Barbara und ihre Freundinnen Kapitel 7

"Klappentext"

Während eines Urlaubes lernt Barbara Moni und Anja kennen. Ihre erste Begegnung mit BDSM wird ihr Leben verändern.

 Kapitel 7Barbara wurde nach ein paar Stunden wieder wach. Sie spürte ihre Freundin neben sich, ein vollkommen ungewohntes Gefühl. Ihre Hand wanderte über Anjas Körper, fühlte die weiche Haut, wanderte in eine andere Richtung und kam zu Anjas linker Brust. Sie war weich und warm, nicht warm, fast heiß. Sie spürte das harte Metall der Piercings, aber auch dieses war warm. Barbara verstand immer noch nicht, was mit ihr geschehen war. Sie erinnerte sich an den stechenden, beißenden Schmerz, als die Peitsche auf ihrem Rücken gelandet war. Und dann das Nachlassen, die Befreiung, die Erlösung. Wenn der Schmerz der Preis für die Befreiung war, dann wollte sie ihn. Ihre Hand wanderte zu Anjas Rücken, ganz leicht, vorsichtig streichelte die Hand über den Rücken, fühlte die Striemen, dann etwas Härteres, wahrscheinlich die Verkrustung. Sie spürte ein leichtes Zucken und erschrak. Sie wollte Anja keinen Schmerz zufügen. Aber es tat so gut, sie zu streicheln.Barbara spürte einen leichten Druck auf ihrer Blase. Ganz vorsichtig stieg sie aus dem Bett und ging ins Bad. Als sie wieder zurückkam, stieg sie über Anja und kuschelte sich an sie.„Wie geht’s“, flüsterte Anja.„Ich wollte dich nicht wecken.“„Hast du nicht. Ich bin auch so aufgewühlt. Es war so so so, ich weiß auch nicht.“„Was fühlst du, wenn Moni dich auspeitscht“, wollte Barbara wissen.„Es ist wunderbar“, meinte Anja. „Aber wie soll man das beschreiben? Es gibt da diesen Spruch: „Schön, wenn der Schmerz nachlässt.“, klingt blöd aber irgendwie trifft es zu. Aber der Schmerz hört nicht auf, er verwandelt sich.“„Ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Ist es das, was du und Moni immer macht?“„Nein. Das ist nur ein Teil. Hier im Urlaub konnten wir uns nur beschränkt austoben. Aber wir, vor allem ich, brauche ab und zu eine kleine Auszeit. Weil ich sonst Angst habe, darin ganz zu versinken. Und dann könnte es sich ins Gegenteil von dem verwandeln, worum es uns geht.“„Das verstehe ich nicht. Ich dachte, grade im Urlaub lebt ihr das aus.“„Nein. Im Urlaub geht Moni viel lockerer mit mir um. Du hast das doch gemerkt. Wie oft hat sie mich hier ausgepeitscht?“„Hmmm. Nur zwei Mal. Und ich habe dir was mit dem Rohrstock gegeben.“„Na, das zählt nicht“, lachte Anja.„Das zählt nicht? Du hattest aber ziemliche Striemen danach!“„Das war gar nichts. Sieh dir doch mal jetzt meinen Rücken an. Und du kannst mir glauben, wenn Moni entsprechend drauf ist, dann geht da noch viel mehr.“Was macht ihr denn noch“, wollte Barbara wissen.„Du meinst zuhause?“„Ja.“Also, die Woche über bin ich halt meist gefesselt. Das kann auch anstrengend sein. Richtig spielen tun wir aber nur am Wochenende. Wir haben einen ganzen Raum voll mit Spielsachen. Moni ist ja Dreherin und ab und zu macht sie neue Spielzeuge, wenn sie die Zeit dafür findet. Oder wir finden Sachen im Internet. Die bestellen wir dann. Das kann aber peinlich werden.“„Wieso?“„Wenn wir Sachen aus den USA oder China oder so bestellen und ich dann zum Zoll muss. Die wollen immer sehen, was in den Paketen drin ist.“„Au verflucht. Das kann ich mir vorstellen.“Und dazu kommt dann oft noch, dass ich in einer entsprechenden Aufmachung da hinmuss. Zum Beispiel mit Halseisen oder schweren Handfesseln, ganz zu schweigen von dünnen Blusen.“             „Moni scheint aber auch gar nichts auszulassen“, urteilte Barbara.„Sie sagt immer, wer weiß, ob so eine Chance nochmal wiederkommt.“„Apropos Chance, die vielleicht nicht wiederkommt: Was ist mit deinem Job?“„Du meinst, ob ich das Angebot annehme? Ich denke schon. Moni ist dafür und sie kann sehr überzeugend sein.“„Du meinst, sie hat schlagende Argumente?“Anja lachte. „Nein, das würde Moni nie machen. Nein, sie redet so lange und dreht jedes Gegenargument solange um, bis alles passt.“Barbara und Anja redeten noch weiter, bis sie dann aber wieder einschliefen. Sie wurden dann am nächsten Morgen von Moni geweckt, die auch frische Brötchen mitbrachte. Die letzten Tage auf der Insel verliefen sehr ruhig. Sie machten lange Wanderungen, die auch entsprechende Pausen enthielten, in denen sie sich gegenseitig verwöhnten. Am Freitagmorgen holte Anja beim Juwelier ihren neuen Schmuck ab. Der Bernstein sah phantastisch aus, nachdem er fachmännisch bearbeitet worden war. Abends luden Moni und Anja Barbara in die Sonderho Kro ein, um den Abschluss eines gelungenen Urlaubes zu feiern. Sie würden sich am frühen Morgen auf den Rückweg machen während Barbara ja noch zwei Tage hatte und erst am Pfingstmontag zurückfahren musste.Als sie beim Dessert in der Kro saßen, fragte Anja: „Babsi, übernächste Woche ist doch Donnerstag der Feiertag. Hättest du nicht Lust, bei uns ein langes Wochenende zu verbringen.“Barbara hatte auch schon daran gedacht. „Würde ich gerne, aber ich muss am Freitag arbeiten. Meine Kollegin und ich wechseln uns bei so Feiertagen ab.“„Anja und ich müssen auch am Freitag arbeiten, geht uns genau wie dir. Aber du könntest doch vielleicht an dem Tag ausnahmsweise von uns aus zur Arbeit fahren. Ist doch nicht viel weiter.“Barbara sah Moni verblüfft an. „Klar, warum nicht. Aber würde ich euch nicht auf den Keks gehen?“„Also, wenn du uns auf den Keks gingest, würden wir doch nicht fragen“, protestierte Anja. „Da würden wir sagen, dass wir schon was vorhaben. Also, was ist?“Barbara drehte sich um und winkte dem Kellner: „Bitte drei eiskalte doppelte Jubis, wir haben was zum Feiern!“Am Morgen kam Barbara zur Fähre und verabschiedete sich von ihren Freunden. Anja und Moni standen an der Reling und winkten ihr noch lange zu. Erst als die Fähre im Hafen von Esbjerg verschwand, drehte Barbara sich um und ging zu ihrem Wagen. Zum ersten Mal in den vielen Jahren, in denen sie auf der Insel Urlaub machte, wusste sie nicht, was sie mit den beiden Tagen anfangen sollte-Am Montag verließ auch sie die Insel, aber schon auf der Fähre fing sie an, sich auf das Wiedersehen mit Anja und Moni zu freuen. Zuhause packte sie schnell ihre Koffer aus und warf die gebrauchte Kleidung in die Waschmaschine. Als sie zu den Küchenhandtüchern kam, war eines davon verknotet. Sie öffnete den Knoten und fühlte dabei etwas Hartes. Als sie es sich ansah, musste sie lachen: Es war ein Paar Handschellen einschließlich dem dazugehörenden Schlüssel.Die folgende Arbeitswoche verging für Barbara quälend langsam, obwohl es doch nur 4 Tage waren. Irgendwann fing sie sogar an, die Stunden zu zählen, bis sie ihre Freundinnen wiedersah.Am Samstag ging sie morgens auf den Wochenmarkt, wo sie auch Brot und Wurst kaufte. Auf dem Rückweg traf sie Linda, eine Nachbarin, mit der sie öfters am Wochenende Kaffee trank. Linda freute sich, dass Barbara wieder zurück war und sie lud sich selbst zu er Tasse ein. „Na, wie war’s“, erkundigte Linda sich. „Wieder viele Bilder von Kaninchen gemacht?“ Linda kannte Barbara ziemlich gut und sie war außerdem vor einigen Jahren selbst einmal auf Fanö gewesen. Das war aber gewesen, bevor die Beiden sich kennen gelernt hatten.„Nein, diesmal nicht“, antwortete Barbara.„Waren keine da oder was war los?“ Linda lachte.Barbara zögerte etwas, dann sagte sie leise: „Ich habe wen kennen gelernt.“„Was, du?“ Linda schrie fast. Sie wollte alles wissen. „Wie sieht er aus, wie heißt er? Komm, spann mich nicht auf die Folter!“„Kein Mann“, sagte Barbara sehr leise.„Was? Eine Frau? Ist ja geil. Wird immer besser. Erzähl!“„Zwei Frauen“, sagte Barbara noch leiser.„Mich trifft der Schlag.“ Linda war echt erstaunt. „Du fängst was mit ner Frau an und dann gleich mit zweien? So ein Mauerblümchen wie du? Ich glaub das nicht. Wo hast du sie getroffen? Ein lesbisches Pärchen?“„Mehr als nur ein Pärchen. Die beiden sind, wie soll ich das sagen, ziemlich gewöhnungsbedürftig.“„Das heißt?“Jetzt erzählte Barbara ihr, wie sie Anja in den Dünen gefunden hatte. Linda brauchte einige Zeit, bis sie die Einzelheiten aus Barbara herausgekitzelt hatte, aber diesbezüglich hatte sie sehr viel Erfahrung.„Wow“, kommentierte Linda. Also wenn du was anfängst, dann richtig. Herrin und Sklavin. Ich fasse es nicht. Hast du da mitgemacht?“Barbara sagte nichts aber sie wurde knallrot. Linda sah sie an und wusste Bescheid.„Und wie soll das jetzt weitergehen“, forschte Linda. „Oder ist jetzt Urlaub aus und alles vorbei?“„Ich habe keine Ahnung.“ Barbara legte den Kopf in den Nacken. „Einerseits möchte ich, dass es weitergeht, aber die beiden sind doch ein Paar. Wie passe ich da rein? Ich will doch nicht ihre Beziehung kaputt machen. Und welche Rolle soll ich da spielen? Ach verdammt!“„Puh, puh, puh. Da kann ich dir auch keinen klugen Rat geben. Ich habe keine Ahnung, wie ich mich in so einer Situation verhalten würde. Du weißt ja auch nicht, wann du sie wiedersehen wirst. Und ob überhaupt. Wohnen sie weit weg?“„Pulheim“, sagte Barbara.„Pulheim? Direkt um die Ecke? Also ich würde sagen, du musst einfach sehen, wie es sich entwickelt. Ich verstehe dich, du willst nichts kaputtmachen. Aber vielleicht kann ja doch was draus werden. Ein flotter Dreier vielleicht. Übrigens, du fotografierst doch Alles und Jeden. Darf ich mal sehen?“„Du, tut mir leid aber ich habe ihnen zugesagt, dass die Bilder streng vertraulich sind. Bitte sei mir nicht böse.“Linda streichelte ihr über die Haare. „Ach quatsch, ich versteh das doch. Deshalb bin ich dir doch nicht böse. War halt meine Neugierde. Aber du hast da wirklich recht, ich würde auch nicht wollen, dass du manche Bilder von mir rumzeigst.“„Wie die am Badesee, wo du nackt in der Sonne gelegen hast?“ Barbara bezog sich auf ein Wochenende im vergangenen Jahr, an dem Linda und sie einen Ausflug gemacht hatten.„Genau. Oder das von Altweiber, als ich total knülle war.“ Jetzt musste auch Barbara lachen.Sie sprachen noch länger über gemeinsame Erlebnisse und seltsame Bilder. Gleichzeitig dachte Barbara nach. Was würde Linda sagen, wenn sie von dem geplanten langen Wochenende erfuhr?   

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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