mal die Frage, woher dieser Typ eigentlich von diesem Medikament wusste und dass es ausgerechnet ganz oben im Regal stehen würde. Sie wusste nicht, dass ihre Herrin letzte Woche an Kiras freiem Tag in der Apotheke war uns alles ausgekundschaftet hatte. 

Die Show, die sie Pepe bot, war nicht ganz so geil, wie beim Holen der Kiste, aber er freute sich an diesem Anblick zum Abschied und verließ ohne weitere Worte die Apotheke, als Kira von der letzten Strebe wieder auf den Boden kam.

Kira fing sofort an sich zu fingern. Ihr Plan war, die Geilheit, die sich in ihr angestaut hatte zu halten und zu nutzen, um möglichst bei der ersten Gelegenheit, wenn ihre Kollegin zurück war ihren Druck abbauen zu können.

Als diese 15min später kam, war Kira immer noch auf höchstem Niveau. Zwar hatte sie zwischendurch eine Kundin bedient, aber die Zeit, in der sie alleine war, hatte sie sich stetig gefingert und am Rand des Orgasmus gehalten.

Leider blieb ihre Kollegin lange im Verkaufsraum, es hab hinten einfach nichts zu tun. Und wenn sie kurz verschwand waren entweder Kunden im Raum, oder die Zeit reichte einfach nicht für Kira, um über die Klippe zu kommen. Es war eine fürchterliche Folter. Kurz überlegte sie, ob sie es aufgeben, oder gegen Abend mit Hilfe des Plugs neu versuchen sollte, da kam ihr eine List.

Sie erfand einen Vorwand, um etwas im Lager zu suchen, verzog sich in eine Ecke und gab vollgas. Kurz bevor sie kam, prüfte sie, dass keine Kunden im Laden waren und rief dann ihre Kollegin nach hinten. Kira versteckte sich und huschte in den Verkaufsraum, als ihre Kollegin an ihr vorbeigegangen war. Jetzt hatte sie vielleicht nur 10 Sekunden – aber die genügten. Kira spürte, wie die langersehnte Erlösung auf sie zurollte. Mit all ihrer als Sklavin gelernten Selbstbeherrschung verhinderte sie laut aufzuschreien und genoss stumm ihren Höhepunkt. Mittlerweile war seit dem Besuch des Fremden schon eine Stunde vergangen in der sie die komplette Zeit geil geblieben war. Jetzt endlich löste sich die Anspannung. Gerade, als sie die Augen wieder öffnete betrat eine Kundin den Laden. Kiras Herz setzte einen Schlag aus. Sie zog die Hand zwischen ihren Beinen hervor, richtete mit der anderen ihren Rock und lächelte die ältere Dame an. Ob es daran lag, dass die Alte nichts wahrgenommen hatte, oder Kiras selbstsicheres Auftreten alles überspielte, konnte sie nicht sagen. Auf jeden Fall sah die Frau nicht so aus, als ob sie etwas bemerkt hätte. Kira atmete erleichtert auf. Mit den immer noch abklingenden Wellen des Tsunamis in ihr und ihren mit ihrem Saft verschmierter Hand bediente sie die Kundin. Ihre Kollegin kam verwirrt wieder aus dem Lager zurück. Kira startete noch einen kleinen Plausch mit der Dame und verhinderte so, dass ihr unangenehme Fragen von ihrer Kollegin gestellt wurden.

Stolz auf ihre Kreativität und Selbstkontrolle genoss sie mit ihrem Körper zusammen das wohlige Gefühl des Erfolges gepaart mit der Erleichterung einen Orgasmus gehabt zu haben.

 

Um genau 16:52 bekam Kira eine Whatsapp von ihrer Herrin.

„Du darfst dich jetzt von deinem Plug erlösen. Hast du auch sonst schon Erlösung gefunden?“

Kira strahlte. Ihr Kollegin, mit der sie sonst nicht so viel zu tun hatte, bemerkte ihren Blick.

„Lover?“, frage sie.

Kira blickte auf und merkte, dass sie wohl sehr Glücklich aussehen musste.

„So ähnlich“, antwortete sie.

Und ihrer Herrin schrieb sie zurück:

„Ja, ich habe es geschafft! Es war ein wunderschönes Erlebnis! Vielen Dank dafür! Und danke, dass wir euch zu 100% vertrauen können! Und danke für den Orgasmus. Ich weiß, dass seine Erlaubnis in Wirklichkeit eure Erlaubnis war.“

Kirsten strahlte ebenfalls vor ihrem Handy.

„Bitteschön kleine Sklavin. Wir haben dich sehr lieb. Vergiss nicht, dass du heute Abend keine Details verraten darfst. Du kannst sagen, dass es ein Mann ist, aber nichts darüber wie er aussieht oder so. Keine Hinweise, die deinen Mitsklavinnen das Erlebnis verderben würden. Einen schönen Abend noch. Ach und den Plug darfst du als Andenken behalten.“

 

Kira steckte das Handy weg und konnte bis zum Feierabend nicht mehr aufhören zu strahlen.

 

Als sie, wie am Tag zuvor, als letzte die WG betrat wurde sie von den anderen beiden erneut bestürmt. Aber dieses Mal hatte sie etwas zu erzählen…

 

7.4.2. Ines

Während Kira den nächsten Tag ganz entspannt und fast ein wenig gelangweilt startete, waren Ines und Lucy noch viel mehr aufgedreht. Es war bereits Mittwoch und es gab nur noch drei Tage, an denen sie dem Fremden begegnen konnten. Das ergab für beide eine Chance von 33%, dass es heute geschehen würde. Doch während sich die kleine lockige Irin vergeblich nach jedem allein auftretenden Mann in ihrem Hotel umdrehte, erwischte es an diesem Tag Nina.

Sie hatte den ganzen Vormittag Uni. Schon früh eine Vorlesung, danach eine Übung, in der ein Tutor half die Inhalte der Vorlesungen zu verstehen und anschließend noch eine Vorlesung. Während der Start in den Tag Inhaltlich noch spannen war, weil es um Design und Funktionalität von Grundrissen ging, wusste Ines, dass es in der zweiten Vorlesung „Baustoffe“ erfahrungsgemäß gähnend Langweilig wurde. Das war jede Woche so, was sollte sich da dieses Mal ändern? Und genau in diesem Punkt irrte sich die blonde Schönheit…

Nach der Übung, die der Tutor dankeswerterweise ein wenig früher beendet hatte, versorgte sich Ines immer beim Bäcker mit einem zweiten Frühstück. Die Vorlesung ging bis halb zwei und bis sie in der Mensa Mittagessen würde, brauchte sie als Überbrückung ein wenig Zucker. Vor allem bei dem trockenen Vorstellen verschiedener Baustoffe.

Sie kam mit zwei Kommilitoninnen, die sich ebenfalls mit Teilchen eingedeckt hatten im großen Atrium geradewegs auf den großen Hörsaal zu, als sich ihr ein Paketbote in den Weg stellte. Im Gegensatz zu Kira, die den ganzen Tag Zeit hatte in ihrer Apotheke auf den Fremden zu warten, war Ines gerade mitten im Gespräch vertieft und hatte auch vergessen, dass dies ihr besonderer Tag sein könnte. Und so süß verplant, wie Ines manchmal sein konnte, dämmerte ihr auch nicht, was sich abspielte als sie den Paketboten sah. Obwohl Kira ihr gestern von einem Paketboten erzählt hatte.

Der gutaussehende Typ fragte nach dem Weg zum Sekretariat und als er die etwas hilflosen Versuche der der Mädchen, ihm den Weg zu erklären mit einem entwaffneten Lächeln wegwischte und Ines direkt fragte, ob sie ihn hinführen könne, konnte sie nicht nein sagen.

Sie bogen um eine Ecke, da blieb der Paketbote plötzlich stehen. Ines drehte sich verwundert um und schaute zum ersten Mal in seine Augen. Irgendetwas in ihr löste sich und sie verlor sich in der Wärme seiner braunen Augen. Man, war dieser Kerl attraktiv, Ines versuchte sich zu beherrschen, um nicht direkt über ihn herzufallen.

Auch Pepe ergötzte sich an Ines‘ Schönheit. Auch sie war in Live noch viel hübscher, als es Bilder zeigen konnte. Ihre Ausstrahlung, diese Anmut und Eleganz und gleichzeitig eine herzliche Offenheit. Er musste sich konzentrieren, um im Plan zu bleiben und sie nicht einfach für einen Kuss an sich zu reißen.

Er nahm all seine Beherrschung zusammen und sprach den Codesatz:

„Ich bin froh, dass ich dich gefunden habe. Es fühlt sich an, als hätte ich genau nach dir gesucht!“

Ines blieb die Luft weg. Hatte sie gerade ihren Traummann getroffen? Und dieser gestand ihr, nachdem er sie zwei Minuten kannte, dass er genau nach ihr gesucht hatte? Am liebsten hätte sie diese Worte wiederholt und damit zurückgegeben. War das diese Liebe auf den ersten Blick, von der immer alle sprachen?

Wie das penetrante Klingeln eines Weckers, wenn man noch in der Tiefschlafphase ist, so meldete sich ganz tief in ihrem Gehirn ein Alarm. Erst nahm sie ihn nur kaum wahr, dann wurde er immer lauter und als sie sich darauf konzentrierte, traf sie die Erkenntnis wie ein Schlag. Das war nicht der Satz, auf den sie mit ihrem Leben gewartet hatte! Das war der Satz, der sie zur Sklavin von diesem Mann machte! Es war der Codesatz.

Ines taumelte innerlich, sie kämpfte mit der schmerzhaften Enttäuschung, die sich wie ein Messer in ihr Herz bohrte, dass dieser Mann ihr gegenüber ihr nicht gerade seine Liebe gestanden hatte, sondern ihr nur mitteilte, dass sie sich ihm unterwerfen musste.

Ihr inneres Taumeln führte dazu, dass auch ihre Knie ihr den Dienst verweigerten und sie wie in Zeitlupe vor Pepe auf die Knie sank. Mitten in deinem Gang der Uni, was ihr in diesem Moment weder bewusst war, sie aber auch dann nicht im Geringsten gestört hätte. Sie fühlte sich gerade, als wäre ihr Herz in tausend Stücke gesprungen – was konnte da noch schlimmeres passieren?

Pepe bekam Ines‘ Entwicklung natürlich mit. Aber er wusste nichts von ihrem Schmerz und ihrer Enttäuschung, er führte das alles auf die besondere Begegnung mit dem Fremden Herrn zurück, die Ines gerade machte.

Er war, wie schon bei Kira, von der guten Ausbildung der Sklavin beeindruckt. Kira hatte sich wirklich unterwürfig ihm gegenüber verhalten. Und Ines sank sogar vor ihm auf die Knie. Und gleichzeitig war es ihm unangenehm. Er hatte Sorge, dass jemand um die Ecke kam und die beiden so sah. Um zu so einer Szene zu stehen, fehlte dem jungen Dom noch jede Menge Selbstsicherheit.

Deswegen machte er einen Schritt auf Ines zu, legte seinen Zeigefinger unter ihr Kinn und zog seine Hand nach oben. Erst hob sich Ines‘ demütig gesenkter Kopf, bis sich ihre Blicke wieder trafen und Ines erneut den Schmerz in ihrem Herz spürte, dann erhob sich die lange Blonde langsam. Als sie wieder stand, überreichte Pepe ihr wortlos ein Paket, nahm all seine Selbstbeherrschung zusammen, drehte sich um und lies sie einfach mit dem Karton in der Hand stehen.

Ines stand noch eine volle Minute wie erstarrt da und schaute auf den Platz, an dem eben noch dieser Traum von einem Mann gestanden hatte. In ihrem Kopf poppten die Fragen auf wie Popcorn in heißem Öl: Was war gerade passiert? Wieso hatte sie so extrem reagiert? Was war da in ihrem Herz passiert? Wer war dieser Typ? Und warum sah er so gut aus?

Gedankenverloren öffnete sie das Paket und fand einen Brief von ihrer Herrin. Kirsten hatte in der Planung das Gefühl, dass es Ines helfen würde, wenn sie in der Begegnung mit dem Fremden doch die Handschrift ihrer Herrin sehen könnte. Und sie täuschte sich nicht. Sie probierte es der ängstlichen Sklavin so einfach wie möglich zu machen. Sie war nicht als erstes dran und nicht als letzte, sie musste nach Kiras Begegnung nicht lange warten… all das sollte ihr helfen – und es funktionierte.

Ines spürte, wie die geschwungenen Linien der Buchstaben ihrer Herrin ihr Sicherheit gaben. Sie liebte Ästhetik und Kirstens Handschrift war wirklich schön. Ihre Herrin hatte sich die Mühe gemacht ihr persönlich und von Hand zu schreiben. Diese Wertschätzung half Ines sich auf den Inhalt der Worte und das was auf sie zukam einzulassen. Sie las:

„Liebe Sklavin. Wenn du das liest, hat dich der Fremde schon getroffen. Du hältst in deinen Händen ein kleines Kästchen. Den Inhalt davon führst du dir ein. Und zwar an dem Ort, an dem du jetzt im Moment stehst! Keine Flucht auf die Toilette!

Danach kannst du deine Vorlesung besuchen. Aber sei gewarnt, deine Begegnung ist noch nicht zu Ende…“

In Ines Bauch tanzten ganze Schwärme von Schmetterlingen. Aber nur zum Teil, weil sie gespannt war, was noch mit ihr passieren würde, sondern, weil sie diesen Mann wiedersehen würde. Und zwar heute noch. Jetzt gleich.

Glückserfüllt öffnete sie die schwarze Schachtel und zog ein knall pinkes Teil aus weichem Silikon heraus. Es war wie eine Birne geformt, etwa so groß, dass sie es in der geschlossenen Hand halten konnte, aber mit einem überdimensional langem „Stil“ an der „Birne“. Ihr war klar, dass das die „Birne“ in ihre Muschi gehörte und der Stil zum zurückziehen gedacht war. Dass er gleichzeitig die Funktion einer Antenne übernahm wusste sie nicht.

Ein schneller Blick, der prüfte, dass sie alleine im Gang war, dann das Teil kurz in den Mund gesteckt und befeuchtete und schon war hatte sie es eingeführt. Schmunzelnd stellte sie fest, dass sie ihre Spucke nicht gebraucht hätte.

Sie richtete ihre Klamotten und huschte in die Vorlesung. Sie kam etwas zu spät, es hatte schon angefangen. Somit konnte sie sich nicht mehr zu ihren Kommilitonen setzen, sondern suchte sich einen Platz in der vorletzten Reihe.

Da die Baustoff Vorlesung nicht nur Innenarchitekten, sondern Studierende sämtlicher Fachbereiche, die etwas mit Bau zu tun hatten, besuchten, fand diese im größten Hörsaal der Uni statt. Im weiten Rund sah sie ein paar Reihen vor sich die anderen beiden Mädchen, war aber insgeheim ganz froh, dass sie ein wenig abseits und ungestört saß.

Abseits stimmte – ungestört nicht.

Nach ca. 10 Minuten erschrak sich Ines fast zu Tode. Sie konnte nicht verhindern, dass ihr ein kleiner spitzer Schrei entfuhr, als das Ding in ihr zu vibrieren begann. Ein paar wenige Köpfe drehten sich zu ihr um, aber Ines schaffte es gedankenschnell so zu tun, als wäre ihr etwas heruntergefallen und damit war die Szene für die anderen auch schon vorbei. Aber nicht für Ines.

Sie wusste nicht, was sie sich da eingeführt hatte. Es war ein Lush von Lovense, der per App von jedem Handy aus angesteuert werden konnte, das zuvor damit gekoppelt worden war.

Ines brauchte eine volle Minute, um die Vibration, die nur sehr sanft war, körperlich und auch emotional zu verarbeiten und wieder nachdenken zu können. Irgendjemand oder etwas musste dieses Ding in ihr gestartet haben. Es musste irgendwie per Funk oder so funktionieren. Über das Internet? Aber dazu hätte es hier WLAN benötigt. Nein, es musste eine kürzere Distanz sein. Sie fing an die Personen um sich herum zu scannen. Verhielt sich jemand auffällig? Schaute sie jemand an? Konnte sie vielleicht den attraktiven Fremden ausfindig machen?

Während sie so suchte, merkte sie, wie sehr ihr Körper auf die Vibrationen und die ganze Situation ansprang. In ihr keimte eine sanfte Geilheit.

Vor sich hatte sie nun alle Menschen anvisiert und niemanden gefunden, der sich verdächtig verhielt. Sie drehte sich langsam um und sah schräg hinter ihr einen Mann sitzen. Und als sich ihre Blicke trafen spürte Ines wieder, wie sie von dieser inneren Hitze überrollt wurde. Da war er. Er hatte seine Paktebotenuniform ausgezogen und saß leger mit zwei geöffneten Knöpfen an seinem eng geschnittenen Hemd da und schaute ihr direkt in die Augen. Mit einer Hand zeigte er ihr einen Zeigefinger, die andere hatte er unter dem Tisch.

Ines verstand nicht, was das Zeichen bedeutete. Erst als er einen zweiten Finger in die Luft streckte und sich die Vibrationen in ihr verdoppelten, begriff sie. Dieser Fremde zeigte ihr die Stärke an, mit der er sie stimulierte und schaute ihr dabei mit seinen unglaublich fesselnden, braunen Augen direkt an.

Das Gerät in ihr vollbrachte jetzt ganze Arbeit. Es war zwar nicht zu hören, und auch eigentlich nicht besonders stark, aber die Art der Vibrationen machten sie mächtig an. Ines musste an den Zauberstab denken, weil sie keine vergleichbaren Gefühle in ihrer Schatztruhe kannte.

Wieder schaute sie sich um und sah, wie der Fremde ihr erst zwei Finger, dann alle zehn Finger zeigte. Erst verstand sie nicht, dann riss sie die Augen weit auf. Sollte das bedeuten, dass sie gerade Stufe zwei von zehn zu spüren bekam. Ines war sich sicher, dass sie – zwar nicht sofort, aber mit etwas Zeit – auf dieser Stufe hätte kommen können. Aber wenn das erst Stufe zwei war – wie sollte sie dann Stufe sechs oder sieben aushalten. Oder gar Stufe zehn? Sie würde den gesamten Hörsaal zusammenbrüllen. Wusste der Fremde, wie empfindlich sie war? Wie schnell sie in Fahrt kam und wie wenig sie für einen Orgasmus brauchte? Ihre Gebieter mussten es ihm gesagt haben! Sie mussten das! Sonst würde Ines entweder fluchtartig den Saal verlassen müssen, oder würde exmatrikuliert werden – da war sie sicher.

Lange konnte sie diesen Überlegungen nicht nachhängen, denn schlagartig verdoppelte sich die Stärke der Vibration. Sie riss die Augen auf und drehte ihren Kopf nach hinten. Der gutaussehende Südländer grinste und hob vier Finger in die Höhe. Ines hatte es also richtig abgeschätzt. Nur, dass sie sich darüber nicht freuen konnte, denn diese Stufe vier setzte ihr schon ganz schön zu. Lange würde sie das nicht aushalten.

Sie legte all ihre Sehnsucht und Ausstrahlung in ihren Blick, fokussierten den Fremden und schüttelte langsam bittend den Kopf. Er musste wissen, dass das sie an ihre Grenzen führte. Sollte sie wirklich hier unter all diesen Menschen einen Orgasmus haben?

Der Fremde zog seine dunklen Augenbrauen hoch grinste diabolisch und nickte langsam. Ines merkte, dass sie weder diesen Fremden, noch ihren Orgasmus aufhalten konnte. Sie beschloss sich darauf vorzubereiten tatsächlich hier im Hörsaal voller Studenten zu kommen. Sie wollte all ihre Körperbeherrschung investieren, damit es niemand mitbekommen würde.

Pepe erhöhte nochmal auf Stufe fünf und sah, dass Ines sich in ihr Schicksal ergeben hatte. Von Kirsten war er eindringlich gewarnt worden, dass die blonde Schönheit sehr sensibel auf Vibratoren reagierte und er nicht auf die Idee kommen sollte, sich über Stufe acht zu wagen. Und das auch nur kurz.

Aber Pepe hatte gar nicht vor Ines Höhepunkt schneller heraufzubeschwören. Er lehnte sich zurück und genoss die Show, die sich ihm bot. Selbst von schräg hinten war es ein atemberaubender Anblick.

Die glatten blonden Haare hoben und senkten sich langsam und anmutig in ihrem eigenen Rhythmus und Pepe erahnte, wie die Vibrationen die Sklavin langsam aber sicher an den Rand der Klippe führten. Zwar konnte er nur ihr Profil mit ihrer hübschen, schlanken Nase erkennen, aber er sah, wie sich die Augen schlossen und der Kopf vor und zurück wiegte. Da er ihren Unterkörper aufgrund der geschlossenen Rückenlehnen der Hörsaalsitzreihen nicht sehen konnte, wirkte es auf ihn, als würde Ines auf einem Schwanz sitzen und diesen genüsslich reiten. Diese Vorstellung provozierte akute Platznot in seiner Hose, denn er schaffte es nicht das Bild aus dem Kopf zu bekommen, dass dieser Schwanz ihm gehörte.

In Ines standen alle Zeichen auf grün. Sie hatte genug Selbstbeherrschung zurückbehalten, um ihren Köper im Griff zu behalten, damit sie nicht schreien oder sonstige Geräusche machen würde. Heimlich dankte sie ihren Gebietern, die ihr mit dem Rohrstock in der Hand beigebracht hatten, komplett lautlos zu kommen. Aber all ihre Aufmerksamkeit, die sie nicht dafür benötigte, fokussierte sie zwischen ihre Beine, wo sich ein tiefes Erdbeben anbahnte. Sie hob ab, flog in ihrem Geist aus dem Hörsaal auf eine einsame Insel der Wollust und lies es geschehen.

Pepe starrte fasziniert auf das ihm sich bietende Schauspiel. So viel Selbstbeherrschung gepaart mit so viel erotischer Ausstrahlung! Er war komplett verloren in diesem Anblick und wachte erst aus seiner Apartheit auf, als Ines in direkt anschaute, weil sie nach ihrem zweiten Höhepunkt, der sich direkt an den ersten angeschlossen hatte, der Meinung war, Anrecht auf eine Pause zu haben.

Pepe reagierte und schaltete den Vibrator ab. Ines atmete erleichtert durch, auch wenn sie ahnte, dass das erst der Anfang war. Und sie hatte recht. Schon nach wenigen Minuten setzte die süße Folter wieder ein. Und dieses Mal startete der Fremde direkt mit Stufe sechs. Ines konnte sich einen Aufschrei gerade so verkneifen und sendete einen bitterbösen Blick hinter sich. Aber schon in den paar Sekunden, die sie Pepe mit ihrem Blick eigentlich töten wollte, wurde sie wieder so heißt, dass sie ihren Peiniger viel mehr lüstern anflirtete, als mit ihren Augen streng zu strafen. Pepe freute sich wie ein kleines Kind, dass das coolste Spielzeug der Welt geschenkt bekommen hatte und der gar nicht mehr aufhören wollte damit zu spielen. Und wenn er ehrlich war, stimmte beides davon.

Aber dieses Mal genoss er nicht schweigend Ines Darbietung, sondern gestaltet kräftig mit. Er ließ den Lush für kurze Zeit auf Stufe sieben seinen unaufhaltsamen Dienst verrichten, nur um dabei auf der Lauer zu liegen und Ines kurz vor ihrem Höhepunkt in tiefe Enttäuschung zu werfen, indem er das Gerät abstellte.

Hatte Ines noch beim ersten Anlauf versucht ihren Orgasmus zurück zu halten, kämpfte sie jetzt genau mit dem Gegenteil. Sie probierte ihren Körper möglichst ruhig zu verhalten, um Pepe keine Informationen zu geben, wie weit sie war. Da sie hier sowieso keine exzessiven Explosionen haben konnte, wollte sie wenigstens so viele kleine und heimliche erreichen, wie sie nur konnte. Es entwickelte sich ein Spiel von Katz und Maus zwischen den Beiden. Ines versuchte Pepe zu täuschen und schummelte sich immer wieder zu kleinen Erlösungen, und Pepe setzte alles daran, sie so weit wie möglich an den Rand zu treiben, um sie dann hängen zu lassen. Beide entwickelten einen großen Ehrgeiz und große Freude an dem Spiel. Ines hatte genug Orgasmen erlöst, um bei einem gestoppten Anlauf nicht komplett enttäuscht zu sein und Pepe hatte lange nicht alle heimlichen Höhepunkte von Ines bemerkt, so dass er sich wie der klare Sieger fühlte. Das Gefühl von Macht durchfloss seine Adern und fühlte sich so unendlich gut an.

Die 90 Minuten Vorlesung folgen an den beiden vorbei und als der Professor endete, bekamen es die beiden erst mit, als die ersten Studenten aufstanden.

Ines sah, wie ihre Kommilitoninnen, die sie vor der Vorlesung begleitet hatten, auf sie zusteuerten. Sie musste sich jetzt gleich viele blöde Fragen gefallen lassen. Dem konnte sie sich nicht entziehen, aber vorher flüchtete sie noch für einen Moment von den Anderen und stahl sich zu Pepes Platz davon.

Sie beugte sich über seinen Tisch, sah ihm direkt in seine wundervollen Augen und hauchte ein „Danke“ in seine Richtung. Dabei strahlte sie ihn an und drückte ihm seinen Kuss auf die Wange. Dafür musste sie sich weit vorbeugen und Pepes Augen fielen in ihren Ausschnitt.

Ines rauschte ab und Pepe saß da wie Obelix, der gerade von Falbala geknutscht worden war. Erst Minuten später berappelte er sich. Er war davon ausgegangen, dass es nach der Begegnung mit Kira nicht besser werden konnte und sah sich jetzt eines anderen belehrt. Und er spürte tief in seinem Inneren, dass sich irgendetwas in seinem Herz verändert hatte. Er konnte nur noch nicht sagen was.

 

 

7.4.3 Lucy

Nachdem Ines am Mittwochabend ihre Begegnung mit dem Fremden in allen Einzelheiten geschildert hatte, war Lucy und Kira das Wasser im Mund und zwischen den Beinen zusammengelaufen. Kira konnte sich alles genau vorstellen, weil sie den Fremden ja schon gesehen hatte. Für Lucy befeuerte das alles ihre Fantasie ins Unermessliche.

Kirsten hatte sich für die kleine Irin eine fiese Teufelei ausgedacht. So wie sie Ines half sich auf die Begegnung mit dem Fremden einlassen zu können, in dem Kira den Anfang machte und Ines dann nicht lange warten musste, so war die Psychologin sich sicher, dass Lucy durch eine möglichst lange Wartezeit angestachelt werden würde. Deswegen war Lucys Treffen mit Pepe auch erst für den Freitag geplant.

Da die Kleine das aber nicht wusste, suchte ihr süßer Lockenkopf am Donnerstag die gesamte Welt nach ihrem Fremden ab. Jeder Mann wurde gescannt, jeder Single verdächtigt und vor allem Postboten, die Lucy an diesem Tag begegneten bekamen von ihr das Gefühl vermittelt, dass sie die letzten Männer auf dem Planeten sein mussten, und es ihre Pflicht zu sein schien sich mit dieser gutaussehenden Rothaarigen zu paaren. Lucy wurde immer wahnsinniger. Vor allem die letzte Stunde vor dem Feierabend war für sie kaum noch auszuhalten.

Zurück in der WG bekam sie einen kleinen Nervenzusammenbruch. All die Anspannung löste sich in einem Heulkrampf, den ihre tapferen Freundinnen mit ihr durchlitten.

„Sie es mal so. Du kannst dir sicher sein, dass es morgen passieren wird. Diese Gewissheit hatten Ines und nicht nicht!“,
munterte sie Kira auf und das half ihr tatsächlich ein wenig.

Ines schlug vor, sich mit einem Film abzulenken. Sie hatte von ihrem Herrn einen heimlichen Befehl bekommen, den sie nicht mit den anderen beiden teilen durfte. Normalerweise machten die Kerns so etwas nicht, weil sie die Bindung der drei nicht schwächen und damit den Zusammenhalt in der WG gefährden wollten. Aber in diesem Fall war es eine Ausnahme – und auch nur eine Kleinigkeit. Bastian hatte Ines gebeten, dass sie den alten Schinken „True Lies“ zusammen schauen sollten. Er wusste, dass Ines die Herrin über die Fernbedienung war – egal welche Sklavinnennummer sie hatte.

Also schauten sie diesen Film, der so lang dauerte und auch über die meisten Strecken eher langweilig war, dass die drei danach friedlich in ihre Betten sanken.

Lucy schreckte schon eine Stunde vor ihrem Wecker hoch. Sie war so aufgeregt, wie eine Fünfjährige an ihrem Geburtstag.

Sie pflegte ihren Körper besonders gründlich und musste an sich halten, um sich nicht zu sehr zu stimulieren, denn sie hatte ja absolutes Orgasmusverbot. Zwar durfte sie sich anfassen und in Fahrt bringen, aber das war ein Eigentor, weil sie dadurch nur noch geiler wurde und die fehlende Erlösung dadurch umso schmerzlicher war. Sie suchte sich besonders schöne Klamotten raus und es machte ihr dabei nichts aus, dass das vermutlich völlig unsinnig war, weil sie auf der Arbeit eh ihre Uniform tragen würde. Aber schließlich mach ich mich für mich selbst schön, redete sie sich ein und wählte ihre verführerische Spitzenwäsche mit den passenden halterlosen Strümpfen und ein geschmackvolles aber aufreizendes Ensemble darüber.

Wenn sie das Warten am Tag zuvor schon wahnsinnig gemacht hatte, so war es heute noch schlimmer. Denn gestern war es eine Möglichkeit gewesen, dass sie jemand anspricht – heute war es eine Gewissheit! Lucy ertappte sich dabei, genauso paranoid wie am Vortag durchs Hotel zu gehen und dabei keinen klaren Gedanken mehr fassen zu können. So musste es sein, wenn Männer in der Fußgängerzone andere Frauen sahen und sich vorstellten, wie diese nackt aussehen würden. Sobald Lucy einen Mann sah, der alleine in ihrer Nähe war, startete ein Kinofilm in ihrem Kopf, in dem sie von diesem Mann dominiert, unterworfen, gedemütigt und durchgefickt wurde. Und von Fantasie zu Fantasie steigerte sich die Intensität und Härte, mit der sie rangenommen wurde. In der Mittagspause merkte sie, dass sie so den Abend dieses Tages nicht ohne eine Einweisung in eine Psychiatrie erleben würde und beschloss ihre Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Sie stürzte sich einfach in die Arbeit und nahm sich vor alle Aufgaben, die sie sonst mit ihrer normalen, gewissenhaften Gründlichkeit erledigte heute zu einem Weltrekordversuch auszurufen. Sie strengte sich an, schneller, genauer, gründlicher und perfekter zu sein, als sonst und machte daraus einen kleinen eigenen Wettbewerb, von dem niemand etwas mitbekam. Das half ihr tatsächlich sich weniger auf die Fremden Männer und mehr auf Kissen, Decken und saubere Teppichböden zu konzentrieren.

In ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau durchlief Lucy alle Bereiche, um das Hotelfachwerk von Grund auf zu lernen. Zurzeit war sie der Zimmerservice zugeordnet und kümmerte sich heute, am Tag vor dem Wochenende, klassischer weise um das Reinigen der Zimmer. Viele waren heute abgereist und zum Wochenende war die Bude wieder voll – ihr Enthusiasmus war also heute nicht nur eine gute Ablenkung, sondern tatsächlich hilfreich.

Als sie eine Stunde vor Feierabend auf die Uhr sah, traf sie allerdingst die Erkenntnis, dass es nun wirklich passieren musste. Mit einem Schlag waren alle Emotionen wieder da: Die Paranoia, das Adrenalin, die Schmetterlinge im Bauch und ja, auch die Geilheit. Als sie auch in dieser letzten Stunde ihres Dienstes nicht Angesprochen wurde, war Lucy ein nervliches Wrack. Sie sehnte die Begegnung so sehr herbei, dass sie sich fast vor dem nächsten X-beliebigen Mann auf die Knie geworfen und darum gebettelt hätte, dass er sie misshandle.

Zum Glück kam es nicht dazu, denn drei Minuten vor ihrem Feierabend ging ein Anruf bei der Rezeption ein. Es war kurz vor sechs und ein Gast bestellte den Zimmerservice.

Lucy wusste nicht, wie ihre Gebieter es getimet hatten, dass dieser Anruf genau sie traf, aber mit einem Mal war sie sich sicher, dass das ihre Begegnung war.

Sie schritt langsam und andächtig die Treppe in den dritten Stock hoch, als ob sie auf einem Ball war und ein ausuferndes Kleid zur Schau stellen wollte. Aber sie bemerkte gar nicht, wie sie die Treppe empor ging. In ihre stellten sich alle Schalter auf Demut und Unterwerfung um, und als sie vor der entsprechenden Tür stand konnte sie nichts Anderes denken, als nur noch bedingungslos zu dienen und zu gehorchen. Eine gesamte Woche hatte sie auf den Moment gewartet, jetzt war sie bereit.

Lucy wollte anklopfen, aber die Tür gab sanft nach, weil sie nur angelehnt war. Die kleine Sklavin verstand das als Aufforderung und betrat das Zimmer. Vor ihr lag ein schwarzes Loch, das Zimmer war komplett dunkel und Lucy zögerte einen Moment, bis sich ihre Augen ein wenig an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Instinktiv schloss sie die Tür hinter sich und konnte jetzt sehen, dass doch ein kleiner Lichtstrahl durch die fast komplett geschlossenen Vorhänge fiel. Das wenige Licht half ihr sich zu orientieren. Zwar kannte sie die Zimmer natürlich von ihrem Grundriss – das hier war eine kleine Suite, die etwas mehr Platz bereithielt – aber trotzdem wollte sich nicht gegen einen verschobenen Stuhl oder Beistelltisch stürzen. Sie steuerte die Mitte der freien Fläche an, auf die der schmale Lichtspalt wie eine Art Spot eines Scheinwerfers leuchtete.

Als sie dort ankam, hörte sie eine Stimme aus der dunklen Ecke des Zimmers, wo ihres Wissens die Sitzgruppe stand.

Lucy erschrak, hatte sich aber schnell wieder im Griff und drehte sich zu der Stimme, die – für sie wenig überraschend – den Codesatz sagte:

„Ich bin froh, dass ich dich gefunden habe. Es fühlt sich an, als hätte ich genau nach dir gesucht!“

Ohne zu überlegen, sprach sie aus, was sich in ihrem Herzen formte:

„Und ich bin froh, dass du mich gefunden hast. Ich habe die gesamte Woche auf dich gewartet und bin mehr als bereit für dich.“

Pepe hatte nicht mit so einer Antwort gerechnet, improvisierte aber souverän:

„Du hast auf mich gewartet?“

„Jeden einzelnen Tag. Und heute, jede einzelne Stunde. Und in der letzten Stunde, jede einzelne Minute.“

„Und wie war das für dich?“

Pepe stieg gleich voll ein. Er spürte, dass Lucy nicht mehr warm werden musste, sondern wirklich bereit war loszulegen, wie sie ja auch gesagt hatte.

„Es hat mich wahnsinnig gemacht. Vor Spannung...“

Lucy stockte kurz, um Mut zu sammeln und fuhr dann fort:

„…aber auch vor Geilheit! Es hat mich sehr angemacht, mir auszumalen, was passieren könnte. Und jetzt will ich es nur noch erleben.“

„Dann werden wir keine weitere Zeit verlieren. Zieh dich aus. Langsam und ansehnlich.“

Kira stellte sich so, dass der Lichtspalt ihren Körper von oben bis unten traf und begann sich auszuziehen. Die kleine Irin verstand es Sinnlichkeit und Erotik in einen Strip zu legen. Sie wiegte leicht hin und her, ihre frechen Locken umspielten ihr wunderschönes Gesicht und sie lieferte Pepe eine wirklich gute Show.

In Lucy kamen die Gedanken langsam etwas zur Ruhe. Bis jetzt war alles unbekannt, alles nur Fantasien in ihrem Kopf. Dann das dunkle Zimmer, die Fremde Stimme… Jetzt war sie endlich auf sicherem Terrain. So seltsam das für außenstehende klingen mochte. Strippen gab ihr Sicherheit. Zwar zog sie sich aus und machte sich damit verletzlich, aber gleichzeitig war das etwas, das sie wirklich richtig gut konnte. Sie hatte eine natürliche Begabung, das war schon beim Einzug in die WG aufgefallen. Aber seitdem hatte sie sich nicht auf ihr Talent verlassen, sondern stundenlang geübt. Mit Videos, Turtorials und Trainings hatten die Sklavinnen – wie für alle anderen sexuellen Handlungen auch – ausdauernd geübt sich ihrer Kleider zu entledigen. Schließlich war der Strip oft der Auftakt für eine Session und der sollte ja auch sitzen.

Während Lucy also ihren Kopf sortieren konnte, schoss ihr ein Gedanke quer, der so gar nicht in die sich langsam erotische aufheizende Stimmung passen mochte. Irgendwie kam ihr diese Szene bekannt vor, also ob sie sie schon einmal erlebt hätte. Sie überlegte fieberhaft, aber das konnte doch nicht sein. Sich in einem fast komplett dunklen Hotelzimmer vor einem komplett Fremden auszuziehen… das hatte sie sicher noch nicht erlebt. Aber irgendwo schon mal gesehen? Zusammen mit einem fetten Grinsen auf ihrem Gesicht kam ihr die Erkenntnis: Der Film, den sie am Abend vorher geschaut hatten, dieser alte Schwarzeneggerstreifen True Lies – da gab es exakt diese Szene. Das war sicher von ihren Gebietern so eingefädelt und Lucy freute sich über diese Zuwendung und Aufmerksamkeit ihrer Herren. Der Film war nicht gerade überragend gewesen, aber sie musste zugeben, dass der Strip von Jamie Lee Curtis verdammt heiß war. Lucy spornte das an. Wenn sie schon diese Szene nachspielen sollte, dann musste sie mindestens genauso aufreizend sein.

Pepe entging das Strahlen, dass über Lucys Gesicht huschte, keineswegs. Er überlegte, ob er fragen sollte, was sie zu lachen hatte, aber er wusste nicht, wie er es formulieren sollte, ohne die Stimmung zu ruinieren. Deswegen tat er einfach so, als hätte er es nicht mitbekommen und freute sich daran, dass Lucy Spaß an ihrer Aufgabe hatte. Und ehrlich gesagt machte sie das auch verdammt gut. Pepe schob seinen Hintern auf dem Sessel nach vorne, damit sein bestes Stück mehr Platz hatte, sich zu entfalten.

Also Lucy anmutig ihre Kleidung zu Ende ausgetanzt hatte (die sie natürlich als gute Sklavin und anständige Hotelkauffrau sorgfältig zusammengelegt hatte, ohne dass es der Erotik einen Abbruch getan hätte) stellte sie sich in Position 1a vor Pepe. Diese Positionen waren den Sklavinnen so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie gar nicht mehr darüber nachdachten. Sobald ein Moment Leerlauf entstand, positionierten sie sich automatisch angemessen. Lucy hatte für eine Sekunde darüber nachgedacht ihre Hände im Rücken übereinander zu legen, also 1b, entschied sich dann aber für die ihrer Meinung nach aufreizendere Variante mit den Händen im Nacken. Ihre Brüste wurden dadurch angehoben und kamen viel besser zur Geltung. Außerdem streckte sie sich natürlich auf die Zehenspitzen – wie immer, wenn sie in besonderer Beobachtung stand. Durch das lange Training, konnten es die Sklavinnen mittlerweile mehrere Minuten auf Zehenspitzen aushalten. Aber das war hier gar nicht gefordert. Denn der Fremde gab die nächsten Anweisungen.

Pepe hatte den Strip und die abschließende Pose sehr bewundert. Er wusste schon von Kira und Ines, dass die drei extrem gut ausgebildet waren, aber es war immer wieder faszinierend, es live zu erleben. Außerdem war, wie bei den anderen beiden Sklavinnen auch, Lucy in Natura noch viel hübscher als auf Fotos. Vielleicht war der Unterschied zwischen Bild und Wirklichkeit bei Lucy sogar am größten, weil ein Großteil ihrer Schönheit aus ihrer beeindruckenden Ausstrahlung kam. Obwohl sie auch schon auf Fotos ein echter Hingucker war.

All das ging Pepe in Sekunden durch den Kopf. Dann fuhr er im Plan fort, den er mit Kirsten ausgeheckt hatte.

Er warf Lucy eine Kopflampe zu, die vor ihr auf dem Boden landete. Lucy reagierte sofort, und änderte ihre Position von stehend zu kniend. Sie konnte den Fremden nicht sehen, verstand es aber als Aufforderung die Lampe an sich zu nehmen. Sie wusste, dass sie das Richtige getan hatte, als Pepe fortfuhr.

„Setz dir diese Lampe auf. Du hast jetzt drei Minuten Zeit diese Suite abzusuchen. Ich habe überall Spielzeuge versteckt. In deinem eigenen Interesse solltest du in der Zeit möglichst viele davon finden! Es ist dir nicht erlaubt mich anzuleuchten. In der Sitzgruppe, in der ich mich aufhalte ist auch nichts versteckt, es lohnt sich also sowieso nicht.

Ich stoppe deine Zeit. Ach ja, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen. Ich soll dir von deiner Herrin ausrichten, dass auch ein Zauberstab dabei ist. Und noch was: Es versteht sich von selbst, dass du hier nicht herumrennst, wie ein aufgeschrecktes Huhn, sondern dich anmutig und erotisch bewegst, wie es sich immer für eine Sklavin gehört.

Auf die Plätze, fertig, los!“

Lucy erhob sich und suchte systematisch die Suite ab. Sie startete beim Schlafzimmer, schaute gründlich aber versuchte dich nicht zu verzetteln, denn drei Minuten waren wenig Zeit. Danach schaffte sie noch das Badezimmer und den kleinen Essbereich, bevor der Fremde sie zurückrief. Sie kniete sich wieder vor Pepe und hielt die gefundenen Gegenstände wie ein Opfer vor sich in die Höhe. Sie hatte Nippelklemmen, zwei Plugs, einen durchsichtigen Glasdildo und ihren maßgefertigten, grünen Turbovibrator gefunden.

Pepe erklärte ihr, wie es weitergehen würde:

„Du wirst dich jetzt vor meinen Augen selbstbefriedigen. Du hast dafür alle Spielzeuge zur Verfügung, die du gefunden hast. Ich stoppe deine Zeit. Für jede volle Minute, die du benötigst, werde ich dir nachher einen Schlag mit dem Rohrstock geben.“

Lucys Augen zuckten kurz und verrieten, dass ihr die Androhung des Rohrstocks ein wenig Angst machte. Gleichzeitig ärgerte sie sich, dass sie den Zauberstab nicht gefunden hatte. Zwar war sie durch das viele Orgasmustraining in der Lage auch mit anderen Spielzeugen und auch in deutlich schneller Zeit als früher zu kommen, aber der Zauberstab war immer noch ihr bester Freund.

Immerhin hatte sie ihren persönlichen Vibrator gefunden, der war auch nicht zu verachten. Vorausgesetzt er war in Bewegung.

Lucy traute sich deswegen eine Frage zu stellen:

„Herr, darf ich etwas bitten?“

Pepe spürte das warme Gefühl, dass ihn immer durchströmte, wenn er ‚Herr‘ genannt wurde.

Er nickte, verstand dann aber erst, dass Lucy ihn ja immer noch nicht sehen konnte. Deswegen gab er ein kurzes „Ja“ zurück.

„Können sie bitte diesen Vibrator in Aktion versetzen?“

Pepe war froh, dass Kirsten ihn umfassend instruiert hatte. Er zog sein Handy aus der Tasche und öffnete die App. Aber ganz so einfach wollte er es nicht machen:

„Was wärst du denn bereit dafür zu geben?“

Lucy überlegte. Natürlich wäre ein Blowjob immer eine gute Währung, um solche Gefallen zu bezahlen. Aber das alleine wäre vielleicht auch ein wenig billig und fühlte sich an, als wollte sie ihre Herren betrügen. Ihr kam eine Idee:

„Drei zusätzliche Minuten und wenn sie es erlauben würde ihr gerne ihren Schwanz verwöhnen.“

Pepe war einen Moment sprachlos. Natürlich war ein Blowjob in schlechten Pornofilmen immer die Antwort der gutaussehenden Rothaarigen, wenn sie nicht genug Geld für den Klempner hatte und der Fragte, was sie denn sonst zu bieten hatte. Aber das hier war Real Life. Das war echt und er hatte das Recht über diese Sklavin zu bestimmen nur geliehen. Und er wusste von Kirsten, was das für eine Verantwortung bedeuten würde.

Weil er nicht wusste, wie er sich entscheiden sollte, verschaffte er sich erst einmal Zeit.

„Die drei Minuten bekommst du auf jeden Fall. Ob du meinen Schwanz bekommst, muss ich mir noch überlegen.“

Innerlich klopfte er sich auf die Schulter. Gute Antwort! Er war der Herr, und wenn sie ihm einen blasen wollte, dann war das ein Geschenk an sie, nicht an ihn! Gut hinbekommen.

Pepe schaltete den Vibrator auf volle Stufe und verkündete:

„Deine Zeit läuft. Und du bist schon bei drei Minuten…“

Lucy verschwendete keine Zeit. Sie war durch ihre Nacktheit und die Situation mit dem unbekannten Mann, den sie bis jetzt noch nicht mal gesehen hatte, so angeturnt, dass sie keine weitere Vorbereitung brauchte. Sie rammte sich das zuckende und drehende Monster in die Muschi und fing an wild ihren Kitzler zu bearbeiten. Dazu legte sie sich auf den Rücken. Ihr war natürlich klar, dass es eine bessere Show gewesen wäre, wenn sie es sich im Knien besorgt hätte, aber hier ging es nicht darum, wie es aussieht. Hier zählte nur eins: Jede Minute! Sie beglückwünschte sich innerlich zu ihrem Angebot. Der Vibrator verbrachte wahre Wunder und war jede der drei Minuten wert, die er sie gekostet hatte. Schon bald fing sie an tiefer zu atmen. Sie ließ sich in ihre typische Trance fallen und bekam nicht mit, wie Pepe aufgestanden war und die dicken Vorhänge vor den Fenstern aufzog.

Eigentlich hatte er geplant, dass er sich in diesem Moment Lucy zu erkennen gab. Schließlich war ja der Kick bei der Sache, dass es sich diese kleine Sklavin vor den Augen eines Fremden besorgte. Allerdings hatte er diese Rechnung ohne Lucy gemacht, die in ihre eigene Welt abgetaucht war.

Pepe musste mit einem Grinsen eingestehen, dass es in live anders war, ein Dom zu sein, als in seinen Fantasien. Da wäre Lucy auf Knien vor ihm geblieben und hätte ihm in die Augen geschaut, während sie gekommen wäre. Aber natürlich war es logisch, dass sie alles dafür tat so schnell wie möglich zu kommen. Und sie war tatsächlich auch schon kurz davor. Pepe schaute auf seine Stoppuhr. Die Sklavin noch nicht mal fünf Minuten zu Gange. Kirsten hatte doch gesagt, dass Lucy eher länger brauchen würde.

Die kleine Irin war froh, dass der Fremde die Kraft des Vibrators nicht einschätzen konnte. In der WG kamen die Sklavinnen nur sehr selten in den Genuss des vollen Programms dieses Wunderspielzeugs. In ihr brummte, bohrte und vibrierte es und sie bearbeitete zeitgleich ihren Kitzler mit aller Kraft. Sie wusste, dass sie diesen Orgasmus nicht sonderlich genießen würde. Dafür war er viel zu sehr herbei geprügelt. Sie mochte es lieber langsam, besinnlich, magisch. Das hier war nur brachial. Aber sie wusste auch, dass es hier nicht darum ging sich besonders gut zu fühlen, sondern mit möglichst wenigen Schlägen davon zu kommen. Sie dachte kurz an den Schmerz und sie durchzog ein Schauer. Natürlich hätte sie Angst vor dem Rohrstock aber sie wusste mittlerweile nur zu gut, dass der Schmerz sie auch anmachte. Schon der Gedanke daran, half ihr. Da fielen ihr die Nippelklemmen ein. Sollte sie die noch anlegen? Sicher würde diese ihr helfen. Auf der anderen Seite, war sie auch schon kurz davor zu kommen, sie wollte den drive nicht verlieren und keine Zeit mit dem Anlegen der Klemmen verlieren. Sie ärgerte sich kurz, dass sie nicht früher auf die Idee gekommen war und die Dinger gleich am Anfang angelegt hatte, aber diesen Gedanken konnte sie nicht zu Ende denken, weil sie von einer brachialen Welle ihres Höhepunkts überschwemmt wurde.

Pepe stoppte den Timer, bei 4:52. Knappe Kiste. Das bedeutete sieben Schläge. Aber das war jetzt Nebensache, denn er wollte keinen Moment des Naturschauspiels verpassen, dass sich zu seinen Füßen abspielte.

Als Lucy langsam wieder auftauchte öffnete sie vorsichtig ihre Augen. Sie musste blinzeln. Nicht nur, wegen der langen Zeit, die sie sie geschlossen hatte, sondern auch, weil das Zimmer jetzt sonnendurchflutet war. Pepe ergötzte sich an ihrem Anblick. Sie sah unfassbar süß aus, wie sie so aus der Wäsche blinzelte. Als sich Lucys Augen an das Licht gewöhnt hatten, sah sie zum ersten Mal den Fremden Gebieter. Sie strahlte ihn an und Pepe erinnerte sich daran, dass Kirsten ihn vorgewarnt hatte, dass Lucys Ausstrahlung einen umhauen konnte. Er spürte tausend Schmetterlinge in seinem Bauch und auch in seiner Hose ging es rund.

Er war davon ausgegangen, dass er mehr Zeit haben würde, um über Lucys Angebot nachzudenken, aber die Kleine war schneller als er gedacht hatte. Jetzt konnte er unmöglich eine rationale Entscheidung treffen – er wollte es aber auch nicht mehr. Er wollte nur noch eins. Seinen Schwanz in diesem Strahlen verschwinden sehen. Er setzte sich zurück auf den Sessel und gab Lucy mit einem Fingerzeig zu verstehen, dass sie ihm folgen sollte. Die drehte sich wie eine Katze geschmeidig auf alle Viere und krabbelte aufreizend auf ihn zu. Pepe griff mit einer Hand den Rohrstock und nestelte mit der anderen an seiner Hose herum. Aber mit einer Hand bekam er den Knopf nicht auf. Als Lucy bei ihm angekommen war, griff sie beherzt zu und befreite seinen kleinen Freund. Der Gedanke, wie Kirsten das auffassen würde, was hier gerade geschah, schoss ihm durch den Kopf, dann verabschiedete sich sein Gehirn. Es blieb gerade noch so viel Kapazität übrig, dass er Lucy noch die sieben Schläge androhte und sich vornahm, die jetzt, während des Blowjobs zu vollstrecken.

Pepe schlug fest zu, dass hatte ihm Kirsten aufgetragen. Der Rohrstock war in der WG ein gefürchteter Gegner und diesen Nimbus durfte Pepe nicht zerstören, indem er nur halbherzig zulangte. Lucy vollführte wahre Künste mit seinem besten Stück. Auch in diesem Bereich hatten die Sklavinnen in den letzten Monaten unzählige Stunden mit Bananen und Dildos geübt. Pepe turnte es besonders an, dass die Kleine immer zischend die Luft einzog, wenn sie ein Schlag traf. Er hatte Mühe mitzuzählen, obwohl es nur bis Sieben war. Nach dem dritten Schlag begann Lucy auf einmal mit ihm zu sprechen. Aber wie sie es als Sklavin gelernt hatte, ließ sie seinen Schwanz dabei nicht aus dem Mund.

„Daf i mi amfassm?“

Pepe verstand und nickte den großen grünen Augen zu, die ihn von unten anflehten.

Lucy steckte ihre Finger in ihre Pussy, drückte mit ihrem Daumen auf ihren Kitzler und begann sich zu ficken. Zwar brauchte sie normalerweise elektronische Hilfsmittel für einen Orgasmus, aber erstens war sie ja schon gekommen, und wenn der Damm erst einmal gebrochen war, fiel es ihr anschließend deutlich leichter und außerdem machten sie die Schläge auf ihrem Hintern extrem an.

Auch sie zählte innerlich mit. Noch so ein Automatismus, den ihre Sklavinnenausbildung mit sich brachte. Das Verwöhnen des Schwanzes lief fast automatisch, so konnte sie in sich hineinhören und ihren Höhepunkt timen.

Mit dem siebten Schlag war sie soweit und nicht ohne Stolz merkte sie auch, wie sie ihren Job als Sklavin perfekt erfüllt hatte. Denn schließlich ging es hier ja nicht um ihren Orgasmus, sondern um den des Fremden. Als sie seinen warmen Saft in ihrem Mund spürte, nahm sie diesen als Auszeichnung und schluckte ihn gehorsam.

Pepe war bedient. Er war froh, dass er die sieben Schläge austeilen konnte, bevor er kam. Jetzt blickte er zu diesem Wunder an Selbstbeherrschung und Disziplin zwischen seinen Beinen, das gerade sorgfältig seinen Schwanz sauber leckte.

Lucy wusste, wann sie aufhören musste. Sie hatte an ihrem Herrn gelernt, wie viele Zungenschläge noch angenehm und reinigend waren und wann die empfindliche Haut zu viel hatte. Sie zog sich zurück und kniete sich wieder brav vor den Fremden. Mit einem heimlichen Lächeln bemerkte sie, wie dieser sich erst wieder sortieren musste. Dann strich er ihr liebevoll über die wilden Locken und lobte sie.

„Ich beeindruckt. Das war eine sensationelle Leistung von dir, kleine Sklavin! Ich werde dich in den höchsten Tönen loben.“

 Lucy strahlte wieder, wie es typisch für sie war. Ihre Oberlippe klappte nach oben und gab den Blick auf ihr gesamtes Zahnfleisch frei.

Pepe konnte sich kaum von ihrem Blick lösen, schaffte es dann aber doch, riss sich los und marschierte fröhlich pfeifend aus dem Zimmer.

Lucy grinste. Sie mochte diesen Typen. Und Ines hatte recht. Er war wirklich heiß. Sie sammelte ihre Klamotten ein und fast wie aus Reflex brachte sie die gesamte Suite in Ordnung. Dann ging sie – immer noch strahlend – in die Umkleide, vermerkte die Suite im System als gereinigt, zog sich um und fuhr nach Hause. Dort wurde sie aufgeregt empfangen und erzählte den anderen beiden ihr gesamtes Abenteuer.

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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