Svenja - 1 Jahr als Sklavin eines Lords Teil 18

"Klappentext"

Leider hat es sehr, sehr lange gedauert bis ich den nächsten Teil fertig hatte, aber hier ist er. Hoffentlich gefällt er euch...

Svenja war extrem verunsichert. Sie wußte nicht genau, wie sie sich die Begrüßung vorgestellt hatte, aber das war ihr doch zu trocken. „Steh bitte auf, lass ansehen“ Das klang schon eher nach seiner Lordschaft. Svenja erhob sich, stellte sich breitbeinig mit den Händen in Nacken hin um sich betrachten zu lassen. Der Lord räusperte sich.

 

„Sieh mich bitte an!“ Das klang schon viel mehr nach der Stimme des geliebten Mannes. Sie hob langsam den Blick und sah ihm in die Augen. Sir Cedrics Augen waren irgendwie feucht und er konnte nur ein leises „Svenja...“ stammeln.

 

Doch damit war der Damm gebrochen, er nahm sie in die Arme und drückte und herzte sie und ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Auch Svenja schluchzte herzhaft in seinen Armen. Nach etlichen Minuten trennten sie sich wieder und der Lord drehte sich kurz weg um seine Augen zu wischen und die Nase zu trocknen. Da Svenja nichts bei sich hatte blieb sie wie sie war.

 

„Nun lass dich wirklich ansehen“ meinte der Lord und Svenja nahm wieder die dazu gelernte Position ein. „Dreh dich langsam“ war das nächste Kommando des Lords, der sich wohl wieder ziemlich unter Kontrolle hatte. „Du siehst unheimlich gut aus und die neuen Ringe passen exzellent!“ Svenja war stolz, blieb aber emotionslos, wie sie es gelernt hatte.

 

„Nun, meine Liebe, wir haben da allerdings ein Problem, das wir lösen müssen. Dein Vertrag mit mir ist abgelaufen und ich habe kein Recht mehr auf dich. Du musst dich auch nicht mehr vor mir entblößen und auch keinen meiner Befehle mehr gehorchen. Daher bitte ich dich deine Kleidung wieder anzulegen, wir werden um 19 Uhr speisen und danach werden wir entscheiden ob du weiter bei mir bleiben möchtest und zu welchen Bedingungen. Denke bitte darüber nach. Wenn du dich für deine Freiheit entscheiden solltest bekommst du ein Flugticket dass dich in den nächsten Tagen nach Hause bringt. Ich werde dann allerdings nicht mehr da sein. Falls du dich entscheiden solltest bei mir zu bleiben, werden wir eine völlig neue Form von verträglicher Bindung eingehen müssen. Also denke bitte in deinem Zimmer darüber nach. Wir sehen uns um 19 Uhr!“ Sprach’s, drehte sich um und ging.

 

Svenja blieb völlig verwirrt zurück. Wollte er sie nicht mehr? Er hatte ja nichts gesagt ob er gerne hätte wenn sie bliebe oder ob es ihm lieber wäre sie ginge? Svenja stand wie gelähmt, sie verspürte eine unheimliche Angst, wie sollte es weiter gehen? Dabei hatte sie sich so auf das Wiedersehen gefreut und anfänglich sah es ja auch gut aus. Seine Lordschaft war richtig gerührt gewesen.

 

Langsam, traurig und komplett verwirrt trottete Svenja den Weg zum Haus allein zurück. Als sie in ihrem Zimmer angekommen war stellte sie fest dass ihre Koffer nicht ausgeräumt wären. Sollte sie nichts mehr ausräumen? Svenja fiel auf das Bett und brach in ängstliches Weinen aus.

 

Kurze Zeit darauf betrat Maria das Zimmer und fand ihre Herrin weinend vor. Sie legte sich zu Svenja auf‘s Bett, streichelte sie und meinte alles werde gut werden. Seine Lordschaft habe ihr aufgetragen Svenja heute Abend besonders hübsch zu schminken, es wäre „etwas Besonderes“ zu erwarten.

 

Svenja könnte sich nicht beruhigen. Sie wusste einfach nicht wie sie sich verhalten sollte. Sollte sie überhaupt zum Abendessen erscheinen? Oder sollte sie Seiner Lordschaft durch den Butler ausrichten lassen sie fühle sich nicht wohl? Da erwachte dann doch die alte Kämpferin in Svenja und die Worte ihres Großvaters fielen ihr ein: Mädel, du kannst einen Brief aufgeben, aber niemals dein Leben und deine Liebe!

 

Sie stand vom Bett auf, duschte sich ausgiebig und nahm sich vor, den „Stier heute Abend bei den Hörnern zu nehmen“. Auch so ein Ausspruch ihres Großvaters, eines alten, pommerschen Gutsbesitzer. Und genau so wollte sie es machen. Wenn das Ganze schon enden sollte dann mit Stil. 

 

Maria hatte extra für den Abend ein mitternachtsblaues Abendkleid  vorbereitet, das farblich ausgezeichnet zu ihren blonden Haaren passte. Sie schminkte sie dezent, achtete aber darauf, dass man ihre verweinten Augen nicht erkennen konnte. Svenja sah sich im großen Ankleidespiegel an, drehte sich mehrmals und fand dass sie eigentlich „ganz brauchbar“ aussähe. Maria erschrak, was denn an ihrem Look nur „brauchbar“ wäre. Aber Svenja beruhigte sie, es wäre eine Untertreibung gewesen, sie sah wirklich zum Anbeißen aus.

 

Pünktlich um 18:59 stand sie vor dem kleinen Speisezimmer, wo der Butler bereits wartete und ihr mit einer tiefen Verbeugung die Tür öffnete. Seine Lordschaft erhob sich als Svenja den Raum betrat, wobei betreten nicht der richtige Ausdruck war, sie erschien...

 

Philip, der Butler richtete ihr den Stuhl, an dem diesmal kein Dildo befestigt war, wie beim Essen in Mahé. „Meine Liebe, ich freue mich dass du so pünktlich bist. Lass uns essen und danach alles weitere besprechen. Bist du zu einer Entscheidung bezüglich deiner oder einer gemeinsamen Entscheidung gekommen?“ Sir Cedric sprach im lockersten Plauderton. „Ja, Sir Cedric, ich habe meine Wunschentscheidung getroffen!“ Svenja sprach mit fester Stimme, was beim Lord das Hochziehen einer Augenbraue auslöste.

 

Jetzt war er verwirrt. Da hatte nicht seine unterwürfige Sklavin gesprochen, das war die typische Antwort einer Frau, die weiß, was sie will. Und Svenja wusste was sie wollte. Sie liebte den Lord und konnte sich nichts schöneres vorstellen als auch in Zukunft als seine Sklavin da zu sein, ihm einfach nur zu dienen. 

 

Während die Vorspeise, ein köstlicher Krabbencocktail, aufgetragen wurde sprach Seine Lordschaft kein Wort, was eher atypisch war, liebte er doch den Smalltalk beim Essen. 

 

Zum Hauptgang wurden Steaks vom argentinischen Rind serviert. Svenja liebte Steaks, der Lord wusste das. War das eine Anspielung dass er ihr eine Freude machen wollte? Oder war es einfach nur ein köstliches Abschiedsessen? Sie wusste es nicht, ass aber trotzdem mit gutem Appetit.

 

Bevor das Desert serviert wurde hielt es der Lord offenbar nicht mehr aus. Er legte sein Besteck zur Seite, sah Svenja durchdringend an und bat sie, ihm ihre Entscheidung mitzuteilen. Schließlich sei sie eine freie Frau und dürfe ihre eigenen Entscheidungen treffen.

 

Svenja legte ihr Besteck ebenfalls beiseite, sah den Lord durchdringend an und begann: „Da ich eine freie Frau bin darf ich ich völlig frei sprechen?“ Der Lord nickte nur stumm. Philip, der Butler gab Maria ein unauffälliges Zeichen und beide, die bisher stumm bedient hatten, verließen den Raum. 

 

„Nun, Sir Cedric, die Zeit, die ich mit ihnen verbringen durfte, war die schönste Zeit meines Lebens. Ich liebe sie von ganzem Herzen und wünsche mir, mein Leben an ihrer Seite, als ihre Sklavin zu verbringen. Sie sprachen von einem neuen Vertrag, den wir dann abschließen müssten, ich bin mit allem einverstanden. Wenn sie mich noch wollen...“

 

Dann war es mit ihrer Stärke vorbei. Sie begann leise zu weinen. Der Lord räusperte sich, stand auf, ging zu ihr hinüber und reichte ihr ein Taschentuch. Wortlos. Dann begann er:

 

„Svenja, ich danke dir für deine offenen Worte. Lass mich bitte ausreden, es ist für mich nicht einfach was ich jetzt sagen und tun werde. Seit du in mein Leben getreten bist hat sich mein Leben verändert. Du hast es bereichert. Ich befürchtete nach dem Tode meiner ersten Frau nie wieder einen Menschen zu finden, der mich erfüllen würde, den ich ehrlich und innig lieben könnte. Dann traf ich auf dich.“ Svenja sah ihn mit großen Augen an, wagte aber nicht, ihn zu unterbrechen.

 

Der Lord konnte nicht ruhig stehen bleiben und lief aufgeregt auf und ab. „Deine Art hat mich heraus gefordert, deine Demut hat mich unglaublich gerührt, dein Wunsch, mir in allem zu dienen und zu vertrauen hat mich in meinem Innersten berührt.

 

Bevor ich hergeflogen bin hatte ich ein langes Gespräch mit meiner Mutter, der einzigen Verwandten, die mir geblieben ist. Ich habe sie um Rat gefragt und ihr guter Rat half mir, über meine eigenen Schatten zu steigen und folgendes zu tun.

 

Er nahm ein kleines Etui aus seiner Smokingtasche, öffnete es, kniete sich vor Svenja hin und sagte“ Svenja Orner, Gräfin von Schorndorff und Liebenscheidt, willst du mir die Ehre erweisen und meine Frau werden? Der Ring ist der Verlobungsring meiner Mutter und sie bittet dich, ihn als Geschenk anzunehmen!“ 

 

Svenja war wie gelähmt, damit hatte sie nicht gerechnet. Unter Tränen stammelte sie nur immer wieder: „Ja, ja, immer wieder ja!“

 

Kommentar(e)

... Einstieg in eine neue Runde... 

Na ob das für unsere Interessen hier so gut ist?

Im Prinzip hab ich ja nichts dagegen, wenn Svenja ihren Lord heiratet, aber ich fürchte dann ist die Sache zu Ende 

leider etwas zu kurz geraden. Kann nur besser werden.

"Kitschig." "Geht so." - Ich verstehe diese negativen Wertungen so ganz und gar nicht.

Ich finde es Klasse, daß es nach so langer Zeit mit Svenja weitergeht. Um diese Folge 18 einzuordnen, ist es zwingend notwendig, die letzten Teile zu rekapitulieren.

Ich denke, dieses Problem haben viele Mehrteiler (oder sollte ich Vielteiler sagen?), die eigentlich in ihrer Summe Romane sind: es kann nicht in jeder Folge dauernd und in jeder möglichen Variante Sex geben. Ich genieße das Innenleben der Protagonisten.

Ja, es hat sehr lang gedauert mit dieser neuesten Fortsetzung von Svenja. Aber ein großer Teil der Verzögerung war sicherlich auch in den technischen Schwierigkeiten der letzten Jahre begründet. DIe Wirkung von Teil 18 ist ganz anders, wenn er direkt im Anschluß an die 17 gelesen wird (mit der die Lektüre auch nicht starten sollte! Seid nicht so lesefaul!).

Meiner Meinung nach ist es StrengerHerr sehr gut gelungen, der Geschichte, wie sie bisher verlief, einen runden Schluß zu geben. Ob es ein "Zweites Buch Svenja" geben wird, liegt im Ermessen des Autors. Ich würde mich riesig freuen, ich denke, es gibt auch vieles zu schreiben. Strenger Herr ist es aber gelungen, das erste Buch Svenja abzuschließen. Viel zu vielen Autoren ist das bei ihren Geschichten nicht gelungen.

Ich sage also DANKE. Und bitte um eine Fortsetzung im neuen Lebensabschnitt.