Frau Engel und Herr Kaufmann - 14

"Klappentext"

Alex bricht mit ihren beiden Lehrern zu einem entspannten, intensiven Wochenende in einer Waldhütte auf. Die beiden haben sich indes vorgenommen, der jungen Frau mal wieder ein bisschen Respekt beizubringen.

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Hallöchen,

ja, ich weiß...es ist laaaange her. Aber ich habe die Hoffnung, dass dieser Titel einigen von euch noch etwas sagen könnte. Und falls nicht hoffe ich, dass ihr dieses Kapitel zumindest als erfrischende Kurzgeschichte genießen könnt.

Liebe Grüße

Euer Füchschen

 

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Kapitel 14

 

 

„Ich würde dir ja wirklich gern beim Packen helfen, aber Heidi ist immer noch in Elternzeit und Thomas hat sich vorhin krankgemeldet, das heißt ich muss jetzt schon ins Büro.“

„Im Ernst, ich kann wirklich alleine packen. Es ist ja nur ein Wochenende. Geh und rette der Firma den Allerwertesten.“, entgegnete ich meiner Mutter und drückte ihr einen Schmatzer auf die Wange.

„Wann holt Marie dich denn ab?“ Zu schauspielerischen Zwecken warf ich einen schnellen Blick auf die Uhr.

„In zwei Stunden.“

„Ohje, dann sehen wir uns ja gar nicht mehr vorher. Ich wünsche euch beiden ganz viel Spaß. Passt aufeinander auf und fahrt bitte nicht betrunken.“

„Keine Angst, wir werden uns nicht besinnungslos trinken.“, erwiderte ich lachend und wartete, bis meine Mutter das Zimmer verlassen hatte. Obwohl ich spürte, dass mein Herzschlag leicht beschleunigt war, fiel es mir mittlerweile erstaunlich leicht meine Mutter anzulügen. In den letzten Monaten hatte ich immerhin genug Übung darin bekommen.

Nach dem Abend in der Bar hatten Corinna, Christian und ich uns leider relativ selten außerhalb der Schule gesehen. Doch die Zeit die wir miteinander verbrachten, war unglaublich intensiv und schön und ich konnte es kaum abwarten, die beiden fast vier ganze Tage ganz für mich zu haben. So hatte ich nicht mal eine Sekunde gezögert, als Christian vorschlug über das Wochenende wegzufahren. Wie der Zufall es so wollte, war Marie an diesem Wochenende mit ihrem Freund unterwegs, sodass keine Chance bestand, dass meine Eltern ihr in der Stadt über den Weg laufen könnten.

Meine Mutter dachte, dass Marie und ich in ein schäbiges kleines Wellnesshotel fahren würden, tatsächlich ging es aber für mich mit meinen zwei Lehrern, beziehungsweise zwei Doms in eine Waldhütte an einem kleinen See – ich fand das ziemlich stereotypisch für die Art von Arrangement die wir hatten und war amüsierter Weise davon überzeugt, dass das der Stoff war aus dem Horrormärchen gemacht waren.

 

Zwei Stunden später, schleppte ich meinen gepackten Koffer die Treppe runter und zog die Haustür mit einem Lächeln auf den Lippen hinter mir zu.

Christian stand mit dem Rücken zu mir vor der geöffneten Kofferraumklappe seines Autos, als ich den Hof betrat.

„Wie kann eine Frau so viel Gepäck haben?“, hörte ich ihn fluchen.

„Ich hoffe du meinst nicht mit, ich habe nämlich äußerst sparsam gepackt.“, rief ich grinsend und er drehte sich mit einem breiten Lächeln, das mir die Schmetterlinge in den Bauch zauberte, um.

„Hey, da bist du ja.“ Mit wenigen Schritten war er bei mir und gab mir einen zärtlichen Kuss. Himmlisch. „Nein, ich meinte Corinna. Das Fräulein hat gepackt als würden wir die Alpen überwandern wollen. Geh rein und sag ihr, dass ich sie übers Knie leg, wenn sie auch nur noch ein Paar Schuhe hier rausbringt.“

„Geht klar, Chef.“, lachte ich und stellte ihm meinen Koffer hinters Auto.

„Werd du nicht auch noch frech. Zwei von der Sorte übersteh ich nicht das ganze Wochenende über.“, grummelte er und ich kicherte leise. Er konnte sich beschweren so viel er wollte, ich wusste, dass es ihm im Grunde gefiel, wenn ich ihm hin und wieder die Zähne zeigte.

„Fenster, Heizung, Alarmanlage, Herd, Schlüssel.“, hörte ich Corinna aufzählen, als ich in Richtung Küche lief. Ich blieb im Türrahmen stehen und beobachtete die Schönheit, wie sie konzentriert auf den Zettel in ihren Händen starrte.

„Du machst dir echt eine Liste, bevor du das Haus verlässt?“

„Komm du mal erstmal in mein Alter und hab ein eigenes Haus, da wirst du dir auch Listen machen.“

„Ich soll dir von Christian sagen, dass er dich übers Knie legt, wenn du noch mehr Schuhe rausschleppst.“

„Ach der soll sich mal nicht aufregen, ich habe immerhin nicht den ganzen Fußraum mit Spielzeug zugepflastert.“ Das war ein klares Zeichen, dass sie gestresst war, denn sonst hätte sie nicht so über ihren Liebsten gesprochen.

„Ich nehme an, das muss ich nicht unbedingt weitergeben?“, gluckste ich. Sie blickte auf.

„Untersteh dich. Ich kann dir das Wochenende viel mehr versauen als du mir, glaub’s mir.“ Das wagte ich nicht eine Sekunde zu bezweifeln.

 

Nachdem Corinna ihre Liste mehrfach durchgegangen war, gingen wir nach draußen und ich beobachtete, wie sie ihm die Autoschlüssel reichte. Bevor ich nachdenken konnte, schnaubte ich.

Christian hielt mitten in der Bewegung inne und sah mich mit hochgezogener Augenbraue an. „Gibt es ein Problem?“

„Nichts, schon gut. Ist nur so typisch, dass der Mann fährt.“ Während ich noch grübelte, ob ich ihn ernsthaft mit der Bemerkung verärgert hatte, legte er den Kopf schief, so als würde ihm das beim Nachdenken helfen. Schließlich streckte er den Arm aus. Völlig perplex starrte ich auf den Schlüssel, der von seinem Finger baumelte.

„Was ist jetzt?“

„Du fährst.“, sagte er knapp.

„Ich? Warum denn das?“

„Corinna mag es nicht das Auto zu fahren wenn es so voll beladen ist und man den Rückspiegel nicht benutzen kann, aber bevor du armer Tropf den Eindruck bekommst, dass ich sie patriarchisch unterdrücke, wirst du fahren.“

„Das macht überhaupt keinen Sinn, ich bin das Riesenteil doch noch nie gefahren.“

„Du hast einen Führerschein der Bundesrepublik Deutschland, also kannst du auch dieses verdammte Auto fahren.“, knurrte er und fügte dann noch hinzu: „Entweder du nimmst jetzt den Schlüssel, oder ich räume alles wieder aus und du fährst im Kofferraum mit wie ein Hund und das ist kein Scherz.“ Mehr aus Reflex als aus Abwägungsgründen, griff ich nach dem Schlüssel. Der Gedanke im Kofferraum fahren zu müssen, war zwar per se nicht wirklich abschreckend, der Gedanke, dass er das ganze Gepäck auf die Rücksitzbank quetschen wollte allerdings schon.

„Du bist schuld, wenn was passiert.“, brummte ich. Der Gedanke, dieses teure und mir gänzlich fremde Auto zu fahren, gefiel mir gar nicht.

„Wird schon schiefgehen.“, zwitscherte Corinna und küsste mich verspielt auf den Mund, bevor sie die hintere Tür öffnete. Christian nahm auf der Beifahrerseite Platz und so blieb mir nichts Anderes übrig, als um das schwarze Monster herumzulaufen.

Von rechts kam direkt ein abfälliges Schnauben, als ich den Sitz erstmal einen Kilometer nach vorne schob.

„Was denn, ich habe nun mal nicht so lange Beine.“, motzte ich.

„Vergreif dich nicht im Ton, Alex. Ich frage mich nur, ob du verstanden hast, dass das Knie nicht an das Lenkrad stoßen muss.“ Diesmal war ich klug genug den Schnabel zu halten und studierte stattdessen die Instrumente.

„Sollte der Kabinendruck schlagartig sinken, fallen Sauerstoffmasken aus der Decke über Ihnen. Bitte stellen Sie nun Ihre Sitze aufrecht und genießen Sie den Flug mit Alexandra-Airlines.“

 

Ich war davon ausgegangen, dass Christian die ganze Fahrt über an mir herummeckern würde, als Strafe für meinen Spruch im Hof, doch stattdessen stellte sich heraus, dass er ein überaus angenehmer Beifahrer war. Die ersten Kilometer waren etwas holprig, ich schaltete die Gänge zu früh und musste viel korrigieren um die Spur zu halten, doch er verkniff sich die Kommentare und blöden Sprüche und beschränkte sich darauf, mir hin und wieder Tipps zu geben, dies jedoch stets freundlich und wirklich konstruktiv. Als ich begann mich etwas zu entspannen, hatte ich wirklich Spaß daran.

            Als ich mit dem Auto einigermaßen vertraut war und wir einfach geradeaus auf der Autobahn fuhren, begannen meine Gedanken ein wenig zu wandern. Ich hatte mir fest vorgenommen, mir an diesem Wochenende etwas zu wünschen. Es fiel mir wahnsinnig schwer, über meine eigenen Bedürfnisse zu sprechen und wenn ich mich doch mal überwinden konnte, war ich von der ständigen Angst geplagt, die falschen Worte zu wählen, sodass mein Anliegen völlig falsch bei dem Gegenüber ankäme. Also hatte ich mir schon vor Wochen sorgfältig überlegt was ich sagen wollte, hatte mich jedoch immer zu stark geschämt um darüber zu sprechen. Und die wenigen Stunden die wir jede Woche gemeinsam hatten, waren einfach nicht genug um mich meine Hemmungen überwinden zu lassen. Deshalb hatte ich mir vorgenommen, das Thema während unseres Trips anzusprechen. Auch während der Fahrt lag es mir wieder auf der Zungenspitze, doch verließ einfach nicht meine Lippen. Warum war ich bloß so ein Feigling?

            Die letzte halbe Stunde führte uns durch dicht bewaldetes Gebiet, bis wir schließlich an einer kleinen Holzhütte ankamen. Der Vermieter wartete bereits auf uns und während Christian zu ihm ging, um den Schlüssel entgegenzunehmen, entluden Corinna und ich das Auto. Zu meiner Überraschung war ich nun doch nervös, denn mir wurde bewusst, dass es etwas völlig Anderes war, ob man jede Woche ein paar gestohlene Stunden miteinander verbrachte, oder ob man vier Tage nonstop aufeinander hockte.

            Corinna schien mein Stimmungswechsel aufzufallen, zumindest legte sie mir einen Arm um die Hüfte, lehnte ihren Kopf an meinen und flüsterte mir ins Ohr: „Entspann dich, das wird ein wundervolles Wochenende.“

            „Mhm.“ Mehr brachte ich nicht raus, meine Zunge fühlte sich irgendwie belegt an.

            Als auch die letzte Tasche aus dem Auto geladen war, zeigte der Vermieter uns noch kurz die Hütte. Er war ein in die Jahre gekommener Mann, dem die Arbeit den Rücken gekrümmt hatte und dessen Augen glasig waren. Im Schlafzimmer stockte er und warf und schaute uns an: „Sie haben nicht gesagt, dass Sie ein Zustellbett benötigen würden. Ich hab‘ leider im Moment keins hier, da müsste ich erst nach Hause fahren und eins aus unserem alten Kinderzimmer holen.“ Peinlich berührt musterte ich den Teppich unter meinen Füßen.

            Ganz souverän entgegnete Christian: „Oh nein, das ist ganz und gar nicht nötig. Wir brauchen kein zweites Bett, es ist alles gut so wie es ist.“ Ich blickte auf, um die Muskeln auf der Stirn des Alten zucken zu sehen. Anscheinend verstand er nicht ganz, was das bedeuten sollte.

            „Also kein zweites Bett?“

            „Kein zweites Bett.“, bestätigte Corinna mit einem freundlichen Lächeln.

            „Na schön, ganz wie Sie meinen.“, entgegnete er und zuckte mit den Schultern, bevor er voran in das geräumige Badezimmer ging.

 

Mit vollgefuttertem Bauch, Christian hatte uns Pasta gemacht, saßen wir schließlich im Wohnzimmer. An der Wand thronte ein steinerner Kamin, in dem ein gemütliches Feuer prasselte. Die beiden hatten sich unter eine Decke auf dem Sofa gekuschelt, während ich mit meinem Weinglas in der Hand mit angewinkelten Beinen auf dem gemütlichen Sessel hockte. Es war schon eine Weile her das einer von uns etwas gesagt hatte, doch die Stille hätte nicht angenehmer sein können. Das warme Züngeln der Flammen hatte eine hypnotisierende und zeitgleich einschläfernde Wirkung und wir sannen einfach unseren jeweils eigenen Gedanken nach.

„Alexandra.“, ertönte irgendwann Christians dunkle Stimme. Wie er meinen Namen sagte, so tiefenentspannt sinnlich, schickte mir einen Schauer die Arme empor.

„Ja, Christian?“, erwiderte ich. Sofort war die Lust zu flirten in mir geweckt.

„Komm mal hier her.“ Er rückte ein Stück von Corinna ab und klopfte mit der flachen Hand auf die freigewordene Stelle.

Mit einem flattrigen Gefühl in der Bauchgegend, stellte ich mein Glas auf dem hölzernen Wohnzimmertisch ab und gesellte mich zu den beiden. Das Sofa war eindeutig zu eng für drei Leute, denn wir saßen wie die Sardinen in der Dose, aber das war mir egal, ich wollte den beiden so nah wie möglich sein.

Ich spürte Corinnas vom Glas gekühlten Fingerspitzen in meinem warmen Nacken, wie sie mein Haar nach hinten strich und über meine Schultern auf meinen Rücken legte. Sie beugte sich vor, um mir ihre kühlen Lippen auf die Stelle zwischen Nacken und Hals zu legen, die so empfindlich war. Ich konnte nicht anders, als genüsslich die Augen zu schließen und den Kopf ein Stück zur Seite zu lehnen. Ihre Berührungen fühlten sich so gut an.

Meine Augen öffneten sich erst wieder, als ich spürte wie sie die Zähne in meiner Haut vergrub. Nicht so stark, dass es wehtat, aber genug um dafür zu sorgen, dass ich mich anspannte. Christian beobachtete uns mit funkelnden Augen.

„Also.“, machte er und legte seine Hand auf mein Knie. So unschuldig diese Berührung auch war, soviel Erotik schwang auch in ihr mit. „Wir haben uns ein paar Regeln für das kommende Wochenende überlegt.“

„Mhm…Regeln?“, seufzte ich, weil Corinna sich gerade meinen Hals hinaufküsste, um zärtlich an meinem Ohrläppchen zu knabbern. Die Hitze in meinem Schoß kam bestimmt nicht von dem Kaminfeuer.

„Ganz genau, Regeln. Uns ist nämlich beiden aufgefallen, dass du in letzter Zeit einen ziemlichen Höhenflug genießt. Ständig bist du frech“ Corinnas Hand umfasste mit einem Griff fest meine Haare „aufsässig“ sie wickelte sich den Zopf um die Hand „widerspenstig“ ich spürte ein scharfes Ziepen auf der Kopfhaut als sie meinen Kopf leicht nach hinten zog „und störrisch.“, beendete er in dem Moment als Corinna mir, diesmal wirklich schmerzhaft, in den Hals biss. Ich ächzte gequält. Gleichzeitig erwachte der Ameisenhaufen zwischen meinen Beinen zum Leben, es kribbelte und prickelte überall. Christians Worten und seinem lüsternen Blicken so dargeboten zu werden, während Corinna meinen Körper liebkoste und neckte, war einfach nur himmlisch für meine innere Schlampe, die gierig und dankbar jede Sekunde in sich aufsog.

„Aber –“, begann ich, hielt jedoch inne als ich einen kurzen Ruck an meinen Haaren verspürte. Christian sprach weiter: „Siehst du, schon wieder. Dieses Wort sollte überhaupt nicht in deinem Wortschatz sein. Sätze damit zu beginnen ist ganz knapp an der Grenze zu respektlos.“

„Das tut mir leid.“, murmelte ich. Er beugte sich vor und legte eine große Hand auf meine Wange. Sein Daumen fuhr den Weg zu meiner Unterlippe entlang, schob sich dazwischen und ich spürte wie sein Finger auf meinen Zähnen zum Liegen kam, was eine merkwürdig intime Geste war.

„Vielleicht glaube ich dir das sogar, Kleines. Unabhängig davon, werden wir die nächsten Tage ausgiebig nutzen, um dir mal wieder ein bisschen Respekt einzuflößen.“ Verunsichert arbeitete mein Gehirn auf Hochtouren und scannte die letzten Wochen nach Dingen, die ihn so verärgert haben könnten, dass er sie sich bis heute gemerkt hatte. Ich hatte mich – und mein Mundwerk – ihnen gegenüber so komplett entspannt, weil ich irgendwie davon ausging, dass es ihnen auch gefiel und sie es genossen, auch mal Konter zu bekommen, statt immer nur das stumme Mäuschen vor sich zu haben, dass ich Anfang des Schuljahres hauptsächlich gewesen war. Auf magische Art und Weise schien Christian meinen Blick genau zu verstehen.

„Damit wir uns nicht falsch verstehen, es macht mir enorm viel Spaß, wenn du frech bist und allein der Gedanke daran dich zu maßregeln, lässt mich hart werden.“, raunte er und dieser Satz reichte, dass ein Großteil der Sorgen die ich mir eben noch gemacht hatte, verpufften. „Aber ein bisschen was von dieser Ehrfurcht und der süßen Unschuld, die dich immer aussehen lässt wie ein ängstliches Reh, würde dir mal wieder ganz guttun.“

„Un‘ wasch soll’n das fr Regeln sn?“, nuschelte ich an seinem Daumen vorbei.

„So ist es brav.“ Natürlich verhöhnte er mich und es kostete mich viel Selbstkontrolle, ihm, beziehungsweise seinem Daumen, nicht wortwörtlich die Zähne zu zeigen.

„Erstens wirst du direkte Befehle sofort befolgen, zu langes Zögern wird bestraft, Widerworte sowieso. Du kennst uns mittlerweile lange genug, sodass wir wissen, dass du uns vertraust, dir ist bloß dein eigener Kopf immer im Wege.“ Ich schluckte. Das würde schwierig für mich werden. Ich zögerte fast immer, mein Gehirn funktionierte nun mal so, dass es erst immer alle Alternativen und Szenarien erörtern musste, bevor es meinen Körper anwies zur Tat zu schreiten.

„Zweitens, das hatten wir zwar schon vor Ewigkeiten so festgelegt, aber ich bin jetzt so freundlich und erinnere dich daran, antwortest du auf Fragen immer in ganzen Sätzen und verständlich.“ Okay, mir fielen tatsächlich auf Anhieb fünf Beispiele der letzten zwei Wochen ein, in denen ich das ganz sicher nicht befolgt hatte.

„Drittens wirst du dich nicht mehr hinsetzen, außer du hast die Erlaubnis dazu. Wenn du nicht stehen möchtest, wirst du dich Christian oder mir zu Füßen niederlassen. Das wird dir wieder in Erinnerung rufen, wo dein Platz ist.“ Ach du grüne Neune. Das war neu. Sofort schoss mir ihre erste Regel in den Kopf und ich machte Anstalten mich zu bewegen, so als wollte ich mich vom Sofa stürzen.

„Im Moment hast du die Erlaubnis hier zu sitzen.“, lächelte Christian. „Gott macht mich das scharf, wenn du so unsicher und verwirrt bist, am liebsten würde ich mir dich jetzt direkt nehmen.“ Das war definitiv kein Kribbeln mehr da unten, sondern ein intensives, feuchtes Pochen, das mich bewegte die Oberschenkel aneinander zu pressen.

„Etwas Geduld noch Liebster, du willst doch nicht die gemütliche Stimmung ruinieren, oder?“, raunte Corinna hinter mir und mein mittlerweile geübter Instinkt verriet mir, dass sie ähnlich erregt war wie ich. Christian stieß ein leises Knurren aus.

„Wir könnten auch unsere Süße auf den Fußboden verbannen, während ich dir hier und jetzt den Schwanz in dein nasses Loch ramme, bis du schreist.“, schlug er vor. Mein Herz setzte einen Schlag aus. Süße. So hatte er mich noch nie genannt. Es beflügelte mich und auf einmal hatte ich das Gefühl, das ganze Glas Wein ausgetrunken zu haben.

Ich konnte nicht anders und grinste: „Keine Einwände.“ Ohne Vorwarnung kniff er mir durch den Pullover hindurch fest in den linken Nippel. Überrascht quietschte ich und zuckte zurück, drängte mich gegen Corinnas Oberkörper.

„Zumindest der erste Teil scheint keine schlechte Idee zu sein. Na los, knie dich vor Christian.“, sagte sie und ich gab alles, um ja nicht zu wirken als würde ich zögern. Also rutschte ich umständlich vom Sofa, meine Haare mussten ganz zottelig aussehen, und kniete mich vor Christian, den Oberkörper aufrecht, den Blick leicht gesenkt und die Beine angewinkelt neben meinem Körper – richtig Knien, also mit den Fersen unter dem Hintern, fiel mir unglaublich schwer, weil mir sofort alles von der Hüfte abwärts einschlief. Anfangs hatte ich mich bemüht, es trotzdem durchzuhalten, doch Corinna hatte mir erklärt, dass es für sie beim Knien mehr darum ging, dass ich mich unterwürfig zeigte und fühlte, dabei dürfe ich es aber ruhig gemütlich haben. Also kniete ich meistens in dieser Haltung, außer ich war „ein böses Mädchen“, dann bestanden sie schon mal darauf, dass ich es in korrekter Haltung aushielt.

Mein Blick fiel auf Christians Schritt, durch dessen Jeans sich eine beachtliche Beule abzeichnete.

„Ganz recht.“, meinte er. „Du hast mich geil gemacht, jetzt kümmere dich auch darum.“ Das war mir mehr als recht. Ich liebte es, ihm einen zu blasen. Es machte mich stolz und glücklich, dass ich in der Lage war, diesen anspruchsvollen attraktiven Mann mit meinem Körper zu befriedigen, ihn dazu bringen zu können so kehlig zu stöhnen. Von unten herauf fühlte ich mich dabei sehr mächtig, auf meine eigene Art und Weise.

Schnell war sein Schwanz aus der engen Hose befreit. Wenn er so geil war, mochte er es nicht, wenn ich lange fackelte, also stülpte ich die Lippen direkt über die pralle Eichel. Er sog hörbar die Luft ein.

„Himmel Alex, mein Schwanz freut sich schon seit Stunden auf deinen geilen Mund.“ Angespornt durch das Kompliment, ließ ich die Lippen eng an seinem Schaft hinabgleiten, achtete darauf meine Zunge so eng wie möglich gegen die weiche Haut zu pressen. Er war zwar schon sehr hart, aber noch nicht steinhart, sodass ich ihn ganz aufnehmen konnte ohne würgen zu müssen, auch wenn es anstrengend war. Unten angekommen schaffte ich es, meine Zunge noch ein Stück weiter auszustrecken und damit über seine Eier zu fahren. Ein Schauer überlief ihn und in mir machten sich Glücksgefühle breit.

„Heute scheint sie sich wirklich Mühe geben zu wollen, schau mal wie bemüht sie ist. Ich glaube wir haben sie ganz schön angeheizt.“, kommentierte Christina. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie sie dichter an ihn heranrutschte. Kurz darauf hörte ich leise, wie sie sich leidenschaftlich küssten. Während ich immer wieder mit dem Mund auf- und abfuhr, mal umspielte ich ihn dabei mit der Zunge und mal saugte ich so kräftig wie ich konnte, begann er, mit Corinnas Brüsten zu spielen. Sie machte ein Hohlkreuz, er schob ihr Oberteil noch oben und knetete die weichen Rundungen, nahm die Nippel zwischen seine Finger und zwirbelte sie.

Ich hatte keine Ahnung wie viel Zeit vergangen war, da zog er mich an den Haaren von seinem Schwanz und schob mich grob zur Seite um aufzustehen. Er zog Corinna an den Händen hoch.

„Zieht diese lästigen Hosen aus, beide.“ Seine Stimme war rau und dunkel vor Lust, sein Glied stand stolz und steil von seinem Körper ab. Während er sich sein eigenes Shirt über den Kopf zog, beeilten Corinna und ich uns, unsere Hosen loszuwerden. Meine Finger waren ganz zittrig und fahrig, so sehr freute ich mich auf das was kommen würde. Christian dirigierte Corinna zu der Sofalehne und setzte sie so darauf, dass ihre Zehenspitzen gerade noch so den Boden berührten, während ihr Oberkörper an der Rückenlehne lehnte. Kurz darauf nahm er mich am Oberarm und brachte mich so in Stellung, dass ich vorn übergebeugt neben Corinna stand, die Hände neben ihrem Kopf abgestützt. Ich wusste, dass ich nass war. Es war einige Zeit her, dass ich seinen Schwanz in mir hatte. Früher hatte ich immer geglaubt, dass ich nicht unbedingt Sex in dem Sinne brauchte, dass mir andere Dinge viel mehr Lust schenken konnten. Und obwohl ich durch die beiden gelernt hatte, wie breit gefächert das Spektrum der Lust eigentlich war, so hatte ich auch schnell gelernt, dass es einfach nichts Vergleichbares dazu gab, wenn er seinen harten Schwanz in mich schob und mich ausfüllte und dehnte.

Corinna schnaufte leise als er sich in sie schob. Egal wie verlangend und geil er manchmal war, beim ersten Eindringen ließ er immer Vorsicht walten und machte es nie direkt zu tief. Ein Punkt, der auf meiner langen Liste von Pluspunkten sehr weit oben stand.

Fast automatisch griff ich nach Corinnas Hand und spürte augenblicklich, wie sich ihre Finger fest um meine schlossen. Sie legte den Kopf in den Nacken und genoss das, wie ich ja selbst wusste, herrliche Gefühl. Seine Hände legten sich wieder auf ihre perfekten Brüste und ein Grollen entwich seiner Brust als er sich nun zur Gänze in sie schob. Ihr Rücken bog sich durch und sie stöhnte. Oh musste sich das gut anfühlen. Ungeduldig stand ich da, ein fast schmerzhaftes Ziehen in meiner Mitte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit zog er sich aus Corinna zurück und ich spürte seine Eichel, die durch meine feuchte Spalte glitt. Ja ja ja ja, bitte!, dachte ich und reckte ihm meinen Hintern entgegen. Es war ein absolut unvergleichliches Gefühl als er sich schließlich, endlich, langsam in mich gleiten ließ. Ein tiefes Seufzen innigster Zufriedenheit kam mir über die Lippen und nun war ich es, die sich in die Hand der schönen Frau neben mir krallte.

„Lass dich gehen, Alex. Nimm jeden Zentimeter.“, keuchte sie, noch immer außer Atem.

„Ja ja, bitte. Bitte nimm deine Fotze, Christian. Bitte benutz sie.“, wimmerte ich, spürte wie sich mein Verstand in Luft auflöste und pure Lust zurückblieb. Ich wollte zerfließen und mich komplett diesem Gefühl hingeben.

„Nichts leichter als das, Schlampe.“ Seine Finger gruben sich in meine Hüfte und er zog mich mit einem Ruck an sich, sodass auch die letzten Zentimeter in mir verschwanden.

„Mach ein Hohlkreuz.“, wies er mich an und begann, mich zu stoßen. Ich bemühte mich ihm zu gefallen, doch solche Oberflächlichkeiten wurden schnell aus meinem Kopf verbannt als sich sein Schwanz wieder und wieder, schneller und schneller in mich schob.

Fast hätte ich ihn angebettelt weiterzumachen als er sich zurückzog und stattdessen Corinna nahm. Und das ging so weiter…ewig. Es war köstlich. Der Sex an sich war himmlisch, aber die Pausen zwischendurch, in denen ich den beiden lauschte und Corinnas windenden Körper beobachtete, baute sich jedes Mal eine zuckersüße Vorfreude auf, die jedes Mal wuchs und nur befriedigt wurde wenn er sich wieder zwischen meine Schamlippen drängte.

Als wir alle von einer dünnen Schweißschicht bedeckt waren und einheitlich keuchten, stellte Christian sich neben das Sofa und wir sahen, wie sich seine Hand schnell über seinen Schaft bewegte.

„Ihr habt keine Ahnung wie geil ihr seid.“, hauchte er und es dauerte nicht lang, da schoss ihm der weiße Saft aus der Eichel, bedeckte Corinnas Bauch und meinen Rücken.

Ein paar Sekunden vergingen, bis wir alle wieder zu Atem gekommen waren. Ich wünschte mir, die Zeit einfrieren und diesen Moment auf ewig konservieren zu können. Mein Körper fühlte sich unglaublich befriedigt an und in meinem Kopf mischte sich die sinnliche Leere mit alleserfüllender Müdigkeit.

Keiner von uns hatte noch Energie sich zu duschen, also machten wir uns nur schnell sauber und fielen dann wie die Steine ins Bett. Corinna links, Christian in der Mitte und ich rechts.

"Das wird ein super schönes Wochenende.", murmelte ich ins Kissen. Ich glaube die beiden haben noch etwas geantwortet, aber das bekam ich schon nicht mehr mit...

 

 

Kommentar(e)

Ich muss alle sofort lesen... bisher sind mir Frau Engel und Herr Kaufmann gar nicht aufgefallen..

...da wirst du eine ganze Weile beschäftigt sein. :D Es freut mich sehr, dass Dir dieser Teil gefallen hat. 

LG

Füchschen

Antwort auf von RedFoxi

Ich bin durch 1 bis 13 durch... Was für eine wundervolle Phantasie! Und ein super Stil! 

 

Daaaanke! 

Ich habe die Geschichte vor Jahren sehr gerne gelesen... sie ist rundherum lesenswert: die Sprache, der Aufbau und die Storyline selbst, alles passt.... nun ganz überraschend eine Fortsetzung... ich freue mich! Die Geschichte ist es wert!

Und die Autorin scheint zum Glück nichts verlernt zu haben... ja, das wird sicher ein superschönes Wochenende.

Vielen Dank!

LG

Antares

Antwort auf von Antares

Hallo,

ich hatte gehofft, dass sich der ein oder andere vielleicht noch an die Geschichte erinnern würde. Es freut mich, dass die unerwartete Fortsetzung gefallen hat. Vielen Dank für das Lob!

LG

Füchschen

Ich kann mich gerade gar nicht genug freuen, dich wieder lesen zu können. Endlich wieder weiterzulesen in deinen Geschichten, deine tollen Charaktere wiederzutreffen und sich einfach in jeden neuen Teil verlieben. Du hast wirklich eine wunderbare Art zu schreiben und ich hoffe, dass dieser Teil nur der Auftakt zu einer neuen Schreibwelle von dir ist ^-^

Großes Lob und liebe Grüße, 

Jana

Antwort auf von BoundJana

Liebe Jana,

yippieh, ich habe mich sehr gefreut als ich gesehen habe, dass du mir ein Wörtchen dagelassen hast. Mal wieder vielen Lieben Dank für die sehr lobenden und schmeichelnden Worte. Daaaankääää! :*

LG

Füchschen

Wie schön,  endlich wieder von Dir zu lesen.  

Liebe RedFoxi, 

 

du weißt gar nicht, wie happy du mich mit dieser überraschenden Fortsetzung gemacht hast. Habe mich jetzt extra hier angemeldet, um dir einen Kommentar hier lassen zu können.

Ich liebe deine Geschichten. Die Charaktere, die Szenarien, der Schreibstil - einfach klasse! Diese Fortsetzung steht den anderen Teilen in nichts nach und ich hoffe und freue mich schon auf weitere Kapitel!

Mach weiter so! 

LG 

P.S. Eine Fortsetzung zu "Don't judge me" wäre auch der Hammer! *ganzliebschau*^^

Antwort auf von Subbie90

für die lieben Worte! Über das positive Feedback habe ich mich sehr gefreut. Und wow, du hast dich extra dafür angemeldet....was soll man dazu noch sagen? :D Dankeschöööön!

LG

Füchschen

PS: Eine Fortsetzung zu Djm ist zu diesem Zeitpunkt leider eher unrealistisch. :/