Der Herrin zum Wohlgefallen

"Klappentext"

Mein Erstlingswerk, inspiriert von einem Tindermatch. Devote Grüße an Herrin J.

 

Ich weiß nicht, was du von mir erwartest. Ich weiß nicht, ob ich dich verärgert habe. Auf allen Vieren krieche ich auf dich zu. Langsam, nackt bis auf das lederne Halsband. Schließlich kniee ich vor dir, wage nicht zu dir aufzusehen. Ich wage nicht dich mit meinen Händen zu berühren. Stattdessen beuge ich mich etwas nach vorne und versuche behutsam die Fingerspitzen deiner rechten Hand zu küssen.

Dankbarkeit durchströmt mich, dass du mir die Hand nicht entziehst. Dankbarkeit und Lust. Du scheinst zu spüren, wie sehr ich mich nach deiner Aufmerksamkeit, nach deinen Berührungen sehne. Gnädig gestattest du meinen Lippen einige Augenblicke lang deine Fingerspitzen zu liebkosen, ehe du mir zärtlich durch die Wange streichst. Bis hinter in mein Haar wandern deine Finger, nur um dann fest hinein zu greifen und meinen Kopf in den Nacken zu zwingen. Du zwingst mich, zu dir aufzusehen. Ich sehe es in deinen Augen blitzen. Droht mir Strafe? Ich vermag deinen Blick nicht zu lesen. Du beißt dir auf die Unterlippe, als du die Hundeleine am Halsband befestigst.

Wortlos ziehst du mich an der Leine zum Bett hinüber. Ich habe Mühe dir auf allen Vieren zu folgen. Nicht, weil du so schnell gehen würdest, sondern weil ich einen Moment zu lange deinen nur in Unterwäsche gehüllten Körper bewundert habe. Ich hatte den Kopf nicht wieder gesenkt und dich von hinten betrachtet. Du weißt es wahrscheinlich, doch lässt du es mir durchgehen. Vielleicht. Ich verharre neben dem Bett auf den Knien, wo du dich auf die Bettkante gesetzt hast.

Langsam ziehst du mich an der Leine näher und näher, bis du mit einer Hand wieder in mein Haar greifen kannst. Du drehst meinen Kopf so, dass du dir nehmen kannst, was du willst. Und gerade ist das mein Mund, als sich deine Lippen leidenschaftlich auf die meinen legen, deine Zunge sie fordernd öffnet.

Ich schnappe nach Luft. War es der Kuss, oder sind es deine Finger, die ich jetzt an meinem Schwanz spüre? Erfreut stellst du fest, dass er hart ist. Zärtlich streichen deine Finger an meinem Schaft entlang. Ich kann ein Aufstöhnen nicht verhindern, als zwei Finger meine Eichel umspielen. Du hingegen lachst leise, amüsiert über das Vorstrecken meines Beckens, als ich versuche die Berührungen noch ein wenig zu verlängern, sobald du mir deine Hand entziehst.

Stattdessen berühren sich unsere Oberkörper kurz, als du dich nach vorne beugst, mit beiden Armen um mich herum greifst. Dass du mir die Hände auf den Rücken fesselst, realisiere ich erst, als ich das Klicken der Handschellen höre und kalten Stahl um meine Handgelenke fühle. Zu sehr hat mich abgelenkt, wie ich kurz die Rundungen deiner Brüste durch den Stoff deiner Unterwäsche auf meiner Haut spüren konnte. Du möchtest nicht, dass ich mich wehren kann, du möchtest nicht, dass ich mich selbst berühre - während ich all das tue, was du von mir verlangst. Mit zufriedenem Lächeln lehnst du dich zurück und betrachtest mich einige Augenblicke. Dann greifst du nach der Leine, dirigierst mich aufs Bett.

Unbeholfen versuche ich mit gefesselten Händen zu folgen, um dann schlicht nach vorne auf den Bauch zu fallen, als dein Zug an der Leine zu stark wird. Du befestigst sie so am Bettrahmen, dass ich kaum den Kopf heben kann. Schon spüre ich deine Hand auf der Rückseite meines Oberschenkels, wie sie nach oben streicht. Langsam, quälend langsam. Deine Fingerspitzen drücken sich ins Fleisch meiner Arschbacke, wie als würdest du fachmännisch die Ware prüfen. Schließlich erhebst du dich und die Berührung deiner Hand wird wenig später von der Spitze einer Reitgerte ersetzt, mit der du mir sachte in die Handflächen piekst. Scheinbar waren meine gefesselten Hände zu nahe an meinem Po. Die Gertenspitze streicht meine Wirbelsäule entlang, hinauf zwischen die Schulterblätter und dann wieder hinunter. Ein sanfter Hieb trifft meine Hände, wohl als Warnung, dass mir nicht einfallen sollte sie schützend vor meinen Arsch zu halten. Hier fährst du die Konturen entlang an den Seiten zum Ansatz der Schenkel, dann spüre ich die Gertenspitze plötzlich nicht mehr auf meiner Haut. Ich halte den Atem an und erwarte den ersten Hieb.

Ich zucke zusammen, als ich die Gerte wieder spüre. Doch du hast dir einen Spaß erlaubt und meinen Po nur leicht berührt. Gerade als ich lachen möchte, trifft sie mich hart. Wahrscheinlich könntest du noch fester zuschlagen, sodass der Schmerzenslaut, der mir entfährt, vielleicht eher dem Schrecken geschuldet ist. Während du zufrieden siehst, wie sich ein erster Striemen rot quer über meinen Arsch zieht. In schneller Folge fügst du dem ersten nun Nummer Zwei, Drei und Vier zu. Ich versuche nicht zu schreien, doch allein wie ich den Arsch anspanne, verrät dir, dass die Hiebe ihre Wirkung nicht verfehlen. Unbewusst sind wohl auch meine gefesselten Hände ein wenig nach unten gewandert, was du mit einem dieses Mal durchaus schmerzhaften Hieb auf die deplatzierten Finger bestrafst. Entsprechend ist der fünfte Hieb auf meinen Arsch auch der bislang schmerzhafteste, und nicht zufällig kreuzt er seine vier Vorgänger.

Bis zum zehnten Striemen ohne Schmerzenslaut durchzuhalten, erfordert meine ganze Selbstbeherrschung. Das Zucken meines Körpers und wie ich immer wieder mein Gesicht in die Matratze drücke, ist aber genauso Ausdruck der Schmerzen, die ich durch dich erfahre, wie mein rotgestriemter Arsch. Es hatte geholfen sich der Hoffnung hinzugeben, dass du es vielleicht bei zehn Hieben belassen würdest. Aber vielleicht willst du mir doch noch Schreie entlocken und nach einer kurzen Pause fährst du gnadenlos fort. Irgendwann in Richtung des zwanzigsten Hiebes hast du dein Ziel erreicht – wenn es denn dein Ziel war – und jeder deiner Hiebe wird nun auch mit meinen Schreien begleitet. Erst leise, dann lauter und schließlich hemmungslos. Nach dreißig Hieben brennt mein Arsch wie Feuer und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich überhaupt noch eine nichtgerötete Stelle finden lässt. Ich stelle mir vor, wie du zufrieden von oben dein Werk betrachtest, und das Wissen, dass du zufrieden bist, tröstet mich etwas über den Schmerz.

Deine Fingerspitzen wandern schließlich prüfend über meine Arschbacken, hauchzart verursachen sie eine prickelnde Mischung aus leichtem Schmerz und sanfter, lindernder Liebkosung. „So gefällst du mir“, höre ich dich sagen. Ehe sich deine Nägel schmerzhaft in mein geschundenes Fleisch krallen. Ich heule unterdrückt auf, presse mein Gesicht wieder in die Matratze. Schließlich scheinst du zufrieden zu sein, und ich spüre, wie du die Hundeleine am Bettgestell löst und mir gleichzeitig mit der in die Seite gedrückten Gertenspitze zu verstehen gibst, dass du mich wieder vor dem Bett sehen willst. Nicht ganz einfach mit den gefesselten Händen und dem bei jeder Bewegung noch mehr schmerzenden Arsch, doch komme ich deinen Wünschen so gut es geht nach.

Wieder vor dem Bett auf den Knien angelangt, sehe ich, wie du die Leine mit viel Spiel am Bettpfosten befestigst und, nachdem du es dir im Bett bequem gemacht hast, das Lederband etwa bei der Hälfte um deine Hand schlingst, sodass du mich wieder über die Bettkante heranziehen kannst. Mit zufriedenem Lächeln betrachtest du mich einige Augenblicke, ehe du mir deinen Fuß hinstreckst. „Danke, Herrin“, murmle ich, meine Lippen auf deinem Spann. Bedanke ich mich für die Bestrafung? Dafür, dass ich dich nun liebkosen darf? Ich weiß es nicht. Ebenso wenig, wie ich weiß, ob es meine Lippen und meine Zunge auf deinem Spann, der Außenseite deines Schienbeines und schließlich der Innenseite deines Schenkels sind, die dir Lust bereiten – oder, dass du mich mit der Leine ganz nach Belieben mal hierhin, mal dorthin dirigieren kannst.

Und mir natürlich schließlich nicht mehr als den Saum deiner Unterwüsche an der Hüfte erlaubst, sodass mir nur kurz der betörende Duft zwischen deinen Schenkeln bleibt, ehe du mich zum anderen Bein zum gleichen Spiel navigierst. Wie gerne würde ich dich auch berühren, doch dir genügt mein Mund gerade vollkommen. Und das Wissen, wie sehr ich mich im Gegenzug nach deiner Berührung verzehren muss. Dass ich mich nicht einmal selbst berühren kann.

Doch solche Gedanken verfliegen schnell, als deine Hand von der Leine ablässt, sich einmal mehr in mein Haar krallt und meine Zärtlichkeiten von deinem Bauchnabel langsam wieder nach unten schiebt. Abermals steigt mir dein herrlicher Duft in die Nase und dieses Mal erlaubst du mir mit der Zungenspitze den Saum deines Höschens anzuheben und die zarte Haut deines Venushügels zu erkunden. Ein zufriedenes Seufzen entfährt dir und vielleicht bist du ein wenig abgelenkt, als dein Bein vom Bett rutscht. Die Berührung zwischen meinen Schenkeln wirkt jedenfalls eher zufällig. Aber wenn du schon mal da bist, prüfst du mit sachtem Druck, ob mein Schwanz schon wieder hart ist. Natürlich ist er das. Es entlockt dir ein Grinsen, als ich versuche ihn an deinem Bein zu reiben. Ein kurzes Anstoßen meiner Eier ist die schnelle Strafe. Ein kurzes Heben des Fußes vom unten genügt und ich zucke schmerzhaft zusammen.

Ein willkommener Anlass für dich gänzlich zurück zu sinken und auch die zweite Hand in mein Haar zu krallen und meinen Kopf endgültig ganz zwischen deine gespreizten Schenkel zu schieben. Der Stoff deines Höschens ist längst mehr als nur feucht, sodass es nicht mehr darauf ankommt, wenn nun die Berührungen meiner Lippen und meiner Zunge darüber streichen. Ich spüre die Konturen deiner Lippen durch den feuchten Stoff, kann deine Lust schmecken. Ein kräftigerer Zug an den Haaren bedeutet mir rasch meine Bemühungen zu intensivieren. Es fällt mir schwer mit der Zungenspitze alleine den Stoff des Höschens dauerhaft beiseite zu schieben, doch dein lauter werdendes Stöhnen, die sachten Bewegungen deines Beckens und der schmerzhaft fester werdende Griff in meinen Haaren bestätigen mir mein Tun.

Schließlich gibst du mir mit heiserer Stimme Anweisungen, immer wieder unterbrochen von neuem Stöhnen. Wo. Wie. Lippen. Zunge. Tiefer. Schneller. Mit der wenigen Bewegungsfreiheit, die du mir gestattest, gelingt es mir nicht immer den Befehlen sofort und exakt Folge zu leisten. Die anstrengende Haltung, die auf den Rücken gefesselten Hände und mein brennender Arsch tun ihr übriges. Dennoch erbebt schließlich dein Körper und du drückst mein Gesicht dermaßen zwischen deine zuckenden Schenkel, dass es mir schwer fällt Luft zu bekommen. Mit einem letzten Stöhnen schließlich lockert sich dein Griff, lässt dann ganz von mir ab.

Ich darf ein wenig zurück sinken in eine etwas bequemere knieende Position. „Danke, Herrin“, wiederhole ich die zwei wichtigsten Worte. Danke dafür, dass ich dir zu Willen sein durfte. Ich schmecke deine Lust auf meinen Lippen und senke wieder den Kopf. Ich harre der Dinge, die da kommen mögen.

 

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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