Die Miete 6 - Zahltag

"Klappentext"

Ich bin sehr eng, aber es muss sein.

 

Es ist Samstag. Die Zeit vergeht, aber ich liege immer noch im Bett. Die Woche war hart. Ich traue mich nicht raus. Habe keine Lust, ihm über den Weg zu laufen. Ein paar Kekse und eine Flasche Wasser habe ich noch auf dem Zimmer.

Was soll ich heute Mittag essen? Während der Woche esse ich immer in der Mensa. Und am Wochenende habe ich mir manchmal selbst was gekocht oder eine Pizza geholt. Aber in der Küche kochen, wenn er jederzeit reinkommen kann? Er wird sich beschweren, wenn ich nicht für ihn mitkoche. Irgendwie alles Mist. Mein Arsch ist heiß und schmerzt von den Prügeln der vergangenen Tage. Ich winde mich im Bett und versuche meine Arschbacke zu sehen.

Draußen klappert mein Vermieter. Im Bett rolle ich mich zusammen – mein letzter Rückzugsort. Es klappert an der Tür. Polternd dringt er ins Zimmer.

Ohne mich anzusehen, stellt er zwei Werkzeugkästen auf den Boden und wirft ein Verlängerungskabel. Er schaut durch mich durch und mustert offenbar die Wand hinter mir. Dann sehe ich die zwei glänzenden Teile in seiner Hand. Ösen. Es sind Stahlösen mit Sockelblechen, zum an die Wand schrauben. Ich werde unruhig.

Mit einer schroffen Bewegung schiebt er meinen Stapel mit Sachen aus der Ecke. Er hält eine Öse an die Wand und prüft ihre Lage. Sie ist einen Fuß breit vom Fußende meiner Matratze entfernt. Ich schlafe jetzt immer mit dem Kopf Richtung Fenster, falls er nachts mal reinkommen sollte, damit er nicht auf mich drauftritt.

„Du kannst auch mithelfen. Schließ mal die Bohrmaschine an.“

Sofort haste ich los und verbinde die Kabel. Offenbar soll ich ihm beim Bau meines Gefängnisses helfen. Aber habe ich eine Wahl?

Während ich ihm das Werkzeug zureiche, überlege ich, ob ich Fesselspiele je gemocht habe. Vielleicht wird es ja ganz witzig. Hauptsache er flippt nicht aus.

Ich streichel meine behaarten Beine. Nur mit Unterwäsche bekleidet schaue ich zu, wie er entschlossen den Schlagbohrer in die Wand versenkt. Zwei Dübel rein, er scheint das schon öfter gemacht zu haben.

Mit kräftigem Griff schraubt er die Öse an die Wand. Die Schrauben halten. Eins steht fest: Mit so einer Öse an der Wand kann ich keine Freunde mehr zu mir einladen. Wie sollte ich das erklären?

Mit einem Fußtritt vertreibt er mich von der Matratze – in die Ecke beim Schreibtischstuhl. Ich sitze noch immer auf dem Boden. Aufstehen in seiner Gegenwart traue ich mich nicht.

Für die zweite Öse sucht er sich einen Platz hinter dem Schreibtisch, oberhalb des Kopfendes meiner Matratze. Die Ösen sind weiter auseinander, als die Matratze lang ist. Er scheint das so geplant zu haben. Während er noch bohrt, schickt er mich los den Staubsauger holen. Ich darf den Dreck wegmachen und er räumt das Werkzeug auf.

Er kommt mit einer knisternden, klirrenden Tüte zurück. Mir wird komisch und ich fummel verlegen an meinen Zehen.

„Zieh dich aus.“

Ich ziehe das Unterhemd runter. Kniend winde ich mir das Höschen von den Beinen.

Eine schwere Kette aus rostfreiem Stahl hebt er aus dem Beutel. An einem Ende sind mit einem Vorhängeschloss Handschellen befestigt. Es sieht nicht so aus, als wäre es das Kuschelspielzeug aus dem Erotikshop. Er bückt sich runter, hält meinen Fuß fest und ratscht die Handschelle um mein Fußgelenk. Ängstlich und hilflos schaue ich hinter mich, wie er mir die Füße ankettet.

Er zieht an der Kette, und gibt mir einen Tritt in den Arsch. Mit einem Vorhängeschloss schließt er das Ende der Kette an der Wand an.

Ich bin angekettet, in meinem eigenen Zimmer in meinem eigenen Bett. Die Fußschellen sitzen eng. Ich lange hinunter, um meine Fesseln zu streicheln. Bam – bekomme ich einen Arschtritt. Das ging durch bis auf den Knochen. Das sollte ich besser lassen. Ich fühle mich wie ein nacktes Stück Fleisch an der Kette. Eine falsche Bewegung, und es setzt Tritte. Mir kommen die Tränen.

Er zieht sich aus. Es ist das erste Mal, dass er sich in meiner Gegenwart auszieht. Bisher hatte er immer nur die Hose unten. Ich wage gar nicht hinzuschauen. Ein kurzer Blick. Er ist groß und kräftig. Weiße Haut. Krause Haare auf der Brust, stark angegraut. Auch sein fetter Schwanz baumelt aus einem dichten grau-melierten Busch.

„So Arschloch. Lange genug gewartet. Ab heute wird Miete gezahlt.“

Das trifft mich bis ins Mark. Er ist sauer auf mich. Ich habe versagt.

Er wichst sich sein schweres Gerät. Die dicken Eier arbeiten bedrohlich in seinem Sack. Er kommt auf mich zu. Instinktiv versuche ich ihn abzuwehren. Dabei fange ich mir eine harte Schelle, dass mein Kopf dröhnt.

Gerade will ich mich noch umdrehen, da sitzt er schon auf meinen Beinen. Bei seinem Gewicht habe ich Angst, dass er mir die Beine bricht. Halb liege ich auf der Matratze, halb daneben.

Ich spüre seine harten Finger in meiner Kerbe. Panik bricht in mir aus. Ich greife nach hinten, versuche meine Spalte zu schützen. Ein harter Faustschlag trifft meinen Oberarm. Seine Last wird noch schwerer. Ich jammer auf, fürchte durchzubrechen. Mit Leichtigkeit dreht er meinen Arm auf den Rücken. Mein anderer Arm ist gegen die Wand eingeklemmt.

Mit dem Koloss auf mir bekomme ich kaum Luft. Ich strampel mit den Füßen, sie bleiben in der Kette hängen. Harte Finger stechen in meine empfindliche Kerbe auf der Suche nach dem Loch. Daneben, daneben! Seine Schwanzspitze sticht wild in meiner Kerbe umher. Ich jammer in mein Bettzeug.

Ein Ball drückt in meine Kerbe, ein Pfahl, der meinen Körper zu zerdrücken droht. Er schiebt sich umher und findet das Loch. Mein Ring ist fest verschlossen, geballt wie eine Faust, eingeklemmt zwischen den verkrampften Arschbacken. Selbst wenn ich wollte, ich könnte ihn nicht öffnen. Es geht nicht rein. So wird es niemals passen.

„Es geht nicht, es geht nicht.“ Ich reiße den Kopf herum, komme aber nicht weit.

Es scheint ihn nicht zu interessieren. Ich höre ihn spucken. Er spuckt mir in die Kerbe. Sein Pfahl kennt kein Erbarmen. Er drückt hart, als wollte er mir die Rosette aufreißen. Ich jammer und schreie, habe aber kaum Luft. Verzweifelt schlage ich mit dem Kopf auf das Kissen.

Er beugt sich vor, drückt mit dem ganzen Körpergewicht. Ich werde aufgebohrt. Brennend, wie eine glühende Eisenstange zerrt sich der Pfahl seinen Weg. Ein Stoß und er ist durch. Mein Loch steht in Flammen. Meine Rosette würgt und will den Pfahl wieder rausschieben.

Er fickt mich. Dieses Schwein fickt mich. Ruck für Ruck schiebt sich der Pfahl tiefer hinein. Mein Arsch klemmt ihn ein, wie eine Faust und kann ihn doch nicht zerdrücken.

Ich sollte nachgeben, sollte mich öffnen, es über mich ergehen lassen. Aber es geht nicht. Mein Arsch ist eingeklemmt. Ich bin eingeklemmt. Über meine Rosette habe ich alle Kontrolle verloren. Sie krallt zusammen und lässt sich von dem brennenden Hobel aufscheuern. Ich beiße vor Schmerzen ins Kissen.

Irgendwas ist flüssig an meinem Arsch. Es schmiert mein brennendes Loch. Leicht, fast mühelos gleitet sein Kolben jetzt durch meinen Ring aus Schmerzen. Er hat gewonnen. Er fickt mich wie eine gut geölte Hafennutte. Ich spüre ein brennendes Stechen längs der Röhre und einen hart verkrampften Klumpen, der mal mein Darm war.

In aller Ruhe genießt er seinen Triumph, schiebt mich zurecht. Er langt nach meinem Kopfkissen und schiebt es mir unter den Bauch, sammelt Kraft und legt wieder los. Mit seinen Händen drückt er meine Arschbacken auseinander und fährt bis zum Anschlag hinein. Ich wusste nicht, dass in meinem Darm so viel Platz ist.

Ich lasse es über ich ergehen. Widerstand ist zwecklos. Was geschehen ist, ist geschehen. Ich halte die Luft an und Presse gegen den Schmerz, versuche den Schmerz aus meinem Arsch, aus meinem Kopf zu drücken, irgendwo hin, weit weg. Beißend schnellt er wieder hervor. Ich muss dort hinten ausgefranst sein. Das ist mit Sicherheit alles Blut, was da schmiert.

Wie ein Dampfhammer bumst er mich an, stöhnt und hechelt. Dann spüre ich seine Körperspannung und ein Zucken. „Arrrg“, ruft er aus, wie eine Bestie, die ihre Beute reißt.

Bei dem Brennen spüre ich nicht, wie er aus mir hinaus gleitet. Er steht von meinen Beinen auf. Meine Schenkel und Knie sind fast zerdrückt. Ich höre, wie ein Kondom abgezogen wird.

„Na, war doch gar nicht so schlimm.“ Zur Tröstung tritt er gegen meinen Arsch, wie gegen einen alten Autoreifen. „Du hast dich vielleicht angestellt.“

„Arrgh“, wirft er sich nochmal in die Brust. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie er sich streckt. Seine Arme gehen hoch und füllen fast das ganze Zimmer. Aus seiner Vorhaut sickert der weiße Saft. Er reißt die Arme zur Seite und macht Freiübungen. „Das hab ich gebraucht. Ich mag es, wenn ein Boy ein enges Loch hat. Und du bist verdammt eng.“ Mit seinem Fuß schüttelt meinem Arsch wie einen Wackelpudding.

„Du solltest mal lockerer werden. Bist viel zu verkrampft. Richtig engfötzig. Du mit deiner kleinen Arschmöse.“

Ich greife nach hinten und fahre mit dem Finger durch die Kerbe. Selbst die leichte Berührung brennt wie Feuer. Ich schaue auf meinen Finger. Es ist Blut dran. Der ganze Finger ist voll Blut. Bin ich zerrissen, zerstört?

Tränen rinnen mir über die Wangen. Er hat mich kaputt gemacht. Ob mich ein Arzt wieder zusammennähen kann? Ich habe gehört, das lässt sich nicht mehr reparieren. Ich greife nochmal hin. Noch mehr Blut. Hoffentlich bilde ich mir nur ein, dass alles kaputt ist. Da passt doch sonst eine ganze Hand rein.

* * * Hinweis des Autors: Diese Erzählung ist eine utopische Geschichte. Die Utopie besteht darin, dass jede Person die Erfahrungen macht, die sie mag und braucht. Das gilt auch für devote Personen. Devot bedeutet, dass die Person möchte, dass jemand anderes über ihre Sexualität und ihr Leben entscheidet, auch wenn die devote Person das nicht explizit zum Ausdruck bringt oder sogar das Gegenteil sagt. Volenti non fit iniuria. Der Autor billigt keine Gewalt, also Handlungen gegen die Bedürfnisse der betroffenen Personen. * * *

 

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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