Das Sklavenlotto - Teil 2

 

Der Samstag vor der Lottoziehung

Am nächsten Tag wachte ich in meinem Bett auf. Anscheinend hatte mich Till ins Bett gebracht. Wirklich etwas mitbekommen hatte ich davon nicht mehr, ich war ziemlich fertig. Wie das Wochenende wohl werden würde, wenn ich nach der kleinen Strafe – und ich musste mir hier selbst eingestehen, alles in allem hatte Till sich wirklich zurückgehalten – schon so fertig war. Da machte sich die letzte Zeit wohl bemerkbar. Wir hatten ziemlich viel Stress in der Firma, da einige Großaufträge zum Abschluss gebracht wurden und hatten dementsprechend kaum Zeit für uns gehabt. Hatte Till etwa deswegen ...

„Wie kann man gerade aufwachen und schon wieder auf Hochtouren laufen?", unterbrach Till meine Gedanken. Ich drehte mich zu seiner Stimme. Lächelnd stand er im Türrahmen, kam auf mich zu und reichte mir einen Kaffee. Oh Gott, wie ich diesen Mann liebte. Ohne Kaffee konnte ich einfach nicht richtig funktionieren!

„Danke", sagte ich und nahm den ersten Schluck meines Lebenselixiers. Ich weiß, dass ist etwas melodramatisch, aber Kaffee ist nach Till meine große Liebe. Lachend schaute Till mir zu und sagte dann: „Mach dich fertig, wir müssen ins Büro. Ich hab dich so lange schlafen lassen, wie es ging, aber jetzt musst du dich beeilen!"

Erschrocken schaute ich auf die Uhr und raste dann ins Bad, um eine kurze Dusche zu nehmen und mich fertig zu machen.

Gemeinsam fuhren Till und ich ins Büro. Natürlich konnte ich mich nicht zurückhalten und stellte ihm wieder einige Fragen zu dem geplanten Wochenende, doch der Satz „Die Strafe hat wohl nichts gebracht und wir müssen doch alle Aufgaben durchgehen", ließ mich verstummen. Beleidigt, aber auch resigniert schaute ich aus dem Fenster.

Im Büro angekommen wollte ich mich dann auch sofort abwenden und an meinen Schreibtisch flüchten, doch so leicht ließ Till mich nicht davonkommen. Er zog mich am Arm zurück und gab mir einen leidenschaftlichen Kuss. Viel zu schnell wurden wir durch ein Räuspern unterbrochen. „Wenn ihr dann jetzt fertig seid, dann kann die Arbeit endlich beginnen."

Lachend drehte sich Till um und sagte zu Matthes: „Du bist ja nur neidisch, weil Yvonne noch bei ihrer Mutter ist." Anschließend drehte er sich nochmals mit ernstem Ausdruck zu mir und sagte: „Ich rate dir, deine Einstellung ein wenig zu ändern. Ich kann das Wochenende mit einem schönen Begleitprogramm abrunden oder es zur Hölle für dich machen, damit du wieder weißt, wer das Sagen hat!" Erschrocken sah ich ihn an, doch er drehte sich nur um und ging in sein Büro.

„Na, den hast du wohl wirklich verärgert. Da wird euch die gemeinsame Zeit richtig guttun. Und jetzt ab an die Arbeit, damit euer Wochenende beginnen kann." Resigniert folgte ich Matthes, auch wenn ich am liebsten zu Till gelaufen wäre und mich entschuldigt hätte. Denn solche Äußerungen machte er nicht zum Spaß. Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass ein Gespräch in diesem Moment nichts gebracht hätte.

Natürlich machte ich mir den ganzen Morgen Gedanken, was in letzter Zeit alles schiefgelaufen ist und mit was ich Till nur so verärgert haben könnte. Denn das bisschen fragen und ihn necken konnte es definitiv nicht nur gewesen sein. Darüber lachte er meistens bzw. nahm es zum Anlass eines Spiels. Also was war es nur?

Durch meine immer wieder abschweifenden Gedanken machte ich dementsprechend viele Fehler und konnte mich kaum konzentrieren. Matthes war natürlich auch nicht erfreut und stauchte mich des Öfteren zusammen. Es brachte jedoch nichts und schließlich schickte er mich nach Hause. Ich hörte noch ein geflüstertes „Hoffentlich bringt das Wochenende was und man kann mit euch beiden wieder etwas anfangen" von ihm, sagte aber nichts dazu.

Daheim angekommen kochte ich Tills Lieblingsessen. Vielleicht konnte ich ihn damit ein wenig besänftigen. Natürlich machte ich mir immer noch Gedanken, mit was genau ich ihn in letzter Zeit so verärgert haben könnte. Schließlich gab ich meine Versuche jedoch auf, schließlich war es wirklich eine stressige Zeit gewesen und nahm mir einfach vor, mich mustergültig zu benehmen und das Wochenende damit zu nutzen, dass wir wieder viel Zeit miteinander verbringen. Letzteres durfte ja kein Problem sein, da dieses ja zumindest mit sechs Aufgaben gefüllt wäre. Ersteres wurde da schon schwerer, denn irgendwie lebte unsere Beziehung auch von den kleinen Neckereien.

Kurz darauf kam auch Till nach Hause und nahm mich erst einmal in den Arm. Erleichtert lehnte ich mich an ihn, ich brauchte seine Nähe gerade ungemein. Und dass er sie mir gab, zeigte einmal mehr, wie gut er mich doch kannte.

„Schatz, es tut mir leid. Ich bin ziemlich gefrustet, weil wir in letzter Zeit so wenig Zeit miteinander haben. Und als du dann ohne unseren Kuss gehen wolltest, hat mir das einfach einen Stich versetzt. Aber ich hätte meinen Frust nicht an dir auslassen dürfen oder dir zumindest gleich sagen sollen, was los ist."

Zärtlich streichelte ich über seinen Rücken und erwiderte: „Lass uns die ganze Zeit einfach vergessen und das Wochenende in vollen Zügen genießen. Keine Arbeit, sondern nur wir zwei."

„Wenn du aus dem Wochenende die nächsten fünf Tage machst, dann bin ich dabei", entgegnete Till. Ich musste ihn wohl ziemlich erstaunt angesehen haben, denn er ergänzte: „Ich hab mit Matthes geredet. Er übernimmt in den nächsten Tagen die Firma und ruft wirklich nur im äußersten Notfall an, damit wir mal wieder Zeit für uns haben."

Erfreut drückte ich mich noch näher an ihn und küsste ihn stürmisch, doch wir wurden von der Küchenuhr unterbrochen. Lachend trennte Till sich von mir und wir deckten gemeinsam den Tisch. Während des Essens unterhielten wir uns und auch die letzten Zweifel wurden dadurch ausgelöscht. Anschließend räumten wir gemeinsam alles auf, gingen einkaufen und erledigten unseren Hausputz und dann war es auch schon so weit: Die Lottozahlen wurden gezogen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Lottoziehung

Gespannt verfolgte ich die Ziehung der Zahlen. Mit jeder einzelnen Zahl, die gezogen wurde, verlor ich etwas mehr den Mut und gleichzeitig steigerte sich auch meine Vorfreude. Denn je weniger Zahlen gezogen wurden, desto mehr Aufgaben bekam ich. Andererseits war dadurch die Chance auch größer, dass ich Aufgaben hatte, die mir gar nicht gefallen oder sogar eine Art kleine Strafe waren. Schließlich hatte Till ja deutlich gesagt, dass ich einige Aufgaben lieben, andere hassen werde.

Enttäuscht seufzte ich auf, denn ich hatte wirklich keine einzige Zahl richtig gewählt. Und das bei zwei Feldern! Till konnte es natürlich nicht lassen und hielt mir das unter die Nase: „Na ja, eigentlich sollte ich dir die gezogenen Zahlen auch noch als Aufgaben dazu geben, als Strafe für das unnötige Geld, das wir ausgegeben haben."

Wütend wandte ich mich ihm zu, doch er nahm mich lachend in den Arm und brachte mich so dazu, dass ich mich einigermaßen entspannte. „Ach komm Schatz, du musst den Vorteil sehen. Dadurch hast du mehr Aufgaben und wir können mehr Spaß haben. Oder vielleicht kann auch ich nur Spaß haben und du nicht, wer weiß das schon so genau?", neckte er mich weiter. Ich wollte mich von ihm lösen, doch er verstärkte seinen Griff. „Na na na, wer wird denn da jetzt zickig werden. Hatten wir das nicht heute früh geklärt?! Na ja, mit was ich jetzt wohl anfangen werde? So viele Zahlen, so viele Möglichkeiten."

Wie ich ihn im Moment hasste. Musste er mir das ganze so vor die Nase halten? Musste er mich damit unnötig ärgern und aufziehen? Was hatte ich ihm nur getan? Warum ...

Plötzlich durchzog mich ein stechender Schmerz an den Nippeln. Till hatte sich unbemerkt von mir gelöst und mich kräftig in beide Brustwarzen gezwickt. „Wirst du mit deinen Gedanken wohl bei mir bleiben!", befahl er streng.

Oh je, dass ich mich immer in meine Gedanken flüchtete. Das kritisierte Till immer wieder an mir. Er hasste es regelrecht. Aber irgendwie konnte ich mich ...

„Aua", schrie ich auf, denn Till zwickte nochmals in beide Brustwarzen und drehte diese dazu leicht. „Letzte Chance, du bleibst mit deinen Gedanken bei mir oder die Krokodilsklemmen kommen zum Einsatz!", sagte er unnachgiebig.

Schnell versicherte ich ihm, dass ich nun mit meinen ganzen Gedanken bei ihm blieb. Ich hatte sehr empfindliche Nippel und wusste, dass ich die Klemmen nie aushalten würde.

„Um zu testen, ob das wirklich so ist und dass du auch wirklich bei mir bleibst, wie lauten deine Regeln? Denn in letzter Zeit hast du sie ja ziemlich oft vergessen beziehungsweise wir waren beide zu nachlässig damit", sagte Till.

Da hatte Till recht. In letzter Zeit hatte ich mich nicht wirklich immer an alle Regeln gehalten, dabei waren es nur sehr wenige. Langsam begann ich sie aufzuzählen:

„Ich muss zu Hause immer nackt sein, damit du jederzeit Zugriff auf mich hast. Ausnahmen sind nur, wenn wir Besuch erwarten, Handwerker im Haus sind oder du es mir aus einem anderen Grund erlaubst. Wenn möglich, dann darf ich keine Unterwäsche tragen. Wobei du entscheidest, wann es nicht möglich ist, nackt zu sein. Und wohlgemerkt muss ich hier nun sagen, dass ich viel öfters Situationen sehe und finde, an denen Unterwäsche nötig wäre!"

Lachend küsste Till mich nach dieser Aussage. Er wusste, wie sehr ich es hasste, ohne Unterwäsche das Haus zu verlassen. Dementsprechend viel Spaß machte es ihm, mich (fast) immer nackt das Haus verlassen zu lassen!

„Außerdem darf ich mich nicht selbstbefriedigen, außer du erlaubst es ausdrücklich. Was du Schuft mir eigentlich nie erlaubst, auch wenn du oft tagelang weg bist und mich davor immer bewusst erregst und mir keine Erlösung gönnst!", führte ich empört aus.

„Vorsichtig Schatz, ich wollte nicht deine Meinung zu den einzelnen Regeln wissen, sondern nur, wie die Regeln genau lauten!", erwiderte Till auf meine Ergänzungen und zwickte mich ein weiteres Mal in meine Nippel.

Damit er nicht auf die Idee kam, mir doch noch irgendwas an meine Nippel zu klemmen, fuhr ich schnell fort: „Außerhalb der Arbeit muss ich auch auf Matthes hören und er kann mir Dinge befehlen. Geschlechtsverkehr mit ihm gibt es aber nur, wenn du es ausdrücklich erlaubst und auch dabei bist. Was du zum Glück aber nicht oft machst", ergänzte ich noch. Auch wenn er mir gedroht hatte, keine weiteren Ergänzungen vorzunehmen, das musste ich sagen. Egal wie gern ich Matthes hatte, hatte ich dadurch jedes Mal das Gefühl, dass ich Till irgendwie betrog. Zum Glück war es aber auch wirklich schon einige Jahre her, dass Matthes und ich Sex hatten. Ich hatte das Gefühl, dass Till das auch nicht gerne hatte. Oder vielleicht verzichtete er auch nur für mich darauf, denn ich hatte ihm meine Gefühle nach dem letzten Mal dazu gestanden. Und seitdem gab es nur noch eingeschränkte Spiele und wenn, dann auch wirklich nur mit Matthes und Yvonne.

Als spürte Till meine Gedanken, nahm er mich erneut in den Arm und gab mir einen sanften Kuss auf den Kopf. „Genau, das sind deine Regeln. Wenn du dich in Zukunft nicht daran hältst, dann wird das immer Konsequenzen haben! Vielleicht vergessen wir beide dann nicht, dass auch die gemeinsame Zeit wichtig ist und nicht nur die Arbeit."

Eine ganze Zeit lang umarmten wir uns und hingen unseren Gedanken nach. Und dieses Mal folgten auch keine Konsequenzen für mich. Schließlich schob er mich sanft ein Stück von sich und sagte: „So, genug in Gedanken gewesen, los geht es. Schließlich hast du zwölf Aufgaben vor dir!" Er konnte es einfach nicht lassen und musste es mir nochmals unter die Nase reiben. Wütend blitzte ich ihn an.

„Ach Schatz, du musst mehr auf deinen Ausdruck achten. Aber genug gezögert, womit fangen wir jetzt wirklich an? Natürlich verrate ich dir nicht alle Aufgaben auf einmal, wo bliebe dann der Spaß?", fragte er ironisch. Ich erwiderte lieber nichts darauf, denn ich hatte ihn heute schon ein paar Mal mit meinen Aussagen provoziert und wusste, es würde bald Konsequenzen haben.

„Weißt du was, wir sorgen erst einmal für etwas Entspannung bei dir. Du bist so dermaßen angespannt, dass du kurz vor dem Sprung bist. Und so macht es keinen Spaß, dich zu quälen ..."

Sanft drückte er mich in die Kissen des Sofas und beugte sich über mich. Er gab mir einen leidenschaftlichen Kuss und streichelte zärtlich meine Brüste. Dabei widmete er sich besonders meinen Nippeln, die er zärtlich streichelte und zwirbelte. Schließlich löste er sich von meinem Mund und küsste sich an meinem Hals hinunter zu meinem rechten Nippel, den er in den Mund nahm und zärtlich an ihm saugte. Den anderen Nippel verwöhnte er weiterhin mit seiner Hand. Blitze schossen durch meinen Körper und sammelte sich in meiner Scham, die immer feuchter wurde. Begierig streckte ich ihm meine Brust entgegen und flehte nach mehr.

Mein Flehen wurde erhört und langsam ließ er seine freie Hand zielgerichtet über meinen Körper zu meinem Kitzler wandern und begann ihn in kreisenden Bewegungen zu massieren. Unruhig wand ich mich unter ihm, denn ich spürte den Orgasmus auf mich zurollen. Nicht mehr lange und ich würde nach unendlich langer Zeit endlich wieder einen ....

„Aahh, nein", schrie ich erbost auf, denn Till biss mir kräftig in meinen Nippel und löste sich dann komplett von mir. Wie konnte er nur?! Warum war er so gemein. Meine Hände wanderten zielgerichtet zu meinem Kitzler und meinen Nippel, doch Till hielt mich schnell auf: „Wage es ja nicht, oder du beginnst dein Wochenende mit Striemen von dem Rohrstock!"

Erschrocken, aber auch frustriert und unbefriedigt schaute ich Till an, der lächelnd – wie konnte er jetzt nur lächeln – zurückblickte. „Kluge Entscheidung, dass du nichts darauf sagst und dich nicht wehrst. In dem Fall können wir ja jetzt mit deiner ersten Aufgabe beginnen. Und da ich nett bin, darfst du dir deine erste Aufgabe auch selbst aussuchen."

„Na vielen Dank auch, ich weiß ja nicht mal, welche Aufgabe hinter welcher Zahl steht. Also sehr großzügig von dir", gab ich schnippisch zurück.

Ich konnte gar nicht so schnell sehen oder reagieren, da lag ich über dem Schoß von Till und er sagte: „Ich habe langsam genug von deiner schnippischen Art. Ich habe dir oft genug heute gesagt, du sollst aufpassen, was du sagst und was du machst. Vielleicht lernst du es ja so!" Jedes Wort wurde von einem Hieb begleitet und jeder Hieb wurde fester. Anfangs versuchte ich mich noch zu wehren, so überrumpelt war ich, doch schließlich lag ich einfach nur noch hilflos auf seinem Schoß und ließ es über mich ergehen. Tränen rannen über mein Gesicht, weniger aus Schmerz, sondern mehr aus Scham. Warum musste ich ihn heute auch nur so enttäuschen.

Schließlich schob Till mich auf den Boden, ein untrügliches Zeichen, dass jetzt der Spaß vorbei und er stinksauer war. Schnell kniete ich mich mit gespreizten Beinen hin, legte meine Hände mit den Handflächen nach oben auf die Knie und senkte meinen Blick. „Na ja, du scheinst zumindest nicht alles verlernt zu haben. Ich erkläre dir jetzt die Spielregeln noch genau einmal und wenn es dann nicht klappt, kannst du den Rest des Wochenendes im Keller verbringen und die Aufgaben werden ein anderes Mal nachgeholt, dann aber wirklich alle."

Erschrocken wollte ich ihn anschauen, hielt mich aber mit letzter Kraft zurück. Das konnte mit dem Keller konnte wohl nicht sein Ernst sein. Gut, unser Keller war eigentlich eine Einliegerwohnung und mit allem nötigen ausgestattet, aber wenn er mir das androhte, bedeutete es, dass er mich dort komplett alleine ließ, ohne irgendwelche Verbindungen nach draußen, ohne Fernseher und Radio, ohne Bücher, ohne irgendwelche Ablenkungen. Bisher hatte er mich nur einmal für ein paar wenige Stunden dort eingesperrt, aber das war die Hölle gewesen! Und nun redete er von dem kompletten Wochenende! Ich wollte, nein konnte so lange nicht ohne ihn in dem Wissen sein, dass ich absolut keinen Kontakt zu ihm haben werde.

Ungeduldig seufzte Till auf: „Du weißt, ich will kein dressiertes Püppchen, das macht, was ich will. Aber du musst trotzdem lernen, wann es besser ist zu hören und wann die Grenzen erreicht sind. Ich liebe dich, aber manchmal bringst du mich einfach zur Verzweiflung."

Lautlos rannen weitere Tränen über meine Wangen. Wie gern ich ihn jetzt umarmt hätte, einfach um ihn sehen zu lassen, dass ich für ihn da bin, ihn auch liebe. Wie gern ich mich entschuldigt hätte. Manchmal war das Leben einfach verzwickt.

Till legte seine Hand an meine Wange: „Schau mich an." Ich erwiderte seinen Blick und versank in seinen Augen und versuchte ihm so alles zu sagen, was mich gerade beschäftigte, mich zu entschuldigen. Sanft streichelte er meine Wange und ich schmiegte mich in die Berührung.

„So, nun zu deinen Regeln am Wochenende. Eigentlich sind das deine allgemeinen Regeln, die du vorher so schön aufgezählt hast. Dazu kommt aber auch noch, dass ich nicht ständig Widerworte hören möchte bzw. du schnippisch oder zickig reagierst. Jedes Fehlverhalten wird dieses Wochenende Konsequenzen nach sich ziehen und glaub mir, die möchtest du nicht spüren! Und nun nenn mir deine Zahl, mit der du beginnen möchtest."

„Die ... ich nehme die ... 1", stammelte ich.

„Nun gut, dann soll es die 1 sein." Till beugte sich zu mir und küsste mich zärtlich. Dann nahm er meine Hand und zog mich hoch. „Da ich für die 1 nicht alles hier habe, müssen wir in unser Spielzimmer gehen."

Oh je, was ich mir da wohl eingebrockt hatte? Irgendwie freute ich mich, dass wir endlich mal wieder ins Spielzimmer gingen, da wir schon mehrere Wochen nicht mehr dort waren. Und irgendwie hatte ich auch tierische Angst, was auf mich zukommen würde. Denn das Spielzimmer bot wirklich viele Sachen, sowohl Gemeinheiten, als auch viele schöne Dinge. Und ich wusste wirklich nicht, was ich mir im Moment mehr wünschte. Denn selbst die Gemeinheiten liebte ich meistens, auch wenn ich sie hasste.

Viel zu schnell waren wir in unserem Spielzimmer, welches sich auch im Kellerbereich befand, angekommen. Sanft schob Till mich hinein und führte mich zu einem Tisch, der in der Mitte des Raumes stand. Dort drückte er meinen Oberkörper auf die Tischplatte und befestigte meine Arme und Beine mit den Lederfesseln an den Tischbeinen, so dass ich vollkommen bewegungslos mein Schicksal ertragen musste.

Na ja, ganz bewegungslos war ich zum Glück doch nicht, denn meinen Kopf hatte er nicht fixiert. So konnte ich zumindest seinen Bewegungen folgen, wurde aber ziemlich nervös, als er eine Holzschachtel hervorholte. Diese hatte ich noch nie gesehen. Was hatte er damit nur vor?

Langsam kam Till zurück und nahm einen Stuhl mit, den er vor mich stellte. Darauf setzte er sich und sagte: „Ich möchte ja nicht, dass du eine Genickstarre kriegst und unser Spaß dadurch nicht stattfinden kann."

Oh wie rücksichtsvoll von ihm, das könnte er ja auch leichter haben, wenn er mich einfach losbinden würde. Ich sagte jedoch nichts, zu genau waren mir seine Worte noch im Ohr und schmerzte mein Hintern.

Lächelnd beugte er sich vor und küsste mich kurz. „Gute Wahl, dass du lieber den Mund gehalten hast. Dafür erkläre ich dir jetzt auch, was es mit der Kiste auf sich hat. In ihr befinden sich Kärtchen mit allen Aufgaben. Zum einen haben wir so die Möglichkeit, unser Lottospiel immer neu zu spielen und ich muss mir nicht alle Aufgaben neu überlegen, sondern nur die fehlenden ergänzen. Zum anderen siehst du dann, dass ich mir nicht irgendwelche Aufgaben zwischendurch neu überlege. Und ja, ich weiß, du vertraust mir und würdest mir so etwas nie unterstellen.", unterbrach er seine Erklärungen, bevor er fortfuhr: „Aber das Wichtigste ist, du kannst so deine Aufgaben immer davor laut vorlesen und weißt, was auf dich zu kommt."

„Danke, du bist zu gütig", erwiderte ich spöttisch und biss mir gleich darauf auf die Lippen. Mist, dass ich auch nie meine vorlaute Klappe halten konnte. Wollte ich mich selbst noch mehr bestrafen. Mit hochgezogener Augenbraue schaute Till mich an, stand auf und ging hinter mich, so dass ich nicht mehr sah, was er machte.

Was hatte ich mir da nun eingebrockt? Bitte, bitte, lass ihn mich nicht losmachen und in den Keller bringen. Alles ertrage ich, nur bitte, bitte nicht der Keller.

Unendlich lange schien ich mit meinem innerlichen Flehen beschäftigt zu sein, bis Till sich schließlich wieder vor mich setzte. Keine Erklärungen, nichts kam von ihm, er schaute mich nur an. Immer unruhiger wand ich mich hin und her, doch er sagte immer noch nichts. Ich wollte schon etwas sagen, doch er kam mir zuvor: „Deine freche Antwort wird später noch Konsequenzen haben, jetzt liest du erst einmal die Aufgabe vor!"

 

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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