Von 24/3 zu 24/7 Teil 11

"Klappentext"

Ein Napf und ein Halsband müssen her.

 

Teil 11

Endlich fahren wir los, wohin, er weiß es sicher. Sprechen scheint nicht nötig zu sein. Ich würde mich gern etwas unterhalten, aber die Sprecherlaubnis von heute Früh, gilt wohl kaum mehr, und so schweige ich lieber von selbst, bevor ein Knebel dafür Sorge trägt.

Mir kommt es vor, als ob wir Stunden durch die Gegend fahren würden, aber es waren wohl gerade mal 15 oder zwanzig Minuten. Das Sitzen ist nicht gerade bequem. Ich spüre noch immer deutlich die Bestrafung von gestern und der Plug, tut sein Übriges, der sich bei der kleinsten Bewegung oder Unebenheit der Straße, immer tiefer in mich zu schieben scheint.

Endlich fährt er auf einen kleinen Parkplatz, vor einer Zoohandlung. Ich ahne schon, dass er mir nun wirklich einen Napf kaufen wird.

„Station Nummer eins. Du wirst dir jetzt einen Napf kaufen, da du wohl unheimlich darauf stehst wie ein räudiger Köter zu fressen“.

Seine Worte treffen mich hart, aber steigern gleichzeitig meine Lust. Diese derbe Sprache macht mich auch noch an, kann sowas sein.

„Ja Herr“.

„Moment, das ist noch lange nicht alles. Natürlich braucht so eine läufige Hündin, auch ein richtiges Hundehalsband. Ich bin mir sicher, dass die hier eine große Auswahl haben. Am besten fragst du mal die Verkäuferin danach, welches dir am besten steht. Ach nein, am besten ich komme gleich selbst mit in den Laden, du machst das ja so wie so nicht richtig“.

Nein, nein was hat er vor, das kann doch nicht sein Ernst sein, oder etwa doch. Ich soll mir ein Halsband aus dem Tierbedarf kaufen. Zu was gibt es denn unzählige SM-Shops, da findet sich doch bestimmt etwas Besseres und viel Schöneres für mich. obwohl ich im Geiste noch immer drüber nachdenke, ob es wirklich richtig ist, was ich heute zum Frühstück gefordert habe, bin ich schon längst aus dem Wagen ausgestiegen. Er geht voran und hält mir diesmal sogar die Tür auf.

Es ist nur ein kleines Fachgeschäft für Tierbedarf, trotzdem scheint es alles zu haben, was die besten Freunde der Menschen so brauchen. Egal ob es sich dabei um Hunde, Katzen, Vögel, Fische oder sonstiges Getier handelt. Der Laden scheint vollkommen verlassen zu sein, niemand ist zu sehen und ich hoffe schon, dass das Personal gerade mit etwas wichtigem beschäftigt ist. Man kennt ja solche kleinen Läden, hier wird der Service noch groß geschrieben und jeder Kunde individuell und fachkundig betreut. Leider ist das genau das, was ich gerade überhaupt nicht möchte.

Schon öffnet sich eine Tür im hinteren Bereich des Geschäfts und eine Verkäuferin kommt uns entgegen.

„Guten Tag, kann ich ihnen behilflich sein“.

Am liebsten würde ich einfach mit „Nein“ antworten, aber ich bekomme keinen Ton heraus. Dafür übernimmt das Benjamin für mich.

„Ja in der Tat, das könnten sie. Meine Freundin hier sucht einen schönen Hundenapf, aber kein solches billig Teil aus Plastik oder so, es sollte schon was richtig robustes sein. Etwas das unkaputtbar ist“.

„Ah verstehe, sie haben wohl einen ziemlich wilden Hund zuhause“.

„Ja kann man so sagen. Eine manchmal ziemlich unerzogene und wilde Hündin ist sie schon“.

Hilfe, hilfe, ich will weg. Hätte ich doch nur meinen Mund gehalten. Jetzt wird mir die Rechnung für meine Fantasien vor Augen geführt. Ich will nur noch raus aus dem Laden. Allerdings ist der Laden ziemlich klein und die Gänge eng. Vor mir steht die Verkäuferin und hinter mir mein Herr, der mich so furchtbar demütigt. Da ist kein Entkommen möglich.

„Am besten, sie beide kommen mal mit darüber in die Ecke. Wir haben eine große Auswahl an Edelstahl Näpfen. Die sollten wohl nicht gleich zerbrechen oder sich verbiegen, die können schon was ab. Ich darf mal voran gehen“.

Ich will mich nicht bewegen, will nur hier stehen bleiben und mich ganz klein machen, aber mein Herr schiebt mich vor sich her, immer der Verkäuferin nach. Sie ist hübsch und hat ungefähr mein Alter, was die Sache für mich nicht gerade leichter macht. Was wohl passiert, wenn sie erfährt, dass wir gar keinen Hund haben.

„Wie sie sehen haben wir vier verschiedene Formen von Stahlnäpfen. Welche Form ihnen zusagt, das müssen sie schon selbst entscheiden. Von der Haltbarkeit sind alle gleich. Sollten sie sich allerdings für unser Premium Model entscheiden, so graviere ich ihnen auch noch den Namen ihrer Hündin, ganz um sonst, in den Napf“.

„Zeigen sie doch mal her“.

„Aber gerne“.

Schnell hat die junge Dame einen glänzenden Napf in der Hand und zeigt ihn uns beiden. Benjamin fackelt auch nicht lange und greift nach dem Ding.

„Der ist aber ganz schön schwer“.

„Sie suchen doch auch etwas, das richtig lange hält und da ist dieser genau der Richtige. Er ist ziemlich massiv, deshalb auch das große Gewicht. Die billigen, dünnen aus Blech sind doch gleich verbogen“.

„Sicher haben sie Recht“.

„Natürlich hat Qualität auch seinen Preis. 50 Euro kostet dieses Modell schon, aber dafür bekommen sie auch Made in Germany“.

„Na was meinst du Schatz, gefällt der dir“.

Wo verdammt ist hier nur das Loch, in dem ich versinken kann. Der Boden müsste sich auftun und mich einfach verschlucken.

„Schau doch Schatz, wenn wir hier noch den Namen eingravieren, macht der bestimmt eine Menge her“.

Um der Peinlichkeit irgendwie ein Ende zu machen, nicke ich nur kurz. Der Verkäuferin fällt wohl langsam auf, dass mit mir etwas nicht stimmt und schaut mich etwas seltsam an.

„Geht es innen gut, sie sind ja ganz rot im Gesicht“.

Muss es immer noch schlimmer kommen. „Nein, alles in Ordnung“ gebe ich ganz leise und mit krächzender Stimme von mir. Mein Mund und mein Hals sind ganz ausgetrocknet.

„Soll ich innen vielleicht ein Glas Wasser bringen, sie scheinen großen Durst zu haben“.

Tatsächlich könnte mir das etwas helfen und wieder gebe ich nur ein Kopfnicken von mir.

„Ich bin sofort wieder da“.

Sie verschwindet durch die Tür aus der sie vorhin gekommen ist und ich bin alleine mit meinem Herren im Geschäft.

„Streng dich mal ein bisschen an Sklavin, so macht das doch gar keinen Spaß“.

Ich sollte ihn anflehen, dass wir gehen, bevor die Frau zurück ist, aber stattdessen antworte ich nur mit „Ja Herr“. Das ist alles so furchtbar peinlich, aber irgendwie auch erregend. Schon geht die Tür wieder auf und die nette Frau reicht mir ein Glas mit Wasser. Ich bin so ausgetrocknet, dass ich es auf einmal austrinke. Da staunt die Frau nicht schlecht, sagt aber nichts dazu.

„Suchen sie sonst noch etwas“.

„Wir brauchen noch ein Halsband“ sagt mein Herr wie aus der Pistole geschossen.

„Auch hier haben wir ein gut sortiertes Sortiment vorrätig. Da drüben an der Wand sind alle aufgehängt die wir hier haben. Sollte ihnen davon aber keines zusagen, so können wir auch gerne einmal im Katalog nachschauen. Wenn ich bis 14 Uhr noch bestelle, ist es morgen schon da“.

„Ich denke, wir schauen erst mal was sie da haben, nicht wahr Schatz“.

Noch immer bringe ich kein Wort über meine Lippen. Immerhin kann ich mich schon mal wieder von selbst bewegen und gehe zu dem Wandregal, auf welches die Verkäuferin verwiesen hat. Ich weiß, dass ich aus der Nummer nicht mehr raus komme, bevor ich mir nicht auch noch ein Halsband ausgesucht habe.

„Wenn es ihnen recht ist, könnten sie beide ja erst mal schauen und ich graviere derweil den Napf“.

„Aber gerne“ antwortet mein Meister wieder.

„Wie heißt den ihre Hündin“ möchte die Verkäuferin jetzt noch wissen.

„Andrea“ lautet die Antwort meines Herrn. Ich glaube, dass ich jeden Moment in Ohnmacht falle. Mir ist heiß und kalt zur selben Zeit. Mein Herz rast und scheint mir bis hinauf zum Hals zu schlagen. Ich greife einfach nach irgendeinem Halsband vor mir und will mich schon auf den Weg zur Kasse machen, damit wir endlich aus dem Laden verschwinden können. Plötzlich und völlig unerwartet breiten sich starke Wellen in meinem Unterleib aus. Ein heftiges Vibrieren das von meinem Po ausgeht. „Ahhh, mhhh“ ist das schön. Doch so plötzlich wie es da war, ist es auch wieder verschwunden. Habe ich mir das alles nur eingebildet, nein, das kann nicht sein.

„Komm wieder hier her Sklavin.“ Er war es, ich weiß nicht wie, aber er war für diese kurzen aber wundervollen Gefühle verantwortlich. Ich dreh mich also wieder um und gehe die paar Schritte zu ihm zurück.

„Ich sollte dich vielleicht mal kurz aufklären. Das was da in deinem Arsch steckt, ist kein stink normaler Plug. Ich kann diesen genau wie das Vibroei von letzter Nacht mit einer kleinen Fernbedienung steuern. Es ist ein äußert ausgeklügeltes belohnungs und bestrafungs Equipment. Das hat mich eine ganz schöne Stange Geld gekostet, aber du weißt ja, für dich ist mir nichts zu teuer. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass ich es bei dir gut gebrauchen könnte. Leider hatte ich damit wohl mehr als Recht. Das was du gerade gespürt hast, war aber eine kleine Belohnung. Ich wollte dich nur auf dieses Teil aufmerksam machen. Denn es kann nicht nur belohnen, sondern auch in etwa so bestrafen“.

„Aua“ ein kurzes heftiges Zwicken an meiner Rosette, beinahe so, als hätte dort jemand mit der Gerte zugeschlagen. Langsam begreife ich, dass er mich mit dem Teil voll unter Kontrolle hat.

„Das war nur eine ganz leichte Strafe. Sicher möchtest du nicht die anderen Stufen ausprobieren, oder täusche ich mich da“.

„Nein Herr, nein bitte nicht, ich gehorche“.

Ich sollte ihn verfluchen, dass er das mit mir macht, aber dass er in der Lage ist, mich so zu kontrollieren, lässt meinen Schritt schon fast wieder überlaufen vor Nässe. Ist das nicht genau das was ich wollte, ihm völlig ausgeliefert und unterworfen zu sein. Ihm so unterstellt zu sein, dass er alles für mich entscheidet, ist das noch normal. Keine Ahnung ob das normal ist, aber geil ist es ganz sicher.

„Dachte ich mir schon, dass du darauf verzichten kannst. Und jetzt suche dir gefälligst ein schönes Halsband aus, das dir auch passt. Denn das in deiner Hand ist wohl eher für ein Schoßhündchen gedacht“.

Ganz langsam hebe ich meine Hand um mir das Halsband, das ich einfach willkürlich ausgewählt habe, auch einmal anzusehen. Er hat Recht, das würde ich niemals um meinen Hals bekommen, es ist wohl eines der kleinsten welches sie hier haben. Mein Herr legt seinen Arm über meine Schulter und drückt mich liebevoll an sich. So fühle ich mich wohl, gut behütet und beschützt, das gefällt mir.

„Schau mein Hündchen, die Auswahl ist wirklich groß für so ein kleines Geschäft. Ich denke. die dort aus Kunststoff können wir getrost vergessen, die gefallen mir auf keinen Fall. Also bleiben noch die hier aus Leder, mit oder ohne Stickereien, oder so eine richtige Kette. Was würde dir besser gefallen“.

Nein, eine Kette will ich nicht, zu frisch sind noch die Erinnerungen an die schwere Kette der letzten Nacht, welche mich würgte und fest darin hinderte, gewisse Räume betreten zu können. Dass er mich als sein Hündchen bezeichnet, gefällt mir sogar richtig gut. Langsam glaube ich, dass ich verrückt werde, je größer die Erniedrigung, desto größer die Erregung in mir.

„Bitte eines aus Leder Herr“ langsam gewöhne ich mich wohl an die extreme Situation, ich kann sogar wieder ganze Sätze formulieren.

„Da hast du dir aber was vorgenommen. Das sind bestimmt zweihundert Stück und keines sieht aus wie das andere. Ich denke, wir sollten so eines mit schönen Stickereien nehmen“.

„Ja Herr“ aber welches. Selbst jetzt sind wahrscheinlich noch etwa 150 übrig. Die gestickten Bilder sind Teils verschieden und in unterschiedlichen Farben gehalten und durch Verwendung eines anders farbigen Leders ist wohl wirklich kein Halsband zweimal vorhanden.

„Sehen sie, ich habe den Namen in den Napf graviert, sieht das nicht gut aus“.

Völlig überraschend ist die Verkäuferin zurückgekehrt, da sie mit dem Gravieren fertig ist. Ich muss trotzdem mehrmals genau hin sehen, bis ich begreife, dass da mein Name eingeritzt in silbern glänzendem Metall steht.

„Haben sie schon ein Halsband gefunden“.

„Die Auswahl ist ja nicht gerade klein, vielleicht könnten sie meine Freundin mal beraten“.

„Aber natürlich gerne doch“.

Mein Herr löst seine Umarmung und geht langsam weg. Dafür fängt die Verkäuferin sofort an, für mich äußerst unangenehme Fragen zu stellen.

„Was haben sie denn für eine Rasse“. Was soll ich darauf schon antworten, eine menschliche wäre wohl richtig.

„Keine Ahnung, tut mir leid“ sage ich stattdessen leise zu ihr.

„Macht nichts, ich nehme aber an, dass ihre Hündin ziemlich groß und kräftig ist“.

„Ja“, obwohl ich mich schon etwas entspannter fühle, gelingt mir immer noch nicht besonders viel und gerade jetzt, wo sie diese Fragerunde eröffnet, schleicht mein Herr mitten durch den Laden und lässt mich mit ihr alleine zurück.

„Wie groß ist sie denn“. Mein Gott, sie steht vor dir du hohle Nuss, stell doch bitte keine solchen Fragen mehr.

„Ziemlich groß, wahrscheinlich so groß wie …, so wie ich, etwa“.

„Na da haben sie sich aber eine riesen Hündin ins Haus geholt. Sind sie die Besitzerin, oder ihr Freund“.

Er besitzt mich, sollte ich wohl sagen. „Ich suche nur aus, er ist der Besitzer“ versuche ich irgendwie halbwegs vernünftig zu klingen.

„Bei so einer großen Hündin, kommen wohl nur diese Halsbänder hier und hier in Frage. Das sind die größten die wir da haben“.

Endlich kommen wir der Sache näher, übrig bleiben etwa noch zwanzig Stück, wenn ich das richtig einschätze.

„Gerne werden Halsbänder ausgesucht, die als Hauptfarbe die lieblings Farbe des oder der Besitzerin aufweisen. Was ist ihre lieblings Farbe“.

„Grün“ ich hoffe nur noch, dass ich endlich ein Halsband in die Hand bekomme und verschwinden kann.

„Wie wäre den das hier. Grünes Leder mit einem weißen Dekorband, welches mit blauen Enzianblüten bestickt ist“.

Ich möchte schon sagen, dass ich dieses nehme, als sich der Arm meines Herrn wieder um mich legt. Er hat seinen Streifzug durch den Laden also beendet und weiß der Geier, nach was er gesucht hat.

„Ich weiß nicht. Wenn ich das richtig sehe, haben sie hier mehr Halsbänder die mit Enzianblüten verziert sind. Wir beiden möchten aber wenn möglich etwas ganz besonderes, die Farbe spielt dabei weniger eine Rolle. Oder Schatz, meinst du nicht auch“.

Er hat für mich gesprochen und was sollte ich schon dagegen sagen. „Ja sicher, ganz wie du meinst“. Jetzt wo sein kräftiger Arm mich wieder gegen seinen Körper drückt, gewinne ich auch an Stärke zurück.

„Sie suchen also etwas ganz außergewöhnliches. Mal sehen, ich hatte da doch mal noch eins“.

Die Frau schaut jedes Halsband einzeln kurz an, bis sie gefunden hat, wonach sie sucht. „Da haben wir es ja“. Mit diesen Worten nimmt sie bestimmt zehn Bänder von ihrer Halterung am Regal und legt diese ab. Nur das letzte zeigt sie uns jetzt.

„Das ist mal was anderes. Schwarzes Leder mit rotem Dekorband und weißen Rosen. Sehr ausgefallen würde ich sagen“.

„Ja, das gefällt mir“ sagt mein Herr. Was wohl bedeuten soll, dass es mir auch zu gefallen hat. In der Tat finde ich es aber auch nicht mal so schlecht. Die weißen Rosen auf dem roten Stoff machen schon was her. „Ja, mir auch“ gebe ich leise von mir.

„Dann nehmen sie es“, möchte die Verkäuferin nun wissen.