Sweet, little Miss Sophie - Teil 2

"Klappentext"

Sophies Leben ist an einem Wendepunkt angelangt. Gerade fertig mit ihrem Studium, verzweifelt auf Arbeitssuche und in jeglicher Hinsicht unerfahren. Was soll sie nur mit ihrem Leben anfangen? Nichts scheint zu funktionieren. Und dann ist da noch dieser Mann, der frisch in die Wohnung über ihr gezogen ist.

 

Sophie sah ihn etwas verwirrt an. Was hatte das Alles zu bedeuten? Besonders sie musste erzogen werden? Nun kam sie sich noch mehr wie ein kleines Mädchen vor, dem man erklären musste, dass die Herdplatte heiß ist und man am besten nicht mit den Fingern darauf fasst. „Du hast noch viel zu lernen.“, bekräftigte er ihre Gedanken. „Aber keine Sorge. Ich bin hier um dir alles zu zeigen. Stück für Stück.“ Er schmunzelte. „Hieb für Hieb.“ Sophies Augen wurden groß. „Du, du willst mich schlagen?“, entfuhr es ihr entsetzt. Er konnte nicht anders, als leise über ihre offensichtliche Panik zu glucksen. „Schlagen ist so ein negativ besetztes Wort. Ich bevorzuge den Ausdruck ‚Zurechtweisungen‘.“, erklärte er ihr mit charmanter Stimme. „Außerdem, warst es nicht du, die mir gerade noch anvertraut hat, dass sie gerne mal ein paar Klapse auf den Hintern bekommen würde?“

In seinem Lächeln spiegelte sich nun der gleiche spielerische Ausdruck, den seine Augen bereits die ganze Zeit trugen. Er genoss es sichtlich sie in Unbehagen zu versetzen und immer wieder eine Schippe drauf zu legen. Nur konnte ihr Gesicht nicht noch mehr rot anlaufen, denn dies war mittlerweile ihr Dauerzustand geworden. „Oder irre ich mich, Sophie?“, stichelte er noch einmal nach. Ihr war klar, dass er solange nachfragen würde, bis sie ihm antwortete. Nur wollte sie auf keinen Fall mehr seinen strengen Tonfall und diese harten Augen provozieren. Sie fühlte sich dann immer noch kleiner, noch naiver und tatsächlich noch unschuldiger. „Nein, du irrst dich nicht.“, flüsterte sie nun daher. Triumphierend lehnte er sich in seinem Sessel zurück, verschränkte demonstrativ die Arme vor seiner Brust und ein strahlendes Lächeln breitete sich von über sein gesamtes Gesicht aus. Dies brachte nur noch mehr seine leicht behaarten, muskulösen Unterarme zur Geltung. Sie fragte sich unweigerlich, wie es sich anfühlen würde, würden sich diese Arme sich fest um sie schlingen, sie halten, sie gar tragen. Eine Gänsehaut breitete sich auf ihren Armen aus und lief ihr eiskalt über den Rücken bei diesem Gedanken.

Sie hatte gar nicht bemerkt, dass Manuel seinen Kaffee bereits ausgetrunken hatte. Sie selbst hatte gerade den letzten Schluck aus ihrem getrunken, den Muffin bereits aufgegessen. Sie wirkte beinahe verloren, jetzt wo sie nichts mehr zu tun hatte, außer ihn anzusehen und seinen interessierten Blicken Stand zu halten. Sie war sogar froh, als er wieder das Wort ergriff.

„So, meine liebe Sub,“, er grinste wieder neckisch bei den Worten. „Ich denke, wir können uns auf den Rückweg machen. Es sei denn, du möchtest noch etwas essen?“ Sie schüttelte verneinend den Kopf und so stand er auf, räumte das benutzte Geschirr auf das Tablett zurück und trug es wie selbstverständlich zu der Geschirrrückgabe. Am Ausgang wartete er auf sie, hielt ihr wie zuvor schon die Türe auf und begleitete sie den ganzen Weg über bis vor ihre Wohnungstüre hin.

Etwas unsicher stand sie nun vor eben dieser, wusste nicht recht, was sie sagen sollte. Immerhin hatte er sie zu Kaffee und Muffin eingeladen, obwohl doch sie sich bei ihm revanchieren sollte. „Also, ähm, Manuel“, setzte sie unsicher an. „danke für den Kaffee. Und auch für den Muffin. Ich weiß nur nicht so recht, wie ich mich jetzt bei dir revanchiert habe. Schließlich hast du mich ja nicht zahlen lassen.“ Sie kratzte sich verlegen am Kopf und blickte zur Seite. „Sophie“ Jedes Mal, wenn er ihren Namen sagte breitete sich mehr und mehr eine wohlige Wärme in ihrem Innersten aus. „du wirst dich schon noch bei mir revanchieren. Vielleicht sogar recht bald. Doch für nun ist es erst einmal so in Ordnung, wie die Dinge im Moment sind. Ruh dich heute noch aus, lass deinen Kopf frei werden und mach dir nicht zu viele Gedanken. Nutze die Ruhe vor dem Sturm.“ Mit diesen Worten hatte er sich zum Gehen gewandt. Er wohnte, wie er ihr zuvor erzählt hatte, genau eine Etage über ihr und musste somit nur einmal die Treppenstufen nach oben steigen, um selbst bei sich zuhause zu sein.

Mit dem Kopf in Gedanken sperrte sie ihre eigene Wohnungstüre auf, warf den Schal unachtsam in eine Ecke und den Mantel oben drauf. Die Stiefel zog sie sich im Gehen aus und somit landeten diese irgendwo zwischen Wohnungseingang und der Couch. Geradewegs steuerte sie ihren Platz von vor mittlerweile drei Stunden an und ließ sich mehr plump als elegant auf den kleinen Sitz neben dem Fenster fallen. Sie hatte Glück, der Laptop hatte gerade noch so Akku. Schnell steckte sie das kleine Gerät an, um es am Leben zu halten.

Ihr geisterten schon die ganze Zeit Fragen im Kopf, ließen sie nicht in Ruhe. Was hatte er damit gemeint, sie sei eine Sub. Eine Devote. Und was war bitteschön denn ein Dom? Und weshalb musste er sie erziehen? Es war schon eher die Frage, weshalb sie überhaupt erzogen werden musste. Das hatten, ihrer Meinung nach, ihre Eltern schon sehr gut erfüllt.

Mit flinken Fingern öffnete sie das Browserfenster, tippte den Befehl für die Website einer Suchmaschine ein und klickte sich in das Fenster. ‚SUB‘ tippte sie zögernd in das leere Feld ein und drückte auf Enter. Sofort ratterten Millionen kleiner Zahnräder im Hintergrund der Rechenzentren und innerhalb nicht einmal einer Sekunde hatte sie zahllose Ergebnisse auf ihre Suchanfrage angezeigt bekommen. Neben einiger Werbeanzeigen einer Fastfoodkette sowie der Londoner U-Bahn waren doch auch mehr interessante Links dabei. In einem hieß es: ‚Sub steht für die submissive, passiv-unterwürfige Person im BDSM, siehe Bottom‘ Okay, BDSM, das hatte sie schon einmal gehört. War das nicht so etwas, mit Menschen in Lack, Leder oder Latex, mit Peitschen und Knebeln im Mund? Passiv-unterwürfig, das bereitete ihr Kopfzerbrechen. Sie war doch alles andere als unterwürfig. Sie hatte sich immer behauptet, egal wer ihr Gegenüber gewesen war. Doch bei Manuel, da war das anders, sie war froh gewesen, als er die Führung übernahm. Über ihr Gespräch sowie über den Heimweg. Zählte das nun schon als unterwürfig?

Sie klickte sich auf die Seite der Suchmaschine zurück und tippte ‚DOM‘ in das Suchfeld ein. Wieder erwartete sie eine Auswahl an unnützen Suchergebnissen, wie Bilder des Kölner Doms oder jedem anderem Dom, der eine deutsche Stadt zierte. Doch schließlich fand sie, wonach sie suchte. ‚Dom steht für Dominanz, die aktive, bestimmende Person im BDSM, siehe Top‘ Schon wieder dieses BDSM. Was Dominanz an sich bedeutete war ihr klar, auch die Rolle schien ihr mehr verständlich, als die einer Sub.

Sie wurde mutig, klickte zurück zu der allwissenden Maschine und tippte selbstbewusst ‚BDSM‘ ein. Sofort öffneten sich zahllose Ergebnisse. Jedes neue schien dunkler und verruchte, als das Vorherige zu sein. Ihre Augen weiteten sich bei Bildern von Frauen in Lederkostümen, gefesselten Menschen, die Bälle im Mund hatten, teils von der Decke hingen, von Männern, die komische Gürtel um ihr bestes Stück geschnallt hatten und alle lächelten, als wäre dies das Normalste und Spaßigste der Welt. Schließlich fand sie eine Seite, die ihr mehr Informationen, als schaurige Bilder liefern wollte. BDSM bestand aus mehreren Teilaspekten, hieß es dort. Das mehrschichtige Akronym stehe für mehrere unter diesem Oberbegriff zusammengefasste physische und psychische Parts. Unter B & D verstände man ‚Bondage and Discipline‘, also Fesselung und Disziplinierungen. Bei D & S ‚Dominance and Submission‘, was so viel wie Beherrschung und Unterwerfung bedeutete. S & M war wohl das Bekannteste. ‚Sadism and Masochism‘, auf Gutdeutsch Sadismus und Masochismus. Manuel hatte ihr also mit Sub und Dom mitteilen wollen, dass er sie gerne dominieren, unterwerfen und wohl am besten noch disziplinieren wollte. Und alles unter dem Aspekt und der schützenden Hand einer Perversion namens BDSM.

Sie war schockiert. Dieser so charmante, selbstbewusste, junge Mann sollte ein peitschenschwingender, unterdrückender Perverser sein? Nein, das konnte und wollte sie sich gar nicht vorstellen. Aber sie musste sich selbst eingestehen, dass manche Handlungen, die dort so ausführlich beschrieben wurden doch ihren Fantasien glichen oder zumindest ähnelten. Wo bin ich da nur hinein geraten?, fragte sie sich selber. Was zum Teufel hatte mich da geritten, dass ich mit so einem einen Kaffee trinke?

Und doch konnte sie ihr Interesse an dieser dunklen Subkultur nicht verleugnen. Immer weiter las sie sich in die Thematik ein, merkte gar nicht, dass es vor ihrem Fenster noch dunkler wurde, der Abend hereinbrach. Ganz versessen ihren Wissensdurst zu stillen tippte sie immer neue Suchbegriffe ein, las unzählige Artikel und lernte immer mehr über diese ihr so fremde, schaurige, doch faszinierende Welt hinter Lack, Leder, Latex und Lust.

Sie erschrak fürchterlich, als es plötzlich an der Wohnungstüre schellte. Überrascht, wer denn bei ihr klingeln würde, hechtete sie zur Türe und öffnete diese ohne weiter einen Gedanken zu verschwenden.

In ihrer Türe stand ein junger Herr, das weiße Hemd ordentlich geknöpft und in die Jeanshose gesteckt, welche von einem dicken, braunen Ledergürtel gehalten wurde. Das Sakko hatte er sich lässig über die Schulter geworfen und an dem Handgelenk blitze eine große Uhr an einem breiten, ebenfalls braunen Lederband. Das rabenschwarze Haar war ordentlich gekämmt, die Fingernägel gesäubert und die Arme, höchstwahrscheinlich der ganze Körper, hatte die reinigende Wirkung von Seife erfahren. Ihn umgab ein leichter Hauch eines sehr männlich duftenden Parfüms, dass viel zu teuer für ihre Verhältnisse roch.

Ihre Augen weiteten sich noch mehr, als sie erkannte, wer den vor ihr stand. Es war Manuel. Der Manuel, mit dem sie Stunden zuvor im Treppenhaus zusammengestoßen war. Der Manuel, mit dem sie zusammen in ihrem Lieblingscafé einen Cappuccino getrunken hatte. Der Manuel, der sie unterwerfen, dominieren und erziehen wollte. Eben jener Manuel, der ihre Gedanken seither bestimmt hatte.

„Was? Du?!“, entfuhr es ihr ungehalten. „Nana!“, tadelte er sie. „Bist du denn nicht froh mich wiederzusehen?“ Er hatte mal wieder Recht, musste sie sich eingestehen. Allein diese Tatsache ließ sie wieder rot anlaufen. „Willst du mich denn gar nicht zu dir hereinbitten?“, forderte er sie förmlich auf. „Wir können uns gerne weiterhin im Hausflur unterhalten, aber ich denke es ist zu deinem Besten, wenn wir unser Gespräch drinnen fortsetzen.“

Wie von der Tarantel gestochen wich sie aus der Türöffnung und er trat ein. Sein Blick wanderte von ihr zu dem auf dem Boden liegenden Schal und Mantel. Sie spürte sein Missfallen, ohne dass er auch nur ein Wort sagen musste. Schnell hob sie beides auf, hängte den Mantel an die Garderobe und legte den Schal gefaltet auf die Kommode daneben. Bevor er noch etwas zu beanstanden hatte, sammelte sie auch die Stiefel auf und stellte sie akkurat in Reih und Glied neben die anderen Paare, die sie besaß. Die ganze Zeit über hatte er keinen Ton gesagt, sie nur stehts beobachtet. Nun hob er wieder seine Stimme und hielt ihr dabei eine Tüte vor die Nase, die ihr bis dahin noch gar nicht aufgefallen war. „Hier, zieh das an, Sophie. Wenn du magst, leg gerne noch ein bisschen Make-Up auf. Aber nur dezent! Wenn du fertig bist, müssen wir los. Du willst doch nicht, dass wir unseren Tisch verlieren.“ Perplex nahm sie ihm die Tüte aus der Hand und ging damit ins Bad. Vor lauter Überraschung vergaß sie gänzlich zu fragen, wo sie denn einen Tisch hätten und für was der gut sei.

In Windeseile hatte sie ihre schulterlangen Haare nach hinten zusammengefasst, hochgesteckt und sich die Wimpern getuscht. Mit geschulter Hand zog sie sich einen feinen Lidstrich und schmückte ihre Lippen mit einem satten Rot. Erst nun öffnete sie die Tüte und ließ den Inhalt in ihre freie Hand gleiten. Zum Vorschein kam ein dunkelrotes Cocktailkleid aus Satin sowie farblich perfekt abgestimmte Pumps. Sie zog das Kleid an und wunderte sich, wie er nur ihre Größe so perfekt schätzen hatte können. Das Kleid saß, als wäre es ihr auf dem Leib geschneidert worden. Der Herzausschnitt umfasste ihr Dekolleté perfekt und pushte es soweit, dass ihre handgroßen Brüste mit denen einer Pamela Anderson locker mithalten hätten können. Der seidene Stoff umhüllte ihren Körper hauteng, ließ ihre eh schon schmale Taille fast wespenhaft dünn erscheinen und, es war unfassbar, es sah sogar so aus, als hätte sie einen schönen, runden Knackpo. Verzaubert betrachtete sie ihr Erscheinungsbild im Spiegel, drehte sich hin und her.

Plötzlich fiel es ihr wieder siedend heiß ein, Manuel wartete da draußen ja auf sie! Mit flinken Fingern schlüpfte sie in die High Heels und stöckelte dann frohen Mutes und mit mehr Selbstbewusstsein als davor aus dem Badezimmer, um sich Manuel zu präsentieren.

Dieser stand lässig neben ihrem noch immer aufgeklappten Laptop und betrachtete neugierig den Inhalt des Bildschirms. Er blickte auf, als er ihre Schritte kommen hörte. „Ich sehe, du hast dich ein bisschen schlau gemacht.“ Das hatte sie ja ganz vergessen! Auf dem Laptop prangte noch immer die Website eines Forums, das bis ins kleinste Detail den Ablauf einer sogenannten Session beschrieb. Röte kroch ihr über die Wangen und ihre Lippen öffneten sich, ohne dass ein Wort sie verlassen wollte. Zum Glück nahm er ihr das Sprechen ab. „Du siehst umwerfend aus!“, komplimentierte er ihr Aussehen. „Ich wusste doch, dass dir das Rot hervorragend stehen würde.“

Er nahm sein Sakko, dass auf dem Sessel gelegen hatte wieder auf, wandte sich ihr zu und meinte: „Nun komm. Wir wollen doch nicht zu spät kommen!“

Ehe sie sich versah, saß sie neben ihm in seinem Wagen. Sie schätzte seine Anwesenheit mittlerweile sehr. Seine fast schon ruhige Art, die Tatsache, dass er sich allem so sicher schien und nie zweifelte, das gab ihr alles das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit.

Am Restaurant, ein Italiener wie sich herausstellte, angekommen führte er sie wieder zum Eingang, öffnete die Tür für sie und betrat dicht hinter ihr das Lokal. Ein Kellner brachte beide zu dem reservierten Tisch – ein kleiner Zweisitzer im hinteren Teil des Gastraumes mit zwei bequem wirkenden, mit dicken Polstern ausgestatteten Stühlen - und wollte beiden die edlen, in Leder gespannten Speisekarten überreichen, doch Manuel lehnte dankend ab, er wüsste schon was sie bestellen würden. Fragend blickte Sophie ihn an. Woher konnte er wissen, was sie mochte? Sie hatte zwar keine Allergien, aber was wäre, wenn sie welche hätte. Gegen Krustentiere zum Beispiel? Oder Erdnüsse? Manuel fuhr unbeeindruckt fort mit dem Kellner zu sprechen. Er bestellte für beide ein Glas Frühburgunder passend zu den Linguine Puttanesca und als Dessert Tartufo Nero. Beides hatte sie noch nie probiert, auch wenn sie oft überlegt hatte es zu bestellen. Allgemein hatte sie sich selber nie ein Dessert gegönnt.

Der Kellner kam kurze Zeit später wieder, stellte zwei grazile Gläser Weißwein auf den Tisch vor ihnen ab und ließ sie beide wieder ungestört zurück in ihrer kleinen, intimen Atmosphäre.

Während sie auf ihr bestelltes Essen warteten nahmen beide immer wieder kleine Schlucke von ihrem Weißwein. Manuels Blick lag die ganze Zeit fest auf ihren Augen, schien sie zu fesseln, nicht mehr hergeben zu wollen.

Erst redeten sie über Belangloses, welchen Job sich Sophie wünschte, welches Studium sie absolviert hatte, was sie gerne tat und gerne aß. Doch plötzlich wechselte er abrupt das Thema, seine Augen leuchteten dabei schon wieder so verschwörerisch und fast schon lüstern. „Sophie“, setzte er wieder an, genau wissend, dass ihr der Klang seiner Stimme Schauer über den Rücken jagte. „Erzähl mir doch, wieso ist so eine bildhübsche Frau wie du noch Jungfrau? Aus den Teenagerjahren bist du ja wohl schon offensichtlich heraußen und ich glaube kaum, dass du dir deine Keuschheit für die Ehe aufhebst.“ Sie errötete Umgehens bei dem Thema. Eigentlich hatte sie schon geahnt, dass er nochmals darauf zu sprechen kommen würde. Er sah sie immer noch fordernd an, wollte eine Antwort auf seine Frage. Schien sie aber nicht zu drängen sofort zu antworten. So überlegte sie genau abschätzend, wie sie es ihm sagen wollte oder besser, was sie ihm Preis geben wollte. „Naja“, begann sie zögerlich. „An sich bin ich noch Jungfrau, weil ich es so wollte. Aber nicht aus religiösen oder Glaubensgründen. Ich habe nur bis jetzt noch keinen Kerl gefunden, dem ich genug vertraut habe, um ihm überhaupt meinen Körper nackt zu zeigen. Geschweige denn ihm meine Unschuld zu schenken.“ Ihr Gegenüber nickte verstehend, doch seine Augen sprachen eine andere Sprache. Sie zeigten seine offensichtliche Begierde, fast schon Verlangen. Sie kannte den Ausdruck. Jeder ihrer ehemaligen Geliebten hatte ihn gehabt. Alle hatten sie sie nur ins Bett bekommen wollen. Alle waren von Dannen gezogen, als sie sich ihnen verwehrte. So würde er es auch tun, da war sie sich sicher.

„Und du hast wirklich noch nie Erfahrungen dieser Richtung gemacht?“, nahm er das Gespräch wieder auf. Verneinend schüttelte sie den Kopf. Sein Blick fesselte sie förmlich, zog sie aus. Aber nicht auf die erotische Weise, nicht ihre Kleidung ließen die Hüllen fallen, er zog sie auf, um in ihre Seele zu blicken. Als wäre das Fleischliche unrelevant. „Aber du würdest gerne einmal erleben, wie es sich anfühlt?“, bohrte er weiter nach. „Was anfühlt?“, fragte sie verdattert nach. Sie konnte dem Gespräch kaum folgen, so fesselten sie seine Augen. „Wie es sich anfühlt, wenn du über mir liegen würdest und ich dir den Hintern versohle. Wie es sich anfühlt, wenn ich deine Handgelenke über deinem Kopf festbinde und an deinen Brustwarzen sauge. Wie es sich anfühlt, wenn du vor mir knien würdest und mir einen bläst. Wie es sich anfühlt, wenn ich tief in dich eindringe und dich komplett ausfülle. Wie es sich anfühlt, wenn du erst auf meinen Befehl hin kommen darfst.“ Er war während seiner Aufzählung komplett ruhig geblieben, seine Stimme in gedämpfter Zimmerlautstärke, ohne jegliches Anzeichen von Lust oder Begierde. Seine Augen hatten starr in ihre geblickt. Nur sie hatte eine Reaktion gezeigt, sie hatte verlegen auf ihrer Unterlippe genagt und war wie so oft zuvor rot geworden. Seine Worte regten in ihr etwas, das sie bisher so noch nicht kannte. War es wirklich das was sie wollte? Erregte sie gar die Vorstellung daran, dass er mit ihr solche Spielchen trieb? Sie musste sich eingestehen, bei dem Gedanken daran, wie seine starken Hände ihre nackte Haut streichelten, gar ihr den Hintern versohlten, breitete sich ein gespanntes Kribbeln in ihrem Innersten aus. Selbst die Tatsache, dass er sie fesseln wollte, bevor er an ihren rosigen Knospen saugte, verzückte sie mehr, als sie zu beunruhigen. Je länger sie darüber nachdachte, sich die Situationen vorstellte, desto wärmer fühlte sich ihr Unterleib an. Er glühte fast schon heiß vor Verlangen. In ihrem Slip sammelte sich allmählich die Feuchte. Sie glitt nach und nach zwischen ihren Lippen durch und benetzte den Stoff Zusehens mit ihrer Lust. Auch ihre Brustwarzen zeigten deutlich ihr Gefallen an der Fantasie. Sie ragten spitz gegen den Stoff ihres dünnen Spitzen-BHs und verlangten um postwendende Aufmerksamkeit. Ihre Wangen begannen zu glühen. Sie wollte ihr Gefallen am ihn nicht so offensichtlich zeigen. Besonders ihre steifen Knospen waren viel zu verräterisch und spielten nach ihren eigenen Regeln. Sie schrien förmlich danach, dass er ihre Brüste fest in seine Hände schloss und ihre Nippel zwischen seinen Fingern reizte.

Zu ihrem Missfallen hatte er es bereits auch bemerkt. Sein Grinsen war schief und neckisch, seine Augen sprachen noch eine deutlichere Sprache. „Wie ich sehe findest du Gefallen an meinen Vorschlägen.“, neckte er sie. „Aber darauf werden wir beide noch etwas warten müssen.“

 

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