BDSM - 4 Weihegeschenke

"Klappentext"

Teil 4 des Abenteuer der BDSM-Detektivinnen: Latexfrau – was für ein herablassender Begriff. Man kombiniert zwei Nomen und glaubt, dies reiche aus um einen Menschen zu definieren.

„Ich muss mal“, jammerte Margarete auf dem Beifahrersitz.

Shayennea verdrehte die Augen. „Reiss dich zusammen. Es geht um Daniela.“ Dieser Satz hatte Marga die letzten Male zum Schweigen gebracht. Er zeigte auch jetzt Wirkung.

„Das ist das letzte Gebäude in dem Funkkreis“, sagte Shayennea mehr zu sich selbst. Sie hatten alle anderen Häuser observiert. In manchen lebten Familien, bei einem war am Briefkasten ein Zettel mit dem Satz “sind vom 25.8 – 17.9 im Urlaub“ befestigt. Sehr unvorsichtig, aber der vergangene Freitag fiel in den Zeitraum. Also nur doch dieses eine Haus. Es war das am weitesten abgelegen. Das Gelände umgaben kein Zaun oder Mauer. Dennoch fiel die Observation schwer, denn das Haus war von so vielen Nadelbäumen umwachsen, dass man von einem Wald sprechen konnte.

„Das sieht ziemlich ungepflegt aus. Fast verlassen“, sagte Margarete.

„Eben nicht“, fand Shayennea. „Das Grundstück ist nicht gepflegt, da stimme ich dir zu. Aber das Haus ist in einem Top-Zustand.“

„Und was soll das bedeuten?“

„Lass es uns noch nicht abschreiben, Marga.“

Das Haus war drei Stockwerke hoch und weiss veputzt. Hinter keinem Fenster leuchtete Licht, aber zwei Mal hätte Shayennea schwören können, Menschen – mehr schwarze Umrisse - zwischen den Bäumen gesehen zu haben. Aber die schon eingehende Dämmerung ließ vieles verschwimmen. Ungewöhnlich war, dass die Bäume keine Einfahrt zuließen. Gleichzeitig standen außer Shayenneas Auto keine anderen geparkten Pkws am Straßenrand.

„Komm“, sagte sie schließlich. „Wir machen einen Rundgang. Wir sehen uns alles an. Nur zur Sicherheit.“

„Und dann kann ich endlich aufs Klo?“, fragte Margarete.

„Ja-ha.“ Um das Gejammer nicht die ganze Zeit ertragen zu müssen, sagte Shayennea: „Wir sind schneller, wenn wir uns aufteilen. Du gehst von links, ich von rechts um das Gebäude. Okay?“

„Gute Idee.“

 

War es wirklich eine gute Idee gewesen? Nach etwa einem Viertel ihres Weges war sich Shayennea nicht mehr sicher. Unter den Bäumen war es dunkel und dass sie weit überragende Haus strahlte etwas Bedrohliches aus. Außerdem war ihr beim Näherkommen aufgefallen, dass das Haus zwar weiss verputzt, darunter aber aus schweren, schwarzen Steinblöcken bestand.

„Zieh daraus bloss keine falschen Schlüsse“, sagte sie sich.

Anderseits – in diesem Teil der Stadt war … ja, war was? Irgendein Handy oder Laptop hatte hier das letzte Mal Daten gezogen.

„Das war doch alles kein Zufall. Ich meine – wenn Daniela in irgendeinem Haus ist, dann in dem hier.“

Mit dem Blick auf eine Stelle, wo ein besonders dunkler Stein unter dem abgeplatzten Putz rauslugte, lief Shayennea weiter, achtete aber darauf im Schutz der Bäume zu bleiben. Ein guter Sichtschutz, wie sie fand. Und was sollte sie auch sonst tun? Anklopfen und fragen: „Wissen Sie wo Daniela ist?“ Sie hatte nicht einmal ein Bild von ihr dabei … doch, hatte sie. Auf dem Smartphone. Trotzdem lief Shayennea zwischen den Baumstämmen weiter. Hier war es kalt. Sie trug Stiefel, Jeans, einen Pulli und darüber eine Herbstjacke. Leider ohne Kapuze. Regelmäßig tropfte Wasser auf ihre Haare.

Das Shayennea das ganze Haus umrundet hatte, fiel ihr erst auf, als sie wieder vor ihrem Auto stand. Von Margarete sah sie keine Spur.

„Marga?“

Nichts.

Keine Antwort.

„Toll.“ Sah es Margarete ähnlich, dass sie so dringend gemusst hatte um sich um Wald hinzuhocken? Shayennea zuckte mit den Schultern, öffnete die Fahrer*innentüre und setzte sich hinter das Steuer. Im Inneren ihres Autos war es mittlerweile auch kalt geworden. Sie beschloss den Motor zu starten und die Heizung laufen zu lassen. Margarete würde hoffentlich das Motorengeräusch hören und sich beeilen.

Kam dort jemand auf sie zu? Shayennea glaubte im Rückspiegel eine Bewegung auszumachen, wieder einen dunklen Schatten zwischen den Bäumen, aber als sie sich umdrehte sah man dort nur Baumstämme und regennass herabhängende Äste.

Shayennea steckte den Schlüssel ins Zündschloss und drehte um. Ihr Auto reagierte nicht.

 

Margarete wand sich in Fesseln. Ihr ganzer Körper wurde von festen Seilen im Zaum gehalten, die sie von einem etwas abseits stehenden Baum an einem Ast herabhängen ließen.

„Nffft!“

Drei zusammengepackte Seile zwischen ihren Zähnen diente als Knebel.

Sie erinnerte sich noch, wie sie im Schutz der Bäume langsam um das gruslige Haus herumgegangen war. Immer wieder hatte sich ihre Blase gemeldet, bis es Margarete einfach nicht mehr ausgehalten hatte. Mit einem Blick in alle Richtungen, damit es keine Zeugen gab, hatte sie sich hingehockt, den Gürtel geöffnet, ihre Hose heruntergezogen und auf den Waldboden uriniert. Plötzlich war über ihr ein Schwarm Vögel aufgestoben. Hastig hatte Margarete versucht, sich wieder anzuziehen und …

Ein kurzer stechender Schmerz.? Oder hatte sie sich den nur eingebildet? Gefolgt von Dunkelheit.

Gefolgt von:

Jetzt hing sie hier. Gefesselt. Entkleidet. Wenigstens hatte man ihr so etwas wie eine Decke um den Körper gelegt, die von den Seilen auch festgehalten wurde. Aber der Stoff verhüllte nicht alles. Margaretes Füüße spürten die kalte Luft und als sie sich weiter in den Seilen wand, rutschte eine ihrer Brustwarzen zwischen der Decke hervor. Das konnte doch nicht wahr sein. Margarete holte alle Luft, die ihr umschnürter Brustkorb holen konnte, und versuchte zu schreien.

 

Als Tochter einer Soldatin konnte Shayennea kleine Reparaturen an Autos selbst durchführen. Nichts Werkstattpflichtiges, aber für einen ersten Check und kurze Hilfe reichte es. Für mehr musste sie sich noch immer an Mama wenden.

Nun stand sie vor ihrem Volkswagen, die Motorhaube geöffnet und beugte sich über den Motorblock. Falls es einen Fehler gab, konnte sie ihn auf den ersten Blick nicht erkennen. Außerdem gab es wegen der nahen Bäume und den Wolken am Himmel zu wenig Licht und als Shayennea den Motorraum mit ihrem Handy beleuchtet wollte, musste sie feststellen, dass der Akku leer war.

„Toll!“

Sie versuchte es noch einmal, setzte sich an das Steuer, steckte den Schlüssel in das Zündschloss, drehte. Nichts.

Wieder draussen und über den Motor gebeugt fiel ihr eine ausgefranste Struktur tiefer, hinter dem Keilriemen auf. Sie beugte sich weiter vor.

Und schrie auf.

Etwas hatte sie in den Po gestochen! Shayennea drehte sich um und schlug nach der Stelle. Nichts. Jedenfalls kein Mensch.

Eine Wespe? Um diese Jahreszeit noch?

Sie griff sich mit beiden Händen an die Hose über den Pobacken. Da war ein harter Gegenstand, der dort nicht hingehörte, aber als ihn Shayenneas Finger berührten, fiel er herunter und rollte unter das Auto.

„Da klettere ich jetzt nicht hinterher.“ Unter dem Auto war Matsch. Shayennea wollte sich weiter den Motor ansehen, in der Hoffnung die Ursache für den Motorausfall doch noch zu finden. Gerade hatte sie doch etwas gesehen, dass wie lose Kabelenden wirkte. Oder? War es nicht so?

„Ich weiss nicht …“, murmelte sie und stützte sich mit einer Hand an der Karosserie ab.

Das Auto. Das hatte Priorität und nicht irgendwelche Insekten (oder Gegenstände?), die in ihrem Po gesteckt und zwischen die Reifen gerollt waren. Außerdem fühlte Shayennea sich plötzlich viel zu schwindelig, um unter ihr Auto zu kriechen.

Dann sah sie es ganz deutlich. Jemand kam auf sie zu. Eine Frau. Gut gekleidet. So gut gekleidet, dass sie unpassend zwischen den Baumstämmen wirkte. Shayennea hatte Probleme, auf mehr Details zu fokussieren und stützte sich mit der anderen Hand zusätzlich ab.

Irgendetwas störte sie an der Frau. Lag es daran das …

„Kommst du von dem Haus, in dem vielleicht Daniela verschwunden ist?“, fragte sie, mehr zu sich selbst. Und dann, lauter: „Kannst du mir helfen?“

 

Schritte. Margarete bäumte sich auf und hob, so weit es die Fesseln zuließen, den Kopf. Sie hatte gekämpft, sich gegen das Seil und die Decke gestemmt, hing aber weiter vom den schweren Ast eines Nadelbaum herab, gut einen Meter über Moos und nacktem Lehm. Bislang hatte sich niemand bei ihr sehen gelassen. Auch nicht Shayennea um sie endlich zu retten. Die Gedanken in ihrem Kopf rasten. Sie wusste, dass sie in Gefahr war und dass sie nur dann eine Chance hatte, solange die Person, die ihr das angetan hatte, noch nicht auftauchte. Dennoch störte es Margarete, dass man sie betäubt, gefesselt und dann in der Kälte zurückgelassen hatte. Ihr kam wieder das Abenteuer im Keller des Internats in den Sinn. Steckten etwa Jane und Pia dahinter? Das hätte ihnen ähnlich gesehen. Aber die waren ja auch verschwunden.

Oder waren sie das? Alleine bei dem Gedanken wurde Margarete schlecht vor Zorn.

„H’fff’ee!“

Sie kämpfte weiter, bis ihr die Schritte auffielen, die sich näherten. Hoffentlich war das Shayennea. Tatsächlich näherten sich ihr zwei Gestalten durch die Bäume und als Margarete in der ersten Frau – es waren beides Frauen – ihre Detektivfreundin erkannte, jubelte sie auf.

„‘Aaaaf!“

War die zweite Frau etwa Britta, die doch nicht nach Hause gefahren war?

Endlich konnten sie Margarete aus ihrer misslichen Lage befreien. Aber wo war überhaupt die Person, der es gelungen war Margarete zu überwältigen? Was, wenn das eine Falle war?

Margaretes geknebelte Triumpflaute wurden zu einem engsetzten Stöhnen als sie sah, wer noch auf sie zukam. Eigentlich kannte sie die zweite Frau nicht. Diese war blond, hatte das lange Haar aufgesteckt und trug das, was man als Businesskostüm bezeichnete. Aber das war nicht das Problem – sondern dass sie offensichtlich Shayennea als Gefangene vor sich herführte.

Die zweite BDSM-Detektivin war nackt, ihr Körper der kalten und feuchten Luft hilflos ausgesetzt. Ihre Brüste waren klein und fest geworden und die Brustwarzen ragten hervor. Auf ihrer Haut glitzerten Regentröpfchen, die über das Gesicht, dem Oberkörper und den Beinen herabliefen. Shayennea war barfuß und ihre Zehen und Fußsohlen von Lehm verklebt. Man hatte sie in Ketten gelegt. Schellen, die durch schmale Metallketten verbunden waren, fesselten ihr die Arme auf den Rücken, schlangen sich ober- und unterhalb ihrer Brüste um den Körper, ebenso um die Hüfte und zwischen den Beinen, während eine sehr kurze Kette zwischen den Füßen ihr winzig kleine Schritte erlaubte. Vielleicht als Überlegenheitsbeweis oder um bei einem Fluchtversuch Shayenneas Kopf unter Kontrolle zu halten verliefen die Ketten auch durch beide von Shayenneas Ohrringen. In ihrem Mund steckte ein weisser Trensenknebel, gesichert durch ein Halfter. Der Trensen sah aus wie ein Kauknochen aus Leder.

Margarete kämpfte wie wild gegen das Seil, dass sie aufgehangen unter dem Ast hielt, in der Hoffnung dass es doch noch nachgab. Als sie wieder Luft holen musste, fiel ihr noch etwas auf: Shayenneas offensichtliche Gelassenheit. Sie trottete einfach vor der Frau in dem Kostüm her, ließ sich von dieser mit einer Bambusrute und den Worten „Vorwärts!“ antrieben und schien von der Umgebung wenig wahr zu nehmen. Als sich ihr und Margaretes Blicke kurz trafen, sah Letztere, wie stumpf Shayenneas Augen waren.

Drogen?

Beide Frauen waren nur noch wenige Meter von der in den Seilen hängenden BDSM-Detektivin entfernt, als mehrere Ereignisse zusammentrafen: Margarete schrie ihrer Freundin ein paar Laute zu. Die Frau im Businesskostüm schlug, ganz offensichtlich gezielt, mit der Rute auf Shayenneas Po. Und die Blicke der beiden Gefangenen trafen wieder zusammen.

Vielleicht ließ diese Mischung aus Schmerz und Sinneseindrücken die gekettete Detektivin aus ihrem Nebel erwachen.

Shayennea sah sich um. Zumindest soweit dies ging, denn die Ketten an den Ohre spannten bei zu weiten Kopfbewegungen. Man sah, wie sie am ganzen Körper ihre Muskeln verhärtete und endlich begriff, was ihr zugestoßen war. Shayenneas Augen weiteten sich.

„‘itsch!“

Die blonde Frau wollte gerade wieder ausholen, da sprang Shayennea zur Seite weg. Fast wäre sie über die eigenen Fußfesseln gestolpert, fand aber nach dem Landen einen Laufrhythmus und rannte schneller auf die Bäume zu, als Margarete es für möglich gehalten hatte.

„‘Eaaah!“, rief Margarete ihr nach.

Die blonde Frau war sich ihrer Sache offenbar so sicher gewesen, dass sie keine Leine oder Kette zu ihrer zweiten Gefangenen gehalten hatte. Sie war Margarete einen vernichtenden Blick zu und rannte ebenfalls los.

Shayennea war natürlich noch nicht so weit gekommen, wie sie es ohne Ketten geschafft hätte – sie war eine ausdauernde Läuferin – aber die blonde Frau trug auf dem aufgeweichten Boden High Heels, die ihr die Trittfestigkeit nahmen.

Margarete hoffte, dass es ihre Freundin bis zur Straße schaffte. Das Auto würde sie so wohl nicht fahren können, aber vielleicht gelang es ihr, sich darinnen zu verstecken. Und eine nackte, gefesselte Frau erregte doch schnell Aufmerksamkeit, oder?

Shayennea lief jetzt zwischen den Bäumen. Plötzlich trat eine dunkle Gestalt zwischen zwei Stämmen hervor. Dunkel und glänzend. Sie stellte der Fliehenden ein Bein, die daraufhin mit dem Oberkörper im Lehm landete. Bevor sich Shayennea wieder aufgerichtete hatte, war schon ihre Verfolgerin bei ihr.

Shayennea wehrte sich wie wild, konnte aber gegen zwei Angreiferinnen nichts ausrichten. Die zweite Gestalt musste auch eine Frau sein. Aus der Ferne erkannte Margarete nicht jedes Detail, aber es schien sich um eine Frau zu handeln – Brüste, Taille – die einen Ganzkörperlatexanzug trug. Selbst ihr Gesicht verschwand hinter der Maske. Handschuhe. Hohe, unpraktische Absätze. Aber dennoch gelang es Shayennea nicht mehr zu entkommen. Sie wurde auf den Boden gedrückt, ihre Arme auf den Rücken gedrückt und die um sich tretenden Füße festgehalten. Die blonde Frau schien in etwas zu sprechen, dass wie ein Walkie Talkie aussah. Wo hatte sie das plötzlich her?

Egal – Margarete wand sich weiter in den Seilen. Feuchtes, raues Hanf rieb über ihre Haut, auch an einer Brustwarze vorbei und ließ sie zusammenzucken.

Jetzt näherte sich eine fünfte Frau der Szene. Margarete sah sie zunächst nicht, sondern bemerkte sie erst, als sie direkt an der in Seilen hängenden BDSM-Detektivin vorbeilief, auf Shayennea und den noch immer stattfindenden Kampf zu. Auch diese Frau trug einen schwarzen Ganzkörperlatexanzug.

Wo zur Hölle sind wir hier gelandet?, fragte sich Margarete entsetzt.

Bei Shayennea, der Blonden und der anderen Latexfrau angekommen reichte die erste Latexfrau der Blonden einen länglichen Gegenstand.

Margarete erkannte aus eigener Erfahrung der Dildo. Ein großes Modell.

Was dann genau geschah konnte Margarete nur erahnen. Die blonde Frau, die auf Shayenneas Beinen hockte, versperrte ihr die Sicht. Aber so wie es schien zogen die beiden Latexfrauen Shayenneas Schenkel auseinander. Dann führte ihr die Blonde den Dildo langsam, fast vorsichtig aber mit Nachdruck zwischen den Schamlippen ein.

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