BDSM - Wir dienen der Gerechtigkeit

"Klappentext"

Die Geschichte steht in der Tradition der vielen Romanreihen um Schuldetektive, mit denen einige hier aufgewachsen sein werden.

Etwas war schiefgegangen.

Plötzlich vibrierte Brittas Smartphone. Natürlich hatte sie es vor dem Matheleistungskurs auf lautlos gestellt, aber die Schulordnung schrieb vor, dass nur während der Pausen die Schülerinnen ihre Mobiltelefone einschalten durften. Lehrerinnen wie Fräulein Werth, die Mathematik lehrte, achteten penibel darauf. Gerade war Übungsstunde, alle saßen stumm vor ihren Tablets und das Vibrieren war jeder in dem Raum aufgefallen.

Fräulein Werth blickte vom Lehrerpult hoch und fragte sofort: „Welche von euch hat ihr Handy an?“

Insgeheim war Britta dankbar, denn jetzt konnte sie, ohne sich zusätzlichen Ärger einzuhandeln, das Smartphone aus der Tasche nehmen und auf den Bildschirm blicken.

Daniela hatte versucht sie anzurufen, aber keine Nachricht hinterlassen.

Ganz schlecht.

„Britta? Ausgerechnet du.“ Aber Fräulein Werth klang eher angespornt als enttäuscht.

„Entschuldigung“, sagte Britta. „Es ist wichtig.“

„Das ist mir egal“, gab die Lehrerin zurück. „Du gehst vor die Türe und denkst du deinen Fehler nach. In 10 Minuten kannst du zurückkommen und mir sagen, was du falsch gemacht hast.“

Britta schob den Stuhl von dem Tisch weg und stand auf. Sie wollte ihre Sachen – die Tasche und vor allem das Smartphone – mitnehmen, aber man ließ sie nicht.

„Dein Handy bleibt hier.“

Diskutieren half nichts und außerdem hatte Britta es eilig. Einen Schmollmund ziehend, lief sie durch das Klassenzimmer, zur Türe und trat auf den Gang und ohne sich noch einmal umzusehen.

Draußen entspannte sie ihr Gesicht und schaute sich um. Niemand zu sehen. Die meisten Schülerinnen und Lehrer*innen hatten jetzt Unterricht. Daniela und Margarete hätten auch in einer Klasse sitzen sollen – aber nur Britta (und natürlich Shayannea) wusste, dass sie sich irgendwo im Keller befanden. In den letzten Wochen hatte sie versucht herauszufinden, wer das Internat seit Monaten mit Marihuana versorgte und erfahren, dass heute Vormittag im Keller eine große Lieferung aus Holland eintraf. Mit der höchsten Punktzahl in Mathe hatte Britta den Unterricht nicht schwänzen wollen und deswegen waren Daniela und Margarete bereit gewesen, sich in den Keller des Internats zu schleichen und dort Fotos zu machen. Nicht mehr – nur Beweise für die Schulleitung. Als Notrufsignal hatten sie vereinbart, Britta oder Shayannea anzurufen, weswegen diese ihr Smartphone nicht ausgeschaltet hatten.

Was konnte schiefgelaufen sein?

Noch einmal lauschte Britta, war sich aber sicher, dass sich niemand außer ihr auf dem Gang befand. Vorsichtig hob sie erst den einen Fuß, dann den anderen und stieg aus den Schuhen, die sie trug. Die Kleidungsvorschriften am Internat waren strikt: Auch noch in der Abiturklasse, in der alle Schülerinnen 18 oder älter waren – die Sitzenbleiberinnen manchmal 20 – trugen die Schülerinnen Uniform. Weiße Bluse, darüber ein anthrazitfarbenes Jackett, einen Rock der bis dicht über die Knie ging und weiter unten weiße Socken und schwarze Schuhe mit verräterischen Absätzen. Die Schulverordnung schrieb dazu weiße oder schwarze Unterwäsche – BH und Slip – vor, aber dies kontrollierte natürlich niemand. Für die Lehrer und Lehrerinnen gab es ebenfalls Vorschriften: Männer mussten im Anzug und Langbinder den Unterricht halten, die Frauen durften entweder ein Businesskostüm mit Rock oder ein Kleid tragen. Fräulein Werth hatte heute wieder ihr langes, grünes Kleid an.

Ohne die Schuhe konnte Britta sich fortschleichen, ohne dass es sofort auffiel. Sie nahm beide Schuhe mit und hielt sie, als seien sie Waffen, vor sich. Kurz überlegte sie sich noch eine Nachricht an der Türe zu hinterlassen, dann fiel ihr ein, dass Papier und Stift – und die Kaugummis zum Festkleben – im Klassenzimmer hatten zurückbleiben müssen.

Ohne dass ihr jemand begegnet war, erreichte sie das Treppenhaus und schlich die Treppen herunter. Auf halber Höhe zum Keller hörte sie aber plötzlich Schritte entgegenkommen. Britta sah sich um. Die einzige Türe in Reichweite führte zu Toiletten. Natürlich war es bei ihrem Glück eine der wenigen Herrentoiletten, die den Lehrern zur Verfügung stand. Die Schritte kamen näher und Britta wollte kein Risiko eingehen. Schnell öffnete die die Türe und stand in einem Vorraum mit Waschbecken und von den Jahren matt gewordenen Spiegeln. Von draußen drangen die Schritte jetzt sehr nahe durch. Der Frequenz und Schwere nach, ein Mann. Mit Schrecken kam Britta der Gedanken, dass sich der Lehrer auch auf dem Weg zur Toilette befand. Sie lief weiter, durch die nächste Türe und stand in einem gut 10 x 5 Meter großen Raum. An der linken Wandseite befanden sich Urinale, rechts die Toilettenkabinen. Britta wählte die zweite Kabine, schloss die Türe hinter sich und stieg auf den Deckel der Toilette.

Sie hatte recht behalten: Der Lehrer suchte die Toiletten auf.

Britta hielt die Luft an. Aber offenbar war dem Mann nicht aufgefallen, dass die Türe erst vor kurzem geöffnet worden war. Eine Weile schien er einfach nur auf der Stelle zu stehen und zu warten.

Unter Brittas Haut kribbelte es. Sie wollte hier raus, zu ihren Freundinnen. Was, wenn die ihre Hilfe brauchten? Oder wieso sonst hätte Daniela anrufen sollen?

Mach schon, du W…, fluchte sie stumm.

Zu allem Überfluss öffnete der Mann eines der Fenster und summte dazu eine Melodie. Britta versuchte an dem Ton zu erkennen, um wen es sich handelte, aber das Echo im Raum störte zu stark. Etwa Herr Brandtner, bei dem sie alle Biologiefächer hatte? Britta verdrängte den Gedanken. Sie musste hier weg.

Erst öffnete sich eine der Türen zu den Toilettenkabinen, dann rastete das Schloss ein. Metallisches Klicken, wie von einem Feuerzeug.

Das durfte doch nicht wahr sein.

Wenig später roch Britta den Rauch. Und nicht nur den, sondern auch das Marihuana. Dieses Internat hatte ein ernstes Problem.

So lautlos wie möglich stieg Britta von der Toilette herunter, öffnete die Kabinentür – und rannte dann aus dem Raum.

Hinter ihr rief jemand etwas, aber da war sie schon bei den Waschbecken und dann wieder im Treppenhaus.

Erst hier fiel ihr auf, wie unvorsichtig die Aktion gewesen war. Wenn sie jemandem in die Arme gelaufen wäre …

Aber Britta stand alleine zwischen zwei Treppen. Der Unterricht nahm noch das gesamte Internat ein. Wie viele Minuten hatte sie diese Aktion gekostet? Wenn Fräulein Werth nach den 10 Minuten vor dem Klassenzimmer nachsah, würde sie Brittas Verschwinden bemerken. Anderseits – Britta hatte schon mehrfach wegen Ungehorsam gegen Lehrkörper nachgesessen.

„Noch drei Mal, und ich bekomme vielleicht ein gratis Kaffeegetränk, wie beim Coffee Fellows“, dachte sie und schlich weiter.

 

Ohne weitere Zwischenfälle erreichte Britta den Keller. Sie atmete tief durch. Schade, dass sie Shayannea nicht als Hilfe herbeirufen konnte. Shayannea war zwar innerhalb der Detektivinnen vor allem für Computer und IT zuständig, aber man konnte immer auf sie zählen, wenn es darauf ankam.

In zwei Richtungen erstreckten sich Gänge, beidseitig gesäumt von Türen. Einige der Neonlichter an der Decke flackerten und ließen die Szene noch heruntergekommener wirken, als er für die angespannte Schülerin ohnehin erschien. Britta wusste, dass sie nur die Überraschung auf ihrer Seite hatte. Wie weit die Drogenhändler*innen gehen würden wusste sie nicht – aber da man sich nie sicher sein konnte, ob sich der Hausmeister oder eine der Technikerinnen hier unten aufhielten, würde wohl keine eine Schusswaffe benutzen. Oder?
Als Britta glaubte, dass aus der linken Richtung Geräusche zu ihr drangen, schlich sie los. Die Kälte des Betons drang schnell durch ihre Socken, aber sie bemerkte es kaum. Noch einmal hörte sie Geräusche, dieses Mal Schritte.

Hin und wieder lief sie an Papierkörben vorbei, die in regelmäßigen Abständen neben Türen standen. Als sie das nächste Mal in einen der Körbe blickte, stutzte sie und zog einen Gegenstand heraus. In ihrer Hand hielt sie Danielas iPhone 12. Das Gehäuse war mit einer mosaikgemusterten Folie überzogen, dass einzige Smartphone, dass Britta mit dieser Individualisierung kannte. Außerdem musste sich Daniela noch vor kurzem hier unten befunden haben.

Der Bildschirm zwar zersplitterte und leuchtete beim Drücken auf das Glas nicht mehr auf. Britta legte es zurück in den Papierkorb, damit sie sich nicht verriet.

Und wenn sie doch einen der Lehrer um Hilfe bat?

Aber dann hörte Britta Stimmen durch eine der Türen vor sich. Eine Türe, die einen Spalt weit offenstand.

Sie ballte ihre Fäuste und ging weiter.

 

Fuck! Das war schlimmer als befürchtet. Durch den Türspalt sah Britta zwei ihrer Mitschülerinnen stehen und Zigaretten rauchen. Nicht irgendwelche Schülerinnen, sondern Jane und ihre immer anwesende Gehilfin Pia.

Es war klar gewesen, dass die beiden etwas mit der Sache zu tun gehabt hatten.

Natürlich hieß Jane nicht wirklich so, aber von der Detektivinnenclique wurde sie nur Jane genannt. Das lag an ihrem Freund, einem ständig um sich schlagenden Reaktionär, der aus irgendeinem Grund früher Tarzan genannt worden war. Tarzan <–> Jane. Eigentlich albern, aber Britta konnte in diesem Moment nicht lachen. Sie drückte sich neben die Türe und hörte die beiden bei ihren Zigaretten miteinander reden.

Jane sagte: „Es hätte schlimmer laufen können. Wir sind hier fast fertig. Nach der Pause sitzen wir wieder auf unseren Ärschen im Klassenzimmer und niemand hat etwas gemerkt.“

Pia blies Rauch durch ihre Nasenlöcher aus, bevor sie fragte: „Was ist mit den beiden?“

Sie blickte dabei auf eine der Türen des Raumes.

„Keine Sorge. Um die kümmere ich mich. Die werden zu niemandem ein Wort sagen.“

In Brittas Kopf überschlugen sich die Gedanken. Sie wollte einfach reinstürmen und mit ein paar Karatewürfen die beiden überwältigen. Aber selbst wenn sie es geschafft hätte – wie viele andere waren noch an dem Drogenhandel beteiligt? Wer war noch alles im Keller?

Aber dann bekam Britta unerwartete Hilfe. Jane sagte: „Komm. Lass uns nach den anderen sehen. Sonst bauen die noch irgendeine Scheiße.“ Sie warf den Zigarettenstummel auf den Boden und ging durch eine der Türen – weder die, auf die eben Pia gezeigt hatte - aus dem Raum. Pia drückte ihre Zigarette an der Wand aus und trat auf den Stummel am Boden, bevor sie ihrer Herrin folgte. So konnte man zumindest das Verhältnis zwischen den beiden Schülerinnen bezeichnen, die sich ebenfalls in der Abiturklasse befanden. Pia war mehrfach sitzengeblieben und verdankte es wohl nur ihrem reichen Daddy, dass sie noch immer das Internat besuchen durfte.

Aber das würde sich ändern.

Britta wartete eine halbe Minute, dann hielt sie es nicht mehr aus. Das volle Risiko eingehend, und nachdem sie ihre Schuhe neben der Türe abgestellt hatte, betrat sie das Zimmer vor sich. Es war leer. Drei Türen führten weiter, eine war angelehnt und durch diese hörte man Schritte und Stimmen. Dann war da aber noch etwas: Ein Stöhnen. Es kam aus der Türe, hinter der Britta ihre Detektivkameradinnen vermutete.

Britta nahm allen ihren Mut zusammen und öffnet die Türe. Dahinter war es dunkel. Vor sich hörte sie wieder Stöhnen und ein Rascheln. In der Dunkelheit sah sie zwei Schatten. Sie tastete nach dem Lichtschalter neben der Türe und nach ein paar Sekunden flackerte das Deckenlicht auf.

Es war einer der zahllosen Räume in diesem Keller, die nicht mehr genutzt wurden. Staubige Aktenböcke und Spinde reihten sich an den Wänden. In der Mitte des Zimmers standen zusätzlich zwei Stühle.

„Mmmhh!“

„Ach du Schreck!“, entfuhr es Britta.

Man hatte ganz offensichtlich Daniela und Margarete überwältigt und gezwungen sich bis auf die Unterwäsche auszuziehen. Nur mit BHs und ihren Slips bekleidet, saßen beide auf den Stühlen und wanden sich in Fesseln, die sie an den Möbeln festhielten. Seile banden ihre Hände auf den Rücken, ober- und unterhalb der Brüste wanden sich zusätzliche Seile, die ihre Oberkörper an der Rückenlehne festhielten. Die nackten Füße waren an die Stuhlbeine fixiert.

„Warte, ich helfe euch.“

Daniela und Margarete konnten nichts sagen, denn in ihren Mündern steckten weiße Socken. Die Knebel wurden auch mit Seil gesichert.

Erst zog Britta bei Daniela die vom Speichel feuchte Socke aus dem Mund, dann das Seil auf den Hals herunter. Die vom Knebel befreite Frau hustete und stieß hervor: „Hilfe. Ich dachte schon, du kommst nicht mehr.“

„Pssst. Man darf euch nicht hören.“

Neben ihnen stöhnte Margarete in die Socke in ihrem Mund.

„Was ist passiert?“, fragte Britta, während sie sich an Danielas Handfesseln zu schaffen machte.

„Es ging alles ganz schnell. Ich hatte alles auf dem iPhone aufgenommen und wollte wegrennen, aber dann hat Pia Margarete geschnappt. Sie und diese andere Sadistin haben uns gezwungen, uns nackt auszuziehen. Sie haben gedroht, sie wurden uns gleich ficken.“

„Keine Sorge, so weit kommt es nicht. Ich binde euch los.“

Beiden Gefangenen musste kalt sein. Sie verkrallten die Zehen und versuchten mit den bloßen Füßen nicht den Boden zu berühren. Auf beiden Körpern hatten sich die Härchen aufgestellt.

Aber dann hörte Britta wieder Schritte und Stimmen.

Jane und Pia kamen zurück.

„Mist.“

„Mach schnell“, flehte Daniela, aber Britta wusste, dass sie ihre Freundinnen nicht von den Fesseln befreien konnte, bevor es zu spät war. Sie musste weiter die Überraschung auf ihrer Seite haben.

Keine Zeit zu diskutieren. Wortwörtlich. Bevor sich Daniela dagegen wehren konnte, hatte Britta ihr wieder den Knebel in den Mund gesteckt und durch das Seil gesichert.

Wütend bäumte sich Daniela in den Fesseln auf.

„Es tut mir leid.“

„Mfff!“, schrie Daniela mit rotem Gesicht.

Britta hatte Glück, die Spinde waren nicht verschlossen. Schnell stieg sie in einen hinein und lehnte hinter sich die Türe an.

Keine Sekunde zu früh.

„Ich dachte, ich hätte das Licht ausgemacht“, sagte Jane in einem überlegenen Tonfall, als sie den Raum mit ihren Gefangenen betrat. „Wie habt ihr es geschafft, den Lichtschalter zu erreichen? Egal – dafür werdet ihr zusätzlich bestraft.“

Daniela und Margarete zerrten an den Fesseln, die sich tief in ihre Hand- und Fußgelenke drückten. Durch den Spalt der Spindtür sah Britta, dass Jane zwei Gegenstände in ihren Händen hielt. Es waren sehr große Dildos.

Wo hatten sie denn das alles her? Seile? Sexspielzeuge? Bei einem Drogenhandel? Obwohl – Jane war alles zuzutrauen. Ganz offensichtlich, denn sie trat vor Margarete und zog deren BH so weit herunter, dass man zwei dunkle Brustwarzen sah.

„Das muss doch für dich ganz natürlich sein, nicht wahr?“, fragte Jane höhnisch. „Gefesselt zu sein. Darauf steht ihr doch.“

Margaretes Vater stammte aus Deutschland, aber er hatte eine Koreanerin geheiratet. Margarete hatte schwarze, glatte Haare und mandelförmige Augen. Wütend sah sie zu ihrer Peinigerin auf und spuckte feine Speicheltröpfchen an der Socke vorbei.

„Spar dir deine Kraft. Sieh das lieber als eine Shibari-Übung an. So nennt ihr das doch, oder?“

Selbst Pia schien dieser xenophobe Ausfall peinlich zu sein, denn sie blickte zu Boden und nestelte an ihrem Rock.

Jane griff mit Daumen und Zeigefinder einen von Margaretes durch die Kälte steif gewordenen Nippel und drückte ihn unsanft zusammen. Der Körper der Gepeinigten bäumte sich wieder auf. Es schien fast, als sollte sie trotz der Fesseln aufstehen und wegrennen.

„Ihr werdet jetzt beide ordentlich durchgefickt. Pia wird alles filmen. Solltet ihr irgendwem erzählen, was ihr gesehen habt, dann bekommt jede Schülerin im Internat eine E-Mail mit dem passenden Link zu Pornhub.“

„Mhhh!

„Ich kann dich nicht verstehen, Dani. Du hast wohl den Mund zu voll genommen.“

Jane ließ von Margarete ab – natürlich ohne den BH wieder zurecht zu ziehen – und trat dann vor die andere Frau, mit dem Rücken zu Brittas Spind. Sie ging in die Knie und schob Daniela eine Hand in den Slip.

Daniela beugte den Kopf vor, bis ihre Augen ganz nahe an denen von Jane waren. Wenn Blicke töten könnten.

„Du bist ja gar nicht feucht“, sagte Jane wieder mit dem höhnischen Tonfall, der auch Britta rasend machte. „Das wird mein Freund hier ändern.“ Sie hielt den Dildo direkt von Danilas Gesicht, die etwas zurückwich.

Über die Schulter sagte Jane zu Pia: „Hol dein Handy raus und filme alles.“ Dann zog sie mit einem Ruck den Slip bis an Danielas Knie herunter und entblößte deren Scham.

Der Dildo wurde zwischen den gefesselten Beinen auf die Stuhlfläche abgelegt, wobei er mit der Spitze genau auf die Schamlippen zielte.

Jane wandte Britta den Rücken zu. Pia war mit ihrem Smartphone beschäftigt.

„Jetzt oder nie …“

„Wer war das?“, fragte Jane noch, aber da sprang Britta schon aus dem Spind und warf sich auf die Frau. Ein Schlag gegen die Seite ihres Halses und Jane sackte zusammen.

Pia schien dies noch gar nicht mitbekommen zu haben, zumindest starrte sie noch viel zu lange auf ihr Handy. Erst als Britta zum Angriff überging – hinter sich den geknebelten Jubel der anderen Detektivinnen -, schaute sie hoch.

Pia war eher schwer als sportlich, aber als Gegnerin nicht zu unterschätzen. Sie hob die Arme und wehrte somit den ersten Schlag ab. Brittas Finger griffen trotzdem nach ihrer Bluse und rissen den Stoff auf. Knöpfe sprangen durch die Luft und es wurde noch ein Busen entblößt. Pia trug keinen BH. Ihre Nippel waren zu groß und purpurfarben.

„Miststück“, stieß Pia hervor und griff an, doch Britta duckte sich unter dem ersten Schlag weg. Die Finger ihrer Gegnerin bekamen das Jackett zu fassen und verkrallten sich in dem Stoff. Man hörte das Reißen von Nähten. Britta wandte sich aus dem Jackett heraus, ließ Pia mit dem nutzlos gewordenen Uniformteil in den Händen und griff nun selbst an, bevor ihrer Gegnerin die Überraschung überwunden hatte. Den Arm gegen Pias Hals gedrückt, presste sie diese an die nächste Wand und wehrte zwei von deren Schlägen ab.

„Lass mich sofort los!“

Britta griff nach der offenstehenden Bluse der anderen Frau und riss den Spalt noch weiter auf. Das Kleidungsstück rutschte an Pias Schultern herunter, band die Arme und machte es dem Stoff nun endgültig unmöglich, den Busen zu bedecken.

Hinter sich hörte Britta wieder zwei geknebelte aber triumphierende Laute.

Erschrocken schrie Pia auf und hob einen Arm um zumindest ihre Brustwarzen zu bedecken, während sie jetzt nur noch mit einer Hand weiterkämpfte. Aber sie hatte keine Chance mehr. Mit der Ferse trat Britta Pia in eine Kniekehle, worauf diese den Stand verlor und in Knie sackte. Pias Hände griffen durch die Luft, bekamen noch die Bluse ihrer Gegnerin zu fassen und zerrissen diese ebenfalls, aber dann setzte Britta zu einem Handkantenschlag gegen die Halsschlagadern an.

Pias Körper erschlaffte. Sie verdrehte die Augen, sank zu Boden, wo sie leise schnaufend liegen blieb.

Geschafft.

„Geht doch“, keuchte Britta.

„Hilf mifff!“, hörte sie Margarete hinter sich aufschreien. Britta drehte sich um – und erstarrte. Wie hatte sie so unvorsichtig sein können? Jane war nicht bewusstlos gewesen. Während Britta und Pia miteinander gekämpft hatten, war sie wieder aufgestanden. Nun beugte sie sich über die gefesselte Margarete und hielt deren Kopf fest. Den Mund hatte sie vom Knebel befreit, stattdessen drückte sie mit dem linken Daumen Margaretes Wange zwischen deren Zähne und verhinderte, dass ihre Gefangene den Mund schließen konnte. Der große, schwarze Dildo in Janes rechter Hand steckte in Margaretes Mund.  

Hämisch blickte Jane zu Britta.

„Bleib schön da stehen, wo du bist.“

Natürlich gehorchte Britta nicht, sondern wollte sofort angreifen. Im selben Moment, so sie den ersten Fuß vorsetzte, drückte Jane den Dildo tiefer in Margaretes Mund.

„Ich schwöre dir, ich ramme das Ding deiner Freundin so tief rein, dass ihn nicht einmal Chirurg*innen je wieder rausbekommen.“

Margarete ächzte als wollte sie etwas sagen, aber Jane meinte nur spöttisch: „Ach bitte. Tue nicht so, als wäre das das erste Mal, dass du einen Schwanz im Mund hast. Ich wette, dass dich schon alle unserer Lehrer durchhaben.“ Sie ließ ihre Zunge spielerisch über die eigenen Lippen gleiten, bevor sie dann erst über das Sexspielzeug und anschließend das Gesicht ihrer Gefangenen leckte. Dann blickte sie wieder zu Britta.

„So, und jetzt zu dir. Ausziehen.“

„Vergiss es, du F…“

Jane schob den Dildo tiefer in Margaretes Mund, die keine Luft mehr bekam.

„Schon gut. Ich gehorche dir.“ Britta musste Zeit gewinnen.

Der Druck von dem Dildo lockerte sich und Margaretes Mund entwich ein Stöhnen.

„Du ziehst dich komplett aus. Ich will alles sehen.“

Britta trug nach dem Kampf nur noch Socken, den Rock, BH und natürlich ihren Slip.

Ohne Rock konnte sie besser kämpfen, also wollte sie schon den seitlichen Reißverschluss, der das Kleidungsstück an ihrer Hüfte festhielt, öffnen, aber Jane sagte: „Nein. Erst die Socken.“
„Wieso?“

„Ich will, dass du barfuß auf dem kalten Boden stehst.“

Britta hob erst den einen, dann den anderen Fuß und zog sich die Socken aus. Jane sprach in der Zeit weiter: „Eigentlich wollte ich ja nur etwas Spaß mit deinen Detektivfreundinnen haben, aber ihr geht mir jetzt so richtig auf die Nerven. Außerdem wisst ihr zu viel. Aber ich weiß schon, wie ich euch loswerde: Ihr werdet an meine Kontakte verkauft. Die haben immer Bedarf an jungen Frauen. Man sagt, am schlimmsten geht es denen, die als Gebärdienerinnen enden. Dann besteht der Rest eures Lebens daraus, euch von euren Besitzern erst ficken zu lassen um ihnen 9 Monate später unter Schmerzen einen weiteren Bastard zu schenken.“

Aus dem Augenwinkel sah, wie Daniela gegen die Fesseln kämpfte. Ihre Zähne hatten sich tief in dem Knebel verbissen und waren deutlich zu sehen. Die kurzen, dunklen Haare waren schweißnass. Daniela wollte keine Gebärdienerin werden, so viel war klar.

Mittlerweile stand Britta nur noch in Unterwäsche da. „Du bist krank“, sagte sie zu Jane.

„Ich bin auch die mit dem Dildo im Hals deiner Asia-Freundin. Los. Weg mit dem BH. Ich will deine Titten sehen. Mal schauen, was dein zukünftiger Besitzer für sein Geld erhält.“

Die Hände auf dem Rücken ließ Britta den Verschluss von ihrem BH aufschnappen. Langsam befreite sie ihre Brüste von dem Stoff. Sie war eine C-Größe. Straff, die Nippel im perfekten Verhältnis zum Busen.

Janes Augen wurden schmal. „Da hat doch ein Chir…“

Bevor der Satz beendet werden konnte, hatte Britta ihren BH in Janes Gesicht geworfen. Kurz waren Janes Augen verdeckt. In dem Moment rannte Britta nach vorne.

Jane hatte noch den Dildo aus Margaretes Mund gerissen und wie eine Waffe vor sich gehalten, aber der Aufprall riss sie zu Boden. Britta schwang ihre Oberschenkel über die unter sich liegende Frau und fixierte mit ihnen Janes Kopf am Boden. Dann setzte sie sich auf deren Gesicht und presste ihr Geschlecht und den Po auf Mund und Nase.

Jane unter ihr tobte. Sie schien zubeißen zu wollen, bekam mit den Zähnen aber nur den Stoff vom Slip zu fassen. Ihre Fäuste schlugen nach Britta, doch diese fing beide mit den Händen ab und drückte sie auf auch den Boden.

Jede Sekunde, die die Jane sich mehr wehrte, steigerte die Erregung in Britta. Das hier waren Macht und Lust. Sie ging sogar so weit, kurz den Po anzuheben, damit Jane etwas Luft bekam und sich noch länger wehren konnte.

„Mmmmhh!“ drang von unten hoch. Jane versuchte den Kopf zwischen den Schenkeln herauszuziehen und rieb dabei Brittas empfindlichste Bereiche. Sie spürte, wie sich in ihr Wärme ausbreitete.

Nur noch kurz …

Es war wie eine Welle, die ihren Körper erfasste.

Vermutlich hatte dies nicht zu Janes Plänen gehört, aber Britta kam genau über ihrem Gesicht. Sie spürte wie Flüssigkeit in den Mund unter ihr tropfte. Um die Besiegte noch mehr zu demütigen, spritzte sie einen Strahl heißen Urin aus.

Dann war es vorbei. Janes Körper erschlaffte und als Britta endlich die Kraft fand, aufzustehen, lag Jane mit geschlossenen Augen und ruhig atmend auf dem Boden. Noch ein Blick zu Pia, aber die hatte sich ebenfalls nicht bewegt, sondern lag auf ihren gegen den Boden gepressten Brüsten.

 

Das erste, was Daniela machte, nachdem sie von Fesseln und Knebel befreit worden war, war Britta eine zu langen. Es war nur ein schwacher Schlag, der mehr brannte als schmerzte.

„Das war dafür, dass du mir wieder diese eklige Socke in den Mund gestopft hast.“

Britta schluckte eine Antwort herunter. Vielleicht hätte sie genau so reagiert. Stattdessen tastete sie nach ihrer Wange, die bestimmt gerötet war.

Anschließend befreiten beide Frauen Margarete von dem Stuhl.

„Danke.“ Sich erst das rechte, dann das linke Handgelenk reibend stand sie auf. „Das war wirklich Rettung in letzter Sekunde.“

„Ist ja nochmal gut gegangen“, sagte Britta und dachte an die früheren Detektivabenteuer, in denen sich die Freundinnen sich ähnlich gefährlichen Situationen befunden hatten.

Apropos: „Wo ist eigentlich Shayannea?“, wollte Daniela wissen.

„Vermutlich im Unterricht. Ihr habt nur an mich den Notfallruf geschickt, oder? Ich konnte sie schlecht aus dem Unterricht holen und wollte nicht bis zur nächsten Pause warten.“

„Nein.“ Margarete schüttelte den Kopf. „Dann wären wir beide dran gewesen.“

„Gefickt, wohl eher“, murmelte Daniela. Sie hatte sich mittlerweile wieder den Slip hochgezogen und ihre Freundin den BH gerichtet. Nur Britta stand bis auf ein paar Fetzen von ihrem Slip nackt im Kellerraum.

„Was ist mit denen?“, fragte Daniela und nickte zu der bewusstlosen Jane und Pia.

„Wir lassen sie hier und geben der Internatsleitung einen anonymen Hinweis. Die sollen auch nach dem Marihuana suchen. Oder habt ihr eine bessere Idee?“

„Das meine ich nicht“, sagte Daniela und schüttelte jetzt auch den Kopf. „Ich meine: Was machen wir mit ihnen?“

 

Die Schulunformen der beiden vorher gefangen genommenen Schülerinnen hatten sich in einem weiteren Kellerraum befunden. Wieder mit Rock, Bluse, Jackett und Schuhen bekleidet, liefen Daniela und Margarete durch den Keller, Richtung Treppenhaus. Britta war bei ihnen, aber da von ihrer Schulmädchenuniform durch die Kämpfe nicht viel übriggeblieben war, trug sie Pias Sachen. Diese passten zwar von der Körperhöhe, schlotterten aber deutlich.

„Ich glaube, vor der nächsten Unterrichtsstunde muss ich nochmal hinauf in mein Zimmer und mich umziehen.“

„Ich komme mit“, sagte Daniela, mit der sich Britta das Zimmer im Internat teilte.

„Verdammt“, fiel Britta dann ein. „Fräulein Werth lässt bestimmt schon nach mir suchen. Das gibt Ärger. Bestimmt darf ich wieder nachsitzen. Mist. Wir können schlecht erzählen, was sich hier unten abgespielt hat.“ Sie zögerte kurz. „Oder?“

Ihre Freundinnen schüttelte die Köpfe. „Es wäre mir lieber, wenn kein Lehrer davon erfährt“, sagte Daniela mit zusammengebissenen Zähnen.

Die Detektivinnen hatten noch kurz nach dem Marihuana gesucht, jedoch außer den Zimmern, in denen sich alles abgespielt hatte, nur verschlossene Türen vorgefunden. Ebenso schien sich sonst niemand mehr im Keller aufzuhalten. Wer auch immer sonst noch an dem großen Marihuanadeal beteiligt gewesen war – sie waren verschwunden.

„Darum müssen wir uns noch kümmern“, dachte Britta laut.

„Werden wir“, sagte Margarete.

Jane und Pia lagen nackt und gefesselt in dem Raum, in dem sie vorher ihre Gefangenen festgehalten hatten. Als Strafe hatten die Detektivinnen ihnen alle Kleidungsstücke abgenommen und in kleine Stücke gerissen. Sie waren an Händen und Füßen gefesselt und jeweils mit einem Seil und dem Slip der anderen geknebelt. Als Warnung hatte Britta jede von ihnen einen Dildo in die Scheide geschoben und das Sexspielzeug mit Seil um die Hüften gesichert. Zusätzlich fixierte das Seil auch noch die Schuhe, deren Absatz Jane und Pia im Arsch steckte.

„Du weißt, wie die Technik heißt, mit der du da gerade Jane und ihre Gehilfin gefesselt hast?“, fragte Daniela.

Britta nickte, sagte aber nichts.

„Das ist ein Hogtie. Sie werden nicht in der Lage sein, sich selbst zu befreien.“

„Sollen sie ja nicht. Unsere Lehrer*innen sollen sie so finden.“

„Wo hast du gelernt, so jemanden zu fesseln?“, wollte Daniela noch wissen.

Britta lachte und sagte nur: „Internet.“

Kommentar(e)

...sind die Absolventinnen von reinen Mädchenschulen so, wie sie sind! Sehr vergnüglich zu lesen!