2042 AD - 1. Teil

 
Seit 2 Wochen stehe ich unter Betreuung.
Das heißt ich werde nicht wählen gehn dürfen. Ich bin entmündigt.
Aber was macht das schon
Dau Unterhaus hat eh nichts zu sagen.
Die Macht hat das Oberhaus, und dieses Wahlrecht ist der Elite vorbehalten.
Eigentlich ist Deutschland wieder Monarchi geworden, genauer Aristoktatie, nur ohne König.
Die Adligen sind jetzt die Grossaktionäre, und Manger, sowie  die Reichen.
Sie haben die absolute Macht. Die Geheimpolizei sorgt für Ordnung.
Es ist einfach die Reichen haben Recht , wir Unrecht.
Es ist Wahnsin ich hab eine Stundenlohnn von 2,25 neuPfennig und die haben zig  Millionen Neu Mark.
Wie viele trauere ich der EU hinterher. Aber die gibt esnicht mehr.
Und jetzt bin ich ein Betreuter.

Tiefer kann man nicht fallen. Meine Eltern hatten einen schweren Unfall, und konnten deshalb das Schulgeld nicht bezahlen. In dieser  technisierten Welt ein  Schicksalsschlag.
Statt zur Schule zu gehen wusch ich andere Leute Flycars, oder mähte ihren Rasen.
Bezahlt wurde das eher schlecht. Freiwilig macht das kaum einer. Es lohnt sih einfach nicht. Aber ein schulpflichtiger Junge darf nicht faul herumsitzen . Jugendgesetz!
Das geht gar nicht. Also musste ich arbeiten. Das Jugendamt  beaufsichtigte so was  streng.
So ging die Arbeit nicht aus. Es gab da eine Liste, da standen Underdogs wie ich drauf, nur 14 Namen stehen drauf, 14 Looser, von mehr 850 000 Bürgern. Ich war dabei. Welch ein Schande.
 
Früher vor der Umwälzung hätte der Staat mir geholfen.
Ich hörte damals gab es ein Sozialamt, das Mittellosen half und Schulgeld gab es gar nicht, jeder konnte zur Schule gehen. Kostenlos. Alle hatten die selben Chancen..
Aber das ist vorbei. Die Sozialrepublik gibt es nicht mehr. 
Die neue Neoliberale Wirtschaftregierung  die nach dem Untergang von EURO und EU an die Macht gekommen ist hält die Zügel seit 2014 fest in der Hand.
Die Katastrophe ist durch die Sozialpolitik ausgelöst worden, weiß ich von der Volksschule.
Die Armen waren Schuld, oder besser die Politiker die denen helfen wollten.
Die haben alles ruiniert.
Nun das soziale Netz ist weg. Die Wirtschaft floriert seit dem.
Die Bürger sind zufrieden. Die Unterschicht nicht.
 Die Armen verdingen sich als Leiharbeiter. Es ist schlecht bezahlt aber man kann davon leben.
Es sind die unterbezahlten Leiharbeiter die das Deutsche Wirtschaftswunder  erarbeitet haben.
Doch wenn es ein Unglück gibt, haben sie Pech gehabt. Wie meine Eltern. 
Für die Armen gibt es keinen Pfennig.
Aber ohne Schulabschluss ist nicht mal Leiharbeit für mich drin gewesen.
Dabei ist alles so teuer geworden.
Seit Designerkleidung durch  Robotiresierung  so billig geworden ist, gibt es keine Kleidung von der Stange mehr. Vor allem Schuhe sind teuer geworden.
Sandalen kosten 4 Neue Deutsche Mark. Dafür könnte man sich völlig neu einkleiden.
Ohne Schuhe natürlich. Highteck in den Schuhen.
Nun, Deformierung der Füße wurde in der Vergangenheit unterschätzt.
Die Behandlung zb wegen Rückenschmerzen fallen dadurch weg.
Ein medizinischer Fortschritt der Millionen spart.
Jede Zehe wird in den neuen Schuh eingepasst.
Echt toll, würde der Schuh dadurch nur nicht so teuer werden.
 
Denn  seit dem sieht man auf der Strasse wieder Kinder mit nackten Füßen.
Ich gehörte auch dazu.
Seit ich mit nackten Füßen herumlaufen muss habe ich noch weniger für meine Dienste  bekommen. Die Leute bezahlen einfach nicht den am Telefon vereinbarten Lohn.
„Mit nackten Füßen muss man demütig sein“, höre ich oft. Dann fordert man mir manchmal noch Lohn zurück. Natürlich habe ich auch Rechte, aber haben sie schon mal einen barfüßigen Jungen bei einem Rechtanwalt gesehen.?
Dafür Zwang man mich länger zu arbeiten. Und Dinge zu tun für die ich nicht geordert war.
Ansonsten gäbe es Beschwerden. Nachdem ich ein paar mal geschlagen, weil ich gewagt hatte mein Recht zu fordern, hatte ich aufgehört mich gegen die Ausbeutung zu wehren.
 
Seit ich keine Schuhe mehr besaß ist es schlimm geworden. Ich bin seit dem faktisch rechtlos.
Das schlimmste ist das Barfüßler, die Konsumtempel nicht besuchen dürfen.
Jungen mit nackten Füßen haben schließlich kein Geld wofür da die Augen der angesehenden
Bürger mit unserer Armut beleidigen.
Kurz, man Jagd mich überall weg.
Wie soll ich mir Schuhe kaufen wenn ich für meine Arbeit kein Geld bekomme?
Und einen Jungen mit nackten Füßen nützt jeder gnadenlos aus.
Und da bisst sich die Katze in den Schwanz.
Meine Eltern leben im Pflegeheim.
Aber für mich sorgt keiner.
Wann habe ich mich das letzte mal satt gegessen?
 
Jetzt habe ich also die Betreuung bekommen.
In Düsseldorf gibt es 1 Sachbearbeiter, der uns, schwere Fälle, verwaltet, der Herr Berger.
Wie gesagt wir sind 14. Er erledigt uns ganz neben seiner Hauptarbeit.
Und er mag uns nicht.
Ich bin jetzt  in einer Kammer des Arbeitsamtes untergebracht.
Es ist winzig, es besteht  aus einem Bett einen Schreibtisch nebst einem Stuhl.
Das Fenster hat keine Gardine oder Verdunkelung.
Eine Energiesparlampe hängt nackt aus der Decke.
Von der Tapete kann man nicht mehr viel entdecken.
Na ja und da ist noch der Kleiderschrank.
11qm, ja ich weiß, es hört sich viel an, aber wir sind zu dritt.
Ja 2 Leidgenossen leisten mir Gesellschaft.
Vor allem nachts im Bett wird’s eng.
Für diese Mildtätigkeit bedienen wir die Beamten, und die Arbeitssuchenden mit Erfrischungen. Eigentlich hätten wir Recht auf Bezahlung, aber es ist ein reiner Frondienst.
Die Leute werden ganz gerne von uns bedient, von Jungen mit nackten Füßen.
Das Betreuungsgesetz verpflichtet den Betreuten zu Dankbarkeit gegen über der Gesellschaft
Und zum ehrfürchtigen Gehorsam dem Betreuer gegenüber.
Herr Berger kann mich bei Wasser uns Brot, oder noch weniger, in den Erziehungsarest stecken. Und Herr Berger befiehlt uns diesen Frondienst.
 
Ich habe entdeckt dass es einige leere Kammern gibt. Warum schlafen wir zu dritt in einer?
Ich gehe davon aus das Herr Berger sich unser Geld einsteckt, auch das Wohngeld.
Obendrein dürfen wir unsere Dankbarkeit auch an der Gesellschaft  zeigen in dem wir
bei ihm putzen, im Büro wie daheim.
 
Natürlich bewerben wir uns wie blöd, aber spätestens wenn wir eine Mailadresse angeben.
Ist Schluss!
Um eine eigene Mail zu haben, brauch man ein Konto, Für ein Konto ein Einkommen,
Für ein Einkommen braucht man  Qualifikation.
Kein Abschluss, kein Einkommen, kein Konto, keine Mailadresse. Keine Zukunft!
 
Aber ich will raus aus diesem Loch, also bewerbe ich mich als Page in einem Hotel.
Das ist besser als das hier, alles ist beser.
Das Internet nehme ich allerdings nicht, ich kann da meine Identität nicht unterdrücken.
Wo immer ich mich einlogge weiß jeder ich bin ein Welpe von der Strasse in Betreuung des
Arbeitsamtes. Persönlichkeitsschutz hat man erst wenn man einen eigenen Computer hat.
Oder sich das Internetcafe leisten kann.
 
Also das gute alte Telefon.
Ich rufe das Ibiz Hotel in Frankfurt an.
 
„Ich grüße Sie! Rezeption Ibiz Hotel, was kann ich für Sie tun ? “ erklingt es .
 
„Guten Tag, ich heiße Florian Faber, ich-  ich rufe an weil ich einen Job
als, ja als Page, ja, haben möchte.“
 
„Du willst Diener werden, da wird sich der Chef freuen, ich stelle dich durch, warte!“
Schwup war das sie weg. Das Warte, war ein Befehl gewesen. So ist das eben denk ich.
Die Minuten vergehen langsam.
 
„Ich frage dich nicht warum du Diener werden willst, es ist das letzte was machen will.“ Höre ich eine Stimme.
„Buchstabiere deinen Namen“, befiehlt die Stimme kalt.
Der Mann  sagt nicht seinen Namen, er befiehlt schon, schießt es mir durch den Kopf.
Aber Demut habe ich mir schon angewöhnt. Das lernt man schnell mit bloßen Füßen.
„Florian Faber, F-l-o-r-i-a-n   F-a-b-e-r“, antworte ich gehorsam.
„Stadt?“-„Düsseldorf.“
 
„Schön, Florian . Hast du Geld für die Anreise?“
 
„Anreise?  Wir haben doch noch gar nicht geredet…“
 
„Natürlich nehme ich dich als Pagen, was fällt die ein Anzurufen, du gehst in ein Hotel und bittest in Dienst genommen zu werden. So läuft das. Das klingt ja so als wolltest du noch ein Hotel anrufen, vielleicht gar um den Lohn zu vergleichen hahahahaha! Nein du kriegst was dein Herr dir gibt. Und das bin jetzt nun mal ich. Verstanden?“
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Herr, der Mann nennt sich meinen Herrn! Ich werde nie jemanden gehören, der spinnt!
„Nein so geht das nicht, natürlich will ich andere Anrufen. So geht das nicht…“
 
„ Du bist widerspenstig.
Widerspenstige Diener bringen ihren Herren nicht viel Profit.
Schläfst du nackt?“
 
Ich höre nicht richtig, denk ich: „Nackt schlafen? Was soll ich?“
Ich bin völlig schockiert.
 
„Gute Diener schlafen nackt. Ja die Diener die ihren Herren am meisten nützen sind immer die demütigsten.“
 
„Nein warum sollte ich nackt schlafen? Für was halte sie mich?“
 
„Für einen unter Betreuung stehenden Jungen. Der beim Arbeitsamt eingepfercht ist.“
 
„Unsinn“, wehrte ich ab, „Wie kommen Sie den auf so was?“
 
„Wer benutzt den sonst ein Telefon ?“ tönt es aus dem Hörer.
„Also, man erwartet Antwort von einem Pagen“, erklingt es milde.
 
Nun, was nutzt das Leugnen: „ja da haben Sie Recht.“
 
„Das war ein lustiger Versuch“, die Stimme ist amüsiert.
„Aber nichtdessotrotz ein Täuschungsversuch.
Trägst du den Schuhe?“
 
„Ja ich habe Schuhe, Halbschuhe sogar“, lüge ich.
 
„Daher der Hochmut.“
Was die Stimme für Hochmut hält!
Wohl doch keine gute Idee Diener zu werden.
„Nun schläfst nicht nackt ?“
 
„Nackt wollen Sie mich also halten“, halten entschlüpfte mir einfach, ich konnte es nicht zurückholen. Hat er gerade laut geatmet ?
„Nein, ich laufe nicht barfuss und ich schlafe auch nicht nackt.
Wie kommen Sie auf so was? Schlafanzüge sind doch ganz billig.“
 
„Billiger als Schuhe. Aber um Geld geht es nicht. Es geht um Demut.
So einer wie duuhu schläft normaler weise nackt.“ Seine Stimme klingt irgendwie komisch.
 
„Nein Blödsinn…“
 
„Ich verbiete dir aufzulegen“, herrscht die fremde Stimme mich an. “Ich beende das Gespräch! Du darfst das nicht! Das ist eine Frage des Standes! Du bleibst so lange am Hörer bis ich mit dir fertig bin! Allein der Gedanke…, das tust du nicht !! “
Ja warum lege ich nicht einfach auf.
„Du willst also Diener sein. Willst du denn tun was ich sage?“
 
Na was soll ich da antworten.
„Ja natürlich tue ich was Sie anordnen.“
 
„Egal was ich befehle, ganz egal. Du bist ein Diener.“ Erinnert er.
 
„Wenn ich ihr Diener bin tue ich was Sie sagen.“
 
„Daran musst du dich halten. Also wenn ich sage dass du nackt schlafen musst, dann musst du das auch. Was tust du dann ? Du wirst sehen, du das jetzt auch immer gehorchen. Ob es dir gefällt oder nicht. Du wirst das verstehen das du es musst.“ Wieder dieses böse Lachen.
„Du hast es jetzt eingeräumt du musst jetzt auch gehorchen.“
 
„was?“ damit hatte ich nicht gerechnet.
 
„Ja man muss aufpassen was man sagt“, frohlockt die Stimme, „jetzt ist es zu spät.“
 
„Ich schlafe nicht nackt.“
 
„Du musst jetzt tun was ich sage. Du hast das akzeptiert und du musst jetzt gehorchen,
das erwartet man von so einen wie dir.“
 
Das Gespräch hat die Schamgrenze längst durchbrochen.
Und dennoch lege ich nicht auf.
„ja sag mir wie fühlst du dich jetzt, du musst deine Gefühle beschreiben.
Fang an! Jetzt! Sofort!“
 
Was soll ich machen???
Der will mich am Telefon missbrauchen, erkenne ich langsam.
 
„Wirts bald!“ herrscht er mich an. „Ich will wissen ob du das kannst. Das ist wichtig:“
 
Ja der missbraucht dich. Das war klar jetzt.
In Kriegen wurden Vergewaltigungen als Mittel eingesetzt Menschen gefügig zu machen, zu brechen.
Am Telefon ist das aber wohl eher harmlos.
Ich beschließe dran zu bleiben.
 
„Was soll ich den fühlen, Sie sind sehr herrisch.“
 
„Hhahaha, ja ich bin mir jetzt sicher das ich sehr viel Geld mit dir verdienen kann.
Darum musst du kommen, weil ich Geld mit dir verdienen kann.
Darum musst du zu mir kommen. Verstehst du das ? Es geht darum das du MIR Geld einbringst. Dafür bist du gut. Das macht man so mit dir. Dafür bist du da.
Und du schläfst wirklich nicht nackt, das würde zu dir passen einfach.“
 
„Nein, ich schlafe nicht nackt. Niemals! Auch nicht in Zukunft. Haben Sie verstanden?“
Ich wollte ihn runterholen.
 
„Was hast du denn an im Bett, eine Unterhose, das wäre nicht so schlimm.
Das ist ja auch irgendwie nackt. Aber die musst du auch ausziehen, Diener.“
 
„Nein einen Schlafanzug trage ich im Bett.“
 
„Du willst auch nicht kommen wie ?
Nu gut, das du nicht freiwillig kommst ist mir  erklärlich.“ Wieder dieses scheußliche Lachen.
„Aber ich befehle die das du nackt schläfst heute, meke dir gut was du fühlst dabei, Gut merken. Und dann rufst du mich morgen an, um mir deine Gefühle zu beschreiben.“
 
Das Lachen dröhnt mir im Ohr.
 
„Ich werde nie Ihr Diener! Niemals!“ schnappte ich.
 
„Doch das wirst du. Warum kennst du den nicht meinen Namen, Warum hast du nicht aufgelegt. Warum hast du mir so GEFALLEN?“ höhnte  der Fremde.
Aber du tust Recht das zu erdulden. Das macht man mit Dienern eben. Dafür seid ihr da!
Du wirst mir gehören.“
 
Und dann legt der Kerl einfach auf.
 
Ich habe den Hörer immer noch in der Hand.
Missbraucht und benutzt, gedemütigt. Ja! Aber ich fand das nicht schlimm.
Unangenehm, demütigend, aber mein Leben ist  einfach so.
Ich schaue auf meine Füße, denke wie der Type sich ein abspritzt in dem er sich vorstellt
ich würde jetzt nackt ins Bett gehen.
Die Wahrheit ist, ich besitze keinen Schlafanzug. Ich schlafe nur mit Unterhose.
Manchmal trage ich das T schirt.
Es ist einfach billiger so.
 
Lange schaue ich auf meine Füße.
Schließlich lege ich den Hörer auf die Basis.
 
Es war nicht schlimm.
Hatte er sich eben einen runtergeholt, na und.
 
Seit dem Telefonat warn keine 10 Minuten vorbei, da rufe ich ein weiters Hotel an.
 
Auch der fragt mich ob ich nackt schlafe.
 
Dem nächsten sage ich das ich nackt schlafe, aber der glaubt das nicht und droht mir mit der Pagenfrisur, damit ich wüsste was ein Diener ist, und ich würde es spüren.
 
Also schaue ich im Internet nach was man mit Dienern so macht, und ob das normal sei.
 
Und was hab ich gefunden  http://www.nhv-ahnenforschung.de/Verordnungen/Gesindeordnung.htm
 
  § 21
Die Befehle der Herrschaft und ihre Verweise muß das Gesinde ehrerbietig und bescheiden annehmen, und kann, wenn es dieselbe durch ungebührliches Betragen zum Zorn reitzt und darin von ihr mit Scheltworten, oder geringen Thätlichkeiten behandelt wird, dafür keine gerichtliche Genugthuung fordern. Auch darf sich das Gesinde der Herrschaft nie thätlich widersetzen, außer dem Fall, wenn das Leben, oder die Gesundheit des Dienstbothen durch Mißhandlungen der Herrschaft in gegenwärtige oder unvermeidliche Gefahr käme, in welchem jenem, wenn er durch die Flucht nicht ausweichen kann, die Nothwehr unbenommen bleibt.
§ 22
Wenn das Gesinde sich gegen seine Herrschaft vergeht, so wird es nach Beschaffenheit des Falls mit Gefängniß, oder auch noch härter bestrafet, und die Herrschaft ist befugt, die Arbeit, welche der Dienstbothe während der Strafe nicht verrichten kann, durch einen andern, auf dessen Kosten, besorgen zu lassen.
 31
Gleich und ohne Aufkündigung kann die Herrschaft ein Gesinde entlassen
a) Wenn dasselbe sich beharrlich ungehorsam und widerspenstig gegen die Herrschaft bezeigt, oder diese und deren Familie gar durch Thätlichkeiten, Schimpf- und Schmähworte, oder ehrenrührige Nachreden beleidigt, oder durch boshafte Verhetzungen, Zwistigkeiten in der Familie anzurichten sucht.
b) Wenn sich dasselbe in wirklicher Unzucht betreten lässt
c) Wenn es die Kinder der Herrschaft zum Bösen verleitet, oder verdächtigen Umgang mit ihnen pflegt.
d) Wenn es sich des Diebstahls, oder der Veruntreuung gegen die Herrschaft schuldig macht, oder sein Nebengesinde dazu verleitet;
e) Wenn es auf der Herrschaft Nahmen, ohne deren Vorwissen, Geld oder Waaren auf Borg nimmt.
f) Wenn es sich zur Gewohnheit macht, ohne Vorwissen und Erlaubniß der Herrschaft über Nacht aus dem Hause zu gehen, oder gar zu bleiben.
g) Wenn es gegen vorherige Warnung in Scheunen, Ställen, Holzhöfen, Mistphälen, auf Dreschdiehlen, Böden, Vorrathskammern, oder an andern Orten, wo leicht Feuer fangende Sachen liegen, Taback raucht, oder an solche Orte mit offener Lampe oder Licht gehet, oder sonst Feuer und Licht nicht gehörig verwahret; ohne vorhergeganene Warnung aber, wenn durch dessen Fahrlässigkeit Feuer entstanden ist, oder wenn es sich auch eine solche unverzeihliche Unvorsichtigkeit, die den Ausbruch des Feuers ohne Eintretung eines glücklichen Zufalls veranlasset haben würde, zu Schulden kommen lässt.
h) Wenn ein Gesinde weiblichen Geschlechts schwanger wird; in welchem Fall jedoch der Obrigkeit vorher Anzeige davon geschehen muß;
i) Wenn die Herrschaft von dem Gesinde bey der Annahme durch Vorzeigung falscher Zeugnisse hintergangen worden ist.
 
 
Oder http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag4860.html
 
 
Und http://de.wikipedia.org/wiki/Diener
Seit den Zeiten der ersten Früh- und Hochkulturen hat es Hausdiener gegeben, die in der Regel im Abhängigkeitsverhältnis der Sklaverei untergeordnet waren, allerdings auch den sozialen Aufstieg als Freigelassene erlangen konnten.
 
Ich lese, dass Diener sich an die Wand drücken müssen wenn eine freie Person den Gang herunterkommt. Die Augen zum Boden gesenkt.
Auch waren sexuelle Kontakte  geduldet noch im 19 JHD, Wurde eine Dienerin schwanger wurde sie einfach entlassen. Und fiel in schlimmste Armut. Wer hilft schon einer Dienerin.
 
Auch gibt es sexuellen Missbrauch von Dienstboten in Botschaften, die heute geduldet werden.
Ich musste also einsehen das Missbrauch von Diener durchaus normal ist.
Also werde ich doch besser nicht Page, oder.?
 
 
 
 
 
Am nächsten tag werde ich zum Betreuer gerufen
Er verkündet, er hat endlich einen Arbeitsplatz für mich.
Er reicht mir ein Blatt darauf steht, dass ein Hotel Ibitz mich als Page ’angfordert’.
 
„ Woher haben die deine Daten ? Du hast dich als Page beworben.“
Das war keine Frage.
Ich schweige also.
Angefordert, geht es durch den Kopf, wie ein Ersatzteil.
 
„Das dich jemand ANFORDERT ist klingt eigenartig, aber das ist mir egal.
Wann fährst du hin ?“
 
„Ich will nicht“, erwidere ich.
 
„Du hast dich beworben. Was ist los? Junge .“
 
„E-er fragte, ob ich nackt schlafen würde.“ Versuchte ich .
 
„Und schläfst du nackt?“ Fragt Herr Berger neugierig.
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„Es ist mir egal wie du schläfst, du hast dich beworben, der Beruf ist also für dich zumutbar.
Du hast dich beworben.“
 
„Das können sie nicht machen.“
 
„Oh doch, das kann ich.Hier hast du die Anordnung dich bei deinen Herrn einzufinden..
 
„Aber der will mich ausbeuten.“
 
„Du bist ein Diener, natürlich tut er das. Das macht man mit Dienern. Darum heißt ihr ja Diener.“
 
Mir wurde ganz heiß: „Der will mich sexuell missbrauchen.“
 
„Er ist dein Herr, du bist sein Diener. So was passiert.“
 
„Da du nicht freiwilig gihst werde ich das durchsetzen. Spätestens morgen sitzt du im Zug.
Das sag ich dir.“
 
„Und jetzt raus.
Lies die Bundesgesindeordnung.
Mit dem heutigen Tag bist du auf den Stand des Domestiken.
Verschwinde  und komm mir nie wieder unter die Augen.“
 
Das wars. Ich verlasse geschockt das Zimmer..
Wie einfach über mein Leben geurteilt wurde.
Als wär ich Dreck, als wär ich nichts wert.
Traumatisch gehe ich in meine Stube.
 
„Ein Herr Eber hat angerufen, er sagt er ist dein Herr und du hast sofort zurückzurufen.“ Sagt Andreas einer der Mitbewohner, und hält mir eine Nummer hin.“ Genau so soll ich es dir sagen.’ Du gehörst mir’.Und er hat gefragt ob du nackt schläfst “
 
„Was hast du  gesagt?“
 
„na das du nackt schläfst, tust du doch auch, ich weiß nicht wie man so schlafen kann.
Ich denke es ist schlimm genug das wir barfuss sind aber du schläfst auch noch nackt.“
 
„Aber ich schlafe in Unterhose.“ „Ach das ist doch dasselbe.“
 
Ich konnte es nicht fassen. Wie ist das passiert.
 
„Nun“, meldet sich nun Kai „willst du deinen Herrn nicht zurückrufen?“
 
„Er wird dich bestrafen wenn du nicht gehorchst.“ Meint  Andreas.
„ja du bist jetzt Gesinde und musst gehorchen“, sagt auch Kai
 
„Was“ echote ich schwach.
„kennst du nicht die Gesindeordnung?“
fragt kai
 
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„Du hast kein Wahlrecht mehr, der Herr darf dich schlagen, du kannst in Naturalien entlohnt werden. Du musst immer deinen Herrn zur Verfügung stehen.
Du bist entmündigt.“
Ich sinke zu Boden.
 
Der Berger kommt rein:“ Da du uns nun bald verlässt wirst du den Rest des Tages die Leute bedienen.“
Ein Schlag auf den Kopf beendet meine Lethargie.
Wortlos gehorche ich.
 
Am Abend beschließt Herr Berger mich mit zu sich zu nehmen.
Ein Arbeitreicher Abend steht mir bevor.
 
Ich habe Wäsche gewaschen , den Boden geschrubbt, Die Familie Berger bedient.
 
Berger führt mich zu meiner Kammer.
Ich weiß ich muss dich nicht anketten, wie es sich eigentlich gehört.
Aus prinzip damit du dich schlecht fühlst, die ganze nacht.
Hör zu dein meister heißt Herr Kahn. Du wirst am Telefon seinen Kunden zu willen sein.
Er duldet nicht das seine Lustdiener etwas besitzen. Du wirst also nackt in seinen besitz kommen. Du wirst den Dienstboteneingang nehmen und nach deinem Herrn fragen.
Dann wirst du zu ihm gehen, und dich ihm unterwerfen. Denke nicht du besitzt doch noch was, nämlich deinen Körper oder deine Seele .  Nein alles gehört ihm.
Und er wird sie benutzen deinen Körper und deine Geist und deine Seele.
Nie wieder wirst es dir erlaubt sein durch eine Wald zu gehen. Eine Meinung zu haben.
Oder etwas zu wollen. Es ist sein Konzept das du als Sklave lebst und stirbst.
Das macht seine Kunden an.
Wenn du dich weigerst wirst du gefoltert. Es ist dir nicht erlaubt einen eigenen Willen zu haben. Aber es wird nur Telefonbenutzung sein. Du wirst dich bemühen ihm viel Geld einzubringen.“
Nun stehe ich vor meiner Pritsche. Lange denke ich über mein Scicksal nach.
Ja, ich bin ein Lustsklave jetzt. Aber eigentlich hat es nicht gestört den Herrn Kahn zu befriedigen.
Ich denke an meinen meister der mich entrechtet hat. Der das Recht dazu hatte.
Ich denke daran wie er mich am Telefon missbrauchte.
So was macht man mit mir, denke ich. Immer wieder.
Völlig angezogen liege ich auf dem Bett.
Ich schraube mich hoch.
Und beginn mich auszukleiden.
Als ich bis auf die Unterhose ausgezogen bin, verharre ich.
Aber was bin ich schon, Mein Herr wird mich missbrauchen, und es gefällt ihm das ich nackt schlafe. Ein Lustsklave bin ich. Ich habe kein recht mich wie ein Mensch zu fühlen.
Voller Unbehagen ziehe ich auch die Unterhose runter.
Aber was solls man ist was man ist, ich spüre die Demut.
Kein Mensch würde so etwas machen. Ich denke an meinen Herrn der mir das gestern befahl.
Der mich als Lustknabe ausbeuten wird.  Scham, Demut, aber auch  Wut.
Ich merke mir diese Gefühle, wie soll ich sie in Worte fassen.
Lange stehe ich völlig nackt vor dem Bett.
Endlich lege ich mich hinein.
Es ist es gar nicht anders.
Auch nackig fühlt man sich schlechter als mit Unterhose .
Aber dann drehe ich mich um, und der Penis fliegt herum.
Das ist es, das ist schlimm.
Hochroten Kopfes. Denke ich, schieße ich aus dem Bett und greife nach meiner Unterhose.
Will sie schon anziehen, aber ist das richtig, Ein Lustknabe bin ich. Und es ist nicht schlimm.
Ich diene richtigen Menschen mit entfalteter Persönlichkeit.
Die wurden nicht als 12 jähriger bespuckt. Sie würden sich wohler fühlen.
da geht die Tür auf. Herr Berger steht vor mir.
„Was ist den das, ein Nackedei.“
Das licht blendet mich. Aber die Demütigung  ist schlimmer.
Es zieht sich zusammen in mir.Mein Blut schießt in meinen Kopf, und in meinen bauch fühle ich ein Loch.
In der Hose von Berger tut sich eine große Wulst auf.
„jetzt zeige ich dir was man mit dir machen kann.“
 
Er zog seine Schlafanzugs Hose runter.
Da stand er.
„Es ist Zeit unterwürfig zu werden.“
„Ernst was machst du da. Du betrügst mich mit einem Knaben ?“ Die Frau Berger rettet mich.
„Knabe, das ist doch nur ein Stück Dreck von der Strasse.“
Doch sie zieht ihn raus.
 Und wenn sein Herr erfährt das du ihn benutzt hast ? Was dann?“
Die Tür fiel zu. Ein Schlüssel drehte sich.
Ich greife nach der Unterhose. Schon ist sie an.
„Finger weg von der Unterhose. Wag es nicht wie ein Mensch zu schlafen. Übe dich in Demut. Je früher du deinen Willen aufgibst desto früher wird dein Herr den maximalen Profit aus dir rausholen. Und du weist du musst deinen Herrn ehrergiebig gehorchen, seinen Nutzen mit ganzer Kraft mehren. Also übe dich in Demut, ich werde das nicht kontrollieren.
Aber denke daran das nur lebst um deinen Herrn Geld einzubringen. Du hast keine Würde und keine Rechte. Und wenn dein Herr dich benutzt freue dich, dass dir deinen Herrn  hilft zu erkennen was du bist.
Also, ich erwarte, dass du deinem Herrn ein guter Sklave bist.
 
Sklave war ich jetzt. „ich bin keien Hure“ schrie ich.
Die Tür wurde wieder aufgeschlossen.
„Wieso bist du nicht nackt ? Na gut ich zeige die was du bist.“
Wieder zog er die Hose runter.
„Senke deinen blick“
Ich gehorche.
„Unterwürfigkeit macht die Sache  natürlicher, breite die Arme aus,
Schüttle nun diesen Fetzen ab.“
Ich kann nicht sagen wie ich mich fühle.
Kann es nicht beschreiben, diese Scham und ich kann nichts tun,
Es tobt ein Sturm in mir. Wellen schlagen durch meinen Körper.
Ich fang an zu zucken. Das muss aufhören. Widerliches gefühl.
Mein eigener Körper quält mich.
Ich kann es nicht abstellen. Das Zucken hilft ein wenig.
Durch die Zuckungen fällt die Unterhose hinab.
„Auf die Knie“sagt ein sichtlich zufriedener Peiniger.
Ich falle vor ihm auf die Knie.
„Wenn er drin ist wirst du dich nicht bewegen, und du wirst sehen, das ist einiges drin.“
„Aa-aber dann wird es schlimmer, ich kann nicht aufhören mit den Zuckungen.“
Allein der Gedanke mich gegen diese wellen nicht stemmen zu können, zu dürfen,
unvorstellbar. Die Wellen wurden noch energischer. Sie machten mich wahnsinnig.
 
„mein Penis ist auf deinem Gesicht, du Hund kniest vor mir, und du wagst es mich anzusprechen!
Natürlich wird es schlimmer. Ich will dich leiden sehen., leiden.
Das macht mich an.“
Also leide jetzt , du musst dir mühe geben das es möglichst schlimm ist.
Das ist deine Pflicht.“ Sagte er zärtlich.
Dann war er drin. Ich reduzierte meine Zuckungen .  Und dann kommt es raus.
Es schmeckt widerlich, Wie es richt.
Oh diese Erniedrigung Die Wellen peitschen schlimmer als zuvor.
Dann war es vorbei.
Aber die Wellen blieben.
Du wirst das noch eine Weile so fühlen.
Ich will dass du noch möglichst lange leidest.
Du bleibst nackt, und bewegst dich möglichst wenig.
Allein der Gedanke dass du deinen Willen folgst macht mich krank.
Also leide, denk daran dass du nur so gehorsam bist.
Und wenn ich dann komme morgen früh wenn meine Frau weg ist wird es erst wirklich schlimm. Wenn du nicht nackt bist wenn ich morgen komme und nicht vor Angst und entsetzen schlotterst, wenn ich nicht sehe das du leidest, werde ich weniger Spass haben.
Du wirst doch unterwürfig gehorchen. Sonst wird es nicht schlimm, und ich bin unbefriedigt.“
Und weg ist er.
 
Natürlich zog ich mich wieder an.
Aber dann  frage ich mich, was passiert wen er morgen kommt um mich zu benutzen,
und ich war nicht gehorsam?
Also zieh ich mich aus.
Dei ganze Zeit zucke ich wie Wahnsinnig die Wellen weg.
Ja das hilft.
 
Da ging die Tür auf.
„Prima, wie ich sehe nimmst du deine Pflichten sehr ernst. Sklave.
Du wirst morgen zu deinen Herrn fahren. Ganz normal mit den Zug.
Du wirst während der fahrt die Gäste im Sallonwagen bedienen.
Dann wirst du in Frankfurt aussteigen und eilig  zu deinem Herrn gehen.
Las die nicht einfallen den Eingang  zu nehmen.
Du benutzt in Demut den Dienstboteneingang.
Dann  meldest du dich bei der Rezeption.
Ich weiß du wirst das alles tun, was ich die befehle.
Nicht weil die Polizei dich einfangen wird, nein.
Aus 2 Gründen: 1. Weil dein Herr dann auf Einnahmen verzichten müsste.
                  Und 2.  Weil du zum Opfer geboren bist.
 
"Sie werden mich morgen nicht…" frug ich mit zittriger Stimme
 
„ nein du Dummkopf, ich muss zur Arbeit. Gute Nacht Junge.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Kommentar(e)

... ist so viel falsch, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll:
Der Hintergrund ist lausig nachvollziehbar, vor allem in Bezug auf die zeitlichen Relationen! Die sprachliche Komponente dieser Geschichte kann getrost unzureichend genannt werden! Einfach irgendwelche Quelltexte aus "Wikipedia" abzukopieren, ohne sie auf ihre Wahrhaftigkeit zu prüfen - denn auch Wikipedia ist durchaus fehlerbehaftet - muss man armselig nennen! Die Schreibtechnik mit diesen Ein-Satz-Absätzen mutet einfach nur schrecklich an, weil alles total abgehackt wirkt! Aber der Gipfel von diesem ganzen Machwerk ist die absolute Emotionslosigkeit! Da wird alles heruntergebetet, wirklich tiefe Einblicke sind so gut wie nicht vorhanden!
Mich über die ganzen Fehler in Orthografie und Grammatik auszulassen, halte ich in Anbetracht auf die viel markanteren, von mir soeben aufgezählten Diffizite, als überflüssig.
Kurzum, das Geschribsel da oben ist absolut nicht lesenwert! Ein Stern, weniger geht nicht!

nehme ich den Protagonisten als denjenigen, der das geschrieben hat, passt es zumindest grammatikalisch zu ihm. Allerdings, Gefühle hast Du wirklich nicht rübergebracht.
 

Ich möchte die vernichtende Kritik relativieren. Der Autor zeichnet ein beklemmendes Bild einer neoliberalen Gesellschaft. Er lässt einen Protagonisten der Unterschicht in Ich-Form erzählen, und zu diesem Protagonisten passt die Erzählform mit den simplen Hauptsätzen durchaus. Insgesamt wirkt der "Bericht" dadurch authentisch. Und die Internet-Links machen ihn eigentlich noch authentischer. Klar, man hätte ein wenig zusammenfassen statt nur kopieren können.
Negativ finde ich die Formatierung mir den vielen unmotivierten Absätzen und den langen Abständen. Und man sollte kürzen. Am Anfang entsteht eine beklemmende Spannung, aber nach dem ersten Drittel kommt Langeweile auf. Ich denke, wenn man die Geschichte um die Hälfte kürzen und etwas weniger lieblos formatieren würde, wäre sie ziemlich gut.