Das Haus am See Teil 6

"Klappentext"

Die Bauaarbeiten sind beendet. Die Anlage wird nun in Betriebe genommen. Personal wird rekrutiert und auch eingewiesen, die Gebäude werden in Betrieb genommen. Für Tim ist es sehr viel Stress, hinzu kommt ein Wiedersehen das ihn sehr aufwühlt.

 

Die Bauphase geht weiter

 

Die Rohbauten standen, es war offensichtlich, dass die Erweiterung der Anlage voran ging. Statt Betonplatten waren nun Fassaden und Dächer zu sehen, die Bauten sahen schon sehr nach Häusern aus. Für das Casino und das Hotel wurden sie Stützpfeiler gegossen, sie ragten in den Himmel, hier war sicherlich noch viel Fantasie erforderlich, um zu sehen was dereinst sein würde. Den Innenausbau der Gebäude außerhalb des Zauns vergab Tim an Firmen, die Erweiterung der Boutique sollten Arbeiter der Anlage unter Anleitung des Tischlers und des Maurers übernehmen. Lediglich die Elektroarbeiten und die Heizung würden von einer Firma gemacht werden.

Die Arbeiten hatten bereits begonnen. Jeden Morgen um neun führten zwei Wachen die beiden Leibeigenen und vier Arbeiter zum Gebäude. Es war ihnen streng verboten nach draußen zu gehen, zwei Wachen blieben zusammen mit ihnen auf der Baustelle. Während der Arbeiten trugen die Männer Kleider und schlichte Vollschürzen. Sie bauten den Fußboden ein, legten nach Vorgabe der Elektrofirma Kabel in Kanäle und teilten Umkleidekabinen ab. Die Arbeit ging allen gut von der Hand. Die beiden Leibeigenen achteten streng darauf, dass alles bestmöglich gearbeitet wurde. Wie der Tischler oft sagte „lieber langsam und ordentlich als husch husch und Pfusch“. Tim gefiel diese Haltung sehr, er wollte, dass alles sehr gut wird. Als extra Anreiz hatte er angeordnet, dass für die Arbeiter und die beiden Essen vom Restaurant gebracht wird. Insbesondere die Arbeiter genossen dies sehr, sie waren sonst eher einfache Kost gewöhnt.

 

 

Erste Reaktionen auf die Anzeigen

 

Bereits kurz nach Erscheinen der Anzeigen gab es erste Reaktionen. Tim las die Mails und sortierte gleich die aus die er für ungeeignet hielt. Wie erwartet war die Mehrzahl der Schreiben von männlichen Singles, dies sowohl auf die Stellenanzeige hin als auch von Seiten der Gäste. Es gab einige die er kopfschüttelnd sofort löschte. Dreizeiler mit konsequenter Negierung einfacher Rechtschreibregeln fielen ebenso darunter wie Mails, die im Wesentlichen aus einem Genitalbild bestanden. Trotz dieser Reduktion blieb noch genug zu beantworten, Barbara und er machten sich ans Werk.

Für die Personalbewerbungen hatte Barbara mehrere Ordner angelegt. Hier konnten die Mails nach Qualifikation, Alter und anderen Kriterien abgerufen werden. Sie kniete an ihrem Arbeitsplatz als eine neue Mail hereinkam. Tim telefonierte, Barbara öffnete die Mail und sagte spontan „och ist die niedlich.“ Überrascht sah Tim zu ihr herab, er runzelte die Stirn. Barbara deutete auf das Foto. Eine rothaarige Schönheit mit strahlend blauen Augen und Sommersprossen lächelte ihnen entgegen. Sie trug eine leichte Sommerbluse, auf einem anderen Foto ein Sommerkleid. Das dritte Foto zeigte die junge Frau im Badeanzug, sie hatte eine gute sportlich trainierte Figur. Während Tim weiter telefonierte las er den Text unter dem ersten Bild:

 

„Guten Tag Master Tim,

ich habe Ihre Anzeige gelesen und möchte mich Ihnen kurz vorstellen. Mein Name ist Sabine, die meisten rufen mich Sunny. Nächsten Monat werde ich 23, ich bin zur Zeit Single und beruflich ungebunden. Gelernt habe ich Schneiderin, bis vor einem Monat habe ich als Verkäuferin in einer Boutique gearbeitet. Meine Hobbys sind Schneidern, die Sachen, die ich auf den Bildern anhabe sind von mir gemacht, ich spiele Gitarre und treibe Sport. Natürlich mag ich SM, lasse mich gerne fesseln und trage oft Knebel. Brutales mag ich nicht, daran zerbrach meine letzte Beziehung. Meinem Ex war ich zu wehleidig……

Ist schwer für mich viel über mich zu sagen, vielleicht mögen Sie mich ja anrufen. Ich beantworte gerne Fragen, das kann ich besser als so viel schreiben.

Liebe Grüße von Sunny.“

 

Tim gefiel die Mail, sie war ohne das SMige Brimborium. „Endlich mal eine die mir nicht gleich die Füße küssen will oder devot grüßt“ Tim sah Barbara an als er das sagte. Sie nickte „ja, die klingt sehr nett und normal. Willst du sie anrufen.“ Tim grinste und wählte. „Mal sehen ob Miss Sunny am Telefon ist“.

Es klingelte zweimal, dann meldete sich eine freundlich klingende Frauenstimme mit „Ja bitte.“ Tim fragte ob er mit Sunny spricht und stellte sich als Tim Stern vor. Sie bejahte und fügte „ich freue mich das sie anrufen Master Tim“ hinzu. Tim erwiderte „den Master las mal noch weg, ich bin einfach Tim. Sunny, mir gefällt deine mail sehr. Erstmal neugierig gefragt: Wie weit wohnst du von uns entfernt? Wir sind hier an der Ostsee.“ Sunny lachte, „bin ich auch, ich kenne die Anlage sogar vom Sehen“. Tim war verdutzt. „Du kommst hier aus der Ecke?“ Sunny erklärte das ihre Eltern dort wohnen und sie gelegentlich an der Anlage vorbeigesegelt ist. „Da kam auch mal ein Schlauchboot angerauscht, ich bin dann abgedreht.“ Sie erzählte unbefangen, dass sie bald mit einem Fernglas zurückkam. Tim lachte „na dann hast du uns ja schon mal gesehen. Willst du deine Eltern bald wieder besuchen? Dann könnten wir uns irgendwo treffen.“ Sunny gefiel der Vorschlag, sie verabredeten sich für den nächsten Tag im Ort. „Ich komm mit meinem Jag, der ist auffällig. Wie du aussiehst weiß ich ja schon.“ Sunny bedankte sich und wünschte ihm noch einen schönen Tag. Tim legte auf, dann sagte er zu Barbara: „Klingt doch gut, nöch?“ Barbara nickte.

„Hier ist noch eine sehr nette, allerdings ein Paar.“ Barbara rief die Mail auf. Tim setzte sich neben sie auf ein Kissen und sah sie sich an. Ein Ehepaar mittleren Alters das fröhlich in die Kamera winkte. Sie schrieben das sie neben ihrem normalen gutbürgerlichen Leben ein zweites führen das eng mit SM verknüpft war. Er war gelernter Modelbauer, sie Versicherungsfachfrau. Sie hatten Bilder von einem gepflegten Garten und einem geschmackvoll eingerichteten Haus beigefügt. Beide suchten einen Ort an dem sie geführt und reglementiert leben konnten ohne ihre Partnerschaft aufzugeben oder, wie sie es sagten, „ in einer Hölle auf Erden zu landen“. Als besonderes Interesse gaben sie an das sie Korsettliebhaber seien, gerne feminine Roben tragen und stilvollen DS mögen. Tim las weiter, sie baten darum erst ab 19.00 angerufen zu werden. „Setz die mal auf die Liste, klingt doch gut“, Tim nickte Barbara zu.

 

Sie gingen noch andere Mails durch, fanden auch einige die Tim kontaktieren wollte. Die Mehrzahl bekam eine freundliche Absage, dies überließ er Barbara.

 

„So, nun mal zu den Gästen, schließlich soll hier ja auch was reinkommen.“ Tim saß nun hinter seinem Schreibtisch. Barbara und er öffneten die erste Mail. Ein junger Mann fragte an ob es möglich sei ein Wochenende auf der Anlage zu verbringen. „Sag dem er kann kommen, wenn die Bauerei durch ist.“ Barbara schickte ihm eine vorformulierte Antwortmail. Ein anderer erkundigte sich ob er als Rokoko-Dame für ein paar Tage auf der Anlage leben könnte. Dazu auch ob ihm eine Dienerin gestellt werden könnte. „Frag nach ob er die Kleider hat, wenn nicht besorgen wir die. Dienerin geht in Ordnung. Das kann losgehen sobald hier die Farbe trocken ist.“ Barbara schrieb schnell und schickte die Mail ab. Ein Pärchen wollte für ein Wochenende strenge Kettenhaltung erleben, auch hier sagte Tim Barbara, dass sie zusagen sollte. Es gab noch weitere Zusagen, Tim freute sich das die Anzeigen so großen Zuspruch hatten. „Sobald wir hier alles fertig haben werden wir verstärkt inserieren, dann geht’s richtig los.“ Er sagte es mehr zu sich selbst als zu Barbara, aber sie nickte bestätigend.

 

Am nächsten Tag fuhr Tim zeitig zur Verabredung mit Sunny. Er trug eine Jeans, Turnschuhe und ein offenes Hemd. Das Wetter war ideal für ein Cabrio, der warme Wind spielte mit seinen Haaren während er langsam über die Landstraße rollte. Auf freier Strecke beschleunigte er, aus Wind wurde Sturm. Tim genoss die Kraft des Motors und den schönen Tag. Er kam vor der Zeit vor dem Café an, parkte den Jag und wartete. Auf der anderen Seite des Platzes hielt ein kleiner Wagen, Sunny stieg aus. Sie trug ein geblümtes Sommerkleid das hervorragend zu ihren langen roten Haaren passte. Nachdem sie den Wagen abgeschlossen hatte ging sie langsam auf den Jag zu. Tim lächelte, sie wusste sich zu bewegen. Er stieg aus und ging ihr entgegen. „Guten Tag, ich freue mich das du gekommen bist.“ Mit diesen Worten gab er ihr die Hand, sie hatte einen angenehmen festen Händedruck. „Danke, dass sie sich die Zeit nehmen“ antwortete sie. Tim lächelte, „mach ich gerne. Ich bin froh aus unserer Baustelle raus zu sein. Vorschlag: Wir duzen uns, mir ist nicht so nach Formalitäten, ok?“ Sunny nahm das du gerne an, sie mochte Tims unkomplizierte Art. Er führte sie zu einem Tisch und lud sie zu einem Eis ein. Er bestellte zwei große Eisbecher, sie plauderten über das Wetter, das Leben und alles und nichts. Sunny fühlte sich in Tims Gegenwart wohl, er freute sich an ihrer fröhlichen und offenen Art. Spontan sagte er: „Hör mal, wenn du willst zeige ich dir die Anlage, diesmal brauchst du auch kein Fernglas.“ Sunny lachte, dann sagte sie: „Ja gerne, ich hab Zeit und bin neugierig.“ Nach einer Pause fügte sie hinzu: „Bin ich denn dafür richtig angezogen?“ Tim lachte „für einen Besuch ist das ok.“ Er zahlte, dann gingen sie zu den Wagen. Sunny bewunderte den Jaguar. „Komm, steig ein. Ich bring dich dann nachher wieder her.“ Sie zögerte kurz, dann siegte ihre Neugierde.

Sie rollten langsam über die Straße, der Wind spielte mit Sunny Haar. Sie versuchte es zu bändigen und gab dann auf. Tim sah aus den Augenwinkeln das Sunny entspannt in dem ledernen Sitz saß. Sie hatte die Augen geschlossen, genoss die Sonne und den Wind. „Gut so“ dachte er bei sich. Kurz bevor sie die Anlage erreichten stupste er sie sanft an. „Wir sind gleich da, ich wollte nicht, dass du die Einfahrt verpasst“. Sie sah sich nun neugierig um. „Hier siehst du die Baustelle“, Tim zeigte auf den Zaun. „Nicht so rasend spannend, da ist alles noch im Werden. So, jetzt fahren wir rein.“ Er lenkte nach links auf das Tor zu. Die beiden Wachen knicksten, Sunny sah auf die Capes und die Gesichtsschleier. Leise fragte sie: „Laufen hier alle Frauen immer so rum?“ „Nicht nur die weiblichen Leibeigenen, auch die männlichen. Wobei wir generell von „die“ Leibeigene sprechen. Im Moment ja, bis die Bauarbeiter wieder weg sind habe ich das so angeordnet.“ Tim fügte grinsend „die sind nämlich auch neugierig“ hinzu. Sunny verstand die Anspielung und lachte. Während sie langsam auf das Haus zurollten erklärte Tim kurz was es zu sehen gab. Viel war es nicht aber Sunny hörte ihm interessiert zu.

 

Sylvia hörte das leise Blubbern des Jaguars, sie ging zur Tür und wartete. Als Tim öffnete begrüßte sie ihn mit einer fröhlichen Umarmung. Da sah sie Sunny und wurde rot. Sie knickste tief und murmelte „Guten Tat. Bitte Entfuldigung ich habe nicht gefehen daf wir Befuch haben“. Tim half ihr auf, dann stellte er Sunny vor. „Ist schon gut Süße, sag mal kannst du uns einen Kaffee bringen?“ Sylvia war noch immer tiefrot, sie knickste wieder und sagte „Ja fehr gerne. Auch Kuchen? Weil ich habe welchen gebacken, alfo fo ganf frisch.“ Tim nahm das Angebot dankend an. Als Sylvia gegangen war bat er Sunny ins Büro. Vorher sagte er „das eben war Sylvia, sie ist so ein bisschen unser aller Süße und eine hervorragende Köchin. Ich bin sicher du verstehst dich gut mit ihr.“ Barbara hatte sich von ihrem Platz erhoben und wartete darauf das sich die Tür öffnete. Als Sunny und Tim herein kamen knickste sie tief. „Sunny, das ist Barbara, meine Sekretärin und rechte Hand. Außerdem ist sie mit Sylvia verheiratet. Barbara, ich habe Sylvia gebeten uns Kaffee zu bringen. Leistest du uns Gesellschaft?“ Barbara nahm dankend an. Sunny bewunderte mit fachkundigem Blick Barbaras Garderobe. Sie besah sich die fein gearbeiteten Spitzen der Bluse unauffällig und auch den schwarzen Samtrock. „Sag mal, wo sind denn Cindy und Sternchen?“ Tim sah Barbara fragend an. „Irgendwo hier im Haus, ich werd sie mal suchen.“ Barbara ging mit diesen Worten hinaus. Tim grinste „schöne Zustände hier, der Superdom kommt und die sind irgendwo.“ Barbara lachte „das nächste Mal musst du dann wohl hupen oder klingeln.“

Sunny sah sich im Raum um. Tim bemerkte es und führte sie ins Wohnzimmer. „Hier ists gemütlicher. Du, wenn das für dich ok ist werde ich dir gleich noch jemanden vorstellen. Sie hat hier die Boutique, außerdem bin ich sicher dass ihr euch gut versteht.“ Er nahm das Telefon und rief Simone an. „Hallo Simone, hier ist Tim. Hör mal, ich schick dir eine Wache und dann machst du zu und kommst hierher, ok? Mach einfach irgendein Geräusch, wenn es ok ist, sonst schick mir ne Mail.“ Simone ließ ein deutliches Schnauben hören. Tim dankte ihr und legte auf. „So, die wird dann gleich hier sein.“ Sylvia kam herein. Sie hatte sich eine Vollschürze mit Rüschen umgebunden und fragte Tim: „Wo foll ich den Kaffee fervieren bitte?“ „Süße, wart noch nen Moment bis Sternchen und Cindy hier sind, Simone kommt auch gleich.“ Sylvia nickte und wollte gehen. Sunny räusperte sich und ging zu ihr „bitte ich will nicht aufdringlich sein aber ist die Schürze selbst genäht?“ Sylvia bejahte und nahm die Schürze ab. Sunny begutachtete alles und sagte dann: „Toll, das ist wirklich gute Arbeit. Sind sie Schneiderin?“ Sylvia schüttelte den Kopf. „Nein, aber bitte auch nicht fie fagen fondern du. Daf machen hier alle, ich heife Fylvia, aber daf wiffen fie ja fon.“ Sunny schüttelte Sylvia die Hand und sagte dann: „Gerne, aber dann sag bitte auch einfach Sunny zu mir.“ Sylvia dankte ihr, dann nahm sie die Schürze. „Darf ich sie dir umbinden?“ fragte Sunny. Sylvia nahm dankend an. Sorgsam legte Sunny ihr die Schürze um, dann kreuzte sie die Bänder auf dem Rücken und band eine akkurate Schleife.

 

Die Tür ging auf, Cindy und Sternchen kamen herein. Sternchen hatte sich schnell eine Abaya übergezogen, Cindy trug eine hochgeschlossene weiße Rüschenbluse mit Stehkragen, die auf dem Rücken geknöpft war und einen cremefarbenen Rock dessen Bustle in eine lange Schleppe überging. Sie war streng geschnürt, ihre Hände steckten in einem Muff. Als sie Sunny sahen knicksten die Beiden. Sunny lächelte sie an, dann sah sie sich Cindys Kleidung an. „Das sieht toll aus, sowas hätte ich auch gerne.“ Tim lachte „nichts leichter als das, aber dazu kommen wir später.“ Es klingelte an der Tür. Simone stand mit einer Wache davor. Tim dankte der Wache und sagte „ich bring sie nachher selbst zurück.“ Die Wache knickste und ging weg, Simone trat ein. Tim half ihr aus dem Cape und nahm ihr den Schleier ab. Dann gingen sie gemeinsam ins Wohnzimmer. Simone knickste und winkte allen fröhlich zu. Sunny winkte zurück. Sylvia hatte inzwischen den flachen Tisch gedeckt und Kaffee und Kuchen bereitgestellt. Tim und Sunny setzten sich auch auf Kissen, als Sunny sah das die anderen Frauen auf den Kissen knieten tat sie es ihnen nach. Simone nahm ihren Knebel ab und sagte zu Sunny: „Wunder dich nicht, ich hab nen Knebelfetisch“. Ohne zu überlegen erwiderte Sunny „ich auch“. Es war ihr sofort peinlich, aber Simone meinte nur trocken: „Klasse, dann zeig ich dir nachher mal meine Kollektion. Aber jetzt geht’s ran an den leckeren Kuchen.“ Sie plauderten alle munter und langten kräftig zu. Sylvias Obstkuchen schmeckte hervorragend.

Nach dem Kuchen ergriff Tim das Wort. „So, jetzt mal kurz und ernsthaft. Sunny, ich hab nen Plan und den will ich mit euch“, er nickte Sunny und Simone zu, „mal schnell bekakeln. Du bist gelernte Schneiderin, genau das was uns noch fehlt. Simone hat ja hier die Boutique, die wir grade erweitern. Da wär eine eigene Schneiderei das Sahnehäubchen.“ Die beiden sahen sich kurz an, dann nickten sie. „Ihr scheint ja auch sonst ein paar gemeinsame Interessen zu haben“, Tim grinste bei diesen Worten, „umso besser. Wir leben hier alle unseren Spleen. Damit bin ich auch gleich beim Thema: Sunny, du kriegst hier kein Gehalt, sondern eine Zahlung auf ein Sperrkonto, dazu Taschengeld, soziale Absicherung, Gesundheitsvorsorge, Kleidung, Essen und Wohnen. Dafür verpflichtest du dich hier zu bleiben und dich entsprechend zu benehmen. Anders gesagt: Du gibst deine Freiheit auf. Mehr darüber kann dir gerne Barbara oder auch wer anders erzählen.“ Sunny sah Tim direkt an. „Auf meine Freiheit kann ich verzichten, aber ich würd schon gerne genauer sehen worauf ich mich einlasse.“ Er nickte und schlug ihr vor einfach für ein paar Tage auf Probe in die Anlage zu ziehen. Es war dasselbe Angebot, das er Cindy gemacht hatte. Sunny war begeistert, sie war neugierig auf die Anlage und würde so mehr davon sehen. „OK, wann willst du hier einziehen, also zur Probe?“ Tim wollte so schnell wie möglich alles unter Dach und Fach haben. Sunny überlegte einen Moment. „Also ich müsste kurz noch zu meinen Eltern und auch nochmal in meine Wohnung. Sagen wir Übermorgen, oder ist das zu schnell?“ Tim war einverstanden. „Wir holen dich bei dir ab, genaues dann per Telefon. Oder du kommst einfach irgendwann hier vorbei.“ Sunny sagte sie würde dann lieber mit ihrem Wagen anreisen. Tim willigte ein. Danach sagte er: „Simone kann dir ja schon mal die Boutique und die Anlage zeigen. Ihr findet bestimmt was Nettes für dich. Setz das einfach auf meine Rechnung, ok?“ Simone nickte und meinte: „Ich glaub ich hab da schon was.“

 

Tim brachte Simone mit Sunny zur Boutique nachdem Simone sich wieder angekleidet hatte. Er verabschiedete sich, die beiden Frauen waren nun allein im Laden. Simone nahm Cape, Schleier und Knebel ab. „Sieh dich ruhig um, hier ist zwar Chaos, aber das soll sich bald ändern. Ich krieg das Haus nebenan dazu, dann ist hier mehr Platz.“ Sunny sah einen Ständer mit Kleidern und nahm eines heraus. Es war ein helles Sommerkleid mit Rosendruck. „Ist niedlich nöch, das ist so Freizeitkleidung hier. Du, zieh das doch mal an.“ Simone deutete mit diesen Worten auf einen Vorhang. Dann sagte sie „wart mal, ich hab da noch was.“ Sie fischte einen Petticoat aus einem Karton und gab ihn Sunny. „Damit ist das perfekt, du wirst aussehen wie Ms. Sixty persönlich“. Sunny ging hinter den Vorhang, als sie herauskam betrachtete sie sich im Spiegel. Simone sah sie skeptisch an. „Naja, aber deine Latschen kannst du vergessen. Hier nimm mal die“. Sie reichte Sunny offene Pumps mit 8 cm Absatz. „Oha, so hohe trage ich nie, ich weiß nicht ob ich darauf laufen kann.“ Sunny sah die Schuhe skeptisch an. „Wieso hoch, das sind unsere flachen“ lachte Simone. Sie zeigte auf ihre Füße die in 12 cm Pumps steckten. Sunny rollte theatralisch mit den Augen. „Sonst noch was?“ Simone grinste und sagte: „Komm versuchs mal.“ Leise fügte sie „gibt dann auch was Schönes für dich“ hinzu. Sunny schlüpfte aus ihren Schuhen, Simone half ihr mit den dünnen Riemen der Pumps. Es war ungewohnt für sie darauf zu stehen, erste vorsichtige Schritte im Laden an Simones Hand ließen sie sicherer werden. „So, nun das I-Tüpfelchen, dann kramen wir hier ein bisschen in meinen Schätzen. Augen zu, Mund auf.“ Sunny lächelte kurz, dann öffnete sie den Mund. Sie hörte Simone für einen Moment kramen, fühlte plötzlich etwas Hartes in ihrem Mund und hörte ein klicken. Simone hatte ihr einen Knebel angelegt. Sie öffnete die Augen und sah in einen Spiegel. Statt eines schwarzen oder roten Balls wie sie es kannte war dieser Knebel durchsichtig und mit Flüssigkeit gefüllt. In der Flüssigkeit schwammen winzige weiße und rote Flocken. Sunny hob zustimmend den rechten Daumen. Simone, die ihren Knebel auch wieder angelegt hatte, hielt eine Handschelle mit 15 cm Kette hoch. Sie sah Sunny fragend an. Sunny streckte die Hände vor. Sie merkte wie sie erregt wurde, merkte wie sehr es ihr gefiel. Simone führte sie nun durch den Laden, zeigte ihr Kleider, Röcke und Blusen. Dann auch die wenigen Korsetts die sie vorrätig hatte und den Schrank mit den Fesselungen. Sunny besah sich alles genau, es war wie ein riesiger Spielzeugladen für sie. Sie sah sich einiges näher an, manches gefiel ihr, anderes nicht. Als sie die Peitschen sah kniff sie die Augen zusammen. Simone machte ein beruhigendes Geräusch und strich ihr über den Arm. Sunny entspannte sich wieder. Schnell gingen sie weiter, Simone zeigte ihr nun einiges, dass sie nur auf dem PC hatte. Sie tippte „wenn drüben fertig ist hab ich das auch hier.“ Humpelröcke, Blusen mit überlangen Armen die wie eine Zwangsjacke getragen wurden, Kleidung vergangener Epochen und auch spezielles für AB. Sunny sah und staunte. Sie freute sich darauf mit all den schönen Sachen täglich zu tun zu haben.

Als Tim sie abholte und zurück brachte verabschiedete sie sich herzlich von Simone. Tim löste den Knebel und nahm ihr die Handfessel ab. Sie gingen zum Auto, dann fuhr Tim sie zurück. Bevor sie ausstieg sagte sie: „Ich freue mich schon auf Übermorgen.“ Tim erwiderte: „Wir auch.“ Er öffnete ihr die Wagentür und half ihr beim Aussteigen. Sie blieb unschlüssig stehen. Sollte sie ihn zum Abschied umarmen oder war das zu aufdringlich. Tim drückte sie kurz an sich, er hatte ihren Zwiespalt bemerkt. Sie ging zu ihrem Wagen und winkte ihm zu. Er winkte zurück und fuhr gut gelaunt zurück zur Anlage.

 

Doreen kommt

 

Sternchen begrüßte ihn als er ins Haus ging. „Du, Doreen hat angerufen. Sie will morgen vorbeikommen.“ Tim sah sie fragend an „ist irgendwas Besonderes oder nur so?“ „Naja, ich glaube sie will auch was mit dir bereden. Ruf sie doch an.“ Sternchen küsste ihn nachdem sie das gesagt hatte. „Mach ich gleich. Erstmal hab ich Durst. Holst du mir ein Bier?“ Tim erwiderte ihren Kuss. Sie lösten sich voneinander, Tim ging ins Büro. Er wählte Doreens Nummer. Sie meldete sich sofort. „Moin Doreen, hier ist Tim. Sag mal hast du auf meinen Anruf gewartet?“ Doreen lachte „klar, ich hab ja auch sonst nichts zu tun. Im Ernst, ich hatte grade ein Gespräch und noch das Telefon in der Hand.“ Sie klang munter wie meist und freute sich sehr, dass Tim zurück rief. „Du, Sternchen sagte du hast etwas auf dem Herzen?“ Doreen räusperte sich. „Ja hab ich. Erstmal will ich sehen wie die Bauarbeiten voran gehen und was viel wichtiger ist; Norma will mit dir reden.“ Sie sprach eindringlich, Tim bemerkte ihren ernsten Ton. „Ich mit ihr aber nicht.“ Die Antwort kam schärfer als er es beabsichtigte, aber er hegte nach wie vor Groll gegen Norma, was sie ihren Eltern angetan hatte als sie noch als Katharina lebte machte Tim immer noch wütend. „Die kann reden mit wem sie will, kann von mir aus auf den Mond fliegen, aber hier kommt die nicht rein.“ Tim beherrschte sich mühsam. Sternchen kam mit dem Bier. Sie blieb unschlüssig an der Tür stehen. Tim winkte sie zu sich. Sie gab ihm das Bier und ging wieder hinaus. Doreen sprach ruhig und wählte ihre Worte sorgfältig. „Tim, ich erwarte nicht, dass du begeistert bist aber ich zähle auf deine Fairness. Du weißt ich bitte dich selten um etwas aber in diesem Fall bitte ich dich als Freundin das du Normas Wunsch folgst. Es ist wichtig, ich glaube auch wichtig für dich“ Tim schnauzte „sonst noch was?“ ins Telefon. Doreen wartete einen Augenblick, dann sagte sie: „Ja, sie bittet darum das auch Barbara und Sylvia mit ihr reden. Oder zumindest ihr einen Moment zuhören.“ Doreen klang ruhig und fest, Tim versuchte seinen Zorn zu zügeln. „Mal ehrlich, muss das sein?“ Er nahm einen großen Schluck Bier. Doreen deutete das Schlucken richtig. „So, jetzt zünd dir noch eine an und dann reg dich ab.“ Sie sprach immer noch sanft und beruhigend. Tim fühlte sich ertappt, er stand am Fenster und fingerte eine Zigarette heraus. „Erwischt, du kennst mich doch recht gut.“ Sein erster Zorn war abgeklungen, er zündete die Zigarette an und inhalierte. „Klare Ansage: ich weiß nicht was das soll und ich hab da keinen Bock drauf. Also sag mir was los ist und gut ist.“ „Tim, so einfach ist das nicht. Lass es mich mal so sagen: ich denke Norma hat ein ehrliches Anliegen und ich weiß das du viel auf Fairness hältst. Also bitte gib ihr diese Chance.“ Tim überlegte, dann sagte er: „Nicht um der einen Gefallen zu tun aber dir scheint was dran zu liegen. Also morgen, wann willst du hier sein?“ „Norma und ich sind so gegen 2 bei dir wenn das für dich in Ordnung ist. Danke.“ Tim antwortete trocken „da nich für“, dann sagte er: „Nur ihr beiden oder bringst du deinen Harem mit?“ Doreen überlegte einen Moment, dann sagte sie: „Warum nicht? Ist vielleicht für die Mädchen eine nette Abwechslung. Du, ich würde dich und deine Frauen gerne zum Essen einladen. Kannst du im Restaurant was arrangieren?“ Tim versprach sich darum zu kümmern. Sie verabschiedeten sich voneinander nachdem sie noch einen Moment geplaudert hatten. Tim rief Barbara und Sylvia zu sich. Als Barbara hörte dass Norma mit ihr reden wollte reagierte sie wie Tim. Er lächelte, dann sagte er: „Hab ich auch gesagt aber Doreen hat nachgebohrt. Also ich sag mal so: wir hören uns das an und gut ist.“ Barbara sah ihn wenig erfreut an. Sylvia schwieg aber ihre Augen sagten deutlich wie wenig sie von Normas Besuch hielt.

 

Pünktlich kurz vor 2 informierte die Wache Tim das Doreen am Tor sei. Tim ging vor die Tür um sie zu begrüßen. Die Frauen hatten sich nach dem Mittagessen umgezogen. Sternchen trug einen weißen Fesselrock und eine weiße Bluse, dazu einen weißen Monohandschuh der ihre Arme auf dem Rücken fixierte. Barbara hatte für sich ein Vollkorsett ausgewählt. Darüber trug sie ein dunkelgrünes schlichtes Tageskleid. Für Sylvia nahm sie einen bodenlangen weiten weißen Stufenrock und eine hellblaue Bluse heraus. Unter Rock und Bluse trug Sylvia ein weißes Unterbrustkorsett und einen Reifrock. Cindy stand neben den dreien im Wohnzimmer. Zu einem schwarzen Rock mit Tournüre und Schleppe hatte sie eine schlichte weiße Bluse und eine schwarze Weste an. Barbara hatte auch ihr ein Vollkorsett gegeben.

Doreen stieg aus und umarmte Tim. Dann rief sie „Aussteigen und Aufstellung“. Die Frauen kamen aus dem Van. Sie waren alle in bodenlange schwarze Fesselröcke und weiße Blusen gekleidet. Sie trugen Transportfesselung. Eine schwere Fußkette und Handschellen waren mit einer Kette verbunden, dazu waren sie geknebelt. „Hilfst du mir mal eben?“ fragte Doreen. Tim folgte ihr zum Heck des Wagens. Sie öffnete die Türen. Auf einer Matratze lag eine in eine Art Schlafsack geschnürte Frau. Doreen öffnete den Sack, wie Tim erwartet hatte kam Norma zum Vorschein. Sie war in eine Art Overall gekleidet. Die Beine waren mit Lederriemen zusammengeschnürt, die Arme mit Riemen an den Seiten des Overalls befestigt. „Lass sie uns mal eben hinstellen.“ Tim nahm Norma aus dem Wagen und stellte sie auf die Füße. Norma brummte unter ihrer Maske. „So wird das aber nichts mit dem Reden“, Tim grinste Doreen an. „Den Knebel nehm ich nachher raus“. Sie leinte Norma an und besah sich die Reihe der Frauen. „Rein mit euch, wenn ihr drinnen seid hinknien.“ Die Frauen gingen so schnell sie konnten zur Tür. Norma wurde von Doreen angeleint, dann zog sie an der Leine. Mehr hüpfend als gehend folgte Norma Tim und Doreen ins Haus. Die Frauen knieten hinter der Tür, Doreen zischte Norma ein „runter“ zu. Norma legte sich auf den Boden. „Ihr wartet hier, ein Mucks und ich hole die Peitsche.“ Doreen ging nun mit Tim ins Wohnzimmer.

Die Frauen knicksten vor ihr und küssten ihre Hand. Doreen umarmte Sternchen, Barbara und Sylvia. Als sie Cindy begrüßte verzichtete sie darauf. Freundlich sagte sie: „Du bist also Cindy, ich freue mich dich kennen zu lernen. Tim hat mir schon von dir erzählt. Du bist sehr hübsch.“ Cindy knickste und sagte „Danke sehr.“ Doreen griff an Cindys Halsring und zog sie zu sich heran. „Bitte sprich mich immer mit Mistress Doreen an, ja?“ Cindy nickte, dann sagte sie „entschuldigen sie Mistress Doreen. Es soll nicht wieder vorkommen. Mir ist das alles noch sehr neu, Mistress Doreen.“ Doreen strich ihr über die Wange und sagte „ist schon gut, du wirst das alles lernen.“ Cindy knickste und schwieg. Doreen sagte nun zu Cindy: „Du kannst mir einen Gefallen tun. Draußen sind meine Mädchen, magst du ihnen was zu trinken geben? Wir rufen euch dann rein wenn wir hier fertig sind. Ist das für dich ok Tim?“ Tim zuckte mit den Schultern. Doreen ging kurz hinaus. „Ich nehm euch die Knebel ab damit ihr etwas trinken könnt. Wenn ihr zu quasseln anfangt knebel ich euch wieder. Habt ihr das verstanden?“ Die Frauen nickten. Cindy ging in die Küche und füllte Karaffen mit Saft. Sie nahm ein Tablett mit Gläsern und ging zu den Frauen. Doreen leinte Norma an und half ihr auf die Füße.

An der Tür kniete Norma nieder. Doreen entfernte den Knebel. „Vielen Dank Mistress Doreen.“ Normas Stimme war kaum zu hören. Tim ging auf sie zu. „Also, wir haben versprochen dich anzuhören. Dann schieß mal los.“ Norma sah zu Tim auf, ihre Blicke trafen sich. Statt des Hochmuts, den ihre Augen vor langer Zeit aussandten war jetzt nur noch Devotion und innere Ruhe zu sehen. Auch Barbara fiel dieser andere Blick auf. Die die dort kniete wollte nicht rebellieren, war zufrieden und in Frieden mit sich. Norma verneigte sich tief. „Danke Master Tim und auch Danke Mistress Sternchen, Mistress Barbara und Mistress Sylvia, das sie mich anhören. Sylvia wollte sagen dass sie keine Mistress sei aber Barbara hielt sie zurück. Norma holte tief Luft. „Ich weiß dass ich sehr große Schuld auf mich geladen habe und ich weiß auch dass sie mir das kaum vergeben können. Wieder gut machen kann ich es auch nicht, wenn ich es könnte würde ich es tun.“ Norma machte eine Pause, sie suchte nach Worten. „Master Tim, ich kann ihnen nicht die Eltern zurückbringen, Mistress Barbara, ich kann weder die Gemeinheiten und Beleidigungen die ich ihnen zugefügt habe ungeschehen machen noch kann ich das bei ihnen Mistress Sylvia. Über mich wurde gerichtet, was als Strafe gedacht war wurde für mich zum Glücksfall. Somit bitte ich sie nun um das was nicht geschehen ist, bitte um Strafe. Bitte geben sie mir die Chance das zu sühnen was ich tat.“ Norma verstummte, sie senkte den Kopf und kniete reglos.

 

Tim, Barbara und Sylvia sahen sich an. Tim ging zum Fenster, er zündete sich eine Zigarette an. Sylvia und Barbara sahen sich tief in die Augen. Sylvia nahm ihren Mut zusammen und flüsterte zu Barbara „du, ich glaube fie meint daf ehrlich.“ Barbara flüsterte „weiß nicht, aber wenn sie lügt ist sie eine gute Schauspielerin. Mal sehen was Tim sagt.“ Er ging zu den beiden. „Was meint ihr, ich trau dem Ganzen nicht so wirklich. Außerdem was sollen wir denn mit ihr machen? Teeren, Federn oder was?“ Barbara schwieg einen Augenblick, dann sagte sie: „Wir sind hier nicht im wilden Westen, aber ich trau dem auch nicht so ganz. Aber andererseits, wenn sie ehrlich ist und wir sagen jetzt nichts sind wir auch die Ärscher.“ Tim nickte, genau da lag das Problem. „Süße, du scheinst ihr wohl eher zu glauben als wir. Was sagst du?“ „Naja, alfo ift doch fo: Wir follen doch auch mal vergeben, fo weil fonft hört der Haff nie auf und fo. Alfo ich meine fo weil daf beftimmt auch die gnädigen Herrfaften fo gewollt hätten, alfo fo daf wir nicht immer nur kalt find und fo.“ Sylvia schwieg, ihr fehlten wie so oft die Worte. Tim strich ihr übers Haar. „Du hast wirklich ein goldenes Herz Süße. Also ok. Ich bin dagegen, Sylvia dafür, du irgendwo in der Mitte.“ Barbara nickte. „Na dann wollen wir mal.“ Tim drehte sich zu Norma um.

„So, du willst also richtige Strafe, das kannst du haben. Ich geb dir noch eine Chance. Kriech zum Van und bleib da liegen. Wenn ich dich in 3 Minuten noch hier sehe prügele ich dich durch und schmeiß dich hinterher den Arbeitern als Sexpuppe vor die Füße. Verstanden?“ Norma nickte. „Ja Master Tim, ich habe verstanden und bitte sie nicht zu warten sondern gleich zu beginnen.“ Tim sah Doreen an. Sie nickte. Doreen löste die Lederriemen des Overalls, Norma stand nun nackt vor ihnen. Nur die Maske mit dem Gesicht der Monroe bedeckte sie noch. Tim nahm drei Peitschen. Eine behielt er, eine gab er Sylvia und eine Barbara. Wortlos nickte er ihnen zu. Dann schlug er zu. Hart und gezielt, er wollte Norma wehtun. Wollte dass sie für das bezahlte was sie getan hatte. Jetzt war sie für ihn nicht mehr Norma, sie wurde wieder zu Katharina. Auch Barbara versetzte ihr ein paar Hiebe, mehr um zu zeigen das sie Tim zur Seite stand. Sylvia ließ die Peitsche fallen. Sie begann reglos zu beten, bat für Norma und auch für Tim. Es dauerte nur wenige Augenblicke, dann lag Norma blutend auf dem Teppich. Sie stöhnte nicht mehr, sie wimmerte nicht einmal. Ihr flacher Atem zeigte an das sie noch lebte, dass Tim sie nicht zu Tode geprügelt hatte. Er ließ von ihr ab, sah auf das zuckende Bündel Fleisch und sagte „Ruft Harald.“ Dann ging er auf die Terrasse. Barbara telefonierte. Sternchen kam aus einer Ecke, sie hatte sich in Vorahnung dessen was geschehen war zurückgezogen. Harald kam schnell. Er sah sich Normas Verletzungen an und warf Tim einen vielsagenden Blick zu. Tim wollte etwas erklären, aber Harald schnitt ihm das Wort ab. „Laber nicht, schaff sie lieber zu mir.“ Tim wickelte Norma in eine Decke und trug sie an den Frauen vorbei aus dem Haus. Norma blieb für mehrere Tage bei Harald in der Praxis. Es blieben Narben, aber sie fühlte sich von Schuld befreit.

Doreen beendete die lastende Stille. „Tim, sie hat es so gewollt und es ist gut. Gut für dich und gut für sie. Sag mal, was hältst du davon uns über die Baustelle zu führen?“ Tim war froh das das Thema gewechselt wurde. „Ja gerne, dann schnapp dir mal deinen Hühnerhaufen.“ Bevor er zur Tür ging umarmte er Barbara, Sylvia und Sternchen. „Ich hol euch dann ab zum Essen.“ Doreen ging hinaus. Sie befahl die Frauen zum Van. Dort löste sie die Verbindungsketten von den Handschellen, nur 1 blieb so gefesselt wie sie war. Sie verband nun diese Ketten mit den Fußketten. „Macht euch fertig zum Gehen.“ Als Tim neben ihr stand klatschte sie in die Hände. Die Reihe der Frauen setzte sich langsam in Bewegung. Doreen achtete darauf dass alle im Gleichschritt gingen. Tim ging neben ihr und führte sie zur Wache. Sie verließen das Gelände und gingen auf die Baustelle zu. Dort zeigte Tim ihnen die Häuser und die Rohbauten des Hotels und des Casinos. Es dauerte fast eine Stunde bis sie die Runde beendet hatten.

 

Im Restaurant war im hinteren Teil eine lange Tafel für alle gedeckt worden. Die Frauen knieten sich an den Tisch, Doreen nahm ihnen die Knebel ab. Sie waren froh nicht mehr gehen zu müssen. Tim holte die vier von Zuhause ab, auch sie knieten sich dann zu den anderen Frauen. Vivian kam und brachte die Karte. Doreen hatte bereits vorab per mail bestellt. Für sie und ihre Frauen sollte es einen gemischten Salat, Putenschnitzel mit Gemüse und Kroketten, als Nachtisch Eis geben. Tim suchte sich ebenso wie die vier etwas aus der Karte. Vivian, Petra und Alicia servierten gekonnt. Doreen sah wie sie trotz der strengen Fesselung alles gut bewerkstelligten. „Du hast wirklich gute Leute“ sagte sie zu Tim. Er dankte ihr und wollte das Lob später weitergeben. Doreen grinste und meinte „und so nett anzusehen“. Tim lachte „ja, das Auge isst nun mal mit, aber wem sage ich das.“ Doreens Frauen begannen sich leise zu unterhalten, Doreen hatte nichts dagegen. Nach dem Essen gingen sie zum Haus, Doreen kettete ihre Frauen wieder zusammen. Im Haus nahm sie die Verbindungsketten ab, dann legte sie ihnen die Handschellen auf den Rücken. „So, ihr dürft ins Wohnzimmer gehen. Tim, darf ich dich noch einen Augenblick alleine sprechen.“ Tim hatte nichts dagegen, er schlug vor das sie ins Büro gingen.

Doreen setzte sich gegenüber Tims Schreibtisch. „Ich habe deine Anzeigen gesehen. Gabs da schon Resonanz?“ fragte sie. Tim bejahte, er sagte ihr auch dass es schon ein paar sehr interessante Anfragen von Gästen und auch ein paar gute Leute als Personal gab. Doreen nickte, dann sagte sie: „Tim, ich habe da was auf dem Herzen. Eventuell löst das einige Probleme. Aber von vorne: Eines meiner Mädchen, genau gesagt 9, hat eine Schwester, die einem guten Freund von mir gehört. Diese Schwester hat sich in eine Frau verliebt die bei meinem Freund für ein paar Wochen leihweise lebte.“ Tim hörte zu, soweit kam er noch mit. Doreen fuhr fort: „Mein Freund ist nicht in der Lage den Preis für diese andere Frau zu zahlen und ihr Besitzer will Neuns Schwester nicht kaufen. Ist also alles etwas vertrackt.“ Tim unterbrach sie „naja, aber was hab ich damit zu tun?“ Doreen hob die Hand. „Kommt gleich. Mein Freund betreibt ein Hotel in Hamburg, Neuns Schwester ist ausgebildete Hotelfachfrau. Ihre Flamme ebenfalls.“ Tim sah Doreen an und nahm das Telefon. „Sag mir mal die Nummern.“ Sie lächelte und streckte die Hand aus. „Nee, lass mich mal mit denen reden. Die ziehen dich sonst über den Tisch.“ Sie wählte mit ihrem Handy und sprach kurz nacheinander mit den zwei Männern. „So, die wollen jeweils 10.000, dafür sind Transport, Kleidung und alles mit drin.“ Tim pfiff durch die Zähne. „Sind die beiden hübsch?“ Doreen lachte. „Du weißt wie Neun aussieht?“ Tim nickte. Neun war eine wahre Schönheit. „OK, mach das mit denen klar. Cash bei Lieferung. Ich hol die beiden bei dir ab. Einverstanden?“ Doreen hielt ihm die Hand hin, er schlug ein. Sie gingen zu den Frauen und plauderten noch eine Weile mit allen. Doreen verabschiedete sich dann, sie und ihre Frauen verließen wieder die Anlage.

 

Der Innenausbau geht voran

 

Auf der Baustelle nahmen die Innenausbauten Gestalt an. Die neuen Gästehäuser, der Anbau an Annes Haus und die neue Unterkunft für die Leibeigenen waren nahezu fertig. Sobald sich der Geruch von Farbe und Kleber verzogen hatte konnten sie bezogen werden. Die Firmen begannen nun mit dem Hotel, dank vieler Hände ging es gut voran. Die Bauleitung hatte alles gut koordiniert, Tim hoffte, dass zum Ende der Woche auch hier alles fertig war.

Er stand vor dem Casino, sah mit Stolz auf diesen Prachtbau. Das Erdgeschoss und auch der erste Stock waren von einfacher Art, schlichte Segmente in Weiß. Blickte man auf den zweiten Stock, auf die Krone des Gebäudes, sah man eine verspiegelte Fläche. Um das gesamte Stockwerk liefen Fensterflächen aus doppeltem Thermoglas, die Verspiegelung der Außenscheiben machte es dem Betrachter unmöglich hinein zu sehen. Allerdings würde diese großzügige Verglasung es ermöglichen, dass man von innen ungehindert hinaussehen konnte. Sternchen nannte es „ein Aquarium“, Tim grinste als er daran dachte. Das Stockwerk war unterteilt, es gab einen großen Raum in dem Spieltische und ein Roulette Platz finden würden, ein kleinerer Raum der als Restauration gedacht war und Nischen, in die sich die Gäste zurückziehen konnten. Tim sah an der Fassade hoch und freute sich schon jetzt auf die Einweihung. Er murmelte „wird auch bald Zeit das hier fertig ist“ und ging zum Bauleiter. Sie sprachen kurz miteinander, es war alles im Plan.

Auf dem Weg zum Haus ging Tim an der Arztpraxis vorbei. Er zögerte kurz, drehte dann um und trat ein. Yvonne begrüßte ihn mit einem tiefen Knicks, dann zeigte sie auf eine Tür. Tim klopfte, Harald rief ihn herein. „Hallo Tim, willst du nach Norma sehen?“ Harald suchte etwas in einem Schrank und sprach über die Schulter. „Naja, sehen ist ein bisschen viel gesagt. Wie geht’s ihr denn?“ Tim versuchte möglichst gleichmütig zu klingen. Harald schloss die Schranktür, dann drehte er sich um und sah Tim ernst an. „Besser als zu erwarten war. Du hast ganze Arbeit geleistet mein Lieber. Das sie keine bleibenden Schäden davon trägt ist Glück und bestimmt nicht dein Verdienst. Was hat dich bloß geritten sie so zuzurichten?“ Tim sah zu Boden, nicht weil er sich vor Harald schämte, sondern weil er mit sich nicht im reinen war. „Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Aber da sie es mir ja nahezu aufgedrängt hat soll sie sich nicht wundern, wenn sie nun das hat was sie wollte.“ Harald meinte nur „aha, dann ist ja die Schuldfrage geklärt.“ Dann nahm er eine Mappe zur Hand und gab Tim einen kurzen Überblick über Normas Zustand. „Wie du siehst, sie wird wieder. Dauert aber noch ein Weilchen. Was hast du dann mit ihr vor?“ Haralds Blick durchbohrte Tim beinahe. Tim zögerte, dann sagte er „am liebsten würde ich sie in eine Kiste packen und auf den Mond schießen.“ Nach kurzem Zögern sagte er „vielleicht mach ich genau das was sie vorschlug und schmeiß sie den Arbeitern vor die Füße.“ Harald fasste Tim an der Schulter an, „das lässt du bleiben, nicht mal wegen ihr sondern um deiner selbst willen. Damit kannst du nicht leben. So, jetzt denk mal drüber nach. Du hast ohnehin noch zwei Wochen mindestens bis Norma aus dem Bett kann.“ Tim nickte und verabschiedete sich. Er ging nach Hause.

Anfragen von Gästen und Personalrekrutierung

Barbara hatte für Tim einige Mails vorsortiert. Sie wollte ihm natürlich die alleinige Entscheidung überlassen, aber er hatte ihr Kriterien vorgegeben. In den Ordner „bestimmt nicht“ hatte sie alle Mails einsortiert, die vor Vulgarismen nur so strotzten. Diese waren offensichtlich eher Schrift gewordene Fantasien denn ernsthafte Offerten. Ein zweiter Ordner, er trug den Namen „vielleicht“ enthielt Mails die zwar etwas unglücklich formuliert aber doch ernst zu nehmen waren. Der dritte Ordner enthielt relativ wenige Mails, aber alle waren interessant und hatten Substanz. Sie verschob eine Anfrage eines Paares in diesen Ordner, die für eine Woche ihre Leidenschaft für Latex auf der Anlage ausleben wollten als Tim herein kam. „Na Barbara, wieder mal bei der Mülltrennung?“ fragte Tim lachend. Sie lachte ebenfalls und sagte: „ist nicht nur Müll, da sind auch ein paar gute bei. Sag mal, willst du dir wirklich den ganzen Kram alleine antun? Ich meine das aussortieren und so.“ Tim setzte sich an seinen Schreibtisch. „Nee, nicht für immer aber schon jetzt am Anfang. Wenn das erst rund läuft wird das delegiert. Außerdem machst du ja die Vorarbeit. Dann fang ich mal an.“ Er antwortete dem Paar und auch anderen aus dem dritten Ordner. Dann sah er den zweiten durch und wählte auch hier ein paar zur Antwort aus. Der Rest bekam eine Standardmail mit einer höflich formulierten Absage. Kopfschüttelnd sah er den ersten Ordner durch. „Sag mal, meinen die das ernst?“ Tim dachte laut. Barbara sagte „ich hoffe nicht, aber ausschließen kann man es nicht.“ Tim grinste. „Du, wenn ich sowas lese wie das hier bekomme ich Lust das mal zu machen. Der will tatsächlich Elektroschocks in Eiswasser. Da frag ich mich doch wohin mit der Leiche danach…“ Tim drückte auf senden, die Standardabsage ging raus.

Es kam eine neue Mail herein, Tim öffnete sie und war auf alles gefasst. Umso überraschter war er ein gut formuliertes Schreiben ohne Obszönitäten und mit einwandfreier Orthographie zu lesen. Der Absender hatte offensichtlich Niveau. Tim las und nickte. „Yepp, das geht, das geht sogar sehr gut“, er tippte eine Antwort. Barbara sah ihn fragend an. Tim schickte die Mail und seine Antwort auf ihren Monitor. Sie nickte, der Mann wollte nichts Unmögliches. Er träumte davon unter Aufsicht abzunehmen und bat darum zwei Wochen Fitness mit Diät auf der Anlage zu erhalten.

„Du, eh ich es vergesse. Doreen bittet dich sie anzurufen.“ Barbara sah zu Tim auf. „Mach ich doch sofort, mal sehen was sie will oder hat.“ Er nahm das Telefon und wählte. Doreen meldete sich mit einem munteren „Hallo Tim, ich hab gute Neuigkeiten. Aber erstmal eine Frage. Wie geht’s Norma?“ Tim beantwortete die Frage ziemlich kurz angebunden, dann sagte er: „So was gibt’s denn Neues?“ „OK, dann gleich auf den Punkt. Ich konnte den Preis für die Frauen auf 17 drücken, sie werden in 20 Stunden hier sein.“ Tim pfiff durch die Zähne. „Kriegst du Mengenrabatt, oder was?“ Doreen lachte „nö, aber die eine hat Zigarettenlöcher auf dem Rücken und Neuns Schwester hat ein paar cuts. Das drückt den Preis.“ Tim bedankte sich bei ihr, dann fragte er: „Wie machen wir das mit der Abholung?“ „Pass auf, du kommst und bringst das Geld mit. Wir laden die beiden ein und du nimmst sie mit. Überleg dir ob du Barbara oder Sternchen als Begleitung mitnehmen willst. Neun ist übrigens nicht informiert, das kriegt die noch früh genug mit.“ Tim stimmte Doreen zu, es ging Neun nichts an und sie würde es ja sehen das ihre Schwester mit ihrer Liebsten vereint wird. „Ja mache ich, vermutlich Sternchen. Also sag mir dann noch die genaue Uhrzeit, ok?“ Doreen versprach es. Bevor sie auflegte sagte sie: „Tim, kleiner Rat von mir: Denk dran das Norma dich darum gebeten hat.“ Tim dankte ihr und legte auf. Er murmelte „und wenn schon, ich hätte ja nein sagen können.“ Etwas in ihm rief „nicht können, müssen“. Laut sagte er „Sch…..“ Barbara sah auf. Sie ging zu ihm und legte ihm ihre Hand auf die Schulter. Er sah zu ihr auf, dankte ihr schweigend für diese Geste.

Die Tür ging auf, Sylvia kam herein. „Ich will nicht ftören, bitte entfuldigt. Aber du haft doch gefagt daf nachher Maja kommt und ich wollt fragen ob ihr Kuchen wollt. Alfo fo weil ich hab noch Himbeeren und da kann ich dann doch Obftboden machen.“ Tim lächelte Sylvia an. „Süße, du störst nie und die Idee mit dem Obstboden ist super. Sag mal, hast du noch Kaffee für mich?“ Sylvia holte für ihn und Barbara frischen Kaffee, dann ging sie wieder an die Hausarbeit.

 

Am Nachmittag kam Maja. Sie hatte die von Tim angeforderten Listen fertig. Bevor sie sich auf eines der Kissen kniete überreichte sie ihm einen Stick. Er stöpselte den Stick ein, die diversen Listen konnten nun von ihm eingesehen werden. „Du warst ja bienenfleißig“, Tim war sichtlich beeindruckt. „Allerdings lege ich mehr Wert auf dein Urteil als auf all diese Listen hier. Das weißt du.“ Maja nickte, „Master Tim, sehen sie bitte auf die letzte Liste. Da habe ich meine Meinung geschrieben. Ein Punktesystem von 0 bis 10, 0 heißt ungeeignet, 10 perfekt“. Tim rief die letzte Liste auf. Die Leibeigenen waren absteigend nach Punktezahl sortiert, dies jeweils den verschiedenen Verwendungen zugeordnet. Es gab eine Spalte für Wachen, Betreuung der Gäste, allgemeine Hilfsdienste und auch Verwaltung und Logistik. „Sehr gut, dann werden wir die letzte Liste nehmen. Maja, du veranlasst alles Nötige. Anders gesagt: Schnapp dir die auf der Liste und zeig ihnen was sie machen sollen, wenn der Rummel hier losgeht. Wir werden das vorher alles durchspielen, aber ich will das das so echt wie möglich ist. Du setzt dich dann mit Barbara hin, ihr besorgt dann auch die Kleider.“ Barbara und Maja sahen sich kurz an, dann nickten sie. „Eine Frage noch Master Tim, was ist mit den Arbeitern? Elke fragte mich danach.“ „Da wird sich nicht viel ändern. Ich rede noch mit Elke darüber.“ Maja dankte ihm, sie würde es Elke sagen. Sylvia kam herein und deckte den Kaffeetisch. Sie tranken gemeinsam Kaffee und plauderten. Maja fragte „wann kommt denn die Schneiderin?“ Tim sah sie erstaunt an, dann grinste er. „Buschfunk?“ Sie nickte, ja es war wieder der Buschfunk, der die Neuigkeit gemeldet hatte. „Sunny, so heißt sie, wollte irgendwann heute hier sein. Ich denke das wird nicht mehr lange dauern.

 

Wie aufs Stichwort meldete die Torwache das Sunny mit ihrem Auto auf das Gelände fahren wollte. Barbara nahm den Anruf entgegen. Sie sagte der Wache das Sunny herein darf. „Das trifft sich ja gut. Wir haben sogar Kuchen.“ Sie deutete auf die letzten Torteletts. „Foll ich noch fnell fwei fertig machen, und ein biffen Fahne?“ fragte Sylvia. „Ja gute Idee Süße. Ich lass inzwischen Sunny herein.“ Tim stand auf und ging zur Tür. Als er die Tür öffnete sah er das Sunny direkt neben dem Rolls geparkt hatte. Ihr Honda wirkte neben dem großen Wagen noch kleiner. „Wie ein Beiboot“ dachte Tim. Er ging zu Sunny und begrüßte sie mit einer kurzen Umarmung. Sie deutete einen Knicks an und strahlte ihn an. „Ich bin so aufgeregt und froh hier zu sein. Ich hab auch ein paar Sachen mit und ich hoffe das ist alles ok so.“ Tim lachte „naja, viel kann es ja nicht sein wenn alles da drin ist. Aber komm erstmal rein, dann lernst du gleich Maja kennen.“ Er nahm Sunnys Hand und führte sie ins Haus. Im Wohnzimmer setzte sie sich nach der Begrüßung auf ein Kissen. Tim räusperte sich. „Gewöhn dich bitte daran zu knien Sunny.“ Sie wurde etwas rot und kniete sich hin. Sylvia gab ihr zwei Torteletts und Kaffee, Sunny aß mit Appetit. „Klasse, die sind oberlecker“ lobte sie das Backwerk. Nachdem sie den Kaffee ausgetrunken hatte sagte sie, „so von mir aus kann es losgehen mit der Probe. Was liegt an?“ Tim lachte und verschluckte sich an seinem Kaffee. Als er wieder zu Atem gekommen war sagte er lapidar: „Geh mal mit Barbara, sie wird dich einkleiden. Dann kommt ihr wieder hierher.“

 

Die beiden Frauen gingen hinaus. Im Flur fragte Barbara „Hast du dir eigentlich Gedanken gemacht was du gerne hier tragen willst?“ Sunny nickte. „Ja habe ich, ich finde die Sachen die Cindy anhat total schön. Aber die sind bestimmt grottenteuer, oder?“ Barbara lachte. „Naja, so eine komplette Garderobe für Monate muss es ja nicht gleich sein. Ich schlag mal vor wir gehen gleich zu Simone und schaun uns da nochmal um. Als erstes werd ich dich mal ausgehfertig machen.“ Sie ging zurück ins Büro und bat Tim um Hand und Fußfesseln. „Sind im Schrank, hatte ich glatt vergessen.“ Tim deutete vage in die Richtung des Schranks. Als Barbara die Fesseln heraus nahm meinte sie „ich nehm auch nen Knebel für Sunny.“ Tim nickte, dann meinte er „vielleicht hat sie ja auch einen eigenen, frag sie doch mal.“ Barbara erwiderte „Da passen dann aber unsere Schlüssel nicht.“ Tim sah dies ein und ließ ihr freie Hand. Barbara nahm noch ein abschließbares Lederhalsband aus dem Schrank, dann ging sie wieder zu Sunny. Schnell legte sie ihr die Fesselungen an. Als sie ihr den Knebel in den Mund steckte nickte Sunny zustimmend. Barbara legte ihr ein weißes Tuch über den Kopf, dann half sie ihr in ein weißes Cape. Sie knebelte sich nun selbst und wählte für sich ein blaues Tuch und ein schlichtes blaues Cape. Bevor sie das Haus verließen klickte sie eine Leine an Sunnys Halsband fest. Die beiden Frauen machten sich auf den Weg. Sie begegneten einer Gruppe von Leibeigenen, die von zwei Wachen geführt wurden. Die Wachen und die Leibeigenen knicksten. Barbara stieß Sunny leicht an, Sunny verstand und knickste ebenfalls. Sie gingen danach weiter zur Boutique. Simone begrüßte die beiden mit einer freundlichen Umarmung. Sie half ihnen aus den Capes, Barbara nahm ihren Knebel an.

„Simone, mach mal den Laden zu.“ Simone sah sie und Sunny fragend an. „Keine Panik, wir wollen dich nicht überfallen, sondern Sunny richtig einkleiden.“ Simone gluckste in ihren Knebel. Sie ging so schnell es ihr Fesselrock erlaubte zur Tür und schloss ab. Dann kam sie wieder zu den beiden. Sie nahm ihren Laptop und schrieb „was darf’s denn sein?“ Sunny zeigte auf ihren Knebel und zischte. Barbara ah sie an und sagte „nee, der bleibt wo er ist. Du wolltest wie Cindy gekleidet sein, stimmt’s?“ Sunny nickte. „Eben, da brauchst du nichts zu sagen. Zieh dich einfach aus und sei ruhig.“ Sunny nickte, ihr gefiel die bestimmte Art in der Barbara mit ihr sprach. Sie schlüpfte schnell aus ihrem Kleid, ihren Schuhen und ihrer Unterwäsche. Barbara bat Simone um einen leeren Karton. „Das kriegst du dann wieder, wenn du nicht bleiben willst“. Sie strich Sunny über den Arm und fügte hinzu: „Aber ich hoffe du bleibst.“ Sunny nickte. „Simone, dann geht es jetzt los. Am besten wir fangen mit der Windel an.“ Sunny zuckte zurück und fauchte in den Knebel. Sie wollte ihn los machen, Barbara hielt ihre Hände fest. „Ganz oder gar nicht. Sei sicher ihr beiden seid nicht die einzigen die gewindelt sind. Also mach hier keinen Stress.“ Sunny errötete und ließ die Hände sinken. Sie ließ sich von Barbara auf eine Liege legen. Barbara entfernte die Fußfessel und hielt Sunny im Arm während Simone sie geschickt wickelte. Simone zog Sunny Strümpfe und 12 cm Pumps an, dann halfen sie ihr sich aufzurichten. Sunny schnaubte in ihren Knebel und sah Barbara skeptisch an. „Keine Panik, ich werde dich beim Gehen stützen“, Barbara strich beruhigend über Sunnys rote Mähne. „So, jetzt das Unterkleid und ein Trainingskorsett“. Sie löste die Handfessel, Sunny hob die Arme. Kühle weiche Seide glitt über ihren Körper, dann legte sich etwas Hartes um ihre Hüfte und wurde festgezogen. Sie wollte tief einatmen, merkte dass dies nicht möglich war und schnaubte erneut. Einerseits war es unangenehm so gepresst zu werden, aber sie mochte es auch. Eine Mischung aus Unbequemlichkeit und gestützt werden. Sunny durchlebte ein Wechselbad der Gefühle. Simone brachte einen Reifrock und ein Bustle, beides fand seinen Platz. Etwas ratlos sah Simone zu Barbara. Auf einen Zettel schrieb sie Rock - Kleid. Barbara verstand und zeigte auf Kleid. Simone nickte. Sie kam mit einem zweiteiligen Kleid wieder. Es war weiß mit roten Rosen besetzt und hatte eine lange Schleppe, die sich über dem Bustle zu Stofflagen türmte. Sie halfen Sunny in das Kleid und führten sie vor einen Spiegel.

Sunny erkannte sich selbst kaum wieder. Aus dem Spiegel sah ihr eine elegante junge Frau aus der viktorianischen Zeit entgehen. Der schwarze Gummiknebel wirkte etwas deplatziert und auch die Frisur war nicht optimal aber bis auf diese Details war es perfekt. Simone erriet Sunnys Gedanken. Sie eilte mit winzigen Schritten in den Laden und kam mit einem Knebel wieder der eine vergoldete Kugel statt eines Gummiballs hatte. An Stelle der Lederbänder waren vergoldete schmale Ketten angebracht. Sie zeigte ihn Sunny die begeistert nickte. Barbara tauschte die Knebel. Sie besah Sunny von allen Seiten, dann meinte sie: „Jetzt noch die richtige Frisur und etwas Styling und du siehst aus wie eine victorian Lady. Ich ruf gleich mal beim Friseursalon an.“ Sie griff zum Telefon und legte kurz darauf auf. „Wir haben Glück, du kannst gleich kommen. Aber erstmal machen wir hier weiter. Simone, hast du mal Handschuhe für Sunny?“ Simone brachte einen Karton mit zarten Spitzenhandschuhen. Nachdem Sunny die Handschuhe angelegt hatte wollte Barbara ihr wieder die Handfesseln anlegen. Nun war es an Simone zu schnauben. Sie hob die Hand und zeigte auf Sunnys Knebel. Dann verschwand sie kurz und kam mit fein gearbeiteten vergoldeten Fesseln wieder. Dünne goldene Ringe legten sich um Sunnys Hand und Fußgelenke, sie waren mit einer feinen, aber stabilen Goldkette verbunden. Sunny machte ein paar unsichere Schritte, Barbara hielt sie am Arm. „Na geht doch. Ich halt dich auch draußen fest, keine Panik. So, jetzt ab mit uns zum Friseur.“

 

Sie gingen sehr langsam, Barbara hatte ihren rechten Arm in Sunnys Cape gesteckt und hielt sie bei jedem Schritt fest. Sunny war dankbar dafür, die Kette und die ungewohnt hohen Schuhe verunsicherten sie. Als sie den Friseursalon betraten knicksten die Frauen vor ihnen, Sunny deutete ebenfalls einen Knicks an. Barbara flüsterte ihr „das üben wir noch in Ruhe“ zu. Laut sagte sie: „Ich hatte angerufen, einmal schneiden und Pediküre.“ Eine der Frauen kam auf die beiden zu. Sie trug wie üblich einen Knebel. Nickend zeigte sie auf einen freien Stuhl. Barbara bat darum einen Hocker für Sunny zu holen. Während sie Sunny und sich die Capes auszog wurde der Stuhl ausgetauscht. „Heb einfach deine Röcke kurz hoch und setz dich auf den Hocker“ wies Barbara Sunny leise an. Sunny tat es, Barbara ordnete geschickt die Schleppe und den Bustle. Dann sagte sie: „Wir brauchen eine Frisur, die zu den Sachen passt.“ Die Friseuse nickte, sie zeigte Barbara verschiedene Hochfrisuren. Barbara tippte auf eine davon. Schnell wurde Sunnys Haar gewaschen und geschnitten. Danach türmten zwei Frauen es zu einer kunstvollen Hochfrisur auf. Ihr Haar lag nun in zwei fein geschwungenen Schnecken am Kopf an, es bedeckte die Ohren nicht mehr und gab ihr ein aristokratisches Aussehen. Während eine der Frauen die Pediküre machte zupfte eine andere Sunnys Augenbrauen und entfernte ein paar störende Haare. Dann schminkten sie das Gesicht. Sunny sah nun vollends wie eine junge Frau aus der viktorianischen Oberschicht aus. Barbara war begeistert. „Klasse, das habt ihr perfekt gemacht. Ich zahl gleich.“ Sie führte ihren rechten Unterarm an einem Lesegerät vorbei. Sunny sah sie fragend an. „Wir zahlen hier mit einem implantierten Chip, ist echt praktisch. Das erklär ich dir dann mal ausführlich. So, jetzt zeigen wir dich Tim.“

Sie zogen sich wieder an und gingen nach Hause. Tim blieb der Mund offenstehen als Barbara Sunny herein führte. Es dauerte einen Augenblick bis er seine Sprache wieder fand. „Wow, du siehst super aus. Ich hoffe dir gefällt es auch?“ Sunny deutete auf ihren Knebel, Tim nahm ihn ab. „Ja eigentlich schon aber das mit der Windel ist schon etwas seltsam.“ Sunny sah zu Boden als sie sprach. „Da gewöhnst du dich dran. Ansonsten schlage ich mal vor das du dir von Cindy so ein bisschen alles erklären lässt. Barbara kommt euch nachher holen.“ Sunny nickte und wollte gehen. Tim sagte laut „Stopp! Bevor du einen Raum betrittst oder verlässt knickst du. Das soll Cindy dann gleich mit dir üben.“ Sunny knickste unbeholfen und ging hinaus. Cindy erwartete sie im Flur.

 

Nach dem gemeinsamen Abendessen gingen Barbara und Sylvia nach oben. Sie duschten gemeinsam, dann legten sie sich ins Bett. Sylvia schmiegte sich eng an Barbara und ließ sich von ihr streicheln. Sie seufzte wohlig und genoss die sanfte Berührung. Barbara lächelte sie an, leise flüsterte sie „ich liebe dich“ in Sylvias Ohr. „Ich dich auch“, Sylvia hauchte die Worte während sie mit geschlossenen Augen genoss. Ja, sie liebte ihre Frau, ihre Herrin und ihren Halt im Leben. All das war Barbara für sie, ebenso wie sie für Barbara alles war. Bei weitem mehr als nur eine lebende Puppe, mehr als nur die Gespielin der Lust. Worte sind oft zu klein für tiefes Empfinden, da sagt eine zärtliche Geste mehr. Barbara und Sylvia schwiegen, waren miteinander still und schenkten sich ihre Liebe. Sie schliefen gemeinsam ein, teilten einen Traum, der in ihrem Leben real geworden war.

Das Ende der Bauarbeiten

 

Der Zaun, der die Anlage während der Bauarbeiten teilte wurde abgebaut, der Außenzaun wieder geschlossen. Bis auf ein paar kleinere Arbeiten war alles fertig, diese sollten von den Arbeitern der Anlage erledigt werden. Tim überwachte die Demontage des Bauzauns und die Schließung der Lücke im Außenzaun. Als alles erledigt war hob er den Hausarrest auf. Gleichzeitig erlaubte er allen Leibeigenen ohne Cape und Schleier hinaus zu gehen. Es sollte wieder Normalität auf der Anlage einkehren, zumindest bis die ersten Gäste kamen. Er erlaubte allen sich umzusehen, es dauerte nicht lange bis sich Gruppen von Neugierigen zu den Bauten begaben. Die Türen des Hotels und des Casinos blieben verschlossen, hier endete die Neugierde zwangsweise.

 

Anne

 

Anne bezog wieder ihr altes Heim, Juana und sie waren heilfroh wieder in ihren eigenen Räumen zu sein. Sie besahen sich die Erweiterung, rochen den leichten Geruch von Farbe und Kleber. „Mit ein bisschen Dauerlüften kriegen wir das weg“, Anne lächelte Juana und den Dienerinnen zu. „Dann kann Margot auch einziehen, ich ruf sie gleich an.“ Juana nickte, sie ging langsam über den Flur und besah sich die Unterkünfte der Schülerinnen und den Unterrichtsraum. Margots Wohnung war noch unmöbliert aber eine komfortable Küche und ein voll eingerichtetes Bad warteten schon auf sie. „Ist schön hier, ich glaube es wird Margot gefallen“, Juana sprach mehr zu sich als zu Anne. Anne nickte, „ja wird es hoffentlich. Aber nun komm, wir packen den Rest aus“. Sie wandte sich an die Dienerinnen: „Ihr helft uns, dann macht bitte etwas zu Essen“. Die beiden verneigten sich und gingen. Anne zögerte einen Moment, dann wandte sie sich an Juana: „Sag mal, was weißt du über Cindy?“ Juana sah sie verblüfft an. „Nichts, woher denn auch?“ Anne nickte, sie schüttelte den Kopf und nahm Juana in den Arm. „Sorry, war eine dumme Frage. Ist auch egal.“ Sie strich Juana eine Strähne aus der Stirn und küsste sie. „So, nun auf ans Werk meine Schöne.“ Juana lächelte und ging langsam vor Anne ins Wohnzimmer. Sie wusste, dass Anne ihren Hüftschwung gerne sah und merkte, dass sie beobachtet wurde. Anfangs waren ihr diese intensiven Blicke peinlich, inzwischen genoss sie es wenn Anne sie so ansah. Sie blieb stehen und kniete nieder. Lächelnd sah sie zu Anne die nun vor ihr stand. Anne kniete sich zu ihr, begann Juana zu liebkosen. Willig öffnete Juana die Knöpfe ihrer Bluse, Anne schob den geschlitzten Rock beiseite. Sie nahm sich was ihr so willig dargeboten wurde, ihre Hände und ihren Mund bereiteten Juana Lust. Juana erwiderte dies, sie wurden ein Fleisch, gingen zusammen über die Brücke der Leidenschaft. Ermattet lagen sie nebeneinander, Juana schlief halb. Anne hielt sie im Arm, legte ihre Hand auf Juanas Stirn. Sie sah, dass alles gut war, sah Frieden und Erfüllung. Lächelnd nahm sie ein Kissen und legte es unter Juanas Kopf. Anne stand vorsichtig auf, betrachtete die liegende Schönheit zu ihren Füßen. Sie riss sich von dem Anblick los und ging hinaus. Als Juana erwachte fühlte sie sich frisch und munter. Lächelnd ordnete sie ihre derangierte Kleidung. Dann begann sie die Kartons zu leeren und die Regale zu füllen.

Nach dem Essen wollte Juana sich die Neubauten ansehen. Anne war einverstanden. Sie bat Juana sich umzuziehen und schlüpfte selbst in ein weißes Sommerkleid mit wadenlangem Rock. Es war weit geschnitten, ideal für das warme Wetter. Juana wählte für sich einen weißen Tennisrock und ein weißes Shirt. Dazu trug sie 12 cm Riemenpumps, die ihre langen Beine betonten. Sie drehte sich vor Anne und ließ den Rock etwas hochwippen. Anne lächelte, Juana trug keinen Slip. „Na dann sei mal vorsichtig beim Bücken“ lachte Anne. Juana knickste vor ihr und sagte: „ich bücke mich nur für dich.“ Sie kniete vor Anne und küsste ihr die Hand. Anne strich ihr über das Haar. „Ja ich weiß und ich weiß es hoch zu schätzen. Aber nun komm, die Sonne scheint und wir wollen uns mal das Ganze ansehen.“ Sie gingen hinaus, ein leichter warmer Wind umspielte angenehm Juanas Beine. Sie blieb stehen und wandte ihr Gesicht der Sonne zu. Anne nahm ihre Hand, sie gingen auf den frisch gepflasterten Weg.

Die Wege waren gut gefüllt, alle wollten sich den so lange gesperrten Teil der Anlage ansehen. Anne und Juana wurden oft gegrüßt, sie grüßten jedes Mal freundlich zurück. Leibeigene in Freizeitkleidung knicksten vor ihnen, ebenso solche in Uniform. Sie standen vor der Hotelfassade. Juana sah hinauf. „Ganz schön groß, ob das jemals ausgebucht sein wird?“ Sie sah Anne fragend an. „Du warum nicht, es gibt ja genug Nachfrage und Tim rührt ja schon die Werbetrommel. Ich denke mal er weiß was er tut.“ Sie kniff Juana leicht in die linke Pobacke. Juana zog zischend die Luft ein. Anne lachte laut. „Sehr praktisch dein Rock.“ Juana sah sie mit ihren großen dunklen Augen verlangend an. Anne nahm sie in den Arm und führte ihre Hand unter den kurzen Rock. „Du wolltest doch die Neubauten sehen, also komm jetzt nicht auf Ideen. Damit dir nicht zu langweilig ist werde ich meine Hand jetzt öfter unter deinen Rock stecken. Also benimm dich meine Schöne.“ Juana nickte und versprach sich nichts anmerken zu lassen. Sie gingen weiter, standen nun vor der spiegelnden Fassade des Casinos. „Da bin ich mal auf die Inneneinrichtung gespannt, Tim hat da wohl ziemlich aus dem Vollen geschöpft“, Anne sah das Spiegelglas hinauf. Auch Juana wandte den Blick nach oben. „Toll, ich finde es sehr hübsch.“ Anne grinste „Vielleicht sucht er ja noch eine Fensterputzerin? Ich werde ihn mal fragen.“ Juana zuckte zurück, dann merkte sie das Anne sie nur etwas ärgerte.

Sie gingen weiter auf dem neuen Weg zum Strand. Eine Promenade mit Bänken zum Verweilen und auch niedrigen Holzplanken auf denen Leibeigene knien konnten war hier entstanden. Der breite Weg ließ genug Raum für gemütliches Schlendern und Stehen. Tims Plan war es das sich hier eine Art Flaniermeile etablieren sollte. Anne führte Juana an der Strandseite des Weges entlang, sie hielt ihre Hand dabei unauffällig auf Juanas Scham. Juana stöhnte leicht auf. „Ruhig, du hast es versprochen“, Anne küsste Juana und begann nun ihre Scham sanft zu massieren. Juana wand sich leicht, öffnete die Lippen und hauchte „bitte“. „Aber gerne“, Anne flüsterte in Juanas Ohr. Sie hielt sie nun fest im Arm während sie weiter die rasierte Haut unter dem Rock streichelte. Ihr Finger fand einen Weg, vollendete ein Werk. Juana schrie auf, spitz, laut und unüberhörbar. Anne hielt die Keuchende fest im Arm, reizte sie weiter und küsste sie. Juana vergaß Ort und Raum, entrückte der Welt und den staunenden Augen der Anderen. Als sie wieder zu sich kam, wieder die Umarmung fühlte und Annes lächelndes Gesicht sah, errötete sie. „Lass uns hier bitte verschwinden, alle starren mich an“, sie flüsterte es mit gesenktem Blick. „Nein, du bleibst stehen Schöne. Sie sollen dich ruhig sehen.“ Anne hielt ihre Hand vor Juanas Mund, Juana leckte sie sauber. Dann gingen sie langsam weiter, gingen am Strand entlang. Der Wind spielte mit Juanas kurzem Rock und kühlte ihren heißen Körper.

Juana war heilfroh das ihnen zwei Frauen in eleganten Walking Gowns entgegen kamen. Die Schleppen der Kleider waren mit Schnüren gerafft so dass sie nicht auf dem Weg schleiften. Sunny und Cindy gingen dicht nebeneinander, sie hatten sich untergehakt. Cindy führte die noch arg unsichere Sunny. Sunny trug ein marineblaues Kleid mit weißen Applikationen, Cindy ein exaktes Gegenstück. Ihr weißes Kleid war blau geschmückt. Beide Kleider hatten reichen Rüschenbesatz. Als sie nahe bei Anne und Juana waren knicksten die beiden. Sunny war auch in diesem noch unsicher, Cindy hielt sie etwas fester so dass sie nicht strauchelte. Anne dankte ihnen und bat sie sich zu erheben. Sie sah, dass beide Frauen Knebel trugen. „Schön euch zu sehen. Sunny hast du dich schon etwas eingelebt?“ Sunny nickte eifrig. „Kleines Fräulein, ich erwarte das du mit mir sprichst. Also sei so gut und antworte“. Sunny versuchte es und brachte ein „ffaaa iiieeee aaeee“ heraus. Anne strich ihr über die Wange. „Siehst du, geht doch. Cindy, ich wollte dich ohnehin fragen ob du uns nicht bald wieder besuchen möchtest. Du bist natürlich auch herzlich Willkommen Sunny.“ Cindy knickste „eee eeennee iieee aaaeee“ , sie versuchte so artikuliert wie möglich zu sprechen. Anne fand Gefallen an dem Spiel, sie liebte es das vergebliche Mühen zu erleben. „Willst du auch kommen Sunny? Es gibt asiatisches Essen und gewiss werden wir einen sehr schönen Abend haben.“ Sunny nickte, „aaaa iieee aeeee!“ Anne lächelte, dann sagte sie: „Gut, ich werde alles weitere mit Tim besprechen. Ihr dürft nun gehen.“ Beide bedankten sich und knicksten. Anne sah ihnen nach, dann flüsterte sie Juana: „Du übernimmst Sunny, wenn sie bei uns sind“ zu. Juana nickte. Sie drehten kurz danach um und gingen wieder nach Hause. Juana duschte und zog sich um.

 

Norma und die Arbeiter

 

Ein paar Tage später rief Tim Elke zu sich. Sie kam zu ihm und knickste tief, dann kniete sie vor seinem Schreibtisch. „Schön, dass du so schnell kommen konntest Elke. Sag mal, wieviel Arbeiter haben wir im Moment?“ „Dreißig Master Tim“, Elke sah ihn interessiert an. Diese Information hätte Tim auch aus den Daten der Anlage ersehen können. „Gut, haben wir für alle Fesselhandschuhe und Ledermasken?“ Elke bejahte dies. „Noch besser. Pass auf: Ich will das alle Arbeiter in einer Stunde auf dem Platz hier vor dem Haus stehen. Alle in Ledermasken, nur die Augen sollen frei bleiben. Dazu Fesselhandschuhe und 15 cm Fußketten. Die Hände bleiben frei.“ Elke nickte und widerholte seine Anordnungen. Dann fragte sie: „Darf ich fragen warum sie das so wollen Master Tim?“ Tim lachte, dann sagte er: „Fragen darfst du immer, aber ich werde es jetzt nicht beantworten.“ Er griff zum Telefon und rief Maja an. „Maja, in einer Stunde ist Ausgangssperre für alle. Nur die Wachen am Zaun und Strand bleiben auf den Posten. Nee, wart mal, Doppelposten und gib ihnen allen Peitschen und Elektroschocker. Ansonsten alle in die Häuser. Ich sage Bescheid, wenn der Spuk vorbei ist“. Maja veranlasste alles Nötige, auch sie wunderte sich. Nachdem Elke gegangen war verließ Tim das Haus und ging zur Arztpraxis

. Norma hatte sich gut erholt. Sie lag in schwere Ketten gelegt auf dem Bett als Tim eintrat. Er sah, dass sie ohne ihre Maske war und legte sie ihr an. Nun lag eine nackte Marilyn Monroe vor ihm, eine die Spuren auf ihrem Körper hatte und auch etwas zu mager war. Tim kam sofort zur Sache: „Hör mir genau zu. Ich gebe dir jetzt einen Elektroschocker. Komm nicht auf die Idee damit mich oder sonst jemanden zu grillen. Ich habe hier“, er zog eine Spritze aus der Jackentasche, „ein Nervengift. Das werde ich dir jetzt injizieren. Ohne Gegenmittel bist du in zwei Tagen tot. Verstanden?“ Norma nickte, Tim setzte ihr die Spritze. „Ach ja, noch was: Kann ja sein das ich bluffe, so wie damals mit dem Plug. Wenn du Lust hast es auszuprobieren versuch zu fliehen. Die Wachen sind bereit und werden dich daran hindern. Verstanden?“ Norma nickte. Tim löste die Ketten und legte ihr eine Leine und ein Halsband an. Als sie stand kettet er eine schwere Fußkette mit 25 cm Kette an ihr fest. „So, komm mit“. Er zog sie aus der Praxis und führte sie zum Haus.

 

Nach einiger Zeit füllte sich der Platz mit den Arbeitern. Sie wurden von Wachen begleitet. Als alle vor ihm knieten nahm Tim Norma und stellte sie neben sich.

„Hört genau zu. Ich werde Norma gleich frei lassen. Wer sie einfängt und zu mir bringt bekommt seine Freiheit und ich werde alles tun damit er einen guten Start im Leben hat. Norma hat einen Elektroschocker, ich werde ihn auf höchste Stufe stellen. Wenn sie euch damit am Hals erwischt seid ihr tot. Wem das Risiko zu hoch ist, ich bin da keinem böse. Dann sollen die jetzt aufstehen“. Es erhoben sich zwei Arbeiter, Tim ließ sie in die Unterkunft bringen.“ „Gut, das ganze läuft über eine Stunde ab jetzt. Norma, ich werde dich jetzt ableinen. Du kriegst 5 Minuten Vorsprung. Ach ja: es sind noch 28 Arbeiter im Spiel. Du sollst während dieser Stunde möglichst viele kampfunfähig machen. Kommen alle 28 heil über die Stunde verpasse ich dir 280 Peitschenhiebe, natürlich verteilt auf mehrere Tage. Also sieh zu das sie weniger werden.“ Norma nickte. Tim löste die Leine.

Sie rannte so schnell es die Kette erlaubte über den Weg. Zur rechten sah sie ein Gebüsch. Es war zu nah beim Haus, sie brauchte einen Unterschlupf, der weiter entfernt war. Neben einem Neubau sah sie ein paar Planen, sie kroch darunter. Tim gab den Arbeitern das Signal zur Jagd, sie knicksten und schwärmten aus. Wie Norma es voraus gesehen hatte stürzten sich drei in das Gebüsch. Andere gingen weiter. Zwei von ihnen sahen die Planen. Sie gingen eilig darauf zu. Kurz vor Normas Versteck hieb einer dem anderen den Fesselhandschuh ins Gesicht, der Geschlagene stürzte zu Boden. Norma hatte dies beobachtet, sie sprang unter der Plane hervor und setzte den Elektroschocker an. Der Stromstoß streckte den Mann nieder, der zweite Stoß erledigte den bereits liegenden. Sie waren nicht tot, nur tief betäubt. Norma sah sich kurz um. Vor ihr verschwanden drei Arbeiter um eine Hausecke. Sie beschloss das Risiko einzugehen und eilte von der anderen Hausseite ihnen entgegen. Sie hörte die Ketten der drei und presste sich an die Wand. Mit drei schnellen Stößen streckte sie auch diese drei zu Boden. Sie schlich halb geduckt weiter, sah einen orangenen Zipfel eines Kleides. Norma ließ sich zu Boden fallen und robbte leise heran. Schnell hob sie das Kleid und richtete das Gerät auf den Oberschenkel des Mannes. Er sackte stöhnend zusammen.

Als sie sich wieder aufrichten wollte wurde ihr ein Knie in den Rücken gedrückt. Ein Arm schob sich vor ihren Hals, ihr Kopf wurde nach hinten gedrückt. Sie versuchte den Schocker anzusetzen, es war vergeblich. Norma schloss mit ihrem Leben ab. Dann ließ der Druck nach, sie sah wie sich zwei Arbeiter neben ihr am Boden wälzten. Schnell griff sie nach dem Schocker und setzte ihre Gegner außer Gefecht. Sie rang nach Luft und sah sich kurz um. Eine kleine Senke bot ihr Deckung, sie legte sich hinein. Wie viel Zeit bereits verstrichen war konnte sie nicht abschätzen, sie hoffte ein gut Teil der Stunde sei bereits vorbei. „Wenn das so weiter geht machen die mich platt“ dachte sie bei sich. Sie lag ruhig und versuchte zu Kräften zu kommen. Ihr Puls normalisierte sich, ihr Atem wurde flacher. Als sie aufstehen wollte sah sie den orangenen Saum eines Rockes dicht vor sich. Der Arbeiter stand, er war für sie eine leichte Beute. Sie schnellte hoch und setzte ihm den Schocker auf den Rücken. Er sackte zusammen. Norma zog ihn in die Senke, dann ging sie geduckt hinter ein paar Büschen weiter.

Sie stand etwas ratlos hinter einem Baum. Hinauf klettern konnte sie nicht, die Fußkette machte dies unmöglich. Hierbleiben wollte sie nicht, sie war von einer Seite gut zu sehen. Ihr Blick ging suchend über die leere Anlage, sie sah die Rückseite des Restaurants. Dort standen einige Tonnen und auch ein paar Kisten. Norma versteckte sich dahinter und wartete ab.

 

Einer der Arbeiter blieb auf dem Platz stehen während alle anderen schon die Jagd begannen. Er hatte sich eine simple Strategie zu Recht gelegt. Er wollte alleine Norma suchen, ihm war klar das jede Gruppe sich untereinander bekämpfen würde. Bevor er losging versuchte er sich zu orientieren. Die schwere Ledermaske hatte nur kleine Sehlöcher vor den Augen, sie waren nicht größer als ein Euro, überdies dämpfte das schwere Leder und die Polsterung alle Geräusche. Die Atmung wurde durch den eingearbeiteten Knebel erschwert, lediglich Luftlöcher vor der Nase blieben für die Luftzufuhr. Er stand und sah über den leeren Platz. „Hinterher laufen kann ich nicht“ dachte er bei sich. Er überlegte wohin er an Normas Stelle gehen würde. Irgendwo in Deckung, an einen relativ geschützten Ort. Er ging langsam den Weg entlang und drehte seinen Kopf von links nach rechts. Gerne hätte er die Maske abgenommen, aber sie war mit verschlossenen Riemen gesichert. Ebenso wie die Handschuhe an seinen Händen, auch sie konnte er nicht loswerden. Der Mann ging langsam weiter. Er sah wie zwei Arbeiter eilig Richtung Strand gingen, spontan beschloss er die andere Richtung zu nehmen. Während er weiter ging sah er zwei betäubte Arbeiter auf dem Weg liegen, er war sich nun sicher, dass er auf der richtigen Spur war. An einer Gabelung blieb er stehen, links ging es zum Restaurant, rechts weiter in die Anlage hinein. Ohne selbst zu wissen warum ging er nach links.

Er erinnerte sich das an der Gebäuderückseite Kisten aufgestapelt waren, oft genug hatte er das Restaurant beliefert. Vorsichtig ging er um die Ecke.

Norma kauerte in ihrem Versteck. Ihr war als hörte sie ein leises Klirren, das Geräusch einer Kette. Sie sah vorsichtig über die Kisten. Keine drei Meter entfernt stand der Mann, sie konnte jedes Detail seines Kleides und seiner Fesselung sehen. Er kam näher zu den Kisten, näherte sich Normas Versteck. Um besser sehen zu können hielt er den Kopf weit vorgestreckt. Ungeschickt versuchte er mit den Händen eine Kiste zur Seite zu schieben, er konnte sie nicht greifen. Norma sah diesen Moment als Chance. Sie sprang vor, die Kisten fielen. Wäre ihre Fußkette nicht gewesen hätte sie ihren Gegner mit dem Sprung erreicht. Die Kette verhakte sich an einer Kiste, Norma fiel unsanft nach vorne. Sie versuchte sich aufzurappeln. Der Mann nutzte seine Chance, er hieb ihr seinen Arm mit Kraft vor die Brust. Norma strauchelte und fiel. Der Mann sprang auf sie und drückte sie mit seinem Gewicht zu Boden. Sie tastete nach dem Schocker, er war ihr aus der Hand gefallen. Sie spürte wie ihr Gegner weiter nach oben rutschte, auf ihren Hals zu. Norma bekam Todesangst. Sie versuchte den Mann zu schlagen und zu beißen, all ihre Gegenwehr blieb ohne Erfolg. Er saß nun direkt auf ihrer Brust. So gut es ging raffte er seinen Rock zusammen und legte ihn auf Normas Gesicht. Dann rückte er weiter vor. Sein Einschluss presste nun den Stoff auf ihr Gesicht, die Beine des Mannes hielten ihren Kopf fest. Sie rang nach Luft, merkte wie ihr die Sinne schwanden. Der Kampf war zu Ende, Norma lag bewusstlos am Boden.

 

Der Mann schnaubte unter seiner Maske. Ihm war klar, dass er nun Norma möglichst schnell zum Haus schaffen musste. Sie war nicht sehr groß und schwer, es gelang ihm die Bewusstlose auf seine Arme zu nehmen. Er eilte über den Weg zum Haus. Zwei Männer sahen ihn und seine Beute, sie näherten sich ihm. Er gab sein letztes und erreichte vor ihnen den Platz. Norma fiel aus seinen Armen, er kniete vor Tim.

„Gut, du hast gewonnen und ich halte Wort.“ Tim nahm ihm die Maske und die Handschuhe ab. Er löste auch die Kette. „Geh rein und erhol dich, ich komme gleich nach. Denk dran: Du bist jetzt frei, also macht es keinen Sinn uns anzugreifen. Kapiert?“ Der Mann nickte und taumelte ins Haus. Selbst wenn er gewollt hätte, er war kaum in der Lage zu gehen und gewiss außer Stande jemanden zu attackieren. Tim sah auf Norma herab. Maja stand neben ihm. „Also ab zu Harald mit ihr, er soll sie wieder zusammenflicken“. Maja nickte. Sie winkte zwei Wachen zu sich die Norma vom Boden auflasen.

 

Tim ging ins Haus. Der Mann kniete direkt hinter der Tür. „Komm mal mit, knien brauchst du sowieso nicht mehr.“ Tim ging voraus ins Büro, dort nahm er sein Lesegerät und hielt es gegen den Chip des nun freien Arbeiters. Er sah, dass der Mann wegen diverser Einbrüche, Hehlerei und Checkbetrug seine Freiheit verloren hatte. Er hatte sich bereit erklärt als Arbeiter für sechs Jahre auf der Anlage zu leben, statt der normalen Gerichtsbarkeit überstellt zu werden. Von den sechs Jahren waren 2 um. Tim änderte den Status des Mannes auf „frei“ und sagte: „Den Chip kann dir Harald heute noch rausnehmen. Ganz andere Frage: Hast du schon eine Idee was du jetzt machen willst?“ Der Mann sah Tim an und schüttelte den Kopf. Tim lächelte, „dachte ich mir. Also pass auf, es gibt zwei Möglichkeiten. Die erste ist ich bringe dich in einer meiner Firmen unter, du erhältst natürlich normale Kleidung, ich helfe bei der Wohnungssuche und auch sonst so gut ich kann. Die zweite: Ich brauche hier Leute, Leute die zupacken und die mit der Anlage vertraut sind. Das heißt du bleibst hier, wirst Leibeigene und bekommst natürlich alle damit verbundenen Vergünstigungen.“ Der Mann sah ihn an und sagte: „Muss ich das jetzt entscheiden Master Tim?“ Tim schüttelte den Kopf. „Nö, ich gebe dir gerne zwei oder drei Tage Bedenkzeit. Du kannst hier in einem Gästezimmer bleiben, in der Arbeiterunterkunft hast du nichts mehr verloren. Bei Simone in der Boutique kannst du dir ein paar Sachen aussuchen. Ganz andere Frage. Willst ein Bier?“ Der Mann sah Tim perplex an. „Ja gerne, also vielen Dank. Das hat mir wirklich gefehlt“. Tim rief Sylvia zu sich. Sie kam herein und knickste. Neugierig sah sie den Arbeiter in seinem schmutzigen Kleid an. „Nu schau mal nicht so Süße, bring uns doch bitte zwei Bier.“ Sylvia knickste und kam mit den Bieren zurück. „Proft! Ich hoffe ef ift kalt genug.“ Sie wollte die Gläser füllen, Tim nahm die Flaschen vom Tablett. „Ist ok, wir trinken direkt aus der Buddel.“ Er gab dem Mann eine Flasche und sagte: „Ich heiße Tim, das weißt ja schon“. Der Mann stieß an und sagte: „Ich bin Jens.“ Er nippte genießend an seinem Bier, Tim trank seines zügig leer. Dann rief er Simone an. „Hör mal, ich schick dir gleich Sternchen mit einem Arbeiter. Zivilklamotten und so alles was er für ein paar Tage braucht, ok?“ Simone gab ein langgezogenes „mmmmm“ von sich, Tim wertete dies als Zeichen das sie verstanden hatte. Sternchen kam herein und begleitete den Arbeiter zu ihr. Er entschied sich nach reiflicher Überlegung auf der Anlage zu bleiben.

 

Die Bauarbeiten sind beendet

 

Die neuen Halsbänder

 

Einige Tage später hatte Tim eine Besprechung mit dem Maurer und dem Tischler. Alle Arbeiten waren beendet, es blieben nur noch kleine Korrekturen und Ausbesserungen. Tim lobte die beiden für die gute Arbeit und die zügige Erledigung. Die letzte Firma hatte nun auch die Anlage verlassen, sie waren wieder unter sich. Maja war auch bei der Besprechung dabei, ebenso Barbara. Tim stand auf und sagte:

„Wir haben hier noch ein kleines Problem. Ich denke mal hier wird bald ein munteres rein und raus stattfinden. Das kriegen die Torwachen nicht hin. Die können ja nicht ständig die Schranke rauf und runter drehen. Andererseits können wir aber auch nicht freie Gäste hier einsperren. Also muss etwas anderes her. Barbara, du erinnerst dich noch an die Halsringe?“ Barbara sah ihn an und seufzte. „Nehm ich mal als ja“, Tim grinste sie an. „Für alle anderen: Die Ringe werden über Kontakt aktiviert. Sie sind außen aus Stahl und haben innen aufblasbare Polster. Wenn nun jemand bei uns dem Zaun zu nahe kommt bläst sich das Polster auf.“ Maja sah Tim an, „dann wird der oder die stranguliert, Master Tim?“ Ihre Stimme klang angstvoll. „Nee Barbara und Sylvia leben ja auch noch. Die werden so eingestellt das sie nur die Luft abschneiden aber nicht völlig dicht machen.“ Er wandte sich nun an die beiden Männer: „Ihr schnappt euch zwei Arbeiter und legt auf den Zaun und am Strand Drähte aus, die werden dann diesen Kontakt auslösen. Maja, du sorgst für Bewachung.“ Die Männer und Maja nickten. „Wann kommen die Ringe?“ Barbara klang gleichmütig. „Gar nicht, die sind schon hier.“ Tim lachte als er ihr verblüfftes Gesicht sah. „Wir müssen sie nur noch anpassen. Maja, ich will alle Leibeigenen heute Nachmittag in der Turnhalle haben. Die Arbeiter kriegen dann ihre Halsbänder in der Unterkunft.“ Maja nickte, sie versprach, dass alle um vier in der Halle sein werden. Tim ordnete an das bei allen die Handringe mit einem Schloss hinten zusammengeschlossen werden sollten und sie ihre Haare hochstecken sollten. Maja versprach, dass auch dies geschehen wird.

 

Um viertel vor vier standen die Frauen in der Halle. Auch Sunny war bei ihnen. Tim sah sie erstaunt an. „Du bist ja noch auf Probe hier, da kannst du auch gerne hierbleiben.“ Sunny sah ihn an. „Ist jetzt vielleicht der falsche Moment aber bitte ich will bleiben.“ Tim war einen Moment verblüfft. „Na dann komm mal mit ins Büro“. Er nahm Ringe für die Hand- und Fußgelenke heraus und legte sie ihr an. Dann schloss er eine 20er Kette zwischen die Fußringe. Sie knickste und ging wieder zu den anderen. Tim sagte den Frauen das sie zur Halle gehen sollten. Er ging in einen Seitenraum und nahm mehrere Kartons, die er zum Rolls trug. Dann fuhr er den Frauen hinterher zur Halle. Er parkte an der Seite und trug die Kartons hinein, eine Miniflex hatte er ebenfalls dabei. Er stellte die Kartons auf einen Tisch, vor den Tisch positionierte Tim einen kleinen Kasten wie er zum Hindernislauf verwendet wurde.

 

Harald war bereits eingetroffen. Er begrüßte Tim. Dann sah er Tim ernst an und fragte: „Sag mal, willst du Norma eigentlich auf Raten umbringen? Sie war grade wieder fast fit, nun hat sie zwei gebrochene Rippen, eine angebrochene Nase und diverse Prellungen.“ Tim sah ihn ernst an, dann sagte er: „Lass mal, sie will es so.“ Harald schüttelte den Kopf und schwieg.

 

Tim ließ nun die Leibeigenen ein. Sie stellten sich in einer Reihe an der Wand entlang auf. Als alle knieten sagte Tim: „So, ihr bekommt jetzt neue Halsringe. Die Ringe haben eine Funktion. Wer dem Zaun zu nahe kommt wird merken, dass sie sich verengen. Das kann auch mit den Lesegeräten ausgelöst werden“. Die Leibeigenen sahen sich an und begannen zu tuscheln. Tim klatschte in die Hände und bat um Ruhe. „Wir fangen mit Sylvia und Barbara an, dann könnt ihr sehen das das alles ganz harmlos ist. Kommt mal her ihr beiden.“ Sie gingen zu Tim, Barbara kniete sich als erste auf den Kasten. Harald trat vor sie und hielt ihren Kopf fest. Tim drehte ihren Halsring bis er eine feine Naht fand. Er setzte hier die Flex an, dann gegenüber liegend noch einmal. Der Ring fiel in zwei Teilen zu Boden. Tim legte nun die beiden Teile auf den Tisch, er maß mit einem Zollstock den Durchmesser und griff in einen Karton. Zunächst legte er Barbara den neuen Ring nur lose um und prüfte ob er zu fest oder zu lose sei. Er schob ihn etwas zusammen und prüfte erneut. Der Ring lag dicht an ohne zu drücken. Tim drückte ihn nun mit Kraft zusammen, ein lautes Klicken war zu hören. Der Ring saß fest und konnte nur noch mit Werkzeug entfernt werden. Er half Barbara beim Aufstehen und ersetzte nun Sylvias Ring. Danach knieten die beiden sich wieder hin. Eine nach der anderen erhielten alle 120 Leibeigenen neue Ringe. Bei den letzten begannen Tims Finger zu schmerzen, Harald und er tauschten die Plätze.

Nachdem alle Ringe getauscht waren sagte Tim: „Ihr werdet bis morgen die Hände auf dem Rücken behalten. Das erleichtert euch die Gewöhnung an die neuen Ringe. Zum Umkleiden für die Nacht kommen Harald und ich nachher rüber. So, jetzt noch eine kleine Demo wie die Ringe wirken“. Tim gab eine 1 und eine 9 in sein Lesegerät ein. Er drückte auf die + Taste. Alle Ringe verengten sich, die Polster in den Ringen bliesen sich schnell auf. Einige der Leibeigenen begannen zu wimmern. Tim drückte auf -, die Polster wurden wieder luftleer. „Also ihr wisst jetzt was geschieht. Für heute ist arbeitsfrei, ihr könnt ja sowieso nichts machen.“ Die Leibeigenen erhoben sich, knicksten und gingen hinaus. Harald half Tim den Tisch und den Kasten wegzustellen und die überzähligen Ringe mit den leeren Kartons zu verstauen. Dann verabschiedete er sich kurz angebunden und ging. Tim sah im nach, er wusste das Harald wütend auf ihn war. Die leeren Kartons und die übrigen Halsbänder legte er in den Kofferraum, dann fuhr er langsam zum Haus.

Statt hinein zu gehen ging Tim außen um das Gebäude und durch den verwilderten Garten. Er setzte sich an den Strand und sah aufs Meer. Es war weniger Haralds Wut auf ihn sondern der Gedanke das Harald Recht haben könnte der ihm zusetzte. Begann er sich zu verändern? Ihm fiel der Satz ein „wenn du einen Menschen erkennen willst gib ihm Macht“. Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut, auch das kam ihm in den Sinn. Er saß lange da, ging mit sich selbst zu Gericht und fand doch kein Urteil. Langsam stand er auf, sah aufs Meer und seufzte. Tim beschloss zu Norma zu gehen, mit ihr zu reden. Als er die Praxis betrat traf er nur Harald und Norma an. Yvonne war nicht an ihrem Platz an der Rezeption. Harald sah kurz auf und zeigte auf den Flur. Tim nickte, Harald schloss die Tür. „So, nun in Langform: Wenn du so weiter machst hat sie bald keinen heilen Knochen mehr. Sag mal, was ist mit dir los?“ Harald sah Tim direkt ins Gesicht. „Klar gesagt: Norma bat mich darum als Buße den Arbeitern übergeben zu werden. Also mach mich nicht für alles verantwortlich, sie will es so.“ Tim sprach leise, aber bestimmt, er wollte sich nicht anklagen lassen. „Na toll, nur weil sie das will… Du bist doch sonst nicht so wild darauf allen jeden Gefallen zu tun. Also sei mal ehrlich zu dir selbst: Du willst es, da kommt dir ihre Bitte grade Recht. Ob das für sie gut ist oder nicht ist dann wohl egal?!“ Harald fauchte Tim an, er war Arzt und er war um Norma zutiefst besorgt. „Tim, ich verstehe das du immer noch Wut gegen Norma hast, aber ich verstehe nicht dass du diese Wut nicht zügeln kannst. Du weißt, dass wir uns auch gegen uns selbst behauten müssen. Sonst siehst du irgendwann ein Monster im Spiegel. Wenn du das nicht in den Griff kriegst dann schaff sie weg bevor du etwas tust das dich ein Leben lang verfolgt.“ Harald nahm Tims Arm und sah ihm fest in die Augen: „Ich meine es gut mit dir Tim, wir sind Freunde und Freunde dürfen sich alles sagen.“ Tim nickte und schwieg. Dann sagte er: „OK, mach einen Vorschlag.“ Harald seufzte erleichtert. „Ich schlage vor wir bringen Norma zu Doreen zurück. Sie ist transportfähig und kann jederzeit reisen.“ Tim gab sich einen Ruck. „Einverstanden, dann so schnell wie möglich. Kannst du das organisieren?“ Harald lächelte. „Klar, ich schaffe sie noch heute weg.“ Tim dankte ihm, als er fast durch die Tür war drehte er sich nochmals um. „Danke auch fürs Kopf waschen.“ Harald nickte und winkte ihm zu. Norma wurde kurz darauf in den Geländewagen gelegt und zu Doreen gebracht.

 

Die Nähstube und neue Kleider

 

Über der Boutique entstand ein gut ausgestattetes Nähatelier. Eine breite Treppe führte hinauf in Sunnys Reich. Tim hatte an der Ausstattung nicht gespart, zwei hochmoderne Nähmaschine, Regale gefüllt mit allerlei Stoffen und Utensilien und auch eine kleine Sitzecke mit zwei Stühlen und bequemen Kissen sowie mehrere Spiegel ließen keine Wünsche offen. Noch war Sunny alleine in ihrem neuen Reich aber sie sollte eine Assistentin bekommen. Auch hier hatte Tim schon alles in die Wege geleitet, unter den Leibeigenen wurden drei gesucht die in der Boutique und der Nähstube mitarbeiten sollten.

 

Sunny stand vor den Regalen. Sie konnte es noch immer nicht richtig fassen dass nun hier ihr Traum von einem eigenen Nähatelier wahr wurde. Mit geübtem Blick sah sie die Ballen von Stoff an und auch die Kartons mit den diversen Spitzen, Knöpfen und anderem. Tim hatte Wort gehalten, diese Ausstattung ließ keine Wünsche offen. Vor einer Woche hatte er ihr die noch leeren Räume gezeigt. Dann bat er sie eine Liste mit allem zu erstellen was sie braucht. Sie wollte nicht unbescheiden sein und beließ es bei dem Notwendigsten. Barbara sah die Liste, lachte und meinte zu ihr: „Komm, das ist wie Weihnachten. Wünsch dir was und Tim kann dann ja streichen was ihm zu viel ist“. Sunny erweiterte die Liste. Statt zu streichen überflog Tim das was sie geschrieben hatte und bat Barbara alles zu ordern. Sunny knickst und dankte ihm. Dann umarmte sie ihn und sagte: „Vielen Dank, ich freu mich schon darauf dann hier bald loslegen zu können.“ Tim lächelte, „ja wirst du und sei sicher es gibt genug zu tun.“

 

Sie hörte Schritte auf der Treppe, Simone kam zu ihr. Sie trug einen dunkelblauen Volantrock und eine schlichte weiße Bluse. Sunny raffte ihre Röcke und drehte sich um. Für sie war es noch immer ungewohnt sich in diesen Bergen von Stoff zu bewegen, aber es ging jeden Tag besser. Simone sah sie an und zeigte auf die Uhr. Sunny nickte. Beide waren geknebelt, sie verstanden sich auch ohne zu sprechen. Vorsichtig ging Sunny hinter Simone die Treppe hinunter, sie setzte einen Schritt nach dem nächsten und hielt den Reifrock seitlich fest. Die beiden Frauen gingen zu Tim. Im Haus begrüßte Sylvia sie mit einer herzlichen Umarmung. „Follt ihr etwaf trinken? Ich habe Kaffee.“ Simone schüttelte den Kopf und zeigte auf ihren Knebel. Sylvia lachte, „na dann vielleicht nachher oder fo. Du Funny, willft du etwaf?“ Sunny verneinte ebenso. Sylvia zeigte auf die Tür zum Wohnzimmer. „Dann geht fonmal rein, ich komm gleich.“ Sie betraten den Raum und knicksten tief. Tim stand am Fenster und rauchte, Barbara und Sternchen hatten es sich schon auf Kissen bequem gemacht. Sternchen deutete auf zwei Kissen. „Setzt euch doch, wir können dann gleich loslegen.“

 

Sylvia hatte ihre Schürze abgenommen, sie kam rechtzeitig, um Sunny beim Knien behilflich zu sein. Geschickt hob sie die Röcke etwas an, Sunny kniete sich auf das Kissen und Sylvia ordnete nun die Volants und das Bustle. Sunny dankte ihr stumm. Tim nahm sich einen Stuhl und setzte sich.

„Ich habe mir etwas überlegt. Wir werden hier mehr Gäste haben und die Anlage hat sich ja auch deutlich vergrößert. Also möchte ich dass wir verschiedene Gruppen bilden. Das heißt ich will diese Gruppen auch klar erkennbar haben. Wir brauchen für Verwaltung, Technik und auch sonst Uniformen. Das Einheitsblau ist mir da zu unübersichtlich. Die Wachen kriegen ja schon die neuen Sachen, die werden dann hier als Southern Belles Patrouille gehen. Sunny, Simone, ich möchte vor allem von euch Vorschläge.“ Die beiden sahen sich an, dann nahmen sie die Knebel ab. Sylvia stand auf und brachte ihnen nun doch eine Tasse Kaffee. Sie stellte eine Kanne auf den Tisch. Tim dankte ihr. Dann sah er aufmunternd in die Runde. „So ein paar Ideen habe ich auch. Also fang ich denn mal an.“

 

„Für die Verwaltung würde ich gerne schwarze Fesselröcke und weiße Blusen einführen. Die Röcke sollten dann auf Maß gearbeitet sind. Sunny, was sagst du dazu?“ Sunny überlegte kurz, dann sagte sie: „Ja das ist kein Problem, ein Rock ist ja nicht so kompliziert. Wir können die selber anfertigen. Nur, wenn ich das sagen darf, so Rock und Bluse ist doch irgendwie ein bisschen naja, hmm, langweilig. Darf ich etwas vorschlagen?“ Tim nickte, „klar, deswegen wollte ich ja das du hier bist.“ Sunny bat um einen Block und einen Stift. Schnell skizzierte sie eine Silhouette. Eine schlichte weiße Bluse, dazu ein enger Rock der unterhalb der Knie weite Volants hatte. „Das sieht dann nicht so sehr nach Matronenlook aus. Außerdem schwingen die Volants dann bei jedem Schritt.“ Alle waren von der Idee begeistert. OK, Sunny du kriegst das nötige Material. Was nimmt man da am besten?“ Sie überlegte kurz. „Am besten einen Unterrock oder ein Unterkleid aus festem Stoff, ich such da was raus. Den Rock in Stretch, dann liegt er gut an und die Volants aus Tüll. Den obersten der die anderen überdeckt können wir dann auch in Stretch halten oder besser noch aus etwas glattem Stoff.“ Tim nickte erneut, dann gab er ihr freie Hand. „Simone, du besorgst die Blusen dazu.“ Simone notierte es sich. Dann fragte sie: Sollen da Namen ran? Das wäre doch nett. Wir könnten die Namen einsticken, das kann schnell gemacht werden.“ Tim gefiel die Idee sehr. „Sag mal, kann man das auf allen Sachen machen?“ Er sah Sunny an. „Ja im Prinzip schon, wir brauchen dann nur reichlich Faden und Stickvorlagen. Die kann ich am Computer erstellen und in die Maschine eingeben. Verschiedene Schriftarten und auch Größen sind da möglich.“ Tim überlegte kurz. Barbara meinte: „Das soll lesbar sein, also ich denke so 2 Zentimeter und keine Schnörkelschrift.“ Alle waren damit einverstanden, Sunny versprach bis zum Abend ein paar Vorschläge zu schicken. „Für die Kleider kann es besser sein das auf Aufnäher zu sticken, da muss ich mal sehen.“ Sylvia nickte ihr zu. „Ich helf gerne dabei, alfo fo mit fticken und fo.“ Sunny nahm das Angebot dankend an.

Tim kam nun zur nächsten Gruppe. „Hier wird es ja auch immer was zu reparieren und umzubauen geben. Ich hab da schon mit dem Maurer und dem Tischler gesprochen. Sie werden mit ein paar Leibeigenen und wenn nötig Arbeitern das selbst organisieren, so als Hausmeisterteam. Die brauchen robuste Sachen, habt ihr da Vorschläge?“ Die Frauen dachten einen Augenblick nach. Sunny hob die Hand, Tim nickte ihr aufmunternd zu. „Vielleicht dunklen Jeansstoff für die Röcke, die in wadenlang. Das ginge auch als Kleid, dann mit Taschen in den Röcken und das ganze so ein bisschen im Western-Style?“ Sie nahm wieder den Block und zeichnete schnell etwas auf. „Du kannst wirklich gut zeichnen“, Barbara war ehrlich erstaunt. „Danke sehr, ist ein Hobby von mir. Das war auch bei der Schneiderlehre ganz hilfreich.“ Tim besah sich die Skizze, sie gefiel ihm gut.

 

Als nächstes sprachen sie über die Leibeigenen, die im Hotel und im Casino arbeiten sollten. Zwar würden die Zimmermädchen im Hotel überwiegend von Margots Schule gestellt werden aber für die Rezeption und das Restaurant sollten Leibeigene eingesetzt werden. Nach kurzer Überlegung beschlossen sie das in beiden Häusern eine Uniform getragen werden sollte die ähnlich wie Cindys Kleidung gehalten war. Weiße Rüschenblusen und lange schwarze Samtröcke mit Schleppe und Bustle wurden beschlossen.

Nach einer kurzen Pause in der Tim eine Zigarette rauchte während Sylvia frischen Kaffee holte setzten sie die Besprechung fort. „Ich will das Transportsystem ändern. Wir haben ja bis jetzt alles auf Abruf, da will ich feste Linien wie beim Bus. Außerdem sollen nicht nur Sachen, sondern auch Leute mitfahren. Meine Idee: sechs Arbeiter ziehen einen Wagen, eine Leibeigene lenkt und überwacht das rein und raus. Für die Arbeiter will ich auch was anderes als die orangen Kleider. Habt ihr Vorschläge?“ Sylvia meldete sich zu Wort. „Vielleicht fo Fportfachen, alfo fo wie für Tennif oder fo.“ Barbara stimmte der Idee zu. „Kurze Tennisröcke und dazu dann weiße Blusen. Für die Lenker dann einen knielangen weiten Rock oder ein Kleid in hellen Farben.“ Sunny schlug weiße Kostüme vor, die Idee wurde von allen begeistert aufgenommen. Statt weiter Röcke sollten die Lenkerinnen grade geschnitten Röcke trage, die über das Knie gingen und hinten eine Ausstellfalte hatten.

Tim ergriff wieder das Wort. „So, jetzt noch eines und da brauch ich wirklich dein Fachwissen Sunny. Ist eigentlich auch weniger mein Ding als das von Anne und Margot aber die können heute nicht hier sein. Die Zimmermädchen sollen ja alle blaue Kittelkleider trage, die in der Taille enger sind. Anne und Margot wollen für die ein Hosen Korselett, das für die männlichen aufgepolstert wird. Das soll abschließbar sein, vorne fest damit sie keine Dummheiten machen und mit Platz für eine Windel. Meinst du sowas kriegst du hin Sunny?“ Sunny überlegte kurz. „Ja ich denke schon, die Korseletts können wir fertig kaufen und dann aufpolstern. Da kann dann auch vorne eine Platte oder sowas rein. Ich denk mal stabiler Stoff, am besten wohl dasselbe Elastik aus dem Korseletts sind wäre das Beste. Dann formt das gleich noch ein bisschen. Die Kleider sind kein Problem, da kann ich auch was von der Stange etwas ändern. Wir nehmen die eine Nummer zu groß und ich mach die dann enger.“ Tim war hocherfreut über Sunnys Elan.

 

Zufrieden sah er in die Runde, dann stand er auf und holte einen Laptop. „So ihr beiden, hier habt ihr alle Leibeigenen die Nähen können.“ Lächelnd fügte er „naja fast alle, Sylvia ist nicht dabei“, hinzu. „Sucht euch drei oder vier aus die ihr in eurem Laden haben wollt. Simone sah Tim verblüfft an. „So einfach jetzt von den Bildern oder wie Master Tim?“ Tim schüttelte den Kopf. „Nö, die warten drüben auf euch. Lass mal hier den Master weg Simone.“ Sie nickte und fragte dann: „Wie soll das denn gehen, ich mein wie sollen wir die aussuchen?“ „Ganz einfach, wir gehen jetzt rüber und ihr seht sie euch an. Dann sagt ihr mir wen ihr haben wollt. Von mir aus können wir jetzt gleich losgehen.“ Die Frauen waren einverstanden. Sie verabschiedeten sich von Barbara, Sylvia und Sternchen. Danach führte Tim sie zu den Leibeigenen. Es waren 12 die in die engere Wahl kamen. Alle trugen selbst geschneiderte Freizeitkleider und stellten sich nach dem Knicks nebeneinander auf. Sunny begutachtete zunächst die Qualität der Näharbeit, dann stellten sie und Simone ein paar Fragen an die 12. Am Ende blieben vier übrig die am nächsten Tag anfangen sollten. „Ihr tragt bitte Freizeitkleider, dann ist das ein bisschen mehr so privat, ok? Ich will euch auch als Models für die Sachen haben sobald da was fertig ist.“ Tim war schon fast aus der Tür als er das sagte.

Sunny und ihre Helferinnen machten sich ans Werk, es dauerte nicht lange und die Kleidung war angefertigt. Die Rahmen, Sitze, Räder und Achsen für die Transportkarren ließ Tim anliefern, der Tischler baute sie mit Hilfe des Technikteams zusammen. Es wurden Lenkerinnen ausgewählt und geschult, bald konnten sie mit den Wagen problemlos umgehen. Barbara erstellte einen Fahrplan, sie setzte Laptops in die Fahrzeuge so dass die Lenkerinnen jederzeit sehen konnten ob sie im Plan sind und auch ob sie etwas abliefern oder abholen sollten. Nach ein paar Tagen funktionierte auch dies reibungslos. Alle waren zufrieden, die Anlage konnte nun offiziell wiedereröffnet werden.

 

Der Betrieb beginnt.

 

Margot und Anne sahen die Bewerbungen für die Dienstmädchenschule durch. Sie hatten nicht mit so großer Resonanz gerechnet, es war ein hoher Stapel Briefe. Anne hätte es lieber online gehabt, aber Margot bestand auf dieser altmodischen Art. Sie verblieben so das nach einem kurzen Mailwechsel eine Bewerbung in Papierform angefordert wurde, diese sollte Lebenslauf, vorhandene Vorkenntnisse und natürlich auch etwas Persönliches enthalten. Sie wählten gemeinsam 20 Bewerber aus, die alle für einen Monat bleiben wollten. Besonders interessant war das Schreiben einer jungen Transsexuellen, die eine Ausbildung im Hotelfach suchte. Auch sie wurde eingeladen.

 

Barbara saß vor dem PC und sortierte die Mails der Interessenten für einen Urlaub auf der Anlage durch. Sie sah nicht einmal auf als Sylvia eintrat. Sylvia trat zu ihr und gab ihr einen sanften Kuss aufs Haar. Barbara sah hoch und zog sie zu sich herunter. „Süße, schön dass du zu mir kommst. Bei all den Spinnern werd ich noch irre.“ Barbara klang müde. „Aber da find doch auch gute bei, oder?“ Sylvia versuchte Barbara aufzuheitern. „Ja sind es und es heißt ja auch der Wurm soll dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.“ Sylvia lachte. „Na dann haft du jetft beftimmt einen ganfen Teich voll Fiffe.“ Barbara nickte. Sie öffnete die nächste Mail und begann sie zu überfliegen. Leise sagte sie „das ist mal interessant.“ Sylvia sah neugierig auf die Mail.

 

„Guten Tag Herr Tim,

 

bevor ich zu meinem Anliegen komme erlaube ich mir Ihnen kurz etwas über meine Familie zu erzählen. Wir besitzen gemeinsam ein mittelständisches Unternehmen, wir sind mein Mann, meine Tochter und mein Schwiegersohn. Aufgrund einer Erkrankung ist mein Mann seit einiger Zeit nicht mehr in der Lage dem Tagesgeschäft die nötige Aufmerksamkeit zu widmen, dies obliegt seither mir. Meine Tochter zog es bis jetzt vor dem süßen Nichtstun zu frönen so das die Arbeit an meinem Schwiegersohn und mir blieb. Sie ließ sich von unserem Personal bedienen, verbrachte den Tag mit Einkaufen, Freunden und anderen Annehmlichkeiten. Anlässlich einer Fahrt zu einem ortsbekannten Club verursachte sie einen Unfall mit Fahrerflucht. Wir haben dies mittlerweile geregelt, es ist auch nicht der Grund meines Schreibens. Wir hielten nach diesem Ereignis Familienrat und beschlossen einvernehmlich das unsere Tochter gemeinsam mit meinem Mann die Stelle der ausscheidenden Dienstboten übernehmen werden.

Meine Frage an Sie ist nun die: Können sie die beiden in einem Zeitraum von 4 bis 6 Monaten zu Dienstboten, besser noch Frauen, der viktorianischen Epoche formen?

Für eine Antwort danke ich Ihnen im Voraus.

Herzliche Grüße, Ihre Johanna Schweedt.“

 

 

Barbara sah Sylvia an. „Na Süße was meinst du? Können wir?“ Sylvia überlegte, dann sagte sie: „Alfo fo wenn Miss Margot da mitmacht beftimmt.“ „Ja, das dachte ich auch. Ich werde die Mail Tim zeigen, wenn er wieder hier ist.“ Sie sahen sich gemeinsam noch einige weitere Mails an. Barbara schickte eine nett formulierte Absage an mehrere Absender, die übrigen Mails würde sie Tim vorlegen.

 

Neues Personal

 

Tim war direkt nach dem Frühstück aufgebrochen. Mit gemischten Gefühlen fuhr er die Landstraße entlang. Sein Unbehagen basierte nicht darauf das er den Rolls fuhr obwohl im der Jag deutlich lieber gewesen wäre. Er war auf dem Weg zu Doreen, dies bedeutete auch dass er Norma sehen würde und vielleicht auch das Doreen ihn zur Rede stellen würde. Er zündete sich eine Zigarette an und ließ die Scheibe herunter. Doreen hatte ihm einige Bilder von Neuns Schwester und deren Freundin gemailt. Die beiden waren überaus attraktiv, die beigefügten Zeugnisse belegten das sie auch qualifiziert waren. „Die sind ihr Geld wert“ dachte Tim sofort als er die Unterlagen durchsah. Nun war er gespannt darauf sie in Natura zu begutachten. Er fuhr zügig aber diszipliniert, die Landschaft glitt an ihm vorbei. Bald erreichte er die Stadt. Wie immer verursachte der Rolls ein gewisses Aufsehen, wie immer hoben Passanten die Hand zum Gruß. Das Andenken an seine Eltern war noch nicht erloschen, Tim freute es. Obwohl er mit vielem gebrochen hatte, in vielem anders war als sie, hielt er seine Eltern in Ehren. Er erreichte die Villa, fuhr durch das Tor und hielt vor dem Haus.

Noch bevor er die Klingel drückte öffnete Doreen ihm die Tür. Sie umarmten sich kurz zur Begrüßung dann gingen sie hinein. In der Halle blieb Doreen stehen und sah Tim ernst an. „Sag mal, soll ich jetzt Halali blasen, oder was?“ Tim seufzte, Doreen kam also sofort auf den Punkt. „Nee, sollst du nicht, aber vergiss nicht das Norma das so wollte.“ Er trat einen Schritt zurück und verschränkte die Arme. Doreen verstand seine Körpersprache, sie wollte das Thema auch nicht beliebig aufwühlen. „Tim, klar gesagt: es war gut das du Norma zu mir zurückgeschickt hast. Sie hat ihre Lektion gelernt. Ich denke mal du auch, oder?“ Tim nickte, ja auch er hatte etwas gelernt.

Doreen lachte, „ich weiß ja das du nicht herkommen bist um angemault zu werden. Wenn du deine Neugierde noch einen Moment zügeln kannst will ich dir einen Vorschlag unterbreiten bevor du Vero und Tanja begutachtest.“ Tim runzelte die Stirn. Er nickte und ging mit Doreen in ihr Büro. Norma brachte ihnen einen Kaffee. Sie kam nur kurz herein, knickste und stellte das Tablett ab. Tim beachtete sie nicht weiter.

 

Doreen nahm einen Schluck Kaffee. „Du willst doch bei dir so ein Nobel-Casino aufmachen, oder?“ Tim nickte, „yepp, das ist ja kein Geheimnis.“ „Dir fehlt es noch an Croupiers, stimmts?“ Doreen lümmelte in ihrem Sessel. „Auch keine Neuigkeit“, Tim klang etwas gereizt.“ „Nun komm mal runter von der Palme, ich habe genau das was du suchst. Neun würde gerne mit ihrer Schwester zusammenbleiben und auch 14 mitnehmen. Die beiden sind verliebt.“ Tim beugte sich vor, ihm war klar das Doreen bestimmt nicht nur aus uneigennützigen Motiven heraus handelte. „Aha, und was würde mich diese Familienzusammenführung kosten?“ Doreen wurde ernst. „Ich will vier Leibeigene von dir, schließlich serviere ich dir zwei meiner besten Mädchen. Bio-Frauen oder sehr feminine TS. Freie Auswahl natürlich.“ Tim überlegte kurz. „Nee, kommt nicht in Frage. Vier ist ok aber Auswahl nur unter denen die zu dir wollen. Sonst wird das nichts und wenn die nicht zu dir wollen hast du sowieso nur Ärger mit denen. Also entweder so oder gar nicht.“ Doreen bot Tim eine Zigarette an. Sie rauchten, Doreen dachte nach. Dann streckte sie die Hand aus, Tim schlug ein. „So, dann sollen dir 9 und 14 mal zeigen wie gut sie sind.“

 

Die beiden Frauen saßen im großen Raum und sahen sich einen Film an. Sie waren geknebelt wie alle anderen und trugen hohe Schuhe. Als Tim den Raum betrat standen alle Frauen auf und knicksten. Doreen rief 9 und 14, sie befahl ihnen in das Spielzimmer zu gehen. Sie gingen zu viert an einen Kartentisch, 9 setzte sich auf die Seite der Bank. Doreen nickte ihr zu.

 

„So, dann zeig uns mal ein paar Tricks.“ Tim sah 9 aufmunternd an. Er hatte sie schon oft geben gesehen und wusste das sie dies sehr gut konnte. Mit einer eleganten Bewegung nahm 9 zwei versiegelte Kartenspiele aus einem kleinen Kästchen an der Tischseite. Sie legte die beiden Blätter auf den Schlitten und schob ihn Tim zu. Er begutachtete die Spiele, die Siegel waren unversehrt.

9 nahm das erste Spiel an sich. Geschickt schlitzte sie die Banderole mit dem Nagel des Ringfingers der rechten Hand auf. Das Blatt wurde aufgefächert. Doreen nahm ein paar Jetons aus einem Fach und gab sie Tim. „Sonst ist es zu langweilig. Wir rechnen nachher ab.“ Sie grinste Tim an, er verstand und nickte. Ein 20er Jeton wurde auf den Tisch gelegt, 9 verdeckte die Karten indem sie sie mit einer fließenden Bewegung umdrehte. Ihre perfekt manikürte Hand glitt sanft über die Rückseite der Karten. Tim zog blind und hatte eine Karo 7. Dann zog 9, sie ließ ihre Karte verdeckt auf dem Tisch. Tim nahm eine zweite Karte, eine 10. 17 war zwar nicht viel, aber er ließ es dabei bewenden. 9 nahm die zweite Karte und deckte auf. Es lagen die beiden schwarzen Asse vor ihr, Black Jack. Tim lachte „damit hatte ich schon fast gerechnet“. Er schob ihr den Jeton zu, sie nickte und legte in beiseite. Das Blatt wurde von ihr mit einer Hand neu gemischt. Wieder ließ sie Tim die erste Wahl. Er hatte einen König. 9 zog die oberste Karte zu sich. Tim hatte diesmal mehr Glück, eine Dame gesellte sich zum König. 20 Augen, an sich ein gutes Ergebnis. 9 nahm die unterste Karte. Es überraschte Tim nicht, dass sie wieder das höchste Blatt hatte.

„Du bist gut, meine Hochachtung. Ich bin sicher du hast auch die nächsten Male den Black Jack.“ 9 gab ein leises Schnurren von sich, sie nickte und ihre dunkelbraunen Augen funkelten belustigt. Sie fächerte das Blatt wieder auf, zeigte es Tim. Dann schob sie es zusammen, mischte wieder mit der rechten Hand indem sie den Stapel halbierte und die Ecken ineinander gleiten ließ. Mit einer eleganten Bewegung zog sie die beiden schwarzen Asse aus dem Stapel. Tim pfiff anerkennend durch die Zähne.

 

Neun und Vierzehn tauschten die Plätze. Neun kniete sich etwas abseits auf den Boden, Vierzehn mischte nun das Blatt erneut. „Wie wäre es mit Poker?“ fragte Tim. 14 nickte. Sie gab in amerikanischer Reihenfolge, 2-1-2. Tim sah kurz auf sein Blatt. Er hatte vier Asse und eine sieben. „Du willst dich wohl bei mir einschmeicheln?“ fragte er lächelnd. Vierzehn sah ihm mit ihren eisblauen Augen an. Ihre blonden Haare umschmeichelten ihr Gesicht. Sie wurde rot und nickte verlegen. Tim strich ihr über das Haar. „Ist ok, mach einfach weiter.“ Die Frau senkte den Blick, nahm die Karten auf und mischte erneut. Auch sie benutzte nur die rechte Hand. Schnell legte sie die fünf Karten für Tim und sich aus. Tim hatte nun ein Full House, Damen und zwei Joker. Vierzehn deckte ihr Blatt auf. Auch sie hatte Full House, 3 Asse und zwei Könige. Sie sah Tim an und runzelte leicht die Stirn. „Sehr gut“, er nickte ihr zu. Dann wandte er sich an Neun. „Komm mal bitte her“. Sie stand auf und stellte sich hinter Vierzehn. „Klare Ansage: Bei mir wird nicht betrogen. Ihr habt gezeigt das ihr es könnt aber bitte macht das nur zur Show, versprochen." Die beiden Frauen nickten. „OK, dann klare Frage und bitte eine ehrliche Antwort: Wollt ihr bei mir als Croupiers anfangen? Ich verspreche euch, dass ich euch fair behandele und ihr kennt mich ja auch. Also, ja oder nein?“ Die beiden Frauen sahen sich kurz an. Vierzehn erhob sich vom Stuhl und ging Hand in Hand mit Neun um den Tisch. Sie knieten sich vor Tim nieder und verneigten sich.

 

„Das heißt wohl ja. Dann zieht euch etwas an und vorher verabschiedet euch von den anderen.“ Doreen strich den beiden über das Haar. „Ihr wisst, dass ich euch zurückhole wenn es sein muss, aber jetzt gehört ihr Master Tim.“ Die beiden Frauen umarmten Doreen. Neun deutete auf ihren Knebel. „Nein ihr bleibt so. Ich will hier kein sentimentales Gesülze, verstanden?“ Doreens Stimme klang etwas unsicher als sie dies sagte. Zu Tim sagte sie: „Während die beiden packen können wir uns ja Vero und Tanja ansehen.“ Sie stand auf und ging voraus. Tim folgte ihr in den ersten Stock.

Doreen zeigte auf einen geräumigen Käfig in dem zwei Frauen auf Sitzkissen saßen. Beide waren in schwere Ketten gelegt. Ihre Hände waren mit Ketten gesichert, die Beine wurden von Spreizstangen auseinandergehalten. Zusätzlich waren die Ketten und Stangen miteinander verbunden. Eine weitere Kette verband die Halsringe der beiden. Als Tim und Doreen eintraten rutschten die Frauen von den Kissen und knieten sich hin. Vero glich ihrer Schwester aufs Haar, auch sie hatte dunkelbraune Augen und langes welliges kastanienbraunes Haar. Tanja war eine rassige schwarzhaarige Schönheit mit leuchtenden leicht mandelförmigen schwarzen Augen. „Wie du siehst ist Tanja Eurasierin, ich gebe sie nur schweren Herzens an dich ab.“ Zu den beiden Frauen sagte sie: „Das ist Master Tim, euer neuer Herr.“ Die beiden verneigten sich. Vero sagte mit leiser Stimme „Guten Tag Master Tim, ihre Sklavinnen begrüßen sie.“ Tim streckte eine Hand durch das Käfiggitter. „Guten Tag Vero, guten Tag Tanja. Erstmal bin ich nicht so der typische Herr und zweitens ich freue mich das ihr zu mir kommt.“ Die beiden sahen ihn an und schwiegen. „Habt ihr Fragen, wenn ja dann fragt.“ Tim sah die knienden Frauen aufmunternd an. „Ja Master Tim, eine Frage bitte: bleiben wir zusammen?“ Vero sah ihn ängstlich an. „Klar, das bleibt ihr. Ihr liebt euch sehr, stimmt?“ Tim lächelte. Nun sagte auch Tanja etwas: „Ja Master Tim, wir sind füreinander bestimmt.“ Tim wandte sich an Doreen: „Hast du Kleidung für die beiden?“ „Da wird sich was finden lassen. Hier kamen sie so an. Aber ich denke mal wir finden irgendwas.“ Tim überlegte kurz, dann sagte er: „Ist ja eigentlich Quatsch, die können so bleiben. Simone wird sie bestimmt gerne einkleiden und für die Fahrt ist das ok. Können sie so gehen?“ Doreen öffnete den Käfig, die beiden Frauen krabbelten aus dem Käfig. Sie richteten sich auf und standen vor Tim. Er besah sie sich nun genauer. Es gab ein paar verheilte Wunden auf ihren Körpern, Spuren von Peitschen und von Zigaretten aber bis auf diese kleinen Makel waren sie perfekt. Doreen und Tim stützten die beiden Frauen auf dem Weg die Treppe hinunter.

 

Vierzehn und Neun standen bereits in der Halle. Sie waren in Reisekleidung. Doreen umarmte die beiden lange, dann sagte sie: „So, dann machts mal gut.“ Zu Tim sagte sie: „Sie heißen übrigens Monique und Nicole.“ Dabei deutete sie zuerst auf Neun, dann auf Vierzehn. Sie fügte noch: „Brauchst du Masken für die vier?“ hinzu. Tim überlegte kurz, dann nickte er. Doreen holte Lederhauben, die den Kopf vollständig einschlossen. Die Hauben waren dick gepolstert und mit einem eingearbeiteten Knebel versehen. Nur vor der Nase waren Aussparungen so dass die Frauen Luft bekamen. Nachdem die Frauen die Hauben trugen halfen Tim und Doreen ihnen ins Auto. Monique und Nicole wurden auf der Rückbank platziert, Tanja und Vero saßen auf den ausgeklappten Sitzen. Tim schnallte die vier an, dann fuhr er los.

 

Zu Hause erwarteten ihn bereits die Frauen, sie waren neugierig auf die Neuzugänge. Barbara und Sternchen halfen Tim dabei die vier ins Haus zu bringen und ins Wohnzimmer zu führen. Hier nahm Tim ihnen die Masken ab.

„So, willkommen auf der Anlage. Ihr bleibt erst mal hier im Haus.“ Er machte sie miteinander bekannt, dann fragte er Sylvia: „Süße, machst du uns etwas zu essen?“ Sylvia nickte, dann fragte sie die vier: „Mögt ihr etwaf befonderf gerne?“ Die vier sahen zunächst sich und dann Tim verblüfft an. Sie waren es nicht gewöhnt so etwas gefragt zu werden. Insbesondere Tanja und Vero wussten nicht was sie antworten sollten. Sylvia sagte dann: „Mögt ihr vielleicht Auflauf, alfo fo mit Gemüfe und allem. Ich hab da ein neuef Refept. Ift fogar mit Pilfen.“ Tim lachte „na dann sind wir ja heute Versuchskaninchen.“ Sylvia nickte, „ja, wenn ef nicht fmeckt hab ich aber auch waf anderes.“ Tim lächelte sie an und meinte „was du kochst schmeckt doch immer, Süße.“ Dann wandte er sich an die vier Neuen. „Barbara und Sternchen werden euch nun auf euer Zimmer begleiten und abduschen. Dann könnt ihr dort ein Weilchen bleiben. Barbara, für alle die gleiche Fesselung. Ich denke Stangen sind gut und mach ihnen die Hände hinten fest. Dann mach die Stangen am Boden fest.“ Barbara knickste, Sternchen ebenfalls. Als sie mit den vieren schon fast an der Tür waren sagte Tim: „Keine Knebel, dann können sie sich ein bisschen unterhalten.“

Sylvia ging in die Küche und bereitete das Essen vor. Sie summte während sie Gemüse putzte und klein schnitt. Als sie alles vorbereitet hatte nahm sie zwei Auflaufformen und schichtete das Gemüse und den Schinken darin auf. Sie erhitzte das Essen kurz, dann gab sie Ei dazu und ließ alles einige Zeit im Ofen garen.

 

Für die vier Frauen war ein großes Zimmer vorbereitet worden. Tim hatte von Doreen aus Barbara angerufen und ihr die nötigen Anweisungen gegeben. An den beiden breiten Betten waren Ketten angebracht worden, Sitzkissen waren im Raum ausgelegt worden und alles war blitzblank geputzt. Die vier sahen sich kurz um, der Raum gefiel ihnen. Barbara entkleidete Monique, Sternchen zog Nicole aus. Die Frauen benutzten das Bad und wurden geduscht. Barbara öffnete einen Schrank und nahm Ketten aus einem Fach. Sie legte die Ketten an die Stangen und schoss sie an Ringen im Boden fest. Die vier konnten sich nun hinsetzen und auch etwas bewegen. „Die Fenster sind vergittert wie ihr seht und ich schließ ab. Wenn was ist braucht ihr nur da“, Barbara deutete auf einen Knopf, „draufdrücken. Es kommt dann jemand“. Sie sagte nicht das Kameras und Mikrophone im Raum versteckt waren. Die vier würden also nicht sich selbst überlassen sein. Sie ging mit Sternchen hinaus und schloss ab.

 

Monique und Vero drückten sich fest aneinander. Sie hatten Tränen in den Augen. Die Schwestern waren fast vier Jahre getrennt gewesen, nun waren sie wieder vereint. Sie küssten sich lange, dann sagte Vero: „Die Umarmung müssen wir wohl nachholen, aber es ist toll das wir wieder zusammen sind.“ Monique nickte stumm. Nach einer Weile sagte sie. „Das Mistress Doreen das erlaubt hat werde ich ihr nie vergessen. Sie ist eine gute Mistress.“ Die anderen nickten, dann meinte Tanja: „Ich glaube auch Master Tim ist gut, er macht einen netten Eindruck. Nicole stimmte ihr zu. „Ja Master Tim ist fair und er hat auch Humor. Wir kennen ihn ja ein bisschen, ich bin sicher uns wird es hier gut gehen.“ Lachend fügte sie hinzu „und wir werden auch unseren Spaß haben.“ Sie ahnte nicht das Tim grinsend dem Gespräch zuhörte. Er saß im Büro und lauschte. „Das kannst du haben“, Tim sprach laut zu sich selbst.

 

Es war bald Essenszeit, Sternchen und Barbara führten die Frauen ins Wohnzimmer. Sie knieten gemeinsam am Tisch und aßen mit Appetit. Nach dem Essen sagte Tim: „So, für euch ist jetzt Feierabend. Ich bring euch aufs Zimmer.“ Er holte einen Karton aus dem Büro und führte die vier auf ihr Zimmer. Sie durften nochmals ins Bad, dann befahl Tim ihnen sich nebeneinander aufzustellen. Er führte Plugs in die Pos der vier ein und gab ihnen pulsierende Liebeskugeln. Danach legten sie sich ins Bett. Monique und Nicole teilten sich ein Bett, Vero und Tanja das andere. Tim kettete sie so dass sie nebeneinander lagen und sich nur an den Händen berühren konnten. Bevor er sie allein ließ setze er ihnen Ringknebel ein.

Tanja und Vero sahen sich an, bald begannen sie zu stöhnen. Auch Monique und Nicole spürten die Wirkung der Liebeskugeln und der Plugs. Sie begannen sich zu winden soweit die Ketten dies erlaubten. Nach kurzer Zeit stöhnten und zuckten alle vier. Tim sah aus dem Büro zu, Sternchen kniete neben ihm. Er nahm ihre Hand und zog sie zu sich. Sie liebten sich auf dem Büroteppich, gaben sich hin und schenkten sich Lust. Danach gingen sie schlafen.

Barbara und Sylvia duschten gemeinsam. Sie gingen ins Wohnzimmer, Sylvia sah Barbara erwartungsvoll an. Barbara lächelte, sie küsste Sylvia und flüsterte „ja kleine Puppe, ich weiß was ich dir gestern versprochen habe.“ Sylvia nickte, schmiegte sich an Barbara und flüsterte „ja meine Herrin, du vergisst ja nie etwas.“ Lachend legte Barbara ihr einen Finger auf die Lippen. „Na dann wollen wir erstmal dein Plappermäulchen stopfen.“ Sie nahm einen Ringknebel und legte ihn Sylvia an. „Sag lieb „danke“ Süße“, Barbara flüsterte sanft in Sylvias Ohr aber sie zog auch fest an ihren Haaren. „aaa eee!!“ Sylvia gab sich alle Mühe. Barbara nahm sie in den Arm, presste ihren Mund auf Sylvias Knebel und führte ihre Zunge in Sylvias Mund. Sie spielte mit ihrer Zunge, strich über Sylvias Zunge und zog sich wieder zurück. „Na das kannst du aber besser, wenn du dir keine Mühe gibst steck ich dich in einen Schlafsack und lass dich alleine.“ Sylvia schüttelte den Kopf und versuchte es wieder „aaa eee!!“ Sie seufzte, mit dem Knebel ging es nicht besser. Barbara hielt sie im Arm und meinte „wenn meine Puppe das so will, dann werde ich Püppchen mal nachtfertig machen.“ Sylvia schüttelte den Kopf. „Süße, Widerworte gibt es nicht. Also sei brav.“ Barbara suchte Liebeskugeln und einen Plug heraus, sie führte den Plug ein und auch die Kugeln. Sylvia seufzte nun stärker. Geschickt legte Barbara ihr den Keuschheitsgürtel wieder an und verschloss sie. Sie hielt Sylvia im Arm und wiegte sie ein wenig, dann half sie ihr aufs Bett. Sylvias Beine wurde gespreizt und festgekettet, die Arme links und rechts oben am Bett fixiert. Sylvia war wehrlos, sie rutschte hin und her und sah Barbara bettelnd an. Barbara legte sich zu ihr und nahm sie in den Arm. „So gefällst du mir kleine Puppe. Sieh mal was ich hier habe.“ Sie zeigte Sylvia zwei Nippelklemmen. Sylvias Augen wurden groß, sie schüttelte den Kopf. Barbara strich sanft über die Nippel bis sie sich aufrichteten, dann kniff sie hinein. Sylvia zischte vor Wollust und Schmerz. „Wenn du lieb bitte sagst höre ich auf“ neckte Barbara die wehrlose. Sylvia konnte nur unartikuliert seufzen. Barbara ließ ihre Hand über Sylvias Brüste wandern. Sie reizte die Nippel erneut, dann setzte sie die Klemmen an. Sylvia bäumte sich auf, wäre es möglich gewesen hätte sie geschrien. Aber so blieb es bei einem lauten Gurgeln. Speichel floss aus dem Knebel, sie konnte ihn nicht halten. Mit vor Lust und Tränen feuchten Augen sah sie verschwommen auf zu ihrer Herrin. Sie spürte das sie Barbaras Besitz war, jede Faser ihres Körpers. Sie hoffte auf Erlösung und gleichzeitig wünschte sie dass dies ewig blieb. Zwischen Schmerz und Lust taumelnd, gehalten von Barbaras Arm und der tiefen Liebe flog sie durch Raum und Zeit.

Der Betrieb läuft an

 

Es waren zwei Wochen vergangen, Wochen, in denen die letzten Veränderungen umgesetzt wurden. Sunny hatte mit einer Hilfe emsig genäht, alle Leibeigenen trugen nun die vorgesehene Kleidung. Sie selbst hatte ihre Garderobe inzwischen auch erweitert, heute trug sie ein fliederfarbenes zweiteiliges Ensemble, das mit dezenten weißen Blüten bestickt war. Das Bustle türmte sich in Form einer großen Blüte auf, die Schleppe fiel in gerafften Bahnen. Sie stand auf, ordnete ihr Kleid und ging zum Spiegel. Ja, sie war schön und sie genoss es so gekleidet zu sein. Ihr Knebel verhinderte ein Lächeln, aber sie nickte sich selber zu. Dann ging sie zur Treppe, raffte ihre Röcke und schritt langsam zu Simone hinunter. Sie sah wie Simone eine Kundin beriet, sah die Gesten, mit denen sie ein Kleid anpries. Die Kundin war ein Gast, sie suchte offenbar etwas Repräsentatives. Sunny knickste und zeigte auf das Kleid. Dann hob sie den Daumen der rechten Hand. Die Kundin lächelte. Sie ging in die Kabine und zog es über. Es saß gut, aber nicht perfekt. Sunny zeigte auf die Treppe und machte eine nähende Geste mit der Hand. Die Kundin folgte ihr hinauf. Geschickt steckte Sunny etwas am Kleid ab, dann zeigte sie auf eine Kabine. Dort zog die Kundin das Kleid aus, Sunny nähte es schnell um. Es saß nun perfekt, die Kundin war überglücklich. Sie fragte Sunny was das Umnähen kostet. Sunny schüttelte den Kopf, sie schrieb „gehört bei uns zum Service“ auf einen Zettel. Die Kundin dankte ihr. Als Sunny wieder vor ihr knickste sagte sie „du bist eine sehr gute Schneiderin und ein bildschönes Mädchen“. Sunny wurde puterrot. Sie wollte der Kundin danken aber mehr als ein Schnurren brachte sie nicht heraus. Lachend ging die Kundin zu Simone um zu bezahlen.

 

Die ersten Eindrücke eines Gastes

 

Der Eingangsbereich der Verwaltung war neu gestaltete worden. An vier Schaltern konnten die Gäste einchecken und alle Formalitäten erledigen. Hinter jedem Schalter kniete eine Leibeigene in der neuen Kleidung. Die engen Röcke und die 6 cm Fußketten waren anfangs schwer zu tragen, inzwischen hatten sich alle an die schnellen Trippelschritte gewöhnt die nötig waren, um voran zu kommen. Die Volants umspielten die Unterschenkel bei jedem Schritt, ihr leichtes Rascheln mischte sich zu dem ständigen Klack Klack der Absätze.

Ein junger Mann betrat etwas unsicher die Eingangshalle. Er sah dass der zweite Schalter frei war und ging darauf zu. Die Leibeigene sah zu ihm auf und begrüßte ihn herzlich. „Guten Tag, was darf ich für sie tun?“ Der Mann legte ihr einen Mailausdruck vor und sagte: „Guten Tag, ich habe gebucht.“ Die Leibeigene nahm den Ausdruck, sie las den Code mit einem Lesegerät ein. Dann bat sie den Mann um seinen Ausweis. Er legte ihn auf den Tisch. „Herzlich Willkommen Master Simon. Haben sie die nötigen Papiere bereits ausgefüllt?“ Er bejahte und gab ihr ein paar Blatt Papier. Es handelte sich um die Hausordnung der Anlage und ein paar grundsätzliche Regeln.“ Die Leibeigene sah die Papiere kurz durch, dann vermerkte sie ein OK in der Besucherkartei. „Wenn sie es wünschen werden sie gleich zum Hotel begleitet. Sie können es nicht verfehlen, es fährt unser Linienshuttle dorthin und auch der Strandweg geht direkt daran vorbei. Wünschen sie Begleitung?“ Simon lehnte dankend ab, er fragte von wo der Shuttle fährt.“ Die Leibeigene wies auf die Haltestelle direkt vor der Tür. Er dankte und ging hinaus.

Der Shuttle kam binnen weniger Minuten. Sechs Arbeiter in kurzen weißen Kleidern zogen einen Wagen der Platz für bis zu sechs Passagieren oder Ladung bot. Sie waren mit Zuggurten über der Brust mit dem Gefährt verbunden, ihre Hände waren an Querstangen gekettet. Gelenkt wurde der Wagen von einer männlichen Leibeigenen, die ein weißes Kostüm trug. Sie stieg ab und bot Simon Hilfe an. Er lehnte dankend ab, bat sie aber ihm wenn möglich auf dem Weg zu erklären was er sah. Die Leibeigene kam der Bitte gerne nach. Am Hotel verabschiedete sie sich von Simon mit einem tiefen Knicks.

 

Die Tür zur Lobby öffnete sich automatisch. Simon trat ein. Er befand sich in einem hellen freundlichen Raum. Direkt vor sich sah er einen Tresen, dahinter eine Eurasierin, die eine weiße hochgeschlossene Rüschenbluse trug. Sie verließ den Tresen und kam auf ihn zu. Kurz vor ihm blieb sie stehen, knickste und zeigte einladend auf den Tresen. Er nickte und folgte ihr. Ihr bodenlanger schwarzer Rock war hinten gerafft und mit einem Kissen aufgepolstert. Sie sah aristokratisch und wie aus einer anderen Zeit aus.

Tanja deutete auf einen Monitor. Simon las „Herzlich Willkommen Master Simon. Ich heiße Tanja. Bitte wenden sie sich mit allem an mich oder an meine Kollegin Vero. Wir wollen ihnen den Aufenthalt hier so angenehm wie möglich machen. Dazu gehört auch das wir ebenso wie alle anderen Bediensteten Knebel tragen. Möchten sie nun zuerst ihr Zimmer sehen?“ Simon nickte. Tanja ging ihm voraus zum Fahrstuhl. Sie fuhren in den zweiten Stock. Ein helles Appartement mit allem nötigen Komfort wartete auf ihn. Tanja nahm ihm die Tasche ab. Sie stellte sie vor den Schrank. Simon wollte sie auspacken, Tanja gab ein leises MMM von sich. Er sah sie fragend an. Sie deutete auf einen roten Knopf und drückte ihn. Ein Zimmermädchen erschien und begann die Sachen auszupacken. Simon nickte. Tanja zeigte auf den kleinen Tisch, der am Fenster stand. Neben einer Schale Obst lag ein Prospekt. Simon sah ihn und überflog ihn kurz. Tanja nahm eine Karte aus einer verdeckten Tasche ihres Rocks. „Wenn sie wollen führe ich sie gerne durch unser Haus“. Simon dankte ihr, dann meinte er er würde es lieber selbst erkunden. Tanja knickste und senkte den Blick. Sie nahm eine weitere Karte. „Darf ich noch etwas für sie tun?“ Simon verneinte dankend, sie ging hinaus nachdem sie tief geknickst hatte.

 

Auf dem Flur sah Tanja das zwei Zimmermädchen dicht beieinander standen. Sie ging eilig zu den beiden und zog eine kurze Stahlgerte aus der rechten Seite ihres Rocks. Mit ein paar Hieben trieb sie die beiden auseinander. Sie zeigte auf eine Tür mit einem Wäschezeichen, dann öffnete sie die Tür mit ihrer Karte. Die beiden gingen mit ihr hinein. Sie zogen eilig Schürze und Kleid aus. Nun standen sie nur mit den Hosenkorseletts die Sunny aufgepolstert hatte vor Tanja. Tanja sah die beiden an und nickte ihnen zu. Sie drehten sich um, Tanja hieb ihnen je 10 Schläge auf die Innenseiten der Oberschenkel. Dann durften sie sich wieder anziehen. Sie notierte die Nummern der beiden und würde Margot Bericht erstatten. Mit einem leisen Seufzer ging sie wieder an ihren Platz. Sie schlug ungern, aber sie war für das Hotel verantwortlich. Bald würde Vero kommen, dann wären sie wieder zu zweit. Sie genossen jede Minute zusammen, Tanja wollte dies nicht gefährden. Sie dachte „zusammenleben, zusammen wohnen und zusammen glücklich sein. Das ist wie ein Paradies hier.“

 

Simon hatte seinen Rundgang durch das Hotel beendet, er ging nun hinaus. Ein leichter Wind blies frische Seeluft über die Anlage, Simon atmete tief ein. Die Luft schmeckte leicht salzig, anders als er es gewohnt war. Er sah sich kurz den Plan, an den er bei sich trug und vergewisserte sich das er seine Magnetkarte bei sich hatte. Sie diente auf der Anlage als Zahlungsmittel und auch zur Legitimation. Beides war in den Taschen seiner Jeans. Langsam schlenderte er den Weg auf die Mitte der Anlage zu. Eine Gruppe von Arbeitern in einfachen grauen Kleidern säuberte den Weg. Simon fiel auf das sie paarweise zusammengekettet waren. Dicht bei ihnen stand eine Leibeigene in einem weiten Southern Belles Kleid, offensichtlich überwachte sie die Gruppe. Simon nickte ihr zu, sie knickste als er vorbei ging.

 

Er ging an Häuser vorbei die teils bewohnt waren. Eine Sklavin, die nur mit Handschellen und Augenbinde bekleidet war sonnte sich auf einer Liege, ihr Besitzer lag neben ihr und las. Simon dachte bei sich „wie ein x beliebiges Pärchen im Urlaub“. Er lächelte als ihm dieser Gedanke kam. Ein Stück weiter sah er einen Sklaven der einen hautengen einteiligen Gummioverall trug. Der rote Overall und die passende Haube ließen ihn wie ein Wesen von einem anderen Stern wirken. Er unterhielt sich mit einem Mann, der auf den ersten Blick völlig gewöhnlich gekleidet war. Sah man genauer hin bemerkte man das seine Hände an einer Kette um die Taille gefesselt waren, zwischen Jeans und Turnschuhen sah man eine enge Fußfessel. Im Vorbeigehen hörte Simon „dann bis nachher in der Spielhalle“. Er sah auf seinen Plan, die Spielhalle war etwas weiter links Richtung Strand. Die Boutique interessierte ihn nicht so sehr aber als er das Restaurant erblickte merkte er das er hungrig war. „Seeluft macht hungrig“ schien sich zu bewahrheiten.

 

Das Restaurant war nur mäßig besucht, es gab viele freie Plätze. Simon setzte sich an einen Tisch der frei war und sah aus dem Fenster. Das Klirren von Ketten an seinem Tisch unterbrach seinen Blick auf das Treiben draußen. Eine junge Frau in einem sehr kurzen Kleid, das auch die Brüste frei ließ, knickste und legte ihm eine Speisekarte hin. Er dankte und fragte ob sie ihm etwas empfehlen könne. „Wenn sie Fisch mögen, wir haben heute Seezunge im Angebot.“ Simon nickte, ja er mochte Fisch und Seezunge klang lecker. „Sehr gut, dazu bitte einen leichten Weißwein.“ Vivian knickste und brachte ihm kurz darauf den wohl temperierten Wein. Bald brachte sie die Seezunge mit Kroketten und Salat, der Fisch war perfekt zubereitet und die Portion reichlich. Simon aß mit Appetit, dann sah er der Kellnerin und ihrer Kollegin bei der Arbeit zu. Jedes Mal, wenn sie etwas auf den Tisch stellten hoben sich ihre Röcke und gaben den Blick auf die Gürtel frei, ihm gefiel diese Art der Fesselung sehr. Er zahlte mit seiner Karte und ging wieder hinaus.

 

Unschlüssig blieb er auf dem Platz vor der Tür stehen. Nach kurzem Überlegen beschloss er zur Verwaltung zu gehen. Er hatte eine Begleitung gebucht, vielleicht hatten sie schon jemanden für ihn ausgewählt. Als er die Halle betrat kam ihm eine Frau entgegen, die sehr aufrecht ging. Ihr langer dunkelblauer Rock bauschte sich um ihre Beine, die schlichte weiße Bluse saß faltenlos an ihr. Offensichtlich war sie streng geschnürt. Sie führte eine junge etwas kindlich wirkende Frau an einer Leine. Diese trug ein Petticoat Kleid und hielt sich etwas hinter ihr. Die zuerst gehende knickste tief vor Simon. „Guten Tag Master, ich bin Barbara. Sind sie heute angekommen?“ Simon nickte, „Guten Tag Barbara, ja ich bin heute hier angekommen. Ich heiße Simon.“ „Herzlich Willkommen auf der Anlage Master Simon. Ich bin Master Tims Assistentin, dies ist Sylvia meine Frau.“ Sylvia knickste und sagte guten Tag. „Guten Tag Sylvia, ich freue mich euch kennen zu lernen.“ Simon lächelte Barbara und Sylvia an. „Leider müssen wir weiter, bitte entschuldigen sie uns Master Simon. Wenn sie etwas benötigen oder Fragen haben können sie die Aufsichten aber auch jede andere Leibeigene informieren.“ Simon bedankte sich, dann sagte er: „Barbara, ich habe eine Frage und vielleicht kannst du mir weiterhelfen. Ich habe eine Begleitung gebucht, an wen muss ich mich da wenden.“ Barbara überlegte kurz, dann bat sie Simon ihr und Sylvia zu folgen. Sie gingen zum Fahrstuhl und fuhren in den ersten Stock. Dort betraten sie ein Büro. Hinter dem Schreibtisch kniete eine Leibeigene, die sich erhob als sie eintraten. „Master Simon, ich bin sicher Petra kann ihnen weiterhelfen.“ Simon dankte Barbara und verabschiedete sich von ihr und Sylvia. Petra kam mit Trippelschritten auf ihn zu und knickste. „Master Simon, darf ich sie um ihre Karte bitten?“ Er händigte sie ihr aus. Sie führte die Karte in ein Lesegerät, dann zeigte sie auf einen Monitor: „Bitte sehen sie sich die Profile dort in Ruhe an. Darf ich ihnen einen Kaffee oder Tee anbieten?“ Simon lehnte dankend ab, er setzte sich in einen bequemen Sessel und sah in Ruhe die jeweiligen Profile an. Seine Suchkriterien waren relativ simpel. „Shemale, lange Haare, Kettenhaltung gewöhnt, feminine Erscheinung“. Es waren 20 Profile verfügbar, drei davon kamen in die engere Wahl. Er zeigte die drei Petra. Sie prüfte kurz die Verfügbarkeit, dann sagte sie: „Wenn sie möchten können sie Florence in einer Viertelstunde im Hotel treffen. Ist ihnen das recht?“ Simon erwiderte: „Ja schon, aber kann sie nicht hierherkommen?“ Petra nickte. „Florence wird in wenigen Minuten in der Halle sein.“

 

Florence war früh geweckt worden. Sie hatte sich als Begleiterin für Gäste gemeldet und wurde aus der Verwaltung genommen. In den letzten Wochen hatte sie alles Nötige gelernt, jetzt war ihr erster Tag als Begleiterin gekommen. Nach dem Frühstück badete sie unter Aufsicht einer Wärterin, dann wurde sie sorgfältig geschminkt und durfte sich ankleiden. Sie wählte ein leichtes knielange Sommerkleid, das ihre Figur betonte, weiß mit dezenten hellbeigen Streifen, dazu passende weiße 12 cm Pumps. Der weite Rock umspielte ihre bestrumpften Beine. Sie trug ihr langes blondes Haar offen, schminkte sich dezent und besah sich im Spiegel. Es gefiel ihr was sie sah, eine junge Frau mit einem gewissen Extra. Eine die auf verschlungenen Wegen in die Anlage gekommen war, ein die lange an sich und dem Leben verzweifelte. Hier konnte sie nun sein was sie war, sie selbst. Ohne zu verstecken, zu vertuschen und Angst gedemütigt zu werden. Florence verscheuchte die dunklen Gedanken, sie warf ihren Spiegelbild einen Kuss zu und ging zum Eingang. Hier wurden ihre Hände auf den Rücken gekettet und eine 15 cm Kette an ihre Fußringe geschlossen. Beide Ketten waren schwer, dicker als die üblichen. Florence brauchte nicht lange warten, sie wurde abgeholt und zu Simon gebracht.

Er sah sie, lächelte ihr entgegen als sie langsam zu ihm kam. Sie kniete vor ihm, sah zu ihm auf und senkte dann den Blick. Er half ihr auf, nahm den Schlüssel der an einer Kette um ihren Hals hing und steckte ihn ein. Sanft legte er einen Arm um ihre Taille, ohne ein Wort führte er sie hinaus. Sie lehnte sich leicht an ihn. Sie gingen gemeinsam zum Hotel.

 

Die Dienstmädchenschule

 

Anne und Margot hatten eine Anzeige ins Internet gestellt:

 

Wir bieten eine Ausbildung in unserem Hotel an. Die Ausbildung umfasst alle Tätigkeiten, die zur Führung eines Haushaltes gehören sowie eine Schulung in den dafür nötigen Umgangsformen. Dienstkleidung wird gestellt, ebenso Kost und Logis. Bei Interesse wenden sie sich bitte mit einer aussagefähigen Bewerbung an unsere Mailadresse, wir werden zeitnah antworten.

Margot war zunächst dagegen das sie als Mistress bezeichnet wurde. Anne bestand darauf, schließlich sollte Margot die Ausbildung leiten. Diesem Argument hatte Margot nichts entgegenzusetzen. Beide hatte nicht mit dem überwältigen Echo gerechnet, dass diese Anzeige hervor rief. Binnen weniger Tage konnten sie zwischen 50 Bewerberinnen wählen. Sie machten sich die Auswahl nicht leicht. Einige Bewerbungen fielen sofort weg, insbesondere Fotos von Genitalien wurden als Ablehnungsgrund gesehen. Zu 30 Bewerberinnen nahmen sie Kontakt auf und schickten ihnen detailliertes Informationsmaterial. Es blieben 20 Bewerberinnen. Einige wollten nur einen Monat bleiben, zwei suchten eine langfristige Ausbildung. Diesen beiden boten sie an eine Lehre zur Hotelfachfrau zu machen. Beide Bewerberinnen willigten ein.

Die Ausbildung gliederte sich in einen theoretischen Teil, der in einem Unterrichtsraum abgehalten wurde und einen praktischen der im Hotel absolviert wurde. Margot übernahm die Betreuung beider Teile, sie blühte auf seitdem sie wieder einer Arbeit nachgehen konnte. Anne freute sich sehr, dass Margot so in dieser neuen Aufgabe aufging, sie war hervorragend dafür geeignet und hochmotiviert. Zwar benutzte sie einen Stock als Gehhilfe, dies hielt sie aber nicht davon ab emsig die Schülerinnen im Hotel zu überwachen und auch im Unterricht immer wieder praktisch zu demonstrieren was sie vortrug.

 

Die 20 Schülerinnen schliefen noch als Margots Wecker klingelte. Sie stand in Ruhe auf, ging ins Bad und zog sich an. Wie immer trug sie eine schlichte weiße Bluse und einen wadenlangen weiten Rock. Die frühe Morgensonne schien durchs Fenster, Margot blieb einen Moment stehen und genoss den Blick über das Meer. Ja, es war gut hier, ein schöner Ort. Sie riss sich von dem Blick los und ging in die Küche. Wie immer stellte sie die Kaffeemaschine an, nahm sich die erste Tasse und setzte sich für einen Moment hin. Während sie ihren Kaffee trank hielt sie kurz Zwiesprache mit ihrem Gott, nicht so sehr der Gott der Kirchen, mehr einer der in ihrem Herzen wohnte. Lächelnd nahm sie den letzten Schluck, dann sagte sie zu sich selbst „los geht’s“. Sie stellte die Tasse in den Geschirrspüler, dann sah sie kurz auf den Plan

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Als erstes weckte sie die zwei die das Frühstück auf den Tisch bringen sollten. Nachdem sie das Fenster geöffnet hatte trat sie an die Betten der beiden. Lächelnd sah sie, dass beide tief schliefen. Margot berührte sanft den Arm der schlafenden, beide öffneten die Augen und sahen sie an. Die Schülerinnen wischten sich den Schlaf aus den Augen und murmelten „guten Morgen Mistress Margot“. Margot wünschte auch ihnen einen guten Morgen, dann löste sie die Fußkette die alle Schülerinnen in ihren Betten hielten. Sie konnten nun aufstehen. In langen weiten weißen Nachthemden standen sie im Raum. Trotz der weite der Gewänder waren die dicken Nachtwindeln deutlich zu sehen. Die beiden folgten Margot zum Bad, danach kleideten sie sich an.

Als erstes legten sie sich gegenseitig die Tagwindel an, dann wurden die Hosenkorseletts angezogen. Sunny hatte die Korseletts so aufgepolstert das sie auch den männlichen Schülern eine feminine Figur verliehen. Die Korseletts wurden im Rücken mit Haken geschlossen, danach zogen sie hautfarbene Strumpfhosen an. Margot und Anne hatten sich gegen Strümpfe entschieden, diese würden über den Tag rutschen und das makellose Bild der Uniformen stören. Nun schlüpften sie in die Kleider, auch diese wurden im Rücken geschlossen. Sie setzten Perücken auf und steckten weiße Haarkränze ein, das weiß harmonierte perfekt mit den weißen Kragen und Ärmelaufschlägen der Kleider. Auch an den Brusttaschen der Uniform war ein schmaler weißer Streifen, in diesen war eine Nummer eingestickt so dass sie jederzeit zu identifizieren waren. Bevor sie in die weißen 8 cm Pumps anzogen banden sie sich gegenseitig die Schürzen um. Margot erwartete eine akkurate Schleife die gleichmäßig gebunden war. Sie waren nun fertig und gingen in die Küche.

Während Margot die anderen Schülerinnen weckte deckten die beiden den Frühstückstisch. Vor dem Frühstück besah Margot kritisch die Kleidung der Schülerinnen und monierte, wenn nötig eine schlecht gebundene Schürze oder einen schief sitzenden Haarkranz. Die so getadelten durften nicht mit am Tisch sitzen, sondern mussten ihr Frühstück kniend an der Wand einnehmen. Hierzu war ein Brett angebracht, auf dem sie Tasse und Brett stellen konnten. Während des Frühstücks war es den Schülerinnen erlaubt zu sprechen, sie frühstückten mit Appetit und in Ruhe. Danach wurden die die ins Hotel gingen geknebelt und von Margot aus dem Haus begleitet, die anderen räumten den Tisch ab und bereiteten den Unterrichtsraum vor.

Margot wies ihnen im Hotel die Etagen zu, sie wussten was zu tun ist. Die Gästezimmer in Ordnung bringen, Bäder reinigen und Wäsche tauschen. Bevor Margot zurück ins Haus ging ermahnte sie die Schülerinnen alles gewissenhaft zu tun und, wie sie es nannte, unsichtbar zu sein. Die Gäste sollten nicht im Urlaub gestört werden, dazu gehörte auch das sie von all diesen nötigen Arbeiten so wenig wie möglich zu sehen bekamen.

 

Die Schülerinnen warteten im Klasseraum darauf das der Unterricht begann. Sie standen seitlich neben den Stühlen im Gang bis Margot eintrat. Dann knicksten sie und durften sich setzen. Der Unterricht behandelte verschiedene Themen, die von Ernährungskunde bis hin zu Manieren reichten. Nach einer halben Stunde Unterricht wurde eine kurze Pause eingelegt, danach verteilte Margot Bögen, auf denen die Schülerinnen Fragen beantworten mussten. Maximal konnten 50 Punkte erreicht werden, wer weniger als 45 erreichte erhielt einen Tadel und die entsprechende Anzahl Hiebe mit einem Rohrstock. Auch während des Unterrichts achtete Margot darauf das die Schülerinnen sich untadelig benahmen. Wer nicht aufrecht saß oder vergaß aufzustehen und zu knicksen bevor sie sprach wurde mit dem Rohrstock ermahnt.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden, die im Hotel beschäftigten unterrichtet, die die Vormittags Unterricht hatten gingen nun ins Hotel. Am späten Nachmittag vor dem Abendessen war dann Freizeit, die Schülerinnen durften unter Aufsicht das Haus verlassen oder im Haus lesen oder Handarbeiten machen. Hierbei war es ihnen erlaubt sich zu unterhalten. Nach dem Abendbrot blieb noch eine Zeit für ein gemeinsames beisammen sein, um 10 kleideten sich die Schülerinnen zur Nacht um und wurden in den Betten fixiert.

 

 

Das Casino wird eröffnet

 

Nach dem Frühstück ging Tim zum Casino. Cindy begrüßte ihn im Erdgeschoss, sie war grade dabei zu öffnen. Tim sah sich kurz um, es war alles in Ordnung. Über den Raum verteilt standen verschiedene Unterhaltungsautomaten, alle jugendfrei und alle frei zugänglich. Es freute ihn diese Spieloase geschaffen zu haben, sie wurde rege frequentiert. Leibeigene und auch Freie fuhren hier an Simulatoren Rennen oder übten sich in Geschicklichkeitsspielen. Teils alleine, teils im Wettkampf, die Automaten boten verschiedene Möglichkeiten. Auch im zweiten Stock standen diese Unterhaltungsgeräte, Tim war davon abgekommen Geldspiele hier aufzustellen.

Er drückte auf den Fahrstuhlknopf, der Lift kam und die Tür öffnete sich. Nachdem er auf den Knopf mit der 3 gedrückt hatte blinkte ein Schild, das ihn aufforderte sich zu legitimieren. „Klappt auch“ dachte er bei sich und hielt seine Karte gegen das Schild. Der Lift setzte sich in Bewegung und hielt im dritten Stock.

Tim stieg aus und sah sich im Vorraum des Casinos um. Von diesem Vorraum gingen diverse Türen ab, eine Seite war mit einer Garderobe versehen. Hier hing auch unübersehbar ein Aushang auf dem

 

Herzlich Willkommen in unserem Casino,

wir bitten sie höflich folgende Regeln zu beachten:

1) Leibeigene und Sklaven sind gekettet und geknebelt zu führen.

2) Bitte respektieren Sie das Eigentum anderer Gäste.

3) Wenden Sie sich bitte ausschließlich an das dafür bereitstehende Personal.

4) Spielschulden sind Ehrenschulden, wir bitten Sie höflich diese vor dem Verlassen des Casinos zu begleichen.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.

 

stand.

 

Noch war niemand außer Tim hier, das Casino würde erst am Abend seine Türen öffnen Tim ging in den ersten Raum, er sah die Galerie mit einarmigen Banditen und grinste. Sie würden gewiss manch einen locken, er selbst konnte diesen Automaten wenig abgewinnen. Im nächsten Raum stand der Roulette Tisch, diesen würde er gewiss des Öfteren frequentieren. Hier gab es Separees, in die sich die Gäste zurückziehen konnten. Tim ging in den dritten Raum zu den Kartentischen. Es roch alles neu und unbenutzt, ein leichter Geruch von Farbe, der sich mit Leder mischte, bald würden Parfüm und der unverkennbare Geruch des Spiels dazu kommen. Tim freute sich auf diesen Moment, freute sich darauf diesen besonderen Ort seiner Bestimmung übergeben zu dürfen. Er sah sich nochmals um, alles war perfekt. Die Einrichtung wirkte geschmackvoll und edel, Holz und Leder, dazu die schweren Teppiche und die dezente Beleuchtung. Er sah durch die Fensterflächen hinaus, es war als stünde man offen über dem Meer. Keine Balustrade störte den Blick, das Meer und der Strand lagen ihm zu Füßen.

Im Erdgeschoss verabschiedete er sich mit einem fröhlichen „bis denne“ von Cindy, sie knickste tief und wünschte ihm einen schönen Tag. Tim drehte sich um, ihm war noch etwas eingefallen. „Sag mal, sind alle Vorräte gebunkert?“ Cindy bejahte, es war alles vorhanden. Tim dankte ihr und ging zum Haus.

Zur Eröffnung war der Eintritt in den dritten Stock frei, danach sollten 50 Euro bezahlt werden. Dafür bekamen die Gäste Jetons im Wert von 20 Euro und einen Verzehrbon über 10 Euro. Leibeigene und Sklaven hatten freien Eintritt, wenn sie an der Leine geführt wurden.

Die Eröffnung sollte um 20.00 sein. Tim trug einen Smoking, er hatte um Abendgarderobe gebeten. Sternchen stand neben ihm, sie war in ein hautenges weißes Kleid geschnürt, das ihre Arme fest an den Seiten hielt. Ihre Füße konnte sie kaum voreinander setzen, Tim würde sie tragen. Barbara trug ein hochgeschlossenes dunkelblaues Samtkleid, das ihre geschnürte Figur betonte, sie führte Sylvia an einer silbernen Kette. Sylvias Hände waren auf dem Rücken gekettet, an den Fußringen trug sie eine 10 cm Kette. Bei jedem ihrer Schritte wippte der große Petticoat, den sie trug und brachte ihr perlenbesticktes weißes Kleid zum Schwingen. Barbara hatte ihr einen offenen Ringknebel gegeben, Sylvia stand mit leicht geöffnetem Mund neben ihr. Barbara flüsterte ihr: „Du siehst zum Anbeißen aus.“ zu. Sylvia sah sie verliebt an, dann machte sie „nnn“. Sie bekam einen Kuss, dann sagte Barbara „Süße, ich glaube viel sagen wirst du heute nicht. Aber das musst du ja auch nicht.“ Sylvia wurde etwas rot, dann nickte sie und schmiegte sich an Barbara.

 

„So, dann wollen wir mal rüber“, mit diesen Worten hob Tim Sternchen und trug sie zum Rolls. Barbara öffnete die Fondtür, Tim setzte Sternchen auf die Sitzbank. Barbara setzte sich neben sie, Sylvia kniete vor Barbara. Kaum hatte Tim den Wagen gestartet war die Fahrt auch schon zu Ende. Sie stiegen aus, Tim bat Cindy den Fahrstuhl zu rufen. Er stellte Sternchen im Lift ab, danach fuhren sie gemeinsam nach oben.

Anne und Juana waren schon da. Anne trug ein schlichtes schwarzes Abendkleid, Juana ein halbdurchsichtiges weißes bodenlanges Spitzenkleid. Es verbarg grade so viel um die Phantasie anzuregen, ein gekonntes Spiel von nackter Haut und weißen Spitzenblüten. Juana trug goldene Hand und Fußfesseln, in ihrem Mund steckte eine goldene Stange, die eine Metallplatte hielt. Sie konnte unartikulierte Laute von sich geben und begrüßte Tim mit einem Knicks zu dem sie „aagee rrr ii eiaaauu aadr iimm“ sagte. Tim lächelte und dankte ihr und Anne dafür das sie der Einladung gefolgt sind. Dann strich er Juana sanft über das Kinn und sagte: „Vor allem freue ich mich dich zu sehen, du wirst jeden Tag schöner.“ Juana wurde rot, Sternchen knurrte etwas in ihren Knebel. Lachend fragte Tim: „Was sagtest du mein Schatz?“ Sie funkelte ihn wütend an und seufzte.

Der Vorraum füllte sich mehr und mehr. Tim sah auf die Uhr, es war kurz nach acht. Er bat um Ruhe und hieß alle herzlich Willkommen. Dann öffnete er eine Tür und bat seine Gäste einzutreten. Sie gingen gemeinsam in dem Raum mit den Kartentischen. Hier wurden sie von den Leibeigenen die Tim für das Casino ausgesucht hatte begrüßt. Alle waren von makelloser Schönheit und für ihre verschiedenen Aufgaben perfekt geschult. Sie trugen alle schwere goldene Keuschheitsgürtel und breite goldene Ringe an den Hand und Fußgelenken sowie ein breites goldenes Halseisen. Eine umlaufende Kette von den Halseisen über die Handringe zu den Fußringen sowie Ketten vom Gürtel zu den Handringen ließen ihnen die nötige Bewegungsfreiheit. Diese Ketten waren vergoldet und mit roten Steinen besetzt. Die rot geschminkten Lippen wurden von einem goldenen Ringknebel offengehalten, goldene Stillettopumps mit 12 cm Absatz komplettierten die Kleidung.

 

Tim bat die Leibeigenen auf ihre Plätze zu gehen. „In wenigen Augenblicken kann der Spielbetrieb beginnen. Wenn ihr etwas wollt sagt es einfach einer Bedienung.“ Tim deutete auf eine Leibeigene, die im Raum stand. „So, dann viel Vergnügen und ich wünsche euch Glück aber macht mich nicht pleite.“ Lachend fügte er hinzu: „Ich hab schließlich die Bank“. Alle lachten, Harald meinte: „Trifft ja eh keinen armen.“ Nun lachte auch Tim.

 

Die Gäste verteilten sich an die Tische. Sylvia und Barbara sahen sich um. Sylvia blieb vor einem der einarmigen Banditen stehen. Sie stupste Barbara an. „Meinst du wir sollten das mal probieren Süße?“ fragte Barbara. Sylvia nickte. „Na gut aber dann ziehst du.“ Sylvia seufzte. Barbara warf eine Münze ein, Sylvia führte geschickt ihren Mund zum Hebel und bewegte ihn. Es erschien eine Sonne. Sie tat es erneut, die zweite Sonne kam. Auch die dritte und vierte war zu sehen. Nun verließ Sylvia der Mut. Sie schnaubte und sah Barbara an. Barbara zog, die fünfte Sonne leuchtete. Der Apparat ließ ein lautes Klingeln hören, dann spuckte er Münzen auf den Boden. Lachend suchte Barbara sie auf. Tim war herbeigeeilt. Er dachte zuerst das ein Automat defekt sei, nun beglückwünschte er Sylvia und Barbara zu ihrem Gewinn.

 

Sie spielten weiter, ließen einen guten Teil des soeben gewonnenen am Roulette, dann gingen sie zum Black Jack. Auch hier war ihnen das Glück hold. Sylvias Augen leuchteten, es ging ihr nicht ums Geld, aber sie hatte Freude am Gewinn an sich. Eine der Leibeigenen hatte Barbara einen goldenen Becher gegeben, in dem sie die Jetons sicher verwahrte. „Süße, ich denke wir haben genug gespielt, was meinst du?“ Barbara sah Sylvia fragend an. Sylvia nickte. Sie verabschiedeten sich von Tim und gingen nach Hause.

 

Barbara nahm Sylvia den Knebel ab. „Danke sehr, du sag mal: was wollen wir denn mit dem Geld machen. Also ich meine ist das viel oder so?“ Barbara sah in den Becher, es waren ungefähr 500 Euro übrig. Sylvia sah sie verblüfft an. „So viel, also so ich meine das ist doch viel.“ Barbara nickte, ja es war nicht wenig, aber ihr war es eigentlich egal. Sie brauchten das Geld nicht zum Leben, für sie wurde gesorgt. Sylvia schmiegte sich an Barbara und bat darum einen Vorschlag machen zu dürfen. Barbara nickte. „Also, da bei den Gräbern da ist doch das Wasser immer knapp. Grad so im Sommer. Wie wärs mit so einer Art wie ein Wassertank?“ Barbara hatte nicht mit diesem Vorschlag gerechnet, aber es rührte sie an das Sylvia an die Gräber dachte. „Ja Süße, dafür nehmen wir das Geld und wenn es nicht reicht legen wir was drauf, ok?“ Sylvia nickte begeistert.

Sie duschten wie gewohnt gemeinsam, dann legten sie sich zu Bett. Sylvia kuschelte sich an Barbara und murmelte „ich hab dich ganz doll lieb“. Barbara küsste sie auf die Stirn und flüsterte „ich dich auch mein Schatz.“ Sylvia sagte ihren Eltern und ihrem Teddy gute Nacht, dann glitt sie sanft ins Reich der Träume. Barbara hielt sie im Arm bis auch ihr die Augen zufielen.