Shibari Experience

"Klappentext"

Das hier ist ein kleines Hirngespinst das mir schon länger durch den Kopf schwirrt. Der Club und der Rigger existieren wirklich, der Rest ist reine Fiktion. Ich hoffe es gefällt euch, über ein paar Kommentare würde ich mich freuen. ~ euer LunatiicZ

 

Ich lief durch die Straßen Barcelonas, es waren nicht viele Menschen unterwegs um diese Zeit aber das Ziel kam immer näher. Ich hatte im Hotel fast drei Stunden gebraucht um mich fertig zu machen, um mich komplett in Schale zu werfen. Das enge Latexkleid betonte meine eher zierliche Figur und es war ein Wunder das ich auf den hohen Stiefeln überhaupt laufen konnte. Aber ich hatte versprochen dieses Outfit anzuziehen.

Vor dem Eingang zum Club hing eine unauffällige Tafel, Rosas Cinco, stand in großen Lettern darauf. Die Nervosität stieg in mir hoch, wollte ich es wirklich tun? Jetzt hatte ich immerhin noch die Chance einfach zu gehen, ohne irgendwelche Konsequenzen. Unsicher trat ich von einem Fuß auf den anderen, war ich nicht deswegen extra hierher gekommen? Und dann dachte ich mir, scheiß drauf, du lebst nur einmal und trat durch den Eingang ins Innere des Gebäudes. Vor mir befand sich ein großer hölzerner Tresen mit sechs schwarzen Barhockern davor. Rechts in der Mitte war eine Durchgangstür und daneben konnte man eine Treppe nach oben steigen. Ich setzte mich auf den hintersten Hocker und atmete tief durch. 

Los jetzt, stell dich nicht so an. , meine Innere Stimme wies mich zurecht.

Ich wartete bis der Barkeeper zu mir kam und bestellte eine große Cola, das war das vereinbarte Zeichen. Er lächelte mich verschmitzt an, seine verwuschelten braunen Haare passten perfekt zu den leuchtend grünen Augen, sein Blick hielt mich einige Sekunden gefangen. 

Er wandte sich kurz ab und schenkte ein Glas ein und stellte es mir vor die Nase. 

  "Geht auf's Haus", er zwinkerte mir zu und verschwand dann einen Moment aus meinem Blickfeld. 

Vorsichtig nippte ich an der Cola und ließ meinen Blick durch den Raum schweifen, es war wirklich gemütlich hergerichtet und das Ambiente passte perfekt. Allerdings wunderte ich mich das es so leer hier war, ich hörte nur die leise Musik die aus den Lautsprechern drang aber keine weiteren Stimmen. Vielleicht waren oben ja noch Leute? Ich würde gern nachschauen aber ich hatte gesagt, dass ich hier warten würde. Und außerdem würde ich mir beim Versuch die Treppe mit diesen Schuhen hochzugehen garantiert etwas brechen. Lieber hier sitzen bleiben.

Vor mir tauchte wieder der hübsche Barkeeper auf und ich zuckte kurz zusammen. 

   "Warum so nervös, kleine?", er sah mich fragend an.

   "Naja ich hab mich mit jemandem hier verabredet und.."

  "Er ist nicht aufgetaucht oder was?", er blickte mich mitfühlend an. 

Sollte ich ihm die Wahrheit sagen? Ich überlegte einen Moment, zu verlieren hatte ich ja eh nichts und er wusste bestimmt eh schon bescheid.

  "Nein, er hat mich nicht versetzt. Er kommt bestimmt. Ich weiß nur nicht ob das hier eine gute Idee war oder nicht, irgendwie hab ich ein kleines bisschen Angst.", so, jetzt war es außen. 

Erleichterung durchströmte mich.

Plötzlich packte mich jemand an den Haaren und zog meinen Kopf ruckartig nach hinten.

   "Ich würde sagen, jetzt ist es schon zu spät um auszusteigen aber ich pass auf dich auf, keine Sorge.", er flüsterte mir ins Ohr und hauchte mir danach einen Kuss auf die Lippen.

Ich begann zu lächeln. 

  "Bereit?", er grinste mich förmlich an.

  "Ich hab doch eh keine Wahl mehr, oder doch?", ich zuckte mit den Schultern. 

Er nickte und dann zog er mich ruckartig vom Stuhl hoch. 

   "Genieß es einfach, wir können später reden.", und sein Gesicht wurde ausdruckslos. An meinen Haaren zog er mich in Richtung Treppe, als wir vor ihr standen warf er einen prüfenden Blick zu meinen Füßen und packte mich, nur um mich kurzerhand über seine Schultern zu werfen. So stieg er eine Stufe nach der anderen nach oben.

Dort angekommen ließ er mich wieder hinunter, stellte mich wieder auf den Boden und kniete sich vor mich hin. 

  "Die Schuhe brauchst du erstmal nicht mehr.", und mit diesen Worten streifte er sie mir von den Füßen. Nun stand ich barfuß vor ihm und war deutlich kleiner. Beim aufstehen fuhr er mit seinen Fingern an der Innenseite meiner Schenkeln entlang nach oben und ich hielt kurz die Luft an, ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper. Er richtete sich komplett auf und griff abermals mit seiner rechte Hand in den Nacken. Er drückte meinen Kopf nach vorn, ich hatte keine Chance seinem Griff zu entkommen.  

So schleifte er mich neben sich her in die letzte Ecke des Raumes. Mit Schwung stieß er mich nach vorne und ich landete unsanft auf dem Boden. Erschrocken blieb ich liegen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Vorsichtig blickte ich nach oben, in seine Richtung und erstarrte. Hinter ihm standen einige Menschen, saßen in den bereitgestellten Ledersesseln und sie beobachteten mich, mit so vielen hatte ich nicht gerechnet. 

Ich sah ihn an, und begann zu zittern. Nein, ich konnte das nicht tun, was hatte ich mir nur eingebildet? Die Vorstellung war vielleicht gut aber die Realität? Nein ich konnte das einfach nicht tun.

Er sah mir in die Augen und ich hätte schwören können, dass er genau wusste was ich dachte. Mit langsamen Schritten kam er auf mich zu und kniete sich zu mir. Dann drehte er mich um, sodass ich nur noch ihn und die Wand vor mir sah.

Er beugte seinen Kopf nach vorne und flüsterte mir ins Ohr: "Ruhig atmen und keine Angst, versuch einfach alles um dich herum auszublenden und konzentrier dich nur auf dich und mich, okay? Genieß es. Mach die Augen zu und vertrau mir.", er gab mir erneut einen Kuss auf die Lippen. Ich schloss die Augen, vielleicht würde es ja gar nicht so schlimm werden.

Ich ließ mich von ihm wieder auf die Beine ziehen und er umarmte mich. Seine Hände wanderten über meinen Körper und ich begann mich zu entspannen. Ich spürte wie er nach dem Reißverschluss meines Kleides tastete und wie er begann ihn Milimeter für Milimeter aufzuziehen. Ein komisches Gefühl. Er drehte mich und ich konnte fühlen das er nun hinter mir stand. Er begann meinen Hals zu küssen und ließ das Kleid von meinen Schultern in Richtung Boden gleiten. 

Ich stand nur noch mit einem dünnen Spitzenslip bekleidet dort, und komischerweise störte es mich nicht. Sanft drückte er meine Schultern nach unten und ich folgte seiner Bewegung, kniete mich hin. 

Ich hörte seine Schritte und einen dumpfen Schlag, etwas schleifte über den Boden. Ich erschrak als er meine Hände umfasste und sie zu sich nach hinten zog. Im ersten Moment spannte ich meine Muskeln an, ließ aber gleich wieder locker sonst würde es sehr unangenehm werden. 

  "Lass die Hände wo sie sind. Und verschränk sie schön auf dem Rücken.", seine Stimme hatte etwas beruhigendes, erregendes.

Auf einmal spürte ich an meinem Hals etwas raues, etwas kratziges. Das Spiel begann. Langsam ließ er das Seil hin und her gleiten, wanderte hinab zu meinen Brüsten und reizte damit meine empfindlichen Warzen die sich ihm sofort entgegen streckten. Ein wahnsinnig geiles Gefühl. Er ließ das eine Ende des Seiles los und zog mir den Rest Stück für Stück über die linke Schulter, bis er alles wieder bei sich hatte. Er machte sich an meinen Händen zu schaffen, schlang gekonnt das Seil herum und arbeitete sich dann vor, in Richtung Ellbogen. Mit einem kleinen Ruck verknotete er immer wieder das Seil, ich war ihm ausgeliefert, konnte mich nicht mal mehr einen Zentimeter bewegen. Ich hörte ein leises Klacken über mir und wusste sofort das es ein Karabiner war, es war so weit. Der Moment auf den ich schon ewig gewartet hatte. Einen Augenblick passierte nichts.

Er musste das Seil hindurch gefädelt haben, denn jetzt entstand auf meinen Armen ein immenser Zug der mich wieder ins Stehen beförderte. Es war nicht direkt unangenehm aber ein interessantes, unbekanntes Gefühl. Ich spürte wie er um mich herum ging, immer wieder ließ er seine Hände über meinen wehrlosen Körper gleiten und gab mir leichte Schläge auf den Hintern. 

  "Mach die Augen auf.", er stand vor mir und blickte mich an. Sanft strich er über meine Wange. "Ich werde dich jetzt knebeln, nicht weil du vor Schmerzen schreien wirst sondern weil es einfach schön aussieht, einverstanden?"

Ein leises "Ja" wanderte über meine Lippen.

Aus seiner hinteren Hosentasche zog er ein schwarzes Tuch, welches er mir in den Mund legte und hinter meinem Kopf zusammen band. 

Er griff nach etwas über meinen Kopf, es war das Seil, und zog daran bis ich auf Zehenspitzen vor ihm stand und kaum noch den Boden berührte. 

Mit der einen Hand strich er mir sanft über den Bauch, mit der anderen griff er nach etwas das auf dem Boden hinter mir lag. Er holte es in mein Blickfeld, es war eine lederne Peitsche. Ich zog scharf die Luft ein, in mir verkrampfte sich alles. 

  "Shhh..", vorsichtig ließ er das kalte Leder über meinen Körper gleiten und wartete bis ich mich entspannt hatte. Gerade als ich mich halbwegs an die Berührung gewöhnt hatte holte er aus und schlug mir quer über den Rücken. Ich zuckte zusammen, mehr aus Überraschung als wegen dem Schmerz. 

Er wiederholte das Spiel ein paar mal, setzte so überall dünne rote Linien auf meinem Körper und bestaunte zum Schluss das Ergebnis, ihm gefiel es augenscheinlich. 

Er tauschte die Peitsche gegen ein weiteres Seil und machte sich an meinem rechten Bein zu schaffen. Gekonnt schlang er es um meine nackte Haut und flocht ein schönes Muster darüber. Von seinem Gürtel nahm er einen weiteren Karabiner und hängte ihn zum anderen nach oben. Schneller als ich schauen konnte hatte er das Seil hindurch und straff gezogen, ich hing wie eine Ballerina in der Luft. Mein Bein stand fast senkrecht ab, zum Glück war ich gut beweglich. Er grinste mich schelmisch an. Er griff nach meinem Fuß und kitzelte mich leicht, dann begann er mich an ihm zu drehen, wie eine wahre Ballettänzerin. Er holte sich noch ein weiteres Seil und machte sich an meinem zweiten Bein zu schaffen. Er fing an dem Knöchel an, zog ein paar Runden um meinen Oberschenkel, dann wieder nach unten und winkelte es dadurch einfach an. Mein Fuß berührte meinen Hintern. Unglaublich. 

Er befestigte es an den anderen Seilen und trat dann einen Schritt zurück, ich hing in der Luft, von ein paar dünnen Stricken gehalten. Sanft strich er mir über den Kopf und gab mir einen Kuss, dann griff er an meine Schulter und gab mir einen Stoß, ich begann mich zu drehen. Ich genoss es, er hatte recht mit seiner Aussage gehabt, ich musste mich nur darauf einlassen und es fühlte sich magisch an.

Mein Blick wanderte wieder zu ihm, beobachtete wie er zu einem kleinen Tisch am Rand ging und sich eine Kerze davon nahm, er würde doch wohl nicht das tun? Oder etwa doch? Ich begann mich leicht zu verkrampfen, versuchte mich irgendwie aus den Fesseln zu lösen aber es ging nicht. Mir liefen Tränen über das Gesicht. Nein, ich wollte das nicht. Er kam langsam zu mir zurück und hielt mich inmitten meiner Drehung an. Panisch blickte ich ihm in die Augen, ich begann noch unruhiger zu werden. Mit seinen Fingern wischte er meine Tränen weg.

Aus seiner Hosentasche kramte er ein Feuerzeug heraus und zündete die Kerze an. Ich hielt den Atem an. Er legte meinen Kopf auf seine Schulter und begann sanft durch meine Haare zu streichen, er wollte mich beruhigen. Dann kam der erste Tropfen. Er landete auf meinem Rücken und ich stieß einen kleinen Schrei aus, es tat nicht wirklich weh aber es war ein sehr komisches Gefühl. Er machte weiter. Ein Tropfen nach dem anderen landete auf meinem Körper, er ließ sich Zeit und wanderte mit der Kerze von oben nach unten, er spielte mit mir. Es dauerte etwas bis ich mich daran gewöhnt hatte und es halbwegs genießen konnte und dennoch war ich froh als er endlich zufrieden war, nichts mehr auf meinen Körper tropfte. Er hielt mir die Kerze vor den Mund, lockerte etwas das Tuch und nahm es mir aus dem Mund. Schnell pustete ich die Kerze aus und er legte sie weg. 

Erneut griff er nach den Seilen über meinem Kopf, ich spürte wie er das an meinen Armen lockerte und mich so kopfüber nach unten hängen ließ. Fast sofort konnte ich fühlen wie sich das Blut auf den Weg in meinen Kopf machte und ich konnte nur erahnen wie ich wohl aussehen würde. 

Mein Blick wanderte über die Menschen vor mir. Alle bestaunten sie gespannt das Spektakel, manche konnten sich gar nicht an mir satt sehen. Bei manchen konnte ich die Bewunderung sehen und bei wieder anderen nur entsetzen. 

Ich spürte kaltes Metall an meinem Hals, mir stockte der Atem. Er ließ die Klinge über meine Haut gleiten und alle meine Härchen stellten sich auf. Er arbeitete sich in Richtung Brust vor und entfernte das getrocknete Wachs. Erleichterung durchströmte mich, er hatte doch nichts wahnsinniges vor. Zuzutrauen wäre es ihm. Nachdem er meinen Körper fast vollständig vom Wachs befreit hatte legte er das Messer weg und griff wieder nach den Seilen. Langsam löste er eines nach dem anderen und ließ mich auf den Boden gleiten. Ich blieb einen Moment liegen und schloss die Augen. Ich spürte wie er sich hinter mich legte, mich in die Arm nahm und festhielt.

   "Und war es jetzt so schlimm?"

Ich ließ mir seine Frage durch den Kopf gehen, war es schlimm gewesen? Nein, eigentlich nicht.

   "Es war unglaublich. Dankeschön."

Er drehte mich zu sich herum und gab mir einen Kuss auf die Stirn. 

Dann hob er mich vom Boden auf und trug mich in einen kleinen Nebenraum wo wir alleine waren.

  "Na dann befreien wir dich mal von den Seilen. Oder hast du Lust auf noch ein kleines Spiel?", er grinste mich an, das konnte eindeutig nichts gutes bedeuten.

  "Was hast du vor?"

Er legte mir den Zeigefinger auf die Lippen und ich hörte auf zu reden.

Ein Seil nach dem anderen löste er und band es wieder zusammen. Ich schaute ihm dabei zu. Er war sehr genau in dieser Tätigkeit. Selbst ein blinder würde erkennen, dass er voll und ganz in seinem Element war.

Als er fertig war half er mir auf die Beine, hielt mich noch kurz fest da ich etwas wackelig war.

   "Komm ich helf dir das Kleid anzuziehen.", mit diesen Worten verließ er kurz den Raum und kam mit ihm in der Hand zurück und half mir mich wieder in das enge Latex hineinquetschen. Er lachte.

   "Also raus hab ich dich viel leichter bekommen."

Mit einem letzten prüfenden Blick zog er den Reißverschluss wieder nach oben und strich die Falten glatt.

   "Ich werd dir jetzt nochmal die Hände auf dem Rücken zusammenbinden und dann lass dich überraschen. Es wird dir gefallen."

Ich drehte mich um und legte die Hände wie gerade eben übereinander. Mit geübten Fingern fesselte er sie mir nochmal auf den Rücken und drehte mich wieder um. 

   "So und jetzt gehen wir wieder runter an die Bar. Ich hab gesehen das dir da jemand gefallen hat, ich glaub wir drei könnten später noch eine Menge Spaß zusammen haben."

Mir stieg die Röte ins Gesicht. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Drei. Wir drei. Irgendwie klang es echt falsch aber irgendwie auch echt aufregend. Ich nickte und lächelte.

   "Danke, Jordi. Wirklich. Ich kann gar nicht glauben das ich das getan hab. Aber es war definitiv eine gute Entscheidung.", ich strahlte ihn an.

Er ging mit mir zusammen zurück nach unten und setzte sich neben mich auf einen der Hocker. 

   "Na Lust auf noch eine Cola?", er zwinkerte mir zu.

Ich blickte ihn schief an. "Ehm und wie soll ich die denn bitte trinken?", ich erwartete eigentlich keine Antwort.

   "Na frag doch einfach mich ganz lieb, oder eben den Barkeeper, einen Strohhalm bekommst du jedenfalls nicht.", damit brachte er mich zum lächeln. Ja, es war schon irgendwie echt fies aber andererseits mich von zwei hübschen Kerlen bedienen zu lassen war auch keine schlechte Option. 

   "Na dann bestell mal die Cola.", ich zwinkerte ihm zu.

Das Spiel konnte beginnen.

 

Kommentar(e)

sehr anregende und erotische Geschichte, ich habe sie sehr gern gelesen und sie hat mich mitgenommen. Und bei dem Ende bin ich natürlich sehr gespannt wie es weitergeht. 

LG Ornella