BDSM (11/17) – Die Verbindung zwischen Öl und dem Ritus

"Klappentext"

„Es war die Verachtung, die ihn erfreute, als er wusste, dass diese Frau ihn so sah, wie er war, und doch in seiner Gegenwart blieb und sich zurücklehnte, als würde sie damit ihre Gefangenschaft erklären“ (Ayn Rand, Atlas wirft die Welt ab)

Bevor die Dienerinnen des Gottes Daniela dem Ritus zuführten, wurde diese am ganzen Körper eingeölt. Eine der Novizinnen hatte einen Eimer mit Rapsöl in das Verließ gebracht und mit dem Henkel am Phallus der Götterstatue hängen gelassen. Das Öl war die Nacht über von der göttlichen Aura geprägt worden und nun bereit, Daniela zu weihen.

Das Einölen nahm Heske persönlich vor. Nur mit einer Seidenrobe und den dazu passenden hohen Schuhen bekleidet, betrat sie das Verlies. Sie trat zu Daniela und holte unter dem Tisch ein Schwammtuch hervor.

„Bald ist es soweit“

„Mhhhhh.“

„Ich weiß.“

Mit schneller Schritten neben der Vulkanglasstatue stehend, tauchte Heske das Schwammtuch tief in das Öl und spürte, wie sich die Fasern vollzogen. Auch ihre Hand wurde von dem Öl benetzt. Auf dem Weg zurück zu dem Tisch hinterließ sie auf dem Boden langsam zerfließende Tropfen.

„Halt still.“

Daniela sah sich um als warte sie auf etwas, verzichtete aber auf ein Aufbäumen oder das Kämpfen gegen die Metallschellen. Auch als Heske begann, ihren Körper langsam mit dem Öl enzureiben, blieb sie ruhig. Heske begann mit den Brüsten, fuhr den Bauch herunter, mit kreisenden Bewegungen, die eine glänzende Spur hinterließen. Als das Tuch das meiste Öl abgegeben hatte, lief sie zurück zu dem Eimer und ließ es sich wieder vollsaugen. In der Zwischenzeit sammelte sich ein bisschen von dem Öl in Danielas Bauchnabel. Das Tuch setzte seine Spur auf dem Körper der Gefesselten fort, ölte die Achseln und den ersten Arm. Dabei achtete Heske darauf, dass kein Stück Haut ausgespart wurde. Oberarm und Finger wurden behandelt. Zunächst hatte Daniela doch noch die Finger zur Faust geballt, doch nach einem strengen Blick ihrer Peinigerin entspannte sie und ließ diese fortfahren. Das Tuch wurde zusammengepresst, damit auch Öl unter die Handfessel rann, wo es sich zwischen Haut und Stofffütterung verteilte und auch dort Danielas Körper vorbereitete. Mit noch mehr Öl wurde der andere Arm, dann die beiden Beine und Füße benetzt. Heske sah, dass Daniela die Hand schmal machte und versuchte, vom Öl geschmiert aus der Schelle heraus zu rutschen. Sie lächelte amüsiert. Ein weiterer kindischer Versuch, dem Schicksal zu entkommen. Zum Glück waren die Metallringe zu eng, um ihnen zu entkommen. Und sobald sich der polsternde Stoff mit Öl vollgesogen hatte, drückte er gegen das Handgelenk. Vor Daniela hatten es schon andere Gespielinnen versucht und sie alle waren am Ende vor ihrem Gott gelandet.

Das Schwammtuch glitt zwischen allen Zehen durch.

„Heb dich an.“

Daniela gehorchte und so konnte Heske ihr auch den Rücken einreiben. Dann die Schultern und den Hals. Wo das Öl in Kontakt mit den Haaren kam, verklebten diese zu kurzen schwarz–glänzenden Strähnen.

Den Kopf würde Heske als letztes Behandeln. Da die Haut zwischen Danielas Beinen und ihrem Gesäß noch immer trocken war – von feinen Schweißtröpfchen abgesehen – widmete sie sich als nächstes diesem Teil des Körpers. Das Öl wurde tief in die Schamlippen eingerieben. Daniela keuchte in den Knebel.

„Du musst das genießen, nicht wahr? Das sich Frau um deine Fotze kümmert.“

Daniela bäumte sich auf, die Hände wieder zu Fäusten geballt.

Um den Gott nicht zu erzürnen, achtete Heske darauf, Daniela nur sexuell zu erregen, ihr aber keinen Höhepunkt zu verschaffen. Mit den weit gespreizten Beinen würde sie sich bis zum Ritus auch selbst befriedigen können. Die Schamlippen waren aber leicht angeschwollen.

Das erneut vollgesogene Schwammtuch um ihre Finger gewickelt, drückte Heske ihre Hand zwischen Danielas Pobacken. Das Gewebe rutschte an der heißen Haut vorbei und ölte damit auch noch den letzten Teil von Danielas Unterleib.

Kurz legte Heske das Tuch neben Danielas gefesselten Händen ab. Unter dem Tisch befand sich auch eine kanülenlose Spritze. Mit dieser zog sie 50 Zentiliter von dem Öl auf. Daniela gab unangenehm berührt klingende Geräusche von sich, als ihr die Spritze zwischen die Pobacken gedrückt wurde. Heske brauchte eine Weile um das Ziel zu finden und zwischen dem Ringmuskel durchzugleiten. Ein Druck auf den Kolben und das Öl spritzte in den Darm.

Mit einer zweiten Ölladung behandelte Heske Danielas Scheide auf die gleiche Weise. Blass–gelbes Öl tropfte zwischen den Schamlippen hervor und auf den Boden, der mittlerweile überall glänzte.

Sich an der Tischkante festhaltend lief Heske zu der Seite des Tisches, auf der Danielas Kopf lag und beugte sich über sie.

„Wenn ich dir den Knebel abnehme – versprichst du dann, kein Wort zu sagen.“

„Mhhhh.“ Danielas nickte erleichtert.

„Gut.“

Der Kopf wurde beiseite gedreht und die Schnalle, die den Knebel so lange an seinem Platz gehalten hatte, gelockert. Den letzten Akt überließ Heske Daniela. Diese drückte mit der Zunge gegen den Dildo des Penisknebels, der sich von ihrem Mund löste und auf die Tischplatte fiel.

Langsam leckte sich Daniela die Lippen. Sie schien mit dem Gedanken zu spielen, das Versprechen sofort zu brechen, sog zwischen den Zähnen Luft ein – stieß diese aber nur mit einem Zischen aus.

Das Schwammtuch wurde ein letztes Mal mit Öl vollgesogen, dann rieb Heske Danielas Kopf ein. Die Lider der geschlossenen Augen, die schmale Nase, die Lippen, Kinn. Die Haare klebten jetzt vollkommen zusammen und lagen als dunkler Helm an dem Kopf der Frau.

„Ich muss dich jetzt leider wieder knebeln.“

„Bitte nicht. Ich werde ruhig sein.“

„Das weiß ich. Aber dein zukünftiger Gott bevorzugt seine Gespielinnen geknebelt.“

„Nein. Nicht schon wieder ein Knebel.“

„Doch. Aber es wird ein anderer Knebel sein, der dich auf deine neue Aufgabe vorbereitet.“

Danielas Augen folgten Heskes Griff unter den Tisch. Es war ein Metallring, etwa von dem Durchmesser eines Penis, von dem vier kurze Metallstangen ausgingen.

„Weit aufmachen.“

Der Ring wurde zwischen Danielas Zähne eingesetzt, wobei die Metallstäbe über dem Mund auflagen und so verhinderten, dass Daniela durch eine Bewegung der Zunge den Ring zu drehen vermochte. Die Zunge tastete das Metall ab. Der ölige Körper, die Bewegung des feucht glänzenden Muskels unter dem Ringknebel, die aufgerissene Mund – Heske fand den Anblick wunderschön. Sie hätte sich keine bessere Gespielin für ihren Gott vorstellen können.

Als letzte Handlung wurde das Schwammtuch über dem offenen Mund ausgedrückt, damit das Öl auch diesen Teil des Körpers erreichte.

„Du hast es fast geschafft.“

„‘ach ‘ich ‘os!“

„Schhht!“ Heske legte einen Zeigefinger auf Danielas Lippen. Sie spürte den Ring, der die Temperatur des warmen Atems angenommen hatte.

Als Heske das Verlies verlies, machte sie artig vor der Statue einen Knicks.

 

Britta holte tief Luft.

„Jetzt oder nie.“

Natürlich blieb sie stehen anstatt auf die Bäume zuzugehen.

Die letzten Tage hatte sie das komische Gebäude immer wieder beobachtet. Als Skaterin verkleidet war sie stundenlang die Straße entlanggefahren, hatte so getan, als übe sie auf dem Brett und dabei die Straße, das Waldgrundstück und vor allem das Haus im Auge behalten. Niemand schien sie bemerkt zu haben. Als Skaterin sah Britta aus, wie Avril Lavigne kurz nach der Jahrtausendwende, bevor sich diese die Haare blond gefärbt hatte. Wobei Britta blond war – Naturfarbe. Sie hatte bizarre Gestalten zwischen den Bäumen entlanglaufen gesehen, die glänzende Ganzkörperanzüge trugen.

Dann, vor einer Stunde hatte sie aber etwas beobachtet, was sie zum Handeln zwang. Gerade war sie auf dem Skateboard die Straße ein Stückchen heruntergefahren, so dass gut 200 Meter zwischen ihr und dem Grundstück lagen, als ein Auto vorgefahren war. Das Auto kannte sie von der Schule. Erschrocken hatte Britta aus der Ferne beobachtet, wie ihre Lehrerin, Fräulein Werth, aus dem Fahrzeug ausgestiegen, direkt auf das Haus zugelaufen und darinnen verschwunden war. Vermutlich lag es nur an dem Abstand, dass Britta nicht bemerkt worden war.

Das konnte kein Zufall sein.

„Tu etwas. Darinnen ist Daniela. Und bestimmt auch der Rest deiner Freundinnen.“

Die Gestalten in den Ganzkörperanzügen schienen sich in das Haus verzogen zu haben. Trotzdem blieb Britta höchst wachsam, als sie zwischen die Baumstämme trat. Für den Fall, dass man sie entdeckte, hatte sie sich eine Geschichte zurechtgelegt: Sie habe hier ihre Lehrerin gesehen und sei neugierig gewesen. Vermutlich würde das nicht helfen, aber im Notfall hatte Britta ein paar Karatekicks drauf.

Jetzt stand sie ganz nahe bei dem Haus. Die weiße Front überragte alles. Wenn man aber genau hinsah, entdeckte man unter dem abbröckelnden Putz schwarze Steine.

Wer bitte schön baute ein Haus aus etwas, das wie Basalt aussah?

Und wie sollte Britta in das Haus einsteigen? Ihre Abenteuer als BDSM–Detektivin hatte sie oft unerlaubt in Häuser geführt, so wie damals, als die Clique gegen die Welpenschmuggler vorgegangen waren. Auf der Suche nach einem Kellerfenster lief sie weiter. Stattdessen sah sie bald den Eingang, der – wenig überraschend – aus einer massiven Metalltüre bestand. Natürlich war diese verschlossen.

Im Erdgeschoss gab es Fenster, hinter denen immer schwarze Vorhänge hingen. Eines von denen einzuschlagen wäre auffällig gewesen.

„Komm schon. Lass dir was einfallen.“ Brittas Stimme war ein Flüstern.

Ohne Ziel lief sie weiter am Haus entlang – und musste plötzlich einen Überraschungslaut unterdrücken. Die Hand auf den Mund gepresst sah sie eine zweite Türe. Ebenfalls aus Metall. Über dem Rahmen hing ein Metallschild, in das „Novizinneneingang“ geprägt war.

Die Türe stand offen.

 

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