Die Miete 8 - Spaziergang

"Klappentext"

Ich darf meinen Ausgang erbetteln.

 

Es ist Sonntagnachmittag. Seit Stunden versuche ich mehr schlecht als Recht für die Uni zu lernen. Eine Weile ging es. Aber mir fällt die Decke auf den Kopf. Ich sitze schon so viele Stunden auf meinem Zimmer fest. Irgendwie muss ich hier raus.

So gegen Zwei nehme ich meinen ganzen Mut zusammen, stehe vom Schreibtisch auf und ziehe mich aus. Es scheint mir sicherer, wenn ich nackt vor ihn trete. Es könnte ihn milde stimmen. Jeden Abend, bevor ich ihm das Abendbrot mache, ziehe ich mich schon automatisch aus.

Wie ich so nackt in meinem Zimmer stehe, fühle ich mich Scheiße – ein nacktes Stück Scheiße, das Betteln geht. Ich öffne meine Zimmertür, tapse hinaus auf den Flur, klopfe an der Wohnzimmertür.

„Herein.“

Durch einen Türspalt schleiche ich mich ins Wohnzimmer.

„Ich wollte fragen...“

„Ja, was?“

„Ob ich mal rausgehen darf. Ich möchte ein wenig Spazieren gehen.“

„Wo willst du hin?“

„Nichts Bestimmtes, einfach nur mal so. Ich brauche frische Luft. Bitte“, ich komme auf ihn zu und gehe auf die Knie. Er sitzt mal wieder breitbeinig auf dem Sofa und liest. Noch einen halben Meter bis zu seinen Füßen. Hoffentlich lässt er mich gehen, wenn ich seinen Fuß anbettel. Er tritt mich weg.

„Und was gibst du dafür?“

Erschrocken blicke ich auf. Will er jetzt auch noch Geld von mir? Was könnte ich ihm jetzt noch geben?

„Zieh mir die Hose aus.“ Er knöpft sich die Hose auf. Automatisch ziehe ich an den Hosenbeinen. Er setzt mir seine schweren Füße auf die Schultern. Dann lüpft er den Arsch und zieht sich den Slip runter. Mit seinem Wäschestück kommt mir eine Wolke von Schweiß- und Arschgeruch entgegen. Mit dem Fuß schüttelt er seinen Slip ab. Dann rutscht er auf dem Sofa tiefer zur Kante.

Mit den Händen in den Kniekehlen zieht er die Beine an sich.

„Gib Küsschen“, meint er trocken, „da wo’s gut schmeckt.“

Entgeistert starre ich auf die groteske Gestalt. Seine behaarten Beine ragen in die Luft – die Socken noch an den Füßen. Unter seinem Bauch und dem dicken Gehänge öffnet sich zwischen kräftigen Backen seine pelzige Arschkerbe. Zwischen grau melierten struppigen Haaren quillt der unförmige Wulst seiner Rosette.

Ich weiß: Wenn ich ein bisschen Freiheit haben will, dann muss ich da durch. Ich rücke näher. Der Arschgeruch ist kräftig, aber nicht unüberwindlich. Mutig strecke ich die Zunge aus, obwohl ich noch weit weg bin, und ziehe sie wieder ein. Dann drücke ich meine Fresse in die Kerbe.

In dem Tal ist es warm und schwül wie im Amazonas. Ich spüre die Kraft seiner Arschmuskeln hart auf meinen Wangen. Seine Lippen sind klebrig. Ich küsse. Meine Nase drückt unter seinen Sack und ich rieche den Sackschweiß, wie ich ihn auch von mir kenne – aber seiner riecht anders, fremd.

Schmatzend küsse ich den Mund. Irgendwie scheinen die Münder für einander gemacht. Die Haare kitzeln mich in der Nase. Da sind Krümel in den Haaren. Meine Zunge fährt aus. Es schmeckt bitter, ein bitterer Schmierfilm. Und die Klümpchen – was tun mit den Klümpchen?

Ich lecke sie auf. Sie sind zäh, vielleicht Klopapier. Ich will gar nicht daran denken, schlucke sie runter.

Die Arschkerbe ist ein tiefes warmes Nest – am besten erstmal sauberlecken. Ich shampooniere die Arschhaare mit Speichel und lecke den bitteren Schmierfilm weg. Ist eigentlich ganz einfach: Überall wo es noch bitter schmeckt, muss geleckt werden: tief runter bis zum Steiß, hoch bis zum Damm, dann seitlich rauf zur Arschbacke.

Die Backe ist groß und kühl. Ich lecke den leicht salzigen Film von der kühlen Haut. Mir drängt sich die Vorstellung auf, wie er mit dem breiten kalten Arsch auf dem Klo gesessen hat. Schnell wechsel ich zur anderen Backe.

„Komm Junge, steck die Zunge richtig rein.“

Er will offenbar nur das Eine. Ich gebe seinem runzeligen Mund wieder einen Kuss und schiebe die Zunge vor. Der Muskel ist fest geschlossen. Kräftig drücke ich die Zungenspitze rein. Er bewegt sich nur millimeterweise. Ich versteife die Zunge und ficke mit dem ganzen Kopf. Langsam löst sich die Verspannung. Ich fühle Wärme und schmecke neue Bitterkeit.

Ich dachte, ich könnte die Rosette durchstoßen, aber ich stoße wie in einen engen Trichter, nur dass der Trichter mit der Zeit weicher wird. Die Luft wird knapp. Ich komme hoch, ringe nach Atem und tauche wieder ab. Der Trichter öffnet sich. Mit der Zungenspitze kann ich etwas ertasten, etwas, das sich anders anfühlt als die Haut. Ich ahne, welcher Klumpen dort feststeckt. Es schmeckt nicht, aber seine Konsistenz ist weich.

Mir bleibt auch nichts erspart. Ob er das weiß? Aber wahrscheinlich ist es ihm egal. Vielleicht sollte ich vor dem Klumpen Angst haben, aber ich nehme es hin. Ich sollte ihm mit der Zunge die Rosette massieren und nun bin ich auf irgendwas gestoßen. Es hilft nichts. Immerhin riecht es nicht. Und es ist nicht so furchtbar, wie die Ravioli.

Was er wohl gegessen hat? Es ist so fies. Er isst, was er mag, und ich muss es verdaut wieder auslecken. Ich will gar nicht daran denken und muss es doch. Eifrig stoße ich mit der Zunge hinein.

Die warme behaarte Grube und meine Fresse gewöhnen sich langsam aneinander. Meine Zunge schmerzt. Es strengt an, die Zunge steif zu halten. Ab und zu mache ich sie locker und lecke durch die Grube, bis ich wieder Kraft habe. Meine Schneidezähne beißen in die Unterseite der Zunge und kauen den Muskel durch.

Ich versuche das Tempo so einzustellen, dass ich länger durchhalte. Die behaarten Klöten kitzeln an meiner Nase. Ich muss mir die Nase reiben. Gleich tauche ich wieder ein.

Er stöhnt. Es scheint ihm zu gefallen. Vielleicht kann ich ihn besänftigen.

Mein Maul läuft voll Sabber. Ich schlucke es runter und gehe wieder rein. Arschlecken ist ein Ausdauersport. Es ist Sonntagnachmittag. Hoffentlich darf ich bald raus, noch ist Zeit.

„Du machst das wirklich gut.“

Das Lob von meinem Vermieter streichelt mich. Endlich mal keine Schläge – wie es aussieht.

„Hast du das schon mal gemacht?“

In der engen Kerbe schüttel ich den Kopf – er muss es gespürt haben.

„Du bist ein guter Arschlecker.“

Motiviert drücke ich meine Zunge noch tiefer rein, und rühre in dem weichen Klumpen.

„Arrgh.“ Er stöhnt vor Lust und Entspannung, lässt die Beine sinken und stellt mir die Füße auf die Schultern. Zwischen seinen Knöcheln bin ich eingeklemmt und kann nicht weiter lecken.

„Na gut. Du darfst raus.“

„Danke.“

Seine Füße lasten immer noch auf mir und ich stecke mit dem Maul in seiner Kerbe.

„Du bringst mir vorher deine Geldbörse.“

„Ja.“ Ich weiß nicht warum, aber ich wage nicht zu widersprechen.

Fünf Minuten später bin ich angezogen, fertig zum Ausgehen.

Ergeben komme ich nochmal zu ihm in die Stube, trage ihm meine Geldbörse entgegen. Ich habe nicht gewagt, etwas rauszunehmen.

„Auf die Knie.“

Auf Knien überreiche ich ihm meine Habseligkeiten.

„Darf ich noch etwas Geld haben fürs Essen?“

Er überlegt offenbar. Mit gesenktem Blick knie ich und warte.

Er zieht einen Schein aus meinem Portemonnaie. Das Geld schiebt er sich von unten in den Schlüpfer.

Während er entspannt auf dem Sofa sitzt, darf ich wie ein Hund an seinem Arsch drängeln und muss mit den Zähnen den Schein aus seinem Höschen ziehen. Selbst einen Hund würde man nicht so behandeln.

* * *

Draußen schlägt mir die Hitze des Tages entgegen. Das Viertel ist friedlich. Ich brauche Auslauf, gehe durch die Häuserschluchten hinaus in den Park. Familien flanieren, genießen die Sonne.

Ich suche Abstand. Bei jedem Schritt spüre ich die Folgen der Prügel an meinen Schenkeln und am Arsch; als hätte ich Kieselsteine in der Hose, die mir gegen die Beine schlagen. Flüchtig taste ich nach den schmerzenden Stellen. An einigen Stellen juckt es. Ich gehe einen Seitenweg ins Gebüsch, damit ich meine juckenden Stellen in Ruhe kratzen kann. Das juckt wohl, weil es heilt.

Vielleicht könnte ich versuchen, ein besserer Untermieter zu werden, damit ich nicht immer so viel Prügel bekomme. Der Rohrstock ist schlimm. Die Schmerzen, wenn er zuschlägt. Die Angst, wo er mich treffen wird, ob er mich verletzt. Und die Angst vorher vor den Schlägen. Da dreht sich mir der Magen um.

Er hat ja recht. Ich hätte am Donnerstag putzen sollen. Ich glaube, ich hatte auch dran gedacht. Aber irgendwie hab ich gedacht, er meint es nicht ernst. Ist ja schließlich seine Wohnung. Bei mir Zuhause musste ich niemals putzen.

OK, er hatte schon recht, dass er mich so bestraft hat. Ich bin faul, ich weiß es ja selbst. Wahrscheinlich brauche ich das, dass einer mit dem Rohrstock hinter mir steht. Vielleicht hätte ich das schon früher gebraucht. Früher habe ich auch nie in der Küche geholfen. Und jetzt mache ich ihm täglich sein Abendbrot, weil ich weiß, dass ich sonst Schläge bekomme – wahrscheinlich.

Ich habe mich dran gewöhnt: Viertel vor Sieben ausziehen und in die Küche. Wenn ich ihm dann sein Essen bringe, geht er auch meistens nett mit mir um. Er spielt mit mir und ich darf ihm die Füße lecken. Ich hab mich dran gewöhnt. Es ist nicht so schlimm. Füße lecken ist anstrengend. Und es kostet immer etwas Überwindung, wenn ich die kalten oder verschwitzten Zehen ins Maul nehmen muss. Aber wirklich schlimm ist es nicht. Nicht so schlimm, wie die Prügel. Und er mag es.

Eigentlich kann ich mich glücklich schätzen, dass ich jemand gefunden habe, der mich ein bisschen mag. Wenigstens ein bisschen, wenn ich ihn lecke. Ich mag es, wenn ich nach dem Abendbrot bei ihm sitzen darf. Ich lecke oder blase ihn, und er schaut sich Filme an, was er gerade so mag. Manchmal sitze ich auch nur wie ein Hund zu seinen Füßen, und wir schauen gemeinsam Fernsehen.

Meine Taschen sind leer. Nur der kleine Schein in meiner Hosentasche, sonst nichts. Weit komme ich damit nicht. Er kontrolliert mein Geld und meine Ausweise. Ich habe nur das, was ich mir von ihm erbettelt habe. Ja, weglaufen kann ich so nicht. Aber ich wüsste ohnehin nicht wohin. Immerhin scheint er mich zu mögen – ein bisschen – aber sonst ist da niemand.

Wie ich ihm heute den Arsch lecken musste. Es war nicht schlimm. Ich bin nur froh, dass mich keiner dabei gesehen hat. Vielleicht hat er ja recht. Vielleicht bin ich ein Arschlecker. Ich weiß zwar nicht, was ein Arschlecker sonst so macht, außer Arschlecken, aber vielleicht bin ich das. Vielleicht gehöre ich da hin, zwischen seine Arschbacken. Vielleicht ist das mein Platz, wo ich hingehöre. Ich sollte aber versuchen, noch ein besserer Mieter zu werden.

* * *

Lange war ich spazieren, habe die halbe Stadt durchwandert. Für die paar Mäuse habe ich was gegessen. Ich weiß gar nicht, wo ich noch war, ach ja, ich habe mir die Auslagen der Kaufhäuser angesehen, habe mir Elektronik angeschaut und Klamotten. Nichts hat mich so recht interessiert.

Durchgeschwitzt steige ich das knarrende Treppenhaus hinauf. Da überfällt mich wieder ein Bauchgrimmen. Angst überfällt mich. Ich merke, wie ich zitter. Ich klingel. Die Arme verschränke ich vor der Brust, so zitter ich. Das Licht im Hausflur geht aus.

Ich warte im Dunkeln. Er ist bestimmt da – hoffentlich. Soll ich nochmal klingeln? Er hat das Klingeln sicher gehört. Ich will ihn nicht reizen. Zitternd warte ich im Dunkeln.

Das Licht geht an. Unten tut sich was im Hausflur. Jemand kommt nach Hause.

Das Licht geht wieder aus.

Ich warte. Ich könnte mich auf die Treppe setzen, aber ich trau mich nicht.

In der Wohnung geht Licht an. Ich sehe es durch die milchige Scheibe. Er ist da. Ich höre ihn an der Tür klappern. Mein Zittern wird unerträglich. Ich muss mich in den Arm kneifen, um mich zu beruhigen.

Die Wohnungstür springt auf. Wortlos steht er im Türrahmen. Ich traue mich nicht, ihn anzusehen. Aber ich sehe den Fingerzeig – Richtung Boden. Es ist dunkel im Hausflur. Ich gehe auf die Knie, krieche durch den Türspalt in die Wohnung.

Er schließt die Tür – ein Geräusch wie ein Urteil.

„Wo warst du?“

„Warum kommst du erst jetzt?“

Ich muss schlucken. „Ich,“

Klatsch – schlägt eine Ohrfeige ein. Flap – die Rückhand. Klatsch, flap, klatsch flap.

Ich kann nicht heulen, starre ins Leere und sehe Sterne.

„Zieh dich aus.“

Er geht – und holt den Rohrstock aus meinem Zimmer, da bin ich mir sicher.

Ich stehe auf. Mit panischen Fingern nestel ich an meinen Knöpfen und ziehe mir die Sachen vom Leib – alles auf einen Haufen, die Socken auch noch. Er hat mir das schonmal gesagt, für die Züchtigung muss ich nackt sein, ganz nackt.

Ich stehe da wie ein nacktes Stück Fleisch, mitten im Flur, gleich bei der Wohnungstür. Die Arme hab ich wieder verschränkt, um das Zittern zu dämpfen. Den Kopf hab ich eingezogen, aus Furcht vor weiteren Ohrfeigen.

Wie eine Lokomotive rollt er auf mich zu.

„Bück dich.“

Ich gehorche.

„Die Beine breit. Und die Finger bis auf den Boden.“

Es zieht im Rücken. Ich habe Mühe, mit den Fingerspitzen bis auf die Dielen hinunter zu reichen. Mein Körper ist gespannt wie ein Bogen.

Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie er weit ausholt. Mit Wucht schlägt der Hieb auf meinem Arsch ein. Der harte Stock gegen den hart gespannten Arsch. Es wirft mich fast um.

Der nächste, ausgeholt und aufgezogen. Ich ziehe die Luft ein und halte aus.

Der nächste, zapp. Ich stecke ihn weg, schaue auf meine nackten weißen Zehen, die sich an den Boden krallen. Fast kann ich nicht glauben, dass dieser schöne nackte Körper zu mir gehören soll, bis –

zapp, der nächste Hieb einschlägt.

Ich merke, wie er unruhig wird. Er legt an den Schenkel an, holt aus, zapp. Das Ende beißt knapp oberhalb des Knies.

Zapp, noch einen da unten. Zapp, noch einen drüber. Lautlos heule ich los, wippe auf den Zehenspitzen auf und ab, versuche den Schmerz abzuschütteln.

„Geh runter.“

Noch tänzelnd vor Schmerzen gehe ich auf alle Viere.

„Streck die Füße hoch.“

Ungläubig schaue ich über meine Schulter. Er will meine Füße bestrafen. Ich hebe die Füße an, die Sohlen nach oben, mechanisch, ohne nachzudenken.

„Füße zusammen.“

Tätschelnd nimmt er mir dem Rohrstock Maß. Nie war mir bewusst, wie empfindlich meine Füße sind. Wo wird er sie treffen? Ängstlich balle ich meine Fäuste.

Zapp. Der erste Hieb trifft den rechten auf den Ballen.

Zapp. Der zweite trifft eine Ferse. Das ging durch bis auf den Knochen.

Zapp, zapp, zapp. Er prügelt die empfindlichen Sohlen.

„Die Füße hoch!“ Ich wusste nicht, dass ich sie sinken ließ. Zapp, ein Hieb auf die Zehen. Meine mittleren Zehen sind getroffen. „Ahhahaha.“ Ich nehme die Füße wieder hoch.

Zapp, zapp, zapp, zapp. In schneller Folge prügelt er auf die Ballen ein. Meine Füße gehen kaputt – fürchte ich. In Panik lasse ich mich fallen. Wie ein nackter Wurm führe ich einen Schmerzenstanz auf dem Dielenboden aus. Verzweifelt reibe ich die Füße gegeneinander – und erwarte Hiebe als Strafe, dass ich mich gehen ließ.

„Ins Bett!“

Die Prügel sind vorbei. Oh Gott. Die Prügel sind vorbei!

Auf allen Vieren krabbel ich an ihm vorbei in mein Zimmer. Den Rohrstock in der Hand kommt er hinter mir her. Gibt es noch weitere Prügel? Ich krabbel auf meine Matratze. Dann höre ich, wie er mit der Kette klimpert.

„Komm, weiter hierher.“

Ich setze zum Fußende zurück. Er legt meine Füße in Ketten – und geht.

Er hat meine Zimmertür offen gelassen. Kurz darauf erscheint er wieder.

„Nimm die Hände auf den Rücken.“

Ich lege mich auf den Bauch, die Hände auf den Rücken. Mit einer weiteren Kette legt er meine Hände in Handschellen.

„Die Hände höher.“ Er zieht die Kette zum Kopfende hin. „Noch höher.“

Meine sind schon hoch am Nacken. Er zieht noch stärker. Dann klinkt er die Kette an der zweiten Öse ein.

Ich bin halb von der Matratze gerutscht, klemme zwischen Matratze und Wand. Meine Arme sind nach oben angezogen, meine Beine nach unten gestreckt. Das Licht geht aus, die Tür geht zu.

Nackt, längs der Wand angekettet, kann ich mich kaum noch bewegen. Mit der Nase stoße ich gegen die Fußleiste. Meine gestriemten Füße fühlen sich an, als wären die Sohlen mit Kanteisen beschwert – der Rohrstock hat Eindruck hinterlassen.

Mir wird kalt. Offenbar soll ich so die ganze Nacht verbringen. Ich sehe keine Chance, die Ketten zu lockern. Glücklicherweise sind sie nicht ganz so stramm, wie er sie erst gezogen hatte. Mit den Fingerspitzen taste ich nach meiner Bettdecke. Wie ein Fisch auf dem Trockenen zappel ich hin und her. Mit viel Mühe, mit Fußschwänzeln und Arschwackeln, kann ich die wärmende Decke über mich ziehen.

Aber Boden und Wand bleiben hart. Und meine Schultern beginnen zu schmerzen. Das wird eine harte Nacht. Mein Arsch fühlt sich an wie Knetgummi. Ich kann spüren, wie sich die geprügelte Fläche in Falten legt.

Warum musste ich nur wieder so dumm sein? Warum musste ich diesen dummen, dummen Fehler machen? Warum bloß habe ich ihn nicht gefragt, wie lange ich wegbleiben darf?

* * * Hinweis des Autors: Diese Erzählung ist eine utopische Geschichte. Die Utopie besteht darin, dass jede Person die Erfahrungen macht, die sie mag und braucht. Das gilt auch für devote Personen. Devot bedeutet, dass die Person möchte, dass jemand anderes über ihre Sexualität und ihr Leben entscheidet, auch wenn die devote Person das nicht explizit zum Ausdruck bringt oder sogar das Gegenteil sagt. Volenti non fit iniuria. Der Autor billigt keine Gewalt, also Handlungen gegen die Bedürfnisse der betroffenen Personen. * * *

 

Average: 4 (2 votes)
CAPTCHA
Hiermit soll festgestellt werden, ob du ein Mensch bist oder nur ein Bot :-)

Inhalt/Idee

Average: 4 (2 votes)
CAPTCHA
Hiermit soll festgestellt werden, ob du ein Mensch bist oder nur ein Bot :-)

Erotik/BDSM

Average: 3 (2 votes)
CAPTCHA
Hiermit soll festgestellt werden, ob du ein Mensch bist oder nur ein Bot :-)

Rechtschreibung/Form

Average: 3 (2 votes)
CAPTCHA
Hiermit soll festgestellt werden, ob du ein Mensch bist oder nur ein Bot :-)