Wie ich meinen Herrn erzog Teil 2

"Klappentext"

Teil 2 von wahrscheinlich 3 Teilen

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Danke für das Feedback zum ersten Teil. Ich hoffe, dass der zweite Teil gut ankommt. Vermutlich werden es insgesamt 3 Teile bis zum "Ende" der Geschichte, aber mal schauen.

Auch hier freue ich mich über Feedback und Kritik :)

 

 

Ziemlich schnell wird mir der Film zu langweilig. Eigentlich mag ich sowas ja auch gar nicht, aber heute wollte ich das unbedingt, zumindest am Anfang. Ein bisschen gedulde ich mich noch, aber in meinen Kopf rattert es schon. Wie ich ihn wohl heute auf die Palme bringen kann? Er hat mir schon lange nicht mehr den Hintern verhauen, irgendwie vermisse ich das. Ich könnte wohl damit anfangen, ihn in die Seite zu pieken, oder ihn zu kitzeln. Ich könnte aber auch einfach aufstehen und mir was zu trinken holen. Er besteht immer darauf, dass ich ihn frage ob er auch was möchte und ihm dann was mitbringe, aber das muss ja heute nicht sein. Nach einigen Minuten hin und her überlegen, habe ich mich für die beiden ersten Sachen entschieden, das nervt ihn immer am meisten. Als er einen Moment lang abgelenkt ist, pieke ich ihn und schaue dann demonstrativ in die andere Richtung. Er schaut mich an, grummelt kurz und wendet sich wieder dem Film zu. Ich pieke ihn noch mal, und noch mal, und noch mal. Nun wird es ihm zu blöd und er schaut mich böse an: „Was soll das? Hör auf mit dem Scheiß!“ „Aber mir ist langweilig…“, antworte ich und klimpere ganz unschuldig mit den Augen. „Ja? Ist es das? Ich dachte du wolltest den Film schauen, du hast ihn schließlich ausgesucht.“ „Naja, irgendwie habe ich ihn mir interessanter vorgestellt. Jetzt will ich lieber spielen“, antworte ich. Verwirrt schaut er mich an. Was ihm wohl im Kopf rum geht? Naja, wird schon nichts Schlimmes sein, er schaut noch nicht böse. Erneut pieke ich ihn in die Seite und versuche jetzt sogar an seine Füße zu kommen, die in Socken auf der Couch liegen, denn dort ist er besonders kitzelig. Als ich ihn erwische, quiekt er auf und ich muss lachen. Wie ein Mädchen hat er geschrien.

Jetzt wird sein Blick langsam böse, aber so komme ich meinem Ziel, einem roten Hintern, einen Schritt näher. Ich versuche immer weiter an seine Füße und seine empfindliche Seite zu kommen, bis es ihm zu bunt wird und er meine Hand packt. Er hat eine enorme Kraft, weiß sie aber leider nicht so einzusetzen wie er könnte. Wie einfach wäre es für ihn, wenn er noch meine andere Hand nehmen und mich gegen die Rückenlehne des Sofas drücken würde. Tief in meinem Inneren wünsche ich mir, dass er mit der anderen Hand meinen Hals packt und mich nach hinten drückt… Bis das passiert muss ich aber noch ein bisschen was tun. Nachdem er ja nur eine Hand festhält, habe ich noch meine andere, um ihn weiter zu ärgern. Eine gefühlte Ewigkeit später nimmt er endlich auch die zweite Hand. „Na was tust du jetzt?“, fragt er schnippisch, aber da habe ich schon mein fieses Grinsen im Gesicht und fange an nach ihm zu kicken. Vor lauter Überraschung lässt er meine Hände wieder los und hüpft ein Stück nach hinten. Ob mir das wohl was gebracht hat, oder ob ich einen Schritt von meinem Ziel weg bin? Ich weiß es nicht, aber werde es wohl erfahren, sobald er reagiert. Und da sehe ich es auch schon, sein Gesicht wird eine Spur böser, also ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Er dreht sich um und geht aus dem Zimmer, wahrscheinlich will er ein Seil oder so holen. Er denkt, dass er mich damit einfacher fesseln kann, aber kommt nur nah genug an mich ran, wenn ich das auch möchte. Er hat es nur noch nicht verstanden.  Naja, kurz darauf kommt er tatsächlich mit einem Seil wieder zurück. Wie berechenbar er doch für mich ist… Fast schon schade drum. Etwas unbeholfen legt er eine Schlinge aus dem Seil und versucht nun, mir näher zu kommen. Allerdings muss er sehr nah an mich ran, um diese halbwegs brauchbare Schlinge um mein Handgelenk zu legen. Und selbst wenn die eine Hand in der Schlinge ist, habe ich ja immer noch meine andere Hand. Um ihn nicht zu frustrieren bin ich mal so gnädig und tu so, als ob er mich soweit hätte und lasse meine eine Hand fesseln. Ich wehre mich noch ein bisschen, trete mal in seine Richtung und versuche halbherzig meine Hand aus der Schlinge zu befreien. Zum Glück funktioniert das nicht, sonst wäre ich ziemlich traurig geworden. Aber was solls, nun hat er auch meine zweite Hand mit in der Schlinge und zieht sie fest. Am Seil zieht er mich nach oben und zwingt mich zum Aufstehen. Betont brav folge ich ihm aus dem Zimmer in unser Allerheiligstes, das Spielzimmer. Es ist nicht besonders groß und es ist nicht besonders viel drin, aber immerhin ein Andreaskreuz ist an der Wand befestigt und ein Haken hängt (hoffentlich stabil) in der Decke. Heute entscheidet er sich für den Haken mitten im Raum. Er zieht das Seil durch und befestigt es so, dass ich noch bequem stehen kann. Gespannt was jetzt kommt, schaue ich ihm hinterher als er davon marschiert. Was er wohl nicht bedacht hat beim fest machen: durch das sichere Stehen kann ich auch nach ihm treten. Merkt er allerdings recht schnell als er mir das zweite Mal den Rücken zudreht. Er dreht sich wieder um und meckert: „Lass das gefälligst, sonst setzt es was!“

Genau das will ich doch… Aber du verstehst es ja nicht…

Frech grinse ich ihn an und als er das Gesicht verzieht, fange ich an zu lachen. Der Tritt hat wahrscheinlich gesessen! Dabei habe ich extra nicht zu fest getreten, es soll ja nix kaputt gehen und er soll noch mit mir Spielen können.

„So, jetzt ist Schluss mit lustig, ich habe es mir lange genug angeschaut, mir reichts jetzt. Du hast mich genug provoziert, glaubst du ich merke das nicht? Ich wollte einfach schauen, wie weit du gehen würdest, aber dass du das jetzt getan hast, damit habe ich nicht gerechnet! Das bekommst du jetzt alles zurück, glaube mir“, drohte er mir mit einem fiesen Unterton. So wirklich glauben kann ich ihm das nicht, bis jetzt hat er sich ja auch nie wirklich durchgesetzt. Aber schon seine nächste Aktion lässt mich an meinem Gedanken zweifeln. Mit geübten Handgriffen löst du das Seil und ziehst mich ein Stück weiter nach oben. Ich kann kaum noch auf den Zehenspitzen stehen, als du endlich aufhörst zu ziehen und das Seil festbindest. Sowas kenne ich von dir gar nicht, scheinbar hast du doch nicht so wenig Ahnung wie ich dachte. Ob ich dich wohl unterschätzt hab?

Du gehst aus dem Zimmer und schließt die Tür hinter dir. Ich höre noch, wie du die Treppe hinunterläufst und dann ist es still. Kurz darauf höre ich dich die Treppe wieder nach oben laufen und drehe mich zur Tür, um dir entgegen zu blicken. In der Hand hast du einen schwarzen Schal und irgendwelche Ohrstöpsel, die du mir gleich darauf in die Ohren steckst. Ich versuche mich zu wehren, drehe mich von einer Seite zur anderen, um dem zu entkommen, aber du greifst mir mit einer Hand an die Brustwarze und kneifst hinein. Statt wieder loszulassen, hältst du sie fest und nutzt die andere Hand, um die Ohrstöpsel nun endgültig an ihren vorgesehenen Ort zu befördern. Direkt danach verbindest du mir mit dem Schal die Augen und ich stehe im Dunkeln und höre nicht mal, wo du gerade bist oder was du vor hast. Bei mir rattert es im Kopf, du hast dich noch nie so verhalten. Bis jetzt konnte ich immer ganz gut steuern was du tust. Ich fange an zu widersprechen, rufe dir zu, dass du mich los machen sollst (warum habe ich das eigentlich nicht früher getan?) und meckere immer weiter. Vor lauter Schreck schreie ich kurz auf, als seine Hand mich schmerzhaft am Hintern erwischt. Die Blöße wollte ich mir nicht geben, deshalb beiße ich die Zähne zusammen und lasse keinen Laut mehr über meine Lippen. Dass ich dir damit in die Karten spiele, realisiere ich natürlich nicht.

 

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

 

Ich finde die Geschichte nach wie vor nett und spannend. Es muss ja nicht immer großes Kino sein. Die typischen Probleme mit zu wenig, schlechter oder fehlender Kommunikation in Beziehungen beschreibst du hier sehr plastisch.

Allerdings muss ich MissFiona beipflichten, das mit dem Vorlesen hilft. Dann hättest du vielleicht gemerkt, dass du mitten in der Story die Person gewechselt hast – vom „er“ zu „du“.

Was mir noch nicht ersichtlich ist, wäre die Frage, wie du in nur einem weiteren Teil diesen Cliffhanger, mit dem du hier aufgehört hast, abzurunden und gleichzeitig den Bogen zu den bohrenden Fragen nach der Wochenendüberraschung zu schaffen – und über diese müsste dann ja auch noch berichtet werden :-)

Ich freu mich jedenfalls auf mehr!

 

Wie ein Mädchen hat er geschrien.

Dieser Kommentar befasst sich mit dem Zitat aus dem Text. Unabhängig von Schreiben als Kunst teilt Sprache mit. In diesem Beispiel geht es ein außen auferlegtes Sein eines Geschlechts. So freundlich und spielerisch der Text daher kommt, so eindeutig starr ist dieser Satz, da dieser ein Rollenbild vermittelt und dadurch dem Text eine unangenehme Note gibt. Problematisch ist es, wenn es mit einer Art von Lächerlichkeit einher geht, die beim Albern entsteht (Kontext). Mit dem Lachen über die Lautäußerung erfolgt eine Abwertung. Ich weiß, dass diese Leseart auf einer Metaebene stattfindet und doch ist sie vorhanden, auch wenn es nicht in der Absicht lag.
 

 

Natürlich ist es eine Abwertung, aber darum geht’s doch in der ganzen Story.

Sie handelt von den typischen Problemen in einer femsub/maledom-Beziehung. Für die Frau heißt die Frage, wie weit darf sie sich unterwerfen, sich führen und bevormunden lassen, obwohl sie doch eine starke, selbstbewusste Frau sein soll? Für den Mann ist die Gegenfrage wie weit er Bestimmen, Befehlen und Führen darf, ohne sich wie ein kontrollsüchtiger Chauvi a la Christian Grey aufzuführen.

Ich denke der einzige Weg aus diesem Dilemma ist eine gute, offene Kommunikation; wenn da bloß nicht die Sache mit den Ängsten und er Scham wäre, die dem oft im Wege stehen.

So geht’s dir dann wie in der Geschichte: Die Sub will mehr, ärgert erst sich und dann ihren Dom. Der Dom traut sich nicht, er will sie ja nicht überfahren und ärgert sich auch ;-)

Vielleicht ist crazy_subbie NOCH nicht die große Poetin, aber ich bin trotzdem schon sehr gespannt wie’s weitergeht.

 

Antwort auf von snake-eyes

Ich gehe davon aus, dass dieser Kommentar eine Reaktion auf meine Kritik ist. Da ich ein Missverständnis vermute, werde ich meine Position versuchen klarer zu benennen.

Vorweg möchte ich festhalten, dass ich nicht die Kunst, ob vorhanden oder nicht, des Schreibens bewertet habe, sondern nur den Satz aufgezeigt habe, durch den für mich die Geschichte vollständig kippt. Zudem erfüllt der Satz keine andere Funktion als die Abwertung und das Rollenbild zu zeigen.

Grundlegend stellt sich nun die Frage, wie eine Beziehung im allgemeinen definiert wird. Das tun wir alle auf eine ganz eigene Art und das möchte ich auch nicht bewerten.
Somit lese ich die Geschichte nicht als eine über das Thema Abwertung, sondern sie befasst sich mit dem Egoismus. Warum? Ganz deutlich wird hier, bis auf den Satz, eine liebevolle Beziehung gezeigt, in der beide Beteiligten eine akzeptierte Beziehung so führen, wie sie es tun. Auf der anderen Seite versucht eine Person ihre Bedürfnisse durch Manipulation zu befriedigen. Somit wird  deutlich gezeigt, dass es eine Beziehung gibt, aber nur die eigenen Wünsche im Zentrum stehen. Das ist auch vollkommen wertungsfrei formuliert und zudem wird nur ein sehr begrenztes Bild gezeigt, der Rest ist für diese Geschichte nicht notwendig. Kommunikationsprobleme kommen hier nur dadurch zu Stande, da die Mittel sehr undeutlich sind und nicht klar aussagen, was der Wunsch ist. Und darum geht es in der Geschichte.
Ein einfaches „schlag mich“ oder „fick mich“ wäre eindeutiger. Allerdings sehe ich nichts, wo sich der Text mit der Frage der Unterwerfung befasst oder die weiteren Fragen aufwirft. Sollte ich es übersehen haben, dann bitte ich um die Korrektur und den Hinweis auf den Text.

Wer sich warum ärgert, das überlasse ich der Autorin und ihrer Kreativität.

Mir gefällt die Idee deiner Geschichte. Deine Protagonistin wirkt auf mich sehr sympatisch, weil sie so herrlich normal und brattig rüberkommt und eben keine Superblondine mit Riesenbrüsten ist, die auf megalangen Beinen durch die Gegend stöckelt.

Der einzige Stolperstein war für mich auch der Wechsel vom "er" zum "du", den snake-eyes schon beschrieben hat. Ansonsten liest sich die Geschichte für mich sehr flüssig und nachvollziehbar.

Freue mich auf die Fortsetzung.

LG Annalene

Antwort auf von Annalene

der Sinn der Geschichten hier ist doch, dass sie unterhalten, die Fantasie anregen und vor allem das man Spaß an den Geschichten hat und dadurch dem Alltag etwas entfliehen kann. Warum muss man denn immer alles tierisch ernst sehen ?  Ein etwas freundlicherer Umgang miteinander würde ich mir hier manchmal auch wünschen, uns verbindet doch schließlich die gemeinsame Leidenschaft zu BDSM.

Genießt deshalb doch einfach die tollen Geschichten hier, und wenn euch eine Story nicht so gefällt, dann einfach zur nächsten weiter gehen. Es gibt ja jede Menge hier. In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende mit allem was euch Spaß macht.

So wie mir diese Geschichte hier auch Spaß macht, und ich mich freue wenn ich die Fortsetzung lesen darf.

LG Ornella

Antwort auf von Annalene

Danke fürs Bescheid geben. Hatte den Fehler selbst biem drüber lesen absolut nicht realisiert :D

Habe leider auch niemand anderen der über die Geschichte drüber liest, deshalb sind solche Fehler ab und zu mit drin, aber ich bemühe mich so viele wie möglich zu vermeiden :D

 

Gruß crazy_subbie

Die Geschichte ist gut und bei jedem schleichen sich mal Fehler ein. Einfach die Information als solche mitnehmen und in den nächsten Teilen beachten.

Und nimm die Kritiken keinesfalls persönlich.