Anna. (Teil 7)

 

Sorry für die lange Wartezeit.
Ich hoffe, dass die Episode die lange Wartezeit gerechtfertigt hat.

Teil 8 kommt fühestens im Sommer... eher noch im Herbst.

Ich danke meiner treuen Tomate für das Lektorat. Für die verbleibenden Ecken, Kanten und Fehler bin ich ganz allein verantwortlich.

 

Anna. Teil 7

Entspannt saß Anna im Schneidersitz auf ihrem Bett und wartete. Sie trug ihre „Lernuniform“, eine eher formlose, kurze, graue Jogginghose und ein knappes Tanktop. Es war fünf Minuten vor Sieben. Also noch genau fünf Minuten bis Peer sie anrufen würde. Sie war nicht verliebt in ihn. Keine Diskussion. Aber sie mochte ganz eindeutig, dass er ganz eindeutig etwas auf sie gab... sonst hätte er sie nicht an jedem Tag ihrer Prüfungszeit, wie abgemacht, um sieben Uhr angerufen. Nein, sie hatte sich nicht verliebt. Sie mochte lediglich seine Verlässlichkeit und freute sich darauf, seine Stimme zu hören. Anna schloss die Augen und entspannte ihren Körper. Sie mochte die Prüfungszeit. Jeden Tag spätestens um 11 Uhr zu Hause zu sein, ein paar letzte Wiederholungen einiger kritischer Teile des Prüfungsstoffs bis 15 Uhr und dann Freizeit. Viel Zeit für sich selbst – um sich in ihrem Zimmer einzuschließen und zu genießen, in Ruhe gelassen zu werden. Vielleicht sogar eine Spur zuviel Freizeit diesmal. Sie langweilte sich ein bisschen. Selbst ihre Geschichte konnte die viele Freizeit nicht ganz schlucken.

Lediglich Peers täglicher Anruf, das gemeinsame Abendessen mit ihrer Mutter um Viertel nach Sieben und Maike, die via Messenger zu jedem möglichen und unmöglichen Zeitpunkt ihre Fragen stellte, brachen ihre selbstgewählte Monotonie etwas auf. Nein! Kein Zweifel möglich! Sie mochte die Prüfungszeit. Sie sah auf das Displays ihres alten Handys: 18:59. Noch eine Minute, und sie würde dem freundlichen Klang Peers Stimme lauschen. Sie freute sich wirklich darauf. Und, nein! Sie war ganz sicher kein bisschen verliebt. Ihr war langweilig. Sie hätte jetzt gerne Peer um sich gehabt. Sie hätte ihn jetzt gern umarmt, ihre Lippen auf die seinen gelegt und ihn all seiner überflüssigen Kleidung entledigt und sich mit ihm… die Zeit vertrieben.

Das Display ihres Handys zeigte jetzt 19:00. Anna zählte. „Eins, Zwei, Drei, Vier…“ Als sie bei Sieben angekommen war, schellte es endlich.

„Hallo Anna!“, kam Peers freundlich-sanfte Stimme aus dem Lautsprecher, und Anna konnte einfach nicht anders als zu lächeln.

„Hallo. Wie geht’s?“, grüßte sie zurück.

„Hier ist alles entspannt. Wie war Französisch?“ Er hatte ihren Prüfungsplan behalten. Sie schätzte es, dass er sich wirklich für sie interessierte.

„Ganz gut, würde ich sagen. Ich habe alle Fragen beantworten können.“

„Morgen war doch Englisch – Gut vorbereitet?“

„Natüüüüürlich“, stellte sie das Offensichtliche fest, das „ü“ in die Länge ziehend.

Dann lenkte Anna das Gespräch auf Peer. Sie ließ ihn von seinem Arbeitstag und seinen Sorgen erzählen. Auch seine Prüfungen kamen näher und näher. Dann wechselten sie auf Belanglosigkeiten, und Anna erwischte sich selbst dabei, ihr Gespräch künstlich in die Länge zu ziehen. Sie hasste Smalltalk und über Belanglosigkeiten zu sprechen. Aber bei Peer war das anders, sie hörte einfach seine Stimme so gerne. Gegen 19:20 Uhr beendeten sie ihr Gespräch, und Anna ging nach unten in die Küche.

Bei den Gerüchen, die sie dort empfingen, lief ihr schon das Wasser im Munde zusammen. Mama hatte extra wegen der Abiprüfungen ihren Arbeitsplan verändert und hatte sich auch nicht von Anna davon abhalten lassen. Anna lächelte und sah mit leuchtenden Augen zur Küchenzeile hinüber. „Riecht super!“, sagte Anna begeistert. „Caesar Salad?“ „Caesar Salad“, bestätigte Mama. Mit zwei großen Löffeln füllte Anna sich ihre Schüssel voll. Ein leichter Salat mit vielen Vitaminen war genau das, was sie an so einem heißen, schwülen Sommertag brauchte.

Sie aßen schweigend. Anna mochte das an ihrer Mutter, dass sie gemeinsam einfach die Stille genießen konnten. Als beide ihre Gabeln weggelegt hatten, brach ihre Mutter die Stille. „Und?“ Anna lächelte hintergründig. „Ich bin gut auf morgen vorbereitet.“ Das war nicht, was Mama hatte wissen wollen, und Anna wusste das genau. Und Mama wusste, dass Anna das wusste.

Annas Mutter ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Wie ich dich kenne, bist du perfekt vorbereitet. Also: Uuuuund?“, wobei sie das „u“ über Gebühr streckte. Anna lächelte weiter und tat so, als hätte sie die Frage nicht verstanden. „Und was?“ „Du weißt genau, was ich meine. Also?“ So sehr Anna diese kleinen Spielchen mit ihrer Mutter genoss, wusste sie, dass sie sie nicht unbegrenzt auf die Folter spannen sollte. „Ich habe mit Peer gesprochen“, sagte sie in einem neutralen Ton. „So so, mit Peer gesprochen!“, jubelte ihre Mutter. „Worüber denn? Über Pläne für’s Wochenende?“ Anna seufzte leise und sagte: „Nein, am Wochenende lerne ich mit Maike.“ Sie hoffte, dass das fröhlicher geklungen hatte, als sie sich gerade fühlte. Sie hatte Maike schon vor langer Zeit versprochen, das kommende Wochenende mit ihr zu lernen. Noch nie war Anna so sehr in Versuchung, eine Ausflucht zu finden, um aus dieser Verpflichtung rauszukommen. Unbewusst schüttelte Anna den Kopf. „Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen!“, erinnerte sie sich. Sie würde dieses Wochenende ohne Peer auskommen müssen. Warum tat ihr dieser Gedanke bloß so weh?

Gegen acht Uhr küsste Anna ihre Mutter zum Abschied auf die Wange und zog sich auf ihr Zimmer zurück. Sie startete ihren Computer. Sofort ploppte der Messenger auf. Maike hatte einige Fragen. Anna hatte Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und auf Maikes Fragen einzugehen, so sehr musste sie an Peer denken. Gegen Neun hatte sie endlich alle Fragen von Maike beantwortet. Sie war froh, als sie sich von Maike verabschiedet und den Messenger geschlossen hatte. Sie setzte sich zurück, atmete tief durch. Sie dachte zurück an den letzten Samstag. Sie hatten gemeinsam mit Mama Pizza gemacht, und Anna war erleichtert gewesen, weil Peer Mamas Herz im Sturm erobert hatte. Mama hatte gegrinst, als sie sich von den Beiden verabschiedet hatte. Leise, beinahe unhörbar, hatte sie Anna noch „viel Spaß“, gewünscht. Das Funkeln in ihren Augen hatte keine Frage offen gelassen, welche Art von Spaß sie dabei wohl gemeint hatte.

Als sich die Tür hinter Annas Mutter geschlossen hatte, waren sie nicht übereinander hergefallen, wobei ein gewisser Teil Annas sich nichts sehnlicher gewünscht hätte – Scheißhormone! Sie hatten es langsam angehen lassen. Sie hatten Filme auf alten DVDs geschaut. Annas Lieblingsfilme: „Forrest Gump“, „And Then There Were None“, „Ladykillers“. Er hatte sie festgehalten, was sie genossen hatte, und sie hatte sich an ihn geschmiegt. Sie hatte gelächelt, weil er sich zuerst nicht getraut hatte, seine Hand auf ihre Brüste zu legen, und sie dafür hatte sorgen müssen, dass seine Hand ‚zufällig‘ auf ihre Brust traf. Sie hatte sich zurückhalten müssen, ihren kleinen Busen nicht gegen seine Hand zu drücken. „Er ist noch so unschuldig“, dachte Anna lächelnd. Sie fühlte sich beinahe schlecht, seine Unschuld zu kompromittieren.

Er hatte ihre Brüste ganz sachte gedrückt, liebkost. Sie hätte ihm am liebsten gesagt, dass sie kein Püppchen war, das bei der ersten Berührung auseinander fiel. Aber aus den flüchtigen Berührungen waren intensive Küsse geworden, und schnell hatten sie sich ihrer Kleidung entledigt. Sie hatte gemerkt, dass er sich immer noch zurückhielt. Sie lächelte verträumt. Sie würde ihm noch zeigen müssen, dass sie nicht zerbrechlich war. Ihr war so heiß gewesen, und ohne nachzudenken hatte sie ihre Beine um ihn gelegt, bereit seinen Penis in sich aufzunehmen. Sie war überrascht gewesen, als er sich aus ihrer Umklammerung befreite. Jetzt, im Nachhinein, war sie froh und ein bisschen beschämt, dass er einen kühlen Kopf behalten und an das Kondom gedacht hatte. Sie hatte es glatt vergessen. In diesem Moment war sie wie eine Wildkatze in Hitze gewesen, bereit, sich auf ihn zu stürzen. Dann hatten sie Liebe gemacht, sanft aber intensiv, und sie war auf ihre Kosten gekommen. Ihr hatte in diesem Moment wirklich nichts gefehlt, aber woher kamen dann ihre Fantasien? Waren das etwa nur dumme Hirngespinste?

Sie hatte noch am Montag einen Termin bei ihrem Hausarzt gemacht und sich die Pille verschreiben lassen. Sicher war sicher! Sie atmete nochmal tief durch. Sie spürte, dass sie noch nicht würde einschlafen können. Also beschloss sie, den letzten Teil ihrer Geschichte noch einmal nach zu lesen und vielleicht noch einige neue Absätze hinzuzufügen.

 

 

Anna – Oder ein Lehrjahr ist kein Herrenjahr

Teil 6

Ein leises Lächeln lag auf Annas Lippen, als sie Montag zur Schule ging. Ein Lächeln, das ganz von selbst noch breiter wurde, als sie sah, wer sie an der Schulpforte schon erwartete. Mit einem wohligen Schauer dachte sie daran, wie er sie am Samstag durch bloßen Körperkontakt beruhigt hatte und schmiss sich in seine Arme.

Händchenhaltend betraten sie die Klasse. Sie hatten beschlossen, erst gar nicht zu versuchen, ihre neue Beziehung zu verheimlichen. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte sich Anna einsam auf ihrem Platz ganz vorne links. Zum ersten Mal seit langer Zeit hätte sie sich gewünscht, dass da jemand neben ihr säße. Zeitweise kam es ihr so vor, als krieche die Zeit nur so – Sekunde um Sekunde. Anna sehnte die Pausen herbei, um kurz zu ihm zu gehen für ein kurzes Gespräch oder nur für einen Lächeln oder auch nur für einen Blick. „So nah und doch so fern.“ Die ganze Tragik dieser Worte wurde ihr erst an diesem Tag so richtig bewusst. Mit einem Wort, auf einmal war alles anders.

Anna wäre am liebsten aufgesprungen, um einen kleinen Freudentanz aufzuführen, als endlich die Pausenklingel ging. Wie selbstverständlich ging sie diesmal mit Jonas zum Essen. Sie aßen schweigend, und es dauerte eine ganze Weile, bis endlich einer Mitschüler den Elefanten im Raum anzusprechen wagte. „Und?“, fragte er erwartungsvoll. Anna sah auf. Was würde Jonas jetzt sagen? Sie sah ihn mit einem Blick an, der zwischen ängstlich und erwartungsvoll schwankte .„Und was?“, fragte Jonas trocken zurück. „Ach komm schon! Du weißt genau was ich meine“, brach es aus ihm heraus. „Stimmt“, gab Jonas trocken zurück. „Kein Kommentar. Nichts, was irgendwen interessieren könnte.“ „Komm schon, Mann! Das kannst du uns doch nicht antun!“, rief ein anderer. „Doch. Ich kann.“ Und damit war dieses Gespräch beendet. Anna lächelte glücklich. Es war wirklich nichts weiter passiert. Sie hatten ein fantastisches Wochenende miteinander verbracht und getan, was junge Verliebte so taten. Sie hatten sich geküsst, Händchen gehalten und sich ganz normal geliebt. Nichts, was irgendwen etwas anging.

Anna hätte sich am Nachmittag einen anspruchsvolleren Unterricht gewünscht. Der hätte sie wenigstens etwas ablenken können. So kurz vor den Prüfungen wurde nur noch alter Stoff wiederholt. Das waren Wiederholungen, die Anna überhaupt nicht nötig hatte. Sie machte zwar stoisch alle Übungen, eine schwache Ablenkung war ja immerhin besser als überhaupt keine, aber trotzdem war sie zu jedem Zeitpunkt, und sei es nur im Hinterkopf, bereits dabei, ihren Nachmittag zu planen.

Anna war unendlich froh, als die Schulklingel sie an diesem Nachmittag endlich erlöste. Verdammt! Wenn sich jeder Tag so zog wie dieser, würden das noch verdammt lange Wochen werden, bis das Schuljahr endlich rum war. Langsam räumte sie ihre Sachen weg, um dem allgemeinen Ansturm auf die in die Freiheit führende Schultür zu entgehen. Aus den Augenwinkeln konnte sie sehen, dass Jonas es ihr gleichtat. Sie war froh, dass der instinktive Drang ihrer Mitschüler, viel Abstand zwischen sich und das Schulgebäude zu bringen, stärker war als die Neugierde über ihre neue Beziehung zu Jonas. Als der letzte ihrer Mitschüler und der Lehrer die Klasse verlassen hatten, stand sie auf. Jonas kam ihr entgegen. Sie fielen sich in die Arme und gaben sich einen innigen Kuss wie zwei Verliebte, die sich monatelang nicht gesehen hatten. Das war schmalzig, aber Anna war das in diesem Moment herzlich egal. Hand in Hand gingen sie zum Lehrerzimmer, um mit Frau Janssen zu sprechen.

Unruhig rutschte Stella Janssen auf ihrem Stuhl herum. Ihr Hintern war wund. Inständig hoffte sie, dass ihre Kollegen im Lehrerzimmer den Grund ihrer Unruhe nicht bemerkten. Sie hatte ihren Mann am Freitag darum gebeten, sie klein zu machen und ihr weh zu tun. Sie hatte den inneren Drang gespürt, Buße zu tun. Eric wusste, wie er sie büßen lassen konnte, das musste sie ihm lassen. Er hatte sich wirklich alle Mühe gegeben, ihr den possessiven Aspekt ihres dominanten Verhaltens regelrecht auszutreiben. Er hatte ihr klar gemacht, dass sie Anna nie besitzen würde, so sehr sie sich das auch wünschte – wie konnte sie auch jemals hoffen, dass Anna eines Tages ihr gehören könnte? Sie gehörte schließlich ihrem Mann – mit Haut und Haaren – und liebend gerne.

Müde und erschöpft, aber glücklich dachte sie an das Wochenende zurück. Er hatte auf ihr gespielt, wie auf einem gut gestimmten Instrument. Er hatte sie unterworfen. Er hatte ihr aufs Neue klar gemacht, wer in ihrer Beziehung der Dominante und wer in ihrer Beziehung die Submissive war. Das hatte Stella irgendwie erleichtert. Die klare Rollenverteilung machte ihr Leben für diesen Moment so einfach, so entspannend. Sie hatte das gebraucht. Er hatte ihr weh getan – gerade so viel, wie sie dachte, für ihn ertragen zu können. Und dann noch ein kleines bisschen mehr – gerade so viel, wie sie für ihn ertragen wollte. Und sie hatten sich geliebt. Er war rauh gewesen. Nicht grob, aber fordernd und dominant. Wehmütig dachte sie an das Wochenende zurück. Aus Erfahrung wusste sie, dass ihr geschundener Hintern sie noch einige Tage an dieses intensive Wochenende erinnern würde.

Stella hatte sich wirklich, ehrlich, ernsthaft vorgenommen, Anna Schülerin sein zu lassen. Eine besondere Schülerin zwar, aber eine Schülerin. Nicht Objekt ihrer Begierde, sondern Mensch, dem sie einige essentielle Dinge beibringen musste. Nicht zuletzt für sich selbst zu sorgen. Doch als sie Jonas und Anna, die beiden Verliebten, an der Tür zum Lehrerzimmer auftauchen sah, versetzte ihr das einen Stich. Verdammt! Sie war noch lange nicht über den Berg, wie sie feststellte. Ihr possessives Ich, die „Hexe“, wie sie diesen Teil selbst nannte, hätte in diesem Moment nichts lieber getan, als Einzelgespräche mit den Beiden zu führen, um Zweifel zu sähen. Die Hexe hatte noch lange nicht aufgegeben. Die Hexe würde bis zuletzt dafür kämpfen, dass Anna eines Tages ihr gehörte.

Mit einem heftigen Kopfschütteln verscheuchte Stella diese Gedanken. Sie straffte sich und stand auf. Sie würde sich nichts von ihrer Müdigkeit, ihrer Erschöpfung und ihrer körperlichen Pein anmerken lassen. Sie konnte das – es war ja schließlich bei weitem nicht das erste Mal. Sie zwang sich zu einem Lächeln, hoffte, dass es ehrlich rüber kam, und ging auf die beiden zu. Sie begrüßte sie freundlich und in einem fröhlicherem Ton als ihr zu Mute war. Sie suchten sich einen freien Klasseraum. Stella schloss nicht ab. Sie hatte heute nichts Besonderes vor. So lange Anna mit Jonas zusammen war, würde es schwer werden, Anna spontan auf die Freitagssession vorzubereiten. „Wäre es nicht viel schöner und viel einfacher, wenn Anna wieder Single wäre?“, wollte die Hexe wissen, aber Stella verscheuchte diesen Gedanken sofort wieder.

Als sie Platz genommen hatten, ergriff Stella das Wort. „Ich bin sehr froh, dass ihr beiden zusammengefunden habt“, log Stella, darauf hoffend, dass sie nicht rot wurde. „Aber das heißt, dass wir einige Dinge neu regeln müssen“, fuhr sie geschäftsmäßig fort. Anna und Jonas sahen sie interessiert an. Sie wandte sich an Anna: „Jetzt wo du einen Freund hast… willst du vielleicht mit den Sessionen aufhören?“ Hatte Stella da vielleicht Hoffnung in ihrer Stimmung gespürt. Die Hexe war jedenfalls heftig zusammengezuckt. Das hatte Stella deutlich gespürt.

Entgeistert sah Anna sie an. Sie hatte sich diese Frage ganz eindeutig noch nicht gestellt. Auch Jonas schien von ihr ziemlich überrascht zu sein. ‚Teens!‘, dachte Stella und zwang sich zu einem weiteren Lächeln. Sie sah die beiden erwartungsvoll an. Sie wollte eine deutliche Antwort. „Ich habe da überhaupt noch nicht drüber nachgedacht“, stellte Anna das Offensichtliche fest. „Ich glaube, dass ich noch verdammt viel lernen kann.“ Und fügte nach einer kurzen Gedankenpause hinzu: „Lernen muss.“,. „Und was ist mit dir?“, wandte sich Stella an Jonas. „Wie fühlst du dich, wenn deine Freundin sich vor der versammelten Klasse erniedrigt?“, fragte Stella schärfer, als sie das eigentlich beabsichtigt hatte.

Äh, das ist nicht so einfach“, meinte Jonas. Der junge Mann nahm sich Zeit. „Ich glaube, es ist nicht so schlimm, wenn die anderen gucken und sich aufgeilen… So lange sie Anna nicht berühren. Ich will der einzige sein, der sie berührt.“ Seine Antwort kam sehr entschieden. Stella legte ihren Kopf schief und stellte nachdenklich zwei Fragen. „Erstens: Was ist, wenn ich sie berühre?“ „Das ist nicht so schlimm“, sagte der Schüler. „Das ist etwas anderes.“ ‚Wenn du wüsstest!‘, dachte Stellas Hexe amüsiert. „Zweitens: Du glaubst?“ „Naja“, druckste Jonas herum. „Ich habe noch nie zugesehen, während sie meine Freundin war.“ Er machte eine Pause. „Wie soll ich denn wissen, wie sich das anfühlt?!“

Ich habe für diese Woche ‚Impactplay‘ vorgesehen. Also Spanking, vielleicht etwas Paddling, vielleicht ein wenig und ganz leichtes Flogging. Wisst ihr was das ist?“ Beide nickten. „Seid ihr damit einverstanden? Ihr hattet ja bereits eine kleine Kostprobe.“ „Also ich fands geil“, befand Anna unbeschwert. Und bevor sie Anna fragen konnte, ihre Meinung weiter zu auszuführen, fuhr sie fort. „Alleine schon… Jonas darum bitten zu müssen, mir den Hintern zu versohlen fand ich schon… ähh…“ Sie lächelte kokett. „Hocherregend?... Und das Spanking selbst war mindestens ebenso… hocherregend.“ „Was hast du gefühlt?“, fragte Stella neugierig – ihre eigenen Erfahrungen mit denen der jüngeren Schülerin vergleichen wollend. „Ich kann das nicht wirklich beschreiben“, sagte die Schülerin nach den richtigen Worten suchend. „Autsch…Ahhhh…?... Verstehen sie?“, fragte Anna verständnisheischend. Die Pädagogin nickte wissend. „Erst ist da ein stechender Schmerz, aber der verwandelt sich sofort in einen Genuss?“, fragte die Lehrerin. „Ja, so in etwa“, antwortete Anna.

Also du hast keine Probleme damit, wenn wir das noch ein wenig weiter entwickeln?“, fragte die Lehrerin zur Sicherheit. „Also was mich betrifft, nicht“, antwortete Anna.

 

Als Anna an diesem Sonntagabend auf ihrem Schreibtischstuhl Platz nahm, drehte sich ihr der Kopf. Maike hatte sie an diesem Wochenende wirklich voll erwischt, und selbst das Siebenuhrgespräch mit Peer hatte sie nicht wieder vollkommen zurück in die Spur bringen können. Sie war Maike wirklich voll auf den Leim gegangen, und sie wusste in diesem Fall wirklich noch nicht, ob das gut oder schlecht war. Sie wusste nur, dass sie sich am besten noch ein paar Dinge aus dem System schreiben sollte, bevor sie am nächsten Morgen zur Prüfung ging, ansonsten drohten Fehler oder Schlimmeres, Freud’sche Fehlleistungen. Aber alles der Reihe nach:

Wie versprochen war Anna am Samstagmorgen zu Maike gefahren und hatte den ganzen Tag mit ihr gelernt. Da waren schließlich noch ein paar sehr wichtige Fächer in der zweiten Woche, und das ganze Erklären tat auch Anna gut – schließlich hoffte sie für ihre Zeit an der Uni auf einen auskömmlichen Zuverdienst als Nachhilfelehrerin. Und Maikes Eltern hatten ihr bereits versprochen, sie wärmstens weiterzuempfehlen, wenn sich die Möglichkeit bot. Es war ein warmer Sommertag, und Anna trug T-Shirt und ihre einzige kurze Hose. Sie reichte ihr bis gerade übers Knie.

In jedem Fall waren sowohl Anna als auch Maike schon ziemlich müde, als sie gemeinsam mit Maikes Eltern zu Abend aßen. Das Abendessen fiel auf sieben Uhr, und Anna hatte Peers Anruf schmerzlich vermisst. Maikes Eltern waren nach dem Abendessen in die Stadt gefahren, und Anna und Maike hatten weiter im Arbeitszimmer „gelernt“.

Sowohl Maike als auch Anna waren von dem langen Tag erschöpft. Beiden war klar, dass sie nicht mehr allzu lange und nicht allzu intensiv lernen würden. „Anna. Ich habe so einen Durst. Würdest du uns bitte etwas Wasser aus der Küche holen?“ Anna konnte sich ein Grummeln nicht verkneifen. Schon den ganzen Tag hatte Maike sie immer wieder wie einen Dienstboten herumgescheucht, und das in Maikes allerliebsten Ton. Sodass sie nicht einmal sauer auf Maike sein konnte, sondern nur auf sich selbst. Weil die sonst ach so schlagfertige Anna es aus irgendeinem Grund nicht fertig brachte, ihrer Freundin Paroli zu bieten. Böse sah Anna auf, aber Maike hielt ihrem wütenden Blick stand und schaffte es, so süß „bitte“ zu sagen, dass Anna grummelnd aufstand, um eine Karaffe Wasser zu bringen.

„Danke Anna! Du bist eine fantastische Nachhilfelehrerin.“ Dieses Lob ging Anna runter wie Öl. Sie lernten noch eine weitere halbe Stunde, und Anna musste zugeben, dass ein Glas kaltes Wasser wirklich gut tat. „Anna, ich bin so müde. Wie wäre es mit alternativen Lernmethoden?“ Der Tonfall, in dem Maike das gesagt hatte, garantierte ihr Annas volle Aufmerksamkeit. „Wie zum Beispiel?“, fragte Anna in einem Ton, der irgendwo zwischen Neugier und Misstrauen schwankte. „Auf dem Wohnzimmertisch liegt ein Päckchen mit einem Geschenk für dich. Würdest du es bitte holen.“ Diesmal hatte Anna genug. „Und warum kannst du es nicht selbst holen?“, fragte sie weitaus schärfer, als sie das beabsichtigt hatte. Besonnen antwortete Maike: „Erstens, weil es dein Geschenk ist. Und zweitens, weil du das genießt. Ich habe dich beobachtet, meine kleine Dienerin. “

Damit hatte sie Anna vollkommen auf dem falschen Fuß erwischt. Ihre Gesichtszüge entgleisten und zeigten die gesammelte Unsicherheit der jungen Frau, die ihre Rolle noch so überhaupt nicht gefunden hatte. Über sowas zu fantasieren war eine Sache. Darüber Geschichten zu schreiben schon eine andere. Aber es auszuleben, auch in einer unschuldigen Ausprägung, war eine andere Welt. In diesem Moment noch unvorstellbar. Und wie sie Maike kannte, würde das Spiel auch nicht mehr lange unschuldig bleiben. Anna wusste auch nicht, wieso, aber ihr kamen die Tränen. Sie wusste auch nicht, warum, aber sie hätte wenig Probleme gehabt, ihrer Freundin zwischen die Beine zu kriechen und auf der Stelle zu befriedigen und sei es gefesselt. Das war nur Sex. Heißer, aber oberflächlicher Sex. Was Maike hier zu etablieren versuchte, war mehr, war tiefer, und Anna hatte das dumpfe Gefühl, dass dieses Spiel, wenn verkehrt gespielt, das Potential hatte, sie zu verzehren.

Maike nahm ihre Freundin in den Arm. „Sch… Warum weinst du? Du bis gut, wie du bist, und ich würde dich nicht anders haben wollen.“ Anna beruhigte sich langsam wieder. Sie fühlte sich so lächerlich, sich dermaßen von solch einer Lappalie von den Socken hauen zu lassen. Zuckersüß fragte Maike ein weiteres Mal: „Würdest du bitte dein Geschenk aus dem Wohnzimmer holen?“ Diesmal fügte sich Anna. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und holte ihr Geschenk. Es war ein ziemlich großes Paket. Es war weich, hatte aber einige harte Kanten. Anna konnte wirklich nicht sagen, was es war.

„Ich hatte dir ja ein Geschenk versprochen, wegen der Sache mit Jo und Peer“, meinte Maike. „Das wär doch nicht nö…“ „Sch…, versprochen ist versprochen“, sagte Maike sanft. „Mach’s auf!“ Vorsichtig, ja geradezu zögerlich öffnete sie das Paket. Beim Anblick ihres Geschenks wäre sie beinahe hintenüber gefallen. „Ach du Scheiße!“, krächzte sie. Mehr bekam sie nicht heraus. Entgeistert betrachtete sie das über ein weiches Kissen drapierte Häuflein aus schwarzem Leder und silbrig glänzenden Metall. Ihr Magen zog sich zusammen. Das konnte Maike doch nicht ernst meinen. Das ging doch nicht. Sie legte das Kissen auf den schweren Tisch im Arbeitszimmer und ließ sich kraftlos in ihren Stuhl fallen. Fragend sah sie Maike an.

„Freust du dich nicht?“ Maike konnte oder wollte ihre Enttäuschung über Annas Reaktion nicht verbergen. Annas natürlicher Reflex war es, höflich zu sein und Maike zu versichern, dass sie sich ganz sicher über ihr Geschenk freute. Aber diesmal widerstand sie ihren Reflexen. Nein. Sie freute sich nicht. Das Set aus Halsband und Manschetten überwältigte sie, machte ihr Angst. Nein, für Freude war da in ihren Gedanken gerade verdammt wenig Platz. „Das ist zu viel“, brachte Anna heraus. „Ach was! Das hat gerade mal dreihundert Euro gekostet, Lieferung eingeschlossen.“ Maike quasselte leicht dahin, als sei das das Einfachste der Welt. „Und meine Eltern haben ja auch mitbezahlt.“

Anna hätte nicht geglaubt, dass ihre Gesichtszüge noch weiter entgleisen konnten. Aber nun musste sie aussehen, als hätte sie gerade in eine Zitrone gebissen. Maike erkannte ihren Fehler sofort. „Nein! Nein! Nein! Sie haben keine Ahnung. Ich sollte von ihnen ein ‚Dankeschön‘ kaufen. Sie denken, sie hätten für ein Wochenende in den Thermen bezahlt. “

„Das ist alles so viel“, brachte Anna heraus. „Ich will nicht unhöf…“,„Sch…“, schnitt Maike ihr wieder sanft das Wort ab. „Ich wollte dir mit diesem Geschenk vor allem sagen, dass… naja… dass ich langsam etwas mit deinen Geschichten anfangen kann“, versuchte sie sich deutlich zu machen. „Ich bin nur nicht submissiv.“

„Maike, ich…“ „Probiere sie doch einfach mal an“, sagte sie sanft. „Aber…“ „Komm schon! Tu’s für mich. Bist du denn so gar nicht neugierig?“ „Doch, schon, aber was ist, wenn…“ „Das sehen wir dann schon“, würgte Maike die Diskussion sachte ab. Sachte, geradezu andächtig, nahm Maike das Halsband des Sets und hielt es vor sich hin. „Darf ich es dir anlegen? Bitte!“

Anna war unfähig, etwas zu sagen. Schließlich nickte sie resigniert. Maike nahm jetzt auch den Rest des Sets, denn alle Lederteile waren mittels dünner Kettchen miteinander verbunden. Maike wollte in diesem Moment keine Zeit damit verschwenden, alle Teile voneinander zu lösen. „Würdest du eben deine Haare hochhalten?“ „Danke.“

Anna konnte das Gefühl, dass das sich schließende Lederhalsband bei ihr auslöste, kaum beschreiben. Später kamen ihr Worte wie ‚überwältigend‘ oder ‚ehrfurchtgebietend‘ in den Sinn. Ein echtes Halsband zu tragen löste in ihr jedenfalls ein Gefühl echter Demut aus, sodass sie Maikes nächsten Anweisungen wie auf Autopilot Folge leistete.

„Würdest du bitte aufstehen? Kannst du mal eben deine Arme zu mir hinstrecken. Gut so danke.“ Anna registrierte, wie jetzt auch ihre Handgelenke von weichem Leder umschlossen wurden. Eher interessiert als verängstigt betrachtete sie das Kettchen, dass von ihrem Halsband nach unten lief und in einem kleinen Metallring auf Brusthöhe endete. Von diesem Ring gingen drei Kettchen ab. Zwei liefen zu den Manschetten und an einem hing in diesem Moment der ganze Rest des Sets. Interessiert bemerkte Anna, dass sie in ihren Bewegungen eigentlich kaum eingeschränkt war.

Als hätte sie Annas Gedanken gelesen, sagte Maike: „Ich mag Zierbondage irgendwie. Und was soll ich mit einer Dienerin, die sich kaum bewegen kann?“ Beim Wort „Dienerin“ erschauderte Anna erneut. Ihr wurde gleichzeitig heiß und kalt. Was passierte da gerade mit ihr? Anna war überrascht, wie gut sich der breite Gürtel anfühlte, als Maike ihn festschnallte. Maike zog mit einem Finger an dem Kettchen, das den Brustring mit dem Gürtel verband. „Ich mag nicht, dass die Kettchen hier so lose hängen“, sagte sie kritisch. „Zum Glück kann man kürzere bestellen.“

Maike kniete sich vor ihre Freundin und legte ihr die Fußmanschetten an. Fasziniert betrachteten beide Frauen das lange Kettchen, das vom Gürtel bis zu einem Ring ging, der vielleicht zwanzig Zentimeter über dem Boden baumelte, und durch den ein weiteres Kettchen gezogen war, welchess ihre Fußmanschetten miteinander verband. „Würdest du bitte ein paar Schritte gehen? Vorsichtig!!!“ Anna wäre beinahe gestürzt, weil sie ihre Beinfreiheit überschätzt hatte. Nach einigen Schritten konnte sie in etwa einschätzen, wie groß sie ihre Schritte machen konnte. Maike betrachtete ihre Freundin anerkennend. „Boah. Du siehst wirklich toll aus.“ Anna schwieg und ließ die Situation erstmal auf sich wirken.

„Wie fühlst du dich?“, fragte Maike. Anna hatte ihre Gedanken noch nicht geordnet und sagte, was ihr gerade in den Sinn kam, ungeordnet und ungefiltert: „Ich weiß nicht. Anders? Komisch? Aufgeregt?“ Maike nahm Anna in den Arm – und küsste sie. Weil es sich richtig anfühlte, ihre sichtlich verunsicherte Freundin zu küssen. Anna erwiderte die Zuwendung, erst zögerlich, dann immer leidenschaftlicher. Nach einiger Zeit brach Maike den Kuss, und als beide wieder zu Atem gekommen waren, sagte sie: „Schauen wir mal, ob du dich daran gewöhnen kannst.“ Sie grinste breit. Dann rief sie mit Herrischer Stimme: „Dienerin! Die Karaffe ist leer. Ich warte!“ Anna war so, als hätte jemand ihren eigenen Willen einfach weggewischt. Sofort setzte sie sich in Bewegung, als wäre es das natürlichste der Welt, von ihrer besten Freundin Befehle zu bekommen. So schnell es ihre Fußfesseln zuließen, bewegte sie sich in die Küche.

Minuten später war Anna zurück. Sie hatte erhebliche Mühe, in ihren Fußfesseln zu gehen und gleichzeitig nichts zu verschütten. Sie war froh als sie die schwere Karaffe auf den Tisch des Arbeitszimmers abstellen konnte. Als Belohnung erhielt sie ein strahlendes Lächeln und ein Dankeschön. Anna war zufrieden. Maike drehte sich dann zu ihren Unterlagen auf dem Arbeitstisch um. Anna wusste nicht so recht, was sie machen sollte. Sie hatte keine Anweisungen bekommen, also blieb sie einfach stehen, wie und wo sie war. Maike suchte etwas, fluchte leise, als sie es zuerst nicht fand, fand es schließlich aber doch. Es waren die Kärtchen mit Französischvokabeln. „Du bist eine tolle Nachhilfelehrerin“, sagte Maike. „Ich bewundere vor allem deine Leidenschaft und… ähh… deine Offenheit, um auch ähh… unkonventionelle Lehrmethoden einzusetzen.“ Maike grinste.

Maike nahm an dem Arbeitstisch Platz und legte die Vokabelkärtchen vor sich hin. „Ich bin vor allen Dingen von deinem letzten Vorschlag begeistert“, flötete sie. Natürlich hatte Anna keinen Vorschlag gemacht. „Deine ‚Motivationsidee‘ ist einfach fantastisch… wir mussten die einfach mal ausprobieren.“ Anna stand immer noch da und blickte ihre Freundin ratlos, wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg an. „Wenn du dann bitte unter den Tisch kommen könntest… genau zwischen meine Beine wäre nett“, flötete Maike, und Anna ging endlich ein Licht auf. „Die Regeln sind ganz einfach“, sagte Maike. „So lange ich die Vokabeln richtig übersetze, leckst du. Verstanden?“

„Grenouille – Frosch… oh, Anna! Tortue – Schildkröte, ahh! Carrefour – Kreuzung ohh jaa…“ Und so lange Maike die Vokabeln gut übersetzte, leckte und schlabberte Anna Maike mit großer Leidenschaft. Anna machte ihre Sache gut, denn schon nach etwas mehr als zwei Dutzend Vokabeln näherte sich Maike schon einem Höhepunkt. „Véhicule – Fortbewegungsmittel. Oh Anna! Du. Bist. Die. Beste. Lehrerin. Der Welt.“ Dann fühlte Anna, wie ein Beben durch den Körper ihrer Freundin ging und sie einen kleinen, spitzen Schrei losließ. Dieser Schrei wurde schnell lauter, als Anna trotz Maikes Höhepunkt einfach weitermachte und so enthusiastisch an Maikes Kitzler knabberte, dass sie unverzüglich ein zweites Mal kam. Maike plumpste zurück auf ihren Stuhl und rührte sich nicht mehr. Nur ihr bebender Atem war zu hören. Anna bewegte sich nicht von der Stelle und wartete wie eine gehorsame Dienerin auf weitere Anweisungen.

Geduldig wartete Anna, bis Maike wieder auf der Erde angedockt hatte. „Danke Anna… Du bist eine fantastische Lehrerin“, schnaufte sie. „Würdest du bitte die Papiere zusammenlegen? Ich muss noch ein bisschen… ähh… ausruhen.“ Gehorsam krabbelte Anna unter dem Tisch hervor und begann, ruhig die Unterlagen zu ordnen. Immer wieder sah sie zu Maike hinüber. Der verklärte, tief zufriedene Ausdruck auf dem Gesicht verschaffte Anna ein Gefühl einer tiefster Zufriedenheit.

Als alle Unterlagen geordnet waren, zogen sich die beiden Freundinnen in Maikes Zimmer zurück. „Du bist eine fantastische Frau“, raunte ihr Maike zu, als sie Annas Fesseln löste. „Und als Dienerin ein Naturtalent“, fügte sie hinzu, während sie Anna entkleidete. Und mit den Worten „…und eine fantastische Nachhilfelehrerin“ stieß sie ihre nackte Freundin aufs Bett, um sich ausgiebig für Annas erwiesene Dienste zu bedanken.

Anna wurde am nächsten Morgen in Maikes Armen wach. Sie hatte grässliche Kopfschmerzen. Sie hatte viel zu wenig geschlafen. Maikes mürrischer Gesichtsausdruck verriet ihr, dass es ihrer Freundin auch nicht viel besser ging. Als sie sich erhob, um auf die Toilette zu gehen, spürte sie, wie steif sie eigentlich war. Zu allem Überfluss war sie auch noch wund… ausgerechnet zwischen ihren Beinen, wie sie schamvoll dachte. Der Gedanke an die letzte Nacht lockte trotz der Pein ein leises Lächeln auf Annas Lippen. Maike hatte wirklich alle Register gezogen, um ihre Dankbarkeit zu bezeugen. Sie hatte alle Register gezogen, und sie hatte sich ihrer Lust einfach hingegeben. Sie hatte irgendwann nicht einmal mehr ihre Höhepunkte gezählt. Und jetzt würde sie dafür bezahlen. Ein kleiner Preis, wie Anna befand.

Als sie aus dem Bad zurück kam, hätte sie sich am liebsten wieder ins Bett gelegt. Aber es half alles nichts. Sie mussten sich beim traditionellen Sonntagsfrühstück blicken lassen – ob Anna wollte oder nicht. Maike reichte ihr ein Aspirin und schluckte selbst auch eins runter. Verschwörerisch grinsend sahen sich die beiden Freundinnen an. Das war es zu hundert Prozent wert! Darüber konnte kein Zweifel bestehen. Sie schlurften eher hinunter als dass sie gingen.

Maike fluchte. Ausgerechnet an diesem Sonntag hatte Marc beschlossen, sie mit seiner Anwesenheit zu beehren. Warum gerade heute?! Maikes Eltern grinsten sich an. „Ihr seht aus, als hättet ihr gestern Abend noch seeeeeehhhr lange gelernt“, stellte Hilde, Maikes Mutter, süffisant grinsend fest. Anna machte ein seriöses Gesicht. „Ja. Es ist ziemlich spät geworden.“ Sie blieb dabei ernst. „Französisch ist ja nicht Maikes beste Sprache … darum fand ich es nötig, ein paar alternative Lehrmethoden zu gebrauchen.“

Maike schaffte es gerade so, ihre Überraschung zu verbergen. „Aber ich glaube, dass Maike die Prüfung Montag schaffen wird. Die Vokabeln, die kann sie jetzt jedenfalls.“ Maike fühlte einen seltsamen Stolz auf ihre Freundin, als sie bemerkte, dass das Grinsen ihrer Eltern offener Hochachtung für Anna, ihrer Geliebten, wich. Glücklich lächelnd nahmen die beiden am Frühstückstisch Platz. „Würdest du mir bitte die Brötchen geben?“, flötete Maike. Lächelnd nahm Anna den Brotkorb und reichte ihn ihrer Freundin. Anna genoss den intimen Moment und die Schmetterlinge in ihrem Bauch. Danach ließ Maike sie in Ruhe essen.

„Appetit kommt beim Essen, wie wahr!“, dachte Anna als sie Brötchen nach Brötchen vertilgte. Sie war ganz mit sich selbst beschäftigt. Erst als ihr Name fiel, horchte Anna auf. Hilde gratulierte ihr zu ihrem neuen Freund. „Er soll sehr nett sein“, meinte sie lächelnd. „Habe ich gehört.“ Anna wusste auch nicht warum, aber sie wurde rot. „Dankeschön! Ja ist er“, sagte sie verlegen. Doch noch bevor sie darüber nachsinnen konnte, hatte sich Marc in das Gespräch eingeklinkt. „Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch!“ Er schien sich aufrichtig für Anna zu freuen. Paradoxerweise fand ein bedeutender Teil Annas das gar nicht so toll.

Den Rest des Tages verbrachten Anna und Maike mit Lernen. Anna war wirklich froh, dass sie es diesmal schaffte vor sieben Uhr zu Hause zu sein. Sie vermisste Peer. Seine Stimme am Telefon zu hören tat ihr gut, beruhigte sie ein wenig und half ihr dabei, ihr Gleichgewicht wiederzufinden. ‚Interessant!‘ Wie musste es erst sein, wenn sie irgendwann einmal wirklich verliebt war?!, dachte sie bei sich. Gegen halb acht machte sie sich Abendessen, dann nahm sie sich Zeit, um noch ein paar Zeilen an ihrer Geschichte zu schreiben.

 

Jonas und Anna. Anna und Jonas. Dieser Gedanke war noch sehr neu für die beiden. Sie mussten sich erst noch kennen lernen, sich aufeinander einspielen. Dass Anna kein ganz normales Mädchen war und dass alle über sie redeten, machte die Sache natürlich nicht gerade einfacher. Wie konnte man mit jemandem zusammen sein, dessen intimste Körperstellen von allen Mitschülern in allen Details gesehen worden waren? Das erforderte eine ganz andere Art von Vertrauen und Intimität. Anna fand es schwer, sehr schwer.

Frau Janssen hatte Anna und Jonas nach der letzten Stunde am Mittwochnachmittag zu sich gebeten und Anna hing ihren Gedanken nach. Sie dachte nicht zum ersten Mal darüber nach, ob sie „die Sache“, sie wusste nicht, wie sie sie anders hätte nennen sollen, nicht besser beenden sollte. Die Zweifel mussten ihr ins Gesicht gestanden haben, denn die Lehrern fragte sie sofort, ob alles in Ordnung sei. Anna wusste nicht so recht, was sie antworten sollte. Es war wohl übertrieben, wenn sie einfach so ihr Herz ausschüttete. So entschied sie sich für ein eher halbherziges „Alles in Ordnung.“

Stella Janssen erkannte die Zurückhaltung der Schülerin sofort. „Wenn es euch nichts ausmacht, würde ich gerne ein paar Dinge mit euch testen“, sagte sie. „Freitag geht’s um Spanking, aber auch um Paddling und Flogging.“ Die Schüler antworteten nicht, sahen sie nur erwartungsvoll an. „Spanking dürfte nach unseren Erfahrungen ja kein Problem sein. Aber beim Gebrauch von Schlaginstrumenten sollte man nichts überstürzen.“ Die Lehrerin wurde wegen des anhaltenden Schweigens der beiden Schüler zunehmend unsicher. „Naja. Ich fände es wichtig, wenn wir die Schlaginstrumente kurz testen können. Es wäre doch Mist, wenn wir erst in der Mitte der Session feststellen, dass die Schlaginstrumente zu hart sind.“

Jonas sah Anna fragend an. Die Schülerin nickte nachdenklich. Ja. Das ergab soweit Sinn. Aber Begeisterung konnte man von ihr in diesem Moment aber nicht erwarten. Die Lehrerin merkte, dass sie einfühlsam vorgehen musste und fragte, ob es Anna recht wäre, wenn Jonas ihr assistierte. Sie wandte sich erneut an Anna: „Ich finde, dass ich so wenig wie möglich zwischen euch beide kommen sollte.“ Die Hexe in Stella heulte laut auf und stampfte wütend auf den Boden. „Ihr seid jetzt ein Paar und dem sollten wir Rechnung tragen, finde ich.“ Anna lächelte. Das war genau das, was sie jetzt brauchte. Vielleicht war es ja doch nicht nötig, „die Sache“ vorzeitig zu beenden.

Nachdem sie abgeschlossen hatte, erinnerte sie die beiden Schüler, insbesondere Jonas, an die beiden Safeworte. „Jonas, würdest du deine Freundin bitte entkleiden?“, fragte die Lehrerin sachlich. Dann genoss sie den Anblick, wie Jonas seiner Freundin vorsichtig Kleidungsstück für Kleidungsstück auszog. Erst das T-Shirt und die Shorts, dann den BH und das Höschen. Und zuletzt Sneakers und Socken. Die Zeichen waren eindeutig. Annas Atmung ging heftig und ein verräterisches Glitzern zeigte sich zwischen den Beinen der jungen Frau. Stella war erleichtert, dass ihre Spiele die Schülerin immer noch zu erregen schienen.

Anna, dreh dich um und gehe zum Lehrerpult! Jonas, würdest du ihr bitte Folgen.“ Subtil machte die Lehrerin die Hackordnung deutlich, was Annas submissive Instinkte Funken sprühen ließ. Langsam folgte Stella den beiden. Anna stand nun mit dem Rücken zu Jonas – ganz dicht am Lehrerpult. Stella umrundete das Möbel, sodass sie den beiden genau in die Augen sehen konnte. Was sie sah gefiel ihr. Anna war im Begriff sich in diesem kleinen Szenario zu verlieren, und Jonas musste sich ganz offensichtlich zurückhalten, die Beule in seiner Hose nicht gegen den nackten Hintern seiner Freundin zu reiben.

Jonas. Geh bitte ganz nah an deine Freundin ran. Gut so! Und jetzt umarme sie von hinten. Nicht so schüchtern! Ich glaube, sie hat nichts dagegen wenn du deine Hände auf ihre Brüste legst. Ja. Knete sie ruhig etwas! Ich glaube sie mag das. Sie ist nicht aus Glas!“ Frau Janssen betrachtete genießerisch das Bild, dass sich da vor ihren Augen entspann, bis sich Annas Hände bewegten.

Anna!“Die Schülerin schrak zusammen. „Nimm deine Hände da weg!“ Schuldbewusst legte sie ihre Hände eng an ihre Seiten. „So ist’s brav! - Jonas. Ich glaube sie ist jetzt so weit.“ Jonas reagierte nicht. „Jonas!“, rief die Lehrerin nun nachdrücklicher. „Sie ist jetzt so weit...Anna, lehn dich etwas vor. Gut so – schau, dass dein ganzer Oberkörper auf dem Pult liegt! Ja. So ist’s recht! Und jetzt spreiz deine Beine! Weiter! Komm schon. Da geht noch was! Jonas! Hilf ihr etwas!“ Grinsend sah Stella, wie Jonas ohne viel Federlesen die Beine seiner Freundin so weit spreizte, wie er konnte.

Stella gab den beiden eine kleine Verschnaufpause. Dann wandte sie sich unvermittelt an Jonas. „Ist deine Freundin so nass, wie ich denke?“ „Die läuft gerade aus“, meinte Jonas lakonisch. Anna war zu geil, um sich zu schämen. „Bevor wir die Spielzeuge ausprobieren, solltest du deine Freundin etwas vorwärmen“, meinte die Lehrerin. „Erinnerst du dich an Freitag? Reiben, Reiben, Schlag – Reiben, Reiben, Schlagen.“ Jonas nickte. „Fang an!“ Stella holte sich einen Stuhl, setzte sich hin, lehnte sich zurück und schlug die Beine übereinander. Sie war jetzt vielleicht noch einen Meter von Annas Gesicht entfernt, auf dem sich Geilheit und Pein immer wieder abwechselten. Bis nur noch Geilheit übrig blieb. Selbst Stellas innere Hexe hatte ihre helle Freude bei dem Schauspiel, dass sich ihr darbot.

Ich glaube, sie ist jetzt warm genug“, sagte Frau Janssen trocken. Zögernd hörte Jonas auf. Er war offensichtlich traurig, jetzt schon aufhören zu müssen. Die Lehrerin nahm ihre Handtasche vom Fußboden und stellte sie neben Annas Kopf auf das Lehrerpult. Sie holte einen mit Leder überzogenen Pingpongschläger hervor. „Das werden wir zuerst testen.“ Sie ging zu Jonas hinüber, der ihr bereitwillig Platz machte. „Ich zeige dir, wie’s geht – dann machst du weiter“, Jonas nickte. Er hätte nicht gedacht, dass die Lehrerin ihm eine solch große Rolle geben würde. „Schau gut hin!“, erklärte die Lehrerin. „Du schlägst aus dem Handgelenk, nicht mit dem Arm.“ Dann ließ sie das Paddle auf Annas nackte Haut klatschen, und Anna schrie auf. „Ruhe da vorne! Das war noch gar nichts.“, rief die Pädagogin und ließ noch zwei ähnliche Hiebe auf Annas andere Pobacke niedergehen. Und diesmal war von Anna wirklich nichts zu hören.

Die Lehrerin nahm sich danach abermals Zeit, um über Annas Hinterteil zu streichen. „Wenn du lange und hart schlägst, gibt’s blaue Flecken oder Schwellungen. Jetzt ist da aber noch kein Problem. Hier, versuch du mal“, sagte die Lehrerin. „Einen links – einen rechts.“ Klatsch. „Ja. Das ist ungefähr die richtige Anfangsstärke.“ Klatsch „Du machst das richtig gut.“ Frau Janssen rieb wieder über Annas Hinterteil, doch diesmal wanderten ihre Finger nach unten und trafen Annas Scham. „Es kann nicht schaden, deine Freundin immer mal wieder daran zu erinnern, warum sie sich diese Tortur antut. Nämlich, weil es sie geil macht!“ Während sie in aller Ruhe an Annas Schamlippen und Kitzler spielte, begann Anna laut zu stöhnen. „Die paar Schläge waren überhaupt nicht schlimm, nicht wahr Anna?!“ Unter lautem Stöhnen antwortete die Schülerin: „ja, Frau Janssen.“ „Na da hörst du’s“, flötete die Lehrerin. Ein lautes, schmatzendes Geräusch ertönte, als sie ihre Finger aus Annas Muschi zog. „Gib ihr noch fünf… du brauchst die Übung für Freitag.“

Die Lehrerin nahm wieder auf ihrem Stuhl vor Annas Gesicht Platz. Doch diesmal beugte sie sich vor und hielt Anna ihre mit Annas Saft beschmierten Finger hin. Sofort nahm die Schülerin die Finger in ihren Mund und leckte sie. Dann gab die Lehrerin Jonas das Zeichen, wieder anzufangen. Laut zählte die Lehrerin mit. „Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf.“ Erst beim letzten Schlag hatte Anna erneut einen leisen Laut von sich gegeben. Eher ein Wimmern als einen Schrei. Die Lehrerin erkannte, dass Anna ein paar Tränen in die Augen geschossen waren. Sanft streichelte sie ihr über die Haare und strich ihr über die Wange. Mit warmer Stimme sprach sie zu ihr. „Das hast du großartig gemacht! Du warst sehr tapfer! Ich bin stolz auf dich.“ Sie sah in Annas Blick pure Dankbarkeit, die Stellas Herz erwärmte. Nur ihre verdammte Hexe, hätte am liebsten boshaft und laut losgelacht.

Frau Janssen gönnte Anna etwas Erholung, ehe sie sich langsam erhob und eine kleine Peitsche aus ihrer Handtasche holte. Langsam schritt sie damit zu Jonas hinüber, der sie mit großen Augen ansah. Sie lächelte breit: „Keine Sorge. Das Ding ist weitaus harmloser als es aussieht. Halt mal deinen Arm hin.“ Dann ließ sie die Peitsche auf seinen Arm niedersausen. Instinktiv versuchte Jonas, seinen Arm vor den herannahenden Peitschenenden in Sicherheit zu bringen, schaffte es aber nicht. Er war überrascht von dem Effekt. Oder besser gesagt: dem Mangel an Effekt, den diese Peitsche auf seine Haut hatte. „Das ist der weichste Flogger, den ich finden konnte“, stellte die Lehrerin fest. „Wenn ich mich recht erinnere, fühlt sich ein Schlag an, als würde man mit ein paar Büroklammern beworfen“, meinte die Lehrerin. „Ein wenig Irritation. Sonst nichts.“ Jonas nickte.

Anna, bist du bereit, ausgepeitscht zu werden?“, rief die Lehrerin übermütig. „Äh. Ja?!“, kam es zögerlich zurück. Die Lehrerin grinste. Die Schülerin hatte nicht zugehört. „Auch mit dem Flogger, du schlägst mit dem Handgelenk und nicht mit dem Arm“, sagte die Lehrerin eindringlich. „Auch wenn das ein weicher Flogger ist. Wenn du mit dem ganzen Arm schlägst, ist das nicht schön für sie.“ Mit diesen Worten zog sie die Peitsche vier oder fünf Mal über Annas Rücken. Auch diesmal schrie Anna beim ersten Hieb laut auf. „Das ist die Überraschung“, erklärte die Lehrerin. Nach dem fünften Hieb hielt die Lehrerin inne. „Na, wie war’s?“, fragte die Lehrerin zu Anna hinüber. „Komisch“, meinte sie nur. „Wie komisch?!“, die Lehrerin gab nicht auf. „Naja, es kitzelte mehr als dass es weh tat. Aber ich glaube, dass es mit jedem Schlag ein bisschen mehr weh tut, aber das ist nicht schlimm, denn der Schmerz fühlt sich mit jedem Schlag besser an“, brach es aus der Schülerin hervor. „Besser hätte ich es auch nicht sagen können!“, rief die Lehrerin fröhlich.

So, jetzt du… leichte Hiebe in schneller Folge…“ Klatsch, Klatsch, Klatsch, Klatsch „Ja, genau so!“ Frau Janssen nahm wieder auf ihrem Stuhl Platz und sah Anna in die Augen. „Na?! Zehn mehr dürften ohne Probleme drin sein, nicht wahr?!“ Anna nickte, und die Lehrerin gab Jonas das Zeichen anzufangen. Nach den zehn Hieben ging Jonas' Atem durch die ungewohnte Anstrengung ein wenig schneller, aber vor allem Anna atmete heftig. Frau Janssen holte eine Tube mit Salbe aus ihrer Handtasche und legte sie auf das Lehrerpult. Dafür steckte das Paddle hinein. Sie ging zu Jonas hinüber, sah bedeutsam zu Annas rötlichen Schamlippen und der Beule in seinen Jeans hinunter und sagte hintergründig: „Ich lasse euch beiden jetzt mal ein wenig Privatsphäre. Gebrauche den Flogger! Sie wird das mögen.“ Jonas nickte. Wenn du fertig bist, nicht vergessen sie einzucremen. Ein guter Dom, gibt acht auf seine Sub.“

Stella musste beinahe eine halbe Stunde warten, bis ihre beiden Turteltäubchen mit rotem Kopf, aber glücklich grinsend aus der Klasse kamen. Schnell drückten sie ihr den Flogger und die Salbe in die Hand, die die Lehrerin schnell in ihrer Handtasche verschwinden ließ. Dann machten sich die drei aus dem Staub.

 

Vorsichtig setzte sich Anna auf ihren Bürostuhl, mehr aus Gewohnheit als echter Notwendigkeit. Es war inzwischen Mittwoch und die schmerzhaften Ereignisse des Wochenendes waren inzwischen etwas verblasst. Inständig hoffte sie, dass das auch für die Striemen galt die Maike am Samstagabend kreuz und quer über ihre Pobacken gezogen hatte, denn heute hatte sie ihre letzte Prüfung abgelegt und heute Abend würde sie Peer wiedersehen. Und sie hatte natürlich keinerlei Lust, ihm die Herkunft dieser Striemen erklären zu müssen. Anna schluckte schwer, als sie ihre Jeans aus- und ihr Höschen herunterzog. Sie fluchte. Die Striemen waren zwar weitgehend verblasst, aber noch immer sichtbar. Für Anna jedenfalls. Unter diesen Umständen konnte sie es wohl nicht riskieren mit ihrem Peer Liebe zu machen. Mit zusammengebissenen Zähnen verwünschte sie Maike, die ihr das eingebrockt hatte, und sich selbst, weil sie dieses dumme Huhn einer besten Freundin nicht besser unter Kontrolle gehalten hatte. Dienerin hin, Dienerin her! Maike war zu sorglos in ihren Experimenten. Aber sie wollte jetzt eigentlich nicht mehr böse sein. Maike und sie hatten alles am Sonntag ausführlich besprochen und ihre Perspektiven verglichen. Und Maike hatte sich entschuldigt – richtig zerknirscht – so zerknirscht, wie nur Maike das konnte. Alles war jetzt gut. Aber alles der Reihe nach:

Anna war am Samstagmorgen zu Maike gefahren. Aufgeregt hatte Maike sie bereits an der Bushaltestelle erwartet. „Stell dir vor! Sie sind übers Wochenende weggefahren. Sturmfrei bis Dienstag!“, jubelte Maike, dann wurde sie ernst. „Da ist nur ein Haken.“ „Ahja?“, fragte Anna mäßig interessiert. „Ja. Sie bestehen darauf, dass du sie anrufst.“ „Hä?“ „Aus irgendeinem Grund glauben meine Eltern, dass ich eine riesige wilde Party steigen lasse, wenn du nicht da bist, um auf mich aufzupassen.“ „Aha?!“ „Ja. Äh. Das könnte daran liegen, dass ich genau das beim letzten Mal getan habe“, meinte Maike betreten. „Ah“, grinste Anna. Gemeinsam gingen sie zu Maikes nach Hause.

„Hier ist das Telefon. Die Nummer steht auf dem Notizblock. Ich hole unsere Sachen.“ Mit diesen Worten ließ Maike Anna im Arbeitszimmer alleine. „Na, dann wollen wir mal!“, dachte Anna und nahm den Hörer des Festnetztelefons ab. Es klingelte drei Mal bis sie die Stimme von Maikes Vater hörte. „Guten Morgen!“, grüßte Anna fröhlich. „Maike sagte, ich soll euch anrufen und sagen, dass alles in Ordnung ist.“ „Hallo Anna!“, antwortete der Mann. „Gut von euch zu hören. Wir würden uns freuen wenn du nochmal am Nachmittag und vor dem Schlafengehen anrufen könntest.“ In diesem Moment hörte Anna, wie Maike zurück in das Zimmer kam. „Sorry, dass wir dich da reinziehen. Weißt du, das letzte mal ist es nicht so gut gelaufen“, sagte der Mann. „Maike hat sowas angedeutet“, antwortete Anna diplomatisch. „Wir vertrauen dir. Du wirst schon dafür sorgen, dass Maike keine Dummheiten anstellt… Anna?“ Anna hatte es die Sprache verschlagen, den Maike war mit dem vollen Set aus Halsband, Gürtel und Manschetten gekommen. „Ähh ja. Ich werde schon dafür sorgen, dass Maike keine Dummheiten macht!“, versicherte sie dem Mann. „Bei mir bin ich mir da aber weniger sicher…“, fügte sie in Gedanken hinzu, während sie sich verabschiedete.

Maike hielt das Set an dem schwarzen Halsband fest und ließ alles andere runter baumeln. Anna sah ihre Freundin zweifelnd an. „Ach komm schon! Du weißt so gut wie ich, dass wir Bio, Physik und Chemie nicht wirklich nötig haben“, sagte Maike. Da musste Anna ihr eigentlich recht geben. Sie hatten beide die Fächer bis auf das absolute Minimum abgewählt. Lehrstoff war lächerlich gering, und die Punkte trugen bei ihnen kaum zur Abinote bei. „Anna…“, sagte Maike in einem beschwörenden Tonfall. „… wir haben echt gut gearbeitet. Ich glaube, dass sogar ich eine annehmbare Abinote geschafft habe. Wir haben uns wirklich ein wenig Spaß verdient“, meinte sie. „Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Dienerin eine verdammt gute Nachhilfelehrerin ist.“ Maike wusste meisterhaft auf Annas Klaviatur zu spielen, und Anna fügte sich. Sie beugte ihren Kopf vor, sodass Maike ihr das Halsband anlegen konnte.

Anna sah fragend zu Maike hoch, als sie bemerkte, dass diese sich nicht rührte. „Wir sind heute ganz alleine hier“, meinte sie vieldeutig. Anna schluckte. Was Maike da von ihr verlangte, war heftig. Doch dann zuckte sie mit den Schultern. Sie war nur einmal jung – wann sollte sie experimentieren, wenn nicht jetzt?! Also entledigte sie sich ihrer Kleidung und gestattete es Maike, sie mit den Lederutensilien auszustatten. Mit dem Halsband und den Ledermanschetten fühlte sich Anna wie ein anderer Mensch. Sie hatte von jeher Freude daran gehabt, anderen Menschen im allgemeinen zu helfen und ihrer Freundin im besonderen Dinge zu erklären. Die Fesslung und ihre Rolle als Dienerin fügten dem noch eine Komponente sexuellen Genusses hinzu. Anna war im Himmel.

Wie selbstverständlich machte Anna Brote zu Mittag, servierte sie ihrer Geliebten und war überglücklich, als diese ihr ein Wort des Dankes und einen innigen Kuss schenkte. Auch den Nachmittag verbrachten die beiden damit zu lernen. Vor allem Chemie erwies sich für Maike als ziemlich schwerer Brocken bis… ja bis die beiden vom Flur her eine Stimme hörten.

„Hallo?! Maike? Anna? Jemand zuhause?“ Vor Schreck ließ Anna ihren Kuli fallen. „Scheiße, Marc! “, brachte Maike gerade noch hervor. Zum Glück reagierte sie geistesgegenwärtig. Sie schüttelte Anna aus ihrer Schreckstarre. „Du musst das Teil loswerden und dich anziehen. Na los! Wird’s bald! Ich schinde Zeit.“

Anna sah noch, wie Maike nach draußen hastete, und hörte, wie sie ihren Bruder vorwurfsvoll ermahnte, leise zu sein, weil Anna im Arbeitszimmer mit chemischen Formeln beschäftigt war. Als Anna aus dem Arbeitszimmer kam, musste sie sich anstrengen, ihren Atem unter Kontrolle zu halten, so sehr hatte sie sich gesputet. „Marc wollte uns anbieten, Essen für uns zu holen. Ist das nicht allerliebst?“, flötete Maike. „Aber wir wollten doch Thai kommen lassen“, antwortete Anna, wobei sie ein gerüttelt Maß Enttäuschung in ihre Stimme legte. „Kein Problem“, meinte Marc schnell. „Ich bin dann mal wieder weg. Ich sehe euch morgen Nachmittag“, sagte er zu seiner Schwester. Zu Anna sagte er, „ich soll dich von meinen Eltern nach Hause fahren.“

Als Marc gegangen war, prusteten beide Schülerinnen gleichzeitig los. „Verdammt, das war knapp! Wir müssen in Zukunft besser aufpassen“, sagte Maike erleichtert. Anna konnte dem natürlich nur zustimmen. Sie war es schließlich, die hier Kopf und Kragen riskierte. Den Rest des Tages behielt Anna ihre Kleidung an, für den Fall, dass Marc doch noch zurück kam. Sie ließen sich, wie angekündigt, Thai kommen und zogen sich dann nur mit einer Flasche Rotwein bewaffnet in Maikes Zimmer zurück.

Rotwein, Rotwein, immer wieder Rotwein. Jedes Mal, wenn sie etwas Dummes tat, hatte sie davor Rotwein getrunken – sowohl fiktiv als auch real, sinnierte Anna. Vielleicht sollte sie diesem Getränk endlich abschwören – zu ihrem eigenen Besten. Wie dem auch sei: Sie hatten beide auf Maikes breiter Couch gehockt. Maikes Kopf ruhte auf Annas Schulter. Sie hatten sich unterhalten, oder hatte nicht vor allem Anna über ihre Beziehung mit Peer erzählt. „Weiß er von dir?“, Maike musste nicht weiter ausführen, was sie gemeint hatte. Anna verneinte. „Ich weiß auch nicht, ob das so eine gute Idee wäre“, meinte sie. „Wieso?“, wollte Maike wissen. „Ich bin eigentlich ganz zufrieden, wie es gerade läuft“, sie nippte an ihrem Rotwein. „Vielleicht sollten meine Fantasien… du weißt schon… einfach Fantasien bleiben.“

„Eigentlich?!“, fragte Maike grinsend. „Ach… streich das ‚eigentlich‘ Er fängt an zu bemerken, dass ich kein Püppchen bin, das bei der ersten kleinen Berührung auseinanderfällt.“ „Ah“, Maike lächelte wissend. „Du magst es also auch, wenn er dich ein bisschen hart rannimmt?“ Anna war ein bisschen verlegen über die kompromisslose Offenheit ihrer Freundin. „Naja… er darf mich jedenfalls noch ein bisschen härter anpacken als bisher“, sagte sie nachdenklich. „Das solltest du ihm sagen…“, warf Maike ein. „Ich weiß nicht“, Anna zweifelte. „Hast du die Kerle immer noch nicht verstanden?!“, fragte Maike heftiger als sie gewollt hatte. „Was du denen nicht unmissverständlich telegrafierst, kapieren die einfach nicht.“

Dann hatte Maike ziemlich abrupt das Thema gewechselt. Maike bedankte sich bei Anna, dass sie ihr die neuen Teile ihrer Geschichten noch vor deren Veröffentlichung zu lesen gab. Die junge Autorin hatte sich bei Maikes Bitte, ihr doch Einblick in die Geschichten zu gewähren, anfänglich etwas schwer getan. Sie hatte den Eindruck, dass sie Maike damit einen Einblick in ihre intimsten Fantasien gewährte. Eigentlich ein eher lächerlicher Gedanke, denn sie hatte ja vor, die Geschichte zu veröffentlichen, eben nur mit einer kleinen Verzögerung. „Ich glaube, ich habe ein Geschenk, dass dir gefallen könnte“, meinte Maike. Fragend sah Anna sie an. „Erstmal will ich dich bettfein machen“, sagte Maike und holte Annas’s Lederset wieder hervor.

Anna war aufgeregt und dachte gar nicht erst daran, sich zu widersetzen, als Maike ihr abermals das Halsband anlegte. Zu Annas Verwunderung machte sich ihre Freundin als nächstes daran, ihr den breiten Ledergürtel anzulegen. Anna genoss das Gefühl, wie sich das weiche Leder an ihre Haut schmiegte. Die Manschetten baumelten noch nutzlos an ihr herunter, aber dieser Zustand sollte nicht mehr lange anhalten. Sanft nahm Maike Annas Hände und umschloss sie mit den passenden Ledermanschetten. So weit, so bekannt. Doch dann verband Maike Annas Ledermanschetten jeweils mit einem D-Ring an der Seite ihres Gürtels. Anna war jetzt wirklich wehrlos. Unfähig, sich zu wehren oder zu befreien. Sie spürte, wie das Adrenalin in ihre Adern schoss und sie aufmerksam werden ließ. Sie spürte Schmetterlinge im Bauch und bemerkte, dass ihr Körper angefangen hatte zu zittern. Eine körperliche Reaktion, von der sie bislang nur gelesen hatte.

Im nächsten Moment strahlte Maike ihre Freundin an. „Du hast echt keine Ahnung, wie ich mich auf diesen Moment gefreut habe. Das ist alles total aufregend für mich.“ ‚Für mich auch‘, dachte Anna, der dieser plötzliche Überschwang etwas Angst machte. „Hast du deine Nippelklammern dabei?“, fragte Maike. ‚Ah. Ja. Die Nippelklammern!‘, schoss es Anna durch den Kopf, sie hatte sie am Morgen in ihren Ranzen gepackt und den ganzen Tag nicht mehr an sie gedacht. „Verdammt. Sorry! Die sind im letzten Fach in meinem Ranzen. Unten.“ „Macht nix“, meinte Maike generös. Mit den Worten „Nicht weglaufen, ja?!“, ließ sie Anna stehen und hastete davon.

„Scheiße“, grummelte Anna, als Maike zur Türe heraus war. „Verdammt Mädchen, was machst du hier eigentlich?!“ schoss es ihr durch den Kopf. Am liebsten hätte sie Maike gebeten, sie los zu machen und gehen zu lassen. Sie war so aufgeregt, so unsicher, so gespannt. Und sie hatte Angst vor dem, was Maike mit ihr anstellen würde, oder besser, was sie mit sich anstellen lassen würde. Sie fühlte sich hilflos, schwach und ausgeliefert. Und so geil. Dann hörte sie Maikes schnelle, stampfende Schritte auf dem Gang. ‚Verdammt, die hat es eilig‘, dachte Anna, bevor Maike regelrecht durch die Tür brach. Triumphierend hielt sie die metallenen ‚Folterwerkzeuge‘ in die Höhe.

„Lernen schön und gut!“, flötete Maike. „Nach der ganzen Theorie heute habe ich Lust auf ein kleines Experiment.“ Ein Experiment, das scheinbar den Gebrauch von Nippelklammern einschloss. Anna schwante Böses. Doch dieses Böse machte sie auch an. „Und ich habe mich schon die ganze Woche auf dieses Experiment gefreut.“ Anna konnte sich irren aber, in ihren Ohren klang Maikes Stimme ein wenig heiser. „Ich dachte, du stehst nicht auf diesen Scheiß“, antwortete Anna. Ihre Unsicherheit ließ sie etwas schnippisch werden. „Wenn ich dieses Zeug selbst tragen soll, dann nein… nicht wirklich… Aber wenn’s darum geht, dass du das Zeug für mich trägst, dann ist das was gaaaaanz Anderes“, säuselte Maike. „Aha. Das hatte ich befürchtet“, antwortete Anna trocken. „Wie befürchtet? Wenn hier eines feststeht, dann dass DU ganz sicher auf diesen perversen Scheiß abfährst, also spar dir jede blöde Bemerkung, Dienerin.“ Dieses eine Wort schlug bei Anna wie eine Bombe ein. Sie wusste auch nicht warum, aber mit einem Mal konnte sie ihrer Freundin nicht mehr in die Augen schauen. Sie wurde kleinlaut und senkte den Blick. „Ja“, sagte sie mit leiser Stimme. Maikes Augen glänzten. Sie genoss die Situation und ihre Macht ganz offensichtlich. „Ja, was?“ Anna schluckte. Jetzt spürte sie, wie auch noch ihre Kehle trocken wurde. „Sag es!“, setzte Maike nach. „Ja. Herrin?“ „Braves Mädchen.“

Das jagte einen veritablen Schauer über Annas Rücken. „Braves Mädchen.“ Zwei Worte, die sie gleichzeitig so glücklich machten und so erniedrigten! Ihr war nach Weinen zumute. Weinen?! Nein! Heulen wie ein Schlosshund! Aber sie hatte schon seit Jahren nicht mehr geweint. Sie konnte, durfte nicht weinen. Sie musste stark sein. Nur die Starken machen etwas aus ihrem Leben. Maike nahm jetzt Tuchfühlung auf und rückte Anna so nah auf die Pelle, dass sie die Wärme von Maikes weichem Körper durch den dünnen Stoff spüren konnte. Ihr war in dieser schwülen Sommernacht so unglaublich heiß. Sie hatte das Gefühl, dass sie aus allen Poren schwitzte. Maikes Mund war dann ganz nahe an Annas Ohr. „Ich bin gespannt, ob du diesmal genauso abgehst“, hauchte sie. Das ließ Anna kurz erschaudern. Oder war es ein leichter Windstoß, der sie durch das offene Fenster erreichte und ihr bewusst machte, dass sie untenrum sehr feucht war?

Maike blieb dicht hinter Anna stehen und wartete, bis sich diese an sie schmiegte. Wie in Gedanken versunken wog Maike die Nippelklammern in ihren Händen. Maike sprach, wie zu sich selbst: „Also, ich könnte die Dinger nicht tragen. Die tun mir viel zu weh.“ Anna zog heftig die Luft ein, als ihre linke Brustwarze von der ersten der beiden Nippelklammern gequetscht wurde. Maike spürte, wie sich Annas ganzer Körper anspannte. „Wie fühlt sich das an?“, fragte Maike neugierig. Anna versuchte, ruhig zu atmen. „Es tut weh. Sehr.“ Sie blies die Backen auf. „Aber ich weiß, dass es gleich besser wird.“ Als Maike spürte, dass Annas Anspannung etwas nachließ, brachte sie die andere Nippelklammer an. Maike hörte, wie Anna ein leises Wimmern entfuhr. Sie musste einen inneren Drang unterdrücken, das Spiel sofort abzubrechen. Man brachte eine gute Freundin nicht zum Wimmern vor Schmerzen. Und umso schuldiger fühlte sie sich, daß sie zugeben musste, dass sie dieser kleine Schmerzenslaut sie überaus erregt hatte. Verdammt! Anna war die Perverse in ihrem kleinen Spiel, und das sollte verdammt nochmal so bleiben!

Um ihre eigene Erregung zu überspielen, flüchtete sich Maike in Fragen. „Gewöhnt man sich eigentlich an die Teile?“ Als Anna ihre Atmung wieder unter Kontrolle hatte, antwortete sie lakonisch: „Ja. Man gewöhnt sich dran.“ Und fuhr nach einer halben Minute fort. „Sie tun inzwischen auch nicht mehr so weh wie am Anfang.“ „Interessant. Wie oft trägst du sie eigentlich?“, fragte Maike nun. Anna schoss das Blut ins Gesicht. Sie senkte unwillkürlich den Blick und antwortete betreten: „so gut wie jeden Abend.“ „Aber warum trägst du sie, wenn sie so weh tun?“ Anna legte den Kopf schräg, während über eine gute Formulierung nachdachte. „Es ist schwer zu beschreiben. Wenn du mit meinen Nippeln spielst, werde ich geil. Wenn du meine Nippel kneifst, werde ich sehr geil. Und wenn du meine Nippel mit Klemmen quetschst, dann… laufe ich aus!“ ‚So! Jetzt ist es raus!‘, dachte Anna erleichtert und bemerkte, wie Maikes Hand en passant zu Annas Schritt wanderte. Maike überprüfte, dass das, was Anna da gerade gesagt hatte, der Wahrheit entsprach, obwohl der schwere Geruch in der Luft eigentlich schon alles besagte. „Aber der Schmerz wird mit der Zeit besser?“, fragte Maike. „Er verschwindet beinahe ganz und kommt erst wieder, wenn man die Klammern abnimmt“, sagte Anna und fügte dann mit einem leisen Lächeln in der Stimme hinzu: „wenn man sich nicht heftig bewegt oder mit der Kette spielt!“

Maike fragte sich, ob sie Annas Ton richtig gedeutet hatte. Forderte sie sie etwa heraus, genau das zu tun? Sie beschloss, es zu wagen. „Sie die Schmerzen schon weg?“, fragte sie. „Beinahe“, antwortete Anna. Inzwischen hatte sich Heiserkeit in Annas Stimme geschlichen. Maike nahm das Kettchen, das die beiden Nippelklammern verband, in die Hand und wog es. Sie versuchte, sein Gewicht zu schätzen, Fünfzig Gramm vielleicht, vielleicht Hundert. Sie war schon immer sauschlecht im Schätzen gewesen. „Was würde passieren, wenn ich dieses Kettchen hier hochhalten und dann fallen lassen würde?“, fragte Maike, als könne sie kein Wässerchen trüben. „Das würde mir für einen Moment oder zwei sehr, sehr weh tun“, antwortete Anna, die mit jedem Wort heiserer zu werden schien. „Aber es würde mir auch einen heftigen, geilen Schock durch die Muschi jagen.“ „Interessant! Wirklich! Sehr interessant!“, antwortete Maike und hob das Kettchen immer weiter an, während Anna wie gebannt zusah. Dann ließ Maike das Kettchen fallen.

Annas dünner, spitzer Schrei ließ Maike zusammenzucken. Maike hätte schwören können, dass sie mit ihrer Linken, die immer noch Annas flachen Bauch und Venushügel liebkoste, gespürt hatte, wie Annas Muschi leicht zusammengezuckt war. Anna brachte sich schnell wieder unter Kontrolle. „Oh! Oh, oh“, stöhnte sie. Dann traute Maike ihren Ohren nicht. „Danke. Das war gut.“

‚Und ich habe mir Sorgen gemacht, dass ICH die Perverse von uns beiden bin!‘, dachte Maike amüsiert und musste ein Lachen unterdrücken. Stattdessen fragte sie zuckersüß, „Na?! Nochmal?“ „Ja bitte!“ Für einen Moment überlegte sie, Anna darum betteln zu lassen, entschied sich aber dagegen. Kommentarlos nahm sie das Kettchen wieder in die Hand, hob es in die Höhe und ließ es fallen.

Diesmal war sich Maike sicher, dass Annas Muschi zusammengezuckt war. „Dir geht dabei wirklich einer ab!?“, sagte Maike halb verblüfft. Dann hatte sie sich auch schon wieder gefangen. „Bist du dabei schonmal gekommen?“, fragte sie Anna. „Nein. Es ist so viel intensiver, wenn man es nicht selbst macht“, antwortete Anna um Atem ringend. „Schön“, meinte Maike. „Dann wird das heute das erste Mal sein.“ Mit diesen Worten ließ sie das Kettchen ein weiteres Mal fallen, doch diesmal massierte sie dabei auch noch Annas Kitzler. Maike spürte, dass sie ihre Freundin an der Schwelle zu einem Orgasmus hatte. „Vielleicht sollte ich dich zwingen, mich Herrin zu nennen…“, raunte sie Anna ins Ohr, während diese verzweifelt versuchte zu Atem zu kommen. „Vielleicht sollte ich dich darum betteln lassen, dir weh zu tun. Ich bin sicher, das würde dir gefallen, hm?“ Anna nickte. Sie war hier und gleichzeitig sehr, sehr weit weg. „Vielleicht würde mir das auch gefallen, meine beste Freundin betteln zu lassen“, sagte Maike, mit kaum verhohlenen Machthunger in der Stimme. „Aber zuerst geb‘ ich dir deinen Höhepunkt!“ Mit diesen Worten ließ sie das Kettchen ein letztes Mal fallen, während sie Annas Kitzler wie verrückt rubbelte. Anna kollabierte. Maike war nicht stark genug, ihre Freundin auf den Beinen halten zu können, und ließ sie und sich langsam auf die Knie sinken. Anna fand schnell eine leidlich stabile Position, als sie ihre Stirn auf den Teppichboden sinken ließ.

Immer wieder wurde Anna von den Zuckungen ihres Orgasmus' geschüttelt. Dabei zog und zupfte das Kettchen immer wieder an ihren Nippeln, was Anna sofort wieder aufgeilte. Maike betrachtete das Hinterteil ihrer Freundin fasziniert. Annas Geschlecht lag frei vor ihr, und so stieß sie zwei Finger in ihr Loch und begann, sie heftig zu ficken. Es dauerte nicht lange, bis Anna ein weiteres Mal kam. Jetzt rangen beide Mädels um Atem. Maike verfluchte sich - und ihre Unsportlichkeit. Verdammt! Sie hatte wirklich keinerlei Kondition!

Maike kam bedeutend früher wieder zu Atem als ihre beste Freundin. Ein großes, weiches, weißes Kissen lande direkt neben Annas Kopf. „Leg deinen Kopf da drauf“, rief Maike. „Muster auf der Stirn, steh’n dir nicht so gut!“ Als Anna aufsah, hätte sie sich beinahe an ihrer eigenen Spucke verschluckt! Maike stand genau vor ihr – mit einer langen Reitgerte in der Hand!

Anna fühlte sich müde und ausgelaugt. In diesem Moment hätte nichts lieber getan, als sich zu einem Ball zusammenzurollen und einzuschlafen. Aber Maike schien noch lange nicht fertig zu sein mit ihr. „Ich hab die letzten Absätze gelesen, die du mir geschickt hast“, sagte Maike fröhlich. ‚Letzte Absätze?! Was für letzte Absätze?‘ Dann dämmerte es ihr: Anna, Stella, Jonas mit Paddle und Flogger. ‚Oh, sie wollte doch nicht mit der Gerte… oh, bitte nicht – nicht jetzt!‘, flehte Anna in Gedanken, aber nichts kam aus ihrem Mund. Sie fühlte sich viel zu müde, um zu sprechen.

„Schau mal, was ich im Reitstall hab mitgehen lassen!“, flötete Maike. Der Anblick war geil, keine Frage, das musste Anna zugeben. Ihre Gedanken hatten gerade nichts Besseres zu tun, als ihre beste Freundin in schwarzen Lack und Leder einzukleiden. Dann schossen ihr Zweifel in den Kopf. Wusste ihre Freundin auch wirklich, was sie alles mit einer Gerte anstellen konnte? „Ich kann gar nicht erwarten, das Teil an dir auszuprobieren!“, rief sie voller Enthusiasmus. Anna wusste nicht genau, wie sie sich dabei fühlen sollte. Mit letzter Kraft schaffte sie ,eine Frage zu formulieren. „Maike, kannst du denn mit dem Teil umgehen?“ Das war nichts mehr als ein müdes, heiseres Krächzen. Maike ließ das Ding mehrere Male durch die Luft sausen „Aber hallo! Ich bin mehr als 10 Jahre geritten!“ Anna schwante Böses. Sie fühlte sich aber schon rein physisch nicht in der Lage, Maike irgendeine Gegenwehr entgegenzusetzen. In ihrer Machtlosigkeit Maike gegenüber redete sie sich selbst ein, dass diese schon wissen würde, was sie tat.

„Du liegst ja schon mal richtig gut“, meinte Maike zufrieden. „Dann wollen wir doch mal testen, wie sehr du darauf stehst, geschlagen zu werden.“ ‚Verdammt! Das passiert doch nicht gerade wirklich!‘, dachte Anna entsetzt. Maike würde doch nicht wirklich, und schon gar nicht volle Kanne? „Der letzte Teil deiner Geschichte, das mit dem auf den Hintern schlagen, war übrigens auch echt gut.“ ‚Ja!‘, dachte Anna, ‚mit der flachen Hand!‘ Das hatte Maike doch sicher gecheckt. Das musste sie doch gecheckt haben! Sicher! „Maike, bitte...“, krächzte Anna, doch es war zu spät. Sie hörte die Gerte zischen. Alles, was Anna tun konnte, war, ihren Kopf in das große Kissen zu vergraben und hinein zu schreien. Sie musste Koste es was Wollte vermeiden das ganze Haus zu wecken, als der Hieb ihre Pobacken traf.

Anna konnte es kaum fassen, wie ein einziger Hieb ihr so weh tun konnte. Das war Schmerz. Einfach nur ein stechender, glühender Schmerz. Keine Spur irgendeiner Erotik. „Fuck, Fuck, Fuck!“, schrie sie in das Kissen. Sie verfluchte sich selbst. Sie hatte doch gerade erst eine Geschichte geschrieben darüber, was passieren konnte, wenn Leute etwas taten, von dem sie keine Ahnung hatten. Und jetzt hatte sie sich selbst in so eine Situation gebracht. Wie blöd war sie eigentlich?!

Sie war noch dabei, sich selbst auszuschimpfen und Maike in Gedanken zu ermorden als sie wieder dieses schreckliche Pfeifen hörte. Maike würde doch nicht etwa?! Das konnte doch nicht wahr sein?! Hatte sie jetzt vollkommen den Verstand verloren?! Ihr ganzer Körper krampfte, als das Teil ihren Hintern zum zweiten Mal traf. Irgendwie schaffte sie es, den Schrei, der sich in ihr bilden wollte, einfach hinunterzuschlucken. Sie schnappte hörbar nach Luft.

Ihr war, als stünde ihr ganzer Hintern in Flammen. Dabei waren das nur zwei Hiebe. „Maike hör…“, krächzte sie. Doch da hörte sie die Gerte erneut durch die Luft sausen. Wieder traf diese ihren Hintern. Maike musste eine Strieme getroffen haben. Anna sah Sterne, ihr Körper bäumte sich auf. „Au, au, au, au!“, heulte Anna. Sie wusste, sie musste etwas tun, denn so konnte es nicht weitergehen. Noch während sie darüber nachdachte, wie sie aus dieser Bredouille wieder herauskommen konnte, schlug Maike erneut zu. Anna konnte nicht mehr. Sie konnte ihre Position nicht mehr halten und sackte auf die Seite.

Maike hatte die Situation noch immer nicht erfasst. Sie sah ihre Freundin verwundert an. „Na?! Kannst du schon nicht mehr. Willst du, dass ich dich vorne schlage?!“, rief sie aufgeregt „Hör auf! Bitte!“, krächzte Anna, aber Maike schien davon gar nichts wissen zu wollen. „Du machst, was ich will. Und jetzt will ich dich bestrafen.“ ‚Scheiße! Sie ist, wie ein verwöhntes Kind‘, dachte Anna. Maike beugte sich zu ihrer Freundin herunter, fasste sie fest an den Schultern und drehte sie auf den Rücken. Anna versuchte, so gut sie konnte, jeden Kontakt ihres Hintern mit dem Teppichboden zu vermeiden. Sie stöhnte laut auf, als ihr das nicht ganz gelang.

„Siehst du. Ich wusste, dass dir das gefallen würde, du kleine Perverse“, sagte Maike. Maike hatte wirklich nichts geschnallt, fuhr es Anna durch den Kopf. Sie erhob schon wieder ihren Arm. Maike raffte scheinbar immer noch nicht, was sie da gerade anrichtete. Jetzt hatte Anna endgültig genug. Sie hob ihre Beine an und trat so heftig nach Maikes Bauch, wie sie konnte. Anna hatte Glück. Maike hatte sehr nah bei ihr gestanden. Sie spürte, wie ihr Tritt Maike genau in die Magengrube traf. Maike blieb die Luft weg und kippte einfach um. Das verschaffte Anna zumindest eine Atempause. Wie verrückt rüttelte Anna an ihren Fesseln, aber das starke Leder gab natürlich nicht nach. Maike rappelte sich stöhnend wieder auf, was dazu führte, dass Annas Verzweiflung zu einer regelrechten Panik wurde. Mit aller Kraft rüttelte sie an ihren Fesseln.

Anna schluchzte, und Maike kroch langsam auf sie zu und sagte etwas, was Anne nicht verstand. So hart und heftig sie konnte, trat Anna nach ihr und versuchte, ihre Peinigerin auf Abstand zu halten. Aber Maike gab nicht auf. Warum gab sie nicht auf?! Anna schrie und trat weiterhin wild um sich. Sie konnte aber nicht verhindern, dass Maike ihre wilde Verteidigung durchbrach und sie festhielt. Warum hielt sie sie fest?! Anna hörte nicht auf zu schreien. Sie wollte nicht festgehalten werden. Sie wollte, dass Maike sie endlich losließ. Sie endlich in Ruhe ließ. Anna spürte, wie ihre Stimme langsam versagte und ihre Beine schrecklich müde wurden. Und Maike hatte sie immer noch nicht losgelassen! Ihre Panik schwang letztlich in ein Gefühl der Resignation um. Sie wurde langsam ruhig.

„Sch…“, versuchte Maike Anna zu beruhigen. „Es ist vorbei. Alles ist vorbei.“ Langsam kam Anna wieder zu sich. Sie fühlte sich so müde – körperlich und mental. Maike hatte sie von hinten umfasst und hielt sie. Anna war verwirrt. Einerseits genoss sie das Gefühl der Geborgenheit, die von Maikes Nähe ausging. Andererseits wollte sie flüchten von der Person, die gerade noch mit einer Reitgerte auf sie eingedroschen hatte. Anna hatte Schmerzen. Sie hatte Mühe, die Schmerzen einzugrenzen. Ihr war,als taten ihr ausnahmslos alle Muskeln weh. Sie konnte sich gar nicht erinnern, sich dermaßen angestrengt zu haben. Sie wurde sich der blöden Nippelklammern bewusst. Die nervten nur, wenn man nicht erregt war – sie wollte sie jetzt wirklich gerne loswerden. Und ihr Hintern brannte wie Feuer, weil Maike sie so fest an sich drückte.

Krächzend bat Anna darum, endlich die Klammern loswerden zu können. Sie schrie laut auf, als Maike ihrer Bitte nachkam. So ganz ohne ablenkende Erotik war der Schmerz in ihren Brustwarzen einfach nur Schmerz. Etwas, was ertragen werden mußte und nicht genossen werden konnte.

„Anna, ich mache dich jetzt los. Versprich mir, ruhig zu bleiben, ja?“ Maike klang ängstlich. Anna nickte. Langsam machte Maike Annas rechten Arm frei. Maike zuckte zusammen, als Annas Arm zu ihren Brüsten schnellte, um ihre gequälten Nippel zu reiben. Dann befreite sie auch noch Annas linken Arm.

„Maike?! Du tust mir weh!“, brachte Anna noch hervor. „Wieso?“, fragte ihre Freundin verwirrt. „Mein…“ Anna stöhnte laut, „mein Hintern brennt.“ „Ah. Ja. Oh. Sorry“, stammelte Maike, als die Erkenntnis sie traf. Sie ließ ihre Freundin los. „Wir legen dich besser auf’s Bett“, sinnierte sie. Anna war inzwischen alles egal. Alles außer neuen Hieben. Sie ließ sich von ihrer Freundin aufs Bett helfen, wo sie auf ihrem Bauch liegen blieb. Sie begann, langsam über ihren Po zu reiben. Immer wieder schrie sie leise auf, als sie über eine der Schwellungen rieb. Dann ging das Licht an, und Anna hörte, wie Maike „Scheiße“, sagte. Endlich begriff Maike, was sie verbockt hatte. Anna hörte, wie sich kurz hintereinander die Zimmertür zweimal öffnete und schloss, dann saß Maike neben ihr. Sie hörte, wie ihre Freundin ehrlich zerknirscht war. „Sorry. Sorry. Sorry. Anna!“ Dann spürte sie, wie Maike ihr kühlende Salbe über den Hintern strich. Anna atmete durch und entspannte sich ein kleines bisschen. Die Gefahr schien vorüber.

Während sie sich um die geschundene Anna kümmerte, wiederholte Maike ununterbrochen ihre Entschuldigung. Es tat ihr wirklich, ehrlich leid. Anna wusste, dass sie ihrer Freundin nicht lange würde böse sein können. Da konnte sie die Entschuldigung eigentlich sofort annehmen. „Ist schon gut“, brachte sie mühsam hervor. „Kann ich etwas Wasser haben?“ Maike spurtete los, und binnen weniger Minuten brachte sie ihr ein Glas Wasser. Anna nippte an dem Glas, das Maike ihr hinhielt. Das tat so gut! „Sorry. Ich hätte nie gedacht, dass…“, druckste Maike herum aber Anna schnitt ihr das Wort ab. „Verdammt. Ich bin kein Pferd. Ich habe keine drei Zentimeter Fell!“

Maike ließ Anna noch eine leichte Schmerztablette schlucken. Viel hatten sie sich an diesem Abend nicht mehr zu sagen. Anna schlief in jener Nacht auf dem Bauch in Maikes Bett, während ihre beste Freundin auf der Seite liegend über Anna „wachte“. Als Anna am nächsten Morgen aufstehen wollte, tat ihr alles weh: Knie, Schultern, Ellenbogen. Ihre Brüste und Brustwarzen waren irritiert, und ihr Hintern sowieso. „Nie wieder!“, schwor sie sich. Nie wieder würde sie sich in so eine gefährliche Situation bringen. Nicht mit Maike… die hatte sowieso verkackt. Nicht mit niemandem. Maike kümmerte sich rührend um sie. Half ihr, sich anzuziehen. Als sie sich probeweise auf die Couch setzte, wäre sie beinahe direkt wieder aufgesprungen. Scheiße! Wie konnten so wenige Hiebe nur solch eine heftige Wirkung nach sich ziehen?!

Den Rest des Tages wurde Anna von Maike nach Strich und Faden verwöhnt. Anna fand das auch nur richtig so. An diesem Sonntag lernten die beiden höchstens noch zwei Stunden. Den Rest des Tages schoben sie eine ruhige Kugel mit Comfyfood auf dem Sofa. Anna war froh, dass sie um sieben zurück zuhause in ihrem Zimmer war. Es tat so gut, Peers Stimme zu hören. Er hatte natürlich keine Ahnung, warum sie so ausgelaugt klang. „Noch drei Tage, dann hast du’s geschafft!“, versuchte er sie aufzumuntern. Nachdem sie aufgelegt hatte, dachte sie noch lange nach. Noch drei Tage, dann hatte sie’s geschafft. Noch drei Tage, dann würde sie ihn endlich wiedersehen. Dann fiel ihr ein. Scheiße! Noch drei Tage! Dann sollten die verdammten Striemen besser verschwunden sein!

Sie aß mit ihrer Mutter zu Abendund zog sich dann auf ihr Zimmer zurück, „um noch ein paar Dinge durchzunehmen.“ Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte sie keine Lust zu schreiben. Wirklich nicht. Aber sie musste. Sie wollte den nächsten Teil vor Mittwoch fertig haben. Danach wollte sie sich Peer widmen. Sie fragte sich, ob es nicht Zeit war, BDSM ad acta zu legen. Die Geschichten zu schreiben war heiß gewesen. Mit Maike ein wenig herumzuexperimentieren noch heißer. Aber das letzte Wochenende hatte ihr klar gemacht, wie sehr sie mit dem Feuer spielte und sich verbrennen konnte. Anna war klar: Die Experimente mit Maike waren vorbei. Und ihre Zeit als BDSM-Autorin vermutlich auch. Wie dem auch sei: Was sie anfing, brachte sie auch zu Ende. Sie hatte diesen Teil begonnen, also würde sie zumindest diesen Teil beenden:

Anna hätte es sich nicht träumen lassen, wie viel schöner die Freitagssession mit Jonas war. Es war so beruhigend, jemanden zu haben, der sie ermutigte und für sie da war. Jemand, von dem sie sicher war, dass er sie wirklich verstand. Jemand, der sich um sie und ihr Wohlergehen sorgte und sie kannte, wie sonst nur sie selbst. Jemand, der jeden Abend damit zubrachte, mit ihr zu sprechen, zu telefonieren oder zu chatten. Jemand, der alles über sie wissen wollte, was es über sie zu wissen gab. Es war so gut, den Sessionen, die sie manchmal durchaus ängstigten, und ihrem dunklen Teil, der die Spannung genoss, nicht mehr alleine gegenüberstehen zu müssen.

Anna genoss es, dass er darauf bestand, Händchen haltend zum Geolabor zu gehen. Die Tage, in denen sie, unsicher und beschämt über sich und ihre Natur, der Dinge geharrt hatte, die da kommen mochten, waren vorbei. Jonas hatte eine Welt für sie geöffnet. Er hatte ihr erlaubt, die Welt und sich selbst aus seinem Blickwinkel zu sehen. Wenn ihr Freund stolz darauf war, dass Anna war, wie sie war. Wenn alle Jungen in der Klasse Jonas um sein Glück beneideten. Warum sollte sie sich dann ihrer selbst schämen?! Mit einem Lächeln trat sie in die Klasse. Sie wusste, mit ihm würde sie jeden Moment genießen.

Stella Janssen betrachtete „ihre beiden Turteltäubchen“ ganz genau, während die anderen Schüler ihre Plätze in dem kleinen Amphitheater einnahmen. Die beiden schienen in diesem Moment so gar nicht nervös zu sein. Ein Umstand, der Stella wiederum nervös machte. Sie räusperte sich und setzte ein Lächeln auf, dann begrüßte sie alle Anwesenden.

Hallo Zusammen!“, sagte sie aufgeweckter, als sie sich fühlte. „Bevor wir heute richtig beginnen, will ich ein paar Dinge klarstellen.“ Die Kehle der Lehrerin war so trocken. Sie musste sich räuspern. „Zuallererst das ganz Offensichtliche: Ich möchte Jonas und Anna zu ihrer Beziehung gratulieren“, sagte sie mit so viel Lächeln, wie sie aufbringen konnte. „Das wird natürlich die Dynamik unserer Sessionen verändern. Jonas kann nicht länger unbeteiligt im Publikum sitzen. Als Freund macht man sich Sorgen, darum wird er in Annas Nähe bleiben und über sie wachen.“ Das war Stella eigentlich zu pathetisch, aber ihr war nichts besseres eingefallen. „Wenn er sich ernsthafte Sorgen um Annas Wohlergehen macht, kann er ein Safewort rufen, so wie jeder andere hier auch.“ Sie schwieg eine Sekunde „Nur um das nochmal klar zu stellen“, fügte sie dann noch hinzu.

Stella Janssen wusste auch nicht, warum sie diesmal so nervös war, und hoffte inständig, dass die Schüler ihr die Unsicherheit nicht anmerkten. Sie atmete tief durch. Sie würde sich doch nicht davon nervös machen lassen, dass ein Grünschnabel ihr über die Schulter schaute. Das Programm für war heute gut. Und überhaupt! Danach nur noch zwei Wochen, dann war dieser Albtraum endlich vorüber. „Jaja, dieser gar so schröckliche Albtraum, eine junge, unerfahrene, knackige Sub dominieren zu müssen!“, höhnte ihre innere Hexe. „Du kannst einem wirklich leid tun!“

Die Lehrerin schüttelte eine Spur zu wild ihren Kopf, um die bösen Geister loszuwerden, und sagte in ihrer nüchternen Lehrerinnenstimme: „Wir werden heute auf der vorigen Session aufbauen. Es geht um „Impact-Play“. Wenn man das wörtlich übersetzt, versteht man sofort worum es geht: „Einschlag-Spiel“. Es geht also um Objekte, die auf den Körper der Sub einschlagen, mit welcher Heftigkeit auch immer. Hände, Peitschen, Paddle, Gerten, Rohrstock. Ihr versteht, schon was ich meine.“ Eine bedrückte Stimmung legte sich auf die Schüler. Jemanden zu schlagen, das schien den Schülern heftig.

Frau Janssen bemerkte den allgemeinen Stimmungsumschwung sofort. „Jemanden schlagen ist ein noch größeres Tabu als jemanden zu fesseln, ich verstehe. Man kann jemanden fesseln und danach wieder freilassen, und alles ist im Großen und Ganzen wie zuvor. Die Verletzungen, die man jemanden beim Schlagen zufügt, bleiben.“ Sie blickte in die aufmerksamen Gesichter der Schüler und spürte, wie sie langsam zu gewohnter Sicherheit zurückfand. „Außerdem wird Kindern in unserer Gesellschaft eingebläut, dass man niemandem weh tun darf. Schmerzen zu erleiden, und das auch noch freiwillig, ist dabei das größte Tabu.“

Ganz offen…“, die Pädagogin machte eine Kunstpause. „Ja. Wir werden heute Grenzen verlegen. Wir spielen heute mit Lust und Schmerz, und das ist ein sehr Delikates Gleichgewicht.“ Die Schüler waren interessiert, aber noch nicht überzeugt, befand Stella. „Um dieses Spiel sicher spielen zu können, sind einige Regeln zu beachten: Erstens ist das Safewort in diesem Setting ganz besonders wichtig. Wenn der Schmerz zu stark wird und die Last zu verdrängen droht, musst du es gebrauchen!“, sagte die Lehrerin zu Anna.

Zweitens ist es nicht Sinn dieser Session, Anna zu verletzen. Sollte ich so unvorsichtig sein, ihre Haut zu verletzen, wird die Session sofort abgebrochen. Dies hier ist eine BDSM-Session und keine Auspeitschung.“ Sie spürte, wie die Schüler langsam auftauten. „Überhaupt ist es eines der Ziele dieser Session, euch zu zeigen, dass man mit Schlaginstrumenten auch Lust erzeugen kann, ganz ohne Schmerz. Ihr werdet schon sehen!“

Was ihr auch wissen müsst, falls ihr das mal ausprobieren wollt: Wir haben diese Session vorbereitet. Wir haben gemeinsam getestet, welche Intensität Anna noch als angenehm empfindet, bei welcher Intensität sie auf der Kippe steht, und welche Intensität zu viel ist.“ Stellas Stimme wurde streng, eindringlich und lauter. „Lasst euch ja nicht einfallen, einfach so drauflos zu hauen. Sowas wäre im besten Fall verantwortungslos und im schlimmsten Fall einfach nur kriminell!“

Anna lehnte sich auf ihrem Computerstuhl zurück. Klarer konnte sie ihre Botschaft für Maike nicht verfassen. Sie hatte vergeben, aber nicht vergessen. Und das Vertrauen zwischen ihnen war dahin. Was Anna betraf, unwiederbringlich. Sie hoffte, dass Maike sie verstehen würde. Anna lehnte sich zurück, dachte kurz darüber nach, wie sie die nächsten Absätze formulieren wollte, dann fuhr sie fort:

Nachdem die Lehrerin die Session ausreichend eingeleitet hatte, fuhr sie fort: „Was haben wir heute genau vor?“, stellte sie eine rhetorische Frage. „Ziel der heutigen Session ist, euch „Impact-Play“ in möglichst vielen Facetten näher zu bringen und euch zu zeigen, wie man’s am besten macht. Euch natürlich auch zu erklären, was man besser bleiben lässt.“

Doch bevor wir wirklich anfangen, will ich erst klären wo die Schnittpunkte von Impactplay mit den verschiedenen Teilaspekten von BDSM liegen.“ Sie wandte sich an Jonas, „Jonas, würdest du bitte „BDSM“ auf die Tafel schreiben?“

Jonas nickte und schrieb, wie gewohnt „B“, „D“, „D/S“ und „S/M“ untereinander an die Tafel. Die Lehrerin bedankte sich knapp bei dem Schüler. „Also, was ist der Zusammenhang zwischen Impactplay und Bondage?“, fragte sie in die Runde.

Es blieb lange still. Die Lehrerin vermisste Jonas als Eisbrecher, der aber mit sich rang, ob er vorne stehend gemeint war oder nicht. „Jonas, hast du eine Idee?“ Der junge Mann schluckte und antwortete dann, „ich denke, dass Bondage am ehesten gebraucht werden kann, um Impactplay überhaupt möglich zu machen.“ „Ich denke, alle wissen was du meinst.“, antwortete die Lehrerin aufmunternd. „Die natürliche Reaktion des Körpers auf Impactplay ist, sich ihm zu entziehen. Eine Fixierung als Bondage wirkt dem entgegen. Bitte mache ein Häkchen.“

Was ist mit Discipline?“, fragte die Lehrerin betont munter in die Runde in der Hoffnung, dass das Eis jetzt gebrochen war und sich jemand aus eigenem Antrieb melden würde. Stella hatte die Hoffnung beinahe schon aufgegeben, als sie doch noch etwas hörte. „Hiebe als Strafe?“, klang es halblaut und unsicher. „Ja genau. Ein paar Gertenhiebe sind quasi schon das Klischee für eine Strafe für eine Disziplinlosigkeit!“

Die Pädagogin klatschte in die Hände. „Na kommt schon! Lasst mich doch nicht so hängen! - Was ist mit Domination/Submission?“ Stella war erleichtert, als Nora sich meldete. „Jemandem die Macht zu geben, einen zu züchtigen, finde ich so ziemlich die größte Machtübertragung, die ich mir vorstellen kann“, meinte sie schüchtern. Stella lächelte warm. „Ja. Da bin ich ganz deiner Meinung.“

Und was den letzten Aspekt anbelangt, ist die Sache sogar noch klarer. Es werden aktiv Schmerzen zugefügt. Wer daraus Lust gewinnen kann, gewinnt daraus Lust – das ist Sadismus. Und es werden Schmerzen erlitten. Wer daraus Lust gewinnen kann, gewinnt daraus Lust – das ist Masochismus. S und M“, schloss die Pädagogin ihren kleinen Vortrag.

Anna, wenn du dich bitte entkleiden würdest“, sprach die Lehrerin ihre Sub zum ersten Mal direkt an. Ruhig und gefasst kam die Schülerin der Anweisung nach. Ihre Kleidungsstücke fanden sich eines nach dem anderen, sorgsam gefaltet auf dem Lehrerpult wieder, bis sie komplett nackt dastand. Instinktiv suchte sie dabei Jonas‘ Nähe. Frau Janssen beobachtete die Schülerin währenddessen ganz genau. Die Lehrerin traute der Ruhe der Schülerin noch nicht so recht und entschloss sich, es ganz langsam angehen zu lassen.

Die Lehrerin wandte sich wieder an das Halbrund der Schüler: „Impactplay ist schwierig. Ihr dürft nie niemals aus den Augenverlieren, was der Sinn des Ganzen ist. - Was ist der Sinn von BDSM? Genau, Lustgewinn! Der Lustgewinn des Doms und mindestens genauso sehr der Sub!“ Die Lehrerin ließ ihre Worte wirken. „Es ist wichtig, dass ihr ein paar Dinge genau im Auge behaltet. Ein Beispiel: die Intensität, mit der die Sub die Schläge erfährt und spürt, hängt davon ab, wie heiß sie ist. Je heißer sie ist, desto weniger unangenehm nimmt sie die Hiebe wahr.“

Wir werden also unsere Sub hier erst einmal heiß machen. Wir möchten ja schließlich, dass sie die Session genießt, was wären wir sonst für Doms?!“, flötete die Lehrerin. „Wir hatten jetzt ein paar Wochen Gelegenheit herauszufinden, was unsere Sub hier heiß macht.“, grinste die Lehrerin. „Also, Vorschläge?“ Und endlich wurden die anderen Schüler wach. „Ihr Halsband!“, tönte es von hinten. „Fesseln!“ „Demütigung!“ „Genau – auf alle Viere mit ihr!“

Überlegen lächelnd betrachtete Stella Janssen, wie ihre Sub rot wurde, und zufrieden sah sie, wie die Nippel ihrer Sub hart wurden und sich ein verräterisches Glitzern zwischen den Beinen ihrer Sub einstellte. Dann trat sie ganz nah hinter Anna. Die Hände der Lehrerin schlangen sich um den schmalen Oberkörper der Schülerin und fanden ihre Brüste. Anna atmete heftig ein, und Jonas‘ Kopf drehte sich ruckartig in Richtung der Lehrerin. „Sch… ganz ruhig“, flüsterte Stella. „Lass dich einfach fallen! Vertrau mir.“ Anna schloss ihre Augen und versuchte, genau das zu tun.

Anna genoss es, wie die Lehrerin sich ihren Brüsten widmete. Ihr Atem ging schneller. Es dauerte nicht lange, bis sie alles um sich herum vergaß und sich ganz auf die sanften Hände und die tiefe Frauenstimme in ihrem Ohr konzentrierte, die ihr sanft beruhigende Worte zuraunte. Stella betrachtete mit einer Mischung aus Amüsement und Faszination, wie ihre Sub langsam in eine Trance versank. Sie hätte gerne ausgetestet, wie stark sie diese Sub-Trance noch hätte vertiefen können. Aber die anderen Schüler begannen, unruhig zu werden. Also machte sie, fast mit einem schlechen Gewissen, weiter.

Sie packte Anna ganz fest und raunte ihr zu gerade laut genug, dass alle sie hören konnten: „Ich habe eine neue Regel für dich.“ „Ja?“ Das war mehr ein Japsen als eine Frage. „Ich denke, es wird Zeit, dass du deinen Doms das richtige Maß an Respekt entgegenbringst, findest du nicht auch, Sub?!“ „Ja“, stöhnte die Schülerin mehr, als sie sagte. „Ich denke, du solltest deinen Freund und mich als Herrn und Herrin ansprechen. Und vor den Vornamen deiner Mitschüler solltest du auch ein Fräulein beziehungsweise Herr setzen. Was meinst du?“ „Ja“ Darauf hatte Stella nur gewartet. Sie holte aus und gab Anna einen ziemlich harten Klaps auf den Hintern. „Ja, was?“ „Ja, Herrin!“ „Braves Mädchen!“

Frau Janssen lächelte in die Runde. „Wo wir jetzt auch das geklärt hätten, können wir richtig anfangen. Sub. Lehn‘ dich übers Lehrerpult! Stütze dich auf deinen Ellenbogen ab. Ich will, dass deine Mitschüler dein Gesicht sehen können… aber wage es nicht, jemandem in die Augen zu schauen!“ Anna nahm die ihr zugewiesene Position ein. Sie schämte sich so, aber sie war gleichzeitig so unglaublich heiß. Ihr kam es so vor, als rönne ihr der Saft die Oberschenkel hinab. Sie war so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht mitbekam, dass Frau Janssen Jonas anwies, sich zu Anna zu beugen und ihr Gesicht im Auge zu behalten, um notfalls Alarm schlagen zu können.

Dann spürte Anna auch schon den ersten Hieb auf ihrem Hintern. Wobei „Hiebe“ für die ersten Klapse definitiv das verkehrte Wort war. Sie schloss ihre Augen und genoss sichtlich, zur offensichtlichen Faszination ihrer Mitschüler. Anna spürte, wie die Hiebe langsam stärker wurden. Die Schüler hörten, dass die klatschenden Geräusche lauter wurden. Langsam spürte die Anna, wie sich Wärme in ihrem Hinterteil breit machte, die langsam in Hitze überging. Es wurde ihr langsam unangenehm, aber angenehm unangenehm. Ihr Unterleib begann, sich selbstständig zu machen und streckte sich der züchtigenden Hand der Lehrerin entgegen. Diese nahm die Einladung dankend an und schlug fester und fester zu.

Anna entfuhr ein lautes, langgezogenes Stöhnen. Sie begann, einen leichten Schmerz zu spüren, der aber im Ozean ihrer Lust geradezu unterging. Ja, der eigentlich ihre Lust sogar verstärkte. „Ja, Sub! Streck deinen Arsch nur weiter raus!“, rief die Lehrerin mit lauter Stimme. „Du findest das ganze geil, nicht wahr?!“ „Ja Herrin!“, keuchte die junge Frau.

Dann hörte alles plötzlich auf, und Anna stöhnte frustriert auf. Anna hätte am liebsten laut aufgeheult. Das hatte sich alles so gut angefühlt. Mit Tränen in den Augen sah sie ihren Freund an, der sie zu beruhigen versuchte. „Sorry…“, entschuldigte sich die Lehrerin nicht bei Anna, sondern bei den Schülern, die sie mit weit offenen Mündern anstarrten. „Meine Hände tun weh, ich ziehe mir besser Handschuhe an.“ Während sie einen schwarzen Handschuh anzog, sprach sie weiter zu ihren Schülern. „Ihr habt gesehen, wie gut Anna auf das kleine Spanking reagiert hat. Es ging mir nicht darum, ihr weh zu tun… ich habe dir doch nicht weg getan, oder, Sub?!“ „Nein. Herrin.“ Die Lehrerin nickte zufrieden.

Was Anna bis jetzt gespürt hat war kein Schmerz, sondern Reize an einer erogenen Zone. Kein Wunder, dass sie jetzt heiß ist“, erklärte die Lehrerin. „Wir werden jetzt etwas anderes versuchen… Das hier…“, sie hielt ihre behandschuhte Hand in die Höhe, „ist ein Spanking-Handschuh. Dieser hier hat eine leicht angeraute Oberfläche und ist so entworfen, dass er der Sub mehr Schmerzen zufügt als eine nackte Hand das tun würde.“

Die Lehrerin trat wieder hinter Anna. „Wozu soll das gut sein, fragt ihr euch bestimmt. Ich habe euch gesagt, es ginge mir um Annas Lustgewinn - und jetzt will ich ihr trotzdem weh tun…“ Sie machte eine Kunstpause. Sie genoss es sichtlich, wie die Schüler an ihren Lippen hingen. „Erstens bin ich eine Sadistin, es macht mich an, jemandem Schmerzen zuzufügen“, bekannte die Lehrerin freimütig. „Aber darum geht es hier nicht. Ich werde Anna mit einem gnädigen Trick des Körpers bekannt machen. Wenn man abwechselnd das Lustzentrum stimuliert und Schmerzen zufügt, kann der Körper nach kurzer Zeit beides nicht mehr voneinander unterscheiden, und die Sub empfindet nur noch Lust. Sehr starke Lust, unglaublich intensive Lust… Sollen wir das mal probieren, Sub?!“ „Ja, Herrin!“, schoss es aus Anna. „Braves Mädchen.“

Ab dem ersten Hieb wusste Anna, dass sich die Dynamik verändert hatte. „Au!“, schrie sie heraus. Aber sofort wurde sie durch eine kurze, aber sehr liebevolle Liebkosung ihres Kitzlers für den Schmerz entschädigt, sodass sie lustvoll aufstöhnte. Die Lehrerin war eine Meisterin ihres Fachs. Mit jedem Hieb, auf den jedes Mal eine kurze Stimulation folgte, wurde ihr Spiel intensiver und Anna heißer. Und ja… es dauerte nicht allzu lange, bis die Schülerin mit leichter Verwunderung bemerkte, dass der Schmerz durch das Spanking in Lustgewinn umschwang. Schließlich brachten ihr die Hiebe selbst einen größeren Lustgewinn als die kurzen Stimulationen! Die Lehrerin beendete die Situation schließlich, indem sie zwei Finger in die triefend nasse Muschi ihrer Schülerin schob und ihr einige scharfe Hiebe am Stück verabreichte, bis die junge Frau laut schreiend kam.

Bei Anna gingen die Lichter aus. Als sie wach wurde, lag sie in Jonas‘ Armen und trug einen weichen Bademantel. ‚Oh Gott. Ist das gerade wirklich passiert‘, dachte sie verwundert. „Na, wieder im Reich der Lebenden, Anna?“, fragte die Lehrerin freundlich. Anna verstand den kleinen Wink der Lehrerin sofort. Sie hatte „Anna“ gesagt und nicht „Sub“. Die Session war also unterbrochen. „Uff!“, meinte die Schülerin. „Das war heftig.“ „Und ob das heftig war!“, platzte es aus Laura heraus. „Ich hab‘ noch nie jemanden so schreien hören!“ Anna bat um Wasser, welches man ihr sofort reichte. Sie trank gierig, während die Lehrerin etwas erklärte, worauf sich Anna so gar nicht konzentrieren konnte.

Anna hatte sich so richtig aus der Unterhaltung ausgezoomt, als Jonas sie mit einem Stupser darauf aufmerksam machte, dass die Lehrerin ihr eine Frage gestellt hatte. „Anna… kannst du noch?“, wiederholte die Lehrerin. „Ich glaube schon“, antwortete die Schülerin, dann fester: „Ja, ich kann noch.“

Gut Würdest du mir einen Gefallen tun, Anna?“, fragte die Lehrerin freundlich. „Ja.“ „Ich möchte dich floggen. Und ich werde dich diesmal nicht schonen, denn ich will wissen, wo deine Grenze liegt“, dann fügte sie bedeutungsschwer hinzu, „du weißt, was das heißt.“ Anna nickte. Sie wusste, was das hieß. „Sag es laut!“, befahl die Lehrerin. „Das heißt, dass Sie mir mit einer Peitsche weh tun werden“, antwortete Anna ruhig.

Es geht um Lust…, aber nicht um meine, sondern um Ihre“ stellte die Schülerin weiter fest. „Genau das! Würdest du das für mich tun?“, fragte die Lehrerin abermals. „Ja“, antwortete die Schülerin bestimmt. Sie hatte das Gefühl, das ihrer Lehrerin schuldig zu sein. „Okay. Dann komm her.“ Die Lehrerin hatte ein Seil durch die Ringöse an der Decke geschlungen, an der normalerweise die großen Landkarten befestigt wurden. An den beiden Enden des Seils befestigte sie je eine Manschette und lud Anna mit einer ausholenden Geste dazu ein, sich von ihr fixieren zu lassen. Anna konnte jeweils eine Hand nach unten bewegen, während die andere dadurch in die Höhe gezogen wurde. Schnell bemerkte die junge Frau, dass die bequemste Position darin bestand, beide Arme etwa auf der Höhe ihres Nackens zu haben.

Wie fühlst du dich?“, fragte die Lehrerin. Anna dachte kurz nach. „Ich bin geil“, stellte sie zu ihrer eigenen Verwunderung fest. Einigen Schülern klappte der Mund vor Verwunderung auf, doch Anna scherte sich nicht darum. Ihr war jegliches Schamgefühl in den letzten Wochen abhanden gekommen. Und außerdem mussten sie doch inzwischen wirklich wissen, wie komisch sie verdrahtet war, dachte sie bei sich. „Lass mich raten… Mir zu Diensten zu sein, auch – und gerade - wenn deine Befriedigung nicht das Ziel ist, macht dich doch irgendwie an“ Die Lehrerin musste sich schon arg zusammenreißen, als sie in das bedröppelte Gesicht der unerfahrenen Sub sah. „Ich hatte dich schon als servil eingeschätzt“, sagte die Lehrerin. „Ich freue mich! Im Sommer darfst du vielleicht unsere Blumen gießen!“ Das saß, einige der Schüler kicherten leise.

Die Lehrerin ging zum Lehrerpult und holte den Flogger, eine Peitsche mit kurzem Stiel und langen Strängen, hervor. Sie hielt das Instrument für die Schüler gut sichtbar vor sich hin. „Ich freue mich, dass Anna mitmachen will“, sagte sie in das Halbrund. „Das hier ist ein Flogger. Es gibt harte Flogger, und es gibt weiche Flogger. Ich habe mich für einen ziemlich weichen entschieden.Unser Ziel ist es ja nicht, unsere Sub zu verletzen. Es soll ein wenig stechen, gerade so, dass es…“ und sie richtete sich jetzt direkt an Anna… „gerade unangenehm unangenehm wird.“

Ich denke, dass zwanzig Hiebe mit diesem Flogger gerade ausreichend sind, um unser Ziel zu erreichen“, stellte sie fest. Ihre Frage, „Zählt ihr mit?“, wurde von zustimmendem Gemurmel beantwortet. Die Lehrerin stellte sich in Position, ließ den Flogger einige Male aus dem Handgelenk kreisen, bis sie sich sicher fühlte. Dann ließ sie die Peitsche das erste Mal auf Annas Rücken klatschen.

Anna atmete hörbar aus, aber schrie oder stöhnte nicht. Sie hatte den Hieb erwartet. Sie fühlte in sich hinein. Alles war in Ordnung. Da war ein Prickeln, eine Spur unangenehm an ihrem rechten Schulterblatt, ansonsten ging es ihr gut. Dann traf ein zweiter Hieb Annas Rücken. Das Prickeln weitete sich jetzt auch auf ihr anderes Schulterblatt aus. ‚Keine große Sache‘, dachte Anna.

Irgendwie mochte sie das Prickeln, das nach und nach mit jedem neuen Hieb ein wenig intensiver wurde. Anna versuchte erst gar nicht, die Hiebe mitzuzählen. Sie machte lieber von ihrer Gabe gebrauch, ihren Geist auf das zu lenken, was sie wollte. In diesem Fall war das dieses herrlich intensive Prickeln, welches langsam an der Schwelle zum Schmerz kratzte und schließlich kurz überschritt. Dann hörte es auf einmal wieder auf. Sie öffnete die Augen und sah die Lehrerin vor sich stehen. „Na, Sub! Wieder da?“ Anna nickte nur. „Wie bitte?“ „Ja“, krächzte die Schülerin. „Ja, was?“, fragte die Lehrerin zuckersüß. Auf einmal fühlte sich Anna genervt. Sie hatte gerade überhaupt keine Lust, Spielchen zu spielen und durch irgendwelche Reifen der Lehrerin zu springen. Nicht jetzt, sie fühlte sich viel zu müde dafür.

Die Blicke der beiden jungen Frauen trafen sich. Der fordernde Blick der Lehrerin und der Blick der Schülerin, in dem sich ihre Erschöpfung und ihr Widerwillen spiegelte, beinahe bereit, sich zum ersten Mal überhaupt zu widersetzen. Stella stockte, zweifelte… was sollte sie jetzt tun? Das Verhalten ihrer Sub unter den Tisch fallen lassen und riskieren, ihre Autorität zu verlieren? Vermutlich war das die vernünftigste Lösung. ‚Vernünftig?!‘, ätzte die Hexe in ihrem Kopf. ‚Was an deiner Situation ist denn schon vernünftig?! Du hast deine Karriere riskiert, um dieser undankbaren Sub zu helfen, und jetzt riskierst du auch noch das letzte bisschen Spaß, den du an der Sache hast?!‘ Stella biss die Zähne zusammen. „Ja, was?“, fragte sie leise, aber in solch schneidendem Ton, dass Jonas besorgt aufsah. „Ja, Herrin“, antwortete Anna in einem solch resignierten Ton, dass sich die Lehrerin beinahe auf die Zunge gebissen hätte. So wollte Stella ihre Sub nun auch nicht haben.

Wieder trafen sich ihre Blicke. Schweigend sahen sie einander an. Dann rutschte es Anna heraus: „Ich will nicht mehr.“ Kein Safewort, nur ein dahin gemurmeltes „Ich will nicht mehr.“ In diesem Moment brach etwas in Stella Janssen. Die grausame, tyrannische Hexe in ihr übernahm jetzt das Kommando – Widerstand war zwecklos.

Sie stellte sich ganz dicht an die Schülerin, die inzwischen mehr in ihren Fesseln hing, als aufrecht stand. „Soso, meine kleine Sub will nicht mehr?!“, fragte Stella schnippisch. Und ohne eine Antwort abzuwarten, griff sie Anna in den Schritt. Anna lief zwar nicht aus, aber dort war immer noch eine Menge Feuchtigkeit zu spüren. „Deine Möse will aber noch nicht aufhören“, stellte sie schnippisch fest. Ohne mit der Wimper zu zucken, begann sie, ihre Sub feste zu reiben. Anna konnte ein lautes Stöhnen nicht verkneifen. „Na?! Wollen wir wirklich nicht mehr?!“, machte die Lehrerin weiter. „Ich glaube du schaffst noch 10 Hiebe. Nicht wahr?!“ Die Mitschüler waren jetzt mucksmäuschenstill.

Anna wusste nicht, wie ihr geschah. Ihr Kopf signalisierte ihr eine grenzenlose Müdigkeit. Sie wollte wirklich nicht weiter, doch auf einmal übernahm ihre Libido die Kontrolle. „Ja, Herrin.“ Anna fühlte sich gefangen in ihrem eigenen Körper, in dem der Autopilot das Kommando übernommen hatte. Sie versuchte, zu Jonas zu sehen. Dieser wusste jedoch nicht so recht, ob und wie er eingreifen sollte. Dann spürte sie, wie die Hiebe zurückkehrten. Diesmal tat es weh, sehr weh sogar. Aber irgendwie geilte sich ihre Libido nur weiter an diesen Eindrücken auf. Sie stöhnte und sie schrie mit jedem Hieb.

Erst nach dem zehnten Hieb trat Jonas ganz dicht zu ihr heran und sah nur eine Mischung aus Verwirrung und Geilheit. Nichts, was ihn dazu bewegte, die Session sofort zu beenden. Dann trat die Lehrerin in Annas Blickfeld. „Sub, du bist sehr tapfer…“ Dann fanden ihre Hände Annas Schritt… „und sehr geil. Na, kannst du noch fünf?“ Anna kämpfte mit sich und dem verdammten Autopiloten. Sie wollte „nein“ schreien. Sie wollte den warmen Bademantel, sich an Jonas kuscheln und alles andere vergessen. Sie wollte aufhören. Stattdessen sagte ihr Körper, ihr Autopilot: „Ja, Herrin.“ „Du bist die Beste!“, sagte die Lehrerin glücklich. Und bei dieser Freude wurde auch Anna auf einmal warm ums Herz. Erst als Frau Janssen aus Annas Blickfeld entschwunden war, kamen Anna Zweifel. ‚Was zum Teufel?!‘, dachte sie. Doch dann traf sie auch schon der nächste Hieb.

Tränen schossen in Annas Augen. Sie wusste nicht genau, ob wegen der Schmerzen oder der Demütigung, eine solche Machtdemonstration über sich ergehen lassen zu müssen. Eine Machtdemonstration, die ihr Angst machte. Eine Machtdemonstration jenseits der Sicherheit des Spiels. Sie schloss ein weiteres Mal die Augen. Als sie sie öffnete, standen der sichtlich besorgte Jonas und die überlegen lächelnde Lehrerin in ihrem Blickfeld. „Fühl doch mal in ihrem Schritt!“, stachelte die Lehrerin ihren Freund an. „Dann fühlst du, dass alles in Ordnung ist. Sie mag das. Na los! Sag’s ihm!“

Anna sah der Lehrerin in die Augen. So, wie diese sie anlächelte, musste sie einfach wissen, was wirklich in ihr vorging. Anna schluckte. Sie versuchte die Worte zu formen, die sie wirklich sagen wollte. Rot., Aufhören., Ich kann nicht mehr. Aber herauskam „Ja, Herrin.“ Oh. Sie hätte sich so gerne auf die Zunge gebissen. Aber selbst das konnte sie nicht. „Das waren jetzt 35 Hiebe. Sollen wir daraus 40 machen? Dann hören wir auf. Du schaffst das doch, oder?“ Anna sparte jetzt ihre Energie. Sah scheinbar geschlagen zu Boden und antwortete mechanisch: „Ja, Herrin.“ Mit einem sichtlich zufriedenen Gesichtsausdruck verließ die Lehrerin ihr Blickfeld.

Anna kämpfte gegen den Schmerz an, ertrug die fünf Hiebe einfach nur und wartete ab. Sie wartete ab, bis die Lehrerin wieder in ihr Blickfeld trat. Triumphierend sah die Hexe Stella auf ihr Werk. Die widerspenstige Sub war geschlagen, gebrochen. Sie hatte ihren Blick gesenkt und harrte der Dinge die da kommen würden. Und da würde noch eine Bestrafung folgen, hatte sie beschlossen. ‚Hör auf. Sie hat genug, übertreib es nicht!‘, versuchte sich die vernünftige Stella wieder ins Spiel zu bringen, aber die Hexe wischte diese Einwände einfach beiseite. ‚Wir werden jetzt unser Werk vollenden. Danach ist sie Mein!‘, jubelte sie in Gedanken.

Die Lehrerin schob ihre Hand unter Annas Kinn und hob es langsam hoch, sodass sie sich ansahen. „Du warst wirklich sehr tapfer. Und du hast mir eine Menge Freude gemacht“, sagte sie lächelnd. ‚Ja. Das glaube ich gerne.‘, dachte Anna zynisch. „Eigentlich sollten wir jetzt besser aufhören…“ ‚Ja das sollten wir jetzt wirklich, aber das willst du nicht wirklich, oder? ‘ „...aber leider steht da ja noch deine Strafe aus. Nicht wahr?“

Überlegen lächelnd sah die Hexe Anna direkt in die Augen – selbstsicher, ja arrogant. Überzeugt, dass die Sub immer noch in ihrem Bann war. Die Spur eines Lächelns legte sich auf Annas Lippen: „Rot.“ Sie konnte nur flüstern, aber sie sprach es klar und deutlich aus. Rot.

Anna hätte sich am liebsten die Augen gerieben. Die Gesichtszüge der Lehrerin verwandelten sich vollständig. Jede Rücksichtslosigkeit und Härte verschwand aus Frau Janssens Zügen, und es blieb nur eine ganz normale, fürsorgliche Frau zurück, die sie besorgt ansah. „Rot“, wiederholte Anna leise. Und nochmal: „rot.“

Scheiße, Scheiße, Scheiße, Scheiße!‘, war alles, was Stella in diesem Moment denken konnte. ‚Natürlich musstest du es übertreiben. Du konntest einfach nicht anders!‘, schalt sie sich selbst. Sofort machte sie Anna los und holte den Bademantel. Sie musste der Kleinen einen gehörigen Schrecken eingejagt haben, denn als sie sich Anna mit dem Bademantel näherte, wich diese zurück und wisperte erneut „rot.“ „Ja. Ja, Kleines, es ist vorbei“, versuchte sie Anna zu beruhigen, was aber nicht richtig funktionieren wollte. Sie hatte das hier wirklich königlich in den Sand gesetzt, befand sie selbst. Konnte sie das jemals wieder gerade biegen?!

In diesem Moment fiel ihr siedend heiß ein, dass da ja auch noch andere Schüler im Halbrund saßen. Sie drehte sich um, und sah in 23 Augenpaare, die sie in einer Mischung aus Faszination und Schrecken ansahen. Schnell beendete die Lehrerin die Session mit dem obligatorischen Dank an Anna mit anschließendem Applaus. Dann komplimentierte sie die Schüler beinahe hinaus, wobei ihr Ellen, Laura und Maike behilflich waren. Es dauerte jedenfalls nicht lange, bis Stella, Anna und Jonas alleine in der Klasse zurückblieben - Stella stehend, Anna und Jonas eng aneinander geschmiegt auf dem Boden sitzend.

Anna, es tut mir so leid“, sagte die Lehrerin. Sie schluckte herunter, was sie zunächst sagen wollte. „Ich habe die Lage vollkommen falsch eingeschätzt.“ Kein Wort davon, dass sie sich hatte gehen lassen. Sie hatte sich selbst zu jedem Zeitpunkt unter Kontrolle. Sie hatte nur die Lage falsch eingeschätzt. Ja, genau, das war’s! „Anna. Sorry. Ich dachte, du warst bereit für eine etwas härtere Herrin“, sprach die Lehrerin weiter. „Sorry. Ich habe dich überschätzt. Du bist einfach so stark… ich hatte völlig vergessen, wie unerfahren du eigentlich noch bist.“

Nach und nach akzeptierte die Schülerin, dass Frau Janssen wieder in ihre Nähe kam. Nach einer halben Stunde gut Zuredens schien sie beinahe wieder mit ihr versöhnt, wobei sie die Lehrerin nicht aus den Augen ließ, und sie weiter misstrauisch beäugte. Oh verdammt, sie hatte das hier wirklich RICHTIG verbockt, ging der Lehrerin auf. Ihr blieb an diesem Tag nichts anderes mehr übrig, als Annas leicht geschundenen Rücken zu versorgen, die Schülerin essen und trinken zu lassen und die beiden zu Jonas nach Hause zu fahren.

Als Stella nach Hause kam, wartete ihr Ehemann schon auf sie. Ruhig sah er sie an. „Du hast’s verbockt“, stellte er fest. „Ja“, hauchte sie und ließ sich kraftlos in ihren Sessel plumpsen. Eine Viertelstunde lang saßen die beiden ruhig, ja beinahe regungslos da. „Wirst du mich wieder schlagen?“, fragte Stella irgendwo zwischen erwartungs- und angstvoll. „Nein. Das hat jetzt keinen Sinn.“, stellte Eric nüchtern fest.

Und Stella schluckte schwer.

Ende Teil 6

Ende (?)

 

Anna dachte nochmal über dieses Ende nach. Es war nicht das Ende, das sie sich vorgestellt hatte, aber es musste einfach reichen. Sie verzog das Gesicht, als sie über ihren schmerzenden Hintern strich. In diesem Moment wollte sie einfach nur mit dem Thema abschließen. ‚Kein BDSM mehr für mich!‘, dachte sie. Nicht in der Realität und nicht mehr fiktiv. Sie hatte jetzt schließlich einen Freund und diesen ganzen gefährlichen Zirkus nicht mehr nötig, beschloss sie.

Jetzt war es Zeit sich hübsch zu machen. Bald würde Peer auf der Matte stehen. Wenn er nichts merkte, würde sie vielleicht mit ihm glücklich werden können. Zumindest für’s erste. Ganz normal, ohne Fesseln, ohne Hiebe, wie eine ganz normale junge Frau!

Ende Teil 7

Bewertung Gesamteindruck

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Kommentar(e)

Auch nach langer Zeit die Geschichte weiter zu lesen ist spannend, die Erinnerung am die vorigen Folgen kommt. 
Anna ist für mich in der Phantasiegeschichte sehr einfühlsam geschrieben. Auch wenn die Idee der Schulstunde irreal ist, kann ich mich mit Anna verbinden und einfühlen. Super.

Die Nachhilfelehrerin wirkt bezüglic BDSM etwas verhaltener, ist aber als Teenager sehr gut zu verstehen.

 

Danke für die tolle Story. 

Schöne Geschichte, manchmal etwas schwierig zu lesen, besonders wenn man die Teile einzeln liest.

Die Geschichte hätte ein besseres Ende verdient, das soll ja vielleicht noch irgendwann kommen, aber so gefällt es mir nicht. Aber sonst eine nette Idee die Geschichte in der Geschichte

Ich liebe diese Story und war auch nach langer Lesepause gleich wieder drinnen. Bzgl Ende muss ich sagen, dass ich auch dieses, als ein gutes empfinden würde, aber es bleibt natürlich dem Autor überlassen.

Andererseits aus Fehlern zu lernen ist doch eindeutig wichtig, genauso sich Ängsten zu stellen wenn es um die Befriedigung von essentiellen Bedürfnissen geht. Wenn man sich von soetwas abwendet sollte es nicht der Fehler oder die Angst davor sein, da das Bedürfnis ja dennoch da ist und dieses dann in einem sehr ungesundem Maß ausbrechen kann.

Also ich bin auf jeden Fall gespannt ob und wie es weitergeht!