Neue Horizonte Teil 9 - Überraschungen

"Klappentext"

Nadine wacht auf, Frida kann nicht schlafen, Rebecca lebt sich ein und Bernd kommt auf ungewöhnliche Weise zu einer Serva

 

Nadines Kopf schmerzte infernalisch und sie fühlte sich als sei sie komplett in Watte gepackt. Alles fühlte sich irgend wie unwirklich an. Sie versuchte sich zu erinnern, was passiert war. Nur langsam kam die Erinnerung wieder. Sie wollte nach dem fehlerhaften Schalter sehen. Sie erinnerte sich an das Kabel welches von diesem weg führte. Sie war diesem Kabel gefolgt und hatte diese seltsamen Kisten gesehen und irgend etwas hatte sie am Kopf getroffen.

 

Lag sie auf der Krankenstation? Sie öffnete die Augen doch sie konnte nichts sehen. Nur ein schwacher Lichtschein am unteren Rand ihres Sichtfeldes war zu erkennen. Sie versuchte sich zu bewegen doch weder ihre Arme noch die Beine wollten ihr gehorchen. Sie spürte einen Widerstand gegen die Bewegungen. War sie etwa an ein Bett gefesselt? Was sie bewegen konnte, waren ihre Finger und die Zehen, aber selbst den Kopf konnte sie weder drehen noch nicken. Ihr war kalt und sie hatte das dringende Bedürfnis auf die Toilette zu gehen.

»Hallo?«, rief sie. Ihre Kehle schmerzte dabei. »Ist da jemand?«

Niemand antwortete. Sie rief noch einmal. Wieder schmerzte ihre Kehle. Dann hörte sie Schritte näher kommen. Diese hörten sich nicht an als ob sie in einem Krankenzimmer war, eher wie in einer Halle oder einem anderen, großen Raum. »Hallo?«, fragte sie in die Dunkelheit.

 

»Na, da ist wohl jemand wach geworden«, hörte sie eine Stimme neben sich.

»Ja, wo bin ich hier? Was ist passiert?«, fragte sie mit rauer stimme.

»Scheint so«, sagte eine andere Stimme von der anderen Seite. »Schau mal, ich glaub, wir müssen sie mal leer machen.«

»Ja, scheint so. Machst du das noch schnell?«, fragte die erste Stimme.

»Hallo?«, fragte Nadine »Was ist denn hier los.«

Wieder ertönte die erste Stimme. »Wenn sie nicht die Fresse hält, dann knebel sie einfach.«

»Ja, mach ich gerne«, sagte die zweite Stimme.

»Das kann ich mir vorstellen daß dir sowas Spaß macht. Aber spiel nicht zu doll mit ihr. In drei Stunden kommt der Transporter. Dann will ich, daß sie fertig verpackt ist damit sie hier weg kommt und der Platz wieder frei ist. Wir bekommen danach noch eine neue Lieferung.«

»Keine Angst, ich mach nicht lange, nur bis es mir reicht.«

»Dann viel Spaß.« Schritte entfernten sich und es war wieder Still.

 

’Spielen? Verpacken? Transporter? Was soll das alles?’ Nadine bekam es mit der Angst zu tun. War sie gar nicht in einem Krankenhaus? »Hallo?«, fragte sie leise.

Sie spürte eine Berührung am Kopf und wollte zurück weichen doch das ging nicht. Ihren Kopf konnte sie keinen Millimeter bewegen. Irgend etwas wurde ihr von den Augen genommen und sie sah im hellen Schein einer Lampe den Umriss eines Kopfes direkt vor ihrem Gesicht.

»Nur damit das klar ist, du gehörst jetzt uns. Und nachher wirst du weg gebracht und wirst für uns arbeiten. Du kannst nichts dagegen machen. Also finde dich damit ab. Und bis du weg gebracht wirst, werden wir beide vielleicht noch ein wenig Spaß haben«, sagte die Frau. Langsam gewöhnten ihre Augen sich an das Licht und sie konnte die Frau vor sich erkennen. Zumindest konnte sie sehen, daß es eine Frau war. Doch sie konnte nur ihre Augen und die Lippen sehen, der Rest des Gesichtes steckte in einer glänzenden, schwarzen Maske die den ganzen Kopf bedeckte.

»Meine Kollegin weiß wo ich bin. Es dauert nicht lange und dann wird jemand nach mir suchen«, begehrte Nadine auf und zerrte an ihren Fesseln.

»Meinst du?«, fragte die Frau und lachte höhnisch. »Vergiss es. Die Polizei ist gerade weg gefahren. Man hat deinen Werkzeuggürtel am Geländer gefunden und dein Comm beim Bach. Du bist ausgerutscht, in den Bach gefallen und mitgerissen worden. Und aus den Höhlen in die der Bach fließt, wird deine Leiche nie wieder auftauchen und deine Familie ist über deinen tragischen Unfall informiert worden. Warum musstest du auch so neugierig sein? Dein Pech würde ich sagen.«

Nadine sah die Frau entsetzt an. Was war hier los? Das kann doch nicht wahr sein.

»Was passiert jetzt mit mir?«, fragte sie nun ängstlich.

»Was soll ich sagen?«, wieder dieses höhnische Lachen »Du wirst für uns arbeiten und außerdem werden wir unseren Spaß mit dir haben. Mehr brauchst du nicht zu wissen. Und wenn du jetzt noch ein Wort sagst, dann...«

Nadine schrie laut auf weil ein stechender Schmerz durch ihren Unterleib fuhr. Sie zuckte und wand sich vor Schmerzen in ihren Fesseln hin und her.

»passiert das. Und wenn du nicht tust, was wir dir sagen, passiert das ebenfalls. Also sei schön artig, dann passiert dir auch nichts.«

Tränen liefen ihre Wange herab und sie zitterte am ganzen Körper vor Angst und Schmerzen.

Wieder dieser brennende Schmerz. Wieder bäumte sie sich auf.

»Tut mir leid, das war glatt gelogen. Wenn wir Lust dazu haben, passiert das auch wenn du artig bist. Und mit wir meine ich in den nächsten zwei Stunden mich. Also, tu was ich dir sage, dann könnte es sein, daß mir andere Sachen mehr Spaß machen, die nicht so unangenehm für dich sind.« Und wieder dieses höhnische Lachen.

 

»Aber jetzt mache ich dich erst mal sauber«, sagte die Frau. »Denk dran, kein Ton.«

Ohne ab zu warten wandte die Frau sich von Nadine ab und ging fort. Nadine blinzelte die Tränen weg und versuchte sich um zu schauen. Während sie sich aufgebäumt hatte, hatten sich offenbar die Fesseln gelockert die ihren Kopf hielten. So konnte sie diesen ein klein wenig heben und schaute an sich herab. Das erste was sie sah, waren ihre Brüste. Nein, eigentlich konnte sie diese nicht sehen, denn sie steckten in Schalen aus einem schwarzen Material und nur ihre Nippel schauten heraus. Sie drehte den Kopf ein wenig und konnte sehen, daß ihre Arme mit breiten Bändern irgend wo fest gemacht waren. Weiter unten, an ihren Handgelenken sah sie ebenfalls dieses schwarze Material. Es lag wie ein sehr breite Armbänder um ihre Handgelenke und hielt diese unverrückbar fest.

 

»Na, ist da jemand neugierig?« Da war wieder diese Frau. Sie zog das breite Band welches um ihre Stirn lag fester so das ihr Kopf wieder fest auf die Unterlage gezogen wurde. Dann schob sie einen Monitor auf einem Gestell in ihr Blickfeld und neigte ihn so, daß sie ihn gut sehen konnte.

»Wenn du so neugierig bist, dann zeige ich dir mal ein wenig.« Die Frau hielt nun eine Kamera in der Hand und richtete sie auf Nadine. Auf dem Monitor konnte sie nun sich selbst sehen wie sie mit weit abgespreizten Armen und breitbeinig auf dem Gestell lag. Ihre Brüste steckten in einem BH aus schwarzem Material der, wie sie eben schon gesehen hatte, nur ihre Nippel frei ließ. Sie trug eine Art Unterhose aus dem selben Material welche ihre Scham komplett umschloss. Mehrere Schläuche kamen aus dieser Unterhose heraus und führten irgend wo hin. Auch um ihre Fußgelenke trug sie breite Bänder aus diesem Material.

 

»So. Genug gesehen«, sagte die Frau. Sie legte die Kamera bei Seite und ging an eine Art Schaltpult. Sofort spürte Nadine wie etwas in ihren After floss. Auch der Druck auf ihre Blase nahm nun noch mehr zu. Wimmernd lag sie da und konnte dem nichts entgegen setzen.

»Du bekommst jetzt einen Einlauf und deine Blase wird gespült. Das ist vielleicht ein klein wenig unangenehm«, sagte die Frau mit einem breiten Grinsen. »Aber das ist nicht mein Problem. In den nächsten Tagen wirst du dich daran gewöhnen.«

Plötzlich begann der Gürtel zu vibrieren, wodurch der Druck in ihrem Darm und ihrer Blase noch verstärkt wurde. Doch noch etwas passierte, ohne daß sie sich dagegen wehren konnte, sie spürte daß dieses Vibrieren sie über alle Maßen erregte. Diese Erregung baute sich immer weiter auf bis sie es kaum noch aus hielt ohne sie jedoch zum erlösenden Höhepunkt zu bringen.

Genau so plötzlich wie es begonnen hatte, hörte dieses Vibrieren auf und auch der Druck in ihrer Blase und ihrem Darm verschwand.

»Das scheint dir ja richtig zu gefallen«, ertönte die Stimme der Frau wie aus weiter Ferne. »Dann machen wir das am Besten gleich noch mal.

Wieder spürte sie wie sich in ihr der Druck aufbaute und dieses Vibrieren begann. Dieses Mal trat die Frau neben sie und berührte ihre Seite. Sie beugte sich zu ihr und drückte ihren Lippen auf Nadines. Die Erregung machte sich wieder in ihr breit und so wehrte sie sich nicht als die Zunge der Frau zwischen ihre Lippen drang und mit ihrer eigenen zu spielen begann. Doch dann zog diese sich zurück und wieder löste sich der Druck in ihr und das Vibrieren hörte auf. Sie spürte nur noch eine Leere in ihrem Unterleib als alles wieder aufgehört hatte.

 

»Wie du gesehen hast, kann der Gürtel nicht nur bestrafen sondern auch belohnen. Und da du dich ja so für unsere Transportkisten interessierst, gebe ich dir jetzt die Gelegenheit, diese einmal genauer zu betrachten. Natürlich von innen.« Die Frau trat zwischen Nadines Beine und zog die Schläuche aus der Unterhose, die sie eben als Gürtel bezeichnet hatte. »Wenn du artig bist und tust, was ich dir sage, dann wird dir nichts passieren, solltest du allerdings auch nur den Versuch machen weg zu laufen oder eine andere Dummheit anstellen wollen, dann weißt du ja, was passiert.« Nun löste die Frau das Band welches Nadines Kopf hielt. »Hast du das verstanden?«

Nadine schaute sie mit Tränen in den Augen an und konnte nur nicken. Auf keinen Fall wollte sie noch einmal diesen Schmerz spüren müssen.

»Dann mache ich dich jetzt los. Du bleibst liegen.« Nun löste die Frau die Bänder um ihren Oberkörper und die Arme, ging dann nach unten und löste auch die Beinfesseln.

»Aufstehen!« befahl sie ihr. Nadine versuchte langsam auf zu stehen. Sie setzte einen Fuß auf den Boden und dann den anderen. Sie richtete sich auf und stand nun mit zitternden Beinen neben der Liege. Die Frau fasste sie unsanft am Arm und zog sie mit sich. Nach wenigen Schritten kamen sie an eine Kiste. Diese war etwa zwei Meter lang und gut einen Meter breit und hoch. Die Oberseite war zur Seite geklappt und neben der Kiste stand eine Art Podest.

»So, rein mit dir«, befahl die Frau doch Nadine schüttelte nur mit dem Kopf. Sie wollte nicht in diese Kiste. Doch dir Frau hob mit der feien Hand drohend eine Art Fernbedienung. Sofort kletterte Nadine auf das Podest und schaute in die Kiste. In dieser gab es eine Einlage aus gelbem Schaumstoff der einen Ausschnitt in Form eines Menschen hatte. Zögernd setzte Nadine einen Fuß in die Kiste, dann den anderen und legte sich in diese Aussparung. Flehend sah sie die Frau an doch diese nahm vollkommen unbeeindruckt einen Schlauch, den sie an dem Gürtel befestigte.

»Ich wünsche dir eine angenehme Reise«, sagte die Frau mit einem sarkastischen Ton in der Stimme und schloss den Deckel der Kiste. Dieser senkte sich über Nadine. Sie konnte noch sehen, daß sich in dem Deckel ebenfalls gelber Schaumstoff befand, der sich nun auf sie nieder senkte und dann umgab sie Dunkelheit. Sie hörte das Klicken von Verschlüssen und ein leises Brummen setzte ein. Voller Verzweiflung versuchte sie sich zu befreien. Sie versuchte den Schaumstoff weg zu kratzen doch so weich dieser war, so stabil war er auch. Sie hörte ein Klopfen auf dem Deckel und spürte wie sie in die Senkrechte gebracht wurde. Dann hörte sie ein leises Zischen und sie spürte ihre Sinne schwinden.

 

- - -

 

»Schon wieder«, sagte Isabella leise und deutete zur Tür. Durch den schmalen Spalt zwischen Boden und Tür war ein Lichtschein zu sehen und ein Schatten, der sich hin und her bewegte.

Maja richtete sich auf und schaute ebenfalls zur Tür. »Ich frage mich ja immer noch, was in ihr vor geht«, sagte sie.

»Ach? Das fragst du mich? Du hast das fast ein halbes Jahr lang gemacht bevor du dich rein getraut hast, da solltest du das doch besser wissen«, sagte Isabella noch immer leise.

»Willst du sie nicht einfach rein holen?«

»Und dann? Sollen wir uns die Kleider vom Leib reißen und eine wilde Orgie veranstalten?«

Bei diesen Worten musste Maja sich ein Lachen verkneifen. »Besser nicht. Aber mich würde ja interessieren, was du damals gedacht hast.

Isabella sah sie nachdenklich an. »Ich habe mich gefragt, wann du dich endlich traust.«

»Und du hast dir nicht manchmal gewünscht, mich einfach rein rufen zu können?« Maja sah Isabella eindringlich an.

»Natürlich habe ich mir das. Aber mit Freiwilligkeit hat das dann gar nichts mehr zu tun.«

»Blödsinn. Ich hätte immer noch nein sagen können, wenn du von dir aus irgend was versucht hättest.«

»Werd mal nicht frech.« Isabella setzte ein breites Grinsen auf.

»Sonst was? Versohlst du mir dann den Hintern?« Maja richtete sich auf, kniete sich auf alle Viere und streckte ihr den nackten Hintern entgegen und wackelte provozierend mit diesem vor ihrem Gesicht herum.

»Komm, lass den Quatsch. Lange kann ich das da« sie deutete zur Tür »nicht mehr mit ansehen.«

»Wenn es ja nur das wäre«, sagte Maja als sie sich wieder hin legte und bei Isabella ankuschelte.

»Du hast es also auch gesehen?«

»Die verstohlenen Blicke und die verheulten Augen morgens?« Isabella sah sie nun ernst an »Das ist doch wohl kaum zu übersehen. Sie kann so stark tun wie sie will, aber das ist so offensichtlich, daß sie das kaum verstecken kann.«

»Sie kann einem ja schon ganz schön leid tun.« Maja seufzte leise.

»Ist es nur das?«, fragte Isabella mit hochgezogener Augenbraue.

»Und bei dir?« Maja lehnte den Kopf an Isabellas Schulter.

»Los, sag ihr, sie soll rein kommen.«

»Ich denke, es ist besser, wenn du das machst. Immerhin bist du die Herrin hier.«

»Manchmal habe ich das Gefühl, daß das irgend wie an mir vorbei gegangen ist«, sagte Isabella grinsend. Dann atmete sie einmal tief ein, stand auf und ging leise zur Tür. Fridas Schatten war schon seit einer Weile vor der Tür zu sehen und bewegte sich nicht.

 

Frida lehnte am Türrahmen, hatte die Knie bis unters Kinn angezogen und wusste mal wieder nicht, was sie tun sollte. Wie schon die Tage zuvor überlegte sie, ob es nicht einfach besser war zurück in ihr Zimmer zu gehen und sich ins Bett zu legen. Sie bemerkte nicht, daß sich die Klinke lautlos herunter bewegte. Erst als sich die Tür langsam öffnete und ihr den Halt nahm, so daß sie beinahe in den Raum fiel, sah sie auf. Sie sah Isabella die ihr die Hand entgegen streckte. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, griff zitternd nach der ihr entgegengehaltenen Hand und stand auf.

 

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Während der nächsten zwei Wochen lebte Rebecca sich langsam ein und sie wurde im Umgang mit all den Neuen Dingen die sie kennenlernte immer sicherer. Nach einer Weile hatte sie begriffen wie alles funktionierte und auch daran daß sie den Keuschheitsgürtel nur morgens zum Duschen ablegen durfte hatte Sie sich gewöhnt. Sie wurde immer entspannter und mit der Zeit fand Sie sich gut in die Routine ein, die Herrin Andrea ihr abverlangte. An den Wochenenden ging sie viel spazieren und schloss auch einige Freundschaften, unter anderem mit Larissa und Frida. Auch mit Trish verstand sie sich blendend und sie konnte Vivians Gebärdensprache immer besser verstehen und mittlerweile auch selbst, wenn auch noch recht holprig, in Gebärden reden.

 

Das Einzige was weniger erfreulich war, war das Gespräch mit ihrer Mutter, welches sie viel zu lange aufgeschoben hatte. Als sie ihr erklärte, daß sie eine Stelle als Serva angenommen hatte, reagierte diese nur mit Unverständnis und Rebecca beendete wütend das Gespräch, als ihre Mutter ihr vorwarf ihr egal zu sein. Rebecca lief lange in ihrem Wohnzimmer auf und ab, bis Herrin Andrea herein kam die sich im Kaminzimmer aufgehalten hatte und über die dauernden Schritte wunderte die sie von oben gehört hatte.

 

Es klopfte an der Tür und Herrin Andrea trat ein. Rebecca knickste und wunderte sich, warum ihre Herrin sie um diese Zeit noch aufsuchte, denn diese hatte Rebeccas Räume bisher nur einmal in der Woche betreten um sich davon zu überzeugen das hier alles ordentlich und sauber war. Sie fragte Rebecca, was denn los sei. Diese war noch immer ziemlich aufgewühlt und erzählte, den Tränen nahe vom Gespräch mit ihrer Mutter.

»Ich kann dich nur zu gut verstehen Rebecca«, sagte Andrea. Rebecca schaute sie verständnislos an. Wie sollte eine Herrin verstehen was in ihrem Kopf vor ging? Woher wollte sie denn wissen, was eine Serva fühlte?

 

Andrea bemerkte Rebeccas zweifelnden Blick. »Komm mit, ich möchte dir etwas zeigen.« Sie ging aus dem Zimmer und Rebecca folgte ihr in ihr Schlafzimmer. »Setz dich«, sagte Andrea und wies auf den Stuhl vor ihrem Frisiertisch. Rebecca knickste und setzte sich wortlos. Andrea öffnete den Schrank in den Rebecca morgens nach dem Bettenmachen mittlerweile des Öfteren diverse Spielzeuge einräumen musste. Sie fragte sich, was nun passieren würde und befürchtete schon, daß Andrea nun von ihr verlangen würde mit ihr zu schlafen. Andrea stützte sich auf ihren Stock, ging vor dem Schrank in die Knie und holte von ganz unten etwas heraus. Es war eine einfache, flache Pappschachtel, etwa 25 mal 25 Zentimeter groß und gut fünf hoch. Andrea stand auf und legte die Schachtel auf den Frisiertisch.

»Das ist es, was ich dir zeigen möchte. Mach sie auf.«

Rebecca hob den Deckel der Schachtel an, legte diesen bei Seite und schlug das Seidenpapier auf, welches den Inhalt schützte. Mit offenem Mund betrachtete sie den Inhalt der Schachtel. Es war das Halsband einer Serva. Es hatte vorne einen Ring der zeigte, daß seine Trägerin unfrei war. Der Verschluss war offenbar mit einem Laserschneider oder etwas ähnlichem geöffnet worden.

»Ich sagte doch, ich verstehe, wie es dir geht«, sagte Andrea.

»Sie waren eine Serva, Herrin?« Rebecca sah sie fragend an.

»Nein Rebecca. Ich bin eine Serva.« Sie betonte das »bin« eindringlich. »Wenn man das Halsband einmal getragen hat, begleitete es einen immer, auch wenn man es irgend wann einmal ablegt, so wie ich. Ich bin noch immer stolz darauf, was ich bin, auch wenn ich es nun nicht mehr trage.«

Rebecca schaute verwirrt zu ihrer Herrin.

 

Mit ruhiger Stimme begann Andrea zu erklären. »Ich bin, wie jede andere Serva zur Schule gegangen und wurde versteigert wie jede andere Serva. Der Mann der mich kaufte verliebte sich in mich und auch ich verliebte mich in ihn. Eines Tages bat er mich, ihn zu heiraten, ich sagte natürlich sofort ja. Und obwohl, oder vielleicht auch gerade weil ich noch immer eine Serva war führten wir eine glückliche Ehe.

 

Irgend wann sind wir zusammen zu seinen Eltern gefahren. Es war schon spät am Abend und kurz bevor wir dort an kamen, kam uns ein anderes Fahrzeug entgegen. Der Fahrer war betrunken und kam ins Schleudern.« Sie seufzte leise »Mein Mann lag mehrere Wochen lang im Koma aus dem er nicht mehr aufgewacht ist. Der andere Fahrer starb noch in seinem Auto.« Sie seufzte traurig bei der Erinnerung an diesen Abend. »Meine Zeit war schon seit einigen Jahren um und in seinem Testament hatte mein Mann verfügt, daß ich frei gelassen werden soll. Er hat mir ein kleines Vermögen hinterlassen von dem ich seit dem gut lebe und mir das hier« sie deutete mit einer ausladenden Bewegung vage in den Raum »alles leisten kann.«

»Das tut mir leid, Herrin«, sagte Rebecca leise.

»Papperlapapp. Du bist die Letzte der das leid tun müsste. Ich wollte dir das erzählen, damit du weißt, daß ich verstehe, wie es dir geht.« Sie kam auf Rebecca zu und umarmte sie herzlich. »Jetzt geh in dein Zimmer und schlaf. Morgen hast du dich wieder beruhigt und es geht dir sicher besser. Und wenn du jemanden zum Reden brauchst, kannst du jederzeit zu mir kommen.«

»Vielen Dank, Herrin.« Rebecca stand auf, knickste und ging zurück auf ihr Zimmer.

 

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Rebeccas Laune besserte sich bald wieder und nach ein paar Tagen war das Gespräche mit ihrer Mutter vergessen. Es hatte sich ergeben daß sie sich jeden Sonntag nach dem Mittagessen mit einigen anderen Frauen traf, unter anderen gehörten auch Vivian und Trish, die schon eine Weile befreundet waren zu dieser Runde. Sie trafen sich an diesem Sonntag im Zentrum, wo sie sich zum Tanzen verabredet hatten. Rebecca, die wieder einmal Probleme mit ihrem Rücken hatte, saß am Tisch und schaute den anderen zu, als Trish zu ihr kam. »Sag mal, kommt ihr eigentlich auch zur großen Feier in zwei Wochen?«, fragte sie Rebecca.

»Was denn für eine Feier?« Sie schaute Trish fragend an.

 

»Na ja, zum Oktobervollmond natürlich.« Die anderen Frauen kamen zum Tisch und setzten sich.

»Was ist denn daran so besonders? Und was passiert da?«, wollte Rebecca wissen.

Trish schaute sie ernst an »Die Winternacht ist ein Fest der modernen Hexen. Alle Frauen versammeln sich splitterfasernackt um ein riesiges Feuer, tanzen und feiern und geben sich in einer einzigen, großen Orgie der Lust einander hin«, erklärte sie mit geheimnisvoller Stimme.

Rebecca starrte sie unverwandt an »Also ich glaube nicht, ob das was für mich ist und ob ich bei sowas mitmachen möchte.«

Neben ihr begann Vivian zu lachen. Auch die Anderen fielen in das Gelächter mit ein. Auch Trish konnte nicht mehr an sich halten und fiel in das Gelächter mit ein.

Kelly beruhigte sich als erste wieder. »Die Winternacht ist eines der drei großen Feste die wir hier feiern. Einige Bands machen Musik und alle tanzen, sind fröhlich. Es gibt ein riesiges Buffet und die Chefin hält eine Ansprache. Das Fest geht bis zum nächsten Morgen. Meistens kommen auch viele Freunde und Verwandte. Also nichts mit großer Orgie.«

 

»Stimmt, die findet zur Walpurgisnacht auf dem Berg statt«, gestikulierte Vivian und grinste breit.

»Nehmt die Neue doch mal ordentlich auf den Arm«, sagte Rebecca und machte einen Schmollmund. Aber auch sie musste lachen.

 

»Es gibt hier drei große Feste. Das eine ist das Sommerfest, dann kommen die Winternacht und der Neujahrsball, der ist etwas formeller, da kommen alle in tollen Abendkleidern und es wird Walzer und Tango getanzt und so. Aber dazu muss man eine Einladung bekommen«, fügte Trish hinzu. »Ich war da noch nie.« Sie machte ein bedauerndes Gesicht.

»Na, als Serva werd ich doch wahrscheinlich auch nicht dazu eingeladen, oder?« Rebecca sah sie fragend an.

»Wieso denn nicht? Das hat damit nichts zu tun, man muss aber jemanden haben, von der man eingeladen wird. Und das sind nur die Chefin und die Abteilungsleiterinnen. Und die Meisten werden auch nicht zwei mal hintereinander eingeladen. Außerdem kommen viele Gäste, meistens Kunden der Firma und so«, sagte Kelly.

»Ich glaube, die Winternacht ist auch viel lustiger als der Ball, da freu ich mich riesig drauf«, gestikulierte Vivian. Rebecca musste kaum noch nachfragen wenn sie redete.

 

Die Frauen redeten und tanzten noch eine Weile und als es Zeit wurde, zu gehen, verabschiedeten sie sich von einander. Trish und Rebecca hatten ein Stück weit den selben Weg und unterhielten sich noch bis sie sich an der Abzweigung zu Andreas Haus verabschiedeten.

 

»Ich bin wieder zu Hause, Herrin.« Rebecca meldete sich bei Andrea zurück, die im Salon saß und las.

Andrea musterte sie und fragte »Was amüsiert dich denn so?«, als Rebecca unwillkürlich an Trishs Beschreibung der Winternacht denken musst und sich vorstellte wie Andrea nackt um ein großes Feuer tanzte.

»Verzeihung, Herrin, aber Trish hatte mir eine ziemlich alberne Geschichte über die Winternacht erzählt, daran musste ich gerade denken.«

»Ich verstehe. Vermutlich hat sie mal wieder die Geschichte erzählt, daß alle nackt ums Feuer tanzen und eine große Orgie begehen.« Auch Andrea lächelte nun.

»Ja, Herrin, genau das war es was sie gesagt hatte.«

»Geh jetzt zu Bett, morgen muss ich in die Stadt und ich möchte, daß du mich fährst.«

Rebecca knickste »Gerne, Herrin. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.« Obwohl sie gerne hier war freute sie sich darauf, mal wieder raus zu kommen und andere Leute zu sehen. Sie ging in ihr Zimmer, duschte sich und las noch etwas im Bett.

 

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Vivian hatte einen weiteren Weg zu gehen als die anderen Frauen. Als sie zu Hause an kam, klopfte sie wie üblich, um Vera zu sagen, daß sie zurück war. Aus der Küche hörte sie gerade noch, wie ihre Herrin sagte »Du, ich muss Schluss machen, Vivian ist grade heim gekommen.« Eine fremde Frauenstimme sagte noch »Dann bis bald Süße.«

Vivian war sich sicher daß Vera sie über Alles liebte, sie hörte es von ihr beinah jeden Tag und war überzeugt daß sie es auch genau so meinte, doch dieser Gesprächsfetzen machte ihr Sorgen. Sie ging in die Küche, wo sie mit Staunen sah daß Vera am Herd stand und kochte, der Tisch war bereits gedeckt und eine Schüssel belgische Pommes Frites stand darauf.

»Guten Abend meine, Herrin« gestikulierte Vivian.

»Hallo mein Schatz«, sagte Vera fröhlich. »Nimm Platz, das Fleisch ist gleich fertig.«

Vivian kniete sich auf ihren Platz und tatsächlich stellte Vera eine Schüssel Buttergemüse und einen Teller mit Schnitzel auf den Tisch. Dann setzte sie sich zu Vivian. »Herzlichen Glückwunsch, du hast es tatsächlich geschafft. Du hast nicht nur die zehn Pfund abgenommen sondern sogar fünfzehn. Und das auch noch viel früher als ich dachte. Und zur Feier des Tages gibt es heute mal was anständiges für dich.« Sie schaute Vivian lächelnd an. Ihr Blick verriet, wie stolz sie auf Vivian war und wie sehr sie sich darüber freute.

Vivian freute sich ebenfalls darüber und lächelte ihre Herrin an. Sie aßen gemeinsam und Vivian genoss es, endlich wieder etwas richtiges essen zu dürfen. Es schmeckte herrlich doch sie hatte schon lange nicht mehr so viel gegessen. So war sie bereits satt nachdem sie ein halbes Schnitzel, eine Hand voll Pommes Frites und eine große Portion Gemüse gegessen hatte.

»Was ist denn? Schmeckt es dir nicht? Es gibt noch Nachtisch.« Vera schaute sie gespielt beleidigt an.

»Tut mir leid, Herrin, aber ich bin wirklich satt. Das war für mich ganz schön viel«, gestikulierte Vivian.

Vera streichelte ihre Wange. »Dann gibt’s den Rest eben morgen. Komm, wir räumen noch schnell auf und gehen ins Bett.«

Vivian nickte und half ihr ab zu räumen. Dann gingen sie gemeinsam ins Bett. Vera nahm Vivian von hinten in die Arme und zog sie ganz nah zu sich.

Vivian lag noch wach als ihr Veras gleichmäßiges Atmen verriet, das diese schon schlief. Sie dachte über das nach, was sie gehört hatte als sie herein gekommen war. Sie schlief nach einer ganzen Weile ein, hatte aber einen ziemlich unruhigen Schlaf.

 

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Drei Wochen nach ihrem ersten Besuch bei Trish lud diese Rebecca ein um wie besprochen die Abgüsse zu nehmen. Dazu hatten sich auch Frida und Larissa bei ihr eingefunden. Sie standen in einer Werkstatt in Trishs Atelier um einen Stuhl herum wie es ihn auch beim Frauenarzt gab.

»So, wer will denn nun zuerst?«, fragte Trish in die Runde.

»Bei mir wirst du wohl Probleme haben«, sagte Rebecca lachend, öffnete ihre Tunika und zeigte ihr ihren Keuschheitsgürtel.

Trish beugte sich herunter und betrachtete diesen. »Gut, dann fangen wir mit dir an«, sagte sie grinsend und deutete auf den Stuhl.

Rebecca legte ihre Tunika ab und setzte sich in den Stuhl. Die Beine legte sie in die dafür vorgesehenen Schalen und auch für die Arme gab es solche Schalen.

»Das ist vielleicht jetzt ein bisschen doof, aber ich hab es Andrea versprochen«, sagte Trish und trat neben Rebecca. Sie legte ein sehr breites Band welches an der Schale befestigt war um Rebeccas Arm und ehe diese protestieren konnte, war sie auch schon um den Stuhl herum gegangen und fixierte auch ihren anderen Arm mit einem Band.

»Hee, was soll das denn?«, rief Rebecca erstaunt aus.

»Ich sag ja, ich musste es Andrea versprechen.«

»Und was bitte? Erstens habe ich diesen Gürtel an und zweitens werde ich ganz bestimmt nicht anfangen mich hier vor euch allen zu befingern!« rief Rebecca aus.

Doch Trish fixierte nun auch ihre Beine auf die selbe Weise. Dann holte sie eine kleine Schachtel aus einer Schublade und holte daraus einen Schlüssel hervor. Sie trat zwischen Rebeccas Beine und schloss den Gürtel auf. »Das ist wie im Krankenhaus. Ich hab einen Generalschlüssel«, sagte Trish grinsend als sie Rebecca den Gürtel ab nahm.

 

Diese fühlte sich ein wenig überrumpelt und schämte sich, nun so nackt vor Frida und Larissa zu liegen und sich dermaßen zu präsentieren. »Na warte, das zahl ich dir irgend wann heim!« drohte sie Trish.

»Damit muss ich wohl leben«, sagte Trish fröhlich und ging zum Tisch wo sie zwei Eimer öffnete die dort standen. Mit zwei Schöpfkellen füllte sie die Masse die sich darin befand in eine Schüssel. Sie rührte die Masse kräftig mit einem Holz um und stellte die Schüssel dann in einen runden Behälter. Sie drückte einen Knopf und ein Zischen kam aus dem Behälter. Eine Minute später ertönte ein Piepsen. Sie öffnete den Behälter und holte die Schüssel heraus. Sie nahm diese, setzte sich auf einen Hocker und rollte damit zwischen Rebeccas Beine. »Bereit?«, fragte sie.

»So bereit wie es eben geht«, sagte Rebecca und konnte nicht anders als über diese für sie ziemlich groteske Situation zu lachen.

»Prima. Das Zeug ist zwar vorgewärmt aber immer noch etwas kühl«, sagte Trish und begann damit, die Masse sorgfältig auf Rebeccas Scham und darum herum zu verteilen. Sie achtete darauf, die Masse überall zu verteilen, auch zwischen ihren großen und kleinen Schamlippen, um den Kitzler herum und auch in ihre Vagina drückte sie die Masse. Rebecca war das recht unangenehm und die Masse war tatsächlich recht kühl. Als Trish die Masse überall verteilt hatte, verteilte sie den Rest der Masse noch gleichmäßig und lehnte sich zurück. »Das muss jetzt zehn Minuten aushärten, dann kann ich es abnehmen«, sagte sie.

»Und was soll ich so lange machen?«, fragte Rebecca.

»Das Selbe wie ich. Abwarten. Ich kann auch nichts machen bis die fest ist. So bekomm ich das Zeug nicht ordentlich von den Händen ab«, sagte Trish, rollt mit dem Hocker zur Wand und lehnte sich dort an.

Frida und Larissa, die das alles interessiert angesehen hatten kicherten und setzten sich dann auf den Tisch.

»Na lacht ihr beide nur, ihr kommt auch noch dran«, sagte Rebecca.

 

In diesem Moment öffnete sich die Tür und eine Serva kam herein. Sie war etwas kräftig gebaut, hatte kurzes, rotes Haar und leuchtend grüne Augen. Sie knickste und sagte »Schönen guten Morgen zusammen.«

Die Anderen begrüßten sie freundlich und sie setzte sich neben Frida auf den Tisch die sich bei ihr an lehnte. Rebecca sagte »Hallo, ich bin Rebecca, tut mir ja leid, daß ich dich nicht begrüße aber irgend wie sind mir gerade die Hände gebunden.«

»Hallo Rebecca, ich bin Maja«, sagte die Frau und winkte ihr zu.

 

»Na, das ich dich mal so sehe hätte ich auch nicht gedacht«, sagte eine Stimme in der Tür.

Rebecca drehte den Kopf und sah in ein breit grinsendes Gesicht. »Isabella?«, rief sie aus.

»Wen hast du denn erwartet? Den Schneemann?«, fragte Isabella grinsend. »Also dich so zu sehen ist ja irgend wie verlockend.«

»Na, danke. Musstest du ausgerechnet jetzt kommen?«, fragte Rebecca.

Larissa war zu Isabella getreten und begrüßte sie mit einem Knicks und einem »Guten Morgen Miss.«

Isabella erwiderte den Gruß und umarmte Larissa.

 

Eine Weile herrschte Schweigen bis es von irgend wo her piepste. Nun setzte Trish sich wieder auf und begann damit sich die Masse von den Händen zu ziehen. Als sie die erste Hand frei hatte, hatte sie einen extrem gut sitzenden Handschuh in der Hand. Die Masse war nun offenbar fest aber sehr dehnbar und auch ziemlich weich. Auch von der anderen Hand löste Trish nun die fest gewordene Masse. Auf ihren Händen blieb nichts davon zurück. »So, ich ziehe jetzt einfach mal dran«, sagte sie und beugte sich wieder zwischen Rebeccas Beine. Sie löste den Abguss von den Rändern her und zog vorsichtig daran. Mit einem leisen Schmatzen und einem »Plopp« löste sich der Abguss, was Frida und Larissa mit einem Kichern quittierten.

»Jaja, lacht ihr nur«, sagte Rebecca trocken. »Mal sehen wer gleich lachen wird.«

»Genau, hört auf zu gackern ihr Hühner und gebt mir lieber mal den Gürtel«, sagte Trish lachend. Larissa reichte ihr Rebeccas Gürtel den diese ihr wieder an legte.

»Sag mal, kannst du nicht vergessen, den abzuschließen?«, fragte Rebecca.

»Tut mir ja leid, aber sowas mach ich nicht«, meinte Trish grinsend und verschloss den Gürtel mit einem druck aufs Schloss welches mit einem deutlich hörbaren Klicken einrastete, worauf hin Rebecca leise seufzte. Trish packte den Schlüssel zurück in die Schachtel und diese in die Schublade. Dann löste sie sie die Fesseln und Rebecca stand auf und zog ihre Tunika wieder an. Sie ging zu Isabella und die Beiden umarmten sich.

Isabella fasste Rebecca an den Schultern und schaute sie von oben bis unten an. »Siehst ganz schön fertig aus.«

»Na, danke auch, sowas will man von seiner Mitschülerin hören die man ewig nicht mehr gesehen hat«, sagte Rebecca und verzog das Gesicht.

»Ja, seit ungefähr einem halben Jahr nicht mehr«, antwortete Isabella lachend.

 

»Wer ist denn als nächstes dran?«, unterbrach Trish die Unterhaltung der Beiden.

»Das bin ich«, sagte Isabella. »Dann können wir Erwachsenen raus gehen und die Kinder allein spielen lassen.« Sie grinste breit in die Runde, zog ihre Hose und die Unterhose aus und setzte sich in den Stuhl. Trish wollte ihr die Arme fesseln doch Isabella sagte »Das lassen wir mal besser. Ich werd garantiert nichts machen.«

»Na gut, wie Sie meinen«, sagte Trish »Aber die Beine wären wirklich hilfreich.«

Isabella nickte. Widerstandslos ließ sie sich die Beine fest binden und Trish mischte erneut eine Schüssel voll von der Masse an. Feixend beobachtete Rebecca nun wie sie diese zwischen Isabellas Beinen verteilte.

 

Nachdem auch Isabellas Abguss fertig war stand diese auf, zog sich wieder an und die Beiden gingen nach draußen, wo sie sich unter dem Vordach unter stellten, da es seit mittlerweile drei Tagen ununterbrochen nieselte. Die Beiden unterhielten sich über die Schule, über Isabellas neue Stelle und über Rebeccas Anstellung bei Andrea.

»Weißt du was? Komm uns doch morgen besuchen.« Isabella holte ein Päckchen Zigarillos aus der Tasche und hielt es Rebecca hin. Diese nahm sich einen und ließ ihn sich von Isabella anstecken.

»Wie war das? Eine Dame raucht nicht?«, fragte Rebecca mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht.

»Wenn es unbedingt sein muss, dann Zigarillos«, beendete Isabella den Satz den sie von Miss Wilhelmina des Öfteren zu hören bekommen hatten, wenn diese sie mal wieder im Garten hinter dem Schuppen erwischt hatte.

 

- - -

 

»Du siehst so nachdenklich aus.« Kira hatte ihren Vater schon die ganze Zeit über nicht aus den Augen gelassen. Irgend wie spürte sie, daß ihn etwas sehr beschäftigte.

Bernd sah von seinem Teller auf und blickte in die fragenden Augen seiner Tochter. Er straffte sich ein wenig und schaute sich kurz um. So früh an diesem Sonntag Morgen waren sie die einzigen Gäste in dem kleinen Café, welches sich ein wenig abseits der Innenstadt befand. »Ich sollte dir das eigentlich nicht sagen.« Er sah sich noch einmal um. »Paul und Inge, das sind Kollegen von mir. Sie haben einen Fall bei dem sie ein paar Probleme hatten. Jedenfalls, bei ihren Nachforschungen sind sie auf etwas gestoßen, was sie sich nicht erklären konnten. Bei bestimmten Richtern bekommen gerade junge Frauen oft eine ziemlich hohe Strafe. Es geht meistens nur um Kleinigkeiten wie Gelegenheitsdiebstähle und solche Dinge. Aber als wir uns gemeinsam mal die Strafmaße von diesen und anderen Richtern angesehen haben, ist uns aufgefallen, daß sie im Schnitt eineinhalb mal so hohe Strafen verhängen, wie die anderen. Manchmal ist es weniger aber in manchen Fällen auch fast doppelt so viel.«
»Warum erzählst du mir das alles? Ich dachte, du darfst nicht über deine Arbeit mit mir reden.«

»Ich darf keine Einzelheiten über konkrete Fälle ausplaudern. Aber das hier ist gar kein Fall sondern eine Auffälligkeit, sonst nichts. Aber warum ich dir das überhaupt erzähle«, er machte eine kurze Pause und seufzte leise. »der Richter der Mara verurteilt hat, gehört auch zu diesen Richtern.«

Nun war es an Kira, ihren Vater erstaunt anzusehen. Sie brachte kein Wort heraus.

»Es gibt da noch eine andere Auffälligkeit. In den letzten zehn Jahren sind mehrere Frauen verschwunden, die von diesen Richtern verurteilt wurden.«

»Wie? Verschwunden? Sie können doch nicht einfach so weg sein.« Kira war deutlich verwirrt.

»Nein, nicht einfach so weg. Es waren ausnahmslos Frauen die das Gefängnis gewählt haben. Nachdem sie ihre Strafen abgesessen hatten, hatte sich keine dieser Frauen bei ihren Sozialhelfern gemeldet. Und es gab auch keine Hinweise darüber, wo hin sie gezogen sein konnten.«

»Vielleicht wollten sie einfach nur irgend wo anders neu anfangen?«, fragte Kira.

»Wenn es nur ein paar wenige Frauen wären, wäre das sicher nicht auffällig. Bei etwas mehr könnte ich noch an einen Zufall glauben, aber bei gut der Hälfte?«

Kira musste schlucken. »Was ist mit den Frauen die Serva geworden sind?«

Bernd sah die Besorgnis in Kiras Blick »Da scheint es nichts Außergewöhnliches zu geben«, versuchte er sie zu beruhigen. »Die wenigen Frauen, die jetzt bereits frei sind, haben sich alle bei ihren Sozialhelfern gemeldet. Und auch die Herrschaften derer die es noch nicht sind, sind sauber«, versuchte er sie zu beruhigen. Er hatte selbst Angst gehabt auch in dieser Richtung etwas auffälliges zu finden und war erleichtert gewesen, daß er nach einigen Anrufen nichts Auffälliges heraus finden musste.

»Ich verstehe«, sagte Kira. Sie schien etwas beruhigt zu sein. »Ich dachte schon...«

Bernd unterbrach Kira indem er seine Hand auf ihr Handgelenk legte und schaute aus dem Fenster.

 

Auf dem Gehweg, genau vor dem Fenster, sah er einen Mann und eine Frau die sich offenbar heftig stritten. Nun hob der Mann seine Rechte und schlug fest auf die Frau ein. Diese hob die Hände vor das Gesicht um sich zu schützen.

»Ruf sofort die Polizei«, sagte Bernd als er bereits aufgesprungen war und aus dem Café stürmte.

Kira sah fassungslos nach draußen und sah, was dort passierte. Die Frau war in die Knie gegangen und versuchte noch immer sich mit den Händen vor den Schlägen zu schützen. Kira nahm ihr Comm aus der Tasche, tippte darauf und sagte »Notruf Polizei.« Das Wappen der Polizeibehörde erschien auf dem Bildschirm und eine Stimme fragte nach der Art des Notfalles. Kira berichtete, was sich gerade zutrug und nannte die Adresse.

»Bleiben Sie, wo Sie sind«, sagte die Stimme und das Gespräch war beendet.

Draußen holte der Mann erneut aus, doch Bernd fasste seine Hand als diese weit nach hinten gestreckt war und zog sie kräftig nach unten so das der Mann das Gleichgewicht verlor und rücklings auf dem Boden landete. Mit einer schnellen Handbewegung drehte er den Mann auf den Bauch und drückte sein Knie zwischen dessen Schulterblätter.

Kira stand auf und ging zur Tür.

»Hey, Sie müssen noch bezahlen«, sagte der Kellner als Kira das Café verlassen wollte. Doch diese deutete nur nach draußen.

»Was ist das denn?«, fragte der Kellner entgeistert.

»Ich weiß nicht genau, aber der Mann hat die Frau geschlagen. Ich habe gerade die Polizei gerufen«, sagte Kira.

»Bleib drinne!«, rief ihr Vater ein wenig außer Atem. Der Mann wehrte sich offenbar heftig.

Der Kellner lief an Kira vorbei nach draußen und setzte sich kurzerhand auf die Beine des Mannes. Nun, da dieser offenbar Bewegungsunfähig war, ging Kira nach draußen zu der Frau, die zusammengekauert auf dem Gehweg hockte und half dieser auf. »Kommen Sie mit«, sagte sie, fasste ihren Arm und zog sie in das Café.

»Sind Sie verletzt?«, fragte sie die zitternde Frau.

Diese schüttelte den Kopf und begann zu weinen. Kira schob sie zu einem der Tische und setzte sie auf einen Stuhl. Sie setzte sich neben sie und legte den Arm um ihre Schultern.

»Bitte, ich will nicht wieder zu ihn müssen. Ich kann doch nichts dafür, das ich nicht kochen kann«, sagte die Frau schluchzend. Nun erst bemerkte Kira das Halsband der Frau.

Sie schaute nach draußen und sah, wie zwei Polizeiwagen eintrafen. Sie legten dem sich noch immer heftig wehrenden Mann Handschellen an und begannen erst dann Fragen zu stellen als dieser endlich still blieb. Statt dessen schien er nun die Beamten, Kiras Vater sowie den Kellner anzuschreien und deutete mit einer abfälligen Bewegung auf das Fenster hinter den die beiden Frauen gerade saßen.

 

Während die Polizisten draußen offenbar die drei Männer befragten, kam eine Polizistin herein und begann Kira und die Frau zu befragen, was passiert wer und scannte ihre ID-Chips. Die Frau, sie hieß Melissa und war die Serva des Mannes, konnte nicht kochen, was der Mann allerdings immer wieder ignorierte und sich danach über das Essen beschwerte. Dieses Mal war er offenbar sehr wütend darüber und so hatte der Streit begonnen. Es stellte sich heraus, daß er auch sonst recht gewalttätig war.

 

Draußen sah Kira, daß die Polizisten dem Mann etwas zur Unterschrift vorlegten und ihr Vater schüttelte einem von ihnen die Hand, während die anderen Beiden den Mann noch immer fest hielten.

 

Die Polizistin hatte alles aufgenommen und ging nun nach draußen, wo sie sich mit ihren Kollegen unterhielt. Darauf hin wurde der Mann recht unsanft in eines der Polizeiautos gesetzt. Als diese wieder ab fuhren kamen Bernd und der Kellner zurück ins Café wo dieser hinter seinen Tresen ging, zwei Gläser mit einer goldgelben Flüssigkeit füllte und mit Bernd anstieß. Der Kellner machte, während sich die Beiden unterhielten, vier Tassen Kaffee und kam dann mit Bernd zusammen an den Tisch.

 

Melissa sah auf als sich die Beiden setzten und schaute dann nach draußen. »Vielen Dank«, sagte sie leise und schaute auf. Sie schien sichtlich erleichtert, daß ihr Herr nicht mehr zu sehen war. Wortlos legte Bernd einen Zettel auf den Tisch und die beiden Frauen begannen zu lesen. Was dort stand war offenbar ziemlich eilig geschrieben worden und am Ende befanden sich vier Unterschriften, eine davon war die von Bernd. Es handelte sich um einen Kaufvertrag in dem der Mann Melissa offenbar an Bernd verkauft hatte. Zwei der Polizisten hatten als Zeugen unterschrieben.

 

»Was ist das?«, fragte Melissa leise.

Bernd, der sich langsam beruhigt hatte, erklärte daß der Mann so wütend über den Vorfall war, daß er Melissa, die er als Auslöser für diesen Vorfall sah, nicht mehr haben wollte und daraufhin gesagt hatte: »Wenn Sie sie so in Schutz nehmen dann plagen Sie sich doch mit ihr rum.« Bernd hatte daraufhin nicht lange überlegt sondern sich von einem der Polizisten etwas zu Schreiben geben lassen und einen Kaufvertrag aufgesetzt. Auf die Frage nach dem Preis hatte der Mann nur geschrien: »Von mir aus können Sie sie geschenkt haben.« Bernd hatte darauf hin als Kaufpreis 100 Dollar eingesetzt und ihm diese in die Hand gedrückt. Er hatte den Polizisten auf die Frage ob Melissa nicht eine Anzeige erstatten sollte erklärt, daß das nicht nötig sei, da das Schlagen einer Serva ein sogenanntes Offizialdelikt sei und sie daher sowieso ermitteln müssten.

 

Melissa, die nun langsam begriff, was passiert war, schaute Bernd an, stand auf und kniete sich vor ihn. Aus ihrer Tunika holte sie etwas hervor und hielt es Bernd auf ihren flach ausgestreckten Händen hin. Bernd schaute fragend auf den Gegenstand bis Kira sich zu ihm beugte und ihm zuflüsterte »Ich glaube, sie erwartet, daß du sie ihr anlegst.«

»Eine Leine? Ich glaube nicht daß das wirklich nötig ist«, sagte Bernd ein wenig erstaunt. Sowas hatte er weder irgend wo gelesen noch hatte Kira ihm davon erzählt.

»Nein, ist es wohl auch nicht«, sagte Kira leise.

Melissa schaute zu ihm auf und bedankte sich noch einmal leise. Bernd deutete ihr, sich wieder zu setzen. Nachdem sie den Kaffee getrunken hatten, machte er sich mit Kira und Melissa auf den Weg nach Hause, nachdem der Kellner darauf bestanden hatte, daß das Frühstück, der Whisky und der Kaffee aufs Haus gingen.

 

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

bin schon richtig gespannt, wie es weitergeht. Vor allem was mit Nadine passiert? Ist alles in allem eine schöne Geschichte und mal was anderes als die sonst üblichen Versklavungs- und Unterwerfungsgeschichten. 

LG Estartu

Auf die nächsten Teile! Und bitte, bitte nicht zu lange mit der Fortsetzung warten. Es ist zwar nicht einfach, bei den verschiedenen verwobenen Handlungen Den Überblick zu behalten. Aber Du schreibst sehr unterhaltsam, auch scheinbar nebensächliches. Gerne mehr davon.

viele Grüße

Aber sehr spannend und interessant erzählt. 

Viele ungewöhnliche Handlungsstränge, Personen, von denen man gerne liest und aber so langsam braucht man ein Personenverzeichnis. :-)

Vielen Dank, das Du uns an den Geschichten teilhaben lässt.