1. Lektion: Du musst sie zähmen (Teil 1)

"Klappentext"

Die junge Sophie weiß nicht so recht, wo sie mit ihrer Sexualität steht. Sie meint ihre Vorlieben zu kennen, wenngleich sie noch keinen ebenbürdigen Partner für diese gefunden hat. Vielleicht kann Devon ja genau diese Rolle für sie einnehmen. Vorausgesetzt, die beiden gehen sich nicht vorher gegenseitig an den Kragen...

 

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Hallöchen ihr Lieben,

wie schön dass ihr auf den ersten Teil der Lektionen-Reihe geklickt habt. In
1. Lektion: Du musst sie zähmen
2. Lektion: Du musst sie erziehen
3. Lektion: Du musst sie behüten

erzähle ich in drei Bänden die Geschichten dreier junger Paare, die alle eine völlig andere Form des BDSM für sich entdecken. Die jeweiligen Bände werde ich hier nach und nach Kapitelweise veröffentlichen. Also falls es euch gefällt könnt ihr euch freuen, denn wir stehen erst ganz am Anfang. Viel Spaß beim Lesen!

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Lektion 1: Du musst sie zähmen

 

Teil 1: Feuer und Eis

 

Sophie

 

 

Das Red Canyon war einer der angesagtesten Clubs der Stadt. Nicht weil hier jeden Abend Millionäre mit tiefen Taschen ein- und ausgingen, oder weil er top modern und super schick war. Nein, der Club sah viele Gesichter verschiedenster Alters- und Gehaltsklassen und auch wenn einem die Toilette keine Antwort gab, waren die Räumlichkeiten doch mit allem ausgestattet, was das Herz begehrte. Der eigentliche Grund, warum sich das Etablissement innerhalb der Szene so großer Beliebtheit erfreute war viel mehr die Tatsache, dass allgemein bekannt war wie Eugene – der Eigentümer – mit Störenfrieden verfuhr. Sobald ein Gast eine der Frauen komisch anguckte, geschweige denn sie gegen ihren Willen anrührte, wurde er vor die Tür gesetzt und würde den Laden so schnell nicht wieder von innen sehen. Diesen Ruf hatte Eugene sich sorgfältig aufgebaut und er sorgte dafür, dass man sich als Frau ausgesprochen sicher und als Mann respektiert und entspannt fühlen konnte.

            Ich kam mittlerweile ein Jahr regelmäßig hierher. Ein Freund und Kollege der von meinen Neigungen wusste hatte mich einmal mitgenommen und es hatte mir so gut gefallen, dass wir seitdem regelmäßig gemeinsam gingen. So auch heute Abend.

            „Hey ihr Süßen.“, begrüßte uns Lady Odessa am Eingang. Sie trat hinter ihrem kleinen Pult hervor und gab uns jeweils ein Küsschen links und rechts auf die Wange.

            „Wie schön euch mal wieder zu sehen.“

            „Ja, wir waren lange nicht da.“, meinte Riley und musterte Odessa mit einem Gesichtsausdruck wie nur untervögelte Männer ihn aufsetzen konnten. Auch wenn Eugene der Besitzer des Clubs war, verließ er nur selten sein Büro. Die alltäglichen Geschäfte die der Betrieb so mit sich brachte, fielen alle in Lady Odessas Hände. Heute steckte sie in einem hautengen Latexjumper und ich stellte mir sofort die Frage, wann sie wohl das letzte Mal auf Toilette war, denn in dem Ding zu gehen schien mir entweder unmöglich oder eine Frage von Stunden zu sein.

            „Ist denn schon viel los?“, wollte ich wissen.

            „Noch nicht wirklich. Ihr könnt also noch die besten Schließfächer haben. Aber ich denke es wird noch voll werden, immerhin steht heute wieder der Blowjob-Contest an. Machst du auch wieder mit?“ Erwartungsvoll blickte sie mich an. Ich hob abwehrend die Hände.

            „Ich bin heute nicht zum Mitmachen gekommen, sorry. Heute nur Zusehen für mich.“ Zu unserer Überraschung war es Riley, der sich einmischte.

            „Ach komm schon, es ist ewig her dass du gespielt hast, es wäre wahnsinnig interessant zu sehen ob du nicht mittlerweile schon alles verlernt hast.“

            „Du bist ein Arsch, Riley Johnson.“ Mehr war meiner Meinung nach nicht dazu zu sagen.

            „Ach komm schon, er hat Recht.“, fand Odessa. „Du könntest wirklich Spaß daran haben und es sind auch schon ein paar echte Leckerchen da, die sich eingetragen haben.“ Ich hob die Augenbrauen.

            „Wer denn so?“

            „Das darf ich dir nicht sagen Süße, du wirst mir vertrauen und dich überraschen lassen müssen. Du kannst es dir ja noch überlegen und mir später Bescheid geben.“

            „Ich werde dich den ganzen Abend damit nerven, bis du doch mitmachst.“, versprach mein Freund grinsend. Ich seufzte theatralisch und funkelte ihn bitterböse an.

            „Fein, dann mach ich eben mit. Aber nur damit ihr zwei die Klappe haltet.“

            „Das ist mein Mädchen!“, lachte Riley und bedeutete Odessa, meinen Namen auf ihre Liste zu setzen. Daraufhin gab sie uns Schlüssel für Schließfächer und wir gingen uns umziehen. Von dieser Latexmontur wie Odessa sie trug, hielt ich nicht besonders viel. Das wäre mir viel zu aufwendig, bis ich in dem Ding steckte, wäre meine Laune schon so mies dass ich keine Lust mehr auf Ausgehen hätte. Stattdessen zog ich ein Wetlookkleid an, das knapp über dem Hintern endete. Zwischen Bauchnabel und Brustansatz war es durchscheinend und auf den Schultern war es mit schwarzen weichen Federn besetzt. Dazu gab es noch verboten hohe High Heels, die ich wirklich nur zu Club-Abenden anzog.

            Riley schlüpfte in eine schwarze Stoffhose und ein weißes Hemd, der klassische Aufzug von Männern hier drinnen. Es gab Schlimmeres.

            Riley und ich hatten nie miteinander geschlafen, oder auch nur Interesse aneinander gehabt. Wir waren Freunde und Kollegen, die eben beide zufälligerweise pervers und abgedreht waren, was unser Verhältnis sehr innig und spaßig machte.

            Gemeinsam gingen wir an die Bar, wo wir die Schlüssel abgaben. Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass man weder sturzbetrunken an die Autoschlüssel kam, noch den Schlüssel im wilden Getümmel verlieren konnte. Nachdem wir beide bestellt hatten, ließen wir den Blick umherwandern. Tatsächlich war noch nicht viel los. In einer Ecke saßen zwei Pärchen, die sich sehr angespannt unterhielten – vermutlich das erste Mal Partnertausch. Ihnen gegenüber kniete eine junge Frau mit Hundehalsband zu Füßen eines bärtigen Riesen – Vlad, er war ein bekannter Dom in der Szene, mit dem ich auch schon einige Sessions gehabt hatte. Ich lächelte ihm kurz zu, er erwiderte mit einem höflichen Lächeln. Ansonsten kannte ich niemanden. Auch Riley hatte das bekannte Gesicht entdeckt.

            „Also, wenn ich daran denke wie dein Rücken aussah, nachdem der mit dir fertig war, habe ich fast Mitleid mit dem Mädchen.“, gab er zu Bedenken. Ich zuckte mit den Schultern.

            „Sie wird wissen worauf sie sich einlässt. Nur weil eine unschuldig aussieht, heißt das nicht, dass sie nicht ein kleiner Teufel ist. Und ansonsten sind hier ja genug Leute die ihr helfen, falls sie sich übernimmt.“

            „Weißt du was ich bis heute nicht verstehe?“

            „Was denn?“ Ich nahm der Barkeeperin meine Cola ab.

            „Du hast dich von dem dermaßen verdreschen lassen und es hat dich kein bisschen angetörnt. Als ich danach gefragt habe, meintest du nur trocken dass dir das von Anfang an klar gewesen sei.“ Als wolle er eine lästige Fliege vertreiben, schüttelte er den Kopf.

            „Und wo ist jetzt der Teil den du nicht verstehst?“ Dabei war mir klar worauf das wieder hinauslief. Ich hasste diese Diskussion.

            „Du behauptest steif und fest du wärst devot und du fühlst dich hier ja auch ohne Frage pudelwohl, aber ich habe noch nie gesehen wie du die Interaktion mit einem Dom auch nur ansatzweise genossen hast.“ Ich seufzte, weil ich wusste was als nächstes kommen würde. „Also, wenn ich es nicht besser wüsste, und das tue ich nicht, würde ich behaupten, dass du viel eher dominant bist als devot.“ Ein Schnauben war alles was er als Antwort bekam. „Im Ernst Sophie, hast du das jemals ausprobiert?“

            „Habe ich nicht und will ich auch nicht. Mich reizt überhaupt gar nichts daran, einen sabbernden bettelnden Mann vor mir knien zu haben. Und eine Frau auch nicht.“, fügte ich hinzu, um ihm den Wind aus den Segeln zu nehmen. „Ich bin devot, glaub es mir einfach. Nur weil hier ein Haufen Möchtegerns rumläuft heißt das noch nicht, dass ich nicht mehr auf das stehe worauf ich nun mal stehe.“

            „Du sagst du seist devot, so wie fast jede Frau hier. Fast jede andere Frau wäre ausgelaufen wie ein undichter Schlauch, wenn Vlad ihnen die gleiche Behandlung hätte zukommen lassen wie dir.“ Ich rollte mit den Augen.

            „Das mag ja alles sein, aber ich bin nun Mal nicht wie jede andere Frau. Kannst du dich nicht damit abfinden, statt jedes Mal wieder versuchen zu wollen, die Büxe der Pandora öffnen zu wollen?“

            Er wollte etwas Schneidiges entgegnen, wurde jedoch in dem Moment unterbrochen: „Riley, bist du das?“

 

 

Devon

 

            Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt, so schnell nach meiner Rückkehr wieder ins Red Canyon zu rennen, doch irgendwie fand ich mich Freitagabend dann doch in schwarzer Hose und weißem Shirt vor dem Spiegel wieder.

            Lady Odessa brauchte ihre Zeit um mich zu erkennen, immerhin hatte sie mich fast ein Jahr nicht gesehen. Dann aber freute sie sich riesig. Obwohl ich lange nicht hier gewesen war, waren mir die Räumlichkeiten noch immer vertraut, schließlich war ich früher fast jede Woche hergekommen und es hatte sich kaum etwas verändert. Ich bat sie, Eugene liebe Grüße auszurichten und ging meine Sachen wegbringen.

            Als ich die Bar betrat, erspähte ich auf einem der Stühle einen mir bekannten Hinterkopf. Die blonden Haare, die er sich im letzten Jahr ziemlich lang hatte wachsen lassen und die gerade Körperhaltung konnten eigentlich nur zu einem meiner zwei besten Freunde gehören – Riley Johnson. Er war ins Gespräch mit einer Frau vertieft. Seine Freundin konnte es nicht sein, denn er hätte es erwähnt, wenn er jemanden Festes gefunden hätte, also musste es seine Schnalle für den heutigen Abend sein.

            Kurz zögerte ich ob ich zu ihm gehen sollte, falls er gerade erst dabei war die Brünette aufzureißen aber schließlich hatten wir uns ein Jahr nicht gesehen und das dürfte wohl mehr wert sein als die spontanen Gelüste seines besten Stücks.

            „Riley?“ Mein bester Freund drehte sich zu mir um und grinste breit.

            „Devon! Du bist wieder in der Stadt.“ Elegant wie immer glitt er von seinem Barhocker herunter und umarmte mich. Es tat gut, ihn wiederzusehen.

            „In der Tat. Und wie mir scheint, habe ich einiges verpasst.“ Ich warf einen bedeutenden Blick in Richtung der Brünetten, die irgendwie einen Gesichtsausdruck machte als sei die Milch sauer geworden. Merkwürdig, eigentlich ließ Riley immer penetrant den liebenswürdigen Gentleman raushängen, wenn er etwas von einer hübschen Frau wollte. Und hübsch war die Fremde auf jeden Fall. Er deutete zwischen uns her.

            „Devon, das ist Sophie. Sophie ist eine Kollegin und gute Freundin von mir. Devon ist ein sehr alter Freund, der anscheinend die Woche erst wieder ins Land gekommen ist.“

            „Gute Freundin?“, hakte ich mit skeptisch hochgezogenen Augenbrauen nach.

            „Ja, so nennt man das, wenn der Dudu nicht wie ausversehen ins Loch flutscht.“, patzte die junge Frau namens Sophie und sorgte damit tatsächlich dafür, dass ich mich vor den Kopf gestoßen fühlte. Autsch, was war denn bitte ihr Problem? Ich hatte ihr nichts getan, war ihr bis vor ein paar Sekunden noch nie begegnet und hatte nichts Verwerfliches gefragt. Die mussten sich gerade aber heftig gestritten haben. Sofort wurde ich neugierig.

            „Welches Kamel ist dir denn auf die Riesenfüße getreten?“

            „Ich trage zierliche 38, Dankeschön. Ich kann es einfach nicht haben, wenn Männer meinen sich anmaßen zu können, alles besser zu wissen was man ihnen erzählt.“

            Riley kam einer erneuten Antwort von mir zuvor: „Du musst entschuldigen Devon, die Diskussion ist etwas hitzig geraten bevor du hier warst.“ Ja, sowas hatte ich mir schon gedacht, aber das entschuldigte noch lange nicht ihr Verhalten. Sie benahm sich ja wie ein rotzfreches Kindergartenkind, anstelle einer jungen Frau.

            „Und was hat sie so auf die Palme gebracht, dass sie meint das jetzt an mir auslassen zu müssen?“

            „Sie steht nur zwei Meter von dir weg und kann dich sehr gut hören.“, patzte Sophie in völlig respektlosem Ton. Hatte ihr denn nie jemand Manieren beigebracht? Es juckte mich in den Fingern. Nach einem langen Jahr war ich endlich wieder hier und wollte einen schönen Abend haben und dieses Miststück setzte alle zus daran, mir einen Strich durch die Rechnung zu hören. Langsam machte ich einen Schritt auf sie zu. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Riley panisch überlegte ob er zwischen uns treten sollte.

            „Jetzt hör mir mal gut zu Fräulein, du magst vielleicht eine Domina sein, aber –“ „WAS!?“, kreischte sie so laut, dass alles Treiben im Raum zum Erliegen kam. Jedes einzelne Augenpaar richtete sich auf uns. Himmel Arsch und Zwirn, was war denn das für ein Teufelsbraten!? Ohne ein weiteres Wort erhob sie sich, streckte die Nase nach oben und stolzierte an mir vorbei. Im Vorbeigehen hörte ich sie murmeln: „Leckt mich doch alle.“

            „Sophie, wo willst du denn hin?“, rief Riley ihr nach, doch sie reagierte nicht und verließ den Raum.

            „Ich schwöre, dass sie normalerweise ein sehr umgänglicher Mensch ist.“, meinte Riley entschuldigend zu mir.

            „Den Eindruck machst sie aber nicht. Was hast du denn zu ihr gesagt, dass sie sich so aufgeregt hat? Normalerweise warst du doch immer der Feinfühlige von uns dreien.“ Riley erzählte mir ein wenig von Sophie und als er mir erklärte worüber sie gesprochen hatten bevor ich aufgekreuzt war, wunderte es mich auch nicht mehr, dass sie so ausgerastet war, als ihr unterstellt hatte eine Domina zu sein. Trotzdem hatte sie meiner Meinung nach völlig überreagiert. Das hier war ein SM-Club und da sie sich in keiner Weise auch nur annähernd unterwürfig verhalten hatte, Himmel sie schaffte ja nicht mal „respektvoll“, war ich automatisch davon ausgegangen, dass sie dem anderen Lager angehörte.

            Riley fühlte sich offensichtlich unwohl dabei, mit mir über seine Freundin zu sprechen, weshalb er schnell das Thema wechselte. Er fragte mich über meine Zeit im Ausland aus und wie es mit der Arbeit lief, was im Moment wirklich nicht eins meiner Lieblingsthemen war, aber immerhin entwickelte sich ein angeregtes Gespräch und es tat gut, nach so langer Zeit wieder von Angesicht zu Angesicht mit ihm zu reden. Persönlich war es eben doch anders als per Textnachricht.

           

            Keine Ahnung wie lange wir uns unterhalten hatten, als Lady Odessa vom Eingangsbereich in die Bar kam, mit einer albernen kleinen Stielglocke in der Hand. Der Raum hatte sich einigermaßen gefüllt und als die Glocke schrill klingelte, legten sich die Gespräche und in der Mitte des Raums tat sich ein Kreis auf.

            „Liebe Gäste, darf ich um eure Aufmerksamkeit bitten? Wir freuen uns mal wieder sehr, dass ihr alle heute Abend den Weg ins Red Canyon gefunden habt. Ohne weitere Umschweife möchte ich nun das Highlight des Abends ankündigen, unser monatlicher Blowjobkontest. Wenn ich nun alle Teilnehmer bitten dürfte, sich hier aufzustellen. Die Damen bitte links von mir und die Herren rechts. Ihr braucht gar nicht versuchen euch zu drücken, ich habe die Liste hier bei mir.“ Sie wedelte mit einem beschriebenen Blatt Papier herum.

            Ich erhob mich. Riley schaute überrascht. „Du machst auch mit?“

            „Ich konnte einfach nicht nein sagen.“, lächelte ich schelmisch, obwohl ich mich insgeheim darauf freute. Die letzten Wochen waren sehr stressig und ich konnte ein bisschen Dampf ablassen gut gebrauchen.

            Gemeinsam mit vier anderen Männern ließ ich mich von Odessa positionieren. Vier Frauen standen uns gegenüber. Ich scannte sie mit den Augen. Keine war so wirklich mit Geschmack, aber ich schätzte die große mit den schwarzen Locken wäre gar nicht übel.

            „Na wenn ich mich nicht irre, fehlt uns noch eine Teilnehmerin. Ah da bist du ja Liebes, komm bitte hier her.“ Ich beobachtete, wie ausgerechnet die braunhaarige Kratzbürste von vorhin, Sophie, aus der Menge hervortrat und sich zu den anderen Frauen stellte. Na toll. Also bestand eine Chance von 1:5 dass das Ganze ein Fiasko werden würde. Als sie mich entdeckte, verdrehte sie demonstrativ die Augen.

            „Bevor ich die Paarungen vorlese, erkläre ich noch einmal die Regeln. Jede der Damen wird zeitgleich ihre Arbeit beginnen. Diejenige, dessen Partner als erstes zum Orgasmus kommt, hat gewonnen. Das Gewinnerpaar bekommt Eintrittskarten für unsere Sommerparty nächsten Monat als Preis. Haben das soweit alle verstanden?“ Natürlich hatten das alle verstanden.

            Es kam wie es kommen musste, am Ende waren noch genau zwei Leute übrig Sophie und ich. Ich konnte ihr ansehen, dass sie abwägte was schlimmer wäre, einen Aufstand verursachen oder mir einen zu blasen. Anscheinend beschloss sie, dass sie an einem Abend schon genug Drama gemacht hatte, denn sie kam mit schmalen Lippen auf mich zu.

            „Nervensäge.“, begrüßte ich sie knapp, denn ich konnte es mir einfach nicht verkneifen.

            „Kotzbrocken.“ Sollte ich grinsen oder mich aufregen?

            „Na dann mal schön auf die Knie mit dir, du kannst ja mal demonstrieren wie devot du angeblich bist.“ Sie verdrehte genervt die Augen, ließ sich angesichts des großen Publikums dann aber doch vor mir auf die Knie sinken.

            „Ich verabscheue jede Sekunde hiervon, nur dass du’s weißt.“

            „Aber sicher.“ Großmütig öffnete ich den Hosenstall und befreite meinen Schwanz. Woher die halbe Erektion kam wusste ich auch nicht genau. Am Rande nahm ich wahr, wie die anderen Frauen die vor ihren jeweiligen Partnern knieten, neugierige Blicke zu uns herüberwarfen, doch ich konzentrierte mich ganz auf Sophie, weil ich keine ihrer Reaktionen verpassen wollte. Sie reagierte überhaupt nicht. Normalerweise schauten Frauen zumindest lüstern oder beeindruckt, wenn sie mich zu Gesicht bekamen, doch nicht diese Frau. Sie zeigte sich gänzlich unbeeindruckt.

            „Sobald ihr das Läuten der Glocke hört, könnt ihr anfangen.“, verkündete Lady Odessa. Wenig später war das alberne Bimmeln zu hören und die Frauen neben ihr stürzten sich sofort auf die Schwänze die ihnen vor dem Gesicht standen.

            Nicht so Sophie. Als hätte sie alles Selbstvertrauen der Welt, streckte sie die rechte Hand aus und legte sie an der Wurzel um meinen Schaft. Sie bewegte die Hand nicht und tat auch ansonsten nichts, aber ich spürte wie sich die Härchen auf meinen Armen aufstellten und in meinem Bauch zog sich ein Knoten stramm. Sofort schoss mehr Blut in Richtung meines besten Stücks. Das kleine Miststück war nicht zaghaft, sondern packte direkt fest zu. Die meisten Frauen benahmen sich zuerst, als hätten sie einen absoluten Fremdkörper vor dem Gesicht baumeln.

            Mein Atem stockte, als sie die Lippen ohne Vorwarnung über meine Eichel stülpte und bis zu ihrer Hand führte. Das Gefühl war so eng und warm und dabei saugte sie auch noch, dass ich kurz spürte wie mir schwindelig wurde. Himmel es war lange her. Und so machte sie sich ans Werk. Und wie die Frau blasen konnte. Zwar wollte ich mir nicht ausmalen woher sie diese Übung hatte, doch sie war verdammt geschickt darin mich alles um uns herum vergessen zu lassen. Das Johlen der Zuschauer nahm ich kaum noch war, das Saugen und Schmatzen der anderen Teilnehmerinnen verblasste. So gut war das Gefühl.

            Mehr und mehr spürte ich wie sich meine Eier zusammenzogen und mein Schaft zu kribbeln begann. Eigentlich wollte ich noch nicht kommen, das Gefühl war viel zu köstlich. Wer hätte gedacht, dass die Ziege ihre große Klappe nicht nur zum Sprüche klopfen benutzen konnte, sondern auch um so himmlische Empfindungen zu wecken.

            Zum ersten Mal blickte sie an mir hoch in mein Gesicht. Ich sah es in ihren Augen bevor es passierte, doch ich war nicht schnell genug. Bevor ich reagieren konnte, spürte ich einen scharfen brennenden Schmerz an meinem Schwanz, der mich zusammenfahren ließ.

            „Ah!“ Die Schlampe hatte mich gebissen. Nicht fest genug, dass Blut fließen würde, aber so fest, dass ich kurz Sternchen sah. Vielleicht war ich vorher nicht schnell genug, doch jetzt reagierte ich ohne zu Zögern. Wenig zimperlich vergrub ich die Faust in ihren braunen Haaren, bis ich ihre Kopfhaut unter den Fingernägeln spürte. Noch immer meinen Schwanz zwischen den vollen Lippen, jaulte sie gedämpft auf. Recht so.

            Ich riss sie von mir, doch das reichte mir nicht. Die Menge stob entsetzt auseinander als ich sie vor mir herschob. Vielleicht war sie keine Elfe, doch so wütend wie ich war, konnte ich sie vor mir herdrängen wie ein Püppchen. Mit der Hand an ihrem Hals presste ich sie gegen die nächste Wand. Sie hustete und ächzte. Mein Gesicht kam ihrem ganz nahe.

            „Das wirst du bereuen, Schlampe.“

            „Das wage ich zu bezweifeln.“, krächzte sie und wagte es tatsächlich zu grinsen. Ihre Lippen waren noch ganz rosig vom ganzen saugen. Gleichzeitig sah ich zum ersten Mal, wie ihre braunen Augen glitzerten. Nicht vor Schadenfreude oder Bosheit, sondern mit etwas anderem, das ich aber in dem Moment nicht wirklich zuordnen konnte.

            „Man sieht sich immer zweimal im Leben.“, versprach ich.

            „Dann ist es ja gut dass ich noch etwas übrig gelassen habe.“, entgegnete sie und presste ihren Oberschenkel gegen meine Mitte. Verdammt war das ein Miststück.

            In dem Moment packten mich zwei Sicherheitsleute an den Oberarmen. Sofort ließ ich die Frau los, nahm die Arme hoch und trat von ihr zurück, ich wollte keinen Ärger.

            „Hat er dir wehgetan?“, wollte Lady Odessa sofort bestürzt wissen. Sophie hielt sich zwar den Hals, stand aber ansonsten aufrecht und stolz.

            „Nein nicht im Geringsten, es ist nichts passiert.“, versicherte sie und die Sicherheitsleute ließen mich unsicher los.

            „Tja, damit werde ich den Eintritt zu der Sommerparty wohl bezahlen müssen.“, flötete Sophie und gab Odessa ein Küsschen auf jede Wange, bevor sie aus dem Raum stolzierte, als sei dies ihre Bühne und das gerade ihr Schlussapplaus gewesen…

 

 

 

zu Teil 2 ---->

 

Kommentar(e)

... schöner Anfang... 

Schöne Umschreibungen... 

Ich freue mich schon darauf mehr zu lesen

Antwort auf von mullemaus2205

ein Kommentar! Vielen Dank. Rückmeldung ist die beste Motivation zum schreiben.

LG

Füchschen