2. Lektion: Du musst sie erziehen (Teil 1)

"Klappentext"

Die Studentin Rebecca erlebt ihren ersten Abend in einem Swingerclub, um sich ein bisschen auszuprobieren. Dass sie dabei jemanden kennenlernen würde, der ihre gesamte Welt auf den Kopf stellen würde, hatte sie nicht erwartet.

 

Hallo ihr Lieben,

willkommen zum zweiten Teil meiner dreiteiligen Novellenserie, die die Geschichte drei junger Frauen erzählt, die alle BDSM auf ihre ganz eigene Art und Weise erleben. Dieser Teil schließt an die Ereignisse von "1. Lektion: du musst sie zähmen" an, deswegen empfelhe ich, die Geschichte zuerst zu lesen. Natürlich kann man diesen Teil aber auch so lesen.

Ich wünsche euch viel Spaß bei dem Auftakt zur neuen Geschichte!

 

 

Unbekannte Gewässer

Rebecca

 

     „Führ dich doch nicht auf wie eine Zwölfjährige, es ist doch nicht so, dass du noch nie Wäsche gekauft hättest“, sagte Sophie vorwurfsvoll, als ich zögerte. Wir standen vor dem ausladenden Schaufenster einer Unterwäscheboutique und meine beste Freundin hatte den Türgriff in der Hand, während ich noch hinter ihr stand und ein gequältes Gesicht aufsetzte.

     „Ich weiß, aber noch nie für so einen Anlass.“ Ihre Hand löste sich von dem Türgriff.

     „Ich zwing dich nicht, Beccs. Ich helfe dir gerne, aber du musst es schon wollen.“ Entschlossen machte ich einen Schritt auf das Geschäft zu.

     „Ich will es ja, der Gedanke behagt mir bloß noch nicht so ganz, aber daran gewöhne ich mich bestimmt.“

     „Na dann komm.“, forderte das kleine Energiebündel und betrat vor mir den Laden. Man sah der Einrichtung direkt an, dass es sich hier nicht um einen Discounter handelte, der die Qualität seiner Produkte den billigen Spottpreisen opferte.
     Sophies Stiefeletten klackten laut auf dem glänzenden Laminatboden und eine Frau mittleren Alters, die hinter ihrem Kassentresen stand, sah auf.
„Guten Tag die Damen“, grüßte sie freundlich und schenkte uns ein breites Lächeln, das ihre geraden weißen Zähne entblößte. Im Raum verteilt standen diverse Schaufensterpuppen, die elegante Wäschesets, halterlose Strümpfe und aufwendige Korsagen trugen. Ungewollt wurde mir prompt heiß im Bereich des Blusenkragens. Wie wollte ich denn Sophie ins Red Canyon begleiten, wenn ich schon in einem Laden der Unterwäsche verkaufte rot anlief?

     „Kann ich Ihnen helfen oder sehen Sie sich nur um?“ Wann immer mir in einem Geschäft diese Standardfloskel entgegenschlug, wiegelte ich konsequenter Weise ab und bestand darauf, dass ich nur bummelte, auch wenn ich danach eigenhändig den gesamten Bestand auf den Kopf stellen musste, um zu finden was ich suchte. Nicht so Sophie.

     „Ja, das wäre sehr freundlich. Wir sind auf der Suche nach einem schicken Outfit für meine Freundin hier.“ Sie deutete auf mich und ich fühlte mich wie ein Hund, der einem Preisrichter vorgeführt wurde, während der Blick der Verkäuferin an mir auf und ab glitt.

     „Ah verstehe. Gibt es einen bestimmten Anlass oder wollen Sie einfach ihren Schatz überraschen?“ Ich spürte definitiv, wie sich die Wärme ausbreitete.

     „Wir fahren am Freitag ins Red Canyon, aber dafür müssen wir sie erst neu einkleiden.“ Hatte ich Wärme gesagt? Eher Atombombe.

     „Sophie!“, zischte ich. Beschämt flog mein Blick durchs Geschäft. Sie konnte doch nicht einfach herumlaufen und Fremden erzählen, dass wir planten, in so einen Club zu gehen. Zu meiner großen Überraschung breitete sich ein Strahlen auf dem faltigen Gesicht der Dame aus, ganz so als hätte Sophie ein Zauberwort benutzt, das ihr den Zugang zu einer geheimen Organisation gewährte.

     „Oh wie schön, da würde ich auch gerne mal wieder hin. Leider hat mein Mann sich bei einem Arbeitsunfall sein Bein gebrochen. Heute Abend ist doch die große Sommerparty, oder? Ach Mensch, wir waren auch schon angemeldet, aber mit seinem Gipsfuß kriege ich ihn im Moment nicht vor die Haustür.“ Perplex starrte ich diese Fremde an. In den letzten Jahren hatte ich gelernt, mit Sophies gnadenloser Offenheit was ihre eigene Sexualität anging umzugehen, mir war ja auch nichts anderes übriggeblieben, aber ich war davon ausgegangen, dass sie eben einzigartig war in der Hinsicht. Dass noch mehr Menschen durch die Gegend liefen und so taten als seien Dinge wie Partnertausch, BDSM und Gangbang völlig normal und eher eine Frage der Alltagsgestaltung als der Geheimhaltung, zerrte definitiv an den Grenzen meiner offensichtlich beschränkten Weltvorstellung.

     „Das ist aber schade, für heute Abend ist ein richtig tolles Publikum angemeldet, viele alte Hasen. Es ist Rebeccas erstes Mal in einem Swingerclub und ich möchte, dass sie grandios aussieht.“ Die Verkäuferin trat auf Sophie zu und legte ihre Hand mit einer merkwürdig vertrauten Geste auf ihren Oberarm. Flirtete sie etwa mit ihr? Bloß gut, dass Devon nicht dabei war. Der würde bestimmt einen Tobsuchtsanfall kriegen, oder nicht? Vielleicht auch nicht, so richtig verstand ich die verquere Beziehung, die die beiden führten nicht. In einem Moment hingen sie sich mit kleinen Herzchen in den Augen an den Lippen, im nächsten Moment schleifte er sie an den Haaren durch die Gegend und wenn sie wieder auftauchten, waren die Herzen in ihren Augen noch größer. Nichtsdestotrotz hätte jeder Blinde mit Krückstock sehen können, dass Sophie so glücklich war wie ... tatsächlich noch nie - und wenn Devon Brown der Grund dafür war, würde ich ihm von mir aus einen Schrein bauen.

     „Keine Sorge, wir werden bestimmt das Richtige für Sie finden.“ Sie bat uns, in zwei bequemen Sesseln Platz zu nehmen und brachte uns ein Glas Wasser, bevor sie anfing durch die Reihen zu streifen und Kleidungsstücke hervorzuholen und sie in eine der Umkleidekabinen zu bringen. Sophie und ich waren die einzigen Kunden und so unterhielt sie sich lauthals über die Abende, die sie schon in diesem "berühmt berüchtigten" Club verbracht hatten. Dabei konnte ich nicht großartig mitreden, doch das stört mich nicht wirklich, ich versuchte so viele Informationen wie möglich in mich aufzusaugen; vielleicht würde mir irgendetwas davon am Freitag helfen nicht wie der letzte Trampel dazustehen.

     „So ich denke, jetzt habe ich eine erste Auswahl für Sie zusammengestellt. Nur keine falsche Scheu, ich habe Ihnen alles in die Kabine gehängt. Sagen Sie bitte auf jeden Fall Bescheid, wenn Sie Hilfe brauchen.“

     „Vielen Dank.“
     Ich ging in die geräumige Umkleide und begann, mich auszuziehen. Im Nachhinein wünschte ich, ich hätte mir die Beine rasiert. Das erste Teil, das ich anprobierte, war ein zweiteiliges Set, das aus einem schwarzen Spitzenslip und passendem BH – wobei Büstenhalter eigentlich übertrieben war, Hauch von Stoff wäre passender gewesen - bestand. Das Ganze wurde abgerundet mit schwarzen Strapsen.
     Unsicher rief ich Sophie, die natürlich sofort den Vorhang aufriss. Sie stockte und das Gesicht entglitt ihr. Mir schnürte sich die Kehle zu. Ich musste albern und grotesk aussehen, bestimmte hing meine Hüfte über den engen Bund des Höschens.
     „Himmel Beccs, wo hast du diesen Körper versteckt? Du siehst absolut rattenscharf aus.“ Beschämt blickte ich zu Boden. So nah wir uns auch standen, sie hatte mich garantiert noch nie rattenscharf genannt. Ich atmete tief durch und zwang mich, auf ihr Urteil zu vertrauen. Immerhin hatte es ja einen Grund, dass ich sie gebeten hatte mitzukommen.
     Mutig trat ich aus der Kabine und betrachtete mein Spiegelbild am Ende des Gangs. Überrascht stellte ich fest, dass meine erste Reaktion alles andere als negativ war, im Gegenteil, klammheimlich stimmte ich ihr zu. Ich sah wirklich heiß aus! Doch ich erinnerte mich wieder, dass es sich schlichtweg nicht ziemte solche Sachen zu denken und verdrängte das aufgeregte Kribbeln, das sich in meinem Bauch breitmachte. Meine Hände legten sich automatisch über meinen Bauch.
     „Ich weiß nicht. Es sieht nicht schlecht aus, aber ich fühle mich so entblößt, ich möchte nicht in einen Raum kommen und alle starren mir zuerst auf den Bauch. Dafür bin ich glaube ich noch nicht bereit.“
     „Nur in Wäsche herumzulaufen, ist dort wirklich ganz normal. Viele haben sogar noch weniger an.“
     Die Verkäuferin, die sich bis dato höflich im Hintergrund gehalten hatte, mischte sich an dieser Stelle wieder ein, erstaunlicherweise um sich auf meine Seite zu schlagen.
     „Ich hoffe Sie erlauben mir die Bemerkung, aber ich bin der Meinung, dass man seinem Bauchgefühl immer vertrauen sollte und wenn Ihre Freundin sich so nicht wohlfühlt, dann sollten wir ihr etwas heraussuchen, in dem sie sich wohlfühlen kann.“
     Das Korsett in das die beiden mich in Teamarbeit als nächstes quetschten, erfüllte allerdings auch nicht wirklich meine Anforderungen an Wohlfühlen. Gut gefallen tat mir ein schwarzes Satinnachthemd, das die Verkäuferin mir in die Kabine reichte, doch Sophie war so rigoros dagegen, dass ich es schon wieder auszog, allein um nicht zu riskieren, dass sie anfing den Laden zu zertrümmern.
Es wurde eine lange Prozedur und kurz bevor uns auch die letzte Lust verging, einigten wir uns darauf, dass ich ein passendes Set Unterwäsche und ein enges schwarzes Kleid im Wetlook mit Netzeinsätzen anziehen würde.
Als ich der Kassiererin meine EC-Karte reichte, schnürte sich erneut meine Kehle zu. Diesmal aber aus ganz anderen Gründen. In meiner monatlichen Budgetplanung waren einfach keine Klamotten vorgesehen und garantiert kein so horrender Betrag. Dazu kam ja noch, dass ich den relativ teuren Eintritt für die Sommerparty noch im Hinterkopf hatte. Das würde diesen Monat einiges an Verzicht für mich bedeuten, aber dann war es nun mal so. Ich wollte diese Erfahrung endlich machen und wollte selbst erleben, was ich immerzu in meinen Büchern las.

 

    Der Rest der Woche bis Freitag zog sich ewig in die Länge. In den Vorlesungen konnte ich mich kaum konzentrieren und auch in meiner Wohnung konnte ich mich mit rein gar nichts ablenken. Jedes Mal wenn meine Gedanken zu Freitagabend wanderten, machte sich ein unangenehmes Brennen in meiner Magengegend breit. Natürlich hatte ich mir gut überlegt, ob ich das wirklich wollte, bevor ich mit Sophie gesprochen hatte, nichtsdestotrotz bekam ich Angst vor der eigenen Courage. Sie ging seit jeher mit ihren Swingerclubbesuchen um, als wäre es das normalste auf der Welt, doch außerhalb von Sophies Welt war es nun mal ein riesengroßes Stigma. Brave Mädchen taten so etwas nicht. Anständige Frauen taten so etwas nicht. Aber wollte ich weiter brav und anständig sein, oder wollte ich auch mal unanständig sein? Als würde mir jemand diese Frage beantworten wollen, klingelte am Freitagmittag mein Telefon.

     „Hallo?“

     „Hey, ich habe gerade Mittagspause, da dachte ich, ich rufe dich mal an.“ Es war Lizzy. Prompt rumpelte es unangenehm in meinem Bauch. Wenn sie anrief, um mir das ganze Unterfangen auszureden, konnte ich nicht dafür garantieren, dass ich nicht als nächstes direkt Sophie anrief und absagte.

     „Wie schön dass dein Chef dich endlich mal Mittagspause machen lässt.“ Meine Stimme krächzte so sehr, dass meine beste Freundin natürlich sofort merkte, was in mir vorging.

     „Keine Sorge, ich rufe nicht an, um dich verbal zu lynchen. Ich wollte einfach hören, wie es dir geht.“

     „Hm, gut. Ich dachte, du rufst an, um es mir auszureden, weil -“

     „Gedacht oder gehofft?“, unterbrach sie mich und ich musste lachen.

     „Das weiß ich auch nicht so recht, ich bin einfach verdammt aufgeregt.“

     „Ja das glaube ich sofort. Trotzdem müsste ich lügen wenn ich sagen würde, dass ich nicht wahnsinnig neugierig bin, was du morgen zu erzählen hast.“

     „Vielleicht solltest du mitkommen, dann muss ich dir gar nichts erzählen.“ Lizzys volles Lachen war zu hören.

     „Netter Versuch, aber selbst wenn ich wollte, Maiers hat heute Nacht eine Telefonkonferenz und da muss ich auch hier sein.“ Ich schnaubte.

     „Dieser Lackaffe wäre ohne dich doch komplett aufgeschmissen.“

     „Das stimmt vielleicht, aber ohne ihn wäre ich auch nicht da, wo ich heute bin. Genug von mir, hast du einen Plan für heute Abend? Was machst du, wenn du einen jungen attraktiven, peitscheschwingenden Psycho findest?“ In der guten Gewissheit dass sie mich nicht sehen konnte, verdrehte ich die Augen und ließ mich rückwärts auf mein Bett fallen.

     „Mach dich ruhig lustig. Ich bezweifle, dass ich heute Abend jemanden kennenlernen werde. Ich halte mich einfach an Sophie und Devon und verschaffe mir einen ersten Eindruck.“ Ich, auf der anderen Seite, musste sie nicht sehen, um zu wissen, dass sie die Augen verdrehte.

     „Rebecca, das ist ein Sexclub! Einen ersten Eindruck verschaffen, ich bitte dich. Nimm meinen freundschaftlichen Rat an und mach dich mal ein bisschen locker, entspann dich und nimm die Gelegenheiten, die sich dir bieten.“

     „Du predigst mir, ich solle mich locker machen? Bist du sicher, dass es dir gut geht?“

     „Nein, mir geht es nicht gut. Genau deswegen sage ich dir ja, dass du dich heute Abend was trauen sollst.“ Ihre ernste Antwort überraschte mich und ich stockte für eine Sekunde, was sie nutzte, um direkt weiter zu reden: „Ach es war dumm, das zu sagen. Mach dir keine Sorgen um mich, im Prinzip habe ich keinen Grund zu klagen.“

     „Nein, wir tun das jetzt nicht einfach ab. Was fehlt dir?“

     „Mir fehlt gar nichts, ehrlich“, seufzte sie gereizt. „Im Ernst Beccs, das ist mir nur so rausgerutscht. Ich muss jetzt auch auflegen, weil mein Essen gerade kommt. Viel Spaß heute Abend und halte mich auf dem Laufenden, ja?“ Ich war mir ziemlich sicher, dass der Teil mit dem Essen gelogen war, doch ich respektierte ihren Wunsch, sich zurückzuziehen, was nicht bedeutete, dass ich nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachhaken würde.

     „In Ordnung, für den Moment bist du vom Haken. Vielen Dank für deinen Anruf und guten Appetit.“ Immerhin reichte Elizabeths kryptische Andeutung aus, um mich den Rest des Nachmittags zufriedenstellend abzulenken.

 

 

    Devon und Sophie holten mich am Abend mit einem riesigen Dodge ab. Obwohl es warm und schwül draußen war, trug ich den längsten Mantel, den ich finden konnte, was ich bereits zu bereuen begann, als sich ein erster Schweißfilm auf meiner Stirn bildete.

     „Kannst du die Klimaanlage anmachen?“, fragte ich schüchtern. Devon warf einen besorgten Blick in den Rückspiegel. Er trug eine schwarze Jeans und ein weißes bedrucktes T-Shirt. Auch Sophie trug Jeans und T-Shirt, was überhaupt nicht zu ihrem geschminkten Gesicht und dem strengen Pferdeschwanz passte.
 
     „Ja klar. Wieso hast du dir die Sachen nicht mitgenommen und dich dort umgezogen, wenn es dir so unangenehm ist?“

     „Äh ... ich wusste nicht, dass das geht.“ Devon funkelte Sophie an, die auf dem Beifahrersitz saß.

     „Du bist so eine Spezialistin, echt!“, fauchte er. Sie hob abwehrend die Hände.

     „Entspann dich, ich hab’s halt vergessen zu sagen, weil ich dachte, es wäre offensichtlich.“

     „Es ist nicht schlimm, wirklich. Wir sind ja gleich da.“ Schlimm genug, dass ich mir unglaublich dumm vorkam, da mussten die beiden sich nicht auch noch angehen.

 

    Die erste Überraschung erwartete mich bereits, bevor wir das Red Canyon überhaupt betreten hatten. Natürlich hatte ich mir im Internet zuvor bereits Bilder angeschaut, doch es überraschte mich trotzdem, wie unscheinbar der Eingang war. Das Einzige was vermuten ließ, dass hier mehr vorging, als das Auge sah, war die Masse an Autos, die überall in den umliegenden Straßen parkten.
Devon drückte außen auf einen Klingelknopf. Es dauerte nur wenige Sekunden bis das schnarrende Geräusch des Buzzers erfolgte und wir durch die erste Tür hindurch und eine Steintreppe hochgingen, wo wir die angelehnte Eingangstür fanden. Eine große blonde Frau, die ich auf Mitte 40 schätzte, begrüßte die beiden wie alte Freunde und schüttelte auch mir lächelnd die Hand. Sie überprüfte unsere Anmeldung und wir bezahlten, bevor sie uns Spindschlüssel gab.

    Heilfroh, aus dem Ding rauszukommen, schälte ich mich aus dem Mantel und stopfte ihn in das kleine Schließfach. Während Sophie sich umzog, wartete ich draußen im Flur, was relativ schnell sehr unangenehm wurde. Dass die Party gut besucht sein würde, merkte ich schon daran, wie viele Leute sich in der kurzen Zeit an mir vorbeischoben. Mir entgingen nicht die musternden Blicke, die mir vor allem die Männer, aber auch die Frauen, zuwarfen und ich war heilfroh, als meine Freundin endlich wieder zu mir stieß.   
    Wir verließen den Keller und betraten einen großen Barbereich im Obergeschoss. Sofort beeindruckten mich die Dekorationen und die Lichter, das Ambiente war aufwendiger gestaltet, als ich es erwartet hatte.
Viele der Barhocker waren bereits besetzt, es waren eindeutig mehr Männer anwesend als Frauen und die Kleidung hätte nicht unterschiedlicher sein können. Viele Frauen trugen kurze schwarze Kleider, viele aber auch lediglich Unterwäsche, enge Korsagen oder aufwendige Lack- oder Lederkostüme. Manche Männer trugen genau wie Devon schwarze Hosen und weiße Oberteile, andere liefen in Unterhose und Unterhemd rum, was irgendwie sehr unsexy aussah.
Gerade wollte ich mich rumdrehen und fragen wo ich hingehen sollte, da lief Sophie bereits winkender Weise an mir vorbei.

     „Riley, hi!“ Da ich hinter ihr lief, sah ich, wie die Männer sich nach ihr umdrehten, als sie vorbeilief und sie hungrig musterten. Mit ihrem Selbstvertrauen und ihrer feurigen Art, hatte sie schon immer überall die Aufmerksamkeit der Männer auf sich gezogen, das schien hier nicht anders zu sein. Ich war das genaue Gegenteil von ihr, wenn sie den Raum betrat, richteten sich alle Blicke auf sie. Wenn ich den Raum betrat, hätte genausogut eine Maus hereinschleichen können und hätte genau so wenig Aufmerksamkeit bekommen, wie ich. Umso mehr versetzte es mich in Unbehagen, dass hier auf einmal so viele Augenpaare auf mir lagen. Im Ernst? Nur weil ich eine Frau war und ein kurzes Kleid trug, kam ich auf einmal als Sexobjekt in Betracht? Ein Schauer der unangenehmen Sorte lief mir über den Rücken.
Wir steuerten auf einen großgewachsenen Mann mit blonden schulterlangen Haaren zu, der Sophie und Devon umarmte und mich neugierig anschaute.
     „Du musst Rebecca sein, richtig?“ Die Tatsache, dass die beiden offensichtlich von mir erzählt hatten, trieb mir prompt wieder die Röte ins Gesicht.
     „Wie schön, dass du wirklich gekommen bist. Wie gefällt es dir bisher?“
     „Ähm ... also bisher bin ich sehr positiv überrascht“, gab ich ehrlich zu und entlockte allen Anwesenden ein Lachen.
     „Wie schön. Die meisten die zum ersten Mal hierherkommen, fallen komplett vom Glauben ab wenn sie merken, dass wir uns hier nicht alle wie die nackten Primaten anspringen und es wild in jeder Ecke treiben.“ Mein Lachen klang ziemlich künstlich, aber es schien glaubhaft darüber hinwegzutäuschen, dass mich derselbe Umstand überraschte.

    „Das hier ist ein guter Bekannter von mir, Chris.“ Erst da fiel mir auf, dass auf dem Barhocker neben dem blonden Riley ein dunkelhaariger Mann saß, der dem Gespräch gefolgt war. Der Unbekannte machte ein Gesicht wie ein Kind, das von seiner Mutter vorgeführt wurde und streckte mir eher widerwillig die Hand hin.
     „Christopher, freut mich.“ Leicht verunsichert durch seine glasklaren, blauen Augen, die mich zielgerichtet musterten, ergriff ich seine ausgestreckte Hand.     
     Sein Händedruck war fest und ein Kribbeln durchlief meine Hand, als wir uns berührten. Es war offensichtlich, dass Christopher sehr attraktiv war. Ein symmetrisches Gesicht mit schmalen Lippen und einer geraden Nase. Die kurzen Haare, die ordentlich mit Gel oder Ähnlichem zurechtgelegt waren, sahen aus, als würde er oft zum Friseur gehen. Die schmalen Finger mit den ordentlich gefeilten Fingernägeln, verrieten mir, dass er ein Schreibtischmensch war. All das erfasste mein Gehirn innerhalb weniger Sekundenbruchteile, was dafür sorgte, dass ich sprachlos in der Gegend herumstand.
     Dankenswerterweise schoben sich in dem Moment Sophie und Devon vor mich, um ihn ebenfalls zu begrüßen. Anscheinend waren Chris und Sophies Freund keine Unbekannten, denn sie stiegen sofort in ein Gespräch über Schweden ein.
     Meine beste Freundin wandte sich lächelnd von den beiden Männern ab, sodass sie, Riley und ich uns nun gegenüber standen.
     „Es freut mich sehr, dich so glücklich zu sehen“, meinte Riley an sie gewandt und zwinkerte. „Ich habe deinen Namen auch lange nicht mehr von irgendwelchen schockierten Kunden gehört.“ Sie streckte ihm die Zunge raus.

     „Was soll ich sagen? Meine Nerven sind wesentlich strapazierfähiger, seitdem ich die ganze aufgestaute Energie abends im Schlafzimmer lassen kann.“ Sie machte einen quickfidelen Eindruck und schien zum ersten Mal, seit ich sie kannte, so richtig bedingungslos zufrieden mit ihrem eigenen Leben zu sein. Ich wusste, dass Riley genau wie sie Fotograf war und auch Lizzy und mir war aufgefallen, dass sie lange nicht mehr wutentbrannt von irgendwelchen hässlichen Zwischenfällen auf der Arbeit erzählt hatte. Dieser Gedanke erinnerte mich wieder an das Telefonat vom Mittag.

     „Ich mache mir Sorgen um Lizzy“, dachte ich laut und Sophie schaute mich fragend an.

     „Du meinst mal davon abgesehen, dass sie völlig überarbeitet ist, die körperlichen Leiden einer 50-Jährigen hat und vermutlich irgendwann ihren Chef im Schlaf erdolchen wird?“ Ich lachte freudlos. Ja, das klang wie eine ziemlich passende Zusammenfassung.

     „Der Unterschied ist, dass sie das bis gestern nie zugegeben hätte. Aber vorhin am Telefon meinte sie zu mir, ich zitiere: ‚Mir geht es nicht gut‘.“ Das Gesagte hatte den gewünschten Effekt. Sie runzelte die Stirn und sah nachdenklich aus.

     „Hm, das ist wirklich sehr ungewöhnlich für sie. Dann muss es ihr richtig dreckig gehen.“

     „Ja, das habe ich mir auch gedacht. Wir sollten auf jeden Fall morgen zu ihr.“

     „Ja, auf jeden Fall. Dann können wir sie gleich daran hindern, einen weiteren Samstag im Büro zu verbringen.“

     „Soweit ich weiß, ist sie eh bis heute Nacht da, wegen irgendeiner dämlichen Telefonkonferenz.“ Riley, der der Unterhaltung interessiert gelauscht hatte, mischte sich nun wieder ein: „Das ist deine andere Freundin, oder? Die, die in der Bank arbeitet?“ Sophie schnaubte.

     „Arbeitet? Schön wäre es. Sie arbeitet dort, sie schläft dort, sie isst, duscht und haust dort, sie lebt in dieser beschissenen Bank! Das einzige was sie dort nicht macht, ist vögeln.“ Ihr Kopf nahm eine leicht rote Farbe an, wie immer wenn sie sich aufregte.

     „Sophie“, zischte ich. Das erschien mir keine passende Art, über unsere Freundin zu reden, vor allem nicht vor jemandem den Lizzy nicht einmal kannte.

     „Vielleicht ist genau das das Problem“, überlegte Riley laut. „Für mich klingt das, als würde sie jemanden brauchen, der ihr ihre eigenen Grenzen aufzeigt.“ Nun lachten wir beide zusammen.

     „Nichts für Ungut, aber du kennst unsere Lizzy nicht so wie wir. Sie ist 26 und so kurz davor, in den Geschäftsführerkreis einer der größten Banken des Landes aufgenommen zu werden.“ Sie hob ihren Daumen und Zeigefinger mit winzigem Abstand vor sein Gesicht. „Da kommt man nicht hin, indem man sich von Männern herumkommandieren lässt, oder sich irgendwelche Grenzen setzt.“

     „Was nicht heißt, dass es ihr nicht guttun würde“, beharrte er. Ich schüttelte den Kopf.

     „Ne wirklich nicht, dafür ist sie überhaupt nicht der Typ.“

     „Na, über wen habt ihr es gerade?“, mischte sich in dem Moment Devon ein, der hinter Sophie trat, die Hände auf ihre Hüfte legte und ihr einen Kuss auf die Wange gab. Lächeln schmiegte sie sich an ihren Liebsten. Neidisch betrachtete ich die beiden. Wer hätte gedacht, dass diese Kratzbürste von Furie, die jedem Mann der sie irgendwie schräg anguckte die Augen auskratzte, mal so selig lächeln würde, während sie sich an einen Kerl lehnte. Das musste echte Erfüllung sein.
Während wir alle lockeren Smalltalk führte, bestellte Riley uns an der Bar hinter ihm Getränke. Mein Blick wanderte immer wieder zu dem dunkelhaarigen Chris, der der Unterhaltung eher stumm folgte. Er trug ein langes weißes Hemd, dessen Ärmel gerade soweit umgekrempelt waren, dass man die ersten Härchen auf seinen Armen erahnen konnte. Die schwarzen Lederschuhe hatte er locker auf dem Fußteil seines Hockers abgestellt. Alles in allem schien er sich in seiner Haut sehr wohl zu fühlen, nur seine Augen verrieten mir, dass irgendetwas dafür sorgte, dass er angespannt war.

    Da Devon der Fahrer war, war sein Getränk alkoholfrei. Als er nach Sophies Plastikglas greifen wollte, hielt sie die Rum-Cola von ihm weg. Er lehnte sich über seine Schulter und griff wieder danach. Geschickt löste sie sich von ihm und tänzelte ein paar Schritte zurück.

     „Nichts da, du hast nicht lieb bitte gesagt“, flötete sie und der Schalk sprang ihr aus dem Gesicht. Devon knurrte. In meinem Bauch flatterte es und ich bekam prompt ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber. Sie hatte sich aber auch wirklich ein attraktives Sahneschnittchen geangelt.

     „Ich fahre deinen undankbaren Hintern hierher und wieder nach Hause, da darf ich auch aus deinem Glas trinken.“

     „Nö“, war alles, was sie dazu zu sagen hatte und blickte ihren Freund herausfordernd an. Er machte einen Satz auf sie zu stieß sie mit dem Rücken gegen die Wand. Vor Schreck quietschte sie auf und wie in Zeitlupe, entglitt ihr das braune klebrige Getränk. Nun verstand ich auch, warum die Becher aus Plastik waren, was passiert wäre wenn das Glas zwischen unseren nackten Beinen zersprungen wäre, mochte ich mir gar nicht vorstellen. Bevor ich richtig wusste was passiert, sah ich, wie Devon meine beste Freundin an den Haaren packte und aus dem Raum zog.

     „Na warte, ich werde dafür sorgen, dass du eine Woche nicht sitzen kannst.“ Mit offenem Mund starrte ich den beiden hinterher. Wie? Einfach so?
Riley stieß ein genervtes Seufzen aus.

     „Frischverliebte sind einfach die Schlimmsten. Ich geh mich mal darum kümmern, dass das aufgewischt wird, und gehe dann auch gleich eine rauchen.“
     Ich ließ mir an der Bar Servietten geben und wischte mein Bein trocken. Es dauerte eine ganze Weile bis mir bewusst wurde, dass ich nun mit diesem Christopher allein war. Sofort wurde mir unbehaglich zu Mute. Wurde jetzt von mir erwartet, dass ich mich mit ihm unterhielt?

     „Äh ... und was machst du so in der realen Welt?“ Er lächelte schmal.

     „Nimm es mir nicht krumm, ich weiß deine Bemühung um Smalltalk wirklich zu schätzen, aber mein Privatleben gehört hier nicht her.“ Ich spürte wie meine Ohren rot wurden. Das zeigte mir nur erneut, dass ich mich mit dem Verhaltenskodex an solchen Orten einfach nicht auskannte.

     „Oh tut mir leid, ich wollte nicht aufdringlich sein.“ Diesmal war sein Lächeln ehrlich.

     „Keine Entschuldigung nötig, das konntest du ja nicht wissen.“

     „Ja, das stimmt wohl. Und was machst du hier, also gehst du öfter in solche Clubs?“ Seine Antwort wurde von einem laut streitenden Pärchen unterbrochen.

     „Jez gib mir scho mein Autoschüssel...“, lallte eine ziemlich betrunkene Frau. Ihr etwa 50-jähriger Begleiter fühlte sich sehr unwohl und hatte die Hand schützend über seine Hemdtasche gelegt.

     „Das kommt gar nicht in Frage, Molly. Du kannst in diesem Zustand kein Auto mehr fahren.“

     „Dasch is ganz allein meine Ent...dung. Nun gib’s hal her!“

     „Nein. Ich rufe dir von mir aus ein Taxi, aber du setzt dich so nicht mehr hinters Steuer.“

    „Du kannscht mein Schüss’l gar nischt beh’lten. Das is mein Besitz!“    
     Unterschwellig spürte ich ein Zucken in meinen Wangen. Normalerweise nahm ich das gar nicht mehr richtig wahr, doch diesmal fiel es mir sehr deutlich auf, hauptsächlich weil genau das gleiche Zucken auch durch Christophers Wange ging.
     Zwei Sicherheitsleute des Personals kamen herbeigeeilt und führten die beiden unter lautem Protest aus der Bar. Chris drehte sich mit einem überheblichen Grinsen zu mir und der Blick aus seinen himmelblauen Augen war so intensiv, dass ich automatisch zu Boden sah.

     „So so, eine kleine Juristin“; lachte er. Nun glühte auch der Rest meines Kopfes.

     „Jap, erwischt. Da sind wir ja schon zwei“, murmelte ich und fluchte innerlich. Wie groß war die verdammte Wahrscheinlichkeit, dass ich ausgerechnet auf einen verdammten Juristen treffen musste!?

     „Staat oder selbstständig?“, fragte er, während mein Gehirn auf Hochtouren arbeitete. Mich versetzte bereits in Panik, dass er wusste was ich studierte. Wenn er auch noch erfuhr, wo ich studierte, konnte ich mir gleich meine eigenes Grab schaufeln.
     Ich stellte mir vor, wie er als Prüfer in meiner mündlichen Prüfung sitzen würde und selbst wenn das gut gehen würde, dann war er bestimmt Staatsanwalt oder Richter und in meinem Referendariat würde er mir über den Weg laufen und mich wiedererkennen und wenn er Rechtsanwalt war, dann würde er mir in einem Verfahren gegenübersitzen wenn ich Staatsanwältin war und würde mich auffliegen lassen, er würde all meinen Vorgesetzten erzählen dass ich in einem Swingerclub war und dann würde ich ein Disziplinarverfahren an den Hals gehängt bekommen, würde meinen Job oder meine Zulassung verlieren, müsste meine Wohnung räumen und würde vermutlich unter einer Brücke erfrieren, bevor ich 30 war.
     Mir blieb also entweder, ans andere Ende des Landes zu ziehen, oder...

     „Selbstständig“, antwortete ich. Seine Augenbrauen wanderten süffisant nach oben.

     „Und worauf hast du dich spezialisiert?“ Das Interesse wirkte ehrlich und ich bemühte mich, eine ausdruckslose Miene zu wahren.
    
     „Ich bin Strafverteidigerin.“ Er pfiff einen Lufthauch durch die Zähne.

     „Eine junge Anwältin frisch in der Selbstständigkeit, die Strafverteidigung macht? Mein Beileid.“

     „Ja es ist nicht ganz einfach, sich damit über Wasser zu halten. Deswegen mache ich noch Erbrecht nebenbei.“

     „Hast du deinen Fachanwalt schon?“

     „Ne, noch nicht. Und du, was machst du? Das klingt ja sehr, als wärst du selbst Rechtsanwalt?“, versuchte ich das Gespräch wieder auf ihn zu lenken, doch er ließ sich nicht beirren.

     „Dann leiden Sie doch bestimmt auch unter den ganzen Privatklageverfahren, die derzeit immer mehr geführt werden, oder?“ Ich setzte ein smartes Lächeln auf.

     „Ja man merkt das natürlich schon, aber bisher habe ich es auch irgendwie geschafft, meine Mandate einzuholen.“

     „Mhm“, machte er und sein Gesichtsausdruck wirkte verschlossen und nachdenklich.

     „Du brauchst jetzt übrigens nicht das Gefühl haben, dich unbedingt mit mir unterhalten zu müssen, nur weil die anderen weg sind.“ Zeit für einen Themenwechsel. Er musterte mich eine Weile, schien innerlich eine Entscheidung zu fällen.

      „Ja du hast Recht, muss ich nicht. Und der Stuhl wird langsam unangenehm.“ Er nahm seinen Becher, prostete mir in einer eindeutigen Abschiedsgeste zu und ging. Er ging einfach. Verdattert stand ich da. Damit hatte ich nicht gerechnet. „Nein nein, überhaupt kein Problem, ich unterhalte mich gerne mit dir.“ Das wäre eine Antwort gewesen, auf die ich gezählt hatte. Aber einfach weggehen?

     Riley war immer noch verschwunden, Devon prügelte sich vermutlich immer noch mit Sophie und dieser merkwürdige Chris hatte mich hier sitzen lassen.

     Allein in einer Welt, in der ich mich überhaupt nicht auskannte. 

 

 

So, ihr habt es geschafft. Wer meine Schreibereien kennt, der wird wissen dass es bei mir selten (vor allem nicht am Anfang) wildes Peitscheschwingen und heißen Sex gibt. Eine gute Geschichte hat auch einen guten Auftakt verdient, was nicht heißt, dass es nicht später hitzig werden kann. ;) Für Rückmeldung und Kritik bin ich natürlich wie immer super dankbar. Nichts motiviert einen so sehr, wie das Wissen, den Lesern eine Reaktion entlocken zu können.

Liebe Grüße

Euer Füchschen

PS: Wer nach der letzten Unterhaltung ein bisschen verwirrt ist sei beruhigt, das werde ich noch aufklären was es damit auf sich hatte.

 

Kommentar(e)

Den ersten Teil zu lesen, wenn die anderen beiden noch nicht online stehen.
Red-Foxi ist jemand den man Binge-Lesen sollte ;)

Es macht mich immer ganz verrückt, wenn Geschichten unvollständig sind. Wenn ich nur etwas mehr Geduld hätte, würde ich auf die vollständige Veröffentlichung warten. Freu mich schon auf die nächsten Teile!