Am Ende des Lockdowns

"Klappentext"

In den Zeiten, in denen Verbote und Angst übernommen haben, ist es gut zu wissen, dass hier und da wieder etwas in Gang kommt - und besser als vorher.

Vorab kurz eine Warnung: Nicht wenige Aspekte der Geschichte betreffen recht extreme und (leider?) ausgedachte Mods. Und milieubedingt werdet Ihr nicht immer die schönsten lateinischen Bezeichnungen für bestimmte Körperteile erwarten dürfen...

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Mal wieder erwachte ich aus meinem Dämmerschlaf. Das Gefühl für Zeit hatte ich länger verloren, und es dauerte, bis ich in etwa wusste wo ich war: Irgendwo, wo ich vor Corona-Lockdown Nr. 1 vielleicht mal dank meines recht guten Einkommens als Event-Manager zu Gast gewesen war, und wo ich mein  - nach Verlust von Job und Geld wegen des Verbots aller Veranstaltungen -letztes Geld in meiner Erinnerung gelassen hatte. Man nennt es wohl freundlich Nachtbar. Aber eine für allerlei Vorlieben. Die immerhin irgendwann wieder öffnen durfte, anders als meine Branche.

Jedenfalls lag ich (wieder? immer noch?) in diesem komplett dunklen Zimmer, dafür in einem supersauber riechenden Bett. Dumpfes Pochen erinnerte mich daran, dass man irgendwas mit meiner Körpermitte gemacht hatte. Und da war was in meinem Po. Und vor allem war da diese Stimme dieser Frau, die mal wieder nebenan zu telefonieren schien.

"Nein, der Rest müsste wirklich nach deiner Zufriedenheit sein. Die Urologin war auch nochmal da. Ja, ich weiß, dass ist nicht optimal, obwohl, das hat doch auch Vorteile.

Ja, der Keuschheitsverschluss ist ab. Schon länger. Das war am Anfang, als wir seine Unterschriften brauchten und er alles für eine Entladung gemacht hätte.

Nicht mehr verschlossen, genau. Würde sowieso nicht mehr passen. Sicher. Eher noch dicker. Och, so 6 Zentimer bestimmt. Naja, wenn die Implantate voll gefüllt sind, schon locker die 20 Zentimeter. Klar. Geht ja auch gar nicht mit Vorhaut. Finde ich auch, allein schon wegen der Hygiene, und es sähe sonst zu unnormal aus. Ja, der Schlitz ist vernäht. 

Nee, die Hämatome sind weg. Doch, das ginge, aber unter Gummi sieht man das doch gar nicht, wobei, ich würde nochmal nachfragen, bevor du ihm Tattoos stechen lässt.

Wie meinst du das jetzt? Da kann doch vorne gar nichts mehr rauskommen. Die Proststa ist lange weg, da sitzt jetzt das Reservoir für das Schwellkörper-Implantat, und bei den riesigen Fake-Klöten waren doch seine echten die ersten Sachen, die die Chirurgin rausgeholt hat. 

Und durch den Reroute kommt doch sowieso wenn dann alles hinter seinem Monstersack raus. Na, in Zentimetern ist schwer. Mit den schweren Fakes wird der sich sicher auch noch mehr dehnen. Also ich finde das immer geil, wenn mir so ein Sack dagegen klatscht. Ich würde sagen, wie eine kleine Apfelsine, wie früher, als es noch Hotels mit Frühstücksbuffet gab, in diesen komischen Saftautomaten. Genau, manche Sachen vermisst man nicht, danke Corona. Ich sage nur umgedrehte Kaffeetassen. Obwohl, erinnerst du dich an Paris, dieses kleine Hotel bei der Metro? Ist bestimmt auch pleite, die Franzosen sind ja noch heftiger, alles kaputt zu machen. Ja, die Iren spinnen komplett. Aber was wollte ich sagen?

Ach so, jede natürlich. So ovaler, schon natürlich von der Form, nur irgendwie schön groß.

Wozu braucht der Unterhosen? Ich nehme mal nicht an, ihr wollt fein um die Grachten flanieren. Eben. Und wozu hat Willem diese Latex-Manufaktur? Ach, der hält durch. Du doch auch. Bei den Holländern. Die waren doch immer so entspannt, und bei Euch läuft doch trotzdem mehr als hier. 

Wenn du so fragst, ich habe für 200 Milliliter bezahlt. Rein medizinisch. Also sie sagte, nein. Das sind die Fälle mit Verunreinigungen. Du sagst es, zur Not einfach abschneiden. Hauptache sein Ding funktioniert. Und solange der Sack baumelt, ist es so symmetrischer. 

Also, nochmal. Gerne. Nein, ich bin nicht genervt. Ist im Moment alles etwas viel, sorry. Also, die Flüssugkeit aus dem Reservoir sollte an sich in den Schwanz gepumpt werden, und dann kann er ewig steif bleiben, weil es sozusagen nur den einen, nenn es mal Ballon, in seinem Teil gibt.

Nee, die Harnröhre ist raus. Und wie ich sagte, die Flüssigkeit hätte man dann einfach mit dem Plug am Zurückfließen gehindert. Ja, das Teil, mit dem man die Pumpe bedient, einfach schön rein-raus. Na klar mag er das nicht. Oder mochte, was meinst du, wie die Kerle alle ihre Arschfotze entdecken, wenn du sie vorne in ein Keschheitsrohr steckst.

Du, das glaube ich auch. Ich würde sogar sagen, bestimmt ein Viertel. 

Also, die Ärztinnen sagen beide, das ginge, wäre aber ne große Sache und vor allem dauert das. Du, ich hatte ja schon gesagt, ich finde das fast praktischer. Sozusagen umgekehrt, ist eben falschrum eingebaut. Besser, frag mich nicht, Physik war jetzt noch nie so meine Sache. Häh? Einmal ne Drei, sonst immer schlechter. Du, deswegen haben wir unsere Läden und keine Nobelpreise. 

Na, auf jeden Fall ist es jetzt so, dass die Flüssigkeit immer in sein Teil läuft, also ist er 24 Stunden bretthart. Ja, finde ich auch. Er soll ja auch arbeiten. Aber für ne Kundin, ok, meinetwegen auch einen Kunden, ist doch deine Ware...mmh, ja, genau. Ist hier doch nicht anders. Die sollen denken, er kriegt ihn ihretwegen hoch. Genau. Deshalb genau andersrum: Mit dem Plug pumpt er sich leer, und solange der dann drin bleibt, bleibt er vorne schlapp. Achso, 8 oder 9 Zentimeter auch so. Ist ja nicht echt, innendrin. 

So sehe ich das auch. Entweder er läuft mit nem Riesenständer rum oder mit nem Plug hintendrin. 

Das ist der einzige Nachteil. Wir mussten jetzt schon mehrmals erhöhen. Na, trag du mal den ganzen Tag einen Besucher hinten. Im Moment so 5 Zentimeter. Also das Mittelteil zwischen Plug und Fuß. Innen locker 7 oder besser 7,5. Äh, fast problemlos. Ne, ich sagte ja, ich glaube, er mag es. Musst du dann sehen. 

Achso, ja, das könnte sein. Weißt du, dann bekommt er eben währenddessen einen kürzeren dickeren rein. Einen, der nicht bis zur Pumpe kommt. Irgendwo hinter der Darmwand, halt da, wo die Prostata war. Oh, das lernt er schnell. 

Okay, da sagst du was. Da muss man aufpassen, ist jetzt ja quasi wie bei uns. Nee, so ein kleiner Knubbel ist da. Hat die Urologin gesagt, damit er beim Pinkeln nicht so spritzt. Viel trinken sollte er sowieso. Ja, genau. Wasser statt Brot. Und du musst ihn Muskeltraining machen lassen. Nee, schon. So 8 Kilo, aber halt auch Muskeln. Bewegen sollte er sich ja gerade nicht. 

Klar, ich schicke dir nochmal Fotos. Und du bekommst das hin, ohne Quarantäne? Nee, mach ich fertig. Wenn das nicht geschäftlich ist, was sonst. 

Okay, ich melde mich. Ich höre die Kette von seinem Halsreif klimpern. Was? Achso, nur verschraubt. Wird Zeit, ihn mal loszubinden. Lockdown war lange genug, was? Und seine Hormone braucht er auch, so ganz ohne echte Eier.

Okay, pass auf dich auf, und nog een fijne avond. Tot ziens!"

Ich erinnerte mich wieder. Deshalb war ich so geil. Und ich wusste, ich musste die Augen schließen, während sie hineinkam, um mir die Spritze für noch mehr Geilheit zu setzen. 

 

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Inhalt/Idee

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Erotik/BDSM

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Rechtschreibung/Form

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Kommentar(e)

Obwohl inhaltlich nicht meine Seite des Straßengrabens, habe ich diese Geschichte doch gerne gelesen. Die Idee, das Ganze fast ausschließlich als Telefonat zu inszenieren und dabei noch sehr realistisch die Halbsätze zu streuen, die den eigentlichen Inhalt eher erahnen lassen, als dass sie ihn explizit erzählen, gefällt mir ausgesprochen gut. Ich muss allerdings gestehen, dass sich mir nicht jede technische Finesse auf Anhieb erschlossen hat. Aber das muss vielleicht auch gar nicht so sein.

Antwort auf von Campanula

...auch hier für das Lob. In der Tat lassen Format und Inhalt Raum für eigene Phantasie, dass war durchaus gewollt und ist Konsequenz des sehr einseitigen Gesprächs. Ich hatte ursprünglich beide Seiten getextet, aber das wirkte irgendwie so plakativ.