Die Akademie der schwarzen Kunst Kapitel 1

Meine lieben Leser,
wer Kurzweiliges mit ordinärem Ausdruck erwartet, um möglichst schnell „geil“ zu werden, möge bitte gleich seine Suche fortsetzen. ( Dies schreibe ich, ohne diesen Zweck des Lesens solcher Geschichten abwerten zu wollen) Ich möchte mich auf eine andere, tiefere Ebene begeben und euch Einblick gewähren, in eine Persönlichkeitsentwicklung, in Vielfalt und vor allem in meine Welt der Fantasie. Ich möchte darum bitten, sich die Zeit zu sparen und Kommentare, die mich einzig dazu auffordern, die Geschichte möglichst schnell fortzusetzen, zu unterlassen. Kritik, ob positiv oder negativ, ist hingegen immer gern gesehen, da das mein erster Versuch ist, in diesem Genre Fuß zu fassen.
Dieser Text ist zu einhundert Prozent mein geistiges Eigentum, weshalb ich sehr darum bitte, dass er nicht vervielfältigt wird. Ich kann dies zwar kaum überprüfen, aber ein Missbrauch würde mich sehr traurig stimmen und zur sofortigen Einstellung des Schreibens führen.
Danke für das Lesen, sowie Kommentare und ich hoffe, ich kann euch zumindest ein wenig fesseln.


Kapitel 1
Dunkelheit umfing sie, sodass sie nicht einmal die Hand vor Augen sehen konnte, als sie an sich hinab sah. Ihr Puls raste und hätte sie nicht ihren eigenen Atem stoßweise aus ihrem Mund vernommen, sie hätte vermutet, ihr sei schwarz vor Augen geworden. So war sie der Ohnmacht nur nahe, aber sie wünschte sich, das alles würde nicht geschehen.
Wo war sie? Die neue, ungewohnte Umgebung lähmt sie, sodass sie es nicht wagte, auch nur einen winzigen Schritt zu tun. Nicht mehr lange und sie würde hyperventilieren. Sie musste sich in den Griff bekommen. Ihr erster Versuch um Hilfe zu rufen schlug fehl. Zwar war der Mund geöffnet, doch die Stimmbänder ließen keinen Laut zu. Ihr war als würde ein enormer Druck im Brustkorb das Sprechen unmöglich machen. Obwohl ihr Verstand ihr sagte, dass die folgende Handlung sinnlos war, legte sie trotzdem eine Hand an ihren Hals, schon in der nächsten Sekunde ungläubig vor sich selbst zurückschreckend.
Ihre Haut fühlte sich merkwürdig glatt an und kein Kratzen der Fingernägel war zu spüren. Aber das waren doch ihre Hände oder nicht? Sie ergriff mit der rechten Hand vorsichtig ihre linke und spürte keine Haut. Da war eine zweite Schicht, merkwürdig glatt und doch irgendwie zäh. Als sie ihr Gesicht berührte, nahm sie den Geruch von Politur war. Was sie da an den Händen trug, das war Leder. Jemand musste ihr lederne Handschuhe angezogen haben, aber warum sollte jemand soetwas tun?    
Ein metallenes Geräusch ganz in ihrer Nähe riss sie aus ihren Gedanken und ließ sie, hoch aufschreiend einen panischen Schritt nach vorne machen. Es knallte übermäßig laut, als ihr Schuh auf den Untergrund auftraf und erst jetzt realisierte sie, dass sie ungewohnt hoch stand. Noch im selben Moment, verlor sie durch den plötzlichen Schwung das Gleichgewicht und knickte zur Seite weg. Ihr rechtes Bein verdrehte sich schmerzhaft und obwohl sie Schlimmeres mit den Händen abfedern konnte, schossen ihr die Tränen in die Augen und sie landete abrupt auf dem gefliesten Boden. Mit den Zähnen an der Unterlippe sog sie die Luft ein, um so dem Schmerz Ausdruck zu verleihen und ein ängstlicher Griff zum Knöchel bestätigte ihre Vermutung. Er schwoll in beängstigender Geschwindigkeit an und sie befürchtete schon das Schlimmste, doch konnte sie, wenn auch unter Schmerzen, auftreten – gebrochen war also nichts.
Während des Sturzes hatte sich der Schuh von ihrem Fuß gelöst und sie tastete nun im Kreis um sich herum, um ihn wiederzufinden.
Ihre Finger trafen auf etwas Kleines und Hartes. Das musste der Absatz sein. Er war wohl durch ihr ungeschicktes Auftreten abgebrochen. Woher um Himmels Willen kamen die Highheels? Solcherlei Schuhe trug sie nie.  Irrtitiert griff sie zum unverletzten Fuß und staunte über die Größe des Schuhs. Das waren ja richtige Nuttenstiefel. Welcher kranke, perverse Mensch wollte sie so sehen?
Ein Knarren ließ sie erneut aufschrecken. Richtig, das Geräusch. Nur deshalb steckte sie überhaupt in diesem Schlamassel.
Sie entschied sich dafür, sicherheitshalber zu kriechen, wunderte sich aber, dass ihre Beinbewegungen so eingeschränkt waren und sie nur mühsam vorwärts kam, immer in die Richtung aus der sie das Geräusch gehört hatte. Kurze Zeit verharrte sie in kniender Position, zog die Handschuhe aus und fuhr mit den Fingern über ihre Oberschenkel. Sie spürte gummiartigen Stoff nachgeben und durch ihre momentane Position verrutscht, endete er recht weit oben, was ihr Gelegenheit gab, die Netzstrumpfhose zu ertasten, welche ihre Beine umhüllte. Also trug sie einen Rock, eine Strumpfhose, Handschuhe und hohe Schuhe, welche sie beide hinter sich zurückgelassen hatte. Der Rock erschien ihr komisch und sie konnte den Stoff nicht zuordnen.
Wie demütigend diese Situation für sie war, hätte sie nicht einmal in Worte fassen können, wenn sie zum Sprechen in der Lage gewesen wäre. Billig angezogen und würdelos kroch sie hier herum, um irgendeinem perversen Spinner, der wahrscheinlich mit einem Nachtsichtgerät wie aus 'Schweigen der Lämmer'  irgendwo in ihrer Nähe stand, als Wichsvorlage zu dienen. Die Vorstellung, er könnte jetzt in diesem Moment wenige Zentimeter von ihr entfernt stehen und wie zum Hohn nach ihr Greifen, jagte ihr eine Gänsehaut über den Rücken.
Nach gefühlten zehn Minuten, welche sie auf den Fliesen herumgerutscht war, verließen sie langsam aber sicher die Kräfte. Die Knie taten ihr weh und kalt wurde ihr, da der Untergrund nicht beheizt war. Immer noch liefen ihr die Tränen über das Gesicht, nun jedoch nicht mehr so sehr vor Schmerz, sondern vor Scham und Verzweiflung. Sie begann zu schluchzen.
„Was habe ich dir getan?“, presste sie zwischen den Lippen hervor. „Warum quälst du mich so?“ Sie erhielt keine Antwort. Ihr Knöchel war das einzige, was sich pochend bemerkbar machte. Erst jetzt ging ihr auf, wie unvernünftig es gewesen war, einfach in irgendeine Richtung zu kriechen, aber was hätte sie sonst auch tun sollen? Zwischenzeitlich hatte sie darauf gehofft, dass sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnen würden, sodass sie wenigstens Umrisse würde erkennen können, doch dem war nicht so. Dieser Raum war nicht luft- sondern lichtdicht verschlossen, wenn es denn überhaupt ein Raum war. Immer nur Fliesen unter sich, nichts als Fliesen. Es war zum aus der Haut fahren. Wenn das so weiterging war sie auf dem besten Weg durchzudrehen.
„Aaaaaaargh.“  
Es war ein frustrierter und verärgerter Aufschrei und eine Art Erinnerung daran, dass noch nicht alles verloren war.  So schnell sie konnte und die Schmerzen in den Knien missachtend, robbte sie sich immer weiter vor. Irgendwann musste diese Leere ja mal ein Ende haben. Ihr Blick war starr nach vorne gerichtet und ihre Arme zitterten. Erschöpft rappelte sie sich auf bis in die Hocke. Auch wenn in aufrechter Haltung Laufen vielleicht die risikoreichere Fortbewegung war, sie hatte keine andere Wahl.
Wie als wollte ihr Peiniger sie darin bestärken, einen Fehler zu begehen, ertönte während sie sich aufrichtete ein Klicken, so als hätte sie durch die Bewegung einen Schalter umgelegt. Doch es regneten keine Pfeile auf sie nieder und sie musste auch keinem rollenden Stein ausweichen. Stattdessen meinte sie links von sich einen schwachen Lichtschimmer erkennen zu können. So wie sie jetzt, musste sich ein verirrter Mensch in einer Wüste fühlen, wenn er unerwartet auf eine Oase stieß.
Lass das um Himmels Willen keine Fata Morgana sein, dachte sie sich und rannte, alle eventuellen Gefahren vergessend, so schnell sie konnte auf das Licht zu.  
Kurz bevor ihre ausgestreckte Hand auf einen Widerstand stieß, prallte ihr rechter Fuß gegen einen Gegenstand am Boden, was erneut Schmerzwellen durch ihren Körper schießen ließ. Der Gegenstand war nach vorne geschoben worden und gegen die Wand geprallt. Doch die Wand stellte sich als Tür heraus, welche sie vorsichtig öffnete. Zentimeter um Zentimeter drang Licht in den Raum, was sie so sehr blendete, dass es ihr nicht möglich war, die Tür komplett zu öffnen. Die plötzliche Helligkeit bohrte sich als Schmerz in ihre Schädeldecke, weshalb sie die Augen schloss und vorsichtshalber den Blick auf den Boden richtete. Langsam öffnete sie ein Auge und entdeckte verwirrt ein Paar Handschellen auf den Fliesen dicht an der Tür. Dagegen war sie wohl mit dem Fuß gestoßen, aber wie...? Innerhalb von Sekunden begriff sie. Das metallene Geräusch, welches sie kurz vor ihrem Sturz gehört hatte, musste von den Handschellen, die wohl jemand über die Türklinke gehängt hatte, gekommen sein. Beim Herunterdrücken der Türklinke waren diese dann auf den Boden gefallen und das Knarren war dann später erfolgt, als jemand die Tür einen Spalt breit geöffnet hatte. Das ergab soweit einen Sinn...wenigstens etwas.
Wieso sie als nächstes nach den Handschellen griff, wusste sie nicht, doch sie konnten ihr vielleicht nützlich sein. Ungewiss, was weiter geschehen würde, zog sie die Tür ganz auf und obwohl ihre Augen sich an den Lichtschein durch den Spalt gewöhnt hatten, war sie von der Geballtheit des Lichts überwältigt, schloss erneut die Augen und alles um sie herum verlor an Kontur. Es wurde wieder schwarz, ihr Puls schoss in die Höhe.
Hastig öffnete sie die Augen und saß senkrecht im Bett.  Immer wieder der selbe gruselige Traum. Schon seit Wochen ging das so. Sie ließ sich erschöpft zurück in die Kissen sinken und wischte sich mit der Decke den Schweiß von der Stirn. Sie nahm sich fest vor, endlich etwas dagegen zu unternehmen. Was auch immer dazu nötig war.
zur Fortsetzung >>>

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

...wohin die Reise geht, und ich vertraue mal, dass das Etikett "Femdom" nicht willkürlich gewählt ist :), aber ich bin gespannt, wo das noch hinführen wird. Und das bitte nicht als "schnell, fortsetzen" miss zu verstehen.
Meine vorläufig einzige (negative) Kritik, wäre: mehr Klassifizierung bitte (schon klar, nicht alles lässt sich den vorhandenen Begriffen unterordnen), aber ich persönlich sehe tatsächlich immer zuerst auf die gewählten Tags, denn - einfältig wie ich bin - möchte ich mich vorher darauf einstellen können, ob ich jetzt eine Femdom, Maledom, Femsub, Malesub, etc. Geschichte lese. Femdom, mehrteilig lässt mich zwar hoffen, aber angesichts eines/einer bisher unbekannten Protagonisten/Protagonistin auch misstrauisch werden :).
Aber spannend erzählt, vielversprechender Beginn.

Antwort auf von housecleaner

und ja, mit einer Bitte um stärkere Klassifizierung hatte ich gerechnet, aber das kann ich erklären. Ich möchte für den jeweiligen Teil immer nur das in den Tags angeben, was auch darin vorkommt. Natürlich hätte ich jetzt schon "malesub" dazuschreiben können, obwohl dieser erst in einigen Kapiteln auftauchen wird, aber so manch ein Leser wird sich dann vielleicht hintergangen vorkommen und enttäuscht sein, weil ich ihn mit den Tags in die Irre geführt habe. Deshalb ist es schon richtig, Geduld zu bewahren, ich habe mit der Storyline noch viel vor, versprochen.

Ein sehr vielversprechender Beginn einer Geschichte. Ich bin so gespannt, wie esl weiter gehen wird. Der Autor sollte sich die Zeit lassen die eine qualitätvolle Geschichte einfach braucht.

Der Beginn ist mehr als spannend!!
Ich hoffe das bleibt kein Fragment und wird baldmöglichst weiter geführt.
Dass es keine "Wichsgeschichte" ist macht die Story um so besser
Billyboy