In die Falle gegangen (4)

"Klappentext"

Das Metall macht Lin ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann.

Des Fetisch-Märchens 4. Teil. Hier entlang zum ersten Teil.

Oh nein, was jetzt? Lin wurde aus ihrer Betäubung wachgerüttelt, als ein dicker Strang des Metalls nach oben schoss und sich um einen kräftigen Ast schlang, der über den Pfad ragte. Sobald sich der Strang fest verankert hatte, zog er sich zusammen und Lin wurde mit den Füßen voran in die Luft gehievt, bis sie sich kopfüber etwa einen Meter über dem Boden baumelnd wiederfand. Die herausfordernden Position verursachte ihr keine Beschwerden, was ihrer ausgezeichneten Durchblutung, aber wahrscheinlich auch der Unterstützung des Metalls zu verdanken war. Daher ertrug sie ihre neue Lage zunächst klaglos und stöhnte erst auf, als ein weiterer, hinterlistiger Angriff auf ihre erogenen Zonen einsetzte, wobei sich diesmal Lust und Schmerz die Waage hielten.

Die vorangegangenen Orgasmen hatten sie befriedigt und erschöpft zurückgelassen, so dass sie nicht glaubte, schon für eine weitere Runde bereit zu sein. Zu ihrer Überraschung wurde sie aber umgehend wieder feucht. Ihr Körper war bereits darauf konditioniert, auf die Stimulation des Metalls mit Erregung zu reagieren, unabhängig davon, was ihr Verstand dazu sagte. Zudem hatte ihre anfängliche Todesangst dem aufregenden Nervenkitzel der Ungewissheit Platz gemacht: Die Aussicht, der Langeweile des bürgerlichen Heldenlebens als Sklavin einer formidablen, außerirdischen Herrin zu entfliehen, erregte sie wie nichts zuvor in ihrem Leben. Die unglaublichen Erfahrungen, die ihr bisheriges Abenteuer für ihre Zukunft mit der Herrin verhieß, wollte sie mit einer absoluten Gewissheit auskosten, die keinen Raum für Zweifel ließ. Sie wollte mehr, so viel mehr davon! Doch das Metall hatte wieder einmal seine Taktik geändert, wie sie zu ihrem Verdruss bald feststellen musste.

Anstatt die Intensität seiner herben Zärtlichkeiten ständig zu steigern, heizte das Metall ihre Lust erst auf ein schier unerträgliches Niveau an, stellte jegliche Stimulation aber sofort ein, sobald sich ein Orgasmus ankündigte. Jedes Mal, wenn dies geschah, heulte Lin vor frustrierter Begierde in ihren Knebel. Mit jeder neuen Runde des schrecklichen Spiels wurde ihre unerträgliche Anspannung noch einmal gesteigert, bis sie überzeugt war, gleich platzen zu müssen.

Der Teufelskreis begann von Neuem und wieder waren ihre Muschi, ihre Brüste und jede andere ihrer erogenen Zone einem Wechselbad von Empfindungen ausgesetzt, die zwischen zärtlichen Liebkosungen und gemeinen Schocks schwankten, wobei jede davon perfekt auf die Signale abgestimmt war, die ihr Gehirn ihrem listigen Peiniger übermittelte. In Rekordzeit erschauderte Lin wieder vor Lust in ihren Fesseln. Sie war nur um Haaresbreite davon entfernt, in einem spektakulären Orgasmus zu zerbersten, als das Metall seine Bemühungen urplötzlich beendete und sie zum x-ten Mal im Stich ließ.

Oh nein, bitte nicht, nicht schon wieder! Sie war so verdammt nah dran gewesen! Es war zutiefst unfair, immer wieder in letzter Sekunde frustriert zu werden. In einem Wutanfall bäumte Lin sich auf und versuchte verzweifelt, irgendwie ihren Schritt zu erreichen. Mit aller Kraft kämpfte sie gegen die Fesseln an, die ihre Arme nutzlos an der Seite festhielten. Wären Knochen und Sehnen dazu in der Lage gewesen, hätten sie sicherlich die Metallstränge zerrissen, so aber resultierte ihr Kraftakt lediglich in einer völlig nutzlosen Schaukelbewegung, die ihre titanische Anstrengung verhöhnte. Sie kreischte vor Wut, doch selbst ihr Schrei wurde mühelos durch den Knebel in ihrem Mund erstickt. Rasend vor unerfüllter Lust, wusste Lin keinen Ausweg mehr. Dann wurde es noch schlimmer.

Das Metall hatte einen beeindruckenden neuen Trick gelernt. Als sie das nächste Mal an der Schwelle dessen stand, was der großartigste Orgasmus ihres Lebens zu werden versprach, hielt es sie genau dort fest, zuckend und stöhnend, aber unfähig, die Erlösung zu finden, nach der sie sich verzweifelt sehnte. Sie musste unbedingt zum Höhepunkt kommen, konnte es aber nicht! Als das Metall ihren Geist nach endlosen Minuten endlich freigab und ihre unbändige Lust ein wenig abkühlen ließ, war Lin ein schluchzendes Wrack. Sie würde alles tun, was nötig war, um endlich kommen zu dürfen! Was immer von ihr verlangt wurde, sie würde freudig einwilligen, wenn damit nur diese erotische Agonie beendet würde. Und auf einmal wusste sie, dass dieser Gedanke tatsächlich der Schlüssel zu ihrer Rettung war.

Die Göttin hatte das Geschenk, zu dem sie ihre Lust und ihren Schmerz gemacht hatte, gnädig angenommen. Jetzt oblag es Lin, ihre bedingungslose Unterwerfung unter die Dominanz ihrer Herrin zu beweisen. Jetzt war es an ihr, sich in die Sklavin zu verwandeln, die zu sein schon lange ihr Traum war. Erst danach konnte sie mit der von ihr ersehnten Erlösung rechnen. Der metallene Helfer der Göttin war angewiesen, seine beträchtlichen Fähigkeiten in ihren Dienst zu stellen, um sie bei ihrer Verwandlung zu unterstützen.

Vor Lins geistigem Auge entstand ein überraschend detailliertes Bild davon, wie sie sich gegenwärtig einem außenstehenden Beobachter präsentierte: Kopfüber von einem Baum hängend, vor Anstrengung keuchend, das Gesicht gerötet, ihr blondes Haar verfilzt und zerzaust, das Trainingsoutfit fleckig und schweißgetränkt. Ihre Fesselung war mehr zweckdienlich als erotisch und abgesehen davon, dass sie an den Füßen aufgehängt war, weniger herausfordernd als manche der Positionen, die sie schon alleine ausprobiert hatte. Darüber hinaus erinnerte sie ihr Anblick an eine im Netz gefangene Wurst, an eine in der Speisekammer hängende Salami - das ging schon mal gar nicht. Also überhaupt gar nicht! In ihrer Vorstellung begann sie, Änderungen vorzunehmen, und das Metall setzte sie beflissen in die Realität um.

Als Erstes entschied sie, dass eine richtige Sklavin nackt zu sein hatte. Das Metall formte scharfe Klingen, die kurzen Prozess mit ihrer Kleidung und ihren Laufschuhen machten. In kleine Stücke geschnitten, regneten die Reste auf den Waldboden unter ihr herab. Kritisch betrachtete sie ihren nun entblößten Körper. Normalerweise rasierte sie sich regelmäßig, aber seit sie sich mutterseelenallein an einem abgelegenen Ort aufhielt, hatte sie auf diese Routine verzichtet, und entdeckte nun im Schritt, an den Beinen und Achselhöhlen ein paar Stoppeln. Irgendwoher wusste sie, dass das Metall sie ein für allemal davon befreien konnte. Noch bevor sie den entsprechenden Wunsch überhaupt bewusst formuliert hatte, kroch eine Armee silberner Tropfen über ihre Haut, die alle Körperhaare unterhalb ihres Nackens entfernten und gleichzeitig auch die Follikel vollständig eliminierten. Immer noch grenzenlos erregt, machten Lin die Schmerzen, die ihre permanente Epilation begleiteten, nur noch geiler. Außerdem dauerte der gesamte Vorgang nur wenige Minuten, und hinterher war ihre Haut so glatt wie seit ihrer frühesten Kindheit nicht mehr.

Ermutigt durch diesen Erfolg fuhr sie ohne Zögern fort, andere Makel korrigieren zu lassen, die im Widerspruch zu ihrer Vorstellung von einem perfekten Körper standen. Bald waren ihre wenigen Muttermale, eine im Nachhinein eher peinliche Tätowierung auf ihrem Knöchel und die Narbe auf ihrem Handrücken, die von einer alten Meinungsverschiedenheit mit der mittlerweile verstorbenen Familienkatze zeugten, für immer verschwunden. Leider konnte nichts gegen ihre langweiligen blauen Augen unternommen werden; solche Veränderungen waren zwar prinzipiell möglich, aber sie erforderten genetische Modifikationen, die über das hinausgingen, was das Metall auf die Schnelle bewerkstelligen konnte. Dafür brillierte es bei Modifikationen von mehr chirurgischer Natur und konnte deren Heilungsprozess enorm beschleunigen.

Beim Bewundern ihres jetzt makellosen Körpers erlebte Lin einen Moment der Glückseligkeit. Das Metall belohnte sie mit einer weiteren Welle sexueller Erregung, die ihren Unterleib zum Zucken brachte und sie einmal mehr die ihn ausfüllenden Eindringlinge deutlich spüren lies. Aber natürlich endete der erotische Schub, bevor sie kommen konnte. Lin betete, dass ihr metallener Erfüllungsgehilfe weitermachen oder zumindest ihre Arme befreien möge, damit sie sich auf gewohnte Weise befriedigen konnte, aber ihr Flehen wurde nicht erhört. Offensichtlich waren die ihr eingeräumten Machtbefugnisse eng begrenzt, so dass sie keinen anderen Ausweg hatte, als sich zusammenzureißen und weiterzumachen. Als nächstes richtete sich ihre Aufmerksamkeit auf ihre Fesseln.

Um ihre masochistischen Sehnsüchte zu stillen, sah Lin sich häufig Bondagevideos an oder las einschlägige Geschichten im Internet, wobei sie sich im Laufe der Zeit immer mehr zum extremen Ende des Spektrums hingezogen fühlte. Am liebsten waren ihr Geschichten, die davon handelten, wie sich die unglückliche Heldin immer tiefer in das Ausleben ihrer Unterwerfungsfantasien verstrickte, bis sie schließlich in lebenslanger Sklaverei endete, vorzugsweise trotz ihrer lautstarken Proteste im Einklang mit ihren uneingestandenen Wünschen – allerdings ins Extrem gesteigert. Bonuspunkte gab es, wenn die widerwillige Sklavin mit permanenten Fesseln ausgestattet und ihr Körper von zweckdienlichen und erniedrigenden Piercings durchbohrt wurde. Obwohl diese Geschichten zumeist alles andere als realistisch waren, gelang es ihnen stets, Lin zu erregen, so dass sie jetzt unwillkürlich an sie denken musste.

Hier geht es zum 5. Teil.

Average: 4.9 (21 votes)
CAPTCHA
Hiermit soll festgestellt werden, ob du ein Mensch bist oder nur ein Bot :-)

Inhalt/Idee

Average: 3.1 (21 votes)
CAPTCHA
Hiermit soll festgestellt werden, ob du ein Mensch bist oder nur ein Bot :-)

Erotik/BDSM

Average: 3.4 (21 votes)
CAPTCHA
Hiermit soll festgestellt werden, ob du ein Mensch bist oder nur ein Bot :-)

Rechtschreibung/Form

Average: 4 (21 votes)
CAPTCHA
Hiermit soll festgestellt werden, ob du ein Mensch bist oder nur ein Bot :-)

Kommentar(e)

Eine sehr gelungene Fortsetzung die viel Spaß beim Lesen macht. Und mich wieder "verzweifelt " zurück lässt bis ich den nächsten Teil lesen darf :-)

LG Ornella 

da kann ich Ornella nur zustimmen... schreib bitte schneller, Absolutist! :D

LG Kya

Antwort auf von Kya

Neben bauartbedingten Limitationen des Absolutist wird seine Schreibgeschwindigkeit auch von äußeren Umständen wie freie Zeit und Motivation beeinflusst. Für letztere haben sich Kommentare häufig als förderlich erwiesen ;-) Also danke dafür!

Cheers, Absolutist