Das neue Leben der Beatrice - Teil 1

"Klappentext"

1423 - Das dunkle Mittelalter. Die aus gutem Hause entstammende Beatrice findet sich durch unglückliche Umstände plötzlich als entrechtete Sklavin vor. Als ob dies nicht schon schrecklich genug wäre, wird sie aufgekauft von der jungen Gräfin Izabela von Auenhof. Diese ist inter allen Sklavinnen gefürchtet, da sie enormen Gefallen daran findet, junge Frauen gefangen zu halten und zu foltern...

Beatrice war verloren. Zwar wollte sie es nicht glauben, doch war es so. Wie konnte das alles nur passieren?

Noch vor einer Woche hatte sie glücklich in ihrem herrlichen Anwesen gelebt. Ihr Vater war ein reicher Edelsmann gewesen, was ihr einen hohen und luxuriösen Lebensstandard verlieh. Alles hatte sie, was sie sich wünschte. Wenn sie etwas neues haben wollte, hatte sie es Vater nur sagen müssen und er kaufte es ihr. Sie war nicht blaublütig, doch hatte sie wie eine Prinzessin gelebt.

Doch dann wurde sie plötzlich auf offener Straße verhaftet und abgeführt. Sie hatte versucht, sich zu wehren und wollte wissen, was all das zu bedeuten hatte, doch niemand antwortete ihr. Man steckte sie in eine Zelle und hielt sie mehrere Tage gefangen. Gestern schließlich wurde sie endlich informiert. Ihr Vater stand unter dringendem Verdacht, dem Königshause gegenüber Steuergelder unterschlagen zu haben und sich politische Untreue begangen zu haben. Man hatte ihn entehrt, enteignet und entrechtet. Da Beatrice seine Tochter war und sie bereits 22 Jahre alt war, müsse man davon ausgehen, dass sie davon gewusst hatte und auch verstand, was passierte. Damit träfe sie das gleiche Schicksal. Tatsächlich entsprach dies nicht der Wahrheit, ihr Vater war stets ein ehrlicher Mann gewesen, niemals hätte er irgendjemanden betrogen. Doch solche Diskussionen seien nutzlos, wurde ihr versichert, er hatte bereits unter Folter gestanden. Den Rest seiner Tage würde er in Gefangenschaft im Turm verbringen. Sie dürfe es sich nun aussuchen, ob sie den Rest ihrer Tage ebenso verbringen würde oder als Sklavin verkauft werden würde. Viel hatte sie gefleht, doch alles nützte es nichts. Da sie den Rest ihrer Tage nicht eingesperrt in einer kleinen Zelle verbringen wollte  hatte sie sich schließlich schweren Herzens für ein Leben als Sklavin entschieden. Wenn sie doch damals gewusst hätte, dass es ihr wesentlich besser ergangen wäre, hätte sie sich für Gefangenschaft im königlichen Gefängnis entschieden...

Und hier stand sie nun auf dem Sklavenmarkt auf dem Dorfplatz. Ihre Hände waren gefesselt und an einen Pfahl neben ihr gebunden. Um ihren Hals hing ein Schild. "Beatrice  22 Jahre alt, 50 Goldstücke." Es war unfassbar. Man verkaufte ihren Körper, ihr ganzes Leben für 50 mickrige Goldstücke. Die Vorstellung, keine Rechte mehr zu haben, niemals wieder eine freie Wahl treffen zu dürfen, einer anderen Person zu gehören und ihr schutzlos ausgeliefert zu sein, ließ sie verzweifeln. So wollte sie nicht leben, niemals. Doch sie konnte nichts dagegen tun.

Neben ihr waren noch viele weitere Sklaven und Sklavinnen ausgestellt. An ihren Gesichtern konnte man erkennen, dass sie ähnlich fühlten wie Beatrice. Sie alle wurden begutachtet, begrabscht und manche gekauft und dann weggeschleppt. Es war erniedrigend. 

Beatrice fühlte sich furchtbar. Heiße Tränen der Verzweiflung brannten ihr im Gesicht, aber nein, diese Genugtuung würde sie ihnen nicht geben. Diese nicht. Mit diesem Gedanken flammte neue Entschlossenheit in ihr auf. Ja, man konnte sie vielleicht fesseln und öffentlich bloßstellen, aber niemals würde man Beatrice ihren Stolz nehmen könnten. Sie mochte eine Sklavin sein, doch sie war ein stolzer Mensch und das würde sie immer im Hinterkopf behalten, egal, was man mit ihr anstellen würde. Arme Beatrice, wenn sie doch nur wüsste, welche Demütigungen und Torturen sie bald zu erwarten hatte...

Ein älterer Mann kam auf sie zu. Er war sehr dick und nicht schön anzusehen. Obgleich der noch eben gefassten Entschlossenheit begann ihr Herz schneller zu schlagen. Oh ja, was dieser schmierige Kerl mit ihr machen würde, wusste sie genau. Beatrice war eine wahre Schönheit. Sie war schlank, hatte bräunliche Haut, schwarzes Haar und einen Körper, der viele Männer enorm erregte. Sie war sich der Tatsache bewusst, dass nicht wenige Beatrice in ihrer Phantasie gefickt hatten. Doch sie wollte sich nicht verschwenden an dreckige Hunde, mit solch niederen Gelüsten. Nein, Beatrice hatte beschlossen, dass nur ein hübscher unf gebildeter Mann sich mit ihrem Fleisch vergnügen durfte. 

Das war jetzt vorbei. Wenn dieser Mann sie erwarb, konnte sie nichts mehr tun. Wenn sie floh, würde sie eine Straftat begehen, da sie ja rechtlich Eigentumsbesitz war und man würde sie zu ihm zurückbringen. Oder wieder gefangen halten. Oder vielleicht sogar hinrichten. Oh Gott, was für ein furchtbares Leben musste sie jetzt bloß ertragen... Wieder wollten sie Tränen der Verzweiflung überrennen.

"Selbstbewusstsein, Mädchen... denk daran", dachte sie sich und schluckte die Tränen mit Mühe hinunter.

Der Alte stand vor ihr und glotzte sie eine zeitlang an. Dann begann er mit gelben Zähnen zu grinsen. Er drehte sich nach dem Verkäufer um. "Die da", rief er. "Die will ich kaufen!" 

Das war es also. Aber Beatrice hatte es kommen sehen. Dies war ihr erster Tag auf dem Sklavenmarkt und sie war noch keine halbe Stunde ausgestellt. Doch ihre Jugend und ihre atemberaubende Schönheit würden dafür sorgen, dass sie heiß begehrt war. Und sie hatte Recht gehabt. 

Der Verkäufer kam herbei. "Sie hier? Ausgezeichnete Wahl, mein Herr! Noch ganz jung, die Jüngste von allen um genau zu sein und ganz frisch! Ist seit heute im Angebot!" 

Der Alte betrachtete sie wieder grinsend. "Herrlich! Die will ich haben!" 

"Gut, dann werde ich eben nur die Besitzurkunde und eine Quittung holen und dann gehört sie auch schon Ihnen", antwortete der Verkäufer und ging rasch davon. Beatrice blickte zum Himmel. Sie wünschte sich, sie könnte einfach davonfliegen und alles hinter sich lassen. Gab es überhaupt keine Möglichkeit, ihr Schicksal abzuwenden? Nein, natürlich nicht. Sie konnte schon spüren, wie der ekelhafte Schwanz dieses alten Kerls ihren schönen Hintern penetrierte. Wer weiß, welch ekelhaften Dinge er noch mit ihrem unschuldigen Körper vorhatte. Beatrice konnte sich so oft sagen, dass sie menschlich war, wie sie wollte - das war das erniedrigendste, was sie sich vorstellen konnte. Wenn sie doch nur wüsste, dass die Dinge, die ihr bald wiederfahren würden, diese Vorstellungen wie einen schlechten Witz aussehen lassen würden.

Und da kam der Verkäufer auch schon mit mehreren Blättern Papier in der Hand wieder an. "Dann bräuchte ich die 50 Goldstücke, bitte." 

"Gleich hier." Der Alte zog ein kleines Säckchen hervor, welches vom Verkäufer geöffnet wurde. Viele glänzende Münzen kamen zum Vorschein, die von dem Verkäufer nachgezählt wurden.

"Perfekt! Dann einmal hier unterschreiben und..."

"Halt!" ertönte plötzlich eine laute Stimme über den Marktplatz. Der Verkäufer, der Alte und Beatrice sagen sich um. Und dann sah Beatrice ihn. Einen Käfigwagen, der an eine kleine Kutsche angespannt war. In Ketten gelegte Frauen, die darin hockten. Und ein großer stämmiger Mann, der zu ihnen kam. "Ich möchte diese Sklavin ebenfalls erwerben."

"Nun, tut mir leid, aber sie ist bereits verkauft."

"Ist ihre Besitzurkunde schon unterzeichnet?" fragte der Mann grob.

"Nein, aber..."

"Dann ist sie also noch zu haben."

Jetzt mischte sich der Alte ins Gespräch. "Hör mal du, ich hab sie schon bezahlt, also gehört die mir. Ich war zuerst da, also verschwinde und zwar gleich!"

Der Mann sah den Alten nur kalt an und blickte zum Verkäufer. "Wären Sie bitte so nett, unserem Freund hier seine 50 Goldstücke zurückzugeben? Für diese Sklavin werde ich Ihnen nicht weniger als 400 Goldstücke an der Zahl ausbezahlen. Und Ihnen...", er wendete sich zu dem Alten, "...ebenfalls 200 als Entschädigung. Damit können sie sich gleich 6 von diesen Schlampen kaufen. Wenn sie sich umsehen, werden sie feststellen, dass die meisten günstiger sind, als dieses Exemplar." Für eine kurze Zeit herrschte Schweigen. 600 Goldstücke? Das war eine riesige Summe. Wie reich musste dieser Mann wohl sein? Anhand seiner Ausdrucksweise und seines Fachwissens war erkennbar, dass er sich auf dem Sklavenmarkt gut auskannte. "Nehmen Sie beide mein Angebot an?"

Der Alte blickte immer wieder zu dem großen Geldsack, den der Mann dabei hatte und zu Beatrice. Er schien nachzudenken, zumindest soweit das für ihn möglich war. Dann wandte er sich zum Verkäufer. "Stimmt das? Sind die anderen günstiger?" 

Der Verkäufer hatte ein gieriges Glitzern in den Augen. Er wollte sich die Chance einen solchen Gewinn einzustreichen, nicht entgehen lassen. "Ja, sind sie. Die sind eben schon etwas länger im Angebot und etwas älter als sie hier. Aber sie werden trotzdem etwas schönes finden, da drüben zum Beispiel haben wir eine schöne rothaarige Sklavin, 27 Jahre alt, 20 Goldstücke. Und dann haben wir ältere Exemplare, eine zim Beispiel ist 43, sehr gut gebaut und kann von Ihnen zum Schuften eingesetzt werden, 35 Goldstücke."

"Naja, dann... bekomme ich insgesamt 250 Goldstücke!" Der Verkäufer gab dem Alten sein Geld zurück und der Mann zählte weitere 200 Münzen ab und überreichte sie ihm. Mit einem etwas unglücklichen Blick verschwand der Alte für immer aus dem Leben von Beatrice.

Anschließend wurden 400 Goldstücke an den Verkäufer ausbezahlt und die Besitzurkunde ausbezahlt. "Wen darf ich als Besitzer eintragen?"

"Gräfin Izabela von Auenhof."

Allen Sklaven und Sklavinnen war es auf Leibesstrafen verboten, ein Wort von sich zu geben, wenn sie nicht dazu aufgefordert werden. Doch dürften sie sprechen, so würden sie jetzt bestimmt leise miteinander reden, denn jetzt sahen alle zu ihnen herüber. Die letzten Worte des Mannes hatten eine schauerhafte Stimmung bei den anwesenden Verkaufsobjekten hervorgerufen. Schließlich traute sich doch eine der Sklavinnen zu reden. Eine junge, blonde Frau, die neben Beatrice stand, beugte sich leicht zu ihr herüber. "Mein Beileid Kleine, du hast aber wirklich Pech", flüsterte sie.

Der Verkäufer hatte sie zu ihrem Unglück trotzdem gehört und informierte sie darüber, dass sie dafür später 20 Peitschenhiebe erhalten sollte. Die Frau blickte geschockt zu Boden. Das war Beatrice jedoch längst egal. Die Worte ihrer Nachbarin machten ihr Angst. Nein, das stimmte nicht. Sie machten sie panisch. Eine Frau, die das gleiche Schicksal teilte wie sie, bemitleidete sie, weil sie von dieser Geäfin aufgekauft wurde. Das bedeutete nichts Gutes.

Nachdem die Transaktion abgeschlossen war, band man Beatrices Seil von dem Ofahl los. Der Käzfer nahm es und führte sie zu dem Käfigwagen. Beatrice glaubte, mit jedem Schritt mehr Gewicht zu verlieren. Sie war wie gelähmt.

Sie stieg zu den anderen Frauen in den Wagen und ihr Seil wurde um eine Stange des Käfigs festgebunden. Schließlich sperrte der Mann den Wagen wieder zu und ging zur Kutsche. Beatrice hatte beschlossen, die anderen Frauen anzusprechen, vielleicht wussten sie mehr. Jedoch erst, wenn der Wagen fuhr, damit der Fahrer sie des Lärmes wegen nicht hören konnte. 

Schließlich setzte sich der Wagen in Bewegung und Pferdegetrappel erklang. Als sie so durch die Stadt fuhren, hatte sie das Gefühl, durch die Gitter von allen beobachtet zu werden. Die Leute verachteten sie als ein niederes Geschöpf, da war sie sich sicher. Die Beatrice vor einer Woche war hoch angesehen und respektvoll behandelt worden. Doch diese Beatrice, barfuß, mit einem schmutzigen, schäbigen Kleud am Leibe und abtransportiert in einem Käfigwagen, war nichts mehr wert. 

Sie ließen die letzten Häuser der Stadt hinter sich und Beatrice blickte noch einmal auf ihre Heimat zurück. Sie hatte zwar die ganze Zeit gewusst, dass ihr bisheriges Leben vorbei war, doch erst jetzt als sie gehen ihren Willen aus dieser Heimat verschleppt wurde, wurde ihr erst wirklich klar, welche Endgültigkeit sich hinter all dem verbarg. Den Ort, an dem sie sich immer wohlgefühlt hatte, der ihr ein schönes Leben geschenkt hatte... sie würde ihn vermutlich niemals wieder sehen. Und sie konnte nichts gegen all das tun. Sie hatte es zu akzeptieren. 

Aber was würde jetzt mit ihr geschehen? Sie blickte in die Ribde der Frauen. Manche blickten nur ins Leere, andere hatten völlig verheulte Augen und manche sogar rote Spuren von Schlägen im Gesicht. Sie musste es wissen. "Diese Frau, die mich gekauft hat... uns... diese Izabela, wer ist das?", fragte sie leise. Ein paar sahen sie an. Eine der Frauen, ihre Hände an die Gitter gekettet, blickte, als hätte Beatrice gerade die dümmste Frage aller Zeiten gestellt. "Als gesagt wurde, dass ich zu dieser Gräfin muss, hat eine Sklavin gesagt, ich täte ihr leid. Was bedeutet das?"

"Du weißt es nicht?", fragte die Frau unglaubwürdig. Beatrice schüttelte den Kopf. "Du hast noch nie von Izabela von Auenhof gehört?" Erneutes Kopfschütteln. "Oh, armes Ding. In der Sklaverei zu enden ist schlimm. Aber dann eine Sklavin für Izabela zu werden ist die größte Angst aller Sklaven." 

Beatrice bekam fürchterliche Angst. "Aber... warum?" 

"Izabela ist eine sehr junge Gräfin, nicht viel älter als du, offen gesagt. Ihr Vater starb als sie gerade 18 war und da wurde sie selbst zur Gräfin. Sie ist eine extrem sadistische Frau. Schon zu Lebzeiten ihres Vaters muss das so gewesen sein. Die Gefangenen, die ihr Vater gemacht hat, hat er menschlich behandelt. Sie eben nur eingesperrt und wieder freigelassen, wenn es an der Zeit war. Ansonsten nichts. Seine Tochter hingegen soll mehrere von ihnen heimlich gedemütigt und gequält haben. Allerdings wurde sie von ihrem Vater ausgebremst, weswegen das alles noch erträgliche Ausmaße hatte. Aber als ihr Vater starb und sie zur Machthaberin wurde war es vorbei. Sie hat einen ganzen Kerkerkomplex errichtet mit Folterkammern, in denen es Folterinstrumente gibt, die du dir in den schlimmsten Träumen nicht vorstellen kannst. Dieser Frau geht es bei Gefangenen nicht mehr um Politik wie Vati. Nein, sie genießt es, Sklavinnen komplett fertig zu machen. Und wenn sie keinen Spaß mehr an ihnen hat, sperrt sie sie weg und lässt sie in irgend einem Loch bis ans Ende ihrer Tage verrotten. Ich habe einmal eine Sklavin getroffen, die es geschafft hat, zu fliehen. Sie sagte, sie wurde von Izabela und ihren Gefolgsleuten gefoltert  bis sie nur so um Gnade gewinselt hat. Und dann haben sie erst recht weitergemacht. Und jetzt landen wir auch bei dieser Frau."

Beatrice hatte keine Worte mehr. Jetzt wäre sie froh, hätte der alte Sack sie als Sexsklavin missbraucht. Wie sollte sie all das ertragen? Die Vorstellung, was der Gräfin alles einfallen würde um SIE zu foltern, ihren zarten, feinen Körper zu zerbrechen und zu verunstalten, ihre Schreie, an denen sich die Gräfin nur aufgeilen würde... ihr wurde fast schlecht. Sie sackte in sich zusammen.

Sie fuhren ewig, Beatrice waren es wie Stunden vorgekommen. Und schließlich erblickten sie das Schloss der Gräfin. Es thronte wie ein düsteres Mal über der Lanfschaft. Je näher sie heranfuhren, desto gigantischer schien es zu werden. 

Sie passierten die ersten Tore und hielten auf einem kleinen Innenhof an. Um sie herum waren überall große Türme. Beatrice blickte sich um und mit allem, was sie sah, bekam sie mehr Angst. Wo sie hinblickte waren Pranger, Käfige und vergitterte Fenster zu sehen. Ihr Gesicht brannte vor Angst. Dabei war sie gerade erst angekommen. 

Der Käfigwagen wurde ausgesperrt und ihre Fesseln gelöst. "Aussteigen!" Langsam erhob sie sich und trat aus dem Wagen. Ohne jede Nemphung von Zärtlichkeit wurde sie in einen kleinen losen Holzpranger gesteckt, der ihre Hände und ihren Hals fixierte. Man band ein Seil um einen Ring in dem Pranger. "Mitkommen!" Schweren Herzens folgte Beatrice dem Mann, der sie führte. Was würde wohl mit den anderen Frauen geschehen? Eigentlich war ihr das egal, sie musste sich erstmal um sich selbst sorgen. 

Sie wurde durch dunkle, feuchte Gänge geführt, vorbei an schweren Zellentüren. Und wieder musste sie an die Geschichte der anderen Sklavin denken. Hinter wie vielen Türen warteten wartete wohl eine Frau darauf, zur nächsten Folter gezerrt zu werden? 

Der Mann  der sie führte blieb stehen und öffnete eine Tür. "Rein da!" 

Beatrice betrat den Raum. Was sie sah entsetzte sie. Sie hatte gedacht, im königlichen Gefängnis gehsbren gehalten zu werden, wäre schlimm gewesen. Doch dies war einfach unmenschlich. 

Der Kerker war ein Raum mit kahlen Steinwänden und dreckigem, feuchtem Boden, auf dem Beatrices nackte Füße gerade standen. Es war eiskalt und roch modrig. Durch eines der vergitterten Fenster fiel ein wenig Licht in dieses erbärmliche Loch. Sie drehte sich um zu dem Mann. "Bitte..."

"Da rüber." Er zeigte auf eine Ecke des Raumes wo eine Kette an der Wand befestigt war.

"Nein bitte, ich will nicht..."

Der Mann setzte ein breites Grinsen auf. Dann trat er in Beatrices Hintern, sodass sie hart auf den Boden fiel und vor Schmerz und Schreck kurz aufschrie. Der Mann lachte. "Und jetzt kriech da rüber, du Miststück!" 

Es hatte ja doch keinen Sinn. Was sollte sie tun? Sie begann, sich mit den Füßen voran zu schieben und konnte spüren, wie sie durch den Boden immer schmutziger wurde. Als sie endlich angekommen war, betrachtete sie sich, so gut es durch den Pranger ging. Sie hatte sich nicht getäuscht. Das, was sie sehen konnte, war völlig verschmutzt. 

Der Mann griff nach der Kette und befestigte das Ebde, welches nicht an der Wand war, an ihrem Fußgelenk. Dann stellte er sich über Beatrice. "So, du kleine Schlampe. Willkommen in deinem neuen zu Hause. Mit dir wird die Gräfin ganz besonders viel Spaß haben." Ein dickes Gronsen erschien auf seinem Gesicht.

"Was meinst du damit?" fragte sie mit zitternder Stimme. Der Mann grinste nur noch breiter und ohne weitere Worte verließ er den Kerker. Er warf die dicke Eisentür zu und ließ sie alleine zurück. Beatrice war mit den Nerven am Ende angekommen. Sie wusste nicht, was man mit ihr vorhatte und was mit ihr geschehen würde. Sie war der rechtmäßige Besitz einer folterphanatischen Sadistin und war ihrer Gnade wehrlos ausgeliefert. Wie lange würde sie in diesem Kerker bleiben? Sie wusste nichts. Nur eines. Sie war definitiv am Ende angekommen. Diesmal konnte sie ihre Tränen nicht mehr unterdrücken.

 

Ende von Teil 1.

 

Vorschau: In Teil 2 wird Beatrice Gräfin Izabela begegnen. Diese wird sie mit ersten Qualen in ihr neues Leben einführen. Ich plane, hieraus eine Langzeitgeschichte zu machen, wenn es bei mir zeitlich möglich ist. Die Einleitung war eher ereignislis, ich weiß, aber sie diente dazu, die Charaktere vorzustellen und den Sachverhalt zu schildern. Ab Teil 2 wird es dann wirklich schlimm für Beatrice. Viel Spaß! 

Kommentar(e)

klasse geschrieben. Hoffentlich stellst Du bald die Fortsetzung ein

Interessante Geschichte, zumindest könnte sie das werden. Allerdings sollte irgendjemand sie, vor dem einstellen, gegenlesen und die Rechtschreibfehler ausmerzen. Manche Wörter sind so verdreht das man die Bedeutung nur erraten kann

Antwort auf von nickybee

Heyho:) 

Das tut mir ehrlich leid. Es ist so, dass ich an einer Sehbehinderung leide und gerade noch 23 Prozent Sehkraft habe, weswegen mir das Erkennen und Schreiben manchmal schwer fällt, daher kann ich Vertipper nicht vermeiden. Tut mir ehrlich leid, aber, wie gesagt, ich gebe mein Bestes :)

Super der Anfang. Gut geschrieben doch muß ich mich meinem Vorgänger anschließen wegen den Schreibfehlern, ich vermute das das/ die Augen schneller als die Finger waren. kommt schon mal vor geht mir nicht besser.

Leider kann ich keine Geschichten schreiben. Ich bin noch nie gut darin gewesen, ich lese sie gerne.

Dennoch weiter so!!!!!

Antwort auf von FlorianAnders

Wie denkst du denn, dass es heissen müsste?! lach

Ein Schreibfehler - wegen dem Schreibfehler

Zwei Schreibfehler - wegen DEN Schreibfehlern 

*klirr* - DER Stein kam wohl von dir selbst. 

Antwort auf von Alya

Singular: "wegen des Schreibfehlers"

Plural: "wegen der Schreibfehler"

Das Ding heißt "Genitiv" und wurde - trotz hartneckiger Verweigerung in weiten Schichten der deutschprachigen Bevölkerung - immer noch nicht abgeschafft.

Hey, vielen Dank :)

Wie bereits deinen Vorgänger informiere ich auch dich darüber, dass Vertipper leider unvermeidlich sind, da ich sehbehindert bin. Mit einem blinden Auge und 23 Prozent auf dem zweiten sind meine Augen nicht nur langsamer als meine Finger - manche Dinge zeigen sie mir nur sehr schlecht oder gar nicht. Daher kann ich nichts dafür, aber ich gebe mein Bestes:)

Wow, das liest sich wirklich klasse!

Ich mag das Setting und finde es sehr schön und gut, dass du dir soviel Zeit nimmst und den Leser lang und breit in die dargebotene Welt einführst. Zwar sind die Rechtschreibfehler ein wenig störend und mildern den Lesegenuss ein wenig, aber du hast dich darüber ja schon in den anderen Kommentaren erklärt. Die Handlung verspricht wirklich vielversprechend zu werden, auch wenn ich als kleine Geschichtsnerdin anmerken muss, dass um 1423 herum im europäischen Mittelalter aufgrund der Christianisierung eigentlich wenig Sklaven aufzufinden sein sollten :)

Ich freue mich schon darauf, mehr von dir lesen zu können!

LG Jana

So, nun aber zur Geschichte:

Mir sind zwei Dinge aufgefallen. Zum einen, die schon von Jana angesprochene Recherche und ein - wie soll ich es nennen - gewisses Risiko im Storyaufbau.

Zur Recherche:

Als Edelmann bezeichnet man schon einen Mann von Adel und die haben nach landläufiger Meinung blaues Blut in den Adern. Wenn Beatrice also die Tochter eines Edelmannes ist, ist sie auch blaublütig. - Ist zugegebenermaßen eine Kleinigkeit, aber man merkt (zusammen mit der Sklaverei und der Bezeichnung "dunkles Mittelalter", dass um 1423 bei weitem nicht mehr so dunkel war), dass du dich nicht allzu tief in die Materie gestürzt hast.

Jetzt muss ich zugeben, dass auch ich außerordentlich Recherche faul bin, von daher überlege dir doch mal, ob es nicht einfacher wäre, wenn du in eine Fantasy-Welt ausweichen würdest, die ja durch die großen Vorbilder vor allem mittelalterlich geprägt ist, aber über die Details (Sklaverei, technische Möglichkeiten etc.) bestimmst du und nicht die Historie.

Zum anderen muss ich einräumen: Wenn ich mich einmal aufgemacht habe und zu irgendwelchen Themen für eine Geschichte recherchiert habe (lässt sich nicht immer vermeiden), war dies oft ausgesprochen inspirierend. Also wenn du mal schaust, was im ausgehenden Mittelalter (und da gehört 1423 hin so abging, wirst du feststellen, dass zu dieser Zeit (und ein Fachmann bin ich auch nicht) die Städte wuchsen, Kaufmannsfamilien wie die Fugger oder die Medici aufstrebten und dabei auch politische Macht zu erlangen suchten, was dem Adel natürlich nicht gefiel. "Stadtluft macht frei" so erinnere ich mich aus der Schulzeit, ist ein Slogan des ausgehenden Mittelalters,da Leibeigene, die in eine Stadt flohen, dort nach einer gewissen Zeit Bürgerrechte bekommen konnten. Das könnte als Hintergrund schon spannend sein, wenn Beatrice, die Tocher eines reichen Kaufmanns wäre. Die Motivation des Adels (Königs), hier jemanden über die Klinge springen zu lassen, war sicher hoch, wenn es denn rechtlich möglich war. Zum anderen ist der Kontrast für eine im freiheitlichen Stadtrecht aufgewachsene Frau, die sich plötzlich als Leibeigene (Sklavin) wieder findet, sicher ein guter Zug für den Spannungsbogen der Geschichte. - Die Mühe könnte sich also lohnen.

Zum Storyaufbau:

Das Beatrice erst einmal alles verliert, ist sehr gut und natürlich für den Start der Geschicht unumgänglich. Doch das sie den Informationen der anderen Sklaven/innen, wer Gäfin Izabella ist und was sie so zu tun pflegt, gleich der Art uneingeschränkt Glauben schenkt und aufgrund dessen große Angst, ja, Panik bekommt, halte ich ungeschickt. Hier legst du die Latte gleich sehr tief für deine Protagonistin. Wenn Beatrice schon jetzt die Hölle auf Erden erwartet, kannst du den Bogen nicht weiter spannen, denn sie wird ja vermutlich genau das bekommen. Überlege dir, ob es nicht sinnvoller sein könnte, dass sie aus der Tatsache, dass sie eben nicht für 50 mickrige Goldstücke verschachert wird, sondern jemand 600 für sie bezahlt, nicht eher Hoffnung schöpfen sollte. Beatrice könnte vielleicht hoffen, dass es einen ihr unbekannten Freund ihres Vaters gibt, ebenfalls ein reicher Kaufmann, der sie retten will. Darüber hinaus (aus Beatrice Sicht, die ja Hoffnung braucht),warum sollte jemand soviel Geld ausgeben, für etwas, dass er kaputt machen will? Entsprechend wird sie den schrecklichen Andeutungen der anderen Sklavinnen vielleicht nicht glauben.

In dem du ihr diese Hoffnung gibst, wird der entgültige Fall, wenn sie erst in den Fängen von Izabela ist, viel größer. Das gibt in punkto Spannungsbogen mehr her.

LG

Flo

Liebe Leser,

 

ich habe vor einigen Tagen diesen ersten Teil der Beatrice hochgeladen. Die Resonanz war positiv, jedoch mit einigen Anregungen und Kritikpunkten, aus denen ich folgendes schließe. Ihr werdet vom weiteren Verlauf der Geschichte enttäuscht sein. Es wurde z.B. ein gewisser Spannungsbogen und historische Inkorrektheit entwickelt. Ihr habt recht hohe Erwartungen an diese Geschichte, von denen ich befürchte, sie nicht zu erfüllen. Die Beatrice-Geschichte wurde kein spannender und historischer Mittelalterroman. Ich habe einen Fetisch für mittelalterliche Foltermethoden und Versklavung. Und diesen will ich hier verarbeiten. Die Geschichte wird eine Erzählung von allen Folterungen und Erniedrigungen, die Beatrice durchstehen muss, aber nicht mehr. Wenn ihr eine tiefgründige Story mit Charakterentwicklung im Stile von den "Shades of Grey" Büchern erwartet, dann lest bitte Beatrice nicht mehr weiter, da ich euch sehr wahrscheinlich enttäuscht werde. Wenn ihr einfach ein bisschen hartes und perverses Kopfkino über die Folterungen einer dreckigen Sklavin haben wollt, werdet ihr mit Beatrice Spaß haben. Ich sage euch das deswegen, damit ihr gleich Bescheid wisst und nicht mit hohen Erwartungen an die Geschichte rangeht, um enttäuscht festzustellen, dass die Geschichte nur ein schmutziger Folterporno ist, dass wird sie nämlich wahrscheinlich werden, abgesehen davon, dass ich schildere was im Kopf der Sklavin Beatrice herumgeht. Ich bin kein Schriftsteller, nur ein Mensch mit harten Phantasien, die ich teilen möchte. Ich hoffe ihr seid nachsichtig und die, die auf diese Art Story stehen, die nur dazu da ist, um sich daran aufzugeilen, werden daran so Spaß haben wie ich.

 

Mit freundlichen Grüßen 

 

Lost

 Hallo Lost, ich finde Deinen Kommentar und auch deine Klarstellung auf die " Kritik " an deiner Geschichte sehr gut und angemessen.

Ich freue mich auf den weiteren Teil mit den Schilderungen der mittelalterlichen Foltermethoden, den das ist es was ich in Geschichten von einem BDSM Forum lesen möchte. Keine tiefgründige Story mit geschichtlich korrektem Hintergrund.

Weiter so.

ich kann mich dem letzten Kommentar nur anschließen. Ich erwarte hartes Kopfkino.  Wann geht es weiter ? Mir gefällt Deine Art Erzählung. 

Ich finde die Kritik durchaus berechtigt,  aber deine Antwort ist auch in Ordnung.  Ich freue mich jedenfalls auch schon auf hartes kopfkino und bin bereits ziemlich gespannt,  was die Gräfin für Foltermethoden so anwendet.  Und auch, ob sie dabei auch befriedigt wird...

Hoffe es dauert nicht allzu lange bis zur Veröffentlichung vonTeil 2