Das zweite Leben der Inge 7 - Probezeit

"Klappentext"

Für Inge naht das Ende der Probezeit.

 

Die neue Woche begann langsam. Gleich nach dem Frühstück wurde die Zofe von der Gnädigen in ihrem Zimmer eingeschlossen. Kurz darauf verließ die Gnädige die Wohnung. Sie kehrte zu Mittag nicht zurück, sodass die Zofe hungern musste.

Nach Feierabend kam der Gatte nach Hause, befreite die Zofe aus ihrer Zelle und ließ sich was zu Essen machen. Mit knurrendem Magen stand sie nackt am Herd und kochte für ihre Herrschaften. Die kleinen heißen Spritzer bissen ihr in die Haut. Um sich zu schützen, rührte sie mit langem Arm im Topf. Dabei baumelten ihre Euter so über dem Herd, als sollten sie bald selbst in die Pfanne.

Kurz drauf hörte sie die Gnädige kommen. Gleich eilte sie zur Tür, um der Herrschaft beim Ablegen zu helfen. Aber offenbar fühlte die Dame sich gestört. Wortlos, mit ausgestrecktem Finger zeigte sie zurück in die Küche. Sofort zog die Zofe sich zurück. Eilig schleppte die Dame ihre schweren Taschen ins Arbeitszimmer.

Der gnädige Herr zeigte die nächsten Tage kein Interesse an der Zofe.

Am Dienstag durfte sie abends vor dem Fernseher ihren Herrschaften als Teppich dienen. Die Gnädige breitete den Läufer in der Stube aus. Die Herrschaften, im Sessel sitzend, legten ihre Füße auf die weiche, wabbelige, knochige Unterlage.

Die gnädige Frau stemmte ihre Ferse in den Venushügel des Teppichs, in dem vergeblichen Versuch die kleine Schlampe in Erregung zu versetzen. Der Herr setzte seine Füße der Schlampe ins Gesicht und ließ sich Schritt für Schritt die Zwischenräume zwischen den Zehen säubern. Später prüfte er die Weichheit und Ausdauer der Brustkissen.

* * *

*** Hinweis des Autors: Diese Erzählung ist eine utopische Geschichte. Die Utopie besteht darin, dass jede Person die Erfahrungen macht, die sie mag und braucht. Das gilt auch für devote Personen. Devot bedeutet, dass die Person möchte, dass jemand anderes über ihre Sexualität und ihr Leben entscheidet, auch wenn die devote Person das nicht explizit zum Ausdruck bringt oder sogar das Gegenteil sagt. Volenti non fit iniuria. Der Autor billigt keine Gewalt, also Handlungen gegen die Bedürfnisse der betroffenen Personen. ***

* * *

Morgens im Bad untersuchte die Schlampe den Zustand ihrer Kehrseite im Spiegel. Am Dienstag hatte sie von der gnädigen Frau wieder zehn mit dem Rohrstock erhalten.

Allmorgendlich wachte sie mit einem brennenden, heißen Arsch auf. Über die Tage ließ das Brennen nach. Dafür stellte sich ein Jucken und Ziehen ein. Die Beulen waren nun vereinzelt, wie Krater in einer Mondlandschaft. Auf einigen hatten sich Pickel gebildet. Haut und Gewebe der Kehrseite zogen sich wie die Haut auf einem Glas heißer Milch.

Der blaue Fleck auf der Brust schmerzte noch immer bei jedem kräftigen Griff des gnädigen Herrn. Die Farbe veränderte sich vom Blauen ins Grünliche mit gelbbraunen Randbereichen.

Den Mittwoch- und Donnerstagvormittag verbrachte sie damit, im Auftrag der Gnädigen die Grundreinigung der Wohnung fortzusetzen.

Die Zofe trug jetzt zur Arbeit stets die Kämme im Haar. Wenn sie in ihrem Zimmer lag und den Ping der Glocke hörte, sprang sie unter der Bettdecke hervor, lief mit hüpfenden Eutern in den Flur und richtete vor dem Spiegel die Haare. Erst dann lief sie in die Stube und machte einen Knicks, dass ihre Titten schaukelten. „Die gnädige Frau haben gerufen?“

Nur schwer gewöhnte sich die Zofe an die plötzlichen Angriffe der gnädigen Frau, die ihr oft aus einer Laune heraus einen Fußtritt gab oder eine Ohrfeige scheuerte. Die Zofe war stets angespannt und in ständiger Furcht, von einem Stoß oder einem Schlag in ungünstiger Lage erwischt zu werden.

Als die gnädige Frau bemerkte, dass diese Anspannung die Zofe bei der Arbeit behinderte, ging sie dazu über, ihre Angriffe anzukündigen. Sie richtete der Zofe mit den Fingerspitzen das Kinn, bevor sie mit der offenen Hand zuschlug, dass bei der Zofe die Glocken läuteten und die Wange prickelte, wie ein Nadelkissen. Sobald die Sterne verschwanden und sich der Blick der Zofe aufklärte, sah sie in das spöttische Lächeln der gnädigen Frau, die sich über die wirkungsvolle Misshandlung freute.

Viel Zeit verbrachte die Zofe mit Warten. Sie verbrachte oft lange Zeit darauf zu warten, dass die Glocke ging und die Gnädige ihr einen Befehl gab. Oder es drängte sich einer der Herrschaften zur Tür herein, um ihre Hurendienste in Anspruch zu nehmen. Langsam verlor sie das Zeitempfinden. Auch wenn sie in ihrem kleinen Apparat fern sah und von der Talkshow zum Justizdrama zappte, interessierte sie sich nur selten für den aktuellen Tag.

So verbrachte sie eine ganze Weile und es fiel ihr schwer, auszurechnen, wann die zweiwöchige Frist ihrer Probezeit vorüber sein würde. War sie an einem Dienstag oder an einem Mittwoch zu den Herrschaften gekommen? Meinten die Herrschaften genau zwei Wochen oder ungefähr zwei Wochen? Und was würde danach geschehen? Würde sie einfach Tschüss sagen und sich vom gnädigen Herrn nach Hause fahren lassen?

Würde man sich regelmäßig wiedersehen? Vielleicht konnte sie später an den Wochenenden dienen, wenn die Anwesenheit des Gatten die Angriffe der gnädigen Frau bremste. Oder man konnte gemeinsam in den Urlaub fahren und sich nackend unter südlicher Sonne Gelagen hingeben.

Eigentlich hatte sie genug Eindrücke über das Leben als Zofe gesammelt. Viele Nächte konnte sie mit diesen Erinnerungen verbringen. Sie konnte in der Wärme des Bettes ihre Träume damit anreichern, ohne nackt durch eine kalte Wohnung laufen zu müssen. Sie konnte an die hämischen Angriffe der Alten denken, ohne die Schmerzen der Schläge ertragen zu müssen.

Besonders die Hiebe waren häufig nur schwer zu ertragen. Oft wollte sie den Strafen ausweichen, sich verkriechen und sich mit Händen und Füßen gegen das Strafgericht der Gnädigen verteidigen. Sie schaffte es nicht, Widerstand zu leisten. Sie konnte sich einfach nicht entschließen. Wenigstens wussten die Herrschaften, was richtig war. Und sie fürchtete noch härtere Strafen, sollte sie um Milde bitten. So wurde sie immer wieder verprügelt, bis ihr Hinterteil eine einzige schmerzende Masse war. Sie fürchtete mit jeder ihrer Bewegungen Wunden aufzureißen und weiteren Schaden zu verursachen.

Hatte sie eine Entscheidung zu treffen oder würde die Probezeit einfach so vorübergehen? Beim letzten Mal, als sie ihre Bitten anbringen durfte, hatte die Gnädige sie vorher unterrichtet, sodass sie sich auf ihren Auftritt vorbereiten konnte. Sicher würde es auch diesmal auch so sein. Sie war schließlich eine Sklavin, die sich um nichts Gedanken machen musste. Sie hatte zu gehorchen und abzuwarten, bis die Herrschaft sie darauf ansprach.

Also beendete sie ihre Gedanken und zappte mit der Fernbedienung auf dein anderen Kanal.

* * *

Wieder und wieder rechnete die Schlampe die Zeit durch und kam dabei zu drei unterschiedlichen Ergebnissen über die Dauer ihres Dienstes. Doch eines war klar. Ihr Dienst dauerte bereits deutlich länger als die vereinbarte Probezeit. Und doch zögerte sie Tag um Tag, in der Hoffnung, die gnädige Frau werde sie darauf ansprechen. Aber der Termin nahte, an dem sie verpflichtet war, ihre Sprösslinge wiederzusehen und zu betreuen.

Endlich, am Sonntagmorgen, während die gnädige Frau noch am Frühstückstisch saß und ihre Lieblingszeitung mit den vielen menschlichen Kuriositäten und tragischen Schicksalen las, fasste sich die Zofe ein Herz. Sie hielt beim Abräumen des Geschirrs inne, trat einen Schritt zurück und machte einen Knicks. Die Gnädige blieb in ihre Zeitung vertieft und lachte über den Arbeitslosen-Witz auf Seite drei.

Als sich die Zofe sich eine halbe Minute nicht regte, konnte die Gnädige es nicht mehr übersehen.

„Was gibts?“, sprach sie, ohne ihren Blick von der Zeitung zu lösen.

„Gnädige Frau?“

„Idiot“, schimpfte die Gnädige. Erst langsam wurde klar, dass sie den neusten Auftritt des Umweltministers meinte und nicht die Zofe.

„Gnädige Frau?“

„Ich höre.“ Die Gnädige blickte kurz über den Zeitungsrand und kehrte dann zu ihrer Lektüre zurück.

„Ich bin jetzt schon fasst vier Wochen hier. Ich kann nicht länger bleiben.“

„Ich denke, du hasst keine Verpflichtungen.“ Die Gnädige schlug die Zeitung zu und blickte der Zofe ins Gesicht.

Bei dem Anblick bildete sich bei der Zofe ungefähr dort ein Kloß im Hals, wo der gnädige Herr sonst immer mit seiner Eichel anstieß. „Ich muss meine Kinder betreuen. Und ich muss nach Hause, sehen was mit meiner Wohnung ist. Allein die Post und ...“ Die Zofe verlor den Faden des vorbereiteten Textes.

„Mit deiner Wohnung ist alles in Ordnung. Um die Post kümmern wir uns.“

Hatte die gnädige Frau nachgesehen in der Wohnung? Hatte sie die Post geholt? Im Grunde war es egal. Sie musste sich nur aus ihrem Dienst herauswinden. „Am nächsten Wochenende muss ich die Kinder nehmen. Die Richterin hat das so beschlossen. Ich muss es.“

„Die Richterin hat beschlossen, an welchem Wochenende du deine Kinder nehmen musst?“

„Die Richterin hat gesagt, wir müssen einen Plan aufstellen, und uns daran halten.“

„Also ruf deinen Ex an. Wie hieß er noch?“

„Marc.“

„Ruf diesen Marc an und sag ihm, dass du nicht kannst.“

„Marc wird mir das Gericht auf den Hals schicken. Es ist so vereinbart. Er wird darauf bestehen.“

„Glaubt Marc, dass du eine gute Mutter bist?“

„Ich weiß nicht. Ist ja auch egal.“

„Kleines, werd nicht frech!“

„Entschuldigung gnädige Frau. Ich wollte nur sagen...“

„Glaubt Marc, dass du eine gute Mutter bist?“

„Ich weiß nicht.“ Der Zofe stockte für einige Sekunden der Atem. Dann liefen ihr die Tränen. „Ich glaube nicht“, sprach sie mit tränenerstickter Stimme.

„Hat er das gesagt?“

„Er hat gesagt, ich habe versagt.“ Dann weinte sie vor sich hin und zog den Schnodder durch die Nase hoch.

„Was glaubst du, wird er tun, wenn du die Kinder nicht nimmst?“

„Ich weiß nicht. Er wird ans Gericht schreiben mit seinem Anwalt.“

„Glaubst du im Ernst, er wird dich zwingen die Gören zu nehmen, wenn er glaubt, dass du keine gute Mutter bist? Warum sollte er das tun?“

„Ich weiß nicht.“

„Ich weiß, meine Kleine, warum er das tut. Ich weiß, warum er dir alle paar Wochen die Gören vorbeischickt.“

„Weil das Gericht es so bestimmt hat.“

„Nein mein Schätzchen, das ist nicht der Grund. Der kleine Bastard will dir zeigen, was du für eine Versagerin bist. Wenn die dich in deiner kleinen Bude sehen, dann sehen sie, was aus ihrer Mutter geworden ist. Er will ihnen nur zeigen, dass du nicht mal in der Lage bist, für dich selbst zu sorgen.“

„Er sagt, er braucht auch mal ein freies Wochenende. Er muss immer arbeiten.“

„Würdest du deine Kinder weggeben, weil du mal ein freies Wochenende brauchst? Glaub mir, er wird sich freuen, dass er die Kinder behalten kann. Und nichts wird passieren. Absolut gar nichts. Er wird die Kinder nicht vor deiner Tür absetzen, wenn du nicht da bist. Und er wird einer Ex keinen Brief vom Anwalt schicken, die eh schon am Boden ist.“

Die Gnädige zupfte ungeduldig an ihrer Zeitung und warf einen kurzen Blick auf die Zofe. „Wenn du dich sehen könntest, was für ein erbärmliches Bild du abgibst. Verheult, zerzaust wie eine Vogelscheuche.“

Die Zofe schniefte und verwischte sich den Schnodder mit dem Finger durchs Gesicht.

„Du kannst nicht mal gerade stehen. Wie so ein fetter Gnom stehst du da. Du solltest froh sein, dass deine Gören dich nicht zu Gesicht bekommen.“

Mit dem Arm strich sich die Zofe über die Euter, als wollte sie ihre Brüste richten.

„Was meinst du, was deine Blagen denken, wenn sie dich so sehen?“ Die Gnädige musterte die Zofe noch einmal von oben bis unten, um ihre Einschätzung zu bestätigen, dann wandte sie sich wieder der Zeitung zu.

„Du rufst ihn an und sagst ihm, dass du nicht kannst. Sag ihm, dass du eine Umschulung machst und nicht da bist. Du bist nicht da und kannst die Kinder nicht nehmen. Keine Diskussionen, keine Erklärungen. Einfach so. Er hat dir alles genommen, was du hattest, Schätzchen. Und nun soll er sich in dein Leben nicht länger einmischen. Er wird das schlucken. Er hat gar keine Wahl.“

Die Zofe erinnerte sich, wie ihr alles genommen wurde. Sie hatte alles weggegeben, nur um von den Vorwürfen ihres Mannes und des Anwalts nichts mehr hören zu müssen. Ihre Tränen versiegten und Wut stieg in ihr auf, wie man sie so hatte runtermachen können. Diese Anschuldigungen vor der Richterin. Und sie hatte nicht die Worte gefunden, um sich zu wehren. Ihr eigener Anwalt hatte nur dabei gesessen und hilflos an seinem Bleistift gedreht. Sie hatte bei dieser Anklage hilflos dagesessen in dem Verhandlungssaal mit den kahlen Tischen, die aussahen wie Schulbänke. Die sechs Personen einschließlich der Gerichtsschreiberin wirkten verloren in dem großen Raum mit seiner fabrikmäßigen Neonausleuchtung.

Die Zofe hatte Hilfe suchend zur Richterin hinübergeschaut. Aber die Richterin blätterte endlos in ihren Papieren und konnte offenbar nicht finden, was sie suchte. Währenddessen trug Marcs Anwalt die Analyse der zerrütteten Ehe- und Familienverhältnisse vor. Plötzlich hatte sie sich selbst mit den Augen ihrer Kinder gesehen. Sie sah, wie die Mutter mit den einfachsten Dingen des Alltags überfordert war. Immer, wenn sie sich mühsam zu einer Entscheidung durchgerungen hatte, was für die Kinder das Beste war, dann kam Marc von der Arbeit und zeigte ihr, wie es richtig gemacht wurde. Für Marc war immer alles so klar, so logisch, dass sie sich dann fragte, warum sie nicht selbst darauf gekommen war. Für die einfachsten Dinge fehlte ihr das Wissen und die Erfahrung.

Am Ende hatte Sie keine Kraft mehr sich zu wehren. Sie wollte alles nur noch loswerden. Den Mann, das Haus und die Kinder, die alltäglich nur mit dem Versagen ihrer Mutter konfrontiert waren.

„Hey Kleines, was ist?“

„Ja, gnädige Frau.“

„Du wirst ihn anrufen?“

Die Zofe nickte.

„Ich hör dich nicht.“

„Ja, gnädige Frau. Sie haben recht. Ich werde ihn anrufen.“

„Mach erstmal die Küche sauber und wasch dir das Gesicht ab. Ich bring dir dann das Telefon.“

„Aber die zwei Wochen sind doch um. Meine Probezeit ist vorbei. Wie soll es denn jetzt weitergehen?“

„Ganz recht Kleine, die Probezeit ist schon lange vorbei.“

„Du hast deine Sache gut gemacht. Du hast dich als nützlich erwiesen und wir haben beschlossen dich zu behalten. Ist das nicht schön?“

Die Zofe nickte stumm. Fast schien ein verklemmtes Lächeln über ihr Gesicht zu huschen.

„Natürlich werden wir noch viel an dir arbeiten müssen. Du läufst herum, wie ein Trampeltier.“

Die gnädige Frau musste grinsen über ihren eigenen Witz.

„Aber ich kann doch nicht einfach hierbleiben. Das geht doch nicht.“ Die Zofe hatte das ganz anders verstanden. Die Gedanken drehten sich in ihrem Kopf.

„Auf dieser Matratze da drüben...“ Sie wusste nicht mehr, was sie sagen sollte, ohne die gnädige Frau zu beleidigen.

„Ich muss doch auch mal raus. Ich muss raus, raus, raus..“ Die Schlampe verlor die Beherrschung und schrie, dass es durch die Wohnung schallte.

In diesem Moment kam der gnädige Herr durchs Zimmer gelaufen. Er ließ sich vom Geschrei der Dienstmagd nicht beeindrucken und schob sie beiseite, um sich den Sportteil der Zeitung vom Stuhl zu greifen. Dann verschwand er wieder ins Arbeitszimmer.

Die Zofe hatte den gnädigen Herrn beobachtet und blickte dann ins Leere.

„Du kannst raus.“

Die Zofe verstand den Sinn dieser Worte nicht.

„Du wirst deine Wohnung kündigen und dann darfst du auch wieder vor die Tür gehen.“

„Ich brauch doch meine Wohnung.“

„Du wirst bei uns wohnen. Das spart Miete. Was willst du mit deiner Wohnung. Du hast sie in den letzten Wochen nicht gebraucht. Du brauchst sie auch sonst nicht.“

„Und du wirst arbeiten gehen.“

„Ich finde keine Arbeit.“

„Du findest Arbeit. Ich werde dir eine Arbeit besorgen.“

Die Zofe blickte vor sich hin. Sie suchte noch immer einen Sinn in dem, was ihr die gnädige Frau über ihre Zukunft voraussagte.

„Ich will nicht auf den Strich gehen.“

„Du wirst nicht auf den Strich gehen. Ich sagte doch, ich werde dir eine Arbeit besorgen.“

Die Zofe schaute die gnädige Frau ungläubig an und schwieg.

Die Gnädige schwieg.

Es verging eine endlose Minute, in der die Zofe auf das Ticken der Schrankuhr lauschte.

„Leg dich schon mal über die Sessellehne. Ich hole den Rohrstock.“

„Aber...“

„Du hast nicht etwa geglaubt, dass ich dir diesen Auftritt durchgehen lasse. Du wirst lernen, dich gebührlich zu benehmen.“

Die gnädige Frau verschwand in der Küche, um nach dem Stock zu suchen. Als sie zurückkehrte, stand die Zofe immer noch da, und sie meinte ein Zittern am Körper der Zofe zu bemerken.

Die Gnädige fasste die Zofe beim Arm und schob sie über die Sessellehne. Die Zofe, deren Gedanken noch immer zwischen der Alternative von Wohnung und Arbeit kreisten, ließ es wortlos mit sich geschehen. Schon seit über einer Woche hatte keine größere Züchtigung mehr angestanden und so zeigte sich der Arsch der Zofe auf dem Weg der Besserung. Die Beulen und Verformungen hatten abgenommen und der Ton der Haut war insgesamt heller geworden. Über die weiße Fläche verteilten sich zahlreiche grünliche Verfärbungen. Die Linien mehrerer Rohrstockstriemen waren nach wie vor zu erkennen.

Die gnädige Frau hatte den schweren Rohrstock mitgebracht und legte an.

„Zähl mit.“

Mit Gelassenheit zog die Gnädige der Zofe Hieb nach Hieb über das Sitzfleisch. Mechanisch zählte die Zofe mit. Nach dem fünften Hieb erwachte die Zofe aus ihren Gedanken. Sie riss die Arme nach hinten und blockierte den nächsten Schlag. Das Nachdenken über Probleme von existenzieller Bedeutung hatte ihr Blut in den falschen Hirnregionen versammelt. Der Bereich, der den Schmerz ableiten und ihre Hände ruhig halten sollte, während sie die Schläge empfing, war zeitweilig außer Betrieb.

Die gnädige Frau ging in den Flur hinaus und klopfte an die Arbeitszimmertür.

„Wolfgang, kommst du bitte? Deine Unterstützung wird gebraucht.“

Der Gatte legte die Zeitung beiseite und schlurfte hinter seiner Frau in die Wohnstube.

„Du musst mir helfen und die Zofe festhalten. Das Miststück hält mal wieder nicht still.“

„Darf ich auch mal schlagen? Immer darfst du sie verstriemen.“

„Na gut. Ich halte fest und du schlägst.“

Die Gnädige ging zur anderen Seite des Sessels. Dann griff sie sich den Mopp und fädelte den Kopf der Schlampe zwischen ihre Oberschenkel ein. In diesem Moment wurde die Welt für die Zofe still. Sie hörte nur noch das Rauschen des eigenen Blutes in den Ohren. Die Gnädige fasste die Handgelenke der Zofe zusammen und zog sie nach oben.

„Wie viel bekommt sie?“, erkundigte sich der Gnädige.

„Einhundert. Fünf hat sie schon.“

Der gnädige Herr nahm die Schläge auf. Die Zofe zählte nicht mehr. Dafür zählte die Gnädige laut mit.

„Sechs.“

Pause.

„Sieben.“

Pause.

„Acht. Schlag fester, sonst übernehme ich wieder.“

„Neun.“

„Fester! Die spürt ja gar nichts.“

Der Alte holte richtig aus.

„Zehn.“

Der linke Fuß der Zofe löste sich vom Boden und kam einige Zentimeter hoch. Dann besann sich der Fuß wieder und kehrte in die Ausgangsstellung zurück.

Beim dreißigsten Schlag etwa wurde die Zofe unruhig. Die Arme zuckten und die Handgelenke versuchten sich aus der Umklammerung zu lösen. Die Gnädige umfasste mit dem einen Arm die Ellenbogen der Schlampe, um sie in einem sicheren Griff zu halten. Der Kopf zuckte und versuchte sich zu befreien. Zwischen den Beinen der Gnädigen stieg ein unartikuliertes Heulen empor, das teilweise von der Polsterung des Sessels geschluckt wurde.

„Achtundvierzig. Nach dem fünfzigsten Schlag machen wir eine Pause.“

„Wie du meinst, meine Liebe.“

„Neunundvierzig.“

Pause.

„Fünfzig.“

Die gnädige Frau entließ die Schlampe aus ihrem Griff. Sie schüttelte ihre Arme aus, während die Arme der Schlampe nur langsam aus ihrer Schmetterlingshaltung in die Waagerechte sanken. Die Gnädige streifte die Pantoffeln ab und zog sich die Hose aus. Dann streifte sie den Slip ab. Sie wollte die Zuckungen und das Zappeln der Schlampe auf der nackten Haut ihres Geschlechts spüren. Den Schleim aus ihrer Spalte verschmierte sie sich über den Lippen.

Die Schlampe, die in der Oberschenkelklemme nichts gehört hatte, blickte auf und wartete darauf ein Zeichen zu erhalten, dass sie hinknien und sich für die Prügel bedanken durfte. Das schmerzverzerrte Gesicht schaute schüchtern erst zur Gnädigen, dann suchte es den Gatten.

„Du bist noch nicht fertig“, beschied die Gnädige. „Leg dich weiter rüber.“

Nachdem die Herrschaften mit ihren Lockerungsübungen fertig waren, gingen sie wieder in Position. Die gnädige Frau drückte ihren Busch in das störrige Haar der Zofe und umfasste die Arme mit einem eisernen Griff. Dann gab sie ihrem Mann ein Zeichen. Der setzte die Züchtigung fort. Systematisch bearbeitete er die Backen, um den Hinterschinken weich zu schlagen. Mehrfach versuchte sich die Zofe zu entwinden, aber ohne Erfolg. Die Gnädige griff nur noch schmerzhafter die verrenkten Arme. Sie drückte das Delta ihrer fetten Spalte an den Bizeps der Zofe, um die Zuckungen der Gegenwehr wie elektrische Stöße in ihren eigenen Körper zu übertragen.

Nach dem hundertsten Schlag stieg die Gnädige von der Zofe herunter und ließ von ihr ab. Der gnädige Herr trat einen Schritt zurück und beobachtete das Schauspiel.

Langsam senkten sich die Arme der Zofe auf die Armlehnen des Sessels. Minutenlang rührte sich die Zofe nicht. Der Raum war erfüllt von ihrem leisen Schniefen und Schluchzen. Dann fasste sie neuen Lebensmut und begann mit den Armen sich aufzurichten. Der geschwollene Arsch drückte gegen Beine und Rücken. Die Backen fühlten sich an, als seien sie aufgedunsen zur Größe eines Sofakissen. Die Zofe drückte sich mit den Armen von der Rückenlehne ab und stand.

Nun merkte sie, dass sie in ihren hinteren Extremitäten kaum noch Kraft besaß. Ein Lufthauch hätte genügt, sie umzuwerfen. Solcherweise amputiert und zur Unbeweglichkeit verdammt, begann die Schlampe herzhaft zu heulen. Das Gesicht verzerrte sich und die Tränen liefen über die Wangen. Mühsam hielt sie ihr Gleichgewicht, indem sie sich mit einigen Fingern der linken Hand am Sessel abstützte.

Nach zwei Minuten, als die Herrschaften sich an dem Anblick des Elends satt gesehen hatten, ergriff der gnädige Herr die Initiative. Er gab seiner Frau ein Zeichen und gemeinsam fassten sie der Zofe unter die Arme. Sie schleiften den hilflosen Körper hinüber ins Zofenzimmer und legten ihn bäuchlings auf der freigeräumten Matratze ab.

* * *

Der Zofendienst musste zwangsweise bis auf Weiteres ausfallen. Stattdessen kümmerte sich der gnädige Herr um die Krankenpflege der Patientin. Er brachte einen Teller mit Gemüse und Brei, dazu das passende Besteck und zwei Flaschen Wasser. Er breitete eine Plastikunterlage am Kopfende der Matratze aus und breitete die Speisen so vor der Zofe aus, dass sie in der Lage war, sie zu sich zu nehmen, ohne ihre Lage wesentlich verändern zu müssen.

Später half er der Zofe beim Wasserlassen. Er schob den Nachttopf an die Matratze und half ihr so weit über den Rand zu kriechen, dass sie in der Lage war – weiterhin in Bauchlage – den Urin in die Schüssel abtropfen zu lassen. Nur so konnte die Belastung des Gesäßes weitgehend vermieden werden.

Nachdem sich der gnädige Herr zwei Stunden um die Kranke gekümmert hatte, versäumte er es nicht, sich symbolisch zum Dank von ihr die Zehen lecken zu lassen. Er deckte den nackten Körper mit der Decke zu, öffnete das Fenster und verließ das Zofenzimmer, um der Schlampe Schlaf zu gönnen.

 

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Kommentar(e)

...würde ich es nenne, und tatsächlich beschreibst Du das Spanking "sehr hart", gnadenlos. Ihre Versklavung ist eine Konsequenz ihrer Niederlage im Leben. Ich werde weiter lesen und bin gespannt...volle Punktzahl.

Antwort auf von Openminded

 

trifft es gut. Ich finde, wenn man merkt, dass man im Leben verloren hat, weil man nunmal so veranlagt ist, dann sollte man sein Schicksal annehmen, dienen und gehorchen lernen, anderen nützlich sein und aus der Benutzung seine Befriedigung ziehen.

Züchtigung, um die Stellung zu verfestigen, gehört nunmal dazu.

Vielen Dank für dein Interesse.