Die Lustgrotte

 
Mehrere halbnackte Mädchen liegen lasziv auf mit Samtpolstern bedeckten steinernen Bänken, die durch den Widerschein der Fackeln in ein magisches Licht getaucht werden. Sie sind geschmückt wie Tempeldienerinnen, tragen lange, durchsichtige, seidene Gewänder mit einem Schlitz an beiden Seiten, die mit einem goldenen Gürtel an den Hüften zusammengebunden sind und ihre schlanken sportlichen Figuren betonen, sowie an der Wade hochgebundene Riemchensandalen. Ein halbes Dutzend Knaben in ledernen Lendenschurzen bringt Früchte auf Silbertabletts und Wein in großen irdenen Krügen.
In der Mitte des großen Raumes befindet sich eine Steinplatte, auf der ein kleiner Altar steht, flankiert von vier Götterstatuen aus weißem parischem Marmor: Venus und Diana, Herkules und Bacchus.
Die Grotte hat einen engen Eingang vom Meer aus, durch den man sie  entweder schwimmend oder in einem Ruderboot liegend erreichen kann. Das abendliche azurblaue Meer taucht den Raum in ein magisches Licht.
Leise Harfenklänge dringen aus dem Inneren des Gewölbes in die Mitte.
Der Kaiser erscheint. Er ist in eine purpurne Toga gehüllt und trägt goldene, mit Edelsteinen verzierte Sandalen und einen vergoldeten Lorbeerkranz im schon schütteren Haar. Seine kräftige Nase und die fleischigen Lippen verleihen seinem Gesicht etwas Hartes, ja Brutales. Man sieht ihm noch immer den Frontgeneral an, der sich nicht gescheut hat, seine Soldaten ohne Grund zu mißhandeln und zu töten. Doch das Alter hat ihn milder gemacht, weicher und bequemer. Wir schreiben das Jahr DCCLXXXI (781) ab urbe condita, das heißt 28 der neuen Zeitrechnung. Letztes Jahr hat er das 70. Lebensjahr vollendet.

Die Insel Capraeae ist sein Alterssitz, von dem aus er das römische Weltreich mit eiserner Hand regiert. Und seinen Lüsten frönt, seinen sexuellen Ausschweifungen mit Mädchen und mit Knaben.
Heute kommt er mit seinem Freund, dem Kommandanten seiner Prätorianergarde Seianus. Der Präfekt ist ein junger, kräftiger, attraktiver Mann mit einem energischen Gesichtsausdruck. Man merkt, daß er ein Kämpfer ist, ein Aufsteiger, dem im Leben nichts geschenkt worden ist. Die dunkelroten Narben in seinem Gesicht und an seinen Unterarmen verstärken eher seine Attraktivität als daß sie sie beeinträchtigen.
"Laß uns eine kleine geile Orgie feiern!", fordert der Imperator seinen Gast auf. "Gefallen sie Dir auch so gut wie mir, meine schönen Kinder?"
"Die Mädchen sind wunderschön, o Caesar! Sie gleichen mehr Nymphen als Menschen", beeilt sich Seianus zu antworten.
"Die Knaben sind aber auch nicht zu verachten!", fügt der Kaiser mit einem schmutzigen Grinsen hinzu. "Ich habe sie alle persönlich zugeritten!"
Der Kaiser liegt bequem auf der Seite. Links und rechts von ihm knien zwei blutjunge Mädchen und massieren seine Oberschenkel. Sie schieben die Toga zur Seite und lutschen seinen Schwanz. Es dauert lange bis er steif wird, denn der Imperator hat seit Jahrzehnten Raubbau an seinem Körper betrieben. Er lebt ungesund und unmäßig, ißt und trinkt viel zu viel und ist daher schwammig und dick. Die Mädchen verstehen sich jedoch auf ihr Handwerk und nach einer Viertelstunde steht das Gemächt des Herrschers wie eine Eins.
Da nähert sich ein drittes junges Mädchen. Sie ist gekleidet wie eine gallische Sklavin mit einem schwarzen Lederhalsband und schweren Ketten, einem Seidenhöschen und Legionärssandalen. Sie tanzt vor dem Kaiser auf der Liege, zieht sich das Höschen aus, masturbiert ausgiebig direkt vor seinen Augen, reibt sich die Spalte und befeuchtet mit ihrem Saft ihr heißes Poloch. Dann steckt sie ihre nassen Finger in den Mund und leckt sie genüßlich ab. Er wird immer geiler und befiehlt ihr, sich mit ihrem engen Anus auf sein Geschlecht zu setzen.
"Ich will Dich nehmen wie meine jungen Soldaten im Feld, Sklavin!", stöhnt er und dringt brutal in ihr noch jungfräuliches hinteres Loch ein. Rücksichtslos stößt er zu. Die Sklavin schreit laut auf. Nach einiger Zeit geht ihr Schreien aber in ein lustvolles Stöhnen über. "Die Erotik der Macht!", denkt Seianus. Die Sklavin wichst ihre Fotze während der Kaiser immer wieder in ihren Hintereingang eindringt. Ihr schlanker Körper glänzt schweißnaß vor Erregung. Ihre hellbraunen Nippel stehen steif von ihren kleinen Brüsten ab.
Der Kaiser zwingt die Sklavin sich umzudrehen, sodaß sie ihm die Kehrseite zuwendet, dreht ihr den Arm auf den Rücken und nimmt sie in dieser demütigenden Position. Dabei läuft er puterrot an und keucht und schwitzt. Er steigert sich immer weiter hinein. Er hält sein Glied in der Hand und reibt es und preßt es zusammen, damit es steifer wird.
"Los, auf die Knie, Du Hure!", schreit er. "Wenn ich nicht bald komme, springst Du vom Felsen! Während Du 1000 Fuß in die Tiefe stürzst, kannst Du darüber nachdenken, was es heißt, mir nicht gut genug zu Willen gewesen zu sein, Du Nichts! Los mach's mir! Mach's mir gut!"
Sein eigenes Reden bringt den Kaiser dem Höhepunkt nahe. Er zieht sein glänzendes Glied aus dem Arsch der Sklavin, faßt sie grob an den Haaren und dreht Ihren Kopf zu sich her. Ansatzlos spritzt er eine Ladung seines Spermas in ihren Mund. "Empfange den göttlichen Samen, Gallierin!", grunzt er und fällt anschließend erschöpft auf seine Liege. Die Knaben eilen herbei, um seine Hände, Füße und seinen Nacken mit duftendem Öl einzureiben und ihn zu massieren. "Ah, meine Fischlein!", lächelt der Kaiser zufrieden mit geschlossenen Augen.
Seianus gefällt die brutale Art des Kaisers, sie erregt ihn ungemein. Gleichzeitig neidet er ihm seine Macht, die aus dem lüsternen schlaffen Greis einen begehrten erfolgreichen Liebhaber macht, während er in der Vollblüte seiner männlichen Kraft um die Gunst der jungen Mädchen betteln muß. "Ein Schwertstoß und ich wäre an der Stelle des Alten!", denkt er. Doch dafür ist es noch zu früh.
Seianus läßt seinen Frust an den zwei zarten blonden Mädchen aus, die zuvor den Imperator massiert haben. Der Kaiser grunzt satt und zufrieden und schüttet becherweise Marsala in sich hinein. "Ja, Seianus, fick sie richtig durch, meine zwei Täubchen! Ich will Euch dabei zusehen und gleichzeitig dem Bacchus huldigen", feuert er den Offizier an und hebt seine Schale in Richtung der marmornen Götterstatuen. Dabei verschüttet er das meiste vom dunkelroten Wein und herrscht seinen Mundschenk an, ihm unverzüglich nachzugießen.
Der Gedanke an den Cäsarenmord hat Seianus so richtig scharf gemacht. Sein kräftiges Glied steht hart von seinem Unterleib ab. Die blonden Sklavinnen verwöhnen den Phallus gemeinsam mit ihren vollen Lippen. Seianus läßt sie sich über den Altar beugen und stößt abwechselnd von hinten in ihre saftigen Mösen und Polöcher. Es kommt ihm in wenigen Minuten und er spritzt seinen heißen Samen über ihre knackigen jungen Ärsche. "Wie geil es doch ist, frische kleine Mädchen am Altar der Venus zu opfern!", stöhnt er.
Da fordert der Imperator die Sklaven auf, ihn ins Wasser zu tragen und an Händen und Füßen zu halten, sodaß er nicht selbst schwimmen muß. Keuchend schleppen sie den Dickwanst zur Mitte der Grotte. Das kühle Meerwasser macht den Betrunkenen wieder geil. "Kommt, meine Fischlein, holt Euch Euer Futter!", lockt er. Die Lustknaben tauchen unter und befriedigen ihren Gottkaiser unter Wasser oral.
"Venus sei Dank!", seufzt der Kaiser als es ihm zum zweiten Mal in dieser Nacht kommt.
Draußen vor der Grotte kündigt Aurora im Osten bereits den neuen Tag an als die erschöpften Teilnehmer der Orgie im festen Schlaf übereinander liegen.
 
 
(Am 31.7.2012 bereits in SB)

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

Sueton sei Dank für seine Schilderungen. Ich habe sie gelesen und mich gefragt was für ein Mensch dieser Kaiser war. Soll ich den Geschichten glauben? Dem Autoren Baer 66 sei Dank für die Schilderung und das Erinnern an eine zwiespältige Zeit. Mir fällt spontan eine Geschichte ein, zu schreiben über dieses Kaisers Adoptivvater mit dem Namen "der Achte" und was Sueton über seine Sexualität schildert. Wenn ich Zeit habe und die Göttin herniedersteigt und für mich singt, ...

Antwort auf von Artaxerxes I

Ja, Sueton, Tacitus und Cassius Dio lassen kein gutes Haar am Kaiser Tiberius. Warum das so ist, haben seit Jahrhunderten die Historiker gefragt. Thomas Spencer Jerome hat sogar einen fiktiven Prozeß für Tiberius Caesar geführt und ihm eine Marmortafel auf Capri gewidmet.
baer
 
Quellen:

  • Cassius Dio: Römische Geschichte. Übersetzt von Otto Veh, Band 3 (= Bücher 44–50) und 4 (= Bücher 51–60),
  • Sueton: Tiberius. Ausführlichste antike Biographie aus der Sammlung der Kaiserbiographien von Caesar bis Domitian
  • Tacitus: Annalen. Lateinisch/deutsch herausgegeben von Erich Heller; die Bücher 1–6 behandeln die Zeit des Tiberius).

Thomas Spencer Jerome. L'avvocato di Tiberio

Antwort auf von Artaxerxes I

"Schon der alte Kaiser Tiberius hat seine letzten elf Lebensjahre auf der pittoresken Insel Capri in Gesellschaft schöner junger Frauen und funkelnden Weines verbracht. "Salute!"
Martin versucht sich einzuschalten und weist auf die schlechte Reputation des lüsternen greisen römischen Herrschers hin. Grausame Sexspiele mit unschuldigen Sklavinnen und sogar jungen Sklaven, die für diese nicht selten tödlich geendet haben, weil der alternde Kaiser aus Wut über seine nachlassende Potenz seine Spielzeuge über die hohe Klippe stoßen hat lassen, die noch heute "Salto di Timbero" heißt.
"Glauben Sie doch nicht, was der böswillige Tacitus und der neidige Sueton viele Jahre später über den am längsten regierenden Alleinherrscher Roms gegeifert haben, junger Freund!", weist Dr.Mayer ihn zurecht. "Lesen Sie die Studien von Thomas Spencer Jerome, der schon vor über 100 Jahren das Andenken des Tiberius rehabilitiert hat und dessen Leistungen heute endlich durch eine Marmortafel neben der Piazza von Capri gewürdigt werden."
http://bdsm-geschichten.net/nacktes_maedchen_zum_dessert-1

Angesichts der Fülle an Geschichten, lieber baer, die Du hier in kürzester Zeit eingestellt hast, war ich persönlich etwas überfordert mit Lesen. Ich habe einige schon gelesen, aber noch nichts kommentiert. Hier drängt es mich nun aber doch ...
Du bietest dem Leser einen interessanten Einblick in die Geschichte, beschreibst die Höhle der Lust so, dass man sie sich gut vorstellen kann. Doch irgendwie bleibt die Geschichte für mich klinisch, ohne Seele und Gefühl. Es ist ein schriftlicher Dokumentarfilm, kein Porno oder Erotikstreifen (wenn es denn erotisch-anregend werden sollte). Dabei ist die Kulisse schon sehr vielversprechend.
Eines hat mich jedoch beim Lesen gestört. Als Erzähler bleibst Du generell immer sachlich, nur einmal rutscht Du in die ordinärere Sprache ab ('Die Sklavin wichst ihre Fotze...'). Bei den Protagonisten ist diese Ausdrucksweise völlig in Ordnung, doch beim Erzähler, der eigentlich die ganze Zeit sachlich bleibt, stört es etwas ... mich jedenfalls.
Ansonsten Danke für eine kleine historische Geschichte...
LG, nachthimmel

Antwort auf von nachthimmel

... wird manchem etwas bringen.
Und so habe ich eine Reihe von mE passenden Geschichten aus SB hierher migriert. Neue Kommentare dazu freuen mich und regen mich zu weiterer Autorentätigkeit an (das soll jetzt keine gefährliche Drohung, sondern eine freundliche Aufforderung zum Kommentieren sein!).
Dein Einwand, Nachthimmel, daß es sich bei "Die Lustgrotte" um eine "klinische Beschreibung" handelt, ist schon gerechtfertigt. Wie Artaxerxes bereits richtig bemerkt hat, habe ich mich an den Bericht von Sueton gehalten und den nur ein wenig ausgeschmückt. Mir liegen Capri und die antiken Geschehnisse dort allerdings sehr am Herzen. Daher bedaure ich es wirklich, wenn du den Eindruck hast, daß ich der in der Tat vielversprechenden Kulisse weder Seele noch Gefühl einzuhauchen vermochte.
Den vereinzelten ordinären Ausrutscher möge man mir verzeihen.
baer