Die 3 Schlüsselhalterinnen und die Vanilla 62

"Klappentext"

Peinliches Treffen für Leonidas - Die Rache

 

Peinliches Treffen für Leonidas

Der ältere Herr, der den Tisch bestellt hat, schaut schon zum vierten Mal auf seine Patek Philippe, undenkbar, dass der Chronograph die falsche Zeit zeigt, natürlich hat sie einen Handaufzug, aber die Kleine Sekunde läuft, der Tag-Nacht-Indikator zeigt Nacht an, alles ist okay, aber wo bleibt seine Verabredung! Einen von Rabenhorst lässt man nicht warten!

Da scheint etwas passiert zu sein, denn plötzlich verstummen die Gespräche im Hugos, das Sternerestaurant gleicht fast einer Bibliothek, kein Geräusch, nur das Klicken der Handykameras ist zu hören.

Ziel der Fotohungrigen scheint eine Diva mit ihrem doch recht großen Hündchen zu sein. Während die Männer auf ihren Monsterbusen und/oder ihre 44 cm Taille starren, wenden sich andere geniert ab. Die „Fotografen“ mit ihren Handys sind fleißig dabei, die Fotos umgehend bei Instagram oder bei Twitter zu posten, denn jeder will der Erste sein und die meisten Klicks ernten. »Geeil, und guck mal, der Hund!«, sagt einer der sonst wohl honorigen Männer zu seiner Begleitung in die Stille. Selbst die Köpfe derer, die nichts mit der Sache zu tun haben wollten, blicken jetzt auf das Spektakel.

Wir alle kennen die Dame, die ihr Aussehen durch eine OP verbessert hat, doch erleben wir mit ihr das wunderbare Sterne Restaurant.

»Hallo Leonidas, wartest du schon lange auf mich?«, flöte ich Leo zu, den ich absichtlich fast fünfzehn Minuten habe warten lassen. Ich sehe wie seine Ader pulsiert, so regt er sich auf.

Natürlich braucht er mich, und ich nehme es ihm übel, dass er uns beim Üben gestört hat.  Inzwischen bin ich eine kleine Berühmtheit, einige der Jungs wetten, dass sie meine Hiebe aushalten. Blödsinn, das kann niemand, dafür sorge ich schon.

Aber Martin hat mir beigebracht, zu erkennen, wie weit meine Opfer sind, wann sie der Kreislauf im Stich lassen wird. Fast immer klappt das, und ich lasse ihnen etwas Zeit, sich zu erholen. Bevor ich mir den Hintern vornehme oder eben noch einmal die Hände.
Alles Jammern, Betteln oder Schreien ist dabei egal, später, nur bei dem Chinesen soll es aber so sein, dass ich ihn erst einmal so weit bringe, dass er nicht mehr kann, dann soll ich ihm noch 20 Hiebe verabreichen, die er selbst zählen muss, zuerst auf die Hände, aber das alles ist im Moment egal.

Da kommt einer der Ober angelaufen: »Bitte beachten Sie, dass in unserem Restaurant und der Weinbar leider keine Hunde erlaubt sind! Wir haben unten im Hotel einen Bediensteten, der kann sich um ihren Gefährten kümmern!«

»Aber nicht doch, das ist mein Sklave – knie dich vor mich, Herrin macht dir deine Maske ab, damit der Herr Ober sehen kann, dass du kein Hündchen bist!«

Wie erwartet scheint der Kellner überfordert und holt sich Hilfe, während bei Leonidas die Zornesader weiter verstärkt hervortritt.

Natürlich hat sich das Martin zusammen mit mir ausgedacht, nachdem Leonidas wie ein Berserker meine Übungen gestört hat. Mich hat er sogar dabei beleidigt, obwohl ich selbst nichts davon gemerkt habe. Erst Martin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass eine „Metze“ nichts anderes ist als eine Bordsteinschwalbe und keiner seine Herrin so nennen darf.

Bevor der Geschäftsführer kommt, beenden wir unser kleines Schauspiel, und ich hake die Leine an Martins Rückenreißverschluss, so dass er sich später selbst aus dem niedlichen Doggy-Bondage-Anzug befreien kann. Ein Klaps auf seinen Po und er entschwindet unter Gelächter.

Ich setze mich gegenüber von Leonidas, der mich leise anfaucht, was dieser Auftritt hatte sein sollen.

Mit viel Mühe und Überredungskunst beruhigt Leonidas später den Geschäftsführer, anscheinend kann sich auch die Begleitung eines überaus prominenten und finanzkräftigen Stammgastes nicht alles erlauben.

Bester Laune genieße ich später mein auf den Punkt gebratenes Steak, zwischenzeitlich weiß ich natürlich, dass ein „medium rare“ viel besser schmeckt als ein „well done“!

Irgendwie scheint Leonidas das heute auch nicht recht zu sein, als er für mich bestellen wollte, hat er doch glatt ein well done bestellt, was ich aber direkt beim Ober korrigierte.

Das Steak ist ausgezeichnet, schade, dass ich nicht mehr so viel wie früher essen kann, bleibt leider die Hälfte übrig!

In drei Tagen ist es soweit, da ist die Einweihung in China, ich bringe sogar Leonidas dazu, dass Martin mitreisen darf. Fast 13 Stunden werden wir fliegen und einen Stopp in Moskau machen, aber vorher gibt’s noch einmal ein Training mit den letzten Instruktionen von Leonidas.

»Bis morgen, ich hol dich mit MEINEM Porsche ab, du bist ab 10 bereit?«, sage ich zum Abschluss übertrieben laut, ich weiß ja, dass er es nicht mag, wenn man über ihn bestimmt. 

Natürlich nimmt er sich zusammen, aber seine Zornesader steht nun augenscheinlich kurz vor dem Bersten.

Ich erhebe mich graziös, wobei einer der Kellner mir behilflich ist und höchstbeflissen den Stuhl wegschiebt: »Dankeschön – siehst du mal, Leonidas, es gibt auch noch höfliche Menschen, eigentlich ist das ja deine Aufgabe, so als Gentleman der alten Schule!«

Dass Leonidas das Glas in seinen Händen nicht zerdrückt ist alles, ich hauche ihm noch frivol einen Kuss zu und stöckle lasziv davon!

Strafe muss sein! Ich hatte genügend Zeit, mit meinem Sklaven über Leonidas zu plaudern, dabei hat er mir vor Augen geführt, dass mich der Kerl nur benutzt hat.

Natürlich habe ich dabei auch gewonnen, das war aber nicht seine Absicht – ich hätte die OP auch weitgehend schmerzfrei überstehen können, zumindest mit viel, viel weniger Schmerzen, damals hat mir ja meine Freundin Schwester Ava ein Mittel gegen die schlimmsten Schmerzen gegeben, aber dass ich auf Anordnung von Leonidas leiden musste, haben wir von Dr. Miller erfahren, der mich jetzt auch nicht mehr betreut.

Es war eigentlich ganz einfach, mein Sklave hat mich zu einer der Untersuchungen begleitet, es war wie immer alles in Butter. Aber dann hat Dr. Miller sich verplappert: »… und während der gesamten Behandlung mussten Sie nicht leiden!«

»Von wegen, nicht leiden! Das waren höllische Schmerzen! Warum?«

»Äh, das hatte äh andere Gründe, die…«

»Sklave, meine Tasche!«

Bevor sich Dr. Miller versieht, hat er eine meiner Handschellen um die Gelenke.

»Sklave, sorg dafür, dass er nicht abhaut und seine Hände schön über die Tischkante legt!«

Natürlich habe ich schon einiges gelernt, meine Opfer machen das ja meist freiwillig, doch ich habe noch keinen gesehen, der nicht irgendwann aufgibt.

»So Dr. Miller, Sie sollten nun ihre Hände schön gestreckt lassen, ich will ja nichts kaputt machen, ich glaube man sagt „goldene Hände“ dazu. Es wird übrigens sicherlich auch nicht schlimmer als eine Luxer, äh so ein Luxding, wie ich es überstanden habe!«

Ich hole eine dickere Tawse aus der Tasche.  Nehme Maß auf Dr. Millers Hand, wie oft genug geübt klatscht das Leder punktgenau auf seine Handfläche.

Die Wirkung ist auch für mich famos, Millerchen springt trotz Martin auf und heult wie ein Werwolf, tanzt zum Waschbecken mit der großen medizinischen Klinikarmatur, hält seine Hände unter das fließende Wasser.

So reagieren also Menschen, die so was nicht mögen oder wollen, interessant!

»Sklave, begleitest du Doktor Miller wieder zu seinem Platz, wir müssen ihn wohl fixieren?  Sie wissen doch, in der Klinik wurde ich auch fixiert?! Ich könnte natürlich auch jetzt schon aufhören, wenn sie mir ausführlich alles erzählen, was ich wissen muss!«

»Ist der nicht besser?«, fragt Martin und deutet auf einen Blutentnahmestuhl mit zwei halbrunden Armauflagen.

»Bestens! Du hast was bei mir gut!«

Wie in den Untersuchungsräumen üblich, befinden sich auch einige Spender für Pflaster an der Wand, damit fixieren wir Dr. Millers Arm, der um Hilfe schreit.

Um sein Gebrüll zu dämpfen verbraucht Martin auch noch etwas Pflaster für seinen Mund.

Ich schließe die Handschelle auf, dann kann Martin auch den zweiten Arm wie den ersten befestigen.

Ich korrigiere noch die beiden Armstützen, die praktische Knebelverschlüsse haben, dann sage ich zu Dr. Miller, der abwehrend die Hand zur Faust ballt: »Sie sollten die Hand flach machen, und mir die Innenfläche zeigen, ich müsste sonst einen Rohrstock nehmen, danach wäre es für lange Zeit Essig mit einer OP.

Einen einzigen Hieb mit dem Instrument braucht es noch und Dr. Miller wimmert förmlich darum zu zwitschern. Natürlich ohne das hautfreundliche Leukoplast, das ich absichtlich recht unsanft von seinem Mund entferne.

So habe ich erfahren, wie Leonidas wirklich ist. In einer Suite mit ihm zusammen mich länger aufzuhalten geht nicht mehr, auch wenn er nichts von mir will, deshalb wohne ich seit heute bei meinem Sklaven.

Ich habe dann noch meinen Ex- Arzt gefragt, was ihm lieber ist als Bestrafung: noch 10 Hiebe auf seine Hände oder eine Tracht Prügel auf seinen Hintern. Er hat sich für die Prügel entschieden, die weitere Alternative, meine Erfahrungen bezüglich des Aufenthaltes unter seiner Obhut in der renommierten Klinik in einer großen Zeitung zu veröffentlichen, hat er rundweg abgelehnt.

Ich habe ihn für morgen Nachmittag, 14 Uhr, in unseren „Übungsraum“ bestellt!

Was er jedoch nicht weiß, in seiner Klinik habe ich viel gelernt, auch, was es bedeutet, Schmerzen zu haben, und Martin wiederum hat mir beigebracht, zu erkennen, wenn andere Schmerzen haben, und ich kann etwas mitfühlen, weil ich ja selbst das erfahren und leidvoll durchlebt habe.

Nachher darf er meine Beine und meinen Rücken massieren, das ist schon eine Beschäftigung für ihn, die er gerne macht, und ich mag das auch! So können wir uns ergänzen. Wie war das noch einmal, was Martin mir erklärt hat? Ah, ja - zuerst kämen seine Bedürfnisse, dann meine Bedürfnisse und Wünsche und erst dann seine Wünsche! Klar habe ich das kapiert, wenn ich ihn nämlich kaputt haue, ist auch für mich nichts mehr drin – erfülle ich aber seine Bedürfnisse, dann kann er auch was für mich tun, viel, viel mehr, als ich ihm gebe, und dann kann ich ja manchmal etwas Besonderes für ihn tun, etwas was er mag, das fesselt ihn an mich.

Natürlich brauche ich ihn nicht zu lieben, das kann ich nicht, vielleicht noch nicht, aber ich achte ihn, nicht wegen seines Geldes sondern, weil er… ach was, so genau weiß ich das jetzt auch nicht. Aber ich freue mich auf ihn, auf seine Hände, die mir so viel Entspannung bringen, danach merke ich keine Rückenschmerzen mehr, zusammen mit dem Sport, den ich betreibe, fühle ich mich dann besser als vor der OP.

 

Letzte Vorbereitungen

Heute steht noch einmal ein Training für mich an. Dieses Mal will Herr von Rabenhorst dabei sein, letzte Korrekturen vornehmen und noch einige Instruktionen loswerden.

Ich bin sicher, dass ich meiner Herrin mehr beigebracht habe, als DER je könnte. Wie immer habe ich die Probanden ausgewählt, Berlin ist ja groß genug, und anders als am Anfang ist es nicht einmal ein Problem, in der Szene hat es sich herumgesprochen, dass meine Herrin jede käufliche Domina sowohl mit ihrer Figur als auch mit ihrer emotionalen Kälte und Unbarmherzigkeit übertrifft.

Jedenfalls sind genügend männliche Opfer vorhanden, die sich an den „Erziehungskosten“ beteiligen.
Seit Herrin Anabelle sich vorher mit den Jungs unterhält und ab und zu sogar einen von deren Wünschen erfüllt, stehen die Jungs Schlange, natürlich darf sie keiner jemals anfassen, aber wenn sie die Prügel durchgestanden haben, kann es sein, dass sie eine Belohnung bekommen.

Normalerweise gibt es außer mir keine Zuschauer, heute sitzt aber Herr von Rabenhorst bei uns, nicht wie damals als Gladiator kostümiert, sondern im edlen Zwirn in einem Sessel.

Er schaut genau zu, wie meine Herrin agiert, meist hat er nichts auszusetzen. Was ihm nie gefällt ist aber die anschließende Sonderbehandlung, die so gar nicht mit seinen Wünschen übereinstimmt.

»So was machst du aber nicht mit Baihu!«

»Weißt du Leo, ich werde ihn vorher fragen, so wie ich die Jungs hier befrage, dann werde ich genauso wie jetzt entscheiden, was und wie ICH will! DU brauchst doch MICH, ich aber brauche DICH schon längst nicht mehr, ich könnte auch ohne deine Interessen zu vertreten mich übermorgen mit dem Chinesen treffen, für den Flug brauche ich ihn bestimmt nur mal eben anzurufen!«, erklärt meine Herrin souverän, während ihr letztes Übungsobjekt das zuvor von ihr genussvoll zertretene Törtchen hingebungsvoll und genüsslich von ihrer Stiefelsohle leckt.

»Und du, du strengst dich gefälligst an, wehe ich finde noch einen Krümel, dann werden deine Hände dieses Mal Bekanntschaft mit dem Rohrstock machen!«, fährt meine Herrin ihr Opfer an, selbst bei mir wird es durch diese Worte eng in meinem Käfig.

Vermutlich ist Herr von Rabenhorst aber mit meiner Ausbildung zufrieden, denn als er geht, sagt er zu mir: »Könnte funktionieren, besser, als ich dachte! Aber bild dir nur nichts ein, deine Tage mit Belle sind gezählt und einen neuen Job brauchst du auch!! Euere Vorführung gestern, das war zu viel!«

Als meine Herrin mit den letzten Vormittagsprobanden fertig ist, schickt sie mich etwas zu Essen holen: »Geh zum Chinesen, dann kann ich mich gleich dran gewöhnen!«, heute am Samstag ist hier in Neukölln noch wenig los, so laufe ich schnell zur Karl-Marx-Straße, die Besitzerin bedient mich selbst, und schon bald habe ich eines der Thaigerichte samt Tragetüte für nicht mal 5 Euro. Zurück geht’s im Dauerlauf, meine Herrin soll es ja warm genießen können.

Oh, noch etwas am Rande, das Lokal wäre nichts für Leonidas, die Wirtin handelt nach dem Motto, wer freundlich ist, bekommt auch eine freundliche Antwort und ein gutes Essen, bei unfreundlichen Kunden wird der Ton harsch und nicht selten fällt – so ganz aus Versehen – auch mal etwas in die Speise, was dort eigentlich nicht hineingehört…

Nachdem ich meiner Herrin die Thaispeise in einem sorgsam vorgewärmten Teller serviert habe, reinige ich die Instrumente für heute Nachmittag.

Die Rache

»Sklave!«, ruft meine Herrin, und ich laufe sofort in die kleine Küche. »Für dich!«, sie deutet auf den Boden, wo der Teller mit dem Rest ihres Essens steht.

Als ich die ersten Bissen mit der Zunge in meinen Mund schiebe, ruft SIE mich: »Sofort hierher!«

Kaum knie ich vor IHR, bekomme ich auch schon eine Ohrfeige!
»Hast du nichts vergessen?«
»Danke Herrin«

»Gut, bring mir den Teller!«

Kaum steht der Teller vor ihr, spuckt sie einmal darauf und sagt:  »Jetzt bring mir eines der Törtchen, die unser Freund mitgebracht hat und etwas von dem Senf, Du weißt schon!«

Anabelle legt das Törtchen auf den Teller, gibt den Rest aus dem Senfglas dazu.
»Nimm, ich möchte, dass du zügig leer isst!«

»Natürlich Herrin! Danke Herrin!«

Ich bin stolz auf meine Herrin, dass sich ein Sklave zu bedanken hat, habe ich ihr beigebracht, dass er fürs Weglassen eines Dankes bestraft wird auch! Aber alles andere stammt von IHR!

Wie man sich vorstellen kann, schmeckt die gelbgrüne Pampe alles andere als gut, dass meine Zunge bei dem vielen scharfen Senf das langsam nicht mehr feststellt und meine Augen tränen, rührt meine Herrin so gar nicht, warum musste es auch ausgerechnet ein Glas mit einem Löwen auf dem roten Etikett sein?

Als ich den Teller so gut es geht leergeleckt habe, dieser blöde Senf haftet überall wie Leim, ruft mich meine Herrin zu sich: »Komm, setz dich zu mir, ich möchte mich mit dir unterhalten!«

Immer wenn sie das macht, ist das so etwas wie eine Auszeit, in der ich zwar noch ihr Sklave bin, aber mit ihr von Angesicht zu Angesicht reden kann. In den ersten Tagen musste ich ihr viel sagen, was sie besser machen könnte, aber jetzt wird sie immer perfekter.

»Das war toll, Herrin, so soll das sein, wenn sich einer deiner Sklaven nicht bedankt!«

»Danke Martin, aber das ist nicht der Grund, warum ich dich sprechen wollte. Mach dir keine Sorgen, ich habe mitbekommen, was Leonidas gesagt hat. Er würde das wahr werden lassen, wenn er könnte, aber wenn ich kann und ich glaube fest, dass ich KANN, dann werde ich es verhindern!«, erklärt sie fürsorglich, wie es eigentlich gar nicht ihre Art ist. Sie hat doch im Grunde für gar niemand Gefühle, außer für sich selbst?! Bin ich ihr denn doch zwischenzeitlich so wichtig geworden?

»Martin, nachher, wenn Dr. Miller kommt, achtest du auf ihn, ich möchte ihn nicht kaputtschlagen, es soll nur bei einer schmerzhaften Strafe bleiben. Er ist nichts gewohnt, anders als die Jungs, die sich sonst hier ein Stelldichein geben. Du empfängst ihn, dann soll er sich ausziehen, ganz nackt, anschließend fesselst du ihn auf den Strafbock! Sollte Doktorchen Probleme machen, ruf mich einfach, er hat selbst so entschieden!«

Sie steht auf und lächelt, das ist auch neu: »Du bleibst die nächste Zeit mein Berater, von mir aus auch als Diener, ich brauche dich jetzt so, ich verspreche aber, wenn ich weiß, wo das Abenteuer China hinführt, werde ich meinen Sklaven zu belohnen wissen!

Räum gleich hier auf, es ist unser letzter Tag, ich lege mich noch etwas hin, zieh mir dazu die Stiefel aus!«

»So, ich denke, ich soll…«

»Ja, du sollst so was wie mein Diener sein, keine Strafen und offen reden, aber du sollst dafür sorgen, dass es mir gut geht!«

Natürlich helfe ich ihr aus ihren Mörderstiefeln, es ist ein tolles Gefühl, trotzdem ich nicht ihr Sklave bin. Ich lasse sie in dem kleinen Schlafzimmer allein, räume all unsere Sachen zusammen, säubere die Küche.

Was wohl Leonidas sagen würde, wenn er wüsste, wer nachher gleich hier erscheint? 

Ich überprüfe die Lederriemen, ob die wirklich noch fest sind, bei unseren Übungen haben wir den Bock ja nie gebraucht.

Es klingelt? Jetzt schon, es ist erst Viertel vor zwei?

Natürlich ist es dieser amerikanische Doktor, stelle ich fest, als ich öffne.

»Ich bin mit Frau Koch verabredet, Sie können ihr melden, dass Dr. Miller eingetroffen ist.«

Der kennt mich doch, was macht der denn plötzlich für einen Wind?

»Kommen Sie mit, Herr Müller, ich soll mich um Sie kümmern. Sie haben Glück, dass meine Herrin Sie nicht empfangen hat, 14 Uhr bedeutet Punkt 14 Uhr, weder vorher noch nachher!«

Natürlich hat die Herrin das auch von mir gelernt, zuerst war sie beim zu frühen Erscheinen von Gästen nicht konsequent.
Wenn heutzutage ein Proband nicht pünktlich ist…

Als ich die Tür zum BDSM-Zimmer öffne, schaut Miller etwas unsicher auf die Einrichtung.

»Treten Sie doch ein, das ist unser Behandlungsraum! Ich gestehe, die rote Farbe ist etwas ungewohnt für Sie, Ihre sind weiß oder war es grün?«

Nachdem ich die Tür geschlossen habe weise ich ihn an: »Sie dürfen sich frei machen!«
Nichts rührt sich?

»Aus-zie-hen, aber flott, ich müsste sonst meine Herrin holen, das wäre wohl gar nicht gut für Ihre Hände, ich denke, die brauchen Sie noch! Sie operieren doch noch, oder sind Sie jetzt nurmehr noch deutsches Aushängeschild?«

»Aber…«, sagt er, während er sich Schuhe, Jacke, Hemd und Hose auszieht, die er jeweils sorgsam auf einen Stuhl legt.

»ABER, das ist auch so ein Tabuwort, das sie niemals in Gegenwart meiner Herrin aussprechen sollten und bitte ALLES ausziehen! Ich meine, die Behandlungsstelle komplett frei legen!«

Etwas unsicher folgen Strümpfe und Unterwäsche, ich inspiziere ihn nun rundum und ausgiebig, er hat einen recht gesunden Körper mit einem kleinen Bauchansatz. Und jetzt einen richtig schönen hochroten Kopf!

»So Herr Miller, Sie dürfen sich schon auf die Behandlungsliege legen, ich zeige auf den Strafbock, ich werde Sie gleich fixieren, damit die Behandlungsfläche optimal präsentiert wird. Also fast wie bei Ihnen in der Klinik.«

Er legt sich auf den Bock, sogar richtig herum! Als ich seinen Arm festschnallen will, versucht er, ihn wegzuziehen: »Ich mach da nicht mit!«

»Sie haben doch der Behandlung zugestimmt! Wir brauchen auch keine Unterschrift, die Alternative kennen Sie ja!«

Jetzt lassen sich seine Glieder wunderbar widerstandslos festgurten. Nur noch den Rückengurt festziehen, den Kopfgurt verwende ich nicht.

»So, Herr Miller, ich muss Sie jetzt einen Moment allein lassen, da sie zu früh hier angekommen waren, dürfen sie die Wartezeit noch etwas genießen!«

Anschließend wecke ich meine Herrin, sie duscht sich, ohne ihre Haare und ihr Gesicht zu benetzen. Beim Abtrocknen darf ich ihr helfen.

»Weißt du was, Martin, Dr. Miller soll mich nackt sehen, er hat ja nicht schlecht gearbeitet, also bring nur meine roten Stiefel, die darfst du mir anziehen!

Himmel, macht SIE das jetzt extra für mich? Meine Hände zittern, so ganz nackt, alles sichtbar, so kenne ich die Herrin nicht. Man, ist der Käfig eng!

Ohne jede Scham geht sie zu dem gefesselten Arzt: »Du darfst mich anschauen, jetzt! Das hast du fein gemacht, mit meinem Körper bin ich zufrieden, was mir aber gar nicht gefällt ist, dass du mich hast leiden lassen! Das werde ich dir jetzt zurückgeben!

Meine Herrin nimmt einen dünneren Rohrstock, biegt den Stock mehrmals leicht durch, dann geht sie langsam an dem Bock vorbei, bis auf die ideale Höhe für Hiebe auf sein Gesäß.

Der erste scharfdurchgezogene Hieb lässt den Arzt aufheulen, meine Herrin lächelt?! Das tut sie sonst nie? Der Arzt schreit immer noch, da trifft ihn perfekt ein weiterer Hieb. Es ist fantastisch, sie so zu sehen.

Immer wenn Dr. Miller am Ende ist, kurz davor wegzutreten, gibt Martin seiner Herrin Bescheid, Dr. Miller bekommt eine Pause, in der ihn Martin mit frischem Wasser versorgt, wenn es ihm besser geht, er sich erholt hat, setzt Anabelle ihr Werk fort.

Ein Versuch, Anabelle milde zu stimmen scheitert mit ihrer Antwort: »Hatte ICH etwa eine Wahl? Also warum sollte ich aufhören? Das ist sogar der Stock, der am wenigsten Schaden anrichtet, solltest du noch einmal die Frechheit haben, zu betteln, werde ich ihn durch den nächsthärteren ersetzen!«

Der arme Dr. Miller bekommt noch viele, viele Hiebe, sicherlich wird er nie mehr einem seiner Patienten Schmerzen zufügen, die nicht sein müssten.

Schade eigentlich, dass er als Arzt weiß, wie er seinen wundgehauenen Musculus gluteus maximus und seine Derma behandeln muss, dass er auch ohne Schmerzmittel wieder einigermaßen gut sitzen kann.

Vielleicht, wenn Anabelle mehrere Tage Zeit gehabt hätte, würde sie die Pein gerne nochmals auffrischen, aber so muss das wohl oder übel entfallen, denn morgen fliegt sie mit ihrem „Berater“ und Leonidas nach Shanghai.

 

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