Der Fotoshoot

"Klappentext"

Sandra lässt sich auf einen erotischen Fotoshoot ein. Der Fotograf überredet sie zu einem Foto in Bondage, doch das endet mit einer fesselnden Überraschung für das Mädchen...

 

Ein wenig nervös war Sandra schon, als sie das Atelier des Fotografen betrat, von dem ihre Freundin ihr vorgeschwärmt hatte.

„Er macht wirklich tolle Fotos. Gerade, wenn du, na ja, etwas für einen Freund suchst – oder für eine Freundin“, hatte sie hinzugefügt, denn bezüglich Sandras bestand das hartnäckige – und zutreffende – Gerücht, dass sie sich für beide Geschlechter begeistern konnte. Nun, im Moment hatte sie niemanden, aber da ihr die Freundin einen Gutschein aufgedrängt hatte, war sie schließlich in das Studio gegangen.

Die Bilder, die dort hingen, waren in der Tat freizügig, aber auch geschmackvoll. Sie blieb vor einem Bild stehen, das eine Frau zeigte, die kunstvoll verschnürt war. Shibari, japanische Fesselkunst. Sie war einmal im Internet darauf gestoßen und es hatte sie irgendwie fasziniert.

„Das wird immer beliebter!“

Sandra zuckte zusammen.Hinter ihr stand ein junger Mann, der ihr die Hand reichte und sich ihr als Werner vorstellte. Werner Stuckowsky, der Fotograf, von dem ihre Freundin so geschwärmt hatte.

„Ich, äh, ich habe diesen Gutschein und -“

Werner nahm den Zettel entgegen und lächelte:

„Nun, der reicht für zwölf Aufnahmen, also für einen Kalender. Oder für so etwas“, er deutete auf die gefesselte Frau, „da aber nur ein Bild, da die Vorbereitungen natürlich aufwändiger sind.“

Sandra konnte den Blick nicht von der Frau auf dem Bild abwenden. Jetzt sah sie, dass die Frau leicht gerötete Wangen hatte, man konnte Schweißperlen auf ihrer Haut sehen und ihr Blick-

„Das Bild wurde genau im Augenblick ihres Höhepunktes aufgenommen. Manche sagen, es wirkt, als wolle sie gerade niesen, aber andere finden es sehr sinnlich!“

Sandra gehörte eindeutig zur letzteren Fraktion, aber eines wollte ihr nicht in den Kopf.

„Wie – wie konntest du den genauen Moment – du weißt schon.“

Sandra errötete leicht und druckste herum. Werner lachte.

„Nun, indem man die Frau fesselt, sie stimuliert und dann im richtigen Moment abdrückt.“

Er erklärte das so beiläufig, dass ihn Sandra entgeistert anstarrte.

„Falls du Angst um deine Unschuld hast – ich bin Profi. Und außerdem stehe ich auf Männer.“

Sandra, die nicht verklemmt wirken wollte – nicht in einem Atelier für erotische Fotografie - , nickte und meinte zögernd:

„A-also gut, das m-möchte ich auch.“

Werner führte sie in den Nebenraum, in dem ein heilloses Durcheinander an Kameras, Stativen und anderem Material herrschte. Nur im Vordergrund, wo er die Menschen ablichtete, war es leer und aufgeräumt.

„S-soll ich mich freimachen?“

Zum Teufel, sie klang wie beim Arzt. Werner meinte:

„Ja, wenn du nicht für den Jeans-und-Pullover-Kalender posieren willst. Und geh` besser vorher noch einmal zur Toilette, der Shoot kann etwas dauern!“

Sandra befolgte diesen Rat, überlegte noch einmal, ob sie einfach das Atelier verlassen sollte, doch dann betrat sie den Raum, wo Werner bereits zwei Scheinwerfer ausgerichtet hatte. Doch dann meinte er:

„Ich würde gerne etwas ganz Besonderes ausprobieren. Nennt sich ,Von oben betrachtet`. Na, Interesse?“

Sandra nickte. Irgendwie flößte Werner ihr Vertrauen ein und irgendwie war sie auch neugierig. Sie hatte sich schon immer für Bondage interessiert und ihre Freundin hatte ihr auch versichert, dass Werner sehr diskret war und sie keine Angst haben müsste, dass die Bilder irgendwo im Netz auftauchten.

Sie legte ihre Kleider ab, zögerte kurz, bevor sie den BH auszog, doch Werner sah sie nicht anders an als vorhin, als sie noch bekleidet gewesen war.

„Er hat bestimmt schon 50 schönere Frauen als mich nackt gesehen! Außerdem ist er ja schwul!“

Mit einem Ruck zog sie auch ihr Höschen herunter und trat vor Werner.

„Ich wäre dann soweit!“

Er musterte sie, so genau, dass sie spürte, wie ihre Wangen sich wieder röteten, dann meinte er:

„Ich denke, du bist der Typ für Seide.“

Sandra wollte nicht widersprechen und Werner öffnete eine Metallbox, die bis oben hin mit den verschiedensten Seidentüchern und -schals gefüllt war. Er nahm ein langes Tuch, schlang es ihr um den Hals und zog es spielerisch vor und zurück.

„He, lass das“, kicherte Sandra. Das Tuch kitzelte sie, aber es war auch erregend, wie der glatte Stoff über ihre Haut strich. Werner zog sie mit dem Tuch nahe an sich, dann machte er einen Knoten hinein. Nicht so fest, dass es ihre Atmung beeinträchtigte, aber doch so stramm, dass sie bei jedem Atemzug die Seide spürte.

Werner führte die Tuchenden unter Sandras Brüsten hindurch unter ihre Arme uns verknotete sie in ihrem Rücken. Das Tuch hob ihre Brüste leicht an – keine unangenehme Berührung. Sie spürte, wie ein Kribbeln durch ihren Körper lief.

„Bitte, lass ihn denken, dass es nur von der Kälte ist“, dachte Sandra, als sie merkte, wie ihre Brustwarzen hart wurden. Doch wenn Werner es bemerkte, so sagte er nichts.

Was dann folgte, kam Sandra etwas merkwürdig vor, denn Werner knotete ihr je ein langes Seidentuch um ihre Knöchel, ihre Knie, die Handgelenke und die Ellbogen. Sandra bewegte ratlos die Arme, was die Tücher flattern ließ.

„S-soll ich einen Schleiertanz aufführen?“

„Wenn du willst. Aber das ist eher, weil ich glaube, dass du dir etwas schwer tust, vor einem Fremden zum Höhepunkt zu kommen.“

Sandra stammelte etwas und ihre Wangen wurden flammend rot. Werner nickte.

„Ich habe wohl recht. Nun, wenn dadurch der Shoot länger dauert, fessle ich dich lieber in einer Position, die du auch länger beibehalten kannst.“

Wieder wirkte er so professionell, so abgeklärt. Sandra kam sich albern vor. Werner nahm ihre Arme nach hinten und fesselte ihr linkes Handgelenk an ihren rechten Ellbogen. Ebenso verfuhr er mit ihrem andern Arm. Sandra, mit quasi hinter dem Rücken verschränkten Armen, merkte, dass die Seide durchaus fest war. So würde sie sich nicht befreien können.

Werner hatte ein zehntes Tuch genommen, dass er ihr um die Taille schlang. Als er auch dieses vor und zurück zog, wand sich Sandra leicht und kicherte, da sie extrem kitzlig war. Werner legte das Tuch doppelt, fädelte die Enden durch die Öse und zog die Schlinge um ihre Taille stramm.

„Oh“, seufzte Sandra, als er die Tuchenden zwischen ihre Beine schob, dann hinten wieder durch das Tuch um ihre Taille. Dann zog er an dem Tuch, ließ locker, zog wieder. Die Seide fing an, Sandra an ihrer empfindlichsten Stelle zu massieren.

„S-sagtest du nicht, du w-wärest schwul?“

„Ich habe gelogen!“, raunte er in ihr Ohr. Es war ein Witz, aber gleichzeitig machte er weiter. Sandras Atem ging schneller und sie spürte, wie sie langsam feucht wurde.

„Oohh!“

Sie seufzte, halb überrascht, halb erfreut, als das Tuch zwischen ihre Schamlippen glitt. Zufrieden verknotete Werner die Enden.

„So, jetzt setze dich bitte auf den Stuhl dort.“

Als sie gehorchte, konnte sie ein weiteres Seufzen nicht unterdrücken, denn beim Hinsetzen spürte sie die Crotchrope noch intensiver. Werner musste den Duft bemerken, der zwischen ihren Schenkeln aufstieg, doch erneut blieb er ganz Profi. Er beugte ihr linkes Bein und fesselte ihren Knöchel an ihren Oberschenkel. Nachdem er dies mit dem anderen Bein wiederholt hatte, zog er unvermittelt hinten an ihrer Crotchrope.

„Ooouuh! Oh mein Gott! Oh, entschuldige, es war nur-“

„Schon gut, ich wollte nur testen, ob du sehr laut wirst im – Augenblick der Ekstase. Vielleicht sollte ich dich besser knebeln.“

Es klang so ungeheuerlich. So abartig. So – verheißungsvoll.

„A-aber mit Seide“, brachte Sandra mit rauer Stimme hervor. Werner stand auf. Dank ihrer Fesselung konnte Sandra sich nicht gut nach ihm umsehen, aber nach ein, zwei Minuten kam er mit etlichen Seidentüchern zurück – und mit ihrem Höschen.

„Aber – aber-“

„Ich habe im Etikett nachgesehen, es ist aus Seide!“

Sandra beugte sich der Macht dieses Argumentes und öffnete den Mund. Er schob ihr das Höschen sanft, aber entschlossen tief hinein. Dann nahm er ein Tuch, in das er einen dicken Knoten gemacht hatte, und platzierte diesen zwischen ihren Zähnen. Als er die Enden in ihrem Nacken fest zusammen knotete, rutschte der Knoten tiefer hinein und Sandra stöhnte auf.

Werner war noch lange nicht fertig. Er band ihr ein weiteres Tuch vor den Mund, dann zog er eines über ihre Nase und unter ihr Kinn, bevor er auch dieses fest zusammenband. Jetzt konnte Sandra den Knebel nicht mehr abstreifen und stöhnte erneut.

Er zog ihr ein Tuch über den Kopf, das er um ihren Hals verknotete. Sandra konnte nichts mehr sehen, das Atmen durch die zwei Tücher fiel ihr schwer und ihre Zunge war durch den Knebel blockiert, ihr Mund gründlich verstopft.

„Mmhhmmmmm! Uuhhmmmm!“

Er nahm Sandra vorsichtig und legte sie auf dem Bauch ab. Dann hörte sie ein Surren.

„Das ist eigentlich ein Gitter für Scheinwerfer, aber heute darf es dich tragen. Ich werde dich daran festbinden, dann ziehe ich dich hoch und filme von unten. Deswegen heißt es ,Von oben betrachtet`! Obwohl dich die Kamera ja streng genommen von unten betrachtet und du gerade gar nichts betrachten kannst!“

Sandra war alles andere als begeistert, doch jetzt konnte sie nicht mehr viel tun.

„Wir hätten ein Safeword ausmachen sollen“, dachte sie, doch jetzt war es zu spät.

Nun kamen die vielen langen Tuchenden um ihre Gliedmaßen zu ihrem Recht. Werner knotete sie eines nach dem anderen an dem Gitter fest, dann ließ er es etwas höher. Sandra stöhnte, als sie angehoben wurde. Er merkte, dass zu viel Gewicht an ihren gefesselten Armen hing, daher band er noch die Enden des Brusttuchs um das Gitter. So hatte Sandras Oberkörper mehr Halt. Er zog sie noch höher, bis auf Höhe seiner Taille, dann betrachtete er erneut sein Werk. Das Mädchen zappelte, doch da sie an insgesamt sieben Punkten fixiert war, war ihr Gewicht gut verteilt und sie würde eine Weile so bleiben können.

Werner nahm einen kleinen, eiförmigen Vibrator, der laut Hersteller eine sehr lange Laufzeit hatte. Vorsichtig löste er die Knoten von Sandras Crotchrope.

„Mmhmm?“

Sie stöhnte noch lauter, als er ihr den Vibrator eingeschaltet einführte, doch er ignorierte sie, zog die Crotchrope wieder zwischen ihre Schamlippen und knotete die Enden am Gitter fest. So wäre der Vibrator in ihr gesichert und jede ihrer Bewegungen würde für zusätzliche Stimulation sorgen.

Er fuhr das Gitter mit dem stöhnenden und sich windenden Mädchen auf etwas zwei Meter Höhe, dann platzierte er die Kamera.

„Lass dich einfach gehen! Die Kamera nimmt auf und wir nehmen einfach das beste Bild!“

Natürlich würde Sandras Gesicht nicht zu sehen sein, da es unter dem Tuch verborgen war. Aber Werner war sich sicher, dass man einen Höhepunkt auch so erkennen würde. Und da Sandras Anonymität gewahrt blieb, würde sie ihm sicher gestatten, das Bild bei Wettbewerben zu verwenden.

Er ging in den Nebenraum, um eine zu rauchen. Doch er stellte fest, dass er keine Zigaretten mehr hatte. Zögernd sah er zu Sandra, die immer noch schwach zappelte. Ihr Stöhnen war bereits hier kaum noch zu hören.

Eigentlich gehörte es sich nicht, eine gefesselte Person alleine zu lassen. Andererseits war der Automat auf der anderen Straßenseite, in fünf Minuten wäre er zurück.

Werner hastete los und trat auf die Straße, ohne sich vorher umzusehen.

***

 

„Mmhhmmmm! Uuhmmmm! Mph!“

Sandra schwang hilflos hin und her. Sie hatte sehr schnell die Lust an dieser Fesselung verloren und wollte, das Werner sie sofort losband. Verdammt, wieso merkt er nicht, wie sie litt? Sie tastete nach den Knoten, doch keiner war in Reichweite ihrer Finger. Sie schrie in ihren Knebel, doch nicht einmal sie konnte mehr als ein gedämpftes Stöhnen hören.

„Mmhhmmm! Uhhhhhhhmmmmmm! Mmmhhrrrrrmrrmmmm!“

Der Vibrator war eher irritierend als stimulierend, doch er war da, arbeitete in ihr! Ihr war alles egal, das Foto, die besondere Erfahrung, alles! Sie wollte nur noch frei sein!

Wieder stöhnte sie und riss an ihren Fesseln. Wieder schwang sie nur leicht hin und her, wieder kam niemand, um ihr zu helfen. Nur der Vibrator machte unermüdlich weiter, versprach eine Ablenkung von ihrer Misere.

***

 

„Wie geht es ihm?“

Der Autofahrer, der Werner erwischt hatte, war vorschriftsmäßig gefahren, trotzdem hatte er natürlich ein schlechtes Gewissen und so hatte er stundenlang vor dem Operationssaal ausgeharrt. Der Arzt wirkte erschöpft, aber er lächelte.

„Er wird durchkommen. Eine Weile wird er wohl noch hinken, aber in ein paar Monaten ist er wieder ganz der Alte!“

„Wann – wann kann ich zu ihm? Ich möchte – mich entschuldigen.“

„Morgen früh. Jetzt muss er erst einmal aufwachen. Gehen Sie nach Hause, es war nicht Ihre Schuld und er wird keine bleibenden Schäden behalten!“

Erleichterung durchfuhr den Mann und er trat in der Tat den Heimweg an. Gleich morgen, so nahm er sich vor, wollte er sein Unfallopfer besuchen. Und dann würde er ihm anbieten, dass er, falls der Mann niemanden hatte, in seiner Wohnung nach dem Rechten sehen würde. Blumen gießen und so. Notfalls auch mit dem Hund Gassi gehen.

„Morgen“, flüsterte er in Richtung des OP-Saals, „morgen!“

Aber jetzt brauchte er erst einmal Schlaf.

 

Kommentar(e)

Ein erotisches Shooting das wohl im Moment eher zum Horror für Sandra wird. 

Ich hoffe es gibt noch ein happy end für alle. 

LG Ornella 

...aber vielleicht erst am nächsten Morgen ;)

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